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Sebastian Kowald (sk) "Dies sind die Abenteuer" "These Are The Voyages" Commander Riker beobachtet auf dem Holodeck die Crew der NX-01 auf ihrer letzten Mission und kurz vor der Gründungszeremonie der Vereinigten Föderation der Planeten. Episodenbeschreibung Während Sato ihre Reisepläne nach Brasilien diskutiert und Archer sich über seine Rede ärgert, welche er vor den versammelten Delegierten der interplanetarischen Allianz halten soll, sitzt Will Riker auf der Brücke und beobachtet das Treiben. Sein persönliches Logbuch klärt darüber auf, dass die Ankunft von Admiral Pressman ihn in Bezug auf seine Rolle als Erster Offizier der Enterprise-D in eine heikle Situation bringt. Counselor Troi empfiehlt ihm, sich von einem historischen Holodeckprogramm ein paar Anregungen zu holen, indem er in die Rolle des Chefkochs schlüpft, welcher eine Art von inoffizieller Counselor war. Riker beobachtet, wie Shran die Enterprise ruft und Archer bittet, ihm einen Gefallen zu tun, welchen dieser ihm schon seit Jahren schuldet, obwohl Archer eigentlich dachte, Shran wäre tot. Seine Tochter wurde von unseriösen Geschäftspartnern entführt und er braucht Hilfe dabei, sie von einem rigellanischen Handelsposten zu befreien. Während Archer trotz der Tatsache, dass er zur Erde zurückkehren soll, um der Zeremonie beizuwohnen, eine Rettungsmission in die Wege leitet, interagiert Riker mit der Mannschaft - unter dem Vorwand, ein Bankett mit jedermanns Lieblingsessen vorzubereiten, bevor die NX-01 außer Dienst gestellt wird. Er erfährt, dass T'Pol Tucker vermisst, obwohl die beiden ihre Beziehung bereits vor einigen Jahren beendet haben, und dass Reed den Ingenieur bewundert und Sato denkt, dass er süß sei. Troi leistet Riker kurzzeitig Gesellschaft auf der NX-01 und erfährt von seinem wahren Dilemma: Er fühlt sich hin und her gerissen zwischen seiner Verpflichtung zu Pressman und der Tatsache, dass die Pegasus eine illegale Tarnvorrichtung getestet hat, welche einen Krieg mit den Romulanern heraufbeschwören könnte - etwas, was Pressman ihm befohlen hat vor Picard zu verschweigen. Als Archer mit einem Team auf die Oberfläche fliegt - obwohl Tucker eingewendet hat, dass der Captain sich selbst schützen sollte -, fliegt Riker mit und überhört ein Gespräch zwischen T'Pol und Tucker, in welchem sie ihm gesteht, dass sie ihn vermissen wird, wenn sie beide die Enterprise verlassen, um neue Aufgaben wahr zu nehmen. Shran bekommt seine Tochter zurück und schickt sie zusammen mit T'Pol in Sicherheit, kurz bevor Archer und seine Leute in ein wildes Feuergefecht mit den Kidnappern verwickelt werden, da Shran und Archer versucht haben, diese zu täuschen. Archer rettet Tucker das Leben, während Riker in der Rolle eines MACOs Feuerschutz gewährt. Archer glaubt nicht daran, dass die Bösewichte ihnen bei Warp 4 folgen können, aber während Riker Archer und Tucker dabei beobachtet, wie sie auf die nächste Generation anstoßen, wird die NX-01 angegriffen und geentert. Tucker beschützt Archer, indem er die Aliens einen Zugangskorridor hinunterlockt und sie und sich selbst in die Luft sprengt, um das Schiff zu beschützen. Er ist noch am Leben, als Archer ihn findet, stirbt jedoch kurze Zeit später in der Krankenstation. Während sie seine Sachen zusammenpackt, erzählt T'Pol Archer, dass sie Tuckers Eltern kennen lernen möchte und dass sie Emotionen sehr schwierig findet. Archer sagt, dass er gewohnt war, daran zu glauben, dass er etwas Großartiges finden würde, wo immer er auch hingeht, aber jetzt ist Trip tot und er muss eine Rede halten zum Thema, wie lohnenswert alles war. T'Pol weist darauf hin, dass Tucker der Erste gewesen wäre, der gesagt hätte, dass es sich gelohnt habe. Nachdem er mit vielen anderen Mannschaftsmitgliedern über Tucker gesprochen hat, trifft Riker den Mann schlussendlich persönlich, wobei er seine Bestellung für getrockneten Wels mit gebackenen Klößchen aus Maismehl annimmt. Der Ingenieur stellt fest, dass Archer doch sehr stolz darauf ist, einer der Unterzeichner der interplanetarischen Allianz zu sein, obwohl er es niemals zugeben würde. Dann fragt er den "Chefkoch", was er als Nächstes tun werde, auf einem anderen Schiff anheuern oder ein Restaurant eröffnen, und fügt hinzu, dass er sich sicher ist, dass Riker die richtige Entscheidung treffen wird. Genau das hat ihm Troi kurz zuvor gesagt, als er ihr gebeichtet hat, entweder sein Versprechen zu Pressman oder seine Verpflichtung zu Picard und seinen Prinzipien brechen zu müssen. Bei der Zeremonie, immer noch beobachtet von Riker und Troi, schimpft T'Pol mit Archer, da dieser beim Üben seiner Rede immer wieder ins Stocken gerät. Weiterhin sagt sie, dass es nicht logisch sei, bescheiden zu sein, wenn er doch die Würdigung für seine Errungenschaften verdient hat. Archer umarmt T'Pol, bevor er mit der Rede in seiner Hand vor die Delegierten tritt. Troi erzählt Riker, dass sie diese Rede auf dem Gymnasium auswendig lernen musste und bewundert die Allianz, welche den Grundstein für die Föderation gelegt hat. Riker kündigt an, dass er nun bereit sei, mit Captain Picard zu reden. Als sie das Programm beenden und das Holodeck verlassen, kann man Picards Stimme hören, welche sagt, dass dies die Abenteuer des (neuen) Raumschiffs Enterprise seien, "das viele Lichtjahre von der Erde entfernt unterwegs ist...". Dann ertönt Kirks Stimme, welche fortfährt: "... um fremde Welten zu entdecken, unbekannte Lebensformen und neue Zivilisationen." Am Ende hört man Archers Stimme, wie er seine Rede hält, während sein Schiff in einen Nebel steuert: "Die Enterprise dringt dabei in Galaxien vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat." Kommentar "These Are The Voyages..." ist anders. Anders als die anderen Enden. Eigentlich wollte ich ja ohne Bezug zu den anderen "Star Trek"-Serien schreiben, aber dies stellt sich aufgrund der letzten Episode als einigermaßen unmöglich heraus. Ich habe es immer vermieden, Spoiler zu lesen. Zuerst, weil ich die Episode einfach unvoreingenommen auf mich wirken lassen wollte, später sicherlich auch zusätzlich aus Zeitmangel. Demzufolge wusste ich von der letzten Episode nur, dass sie nicht unmittelbar etwas mit der vorausgehenden Folge zu tun hat. Zum ersten Mal also kein Zweiteiler, um eine (neuere) "Star Trek"-Serie abzuschließen. Doch ist dem so? Kann man diese 22. Episode der vierten Staffel als das Ende von "Enterprise" bezeichnen? Für mich lautet die Antwort: Nicht wirklich, denn "Enterprise" hatte sein Ende mit einem Zweiteiler, repräsentiert durch "Demons" und "Terra Prime". Was "These Are The Voyages..." versucht, ist etwas anderes, etwas Größeres. Man will nicht nur "Enterprise" zu einem Ende bringen, nein, man versucht, das ganze Franchise gewissermaßen abzurunden beziehungsweise besser gesagt auf die "Pause" vorzubereiten. Dass dieses Unterfangen ziemlich monumental ist, dürfte wohl jedem klar sein. Ist es gelungen? Nicht wirklich. Man versucht, eine bekannte "The Next Generation"-Story (7.12 "Das Pegasus-Projekt") von einer anderen Sichtweise aus betrachtet mit "Enterprise" zu verknüpfen. Da kommt natürlich zuerst die Frage auf, warum man so etwas macht beziehungsweise ob das überhaupt einen Sinn ergibt. Die Antwort auf diese Frage muss zweigeteilt erfolgen. Wenn jemand sagt, dass die Episode die letzte Episode von "Enterprise" ist, kann ich kein Verständnis dafür aufbringen. Sicher, man hat immer wieder versucht, bekannte Gesichter auf die ein oder andere mehr oder weniger sinnvolle Art und Weise zu zeigen, doch Riker ist hier weit mehr als ein Gaststar, er hat so ziemlich die meiste Zeit auf dem Bildschirm. Es handelt sich um "Enterprise", eine eigenständige Serie im "Star Trek"-Universum. Deswegen kann ich nicht verstehen, warum in der letzten Folge nun fast die ganze Zeit lang Will Riker zu sehen ist. Verstehen Sie mich nicht falsch, ich habe nichts gegen Riker und bin TNG-Fan, solange ich denken kann, aber trotzdem erscheint es einfach unangemessen, ihn hier so massiv auftreten zu lassen. Betrachtet man die ganze Sache aus dem oben erwähnten Blickwinkel des Versuchs, das ganze Franchise abzurunden, kann man die Entscheidung, so viel Riker zu zeigen, schon besser nachvollziehen. Allerdings bleibt die Frage offen, warum man TNG und "Enterprise" zeigt und DS9 und "Voyager" gänzlich totschweigt (wenn man schon einen extremen Crossover als Hommage an sich selbst bringt). Argumente hierfür wären wahrscheinlich, dass es sich ja um zwei Serien handelt, in deren Mittelpunkt jeweils ein Schiff mit dem Namen Enterprise steht. Abgesehen von der oben diskutierten Frage nach dem Sinn dieses Crossovers ergeben sich noch viele weitere Lücken im Verlauf der Episode. Das Hauptproblem ist der Plot beziehungsweise wie schon so oft dessen Nichtexistenz. Alles wirkt arg konstruiert, um große Emotionen zu zeigen. Überhaupt macht es den Anschein, als ob man nicht mal eine gute Story schreiben wollte. Vielmehr hat man den Eindruck: "Okay Leute, das ist die letzte Episode, lasst uns alle melancholisch durch die Gegend laufen und ein bisschen weinen." Damit überhaupt etwas passiert, lässt man noch mal Shran auftauchen und Tucker sterben. Doch vor allem Tuckers Tod wirkt in keinster Weise. Sein Weggehen von der Enterprise als Chefingenieur war schon lachhaft und nur ein temporäres Unterfangen, und jetzt sein Tod? Was hat der arme Kerl angestellt, um so behandelt zu werden? Es ist einfach nur lächerlich, eine Episode sechs Jahre in der Zukunft anzusiedeln, die Mannschaft die ganze Stunde lang sagen zu lassen, dass es ihre letzte Reise ist und am Ende noch einen Hauptcharakter sinnlos in die Luft zu jagen. Leider muss ich hier mal einen Vergleich zu den anderen Serien ziehen. Die Qualität der Abschlussepisoden ließ immer mehr nach. TNG hatte wohl noch bei weitem die beste. Eine spannende Folge, und am Ende ist die einzig große Veränderung, dass Picard ebenfalls Poker spielt. Bei DS9 hat man schon ein expliziteres Ende gezeigt, indem Sisko sich ins Wurmloch verkrümelt und viele andere Charaktere die Station verlassen. Bei "Voyager" wurde es dann schon schlimm, als man mithilfe der Borg (ja, richtig, die Jungs, welche in TNG noch eine ernsthafte Bedrohung dargestellt haben) die letzten zigtausend Lichtjahre zurücklegte, um auf einer Parade durch die Straßen von San Francisco zu fahren. Doch jetzt sind wir bei "Enterprise" angelangt und man erinnert sich daran, dass das Ziel der Serie sein sollte, auf die Gründung der Föderation der Vereinten Planeten hinzuarbeiten. Und da man es bis hierhin nur ansatzweise geschafft hatte, springt man einfach sechs Jahre in die Zukunft und zeigt eine riesige Masse Aliens und Menschen, die eine Charta unterschreiben. Und für alle, die es bis dahin noch nicht kapiert hatten, sagt es die gute Counselor Troi auch noch mal explizit, dass aus der interplanetarischen Allianz die Vereinte Föderation der Planeten hervorgegangen ist. Das alles kommt einem nach dem Motto konstruiert vor: "Okay, die Gründung der UFP war unser Ziel, aber da die Serie leider abgesetzt wurde, springen wir einfach sechs Jahre in die Zukunft und zeigen es trotzdem. Alles, was dazwischen passiert ist, könnt ihr euch ja einfach hineindenken!" Da fällt einem wieder die bei "Enterprise" beliebte Holzhammer-Methode ein. "Wir gehen kein Risiko ein, dass der Zuschauer vielleicht eine Denkleistung vollbringen muss, so was kann man ja heutzutage vom Publikum nicht mehr erwarten, wir sagen einfach alles ganz direkt!" Nicht, dass man als langjähriger Fan wüsste, dass die erste Mission die Enterprise auf Rigel X führte und dass der letzte Satz von TNG "All good things must come to an end" war, nein man sagt das alles noch mal ausdrücklich, dass es auch jeder versteht, so nach dem Motto "Hallo, wir machen hier eine Anspielung auf andere 'Star Trek'-Episoden, checkt ihr das auch?!" Die "Enterprise"-Charaktere wirken fast wie Nebenrollen. Dass Shran tot sein soll, davon weiß man trotz vier Jahre lang "Enterprise" schauen nichts und demzufolge löst sein Wiederauftauchen auch nicht so große Emotionen beim Zuschauer auf. Dass T'Pol und Tucker nichts mehr miteinander haben, und das schon seit sechs Jahren (ziemlich genau die übersprungene Zeit), ist uns auch neu. Einzig die Anspielungen auf den Chefkoch kennt man schon. Schön ist, dass dieser wie bisher nicht gezeigt wurde, sondern dann nur durch Riker verkörpert wird. Wenigstens eine Sache, die nicht restlos aufgeklärt wurde. Archers ganzes Gemache mit seiner Rede und nach Tuckers Tod mag auch nicht wirklich überzeugen. Es fehlen ganz einfach die Bezüge zur bisherigen vierten Staffel, was aufgrund des Zeitsprungs auch nicht weiter verwunderlich ist. Ich finde, das Beste an der Episode ist die Schlusssequenz, in welcher noch einmal der allseits bekannte Eingangstext wiederholt wird und jeder der Captains eines Raumschiffs mit dem Namen Enterprise zu Wort kommt. Das hat auf mich am meisten gewirkt! Nun, dann bleibt mir nur noch zu sagen, dass es bei einer solchen Episode wie "These Are The Voyages..." kein richtig oder falsch geben kann. Die ganze Angelegenheit ist einfach viel zu komplex, und obwohl ich zwei A4-Seiten geschrieben habe, bin ich mir durchaus bewusst, dass dieses Review nur einzelne Elemente der Episode herausgreifen und kommentieren konnte! Also, wenn Sie etwas anderes sehen, ist das vollkommen in Ordnung, sogar wünschenswert! Schreiben Sie einfach einen Leserbrief und lassen Sie es uns wissen! Fazit Die (wahrscheinlich für eine lange Zeit) letzte Episode von "Star Trek" nimmt sich sehr viel vor und bekommt davon nur wenig hin. Der Kreis zu "Enterprise" wird mit aller Gewalt zu schließen versucht. Es wird versucht, jede Menge Emotionen auf den Bildschirm zu bringen, doch dabei wirkt vor allem Tuckers Tod nicht! Note: Nach 18 Jahren, mit fast jeder Woche einer neuen "Star Trek"-Episode, maße ich mir nicht an, für die letzte Folge eine Notenbewertung vergeben zu wollen, weil, wie wir alle wissen, es die letzte Note ist, die man in Erinnerung behält, und dieser Aufgabe kann eine einzelne Note nicht gerecht werden. Entweder man weiß, was "Star Trek" für einen persönlich bedeutet und wie man dies bewerten würde, oder es ist nur eine weitere TV-Serie, die man sich angeschaut hat, weil es draußen regnet! Schlusskommentar Nach vier Jahren endet nun am heutigen Tage meine Tätigkeit als Reviewer des TZNs für "Enterprise". Angefangen hat alles an einem Mittwochabend im September 2001. Ich kann mich noch genau daran erinnern, wie wir extra durch die Stadt gerast sind, um es noch pünktlich bis 19 Uhr vor den Fernseher zu schaffen. Ich möchte mich auch nicht groß auslassen über "Enterprise", dafür wird es sicherlich in nächster Zeit noch genügend Artikel in den verschiedensten TZN-Publikationen geben. Nur so viel sei gesagt: Von Anfang an habe ich mir jede einzelne Episode voller Vorfreude angeschaut und nie die Hoffnung aufgegeben, dass die Qualität der Serie noch zunimmt. Ohne Zweifel hatte "Enterprise" seine Momente (da fällt mir spontan immer wieder Episode 1.13, "Lieber Doktor", ein), doch insgesamt scheint es wohl nicht gereicht zu haben. Seien es nun wirtschaftliche oder inhaltliche Gründe gewesen, die den Ausschlag gegeben haben: "Star Trek", wie wir es kennen, endet (vorerst) an diesem Punkt! Das ist traurig, aber gleichzeitig vielleicht auch gut so. Ein gewisser Burnout-Effekt kann sicherlich nicht verleugnet werden. Getreu der hoffnungsvollen Grundeinstellung von "Star Trek" im Allgemeinen hoffe ich, dass wir in ein, zwei Dekaden wieder neues "Star Trek"-Material bekommen werden - und bis dahin lesen Sie die Bücher oder schauen Sie sich die Videos beziehungsweise DVDs an und denken Sie einmal darüber nach, welchen Einfluss "Star Trek" in seiner Gänze auf Ihr Leben und Ihren Charakter hatte beziehungsweise hat! Q'apla! Diskussion Wenn Sie in der TZN Community registriert sind, können Sie in diesem Thread über "Dies sind die Abenteuer" diskutieren und eine Bewertung abgeben. Weitere Infos
(sk - 06.02.08) |
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