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Shinzon Darhel (sd)28.11.12

Nachbarn der 3. Abartigkeit

"The Watch": Eine Kinokritik

Es gibt Filme, für die kann man sich sein Geld sparen. "The Watch" gehört laut Shinzon Darhel dazu. Warum, das legt er seiner Kinokritik zum neuen Film mit Ben Stiller dar.

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wo ich "The Watch - Nachbarn der 3. Art" einordnen soll. Ist es eine Komödie? Ein Horrorfilm? Oder ein Softporno? Es ist auf jeden Fall keine der üblichen Ben-Stiller-Komödien im Stil von "Meine Braut, ihr Vater und ich".

Die Haupthandlung fällt in den Bereich der Alien-Agenda. Außerirdische planen (wieder einmal) eine Invasion der Erde. Um das ganze Szenario mit einer Portion Paranoia zu garnieren, leben sie bereits mitten unter uns. Jeder könnte ein Alien sein - dein Nachbar, deine Familie oder sogar du selbst. Wirklich innovativ ist das jedoch nicht, denn man warnte uns bereits in den drei Teilen der "Men in Black"-Reihe davor.

Die außerirdischen Fieslinge aus "The Watch" sind nur etwas schlechter vorbereitet. Sie bringen ihre menschlichen Kostüme nicht von zu Hause mit, sondern häuten kurzerhand ein paar Menschen. Doch halt, das hatten wir bei der Schabe in "Men in Black" auch schon mal gesehen. Der einzige Unterschied zu "The Watch" besteht darin, dass die Kamera hier voll auf die Splatterszenen drauf hält. Ben-Stiller-Fans, die mit einer harmlosen Komödie rechnen, seien vorgewarnt, dass sie hier ausgehöhlte Leichen, herausgerissene Herzen und explodierende Kühe zu sehen bekommen.

Der grässliche Mord an einem Nachtwächter inspiriert den Supermarkt-Filialleiter Evan Trautwig (Ben Stiller) dabei zur Gründung einer Nachbarschaftswache. Deren Logo zeigt ein geflügeltes Auge, womit dann auch die okkulte Symbolik und der Überwachungsstaat bedient wären.

An sich ist die Truppe durchaus für ein paar Lacher zu haben. Die Szene, in der sie eine vermeintliche Alienleiche für ein Fotoshooting zweckentfremden, ist zum Beispiel ganz amüsant. Obwohl natürlich abzusehen war, dass E.T. nicht ganz so tot ist, wie es den Anschein hat. Das Geballer auf einen anderen Kadaver gerät ebenfalls zum Brüller. Immerhin bleibt ihr zweites Opfer dann auch tot.

Allerdings hätten sie Munition sparen können, denn die Schwachstelle der Invasoren ist ihr Gemächt. Sie haben ihr Hirn nicht nur sprichwörtlich in der Hose, was vor allem ein Seitenhieb auf das männliche Publikum ist. Das mag noch halbwegs witzig sein, die anderen Schläge unter die Gürtellinie fallen jedoch unangenehm auf. Es wird so oft über "Schwänze" geredet, dass der Film alles in allem als "vulgär" zu bezeichnen ist.

Der Gipfel ist dabei der Nachbar von Trautwig, der am Anfang gar nicht vertrauenswürdig daherkommt. Sprüche wie "Sie haben eine schöne Haut" lassen schnell den Verdacht aufkommen, dass er ein Alien sein könnte. Doch weit gefehlt. Er betreibt schlichtweg einen Nachbarschafts-Swingerclub in seinem Keller. Und an dieser Stelle wird es regelrecht pornografisch. Eltern sollten auf keinen Fall ihre Kinder mit ins Kino nehmen.

Fazit: "The Watch - Nachbarn der 3. Art" ist der bisher bizarrste und definitiv vulgärste Invasionsfilm. Neben der üblichen Konditionierung auf die E.T.-Agenda sowie der damit einhergehenden Paranoia muss der Kinobesucher vor allem würdelosen Fäkalhumor über sich ergehen lassen. Abgesehen von einigen wenigen Lachern ist der Film alles in allem entsetzlich niveaulos.

Diese Filmrezension ist auch zusammen mit weiteren Texten aus den Genres Science-Fiction, Fantasy und Horror in der November-Ausgabe unseres monatlichen Magazins "Incoming Message" erschienen. Falls Sie die "Incoming Message" noch nicht abonniert haben, können Sie das Internet-Magazin zusammen mit unserem wöchentlichen Newsletter "TrekZone Weekend" hier kostenlos bestellen.

(sd - 28.11.12)

Weiterführende Links

  • YouTube
    "The Watch": Der Trailer zum Film.


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