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Shinzon Darhel (sd)19.12.13

Filmkritik zu "Riddick 3"

Es wird wieder stockfinster

Neun Jahre sind seit "Riddick - Chroniken eines Kriegers" vergangen. Eine lange Zeit, und es hatte schon kaum noch jemand auf eine Fortsetzung gehofft. Umso erfreulicher, dass diese es nun doch in die Kinos geschafft hat. Nachdem Richard B. Riddick (Vin Diesel) den Lord Marshall der Necromonger ins Jenseits befördert hatte, stellte sich nämlich die Frage, was er daraufhin als neuer Lord Marshall anfangen würde.

In der Hinsicht ist die Fortsetzung allerdings schon ziemlich enttäuschend, denn sie beginnt damit, dass Riddick auf einem fremden Planeten erwacht. Wie er von den Necromongern hintergangen und dort ausgesetzt wurde, erfährt man nur in einer kurzen Rückblende. Auf einen Rachefeldzug Riddicks hofft man anschließend den ganzen Film lang vergebens.

Stattdessen muss sich der einsame Krieger mit der feindseligen Fauna des Planeten herumschlagen und zieht ein hundeartiges Wesen groß. Die Rolle des Eremiten spielt er gar nicht mal so schlecht. Allerdings muss man sich das ein oder andere Mal fragen, wo eigentlich Riddicks Schmerzgrenze liegt. Sich auf der Flucht ein gebrochenes Bein selbst zu nageln, ist schon ziemlich hart.

Der Planet an sich gestaltet sich indessen durchaus interessant. Von den Effekten her haben sich die Macher wieder mehr an "Pitch Black" orientiert und einen realistischeren Stil gewählt. Auch was die Kopfgeldjäger und deren Station angeht, orientiert sich das Setting mehr an klassischen Vorbildern und weniger an den "Dune"-mäßigen Designausschweifungen der Necromonger im Vorgängerfilm.

Zurück auf der Leinwand: Vin Diesel als Riddick
Der weitere Handlungsverlauf lehnt dann allerdings etwas zu sehr an "Pitch Black" an. Zwei Gruppen Kopfgeldjäger - Murgs genannt - folgen Riddicks Notruf, um das auf ihn ausgesetzte Kopfgeld einzustreichen. Statt einem muslimischen Imam hat eine der Gruppen diesmal einen christlichen Prediger dabei. Von der anderen Gruppe ist dagegen der Vater des in Teil 1 verstorbenen Kopfgeldjägers mit von der Partie, der Riddick die Schuld am Tod seines Sohnes gibt. Die Rolle der taffen Carolyn nimmt schließlich Dahl (Katee Sackhoff) ein. Die Konstellationen sind also sehr ähnlich.

Diesmal begnügt sich Riddick allerdings nicht nur damit, die Besucher aus der Ferne zu beobachten, sondern lässt selbst den einen oder anderen Kopfgeldjäger ins Jenseits entschwinden. Das Katz-und-Maus-Spiel verläuft diesmal zwar etwas anders, aber letztendlich macht Riddick wieder einmal darauf aufmerksam, dass nicht er der Feind ist. Und wieder einmal hört niemand auf ihn.

Dunkel wird es diesmal nicht durch einen Ringplaneten, der sich vor drei Sonnen schiebt, sondern durch eine Regenfront. Das Ergebnis ist gleich: Mordlustige Kreaturen kriechen aus ihren Löchern und machen Jagd auf alles Essbare. Licht schadet ihnen diesmal allerdings nicht und obendrein haben sie auch noch tödliche Giftzähne.

Nachdem Riddick den lästigen Murg Santana (Jordi Mollá) mit nur einem freien Fuß und dessen Machete geköpft hat, kann er die anderen überzeugen, ihn freizulassen, um zu helfen. Ja, auch das hatten wir schon in Teil 1, allerdings ohne die lustige Enthauptungsszene, die durchaus ironisch ist. Denn Santanas Kopf landet in genau der Kiste, die er für Riddicks Kopf mitgeschleppt hatte.

Die nächste Wiederholung lässt dann nicht lange auf sich warten, denn die beiden Raumschiffe sind wieder einmal flugunfähig. Allerdings hat diesmal Riddick selbst dafür gesorgt, indem er jedem Schiff einen Akku geklaut hat. Er muss mit zwei anderen Männern raus in die Dunkelheit und die Energiezellen holen. Santanas Mann hintergeht erwartungsgemäß Riddick und Johns (Matthew Nable), den Anführer der konkurrierenden Kopfgeldjägertruppe. Dafür bezahlt er jedoch mit dem Leben, und nachdem Riddick Johns auch noch vor den heimischen Kreaturen rettet, fasst dieser langsam Vertrauen.

Zwar muss Johns Riddick zunächst verletzt zurücklassen, aber schließlich kommt er noch einmal mit seinem Raumschiff zurück, um ihn abzuholen. Im Gegensatz zu "Pitch Black" kostet diese Aktion immerhin kein weiteres Leben. Riddick nimmt sich das zweite Schiff und alle trennen sich in Freundschaft. Die Rache an den Necromongern sowie die Suche nach Riddicks Heimatwelt Furya müssen dann wohl bis zur nächsten Fortsetzung warten. Hoffentlich muss man auf diese nicht wieder neun Jahre warten ...

Fazit: "Riddick" ist eine eher unerwartete Fortsetzung von "Riddick − Chroniken eines Kriegers". Unerwartet nicht nur wegen der Handlung, sondern auch, weil es eigentlich kaum noch Hoffnung auf diese Fortsetzung gab. Ob sich das Warten wenigstens gelohnt hat? Das ist sehr geschmacksabhängig.

Optisch ist "Riddick" allemal eindrucksvoll und bietet zumindest in der ersten Hälfte viel Neues. Die Geschichte um Riddicks Freundschaft mit dem hundeartigen Wesen berührt einen dabei am meisten. Man empfindet direkt Trauer, als Riddicks Begleiter niedergeschossen wird.

Die zweite Hälfte des Films wirkt dagegen wie ein Remake von "Pitch Black", wobei die nächtlichen Angriffe von bizarren Alienmonstern nur eine von vielen Parallelen darstellen. Ärgerlich ist dies vor allem, da man den ersten Teil kennen sollte. Denn sonst weiß man am Ende nicht, wovon Johns redet, als er Riddick auf dessen angebliche Schuld am Tod seines Sohnes anspricht.

Wirklich schlecht ist "Riddick" deswegen aber dennoch nicht. Die Charaktere sind durchaus interessant, die Atmosphäre stimmt und Riddick ist immer noch der coole Sprücheklopfer von anno dazumal. Wer die ersten beiden Spielfilme (und eventuell auch den Anime) mag, der wird von Teil 3 nicht ernsthaft enttäuscht. Eine weitere Fortsetzung wäre allerdings wünschenswert, um die offenen Fragen angemessen zu beantworten.

Diese Filmrezension ist auch zusammen mit weiteren Texten aus den Genres Science-Fiction, Fantasy und Horror in der Dezember-Ausgabe unseres monatlichen Magazins "Incoming Message" erschienen. Falls Sie die "Incoming Message" noch nicht abonniert haben, können Sie das Internet-Magazin zusammen mit unserem wöchentlichen Newsletter "TrekZone Weekend" hier kostenlos bestellen.

(sd - 19.12.13)


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