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Oliver Hieber (oh)31.01.13

"Silent Hill - Revelation": Eine Kritik

Reizvolle Optik, plattes Drehbuch

Ist die Fortsetzung von "Silent Hill" so gut wie das Original oder kann sie ihr nicht das Wasser reichen? Eine Kritik von Oliver Hieber.

Als "Silent Hill" 2006 in die Kinos kam, erwartete den Zuschauer ein schauriger Trip mit skurril-bizarren Gestalten, einer bedrückenden Atmosphäre und für eine Videospielverfilmung erstaunlich guten Schauspielern. Ein großer Blockbuster wurde der Film zwar nicht, schaffte es aber, sich im Lauf der Zeit eine Anhängerschaft aufzubauen.

Die Zeit verging und allmählich wurde eine Fortsetzung immer konkreter. Man verkündete, dass einige der Schauspieler aus dem ersten Teil wieder dabei wären und wie bei jedem Film, der etwas auf sich hält, sollte natürlich eine Version in 3D ins Kino kommen. An sich erst mal keine schlechten Voraussetzungen, auch wenn sich natürlich die Frage stellt: Braucht man nach sechs Jahren, in denen videospieltechnisch "Silent Hill" nicht großartig im Bewusstsein der Leute war, wirklich eine Fortsetzung?

Zwar hat man die Elemente des ersten Teils erneut zusammengemixt, eine originelle, geschweige denn spannende Mischung ist daraus leider nicht entstanden. Es ist zwar schön, Schauspieler wie Sean Bean, Radha Mitchell oder Deborah Kara Unger in ihren bereits bekannten Rollen zu sehen, jedoch wirken gerade die Auftritte der beiden Frauen eher wie der Versuch, krampfhaft bekannte Gesichter in Minirollen in den Film zu quetschen. Leider tragen beide nicht viel zur Geschichte bei.

Sean Bean wieder als Vater der Hauptfigur zu sehen - und das nicht nur für fünf Minuten - ist ein Lichtblick, aber leider rettet das auch nicht die konfuse Geschichte. Adelaide Clemens, die als erwachsene Version der Tochter aus dem ersten Teil auftritt, spielt überzeugend, kann gegen das platte Drehbuch aber auch nicht viel machen. Bekannte Gesichter wie Malcolm McDowell und Carrie-Anne Moss machen sich gut auf dem Filmplakat, es ist aber enttäuschend zu sehen, wie winzig ihre Rollen sind. Gerade bei Letzterer hat man das Gefühl, die (Achtung Spoiler!) Verwandlung in ein Monster gegen Ende finde nur statt, weil man sich die Schauspielerin nicht länger leisten konnte.

"Monster" ist aber ein gutes Stichwort, um zu den positiveren Aspekten des Films überzugehen: Wie auch schon beim ersten Teil muss man dem Film zugutehalten, dass die nichtmenschlichen Figuren wieder einmal sehr fantasievoll und relativ gruselig gestaltet worden sind. Seien es die mörderischen Krankenschwestern oder die Kreatur bestehend aus Schaufensterpuppen, in ihren Szenen sorgen die Figuren für gruselige Momente. Auch die Kulisse von Silent Hill lässt keine Wünsche offen, an Atmosphäre mangelt es auf alle Fälle nicht. Es ist nur schade, dass der Alarm mit anschließendem Zerfall der Stadt im Gegensatz zum wirkungsvollen Einsatz im Erstling mehr oder weniger auf einen kurzen Gastauftritt reduziert worden ist.

Der Ascheregen, der die meiste Zeit in Silent Hill herrscht und schon in zwei Dimensionen zur düsteren Stimmung des ersten Films beigetragen hat, steigert hier das Filmerlebnis dank 3D um ein paar Stufen. Man fühlt sich regelrecht in die Kulisse hineinversetzt, wenn die Asche um den Zuschauer in der Luft herumwirbelt. Leider ist das auch schon der effektivste Einsatz der 3D-Technik. Wie auch schon bei vielen anderen 3D-Filmen fällt auf, dass bis auf einige wenige Szenen der Großteil des Films flach bleibt (und vermutlich auch erst nachträglich konvertiert worden ist, um angeblich Tiefe zu erzeugen, die man aber auch nach dem zweiten oder dritten Ansehen noch nicht gefunden hat). Es stellt sich dann natürlich die Frage, ob man für ein paar wenige visuelle Höhepunkte mehr Eintritt zahlen möchte.

Die optischen Leckerbissen lohnen sich schon, um einen Blick auf den Film zu werfen, genießen kann man ihn aber vermutlich mehr, wenn man ihn vor dem heimischen (hoffentlich mittlerweile bezahlbaren) 3D-Fernseher anschaut. Dann ärgert man sich zumindest nicht über die Menge Geld, die man für die Eintrittskarte und das Popcorn ausgegeben hat. Außerdem kann man dann die konfusen/langweiligen Stellen vorspulen und sich mehr auf die dialogfreien Effektszenen konzentrieren.

Diese Filmrezension ist auch zusammen mit weiteren Texten aus den Genres Science-Fiction, Fantasy und Horror in der Januar-Ausgabe unseres monatlichen Magazins "Incoming Message" erschienen. Falls Sie die "Incoming Message" noch nicht abonniert haben, können Sie das Internet-Magazin zusammen mit unserem wöchentlichen Newsletter "TrekZone Weekend" hier kostenlos bestellen.

(oh - 31.01.13)


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