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TZN

incoming message

"I like this ship! It's exciting!"

 − Scotty
 − in "Star Trek XI"

Dezember 2008

 

ISSN 1684-7385

Volume VI

Ausgabe 74 (#127)

 features

 

In Purgatory's Shadow

Das Dominion-Print-Fanzine

Artikelserie über das deutschsprachige Trek-Fandom

Abrams' neustes Werk

JESiversum

Was passiert, wenn man J.J. Abrams ein "Akte X"-Revival drehen lässt?

15 Milliarden km entfernt

Mission IBEX

Die NASA-Sonde erkundet den Rand unseres Sonnensystems

 

Vorwort

Das Warten hat ein Ende


Liebe Leserinnen und Leser,

zumindest das Warten auf den Trailer zum neuen "Star Trek"-Film hat ein Ende gefunden. Special Effects, rasante Schnitte, Humor, neue Gesichter − nicht jedermanns Sache. Der Trailer spaltet die Fans, während Abrams intoniert: "Ich habe diesen Film für zukünftige Fans gedreht." Doch lassen wir uns überraschen; im Mai 2009 wird sich zeigen, wie der Film beim Publikum ankommt.

Sein eigenes kleines Wunder hat Amerika jetzt schon. Barack Hussein Obama jr. wird der 44. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika − und der erste Präsident der USA, der ein Farbiger ist. Wer hätte das gedacht? 1968 löste der erste im TV gezeigte Kuss zwischen einem Weißen (Kirk) und einer Schwarzen (Uhura) einen Sturm der Entrüstung aus. 40 Jahre liegen nun zwischen dem Ereignis und Obamas Wahlsieg. Wer weiß, was uns in den nächsten 40 Jahren erwartet.

Weihnachtet es bei Ihnen eigentlich schon? Haben Sie schon die ersten Karten geschrieben und Geschenke eingekauft? Falls nicht, denken Sie daran, Weihnachten kommt schneller als gedacht! Ich wünsche Ihnen allen ein gesegnetes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Viel Spaß beim Lesen!

Melanie Brosowski
Chefredakteurin

 
   

Inhalt

Die ganze Ausgabe auf einen Blick

Fandom im Fokus: Drei Vorta aus Hannover

Der Auftakt zu einer neuen Reihe über das deutsche Trek-Fandom.

"Star Trek in Deutschland"

Vorschau auf das neue Buch.

"Roberto hatte früher ein Telefon in Enterprise-Form..."

Interview mit den "Star Trek XI"-Autoren Alex Kurtzman und Roberto Orci (Teil 2).

Die Ereignisse des Monats

Jede Menge Bücher und DVDs, die den Gabentisch füllen könnten.

Der perfekte Mensch

Anfang & Ende.

Die Wahrheit ist immer noch da draußen

J.J. Abrams' neue Serie "Fringe".

Loderndes Eis − Feuer und Eis

Weihnachten einmal anders.

"Eine Badewanne als intergalaktischer Transportbehälter"

Das TZN im Interview mit dem deutschen Sci-Fi-Autor Lutz Schafstädt.

Kino-Guide Dezember

"A.R.O.G", "Der Tag, an dem die Erde still stand", "Tintenherz", "Fly Me to the Moon" und weitere Genre-Filme.

Reise zum Rand des Sonnensystems

Die Voyager-Nachfolgermission IBEX.

Impressum

Redaktion, Abonnement und Copyrights.

Wussten Sie, dass...

... der vollständige Name von Chris Pine, alias James T. Kirk in dem neuen Kinofilm, vollständig Christopher Whitelaw Pine lautet?

... Spock-Darsteller Zachary J. Quinto Halb-Ire und -Italiener ist?

... Karl Urban durch seine Rollen in den Fantasy-Serien "Xena" und "Hercules" bekannt wurde? Seinen Durchbruch brachte ihm Éomer in "Der Herr der Ringe".


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Fandom im Fokus: Drei Vorta aus Hannover

Der Auftakt zu einer neuen Reihe über das deutsche Trek-Fandom

"Star Trek" ist mehr als nur Film und Fernsehen, mehr als Kucken, Kaufen und Konsumieren. "Star Trek" hat ein Fandom. So weit, so gut. Aber: Fandom, was ist das eigentlich? Wie ist das eigentlich? Wer ist das überhaupt? Der Beginn einer Umschreibung...

Liebe Leserinnen und Leser, diese Reportage handelt nicht von mir. Ganz im Gegenteil, im Mittelpunkt sollen drei Vorta aus Hannover und etwas namens "In Purgatory's Shadow" stehen. Doch ich muss zu Beginn ganz kurz über mich schreiben, denn ich habe mir in der letzten Zeit so meine Gedanken gemacht über das Trek-Fandom in Deutschland, über Leute wie Sie und mich, über Leute, die Teil des deutschsprachigen Trek-Fandoms sind, aktiv wie passiv. In diesen Überlegungen hat der Text hier seinen Ursprung. 

Sie haben es eben im Intro gelesen: 2009 kommt ein neuer Film, der, wie es der neue Regisseur J.J. Abrams sagt, auch für neue Fans gemacht ist. Das Trek-Fandom wird sich also im nächsten Jahr wieder verändern. Doch auch in den letzten Jahren schon hat es sich gewandelt, finde ich. Da fragte ich mich: Haben andere da die gleiche Ansicht wie ich? Was motiviert diejenigen, die sich selbst aktiv mit "Star Trek" auseinander setzen, für sich und für andere? Wie ergeht es ihren Fandom-Aktivitäten im Wandel der Zeit? Deswegen möchte ich mich auf eine Suche begeben und Sie dabei mitnehmen, liebe Leserinnen und Leser; eine Suche nach dem Zustand des Trek-Fandoms in Deutschland, in deren Verlauf ich Ihnen bekannte und weniger bekannte Projekte und Aktivitäten von Trek-Fans in Deutschland, Österreich und der Schweiz vorstellen möchte. Kommen Sie mit mir auf einen − hoffentlich − facettenreichen Weg, der vielleicht gar selbst zum Ziel wird.

 
 

Zu Gast ist das TrekZone Network bei den drei Vorta Leywan, Lienera und Karnell.


Die erste Station führt uns aus dem Internet heraus und nach Hannover − oder in den Gamma-Quadranten, je nachdem... Virtuell zu Gast ist das TrekZone Network bei den drei Vorta Leywan, Lienera und Karnell. Sie versichern mir, dass sich im Dominion nach dem Ende des Krieges mit dem Alpha-Quadranten einiges geändert hat: Die Gründer möchten offener auf die Solids zugehen, aber da sie noch immer sehr scheu sind, ist es an den drei Vorta, die Hand zur Völkerverständigung auszustrecken. Die drei geben das Print-Fanzine "In Purgatory's Shadow" heraus, dessen siebte Ausgabe vor kurzem erschienen ist, und schreiben darin fleißig Vor- und Nachworte, kommentieren Leserbriefe und bringen den Lesern ihre eigene Sicht der Dinge in Artikeln näher.

"In Purgatory's Shadow" ist ein Magazin von Fans für Fans, bei dem unter den "Star Trek"-Fans sicher die "Deep Space Nine"-Anhänger besonders auf den Geschmack kommen. Seit 2001 ist in jedem Jahr (mit Ausnahme des letzten) eine weitere Ausgabe des gut 50 A4-Seiten umfassenden Fanzines erschienen. Den Leser erwarten darin neben Fanfiction und Fan-Art auch Cartoons und leichtherzige ebenso wie nachdenkliche Artikel rund um das Dominion und die Cardassianer. Als Beispiele seien einerseits Texte mit Gedanken zum Thema Göttlichkeit und andererseits Erkennungshilfen zum Erspähen defekter Vorta-Klone genannt. Dazu waren in die bereits erschienenen Ausgaben immer mal wieder Interviews mit René Auberjonois, Marc Alaimo, Casey Biggs und Jeffrey Combs eingestreut, die das Fanzine-Team mit den Schauspielern geführt hat und die man nur in "In Purgatory's Shadow" findet.

Hinter den Vorta stecken Katja Lemke, Christina Liermann und Thorsten Othmer, drei Trek-Fans aus Hannover, die eine gemeinsame Faszination für das Dominion verbindet. Denn im Gegensatz zu anderen Völkern wie den Klingonen oder den Borg, so verraten die drei uns, blieben die Hintergründe dieses Machtblocks im Gamma-Quadranten vergleichsweise unerforscht und das Geheimnisvolle, Unbekannte, die Möglichkeit, der eigenen Fantasie noch freien Lauf lassen zu können, war zusammen mit den reich gezeichneten Charakteren wie Weyoun oder Odo ein Ausgangspunkt dafür, ein eigenes Fanzine auf die Beine zu stellen. Auch wenn man den beiden Frauen auf Conventions schon mal in Vorta-Verkleidung und Thorsten im Cardassianer-Kostüm begegnen kann, machen die drei entschieden deutlich, dass ihre Begeisterung für das Dominion natürlich kein Gutheißen der repressiven Politik dieses fiktionalen Machtblocks bedeutet.

Nun gibt es erwiesenermaßen mehr als drei Menschen, die das Dominion interessant finden, aber nicht alle werden selbst aktiv und opfern ein Stück ihrer Freizeit, um ein Fanzine auf die Beine zu stellen. Was macht bei den dreien den Unterschied? "Was uns antreibt?", fragt Christina, und liefert die Antwort gleich mit: "Andere Fans glücklich zu machen, zu sehen, was man erreichen kann. Die Erinnerungen an die Interviews, die Fotos und Autogramme davon, das fertige Produkt in den Händen zu halten." Katja fügt noch hinzu: "Ich persönlich bin sehr kreativ, zeichne gerne und schreibe Fanfiction, also war ein eigenes Fanzine genau das Richtige, um mich dahingehend zu betätigen." Thorsten bringt es etwas anders auf den Punkt: "Wir wollten dem Internet mal wieder ein Printmedium entgegensetzen."

 
 

"Was uns antreibt? Andere Fans glücklich zu machen, zu sehen, was man erreichen kann."


Die erste Ausgabe von "In Purgatory's Shadow" erschien im Dezember 2001. "Deep Space Nine" war den Fans da noch frisch im Gedächtnis und eine neue Serie namens "Enterprise" war gerade in den USA angelaufen. Seither hat sich das Fandom gewandelt, meinen auch die Redakteure. "Zur Zeit von TNG, DS9 und 'Voyager' gab es sehr viel Literatur, viel Merchandise und mehr Cons im Jahr, da hat 'Star Trek' geboomt, und es hatte viele Fans. Heute sind es leider weniger geworden. Seit kein 'Star Trek' mehr im Fernsehen läuft, ist das Fandom ziemlich zusammengeschrumpft", stellt Christina fest. Katja sieht das ähnlich: "Ende 2001 war das 'Star Trek'-Fandom aktiver als heute; es gab ja auch noch Neues zu sehen. Die Begeisterung für 'Star Trek' und auch die Aktivität dahingehend, wie sie noch vor ein paar Jahren vorhanden war, ist heute relativ zurückgegangen. Auch DS9 wird ja hierzulande leider einfach nicht mehr wiederholt."

Diese Entwicklung ist auch am Fanzine selbst nicht spurlos vorübergegangen. 2007 gab es keine neue Ausgabe mehr, denn, wie Thorsten feststellt: "Viele scheinen nur dann Fans zu sein, wenn eine neue Serie oder ein neuer Film erscheint. Gibt es mal nichts Neues, oder das Bestehende liegt länger zurück, verlischt das Interesse des Fans, der dann offenbar auch keiner war, denn als echter Fan hält man etwas die Treue, egal wie alt es ist. Je länger 'Deep Space Nine' nicht mehr im Free-TV lief, desto mehr Leute sprangen ab." Thorsten betont aber auch, dass "Star Trek" ein Hobby bleiben und nicht zur Religion werden sollte.

J.J. Abrams' "Star Trek"-Film stehen die Fanzine-Redakteure verhalten optimistisch gegenüber, auch wenn ein wenig Wehmut mitklingt. Katja hätte sich zwar lieber eine Fortsetzung der Ereignisse von DS9 gewünscht, aber: "Ich freue mich, dass es nun doch wieder etwas Neues geben wird, auch wenn dieser Film wieder in der Vergangenheit spielen wird. Ich finde die Idee der Geschichte des jungen Kirk und des jungen Spock durchaus interessant und bin gespannt, was J.J. Abrams daraus macht." Ob Kirk und Spock dabei ein wenig anders werden als früher, sehen sie nicht so eng. "Der Trailer sieht vielversprechend aus, und um neue Fans zu bekommen, ist es meiner Meinung nach durchaus legitim, wenn 'Star Trek' einer Frischzellenkur unterzogen wird, wie auch 'Batman' und 'James Bond'", sagt Thorsten.

Auf längere Zeit, so finden Katja und Thorsten, hat "Star Trek" auf jeden Fall eine Zukunft. Selbst wenn es keine weiteren Serien und Filme geben sollte, sind sie sich sicher, dass Trek auch in 50 Jahren nicht tot sein wird, schließlich hat das Fandom ja auch schon die letzten 40 Jahre überlebt. Die beiden ziehen Vergleiche zu "Raumpatrouille Orion" und Tolkiens "Herr der Ringe", denen die Fans auch über lange Zeit die Treue gehalten haben. Ob Abrams für "Star Trek" einmal eine ähnliche Bedeutung bekommen wird wie Peter Jackson für den "Herrn der Ringe", das bleibt erst noch abzuwarten, stelle ich zum Ende dieser Begegnung fest.

Die siebte Ausgabe von "In Purgatory's Shadow" ist seit kurzem fertiggestellt und kann ab sofort gegen ein Entgelt von fünf Euro über die Website StarTrek-Dominion.de bestellt werden. Darin finden sich unter anderem drei Kurzgeschichten, mehrere interessante Sachartikel, eine Cartoon-Reihe und Zeichnungen. Auf der Website findet man auch eine Übersicht der bereits erschienenen Ausgaben sowie weitere News, Bilder und Infos zum Magazin, dem Dominion und den Redakteuren. Das ist durchaus eine Aufforderung zum Reinschauen und Mitmachen, denn, so gibt Katja uns noch mit auf den Weg, bevor wir uns aufmachen zur nächsten Station auf der Reise durch das deutsche Trek-Fandom: "Wir möchten mit unserem Fanzine 'Deep Space Nine' lebendig halten und würden uns freuen, wenn uns andere Fans dabei unterstützen würden!" Dann gibt es auch die Chance auf eine achte Ausgabe von "In Purgatory's Shadow".

Was halten Sie von Print-Fanzines? Stimmen Sie den Redakteuren bei ihren Einschätzungen zum deutschen Fandom zu? Sagen Sie Ihre Meinung und schreiben Sie uns an leserbriefe@trekzone.de! Auch wenn Sie einen Vorschlag für ein interessantes Fandom-Projekt haben, dessen Vorstellung sich Ihrer Meinung nach lohnt, nehmen Sie Kontakt mit uns auf!

Weiterführende Links

  • TZN-Gespräch mit der "In Purgatory's Shadow"-Redaktion
    Das Interview mit weiteren Fragen und Antworten zum Fanzine diente als Grundlage für diese Reportage.

  • StarTrek-Dominion.de
    Die Website zu "In Purgatory's Shadow".

  • Trek-Zone

    Trek-Fandom, was ist das eigentlich? Und wer? Und wie und warum überhaupt? Die Antwort auf diese Fragen versucht Henning Koonert in einer neuen Reihe von Reportagen zu finden.


     

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    "Star Trek in Deutschland"

    Vorschau auf das neue Buch

    Auf dem Buchmesse Con in Dreieich am 18. Oktober 2008 fand die Lesung zu "Star Trek in Deutschland" statt. Das Panel wurde von Mike Hillenbrand allein bestritten, da Thomas Höhl leider verhindert war.

    Die wichtigste Information vorab: Auch wenn der Online-Händler Amazon vor kurzem die Vorbestellungen aufgrund langer Wartezeit storniert hat, kein Grund zur Sorge. Erscheinen wird das Buch voraussichtlich Anfang Dezember und wird, laut Mike Hillenbrand, 484 Seiten umfassen.

    Zuerst einmal erwähnte der Autor, dass sich das Cover von "Star Trek in Deutschland", das bereits als ganzseitige Anzeige auf der Rückseite der "Space View" angekündigt wurde, noch etwas ändere. Das erste Vorwort stammt von Professor Hubert Zitt, der Vorlesungen über die Physik von "Star Trek" abhält, zuletzt auch auf der FedCon. Das zweite Vorwort verfasste Gene Roddenberry jr., der große Stücke auf die Fans hält.

    Deutschland sei der zweitgrößte Markt weltweit, daher auch der Titel und das Thema des Buches. Für ihr Werk sichteten Thomas Höhl und Mike Hillenbrand Artikel von 1972 bis 2008 und kommentierten diese. Ein Kapitel dreht sich um die Fans, die mit eigenen Beiträgen zu Wort kommen.

     
     

    Was halten die US-Amerikaner von den deutschen Fans?


    Dann erzählte Mike von einem Kapitel, in dem zehn bis zwölf Personen aus den USA ihre Meinung kundtun. Es handele sich dabei um Schauspieler, Kameraleute und Stuntmen. Interessant sei daran gewesen, auch die "Gegenseite" zu hören. Was halten die US-Amerikaner von den deutschen Fans? Ferner befasse sich ein Kapitel mit den fünf besten und den fünf schlechtesten Büchern zum Thema.

    Mike Hillenbrand erwähnte zwei Interviews, die ebenfalls im neuen Werk enthalten seien. Eines mit Andreas Brandhorst, der "Star Trek"-Romane übersetzte, und das andere mit Markus Rohde, der "Star Trek" nach Deutschland zurückgebracht habe, nachdem einige Jahre keine deutschsprachigen Romane mehr erschienen waren.

    Ein Kapitel befasse sich mit den Synchronsprechern. Als Beispiel wurde Benjamin Völz genannt. Zuletzt folgte ein kurzer Abriss zur Geschichte von "Star Trek" im deutschen Fernsehen, damals bekannt unter "Raumschiff Enterprise". Ein Kapitel entstand aus einer Publikumsfrage einer Convention: "Star Trek" in der DDR. Da die beiden Autoren im ersten Werk nicht darauf eingingen, holen sie dies im neuen Buch nach.

    Die genannten Kapitel sind nur ein Bruchteil des Inhalts. "Star Trek in Deutschland" wird wesentlich mehr umfassen. Mike Hillenbrand konnte aufgrund der begrenzten Zeit (das Panel ging eine Stunde) nicht mehr über das neue Buch erzählen.
     

    Weiterführende Links

  • StarTrekVorlesung.de
    Vorlesungen zum Thema "Star Trek".

  • Amazon.de: "Star Trek in Deutschland"
    "Wie Captain Kirk nach Deutschland kam" − der Onlinehändler bietet das Buch für derzeit 14,95 Euro an.

  • Trek-Zone

    Christiane Gref hatte Gelegenheit, einer Lesung zu dem neusten Buch beizuwohnen, das sich mit "Star Trek" beschäftigt. Auch Fans kommen darin zu Wort.


     

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    "Roberto hatte früher ein Telefon in Enterprise-Form..."

    Interview mit den "Star Trek XI"-Autoren Alex Kurtzman und Roberto Orci (Teil 2)

    Der neue "Star Trek"-Film wird zwar nicht vor Mai nächsten Jahres in die Kinos kommen, doch die Autoren Roberto Orci und Alex Kurtzman bereiten sich schon mal auf die "Landung" vor. In dieser "Incoming Message" lesen Sie den zweiten Teil des Gesprächs.

    Frage: Mr. Kurtzman, wann kam es zu Ihrer ersten Berührung mit "Star Trek"?

    Alex Kurtzman: Ich war ein bisschen zu jung für den allerersten Film. Mein erster "Star Trek"-Film war "Der Zorn des Khan". Die Erfahrung, in einem Kino zu sein und diesen Film zu sehen, war sicherlich das erste Mal, das etwas an "Star Wars" herankam in Sachen emotionale Intensität und Science-Fiction-Feeling. Das allein − das Gefühl, dieses Gefühl zu erschaffen − war Grund genug für mich, diesen Film zu machen, selbstverständlich unter Einhaltung der Regeln.

    Frage: Als Sie also angeheuert wurden, um einen neuen "Star Trek"-Film zu schreiben, sind Sie losgezogen, um sich alle DVDs der Serien und Filme nochmals anzuschauen?

    Kurtzman: Bob musste das nicht machen.

    Frage: Es ist alles in Ihrem Kopf?

    Kurtzman: Als ich Bob zum ersten Mal auf der High School traf, hatte er ein Telefon in Enterprise-Form, welches mit dem Alarmgeräusch der Brücke klingelte...

    Roberto Orci: (stimmt zu)

    Kurtzman: (lacht) Also hatten wir Bob versorgt.

    Orci: Du hast immer mit der Untertassensektion geantwortet: "Hallo."

     
     

    "Niemand kann sagen, dass wir uns mit 'Star Trek' nicht auskennen würden."


    Frage: J.J. Abrams macht kein Geheimnis daraus, dass er mehr der "Star Wars"-Typ ist und sich gar nicht so sehr für "Star Trek" interessiert, aber Sie beide sind richtige Fans?

    Orci: In Sachen Fangemeinde auf jeden Fall, und Damon Lindelof ist ja auch dabei... Wir werden nichts aus Ignoranz falsch machen. Niemand kann sagen, dass wir uns mit "Star Trek" nicht auskennen würden. Es gibt vielleicht ein paar Dinge, die wir machen, die die Leute infrage stellen können und dann sagen: "Ich hasse sie wegen ein paar anderen Gründen." Aber sie werden nicht sagen können: "Sie kannten sich mit der Materie nicht aus."

    Orci: Und es ist kontrovers genug, überhaupt "Star Wars" und "Star Trek" im gleichen Satz zu benutzen, aber Alex hat gesagt: "Wir müssen mehr 'Star Wars' in 'Star Trek' einfließen lassen."

    Kurtzman: (hustet vor Lachen) Ursprüngliches "Star Wars".

    Orci: Das ursprüngliche "Star Wars". Ich möchte den Weltraum erleben, ich möchte die Geschwindigkeit fühlen und ich möchte all die Dinge fühlen, die ein bisschen verloren gehen, wenn "Star Trek" ein bisschen zu herrschaftlich wird − was ich natürlich mag, aber...

    Kurtzman: "Star Trek" ist oft das Weltraum-Gegenstück zum U-Boot-Kampf, was es einzigartig macht und unterscheidet von "Star Wars", das kann man also auch nicht verleugnen.

    Orci: Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen.

    Frage: J.J. Abrams wollte ursprünglich nur Produzent von "Star Trek" werden. Ich vermute, Ihr Drehbuch hat ihn davon überzeugt, dass er auch Regie führen muss?

    Orci: J.J. ist in keiner Hinsicht ein "Star Trek"-Fanatiker. Wir haben uns gedacht, wenn wir uns eine Geschichte ausdenken, die ihn als Durchschnittsfan interessiert...

    Kurtzman: Es war unser geheimer Plan, J.J. an Bord zu holen, so dass er nicht Nein sagen kann.

    Frage: Neben der kreativen Zusammenarbeit mit Abrams, warum war es so wichtig, dass er Regie führen würde?

     
     

    "Ein episches Weltraumabenteuer ist etwas, was nicht viele Regisseure durchstehen können."


    Kurtzman: Was wir davon haben, dass J.J. Regie führt, ist eine hundertprozentige Umsetzung vom Drehbuch in die Szene. Ein episches Weltraumabenteuer ist etwas, was nicht viele Regisseure durchstehen können. Man braucht jemanden, der das Genre und den Geist von Trek versteht, um einen Film von diesem Ausmaß zu machen, der größer ist als alles, was Trek jemals gesehen hat. Trotzdem ist es hoffentlich gleichzeitig vertraut.

    Frage: Ihre "Star Trek"-Geschichte hat J.J. Abrams überzeugt. Es hört sich so an, als ob Sie sich der Zustimmung der Fans sicher sind.

    Orci: Wenn der Film in die Kinos kommt, wird es eine Diskussion darüber geben, ob er konsistent und canon ist. Wir stehen auf dem Standpunkt, dass er es ist. Aber es gibt wirklich nichts, was wir über diesen Film sagen können. Selbst wenn wir denken, dass er nicht kontrovers ist, werden die Leute sagen: "Oh, das ist bequem, sie erzählen einfach eine Geschichte, die nie zuvor erzählt wurde, anstatt sich mit Canon-Fragen auseinander zu setzen."

    Frage: Es ist ein ziemlich intensives Vermächtnis.

    Kurtzman: Die Fragen, die uns am meisten interessieren, sind: Was sind die Regeln dieser Charaktere und was die Regeln des Universums und was macht gutes "Star Trek" aus? Wenn wir nicht genau daran anknüpfen, ist es egal, wie konsistent unser Film ist, niemand wird sich dafür interessieren. Aber wenn wir daran anknüpfen und uns etwas ausdenken, was das Gefühl, welches wir hatten, als wir "Star Trek" zum ersten Mal gesehen haben, wiederbringt, dann haben wir hoffentlich "Star Trek".

    Weiterführende Links

  • Wired.com: "Star Trek" Writers Brace for Impact
    Das Interview im englischen Original.

  • Trek-Zone

    Roberto Orci und Alex Kurtzman über den neuen Film. Aus dem Englischen von Sebastian Kowald.


     

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    Die Ereignisse des Monats

    Dezember 2008

    Die Trek-Highlights der nächsten vier Wochen im Überblick, zusammengestellt von Peter Schipfmann.

    Trek-Kalender

     
     

    Montag

     

    Dienstag

     

    Mittwoch

     

    Donnerstag

     

    Freitag

     

    Samstag

     

    Sonntag

     
     
       01.Dezember    02.Dezember    03.Dezember    04.Dezember    05.Dezember    06.Dezember    07.Dezember  
     

    Buch
    Otta Wenskus:
    "Umwege in die Vergangenheit: 'Star Trek' und die griechisch-römische Antike"
    Bestellen

         

    DVD
    "Alternate Realities Collective" (5 DVDs)
    Bestellen

           
       08.Dezember    09.Dezember    10.Dezember    11.Dezember    12.Dezember    13.Dezember    14.Dezember  
       

    Geburtstag
    Michael Dorn
    (Worf)

           

    Geburtstag
    Christopher Plummer
    (Chang)

       
       15.Dezember    16.Dezember    17.Dezember    18.Dezember    19.Dezember    20.Dezember    21.Dezember  
     

    Geburtstag
    Garrett Wang
    (Harry Kim)

       

    Comic
    Al McWilliams, u.a.:
    "Star Trek: The Key Collection" Volume 6
    Bestellen

         

    Geburtstag
    Nicole de Boer
    (Ezri Dax)

       
       22.Dezember    23.Dezember    24.Dezember    25.Dezember    26.Dezember    27.Dezember    28.Dezember  
                 

    Geburtstag
    Nichelle Nichols
    (Nyota Uhura)

     
       29.Dezember    30.Dezember    31.Dezember                  
     

    Comic
    John Byrne:
    "Star Trek: Assignment Earth"
    Bestellen

     

    Buch
    Kevin Ryan:
    "Star Trek: Errand of Fury 3 − Sacrifices of War"
    Bestellen

                       
     


     

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    Der perfekte Mensch

    Anfang & Ende

    Am Anfang: In Zeiten, in denen die Technik ein neues Zeitalter erlebt und die Menschen revolutioniert, da verwundert es nicht, dass das Streben nach Perfektion zunehmend im Trend liegt.

    Perfektion, das bedeutet Vollkommenheit, also etwas so weit zu vervollkommnen oder zu vollenden, dass keine weitere Verbesserung mehr möglich ist. Der Künstler als Beispiel, der sich als Architekt ans Werk macht, strebt nach vollendeter Perfektion in ästhetischen Gesichtspunkten.

    Der Mensch strebte schon immer nach dem Unerreichbaren und wollte immer nur das Beste. Vor allem für sich, für andere, das sei einmal dahingestellt. Aber für sich will er das schönste Haus, das beste Essen, die schönsten Urlaube und nur das beste Umfeld. Erreicht ja schon beinahe Perfektion. Allerdings, wenn diese zu weit in der Zukunft steht und er sich mit weniger begnügen muss, wird er krank. Das Essen wird ungenießbar, der Regen ist ekelhaft und die Dunkelheit macht einen träge. Alles Gute ist so weit entfernt und nichts wird einem gegönnt. Und dies alles nur, weil man perfekt sein will!
     
     

    Der Mensch will raus aus sich, aus seinem Gefängnis.


    Doch selbst wer die gesündesten Köstlichkeiten speist, die traumhaftesten Strände besuchen und immerzu Sonne und Wärme genießen kann, ist nicht immer glücklich und zufrieden mit sich. In Zeiten, in denen so vieles möglich ist und immer mehr möglich scheint, sieht man sich selbst plötzlich in einem anderen Licht. Der Spiegel, er zeigt nicht mehr nur die Seele, sondern auch einen Körper, der so nicht akzeptabel ist. Der Mensch will raus aus sich, aus seinem Gefängnis. Sein Ziel: Der perfekte Körper, der von den Medien gepriesen und vielen Magazinen ausgezeichnet und gezeigt wird. Modelmaße sind angesagt und selbst die letzte Wimper muss perfekt sitzen! Und: Es ist möglich! Ärzte vollbringen, was einem selbst nicht gelang! Sie setzen mit ihren Werkzeugen an und heraus kommt, wovon man immer träumte: Eine Nachbildung des Originals, des Traums nach Wunsch. Und dann geht es weiter. Erst eins also, dann zwei, dann drei ... und dann steht wohl nicht das Christkind vor der Tür, sondern ein junges, dynamisches Abbild, genau jenes, das man immer sein wollte. So der Traum. Die Wahrheit ist: Wer da steht, wer da abgebildet ist, ist immer noch der Mensch von zuvor. Denn ein Körper kann zwar verändert werden, nicht aber sein Inneres. Und die Seele, die ihm innewohnt, wird für immer dieselbe bleiben.

    In der Mitte

    So ist es also der Mensch, um den es geht und sein Inneres. Dieses Thema greifen auch Literatur und Film auf. Vor allem die Science-Fiction, mit ihren genetisch manipulierten Charakteren. Filme wie "Anatomie" (Teil eins und zwei) zeigen in einer Art Horrorvorstellung, was die Veränderung von Körperteilen und vor allem deren Verbesserung durch Technik bewirken und wohin sie führen kann.
     
     

    Selbst Serien besitzen schon seit langem "Figuren", die das Thema von der Perfektionierung des Menschen ansprechen.


    Die Science-Fiction geht noch tiefer, und selbst Serien besitzen schon seit langem "Figuren", die das Thema von der Perfektionierung des Menschen oder des perfekten Menschen ansprechen. So die sicherlich bekannte Figur des Jules Bashir, der 2341 auf der Erde geboren wurde. Er war körperlich und geistig zurückgeblieben, wurde deshalb von seinen Eltern heimlich nach Adigeon Prime gebracht und dort illegal genetisch verbessert. Sein Interesse für Tennis gab er auf, da er dort nur wenig Erfolg hatte, da er nicht mehr haben durfte. Wahrscheinlich gerade deshalb, weil seine genetische Verbesserung nicht auffallen sollte. Er wechselte zur Medizin, fand dort auch seine Leidenschaft und schloss seine medizinische Ausbildung als Zweitbester an der Starfleet Academy Medical School ab. Seitdem ist er leitender Medizinischer Offizier der Raumstation Deep Space Nine sowie der U.S.S. Defiant. Ein faszinierender Charakter, der auch darüber nachdenken lässt, ob genetische Verbesserungen zu einem besseren Leben verhelfen. Denn hätten seine Eltern dies nicht für ihn getan, würde er sicherlich nicht dort stehen, wo er angekommen ist, wäre er vielleicht nie auf ein Raumschiff gekommen. Und doch zeigt gerade das Nicht-Erfolg-haben-Dürfen im Tennis, welche Nachteile eine Veränderung mit sich bringt, auch wenn er sie hätte zeigen dürfen. Denn in seinem Geist würde bei jedem Sieg, bei jedem außergewöhnlichem Schlag, bei jedem "perfekten" Spielzug der Gedanke mit dabei sein: Das ist meine veränderte Genetik, nicht ich! Das bin nicht ich! Und wohin das führen kann, kann jeder denkende Mensch selbst beurteilen, je nachdem, wie er selbst denkt.

    Eine weitere Figur, um eine zweite zu zeigen, die so ähnlich und doch ganz anders ist, ist Lieutenant Commander Data, ein Androide. Er dient auf der Enterprise-D und Enterprise-E als Zweiter Offizier und Einsatzoffizier. Erschaffen wurde er von einem Kybernetiker namens Dr. Noonien Soong. Data ist geprägt von einer übermenschlichen Intelligenz und Stärke, zudem einem Menschen sehr ähnlich. Allerdings wurde ihm die Fähigkeit vorenthalten, Gefühle zu empfinden, um Verhaltensstörungen vorzubeugen. Data selbst weiß nichts über seine Vergangenheit und seinen Erschaffer, der scheinbar bei einem Angriff von Kristallinwesen (so wie auch die gesamte Bevölkerung bis auf Data) stirbt. Data wird von Mitgliedern der Föderation geborgen und er strebt die ganze Zeit seines Daseins über die Wandlung zum perfekten Menschen an. So erschafft er sich auch ein Kind (ein als Neutrum erschaffener Android, der die Form einer jungen Frau wählt), das viele Operationen hinnehmen muss. Als Datas Tochter bekannt wird, betrachtet die Sternenflotte sie als Eigentum. Sie soll Data weggenommen werden, was letztlich eine Fehlfunktion auslöst und sie Gefühle entwickeln lässt. Ihr positronisches Gehirn überlastet sich und sie stirbt. Data entwickelt sich dadurch wieder weiter.

    An Data zeigt sich, dass selbst perfekt scheinende Wesen nicht perfekt sind. Und vor allem nicht ihr Leben. Es zeigt auch, dass künstliches Leben immer als Produkt gesehen wird, damit als Eigentum und niemals als selbstständiges, für sich handelndes Wesen. Also ist gut zu überlegen, ob man Kindern in der Zukunft so etwas wirklich zumuten will. Und ob das Äußere eines Models wirklich für einen selbst sein muss. Denn bei Gesprächen, bei Berührungen, bei allem Zwischenmenschlichen wird es nicht darüber hinwegtäuschen können, über das, was wir wirklich sind und waren. Und letztlich, wenn nur noch unser Geist ist, sind wir nackt und gleich, ist einer wie der andere, nur seine Erfahrung und das, was er getan oder nicht getan hat, das, was ihn unterscheidet − oder nicht unterscheidet.

    Und am Ende

    Am Ende sind wir alle gleich. Und am Ende wird alles kommen, wie es kommen muss. Ärzte werden weiter daran arbeiten, ihre Fähigkeiten zu verbessern und Menschen zu helfen.
     
     

    Denn Lächeln, das kann jeder Mensch.


    Genexperimente werden weiter gemacht − zunächst am Tier, und wenn der Mensch es so will, auch an ihm selbst. Vielleicht werden wir dann nicht mehr dieselben sein, vielleicht wird dann alles anders sein. Aber es kann auch ein Begreifen stattfinden und der Mensch so bleiben, wie er ist. Er akzeptiert, was und wer er ist und sein Äußeres, er lebt sein Leben, strebt danach, das Bestmögliche zu erreichen, aber es ist kein Muss mehr. Denn letztlich geht es ihm einfach nur darum, glücklich zu sein, und dies liegt an seinem Denken selbst. Daran, wo er sich Grenzen gesteckt hat, was er für Ansprüche hat und wann er sich zufrieden gibt. Denn Lächeln, das kann jeder Mensch, sogar jetzt und hier. Das Gefühl spüren, wenn er erfüllt ist, wenn er sich vertraut und eins ist mit dem Universum. Und braucht es dazu wirklich Perfektion? Kann dies nur ein perfekter Mensch?

    Weiterführende Links

  • Wikipedia.de
    Personen im "Star Trek"-Universum: Dr. Julian Bashir.

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    Personen im "Star Trek"-Universum: Lieutenant Commander Data.

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    Was ist dran am Streben nach Perfektion? Und wie stellt "Star Trek" den perfekten Menschen dar? Diesen Fragen geht Markus Kürzinger nach.


     

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    Die Wahrheit ist immer noch da draußen

    J.J. Abrams' neue Mysteryserie "Fringe"

    "Fringe", das bedeutet "Rand" und ist der Titel der neusten Serie von Hollywoods aktuell liebstem Wunderkind J.J. Abrams. Ein zunächst mal sehr unscheinbarer Name, der über den Inhalt der Serie jedoch nur scheinbar nichts verrät. Denn "Fringe" belebt das totgeglaubte Genre der Mystery-Serie neu.

    Alles begann mit einer Serie namens "Akte X", die anno 1993 noch ein Geheimtipp war. Zwei FBI-Agenten ermittelten im Grenzgebiet zwischen Wissenschaft und Science-Fiction, zwischen Krimi und Grusel. In der Folge zogen eine Menge Serien nach, die allesamt nicht ans Original heranreichten, denn abgesehen von den guten Geschichten und ansehnlichen Effekten war es vor allem die Tatsache, dass sich die Serie selbst nicht so bitterernst nahm, die sie so gut machte. Leider verhedderte man sich in der eigenen Verschwörungstheorie, so dass die letzten Staffeln nur mehr eine Parodie des früheren Erfolgs waren. Das Genre starb mit "Akte X".

    Dass es noch einmal etwas Ähnliches geben würde, daran glaubte vermutlich keiner mehr. Der Trend der letzten Jahre ging mehr in Richtung wissenschaftlich fundierter Kriminalserien nach dem Schema "CSI", wohingegen die Science-Fiction-Serien jegliche Realitätsnähe hinter sich ließen (Ausnahmen bestätigen hier wie überall nur die Regel, wirklich erfolgreich war keines der Hybridkonzepte). J.J. Abrams nun ist der Mann, dem offenbar alles zuzutrauen ist, und so war es denn auch mehr sein Name als der Inhalt der Serie, der mich neugierig machte.

     
     

    Daneben gibt es eine ganze Reihe mysteriöser Zwischenhändler und Kontaktpersonen, deren Motivationen noch im Dunkeln liegen.


    Wie "Akte X" spielt auch "Fringe" im Milieu des FBI, und im Pilotfilm begegnen wir der Heldin und Bezugsperson Olivia Dunham. Eine junge, strebsame Agentin, die durch den Tod ihres Partners auf seltsame Zusammenhänge bei ihren Fällen stößt. Dieses "pattern" ist das zentrale Thema der Serie, auch wenn es vorerst recht abstrakt bleibt. Dunham zur Seite steht der geniale wie im wahrsten Sinne des Wortes verrückte Wissenschaftler Dr. Bishop, dessen Sohn Peter als Babysitter gleich mitrekrutiert werden muss (obwohl er nach wenigen Folgen seinen Eigenwert beweist). Daneben gibt es eine ganze Reihe mysteriöser Zwischenhändler und Kontaktpersonen, deren Motivationen nach den ersten Folgen noch im Dunkeln liegen. Und so ist die Struktur der Serie im Wesentlichen gleich wie bei "Akte X": In jeder Folge untersucht das Team einen seltsamen Vorfall, wobei man sich zumindest zurzeit noch in erster Linie auf wissenschaftliche Erklärungen stützt und sich mit Aliens und Ähnlichem zurückhält. Manches ist sicher phantastisch bis unglaubwürdig, doch man bemüht sich um einen realistischen Tonfall.

    Doch was hat der Zuschauer nun von "Fringe" zu erwarten? Zumindest muss man einige Geduld mitbringen, denn anders als beispielsweise bei "Lost" gelingt es J.J. Abrams hier nicht, ab der ersten Folge zu fesseln. Sicher, die Zutaten sind da, gute Drehbücher, sympathische Darsteller (wer hätte gedacht, dass es Joshua Jackson noch gibt?), exzellente Optik und wohldosierter Grusel. Allein das Mischungsverhältnis bedarf noch ein wenig der Übung, denn woran bisher in meinen Augen leider fast jede Folge krankte, war die sture Konzentration auf die Haupthandlung. Man erfährt zu lange nichts über die Protagonisten und gibt ihnen keinen Raum für Interaktion über die wissenschaftlichen Dialoge hinaus. Zwar gibt es etliche witzige Szenen, die zumeist auf Dr. Bishops Konto gehen, doch innerhalb der Fälle, der tatsächlichen Handlung, fehlt es an Abstand und Selbstironie. Das bloße Abklappern von Tatorten und Zeugen ist schlichtweg ermüdend.

    Das heißt nicht, dass die Serie keine Zukunft hat. Nach der fünften Folge war ich fest entschlossen, diesen Artikel negativ ausklingen zu lassen, doch bereits die nächste ließ mich wieder zweifeln, denn da stimmte plötzlich alles. Wir erfuhren etwas über Olivias Vergangenheit, was sie erstmals menschlich erscheinen ließ, es gab großartige Momente zwischen ihr und Peter, und selbst die Geschichte war irgendwie cleverer. Es lohnt sich auf jeden Fall, "Fringe" etwas Zeit zur Entwicklung zu geben. Es ist im Grunde ja auch eher selten, dass eine Serie von der ersten Folge an perfekt ist (man denke nur mal an die ersten Staffeln von "Buffy" und an sämtliche "Star Trek"-Serien zurück).

    Das Potenzial ist jedenfalls vorhanden, und das in jeder Hinsicht. Das "pattern" lässt vermuten, dass ein größerer Masterplan hinter allem steckt und dieser eben auch schon mindestens in Ansätzen geplant ist. Die Optik ist einmalig, über den Vorspann kann ich nur immer wieder staunen, und die an Häuser geklebten oder monumental auf die Straßen gestellten Ortsangaben sind ein echter Hingucker. (Ganz abgesehen davon, dass eindeutig zu wenige Serien in Boston spielen. Boston ist eine tolle Kulisse.) Wer seit "Akte X" die Mystery in der Serienlandschaft vermisst, wird hier jedenfalls bestens bedient, doch auch der Science-Fiction-Fan sollte "Fringe" eine Chance geben. ProSieben hat die Rechte bereits erworben und wird die Serie kommendes Jahr sicherlich auf einem guten Sendeplatz platzieren.

    Klingt "Fringe" für Sie nach einem würdigen "Akte X"-Nachfolger? Vielleicht haben Sie sogar schon einige Folgen gesehen. Verfolgen Sie die Serie noch enthusiastisch oder haben Sie ihr mittlerweile den Rücken gekehrt? Schreiben Sie uns an leserbriefe@trekzone.de!

    JESiversum

    Hat "Akte X" in der neuen Serie "Fringe" endlich einen würdigen Nachfolger gefunden? Lesen Sie hier, wie unsere Redakteurin Jessica Schreier darüber denkt.


     

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    Loderndes Eis − Feuer und Eis

    Weihnachten einmal anders

    In dieser Ausgabe der "Incoming Message" haben wir etwas ganz Besonderes für Sie! Lassen Sie uns die Weihnachtszeit mit einer futuristischen Kurzgeschichte versüßen.

    Feuer und Eis,
    kalt auf heiß
    und es ruft,
    ruft dich ganz leis'.

    Spuren, sie sind der Beweis,
    führen dich fort,
    hin zu einem Ort,
    fern der Erde,
    fern dieser Galaxie,
    doch gehe selbst und
    sieh'...

    "Kaya", sagte ich, "pass gut auf Anouk auf. Und spätestens zu Weihnachten komme ich euch wieder besuchen." Sie nickte. Ich strich unserem kleinen Jungen über sein Haar, sah in seine eisblauen Augen und lächelte. Sollte ich einmal nicht mehr sein, dachte ich, so wird er auf dich aufpassen. Denn in ihm fließt mein Blut!

    Als ich ging, winkte er mir noch lange. Ich wusste, in ihm brannte der Wunsch danach, den Weg eines Kriegers zu gehen. Er wollte endlich durchs ewige Eis der Arktis wandern und auf Nahrungssuche gehen, für sich und seine Mutter sorgen. Er war ein guter Junge und ich sah es nicht gerne, wenn sich unsere Spuren trennten. Aber ich musste, denn wenn einmal eine Trennung geschehen ist, dann blieb sie für immer. Ich seufzte. Nein, ich konnte es Kaya nicht verübeln, ich galt als verschollen und sie hatte die Zeit der Trauer überwunden und eine neue Liebe gefunden. Wollte ich da wirklich, dass die alte wieder erwachte? Ich ging. Wenige Sekunden nur, dann waren die Spuren verwischt, war nichts mehr aus Weiß auf Weiß. Weiß überall um mich und ich ganz allein darin. Doch der Weg nach Hause war wie eine Karte eingebrannt in mein Gedächtnis, ich konnte ihn sozusagen blind gehen.

     
     

    Wärme überkam mich. Und ich ging los.


    Ich wollte ihn blind gehen. Wollte einfach nur dem Bauchgefühl folgen, doch die Augen verlangten anderes. "Es ist nichts", sagte ich mir und wollte weiter, tat den nächsten Schritt in Richtung Behausung und stoppte. Was war das? Eine Spur? Da waren Abdrücke im Schnee, die Form nicht wie die eines Tieres. Außerdem musste das Wesen aufrecht gehen − beinahe wie ein Mensch. Ein anderer Mensch hier? Auf meinem Weg? Nein, und nein auch, weil dieser Mensch dann einen sehr schmalen Fuß besitzen musste, der Spitz wie ein Pfeil zulief. Kein Mensch. Und kein Tier? Ich wollte überlegen, aber ich kam nicht dazu, denn die Spuren im Schnee begannen zu leuchten. Blau und unwirklich. Blau ... eines, das ich lange vermisst hatte, das mich an ein glimmendes Meer erinnerte. Es war so schön, am liebsten wäre ich hineingetreten. Wärme überkam mich. Und ich ging los. Ich trat in die Fußstapfen und ... sie besaßen meine Größe! Nur die Spitze war wie eine Markierung, die mich führen sollte. Was tust du?, fragte ich mich und ging dennoch weiter. Die meerblauen Spuren, sie waren wie ein Magnet. Dann aber überkam mich ein einzelner Gedanke, ein Wort und dazu ein Bild: Anouk! Allein. Ohne mich. "Nein", murmelte ich, "ich bin noch nicht bereit. Nicht jetzt und nicht heute." Ich drehte mich um und es war, als würde ich versuchen, eine Wand davonzuschieben. "Ich muss!", schrie ich, warf mich mit all meiner Kraft dagegen und ... brach durch. Mit Tränen in den Augen rannte ich nach Hause. Und dort war es, mein Bett, das mich rief.

    Ich wusste, ich träumte. Doch der Traum, er war so real. Und die Stimme, die zu mir sprach wie aus meinem Innersten, denn sie berührte mein Herz. "Folge der Spur, denn sie ist die Zukunft!" − "Die Zukunft?", wiederholte ich. Ein Nicken, von einem Wesen ohne feste Konsistenz und Kontur. Das, was dieses Wesen umgab, war wie ein wässriger Ölfilm und die Oberfläche, als ob man einen Finger in ruhiges Wasser setzte − sie perlte, und ständig waren da konzentrische Kreise. Plötzlich verschwand das Wesen und Bilder ersetzten seinen Platz − Bilder, die wie von einer anderen Welt waren. "Sie sind von einer anderen Welt! Und doch haben sie mit deiner zu tun. Und mit dir." Ich sah ein Land aus Weiß. Es war wie meine kleine Welt, nur viel größer. Und im Unterschied zu hier schoben sich dort riesige, spiralförmige Bauten in die Höhe − sie glänzten blau, weiß und grau, schienen ihre Farbe nicht behalten zu können und immer zu wechseln. Wie das Gewinde eines Nagels. Ganze Paläste gab es davon und manche wurden von blauen, anderen von weißen "Stegen" miteinander verbunden. "Das", sagte die Stimme "ist unsere Welt. Noch." Grelle Blitze zuckten mit einem Mal, ich musste die Augen schließen. "Und das ist, was kommen wird! Verschließe jetzt die Augen nicht!" Meine Lider flatterten und ich sah ... sah eine Welt, die im Begriff war unterzugehen. Und dann hörte alles auf. Stille. Das fremde Wesen und ich alleine, in meinem Traum. "Was, was kann ich dagegen tun?" − "Noch nichts, aber du wirst ... folge einfach der Spur." Ich schluckte. "Es gibt keine Wiederkehr, wenn ich einmal gehe." Stille. "Habe ich Recht?" Da war es wieder, dieses Nicken. Ich dachte an Kaya und dachte an Anouk und daran, dass in drei Tagen Weihnachten sein würde. "In drei Tagen", sagte die Stimme "oder es ist zu spät − für dich und mich, deine und meine Welt." − "Warum?" − "Weil auch die Erde im Begriff ist zu sterben! Oder siehst du nicht die Eisschmelze?" − "Unsere Schuld! Menschenhand. Und es geht weiter ... danach, wie immer." Ein Lachen. "So oder so ... es sind nur Jahre, dann wäre es so oder so geschehen! Verstehst du? Die Zeit läuft bei uns anders. Aber das Ende ist das Gleiche! Ich bitte dich also nur noch einmal: Folge..." Und dann war sie weg − die Stimme, und auch der Traum.

     
     

    Konnte das Wesen meine Gedanken erahnen? Vielleicht auch lesen?


    Erwachen, es fiel mir schwer. Und mit jedem Tag schwerer. Doch die Entscheidung war längst gefallen. Ja, ich folgte. Einen Brief ließ ich zurück, falls jemand nach mir sehen würde, und einen hatte ich noch bei Anouk und Kaya vorbeigebracht. Sie würden verstehen. Sie mussten! Wie ich. Ich folgte. Das Leuchten wurde immer eindringlicher. Ein Grollen, als wäre der Eisboden sauer auf meine schnellen, festen Schritte. Und ich glaube, er war es! Denn er brach auf! Unter mir schob sich das Eis entzwei, brach die Erde auf und ich fiel. Fiel und rutschte. Erst da begriff ich, dass ich mich auf einer Art Förderband befand. "Technik, unter dem Eis", wurde mir klar. Wie sonst hätte ich meine "Rutschgeschwindigkeit" beibehalten sollen? Und es ging fort. Mein Auge kam kaum mit. Plötzlich war das Rutschen zu Ende, ich ruhte auf einer Art Plattform, die mich weiterbrachte − hinein ins tiefe Eis. Und da begriff ich, warum es Zeit wurde. "Ja, du verstehst es nun, nicht wahr?"

    − "Wenn das Eis hier schmilzt, offenbart sich, was vor Jahrtausenden hier Zuflucht fand. Und wenn das geschehen ist, ist auch der Feind nicht mehr weit." − "Ja, und Feinde gibt es immer." Ich seufzte. Konnte man denn nirgends Frieden finden? Ein Bild mit Anouk und meinen Schlittenhunden schob sich vor mein inneres Auge. Doch, hier, tief drinnen. "Und eines unbekannten, zukünftigen Tages auch anderswo." Konnte das Wesen meine Gedanken erahnen? Vielleicht auch lesen? Ersteres, sagte mir ein Gefühl, als ich die Gestalt musterte. Und erst da bemerkte ich den milchigen Glanz, der mich umgab. "Wir, wir befinden uns in einer Art ... Raumschiff?" − "Schlitten, nenn es einfach Schlitten. Aber ... das Raumschiff wartet. Ja." Die Luft wurde mir knapp. Die Umgebung drehte sich. Ich schloss die Augen. "Gut", sagte die Stimme "gut, zwar hätten wir dich erst später in Tiefschlaf legen wollen, aber du kannst auch jetzt schon einmal in einen Dämmerungszustand verfallen." Ich nickte. Mit dem Gedanken, dass dieses Weihnachten einmal ganz anders sein würde, schlief ich ein. Und wer weiß, vielleicht kehre ich ja eines fernen Jahres an Weihnachten wieder. Wer weiß. Die Zukunft wird es zeigen.

    Sie hatten ihn gefunden. Und er hatte sich bereiterklärt, mit ihnen zu gehen. Im Tiefschlaf sollte er die letzten Erdenjahre verbringen, bis die Eisschmelze endgültig war. Dann würden sie aufbrechen und bis dahin ... "Startet den Prozess!", sagte sie. "Geben wir ihm die Kraft des Schnees, denn sie fließt längst schon in seinem Blut." Anlagen liefen an. Sie wischte Feuchtigkeit von dem schneeweißen Behälter, in dem der Mann lag. Ein wahrer Inuit, dachte sie, nie hätten wir gedacht, dass einer von ihnen es sein wird. Immerzu dachten wir an die zivilisierten Menschen aus den Technostädten, die aus den Industrieländern. Doch dass es ein einsamer Wanderer sein würde, einer aus dem Eis, das hätten wir nicht vermutet. Sie besah seine Figur. Er war trainiert, vielleicht um die 40. Ja, sie hatten sie lange genug beobachtet, um dies und mehr sagen zu können. Vielleicht waren sie sogar schon ein Teil von ihnen geworden, sie, die Schneeweißen, die ESARA vom weißen Planeten ESART-RUBIN.

    Sie sah wieder zu dem Mann. Sein rechtes Bein war sehr in Mitleidenschaft gezogen worden − vor allem unterhalb der Knie. Und der Knöchel geschwollen. "Sein rechtes Bein! Beginnt dort und lasst den Vorgang hier seinen Ausgang nehmen." Sie fuhr mit einem ihrer sechs Fingerglieder über die durchsichtige Oberfläche. Ob er es spürte, tief in sich? In seinem ewigen Traum? Wenn er erwachte, würde nichts mehr sein, wie es war. Selbst er nicht mehr. Weihnachten, dachte sie, warum ist für die Menschen dieses Fest so wichtig? Sie beschloss ihn danach zu fragen, dann, wenn er aufgewacht war und ihre Reise längst begonnen hatte, dann, wenn es Zeit wurde, sich näher kennen zu lernen und ein Band der Ewigkeit zu schließen. Dann ... in der Zukunft, in Jahrhunderten, die für sie nur wenige Augenblicke waren. "Kommt, meine Kinder", sagte sie, "wir ziehen uns zurück." Und da folgten ihre schneeweiße Schemen, manche erst so groß wie eine weiße Flocke, andere wie ein Handtuch und andere hatten sich schon zu einem Körper geformt. "Wenn sie erwachen, wird auch er erwachen", dachte die Mutter aller Kind, die Mutter der ESARA. Und es war gut so − seltsame Worte, die diese Menschen hatten. Und seltsam auch war ihr Leben. Nur den Krieg, den verstanden sie.

    Möchten Sie in der "Incoming Message" öfter Gedichte oder Kurzgeschichten lesen? Schreiben Sie uns an leserbriefe@trekzone.de!

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    Lassen Sie sich in die Zukunft entführen! Lehnen Sie sich zurück, entspannen Sie sich − und genießen Sie eine weihnachtliche Kurzgeschichte unseres Redakteurs Markus Kürzinger.


     

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    "Eine Badewanne als intergalaktischer Transportbehälter"

    Das TZN im Interview mit dem deutschen Sci-Fi-Autor Lutz Schafstädt

    Wieder einmal hatte das TZN Gelegenheit, mit einem Autor der deutschen Science-Fiction-Szene zu sprechen. Über Badewannen, wie man Beruf, Familie und Hobby vereint und vieles mehr.

    TrekZone Network: Wer ist Lutz Schafstädt?

    Lutz Schafstädt: Oh, die größte und schwerste Frage zuerst. Versuchen wir es einmal mit einigen Raum-Zeit-Koordinaten als Antwort: 1960 geboren, Wohnort Potsdam, Familiengründung 1985, beruflich wechselhaft, heute Mitarbeiter in einer Kommunikationsagentur. Erste Veröffentlichung in einer Anthologie 2003. Was sich sonst noch über mich sagen lässt, werden vielleicht die nächsten Fragen zeigen.

    TZN: Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?

    Schafstädt: Ich kam zum Schreiben, das Schreiben kam zu mir. Eine rückblickend sehr unstete Beziehung, manchmal mit hoher Intensität, doch zwischendurch riss die Verbindung auch immer wieder ab. Bereits als Kind spielte ich mit Sprache. Meine ersten Versuche rankten sich um Weltraumabenteuer, stark geprägt von Figuren und Episoden der "Raumpatrouille Orion". Frühe, naive Fanfiction, würde man im heutigen Sprachgebrauch wohl dazu sagen. Liegt lange zurück, dieser Anfang. Und natürlich wollte ich als Zehnjähriger Schriftsteller werden. Als Jugendlicher begann ich, das Schreiben ernsthafter zu betrachten, interessierte mich für theoretische Fragen und war, wenn ich es heute recht bedenke, bis zu meiner Zeit als junger Erwachsener ziemlich produktiv. Geschichten, Romananfänge, Gedichte, Theaterstücke entstanden, ich wagte sogar einige Veröffentlichungsversuche, die zwar scheiterten, aber doch mit ermunternden Rezensionen verbunden waren.

    TZN: Was bewegt Sie zum Schreiben beziehungsweise zum Veröffentlichen?

     
     

    "Sprache ist ein sehr eigenwilliger Werkstoff und Schreiben ist ein äußerst emotionaler Prozess höchster mentaler Anspannung."


    Schafstädt: Zum Schreiben führen die unterschiedlichsten Impulse. Da ist zunächst der Spaß am Erzählen. Sich auf eine Idee einzulassen und eine Geschichte daraus zu formen, ist pures Vergnügen. Und ein spannendes dazu, weil längst nicht alles glückt. Sprache ist ein sehr eigenwilliger Werkstoff und Schreiben ist ein äußerst emotionaler Prozess höchster mentaler Anspannung. Diese Erfahrung selbst ist ein wichtiges Motiv. Sie liefert, glaube ich, den inneren Antrieb, um über lange Zeit die Kraft und Geduld aufzubringen, bis sich endlich das − zugegeben subjektive − Gefühl einstellt, die handwerklichen Feinheiten des Schreibens verinnerlicht zu haben.

    Das Veröffentlichen ist eine Frage für sich. Natürlich hat man immer auch den imaginären Leser im Sinn, den Traum, veröffentlicht zu werden. Es ist das Ziel, zu dem man unterwegs ist und das hohe qualitative Anforderungen stellt. Mir war immer klar, dass dies ein langer Weg ist, an dessen Rand keine Wunschbäume wachsen.

    TZN: Sie bezeichnen sich auf Ihrer Homepage als Schreiberling und Lesewesen, arbeiten in einer Agentur und befassen sich mit Öffentlichkeitsarbeit. Haben Sie den Eindruck, dass früher oder später jeder, der beruflich schreibt, es auch in seiner Freizeit tut oder tun wird?

    Schafstädt: Das kann ich nicht beurteilen. Zudem gilt bei mir wohl der umgekehrte Fall. Ich habe eine technische Ausbildung, habe viele Jahre in der Elektronik-Industrie gearbeitet und mich schrittweise zum "beruflichen Schreiben" hin entwickelt. Unterschwellig strebte ich schon immer danach, konzeptionell und mit Sprache zu arbeiten. Das Ende der DDR hat diesen Prozess beschleunigt und auch völlig neue Möglichkeiten eröffnet. Denn vorher gab es hier keine Medien-, Werbe- oder Agenturlandschaft oder vergleichbare Chancen, um zum Beispiel als Texter einen Quereinstieg zu wagen. Ein wenig Mut und Selbstvertrauen sowie viel Neugier und Lernbereitschaft − eine Mixtur aus diversen Zutaten brachte mich dahin, wo ich heute beruflich bin.

    Auch den umgekehrten Weg kann ich mir gut vorstellen. Wer beruflich an Fachtexten, Berichten, Broschüren oder was auch immer arbeitet, verspürt ganz bestimmt irgendwann den Wunsch, einmal die formalen Fesseln von Sachtexten abzustreifen und sich auf kreativen Spielplätzen auszutoben.

    TZN: Ihre Kurzgeschichte "Expedition" in der Anthologie "Man gönnt sich ja sonst nichts..." hebt sich durch ihren leichten, humorvollen Unterton von anderer Science-Fiction-Kost ab. Wie kommt das? Wie entstand diese Geschichte?

    Schafstädt: Eine Badewanne zum intergalaktischen Transportbehälter zu machen, halte ich für eine nahe liegende Idee. Sie plausibel zu vermitteln, geht ohne Augenzwinkern gar nicht, obwohl im Grunde von einer furchtbaren Tragödie berichtet wird. Aus solcher Ambivalenz beziehen viele Geschichten ihren Unterhaltungswert, nicht nur meine. Schreiben und Lesen müssen Spaß machen, Ersteres kann ich bestätigen.

    TZN: Woran schreiben Sie gerade?

    Schafstädt: Ich bereite einen Roman vor, schon seit mehreren Jahren beschäftige ich mich damit, doch es geht nur in sehr kleinen Schritten voran. Er wird sich mit der Wendezeit beschäftigen. Klar, da wurde schon sehr viel geschrieben und veröffentlicht, aber ich glaube, es gibt noch einiges darüber zu sagen. Mal sehen, ob es glückt.

     
     

    "Zunächst sollte die wichtigste Bedingung nicht übersehen werden: Um davon leben zu können, muss man ein Buch geschrieben haben, das einen Verlag und ein Publikum findet."


    TZN: Würden Sie gerne vom Bücher-Schreiben leben können?

    Schafstädt: Sicher doch, und noch lieber würde ich wie ein Bücher-Schreiber leben wollen, mich morgens an einen Tisch im Schatten einer Linde in den Garten setzen und dichten, bis der Horizont die Sonne schluckt. Aber im Ernst, zunächst sollte die wichtigste Bedingung nicht übersehen werden: Um davon leben zu können, muss man ein Buch geschrieben haben, das einen Verlag und ein Publikum findet. Manchmal soll schon eines reichen, hört man, doch im Normalfall gehen dem viele Fehlversuche als Lehrgeld voraus. Diese Investition ist scheinbar unvermeidlich, es sei denn, man ist ein Naturtalent.

    TZN: Wie vereinen Sie Beruf, Familie und Hobby? Geht das überhaupt?

    Schafstädt: Nun, es gelingt anderen Leuten mit anderen Hobbys ja auch. Natürlich muss man sich dabei den Realitäten fügen. Derzeit bin ich beruflich äußerst stark eingespannt und auf absehbare Zeit wird mein Freizeitschreiben auf Sparflamme geschaltet bleiben müssen. Es gab auch in der Vergangenheit immer wieder solche Phasen, in denen sich die Prioritäten verschoben haben. Ich sehe mich als Hobbyautoren, das ist ein wichtiger Aspekt dabei. Stünde mir der Sinn nach schriftstellerischem Ruhm, müssten die Entscheidungen anders fallen.

    TZN: Auf Ihrer Homepage gibt es auch Bilder und kurze Reiseberichte. Sind das Schreibübungen, öffentliche Gedanken − was verbirgt sich dahinter, ein großes Stück Privatleben, Erlebtes, Gefühltes der breiten Masse zugänglich zu machen?

    Schafstädt: Meine Homepage soll mir helfen, auch in Phasen mit wenig freier Zeit produktiv zu bleiben und die Verbindung zum Schreiben nicht abreißen zu lassen. Eine halbe Stunde reicht allemal, dachte ich mir, ein paar Eindrücke zu verarbeiten oder eine Rezension für ein Buch zu schreiben. So gesehen sind es wirklich Fingerübungen, mit denen man gleichzeitig ein wenig über mich erfährt.

    TZN: Wie sehen Sie die derzeitige Szene auf dem Sci-Fi- und dem allgemeinen Buchmarkt?

    Schafstädt: Im Wettbewerb mit Fantasy und History hat die Sci-Fi es schon eine Weile recht schwer. Da behaupten sich vor allem die Klassiker. Die Leser mögen es derzeit gern mystisch, archaisch und in Brokat gehüllt. Aber Vorlieben und Märkte ändern sich. In der Zwischenzeit pflegt die jeweilige Szene ihr Genre und ihre Helden. Ich bin da ziemlich optimistisch: Was gut ist, spricht sich schnell herum, Trends wandeln sich. Und Neuerscheinungen gibt es schließlich auch weiterhin in allen Sparten.

    TZN: Wie sehen Sie die derzeitige Situation für Neuautoren?

    Schafstädt: Wenn "Situation" einmal den kommerziellen Erfolg außen vor lässt, dann war die Situation für Neuautoren niemals besser. Grund ist das Internet. Es beschleunigt den Reifeprozess der Nachwuchsschreiber. Was früher einsam im stillen Kämmerchen geschrieben und dann verschämt guten Freunden zur Begutachtung vorgelegt wurde, kann heute unmittelbar mit Gleichgesinnten im Internet besprochen werden. Da gibt es klare und offene Worte, die erst ernüchternd und dann erfrischend wirken, weil sie das Gespür für Schwächen und Stärken schärfen. Ich kenne die Gruppe Schreib-Lust und die Leselupe recht gut und kann sie für die ersten Schritte nur empfehlen. Dort kann man in kürzester Zeit sehr viel lernen, wofür man andernorts so manchen Spargroschen pulverisieren muss.

     
     

    "Wer einen Text in eine Schreibgruppe ins Internet stellt, hat auch veröffentlicht."


    TZN: Welche Erfahrungen haben Sie mit Verlagen gemacht? Ist es einfach, für einen "Neuautoren" etwas zu veröffentlichen?

    Schafstädt: Auch hier halte ich die Rahmenbedingungen für gut, wenn man die eigenen Fähigkeiten realistisch einschätzt, die Erwartungen nicht zu hoch steckt und vor allem geduldig einen Schritt nach dem anderen macht. Wer einen Text in eine Schreibgruppe ins Internet stellt, hat auch veröffentlicht. Und er findet kritische Leser, die ihm entweder in den Sattel oder vom hohen Ross herunter helfen. Beides ist nützlich. Ganz automatisch schließt man dabei Bekanntschaften mit anderen Autoren, kann deren Erfahrungen und Kontakte nutzen. Und schon erfährt man von Ausschreibungen und Wettbewerben, lernt kleine Verlage kennen, wird in eine Anthologie aufgenommen und fügt sich ein Baustein des großen Traumes zum nächsten. Diese Gruppen und Netzwerke funktionieren. Wenn man sich aktiv einbringt und kontinuierlich schreibt, sind die ersten Erfolgserlebnisse fast nicht zu verhindern.

    TZN: Vielen Dank für das Interview!

    Weiterführende Links

  • Lutz Schafstädt
    Schreiberling und Lesewesen.

  • Mellis Autoren-Ecke

    Diesmal sprach Melanie Brosowski mit dem Autor Lutz Schafstädt.


     

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    Kino-Guide

    Dezember 2008

    "A.R.O.G"  (Türkei 2008)


     

    Regie

    Ali Taner Baltaci

    Drehbuch

    Cem Yilmaz

    Darsteller

    Cem Yilmaz (Arif), Özge Özberk (Ceku), Zafer Algoz (Doktor), Ozan Güven (216-Robot)

    Start

    4. Dezember

    Website

    ArogFilm.com


    Inhalt
    Arif wird per Zeitmaschine in die Steinzeit versetzt. Natürlich nicht ohne Folgen für die Menschen in jener Zeit, denn nach und nach hält die Zukunft in ihr Leben Einzug und sie werden von einer Ära in die nächste gehetzt. Doch Arifs Zukunftsideen werden nicht von allen Steinzeitmenschen gerne gesehen.

    Hintergrund
    Im Vorgängerfilm "G.O.R.A“ (mit fünf Millionen Euro einer der teuersten türkischen Filme aller Zeiten) musste Teppichhändler und UFO-Foto-Fälscher Arif noch den gleichnamigen Planeten vor üblen Machenschaften retten und heiratete daraufhin Prinzessin Ceku. Im neuen Film stellt sich die Frage: Wird er seine Auserwählte jemals wieder sehen?

    Aussichten
    Acht Millionen Euro Produktionskosten versprechen einiges an Qualität, und mit 150 Kopien startet der Film überaus stark an den Kinos, trotz türkischer Originalfassung. Cem Yilmaz, die Nummer eins der türkischen Standup-Comedy-Szene, wird erneut für einen unterhaltsamen und auch mit gesellschaftskritischen Tönen (von Talkshows über Ehrenmorde bis hin zur Ölkrise wird alles unter Beschuss genommen) gespickten Abend sorgen.


    "Der Tag, an dem die Erde still stand"  (USA 2008)


     

    Regie

    Scott Derrickson

    Drehbuch

    David Scarpa

    Darsteller

    Keanu Reeves (Klaatu), Jennifer Connelly (Helen Benson), John Cleese (Dr. Barnhardt), Jaden Smith (Jacob)

    Start

    11. Dezember

    Website

    DTADDES.de


    Inhalt
    Auf der gesamten Erde tauchen fremdartige Sphären auf, welche für Panik und Unruhe sorgen. Klaatu, ein Gesandter einer mächtigen Planetenallianz, welche die Erde schon seit Längerem beobachtet, kommt auf dem Planeten an und gibt sich als ein "Freund der Erde“ aus. Die US-Regierung stellt daraufhin ein Team aus Wissenschaftlern zusammen, um sich einer eventuellen Bedrohung stellen zu können und die Hintergründe für Klaatus Erscheinen aufzuklären.

    Hintergrund
    "Der Tag, an dem die Erde still stand" ist ein Remake des gleichnamigen Schwarz-weiß-Films aus dem Jahre 1951, in dem ein Außerirdischer auf die Erde kam und die Menschheit vor der Ausübung deren Gewaltpotenzials warnte. In der Neuauflage mit Keanu Reeves wird sich die Botschaft etwas ändern und der Film natürlich auch auf den neusten Stand der Technik gebracht.

    Aussichten
    Der Film wartet mit einer tollen Besetzung (Keanu Reeves, Jennifer Connelly, Kathy Bates) auf und wird auch in technischer Sicht Maßstäbe setzen. Im Gegensatz zur kritischen Stellung des ersten Film gegenüber den Gefahren des Kalten Krieges wird sich die Neuauflage auf die Beziehung der Menschheit zu ihrem Planeten beziehen. Also aller Voraussicht nach: Popcorn-Kino mit Botschaft. Man darf gespannt sein!


    "Tintenherz"   (Deutschland, Großbritannien, USA 2008)


     

    Regie

    Iain Softly

    Drehbuch

    Cornelia Funke (Story), David Lindsay-Abaire (Drehbuch)

    Darsteller

    Brendan Fraser (Mo Folchart), Andy Serkis (Capricorn), Helen Mirren (Elinor Loredan), Paul Bettany (Staubfinger)

    Start

    11. Dezember

    Website

    Tintenherz-derFilm.de


    Inhalt
    Mo Folchart und seine Tochter Meggie besitzen eine außergewöhnliche Gabe. Beim lauten Vorlesen aus einem Buch können sie die handelnden Personen und Wesen lebendig werden lassen. Doch diese Gabe hat auch einen Preis, denn für jede imaginäre Figur, die aus den Büchern erscheint, muss eine Person aus dem realen Leben in diesen verschwinden. Eines Tages findet Mo das Buch wieder, in dem einst seine Frau verschwunden ist und begibt sich auf die Suche nach ihr. Doch sein Plan wird vom Schurken Capricorn vereitelt, der Meggie als Geisel nimmt und Mo dazu zwingt, mit einer bunt zusammengewürfelten Truppe aus realen und imaginären Figuren Widerstand zu leisten.

    Hintergrund
    Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Cornelia Funke aus dem Jahre 2003, welcher der erste Teil einer Trilogie ist. Cornelia Funke soll bei der Konzeption der Figur des Mo Brendan Fraser vor Augen gehabt haben, der nun im Film die Hauptrolle übernimmt.

    Aussichten
    Tolle Darsteller (Fraser, Mirren, Serkis), eine spannende Geschichte und gute Effekte präsentieren uns ein Fantasyabenteuer, welches − zeitgerecht vor Weihnachten − zum Träumen verleiten wird.



     

    Regie

    Ben Stassen

    Drehbuch

    Domonic Paris

    Darsteller

    voraussichtlich keine

    Start

    18. Dezember

    Website

    FlyMeToTheMoonTheMovie.com


    "Fly Me to the Moon"   (Belgien 2008)

    Inhalt
    Nat träumt davon, große Abenteuer zu bestehen. Ein unter den Fliegen nicht gerade gern gesehener Traum, doch er hält daran fest und startet zusammen mit IQ und Scooter als blinde Passagiere mit der Apollo 11 ins All. Doch einige Probleme stehen an, denn Neil Armstrong bekommt die Anweisung, sich um die Schmutzpartikel an Bord zu kümmern. Und auch die russischen Fliegen können es nicht akzeptieren, dass ihre amerikanischen Artgenossen als erste in den Weltraum vorstoßen.

    Aussichten
    Der belgische 3D-Animationsfilm verspricht einiges an Humor und startet den Versuch, eine neue Generation an jenen Moment zurückzuführen, an dem die gesamte Welt im Jahre 1969 zusammen und geeint die Aktionen dreier Menschen auf dem Mond gebannt verfolgte.



     

    Regie

    Adam Shankman

    Drehbuch

    M. Lopez (Story)

    Darsteller

    A. Sandler (Skeeter Bronson), A. Serkis (Capricorn)

    Start

    25. Dezember

    Website

    disney.go.com


    "Bedtime Stories"   (Belgien 2008)

    Inhalt
    Als die Eltern seiner Nichte und seines Neffen verreisen müssen, springt Onkel Seeker als Aufpasser ein. Jeden Abend erzählt er ihnen die unglaublichsten Gutenachtgeschichten, an denen sich die beiden auch schon bald beteiligen.

    Eines Tages merkt Seeker, dass Teile der Geschichten wahr werden und glaubt, sich nun alle Wünsche erfüllen zu können. Zu spät fällt ihm dabei auf, dass dabei nicht seine Wünsche, sondern jene seines Neffen und seiner Nichte Realität werden.

    Aussichten
    Eine sympathische Komödie mit fantasievollen Elementen und einem Adam Sandler in Topform erwartet uns am ersten Weihnachtstag.



     

    Regie

    Erna Schmidt

    Drehbuch

    Martin Dolejs

    Darsteller

    Laura Berschuck (Stella), Hanna Schwamborn (Clementine)

    Start

    25. Dezember


    "Stella und der Stern des Orients"   (Deutschland 2007)

    Inhalt
    Stella findet auf dem Dachboden ihrer Uroma eine magische Pforte in die Vergangenheit.

    Hundert Jahre früher steht sie plötzlich zwei Kindern, ihrer Uroma und ihrem Urgroßonkel, gegenüber. Zu dritt begeben sie sich auf eine Schatzsuche, um den Stern des Orients zu finden und somit die Familie vor dem finanziellen Ruin zu retten.

    Aussichten
    Ein Film voller Tatkraft, Freundschaft und Abenteuer.



    Was waren Ihre letzten Science-Fiction-, Fantasy- oder Mystery-Highlights im Kino oder auf DVD? Und welche Streifen Enttäuschungen? Schreiben Sie uns an leserbriefe@trekzone.de!

    SF-Zone

    Was erwartet uns vor und zu Weihnachten aus den Genres Science-Fiction, Fantasy und Mystery im Kino? Christian Vajda verschafft Ihnen einen Überblick.


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    Reise zum Rand des Sonnensystems

    Die Voyager-Nachfolgermission IBEX

    Der Start der NASA-Mission IBEX markiert ein neues Kapitel in der Erforschung der Grenze unseres Sonnensystems. Die Sonde wird eine Region untersuchen, über die wir bisher nur sehr wenig wissen.

    Am 16. Dezember 2004 dringt die 27 Jahre zuvor gestartete Raumsonde Voyager 1 in die Randbereiche der Heliosphäre vor. Trotz weiterer Daten der Schwestersonde Voyager 2, welche dieselbe Schwelle im August 2007 überquert, fehlt der Wissenschaft weiter das große Bild der Grenzregion unseres Sonnensystems. Denn wie die Schockwelle zwischen Sonnenwind und interstellarem Teilchenstrom wirklich aussieht und welchen zeitlichen Schwankungen sie unterworfen ist, ist völlig ungeklärt. Der Interstellar Boundary Explorer (IBEX) der NASA soll das ändern.

     
     

    Während die Voyager-Sonden mehrere Punkte des Termination Shock erkunden konnten, reichte ihr Instrumentarium nicht für großräumigere Untersuchungen dieser Region aus.


    Die Sonne schleudert ständig einen dichten Strom geladener Teilchen ins Planetensystem, der jedoch nur wenig mit irdischen Orkanen gemein hat. In jeder Sekunde verliert unser Stern rund eine Million Tonnen Masse, die als Sonnenwind mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 400 Kilometern pro Sekunde in das Sonnensystem vordringt. Diese Teilchen erzeugen eine Blase aus solarer Materie mit einer scharfen Bugwelle und einem längeren Schweif, die wir als Heliosphäre bezeichnen. In wachsendem Abstand zur Sonne nimmt ihre Dichte immer weiter ab, bis der Teilchenstrom schließlich beginnt, mit der interstellaren Materie zu interagieren: Auf seiner Bahn um das Zentrum der Milchstraße bewegt sich das Sonnensystem durch einen Teil des interstellaren Raums, der aus einem dünnen Materiegemisch besteht. Hier tummeln sich Staub, Überreste von Supernovae, Teilchen aus dem Wind anderer Sterne und Atome, die direkt nach dem Urknall entstanden sind. Am Rande der Heliosphäre werden zuerst die Sonnenwindteilchen abgebremst und erreichen am Termination Shock Unterschallgeschwindigkeit, was zu einem Aufheizen und zu veränderten Magnetfeldern führt. In der Heliopause kommen beide Teilchenströme zum Stillstand. Auf der anderen Seite beginnt der beeinflusste Bereich des interstellaren Mediums mit dem Bow Shock.

    Während die Voyager-Sonden mehrere Punkte des Termination Shock erkunden konnten, reichte ihr Instrumentarium nicht für großräumigere Untersuchungen dieser Region aus. Voyager 2 passierte die Schwelle innerhalb von mehreren Tagen gleich fünfmal und in einem Abstand von rund 84 Astronomischen Einheiten (AE), während Voyager 1 bei der Passage der Grenze noch 94 AE von der Sonne entfernt war. Das heißt, dass die Grenzregion des Sonnensystems starken Schwankungen unterliegt, die vermutlich mit den Aktivitätszyklen der Sonne zusammenhängen und nicht nur im Jahres-, sondern auch im Tagesrhythmus variieren.

    IBEX ist die erste Mission, die eine globale Karte der Grenze unseres Sonnensystems erstellen soll. Die unbetankt nur 107 Kilogramm schwere Sonde wurde am 19. Oktober von Bord eines Frachtflugzeugs aus rund zwölf Kilometern Höhe mit einer Pegasus-XL-Trägerrakete gestartet. Die auch im Budget leichtgewichtige 165 Millionen US-Dollar-Mission gehört zum Small-Explorer-Programm der NASA und soll Vorkommen und Dichte neutral geladener Atome in der Grenzregion aufzeichnen. Die Messungen werden während der zwei Jahre dauernden Mission zu einer Karte des Termination Shock zusammengeführt.

     
     

    Die Messungen kann IBEX − ein klarer Vorteil gegenüber den Voyager-Veteranen − bequem von zu Hause aus vornehmen.


    Aus dem Erdorbit lässt sich die Grenze der Heliosphäre nur mit Hilfe von energetic neutral atoms (ENAs) nachvollziehen. Treffen energetische geladene Teilchen des Sonnenwindes mit den neutralen interstellaren Atomen zusammen, kommt es zu einem Ladungsaustausch. Das nun neutrale Teilchen verlässt daraufhin als ENA den Ort des Geschehens auf einer geraden Flugbahn, da es anders als Ionen nicht mehr durch äußere Magnetfelder beeinflusst werden kann. Misst man nun Masse und Energie der ENAs aus einer definierten Richtung, sind direkte Rückschlüsse auf die Interaktionen in ihrem Entstehungsgebiet möglich.

    Das Fliegengewicht IBEX kann seine wissenschaftliche Aufgabe mit nur zwei Instrumenten erfüllen. IBEX-Hi und IBEX-Lo sollen die neutralen Atome aufnehmen, diese zur besseren Bestimmung ionisieren und schließlich in festgelegten Energiebereichen identifizieren und zählen. Ein Kollimator wird das Sichtfeld der Instrumente eingrenzen, um einzelne Raumregionen genau beproben zu können. Die Messungen kann IBEX − ein klarer Vorteil gegenüber den Voyager-Veteranen − bequem von zu Hause aus vornehmen: Die Sonde wird in eine stark exzentrische Erdumlaufbahn geschossen, auf der sie 5000 bis 300.000 Kilometer von der Erde entfernt schwebt. Das ist wichtig, da die Magnetosphäre des Planeten sonst genaue Messungen behindern kann. Der Perigäum innerhalb des Einflussbereichs des Erdmagnetfelds soll zur Übertragung der Daten an die Bodenstation genutzt werden.

    Ziel der IBEX-Mission ist ein besseres Verständnis der Grenze unseres Sonnensystems, die rund 100 AE oder 15 Milliarden Kilometer von uns entfernt liegt. Erst kürzlich wurde sie erstmalig von aktiven Raumsonden durchquert, die bereits vor Jahrzehnten die Erde verließen. Mit indirekten Messmethoden gelingt es IBEX, die Region von der Erde aus zu vermessen. Die Grenze wird nicht nur durch Schwankungen in der Sonnenaktivität ständig verschoben, sondern auch durch externe Einflüsse wie explodierende Sterne, deren Strahlungseinflüsse auch das Leben auf der Erde beeinflussen können.

    Verwandte Links

  • TZN Raumfahrer.net: News
    Mission IBEX vor dem Start.

  • NASA: Missionsprofil
    Informationen zur Mission in englischer Sprache.

  • In Space

    Karl Urban berichtet über eine kleine neue NASA-Mission mit großen Aufgaben.


     

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