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Sebastian Kowald (sk) "Die Heimsuchung" "Affliction" Bei einem Besuch der Erde wird Dr. Phlox von den Klingonen entführt, damit er ihnen im Kampf gegen eine Mutation hilft, die den Fortbestand der klingonischen Spezies gefährdet. Episodenbeschreibung Ein Klingone, dessen Todesstrafe aufgehoben wurde, wird stattdessen gezwungen, an einem medizinischen Experiment teilzunehmen. Anfänglich sieht er stärker aus, aber sehr bald hat er Schwierigkeiten zu atmen und seine Stirnwülste beginnen sich zu verändern. In der Zwischenzeit, auf der Erde, reist Tucker ab in Richtung Columbia, nachdem er T'Pol gesagt hat, dass er Captain Hernandez helfen wolle. Außerdem geht Sato mit Dr. Phlox in ein chinesisches Restaurant. Auf dem Rückweg werden sie von maskierten Aliens angegriffen. Phlox wird entführt und Satos Erinnerungen sind sehr wage, nachdem sie wieder bei Bewusstsein ist. Archer bittet T'Pol, eine Gedankenverschmelzung durchzuführen, um zu sehen, ob sie dem Gedächtnis von Sato auf die Sprünge helfen kann. Reed versucht die Satellitenlogs anzuzapfen, stellt aber fest, dass die Daten fehlen. Als er Starfleet kontaktiert, wird er von einem Mann in Schwarz begrüßt, welcher ihm befiehlt, sich in einer Stunde auf der Erde zu treffen. T'Pol entdeckt mithilfe von Sato, dass die Entführer Rigellianisch gesprochen haben, und Reed wird gesagt, dass der einzige Weg, Phlox zu retten, sei, den Anweisungen des mysteriösen Manns Folge zu leisten. In einem Labor auf einer klingonischen Kolonie wird Phlox von K'Vagh, einem klingonischen General, und Antaak, der ihn einmal auf einer Konferenz gesehen hat, begrüßt. Sie sagen ihm, dass Millionen von Klingonen von einem Virus infiziert seien, welches sie alle töten wird, sollten sie keine Behandlungsmöglichkeit finden. Antaak, ein Experte auf dem Gebiet der genetischen Manipulation, sagt, dass es nicht seine Idee gewesen sei, Phlox zu kidnappen, aber es würden Millionen von Leben auf dem Spiel stehen. Phlox beginnt widerwillig zu kooperieren und entdeckt alsbald, dass der Virus die Mutation einer Grippe ist. Ferner erkennt er die Basenpaar-Sequenzen wieder und merkt, dass sie von Augment-DNA stammen. Phlox erfährt, dass die Klingonen glauben, die Menschen hätten ihr Programm zur genetischen Aufwertung fortgesetzt, nachdem dies offiziell verbannt worden ist. Deshalb haben sie aufgewertete Embryonen benutzt, welche sie auf dem zerstörten klingonischen Schlachtschiff gefunden haben, um eigene verbesserte Krieger zu entwickeln. Aber diese starken, intelligenten, menschenähnlich aussehenden Klingonen litten schließlich am Verfall der neuralen Leitungen. Und ein Exemplar, welches die Grippe hatte, verursachte die Ausbreitung der modifizierten DNA, welche tausende Klingonen tötete, in einem Experiment, das zu einer Seuche wurde. Die Klingonen empfehlen Phlox, ihnen bei der Erschaffung perfekter genetisch verbesserter klingonischer Krieger zu helfen, bevor die klingonische Flotte eintrifft, um Millionen von Infizierten zu eliminieren. Aber Phlox weigert sich, obwohl ihm der Tod angedroht wird. Die Enterprise entdeckt, dass das rigellianische Schiff, das die Erde mit Phlox an Bord verlassen hat, zerstört wurde, obwohl man in dem Wrack keine DNA von Denobulanern entdecken kann. Auf Befehl seines mysteriösen Vorgesetzten hin belügt Reed Archer, obwohl er weiß, dass die Klingonen verantwortlich sind. Reed protestiert gegenüber seiner Kontaktperson, aber die Konversation wird unterbrochen, als die Enterprise von einem klingonischen Schiff angegriffen wird. Klingonen ohne mächtige Stirn beamen sich zur Enterprise und sabotieren diese. Als sie fliehen wollen, wird einer von ihnen angeschossen und zurückgelassen. Als Archer einen Verfolgungskurs befiehlt, meldet Mayweather, dass seine Konsole nicht reagiert und Reed sieht schuldig aus. Die Mannschaft macht zwei weitere beunruhigende Entdeckungen: dass ihr menschenähnlich aussehender Gefangene genetisch ein Klingone ist, und dass die Black-Box des rigellianischen Schiffs gelöscht wurde. Archer befehligt Sato und T'Pol mit der Rekonstruktion der Daten. Sie finden heraus, dass die Black-Box mit einem Gerät gelöscht wurde, das sich in einem Schrank befindet, der zuletzt von Reed geöffnet wurde. Archer konfrontiert seinen taktischen Offizier mit den Vorwürfen, welcher sich höflich weigert, Fragen zu beantworten. Im Gefängnis unterzieht Archer Reed einer weiteren Befragung. Er will wissen, ob Reed weiß, wo sie Phlox hingebracht haben. Reed sagt, dass er dies nicht wisse und versucht zu erklären, dass er Pflichten hat, die über diejenigen hinausgehen, welche er gegenüber Archer und der Mannschaft der Enterprise besitzt. Der aufgewertete Klingone wird in die Zelle neben Reed gebracht und hustet. Reed bittet ihn um Hilfe, indem er sagt, dass sie beide eine Heilungsmöglichkeit wollen, aber der Klingone sagt Archer und Reed, dass er als Soldat dem klingonischen Imperium angehöre und bereit sei, für jenes zu sterben. T'Pol entdeckt, dass der Sabotageakt die Warpmatrix kompromittiert hat. Um den Druck auf die Plasmainjektoren zu schmälern, befiehlt Archer, auf Warp 5,2 zu gehen, aber er wird gewarnt, dass die Enterprise die Geschwindigkeit nicht allzu lange durchhalten könne, und T'Pol fügt hinzu, dass ein Kernbruch bevorstehe, sollte der Druck ansteigen. Die einzig gute Nachricht ist, dass die Columbia, unter Tuckers Regiment im Maschinenraum, endlich das Raumdock verlassen kann, um den Warpantrieb zu testen. Kommentar Dieses Mal geht es ohne Füllepisode sofort in den nächsten Handlungsbogen. Es bleibt zu hoffen, dass der Abschluss dieses Mini-Arcs diesmal besser gelingt. Der Anfang mag auf jeden Fall zu gefallen. Pausenlos wird die Handlung vorangetrieben, es gibt mehrere eng miteinander verbundene Handlungsstränge, die am Ende durchaus was miteinander zu tun haben könnten. Anfänglich denkt man (oder zumindest der eine weibliche Sicherheitsoffizier von Starfleet), dass ein paar Leute, die keine Aliens mögen, kurzerhand Dr. Phlox entführt haben. Doch sehr schnell wird klar, dass sehr viel mehr dahinter steckt, genauer gesagt eine ganze Verschwörung. Und hier wird es kompliziert. Unter den Klingonen ist ein Supervirus ausgebrochen. So weit, so gut, passiert jedem mal, aber ganz so unschuldig sind sie nicht, sie haben die ganze Sache selbst zu verantworten, denn hier nimmt die Episode Referenz auf den Mini-Arc um Dr. Song und seine genetisch aufgewerteten Superkämpfer vom Anfang der Staffel. Die Klingonen dachten, ihnen entgehe was und deshalb haben sie kurzerhand angefangen, mit genetisch aufgewerteten Individuen zu experimentieren. Es gab aber ein kleines Problem: Ein Typ hatte die Grippe, und diese wurde auch gleich mit aufgewertet und breitet sich nun mit rasender Geschwindigkeit aus. Da fragt man sich doch, welche Art von Sicherheitsvorschriften es bei den Klingonen denn gibt beziehungsweise, ob dieses Wort in deren Vokabular überhaupt existiert. Es wird aber noch besser: Eine bisher ungeklärte Frage im "Star Trek"-Universum ist immer noch, warum die Klingonen in der Classic-Serie ein anderes Aussehen hatten als in den nachfolgenden Serien. Wir können nun eine neue Theorie in den Raum werfen, denn die genetisch aufgewerteten Klingonen in "Affliction" sahen denen aus der Classic-Serie durchaus ähnlich. Die Schlussfolgerung wäre also, dass diese Art von Klingonen aus welchem Grund auch immer weiter existieren und die Classic-Leute zufällig immer Kontakt mit solchen Klingonen hatten. Es gibt da zwar noch ein paar kleine Probleme mit dieser Theorie, aber es ist ja auch erst eine frühe Version. Eine Analyse der Klingonen ergibt auch ein paar interessante Fragestellungen. Dass sie niemals zugeben würden, dass sie von einem Virus kompromittiert wurden, erscheint konform mit ihrer Kultur zu gehen. Dass man aus Angst vor einer Ausweitung der Epidemie lieber ganze Kolonien und Millionen Leute in den Tod schickt, ist für Klingonen auch nichts Ungewöhnliches. Es bleibt also die Frage offen, welche Rolle K'Vagh und Antaak spielen. Ihr Motiv, Leben retten zu wollen, erscheint nobel. Allerdings gibt es ein paar offene Fragen. Zum Beispiel die Mittel und Wege, die sie dafür einsetzen. Leuten entführen lassen, grausame und gefährliche Experimente durchführen, Testpersonen umbringen, andere umbringen (Rigellianer). Nach Klingonen-Standard sicher noch alles okay und weil sie ja Klingonen sind, können sie ja auch nicht andere fragen (wäre ein Zeichen von Schwäche), aber eigentlich sind sie für den ganzen Schlamassel komplett selbst verantwortlich, indem sie ungeniert herumexperimentiert haben, ohne Sicherheitsmaßnahmen anzuwenden. Die ganze Geschichte läuft also nach dem Motto "Die Geister, die ich rief...". Quintessenz ist, dass K'Vagh und Antaak schuldig sind und nicht die guten Jungs darstellen, für die sie sich ausgeben, wobei sicher anzumerken ist, dass es noch schlimmere gibt, wie zum Beispiel den klingonischen Hohen Rat (welcher eigentlich auch nur im Rahmen seiner Möglichkeiten handelt, aber lassen wir das). So, wer jetzt noch durchblickt, für den machen wir es noch ein bisschen komplizierter: Wer ist der mysteriöse Vorgesetzte von Reed und was machen diese Jungs eigentlich? Mein erster Gedanke war natürlich Sektion 31 (muss wohl an dem Outfit gelegen haben). Ganz abwegig wäre der Gedanke ja auch nicht. Man weiß zwar nicht viel über diese Geheimniskrämer, aber wenn ich mich richtig erinnere, wurde einmal gesagt, dass es sie schon sehr lange gibt. Warum also auch nicht schon im Jahre 2154? Sie haben immer die größeren Geschicke des ganzen Quadranten betrachtet, quasi den Über- und Weitblick gehabt. Wenn die Klingonen wirklich alle so einfach draufgehen und das ganze Imperium im Chaos versinkt, hätte dies destabilisierende Konsequenzen für den Quadranten, vor allem mit den stichelnden Romulanern im Hinterkopf. Den Klingonen direkt helfen geht natürlich nicht, also hilft man direkt und indirekt dabei, sie Dr. Phlox entführen zu lassen. Kurz gesagt, die Indizien sprechen eindeutig für Sektion 31 oder eine ähnliche Institution. Bleibt nur noch die Frage, was Reed mit der ganzen Sache zu tun hat. Ist er ein ehemaliger Agent? Spioniert er schon die ganze Zeit, und wir wissen es nur nicht? Ist er ein Schläfer? Denn dass man bei dem Club einfach aussteigen kann, glaube ich nicht. Und dass Archer die ganze Sache verstehen würde, bei seinem Temperament, ist auch höchst unwahrscheinlich. Was in der letzten Folge wie ein schlechter Scherz geklungen hat, wird nun in die Tat umgesetzt: Trip heuert auf der Columbia an. T'Pol ist ja so cool und fragt ihn einfach mal, ob es was mit ihr zu tun hat. Wer hat ihm seine Antwort geglaubt? Richtig! Niemand. Der Typ macht sich nur selber was vor, und dass er für länger als ein, zwei Folgen auf der Columbia bleibt, ist wirklich sehr unwahrscheinlich, zumal ja bereits an mehreren Stellen mehr oder weniger diskret klar gemacht wurde, wie sehr er im Maschinenraum der Enterprise fehlt. Des Weiteren ist die Verbindung zu T'Pol doch stärker, als die beiden sich zugeben würden, denn wenn sie jetzt schon gegenseitig in ihren Träumen rumhängen... Noch lustiger ist, dass Sato jetzt in die ganze Sache mit reingezogen wird. Mal sehen, wie die ganze Sache aufgelöst wird und ob es nur peinlich oder doch oberpeinlich wird. Zum Abschluss noch mal ein paar kleine Kritikpunkte: Wer hat eigentlich die Verkehrsregeln bei Starfleet zu verantworten? Da ist die Columbia - nach einer wirklich coolen Ansicht mit dem fetten NX-02-Schriftzug - als sie das Trockendock verlässt sofort auf Warp gegangen, mitten im Sonnensystem. Ich glaube mich erinnern zu können, dass es innerhalb eines Sonnensystems verboten ist, mit Warp zu fliegen. Wäre auch sinnvoll, weil sonst hat man ja als Planet ein ernsthaftes Problem, wenn die immer alle mit Warpgeschwindigkeit angeflogen kommen und man noch nicht mal seine Verteidigung aktivieren kann. Auch wäre es fatal, wenn man mal nicht bremsen kann. Sie lachen jetzt, aber die Enterprise wird dieses Problem wohl demnächst bekommen, denn es sieht ja so aus, als ob sie nicht mehr bremsen kann, ohne den Warpkern in die Luft zu jagen, und dann ist auch noch Tucker nicht da, um mit Technobabble alle zu retten. Hört sich also nach einem Cliffhanger an. In diesem Sinne - bis nächste Woche. Fazit Durchweg unterhaltsame Episode, die einen guten Grundstein für den nächsten Mini-Arc legt. Note: 1- Diskussion Wenn Sie in der TZN Community registriert sind, können Sie in diesem Thread über "Die Heimsuchung" diskutieren und eine Bewertung abgeben. Weitere Infos
(sk - 12.02.07) |
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