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Sebastian Kowald (sk)11.01.03

"Morgengrauen"

"Dawn"

Trip stürzt mit einem Shuttle auf der dunklen Seite eines Mondes ab, nachdem er von einem Außerirdischen beschossen wurde.

Episodenbeschreibung

Tucker fliegt allein in einem Shuttlepod, um einen neuen Autopiloten zu testen. Die Enterprise registriert unterdessen, wie sich ein fremdes Schiff nähert, kann aber nicht mehr eingreifen. Das Alien-Patrouillenschiff eröffnet ohne jegliche Warnung das Feuer und Tucker kann ihm nicht viel entgegensetzen. Er will auf einem Mond notlanden, doch Isotope in der Atmosphäre bereiten dem Antrieb Probleme und es wird eher eine Bruchlandung.

Auf der Oberfläche angekommen, bekommt er auch schon bald Gesellschaft von dem Alien, dessen Schiff ebenfalls eine Bruchlandung hingelegt hat. Der Alien hat seine Meinung immer noch nicht geändert und greift ihn an. Tucker kann sich in sein Schiff retten, doch sein vermeintlicher Feind nimmt seinen Transponder mit.

Währenddessen nähert sich ein weiteres Schiff der Enterprise. Die Aliens stellen sich als Arkonianer vor und verlangen, dass die Enterprise sofort ihr Territorium verlässt. Archer weigert sich und sagt, dass er nicht ohne sein Crewmitglied gehe. Die Arkonianer geben zu, dass auch sie den Kontakt zu ihrem Patrouillenschiff verloren haben. Archer schlägt vor, dass sie bei der Suche kooperieren, da sie immerhin 62 Monde zum Absuchen haben. Widerwillig stimmen die Arkonianer zu.

Tucker schleicht sich an den Arkonianer heran, um sein Gerät zurückzubekommen. Es kommt zum Kampf, und Tucker wird von dem Alien überwältigt. Zho'Kaan, so der Name des Aliens, zwingt Tucker, seinen Transponder zu reparieren. Tucker kann ihn jedoch überwältigen und das Spielchen dreht sich um. In der Zwischenzeit findet T'Pol heraus, dass die Monde extreme Temperaturschwankungen von über 200 Grad aufweisen.

Trip ist in der Lage, aus seinem Material und dem des Arkonianers ein funktionierendes Gerät zusammenzubasteln. Doch die Interferenzen sind durch das vulkanische Gestein zu groß und Tucker beschließt, auf einen höher gelegenen Ort zu gehen. Er befreit Zho'Kaan von seinen Fesseln, da er das Gerät nicht allein tragen kann, aber dieser ist davon wenig begeistert und fängt eine neue Rauferei an, bei der sich die beiden ziemlich übel zurichten.

Am Ende sehen sie ein, dass sie zusammenarbeiten müssen und machen sich auf den Weg. Sie senden ein Notsignal. Die Sonne geht langsam auf und es wird immer heißer auf dem Mond, zudem ist Zho'Kaans Zustand kritisch. Endlich können sie Kontakt zur Enterprise herstellen, aber der Arkonianer kann nicht gebeamt werden. Tucker weigert sich, ohne ihn zu gehen. Er schlägt vor, ein arkonianisches Shuttle zu modifizieren, um die beiden abzuholen.

Sowohl Zho'Kaan als auch Trip können gerettet werden und erholen sich ziemlich schnell. Zho'Kaan ist froh, dass er Trip nicht gleich am Anfang getötet hat, und die Enterprise verlässt den Sektor wie von den Arkonianern gefordert.

Kommentar

Ein bisschen meckern scheint manchmal doch zu helfen. "Dawn" kann sich durchaus sehen lassen. Es ist zwar keine großartige Episode, aber um Klassen besser als das, was uns vor Weihnachten geboten wurde. Die Episode erinnerte mich an Folgen wie "Der Aufstieg" (aus der fünften DS9-Staffel) oder "Darmok" (fünfte "Next Generation"-Season) - zwei fremdartige Leute müssen kooperieren, um zu überleben. Diese Idee ist zwar nicht wirklich neu, aber wenn sie ordentlich umgesetzt ist, will man ja gar nichts sagen.

Ein kleiner Kritikpunkt für diese Episode und "Enterprise" im Allgemeinen ist, dass es die Serie bisher noch nicht vermag, einen primären und sekundären Handlungsstrang zu etablieren und diese am Ende auf gewisse Weise miteinander in Beziehung zu setzen. In früheren Serien gab es fast immer eine kleine Nebenhandlung, welche parallel zur Haupthandlung erzählt wurde und die am Ende in manchen Fällen einen Einfluss auf die Lösung der Haupthandlung hatte. So etwas wäre wünschenswert, denn es böte eine gute Chance, Crewmitglieder einzubinden, welche bisher eher vernachlässigt wurden.

Denn bei "Dawn" war es wie immer auffallend, dass man zu 95 Prozent nur die drei Hauptcharaktere Archer, T'Pol und Tucker zu Gesicht bekam. Trip war - wie in letzter Zeit des Öfteren zu beobachten - der Star der Folge, aber wie er das schon richtig analysierte, wird sich Archer sicherlich überlegen, ob er ihn in Zukunft weiter allein weglässt, denn er kommt anscheinend immer wieder in Schwierigkeiten.

Die Arkonianer machen den Anschein, eine sehr interessante Spezies zu sein. Ihr Verhältnis zu den Vulkaniern ist einmal was anderes. Anders als die Menschen wollten sie keine Kooperation mit den Vulkaniern und haben ihr eigenes Süppchen gekocht, und scheinen damit ganz gut über die Runden gekommen zu sein. Es wäre interessant zu sehen, wie sich weitere Begegnungen mit den Menschen entwickeln, denn die Arkonianer besitzen zweifelsfrei ein gewisses Potenzial. Besonders anzumerken wäre da noch ihre Physiologie. Nicht nur, dass sie nicht gebeamt werden können (zumindest im dehydrierten Zustand), sondern auch die Fähigkeit, einfach mit einer Art Spucke Wunden zu heilen ist beachtlich und wäre es würdig, näher erforscht zu werden.

Als Hauptaugenmerk der Folge kann sicher Sprache/Kommunikation bezeichnet werden. Man tue zwei Individuen, welche keine Kenntnis von der Sprache des anderen haben zusammen in eine abgelegene Umgebung, gebe noch ein Problem dazu, welches sie beide in ihrer Existenz gefährdet und schon hat man eine überaus interessante Episode. So oder so ähnlich müssen sich das die Autoren auch gedacht haben.

Ich denke, jeder kann das mit seiner eigenen Erfahrung vergleichen. Man kommt in ein fremdes Land, spricht die Sprache nicht oder nur ein bisschen und muss sich versuchen durchzuschlagen, sprich was zu essen und ein Bett besorgen. Nun kann man sicherlich auch die Situation von Trip und Zho'Kaan besser nachvollziehen. So eine Sache ist zwar sehr spannend, aber am Ende doch sehr anstrengend, und wenn man dazu noch jemanden hat, dem man nicht vollkommen vertrauen kann und weiß, dass man gebrutzelt wird, wenn die Sonne aufgeht, dann entsteht da doch schon ein bisschen Druck.

Nichtsdestotrotz versuchen die beiden ihr Bestes und kommen am Ende - genau wie ihre Vorgesetzten auf den Schiffen - zur Erkenntnis, dass sie das Problem nur zusammen lösen und so überleben können. Die Episode auf diese Grundaussage abstrahiert lässt sich auf unzählige Situationen in eines jeden Lebens anwenden und ist am Ende wahrscheinlich die Antwort für alle Probleme.

Fazit

Interessante Episode.

Note: 2+

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Weitere Infos


Deutscher Titel "Morgengrauen"

Originaltitel "Dawn"

Nummer
2.13

Episode

039

Produktion


Regie Roxann Dawson

Drehbuch John Shiban

Gastdarsteller Gregg Henry  als  Zho'Kaan
Brad Greenquist  als  Khata'n Zshaar

Erstausstrahlung Vereinigte Staaten:
08. Januar 2003

Deutschland:
14. November 2003

US-Einschaltquoten
3,99

Millionen Zuschauer

2,50

Rating

4,00

Share


DE-Einschaltquoten
Zuschauer von 14 bis 49 Jahren:
1,00

Millionen Zuschauer

8,00

Prozent Marktanteil

Zuschauer ab 3 Jahren:
1,43

Millionen Zuschauer

4,40

Prozent Marktanteil


(sk - 12.02.07)


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