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Sebastian Kowald (sk)07.03.04

"Azati Prime"

"Azati Prime"

Während Archer auf einer Selbstmordmission versucht, die Xindi-Waffe zu zerstören, ist die Enterprise massiven Angriffen ausgesetzt.

Episodenbeschreibung

Die Enterprise versteckt sich hinter einem Mond in dem Roten-Riesen-System, in welchem angeblich die Xindi-Waffe gebaut wird. Man findet ein hochsensibles Überwachungsgitter, das die inneren Planeten beschützt. Archer befiehlt Mayweather und Tucker, das Xindi-Shuttle zu nehmen, um durch das Gitter zu schlüpfen und die Waffe zu scannen, welche kurz vor der Fertigstellung steht. Im Xindi-Rat äußerst Degra inzwischen Zweifel über die Zerstörung einer ganzen Welt, besonders aller Kinder, aber vor allem die Reptilien können es gar nicht erwarten, dass die Erde endlich zerstört wird.

Tucker und Mayweather gelingt es, durch das Überwachungsgitter zu fliegen, und sie nehmen mit dem Xindi-Schiff Kurs auf einen Wasserplaneten. Tief unter Wasser auf dem Meeresboden finden sie die Waffe. In der Zwischenzeit zerstört Archer eine Beobachtungseinrichtung, die sie entdeckt hatten, und damit auch die drei Besatzungsmitglieder der Station, was ihm Sorgen bereitet. Als das Shuttle mit den Scannerdaten zurückkehrt, kann Reed schnell feststellen, dass es möglich sein sollte, mithilfe einer Kettenreaktion die Xindi-Waffe zu zerstören. Man müsste das Xindi-Shuttle mit Sprengstoff füllen und hineinfliegen, aber wer auch immer das Shuttle fliegt, würde sterben. Obwohl Tucker und Mayweather sich beide freiwillig melden, besteht Archer darauf, die Mission zu fliegen.

Bevor er jedoch aufbrechen kann, findet sich der Captain auf der Enterprise-J wieder, 400 Jahre in der Zukunft. Daniels zeigt ihm, dass der transformierte Raum, welcher selbst von Archers Enterprise entdeckt wurde, als sie ein Alien an Bord nahmen, das darin gefangen war, jetzt große Teile des Quadranten durchsetzt. Die Sphärenbauer, so berichtet Daniels, transformieren die Galaxis als Vorbereitung einer Invasion. Die Föderation hätte es stoppen können, aber nur wenn Archer überlebt, um den Grundstein dieser Föderation zu legen, indem er Frieden mit den Xindi schließt, anstatt sich selbst in die Luft zu jagen. Die Xindi werden zerstört, aber nicht etwa durch die Menschen, sondern durch die Sphärenbauer, erklärt Daniels. Archer besteht darauf, dass die Erde zu beschützen zu wichtig sei, aber er nimmt eine Medaille, die einem Xindi-Mannschaftsmitglied gehört, welches auf der Enterprise-J dient. Daniels hofft, dass er diese verwenden kann, um den Xindi in seiner eigenen Ära den Beweis zu liefern.

Obwohl eine sehr emotionale T'Pol ihn bittet, seinen Plan noch einmal zu überdenken, lässt Archer sich von Mayweather zeigen, wie man das Insektoiden-Shuttle fliegt, übergibt Porthos in die Obhut von Phlox und verabschiedet sich von der Crew. T'Pol überwacht den Start des Shuttles und zieht sich dann in ihren Bereitschaftsraum zurück. Sie weigert sich, diesen zu verlassen, sogar als Tucker darauf besteht, dass die Crew sie auf der Brücke braucht. Allerdings kann die Enterprise keine Explosion der Xindi-Waffe feststellen, und sehr bald fasst T'Pol den Plan, selbst in Kontakt mit den Xindi zu treten und zu versuchen, zu verhandeln, obwohl Reed und Tucker beide darauf bestehen, dass dies genauso eine Selbstmordmission wie Archers wäre.

Zwischenzeitlich wird Archer auf seinem Weg zur Waffe gefangen genommen und die Reptilien foltern ihn. Es gelingt ihm allerdings, den Anführer dazu zu bewegen, Degra eine Nachricht zukommen zu lassen, welche ein privates Detail beinhaltet, das Archer erfahren hat, als Degra auf der Enterprise war. Degra kommt zu Archer und befragt ihn. Am Ende zieht er es in Betracht, dass Archer eine Xindi-Medaille aus der Zukunft bei sich trägt und vielleicht die Wahrheit über die Notwendigkeit einer Allianz zwischen Menschen und Xindi gegen die Sphärenbauer erzählt. Die Reptilien verkünden allerdings, dass sie lange genug gewartet hätten und stecken den Captain in eine Strafkolonie, zusammen mit eventuellen Überlebenden von der Enterprise, auf welche ein Überraschungsangriff ausgeführt wird, mit verheerenden Folgen in Form von mehreren toten Crewmitgliedern, Hüllenbrüchen und einer kaputten Warpgondel. Der Reptilien-Xindi freut sich hämisch und sagt zu Degra, dass zur Ratsversammlung nur noch Staub von der Enterprise übrig sei.

Kommentar

"Azati Prime" ist eine extrem temporeiche Episode. Es passiert mehr als sonst in mehreren Folgen zusammen. Zudem handelt es sich um eine - wenn nicht die - Schlüsselepisode der ganzen Staffel. Endlich werden alle großen Handlungsstränge zusammengeführt, insbesondere der Handlungsbogen um den Temporalen Kalten Krieg, welcher bereits seit der allerersten Folge sporadisch weitergeführt wird, die Xindi-Geschichte und das Mysterium der Sphären. Die Episode strotzt nur so von hochinteressanten Enthüllungen und spektakulären Effekten. Trotzdem ist nicht alles Gold, was glänzt, und so gibt es auch eine ganze Reihe Punkte, die durchaus kritikwürdig sind. Deswegen werden im Folgenden die einzelnen Punkte ansatzweise diskutiert, doch je nachdem, auf was man mehr Wert legt, kann das Gesamturteil über die Episode sehr unterschiedlich ausfallen.

Beginnen wir mit den positiven Aspekten. Am gewichtigsten ist sicherlich die Verknüpfung der verschiedenen Handlungsstränge. Endlich wissen wir, warum die Xindi die Erde zerstören wollen und wer ihnen das eingeredet hat. Als wäre das nicht genug, taucht auch Daniels mal wieder auf und bringt uns auf die Enterprise-J (!). Für alle Vollblut-"Star Trek"-Fans ein absolutes Highlight. Manch einer wird jetzt sicher sagen, dass man die Enterprise-J ja nicht von außen gesehen hat. Sicherlich ist das schade, aber vielleicht ist es auch besser so, denn jetzt wird die Fantasie erst richtig beflügelt, und außerdem gibt es zwischen der letzten bekannten Enterprise-E und der neuen immerhin noch vier andere Schiffe mit diesem altehrwürdigen Namen, und wer kann heute schon wissen, was sich die Designer bis dahin noch alles ausdenken. Also, an alle Hobbykünstler, senden Sie Ihre Ideen für das Design der Enterprise-J ein!

Die Sphärenbauer stellen die neuen Superfeinde dar, denn sie wollen nichts anderes als alle Quadranten erobern. Doch da sich ihnen die Föderation in den Weg stellt, versuchen sie nun in alternativen Zeitlinien die Gründung der Föderation zu verhindern. Eigentlich eine gute Idee, doch leider haben wir viel zu oft irgendwelche Zeitreisen, um Probleme zu korrigieren. Interessant zu erfahren wäre, welche Motivation die Sphärenbauer antreibt. Die Borg streben nach Perfektion, das Dominion wollte sich alle Solids untertan machen und so hat jede Gruppe ihre eigenen Ziele, doch was wollen die Sphärenbauer? Reicht ihnen der Platz in ihrer Dimension nicht mehr aus, dass sie unsere transformieren wollen? Oder ist ihnen einfach nur ein bisschen langweilig, dass sie gleich einen ganzen Kreuzzug gegen unsere Dimension starten?

Weiterhin positiv aufgefallen ist die musikalische Untermalung, die zur Stimmung einen enormen Beitrag leistet. Bei den Charakteren ist eigentlich neben Degra, der eine halbwegs glaubhafte Vorstellung als Zweifelnder abgegeben hat, nur noch Archer zu erwähnen, und das auch nur teilweise. Genauer gesagt sieht er endlich ein, was er die ganze Staffel über schon für Unsinn macht. Endlich lässt man ihn ein bisschen an sich selbst zweifeln - schade nur, dass dies nur ein paar Minuten andauert. Auch die Konsequenz, die er daraus zieht, nämlich, dass er die Mission fliegen muss, ist strittig. Einfach so durch den geplanten Heldentod entgeht er aller Kritik? Das ist wenig glaubwürdig.

So auch seine weiteren Aktionen. Die Zerstörung der Mondbasis war relativ sinnlos, denn es hätte ihm von vorneherein klar sein müssen, dass er, sobald er gescannt wurde, nur noch verlieren kann. Zerstört er die Basis nicht, sendet sie die Daten und die Xindi kommen, auf der anderen Seite, wenn er die Station zerstört, wird das auch registriert und man wird Schiffe schicken. Das Beste wäre es also gewesen, sich gar nicht erst scannen zu lassen. Dementsprechend flach wirkt dann auch sein Mitleid für die toten Xindi und weiterhin seine Ansprache, als er die Enterprise verlässt. Auch das Gerangel um die Frage, wer die Selbstmordmission fliegen darf, erinnert mehr an einen Kindergarten als an Senioroffiziere eines Raumschiffs. Jeder will der Held sein, und am Ende gewinnt der Big Boss.

Aber Archers größter Fehltritt dürfte wohl seine erneute Gefangennahme sein. Falls man auch nur im Entferntesten daran glaubte, dass diese Zeit vorüber sei, wurde man eines Besseren belehrt. Ich weiß zwar nicht genau, wie oft er sich eigentlich schon hat gefangen nehmen lassen, aber ein Kollege vermutete, dass die Zahl größer ist als die zerstörten Shuttles der Voyager und somit diesen Running Gag überrundet. Auch Archers Auftritt während des Verhörs war relativ unreif. Sicher, ein bisschen Sarkasmus ist immer gut, aber in seiner Position war es einfach relativ sinnlos, den Reptilien-Xindi so zu beleidigen, denn gebracht hat es ihm - außer ein paar Schlägen - rein gar nichts.

Nichtsdestotrotz ist Archer gegen T'Pol noch harmlos. Ihre "I don't want you to die"-Nummer übertrifft jegliche Unglaubwürdigkeit eines Vulkaniers in "Star Trek" um Längen. Man könnte fast sagen, dass sie selbst für menschliche Maßstäbe noch zu emotional war. Es liegt der Verdacht nahe, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Vielleicht wurde sie ja auf die ein oder andere Weise manipuliert. Man darf auf die weiteren Entwicklungen gespannt sein. Ziemlich einfallslos wirkten auch die Xindi-Reptilien. Sie sind hässlich und deshalb böse, so einfach könnte man es ausdrücken, was natürlich jegliche Dramatik vermissen lässt.

Allgemein gab es bei genauerer Betrachtung wenig neue Ideen in der Episode. Irgendwie war alles schon einmal da. Auf diesem Punkt hacke ich zwar öfters rum, aber ich kann es einfach nicht einsehen, dass man sich als jemand, der Geld dafür bekommt, nicht endlich mal etwas Neues einfallen lassen kann. Sicherlich ist es schwer, nach mehreren hundert Episoden noch neue Tricks und Geschichten aus dem Ärmel zu zaubern, aber versuchen könnte man es ruhig. Die Unterwasserwelt war zwar nett anzusehen, aber so gab es doch Ähnliches bereits in vielen anderen Folgen, und selbst die transdimensionalen Aliens haben mich sofort an Spezies 8472 erinnert. Diese Wesen haben bereits einmal das Gleiche getan - sie haben sich in unsere Dimension begeben, um munter drauflos zu invasieren.

Zu guter Letzt soll noch ein wenig Kritik an der Situation der Enterprise geübt werden. Die Schlacht war zwar ziemlich aufregend gemacht und die Spezialeffekte auch nicht von schlechten Eltern, nur stellt sich einem zwangsläufig die Frage, wie man denn gedenkt, aus dem ganzen Schlamassel wieder herauszukommen. Die Enterprise ist hinüber, die kann man nicht einfach zwischen den Episoden wieder zusammenflicken. Ich hoffe inständig, dass man nicht auf die geniale Idee kommt und einfach ein bisschen an der Zeitlinie rumbastelt und alles wieder in Ordnung bringt. Eigentlich müsste die Serie hier zu Ende sein, denn das Schiff ist so gut wie zerstört und die Situation ausweglos. Da es allerdings in ein paar Wochen weitergeht, bleibt abzuwarten, wie sich die Situation entwickelt. Es bleibt die Hoffnung, dass die Autoren sich diesmal tatsächlich etwas Neues einfallen lassen.

Fazit

Action-, tempo- und informationsgeladenes Feuerwerk mit einigen Schwächen - entscheiden Sie selbst!

Note: 3+

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Weitere Infos


Deutscher Titel "Azati Prime"

Originaltitel "Azati Prime"

Nummer
3.18

Episode

070

Produktion


Regie Allan Kroeker

Story Manny Coto, Rick Berman, Brannon Braga

Drehbuch Manny Coto

Gastdarsteller Matt Winston  als  Daniels
Randy Oglesby  als  Degra
Scott MacDonald  als  Reptilien-Offizier
Tucker Smallwood  als  Xindi-Humanoid
Rick Worthy  als  Bärtiger Xindi
Christopher Goodman  als  Thalen

Erstausstrahlung Vereinigte Staaten:
03. März 2004

Deutschland:
06. Februar 2005

US-Einschaltquoten
3,80

Millionen Zuschauer

2,60

Rating

4,00

Share


DE-Einschaltquoten
Zuschauer von 14 bis 49 Jahren:
0,80

Millionen Zuschauer

11,40

Prozent Marktanteil

Zuschauer ab 3 Jahren:
1,20

Millionen Zuschauer

7,80

Prozent Marktanteil


(sk - 07.04.08)


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