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Sebastian Kowald (sk) "Geistergeschichten" "Strange New World" Ein Außenteam erkundet einen vermeintlich unbewohnten, erdähnlichen Planeten. Episodenbeschreibung Wir sehen zwei Crewmitglieder der Enterprise beim Essen, welche über Insekten diskutieren. Plötzlich wird der Raum von Sonnenstrahlen erhellt. Alle stürmen zu den Fenstern und entdecken einen erdähnlichen Planeten, obwohl sie eigentlich dachten, einen Nebel zu erforschen. Auf der Brücke befiehlt Captain Archer, den Planeten zu scannen. T'Pol stellt fest, dass die Atmosphäre aus 18 Prozent Sauerstoff und 81 Prozent Stickstoff besteht, woraufhin ein Brückenmitglied sagt, dass dies ja wie zu Hause sei. Allerdings können keine humanoiden Lebenszeichen entdeckt werden. Nachdem auch keine Anzeichen dafür gefunden wurden, dass jemand anders womöglich den Planeten für sich beansprucht, befiehlt Archer, ein Shuttle startklar zu machen. T'Pol wirft ein, dass es eine Anzahl von Protokollen gibt, die einzuhalten seien. Sie meint, man solle erst einmal Sonden auf den Planeten senden, welche nähere Informationen sammeln. Als Reed fragt, wie lange das dauern würde, antwortet T'Pol, dass es sieben Tage beanspruchen werde. Die Menschen sind davon nicht sonderlich begeistert und beschließen, trotzdem hinunter zu gehen. Archer befiehlt T'Pol, ein Außenteam zusammen zu stellen. Der Fähnrich mit den Insektenkenntnissen, Elizabeth, versucht sich mit T'Pol zu unterhalten, was diese aber nicht gerade unterstützt. Das Shuttle startet und nimmt Kurs auf den Planeten. Die gesamte Mannschaft ist entzückt und Archer sagt zu Mayweather, er solle gleich drüben neben dem Hügel landen. Der Erste, der das Shuttle verlässt, ist Captain Archers Hund. Danach folgt der Rest der Crew und jemand kommentiert dies mit "Wo noch nie zuvor ein Hund gewesen ist". T'Pol analysiert die Atmosphäre, aber Archer ist das ziemlich egal. Er gibt den Befehl, den Tricorder wegzupacken und die frische Luft zu riechen. Tucker macht ein Foto und Archer sagt, er solle sicher gehen, dass der vulkanische Rat eine Kopie davon erhält. T'Pol teilt Außenteams ein und sagt, dass alle um Neunzehnhundert zurück sein sollen, falls der Captain nicht noch weitere Fotos wünscht. Alle gehen mehr oder weniger ihren Aufgaben nach und erforschen den Planeten. Archer, Tucker und Mayweather vergessen ein wenig die Zeit beim Herumlaufen und werden prompt von T'Pol erinnert, dass sie 15 Minuten zu spät sind. Mayweather und Tucker bitten den Captain, die Nacht auf dem Planeten verbringen zu dürfen. Archer willigt schließlich ein und sagt, sie sollen ihr Zelt raussuchen. Tucker, Mayweather, T'Pol und die beiden Crewmen vom Anfang sitzen vor einem Lagerfeuer. Joe erzählt eine Geschichte, die mehr oder weniger gruselig ist, alle hören gespannt zu bis auf T'Pol, die auf irgendwelchen PADDs rumtippt. Als sie hinauf zu den Sternen blicken, entdecken sie die Sonne und stellen fest, dass sie nur ein Stern unter vielen ist. Ethan Novakovich klagt über Kopfschmerzen und sagt, dass er sich ein bisschen hinlegen wird. Plötzlich bemerken sie, dass die Glühwürmchen verschwunden sind. Aber das ist nicht alles; aus dem Nichts beginnt ein kräftiger Sturm zu blasen. Alle ziehen sich in ihre Zelte zurück, aber sie bemerken, dass da draußen etwas ist. Tucker und Mayweather stellen fest, dass sich in ihrem Zelt irgendetwas befindet; eine Art Skorpion. Tucker will ihn erschlagen aber Joe fragt, ob sie die Erlaubnis hätten, Alien-Lebensformen zu töten. Der Sturm wird stärker und Tucker schlägt vor, zu einem nahegelegenen Höhlensystem zu flüchten, welches T'Pol am Nachmittag entdeckt hat. Reed informiert den Captain über den Sturm auf der Oberfläche. Archer ruft T'Pol und fragt, ob sie Hilfe braucht, aber sie sagt es sei okay. Sie will in der Höhle warten, bis sich der Sturm gelegt hat. Reed sagt, er würde ein Shuttle bereithalten für den Fall der Fälle. Tucker geht wieder hinaus in den Sturm, um eine Nahrungsration zu holen. Als er draußen im Sturm ist, sieht er dunkle Gestalten. Dies berichtet er, als er wieder in der Höhle ist, aber keiner glaubt ihm - alle denken, es sei wieder eine seiner Gruselgeschichten. T'Pols Scans ergeben nichts. Ethan Novakovich hört Stimmen in der Höhle und will so schnell wie möglich raus. Als keiner auf ihn hört, rennt er einfach alleine aus der Höhle. Tucker und Mayweather folgen ihm. Draußen im Sturm können sie ihn nicht finden, aber sie stellen fest, dass die Fremden aus den Steinen kommen, was erklären würde, warum die Scanner sie nicht entdecken konnten. In der Höhle verlässt T'Pol den Fähnrich, um sich umzusehen. Elizabeth nimmt den letzten Phaser aus dem Kasten und sieht sich um. Sie hört T'Pol mit jemanden sprechen, aber als sie sie zur Rede stellt sagt T'Pol, dass da niemand sei. Tucker und Mayweather kehren zurück zur Höhle. T'Pol und Elizabeth beschuldigen sich gegenseitig. Tucker denkt, dass T'Pol etwas für sich behält; dies sei nichts Neues für Vulkanier. Archer und Reed versuchen, ein Shuttle auf der Oberfläche zu landen. Aber der Wind ist zu stark. Archer sagt zu Tucker und den anderen, sie sollen versuchen auszuharren, bis der Sturm sich gelegt hat. T'Pol macht einen Gesichtsausdruck, wie wenn sie in Trance wäre. Zurück in der Höhle haben T'Pol und Tucker ein Streitgespräch, welches damit endet, dass Tucker T'Pol den Phaser wegnimmt und ihr befiehlt, sich zu setzen. Auf der Enterprise versucht Reed inzwischen, einen ziemlich verstört wirkenden Ethan Novakovich hinauf zu beamen. Aber wir sehen, warum die Menschen dem Transporter nicht trauen - Reed beamt nicht nur Ethan, sondern auch die umliegenden Blätter mit hinauf, die daraufhin in Ethan Novakovich materialisieren. In der Höhle nimmt der Streit zwischen T'Pol und Tucker immer schlimmere Ausmaße an. Beide scheinen nicht mehr ganz rational zu handeln. Auf der Enterprise hat Doktor Phlox Ethan Novakovich behandelt. Es stellt sich heraus, dass er einen Stoff in seinem Blut hat, welcher Halluzinationen verursacht. Archer ruft T'Pol. Er berichtet ihnen über die neuen Erkenntnisse. Schließlich gibt er Tucker den Befehl, seine Waffe niederzulegen. Dieser tut das auch für den Moment. Reed stellt fest, dass sie noch mindestens neun Stunden warten müssen, bevor sie hinunter fliegen können. Währendessen streiten sich T'Pol und Tucker wieder, was darin endet, dass sie beide einen Phaser aufeinander richten. Doktor Phlox muss dem Captain berichten, dass Ethan im Sterben liegt. Der Stoff in seinem Blut hat ein Toxin entlassen, welches ihn höchstwahrscheinlich töten wird. Captain Archer ist natürlich nicht sehr erfreut darüber. Er will wissen, ob die Leute auf der Oberfläche überleben können. Archer ruft T'Pol, um ihr mitzuteilen, was sie herausgefunden haben. T'Pol berichtet, dass Tucker wieder einen Phaser auf sie richtet und drohe, sie zu erschießen. Archer versucht Tucker davon zu überzeugen, ihnen zu vertrauen, aber Tucker kooperiert nicht so richtig. Also greift Archer ganz tief in die Trickkiste und erzählt Tucker eine atemberaubende Story über eine geheime Starfleet-Mission und dass nur T'Pol dafür bestimmt ist, mit den Steinwesen Kontakt aufzunehmen. Das kann sie aber nur tun, wenn er sie nicht mit dem Phaser bedroht. Dann sagt er, dass er T'Pol jetzt Anweisungen auf vulkanisch geben wird und fragt, ob Tucker einverstanden sei. Als er einwilligt, erklärt Hoshi T'Pol die Story. Sie sagt, sie sei keine gute Schauspielerin aber sie probiere es. Sie tut so, als ob sie mit den Steinwesen in der Wand redet. Als Tucker seinen Phaser niederlegt, schießt sie auf ihn. Währendessen hat Doktor Phlox ein Antiserum entwickelt und in die Höhle gebeamt. T'Pol injiziert es Tucker, Elizabeth und Joe. Der will sich wehren, wird aber von T'Pols Nackengriff außer Gefecht gesetzt. Am nächsten Morgen erwachen alle wieder. Joe wünscht sich, er hätte alles nur geträumt aber T'Pol bestätigt, dass es wirklich passiert ist. Tucker entschuldigt sich bei T'Pol. Die Vulkanierin berichtet, dass Ethan überlebt hat. Dann gehen sie hinaus ins Freie. Der Sturm hat sich gelegt und man hat einen wunderbaren Blick. In diesem Moment landet das Rettungsshuttle. Kommentar Jetzt mal bei aller Liebe, aber hat man so was schon gesehen? Nicht, dass es gewöhnlich wäre, dass die gesamte Seniorcrew auf eine Außenmission geht - auch der Erste, der eine fremde Welt betritt, ist ein Hund. Was wollen und Berman und Braga damit sagen? Oh ja: Das ist der Anfang und die Menschen müssen erst alle Regeln erfinden im Laufe der Jahre. Ich weiß ja nicht. In einem Raumschiff unzählige Lichtjahre durch den Weltraum zu fliegen, um dann auf einem erdähnlichen Planeten um ein Lagerfeuer zu sitzen und sich Gruselgeschichten zu erzählen, das finde ich toll. Genauso stelle ich mir das vor und melde mich schon mal freiwillig für die erste Mission dieser Art. Im Ernst: Wie man lesen konnte, stand ich der Episode am Anfang ein wenig skeptisch gegenüber. Aber insgesamt hat sie mich überzeugt. Sie war stellenweise - vor allem in der Mitte - sehr spannend. Der Konflikt zwischen T'Pol und Tucker wirkte sehr gut und man merkt, dass nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen ist. Menschen und Vulkanier sind nicht wirklich Freunde, es herrscht ein tiefes Misstrauen auf beiden Seiten. Tucker sollte - obwohl er unter Drogen steht - ein bisschen gelassener agieren aber rastet fast vollkommen aus und erschießt T'Pol beinahe. Wenn das Ziel von "Enterprise" ist, uns den Beginn zu zeigen und wenn man davon ausgeht, dass am Anfang noch nicht alles so perfekt ist, dann erreicht die Folge ihr Ziel. Wenn man Tucker beispielsweise mit Picard vergleicht, kann man gewaltige Unterschiede feststellen. Ich meine, Picard ist ja schon eine Art Übermensch, was der alles aushält und wie gelassen er meistens bleibt. Es besteht also noch Hoffnung für die Menschheit (auch wenn man beim CNN schauen auf andere Gedanken kommt). Auch Doktor Phlox, der nur einen kurzen Auftritt hat, lernt man ein wenig besser kennen. Er wird von Schuldgefühlen geplagt, weil Fähnrich Novakovich wahrscheinlich sterben wird und er es zu spät erkannt hat. Hätte er gleich diverse Tests durchgeführt, hätte er es früher bemerkt. Man merkt also, dass an Bord der Enterprise Fehler gemacht werden und die Crew noch nicht an die Perfektion der TNG-Crew heranreicht. Als ich die beiden unbekannten Crewmitglieder am Anfang der Folge sah, glaubte ich sofort zu wissen, dass diese bestimmt nicht überleben würden. Ich habe zu viele Rothemden aus TOS sterben sehen und bei den frühen "Buffy"-Staffeln ist es das Gleiche: Sieht man einen Unbekannten am Anfang, kann man wetten, dass der nicht mehr lange lebt Auch gefallen hat mir die Lösung der Episode. Bereits im zweiten Drittel bekommen wir die Lösung fortgesetzt (Pflanzenpollen, die ein Mittel beinhalten, welches Halluzinationen auslöst). Dass das alles ist, konnte ich aber bis zum Schluss nicht so richtig glauben. So wird es am Ende eindeutig aufgeklärt und wir armen Zuschauer werden nicht im Dunkeln gelassen, wie das bei diversen anderen Serien oft der Fall ist. Noch ein Wort zur Spannung: Bevor man das mit den Drogen erfährt, ist man wirklich verleitet zu glauben, dass hier etwas im Gange ist. Ich war der festen Überzeugung, dass T'Pol von irgendjemanden oder irgendetwas ersetzt wurde (Odo lässt grüßen). Die Spezialeffekte waren auch sehr gut. Die Typen, die aus den Felsen kamen, wirkten erschreckend echt. Auch die Shuttlesequenzen waren sehr schön gemacht. Aber vielleicht sollte man Captain Archer mal Flugstunden geben, oder hat man jemals ein Shuttle einen Felsen rammen sehen? Das haben noch nicht Mal die Leute bei "Voyager" geschafft, die ja sonst Shuttles auf jede nur mögliche Art und Weise zerstören... Conclusion Eine rundum gelungene Episode, die minimale Logikfehler am Anfang aufweist, aber ab dem zweiten Drittel absolut überzeugen kann. Note: 1 Diskussion Wenn Sie in der TZN Community registriert sind, können Sie in diesem Thread über "Geistergeschichten" diskutieren und eine Bewertung abgeben. Weitere Infos
(sk - 07.04.08) |
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