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Shinzon Darhel (sd)25.12.12

Abraham Lincoln jagt Vampire

Eine Filmkritik

Shinzon Darhel hat sich den Film "Abraham Lincoln - Vampirjäger" im Kino angesehen und verrät, ob es sich gelohnt hat.

Da dachte man, das Vampirthema wäre im wahrsten Sinne des Wortes ausgelutscht – und dann kommt so etwas in die Kinos. Zwischen all den Horrorschockern und Teeniefilmchen wirkt ein fiktiver Historienfilm allerdings direkt originell. Obgleich der auf einer Romanvorlage basierende "Abraham Lincoln - Vampirjäger" einem Comic zur "The Lost Boys"-Trilogie ähnelt, in dem die Gründungsväter der USA ebenfalls als Vampirjäger dargestellt werden, ist der Stoff im Filmbusiness noch neu und unverbraucht.

Natürlich muss man zuallererst ausblenden, dass die Story absolut an den Haaren herbeigezogen und historisch nicht korrekt ist. Auf der anderen Seite ist es jedoch schon fast wieder spannend zu verfolgen, wie historische Ereignisse in den Vampirkontext einbezogen werden. Wenn man also über die Umdeutung von Lincolns Leben hinwegsieht, erhält man einen durchaus unterhaltsamen Streifen, der ohnehin keinerlei Wahrheitsanspruch erhebt.

Eigentlich hat der Film alles, was man für gutes Popkornkino benötigt: genügend Action, Spannung, Atmosphäre und sogar ein wenig Drama. Die Story ist zwar nicht übermäßig intelligent, aber immerhin gut strukturiert. Lincoln (Benjamin Walker) wächst gleichermaßen als Vampirjäger und Politiker, wobei die B-Handlung sich am Rande mit dem Thema Rassismus auseinandersetzt. Anfangs ist der junge Abraham noch etwas tollpatschig, entwickelt sich schließlich jedoch zu einem verantwortungsvollen Politiker, der in der Lage ist, schwierige Entscheidungen zu treffen.

Einer der eindrucksvollsten Momente ist dabei die Sterbeszene seines Sohnes, in der er vor die Wahl gestellt wird, ihn als Vampir weiterleben oder sterben zu lassen. Gegen den Protest seiner Frau entscheidet er sich für den endgültigen Tod des Jungen, da ein Leben als Vampir die schlimmere Bürde wäre. Denn obwohl es auch freundliche Vampire wie Lincolns Mentor Henry (Dominic Cooper) gibt, müssen sich diese dennoch von Blut ernähren.

Von solchen Momenten abgesehen, ist der weitere Handlungsverlauf natürlich etwas dünn und die Action teilweise stark überzogen. Wenn beispielsweise eine Eisenbahn versucht, einer brennenden Brücke, die überdies am Zusammenstürzen ist, zu entkommen, muss man kein Physiker sein, um sich auszurechnen, wie eine solche Szene in der Realität abgelaufen wäre. Wie bereits angedeutet, ist Realismus keine Stärke dieses Films.

Dafür ist dieses Werk jedoch äußerst kreativ, wenn es darum geht, Vampire dem Jenseits zu überantworten. Holzpflöcke haben ausgedient und Sonnenlicht scheint keinerlei Effekt auf die Blutsauger zu haben. Dafür löst Silber eine tödliche, allergische Reaktion aus. Es liegt daher nahe, diese Art von Gegner mit einer versilberten Axt in Stücke zu hacken, die zudem über eine eingebaute Flinte verfügt, die Silberkugeln verschießt. Eine solche Waffe gegen Vampire gab es bisher noch nicht und auch sonst sind die Filmemacher sehr originell im Töten von Vampiren. Ob sie nun mit einem Regalbrett geköpft oder im Schmiedefeuer flambiert werden, es wird nie langweilig.

Fazit: Abraham Lincoln als Vampirjäger fügt dem Genre auf jeden Fall eine neue Facette hinzu. Diese schwankt von originellen Einfällen bis hin zu hanebüchenen Ausbrüchen. Der Streifen ist sicherlich kein intellektuelles Meisterwerk, aber immerhin gutes Popkornkino. Wer bereit ist, über ein paar Schwächen und den fiktiven Plot hinwegzusehen, wird mit "Abraham Lincoln - Vampirjäger" sicherlich einen unterhaltsamen Abend verbringen.

Diese Filmrezension ist auch zusammen mit weiteren Texten aus den Genres Science-Fiction, Fantasy und Horror in der Dezember-Ausgabe unseres monatlichen Magazins "Incoming Message" erschienen. Falls Sie die "Incoming Message" noch nicht abonniert haben, können Sie das Internet-Magazin zusammen mit unserem wöchentlichen Newsletter "TrekZone Weekend" hier kostenlos bestellen.

(sd - 25.12.12)


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