Sebastian Kowald (sk)
02.03.02
"Verschmelzung"
"Fusion"
Eine Gruppe ungewöhnlicher Vulkanier besuchen die Enterprise und bringen T'Pol in Kontakt mit für die Vulkanierin unangenehmen Ansichten.
Episodenbeschreibung
Captain Archer und seine Crew der Enterprise erforschen einen nahegelegenen Nebel. Ein vulkanisches Schiff nähert sich und ruft die Enterprise. Tavin, der vulkanische Captain, bittet die Crew der Enterprise um Hilfe bei Reparaturen auf seinem Schiff. Tavin behauptet, dass er auch ein Erforscher sei, jedoch konzentriere sich seine Crew mehr auf abstraktere Dinge. T'Pol erkennt die Gruppe und betitelt sie als "Vulkanier ohne Logik".
Bei einem gemeinsamen Abendessen auf der Enterprise findet Tavin Gefallen an Archers Hühnchen. T'Pol hat weiterhin eine ablehnende Haltung gegenüber den Neuankömmlingen, und vermeidet sie, wenn immer es nur möglich ist. Tucker hingegen arbeitet mit Kov zusammen an den Reparaturen des vulkanischen Schiffes und sie schließen schnell Freundschaft. Archer ermutigt T'Pol schließlich, mit den Vulkaniern zusammenzuarbeiten und ihnen eine Chance zu geben.
Sie arbeitet mit Tolaris zusammen an Bord des vulkanischen Schiffes. Tolaris ist der Meinung, dass ihre Emotionen sehr nahe an der Oberfläche sind, da sie unter Menschen lebt. Er empfiehlt ihr, ihre täglich Meditation nicht durchzuführen. Das Resultat ist, dass sie einen sehr verwirrenden Traum hat, in welchem sie das vulkanische Lager auf der Erde in San Francisco verlassen hat, um Musik in einer Bar zu hören. Des Weiteren sieht sie verschwommene Bilder von Tolaris und ihr zusammen im Bett.
Am nächsten Morgen geht sie auf die Krankenstation, um sich dagegen behandeln zu lassen. Tucker und Kov haben in der Zwischenzeit ein paar interessante Gespräche betreffs Vorurteile zwischen ihren Spezies. Währenddessen meldet sich Admiral Forrest bei Captain Archer, und bittet ihn, mit Kov zu sprechen und ihn davon zu überzeugen, dass er sich bei seinem Vater meldet, mit welchem er schon seit Jahren nicht mehr geredet hat, und welcher außerdem im Sterben liegt.
Kov lässt sich nicht von Archer überzeugen, aber Tucker kann ihn am Ende dazu animieren, dass er mit seinem Vater spricht. Auch wenn ihre Erfahrungen mit den intensiven Träumen sehr verwirrend und beängstigend waren, stimmt T'Pol zu, eine alte telepathische Technik auszuprobieren: Gedankenverschmelzung. Als T'Pol ihn darum bittet aufzuhören, weigert er sich und T'Pol muss ihn zwingen.
Archer berichtet Tolaris, dass T'Pol auf der Krankenstation liegt und fragt ihn, ob er irgendwas damit zu tun hat, was dieser verneint. Daraufhin konfrontiert Archer ihn mit der Gedankenverschmelzung. Tolaris hat einen Wutausbruch, bei welchem er Archer niederstreckt. Dieser kann sich aber mit einer Phaser-Pistole bewaffnen und ist davon überzeugt, dass die Vulkanier ihre Emotionen keineswegs unter Kontrolle haben. Tolaris verlässt daraufhin die Enterprise.
Kommentar
"Fusion" kommt ohne viel Action daher. Die ganze Folge spielt auf der Enterprise, außer ein paar Traumsequenzen, welche in San Francisco angesiedelt sind. Obwohl die Handlung nicht allzu komplex ist, kommt Spannung auf, da man als Zuschauer wissen möchte, ob die vulkanische Randgruppe tatsächlich einen Weg gefunden hat, um Logik und Emotionen unter einen Hut zu bringen. Die darauf erteilte Antwort enttäuscht dann doch ein wenig, zumindest mich.
Wie schon erwähnt besteht der Hauptkonflikt der Episode darin, ob die Vulkanier es tatsächlich geschafft haben, einen Mittelweg zwischen Logik und Emotionen zu finden. Dieses Vorhaben wird dadurch realisiert, dass T'Pol versucht, diesen Weg zu finden, geleitet von dem Vulkanier Tolaris. Zuerst sieht es so aus, also ob die vulkanische Splittergruppe es tatsächlich geschafft hat. Aber als Tolaris T'Pol überzeugen will, geht er einen Schritt zu weit. Archer wird misstrauisch und provoziert ihn.
Da Tolaris seinen Gefühlen erlaubt, ihn zu kontrollieren, hat er einen Wutanfall. Durch seine physische Überlegenheit bringt er Archer in Bedrängnis. Doch dieser ist vorbereitet, da er das Ganze inszeniert hat, um einen Beweis geliefert zu bekommen, dass die Vulkanier doch noch nicht ihr Ziel erreicht haben.
Schade eigentlich. Aber am Ende wird jegliche Hoffnung zerstört und der Punkt, dass die Vulkanier nicht mit Emotionen umgehen können, deutlich unterstrichen. Man hat also eine weitere Stunde verschwendet, nur um am Ende keinen Schritt weiter zu sein als vorher. Wenigstens war es interessante Unterhaltung.
Aber was wäre, wenn die Vulkanier wirklich einen Weg gefunden hätten, die Balance zwischen Logik und Gefühlen zu halten? Würde das sie nicht zu übermächtigen Wesen machen? Mal ganz davon abgesehen, dass damit Kontinuität nicht mehr gewährleistet wäre. Ich denke, die wirkliche Antwort liegt darin begründet, dass es die Vulkanier schlicht zu mächtig gemacht hätte, und die Menschen damit vielleicht ein Problem gehabt haben könnten.
Jolene Blalock als T'Pol liefert eine überzeugende Vorstellung ab. Jeder kann sich in ihre Lage hineinversetzen. Sie bekommt die Möglichkeit, etwas Neues auszuprobieren, wovon sie sicherlich schon jahrelang geträumt hat. Da gewinnt die Neugier einfach Überhand, zumal Archer ihr ja allemal Erlaubnis gegeben hat.
Die beiden Nebenhandlungen sind zwar ganz interessant, aber keineswegs herausragend. Eine davon zeigt Captain Archer, der einen Nebel von seinem ersten Astronomie-Buch plötzlich wiederfindet, und ihn nun "richtig" erforschen will. Da die Vulkanier über bessere Sensoren verfügen, kann man am Ende sogar den ganzen Nebel kartographieren.
Tucker freundet sich mit dem Vulkanier Kov an. Beide versuchen mit Gerüchten über die jeweilige andere Spezies aufzuräumen, die sie im Laufe der Zeit gehört haben. Diese Dialoge sind sehr amüsant und können auch ohne Weiteres auf die heutige Zeit übertragen werden. Versuchen Sie mal einem Amerikaner klar zu machen, dass wir nicht nur Lederhosen tragen, Bier trinken und Würstchen essen.
Die Handlung um Kovs im Sterben liegenden Vater wirkt hingegen nicht so gelungen. Nach Tuckers Moralpredigt gibt er sofort auf und ruft ihn, als ob er ein schlechtes Gewissen hätte.
Fazit
Alles in allem eine durchaus gelungene Episode mit etwas enttäuschendem Ende, aber mit interessanten Informationen über die Vulkanier und T'Pol.
Diskussion
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Weitere Infos
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| Deutscher Titel |
"Verschmelzung" |
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| Originaltitel |
"Fusion" |
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| Nummer |
| 1.17 |
Episode |
| 017 |
Produktion |
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| Regie |
Rob Hedden |
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| Story |
Rick Berman, Brannon Braga |
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| Drehbuch |
Phyllis Strong, Michael Sussman |
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| Gastdarsteller |
Robert Pine als Tavin
Enrique Murciano als Tolaris
John Harrington Bland als Kov
Vaughn Armstrong als Admiral Forrest |
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| Erstausstrahlung |
Vereinigte Staaten:
27. Februar 2002
 Deutschland: 02. August 2003
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|
| US-Einschaltquoten |
| 4,50 |
Millionen Zuschauer |
| 3,00 |
Rating |
| 5,00 |
Share |
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| DE-Einschaltquoten |
Zuschauer von 14 bis 49 Jahren:
| 0,44 |
Millionen Zuschauer |
| 7,50 |
Prozent Marktanteil |
Zuschauer ab 3 Jahren:
| 0,62 |
Millionen Zuschauer |
| 3,80 |
Prozent Marktanteil |
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(sk - 10.02.07)