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TZN

incoming message

"Wir sehen uns. Irgendwo da draußen..."

 − Q
 − in "Gestern, Heute, Morgen"

September 2008

 

ISSN 1684-7385

Volume VI

Ausgabe 71 (#124)

 features

 

Kohaklj vlkjask?

Sprachen in "Star Trek"

Wie können die Menschen mit Außerirdischen kommunizieren?

Das Mysterium lebt weiter

"Akte X 2"-Gespräch

Anderson und Duchovny über ihre erste Begegnung und die Mythologie

Ein echter Außerirdischer

Sergej Krikaljow

Als sich seine Heimat Sowjetunion auflöste, war er nicht auf der Erde

 

Vorwort

In fahlem Mondlicht


Liebe Leserinnen und Leser,

kennen Sie dieses Gefühl, wenn etwas passiert und man glaubt, dass eigentlich die Erde stehen bleiben müsste, sie es aber nicht tut? Man ist so schwer getroffen, denkt, dass einem die Luft wegbleibt ... und trotzdem geht alles auf dem Rest der Welt seinen gewohnten Gang. Die Vögel zwitschern und scheinen keinen Anteil zu nehmen an dem persönlichen Schicksal eines einzelnen Menschen. Die Wäsche muss gewaschen, die Arbeit erledigt werden − ob man um einen geliebten Menschen nun trauert oder nicht. Wie selbstverständlich kommen einem die Fragen "Warum jetzt? Warum er?" in den Kopf. Auch "Star Trek" weiß darauf keine Antwort. Aber einen Trost. Wie sagte McCoy doch, als Spock starb? "Er ist nicht tot, solange wir an ihn denken!" Und ich denke, er hat Recht damit...

Doch nun lassen Sie sich in das Reich der Fantasie entführen! Wieder einmal erwartet Sie eine prall gefüllte Ausgabe. Lesen Sie, wie die Sprache uns verbindet und gleichzeitig trennt, erfahren Sie Hintergründe zur Serie "Moonlight" und lassen Sie sich von den Bekenntnissen von Gillian Anderson und David Duchovny im zweiten Teil ihres Interviews überraschen! Auf die SF-Zone-Guides rund um Kino und DVDs müssen Sie diesen Monat leider verzichten.

Viel Spaß beim Lesen!

Melanie Brosowski
Chefredakteurin

 
   

Inhalt

Die ganze Ausgabe auf einen Blick

Warum verstehen Menschen Außerirdische?

Sprachen in "Star Trek" und in der Science-Fiction.

Die Kraft zwischen Welten und Sternen

Was bedeutet Energie für die Menschen?

Die Ereignisse des Monats

Stoff für Leseratten: Endlich wieder neue "Star Trek"-Bücher.

Verloren in der Zwischenwelt

"Left in Darkness": Guter Film, schlechte Synchro.

Eine Serie mit Biss − und ohne Zukunft

Kurze Rückkehr der Vampire mit "Moonlight".

Der Knall im All

"Hyperdrive": Britischer Humor pur.

"Meine Lieblingsrequisite von der Serie ist mein Grabstein..."

Ein Gespräch mit Gillian Anderson und David Duchovny, Teil 2.

"Was wäre, wenn mir ein verkohltes Hühnchen vor die Füße fiele?"

Eintagsfliegen, der Regenwald und mehr.

Abductions

Schon mal von Aliens entführt worden?

Der letzte Bürger der Sowjetunion

Interview mit Kosmonaut Sergej Krikaljow.

Impressum

Redaktion, Abonnement und Copyrights.

Wussten Sie, dass...

... Marcy Lafferty, Chief Defalco aus "Star Trek: Der Film", von 1973 bis 1994 mit William Shatner verheiratet war?

... Jill Ireland alias Leila Kalomi in "Falsche Paradiese" die Ehefrau von Schauspiellegende Charles Bronson ("Spiel mir das Lied vom Tod") war?

... der Niederländer Carel Struycken (Lwaxana Trois ständiger Begleiter Mr. Homn) auch in "Men in Black" und in "The Addams Family" mitspielte? Des Weiteren hatte er Gastauftritte in der "Voyager"-Folge "Das Ultimatum", bei "Twin Peaks" und in "Charmed".


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Warum verstehen Menschen Außerirdische?

Sprachen in "Star Trek" und in der Science-Fiction

In [1] und [2] findet man eine wunderbare deutschsprachige Abhandlung über die Sprachen aus dem "Star Trek"-Universum. Dr. Rainer Nagel kommt dort zu der systematisch vielleicht vereinfachten, aber dennoch aus meiner Sicht korrekten Einteilung, dass

  • alle Aliens der englischen oder einer anderen Sprache, in der der Film oder die Serie gedreht wurde, mächtig sind, weil man sich nicht mit langen Forschungen und Kontaktaufnahmeprozeduren innerhalb einer auszustrahlenden Serie befassen will. Dies wurde zum Beispiel in "Star Trek: Enterprise" mit Hoshi Sato und speziellen Folgen eingeführt und man bekam nur ansatzweise mit, wie der Erstkontakt stattfand oder es wurde schlichtweg die Tatsache eingeführt, man kenne die Völker und deren Sprachen schon ansatzweise.

  • es einen technischen Mechanismus gibt, der alle Sprachen in eine andere Sprache übersetzen kann und man deshalb die Sätze in der Sprache hört, die man gelernt hat. In fast allen "Star Trek"-Serien oder -Filmen, bis auf schon gerade genannte Ausnahme, erfüllt diese Aufgabe der Universalübersetzer.

  • es eine Universalsprache gibt, die alle Völker der Serie oder des Films sprechen können und die uns als Zuschauer in der Sprachform präsentiert wird, in der der Film gedreht wurde. Solch eine eingeführte künstliche Sprache ist in "Star Trek" nach [3] als Federation Standard oder nach [4] als Linguacode wohl zu finden.

  •  
     

    Man unterscheidet natürliche Sprachen und künstliche Sprachen.


    Sicherlich kann man den letzten Fall als Sonderform des ersten Falles betrachten, mit der Annahme, dass der letzte Fall eben nur eine logische Begründung für den Buch-, Film- oder Serieninhalt bietet. Eines ist aber mit der Einteilung sicherlich annehmbar, es gibt Aliensprachen. Basierend auf dieser Einteilung und mit der stillschweigenden Annahme, alle außerirdischen Sprachmodelle hätten sich nach irdischen Maßstäben entwickelt und somit gäbe es etwas wie ein universelles Sprachmodell, ergeben sich sicherlich mehrere, nur im Ansatz schon schwer zu beantwortende Fragestellungen für das "Star Trek"-Universum und andere Science-Fiction-Geschichten.

    Welche Sprachen gibt es und auf welchen Sprachmodellen könnten diese beruhen? Nach [3] ist Sprache oder das darauf basierende Sprachmodell eine "systematische [das heißt auf Regeln basierende] Form der Kommunikation in einer gesprochenen, geschriebenen, symbolhaften oder telepatischen Variante". Andere Varianten sind wohl möglich, aber hier ohne Belang. Man unterscheidet natürliche Sprachen und künstliche Sprachen. Eine Programmiersprache zählt sicherlich zu den künstlichen Sprachen und solche sollen in diesem Artikel nicht weiter verfolgt werden, außer man zählt die Sprache der Binären mit hinzu. In Filmen oder Geschichten verwendete außerirdische Sprachen sind aus meiner Sicht ebenfalls künstliche Sprachen, da diese nicht im natürlichen, irdischen Sprachraum vorkommen. Da sie aber von Lebewesen oder anderen empfindungsfähigen Wesen angewendet werden, kann man sie ebenfalls als natürliche Sprache sehen.

    In [3] oder [4] findet man eine gute, übersichtliche Einteilung aller in "Star Trek" häufig benutzten Sprachen. Folgt man den Hyperlinks, so gelangt man auch zu den speziellen Regeln für die Bildung einer Sprache. Diese im Detail hier zu erläutern würde den Rahmen des Artikels sicherlich sprengen und daher soll eine folgende, vereinfachte Einteilung genügen. Einige außerirdische gesprochene Sprachen basieren auf einem irdischen Sprachmodell mit Selbst- und Mitlauten. Das bajoranische gesprochene Sprachmodell ist eher mit irdischen ideographischen Sprachmodellen zu vergleichen, in der ein einzelnes Symbol und somit auch der passende Laut oder die Lautkombination eine bestimmte Bedeutung oder einen Gegenstand repräsentiert. Primitive Sprachlaute, wie sie zum Beispiel für unsere Ohren die Gorn verwenden, sind ebenfalls zu nennen. Ob es sich hierbei aber um ein Kommunikationsproblem, weil unsere Organe gewisse Frequenzen oder andere Dinge nicht wahrnehmen, oder um die reine Sprache handelt, kann nicht eindeutig bestimmt werden. Einfache Klicklaute verwenden nach [3] auch die Tholianer. Andere Völker, wie die Breen, verwenden melodische Folgen und somit komplexere Töne für die Kommunikation. Das Klingonese ist ein so genannter polyguttural dialects constructed on an adaptive syntax, das heißt die passende Betonung ist sehr wichtig, aber gleichzeitig auch schwierig aufgrund möglicher Dialektik. Dies erinnert ebenfalls an asiatische Sprachen im irdischen Sprachraum.

     
     

    Die Komplexität in Bezug auf die Anzahl der Worte oder der Regeln zur Bildung von Sprache ist ebenfalls ein Merkmal für eine Sprache.


    Wie auf der Erde gibt es in jeder Sprache Dialekte und gemeinsame Sprachfamilien. Die Vulkanier und Romulaner stellen das bekannteste Beispiel dar. Mit der Zeit haben sich diese Sprachfamilien absichtlich oder unabsichtlich auseinander entwickelt. Die Komplexität in Bezug auf die Anzahl der Worte oder der Regeln zur Bildung von Sprache ist ebenfalls ein Merkmal für eine Sprache. Für die Anzahl der Worte wär die Sprache der Sheliak zu nennen und für die Bildung der Worte innerhalb einer Sprache die Sprache der Jarada oder der Xindi. Gerade zuletzt genannte Spezies arbeitet mit mehreren Sprachfamilien, da es sich um verschiedene Lebensformen innerhalb einer Gemeinschaft handelt.

    Bei der Schriftsprache findet sich ebenfalls eine Vielfalt und es gilt, wie auf der Erde, nicht immer wird von links nach rechts gelesen. Die Borg verwenden einen alphanumerischen Code, das heißt vereinfacht (aus irdischer Sicht) eine Kombination aus Buchstaben und Zahlen und wohl allgemein (aus außerirdischer Sicht) eine Kombination aus geometrischen Figuren. Die Cardassianer verwenden eine kombinierte horizontale und vertikale Schreibweise, während die Ferengi-Schriftsprache eher an so genannte Mindmaps erinnert. Wahrscheinlich ein Tribut an die kaufmännische Denkweise. Interessanterweise erinnern die Sprachmodelle der Cardassianer oder des Dominions an Piktogramme, wie sie auch bei visuellen Programmiersprachen (siehe [8]) verwendet werden. Die Kombination von horizontaler und vertikaler Schreibweise ist ebenfalls bei den Vulkaniern weit verbreitet.

    Wie könnte man diese außerirdischen Sprachen lernen? Da die automatische Übersetzung in der Science-Fiction in nur relativ einfachen Fällen klappt oder auch Regeln erst einmal gefunden und dann gebildet werden können, muss eine (außerirdische) Sprache erst einmal gelernt werden. Ähnlich wie dies bei irdischen Sprachen der Fall ist, wird man wahrscheinlich durch Reden, Zuhören, Mimik, Gestik und Hilfssymbole die Sprache lernen. Dies geht in Science-Fiction-Geschichten entweder über die klassische Kommunikation mit zwei Gesprächspartnern (das eindruckvollste Beispiel hierfür sind Jean-Luc Picard und der Captain der Kinder von Tama in der "Star Trek: The Next Generation"-Folge "Darmok" oder Hoshi Sato in vielen Folgen von "Star Trek: Enterprise") oder man hat multimediale Hilfsmittel in jeglicher Form zur Verfügung.

    Wie gut setzt sich Ihrer Meinung nach "Star Trek" mit dem Thema Sprachen auseinander? Schreiben Sie uns an leserbriefe@trekzone.de!

    Related Links

  • [1] Sprache und "Star Trek"
    Teil 1: Classic-Serie und Universalübersetzer.

  • [2] Sprache und "Star Trek"
    Teil 2: "The Next Generation" und "Deep Space Nine".

  • [3] Language
    Memory Beta, Non-Canon "Star Trek" Wiki.

  • [4] Memory Alpha: Language
    "... the only tool diplomacy has is language".

  • [5] Wikipedia, the Free Encyclopedia
    Klaatu barada nikto.

  • [6] Wikipedia, the Free Encyclopedia
    "The Fifth Element".

  • [7] Wikipedia, the Free Encyclopedia
    "Galaxy Quest".

  • [8] Wikipedia, the Free Encyclopedia
    Visual programming language.

  • Trek-Zone

    Sprachen verbinden und teilen die Menschen gleichermaßen. Inwieweit die Sprache zum Beispiel "Star Trek" beeinflusst, lesen Sie in diesem Artikel von Marco Langknecht.


     

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    Die Kraft zwischen Welten und Sternen

    Was bedeutet Energie für die Menschen?

    Energie ist eine physikalische Größe, das heißt, sie ist direkt messbar oder kann errechnet werden. Sie wird auch als Zustandsgröße bezeichnet, da sie den Zustand eines Systems zu einem bestimmten Zeitpunkt beziehungsweise Moment beschreibt.

    Energieformen

    Die Energieformen sind zahlreich und treten bei physikalischen Vorgängen auf. Zwei der bekanntesten gehören zur Kategorie der mechanischen Energie. Dabei handelt es sich um die kinetische (Bewegungsenergie) und die potenzielle Energie (Lageenergie). Weitere Kategorien sind elektrische beziehungsweise magnetische Energie − in Kraftwerken und Batterien wird sie zum Beispiel aus Wärmeenergie beziehungsweise chemischer Energie erzeugt − und thermische Energie, welche bei der Entstehung von Wasserdampf aus Wasser beobachtet werden kann.

    All diese Energien beziehungsweise Energieformen werden genutzt und umgewandelt, um sie für uns Menschen und unsere Vorgänge nützlich zu machen. So benötigen wir die mechanische Energie für Getriebe, zusammen mit der thermischen Energie für Bremsen und sogar bei Tieren wie den Glühwürmchen kann man sagen, sie benutzen solche Energieformen.

    Energiequellen

    Um Energie zu erzeugen, braucht es Rohstoffe und unerschöpfliche Quellen. Erdöl und Kohle sind zwei, die irgendwann einmal zu Ende sein werden. Und was dann? Der Umstieg auf erneuerbare Energien ist gefragt, wie Solarenergie und Geothermie, die wiederum in Zusammenhang mit den Energieformen stehen. So ist es auch bei der Windenergie der Fall, die durch kinetische Energie funktioniert, sprich die Rotationsenergie, wie es bei Windmühlen der Fall ist. Aber auch Segelschiffe und Heißluftballons benutzen diese Energiequelle. Das Ganze zusammenhängend gesehen ist also ein Kreislauf.

    Der Mensch in diesem Kreislauf

    Der Mensch nutzt die erschöpflichen wie auch unerschöpflichen Energiequellen. Manche Quellen werden durch ihn erst nötig − wie die erneuerbaren Energien. Andere, wie die vorhandenen Energien, durch ihn genutzt und damit verbraucht. Wenn also der Mensch die von der Natur gegebenen Mittel zum Leben nutzt, sollte er auch daran denken, gut mit ihnen umzugehen und keinen Raubbau zu betreiben. Er sollte auf lange Sicht bedacht sein und sich umsehen − sehen, was mit der Welt geschieht und durch ihn, seine benötigte Energie!

     
     

    Der Mensch ist der Steuermann.


    Denn Energie ist, was der Mensch zum Leben braucht. In der heutigen Zeit mehr als je zuvor. Durch Technik und Industrialisierung werden immer größere Mengen von Energie nötig. Mehr Länder mit mehr Fabriken bedeuten einen höheren Energieverbrauch. Wenn mehrere Länder Autos im großen Stil benutzen, wird auch das zur Folge haben, dass die Quellen − hier dann Öl − mehr denn je geschröpft werden.

    Der Mensch also ist der Steuermann. Er lässt die Energie fließen und gibt ihr den Weg vor. Und vielleicht führt er die Energie auch eines Tages hinaus zu den Sternen, nutzt sie, um Raumschiffe abheben zu lassen, oder aber auch einfach nur sich selbst. Denn was viele nicht bedenken: Auch in uns selbst fließt Energie. Sind wir vielleicht sogar einfach nur Energie? Der Mensch ein Motor, der zu funktionieren hat und im zunehmenden Alter seine Funktion verliert?

    Energie und Mensch

    Um uns herum ist so viel Technik, so viel und so vieles, das mit Energie funktioniert, dass wir die beständigen Quellen gar nicht mehr sehen. Jene, die versiegen und doch wieder zu neuem Leben erwachen. Jene Energie, die beeinflussbar und ebenso steuerbar ist − vom Menschen selbst. Denn es ist seine eigene Energie. Die Aura, die ihn umgibt, sein Charisma. Und sein Denken. Zum Vergleich: Wenn ein Mensch denkt, er schafft das, fest daran glaubt und sein Ziel vor Augen hat, dann tut er meist alles, um das zu erreichen. Und am Ende steht er dort, wo er sein wollte. Der Weg war klar, das Ziel unverrückbar. Und er setzte alles ein, was er hatte − all seine Kraft, eben seine Energie.

    Und ein Mensch, der lebt, aber nicht weiß wofür, der lebt, aber nichts hat, was er erreichen möchte, er lebt, sein Motor ist auf Sparflamme. Und trotzdem, dass die Flamme kleiner ist, die Energie weniger, wird sie doch ebenso versiegen. Und vielleicht sogar früher als jene desjenigen, der ein wahres Sprühfeuer von sich gab. Denn Energie und Energiefluss sind beeinflussbar. Die Quelle manchmal sogar beinahe unendlich. Es liegt am Menschen selbst. Wenn er denkt und glaubt, dass er Energie im Überfluss hat oder zumindest genügend, dann wird er das Unerreichbare schaffen. Man werfe einen Blick auf Olympia und sehe, was geschieht, was sich dort abspielt. Weltmeister sind nicht immer Olympiasieger und es gibt immer wieder Erstaunliches. Immer wieder neue Weltrekorde, unglaubliche Siege − aber auch Niederlagen.

    Nicht immer, aber manchmal kann die Ursache doch im Psychischen liegen − wer glaubt mehr an sich, wer hat die wenigsten Zweifel und wer schafft es, die meiste Energie freizusetzen? Denn wenn jene, die an Olympia teilnehmen und bisher weder Weltmeister noch Europameister waren, denken, wie sie es schaffen sollen und sich fragen, ob da überhaupt jemals die Möglichkeit besteht, ob sie es dann wohl jemals schaffen würden? Denn Zweifel, Trübsamkeit und Angst, sie sind die größten Energierauber, ja man kann sogar fast sagen Energieverschwender.

    Energie und Zukunft

     
     

    In der Zukunft heißt die Entfernung vielleicht nicht mehr nur Erde und Mars, sondern vielleicht sogar Erde und Rand des Universums.


    Energie wird nötig sein wie schon immer, nur noch in weit größerem Ausmaß. Energie um den Menschen und in ihm selbst. Der Glaube an ihn ist gefragt und die Findung neuer Systeme und Quellen. Film und Fernsehen zeigen, wofür Energie nötig ist und sein kann. Heute schon ist sie nötig für die Fortbewegung im Meer der Sterne. Und in der Zukunft heißt die Entfernung vielleicht nicht mehr nur Erde und Mond und Erde und Mars, sondern vielleicht sogar Erde und Rand des Universums. Und vielleicht treffen wir dort sogar wie in "Star Trek V: Am Rande des Universums" auf Energiewesen. Wesen aus purer und reinster Energie, die Körper und Gesicht formen können, wie sie wollen, Gestalten annehmen, wie es ihnen beliebt. Und die uns dann hoffentlich im Gegensatz zu diesem Film freundlich gesinnt sind. Und wenn dem nicht so wäre, könnte der Mensch ihnen immer noch zu bedenken geben, dass er selbst auch ein Energiewesen ist, nur mit vorgegebenem Körperbau und nicht veränderbar. Außergewöhnlich und individuell eben.

    Denken wir also darüber nach, was Energie ist und wozu sie nötig ist. Lassen wir uns inspirieren von den Gedanken an die Zukunft und von Filmen, die die Zukunft in die Gegenwart zaubern wollen. Und nicht zuletzt kommen ja auch dort Energiewesen vor, Wesen, die gänzlich anders sind und denken als der Mensch. Wie in der "Star Trek: The Next Generation"-Episode "Die imaginäre Freundin" oder in "Q − unerwünscht".

    Related Links

  • Wikipedia.de
    Dieser Artikel befasst sich mit der physikalischen Größe Energie.

  • Wikipedia.de
    "Star Trek V: Am Rande des Universums".

  • Deutscher StarTrek-Index
    "Die imaginäre Freundin".

  • Deutscher StarTrek-Index
    "Q − unerwünscht".

  • Trek-Zone

    Energie − was ist das? Und welche Bedeutung hat sie in Gegenwart und Zukunft? Dieser und ähnlichen Fragen geht Markus Kürzinger nach.


     

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    Die Ereignisse des Monats

    September 2008

    Die Trek-Highlights der nächsten vier Wochen im Überblick.

    Trek-Kalender

     
     

    Montag

     

    Dienstag

     

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       08.September    09.September    10.September    11.September    12.September    13.September    14.September  
       

    Geburtstag
    Jeffrey Combs
    (Weyoun, Brunt, Shran)

     

    Filmfest
    in Oldenburg mit LeVar Burton (Geordi LaForge) als Jury-Vorsitzender (5 Tage)
    Infos

     

    Geburtstag
    Roxann Dawson
    (B'Elanna Torres)

         

    Geburtstag
    Walter Koenig
    (Pavel Chekov)

     
       15.September    16.September    17.September    18.September    19.September    20.September    21.September  
     

    Comic
    Peter David:
    "Star Trek Archives Volume 1: Best of Peter David: 1"
    Bestellen

    Geburtstag
    Tom Hardy
    (Shinzon)

           

    Buch
    Ina Rae Hark:
    "Star Trek (BFI TV Classics)"
    Bestellen

         
       22.September    23.September    24.September    25.September    26.September    27.September    28.September  
       

    Buch
    Terry J. Erdmann:
    "Star Trek 101"
    Bestellen

    Geburtstag
    Rosalind Chao
    (Keiko O'Brien)

               
       29.September    30.September                      
     

    Buch
    Jason T. Eberl, Kevin S. Decker:
    "Star Trek and Philosophy: The Wrath of Kant"
    Bestellen

     

    Buch
    Mike Hillenbrand, Thomas Höhl:
    "Star Trek in Deutschland"
    Bestellen

    Buch
    David Mack:
    "Star Trek: Destiny − Gods of Night"
    Bestellen

                         
     


     

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    Verloren in der Zwischenwelt

    "Left in Darkness": Guter Film, schlechte Synchro

    Celia verknüpft mit ihrem Geburtstag keine guten Erinnerungen. Sie fühlt sich schuldig am Tod ihrer Mutter, die im Kindbett starb.

    An ihrem 21. Geburtstag wird Celia von einer Kommilitonin überredet, auf eine Studentenparty zu gehen. Sie willigt ein, wenn auch mit einem unguten Gefühl in der Magengrube. Die Party beginnt zuerst ganz harmlos, Celia amüsiert sich. Doch dann kippt ihr ein Student namens Doug K.O.-Tropfen ins Bier. Celia wird auf brutale Art und Weise vergewaltigt und stirbt, weil Doug die Droge überdosiert hat.

    Als Celia erwacht, weiß sie zuerst nicht, wo sie ist. Bis sie herausfindet, dass sie sich nach wie vor im Verbindungshaus auf der Party befindet, allerdings in einer Zwischenwelt. Sie lernt ihren Schutzengel Donovan kennen. Er ist der Einzige, den sie sehen kann. Alle Menschen sind für sie zunächst unsichtbar. Celias Weltbild wird durch Donovans Informationen völlig auf den Kopf gestellt. Vertraute werden plötzlich zu Feinden. Und dann lauern auch noch die Seelenfresser darauf, dass Celia einen Fehler begeht.

    "Left in Darkness" ist ein nettes Kammerspiel voll subtilem Horror. Ich empfand den Film als willkommene Abwechslung im Vergleich zu den üblichen Teenie-Horrorstreifen. Der Plot ist konsequent umgesetzt, hinkt erst in den letzten zehn Minuten ein wenig. Das Manko ist definitiv die Synchronisation. Hier kommt leider die Low-Budget-Produktion voll zum Tragen. Diejenigen, die des Englischen mächtig sind, sollten sich den Film in der Originalfassung ansehen.

    Technische Informationen: Sprachfassungen in Deutsch und Englisch, beide in Dolby Digital 5.1, die Laufzeit beträgt zirka 84 Minuten, das Bonusmaterial variiert je nach Fassung.

    "Left in Darkness" ist in mehreren Ausführungen erhältlich. Alle drei Fassungen haben keine Jugendfreigabe!

    Related Links

  • Amazon.de: "Left in Darkness"
    Die limitierte Fassung im Steelbook.

  • Amazon.de: "Left in Darkness"
    Die limitierte Fassung im Metalpack.

  • Amazon.de: "Left in Darkness"
    Die Einzel-DVD.

  • SF-Zone

    Ein Kammerspiel voll subtilem Horror − das ist "Left in Darkness". Was es damit auf sich hat, lesen Sie hier von unserer Redakteurin Christiane Gref.


     

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    Eine Serie mit Biss − und ohne Zukunft

    Kurze Rückkehr der Vampire mit "Moonlight"

    Mick St. John geht einsam seinen Weg als Privatdetektiv durch die Gassen und Straßen von Los Angeles. Immer getrieben durch das Vorhaben, den Menschen zu helfen, hat er den einen oder anderen Vorteil gegenüber seinen Berufskollegen − Kraft und Scharfsinn zum Beispiel, schließlich ist er ein Vampir.

    Inhalt

    Seit nunmehr 85 Jahren wandelt Mick durch die Straßen von Los Angeles, seit ihn seine Frau während der gemeinsamen Hochzeitsnacht durch einen Biss zu einem Vampir gemacht hatte. Als sie Jahre später ein junges Mädchen entführte, um es ebenfalls zu transformieren und es somit zu ihrer Tochter zu machen, schritt Mick ein und seine Frau kam in den Flammen zu Tode. Seitdem sind mehr als 22 Jahre vergangen. Mick arbeitet weiterhin als Privatdetektiv und versucht, im Gegensatz zu den meisten seiner Artgenossen, den Menschen zu helfen und Sühne für sein Leben als "Monster" zu leisten. Eines Tages trifft er auf Beth, eine aufstrebende Journalistin des Internetnachrichtensenders Buzzwire. Mick kann ihr Leben retten und es stellt sich heraus, dass sie das gerettete Mädchen von vor 22 Jahren ist. Er hatte sie − wie wir erfahren − niemals aus den Augen gelassen.

    Bei den nun folgenden Abenteuern steht ihm neben Beth auch sein Freund Josef − selbst Vampir und bereits über 400 Jahre alt − zur Seite. Josef genießt ihm Gegensatz zu Mick sein Vampirdasein und trinkt sein benötigtes Blut, vorzüglich von jungen Frauen, die sich ihm freiwillig anbieten, Mick dagegen nur das Blut aus Konserven, die er von einem Kontaktmann − Guillermo − aus dem Leichenschauhaus bekommt. Josef hat sich als erfolgreicher Geschäftsmann ein Vermögen angeeignet und genießt den Luxus und Prunk, den er sich leisten kann. Trotz seines Unverständnisses bezüglich Micks Vorliebe für die Menschen hilft er ihm jedoch jederzeit bei dem einen oder anderen Problem, welches sich dem Privatdetektiv im Laufe seiner Tätigkeiten auftut. Beth wiederum fühlt sich zu Mick hingezogen, ein Umstand, den er jedoch zu ignorieren versucht, da er doch am besten weiß, wie es sein kann, einen Vampir zu lieben. Die Beziehung der beiden verkompliziert sich insofern, da Beth seit einem Jahr mit dem Mitarbeiter des Bezirksstaatsanwaltes Josh Lindsey liiert ist, aber immer mehr und mehr zu ihrem Retter abdriftet.

    Kritik

     
     

    Auch ein roter Faden, vornehmlich durch die Beziehung zu Beth und zu Micks Ex Coraline, zieht sich durch die Serie.


    "Moonlight" macht Spaß. Die Charaktere, so unterschiedlich sie auch sind, wachsen einem ans Herz und versprühen ihren ganz eigenen Charme. Micks sowohl ironische als auch mitunter tief betrübliche Kommentare begleiten jede Episode und offenbaren abseits der Action und Spannung seine geschundene Seele. Die Anziehungskraft zwischen ihm und Beth kann man in jeder Szene spüren und sie gibt dem Ganzen eine Herzschmerzkomponente, die jedoch stimmig in das Gesamtbild zu passen vermag. Die Kamerafahrten, welche an alte Klassiker des Film Noir erinnern, versprühen ihren eigenen Reiz und unterstreichen die Taten des Helden der Serie auf ihre Weise. Auch ein roter Faden, vornehmlich durch die Beziehung zu Beth und zu Micks Ex Coraline, zieht sich durch die Serie und es lohnt sich daher, sie auch kontinuierlich zu verfolgen, obwohl man sich die einzelnen Fälle auch völlig unabhängig voneinander zu Gemüte führen kann, ohne dass dies dem Spaß Abbruch tut. Gerade auch Josef entwickelt sich neben Mick zu einer Lieblingsfigur der Serie, schafft dieser es doch immer wieder zu überraschen und die Szenen, in denen er auftritt, durch sein Spiel um einiges zu bereichern.

    Fazit und Ausblick

    "Moonlight" verspricht einen gelungenen Fernsehabend, wenn man diesen vergnüglich und gut unterhaltend verbracht haben möchte. Ein Blick lohnt sich aber auf alle Fälle, vor allem, da die Episoden auch ohne den Vampirhintergrund − welcher vom typischen abweicht − funktionieren, diese durch ihn aber eine besondere Würze verliehen bekommen. ProSieben hat bereits die ersten zehn Episoden der sechzehn Folgen umfassenden ersten Staffel ausgestrahlt. Laufzeit immer montags um 20.15 Uhr. Auf der ProSieben-Webpage kann die kommende Episode auch vor der TV-Ausstrahlung bereits angesehen werden. In den USA wurde die Serie, trotz einiger Rettungsversuche, nun definitiv eingestellt. Das Kapitel "Moonlight" scheint somit leider beendet zu sein.

    Beste Szene bislang, nach Meinung des Redakteurs
    Folge 5 − "Ewige Jugend": das erste Aufeinandertreffen zwischen Beth, Josef und Mick.

    Wie finden Sie "Moonlight"? Hätte die Serie eine Fortsetzung verdient? Schreiben Sie uns an leserbriefe@trekzone.de!

    Infos


    Produktion 2007 − 2008

    Episodenlänge zirka 42 Minuten

    Erstausstrahlung 28. September 2007

    Darsteller Alex O'Loughlin (Mick), Sophia Myles (Beth), Jason Dohring (Josef), Shannyn Sossamon (Coraline)

    Related Links

  • Wikipedia.de
    "Moonlight": Fantasyserie von den Autoren Ron Koslow und Trevor Munson.

  • ProSieben.de
    Immer montags um 20.15 Uhr auf ProSieben.

  • SF-Zone

    ProSieben schwimmt nach "Buffy" und "Angel" wieder auf der Vampir-Welle. "Moonlight" ist eine Serie, die es zwar nur auf 16 Folgen brachte − aber einen People's Choice Award für die "Beste neue Dramaserie" erhielt. Hintergründe zu "Moonlight" liefert Christian Vajda.


     

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    Der Knall im All

    "Hyperdrive": Britischer Humor pur

    Wir befinden uns im 22. Jahrhundert. Die Crew der HMS Camden Lock versucht in einem sich ständig verändernden Universum die Interessen Großbritanniens so gut wie möglich zu wahren und dessen Einfluss zu erweitern.

    Die Charaktere

     
     

    Sandstrom, eine künstliche Person, kümmert sich um den Antrieb und ist wohl das schweigsamste Mitglied der Crew.


    Die Camden Lock steht unter dem Kommando von Commander Henderson, welcher die Geschicke des Schiffes mit ruhiger, aber fester Hand kontrolliert. Sein wichtigstes Ziel ist es dabei, die Bürger Großbritanniens würdig zu vertreten, eine Mission, bei der er sich jedoch meistens relativ ungeschickt anstellt. Erster Offizier des Schiffes ist York, welcher eine zwanghafte Liebe zu Waffen und Explosionen hegt. Er ist dabei immer der Erste, wenn es darum geht, etwas in die Luft zu jagen und seine Leute zu schinden. Teal, die Kommunikationsoffizierin des Schiffes, ist die Gutmütigkeit in Person und versucht ihren Commander in jeder Lebenslage zu unterstützen. Insgeheim würde sie sich mehr als eine bloße Arbeitsbeziehung mit ihm wünschen.

    Jeffers, der Chefingenieur des Schiffes, ist stets aufmüpfig und leistet den Befehlen seiner Vorgesetzten eher selten Folge, borgt er sich doch einmal sogar das Schiff aus, um damit ein Rennen zu fliegen. Vine, der Navigator des Schiffes und immer für eine Panikattacke zu haben, ist der "defensivste" Charakter an Bord. Sandstrom, eine künstliche Person, kümmert sich um den Antrieb und ist wohl das schweigsamste Mitglied der Crew.

    Kritik

    Die Camden Lock ist Comedy pur und ganz im Sinne britischer Tradition voller schwarzem Humor. Einerseits wird die den Briten gerne unterstellte Überheblichkeit gekonnt auf die Schippe genommen, andererseits aber auch das Sci-Fi-Genre an sich dabei immer wieder durch den Kakao gezogen. So gibt es etwa in Folge 2 einen Todesstrahl, der wie in besten Serialzeiten den Feinden des Bösen den Garaus machen soll, dieser dafür aber blöderweise drei Tage braucht, an denen er ständig auf die Gefangenen gerichtet werden muss.

    Ebenso zeigt Hendersons Vorliebe für die Sci-Fi-Oper "Captain Helix", in welcher der Titelheld mutig die Galaxis vor den Bösen rettet, eine Detailverliebtheit, mit der die Macher an das Projekt herangegangen sind und welche sich durch alle Episoden hindurchzieht. Auch die Darstellerriege, allen voran Nick Frost als Commander Henderson und Kevin Eldon als York, leisten Hervorragendes und gehen dabei in ihren schrägen Rollen voll auf. Gerade Frost, der bislang eher durch seine Rollen als leicht einfältiger Weggefährte, meistens in Kombination mit Simon Pegg, aufgefallen war, verleiht gerade Commander Henderson immer wieder eine tiefe Würde, welche den Charakter äußerst sympathisch macht.

     
     

    Typisch für britische Produktionen ist auch die Kürze der einzelnen Staffeln.


    Typisch für britische Produktionen ist auch die Kürze der einzelnen Staffeln. So kommt "Hyperdrive" nach zwei von diesen auf gerade mal zwölf Episoden, was der Qualität an sich und dem Spaß an der Serie jedoch keinerlei Abbruch tut. Gerade die letzte Folge der ersten Staffel, als sich für die Crew neue Wege auftun und die nicht nur den Humor stark in den Vordergrund stellt, lässt die Crew einem ans Herz wachsen und auf die nächste Staffel sehnsüchtig warten. Natürlich ist "Hyperdrive" niemals hochgeistig, versucht aber auch gar nicht, diesen Anspruch erst zu stellen, sondern nimmt einfach immer wieder die einzelnen Plots, die es in anderen Serien zuhauf gibt, unter humoristischen Angriff.


    Nick Frost Commander Henderson

    Kevin Eldon York
     
    Miranda Hart Teal

    Dan Antopolski Jeffers

    Stephen Evans Vine

    Petra Massey Sandstrom

    Release 11. Januar 2006 (Staffel 1)

    Daten 29 Minuten zu je sechs Episoden pro Staffel

    Related Links

  • BBC Home (englisch)
    Infos, Downloads, Games und mehr zur Serie.

  • Amazon.de: "Hyperdrive − Der Knall im All"
    Bestellen Sie jetzt die erste Staffel.

  • SF-Zone

    Eine Persiflage, die nicht nur "Star Trek" auf die Schippe nimmt. Wie diese Serie bei den Zuschauern ankommt, lesen Sie in einer Kritik von Christian Vajda.


     

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    "Meine Lieblingsrequisite von der Serie ist mein Grabstein..."

    Ein Gespräch mit Gillian Anderson und David Duchovny, Teil 2

    Seit dem 24. Juli läuft der neue "Akte X"-Film in den deutschen Kinos. Im Interview mit "Empire" sprachen die Darsteller von Scully und Mulder im Vorfeld des Kinostarts über die lang erwartete Rückkehr, über ihre Filmvergangenheit in einem wenig rühmlichen Genre, über ihr erstes Treffen auf dem Set, Mulders Abschied aus der Serie, das höchst umstrittene Serienende und über wertvolle und mysteriöse Fans. Nach Teil 1 in der letzten Ausgabe lesen Sie im Folgenden den zweiten Teil.

    Frage: Gehört Ihre Vergangenheit im Porno-Genre zu den Dingen, für welche Sie sich schämen?

    David Duchovny: Diese und die Fotoshootings.

    Gillian Anderson: (lacht) Ja, da muss ich zustimmen. Ich habe eins gemacht, ich glaube, es war für das "People Magazine" − sie wissen, wie kitschig einige von deren Fotos sind, heutzutage weigere ich mich, mit "People" zusammenzuarbeiten. Aber damals hatte ich gerade meine Tochter zur Welt gebracht, also gab es dieses Foto von mir, wie ich in meinem Hochzeitskleid auf dem Wohnzimmertisch liege und meine vom Stillen geschwollene Brust der ganzen Welt präsentiert wird. Und es war in einer Zeit, wo mein Haar wirklich sehr, sehr schlimm aussah in der Serie und es war genauso schlimm für dieses Fotoshooting.

    Ich glaube, da gab es noch ein Foto mit meinem damaligen Ehemann im Zimmer meiner Tochter Piper, wie er einen Teddybär hält. Es wurde sogar darüber geredet, ob wir nicht in das Gitterbett steigen sollten. So peinlich! (Pause) Sie sollten David nach seinem Teetassen-Bild fragen...

     
     

    "Während sie umgebaut haben, stand ich da einfach so rum, nackt, und habe die Teetasse über meine Genitalien gehalten."


    Duchovny: Das ist so komisch − jemand hat mir gerade dieses Bild vor ein paar Stunden auf mein Handy geschickt, mit der Frage, ob ich das sei. Und ich hab es schon wer weiß wie lange nicht mehr gesehen. Es wurde gemacht, als wir gerade angefangen hatten, an "Akte X" zu arbeiten und ich runter nach L.A. geflogen bin, um ein paar Bilder im Haus meines Managers zu machen. Während sie umgebaut haben, stand ich da einfach so rum, nackt, und habe die Teetasse über meine Genitalien gehalten. Und sie haben ein paar Bilder davon gemacht, einfach so, zum Spaß. Ich war unschuldig und dachte: Das sind meine Eier. Wer will schon ein Bild von meinen Eiern haben? Und ein paar Jahre später hat mein damaliger Pressesprecher, dessen Name hier nicht genannt wird, sie verkauft. Hier, schauen Sie... (Er nimmt sein iPhone heraus, und nach ein bisschen wildem Tastengedrücke zeigt er das Foto. Der Interviewer wirft einen kurzen, höflichen Blink darauf. Anderson bekommt einen Lachanfall.)

    Anderson: Oh Gott! Ich erinnere mich daran, wie du dich während der Serie immer total dafür geschämt hast, dass du so etwas jemals gemacht hast. Du siehst so jung aus auf dem Foto!

    Duchovny: (steckt sein Handy weg) Und das ist alles, was du davon sehen wirst...

    Anderson: Das sind die Dinge, die man macht, wenn man jung ist und man denkt sich, das macht doch jeder, oder jemand Älteres überredet einen dazu. Und Jahre später denkt man: Oh mein Gott! Zwei Jahre später vielleicht...

    Frage: 1993 wurde damit angefangen, "Akte X" zu produzieren, als Sie, David, 33 und Sie, Gillian, 25 Jahre alt waren. Erinnern Sie sich noch daran, wie Sie sich das erste Mal getroffen haben?

    Duchovny: Ja. Es war bei dem Vorsprechen vom Sender für den Pilotfilm. Da waren zwei Schauspieler, ich und ein anderer Typ, und vier oder fünf Mädels. Und rein zufällig habe ich mich neben Gillian gesetzt und gesagt: "Wollen wir den Text durchsprechen?"

    Anderson: Ich habe das ein bisschen anders in Erinnerung. Das erste Mal, als ich David getroffen habe, war draußen im Flur beim Vorsprechen, und er war ziemlich charmant und hat sich um all die Mädels gekümmert, die da lang kamen. (beide lachen) Irgendjemand hatte gesagt, ich sollte mir "Kalifornia" anschauen, bevor ich zum Vorsprechen gehe, aber ich bin nie dazu gekommen!

    Frage: In ihrem zweiten Jahr hatte sich die Serie zu einem kulturellen Phänomen entwickelt. Mit diesem Erfolg kam Ruhm und Reichtum, aber auch, denke ich zumindest, ein paar wirklich komische Fans...

    Anderson: Da liegen Sie richtig. Es sind größtenteils Briefe. Es gibt verschiedene Gruppen. Es gibt die besessenen Fans, die ihr ganzes Leben nach der Serie ausrichten und unsere Gesichter auf ihren Hintern tätowiert haben. Und dann gibt es die Fans, die mental instabil sind. Und das sind zwei unterschiedliche Kategorien.

     
     

    "Ich habe hinter der Bühne auf mein Auto gewartet, das mich zum Flughafen fahren sollte, weil ich nicht schnell genug aus Vegas rauskommen konnte."


    Duchovny: Meine komischste Erfahrung habe ich letztes Jahr gemacht, gerade bevor "The TV Set" rauskam, als ich unten in Vegas auf einer Konferenz zum Thema Independentfilm war. Ich habe hinter der Bühne auf mein Auto gewartet, das mich zum Flughafen fahren sollte, weil ich nicht schnell genug aus Vegas rauskommen konnte. Und dieses Paar, ein Typ und eine Frau, haben da rumgehangen und mich nervös angeschaut, und ich dachte mir: Okay, diese beiden werden auf mich zukommen. Und tatsächlich, der Typ kommt rüber und sagt: "Meine Freundin ist ein wirklich großer Fan."

    Ich dachte: Oh mein Gott, diese Typen wollen es mit dir treiben. Sie leben in Vegas und er will mich dabei beobachten, wie ich seine Frau rannehme. Und er sagt: "Ich will Sie etwas fragen ... würden Sie sie fragen, ob sie mich heiraten will?" Die Frage war so absurd, ich habe eine Weile gebraucht, um sie zu verstehen − ich sagte: "Sie wollen, dass ich sie frage, ob sie mich heiraten will?" Aber irgendwann hab ich verstanden, was er wollte, habe es getan und alle waren am Heulen. Ich hab das irgendwie genossen.

    Frage: Sie beide haben zusammen gegen Aliens, Vampire und Schlammmonster gekämpft, acht Jahre lang. Dann haben Sie, David, sich langsam aus der Serie verabschiedet. Sind Sie desillusioniert geworden?

    Duchovny: Desillusioniert ist das falsche Wort. Es war mehr eine Art kreative Müdigkeit. Müdigkeit, eine Serie zu machen im Allgemeinen, nicht etwa mit dem Charakter oder Chris oder Gillian. Es dauerte zehn Monate eines jeden Jahres, "Akte X" zu drehen, wohingegen es nur drei Monate dauert, "Californication" zu machen − ich könnte das unendlich lange machen.

    Deshalb ist die Rückkehr jetzt auch nicht gegen irgendwelche Gefühle, die ich hatte. Dieser Film beinhaltet nur eine drei oder vier Monate lange Verpflichtung und es ist sozusagen eine Freude, zurückzukommen und das zu machen. Wenn sie sagen würden, "Komm zurück und arbeite wieder an der Serie!", das würde ich niemals machen! Aber mit diesen Leuten für eine Zeitspanne von vier Monaten alle drei Jahre oder so zu arbeiten? Das wäre eine großartige Sache.

    Frage: Haben Sie die Serie verfolgt, während Sie nicht darin mitgespielt haben?

    Duchovny: Ich bin mir sicher, dass ich es ein paar Mal geschaut habe. Aber ich würde nicht sagen, dass ich sie verfolgt habe...

    Frage: Eine Menge Fans waren damit unzufrieden, wie es geendet hat. Und man muss dazu sagen, dass es mehr mit einem Winseln als mit einem Knall aufgehört hat. Geben Sie zu, dass die Fans in diesem Punkt Recht haben?

    Anderson: Wissen Sie was? Zu dem Zeitpunkt, wo es fertig war, konnte ich nicht einmal mehr eine Unterhaltung darüber führen. Ich habe nicht genug Durchblick, um zu sagen, ob Fragen beantwortet worden sind oder es alles nur fadenscheinig war, aber ehrlich, es gibt einen Teil von mir, dem das ganz egal ist. Ich fühle mit, mit den Hardcorefans, die sich vorkommen, als ob sie zu kurz gekommen sind, aber...

    Duchovny: Wir haben uns ein bisschen in Details der Mythologie verfangen. Was ich bei dem neuen Film mag, ist, dass er schlank, schnell und fokussiert ist. Er ist wie eine der klassischen Episoden von den ersten Staffeln.

    Frage: Haben Sie beide jede Menge "Akte X"-Fanartikel zu Hause rumfliegen?

    Anderson: Ich habe große Kisten voll Zeug, das ich bei eBay verkaufen könnte. Wenn es Leute da draußen gibt, die interessiert wären, mögen die doch kommen und meine Jacken, Hüte und Skripte, die ich signiert habe, kaufen.

    Duchovny: Ich habe nicht so viel Zeugs. Ich habe ein paar Sachen, die ich aus Versehen mitgenommen habe. Ich habe Filmklappen von Folgen, in denen ich Regie geführt habe.

     
     

    "Ich bin ein großer Fan von 'Sunshine'."


    Anderson: Meine Lieblingsrequisite von der Serie ist mein Grabstein (aus dem Handlungsstrang der zweiten Staffel, wo Scully von Aliens entführt und als tot angenommen wird). Der steht am Ende von meinem Büro in London.

    Frage: Nachdem Sie so lange im gleichen Genre gearbeitet haben, sind Sie es nun leid, jegliche Art von Science-Fiction zu machen?

    Duchovny: Kommt auf den Film an. "Alien" ist ein großartiger Film. Genauso "Unheimliche Begegnung der dritten Art". Aber ich bin nicht der Typ, der zum Science-Fiction-Festival geht. "2001: Odyssee im Weltraum" ist gut.

    Anderson: Ich bin ein großer Fan von "Sunshine". Oh mein Gott, ich liebe diesen Film. Ich habe Science-Fiction-Filme gesehen und sie genossen, obwohl ich kein großer Horror-Fan bin. "Unheimliche Begegnung der dritten Art" ist offensichtlich zeitlos. Aber "Sunshine", ich mag den Film einfach. Die haben dabei großartige Arbeit geleistet!

    Teil 3 folgt in der nächsten "Incoming Message".

    Wie fanden Sie "Jenseits der Wahrheit"? Ebenso enttäuschend wie viele Fans? Und/oder freuen Sie sich trotzdem auf einen weiteren Film? Schreiben Sie uns an leserbriefe@trekzone.de!

    SF-Zone

    Gillian Anderson und David Duchovny über den neuen "Akte X"-Film und gemeinsame Erlebnisse aus längst vergangenen Tagen (Teil 2). Übersetzt von Sebastian Kowald. Lassen Sie sich den dritten Teil dieses Interviews in der nächsten Ausgabe nicht entgehen!


     

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    "Was wäre, wenn mir ein verkohltes Hühnchen vor die Füße fiele?"

    Eintagsfliegen, der Regenwald und mehr

    Das TZN unterhielt sich mit dem 17-jährigen deutschen Schreibtalent Andrea Mack über ihre bisherigen Werke und ihre Zukunftspläne.

    TrekZone Network: Wer ist Andrea Mack?

    Andrea Mack: Das frage ich mich zurzeit selbst oft genug. Vermutlich eine 17-jährige flexible Fanatikerin, könnte aber auch etwas anderes sein. So genau weiß ich das noch nicht.

    TZN: Wie bist du zum Schreiben gekommen?

    Mack: Ich hatte mir bereits im Kindergarten gerne mit meinen Freundinnen Geschichten ausgedacht und diese dann gespielt, die weit über Vater-Mutter-Kind hinausgingen, mit dem Schreiben begann ich dann in der 5. Klasse. Die Idee kam plötzlich, als meine Eltern mir sagten, es liefe ein Film über Pferde im Fernsehen, den ich mir allerdings nicht ansehen, sondern stattdessen mir selbst eine Pferdegeschichte ausdenken und aufschreiben wollte. Als diese in meiner Klasse recht gut ankam, hatte ich weiter geschrieben, mich irgendwann im Internet bei Rollenspielen angemeldet und dort meinen Schreibstil verbessert. Ab und an kam dann noch ein Artikel im Heft des Aachener Tierschutzvereins oder der Schülerzeitung "The Lendertainer", doch momentan beschränkt es sich wieder auf Rollenspiele.

    TZN: Deine aktuellste Veröffentlichung ist "Die Erlebnisse eines modernen Menschen" in der Anthologie "Dark Future". Wie ist diese Geschichte entstanden? Und wie waren die Reaktionen darauf?

     
     

    "Die Idee entstand, als ich von der Bushaltestelle nach Hause lief."


    Mack: Ganz ehrlich? Die Idee entstand, als ich von der Bushaltestelle nach Hause lief. Die fünf Minuten zu Fuß können recht langweilig sein und so stellte ich mir vor, wie es wohl wäre, würde mir jetzt ein verkohltes Hühnchen vor die Füße fallen. Zu Hause hatte ich die Idee dann weiterverarbeitet, und der Text bestand aus drei Strophen. Für den Wettbewerb war das dann allerdings zu wenig und das führte zu den letzten zwei. Eine davon ist die Sache mit den Coca-Cola-Gesundheitssandalen und das wiederum entspringt meiner extremen Abneigung gegen Coca-Cola.

    Die meisten fanden es witzig, eine Freundin meinte, es ähnle Cicero, was mich etwas verwunderte, mir allerdings auch sehr schmeichelte und meine Freundin sagte, es sei primitiv in Sinn und Form und ich stimme da mit ihr überein.

    TZN: Deine Geschichte hebt sich sehr in ihrem Stil von den anderen ab. Wie kommt das?

    Mack: Zufall.

    TZN: Woran schreibst du gerade?

    Mack: Zurzeit bin ich noch am Überlegen, wie ich mein Gedicht über die Freundschaft mit einer Eintagsfliege zu schreiben beginne, allerdings liegen auch einige begonnene Projekte offen, zum Beispiel der zweite Teil eines Romans über sprechende Wildpferde, eine Geschichte über einen sehr seltsamen Jungen, der tote Hamster ausbuddelt, kleinen Kindern Fahrräder klaut und seiner Mutter unterstellt, sie habe seine Schwester getötet. Eine Geschichte über ein Mädchen, welches versucht, ihre Persönlichkeit zu spalten, um besser zur Selbsterkenntnis zu gelangen, und für einen weiteren Schreibwettbewerb die Geschichte eines Mannes, der einem Frosch begegnet und gesagt bekommt, er solle die Welt retten.

    TZN: Wenn man im Internet nach dir sucht, findet man kaum etwas über dich. Ist Andrea Mack ein Pseudonym oder wie kommt es?

    Mack: Im Gegenteil: Im Internet verwende ich gerne mal ein Pseudonym, früher gerne Genesis oder Incitatus, zurzeit surfe ich als Aelian.

    TZN: Wie siehst du die derzeitige Szene auf dem Sci-Fi/Fantasy-Buchmarkt?

    Mack: Mit Sci-Fi habe ich eigentlich kaum Kontakt und auch Fantasy ist nicht unbedingt mein Ding, allerdings fällt mir natürlich auf, dass es in den letzten Jahren sehr viele Fantasyromane zu Rang und Namen geschafft hatten. "Herr der Ringe", "Harry Potter", "Eragon", "Die Chroniken von Narnia"... Davon habe ich nur "Harry Potter" gelesen; ich kann mit Orks und Elben nicht allzu viel anfangen. Allerdings scheint es ja genug anderen zu gefallen und animiert viele, wieder mehr zu lesen (oder zumindest öfter ins Kino zu gehen).

    TZN: Wie siehst du die derzeitige Situation für Neuautoren?

    Mack: Ich habe an zwei Wettbewerben teilgenommen und meine Texte wurden zweimal veröffentlicht. ... Sieht doch gut aus!

    TZN: Einige abschließende Worte?

    Mack: Rettet den Regenwald.

    Mellis Autoren-Ecke

    Wieder einmal hatte Melanie Brosowski Gelegenheit, mit einer aufsteigenden Autorin zu sprechen.


     

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    Abductions

    Schon mal von Aliens entführt worden?

    Das Thema Entführungen durch Außerirdische ist in der Science-Fiction weit verbreitet. Selbst in "Star Trek" wurden schon Crewmitglieder "In den Subraum entführt". Doch steckt ein wahrer Kern hinter den Entführungsgeschichten? Bei mehreren Millionen Betroffenen weltweit sollte man es annehmen, und nicht jeder Entführte ist ein Science-Fiction-Fan.

    Die gängige Erklärung der Skeptiker für das Entführungsphänomen, in der Fachsprache Abductions, ist Hyperschlaf. Im Hyperschlaf ist man bereits bei Bewusstsein, aber der Körper unterliegt noch der Schlafparalyse. Das heißt, man kann sich noch nicht bewegen und zudem kann man, trotz offener Augen, halluzinieren. Zugegeben, einige Fälle lassen sich vielleicht dadurch erklären, zumal der Zustand der Paralyse ein oft beschriebener Effekt bei Entführungen ist. Warum jedoch tausende Menschen unabhängig voneinander kleine graue Wesen sehen, erklärt es nicht. Zumal, wenn es sich nur um Phantasie und Einbildung handeln würde, auch Mr. Spock oder Alf vom Melmac am Bett stehen könnten. Doch es handelt sich immer wieder um diese kleinen Grauen mit den großen Köpfen und großen schwarzen Augen.

    Hinzu kommt, dass die Entführung nicht unbedingt während des Schlafes stattfinden muss, sondern viele Betroffene, die so genannten Abductees, bereits im wachen Zustand den Beginn der Entführung bei vollem Bewusstsein erleben. Betrachten wir hierzu einen der ersten dokumentierten und bekanntesten Fälle: die Entführung von Betty und Barney Hill.

     
     

    Sie entschlossen sich zu einer Hypnose, die erstaunliche Erinnerungen zu Tage förderte.


    Am 19. September 1961 fuhren die Hills nachts von einem Kurzurlaub nach Hause. In der Nähe von Lancaster (New Hampshire) bemerkten sie kurz vor Mitternacht ein leuchtendes Objekt am Himmel. Schnell kam es näher und stoppte in zirka 100 Meter Entfernung vor den beiden, wobei Barney Hill menschenähnliche Wesen hinter den Fenstern des Ufos ausmachen konnte. Sie versuchten zu flüchten, doch ab diesem Moment riss ihre Erinnerung abrupt ab.

    Als die beiden wieder zu sich kamen, hatten sie rund zwei Stunden verloren und konnten sich an nichts erinnern, außer an das Ufo. In der Folgezeit traten bei beiden gesundheitliche Beschwerden sowie Albträume auf. Ihr Hausarzt überwies sie daraufhin an den Psychiater Dr. Simon, der bei beiden posttraumatischen Stress diagnostizierte. Sie entschlossen sich zu einer Hypnose, die erstaunliche Erinnerungen zu Tage förderte. Unabhängig voneinander schilderten sie die gleichen Erlebnisse einer Entführung durch die Außerirdischen, die telepathisch mit ihnen kommunizierten und medizinische Eingriffe an ihnen vornahmen.

    Zudem wurde Betty Hill eine dreidimensionale Sternenkarte gezeigt, die sie unter Hypnose nachzeichnete. Zunächst konnte niemand etwas mit der Karte anfangen, bis fünf Jahre später mittels eines Rechners ermittelt werden konnte, dass so der Sternenhimmel im 37 Lichtjahre entfernten Doppelsternsystem Zeta Reticuli aussieht. Es ist unmöglich, dass Betty Hill sich so etwas mit mathematischer Exaktheit ausdenken konnte.

    Und das ist nur ein Argument, welches gegen die Skeptiker-These spricht, die Hills hätten sich eine Folge von "Outer Limits" im Vorfeld angesehen und sich daraufhin alles nur eingebildet. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass man von einer Fernsehserie ein posttraumatisches Stresssyndrom bekommt, und die Skeptiker gehen auch ohne jede Befragung der Hills einfach davon aus, dass sie "Outer Limits" gesehen haben. Hier zeigt sich wieder einmal, dass manche Skeptiker ohne jede Vor-Ort-Untersuchung Thesen aufstellen, die sie nicht beweisen können.

    Etwas, das ebenfalls vergessen wird, ist die Tatsache, dass die Hills nicht nur diese einmalige Begegnung hatten. In ihrem Umfeld kam es laut Berichten häufiger zu Ufo-Sichtungen und es ist nicht auszuschließen, dass es nicht nur bei der einen Entführung blieb. Der Fall von Betty († 2004) und Barney Hill († 1969) ist unter anderem im Buch "Captured" von Kathleen Marden nachzulesen.

     
     

    Im Hausstaub von Entführten finden sich glasartige Partikel und die Abductees haben fluoreszierende Stellen auf der Haut.


    Einige der wichtigsten Merkmale einer Entführung zeigen sich bereits in diesem Fall: Nahbegegnung mit einem Ufo im Vorfeld, Zeitverlust und Erinnerungslücken, Flashbacks (unter anderem in Form von Angstträumen) und gesundheitliche Nachwirkungen. Zumindest Letztere stellen einen klaren Beweis dafür dar, dass wir es mit einem ernst zu nehmenden Phänomen zu tun haben.

    Es gibt in vielen Entführungsfällen einige weitere physische Beweise, die sich nicht so einfach wegerklären lassen. Dazu zählen unerklärliche Operationsnarben, Male, Implantate und diverse Substanzen, deren Auftreten in keinem natürlichen Zusammenhang steht. So finden sich im Hausstaub von Entführten glasartige Partikel oder die Abductees haben fluoreszierende Stellen auf der Haut. Hinzu kommen zuweilen Landespuren in der näheren Umgebung des Entführungsortes.

    Solche physischen Beweise sind sicherlich sehr interessant, zumal sie die Glaubwürdigkeit der Entführungsopfer unterstreichen. Noch interessanter sind jedoch die Erfahrungen der Abductees selbst. Einige können sich zumindest teilweise an die Entführung erinnern, zum Beispiel daran, wie die Grauen in ihre Wohnung eindringen, wobei Türen und Wände scheinbar kein Hindernis darstellen. Doch meistens endet die Erinnerung bei der Abholung, wobei es allerdings auch zu medizinischen Untersuchungen vor Ort ohne Verschleppung in ein Raumschiff kommen kann. Man spricht in solchen Fällen von Bedroom Visitors, zu Deutsch Schlafzimmerbesuchern.

    Aber gleichgültig, ob es zu einer Entführung kommt oder alles in den eigenen vier Wänden geschieht, auf das Auftauchen der Fremden folgt eine Paralyse des Opfers, bei der jedoch noch nicht klar ist, ob sie auf telepathischem oder technologischem Wege erzeugt wird. Nur wenige Abductees haben es bisher geschafft, die Paralyse zumindest zeitweise zu überwinden oder gar mit den Besuchern Klartext zu reden.

    Die Erinnerung an die folgenden medizinischen Untersuchungen, die offenbar vor allem der Gewinnung von menschlichen Keimzellen dienen, wird in der Regel vollkommen unterdrückt und kehrt meist nur in Form von kurzen, intensiven Flashbacks und Träumen zurück. Um die volle Erinnerung wiederherzustellen, ist eine Rückführung unter Hypnose ratsam. Doch Vorsicht: Die zutage geförderten Erinnerungen sind oftmals wenig angenehm und können sogar erschreckende Details offenbaren.

     
     

    Es besteht teilweise sogar eine Art Vertrauensverhältnis zu den Entführern, welches man schon fast als Stockholmsyndrom bezeichnen könnte.


    Einer der wichtigsten Psychiater, der unzählige, unabhängig voneinander fast identische Fälle behandelt hat, war der Harvard-Psychologie-Professor John E. Mack, der 2004 bei einem Autounfall starb. Er arbeitete unter anderem mit dem Entführungsforscher Bud Hopkins zusammen, dessen Roman "Intruders" die Recherchen von über 600 Entführungsfällen zusammenfasst und 1992 sogar verfilmt wurde. In Deutschland beschäftigte sich dagegen bisher vor allem der inzwischen verstorbene Dr. Johannes Fiebag mit dem Entführungsphänomen. Seit Fiebags Tod können Abductees hierzulande leider nur noch wenig psychologische Hilfe erwarten, da es in Deutschland keine bekannten Fachleute mehr gibt, die sich mit diesem Thema auseinander setzen. Das dürfte wohl vor allem daran liegen, dass kaum jemand bereit ist, seine berufliche Karriere zu riskieren, indem er sich mit einem Thema beschäftigt, welches erfolgreich lächerlich gemacht wird. Und im Gegensatz zu den USA existieren hierzulande auch keine nennenswerten Selbsthilfegruppen.

    Was die Opfer selbst betrifft, gibt es unter ihnen die verschiedensten Auffassungen. Einige beurteilen die Entführungen positiv und meinen, durch sie spirituelle Erleuchtung zu erfahren. Es besteht teilweise sogar eine Art Vertrauensverhältnis zu den Entführern, welches man angesichts der wenig positiven Fakten über die Grauen schon fast als Stockholmsyndrom bezeichnen könnte. Zumal die Grey immer wieder telepathisch auf die Entführten einreden, es wäre alles in Ordnung und bald überstanden.

    Andere Abductees betrachten die Erlebnisse jedoch als ungebetene Eingriffe in ihr Leben und sehen sich als Versuchskaninchen in einem Zuchtprogramm der Grauen. Dies erscheint zutreffend, da an Bord der Raumschiffe immer wieder Alien-Mensch-Hybriden gesichtet werden und die Teilnahme an den medizinischen Experimenten wohl kaum als freiwillig bezeichnet werden kann.

    All diese Umstände lassen den Schluss zu, dass wir es bei den Grauen eigentlich mit einer ziemlich verbrecherischen Spezies zu tun haben, die vor ein Gericht gehört, sollte das Entführungsphänomen jemals gesellschaftlich akzeptiert werden und Menschen überhaupt die Möglichkeit haben, die ungebetenen Besucher anzuklagen. Gründe gäbe es wohl zur Genüge.

    Die Grey dringen in fremde Wohnungen ein (Land- und Hausfriedensbruch), paralysieren ihre Opfer (Nötigung) und verschleppen sie in ihre Raumschiffe (Entführung), wo sie medizinische Eingriffe an ihnen vornehmen (Körperverletzung). Frauen werden gezwungen, Hybriden auszutragen (Vergewaltigung) und später wieder der Föten beraubt (Kindesentführung). Es gibt sogar Fälle von Verstümmelungen an Menschen, so genannten Human Mutilations, bei denen bereits Opfer gestorben sind (im besten Falle Totschlag, im schlimmsten vorsätzlicher Mord). Egal mit was für Wesen wir es hier zu tun haben − ob Außerirdische, Menschen aus der Zukunft oder Besucher aus anderen Dimensionen − sie sind offenbar kriminell veranlagt und zeigen wenig Mitgefühl für ihre Opfer.

     
     

    In den meisten Fällen der Entführungen handelt es sich um die Grauen sowie die von ihnen geschaffenen Hybriden.


    Natürlich gibt es auch Entführungen durch andere Spezies, die in der Regel freundlicher verlaufen und eher einer Einladung gleichkommen. In diesen Fällen handelt es sich oft um menschenähnliche oder gänzlich fremdartige Wesen, die uns etwas zeigen wollen. Jedoch sind solche Entführungen eher selten. In den meisten Fällen handelt es sich um die Grauen sowie die von ihnen geschaffenen Hybriden. Manchmal werden sie auch mit Reptoiden oder Insektoiden zusammen gesehen, wobei es verschiedene Theorien über die Art der Zusammenarbeit zwischen diesen Spezies gibt. Die Grauen gehören jedenfalls offenbar zu der Fraktion, die wenig Gutes im Schilde führt und für die wir bestenfalls nur nötiges Menschenmaterial sind.

    Es ist daher empfehlenswert, sich von ihnen fernzuhalten. Doch leider suchen sie sich ihre Opfer ohne deren Zustimmung aus, und wer einmal in ihre Fänge geraten ist, kann − so die Erfahrung vieler Abductees − jederzeit wieder entführt werden. In der Regel beginnen die Entführungen bereits in der Kindheit und ziehen sich durch das gesamte Leben, auch wenn es zwischendurch sogar für Jahre ruhig bleiben kann. Zudem scheint es sich um ein generationenübergreifendes Phänomen zu handeln. Gehören die Eltern zu dem wenig beneidenswerten Kreis der Abductees, so gehört man selbst wahrscheinlich ebenfalls dazu. Und auch die eigenen Kinder werden nicht sicher sein.

    Alles in allem ist das Entführungsphänomen also eher negativ zu bewerten und jeder, der nicht selbst damit in Berührung kommt, sollte sich glücklich schätzen. In diesem Sinne, behaltet eure Familie im Auge.

    Wie lautet Ihre Meinung zu Entführungen durch Außerirdische? Vorstellbar, oder alles nur Quatsch? Schreiben Sie uns an leserbriefe@trekzone.de!

    Related Links

  • DEGUFO e.V.
    Artikel über Abductions inklusive dem Fall der Hills.

  • DEGUFO e.V.
    Meldung über den Tod von John E. Mack.

  • Ufos, Aliens,
    fremde Welten

    Shinzon Darhel berichtet aus der Sicht der Opfer über den Fall Betty und Barney Hill und Entführungen durch Außerirdische im Allgemeinen.


     

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    Der letzte Bürger der Sowjetunion

    Interview mit Kosmonaut Sergej Krikaljow

    Auf der diesjährigen Farnborough Air Show bei London traf Kirsten Müller auf den sechsmaligen Kosmonauten Sergej Krikaljow, der ihr einige Minuten aus seinem knappen Zeitplan für ein spontanes Interview freimachte.

    Krikaljow kennt sowohl den amerikanischen Spaceshuttle als auch das russische Sojus-Raumschiff und hat außerdem Langzeitaufenthalte auf zwei Raumstationen hinter sich. Von November 1988 bis April 1989 sowie von Mai 1991 bis März 1992 war er Mitglied der Stammbesatzung der Raumstation Mir. Während der Auflösung der Sowjetunion in der zweiten Jahreshälfte 1991 war er somit im Weltraum und kann sich deshalb als einer der "letzten Bürger der Sowjetunion" bezeichnen. Allerdings hat er selbst von den Ereignissen in seiner Heimat nur am Rande etwas mitbekommen: "Unsere hauptsächliche Sorge war, unser Programm abzuarbeiten. Wir haben zwar ab und zu Nachrichten bekommen, aber wir wollten einfach nur ordentliche Arbeit abliefern."

    Seine dritte und vierte Mission waren die Spaceshuttle-Flüge STS-60 und STS-88. Bei letzterem Flug im Dezember 1998 wurden die ersten beiden Module der Internationalen Raumstation (ISS) aneinander gekoppelt.

     
     

    Einen großen Unterschied zwischen dem Spaceshuttle und dem Sojus-Raumschiff merke man unter den Bedingungen des Starts und bei der Beschleunigung nicht.


    Bei seinem fünften Flug vom Oktober 2000 bis zum März 2001 war Krikaljow zusammen mit seinem Landsmann Juri Gidzenko und dem Amerikaner William Shepherd Mitglied der allerersten ISS-Stammbesatzung Expedition 1. Seine letzte Mission war Expedition 11, wobei er als ISS-Kommandant vom April bis Oktober 2005 auf der Raumstation verweilte. Wieso man unter anderem gerade ihn für die erste ISS-Besatzung ausgewählt habe, konnte er nicht genau sagen. ISS-Besatzungsmitglieder würden aber im Allgemeinen nach dem Niveau des Trainings und der Erfahrung ausgewählt.

    Sowohl die Mir als auch die ISS sind internationale Projekte. Bei der ISS sei die internationale Zusammenarbeit enger gewesen als bei der Mir, im Training sei aber bei beiden Programmen die Zusammenarbeit zwischen den Russen und ihren internationalen Kollegen gleich gut gewesen. Sowohl Amerikaner als auch Europäer seien gleich behandelt worden.

    Einen großen Unterschied zwischen dem Spaceshuttle und dem Sojus-Raumschiff merkt man ihm zufolge unter den Bedingungen des Starts und bei der Beschleunigung nicht. Auch vom Komfort her seien die beiden Raumschiffe schwierig zu vergleichen, da hinter beiden verschiedene Philosophien stecken. Wenn man mit der Sojus zu einer Raumstation fliege, verbringe man die meiste Zeit auf der Station selbst. Sei aber ein Shuttle an die Station angedockt, könne man zwischendurch auch mal einige Zeit dort drin verbringen.

    Für die Zukunft der bemannten Raumfahrt erhofft sich Krikaljow, dass man längerfristig über den erdnahen Orbit hinausgehe und fernere Ziele ansteuere.

    Related Links

  • TZN Raumfahrer.net: ISS
    Die Internationale Raumstation.

  • TZN Raumfahrer.net: Station Mir
    Bericht zur Geschichte der russischen Raumstation.

  • In Space

    Kirsten Müller berichtet von der Farnborough Air Show in London.


     

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    Impressum

    Die Macher und die rechtlichen Dinge im Überblick


    Ausgabe 125 erscheint am 1. Oktober 2008.

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