Zu Gast auf der S.S. Enterprise
Unser Mitarbeiter Robert Vogel war vor kurzem eingeladen, in Los Angeles die Sets der neuen Trek-Serie "Enterprise" zu besuchen.
Der Bericht zu den Erlebnissen von Robert Vogel in Hollywood ist in der letzten Woche in unserem Newsletter "Daily Trek Weekend" erschienen. Im folgenden haben Sie nun ebenfalls die Möglichkeit, den Bericht zu lesen, in dem man unter anderem erfährt, dass Jonathan Frakes sich derzeit häufig auf dem Paramount-Set aufhält, um den Crossover zwischen den Serien "Enterprise" und "Roswell" zu planen.
Es kam nicht so, wie es kommen sollte: Am Freitag-Mittag, 7. September, war man bei Paramount überrascht, dass Robert Vogel auftauchte. Sein Termin wurde kurzfristig abgesagt, nur hatte er vor seiner Abreise nichts mehr davon erfahren - eine Reise für die Katz also, könnte man denken Man teilte ihm mit, dass die Tour abgesagt worden sei, weil man keine internationale Presse vor der Erstausstrahlung von "Enterprise" auf den Sets haben möchte.
Aber man meinte es doch gut mit ihm: Anstatt der Pressetour kam er in den Genuss einer VIP-Tour, welche aber keinen Set-Besuch beinhalten sollte. Nach dem Gespräch mit einem Angestellten im Paramount-Shop wusste er aber immerhin, dass die Sets sich auf Bühne 18 befinden. Und als er dann durch das Gelände geführt wurde, konnte er tatsächlich einen Blick auf die Brücke werfen - inoffiziell natürlich. Und auch nur für kurze Zeit. "Ich habe solange hereingeschaut, bis sich die Sicherheitskräfte in Bewegung setzten. Die sind zwar freundlich, aber auch sehr direkt", kommentiert Vogel.
Etwas mehr "Enterprise" gab es dann doch noch: Während der weiteren Tour begegnete er Leuten, die gerade "Enterprise"-Requisiten umherführten, sehen konnte er eine Schablone für eine Art Raumtorpedo, einige Stehsäulen und eine unfertige Konsole. Auch eine Begegnung mit einem Darsteller gab's noch: John Billingsley, Darsteller von Doctor Phlox, lief dem Journalisten über den Weg - einen freundlichen Gruß des "Neelix-Verschnittes" war allerdings das Einzige, das daraus resultierte.
Interessant und witzig wurde es aber nach dem Ende der Tour. Vergebens wartete Robert Vogel in der Paramount-Kantine auf Schauspieler, die vielleicht in einer Drehpause vorbeischauen würden. Als er danach allerdings zum Bürokomplex zurückkehren wollte, um sein Gepäck zu holen, begegnete er zwei Statisten in "Enterprise"-Uniform. Um möglichst viel herauszuholen, stellte er sich dumm, und kam mit ihnen ins Gespräch. Auf Anfrage wurde ihm erklärt, dass das nun eben "Star Trek" sei. Die Statisten, die eigentlich nichts sagen durften, wurden dann doch gesprächiger und erklärten, dass der Captain Scott Bakula sein würde. Robert Vogel, der "dumme Journalist", wusste nach langem Nachdenken dann, dass dieser Schauspieler doch schon bei "Quantum Leap" eine Hauptrolle hatte, was bejaht wurde. Aus dem Gespräch mit den Statisten ging hervor, dass die Stimmung am Set offenbar sehr gut sei und Scott Bakula von der Arbeit wie ein "Kind im Spielzeugladen" angetan ist. Anders an der Serie sei vor allem, dass die Charaktere eher "normale" Leute seien.
Angesprochen auf die komischen neuen Uniformen kommentierten die Statisten, dass sie besser als Strampelanzüge, aber - nicht zuletzt auch wegen dem T-Shirt unter dem Overall - noch immer sehr hitzig seien. Der Höhepunkt war wohl folgende Aussage von Robert Vogel: "Ihr habt ja Reißverschlüsse an den Uniformen! Hat Rick Berman denn vor nichts mehr Respekt?" Trek-Fans, die wegen der Uniformen Amok laufen könnten - großes Gelächter in der heiteren Diskussion.
Auch stellte sich während dem Gespräch heraus, dass zwei Tage zuvor hoher Besuch auf den Sets war. Jonathan Frakes, bekannt als William Riker bei "The Next Generation" und Produzent der SF-Serie "Roswell", besuchte die Sets, um das Crossover zwischen "Enterprise" und "Roswell" zu planen.
Grundsätzlich zeigte das Gespräch, dass die Statisten recht begeistert waren, und zwar, weil die Serie ganz anders ist, aber dennoch "Star Trek". "Ich denke, dass es genau das ist, was Trek braucht", kommentiert Vogel. Die Serie würde mit dem Grundkonzept besser umgehen, als mit "Voyager" umgegangen wurde: "Ich habe an der ExpoTrek vor einem Jahr ein Interview mit Ethan Phillips [Neelix] geführt, und auf eine Frage von mir bestätigte er, dass eine Art Komitee-Schreiben bei 'Voyager' vorherrsche." Die Stories seien bei Paramount jeweils an allen Ecken und Enden gelandet und jeder habe noch seinen Input dazu geben wollen. "Somit wurde viel Potential verschenkt", weiß Vogel
Nach diesem interessanten Gespräch war Robert Vogels Erlebnis in Los Angeles auch schon wieder zu Ende - trotz einem Logistikfehler konnte er einiges in Erfahrung bringen. In der Zeitschrift "TV Highlights" wird auch noch ein Bericht über seinen Besuch bei Paramount erscheinen, vermutlich in der November-Ausgabe.
Reisen in die USA sollte man mit guten Dingen ausschöpfen. Einen Tipp hat Robert Vogel auch noch: "Wenn man mal in Las Vegas ist, sollte man unbedingt die 'Star Trek: Experience' besuchen." Die World Tour, die unter anderem auch in Düsseldorf war, sei dagegen nichts - für 25 Dollars könne man die Tour so viele Male absolvieren, wie man wolle; auch werde viel Mühe gegeben, die Preise human zu halten und alles möglichst echt wirken zu lassen.
Weitere News von Robert Vogel sollten in absehbarer Zeit folgen - wir halten Sie auf dem Laufenden.