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TZN

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"Würden wir beschließen, uns auf unseren eigenen Planeten zu beschränken, käme das dem Entschluss gleich, nicht mehr zu wachsen. Doch die Menschheit kann nur überleben, wenn wir uns weiterentwickeln. Sollten wir jemals damit aufhören, werden wir im wahrsten Sinne des Wortes aussterben."

 − Gerhard Thiele
 − Astronaut

März 2009

 

ISSN 1684-7385

Volume VI

Ausgabe 77 (#130)

 features

 

Das Sci-Fi-Wörterbuch

Autor im TZN-Interview

Von Klingonisch bis Galaktik: Die Sprachen der Science-Fiction

Die "Galaxy Quest"-Falle

"Star Trek" im Spagat

Wie J.J. Abrams alte und neue Fans für "Star Trek" begeistern will

Fünf Jahre Opportunity

Der Marsrover im Einsatz

Erlebnisse und Errungenschaften des kleinen Roboters im All

 

Vorwort

Fiktionale Sprachen


Liebe Leserinnen und Leser,

das Warten hat ein Ende − zumindest was die Fans von "CSI: Miami" und "Dr. House" betrifft, denn ab dem 3. März zeigt RTL neue Folgen. Am 11. März startet dann auch der "Doctor Who"-Ableger "Torchwood". Wer es sich zu Hause lieber mit einem Buch auf dem Sofa gemütlich macht, dem sei die diesjährige Leipziger Buchmesse vom 12. bis zum 15. März sehr ans Herz gelegt. Es tummeln sich ja derzeit einige lesenswerte Neuerscheinungen auf dem deutschen Buchmarkt.

Was "Star Trek" betrifft, so wirft der Film seine Schatten voraus. Das Fandom lebt wieder auf. Die VHS Bergisch Gladbach bietet sogar einen "Star Trek"-Kochkurs an, wo man lernt, wie man zum Beispiel Klingonische Bregit-Lunge zubereitet. Und auf YouTube findet man zu Ehren des unlängst verstorbenen Ricardo Montalbán sogar eine Khan-Oper.

In dieser prallgefüllten Ausgabe erwartet Sie wieder eine bunte Mischung. J.J. Abrams erläutert, wie "Star Trek XI" wird − und wie gerade nicht, Shinzon Darhel beleuchtet die mysteriösen Tierverstümmelungen und wir werfen einen kurzen Blick auf die Einschaltquoten von "Terminator S.C.C.".

Viel Spaß beim Lesen!

Melanie Brosowski
Chefredakteurin

 
   

Inhalt

Die ganze Ausgabe auf einen Blick

"Sprache ist an Kulturen und historische Entwicklungen gebunden"

Das TZN im Interview mit dem Sprachwissenschaftler Prof. Dr. Peter Schlobinski.

J.J. Abrams und die "Galaxy Quest"-Falle

Der Regisseur erläutert, wie "Star Trek XI" wird - und wie gerade nicht.

Freiheit in der Entscheidung

Frei im Leben.

Die Ereignisse des Monats

Ein Traum für Leseratten: Jede Menge Neuerscheinungen.

"Geschichten eines Krieges"

Melanie Brosowski im Interview mit dem Autor Carsten Steenbergen.

Cattle Mutilations

Wer steckt hinter den grausamen Viehverstümmelungen?

Animierte Zombies im Flughafen

"Resident Evil: Degeneration" auf DVD.

"Terminator S.C.C."

Wie die neue Serie auf ProSieben ankommt.

Kino-Guide März

Vorschau auf "Watchmen", "The Unborn" und weitere Genre-Filme im Kino.

DVD-Guide März

Unter anderem mit "Terminator S.C.C.", "EUReKA" und "Smallville".

Fünf Jahre Opportunity

Erster Teil der Geschichte des Marsrovers.

Impressum

Redaktion, Abonnement und Copyrights.

Wussten Sie, dass...

... in der Folge "Kurs auf Markus 12" zum ersten Mal eine Flagge der Föderation zu sehen ist?

... Marla-McGivers-Darstellerin Madlyn Rhue auch in "Star Trek II" mitspielen sollte, ihre alte Rolle aber nicht mehr aufnehmen konnte, da sie wegen einer Multiple-Sklerose-Erkrankung an den Rollstuhl gefesselt war?

... in der Folge "Bewusstseinsverlust" Janeway erstmals ihre Freizeit in einem Holoroman als Gouvernante Lucie Davenport verbringt?


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"Sprache ist an Kulturen und historische Entwicklungen gebunden"

Das TZN im Interview mit dem Sprachwissenschaftler Prof. Dr. Peter Schlobinski

Prof. Dr. Peter Schlobinski ist Professor für Germanistische Linguistik an der Universität Hannover. Im Oktober 2008 erschien sein Buch "Wörterbuch der Science-Fiction", das er zusammen mit Oliver Siebold verfasste. Das "Wörterbuch der Science-Fiction" umfasst genrespezifische Wörter, geordnet nach den Themenbereichen und ist somit nicht nur interessant für diejenigen, die sich mit Wortbildung und Wortsemantik oder professionell mit Science-Fiction beschäftigen, sondern für alle Science-Fiction-Leser.

TrekZone Network: Wer ist Prof. Dr. Peter Schlobinski?

Prof. Dr. Peter Schlobinski: Ich bin Sprachwissenschaftler an der Leibniz Universität Hannover, siehe auch hier.

TZN: 2008 erschienen das Buch "Wörterbuch der Science-Fiction" und "Sprachwelten, Mensch-Alien-Kommunikation und fiktionale Sprachen", ein Zeitschriftenbeitrag. Beides schrieben Sie zusammen mit Oliver Siebold. Was veranlasste Sie zum Verfassen?

Schlobinski: Zunächst: Ich bin seit vielen Jahren ein Science-Fiction-Fan und habe von daher ein ganz persönliches Interesse. Aber auch fachlich sind die Neubildungen, Neubedeutungen und so weiter spannend, sowohl von der Wortbildung her als auch semantisch. Und was mich vor einigen Jahren erstaunte: Es gibt kein Wörterbuch der Science-Fiction. Warum dann also nicht das Angenehme, nämlich Science-Fiction-Literatur lesen, mit dem Nützlichen verbinden?!

TZN: Die meisten Filme/Bücher beschränken sich auf einige erfundene Begriffe, nur selten findet man gleich eine "neu entwickelte" Sprache. Können Sie erklären weshalb?

Schlobinski: Der Aufwand, eine Sprache zu konstruieren ist natürlich hoch und setzt beim Leser voraus, sich mit der Sprache intensiver zu beschäftigen. In der Regel aber werden SF-Romane "runtergelesen" und nicht studiert.

TZN: Sind Sie der Meinung, dass "Star Trek" da irgendwie heraussticht?

Schlobinski: "Star Trek" zeichnet sich ja unter anderem dadurch aus, dass es das Klingonische gibt, eine Kunstsprache, die von dem Linguisten Marc Okrand erfunden wurde.

 
 

"Das Klingonische beispielsweise folgt Prinzipien, die in verschiedenen Sprachen ganz gängig sind."


TZN: Was braucht man, um eine fiktionale Sprache zu entwickeln? Kann das jeder? Und wann ist eine Sprache eine Sprache?

Schlobinski: Im Prinzip kann das jeder, man braucht nur Bauprinzipien natürlicher Sprache auf die zu erfindende Sprache anwenden. Das Klingonische beispielsweise folgt Prinzipien, die in verschiedenen Sprachen ganz gängig sind. So ist das Klingonische eine sogenannte agglutinierende Sprache. Das heißt, dass zum Beispiel am Ende der Substantive bestimmte Bausteine angehängt werden, die in einer festen Reihenfolge stehen und jede Form hat eine spezifische Bedeutung. Der deutsche Ausdruck "mein Haus" wird wie folgt ausgedrückt: "joHwI = Haus (joH) + mein (wI)". Die Basisstruktur des klingonischen Satzes ist OVS (Objekt-Verb-Subjekt), eine in den Sprachen der Welt selten vorkommende Wortstellungsregularität; das Hixkaryana (Karibik, Brasilien) weist OVS auf.

TZN: Glauben Sie, dass es eines Tages auf der Erde eine Einheitssprache geben wird?

Schlobinski: Nein, aber wer weiß, was in 10.000 Jahren sein wird. Sprache ist an Kulturen und historische Entwicklungen gebunden und deshalb wird es auch weiterhin viele Sprachen geben. Allerdings hat sich das Englische als Lingua franca herausgebildet, als eine Art Weltverkehrssprache. Nebenbei: In verschiedenen SF-Romanen erfolgt die Kommunikation unterschiedlichster Spezies im Universum durch eine Universalsprache als Verkehrssprache wie Galaktik (Isaac Asimov, "Das galaktische Imperium"), Interspeak (Larry Niven, "Ringwelt") oder Touristisch in Sergej Lukanienkos Roman "Spektrum". Das Problem der sprachlichen Kommunikation ist damit − bis auf geringe Einschränkungen in den Kommunikationsmöglichkeiten − aufgehoben.

TZN: Gibt es Unterschiede zwischen fiktionalen Science-Fiction-Sprachen und anderen fiktionalen Sprachen? Falls ja, welche wären das?

Schlobinski: Es gibt Unterschiede, wie es Unterschiede in natürlichen Sprachen gibt. Aber: Eine Konstruktion einer "völlig anderen" Sprache wäre ja denkbar, wäre dann aber völlig unpraktikabel. Man stelle sich eine Sprache im Digitalcode vor, die von einem Lebewesen realisiert wird, das in einer Attowelt lebt. Was ist die gemeinsam geteilte Welterfahrung, die der Leser mit diesem Lebewesen haben kann? Fiktionale Sprachen in Science-Fiction werden immer einen starken Bezug zu natürlichen Sprachen haben, da sonst nur ein Linguist Interesse an dem Werk haben würde.

TZN: Vielen Dank für das Interview!

Weiterführende Links

  • Amazon.de: Wörterbuch der Science-Fiction (Taschenbuch)
    Ein Buch nicht nur für Science-Fiction-Fans.

  • Trek-Zone

    Was braucht man, um eine fiktionale Sprache zu entwickeln? Auf diese und mehr Fragen gibt in diesem Interview mit Melanie Brosowski der Sprachwissenschaftler Prof. Dr. Peter Schlobinski Antwort.


     

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    J.J. Abrams und die "Galaxy Quest"-Falle

    Der Regisseur erläutert, wie "Star Trek XI" wird - und wie gerade nicht

    In einem zweiteiligen Interview mit Geoff Boucher von der "Los Angeles Times" erklärt der neue starke Mann in Sachen "Star Trek", warum es durch Streifen wie "Galaxy Quest" und "Star Wars" schwieriger geworden ist, einen erfolgreichen Trek-Kinofilm zu drehen. Im Gespräch malt Abrams aus, wie "Star Trek" im Spagat zwischen Fanbasis und Zuschauerneulingen seinen eigenen Weg zum Erfolg finden soll.

    Los Angeles Times: Wenn Franchises sich in eine neue Ära begeben, ist es interessant zuzuschauen, wie sie sich verändern − oder sich gerade nicht ändern. "Battlestar Galactica" könnte sich kaum stärker von dem in den 1970ern unterscheiden, während "Star Wars" im Grunde gleich geblieben ist. Mit "Star Trek" scheinen Sie eine Wiederbelebung vorzuhaben, wie wir sie bei "Batman" und "James Bond" gesehen haben: Sie behalten den Kern der Mythologie bei, aber verändern den Ton.

    J.J. Abrams: Ich denke, ich konnte einen Nutzen daraus ziehen, dass ich als jemand zu diesem Film kam, der "Star Trek" zwar mochte, aber kein verrückter Fan war. Der Nachteil daran war, dass ich nicht alles kannte, was ich wissen musste, um anfangen zu können, und dass ich mir das aneignen musste. Der Vorteil aber ist, dass mein Blick auf "Star Trek" als Ganzes dem eines normalen Kinogängers ein bisschen stärker ähnelt; daher konnte ich die Dinge erfassen, die für mich wirklich die kultigsten und wichtigsten Gesichtspunkte der Classic-Serie waren und trotzdem nicht einfach die Vorlage abkupfern und jedes noch so kleine Detail beibehalten. Ich konnte so die Dinge erkennen, von denen ich wusste, dass sie entscheidend sind.

    Los Angeles Times: Was hat es auf Ihre Liste der entscheidenden Dinge geschafft?

     
     

    "Die Phaser, die Kommunikatoren, das Sternenflottenlogo − all diese Dinge sind die Prüfsteine, die Grundsätze dessen, was 'Star Trek' zu 'Star Trek' macht."


    Abrams: Die Charaktere waren das Wichtigste. Wir mussten dem Geist dieser Charaktere treu bleiben. Es gab einige kultige Dinge − wenn man "Star Trek" macht, muss man die Enterprise haben und die muss auch wie die Enterprise aussehen. Wenn man "Star Trek" macht, braucht man Kostüme, die den bekannten Kostümen ähneln. Man muss beim ersten Blick erkennen können, worum es sich handelt. Auch der Text, der Schriftzug von "Star Trek", muss so wie der bekannte aussehen.

    Die Phaser, die Kommunikatoren, das Sternenflottenlogo − all diese Dinge sind die Prüfsteine, die Grundsätze dessen, was "Star Trek" zu "Star Trek" macht. Wenn man sich dieser Serie annimmt, will man an denen nicht herumpfuschen. Trotzdem müssen sie einer Betrachtung standhalten, die bei "Star Trek" zuvor nie nötig war. Und damit meine ich nicht nur IMAX − obwohl es auch in dem Format funktionieren muss − sondern ich meine, dass das Publikum jetzt so schlau ist, sie haben alles von "Star Trek" gesehen, "Star Wars", zwei unterschiedliche Versionen von "Battlestar Galactica", sie haben "Alien" und "Aliens − Die Rückkehr" gesehen, sie kennen unzählige Science-Fiction-Filme. Sie haben alles gesehen. Schlimmer noch, sie haben einen Film wie "Galaxy Quest" gesehen, der den Grundsatz bis hin zu seinen Wurzeln lächerlich macht.

    Los Angeles Times: Da ist etwas Wahres dran, Sie können sich keine versehentlichen "Galaxy Quest"-Momente auf der Brücke Ihres Schiffes erlauben.

    Abrams: Der Kunstgriff liegt darin, ein Schiff wie dieses, Uniformen wie diese, Charaktere, die so aussehen wie diese und den Namen "Star Trek" zu nutzen und ihnen ein themenbezogenes und seriöses Gefühl einzuhauchen. Die Herausforderung ist, das Bekannte herzunehmen − mit allen Vor- und Nachteilen − und die Bestandteile, die es einzigartig machen, einzubeziehen, aber immer mit dem Ziel, den Film möglichst unterhaltsam zu machen. Man kann nicht zurückschauen und sicherstellen, dass jede der Entscheidungen, die wir fällen, der Vergangenheit treu bleibt. Das heißt nicht, dass wir der Vergangenheit nicht treu geblieben wären, aber das war nicht unser Leitfaden.

    Los Angeles Times: Sie wissen, dass egal, was Sie tun, Ihnen die hartgesottenen Fans in den Ohren liegen werden.

    Abrams: Es ist wichtig anzuerkennen, dass es Puristen und "Star Trek"-Fans gibt, die sich lauthals beschweren werden, wenn sie Dinge sehen, die sie nicht mögen. Aber ich kann keinen Film für die Leser vom wöchentlichen Warpgondelmagazin drehen, deren einzige Sorge ist, wie der Antrieb des Schiffs aussehen wird. Egal was ich mache, die werden immer etwas finden, das sie hassen. Trotzdem ist dieser Film im Kern nicht nur beeinflusst von dem, was vorher war, sondern wird dem zutiefst gerecht. Im Grunde spielen andere Schauspieler diese Rollen und darüber hinaus ist es buchstäblich nicht mehr das, was man vorher gesehen hat. Den Zuschauern wird deutlich werden, wenn sie den Film sehen, dass er dem gerecht wird, was Roddenberry erschaffen hat und was diese erstaunlichen Schauspieler in den 60er-Jahren umgesetzt haben. Gleichzeitig meine ich, dass die Leute beeindruckt sein werden, weil es eine komplett andere Erfahrung sein wird als die, die sie erwarten.

    Los Angeles Times: An dem Filmmaterial, das Sie auf dem Paramount-Gelände vorgeführt haben, sind mir vor allem die witzigen Stellen aufgefallen. Der Humor fühlte sich natürlich und überschwänglich an ... und es gab auch ein paar sexy Momente für die Schauspieler.

    Abrams: Ja, in einigen der wenigen Kritiken, die ich online lese, sagte jemand "Oh, schau, die versuchen, mehr Sex reinzubringen", indem Kirk mit einem Mädel ins Bett steigt oder Uhura sich auszieht, und sie sagen "Oh, so ist 'Star Trek' nicht." Andere Leute haben geschrieben "Oh, es war komödiantisch, so kenne ich 'Star Trek' gar nicht." Schauen Sie, wenn man sich die Serie wirklich anschaut, dann findet man all das in der Serie und für damalige Verhältnisse war sie sehr sexy. Sie zeigte den ersten Kuss zwischen einer Schwarzen und einem Weißen im Fernsehen und die Serie war sexuell sehr abenteuerlich.

    Und sie war wirklich witzig. Was ich an "Star Trek" am meisten mochte, waren nicht die offenkundigen Wortgeplänkel, sondern der Humor, der aus den Beziehungen der Hauptcharaktere zueinander entsteht und deren Reaktionen in den Situationen, mit denen sie konfrontiert wurden; es gab viel Witz in der Serie, ohne ihre Wirklichkeit je zu durchbrechen. Das war uns wichtig.

     
     

    "Chris Pine steht vor der größten Schauspielschwierigkeit des Jahres 2009: Wie spielt man James T. Kirk, ohne William Shatner nachzumachen?"


    Los Angeles Times: Als wir das letzte Mal zusammen sprachen, sagten Sie, es werde einen Tribble im Film geben. Das ist witzig.

    Abrams: Ja! Wir haben einen Tribble drin. Aber man muss ihn suchen. Und natürlich ist da noch diese andere Überraschung, von der ich Ihnen erzählt habe, aber bitte schreiben Sie nichts darüber.

    Los Angeles Times: Werde ich nicht, versprochen. Es gibt noch so viel anderes, worüber wir sprechen können. Die Herausforderung, der Ihr Captain gegenübersteht, fasziniert mich. Chris Pine steht vor der größten Schauspielschwierigkeit des Jahres 2009: Wie spielt man James T. Kirk, ohne William Shatner nachzumachen?

    Abrams: Auf jeden Fall. Ich denke, die ganzen Schauspieler stehen vor der gleichen Herausforderung. Bei "Star Trek" haben wir Glück gehabt mit dem Produktionsdesigner, dem Kostümdesigner, den visuellen Effekten, dem Komponisten − egal, was man sich bei dieser Produktion anschaut, wir haben Glück gehabt und die besten Leute in der Branche bekommen. Sie sind alle so gut. Aber ich muss sagen, dass ich ganz besonders der Besetzung dankbar bin und von ihr beeindruckt.

    Wenn man sich einem Film wie diesem annimmt, bei dem man diese Kultcharaktere neu besetzt, die von Schauspielern definiert und erschaffen wurden − sicher zu einem eben großen Teil wie von Roddenberry −, sind die Chancen, Leute zu finden, die in diese Fußstapfen treten können, sehr gering. Und dass alle Leute, die man besetzt hat, die Erwartungen erfüllen, ist sogar noch seltener. Ich fühle mich, als hätten wir das Unmögliche möglich gemacht, indem wir Schauspieler gefunden haben, die mit ihren Rollen so verbunden sind und so richtig sind und witzig und echt und gefühlvoll und kompliziert, aber gleichzeitig noch vertraut. Es sind die Charaktere aus der Serie und trotzdem ahmt keiner einen der früheren Schauspieler nach.

    Das funktioniert, weil − glaube ich zumindest − ich und die Leute, die [den Film] gesehen haben, danach das Gefühl hatten, dass dies die Charaktere sind. Da findet eine Übergabe des Stabs statt. Das ist eine seltsame Sache. Man wird nie vergessen, wie DeForest Kelley war oder George Takei oder Shatner oder irgendwer von ihnen. Das ist beinahe so, als ob sich eine andere Tür öffnet und man jemand anderen in einen Raum lässt, der heilig war. Es setzt das, was vorher war, nicht herab, es schmälert nicht dessen Qualität oder dessen Wirkung. Es ist, als ob man sich James Bond anschaut. Manche Leute meinen, er ist Daniel Craig. Andere sagen "Oh Gott, Roger Moore, das war der einzige, dem man den James Bond abgenommen hat", und es gibt diejenigen, die meinen, dass Sean Connery ganz klar der einzig wahre James Bond gewesen ist. Aber was Craig jetzt macht, unterhöhlt nicht das, was die anderen Schauspieler gemacht haben. Das kann nebeneinander bestehen.

    Lesen Sie in der nächsten Ausgabe den 2. Teil dieses Interviews!

    Trek-Zone

    "Star Trek", das sei fortan für neue Fans, wird J.J. Abrams nicht müde zu betonen. Wie genau er sich sein "Star Trek" vorstellt, lesen Sie in dieser Interview-Übersetzung von Henning Koonert.


     

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    Freiheit in der Entscheidung

    Frei im Leben

    Freiheit, das bedeutet, das zu leben, was man möchte und wie man es möchte. Freiheit, das ist der ungebrochene Wille, den Weg einzuschlagen, den man selbst für richtig hält. Selbst wenn er in die Weiten des Universums führt.

    Ist Freiheit vielleicht ein Privileg? Gibt es für Freiheit ein anderes Wort − Unabhängigkeit, Liberalität, Autonomie, Eigenständigkeit − wie ist ihr Klang, ihre Farbe? Geben sie das wieder, was jenes eine Wort für einen ist, spiegeln diese Synonyme jene Vielfalt? Nicht nur eine Welt rätselt darüber, auch das Universum. Und beseelt wie auch wiedergegeben wird sein Wort in unserer Sprache, durch Menschen, durch Personen und Kreise, die sich mit diesem Wort, das ein Thema für sich ist, beschäftigen.

    George Orwell sagte "Freiheit ist die Freiheit zu sagen, dass zwei plus zwei vier ist. Wenn das gewährt ist, folgt alles Weitere." Der kosmische Raum, durch die Figur T'Pol ("Star Trek: Enterprise") spricht: "Sie sind ein Mensch. Sie haben die Freiheit zu entscheiden." Und die Borg (Wesen ohne menschliche Eigenschaft, dafür ausgestattet mit der Sicht für das große Ganze) äußern sich wie folgt: "Freiheit ist irrelevant, Selbstbestimmung ist irrelevant. Unterwerfen Sie sich." Dr. Leonard McCoy alias "Pille" und leitender Schiffsarzt der Enterprise fragt sich hierbei nur: "Wieso wird jedes Objekt, das wir nicht kennen, immer als 'Ding' bezeichnet?" und kann nur den Kopf darüber schütteln, denn besitzt nicht auch ein Ding das Recht, frei zu sein? Frei von Vorurteilen, von Ansprüchen und Vorstellungen? Das Schlusswort geben wir noch einmal Herrn Orwell: "Falls Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann bedeutet sie das Recht darauf, den Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen."

     
     

    Soll also das Universum mit der Erde weiter in Verbindung treten und Gespräche führen, um für die Zukunft die gerechten Worte für Freiheit zu finden.


    Doch die Macht des Alls reicht weit, und so kann sie es nicht lassen, sich auch dazu zu äußern, in einer Form, die Weitsicht erkennen lässt und vielleicht sogar etwas über dieses eine Thema hinausgeht. Die aber als Schlusswort durchaus eine Berechtigung vorweist. Stimme und Charakter gab ihr William T. Riker, Erster Offizier, und zehn Jahre später Dr. Cochrane, der Erfinder des Warpantriebes, die beide sprachen: "Irgendwer hat mal gesagt: 'Versuche nicht, ein großer Mann zu sein, sei einfach ein Mann. Und lass die Geschichte ihr eigenes Urteil fällen.'" Nach dieser Betrachtung zeigt sich, dass jedes Lebewesen die Zeit leben soll, wie es möchte, denn die Geschichte schreibt sich von selbst und auch ohne uns. Soll also das Universum mit der Erde weiter in Verbindung treten und Gespräche führen, um für die Zukunft die gerechten Worte für Freiheit zu finden.

    Worte, die tragen und die auch in der Weite der Galaxis eine Chance haben zu existieren und nicht wie ein kosmischer Stern verglühen. Vielleicht wie eine Nova vergehen, aber letztlich doch vergessen sein werden. Und wenn dieses Wort namens Freiheit als letztes Erbe der Menschheit bleibt und ist, so sollte es tragen, sollte es sich verbreiten und am Ende in aller Munde, Ohren oder was auch immer sein − noch wissen wir nicht, wie sich dort draußen wirklich mit Fremden kommunizieren lässt. Es sei denn, der Mensch aus einem anderen Land ist auch ein Fremder. Ein ferner Fremder. Ist er das?

    Wer handelt, der verändert, und wer handelt oder verändert, der ist für das, was er dadurch schafft, auch verantwortlich. Zumindest in einem Universum wie "Star Trek" und anderen kreativen Schöpfungen. In der Handlung sind die Figuren für ihre Tätigkeiten verantwortlich und stehen zu ihren Entscheidungen, die sie auch frei treffen. Es sei denn, eine fremde Macht beeinflusst sie, was durchaus vorkommen kann. Freiheit wird in "Star Trek" sehr stark gleichgesetzt mit Verantwortung beziehungsweise gesagt, dass das Eine ohne das Andere nicht bestehen kann und so beide nebeneinander eine Existenzberechtigung haben. Zudem geht es um Klone, die zwar gegen das "Individualrecht" verstoßen, jedoch wenn sie einmal ins Leben gerufen wurden, ebenfalls ihre eigenen, unabhängigen Entscheidungen treffen. In Konflikt mit der Freiheit geraten die Figuren auch, wenn es um Zeitschleifen geht, Reisen also, die in die Vergangenheit führen, meist um etwas zu berichtigen. Hier kann der Agierende sehr stark in das Geschehen eingreifen und die Gegenwart ändern, damit das Schicksal und dadurch wieder die Freiheit anderer gefährden, ja, sie ihnen nehmen.

    Was der Mensch oder die Bewohner des "Star Trek"-Universums begriffen haben und wovon die in der Galaxis Milchstraße nicht weit entfernt sind, ist, dass das Ich, das, was einen ausmacht und unterscheidet, vor allem der Geist im Körper ist und nicht der Körper selbst. Dieser ist für das Handeln nicht wichtig, nur dafür, als Mensch oder anatomisches Lebewesen agieren zu können. Denn, was viele Spezies dort wissen und erlebt haben, ist, dass auch eine Existenz ohne Körper möglich ist, eine eben auf geistiger Ebene.

     
     

    Warum ist jemand, der Flugzeugpilot werden wollte, wenn er nicht mal einen Flugdrachen flog, nicht Pilot geworden?


    Der Geist entscheidet, was jemand tut, wie jemand handelt und was sein wird. Und der Mensch erlebt dies im Jetzt. Er sieht und spürt am eigenen Leib, was er sich erschaffen hat, was er hervorgerufen hat. Wozu er sich die Freiheit nahm, ist nun zu erkennen, das aber, was er sich wünscht und nicht ist, wurde durch die eingeschränkte Freiheit hervorgerufen, die begrenzt durch Gewissen und Unterbewusstsein, durch Gedanken, die Angst hervorrufen, die einen zweifeln lassen, die einem Einhalt gebieten, hadern lassen und raten, nicht vorschnell zu handeln. Oder warum, so kann sich jeder einzelne fragen, hat er dies und das und jenes nicht getan? Warum hat er die Frau fürs Leben nicht gefunden, wenn er nie eine angesprochen hat? Warum hat jemand, der nie sparte für ein Auto, jetzt nicht das Geld für seinen Wagen? Warum ist jemand, der Flugzeugpilot werden wollte, wenn er nicht mal einen Flugdrachen flog, nicht Pilot geworden? Warum wurde der, der immer nur vom Schreiben träumte und nie schrieb, sich immer nur sagte, er schafft das eh nicht und es gibt zu viele, nie Autor? Und warum verstand letztlich der, der die Welt nicht verstehen wollte, sie wirklich nicht? Und, als Letztes, warum ist der Mensch hier, wenn er keine Existenzberechtigung hat, nur an sich zweifelt und nichts versteht, die Welt nur blöd und kalt und grau und traurig für ihn ist? Antwort: Weil das Universum ihm eine Chance gibt. Warum das? Nun ... weil es sich die Freiheit dazu nimmt...

    Weiterführende Links

  • Toms Welt
    Wenn man schon über so was stolpert ... einige Zitate aus "Star Trek".

  • "Star Trek: The Journey"
    Kurzessay: Das Individuum.

  • Trek-Zone

    Ist Freiheit nur eine Illusion? Oder das, was wir aus ihr machen? Lesen Sie hier die Gedanken über diese Frage von Markus Kürzinger.


     

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    Die Ereignisse des Monats

    März 2009

    Die Trek-Highlights der nächsten vier Wochen im Überblick, zusammengestellt von Peter Schipfmann.

    Trek-Kalender

     
     

    Montag

     

    Dienstag

     

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    Samstag

     

    Sonntag

     
     
                               01.März  
                             

    Buch
    Michael A. Martin, Andy Magels
    "Star Trek: Titan − Der Rote König"
    Bestellen
     

    Comic
    David Gerrold, Troy Lewter
    "Star Trek: The Manga" (Ultimate Edition)
    Bestellen

    Convention
    Mega Con
    Infos

     
       02.März    03.März    04.März    05.März    06.März    07.März    08.März  
     

     

         

    Geburtstag
    Jolene Blalock
    (T'Pol)

           
       09.März    10.März    11.März    12.März    13.März    14.März    15.März  
           

    Comic
    Al McWilliams, Nevio Zaccara , Alberto Giolitti
    "Star Trek: The Key Collection, Volume 6"
    Bestellen

           
       16.März    17.März    18.März    19.März    20.März    21.März    22.März  
     

     

     

    Buch
    Margaret Wander Bonanno, Christopher L. Bennett
    "Star Trek: Classic − Mere Anarchy"
    Bestellen

     

    Geburtstag
    John Garman Hertzler
    (Martok)

     

    Geburtstag
    Connor Trinneer
    (Charles "Trip" Tucker III)

     

    Geburtstag
    John de Lancie
    (Q)

       

    Geburtstag
    William Shatner
    (James T. Kirk)

     
       23.März    24.März    25.März    26.März    27.März    28.März    29.März  
           

    Geburtstag
    Leonard Nimoy
    (Spock)

         

    Buch
    Alan J. Porter
    "Star Trek" (Sachbuch)
    Bestellen

    Comic
    Mike W. Barr, Gordon Purcell
    "Star Trek Archives Volume 4: DS9"
    Bestellen

    Geburtstag
    Marina Sirtis
    (Deanna Troi)

     
       30.März    31.März                      
       

    Buch
    Kirsten Beyer
    "Star Trek: Voyager − Full Circle"
    Bestellen

                         
     


     

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    "Geschichten eines Krieges"

    Melanie Brosowski im Interview mit dem Autor Carsten Steenbergen

    Hier geht es um die Helden, die nicht in vorderster Reihe stehen. Die Wesen, die durch den Krieg gezwungen werden, oft sehr unkonventionelle Wege zu beschreiten und die mit viel List um ihr Leben und um das ihrer Angehörigen kämpfen. Egal ob Mensch, Elf oder Monster, all diese Kreaturen haben ein gemeinsames Ziel: Überleben!

    TrekZone Network: Wer steckt hinter "Drachenkinder"?

    Carsten Steenbergen: Die Drachenkinder sind eine vierköpfige Autorengruppe, bestehend aus Christiane Gref, Helmut Marischka, John Poulsen und meiner Person. 2007 haben wir uns in einem Schreibforum virtuell kennen gelernt und uns dort auch als Gruppe zusammengefunden. Da wir über ganz Deutschland verstreut wohnen, dauerte es eine Weile, bis wir uns dann auch einmal persönlich getroffen haben. Wir haben es uns sozusagen auf die Fahne geschrieben, einerseits gemeinsame Projekte zu realisieren und andererseits das ein wenig an hoffnungsvolle Jungautoren zurückzugeben, was wir selbst auf unserem bisherigen Weg schon erleben durften: die Unterstützung und Hilfe von erfahreneren Autoren. Und das macht bislang jede Menge Laune.

    TZN: Wie entstand die Idee zur Anthologie "Geschichten eines Krieges"?

    Steenbergen: Da müsstest du eigentlich besser John Poulsen fragen. Er ist eines Tages mit dieser Idee angekommen und wir übrigen fanden sie auf Anhieb Klasse. Wir dachten, dass es endlich mal Zeit wird, eine Fantasy-Anthologie herauszubringen, die vielleicht ein wenig anders ist als das, was man sonst so zu lesen bekommt. Danach haben wir uns direkt auf die Suche nach einem geeigneten Verlag gemacht und schließlich im Verlag Peter Hopf einen tollen, engagierten Partner gefunden.

     
     

    "Es ist uns echt schwergefallen, die Sieger zu küren, weil die Qualität der eingereichten Storys wirklich enorm war."


    TZN: Seid ihr/bist du zufrieden mit dem Ergebnis?

    Steenbergen: Absolut! Innerhalb weniger Wochen trudelten über 160 Kurzgeschichten ein. Es ist uns echt schwergefallen, die Sieger zu küren, weil die Qualität der eingereichten Storys wirklich enorm war. Das Cover wurde von Brigitte Pandel erstellt und rundet das Gesamtwerk absolut gut ab. Die Resonanz auf unser erstes Herausgeberwerk war dazu dementsprechend positiv. Alles in allem hat es sich einfach gelohnt und wir würden so ein Projekt sicher noch einmal angehen.

    TZN: Wer ist Carsten Steenbergen?

    Steenbergen: Ein 35-jähriger Zwillingsmensch, der fast schon zwanghaft versucht, seine vielfältigen Interessen unter einen Hut zu bringen. Und nebenher noch ein wenig schreibt. Nein, im Ernst. Ich versuche jeden Tag so viel wie möglich mitzunehmen und neben der vielen Arbeit nicht das Leben zu vergessen. Obwohl, schreiben ist ja ein Teil meines Lebens. Und auch irgendwie Arbeit. Und Spaß. Und ... ach, siehste. Doch nur ein Zwilling. ;)

    TZN: Du bist verheiratet. Wie schafft man es, Beruf, Privatleben und ein so aufwendiges Hobby wie die Schreiberei miteinander zu verbinden?

    Steenbergen: Nur durch viel Unterstützung seitens der Familie. Sie geben mir den nötigen Freiraum und die Kraft, die nötige Energie aufzubringen. Zugegeben, es fällt nicht immer leicht, sich nach einem 10-Stunden-Tag im Büro trotzdem noch einmal an den Rechner zu setzen und zu schreiben. Aber von nichts kommt nun mal nichts. Also versuche ich so viel Gas zu geben, wie es geht.

    TZN: Wie bist du zum Schreiben gekommen?

    Steenbergen: Klingt fast ein wenig unglaubwürdig, aber tatsächlich durch ein echt schlecht geschriebenes Buch. Da ich schon immer ein Vielleser war, hat mich einfach die totale Enttäuschung über den Fehlkauf gepackt. Danach kam dann der Ehrgeiz, es selber besser zu machen und schon war ich dabei. Letztendlich müsste ich mich eigentlich bei der jungen Dame, die den Roman damals im Selbstverlag veröffentlicht hat, bedanken. Leider habe ich weder ihren Namen noch ihren Roman mehr zur Hand.

    TZN: Hast du ein schriftstellerisches Vorbild?

    Steenbergen: Eins? Ich würde sagen mehrere. Aber es sind definitiv zu viele, um sie alle aufzuzählen. Ein paar Wenige seien genannt: Matt Ruff, Michael A. Stackpole, Bernhard Hennen und natürlich der Altmeister J.R.R. Tolkien.

    TZN: Wer ist dein schärfster Kritiker und warum?

    Steenbergen: Definitiv meine Frau. Sie begeistert sich eigentlich nicht so sehr für phantastische Literatur, daher hat sie wohl den nötigen Abstand, um wirklich direkt und manchmal auch gnadenlos zu sein. Das Ergebnis bringt aber immer wieder jede Menge.

    TZN: Was sagen deine Freunde zu deinem Hobby?

    Steenbergen: Natürlich habe ich am Anfang auch so manchen seltsamen Blick abbekommen. ("Ah ja, du schreibst jetzt.") Das hat sich aber schnell gelegt, als die ersten Veröffentlichungen anstanden. Mittlerweile freuen sie sich mit mir und unterstützen meine Ziele auch recht tatkräftig. Das tut natürlich gut.

     
     

    "Des Weiteren arbeite ich aktuell an einer Hörbuchreihe zum Thema Seefahrt und Piraten, was natürlich auch sehr viel Spaß macht."


    TZN: Was ist dein aktuelles Projekt?

    Steenbergen: Auch da gibt es eigentlich mehrere. Als Erstes steht natürlich das Fertigstellen meines Debütromans an, einer Darkfantasy-Erzählung mit historischem Hintergrund. Im Jahr 1256 treibt ein Korndämon sein blutiges Unwesen in der Abtei zu Gladbach. Eine sehr spannende Sache, da ich damit auch meinem Faible zum Mittelalter nachgeben kann. Des Weiteren arbeite ich aktuell an einer Hörbuchreihe zum Thema Seefahrt und Piraten, was natürlich auch sehr viel Spaß macht. Dazu, natürlich, werden schon die nächsten Romanideen und Hörspiele ausgearbeitet. Es geht also ungebremst weiter.

    TZN: Wie siehst du die derzeitige Situation von Jungautoren/Kleinverlagen?

    Steenbergen: Ich denke, Jungautoren und auch Kleinverlage stecken in keiner leichten Situation. Der Markt verlangt immer mehr nach Massentauglichkeit bei gleichzeitigem Abheben aus der Menge. Das stellt harte Anforderungen an beide, den Autor, der sich und seine Werke bekannt machen will und auch den Kleinverlag, der sich gegen die Großen im Business behaupten muss. Letztendlich brauchen beide viel Atem und Durchhaltevermögen.

    TZN: Stichwort Leipziger Buchmesse: Welche Bedeutung hat sie für dich beziehungsweise für Autoren allgemein?

    Steenbergen: Dieses Jahr ist das erste Mal, dass ich die Leipziger Buchmesse besuchen werde. Nach der Frankfurter Buchmesse ist Leipzig sicher das zweite große Highlight der Saison. Dort bieten sich jede Menge Möglichkeiten, Kontakte zu knüpfen, Erfahrungen auszutauschen und natürlich auch ein wenig Verlagsluft zu schnuppern. Für jeden, der einmal ernsthaft schreiben will, ein absolutes Muss.

    TZN: Einige abschließende Worte?

    Steenbergen: Vielleicht an alle, die schreiben wollen. Tut es einfach, bleibt dran und lasst euch nicht davon abhalten. Und natürlich vielen Dank für das nette Interview.

    Weiterführende Links

  • Phantastik-Autor Carsten Steenbergen
    Infos, Termine und mehr.

  • Der Autorenblog
    Ausschreibungen, Empfehlungen und Weiteres.

  • Autorengruppe Drachenkinder
    News, Infos, Hintergründe.

  • vph Verlag Peter Hopf
    Fantasy Bücher und mehr.

  • Mellis Autoren-Ecke

    Wieder hat eine herausragende Fantasy-Anthologie das Licht der Welt erblickt. Melanie Brosowski hatte Gelegenheit mit einem der Herausgeber zu sprechen.


     

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    Cattle Mutilations

    Wer steckt hinter den grausamen Viehverstümmelungen?

    Eines der grausamsten Kapitel der UFO-Forschung sind Viehverstümmelungen. Da vor allem Rinder in Nord- und Südamerika zu den Opfern zählen, wird dieses Phänomen auch Cattle Mutilations genannt. Doch wer steckt wirklich hinter den brutalen Tiermorden?

    UFO-Skeptiker schieben sämtliche Fälle auf Satanisten und Tierquäler. Doch es sind kaum Fälle bekannt, bei denen ein okkulter Hintergrund tatsächlich nachgewiesen werden konnte. Satanistische Rituale sind daher meist keine glaubwürdige Erklärung. Anders sieht es mit Tierquälern aus, die Tiere zum Spaß oder aus Mordlust verstümmeln. In Deutschland lassen sich fast alle Fälle von Tierverstümmelungen auf psychisch kranke Täter zurückführen. Erinnert sei hier unter anderem an den Pferderipper von Niedersachsen. Solche Taten hinterlassen in jedem Fall eindeutige Schnittverletzungen und viel Blut.

    Doch es gibt, vor allem in den USA und Lateinamerika, seltener auch in einigen europäischen, afrikanischen und asiatischen Ländern, zunehmend Fälle, die sich nicht durch Geisteskranke erklären lassen und eine Reihe ungewöhnlicher Eigenschaften aufweisen. Beginnen wir mit den auffälligsten Merkmalen. Fast bei jeder dieser unerklärlichen Viehverstümmelungen werden die Genitalien und Euter entfernt, ferner auch Zunge, Augen, Ohren und Teile des Gesichts. Bisher wurde nicht ein einziges dieser fehlenden Körperteile entdeckt. Zudem scheinen alle entfernten Organe mit chirurgischer Präzision entfernt worden zu sein, was eindeutig gegen Raubtiere spricht. Die Narben sind keine gewöhnlichen Schnittwunden, sondern deuten aufgrund der Beschaffenheit der Wundränder auf den Einsatz von medizinischen Lasern hin.

     
     

    Allerdings gibt es Hinweise, dass die Verantwortlichen die Fähigkeit zu fliegen besitzen, da viele der verstümmelten Rinder gebrochene Knochen haben.


    Weiterhin unauffindbar ist das Blut der betroffenen Tiere. Die Körper scheinen komplett ausgesaugt worden zu sein, was für einen irdischen Triebtäter schon ein immenser Aufwand wäre, der zudem ein gigantisches Blutbad anrichten würde. Doch an den Tatorten ist ebenfalls kein Tropfen Blut aufzufinden. Stattdessen sticht den Untersuchern vor Ort meist ein Geruch in die Nase, der an ein Krankenhaus erinnert. Die toten Körper verwesen wenn überhaupt nur sehr langsam, Aasfresser meiden die Kadaver und Fliegen werden oft tot auf ihnen gefunden.

    Es spricht also alles dafür, dass bei den meisten Viehverstümmelungen gut ausgerüstete Profis am Werk sind. In der Regel werden keine Spuren gefunden, die auf den Täter hindeuten. Allerdings gibt es Hinweise, dass die Verantwortlichen die Fähigkeit zu fliegen besitzen, da viele der verstümmelten Rinder gebrochene Knochen haben. Dies deutet darauf hin, dass sie aus großer Höhe abgeworfen wurden. Einige Rinder bohrten sich sogar mit den Hörnern in den Boden oder wurden in Bäumen aufgefunden. Andernorts fand man Hirschkadaver auf Strommasten. Kein Mensch wäre stark genug, Tiere ohne Kran in derartige Höhen zu hieven. Auch Raubvögel kommen angesichts der Größe der Kadaver kaum in Frage.

    Bleiben also nur noch künstliche Flugobjekte und diese werden tatsächlich immer wieder am Tatort gesichtet. Parallel zu Viehverstümmelungen kommt es häufig zu UFO-Sichtungen. Einige Zeugen wollen sogar gesehen haben, wie Kühe oder auch Wildtiere wie Elche in UFOs gezogen wurden. Es gibt inzwischen zahlreiche derartige Berichte, als dass man sie einzeln als Scherz abtun könnte. Auch wirken die blutleeren und verstümmelten Kadaver eher weniger unterhaltsam. Hinzu kommen Messungen von Magnetfeldveränderungen an den Tatorten, wie man sie auch von Kornkreisen kennt und die von den Antigravitationsantrieben der Raumschiffe verursacht werden könnten.

    Neben UFOs werden jedoch mindestens ebenso oft schwarze, unmarkierte Militärhelikopter an Tatorten gesichtet. Steckt also vielleicht das Militär hinter der ganzen Sache? Am 6. Juli 1975 wurde in den Cheyenne Mountains, dicht am Eingangstor der NORAD (North American Aerospace Defense Command) gelegen, eine verstümmelte Kuh entdeckt. Ging sie vielleicht versehentlich beim Transport in die nahe gelegene Area 51 verloren?

    Haben wir es mit einer neuen Art von psychologischer Kriegsführung zu tun? Gehören die UFOs, die beim Verschleppen von Vieh beobachtet wurden, etwa der Airforce? Oder stecken sowohl das Militär als auch Aliens hinter den Verstümmelungen? Immerhin gibt es einige Abductees, die laut ihren Aussagen Zeugen von Viehverstümmelungen durch die Grey wurden. Und wenn die Grey das Blut von Rindern, Schafen, Wildtieren und so weiter aussaugen, wozu brauchen sie es?

     
     

    Rinder und anderes Vieh werden in Flugobjekte welcher Art auch immer gezogen und danach wieder abgeworfen.


    Einige Abduction-Forscher sind auf Basis der Aussagen von Entführungsopfern der Meinung, die Grey würden aus dem Blut eine Nährlösung für die Hybridenzucht gewinnen. Einige behaupten gar, die Grey würden sich über die Haut ernähren und daher im wahrsten Sinne des Wortes ein Blutbad nehmen. Wieder andere halten die Grey für Sklaven einer reptoiden Spezies, die Blut säuft und die entfernten Genitalien bei Ritualen verzehrt, so wie es in China üblich ist, Tigerhoden als Potenzmittel zu konsumieren.

    Ob nun Psychoterror durch das Militär, Weltraumvampire oder Aliens mit einer Vorliebe für Bergaustern − es mangelt nicht an Erklärungsversuchen. Eine eindeutige Antwort auf den Zweck der Viehverstümmelungen gibt es bisher jedoch nicht. Die bisherigen Untersuchungen von Cattle Mutilations haben bisher nur mehr Fragen aufgeworfen. Sicher ist nur, hinter den ungewöhnlichen Fällen stecken weder Satanisten noch Psychopathen. Rinder und anderes Vieh werden in Flugobjekte welcher Art auch immer gezogen und danach wieder abgeworfen. Die Sichtung von schwarzen Helikoptern spricht zumindest dafür, dass das Militär irgendetwas weiß, ist jedoch kein eindeutiger Beweis für eine direkte Verantwortung.

    Doch selbst wenn wirklich Außerirdische unser Vieh verstümmeln − hätten wir das Recht, sie deswegen zu verurteilen? In einem irdischen Schlachthaus ergeht es den Tieren nicht besser und wenn wir unser nächstes Steak genießen, sollten wir uns vielleicht fragen, wer die grausamere Spezies ist. Weitaus beunruhigender muten da Fälle von Human Mutilations an.

    Todesfälle in Zusammenhang mit UFOs sind keine Seltenheit. So gibt es in Brasilien das Chupa-Phänomen (nicht zu verwechseln mit dem Chupacabra), welchem schon zahlreiche Menschen zum Opfer fielen. Das brasilianische Militär untersuchte jene Fälle, in denen UFOs den Menschen Blut abzapften, in den 70er-Jahren während der "Operation Teller". Es gab unter den Betroffenen unzählige Verletzte und auch einige Tote.

    Ein weiterer Fall ereignete sich 1956 in New Mexico. Ein Luftwaffenmajor berichtet, dass ein Sgt. Jonathan P. Louette auf der White Sands Missile Range von einem UFO entführt und einige Tage später verstümmelt aufgefunden wurde. In einem anderen Fall aus Brasilien wurde ein Abductee, der der indigenen Bevölkerung angehörte, seinen Aussagen zufolge von den Ufonauten gefragt, ob sie seine Augen haben dürften und sie versprachen ihm, die gesamte Menschheit würde davon profitieren. Am nächsten Tag fand ihn seine Familie blind und ohne Augäpfel. Bei einer Untersuchung in einem Krankenhaus stellte sich heraus, dass sie professionell herausoperiert wurden und das, wo der Mann doch praktisch mitten im Urwald lebte. Einige Abductees berichten ebenfalls von Entführungen, bei denen sie im Raumschiff tote Menschen sahen, die von Grey verstümmelt wurden.

     
     

    Handelt es sich etwa um medizinische Experimente?


    Hier zeigt sich das UFO-Phänomen von seiner dunkelsten Seite. Es bleibt jedoch die Frage nach dem Warum. Haben wir es mit galaktischen Serienmördern zu tun? Sind Human Mutilations eine Art Initiationsritual? Handelt es sich etwa um medizinische Experimente? Oder dienen wir Menschen als Organspender für das Hybridenprogramm der Grey? Leider gibt es dazu keine klaren Augenzeugenaussagen. Auch ist nicht erwiesen, ob die Grey hinter allen Menschenverstümmelungen oder dem Chupa-Phänomen stecken.

    Es gibt allerdings genug Gründe, UFOs generell mit Vorsicht zu begegnen. Es gibt zwar ebenso positive Erfahrungsberichte, vor allem mit Humanoiden, doch wer weiß schon, mit was für einer Spezies man es gerade zu tun haben könnte? In Brasilien ist jedenfalls aufgrund der Chupas wohl eher Flucht angesagt. In diesem Sinne, behaltet euer Vieh und nicht zuletzt euch selbst im Auge.

    Weiterführende Links

  • UFO-Files
    Cattle Mutilations Doku.

  • Degufo.de
    Degufo-Artikel von Alexander Knörr.

  • Greyhunter
    Blog des UFO-Forschers und Autors Wladislaw Raab (Rubrik "Mutilations").


  • UFO-News

     

    Obama und der UN-Beschluss 33/426
    Der Beschluss 33/426 der UN-Generalversammlung vom 18. Dezember 1978 fordert "alle interessierten Mitgliedstaaten auf, auf nationaler Ebene geeignete Maßnahmen zur Koordinierung einer wissenschaftlichen Forschung und Untersuchung außerirdischen Lebens, einschließlich der nicht identifizierten fliegenden Objekte (UFOs), zu ergreifen und den UN-Generalsekretär über die Beobachtungen, Forschungen und Evaluierung dieser Maßnahmen zu informieren." Obama, der am 21. Januar 2009 erklärte, dass "Transparenz der Maßstab dieser Präsidentschaft" sein werde, steht nun vor der schwierigen Entscheidung, diesem Beschluss nachzukommen. Seine Außenministerin Hillary Clinton wurde bereits durch die Laurence Rockefeller Konferenz umfangreich über die UFO-Thematik informiert und zeigte sich an diplomatischen Kontakten jenseits der Erde interessiert. Seit 2004 haben sich eine Reihe von UN-Mitgliedstaaten verpflichtet, einige ihrer geheimen UFO/ET-Akten zu öffnen. Darunter Brasilien, Chile, Dänemark, Frankreich, Mexiko, Peru und Großbritannien; teilweise in Übereinstimmung mit dem Beschluss 33/426 der UN-Generalversammlung. Könnte also die USA der nächste Staat sein, der das UFO-Phänomen offiziell anerkennt und seine geheimen Akten veröffentlicht?
     

    Weiterführende Links

  • ExoNews.de
    Obama und der UN-Beschluss 33/426.


  • Kanada öffnet UFO-Akten
    Kanada gewährt der Öffentlichkeit Einblick in rund 9500 digitalisierte Dokumente, die inzwischen auf der offiziellen Webseite des kanadischen Nationalarchivs zur Verfügung stehen. Die Akten umfassen einen Zeitraum von 1947 bis Anfang der 1980er-Jahre. Die Sammlung trägt die Überschrift: "Kanadas UFOs: Die Suche nach dem Unbekannten". Im Gegensatz zu freigegebenen Akten anderer Länder enthalten die Dokumente nicht nur Sichtungsberichte, sondern auch Analysen von Regierungsbehörden, die UFO-Skeptiker ziemlich unter Druck setzen dürften. So heißt es beispielsweise in einem freigegebenen Memo vom September 1967 mit dem Titel "Unidentifizierte Fliegende Objekte (UFOs) − Untersuchungen": "Eine Anzahl von untersuchten Berichten legt die Möglichkeit nahe, dass UFOs einzigartige Informationen für die Wissenschaft beziehungsweise fortgeschrittene Technologie aufweisen, welche unter Umständen einen Beitrag zur wissenschaftlichen oder technischen Forschung leisten könnte."

    Weiterführende Links

  • ExoNews.de
    Kanada öffnet UFO-Akten − Eine Retrospektive.



  • Dänische Luftwaffe gibt geheime UFO-Akten frei
    Nachdem zahlreiche andere Länder ihre UFO-Akten veröffentlicht haben, folgt nun auch die königliche Luftwaffe von Dänemark diesem Beispiel. Die Fälle stammen aus den Jahren 1978 bis 2002. Das Dokument umfasst 329 Seiten und enthält einige interessante Fälle, bei denen offenbar dänische Militärs selbst Zeugen unidentifizierter Flugobjekte wurden. Unter den Akten befinden sich nicht nur UFO-Sichtungen, sondern auch Fälle, in denen Aliens beobachtet wurden, wie im Falle eines 15-jährigen Augenzeugen im Juli 1982. Skizzen der Außerirdischen liegen den im Internet veröffentlichten Akten bei. Weiter wird berichtet, dass es im Gegensatz zu Großbritannien in der dänischen Luftwaffe keinen Abschussbefehl für UFOs gab.

    Weiterführende Links

  • ExoNews.de
    Dänische Luftwaffe gibt geheime UFO-Akten frei.

  • Flyvevåbnet
    Downloadseite der dänischen Luftwaffe.



  • Großbritannien veröffentlicht UFO-Meldungen von 2008
    Großbritannien hat erneut UFO-Akten freigegeben. Diesmal stammen die Meldungen aus dem letzten Jahr. Im Vergleich zu 2007 haben sich die eingegangenen Meldungen auf 285 verdoppelt. Dies könnte daran liegen, dass Großbritannien seit der Öffnung der UFO-Akten 2008 offener mit dem Thema umgeht und so mehr Zeugen den Mut finden, ihre Sichtung zu melden. Einige Sichtungen lassen sich zwar durch Himmelslaternen erklären, doch ob 2008 mehr verkauft wurden als 2007 und sich so der enorme Anstieg der Meldungen erklären lässt, ist zu bezweifeln. Denn es gab letztes Jahr auch wieder zahlreiche Meldungen über nicht erklärbare Phänomene. Unter den Berichten gibt es zum Beispiel eine Meldung über ein Objekt, welches am 12. Februar 2008 lautlos über dem britischen Parlamentsgebäude schwebte und rund eineinhalb Stunden von mehreren Zeugen beobachtet wurde.

    Weiterführende Links

  • Exopolitik.org
    Großbritannien veröffentlicht UFO-Meldungen von 2008.

  • UFOs, Aliens, fremde Welten

    Mysteriöse Tierverstümmelungen − Rituale? Experimente? Lesen Sie hier, was unser Redakteur Shinzon Darhel darüber denkt


     

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    Animierte Zombies im Flughafen

    "Resident Evil: Degeneration" auf DVD

    Ein Flugzeug voller Zombies kracht in ein Flughafenterminal. Panik bricht aus, als die Untoten aus der verunglückten Maschine strömen und Menschen anfallen.

    Claire Redfield, die einige Tage Urlaub bei ihrer Tante machen möchte, wird mit ihrem alten Trauma konfrontiert. Sie war sieben Jahre zuvor eine der wenigen Überlebenden der Katastrophe von Raccoon-City, als erstmals das sogenannte T-Virus ausbrach und Menschen in Zombies verwandelte. Nun muss sie sehen, wie der Alptraum von vorne beginnt. Ein spezielles Einsatzteam wird in die Flughafenlobby geschickt, um die Überlebenden, die sich in einem Raum verschanzt haben, zu befreien. Leon Scott Kennedy unterstützt den Einsatz. Claire und Leon begeben sich auf die Spur der Verschwörer, die für die neuerliche Infektion verantwortlich sind.

    Als Fan der "Resident Evil"-Reihe von Capcom war ich von diesem Animationsfilm begeistert. Er erzählt die Handlung zwischen "Resident Evil 4" und "Resident Evil 5". Zwar reicht er von der Qualität der Animationen nicht an "Final Fantasy − Advent Children" heran, aber ist auf jeden Fall gut genug, um den Zuschauer zu fesseln. Die deutsche Synchronisation fand ich nicht so schlecht, wie sie oft gemacht wird. Die Soundeffekte kommen über eine Dolby-Anlage richtig gut rüber. Kurzum, der Film hat alles, was ein Film haben muss: Action, eine konsequent weitererzählte Geschichte und glaubhafte Figuren. Ein winziger Malus war für mich, dass ich mich an keiner Stelle gegruselt habe − wie das in den Spielen oft der Fall war.

    Jedem Fan lege ich "Resident Evil: Degeneration" ans Herz. Zuschauer, die zwar auf Zombiefilme stehen, mit der Capcom-Serie allerdings nie etwas zu tun hatten, ist eher abzuraten, da sich der Film häufig auf Inhalte der Spiele bezieht.


    Laufzeit: 92 Minuten

    Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1

    Altersfreigabe: Ab 16 Jahre

    Bonusmaterial: Auf der DVD gibt es diverse Trailer, nette Charakterportraits, ein Making-of und einige kurze Interviews

    Weiterführende Links

  • Amazon.de: Resident Evil: Degeneration
    Der erste komplett computeranimierte Film der dystopischen Horrorfilmreihe.

  • SF-Zone

    Ein Virus, der aus Menschen Zombies macht. Das kann nur "Resident Evil" sein. Seit Kurzem gibt es die DVD zu "Degeneration" im Handel. Was unsere Redakteurin Christiane Gref von der Scheibe hält, erfahren Sie hier.


     

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    "Terminator S.C.C."

    Wie die neue Serie auf ProSieben ankommt

    Darum geht es: Die Serie ist chronologisch zwischen "Terminator 2" und "Terminator 3" angesiedelt. John Connor (Thomas Dekker), 15 Jahre alt, wird von Maschinen aus der Zukunft gejagt. Seine Mutter, Sarah (Lena Headey), versucht ihn zu beschützen und die kleine Familie zieht von einem Ort zum nächsten. Unterstützung erhält John schließlich von Cameron, einem weiblichen Terminator.

    Das "S.C.C." steht für "Sarah Connor Chronicles". Im Deutschen hat man auf diesen Titel verzichtet, um einen Rechtsstreit mit der gleichnamigen deutschen Künstlerin zu vermeiden.

    Ich hatte nicht gedacht, dass das Serienkonzept aufgehen wird. Hat man jedoch alle "Terminator"-Filme gesehen, kommt man als Zuschauer auf seine Kosten. Besonders Cameron als Terminatrix (Summer Glau) bringt frischen Wind in den bekannten Plot.

    Um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie die Serie insgesamt in Deutschland aufgenommen wird, war ich auf verschiedensten Blogs und Foren unterwegs und habe Stimmungen gesammelt. Dabei sind mir folgende Dinge aufgefallen: Erstens, die Autoren der Serienseiten und Blogs kennen die Kinofilme und entsprechend hoch waren die Erwartungen an die Serie. Zweitens habe ich keinen Blog gefunden, auf dem "Terminator S.C.C." zerrissen wird, allenfalls über Arnies Abwesenheit wurde ein wenig geklagt. Drittens wird Summer Glau als besonderes Highlight der Serie gehandelt. Sie wurde durch "Serenity" bekannt und wird am ersten Mai-Wochenende in Bonn auf der FedCon zu Gast sein.

    Kaum zu glauben, dass angesichts der Beliebtheit der Serie die Einschaltquoten kontinuierlich sinken. 1,22 Millionen Zuschauer sahen die Folge vom 9. Februar − vom Gesamtpublikum sind dies gerade einmal 3,8 Prozent. Allerdings wird darauf hingewiesen, dass die Zielgruppe mit ihrem Anteil stabil bleibt. (Quelle: DWDL.de)

    Hier gibt es die Ausstrahlungstermine und Hintergrundinfos zur Serie.

    SF-Zone

    Die "Terminator"-Reihe wurde vor allem durch Arnold Schwarzenegger geprägt. Ob es auch ohne ihn geht − hier die Meinung von Christiane Gref.


     

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    Kino-Guide

    März 2009

    "Watchmen − Die Wächter"  (USA 2009)


     

    Regie

    Zack Snyder

    Drehbuch

    David Hayter und Alex Tse nach der Graphic Novel von Dave Gibbons

    Darsteller

    Jeffrey Dean Morgan (Edward Blake/The Comedian), Patrick Wilson (Dan Dreiberg/Nite Owl II), Billy Crudup (Dr. Manhattan/Jon Osterman), Jackie Earle Haley (Walter Kovacs/Rorschach)

    Start

    5. März


    Inhalt
    Unsere Welt, eine andere Realität: Hier sorgten jahrelang Superhelden für Recht und Ordnung, mutige Mitbürger aus unseren Reihen, die sich maskierten und gegen das Böse kämpften. Jetzt, im Jahre 1985, ist das anders. Die Helden sind von der Bildfläche verschwunden, unerwünscht von der Regierung. Erst der Mord an einem alten Mitstreiter bringt ein Team aus verschiedenen Helden wieder zusammen und führt sie auf die Spur einer Verschwörung.

    Erwartung
    Gut. Die Graphic Novels von "Watchmen" erfreuen sich bei Insidern enormer Beliebtheit, erreichen sie doch eine selten da gewesene Tiefe. Nicht nur bietet das "Watchmen"-Universum viele exzentrische Charaktere und einen "Sin City"-artigen Stil, sondern auch Geschichten, die geschickt eine alternative Zeitlinie mit der amerikanischen Geschichte des 20. Jahrhunderts verknüpfen. Um den speziellen Look der Comics auch auf die Leinwand zu kriegen, haben sich die Produzenten den Regisseur Zack Snyder geholt, der zuletzt der Graphic Novel "300" einen visuell gelungenen und lukrativen Kinoauftritt spendierte. Für die Besetzung verzichtete man auf Superstars. Dabei sind unter anderem Jeffrey Dean Morgan, Patrick Wilson, Carla Gugino und Billy Crudup. "Watchmen" setzt wie auch "300" primär auf Spektakel und Atmosphäre. Bleibt zu hoffen, dass der Film aber auch die Ernsthaftigkeit und Tiefe der Vorlage übernimmt − und dass die Zuschauer, die nicht mit den Comics vertraut sind, das Ganze nicht für zu abgehoben und undurchschaubar halten.


    "The Unborn"  (USA 2009)


     

    Regie

    David S. Goyer

    Drehbuch

    David S. Goyer

    Darsteller

    Odette Yustman (Casey), Gary Oldman (Rabbi Sendak), Meagan Good (Romy), Cam Gigandet (Mark)

    Start

    12. März


    Inhalt
    Alpträume und die mysteriöse Veränderung ihrer Augenfarbe bringt die junge Casey auf die Spur eines alten Familiengeheimnisses, das hinter den Stachelzäunen von Auschwitz seinen Anfang nahm. Ein Dybbuk, ein rachsüchtiger Geist, versuchte damals durch den Körper eines getöteten Jungen in unsere Welt zu gelangen. Jetzt versucht er es wieder, seine Verbindung zu Casey ist ihr ungeborener Zwillingsbruder, der im Mutterleib starb. Casey bittet den Rabbi Sendak um Hilfe, doch während des Exorzismus zeigt der Dämon, welche Macht in ihm steckt.

    Erwartung
    Passabel. David S. Goyer, Autor von "Dark City", "Blade" und "Batman Begins" und Regisseur von "Blade: Trinity", inszeniert seinen ersten richtigen Horrorfilm und holt dabei so viel wie möglich aus dem hinlänglich bekannten Szenario heraus. "Unborn" hat denn auch beides: Das stille Grauen und die Schocks eines "Rings" und das wüste Dämonen-Treiben eines Monsterfilms. Das passt ebenso wenig wie die Teen-Darsteller zur düsteren Grundstimmung, die auch den Blick ins KZ nicht scheut. Ganz ernst nehmen kann man den Hokuspokus dann leider trotzdem nicht so recht, auch wenn die Inszenierung und einige Nebendarsteller wie Gary Oldman durchaus hochstehendes Gruseln durchblitzen lassen.

    Weitere Kino-Starts aus den Genres Science-Fiction, Fantasy und Horror:

    Ein Fantasy-Abenteuer für die ganze Familie ist "Die Reise zum Mittelpunkt der Erde " (ab dem 3. März) , in dem Brendan Fraser ("Die Mumie"-Trilogie) mit Sohnemann in einer komplett vor Greenscreen gedrehten Produktion auf den Spuren von Jules Verne wandelt. Auch für ein junges Publikum ausgelegt ist "Die drei ??? Das verfluchte Schloss " (ab dem 19. März), die zweite (neue) Verfilmung basierend auf der populären Kids-Mystery-Reihe.

    Was waren Ihre letzten Science-Fiction-, Fantasy- oder Mystery-Highlights im Kino oder auf DVD? Und welche Streifen Enttäuschungen? Schreiben Sie uns an leserbriefe@trekzone.de!

    SF-Zone

    Alle wichtigen Infos und eine Vorabkritik zu den aktuellen Kinofilmen aus den Genres Science-Fiction, Fantasy, Mystery und Horror wie immer im Kino-Guide der SF-Zone − zusammengestellt von Stephan Mark.


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    DVD-Guide

    März 2009

    4.3. − "Pathology"

    Medizinstudent deckt mörderisches Spiel seiner Mitarbeiter auf. Mäßiger Horror-Thriller (2008) im Leichenschauhaus-Szenario, mit Alyssa Milano ("Charmed") und Milo Ventimiglia ("Heroes") recht prominent besetzt. Regiekommentar und Making-of sind enthalten.

    5.3. − "The Gathering − Tödliche Zusammenkunft"

    Vater und Tochter suchen die verschwundene Mutter und geraten an einen Hexenzirkel. Träger TV-Zweiteiler (2007) mit "O.C. California"-Dad Peter Gallagher und "Easy Rider"-Legende Peter Fonda.

    5.3. − "The Lodger"

    Detektiv versucht einem Serienmörder in Hollywood auf die Spur zu kommen. Horror-Krimi (2008), der wenig Neues bieten kann, dafür gut besetzt ist: Alfred Molina, Hope Davis, Shane West, Simon Baker und Rachael Leigh Cook.

    12.3. − "Knight Rider − Superbox"

    Ex-Cop und sein High-Tech-Auto auf Verbrecherjagd. Die volle Dröhnung 80er-Kult: Fünf Staffeln, der TV-Film "Knight Rider 2000" (1991) sowie Goodies in einer Sammlung.

    12.3. − "Midnight Movie"

    Killer aus altem Film wechselt vom Zelluloid in die Realität und beginnt seine Jagd. Spannend-blutiger Slasher (2008), die Kauffassung ist gegenüber der Verleihfassung leicht gekürzt worden.

    12.3. − "The Boston Strangler"

    Nach einer wahren Story: Ein Serienmörder wird von der Polizei gejagt. Faktentreuer, aber leider recht billig produzierter Thriller (2008). Wer sich für den Würger von Boston interessiert, greift lieber zum Kinofilm von 1968 mit Tony Curtis.

    13.3. − "100 Feet"

    Frau tötet gewalttätigen Ehemann aus Notwehr, sein Geist will Rache. Ordentlicher Horror-Thriller (2008) mit Famke Janssen ("X-Men", "Goldeneye"), die sonst eher in Kinofilmen zu sehen ist.

    13.3. − "Ba'al − Das Vermächtnis des Sturmgottes"

    Mysteriöse Amulette befreien den antiken Gott Ba'al, der verheerende Stürme auf die Menschheit loslässt. Amüsantes SciFi-Channel-Movie (2008), bei dem natürlich die Spezialeffekte nicht mit der epischen Story mithalten können.

    13.3. − "Bloody Birthday"

    Psycho zwingt sechs Girls an seiner Geburtstagsparty teilzunehmen und beginnt dann ein krankes Spiel. Reißerischer Low-Budget-Thriller (2006) aus Argentinien.

    13.3. − "My Name Is Bruce"

    Als ein Monster eine Kleinstadt terrorisiert, muss Horror-Schauspieler Bruce Campbell eingreifen. Amüsante Horror-Comedy (2007), in der Bruce Campbell ("Tanz der Teufel", "Bubba Ho-Tep") sich selber spielt. Erscheint als Single- und Doppel-DVD.

    13.3. − "Sliders: Das Tor in eine fremde Dimension − Season 5"

    Rembrandt und Maggie geraten in neue Parallelwelten. Fünfte und letzte Staffel (2000) der Sci-Fi-Serie, die nicht mehr ganz so zu gefallen weiß wie zu Beginn.

    13.3. − Terminator: The Sarah Connor Chronicles − Season 1"

    DVD DES MONATS: Mutter und Sohn bekämpfen einen zeitreisenden Killer-Cyborg. Spannende Story, kinoreife Spezialeffekte: Die erste Staffel der "Terminator"-Serie (2008) bietet satte Sci-Fi-Action. Mit neun Episoden recht kurz geraten, leider auch keine Extras.

    19.3. − "Alien Agent − Agent des Todes"

    Zwei verfeindete Alien-Fraktionen bekämpfen sich, weil eine die Welt erobern will. Maue B-Movie-Action (2007) im Sci-Fi-Gewand, das mit Billy Zane und Mark Dacascos zwei recht bekannte Gesichter aus der dritten Schauspieler-Liga zu bieten hat.

    19.3. − "Die Zehn Gebote"

    Die biblische Geschichte von Moses als TV-Zweiteiler. Leider recht schwach inszenierte und mit unspektakulären Effekten versehene Neuverfilmung (2006), dafür gibt's Naveen Andrews ("Lost"), Dougray Scott ("Mission Impossible 2") und Altstar Omar Sharif ("Doktor Schiwago") zu sehen.

    19.3. − "Merlin: Die Rückkehr"

    Eine Wissenschaftlerin bringt Merlin, Lancelot und den bösen Mordred in unsere Zeit. Kaum ernstzunehmende TV-Fantasy-Verfilmung (1999) mit Tia Carrere, Adrian Paul, Craig Sheffer und Patrick Bergin.

    19.3. − "Pinocchio"

    Eine hölzerne Puppe macht sich auf, die Welt zu erkunden. Mit Bonusmaterial vollgepackte Neuauflage des Disney-Klassikers aus dem Jahre 1940: verzaubert noch immer.

    19.3. − "Roger Corman's Dracula"

    Amerikanerin verliebt sich in Osteuropäer, der ein Jahrhunderte alter Vampir ist. Dem für seine B-Movies bekannten Produzenten Roger Corman gelang ein ganz ordentlicher "Frankenstein"-Film (1990), diese "Dracula"-Variation (1993) mit "Die blaue Lagune"-Star Christopher Atkins leidet aber stark unter einem schwachen Drehbuch und miesen Schauspielern.

    19.3. − "Tödliche Magie"

    Der Entfesslungskünstler Houdini verliebt sich in eine Frau, die ihn bestehlen will. Drama/Romanze (2007) aus der Welt der Illusionisten, Magier und Medien mit Guy Pearce und Catherine Zeta-Jones.

    20.3. − "Amusement"

    Drei Horror-Storys erzählen von drei Freundinnen und ihrem gemeinsamen Geheimnis. Sollte zuerst ins Kino, passt aber klar besser nur als DVD-Premiere: Origineller Horror-Film (2009) aus den USA.

    20.3. − "Max Payne"

    Cop taucht in die Unterwelt der Gangster ab und begegnet einer übernatürlichen Macht. Stylisch inszeniert, aber tritt mit der wirren Story ins gleiche Fettnäpfchen wie viele andere Game-Verfilmungen (2008). Immerhin mit Mark Wahlberg und Co. ganz gut besetzt.

    20.3. − "Wristcutters: A Love Story"

    Selbstmörder sucht im Leben nach dem Tod nach seiner Freundin. Skurriles, amüsantes und berührendes Fantasy-Drama (2006), Gewinner zahlreicher Festival-Preise.

    26.3. − "EUReKA − Die geheime Stadt: Season 2"

    Weitere Abenteuer aus der verrückten Kleinstadt, wo nichts so ist, wie es scheint. Alle 13 Episoden der zweiten Staffel (2007) mit diversen Extras.

    27.3. − "Krabat"

    DVD DES MONATS: Waisenjunge findet zu einem Zirkel von Magiern. Gelungene deutsche Literatur-Verfilmung (2008), die sich einen eigenen Stil bewahrt hat und gängige Fantasy-Klischees des US-Kinos vermeidet. Erscheint als Single- und als Doppel-DVD.

    27.3. − "Smallville − Season 7"

    DVD DES MONATS: Clark Kent kriegt es mit einem Doppelgänger sowie einem Verwandten vom Krypton zu tun: Supergirl. Langsam treten Ermüdungserscheinungen auf: Die siebte Staffel von "Smallville" hat einige Durchhänger.

    27.3. − "The Tribe − Die vergessene Brut"

    Nach einem Schiffbruch landen fünf Freunde auf der Speisekarte von einheimischen Kreaturen. Nach etlichen Verzögerungen und einem kompletten Neudreh erscheint jetzt die ursprüngliche Version doch noch auf DVD. Ordentlicher Horror-Film mit Jewel Staite ("Firefly") vor cooler Insel-Kulisse.

    27.3. − "Train"

    Für US-Studenten wird eine Zugfahrt in Osteuropa zur mörderischen Falle. Die US-Studios Millenium/Nu-Image haben einmal mehr im kostengünstigen Bulgarien gedreht, immerhin konnte Thora Birch ("American Beauty") für diesen 08/15-Slasher (2008) gewonnen werden.

    SF-Zone

    Eine Übersicht über alle DVD-Kauf-Neuerscheinungen des neuen Monats aus den Genres Science-Fiction, Fantasy, Mystery und Horror − zusammengestellt und kommentiert von Stephan Mark. Ein Klick auf den Titel bringt Sie direkt zur richtigen Produktseite beim Online-Shop Amazon.de (Ausnahmen: Titel ohne FSK-Freigabe und zu Redaktionsschluss noch nicht ins Sortiment aufgenommene DVDs).


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    Fünf Jahre Opportunity

    Erster Teil der Geschichte des Marsrovers

    In den 90er-Jahren des letzten Jahrhunderts entwickelten Wissenschaftler der amerikanischen Weltraumbehörde NASA den Plan, eine Robotermission zu unserem äußeren Nachbarplaneten, dem Mars, zu entsenden und unser Wissen über dessen geologische Vergangenheit zu erweitern.

    Erste Schritte

    Primäres Ziel dieser beiden baugleichen Rover sollte die Suche nach Anzeichen für ein früheres Vorhandensein von Wasser sein. Insbesondere sollte die Zusammensetzung und Verteilung von Mineralien, Böden und Gesteinen in der unmittelbaren Umgebung der Landestellen untersucht werden. Was anfangs als eine Mission von 90 Tagen Dauer geplant war, entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einer nahezu unvergleichlichen Erfolgsstory.

    Nach seinem Start am 7. Juli 2003 landete Opportunity, so der Name des zweiten Rovers, nach einem fast siebenmonatigen Flug am 25. Januar 2004  kurz nach 6 Uhr MEZ erfolgreich in seinem anvisierten Landegebiet. Dazu auserkoren hatte man die ausgedehnte Hochebene Meridiani Planum in der Nähe des Marsäquators. Ausschlaggebend für die Auswahl dieses Landeplatzes war der bereits früher bei spektroskopischen Untersuchungen aus dem Orbit heraus erfolgte Nachweis von vulkanischem Basaltgestein und großen Hämatitvorkommen. Dieses Mineral bildet sich auf der Erde in heißen Quellen oder stehenden Gewässern und gilt daher als Indikator für frühere Wasservorkommen auf dem Mars.

    Kurz vor dem Erreichen der Oberfläche entfalteten sich die Airbags der Landesonde und nach dem Aufsetzen hüpfte diese noch mehrmals über das Gelände, bevor sie in einem kleinen Krater zum Stillstand kam. Nach dem Entfalten der Landeplattform wurden bereits wenige Stunden später erste Telemetriedaten und Bilder an das Missionskontrollzentrum am Jet Propulsion Laboratory (JPL) in Pasadena/Kalifornien übermittelt. Darauf zeigte sich eine surreale Landschaft in ungewöhnlich dunklen Farben, wie sie an allen bisherigen Landeplätzen auf dem Mars noch nie zuvor beobachtet werden konnte. Am meisten erfreut waren die an dem Projekt beteiligten Wissenschaftler jedoch, als sich herausstellte, dass Opportunity in einem flachen und etwa 22 Meter durchmessenden Impaktkrater gelandet war. In nur wenigen Metern Entfernung erkannte man in den Felsen auftretende Schichtungen des Gesteines, welche entweder durch Ablagerungen von vulkanischer Asche oder mittels Bodenerosion durch Wind beziehungsweise Wasser entstanden sein mussten. So wurde ein unerwarteter Einblick in den Aufbau des unter der Oberfläche gelegenen Grundgesteines möglich.

    Eine Woche später, am 31. Januar, verließ Opportunity die Landeplattform und begann seine direkten wissenschaftlichen Untersuchungen. Bereits innerhalb weniger Tage gelang es dabei, in kleinen, kieselähnlich geformten Steinen, sogenannten Blueberries, große Mengen an Hämatit nachzuweisen. Des Weiteren entdeckte man in der Folgezeit Olivin und hohe Konzentrationen von Schwefel. Auch Brom, Zink, Magnesiumsulfate und Jarosit konnten nachgewiesen werden. Damit schien bereits nach wenigen Wochen das Hauptziel der Mission, nämlich die Klärung der Frage, ob es auf dem Mars jemals flüssiges Wasser gegeben haben könnte, beantwortet zu sein. Auf der Erde entstehen Gesteine mit einer hohen Konzentration darin enthaltener Salze nämlich, indem sie während der Bildungsphase lange Zeit dem Einfluss von Wasser ausgesetzt sind. In den Gesteinsschichten auftretende Hohlräume, so die Interpretation der Geologen, könnten dabei durch flüssiges Wasser gebildet worden sein. Mittlerweile ist man davon überzeugt, dass es sich bei der Region des Eagle-Kraters, so sein jetziger Name, um die ehemalige Küstenlinie eines Salzsees handelt.

    Dies war jedoch keinesfalls der Grund dafür, dass Opportunity sich Anfang März auch der "Amateurastronomie" zuwandte. Bei der Bestimmung der orbitalen Bahndaten der beiden Marsmonde Phobos und Deimos standen die Astronomen bisher vielmehr vor dem Problem, dass ihnen keine exakten Messdaten zur Verfügung standen. Das Rover-Team, welches für die Bedienung der Panoramakamera zuständig ist, brachte deshalb den Vorschlag ein, die beiden Monde bei passenden Gelegenheiten zu beobachten. Am 4. April 2004 verfolgte man auf diese Weise einen Transit des Mondes Deimos vor der Sonne, am 7. April einen weiteren des Phobos. Dies waren allerdings nicht die einzigen Gelegenheiten, bei denen man astronomisch aktiv wurde. Die Marsmonde blieben auch weiterhin im Fokus fotografischer Beobachtungen. So ist es zum Beispiel mit geeigneten Farbfiltern möglich, Rückschlüsse über deren Oberflächenzusammensetzung zu gewinnen. Mehrfach wurden auch Sterne mit bekannten Helligkeiten abgebildet, um so die Dichte von Wolken und Staub in der Marsatmosphäre zu ermitteln. Langzeitaufnahmen des Nachthimmels zeigen eine große Anzahl von Bildfehlern und künstlichen Streifen, die sehr wahrscheinlich durch die kosmische Strahlung hervorgerufen werden. Diese trifft die Oberfläche des Mars viel intensiver als die der Erde, da der Mars nicht durch ein ihn abschirmendes Magnetfeld umgeben ist. Dr. Jim Bell, der Leiter der Gruppe, sagte dazu: "Wir werden noch lange brauchen, um diese Aufnahmen wissenschaftlich auszuwerten. Doch schon jetzt haben sie uns eine Ahnung davon vermittelt, welch überwältigender Anblick auf die künftigen Marsastronauten wartet." Allerdings werden solche energieintensiven nächtlichen Aktivitäten nur dann ausgeführt, wenn die Batterien des Rovers zur Gänze gefüllt sind.

    Auf Forschungsfahrt

    Nach neun Wochen intensiver und erfolgreicher Untersuchungen verließ Opportunity schließlich den Eagle-Krater und nahm die Fahrt zum etwa 750 Meter östlich gelegenen und etwa 120 Meter durchmessenden Endurance-Krater auf. Auf der Fahrt dorthin entdeckte der Rover am 15. April 2004 einen auffällig geformten Stein vulkanischen Ursprungs. Analysen mit den zwei in Deutschland entwickelten und gebauten Instrumenten des Rovers, dem Alpha-Röntgen-Spektrometer APXS des Max-Planck-Institutes für Chemie und dem Mössbauer-Spektrometer der Universität Mainz, ergaben, dass es sich dabei um einen Vertreter der Shergottite handelt. Bei dieser bisher etwa 20 Vertreter zählenden Gruppe von auf der Erde gefundenen Meteoriten wurde bis zu diesem Zeitpunkt angenommen, dass sie vom Mars stammten. Durch ein früheres Impaktereignis auf dem Mars sollte Grundgestein ins Weltall geschleudert worden sein, welches dann später durch das Gravitationsfeld der Erde eingefangen wurde und als Meteoriten die Erdoberfläche erreichte. Da man jedoch auf dem Mars bislang kein Gestein mit einer ähnlichen Zusammensetzung finden konnte, gab es keinen endgültigen Beweis für diese Theorie. Dieser war mit dem jetzigen Fund erbracht. Die Mineralienzusammensetzung von Bounce Rock, so wurde der Felsen benannt, entspricht nicht der Zusammensetzung der anderen Gesteine in der Umgebung, aber Infrarotaufnahmen des Orbiters Mars Odyssey legen die Vermutung nahe, dass Bounce Rock aus dem Auswurfmaterial eines zirka 50 Kilometer entfernten und 25 Kilometer durchmessenden Impaktkraters besteht.

    Am 1. Mai 2004 oder Sol 95 der Mission erreichte Opportunity den Endurance-Krater. Sol ist die Bezeichnung für einen kompletten Marstag und umfasst somit eine Zeitspanne von 24 Stunden, 37 Minuten und 22 Sekunden. Mit diesem Maß wird bei Forschungen auf dem Mars in der Regel die Missionsdauer beschrieben. Nach mehreren Tagen Erkundung am Kraterrand begab sich der Rover am 8. Juni 2004 sehr vorsichtig in den mit 25 bis 30 Grad für seine fahrtechnischen Möglichkeiten gefährlich steil abfallenden Krater. Auch im Inneren des Kraters fanden sich eindeutige Anzeichen für einstiges Wasser. Beispielsweise nahm der Chloridgehalt des Oberflächengesteins auf dem Weg zum Kratergrund sehr schnell zu. Dies legte die Interpretation nahe, es könnte sich um die Salzablagerungen eines ausgetrockneten Sees handeln. Der Rover setzte seine Forschungen innerhalb des Kraters bis Ende November fort, um dann Richtung Süden weiterzufahren. Dort befanden sich in einem geologisch äußerst interessant erscheinenden Gelände eine Reihe von Kratern, welche man jetzt der Reihe nach untersuchen wollte.

    Auf seinem Weg zum ersten dieser neuen Ziele, dem Vostok-Krater, gelangte Opportunity 250 Meter vom Endurance-Krater entfernt nach mittlerweile 2100 auf dem Mars zurückgelegten Metern zu seinem Hitzeschild und verbrachte drei Wochen damit, diesen gründlich zu inspizieren. Dabei bot sich erstmals in der Geschichte der Raumfahrt die Gelegenheit, einen Hitzeschild nach der Landung auf einem fremden Planeten detailliert auf Materialschäden und Abnutzungserscheinungen zu untersuchen. Besonders wertvolle Erkenntnisse lieferte dabei der Einsatz des in den Instrumentenarm des Rovers eingebauten Mikroskops, welches eigentlich für detaillierte Studien des Marsgesteines vorgesehen war. Unterbrochen wurde diese Arbeit lediglich durch die Entdeckung eines etwa fußballgroßen Eisenmeteoriten am 6. Januar 2005 (Sol 339), übrigens der erste Meteorit, welcher jemals auf einem anderen Himmelskörper entdeckt wurde.

    Aufgrund der günstigen Bodenbeschaffenheit legte der Rover nach der Weiterfahrt in Richtung Erebus-Krater jeden Tag bis zu 220 Meter zurück, bevor man zwecks neuer Gesteinsuntersuchungen und zum Aufladen der Batterien eine kurze Pause einlegte. Dabei wurde auch ein neu entwickeltes Softwareprogramm eingesetzt, welches es Opportunity ermöglichte, seinen Weg vorbei an Hindernissen selbstständig festzulegen und zurückzulegen. Am 17. April 2005 blockierte der für die Steuerung des rechten Vorderrades zuständige Servomotor bei einer Radstellung von acht Grad nach links. Seitdem ist die Lenkung dieses Rades ausgefallen, was jedoch keine größeren Konsequenzen nach sich zog. Das Rad selbst dreht frei und die Steuerung des Rovers kann über die restlichen Räder ausgeglichen werden. Das so durchquerte Gebiet stellte sich für die Forscher allerdings als relativ langweilig heraus, da es nur geringe Mengen freiliegenden Untergrundgesteins aufwies. Interessant waren lediglich mehrere kleine, jedoch stark verwitterte und größtenteils unter Sand begrabene Krater, deren untersuchte Randgesteine jedoch ebenfalls weitere Rückschlüsse auf die geologische Vergangenheit ermöglichten.

    Allerdings befinden sich zwischen diesen Gesteinsformationen und Kratermulden auch ausgedehnte Verwehungen von losem Marsboden, welche anfangs aber keine Gefahr für den Rover darstellten. Am 26. April 2005 jedoch (Sol 446) blieb der Rover beim Versuch, eine weitere dieser Dünen zu überqueren, unvermittelt stecken. Opportunity sollte an diesem Tag eine Distanz von 90 Metern zurücklegen. Die am Ende des Tages übermittelten Daten und Bilder zeigten jedoch, dass sich der Rover nach 40 zurückgelegten Metern im ungewöhnlich feinen Sand einer etwa 35 Zentimeter hohen Düne festgefahren hatte. Er versank mit allen sechs Rädern bis zu den Achsen im Treibsand der später Purgatory-Düne benannten Erhebung und konnte sich nicht mehr aus diesem befreien. Die Ingenieure und Wissenschaftler des JPL bildeten daraufhin auf einem Testgelände das Terrain nach, mischten Sand mit vergleichbaren Eigenschaften zusammen und analysierten mit einem Testrover, der zwecks Simulation der niedrigeren Schwerkraft auf dem Mars auf ein Drittel seines Normalgewichtes erleichtert wurde, die neue Situation. Auf diese Weise gelang es schließlich, eine Strategie zu entwickeln, um Opportunity langsam aus diesem gefährlichen Gebiet herauszumanövrieren, wobei man anfangs elf Tage benötigte, um ihn ganze 27 Zentimeter rückwärts zu bewegen. Dabei drehten sich seine Räder so oft, dass man auf normalem Gelände 48 Meter hätte zurücklegen müssen. Trotzdem gelang es nach fünf Wochen, wieder auf sicheren Untergrund zu gelangen. Um solche gefährlichen Situationen in Zukunft zu vermeiden, wurden daraufhin sowohl die Schlupfparameter der Räder als auch die Geschwindigkeit des Rovers herabgesetzt. Beide hatte man bewusst relativ hoch gewählt, um Opportunity ein zügiges Vorankommen zu ermöglichen. Dr. Steve Squyres von der Cornell-Universität, der wissenschaftliche Missionsleiter, sagte hierzu: "Wir benötigen einige zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen in dieser Art von Terrain. Und diese Maßnahmen werden mit Sicherheit die Geschwindigkeit herabsetzen, mit der wir vorwärts kommen." Opportunitys Streckenrekord von 219 an einem Tag zurückgelegten Metern wurde am 18. März 2005 aufgestellt.

    Verschleißerscheinungen

    Als neues Fahrziel gab die Leitung der Mission jetzt den etwa zwölf Kilometer südöstlich gelegenen und 22 Kilometer durchmessenden Endeavour-Krater aus. Man erhofft sich, diesen nach einer Fahrzeit von etwa zwei Jahren erreichen zu können. Es ist zwar keinesfalls sicher, dass Opportunity diese Zeit noch überstehen wird, aber selbst wenn dies nicht der Fall sein sollte, so glauben die Wissenschaftler am JPL, dass man in südliche Richtung fahrend auf immer jüngere Gesteinsschichten der Marsoberfläche stoßen wird und diese ebenfalls äußerst lohnende Studienobjekte darstellen werden. Zuerst jedoch untersuchte man weiteres Oberflächengestein unmittelbar westlich des Viktoria-Kraters und steuerte noch mehrere markante Punkte an seinem Südwest-Rand an, bevor man diesem am 14. Oktober 2008 (Sol 1679) mit einer mittlerweile durch weitere Cleaning Events wieder auf rund 650 Wattstunden pro Sol gestiegenen Energieausbeute endgültig den Rücken zuwandte. Dabei nahm man jedoch nicht den direkten Kurs, sondern wandte sich vorerst in süd-südwestliche Richtung, da man dort einen felsigeren Untergrund als relativ sichere Fahrbahn nutzen kann. Der direkte Weg hingegen ist mit zu vielen Sanddünen überzogen, welche sehr an die Purgatory-Dünen aus dem Jahre 2004 erinnern. Bis zum 21. November (Sol 1716) legte Opportunity über 1800 Meter zurück, bevor man in der Zeit der Solarkonjunktion, einer Phase, in welcher Erde, Sonne und Mars eine Linie bilden und die Sonne für etwa zwei Wochen eine Kommunikation mit den auf und um den Mars tätigen Forschungsmissionen verhindert, eine mehrwöchige Fahrpause einlegte.

    Bei dieser Gelegenheit nahm der Rover vor einem kleinen, als Santorini benannten Felsbrocken eine Parkposition ein, um dieses neue Ziel über einen längeren Zeitraum hinweg intensiv zu studieren. Der Instrumentenarm wurde direkt auf diesem Felsen positioniert und mit den darin integrierten zwei Spektrometern und dem Mikroskop untersucht. Anfang Januar 2009 veröffentlichte die NASA erste Resultate dieser Untersuchungen, aus denen hervorging, dass es sich bei dem vermeintlichen Stein in Wirklichkeit um einen weiteren Meteoriten, diesmal aus der Klasse der Stein-Eisen-Meteoriten, einen sogenannten Mesosideriten, handelt. Da drei der vier bisher von Opportunity auf der Meridiani-Ebene gefundenen Meteoriten dieser auf der Erde recht selten gefundenen Klasse zugeordnet werden, geht man davon aus, dass diese alle Bestandteile eines einzigen einst auf dem Meridiani Planum eingeschlagenen Meteoriten sind.

    Nach Beendigung der Untersuchungen fuhr Opportunity erneut einige Meter weiter und untersuchte ein neues Ziel, eine flache Gesteinsformation namens Candia, bei welcher man, wie so oft auf dem Meridiani Planum, eine hohe Konzentration an Blueberries vorfand. Bei diesen Untersuchungen traten allerdings auch zum wiederholten Male Probleme mit dem ebenfalls in den Instrumentenarm integrierten Rock Abrasion Tool auf. Bei diesem abgekürzt RAT genannten Instrument handelt es sich um einen kleinen Bohrer mit einer diamantbesetzten Bohrkrone. Diese rotiert mit hoher Geschwindigkeit und fräst so ein Loch von viereinhalb Zentimetern Durchmesser und maximal fünf Millimetern Tiefe in ihr Ziel. Auf diese Weise können das APXS-Spektrometer beziehungsweise das Mössbauer-Spektrometer das bearbeitete Material anschließend untersuchen, ohne dabei durch eine störende und eventuell die Messergebnisse verfälschende Staubschicht behindert zu werden. Leider jedoch nutzen sich selbst die extrem harten Diamantbohrkronen bei häufiger Benutzung irgendwann einmal ab. Die Bohrwerkzeuge der beiden Rover waren ursprünglich für lediglich drei Einsätze vorgesehen, schafften dann aber trotzdem jeweils 15 Bohrungen, bevor sie für weitere Bohrarbeiten unbrauchbar wurden. Mittels einer rotierenden Bürste ist man jedoch immer noch in der Lage, das zu untersuchende Gestein oberflächlich zu säubern. Allerdings kam es bei dem den letzten Analysen vorangehenden Einsatz von Opportunitys RAT an diesem zu einem weiteren, sehr wahrscheinlich durch thermische Belastungen verursachten Kabelbruch. Dies führte dazu, dass man den Bohrer nicht mehr in seine Ausgangsposition zurückbefördern konnte. Die jetzt erst einmal zwangsläufig am JPL erfolgende Fehleranalyse mit Hilfe eines Testrovers nahm mehrere Tage in Anspruch, weswegen sich die Weiterfahrt verzögerte.

    Mitte Januar hatte man das Problem gelöst. Der RAT konnte in die ursprüngliche Position bewegt werden und Opportunity nahm die Fahrt am 15. Januar 2009, Sol 1770 der Mission, wieder auf. An diesem Tag wurden etwa 105 Meter zurückgelegt. Nach nochmals 150 Metern erreichte der Rover am 21. Januar den flachen, etwa 18 Meter durchmessenden Ranger-Krater. Dieser ist zwar zum größten Teil mit Sand aufgefüllt, aber an seiner dem Rover gegenüberliegenden Ostflanke waren deutlich Sedimentschichtungen des Grundgesteins erkennbar. Diese Schichtungen wurden zwecks genauerer Studien von den Panoramakameras des Rovers in hoher Auflösung abgebildet.

    Opportunity setzte seine Fahrt auch weiterhin in südwestliche Richtung fort. Längere Etappen mit Fahrstrecken von teilweise über 100 Metern pro Sol wechselten sich dabei mit Ruhetagen zur Orientierung und Analyse des zukünftig zu passierenden Geländes ab. Anfang Februar wurde der Rover allerdings von einer höheren Dosis kosmischer Strahlung getroffen. Die dadurch erzeugten Probleme in der Elektronik hatten eine Beeinträchtigung der Energieversorgung des Hauptmastes und der daran montierten Instrumente, also der vier Panorama- und Navigationskameras und des Mini-TES-Spektrometers, zur Folge. Eine dadurch bedingte fünftägige Fahrtunterbrechung nutzte man, um den Speicher des Bordcomputers zu leeren und größere Mengen an älteren Daten an das Kontrollzentrum zu transferieren. Glücklicherweise blieb auch dieser Zwischenfall ohne Folgen und die Fahrt konnte am 6. Februar 2009 fortgesetzt werden. Zwischen dem 10. und 12. Februar (Sol 1797) überbrückte Opportunity dabei in drei Etappen sogar fast 380 Meter. Bei dieser letzten Fahrtetappe traten allerdings erneut Probleme mit dem rechten Vorderrad des Rovers auf.

    Wieder trat ein erhöhter Reibungswiderstand auf und der Antriebsmotor dieses Rades zog daraufhin, vergleichbar mit der Situation im Viktoria-Krater, im Fahrbetrieb zum wiederholtem Male deutlich mehr Energie als theoretisch benötigt. Die geplante Weiterfahrt wurde daraufhin unterbrochen. Stattdessen wurde Opportunity am 15. Februar 2009, dem 1800. Tag der Mission, auf seiner alten Fahrspur zuerst um etwa zehn Meter zurück und anschließend wieder nach vorne bewegt. Gleich danach ging es erneut vier Meter vorwärts. Der Sinn dieses Manövers bestand darin, zu überprüfen, ob das Verhalten des Rades eventuell im Zusammenhang mit der Zusammensetzung und Konsistenz des Untergrundes stehen könnte. Bei der Analyse der aufgezeichneten Energieströme stellte sich jedoch heraus, dass diese durchgehend anormal hoch waren, in der Rückwärtsbewegung jedoch geringer ausfielen als in der Vorwärtsbewegung.

    Die Missionsleiter entschlossen sich daher, die Weiterfahrt Opportunitys vorläufig im "Rückwärtsgang" durchzuführen. Dabei ergibt sich allerdings ein weiteres Problem. Der Rover ist in der Lage, seine zu absolvierende Fahrstrecke in einem Autonavigationsmodus ohne direkte Einflussnahme der Missionsplaner zu absolvieren. Hierfür benötigt die entsprechende Software jedoch aktuelle Bilder der Navigationskameras. Diese NavCams können aber keine Fotos des Bereiches hinter dem Rover liefern, da dort die für die Kommunikation mit der Erde benötigte Niedriggewinnantenne platziert ist und das Gesichtsfeld der Kameras einschränkt. Dies führt dazu, dass Opportunity seine weitere Fahrt im "Blind Modus" absolvieren muss. Die zurückzulegende Strecke wird Opportunity dabei im Voraus vorgeschrieben, wobei die Geländekenntnisse aufgrund mangelnder Bildaufklärung allerdings nur bruchstückhaft sind. Deshalb werden die in nächster Zeit zu fahrenden Tagesetappen wieder kürzer ausfallen müssen. Allerdings gelang es Opportunity, auf diese Weise am 18. Februar 2009 weitere 50 Meter in südwestlicher Richtung zurückzulegen.

    Trotz der momentan komplizierten Situation befindet sich Opportunity unter Berücksichtigung seines Alter und der Umweltbedingungen, denen er tagtäglich ausgesetzt ist, in einem gutem Zustand. Der Rover generiert zur Zeit pro Tag 567 Wattstunden (0,567 kWh) an Energie. Auf seinem weiteren Weg zum allerdings immer noch über zwölf Kilometer entfernten Endeavour-Krater wird der Rover immer wieder Pausen einlegen, um ausführliche Untersuchungen der Oberfläche durchzuführen. Das Ziel besteht dabei darin, eine möglichst aussagekräftige Karte über die chemische und mineralogische Zusammensetzung der passierten Oberflächenbereiche zu erstellen und eventuelle Veränderungen oder Trends registrieren und analysieren zu können. Letztendlich kann jedoch niemand mit Gewissheit sagen, wie lange Opportunity noch funktionsfähig sein wird und ob er wirklich in der Lage ist, sein momentanes Ziel zu erreichen. Aber selbst wenn dies nicht der Fall sein sollte, hat dieser Rover sämtliche in ihn gesetzten Erwartungen bei Weitem übertroffen und sämtliche vorgegebenen Forschungsziele mehr als nur erfüllt. Sollte er ursprünglich bei seinen Erkundungen auf dem Mars innerhalb von 90 Tagen eine Strecke von 600 Metern zurücklegen, so wurden daraus mittlerweile fast 15 Kilometer in über fünf Jahren. Der Nachweis von ehemals vorhandenem Wasser auf der Oberfläche des Mars gilt als gesichert und die umfassenden wissenschaftlichen Erkenntnisse über die geologische Geschichte und die Chemie des Planeten werden in die zukünftigen Marsmissionen von Orbitern und Rovern einfließen und diese nicht unwesentlich beeinflussen.

    Mehr über die Geschichte von Opportunity und seine aktuellen Aktivitäten können Sie in der kommenden "Incoming Message" nachlesen.

    Weiterführende Links

  • TZN Raumfahrer.net: Marsrover
    Zu Konstruktion und Bau.

  • NASA: Mars Rover
    Missions-Homepage des JPL. (englisch)

  • In Space

    Ralf-Mirko Richter fasst die lange Mission des NASA-Rovers zusammen.


     

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    Ausgabe 131 erscheint am 1. April 2009.

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