|
Seitenoptionen
|





|
|
Sebastian Kowald (sk) "Die Verbindung" "Bound" Als Dank für Verhandlungen mit dem Orion Syndikat erhält Archer drei orionische Sexsklavinnen. Episodenbeschreibung Während sie auf dem Weg zu einem M-Klasse-Planeten ist, auf welchem es angeblich fliegende Eidechsen geben soll, wird die Enterprise von einem Orionschiff, dessen Pilot sich Harrad-Sar nennt, abgefangen. Archer überzeugt Harrad-Sar, seine Waffen zu deaktivieren und der Orioner schlägt ein geschäftliches Treffen auf seinem Schiff vor. Archer akzeptiert das Angebot, da er hofft, dass dies eine Chance ist, um die Beziehungen zwischen der Sternenflotte und dem Orionsyndikat zu verbessern, obwohl Reed Sicherheitsbedenken anmeldet. Auf dem Schiff macht Harrad-Sar das Angebot, dass die Sternenflotte gegen eine zehnprozentige Gewinnbeteiligung auf einem Planeten mit wertvollen Ressourcen Bergbau betreiben könnte. Weiterhin gibt er Archer drei wunderschöne Sklavinnen als Geschenk, die beim Abendessen und den Geschäftsverhandlungen für die Männer tanzen. In der Zwischenzeit liegen sich Tucker und Kelby in den Haaren, da Letzterer findet, dass ihm der frühere Chefingenieur auf den Füßen herumtritt. Außerdem lügt er T'Pol an, als diese ihn fragt, ob er Tagträume über sie hat. Archer bringt die Orionsklavinnen Navaar, D'Nesh und Maras an Bord. Diese beginnen sogleich für Unruhe unter der Mannschaft zu sorgen, indem die Männer von der Arbeit abgelenkt werden und die Frauen sich über Kopfschmerzen beklagen. D'Nesh begibt sich zum Maschinenraum, wo sie eine sehr gründliche Schiffsführung von Kelby bekommt, welche nur durch Tucker beendet wird. Er befiehlt Kelby, sich zu seinem Quartier zu begeben, nachdem dieser sich geweigert hat, aufzuhören, der Frau kritische Schiffssysteme zu erklären. Navaar entschuldigt sich bei Archer für ihr Verhalten, als er zu ihr kommt, um ihr zu sagen, dass sie nicht mehr das Eigentum von irgendjemandem ist, aber doch bitte die Protokolle des Schiffs respektieren soll. Sie fragt ihn, ob es das Protokoll verletze, wenn sie ihn aus freien Stücken küssen würde. Er sagt, nicht notwendigerweise, aber T'Pol meldet sich genau zu diesem Zeitpunkt über Interkom und ruft Archer auf die Brücke, als dieser sich in Navaars Umarmung befindet. T'Pol berichtet, sie hätten den Planeten mit den Mineralien erreicht, wo ein kleines, leicht bewaffnetes Schiff die Enterprise angreift. Ein sehr wütender Archer befiehlt die Zerstörung des Schiffs mittels Phaser. Reed weigert sich, die Waffen auszurichten und Archer ist gerade dabei, es selber zu machen, als das kleine Schiff sich wieder entfernt. D'Nesh geht zu Kelby, genauer gesagt mit ihm ins Bett. Sie suggeriert ihm, dass er kein richtiger Mann sei, wenn er sich nicht nimmt, was er will und mit Tucker um die Kontrolle des Maschinenraums kämpft. Kelby schleicht sich daraufhin in den Maschinenraum und sabotiert die Triebwerke. Tucker findet ihn, bevor er seine Mission vollenden kann, und schlägt ihn nieder, allerdings sind die Triebwerke bereits beschädigt. Auf der Krankenstation warnt Phlox Archer davor, dass die Pheromone der Orionfrauen alle Männer auf der Enterprise in einen Zustand der Aggressivität versetzt haben, der Wahnvorstellungen verursacht, während die Frauen unter Kopfschmerzen leiden. Die einzigen Crewmitglieder, die immun erscheinen, sind T'Pol und Tucker. Die Gründe dafür versteht Phlox allerdings auch nicht. Archer steckt die Frauen in die Dekontaminationskammer und entdeckt, dass diese mit einem Gerät, welches er in Navaars Quartier gefunden hat, mit Harrad-Sar kommuniziert haben. Archer will wissen, wann dieser plant, anzugreifen. Im Maschinenraum bietet T'Pol Tucker ihre Hilfe an und offeriert ihm eine Hypothese, warum er immun gegen die Pheromone der Frauen ist: Sie glaubt, dass sie eine psychische Bindung teilen, da sie miteinander geschlafen haben, was außerdem die Tagträume erklären würde, zu welchen er sich bekennt, und deshalb schützt ihn ihre Immunität auch. Harrad-Sar trifft ein und erzählt Archer, dass das Syndikat seinen Kopf haben will. Ob dieser nun an seinem Körper ist oder nicht, spiele keine Rolle. Er trickst die Enterprise aus und schleppt sie mithilfe eines Traktorseils ab. Weiterhin gibt er zu, nachdem er das Schiff gefangen hat, dass er der Sklave der Wünsche der Frauen ist und nicht anders herum. T'Pol und Tucker schmieden einen Plan, um sich aus der ungünstigen Situation zu befreien: Sie senden einen elektrischen Impuls durch das Kabel und überlasten damit Harrad-Sars Schiffssysteme. Die Orionfrauen befreien sich aus der Dekontaminationskammer und begeben sich auf die Brücke, um den Befreiungsversuch zu unterbinden. Tucker schießt Archer und Mayweather nieder, als Ersterer T'Pols Arrest befiehlt, da sie sich den Frauen widersetzt. Der Impuls kann initialisiert werden und die Enterprise sich befreien. Später, nachdem Dr. Phlox die Mannschaft gegen die Nachwirkungen der Pheromone behandelt hat, gibt T'Pol Tucker gegenüber zu, dass sie möchte, dass er auf der Enterprise bleibt, und er bekennt, dass er bereits vor drei Tagen Captain Hernandez gebeten hat, seinen Transfer rückgängig zu machen. Kommentar "Bound" stellt den Auftakt zu den allerletzten "Enterprise"-Episoden dar, die wir aller Wahrscheinlichkeit nach jemals zu sehen bekommen werden. Demzufolge war man nach fast zweimonatiger Pause durchaus gespannt auf die neue "Enterprise"-Folge. Doch schon nach sieben Minuten wird klar, welchem Prinzip die Episode folgt: Sex sells. Die "Enterprise"-Macher haben ja schon öfter versucht, nach diesem Prinzip zu handeln und mit fragwürdigen Szenen (junge männliche) Zuschauer vor den Bildschirm zu locken, doch diesmal übertreiben sie es ein bisschen. Die halbe Folge lang laufen die drei Orionfrauen leicht bekleidet über den Bildschirm und wackeln rhythmisch herum. Das ist beim ersten Mal ganz nett, zumal die ganze Sache einen gewissen Gimmickfaktor hat, da die grünhäutigen Orionsklavinnen den "Star Trek"-Veteranen ja noch ein Begriff - aus der Originalserie - sein dürften. Doch sobald man erkennt, dass die gesamte Folge auf diesem "Sex-Appeal" der drei Mädels basiert, ist man als anspruchsvoller Zuschauer ... um es nett zu sagen, ein wenig enttäuscht. Die Folge hat durchaus ihre Momente. So zum Beispiel, als sich herausstellt, dass die Frauen bei den Orionern das Sagen haben und T'Pol dies noch einmal im Beisein von Archer, Tucker und Reed erwähnt, welche sie daraufhin fast beschuldigen, einen Witz gemacht zu haben. Weiterhin gibt es wie bereits erwähnt einen Pluspunkt für Kontinuität, da die Orioner auftauchen, welche man bereits aus der Classic-Serie und dem Anfang der Staffel kennt. Und zu guter Letzt wird ja auch durchaus versucht, die Storyline um T'Pol und Tucker zu integrieren. Doch damit hört es auch schon auf. In den restlichen Szenen sehen wir einen Haufen Männer, die total aus der Bahn geworfen werden, nur weil sie ein paar schöne Frauen an Bord haben. Dies wird verteidigt mit der Aussage, dass es nicht nur das Aussehen der Frauen ist, welches den Männern zu schaffen macht, sondern die Orionfrauen obendrein auch noch Pheromone aussenden, welche einen psychischen Einfluss auf die Crewmitglieder haben. Doch das entschuldigt diese Episode noch lange nicht. Auch sonst lassen sich reichlich Kritikpunkte finden. So wird zum Beispiel, zumindest macht es für einen Augenblick den Anschein, die Sklaventhematik aufgegriffen. Doch wird dem Thema keinerlei Beachtung geschenkt und somit das gesamte Potenzial, hier eine gesellschaftskritische Aussage zu treffen, verschenkt. Des Weiteren ist mir unklar, wie diese durchaus leicht bekleideten Damen ein Kommunikationsgerät an Bord schmuggeln konnten (wo hatten sie das versteckt?) und warum man auf der Brücke nicht in der Lage ist, die Transmission aufzufangen. Bereits heute wird alles protokolliert, was man so kommunikationstechnisch macht. Da sollte man doch meinen, dass dies in ein paar hundert Jahren erst recht möglich sein sollte. Weiterhin bleibt auch unklar, warum T'Pol beziehungsweise Tucker oder Reed Archer nicht sofort des Amtes entheben, als er das kleine Schiff vernichten will. Schließlich verstößt er da garantiert gegen irgendeine Direktive der Sternenflotte. Was von der Episode übrig bleibt, ist einzig ein weiterer Schritt in der T'Pol-und-Tucker-Beziehung. Nachdem Trip die Enterprise kurzeitig verließ, da er mit T'Pol nicht mehr zurecht kam (wobei da schon klar war, dass er zurückkommen würde, was jetzt hier endlich auch offiziell zugegeben wurde), gestehen sie hier plötzlich, dass da doch mehr zwischen ihnen ist, als sie sich eingestehen wollen. Man merkt förmlich, dass es auf das Ende zugeht und die Autoren mit aller Macht versuchen, dieses ewige Hin und Her zu einem Happy End zu führen. Ob man das nun mag oder nicht, bleibt jedem selbst überlassen. Insgesamt gesehen ist die Folge wohl eher im unteren Bereich der bisher ausgestrahlten Episoden anzusiedeln. Dies wäre an sich nicht so schlimm, da es in jeder Staffel immer mal wieder Ausrutscher gab und jeder dafür Verständnis hat, dass nicht jede Episode super ist (was aufgrund der Subjektivität im Allgemeinen schon sehr schwer sein dürfte). Aber gerade jetzt, wo die letzten "Star Trek"-Episoden für womöglich eine sehr lange Zeit ausgestrahlt werden, sollte man doch meinen, dass die Produzenten sich noch einmal ordentlich ins Zeug legen würden. "Sex sells" ist einfach ein bisschen arm und simpel für solch ein Franchise, insbesondere angesichts der nahenden Pause. Fazit Alles in allem eine schwache Episode, die versucht, auf billige Art und Weise zu unterhalten. Unter "Star Trek"-Niveau. Note: 4 Diskussion Wenn Sie in der TZN Community registriert sind, können Sie in diesem Thread über "Die Verbindung" diskutieren und eine Bewertung abgeben. Weitere Infos
(sk - 12.02.07) |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Alle Berichte sind das geistige Eigentum der Autorinnen und Autoren. Jede unautorisierte Übernahme ist ein Verstoß gegen das Urheberrecht. Für Anfragen betreffend Artikel- oder Newsübernahme wenden Sie sich bitte an den Redaktionsleiter. |
|
© TrekZone Network, 1999-2012 |
|

