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Christian Freitag (cf)30.09.12

"The Dark Knight Rises": Kinokritik

Bitte nicht auf Deutsch anschauen!

Ein genialer Film oder flaches Popcornkino? Lesen Sie hier die Meinung von Christian Freitag zum neuen "Batman" und seiner deutschen Synchronisation.

Auf die Tragödie, die sich in den Vereinigten Staaten hinsichtlich des Films zugetragen hat, möchte ich nicht näher eingehen. Ich möchte lediglich den Film bewerten. "Batman - The Dark Knight Rises" spielt acht Jahre nach dem letzten "Batman"-Film. Jeder, der dies nicht weiß, bekommt es mindestens fünf Mal im Film aufs Brot geschmiert, bis auch der letzte Schnarcher aus der letzten Reihe mitbekommen hat, dass der letzte Film vor acht Jahren gespielt hat.

Auch wenn er viel Action beinhaltet, so gibt es eine Reihe ruhiger Szenen darin, sehr melancholisch und depressiv. Vor allem die drückende Stimmung während der Blockade der Stadt lässt den Zuschauer fragen: Wie zur Hölle soll man das meistern? Natürlich ist wieder etwas Pathos dabei, man denke nur an den Kumpel von Gordon, der meinte, er müsse nicht in Galauniform die Straße herabmarschieren und – vertrottelt und pathetisch, wie er nun mal ist - latscht er tatsächlich gegen Ende in Galauniform den sinistren Typen entgegen. Schön fand ich, dass einige bekannte Gesichter wieder aufgetaucht sind, die aus den beiden vorherigen "Batman"-Filmen stammen. Weniger schön fand ich die Aufklärung des Ganzen, die zwar vollkommen unerwartet kam, aber auch vollkommen sinnlos war.

Mit "The Dark Knight Rises" hat Christopher Nolan seine viel beachtete "Batman"-Trilogie in diesem Sommer abgeschlossen.
Schauen wir uns mal die Besetzungsliste in der Nebendarstellerriege an. Den muskulösen Bane mimt Tom Hardy. Klingt bekannt? Ist er auch: Shinzon aus "Star Trek: Nemesis". Hat er sich verändert? Eigentlich nicht, abgesehen von den Muckis. Bane ist eigentlich eine Art Abklatsch von Shinzon. Kam aus dem Knast, wurde dort gefoltert, ist dort einer Bruderschaft beigetreten, die sich beistehen, sieht jetzt ziemlich alt aus und so weiter und so fort. Ist Bane böse? Wars Shinzon? Tom Hardy soll angeblich für die grandiose Leistung einen Oscar verdient haben. Es wäre besser, wenn man der Academy den Film nicht auf Deutsch zeigen würde.

Dank der deutschen Synchro gerät "Batman - The Dark Knight Rises" zur Farce. Ich möchte wissen, welcher Voll... da dran war. Bane sieht aus wie eine Mischung aus Darth Vader und Shinzon. Der deutsche Bane spricht ... anders. Er hört sich an, als sei er ein Kind von Lena und Pontius Pilatus aus "Das Leben des Brian". Beispiel: "Wealch liabliche, liabliche Stimmä ..." (in der Szene, die aus dem Film "Der Anschlag" entlehnt war - entlehnt = hollywoodianisch für "geistiger Diebstahl") oder: "Büarger. Gossem City gehöart Euach." DAS GEHT GAR NICHT. Der Film mag düster sein und eine triste Grundstimmung haben, aussichtslos. Aber wenn der "Bösewicht" so spricht wie der Statthalter aus Judäa, lach ich mich scheckig. "Kann es sein, dass man Schapernack mit mir treipt?" - "Aber niemals, Herr!" - "Wer ist dieser schöne Pernhard, von dem du da sprichst?" - "Er ist ein VERPRECHER!" Prost Mahlzeit.

Anne Hathaway liefert eine meisterhafte Körperbeherrschung ab. Catwoman ist ihr auf den - makellosen – Leib geschneidert. Eine Anekdote habe ich noch. Ich weiß nicht, ob sie beabsichtigt ist. Der Polizist, der damals im Waisenhaus war, sich als Robin herausstellt, was der Zuschauer schon gegen Anfang des Films merkt, wuchs im Waisenhaus St. Swithin's auf. Catwomans Alter Ego spielte in der Romantiktragödie "Zwei an einem Tag" Emma Morley. Sie lernte ihren Schwarm Dexter am St. Swithin's Day kennen und jedes Jahr an diesem Tag führten ihre Wege zusammen. Zufall? Allerdings hat ihre Stimme auch einen Dämpfer erhalten. Sie ist etwas zu lasziv geraten, teilweise sogar übertrieben. Aber nicht so schlimm wie bei Toahm Haardie ...

Jetzt kommts. Der Dunkle Ritter höchstdarselbst. Hören Sie mal hin, wenn er Bruce Wayne spricht. Klingt normal. Aber wenn er Batman spricht, hört er sich an wie ein Gorilla aus der Brunft aus "Planet der Affen". Was Sinn ergeben würde, wenn er einen Stimmverzerrer hätte, um seine Identität zu schützen. Allerdings lässt sein Kostüm nicht so viel Platz und vor dem Mund hat er nix. Nachdem man sich also jedes Mal kaputtlachen kann, wenn zumindest die männlichen Hauptdarsteller ihre Schnauze aufmachen, muss man auch hinter die dämliche Synchro schauen.

Während Gotham City eine fiktive Stadt war - immer schon -, war man hier richtig faul. Wer hier nicht New York erkannt hat, dem war nicht mehr zu helfen.

Ferner geht der Film eine recht lange Zeit. Er spielt über einen Zeitraum von etwa einem Jahr, ähnlich vergeht die Zeit auch im Film. Recht langsam. "Batman - The Dark Knight Rises" hat einige Längen. Dennoch kommt es mir so vor, als habe man an einigen Stellen recht schlampig geschnitten. Vor allem wundert es mich, dass es kaum Blut zu sehen gibt. Ich bin nicht blutrünstig, aber fast alle Gewaltszenen sind lediglich angedeutet! Außer das Peng-Buff-Bang-Gekloppe zwischen Batman und Bane.

Passabel fand ich das Ende für Batman/Bruce Wayne und ich meine jetzt nicht das Action-Ende, sondern das Ende-Ende halt. Jeder, der den Film gesehen hat, wird mich verstehen. Ich möchte nicht spoilern.

Letzten Endes war ich eher enttäuscht, was aber überwiegend an der Synchro lag.

Diese Filmrezension ist auch zusammen mit weiteren Texten aus den Genres Science-Fiction, Fantasy und Horror in der September-Ausgabe unseres monatlichen Magazins "Incoming Message" erschienen. Falls Sie die "Incoming Message" noch nicht abonniert haben, können Sie das Internet-Magazin zusammen mit unserem wöchentlichen Newsletter "TrekZone Weekend" hier kostenlos bestellen.

(cf - 30.09.12)


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