TZN

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"Tja, also wissen Sie, Mr. Spock, dazu möchte ich Ihnen mal in netter Form mitteilen, dass es mir wirklich scheißegal ist, ob ich in 14,87 oder in 15 Minuten mein Besteck abgeben muss. Wenns nämlich knallt, bleibt nichts mehr von uns übrig und alle Geschichten um unsere schöne Enterprise beginnen dann mit: Es war einmal..."

 − Scotty
 − in "Gefährliche Planetengirls"

Januar 2009

 

ISSN 1684-7385

Volume VI

Ausgabe 75 (#128)

 features

 

Trekkige Weihnachten

Die Treffen leben weiter

Zu Besuch beim Trek-Dinner Köln

Heirat und Tod

Höhen und Tiefen 2008

Der zweite Teil unseres
"Star Trek"-Jahresrückblicks

Ungewisse Zukunft

Remake des Klassikers

"Der Tag, an dem die Erde stillstand" unter der Lupe

 

Vorwort

2009 wird ein "Star Trek"-Jahr


Liebe Leserinnen und Leser,

das Jahr 2008 endete für die "Star Trek"-Fans mit einer schrecklichen Nachricht. Am 18. Dezember verstarb Majel Barrett Roddenberry, Schauspielerin und Witwe von "Star Trek"-Schöpfer Gene Roddenberry, im Alter von 76 Jahren an Krebs. Was mir nicht nur vor Augen führt, wie alt "Star Trek" schon ist, sondern vor allem, dass die Serie noch immer Kultstatus besitzt und auch nach über 40 Jahren für Gesprächsstoff sorgt.

Ich hoffe, Sie alle sind trotzdem gut ins neue Jahr gekommen. Lassen Sie uns doch trotz Wirtschaftskrise einen kleinen Ausblick in das Jahr 2009 werfen. Neben dem neuen "Star Trek"-Film erwartet uns im Mai "Terminator 4: Die Erlösung", im Juni "Transformers 2" und im Juli "Harry Potter und der Halbblutprinz". Als kleiner Geheimtipp gilt die Literaturverfilmung "Die Päpstin", die im Oktober in die Kinos kommen soll. Tim Burton will den Kinder(buch)klassiker "Alice im Wunderland" als Realfilm verwirklichen, und Lee Eisenberg schreibt zusammen mit Gene Stupinsky an einem neuen "Ghostbusters"-Drehbuch. Was uns 2009 sonst noch so bringt: Lassen wir uns überraschen!

Nun wünsche ich Ihnen viel Spaß beim Lesen der ersten Ausgabe dieses Jahres!

Melanie Brosowski
Chefredakteurin

 
   

Inhalt

Die ganze Ausgabe auf einen Blick

Wie ein Fels in der Brandung

Das Kölner Weihnachts-Trek-Dinner.

Scottys letzter Flug & das Warten auf einen Film

Der "Star Trek"-Jahresrückblick 2008, Teil 2.

Mein Universum

... und das von "Star Trek".

Die Ereignisse des Monats

Geburtstage und neue Bücher.

Die Erde lebt weiter − wenn der Mensch stirbt

Kritik zu "Der Tag, an dem die Erde stillstand".

1823, 1882: Jahre des Gruselns

Hörbuch-Kritiken zu "Die Gespenster-Rikscha" und "Der Vampir".

Warum E.T. nicht mit Uri Geller Kontakt aufnahm...

Eine TV-Kritik.

Impressum

Redaktion, Abonnement und Copyrights.

Wussten Sie, dass...

... Marcy Lafferty, Chief Defalco aus "Star Trek: Der Film", von 1973 bis 1994 mit William Shatner verheiratet war?

... Jill Ireland, alias Leila Kalomi in "Falsche Paradiese", die Ehefrau von Schauspiellegende Charles Bronson war?

... Carel Struycken, alias Lwaxanas Diener Mr. Homn, auch in "Men in Black" mitspielte?


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Wie ein Fels in der Brandung

Das Kölner Weihnachts-Trek-Dinner

Ja, es gibt sie noch, die so genannten Trek-Dinner, bei denen sich Fans treffen, gemeinsam essen und klönen, Karten tauschen et cetera. Wenige zwar, aber diese umso beständiger.

Am 13. Dezember hatte ich Gelegenheit, das Trek-Dinner in Köln zu besuchen. Zufälligerweise war es auch noch das Weihnachtstreffen, welches dort in einem besonderen Rahmen gefeiert wird. Doch dazu später. Das Trek-Dinner Köln ist ein Treff für alle Science-Fiction-, Mystery-, Fantasy-, Rollenspiel- und Action-Fans im Großraum Köln und darüber hinaus. Es findet regelmäßig am zweiten Samstag im Monat ab 18 Uhr im ACR-Sportcenter, Neubrücker Ring 48, in 51109 Köln statt.

Die Location des Trek-Dinners ist schon etwas gewöhnungsbedürftig. Dicke Rohre verlaufen an der Decke, es ist ein Kommen und Gehen der Sportler, und wer es sich nicht verkneifen kann, kann diesen sogar bei ihren Aktivitäten zusehen. Zudem sorgt die Größe des Raumes dafür, dass ich es doch als ein wenig kühl empfand. Dafür sind die Preise für Getränke und Speisen moderat, wobei man natürlich nicht eine zu große Auswahl erwarten darf. Die Karte ist nur beim Trek-Dinner-Termin aufgrund der wenigen Besucher reduziert. An allen anderen Tagen gibt es eine große Karte. Im Sommer wird zudem regelmäßig beim Trek-Dinner gegrillt und es gibt zudem Minigolfturniere auf dem hauseigenen Platz.

Überrascht war ich von der Anzahl der Personen. Mehr als 30 Fans waren anwesend, einige sogar in Kostümen. Die Stimmung war durchweg fröhlich, und neben "Star Trek" fanden auch andere Themen wie die Kreation einer Weihnachtspizza mit Zimt, Wasabi und die letzten Urlaubserlebnisse Platz. Es gab sogar einen kleinen Verkaufsstand − leider nur noch beim Weihnachts-Trek-Dinner −, und der Höhepunkt des Abends war die Tombola, Lospreis 0,50 Euro (der Erlös geht zu Gunsten des Fördervereins Kinderkrankenhaus der Stadt Köln), bei der es jede Menge Preise, unter anderem Poster und Bücher, zu gewinnen gab.

Nebenbei hatte ich auch noch Gelegenheit, mit Ludmila, einer der Organisatoren, zu sprechen. Sie erzählte mir, dass es das Trek-Dinner schon seit 1992 gibt, seit 1998 sogar mit einem regelmäßigen Xena-Stammtisch. Die Zahl der aktiven Mitglieder schätzt sie auf 30 bis 50. Neben der Weihnachtsfeier gibt es noch einen anderen Jahreshöhepunkt, nämlich die Poolparty, die ebenfalls im ACR-Sportcenter stattfindet. Neben dem monatlichen Stammtisch finden noch einige gemeinsame Aktiva, wie zum Beispiel DVD-Abende, statt. Zur Zeit von TNG hatte das Trek-Dinner den meisten Zulauf, danach flaute der Besucherstrom kontinuierlich ab. Einen Zulauf von Fans während der Ausstrahlung von "Enterprise" konnte das Kölner Trek-Dinner leider nicht spüren, trotz massiver Werbung. Anscheinend, so Ludmilla, erfährt das Genre Science-Fiction trotz des neuen "Star Trek"-Films einen Rückgang. Von daher verspricht sie sich auch keinen großen Zulauf beim Kinostart des neuen Streifens.

Alles in allem ist das Kölner Trek-Dinner auf jeden Fall einen Besuch wert. Wer sich vorab näher informieren möchte, dem lege ich die wirklich gut gemachte Website ans Herz.

Weiterführende Links

  • Trek-Dinner Köln: Infos und Termine
    "Intoleranz wird nicht toleriert!", heißt es auf der Website als Leitspruch unter anderem.

  • Trek-Zone

    Wann waren Sie das letzte Mal auf einem Trek-Dinner? Fahren Sie nach Köln, es lohnt sich! Ein Artikel von Melanie Brosowski.


     

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    Scottys letzter Flug & das Warten auf einen Film

    Der "Star Trek"-Jahresrückblick 2008, Teil 2

    Der neue Kinofilm, das Merchandising und die Aktivitäten ehemaliger Darsteller − aus einem dieser Bereiche stammte 2008 fast jede Meldung zu "Star Trek". Doch auch wenn das Projekt von J.J. Abrams nicht realisiert worden wäre, dieser Jahresrückblick hätte trotzdem ein ansehnliches Spektrum an teils bereits vergessenen Geschehnissen zu bieten. Nach Teil 1 in der letzten "Daily Trek Weekend"-Ausgabe finden Sie im Folgenden den zweiten Teil des TZN-Rückblicks auf das vergangene Trek-Jahr.

    3. Quartal

    Anfang August wurden die sterblichen Überreste von James Doohan ein zweites Mal Richtung Weltraum geschossen. Nach zwei Minuten und 20 Sekunden Flugzeit versagte jedoch die Trennung zwischen erster und zweiter Raketenstufe. Statt im Weltraum wurde "Scotty" nun eine Seebestattung zuteil. Der Behälter sollte eigentlich mehrere Jahre über der Erde kreisen und anschließend in die Atmosphäre eintreten und verglühen. In der gleichen Woche gab es aber auch positive Nachrichten. Unterstützt durch Leonard Nimoy hatten die Cryptic Studios "Star Trek: Online" in Las Vegas vorgestellt. Nebst einem 1.42 Minuten langen Trailer erzählte Chief Creative Officer Jack Emmert während 45 Minuten, auf was sich die Fans freuen dürfen.

     
     

    George Takei heiratete seinen Partner und Manager Brad Altman.


    Mit Beginn des Septembers startete das Engagement von Kate Mulgrew in der Broadway-Produktion "Equus". An der Seite von Daniel Radcliffe verkörpert Mulgrew die Beamtin Hesther Salaman. Die Vorstellungen werden noch bis Februar 2009 in New York andauern. Für Colm Meaney standen die Sterne weniger gut. Der Darsteller von Miles O'Brien war nicht länger Teil der amerikanischen Version von "Life on Mars". Der bereits abgedrehte Pilotfilm mit Meaney als Detective Gene Hunt wurde zugunsten einer neuen Fassung verworfen. Genauer gesagt wurde die ganze Besetzung ausgewechselt, mit Ausnahme des Hauptdarstellers. Die Vermutung liegt nahe, dass er aufgrund des neuen Produktionsstandortes New York anstatt Los Angeles ausgestiegen war.

    In der Metropole an der Westküste erklangen unterdessen die Hochzeitsglocken. George Takei heiratete seinen Partner und Manager Brad Altman. Die beiden lebten vorher bereits 21 Jahre in einer Partnerschaft. Als Trauzeugen anwesend waren Walter Koenig und Nichelle Nichols. Der Zeitpunkt war gut gewählt, hatten sich doch am 4. November in einer Volksabstimmung die Gegner gleichgeschlechtlicher Eheschließungen mit knapper Mehrheit durchgesetzt und das Verbot der Homo-Ehe wieder in Kraft gesetzt.

    4. Quartal

    Am 19. Oktober wurde eine ungeahnte Flut an Szenenbildern und Promo-Fotos zum neuen Kinofilm präsentiert. Von der Crew in ihren klassischen Uniformen über Special-Effect-Shots bis zum romulanischen Bösewicht Nero. Paramount ging bei der Veröffentlichung einen ungewöhnlichen Weg und ließ jedes Foto einer anderen Website zukommen, was zu einer kurzzeitigen Schnitzeljagd führte. Es tauchten auch weitere Details zum Comic "Star Trek: Countdown" vom Comicbuchverlag IDW auf. Die Vorgeschichte zu Nero würde eine Miniserie werden und ab Januar 2009 monatlich in den USA erscheinen. Eine andere Meldung, welche sich ebenso mit dem kommenden Jahr beschäftigte, handelte vom Gerücht um "Star Trek"-Filme auf Blu-ray-Disc. Nach den Plänen von Paramount Home Entertainment soll eine Box mit den sechs Leinwandabenteuern der Classic-Crew in den Handel gebracht werden. In Sachen TV-Serien könnten "Raumschiff Enterprise" (dank dem Remastering) und "Star Trek: Enterprise" (dank der Produktionsweise) den Vorrang haben, da beide Serien bereits den Status "HD ready" besitzen.

    Bevor Mitte November dem amerikanischen Publikum der Trailer von "Star Trek XI" im Kino gezeigt wurde, begab sich Regisseur J.J. Abrams auf eine Europa-Tour, um in verschiedenen Städten Szenen aus dem neuen Kinofilm vorzuführen. Er präsentierte dabei vier Filmszenen, welche zusammengenommen eine Laufzeit von etwa 20 Minuten hatten. Eine Reise der anderen Art unternahm George Takei. Für die TV-Zuschauer der britischen Ausgabe von "Ich bin ein Star − Holt mich hier raus!" zog er in das bekannte australische Dschungelcamp. Von anfangs zehn Prominenten stieß Takei dank des Telefon-Votings bis ins Finale vor und belegte am Schluss den dritten Platz.

     
     

    Im DVD-Bereich war die neue Fan-Collective-Box "Alternate Realities" erschienen und beinhaltete 20 Episoden aus den fünf Trek-Serien.


    Die Weihnachtszeit rückte nun spürbar näher, und im deutschsprachigen Raum erschienen mehrere Merchandising-Artikel, welche sich gut als Geschenke anboten. Im DVD-Bereich war die neue Fan-Collective-Box "Alternate Realities" erschienen und beinhaltete 20 Episoden aus den fünf Trek-Serien. Auf dem Buchsektor setzte Cross Cult seine Erfolgsgeschichte mit der "Star Trek: Titan"-Reihe fort, und mit "Star Trek in Deutschland" kann sich jeder über das Geschehen im deutschen Fandom seit 1972 informieren.

    Für das Jahr 2008 ergab sich leider noch ein trauriger Schlusspunkt. Mit 76 Jahren erlag Majel Barrett Roddenberry am 19. Dezember einer Leukämie-Erkrankung. Die Witwe von Gene Roddenberry wird uns mit ihrer Darstellung von Schwester Chapel, Lwaxana Troi und als Stimme des Schiffscomputers auf ewig in bester Erinnerung bleiben.

    Weiterführende Links

  • TZN-Archiv: "Daily Trek Weekend" 2435
    Mit dem Rückblick auf die ersten beiden Quartale des Jahres 2008.

  • Trek-Zone

    Was geschah 2008? Roland Steiger mit einem Rückblick auf die letzten zwölf Monate.


     

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    Mein Universum

    ... und das von "Star Trek"

    Das Universum, aus dem lateinischen "universus", was so viel wie "gesamt" bedeutet, wird allgemein als "die Gesamtheit aller Dinge" bezeichnet. Andere Worte dafür sind: Weltraum, Weltall oder Kosmos.

    Das Universum. Es ist der Teil, den wir sehen − außerhalb der Erdatmosphäre −, und das, was wir nicht sehen, was unseren Augen im Ganzen verschlossen bleibt und nur durch Fernrohre und Medien zu uns gelangt. International sagt man, der Weltraum beginnt ab einer Höhe von 100 Kilometern, bei der NASA und der US Air Force hingegen beginnt er schon ab einer Höhe von 80 Kilometern über dem Boden.

    Das eine Universum entstand durch den Urknall − unser Universum, andere aber entstehen in den Köpfen von Menschen und allein dort existieren sie. Es sind Autoren und Drehbuchschreiber, die uns mit ihnen konfrontieren. Und die Leser setzen sich damit auseinander, manchmal auch die Zuschauer. Denn manch eine Welt, die hier, in unserer Realität nicht zu sein scheint, hat es geschafft, eine Berechtigung auf ein Dasein bei uns − in unseren Köpfen − zu erhalten. Es sind Welten und Räume, Kosmen wie die von "Star Trek" oder "Perry Rhodan". Und sie sind gefüllt mit Leben. Wahrem, vielfältigem, unterschiedlichem Leben, Wesen und Wesenheiten, die zu sein scheinen, wenn wir sie in unsere Köpfe lassen, wenn wir glauben, dass sie existieren und mit ihnen fiebern. Beginnen, sie zu hassen, zu lieben, zu verachten oder manchmal auch einfach nur den Kopf schütteln.

     
     

    Die große Frage "Was wäre wenn..." wurde in "Star Trek" beantwortet.


    Wie entsteht so ein in sich geschlossener Kosmos, fragt man sich. Welche Menschen sind das, die so etwas in Gang setzen? Und was bewegt sie dazu? Es gibt viele Möglichkeiten, so viele, wie es in einem Menschen selbst gibt. Und Anlässe gibt es auch die unterschiedlichsten. Oder kann ich genau sagen, warum ich dies hier schreibe? Es ist ganz einfach: In mir war etwas wie eine Stimme, die mir sagte "Tue dies". Nein, nicht zu deinem Gedächtnis, aber vielleicht für die Menschheit, die Leser und die, die es hören und lesen wollen. Die, die es interessiert.

    Betrachtet man das "Star Trek"-Universum, so wurde hier die Astronomie des 20. und 21. Jahrhunderts zugrunde gelegt. Annahmen über Phänomene in die Tat umgesetzt und Spekulationen in die Realität. Die große Frage "Was wäre wenn..." wurde beantwortet. Ein Beispiel dafür gezeigt, was sein könnte, was noch werden könnte, was irgendwo irgendwann sein kann. Oder bereits irgendwo ist? "Star Trek" spielt in der Milchstraße, also in unserer Galaxis. Damit ist dem Leser der Ausgangspunkt vertraut, es wird ein Übergang gefunden und man kann sich getreu dem Motto "Das Auge sieht nicht weiter als bis zum Horizont" treiben lassen, durch Raum und Zeit segeln und dabei die eigene Realität, in der man sich gerade befindet, vergessen.

    Was passiert sind Zeitreisen, Zeitsprünge und dazu existieren dementsprechend die Raumschiffe. Basis dafür ist die "Überlichtgeschwindigkeit", die durch den so genannten Warpantrieb erreicht wird. Namensgeber sind oftmals Staaten, Städte, Flüsse oder wichtige Persönlichkeiten. Als "United Space Ship U.S.S." werden die Schiffe der Vereinten Föderation bezeichnet.

     
     

    Die meisten Kriege basieren auf Machtgier und jenen, die verteidigen wollen, die helfen wollen und die Frieden für das Universum verlangen.


    Bewohnte Planeten kommen hinzu, auf denen ähnliche oder ganz und gar fremde Völker leben. Und dann kommt da immer noch eine Philosophie hinzu, etwas, was die Seiten prägt − Gut und Böse. Die meisten Kriege basieren auf Machtgier und jenen, die verteidigen wollen, die helfen wollen und die Frieden für das Universum verlangen. Es entstehen die Helden. Es entstehen die Antihelden. Und es entstehen Handlungen − Dramen und Spannung. Letztlich ist es Leben, das entsteht. Die Figuren beginnen zu atmen, zu wachsen. Manche von ihnen werden ewig leben, andere bald sterben, doch eines tun die meisten: Sie leben und sie berühren uns selbst, manche gar unser Herz. Es kann bis zu regelrechten Gefühlsschwankungen kommen, zu Tränen in den Augen. Da fragt es sich: Und dies alles kann allein ein Buch? Ein Film? Eine fiktionale Welt? Die Science-Fiction... Ja, sie kann, wenn sie gut ist, wenn sie glaubhaft ist und der Mensch sie versteht. Wenn sie den, der sie wahrnimmt, mitziehen kann, hineinziehen und dort verankern kann. Als Zuschauer, Handelnder oder auch in ganz vielen Intelligenzwesen. Er darf seinen Geist splitten und in die Gedankenwelten anderer sehen, darf beginnen, sie zu verstehen, sich fragen, warum sie dies und jenes tun und sie verachten, lieben, bedauern, einfach ihren Weg gehen und erleben. Bis zum Ende. Durch ein ganzes Universum, wie er es noch nie kannte. Und welches es nie geben wird. Denn es ist Fantasie.

    Also ... vielleicht sollten auch Sie beginnen, Ihr eigenes Universum zu schaffen. Ihren Kosmos im Hier verankern und andere mitziehen. Setzen Sie doch ein Beiboot hier beim TrekZone Network ab und nehmen Sie uns mit auf eine Reise. Zu den Sternen, in ferne Galaxien oder wo auch immer Sie wollen. Denn es ist allein Ihre Fantasie, Ihre Idee, Ihre Gedanken, die es tun. Und doch ... durch Ihren eigens geschaffenen Kosmos werden Sie leben wie nie zuvor − und erleben. Und wenn Sie wollen, wird es keiner je erfahren. Dann bleibt es Ihr Geheimnis und das des Universums. Unsichtbar für alle anderen im weiten Raum. Wie ein leuchtender Stern, der, wenn wir zum Himmel blicken, zwar existiert, aber für unsere Augen unsichtbar bleiben wird. Wenn uns nicht eine fremde, helfende Kraft dorthin zieht und offenbart, was dort ist, was da geschieht, was da lebt.

    Das Universum. Voll Kraft und Energie. Geheimnisvoll. Niemals ganz verstanden. Voller Rätsel, Wunder und Phänomene, und doch in jedem Menschen verankert. Das Universum, ein Wunder, wie es nur wenige gibt. Ist es vielleicht das größte?

    Weiterführende Links

  • Wikipedia.de: Das Universum
    Dieser Artikel behandelt den Begriff aus astronomischer Sicht.

  • Trek-Zone

    Das Weltall. Unendliche Weiten − und Gedanken dazu von Markus Kürzinger.


     

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    Die Ereignisse des Monats

    Januar 2009

    Die Trek-Highlights der nächsten vier Wochen im Überblick.

    Trek-Kalender

     
     

    Montag

     

    Dienstag

     

    Mittwoch

     

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    Samstag

     

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       05.Januar    06.Januar    07.Januar    08.Januar    09.Januar    10.Januar    11.Januar  
     

     

     

    Buch
    Marco Palmieri & Margaret Clark (Eds.):
    "Star Trek: Mirror Universe − Shards and Shadows"
    Bestellen

    Geburtstag
    Aron Eisenberg
    (Nog)

     

    Geburtstag
    Mark Allen Shepard
    (Morn)

     

    Geburtstag
    Michelle Forbes
    (Ro Laren)

           
       12.Januar    13.Januar    14.Januar    15.Januar    16.Januar    17.Januar    18.Januar  
     

    Geburtstag
    Kirstie Alley
    (Saavik)

         

    Comic
    Scott Tipton, David Tipton & David Messina: "Star Trek: Mirror Images"
    Bestellen

           
       19.Januar    20.Januar    21.Januar    22.Januar    23.Januar    24.Januar    25.Januar  
                   
       26.Januar    27.Januar    28.Januar    29.Januar    30.Januar    31.Januar      
       

    Buch
    Keith R.A. DeCandido:
    "Star Trek: A Singular Destiny"
    Bestellen

    Geburtstag
    James Cromwell
    (Zefram Cochrane)

       

    Comic
    Howard Weinstein u.a.:
    "Star Trek Archives: Volume 3 − Best of Gary Seven"
    Bestellen

             
     


     

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    Die Erde lebt weiter − wenn der Mensch stirbt

    Kritik zu "Der Tag, an dem die Erde stillstand"

    Das Original aus dem Jahr 1951 gilt als einer der Klassiker unter den Science-Fiction-Filmen, mit seiner Botschaft für ein friedliches Zusammenleben. Deshalb kann man es nur als mutig bezeichnen, ein Remake von diesem Film zu drehen. Die Werbung hat uns in den letzten Wochen und Monaten große Namen und aufwändige Spezialeffekte gezeigt, was dem Betrachter schon zu denken gibt, ob eine Botschaft bei all dem Lärm und der Zerstörung nicht untergeht. Diese Kritik beinhaltet einige Spoiler, wer sich also "unbelastet" den Film anschauen möchte, sollte wohl besser nicht weiterlesen.

     
     

    Auch ihre Vorgehensweise, Folter in Betracht zu ziehen, wirft kein besonders positives Licht auf die USA.


    Die Geschichte von "Der Tag, an dem die Erde stillstand" dürfte den meisten Science-Fiction-Fans bekannt sein. Ein außerirdisches Wesen landet auf der Erde, um die Menschheit davor zu warnen, sich selber zu vernichten. Während das Original seine Botschaft aus dem Kalten Krieg zog, bezieht sich das Remake auf die voranschreitende Umweltverschmutzung beziehungsweise die Zerstörung der Erde durch die Menschen. "Wenn die Erde stirbt, sterben Sie. Wenn Sie sterben, wird die Erde überleben." Der Mensch darf also beweisen, ob er es wert ist, weiterhin die Erde zu bevölkern. Schafft er es, sich zu ändern? Eine Prämisse, die viel dramatisches Potenzial in sich trägt − das leider nicht immer genutzt wird. Gerade die Rolle des Militärs verfällt in Klischees, die man so schon in unzähligen anderen Filmen gesehen hat: "Erst schießen, dann fragen" oder "Die Lösung für jedes Problem ist ein Angriff". Selbst nachdem klar ist, dass der Roboter Gort nur auf aggressives Verhalten reagiert, wird weitergefeuert. Spricht das für einen sehr einfach gestrickten Drehbuchautor oder könnte man diese Vorgehensweise auch als Kritik an den USA sehen, die oftmals lieber militärisch vorgehen, als eine friedliche Lösung zu suchen? Auf die Bitte von Klaatu hin, dass er mit den Führern der Welt sprechen möchte, antwortet ihm die Verteidigungsministerin, dass er mit ihr reden könne. Spricht Amerika jetzt schon für die ganze Welt? Auch ihre Vorgehensweise, Folter in Betracht zu ziehen, wirft kein besonders positives Licht auf die USA. Ob der Film amerikakritisch ist oder einfach nur Klischees bedient, sollte wohl jeder Zuschauer selber für sich beurteilen.

    Nicht unerwähnt bleiben sollten auch religiöse Aspekte, die, wie auch schon im Original, ebenfalls Einzug gefunden haben: Klatuu kommt mit einer Friedensbotschaft zu den Menschen, läuft übers Wasser, bestückt eine Arche mit Lebewesen, heilt die Kranken und opfert sich (vermutlich) für die Menschheit. Ähnlich wie bei den Narnia-Filmen kann man natürlich streiten, ob Religion in diesen Fällen zu offensichtlich und plump eingebaut worden ist. Schön ist es auf jeden Fall, dass die Religion nicht völlig zugunsten einer action- und spezialeffektgeladenen Neuversion geopfert worden ist.

    Schauspielerisch kann sich der Zuschauer nicht beschweren: die Oscar-Preisträgerinnen Jennifer Connelly und Kathy Bates bürgen eigentlich für Qualität − eigentlich deshalb, weil Bates' Rolle als relativ engstirnige Verteidigungsministerin nur begrenzt Möglichkeiten zum Glänzen birgt. Connelly dagegen überzeugt als Astrobiologin und Stiefmutter. Wer Keanu Reeves bisher vorgeworfen hat, dass er hölzern spielt, wird in diesem Film nicht vom Gegenteil überzeugt werden, was aber auch an seiner Rolle liegt. Als Außerirdischer mit menschlicher Erscheinung tritt er häufig sehr emotionslos auf − schwer zu sagen, ob er da eine gute Leistung abgeliefert hat. Will Smiths Sohn Jaden schlägt sich ganz gut als Stiefsohn von Jennifer Connelly, gegen Ende stößt er jedoch an seine Grenzen in einer übertrieben emotionalen Szene, die auch einen Wendepunkt im Film darstellt. Toll ist es, John Cleese mal in einer ernsten Rolle zu sehen. Auch wenn sein Auftritt sich auf ungefähr fünf Minuten beschränkt, zeigt er doch, dass er auch in einem anderen Genre als Komödie glänzen kann.

    Ist das Remake abgesehen von seiner Geschichte und den schauspielerischen Leistungen ein reines Effektspektakel? Während das Original sich mehr auf den Plot konzentrierte, zeigt uns Fox, dass tricktechnisch mittlerweile mehr möglich ist. Entspricht Quantität gleich Qualität? Bedauerlicherweise sieht man dem Roboter Gort sehr häufig seine Herkunft aus dem PC an. Es ist zwar schön, dass man sich am Aussehen des ursprünglichen Gort orientiert hat, aber so richtig überzeugend wirkt das in einem Film 57 Jahre später nicht. Da sehnt man sich manchmal schon fast ein bisschen nach dem Blechroboter von damals. Leider trifft das auch auf viele andere Effekte zu. Gerade wenn Personen vor einer der Sphären stehen, lässt sich leicht erkennen, was real gefilmt worden ist und was im Nachhinein per CGI erschaffen wurde. Szenen wie die Zerstörung des Footballstadions (im Trailer zu sehen gewesen) schließen jedoch wieder an heutige Standards an.

     
     

    Gerade wenn Personen vor einer der Sphären stehen, lässt sich leicht erkennen, was real gefilmt worden ist und was im Nachhinein per CGI erschaffen wurde.


    Negativ fällt auch das Product Placement auf: Schon lange hat kein Film mehr so intensiv auf Werbepartner hingewiesen wie dieser. McDonalds, Windows, Honda, LG und so weiter werden nicht nur mal kurz gezeigt, nein, oftmals werden dann auch noch die Namen genannt, damit auch der letzte Zuschauer verstanden hat, dass hier Geld gezahlt worden ist, um im Film erwähnt zu werden.

    Fazit: Auch wenn sich viele negative Punkte in "Der Tag, an dem die Erde stillstand" eingeschlichen haben, so kann man ihm einen Unterhaltungswert beziehungsweise Anspruch nicht absprechen. Der Film wirft einige wichtige Fragen auf, über die man sich ruhig mal Gedanken machen kann. Zum Beispiel, ob die Erde wirklich uns gehört und wir damit machen können, was wir wollen. Fans von Effektspektakeln werden ebenfalls auf ihre Kosten kommen, auch wenn die Effekte nicht den Film dominieren. Dass die Macher des Remakes das Original wertschätzen, ist nicht zu übersehen, ansonsten hätte der Film schnell zu einem stupiden Invasionsstreifen werden können. Abschließend bleibt eigentlich nur noch zu sagen: Klaatu barada nikto!

    SF-Zone

    Remakes sind in. Es war also nur eine Frage der Zeit, bis sich jemand des Klassikers annahm. Was daraus geworden ist, lesen Sie in diesem Artikel von Oliver Hieber.


     

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    1823, 1882: Jahre des Gruselns

    Hörbuch-Kritiken zu "Die Gespenster-Rikscha" und "Der Vampir"

    Die beiden "Gruselkabinett"-Folgen 30 und 31 halten für Mystery-Fans einiges bereit.

    "Die Gespenster-Rikscha"

    Indien, 1882: Theobald Jack Pansay vertreibt sich die Langeweile auf der Überfahrt von England nach Indien mit der verheirateten Agnes Keith-Wessington. Für sie ist die Affäre auf dem Schiff mehr, denn sie verliebt sich Hals über Kopf in Pansay. Als er ihr im darauf folgenden Sommer den Laufpass gibt, bricht er ihr das Herz. Agnes beginnt, um ihre große Liebe zu kämpfen. Pansay indes verlobt sich mit der reizenden Kitty Mannering. Die Situation eskaliert, weil Agnes die Heirat der beiden unter allen Umständen verhindern und Pansay für sich allein haben will.

    Zuerst war ich kritisch, weil sich der Klappentext wie ein typisches Eifersuchtsdrama las. Freudig überrascht war ich hinterher, denn diese 31. Folge der Reihe "Gruselkabinett" rangiert nunmehr auf den vordersten Plätzen meiner persönlichen Favoritenliste. Schon das instrumentale Einstiegsstück ist exotisch und äußerst dynamisch. Die Handlung riss mich sofort mit, denn sie beginnt mit der ersten Sekunde und endet erst beim Schlusslied. Ich konnte mir ein beeindrucktes "Wow" im Anschluss des Hörens nicht verkneifen.

    Die Sprecher sind wie immer bei Titania Medien hochgradig besetzt und setzen die Figuren exzellent in Szene. Zum Beispiel Matti Klemm, den die meisten als Sprecher für das "Tor der Woche" aus der Sportschau kennen dürften, Arianne Borbach, die Roxann Dawson für "Star Trek: Voyager" synchronisierte, oder Uschi Hugo, die uns als Tara Reids Stimme ("American Pie", "Alone in the Dark") bekannt ist.

    Für Mystery-Fans und Leute, die spannende Geschichten lieben, habe ich einen Tipp: kaufen!

    Technische Details

    Laufzeit zirka 50 Minuten

    Altersempfehlung für Hörer über 14 Jahre

    SPV 173442

    ISBN 978-3-7857-3639-5

    "Der Vampir"

    Der junge Percy Aubrey wird 1823 in die Londoner Gesellschaft eingeführt. Naiv vertraut er sich einem vermeintlichen Freund an, der ihn auf eine weite Reise lockt. Lord Ruthven verfolgt dabei allerdings eigene Ziele: Er möchte Percy für immer an sich binden.

    Fern der Heimat erkunden die beiden Männer das europäische Festland. Lord Ruthven entpuppt sich als Schürzenjäger, was dem moralischen Percy zunehmend weniger gefällt. Nach einem Streit trennen sich die Wege der beiden. Percy findet in Griechenland seine große Liebe, die Tochter eines Schankwirtes. Doch Lord Ruthvens Arm reicht weit und er beginnt systematisch Percys Existenz zu zerstören und ihn in den Wahnsinn zu treiben. Ein Eid, den Percy Lord Ruthven gegenüber leistet, gefährdet schließlich das Leben von Percys Schwester.

    "Der Vampir" ist eine sehr düstere und tragische Geschichte, der es problemlos gelingt, den Zuhörer "mitzunehmen". Patrick Bach lieh dem Helden, Percy Aubrey, seine Stimme, was die Figur zu einem sehr sympathischen Charakter macht. Auch die anderen Sprecher wurden wohlweislich eingesetzt.

    Meine einzige negative Kritik bezieht sich auf den Plot der Geschichte. Gentlemenhaftes Benehmen in allen Ehren, aber wenn es um das Leben meiner Schwester ginge, würde ich jeden Eid zu Schweigen brechen, um sie zu beschützen. Warum also fühlt sich Percy an einen Schwur gebunden, den er einem Mörder gab?

    Sieht man von diesem kleinen Makel ab, bietet "Der Vampir" solide Unterhaltung.

    Technische Details

    Laufzeit zirka 65 Minuten

    Altersempfehlung für Hörer über 14 Jahre

    SPV 173432

    ISBN 978-3-7857-3638-8

    Weiterführende Links

  • Amazon.de: "Gruselkabinett (31): Die Gespenster-Rikscha"
    Die Bestellmöglichkeit zur Audio-CD Erzählung von Rudyard Kipling.

  • Amazon.de: "Gruselkabinett (30): Der Vampir"
    Die Bestellmöglichkeit zur Audio-CD nach einer Geschichte von John William Polidori.

  • Titania Medien
    Grusel- und Krimi-Hörspiele mit den deutschen Stimmen vieler Hollywoodstars.

  • Christianes
    Hörspiel-Zone

    Christiane Gref berichtet über interessante Genre-Neuheiten aus der Hörspiel-Szene.


     

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    Warum E.T. nicht mit Uri Geller Kontakt aufnahm...

    Eine TV-Kritik

    Eigentlich sollte dieser Artikel bereits in der letzten Ausgabe erscheinen, was jedoch an einem Totalausfall meines alten PCs scheiterte. Nein, es waren wohl keine Aliens im Spiel, auch wenn das jetzt einige vermuten würden. Man soll eben nicht alles glauben − und genau darum soll es in diesem Artikel gehen.

    Am Samstag, dem 15. November 2008 wagte ProSieben zusammen mit dem Taschentrickser Uri Geller den Live-Kontakt mit Aliens. Wie zu erwarten, war die Sendung ein einziger Witz. Und es war nicht einmal wie angegeben das erste Mal, dass während einer Sendung Signale ins All gesendet wurden. 2007 gab es bereits die "Cosmic Connexion" auf arte. ProSieben hat also ganz schamlos gelogen.

    Und was hat uns das Privatfernsehen noch alles aufgetischt? Als Erstes wurden wieder einmal Hoax-Videos präsentiert, darunter das allseits bekannte von Haiti, aber auch drei weitere CGI-Modelle, die von einem in der Ufo-Szene unbekannten "Experten" für echt befunden wurden. Wer war dieser Typ überhaupt? Selbst ich als privater Ufo-Forscher konnte mit Leichtigkeit erkennen, dass alle Videos Fakes waren, und als Mediengestalter kann ich des Weiteren sagen, dass es kein Problem ist, CGI-Modelle hinter Bäumen fliegen zu lassen.

    Überrascht hat mich allerdings, dass ProSieben im Laufe der Sendung doch noch ein echtes Video zeigte, welches von einem Wachmann in der Türkei gedreht wurde. Dieses enthielt erstaunliche Details wie Fenster und Antrieb. Leider wurde dem Zuschauer nur eine kurze Sequenz aus einem der Videos gegönnt. Diese wohl erstaunlichsten Videodokumente können aber jederzeit auf Exonews.de bewundert werden.

     
     

    Nina Hagens Sendung über Roswell beschäftigte sich ebenfalls nur mit Spinnern und ermittelte keineswegs seriös.


    Ein weiteres Thema der Sendung war Roswell. Als letzter noch lebender Zeuge wurde nicht etwa Jesse Marcel vorgestellt, dessen Vater ihm Trümmerteile des Ufos zeigte, sondern eine andere Person, von der ich noch nie gehört habe. Die war definitiv nicht der letzte noch lebende Zeuge des Roswell-Crashs. Nina Hagens Sendung über Roswell im Anschluss beschäftigte sich ebenfalls nur mit Spinnern und ermittelte keineswegs seriös. Man fragt sich wirklich, was ProSieben damit erreichen wollte. Erst wurde in "Galileo Mystery" alles abgestritten und die haarsträubende Behauptung aufgestellt, die außerirdischen Zeichen, die Jesse Marcel gesehen hatte, wären Abdrücke von Kinderklebeband gewesen. Alles klar, die US Airforce benutzt für hochgeheime Spionageprojekte Kinderklebeband − ich habe selten so gelacht! Und nun schwenkte ProSieben also um und präsentierte uns Lächerlichkeiten von der Gegenseite. Eine seriöse Doku über Roswell werden wir auf diesem Sender wohl nicht mehr erleben. Man hat nur die Wahl zwischen Skeptikern und Spinnern, was letztlich aufs Gleiche hinausläuft.

    Nina Hagen, die unter Drogeneinfluss angeblich selbst Zeugin eines Ufos wurde, stellte weiterhin einen angeblichen Hybriden vor, der Aliens mit einem Stromkabel abwehren wollte. Ihm hätte der Strom angeblich nicht schaden können (logisch, wenn man nur die Ummantelung des Kabels anfasst...). Aber wie will er denn Aliens damit abwehren, wenn er als Hybrid angeblich immun ist? Wer hier einen Widerspruch findet, darf ihn behalten. Des Weiteren hatte der Halbmensch Angst vor Aliens, weil diese ihm in seiner Kindheit wehtaten. Dies hielt ihn jedoch nicht davon ab, mit einer der Außerirdischen zu schlafen, denn er wollte ja nicht rassistisch sein. Ich habe offen gesagt selten so einen Depp erlebt. Sicherlich gibt es Hybriden (unter den Abductees als "große Blonde" bekannt), und sicherlich leben sie unerkannt unter uns. Aber diese Wesen würden sich niemals öffentlich outen. Zudem dürften sie erheblich intelligenter sein als dieser Herr.

    Etwas glaubwürdiger erschienen die beiden Abductees im späteren Verlauf der Sendung. Die Live-Hypnose förderte viel Bekanntes zutage, sofern sie nicht vorher abgesprochen war. Aber ich will den beiden nichts Böses unterstellen. Sie schienen mir an sich recht vertrauenswürdig. Auf der anderen Seite waren sie jedoch viel zu vertrauensselig, sich in dieser Freakshow vorführen zu lassen. Es gab bereits einige Entführungsopfer, die ihren Fernsehauftritt bitter bereut haben, weil sie lächerlich gemacht und ihre Aussagen verfälscht wurden. Nicht selten hatte dies negative Konsequenzen auf das familiäre Umfeld und sogar das Arbeitsverhältnis. Solange das Thema nicht ernst behandelt wird, ist von einem öffentlichen Auftritt eher abzuraten. Wenn die beiden Abductees keine Fakes waren, werden sie diese Lektion mit Sicherheit lernen müssen.

    Ebenfalls enttäuscht wäre wohl Dr. Edgar Mitchell, wenn er wüsste, mit wem er da ein Interview geführt hat. Der Apollo-Astronaut war der einzige absolut glaubwürdige Auftritt an diesem Abend. Denn dieser Mann war selbst dort oben und hatte Einblick in die Roswell-Akten. Wenn jemand etwas weiß, dann er. Und dabei ist Ed Mitchell nicht einmal der einzige Astronaut, der bereits über Ufo-Begegnungen sprach. Mit Buzz Aldrin und Gordon Cooper haben bereits weitere US-Nationalhelden ihre Sichtungen geschildert. Auch ehemalige sowjetische Astronauten sagen zunehmend aus, da sie seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion keiner Geheimhaltungspflicht mehr unterliegen.

    Warum tritt nun zwischen diesen ganzen Fantasten und Schwindlern eine prominente Persönlichkeit der Raumfahrt auf? Sein Ziel ist es, die Menschheit über die außerirdische Präsenz auf der Erde aufzuklären. Zu diesem Zweck trat er bereits in mehreren Sendungen, unter anderem bei Larry King auf CNN, auf. Im US-Fernsehen wird das Ufo-Thema inzwischen immer seriöser angegangen. Die Berichte haben in den letzten Jahren stark zu- und die Skepsis erheblich abgenommen. Angesichts dieser positiven Entwicklung, die auf eine schrittweise Offenlegung der Alienpräsenz hinauslaufen könnte, darf man Ed Mitchell nicht vorwerfen, dass er nicht wusste, wie man in Deutschland mit der Thematik umgeht. Immerhin war das Interview eines der wenigen sehenswerten Highlights der Sendung.

    Der eigentliche Höhepunkt sollte wohl das Signal sein, welches von der Ukraine aus ins All gesendet wurde. Angesichts der Botschaften von irgendwelchen Spinnern teile ich diese Auffassung jedoch nicht. Statt einem Highlight handelt es sich eher um einen Tiefpunkt irdischer Intelligenz. So fragten die Teilnehmer nach dem Verbleib von Elvis oder Kurt Cobain, schickten Bilder von ihrem Hund mit Antennen auf dem Kopf oder luden die Aliens zum Frühstück ein. Man sollte nun wirklich keine Antwort auf derartigen Schund erwarten. Die Außerirdischen dürften sich bestenfalls köstlich über so viel Dummheit amüsiert haben.

     
     

    In den Augen der Außerirdischen dürften diese Nonsens-Botschaften bestenfalls Spam sein.


    Na ja, die Grauen könnten sich vielleicht noch für das Kind interessieren, dessen Eltern Babyfotos ins All geschickt haben. Die Antwort darauf könnte aus lebenslangen Entführungen und medizinischen Eingriffen bestehen − das Kind wird sich bedanken! Hier zeigt sich, dass sich die Zuschauer nicht im Geringsten ernsthaft mit dem Thema auseinander gesetzt haben, sondern nur auf irdische Publicity aus waren. In den Augen der Außerirdischen dürften diese Nonsens-Botschaften bestenfalls Spam sein. Ich hätte sogar Verständnis, wenn sie es uns übel nehmen, dass wir das Universum mit derartigem Müll zuspammen.

    Wo ich schon beim Thema Müll bin: Erich von Däniken hatte man ebenfalls eingeladen, und wieder einmal durfte er live im Fernsehen die menschliche Evolution leugnen. Auch wenn wir von Besuchern beeinflusst wurden, stammen wir noch lange nicht von ihnen ab. Ebenso werden 2012 auch keine Astronautengötter von einer langen Reise zurückkehren, weil sie nämlich schon längst da sind und für ihre Zurückhaltung Gründe haben. Diese Sendung dürfte wohl einer davon sein...

    Daran ändert auch die Schleichwerbung für den grottigen vierten "Indiana Jones"-Film nichts, dessen Plot man den Zuschauern ernsthaft als realitätsbezogen verkaufen wollte. Als Beweis wurde ein gefälschter Kristallschädel präsentiert, dessen obskure Energien angeblich sogar durch den Fernseher zum Zuschauer übertragen wurden. Natürlich geht vom Fernseher Energie aus − wir kennen sie als Elektrosmog. Man muss schon besonders leichtgläubig sein, um auf solchen esoterischen Quatsch reinzufallen.

    Noch absurder wurde es beim Beitrag des Next Uriella ... äh, Next Uri Geller, der behauptete, die Raben hätten keine Evolution durchlaufen. Da stellt sich die Frage: Ist der Typ ein esoterischer Kreationist? Es ist unglaublich, dass Menschen mit so etwas Geld verdienen, während andere keine Arbeit finden. Eigentlich fehlte in dieser Sendung nur noch Billy Meier oder ein Lichtarbeiter von der galaktischen Föderation des Lichts, dann wäre die Freakshow perfekt gewesen.

    Ich kann nur davon abraten, eine solche Show mit Spinnern und Scharlatanen ernst zu nehmen. Die einzig glaubwürdigen Zeugen, die wirklich etwas Sinnvolles zu sagen hatten, waren die beiden Abductees und Dr. Edgar Mitchell. Aber ausgerechnet dem sechsten Mann auf dem Mond brachte man die meiste Skepsis entgegen. Es ist einfach nur zum Heulen! Mancher Zuschauer wäre wohl geneigt, selbst eine Botschaft ins All zu senden: Bitte, Aliens, entführt diese anderen Freaks und behaltet sie!

    Aber ich sollte mich nicht aufregen, ich wusste ja, was mich erwartet. Hätte man wirklich eine seriöse Sendung machen wollen, hätte man seriöse Ufo-Forscher wie Illobrand von Ludwiger (MUFON-CES) oder Exopolitiker wie Robert Fleischer eingeladen. Man hätte das Disclosure Project ansprechen und mehr echte Ufo-Videos zeigen können. Doch stattdessen hat man das Thema noch weiter in die Esoterik-Ecke und damit in die Lächerlichkeit abgedrängt. Und das, ohne auch nur einen einzigen Skeptiker, wie Himmelslaternenstarter Werner Walter, zu bemühen...

    Für mich lässt sich das Fazit ziehen, dass man uns gezielt verdummen wollte. Wer diese Sendung für Ernst nimmt, wird zu Recht als Ufo-Spinner bezeichnet werden. Wer hingegen noch bei gesundem Verstand ist und sie als lächerlich abtut, wird Abstand von diesem Thema nehmen. Genau das scheint mir von ProSieben beabsichtigt zu sein. Dafür gibt es von mir ein "Daumen runter"!

    Wer sich seriös über Ufos informieren will, sollte dafür das Internet nutzen. Empfohlen seien hier Exopolitik.org oder Exonews.de. Dort gibt es auch anständige Sendungen wie die "National Press Club"-Konferenzen oder "Larry King" mit deutschen Untertiteln. In diesem Sinne: Behaltet das Internet im Auge!

    Weiterführende Links

  • Exonews.de: Ufo-Sichtungen
    Die Türkei steht im Blickpunkt.

  • Exopolitik Deutschland
    Exopolitik beschäftigt sich mit Personen, politischen Institutionen und Prozessen, die Einfluss auf die offizielle Bekanntgabe außerirdischen Lebens haben.

  • Exonews.de: CNN veranstaltet Themenwoche
    Das Interesse der Massenmedien an Ufos steigt weiter.


  • Ufo-News

    Eine Million Briefe an Barack Obama
    Briefe, Faxe und E-Mails gingen in Obamas ehemaliges Senatorenbüro und ins Übergangsbüro des zukünftigen Präsidenten ein. Obama wird aufgefordert, das 60-jährige Wahrheitsembargo über Außerirdische zu beenden − eine Offenlegung der außerirdischen Präsenz auf unserem Planeten. Die meisten Briefe kamen bisher aus dem Ausland, aber es gibt bereits einige namhafte Personen aus den USA, die ebenfalls für eine Offenlegung eintreten. Die Aktion läuft derzeit noch und hat bereits in einigen Ländern das Medieninteresse geweckt (in Deutschland natürlich nicht.)

    Ob Obama überhaupt die Macht hat, die außerirdische Präsenz offenzulegen, ist jedoch fraglich. Die ehemaligen Präsidenten Jimmy Carter und Bill Clinton forderten bereits Einsicht in die Ufo-Akten – ohne Erfolg. Hinzu kommt, dass Obama der Thematik eher kritisch gegenübersteht. Da nicht einmal der Präsident von den verantwortlichen Stellen eingeweiht wird, wäre es möglich, dass Obama bei seiner ablehnenden Haltung bleibt. Und wenn er wie Carter und Clinton abgeschmettert wird, nützen auch eine Million Briefe und Faxe herzlich wenig.

    Exopolitik Berlin gegründet
    In Berlin hat sich 2008 die erste regionale Exopolitik-Gruppe gegründet. Am ersten Treffen beteiligten sich zirka 50 Menschen, die teils aus anderen Großstädten angereist waren. Gezeigt wurde unter anderem das Disclosure Project. Berlin könnte als Vorbild für weitere regionale Exopolitik-Gruppen dienen, so wie es bereits exopolitische Initiativen in den meisten europäischen Ländern gibt. Diese trafen sich im November zum zweiten europäischen Exopolitik-Gipfel.

    Weiterführende Links

  • Exonews.de
    Die Aktion "Eine Millionen Briefe für Washington" weckt Medieninteresse.

  • Exonews.de: Regionales Exopolitik-Treffen
    Hintergründe vom ersten Treffen in Berlin.

  • Exonews.de: Europäischer Exopolitik-Gipfel
    Die zweite Veranstaltung wurde erfolgreich beendet.

  • Ufos, Aliens,
    fremde Welten

    Was das Fernsehen uns manchmal zumutet, ist unbeschreiblich. Und wenn es gar um Außerirdische geht... Aber lesen Sie selbst! Ein Artikel von Shinzon Darhel.


     

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