Peter Tigmann (pt)
19.04.03
"Horizon"
"Horizon"
Während die Enterprise ein planetares Phänomen beobachtet, nutzt Mayweather die Chance, dem Frachtschiff, auf dem er groß geworden ist, einen Besuch abzustatten.
Episodenbeschreibung
Die Enterprise ändert den Kurs, um ein seltenes Weltraumspektakel zu beobachten. Ensign Mayweather bittet Captain Archer daraufhin, den Kurs nochmals leicht zu ändern, da das Frachtschiff seiner Eltern, die Horizon, nicht weit weg ist und er diese gerne besuchen würde. Archer willigt bereitwillig ein.
Als Mayweather seine Mutter über seinen Besuch informiert, muss er erfahren, dass sein Vater vor einigen Wochen gestorben ist. Offensichtlich ist die Nachricht an ihn verloren gegangen. Mayweather macht sich Vorwürfe, da er schon länger keinen Kontakt mehr zu seinem Vater hatte. Archer kann ihn trösten. Unterdessen überredet Trip T'Pol dazu, sich zusammen mit der restlichen Crew einen alten Frankenstein-Film anzusehen. Da T'Pol keine Ausrede finden kann, muss sie einwilligen.
Auf seinem ehemaligen Heimatschiff wird Travis scheinbar warm empfangen. Sein Bruder, der das Kommando des Schiffs innehat, reagiert allerdings abweisend auf seine Hilfsangebote. Selbst als das Schiff angegriffen wird, will er sich nicht helfen lassen. Die Angreifer haben am Schiff ein Markierungssignal hinterlassen, welches nicht so einfach zu entfernen ist. Wie sich herausstellt, wurde vor einiger Zeit schon mal ein Schiff auf diese Weise markiert. Die Angreifer kamen wenig später zurück und stahlen die Fracht des Schiffs.
Travis' Bruder weigert sich dennoch, dessen Verbesserungsvorschläge anzunehmen. Wie sich bald herausstellt, hat er Travis noch nicht verziehen, dass dieser das Schiff verlassen hat und zur Sternenflottenakademie gegangen ist. Travis beginnt darüber nachzudenken, ob sein Bruder wirklich der Richtige ist, um das Schiff zu führen und überlegt, ob er nicht wieder zurückkehren soll. Seine Mutter kann ihn vom Gegenteil überzeugen.
Als die Angreifer tatsächlich noch mal zurückkehren, bleibt aber keine Wahl mehr. Travis verbessert die Waffensysteme, und so gewinnt die Horizon gegen die Angreifer.
Kommentar
Keine Frage, "Horizon" ist an Einfallslosigkeit kaum noch zu überbieten. Selten gab es bei "Enterprise" eine vorhersehbarere Geschichte als diese. Woran liegt das?
Gute Frage. Die erste Viertelstunde war durchaus sehenswert, auch wenn sie sehr ruhig war. Wir erfahren dabei einiges über Travis und auch, dass Archer einmal vorhatte, auf einem Frachtschiff anzuheuern. Als Mayweather dann erfährt, dass sein Vater gestorben ist, gibt es auch wieder ein schönes Gespräch zwischen Captain und Ensign. Allerdings muss man sagen, dass Anthony Montgomerys Schauspiel bei diesen emotionalen Szenen nicht unbedingt überzeugen konnte.
Danach geht es dann aber bergab. Schon beim ersten Gespräch zwischen Travis und seinem Bruder wird klar, dass Letzterer Probleme mit dem Enterprise-Crewmitglied hat, auch wenn er noch nichts laut sagt. Was dann folgt, hat man in dieser Form schon viele Male gesehen und bedient ein Klischee nach dem anderen. Warum hat Paul - Travis' Bruder - Probleme mit ihm? Natürlich weil er das Schiff verlassen und sich so wenig gemeldet hat. Auch als das Schiff angegriffen wird, will er sich nicht von Travis helfen lassen. Dann, als keine Wahl mehr besteht, tut er es natürlich doch und die Brüder versöhnen sich.
Mayweathers Überlegungen, die Enterprise für einige Zeit zu verlassen, um an Bord der Horizon auszuhelfen, wirken natürlich auch nicht gerade intensiv, da man sowieso weiß, dass der Darsteller die Serie nicht verlassen wird. Ansonsten gibt es in dieser Storyline absolut keine Überraschungen. Die Geschichte läuft gradlinig ab, ohne irgendetwas Besonderes zu bieten. Auch unklar ist, warum die unbekannten Angreifer das Schiff erst markieren und dann einige Zeit später wiederkommen, um den Angriff zu vollenden.
Allerdings gibt es auch etwas Positives an "Horizon": eine wirklich sehr lustige B-Story, in der Archer und Tucker versuchen, T'Pol dazu zu überreden, sich zusammen mit der Crew einen Frankenstein-Film anzusehen. Ihre Versuche, sich um den Abend herumzudrücken, sind einfach köstlich. Als sie sich den Film dann aber dennoch ansehen muss, entdeckt sie scheinbar noch einige positive Aspekte und will sogar vorschlagen, ihn jedem Vulkanier, der auf die Erde kommt, zu zeigen, da man durch den Film das menschliche Verhalten besser verstehen würde.
Jolene Blalocks trockenes Spiel in dieser Episode ist nicht zu toppen. Als sie ein quasselnder Phlox während der Filmvorstellung fragt, ob man den Film abschalten solle, da er ja offensichtlich seine Konversation störe, dürfte sich wohl so ziemlich jeder Kinogänger, der während eines Films Ruhe haben will, wiedererkannt haben.
Fazit
Die erste Episode, in der Travis Mayweather mehr als fünf Worte sagen durfte, hätte man sich sparen können. Etwas Langweiligeres gab es selten. Lediglich die köstliche B-Story lässt die Episode nicht völlig abrutschen.
Note: 4-
Diskussion
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Weitere Infos
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| Deutscher Titel |
"Horizon" |
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| Originaltitel |
"Horizon" |
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| Nummer |
| 2.20 |
Episode |
| 046 |
Produktion |
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| Regie |
James A. Contner |
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| Drehbuch |
André Bormanis |
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| Gastdarsteller |
Corey Mendell Parker als Paul
Nicole Forester als Nora
Adam Paul als Nichols
Joan Pringle als Rianna
Philip Anthony-Rodriguez als Juan
Ken Feinberg als Alien-Captain |
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| Missionsdatum |
10. Januar 2153 |
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| Erstausstrahlung |
Vereinigte Staaten:
16. April 2003
 Deutschland: 31. Oktober 2004
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| US-Einschaltquoten |
| 3,36 |
Millionen Zuschauer |
| 2,20 |
Rating |
| 4,00 |
Share |
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(pt - 12.02.07)