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David Sebastian Langkamp (dl) "Broken Bow" Eine Rezension des Drehbuchs Eine Rezension des "Enterprise"-Pilotfilms anhand des Drehbuchs. Anmerkungen und Echtheit Folgendes Review wurde auf Basis des uns vorliegenden "Broken Bow"-Drehbuches verfasst. Allerdings stellt das Review des Drehbuchs einige Facetten der Episode sowie deren Umsetzung nicht dar, da viele Betrachtungsweisen erst mit der Verfilmung voll zur Geltung kommen können. Die Echtheit des Drehbuchs ist zwar nicht offiziell bestätigt, gilt aber als sehr wahrscheinlich. Im Drehbuch kommen alle bisher in Videos gezeigten Dialoge vor. Auch stimmen sämtliche Details, die bereits von den Produzenten in Interviews bestätigt wurden, mit den Inhalten des Drehbuchs überein - zum Beispiel Hoshi Satos Flugangst oder Doktor Phlox' Vorliebe für chinesisches Essen und dergleichen. Daher erscheint uns eine Fälschung äußerst unwahrscheinlich. Aufgrund der besonderen Umstände habe ich mich entschieden, das Review unkonventionell zu halten. Verzeihen Sie mir also bitte den gewissen Stilbruch im Inhaltsteil. Inhalt Der junge Archer und sein Vater arbeiten an einem Raumschiffmodel - einem Transporter des frühen 22. Jahrhunderts der Sternenflotte. Die beiden reden über das Schiff, welches sein Vater entwickelt - die Enterprise -, und warum die Vulkanier der Menschheit Informationen vorenthalten und so die Arbeit des Vaters behindern. Broken Bow, Oklahoma, 30 Jahre später. Ein rauchendes, abgestürztes Shuttle. Ein über zwei Meter großer Klingone rennt um sein Leben - verfolgt von zwei Suliban, einer genetisch optimierten, humanoiden Spezies, welche in der Lage ist, ihre Knochenstruktur zu verändern. Die Suliban schießen auf ihn. Aber der Klingone - Klaang - kann in ein Silo flüchten. Doch die beiden Suliban folgen ihm. Klaang springt aus dem Silo, zieht seinen Disruptor und zerstört es. Dabei kommen die beiden Suliban ums Leben. Der Farmer hat die Schießerei mitbekommen und steht mit einem Gewehr des 22. Jahrhunderts vor Klaang. Die beiden können sich nicht verstehen. Da der Farmer keine andere Möglichkeit mehr sieht, schießt er. Captain Archer und Charlie Tucker fliegen im Orbit um die Enterprise und reden über das Schiff, welches in drei Tagen einsatzbereit sein soll, sowie dessen Technologie. Die Enterprise kann eine Geschwindigkeit von Warp 4,5 erreichen und halten. Doch die neuen Protein-Sequenzer (frühe Vorgänger der Replikatoren) sollen noch nicht wesentlich verbessert worden sein. Ein Com-Kanal öffnet sich und Archer wird auf Bitten Admiral Forrests ins Zentrum der medizinischen Abteilung der Sternenflotte beordert. Dort findet eine Diskussion zwischen den Admirals Maxwell und Forrest, den anderen Menschen Daniel Leonard und Commander Williams - sowie dem vulkanischem Botschafter Soval und seinen Begleitern Tos und T'Pol statt. Es scheint klar, dass die Vulkanier den Menschen sagen, was sie zu tun hätten und was nicht. Außerdem halten sie Informationen, wie beispielsweise die Sensor-Logs des Vorfalls, zurück. Als Archer den Raum betritt, meint Admiral Forrest: "Jack, ich nehme an, Sie kennen jeden hier im Raum." (Anmerkung: Bei der Synchronisation wurde ‚you' in "Star Trek" meistens mit ‚Sie' übersetzt.) "Nicht jeden", antwortet Archer und spielt auf den Klingonen auf dem Biobett an. Es stellt sich heraus, dass Klaang ein Kurier mit wichtigen Informationen für Kronos ist. Die Vulkanier wollen ihn auf Bitten der Klingonen sterben lassen und dann seinen Leichnam nach Kronos überführen um einen Konflikt zwischen Menschen und Klingonen zu vermeiden. Archer fragt den Außerirdischen Arzt Phlox, wie es mit den Chancen des Klingonen steht und bekommt als Antwort, dass dieser gar nicht sterben müsste. Archer findet es grausam von den Vulkaniern, dass diese Klaang einfach den Stecker ziehen wollen. "Also ist es Ihre diplomatische Lösung, zu tun, was sie sagen ... und den Stecker zu ziehen?" Archer wendet sich an Admiral Forrest - doch dieser meint, man müsse dem Urteil der Vulkanier Folge leisten. Archer überschreitet eine Grenze, indem er sagt, was viele denken: Er meint, dass die Menschen die letzten 100 Jahre nichts anderes getan hätten als das, und fragt, wie lange das noch weitergehen soll. (Damit spielt er darauf an, dass es Zeit für die Menschen sei, sich aus der Abhängigkeit von den Vulkaniern zu lösen ). T'Pol antwortet ihm, dass sie dies tun müssten, bis sie bereit seien hinter ihre eigenen Provinzeinstellungen zu sehen und ihre gewalttätige Natur hinter sich zu lassen. Archer lässt nicht locker und bittet den Admiral, ihm drei Tage zu geben um die Enterprise flugbereit zu bekommen um dann den Klingonen lebend nach Kronos zurückzubringen. Dieser willigt trotz schärfster Proteste der Vulkanier ein. Im Erd-Orbit ist die Enterprise noch immer im Raumdock. Lieutenant Reed und Lieutenant Mayweather stehen auf der Enterprise an der neuen Transporterstation und reden über das Beamen. Da der Transporter erst kürzlich für Lebewesen zugelassen wurde, hoffen sie ihn nie benutzen zu müssen. Mayweather, welcher auf Frachtschiffen aufgewachsen ist, findet die Schwerkraft ziemlich stark, da er keine 1 G gewöhnt ist. Da Archer noch ein Schiffarzt fehlt, der den Klingonen auf dem Transport versorgen kann, spricht er Phlox an, welcher dankbar einwilligt. Daraufhin begibt sich Archer nach Brasilien, um die Kommunikations-Offizierin Hoshi Sato zu holen. Diese leitet dort einen Kurs an der Amazon University über außerirdische Sprachen und will diesen nicht verlassen, da bald Examen anstehen und es keine Ersatzlehrerin gäbe. Als sie jedoch vom Klingonen erfährt, ist sie von der Möglichkeit, eine neue Spezies kennenzulernen, begeistert und willigt schließlich ein. An Bord der Enterprise reden Archer und Charlie Tucker über die Vulkanierin, welche die Crew begleiten wird: T'Pol. Beide sind nicht froh darüber, doch um Raumkarten und Daten über die Klingonen zu bekommen mussten die Menschen Kompromisse eingehen. T'Pol meldet sich zum Dienst und betont, dass es ihre Aufgabe sei, die Enterprise zu begleiten, und nicht die Spionage. Im Raumdock hält Admiral Forrest eine Ansprache zur In-Dienst-Stellung der Enterprise vor Mitgliedern der Sternenflotte und der Vulkanier sowie der Enterprise-Crew. Er merkt an, dass der Warp-5-Antrieb nie ohne die Aufopferung von Henry Archer sowie Doktor Cochrane möglich gewesen wäre und dass es daher nur passend sei, dass Jonathan Archer das erste Raumschiff mit diesem Antrieb kommandiere. Es folgt eine 32 Jahre alte Holo-Ansprache von Cochrane zum Bau des Warp-5-Komplexes - einer Forschungseinrichtung für die Warptechnologie. Danach gibt Archer den Befehl zum Verlassen des Docks: "Take her out... Straight and steady, Mister Mayweather." Die Enterprise geht auf Warp. In der "Temporalen Kammer" der Suliban Helix spricht ein humanoides Wesen mit dem Suliban Silik, welcher sagt, dass die Menschen Klaang hätten. Die Stimmen sind seltsam verzerrt. Auf der Krankenstation der Enterprise besichtigt Archer die Forschungen von Doktor Phlox - extravagante Wurmkulturen und dergleichen. Phlox, welcher durch ein medizinisches Austauschprogramm der Vulkanier auf die Erde kam, ist froh über die Möglichkeit, die Menschen an Bord der Enterprise näher kennenzulernen. Er lächelt in einer besonderen Weise und versichert dem Captain, dass er sein Bestes geben würde, um Klaang wieder fit zu bekommen, bis sie Kronos in 80 Stunden erreicht haben. Auf der Enterprise hält sich Lieutenant Mayweather im 0-G-Bereich des Schiffes auf, welcher genau in der Mitte zwischen Schwerkraftgenerator und "bpw plate" liegt. Da er auf Frachtschiffen aufgewachsen ist, hatte er bereits Kontakt zu mehren Alien-Rassen und hat mehrere bewohnte Planten besucht. Darüber redet er mit Charlie Tucker. Im Speiseraum des Captains essen die Senioroffiziere zusammen. T'Pol zerlegt ihr Brot mit Messer und Gabel, da sie es widerlich findet, Essen zu berühren. Sie ist Vegetarierin - wie alle Vulkanier - und bezeichnet die Menschen als "impulsive Fleischfresser". Charlie Tucker meint, dass die Menschheit sich innerhalb von zwei Generationen schon entschieden verbessert hätten und dass Kriege, Seuchen und Hunger ausgelöscht worden seien, und dass man dies nicht verachten solle. Auf der Brücke gibt Archer den Befehl, die Geschwindigkeit zu erhöhen. Hoshi füllt sich dabei nicht wohl, worauf ihr T'Pol vorwirft, sie bilde sich das nur ein. Hoshi entgegnet eine Beleidigung auf Vulkanisch. Archer und Hoshi werden in die Krankenstation gerufen - Klaang ist wieder bei Bewusstsein. Doch Klaang ist zu verwirrt um mit Hoshi kommunizieren zu können. Plötzlich fällt der Warpkern und die Hauptenergie aus. Auf der Krankenstation wird es dunkel und die interne Kommunikation versagt. Hoshi bemerkt, dass noch jemand außer ihnen auf der Krankenstation ist. Die Suliban haben sich der Hintergrundfarbe angepaßt und sind im Dunklen nur schwer zu erkennen. Es kommt zu einem Feuergefecht - der Wachmann wird überwältigt, doch Archer gelingt es, einen Suliban zu töten. Nach kurzer Stille kommt die Warp-Energie zurück und das Licht geht wieder an. Klaang und die Suliban sind aber verschwunden. Im Bereitschaftsraum reden die Offiziere über die Analyse der Sensor-Logs. Archer fragt Waffenoffizier Reed nach dem Status der Waffen und gibt den Befehl, diese so schnell wie möglich einsatzbereit zu machen. T'Pol sieht die Mission als beendet an, da der Klingone verloren gegangen sei. Es kommt zum Dialog zwischen den beiden und Archer wirft ihr vor, dass die Vulkanier den Menschen nicht immer vorschreiben können, was sie zu tun hätten. Sie kann den Streit nicht gewinnen. Auf der Krankenstation obduziert Phlox den getöteten Suliban und bemerkt Abnormalitäten. Der Suliban wurde genetisch extrem aufgewertet. Gleichzeitig im Maschinenraum arbeiten Charlie Tucker und T'Pol an den Sensor-Logs. T'Pol meint verächtlich, dass sogar vulkanisches Kinderspielzeug noch höher entwickelt sei als die Sensoren der Enterprise. Archer kommt hinzu und T'Pol meint, es handle sich vermutlich um ein getarntes Schiff und schlägt vor, die Warp-Spur zur verfolgen. Die ebenfalls hinzugekommene Hoshi erstattet Bericht über die Analyse ihres Gesprächs mit Klang vor dessen Entführung. Klaang hatte den Namen eines Planetensystems in 15 Lichtjahren Entfernung genannt - Rigel. Die Enterprise setzt daraufhin Kurs auf Rigel 10. T'Pol, die wusste, dass dies der letzte Aufenthaltsort von Klaang war, bevor er auf die Erde stürzte, ist der Kritik von Archer ausgesetzt, da sie absichtlich Informationen vorenthalten hatte. In der Suliban Helix wird Klaang von zwei Suliban verhört. Obwohl sie ihn unter Drogen gesetzt haben sind die Suliban nicht in der Lage, Informationen von ihm zu bekommen. Die Enterprise schwenkt in einen Orbit um Rigel 10 ein und entsendet ein Shuttle zur Oberfläche. Dort angekommen sollen Archer, T'Pol, Charlie Tucker, Reed und Mayweather nach Informationen über Klaang und seine Kontaktpersonen suchen. Sie verteilen sich in mehreren Teams um den Hinweisen besser nachgehen zu können. Lieutenant Reed und Lieutenant Mayweather werden von einem Alien, der vorgibt, Klaang gesehen zu haben, ins Rotlichtviertel der Kolonie gelockt. Dort spielt die Szene mit den exotischen außerirdischen Tänzerinnen, welche mit einer riesigen Zunge Fluginsekten fangen und verspeisen. Die anderen sehen zwei Klingonen vorbeilaufen, diese reagieren jedoch nicht auf ihre Rufe. Plötzlich wird das Außenteam von mehreren Suliban angegriffen und gefangen genommen. Doch diese Suliban unterscheiden sich von denen, welche auf der Enterprise waren und Klaang entführten. Eine Frau redet mit Archer - sie heißt Sarin und war die Kontaktperson Klaangs. (Anmerkung: Sie ist die Frau, welche Archer im Trailer küsst.) Sie erzählt, dass sie auch auf der Suche nach Klaang sei und dieser mit wichtigen Informationen für die Klingonen Kronos unbedingt erreichen müsste. Obwohl sie eine Suliban sei, gehöre sie nicht mehr zum "Cabal". Diese - vermutlich Mitglieder eines entscheidenden Regierungsorgan oder der herrschenden sozialen Schicht - seien nur noch Soldaten, die in einmal "Temporal Cold War" Befehle empfangen und ausführen würden. Dieser Preis der Evolution (sie meint die genetische Optimierung ihrer Spezies durch Technologie aus der Zukunft) sei einfach zu hoch. Sie habe aber kein Schiff, also bräuchte sie die Hilfe der Enterprise. Bevor Archer jedoch zu einer Entscheidung kommen kann, werden sie von anderen Suliban überfallen. Sarin wird getötet - doch dem Außenteam gelingt während dieser Schießerei zwischen den Suliban die Flucht. Am Raumhafen kommt es erneut zu einem Feuergefecht - zwischen dem Außenteam und den Suliban unter der Führung Siliks. Wegen des schlechten Wetters versagen die Kommunikatoren und die Gruppe um Archer kann die anderen (Reed und Mayweather) nicht erreichen. Die schlechte Sicht macht es dem Außenteam zunächst schwerer, das Shuttle zu finden. Als sie es gefunden haben und sich dem Shuttle nähren, entbrennt die Schießerei im Schneesturm in voller Stärke. Der Antriebsstrahl eines Schiffes, welches tief über dem Außenteam hinweg fliegt, schleudert T'Pol aus ihrer Deckung - genau zwischen Suliban und Shuttle mitten ins Schussfeld. Archer rennt zu T'Pol um diese zu retten, der Rest des Außenteams flüchtet ins Shuttle, wo sie Reed und Mayweather antreffen. Archer gelingt es, T'Pol aus der Schusslinie zu bringen, wird dabei jedoch am Bein getroffen und schwer verwundet. Die anderen ziehen ihn ins Shuttle und kehren zur Enterprise zurück. T'Pol übernimmt das Kommando über die Enterprise. Während Doktor Phlox Captain Archer behandelt, müssen sich T'Pol und Tucker in der Dekontaminationskammer mit einem Gel einreiben, da sie mit Sporen von der Planetenoberfläche kontaminiert wurden. (Anmerkung: Dies ist die berühmt-berüchtigte "Nacktszene".) T'Pol, die nun das Kommando hat, würde am liebsten zur Erde zurückkehren, da sie die Mission als gescheitert und beendet ansieht. Charlie Tucker kann Sie jedoch überzeugen, nach Klaang zu suchen. Als Captain Archer wieder zur Bewusstsein kommt und merkt, dass sich das Schiff mit Warp bewegt, ist er sehr überrascht zu hören, dass die Enterprise der Warp-Spur des Schiff der Suliban, welche das Außenteam angegriffen hatten, folgt. Die Sensoren wurden von T'Pol modifiziert, um dies zu ermöglichen. Während des Fluges erholt sich Archer in seinem Quartier und macht einen Eintrag in sein persönliches Logbuch. Er denkt, T'Pols Verhalten sei nicht gerade sehr vulkanisch - denn ihre Logik hätte diktieren müssen, zur Erde zurückzukehren. Er entschließt sich, sie nicht nach dem "Temporal Cold War" zu fragen, da er ihr nicht vertraut. Sie folgen dem Schiff zu einem Gasplaneten der Klasse 7. Dort verliert sich die Spur des Schiffes. Archer gibt die Anweisung, näher heranzufliegen und bittet T'Pol, den Planeten zu scannen. Dabei entdeckt sie zahlreiche Schiffe der Suliban. Die Enterprise hat gefunden, was sie suchte. Die Atmosphäre des Planeten ist sehr dicht und erschwert den Scanner die Arbeit. Archer gibt den Befehl, die Waffen sowie die Hüllenpanzerung (Anmerkung: Im englischen Original als "hull plating" bezeichnet, was wortwörtlich übersetzt soviel bedeutet wie "Rumpfüberzug") zu aktivieren und sich dem Planeten zu nähren. Währenddessen spricht im Inneren der Suliban Helix in der "Temporalen Kammer" das humanoide Wesen wieder mit Silik, welcher ihm berichtet, dass Sarin getötet worden und die Enterprise ihnen zur Helix gefolgt sei. Silik verspricht die Enterprise zu stoppen. Die Enterprise kann inzwischen die Suliban Helix auf dem Hauptschirm sehen. Sie ist zusammengesetzt aus Hunderten von kleinen Schiffen, die eine große ringförmige Einheit bilden. Es nähren sich zwei Suliban-Schiffe und greifen die Enterprise an. Hoshi Sato gelingt es, ein Lebenszeichen in der Helix zu orten, welche nicht Suliban sind - womöglich Klaang. Da es Archer zu gefährlich ist, den neuen Transporter zu verwenden, um Klaang aus der Helix zu beamen, befiehlt er den "grappler" zu aktivieren um eines der kleinen Suliban-Schiffe einzufangen (Anmerkung: Der "grappler" ist ein primitiver - mechanischer? - Vorgänger des Traktorstrahls). Es gelingt, eines der Schiffe einzufangen. Archer und Tucker machen sich mit der Steuerung vertraut und fliegen zur Suliban Helix. Die Enterprise wird schwer beschossen. Es gelingt den beiden ihr Schiff an der Helix anzudocken. Der Plan ist es, Klaang an Bord zu holen, die Helix durch eine Entriegelung der magnetischen Verbindungen zwischen den Schiffen aufzulösen und zu verschwinden. An Bord der Helix gelingt es tatsächlich den benommenen Klaang aus dem Verhörraum zu befreien, der seltsamerweise nicht bewacht ist. Auf dem Rückweg zum gestohlenen Suliban-Schiff kommt es zu einem Feuergefecht mit mehreren Suliban. Charlie Tucker nimmt Klaang mit an Bord des Schiffes. Captain Archer bleibt noch zurück um die magnetischen Verbindungen zu trennen. Die Helix löst sich auf, doch Archer ist der Weg zum Shuttle abgeschnitten. Über Com befiehlt er Charlie Tucker, Klaang zur Enterprise zu bringen und ihn dann wieder abzuholen. Tucker begibt sich auf den Weg zurück... Die Enterprise, welche schwer unter Beschuss steht, kann die Position am vereinbarten Treffpunkt nicht mehr halten und muss ihre Position verändern. Dennoch gelingt das Treffen mit dem Shuttle. Die kommandierende T'Pol fände es zu riskant, das Leben der Crew für einen Rettungsversuch aufs Spiel zu setzen und will Archer zurücklassen. Da dieser ihr jedoch auf Rigel das Leben rettete, beschließt sie dennoch, eine Rettungsoperation durchzuführen. An Bord der Suliban Helix wartet Archer auf die Rettung. Er folgt den Korridoren und kommt zu einer großen seltsamen Kammer - der "Temporalen Kammer". In dieser Spricht Silik gerade wieder mit dem humanoiden Wesen und versichert ihm, dass Klaang nichts wisse. Er hat Archer noch nicht bemerkt. Als Archer seine Waffe entsichert, bemerkt ihn Silik und empfiehlt ihm, seine Waffe in diesem Raum besser nicht zu entladen. Silik spricht Archer mit seinem Vornamen an und gibt zu verstehen, dass er viel über ihn wisse. Archer kann Silik immer noch nicht klar sehen. Silik greift Archer an und es kommt zu einem Handgemenge. Silik meint, dass es ein Fehler von Archer war: Er hätte ihm seinen Todestag verraten können, doch nun müsse dieser wohl geändert werden. Im Laufe des Kampfes gewinnt Silik die Oberhand und kann an Archers Waffe kommen - er zielt und ist bereit zu schießen, als die Enterprise in letzter Sekunde den Transporter aktiviert und Captain Archer sicher an Bord beamt. Die Enterprise verlässt die Atmosphäre und geht auf Warp. Im Gebäude des Hohen Rates auf Kronos sehen die Führungsoffiziere erstmals ein Klingonisches Gebäude von innen. Ihnen erscheint die ganze düstere Atmosphäre als sehr fremd - der wohl außerirdischste Ort, an dem sie je waren. Der klingonische Kanzler greift sich Klaangs Hand und schneidet ihm in die Handfläche. Ein andere Klingone fängt dieses Blut auf und analysiert es mit einer sehr futuristisch anmutenden Maschine. Die Klingonen hatten das Blut Klaangs verwendet um Informationen über die Suliban auf molekularster Ebene mit seinem Blut zu transportieren. Der Kanzler wendet sich an Archer und sagt etwas auf Klingonisch. Archer sagt, er sehe das als "danke". Doch Hoshi meint, die Klingonen hätten nicht mal ein Wort für "danke" und antwortet mit "Das wollen Sie besser gar nicht wissen" auf die Frage nach der Bedeutung. Das Außenteam verlässt Kronos und begibt sich zurück auf die Enterprise. Archer erzählt, es sei ein Schiff unterwegs, um T'Pol zurückzubringen. T'Pol dachte ursprünglich, dass die Enterprise sie zur Erde zurückbringen würde und ist überrascht. Archer meint, er habe die Vulkanier bisher nur als diejenigen erlebt, die den Fortschritt der Menschheit aufhielten, aber er müsse seine Meinung über die Vulkanier wohl ändern und wäre froh, wenn T'Pol an Bord bliebe. T'Pol ist einverstanden und bittet um Erlaubnis, sich dazu die Genehmigung ihrer Vorgesetzten einholen zu dürfen. Archer betritt daraufhin die Brücke und verkündet: "I hope nobody's in a big hurry to get home. Starfleet seems to think we're ready to begin our mission." Die Enterprise setzt Kurs auf einen bewohnten Planeten in einigen Lichtjahren Entfernung... Die Charaktere Interessant an "Enterprise" sind auch die neuen Charaktere, die in "Broken Bow" eingeführt werden. An dieser Stelle sei auf einige dieser neuen Charaktere eingegangen. Portraits aller Charaktere werden Sie in Kürze in der "Daily Trek" bzw. der "Daily Trek Weekend" finden. Captain Archer Archers Verhalten ist geprägt durch seine Abneigung gegen die Vulkanier. Als Junge erlebte er mit, wie sein Vater Henry Archer sich für die Entwicklung des Warp-5-Antriebs aufopferte, doch durch die Vulkanier nie sein Lebensziel erreichte. Archer strebt danach, der Vormundschaft der Vulkanier zu entwachsen. Dies zeigt sich besonders gut an seinem heftigen Auftreten im medizinischen Zentrum der Sternenflotte, wo er klar eine Grenze überschreitet, indem er ausspricht, was viele denken - nämlich, dass die Menschheit schon die letzten 100 Jahre auf die Vulkanier hören und dass es für die Menschheit Zeit ist, aus dieser Vormundschaft zu entwachsen. Er gibt den Vulkaniern die Schuld daran, dass sein Vater sich nie seinen Lebenstraum erfüllen konnte - den Start seines Warp-5-Schiffes mitzuerleben. So sagt er zum Beispiel: "Die Vulkanier denken, wir könnten ohne sie nicht mal die Toilette spülen". Dadurch, dass T'Pol aber beschließt, ihn aus der Suliban Helix zu retten und somit gegen das Diktat der Logik verstößt sowie bei der Mission im Allgemeinen sehr hilfreich war, hat er Anlass, seinen Standpunkt zu überdenken und begegnet T'Pol nun offener. T'Pol T'Pol betrachtet die Menschen als ziemlich unterentwickelt und hält es für falsch, dass sie das Weltall auf ihre Faust erforschen, so scheint es anfangs. So ist sie von Beginn an gegen die Idee Archers, Klaang mit der Enterprise nach Kronos zurückzubringen. Auch ihre Äußerungen, dass vulkanisches Kinderspielzeug höher entwickelt sei als die Sensoren der Enterprise bestätigt ihre herablassende Betrachtungsweise der Menschheit gegenüber. Ebenfalls interessant ist die Szene im Speiseraum des Captains, in dem sie die Menschen als "impulsive Fleischfresser" bezeichnet. Dass Archer ihr trotz seiner Abneigung gegen die Vulkanier auf Rigel das Leben rettet, bringt sie jedoch zum Nachdenken. Doktor Phlox Erscheint mir persönlich als sehr sympathisch. Sein Lächeln und sein Interesse an der Menschheit sowie der Forschung und anderen Kulturen machen ihn für den Zuschauer zu einem sehr interessanten Charakter. In gewissem Maße ist er erwartungsgemäß der Strahlemann der Enterprise. In jedem Fall mein bisheriger Lieblingscharakter - auch wenn man in "Broken Bow" noch nicht sonderlich viele Einblicke in den Charakter Phlox gewinnen konnte. Bewertung Ich bin von "Broken Bow" positiv überrascht. Nachdem "Voyager" für mich eine bittere Enttäuschung auf ganzer Linie war, hätte ich "Star Trek" für mich persönlich schon fast für tot erklärt. Doch "Enterprise" stellt wahrlich etwas Neues dar. Eine neue Zeitlinie, in welcher die Menschen noch nicht viel erforscht haben, in der die Vulkanier den Menschen zu sagen scheinen, was sie zu tun und lassen haben, eine Zeit, in der die Menschheit an den Herausforderungen wachsen muss. Es ist ein befreiender Ausbruch aus den etablierten Allmachtsgepflogenheiten der großartig entwickelten Föderation. Die Menschen sind in der Galaxie noch total unbekannt und die Enterprise ist das erste Schiff, welches den tiefen Weltraum erforschen kann. Sie sind auf sich gestellt. Die Vulkanier kommen in der Gesamtheit nicht besonders gut weg, da deutlich wird, dass viele Menschen sie als Hindernis ansehen, welches den Fortschritt der Menschheit aufhält. Es wird nicht deutlich, dass die Vulkanier wirklich aktiv diesen behindern, doch die Menschen fassen es so auf. Die Vulkanier wollen nicht aktiv in die Entwicklung der Menschheit eingreifen, sondern diese nur bei ihrer eigenen Entfaltung begleiten. Man erlebt einen Prozess, in dessen Verlauf die Menschheit erwachsener wird auf dem Weg in eine neue (bessere?) Welt. "Ich beneide Sie um diese ersten Schritte in eine neue Zeit." (ST:VIII - Picard zu Lily) Es erscheint als glorreiche, neue Zeit des Aufbruchs und des Entwachsens aus der Vormundschaft der Vulkanier. Die neu geschaffene alte Zeitlinie überzeugt und gibt "Enterprise" in Ansätzen das zurück, was meiner Meinung nach seit "Voyager" bei "Star Trek" fehlte: ein Hauch der Visionen Roddenberrys. "Independence Day"-mäßig mutete die Aktion Archers, ein fremdes Schiff zu kapern, an. Die Idee ist in "Star Trek" zwar auch nicht neu, doch in "Enterprise" dennoch kreativ untergebracht. Das Verhältnis Archer/T'Pol erscheint sehr interessant, sofern es nicht übertrieben dargestellt wird. Allerdings lässt gerade der schnelle Meinungswandel Archers und T'Pols zueinander dies befürchten. An sich schade, da die Änderung des Menschen-Vulkanier-Verhältnisses als der rote Faden der Serie besser behandelt werden könnte. Eine stetige Charakterentwicklung und Veränderung hin zu diesem Ziel wäre sicher besser, als dies in nur wenigen Folgen übertrieben zu behandeln. Phlox - welcher mir extrem sympathisch ist - und die anderen Charaktere werden auch einigermaßen gut eingeführt, wenn auch nicht so ausführlich wie Archer und T'Pol. Dies sollte in den nächsten Folgen korrigiert werden um eine zu unausgewogene Charakterentwicklung zu vermeiden. Während der Folge hat Archer öfters Flashbacks in seine Kindheit, diese habe ich der Übersichtlichkeit halber im Review nicht immer erwähnt. Die Enterprise ist das erste Raumschiff mit dem neuen Warp-5-Antrieb. Noch kaum Aliens kennen die Menschen. Wie sollen diese innerhalb von nur neun Jahren zum entscheidenden Gründungsmitglied der Föderation werden? Wie kommt es zum Krieg mit den Romulanern? Wie geht es mit den Klingonen weiter? Was wird aus dem "Temporal Cold War"? Zieht er sich als fortlaufender Handlungsfaden durch die Serie? Fragen, deren Beantwortung am besten ein kontinuierlicher breitgefächerter Handlungsbogen geben würde, der sich besser mehr auf die interessanten, tiefgehenden sozialen Entwicklungen - zusammen mit ausgeglichener Charakterentwicklung sowie gesunder Spannung - als auf eine hirnlose und oberflächliche Action-Lastigkeit konzentrieren sollte. Aller Anfang in eine meiner Meinung nach besseren "Star Trek" Zukunft ist zumindest getan: "To boldy go..." Mögliche Gefahren für die Zukunft der Serie Auch wenn "Enterprise" ein guter Anfang ist, so eröffnen die Umstände allgemein und in "Broken Bow" einige aus meiner Sicht schwerwiegende Gefahren und Befürchtungen:
Fazit "Enterprise" ist für mich ein überraschender Neuanfang - wenn auch kein perfekter. Die Serie und vor allem der neue Rahmen der Menschheit erscheinen vielversprechend, genauso wie die Charaktere. Das Reifen der Menschheit und die ersten Schritte in eine vermeintlich bessere Zukunft werden gezeigt und man kehrt somit zumindest in gewissen Punkten zu den Idealen Roddenberrys zurück. Dennoch ist "Broken Bow" nicht perfekt - es offenbaren sich eine Menge Gefahren für den weiteren Verlauf der Serie. "Broken Bow" wäre weder mit einer 1 noch eine 5 oder 6 objektiv bewertet. Lange habe ich die möglichen Gefahren mit den positiven Aspekten abgewogen um mein Fazit in Notenform ausdrücken zu können. Die Fettnäpfchen für grausame Storyfehler in der Zukunft sind zwar ausgelegt, aber müssen nicht zwangsläufig auch zu solchen Fehlern führen. Die Zukunft für "Enterprise" steht für "Hardcore-Trekkies" und "Star Trek"-Mitläufern offen - wenn auch das Damokles-Schwert über den Köpfen der Produzenten schwebt. Was die Episode an sich betrifft - soweit man diese an ihrem Drehbuch betrachten kann -, so lege ich den Akzent auf den zumindest teilweisen Erfolg eines Neuanfangs sowie die äußerst interessante Entwicklung der Menschheit und die Einführung vielversprechender Charaktere. Daher spreche ich "Broken Bow" die beste (!) Note in meiner gesamten TZN-Dienstzeit aus: Note 2-. (dl - 31.03.07) |
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