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TZN

incoming message

"Das Weltall ist nichts weiter als Krankheit und Gefahr, umgeben von Dunkelheit und Stille!"

 − Dr. McCoy
 − in "Star Trek XI"

Juni 2009

 

ISSN 1684-7385

Volume VI

Ausgabe 80 (#133)

 features

 

Tanz auf der Rasierklinge

Erwartungen im Rückblick

Was machte Trek bisher aus, und wie muss das "neue" Trek aussehen?

Wo Fans Earl Grey trinken

Neue Artikelserie

Trek-Dinner stellen sich vor und laden zu Treffen unter Trekkies ein

Reise durch die Ringe

Der Saturn

Das Geheimnis der Eisstücke, durch die die Enterprise in Trek XI fliegt

 

Vorwort

"Star Trek XI" − ein alternatives "Star Trek"?


Liebe Leserinnen und Leser,

der Abend der "Star Trek"-Vorpremiere begann schon mit bösen Vorboten. Meinem Mann passte seine Uniform noch, mir meine nicht mehr. Also wurde nur die Admirals-Jacke übergeworfen und los gings ins Cinestar. Dort dann eine weitere Überraschung: Die bereits gekauften Karten (7 Euro, Eintritt inklusive eines Biers) galten nur für Männer. Ich bekam also einen Euro zurück und mein Mann sein Warsteiner. Natürlich zogen wir in unseren Uniformen die Blicke auf uns, aber keiner sprach uns an − und ansonsten sahen wir nur einen weiteren Besucher in Uniform. Als wir etwa zwei Stunden später das Kino wieder verließen − blieb ein bitterer Nachgeschmack.

Ja, ich hatte mich als Kinobesucher gut unterhalten gefühlt. Aber als "Star Trek"-Fan kam ich mir vor, als hätte mir jemand den Boden unter den Füßen weggezogen. Zugegeben, die Special Effects waren genial, die Schauspieler überzeugten und selten habe ich in einem "Star Trek"-Film so gelacht wie in diesem. Aber − auch wenn viele der folgenden Fragen schon im Voraus beantwortet wurden: Warum musste man Spock unbedingt eine Affäre mit Uhura andichten? Warum hatten die Romulaner plötzlich Tätowierungen? Wo war in der deutschen Version Scottys schottischer Akzent? Warum ließ Spock Kirk auf einem Planeten aussetzen und nicht in eine Zelle werfen? Warum sah man nicht, dass Sarek nichts davon hielt, dass Spock zur Sternenflotte und nicht auf die Vulkanische Akademie ging? Warum musste Vulkan zerstört und die "Star Trek"-Zeitlinie verändert werden? Um den Preis eines neuen Films, mit anderen Möglichkeiten für die Charaktere? Falls ja, erscheint mir dieser Preis etwas zu hoch. Und vor allem: Wo war die Vision von Gene Roddenberry? Wo war das "Star Trek", das wir kennen und lieben, der tiefere Sinn dieses Films?

Natürlich interessiert uns Ihre Meinung. Wie finden Sie den neuen Film? Schreiben Sie uns an leserbriefe@trekzone.de!

Viel Spaß beim Lesen!

Melanie Brosowski
Chefredakteurin

 
   

Inhalt

Die ganze Ausgabe auf einen Blick

"Star Trek" am Scheideweg

Kann der Reset von Kirk, Spock und Co. die Fans nachhaltig überzeugen?

Wenn deutsche Magazine Trek lieben

Das Medien- und Merchandise-Echo auf "Star Trek XI".

Offen für jede Spezies

Neue Artikelserie: die Trek-Dinner.

Die Ereignisse des Monats

Die Kinofilme als Remastered-Edition & neue Bücher.

Die unendliche Geschichte mit der Zeitlinie

Die neusten "Primeval"-Ereignisse unter der Lupe.

"Journeyman" − das bessere "Quantum Leap"?

Ein Vergleich zweier (Serien-)Welten.

Eindringlinge an Bord? Kein Problem!

Rezension zu "Raumstation Alpha-Base, Teil 1".

Entführungsopfer und esoterische Theorien

Rückblick auf die Degufo-Frühjahrstagung 2009, Teil 1.

DVD-Guide Juni

"Star Wars: The Clone Wars − Season 1: Vol. 1", "Torchwood − Season 1" und "Jericho − Season 2".

Mysterium Saturn

Wie alt sind die Ringe?

Impressum

Redaktion, Abonnement und Copyrights.

Wussten Sie, dass...

... Anton Yelchin (Pavel Chekov, "Star Trek XI") für seine Rolle in "Hearts in Atlantis" 2002 den Young Artist Award gewann?

... Jennifer Morrison (Winona Kirk, "Star Trek XI") trotz Auftritten in Filmen wie "Echoes − Stimmen aus der Zwischenwelt" und "Düstere Legenden 2" der Durchbruch erst mit ihrer Rolle der Dr. Allison Cameron in "Dr. House" gelang?

... die Dreharbeiten zu "Star Trek XI" am 7. November 2007 begannen und Ende März 2008 endeten? Das Produktionsbudget des Films betrug rund 150 Millionen US-Dollar. Bisher hat der Streifen 311 Millionen eingespielt.


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"Star Trek" am Scheideweg

Kann der Reset von Kirk, Spock und Co. die Fans nachhaltig überzeugen?

Dieser Tage entscheidet sich das Schicksal eines der größten Medien-Phänomene unserer Zeit.

"Star Trek" war für eine ganze Generation von Menschen Kult

Es verkörperte Fantasie, Toleranz, Mut und das Staunen über Technik. Das Lebensgefühl der 60er- und 70er-Jahre war mit den Abenteuern des Raumschiffs Enterprise in schrille Pop-Art gegossen worden. So wie die westliche Gesellschaft im Aufbruch zu neuen Zielen unterwegs war, so hob auch die Crew um Captain Kirk ab, um "mutig dorthin zu gehen, wo noch nie ein Mensch zuvor gewesen war". Gleichberechtigung der Frau, Anerkennung jedes Volkes, jeder Lebensanschauung, Rücksicht auf andere, Teamgeist und Kameradschaft, Zusammenhalt und Stehen zu ethischen Werten, das verband sich mit Kampfesmut und dosiertem Verteidigungswillen gegen Bedrohungen. Überwindung alter Vorurteile und aller Grenzen, raus aus dem Kalten Krieg, hin zu einer besseren Zukunft! Die Kennedy-Generation hatte ihre modernen Vorbilder in dieser bunten TV-Show gefunden. Das "Star Trek"-Design wurde zur Stil-Ikone und "Mr. Spock", "Beamen" und "Phaser" Grundbegriffe der Gesellschaft.

Jetzt, 43 Jahre später, ist "Star Trek" nur noch Franchise

 
 

"Star Trek: Deep Space Nine" war inhaltlich lediglich eine Soap-Opera im Weltraum, die den Namen "Star Trek" als Verkaufs-Marke nutzte.


Es scheint von allen guten Geistern der 60er- und 70er-Jahre verlassen. "Star Trek" ist längst unter die Geschäftemacher gefallen. Waren die Abenteuer des Captain Picard in "Star Trek": The Next Generation" noch inhaltlich und vom erzählerischen Stil her ganz nah an der klassischen Serie um Kirk, Spock und Co. orientiert, so brach mit "Star Trek: Deep Space Nine" das Zeitalter der Ferengis an. Kaum war Gene Roddenberry tot, der sinngemäß gesagt haben soll: "Solange ich lebe wird es keine Porzellanbecher mit Spock drauf geben", legte ein Mega-Merchandising los. "Star Trek: Deep Space Nine" war inhaltlich lediglich eine Soap-Opera im Weltraum, die den Namen "Star Trek" als Verkaufs-Marke nutzte. Sicherlich eine gut gemachte Serie, aber beileibe kein "Star Trek"! Und von nun an gab es Porzellanbecher (und Schlimmeres!) von allem und jedem!

Als "Star Trek" in den 90er-Jahren diese unglückliche Abzweigung nahm, spaltete dies sehr schnell auch das Fandom. Auf der einen Seite standen diejenigen, die es notwendig fanden, "Star Trek" dem jeweiligen Zeitgeist anzupassen, um es modern zu erhalten (und in den zynisch-dunklen 90ern war man nun einmal anders drauf als in den hell-naiven 60er- und 70er-Jahren). Auf der anderen Seite standen fortan die Trekker, die sagten, dass gerade in hoffnungsloseren Zeiten der Geist der Klassik-Jahre besonders stark vertreten werden müsse, damit diese Ideale nicht verloren gehen würden. Diese Traditionalisten beschimpften den "Ausverkauf der Werte", und viele wandten sich von Clubs und Conventions enttäuscht ab.

Ein Versuch wurde unternommen, das Urgestein zu bewahren

Mit "Star Trek: Voyager" versuchten die "Star Trek"-Macher in den 90ern, die abwandernden Alt-Fans zu versöhnen. Es wurde ihnen, parallel zum "Star Trek"-Merchandise-Strom, eine zweite Serie angeboten, die wieder positiver und ethisch fundierter war. Und zu "Voyager" gab es extra kaum Merchandise. Mit dieser Doppelstrategie wollten die Ferengis den gespaltenen Markt heilen. Aber es blieb der Wurm drin. "Voyager" brachte nach sehr gutem Start ab der Mitte − mit wenigen Ausnahmen − zu wenig Neues, versteifte sich zu sehr auf die Borg-Thematik und auf den Holodoc. Und das Finale war kraftlos. Die Ideen gingen bei so viel "Star Trek" zu schnell aus, man wiederholte sich selbst am laufenden Meter. Und auch die Kinofilme wurden immer langweiliger.

Man wollte weiterhin Geld aus "Star Trek" saugen

Die Macher schnitten den toten Großen Nagus zum Verkauf in immer neue Häppchen. DVD-Boxen in immer neuen Mixturen erschienen, Bücher, Hefte, Sensationen: alter Wein in neuen Schläuchen. Bis zum Erbrechen! Kein Wunder, dass dann ein nochmaliger, völlig überflüssiger Versuch unternommen wurde, "Star Trek" fortzuführen. Die fünfte Real-Serie hatte eigentlich nie eine Chance gehabt und kam dann auch − trotz interessantem "Zurück zu den Wurzeln"-Ansatz − mit zu wenig kühnen Ideen daher. Mich wundert, dass sie überhaupt vier Seasons geschafft hat. Zwei davon waren wahrscheinlich purer Trotz der Macher, die die Melkkuh einfach nicht loslassen konnten, obwohl das Tier schon zum Himmel stank! "Star Trek X: Nemesis" war ebenfalls ein Flop (auch hier keine Ideen. Deshalb zerlegte man die Enterprise halt zum dritten Mal… − Au weh!).

Dann war "Star Trek" tot!

In erstaunlich wenigen Monaten verschwand fast alles Merchandising vom Markt. Taschenbücher waren bald raus aus allen Regalen. Die letzten Mode-Fans verzogen sich. Trek-Dinner schlossen. Und so mancher Klassik- und TNG-Trekker dachte "Endlich!". Nun konnte man in Ruhe die alten Folgen genießen, ohne Störung durch immer neue groteske Verzerrungen des ursprünglichen Kults. Die Dinner schrumpften auf die wirklich "harten Kerne" zurück, und viele Fans begannen "Star Trek" wieder zu schätzen: Wie guter Wein, der älter und besser wird, gewinnt auch an Wert, wo nicht immer Neues zugepanscht wird.

Aber nun regt sich der vermeintliche Leichnam wieder

Nach einigen Jahren Totenstarre flackern die Augen und es scheint, als ob sich das totgesagte "Star Trek" auf eigentümliche Weise wieder erhebt. Fast ist man an Spocks erstaunliche Wiedergeburt in "Star Trek" III" erinnert. Kann das sein? Was geht da vor?

Schon seit Längerem war es ja zu lesen, dass die "Star Trek"-Macher nicht aufgeben wollen. Auch nach all den erlebten Rückschlägen sollte es weitergehen. Ganz anders. Ganz neu. Nur wie? Natürlich mit ganz frischen Schreibern, Regisseuren und neusten Techniken. Mit neuen Gesichtern! Aber bei so viel Neuem konnte es leicht sein, dass man das "Star Trek"-Typische gänzlich verlieren würde. Was war das eigentlich, das Typische? Und warum war vorher alles nur noch leeres Franchise geworden?

Gute Frage: Was war der Kult wirklich?

 
 

Es ging um das Ringen für Freundschaft und um gute Problem-Lösungen, mit denen alle leben konnten.


Der Kult lag zum einen im Geist der damaligen Zeit, in den Werten, die Captain Kirk und Co. vertraten. Dabei lag im genialen Triangel zwischen Kirk (Körper), McCoy (Seele) und Spock (Geist), dem bildlich gewordenen Widerspruch in uns allen, Dramatik. Es ging um das Ringen für Freundschaft und um gute Problem-Lösungen, mit denen alle leben konnten. Misstrauen, Angst und Hass mussten überwunden werden, um Feinde zu versöhnen und wahre Wunder im Universum überhaupt erst sehen zu können.

Zum Anderen war es die kühne Intelligenz der Geschichten, die "Star Trek" ausgemacht hat. Die Storys waren politisch aktuell, wissenschaftlich und philosophisch, aber rebellisch und leichtfüßig umgesetzt. Das Design war die Hülle für all dies: Edel-Trash traf Pop-Art. DAS ist der Kult und sonst nichts! Wer das "modernisieren" will, hat so wenig erreicht wie jemand, der einen "van Gogh" in Techno-Videos umwandelt. Der alte Reiz ist fort!

Wird man den Reiz nun wiederfinden?

Zumindest der Schriftzug des "neuen" "Star Trek"-Films ist wieder der alte. Ein gutes Omen? Vielleicht. Die Macher haben es ganz klar herausgestellt: Dies ist eigentlich nicht "Star Trek XI", sondern "Star Trek 1" der neuen Ära! Es wird ein kompletter Reset der klassischen Serie versucht, nicht um alte Trekker der vorigen Generation wiederzugewinnen, sondern um eine ganz neue Generation zu faszinieren: Die heutige Jugend soll "Star Trek" wieder finden! Und da will man total zurückgehen, dort, wo das Franchise seine Wurzeln hat: Bei Captain Kirk und seiner Crew. Der neuste Film "Star Trek" handelt also nun davon, wie sich Kirk, Spock, McCoy und die Anderen kennen gelernt haben! Das liegt zeitlich noch vor der Urgestein-Serie "Star Trek" der 60er- und 70er-Jahre! -

Was ist davon zu halten? Ist das jetzt der schamloseste aller bisherigen Versuche, "Star Trek" auszumelken bis in alle Ewigkeit? Oder ist es ein spektakuläres Experiment, eine Kult-Serie so zu reanimieren, dass sie weitere 40 Jahre von lebendiger Bedeutung für die Menschen bleibt?

Ich als Alt-Trekker und Traditionalist von "Star Trek" finde es schon spannend zu sehen, wie viel Arbeit, Geld und Können in den letzten Jahren in die Vorbereitung dieses Experimentes gesteckt wurde. Die "Star Trek"-Macher haben keine Anstrengung gescheut, um die Klassik-Serie komplett zu remastern und durch neu gedrehte Digital-Sequenzen zu modernisieren. Das Ergebnis ist schon sehenswert. Was an Hell-Dunkel-Kontrasten herausgearbeitet wurde, macht alles sehr viel plastischer, und die neuen Tricks sind schon aufregend (wenn auch hier und da sehr "digital"). Das ist zwar nicht mehr das Original, ist aber ein sehr gut gemachtes Aufpolieren, ohne dass es eine Vergewaltigung wäre. Da wurde doch sehr viel respektvoller rangegangen, als ich es befürchtet hatte.

Natürlich hat man auch alle Klassik-"Star Trek"-Kinofilme rechtzeitig zum Start von "Star Trek XI" noch mal remastert und in eine noch mal neue DVD-Box gesteckt. Präzise vor dem Filmstart wurde sie in alle Media-Märkte gebracht. Dort hat man sie neben die ebenfalls kurz vorher dort platzierten DVD-Boxen der erneuerten ersten Season von "Star Trek"-Klassik gestellt. Sollte es in wenigen Tagen gelingen, junge Neu-Fans im Kino zu gewinnen, dann sollen diese in den DVD-Ecken reichlich "Futter" finden, zeitgemäß modernisiert. Die alten Fassungen "meiner" Generation sind verschwunden (DAS allerdings finde ich ein Stück Kultur-Schändung! Das Original darf man nicht versenken! Es sollte weiterhin beide Fassungen geben, bitte!).

Der Hype ist in vollem Gange

Nach der Premiere in Berlin gibt es überall Interviews mit den jungen Schauspielern, die − einmalig in der bisherigen "Star Trek"-Geschichte − ihre Gesichter für schon einmal verkörperte Kult-Figuren hergeben werden. Und ein großer Sender wirbt auf der Straße an fast jeder freien Plakat-Fläche für den "'Star Trek'-Mai" in Deutschland! Flankierung für das neue, alte "Star Trek"!

Dieser Reset-Versuch ist spektakulär

 
 

Wir erleben gerade eine Welt, die von Terrorismus, Weltwirtschaftskrise und Seuchen bedroht ist und in der Egos alles zerstören, was früher zusammenhielt.


So aufwändig wurde noch nie eine TV-Serie zum Neustart gebracht. Wir Alt-Trekker erleben nun die erste, echte "Next Generation": alle unsere Helden in jung! Das ist eine neue Ära, so oder so! Alles fängt noch einmal an, wird sich sicherlich in vielem unterscheiden, aber wird hoffentlich den Kult treffen. Und dazu bleibt zu wünschen, dass der neue Film sich eben DOCH an den Werten der 60er- und 70er-Jahre orientiert, gerade WEIL das nicht zeitgemäß ist (oder doch schon wieder?): Toleranz, Rücksicht, Beständigkeit, Gemeinschaft und Optimismus!

Wir erleben gerade eine Welt, die von Terrorismus, Weltwirtschaftskrise und Seuchen bedroht ist und in der Egos alles zerstören, was früher zusammenhielt. Falsche Freiheit bringt die Gemeinschaft zu Fall. Dagegen sollte die neue, alte Crew antreten, so wie es die Klassik-Besatzung des Raumschiffs Enterprise tat. Designs und Namen übernehmen ist keine Kunst, aber der Geist des Films muss stimmen, und auch der Tiefgang der Geschichte. Dann verträgt das auch moderne Aktion!

Hoffen wir das Beste! Sollte das gelingen, hätte sich alles gelohnt und "Star Trek" hätte uns alle einmal mehr erfreut! Wie auch immer: Wir werden dieser Tage den Film sehen und Zeugen sein von "Star Trek" am Scheideweg! Eine aufregende Zeit!

Weiterführende Links

  • Fantastik-Online.de: Science-Fiction, Fantasy und Horror/Mystery
    "Wir erschaffen neue Welten": Das neue Projekt von WARP-online-Gründer Thomas Kohlschmidt und seinen Kollegen.

  • Trek-Zone

    Der neue Film spaltete die Fan-Gemeinschaft noch bevor er in die Kinos kam. Interessant war und ist, was der deutsche Fandom-Kenner Thomas Kohlschmidt über die aktuelle Trek-Lage schrieb, bevor er den Streifen gesehen hatte. Urteilen Sie selbst, welche Erwartungen sich für Sie erfüllt haben und welche nicht.


     

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    Wenn deutsche Magazine Trek lieben

    Das Medien- und Merchandise-Echo auf "Star Trek XI"

    Der neue "Star Trek"-Reboot ist kaum draußen und schon ist ganz Deutschland in einer riesigen Merchandise- und Berichtewelle. Ein kleiner und kurzer Überblick…

    Zum ersten Mal − jedenfalls nach meinem Kenntnisstand − veröffentlicht die US-Kette Burger King in Deutschland, in der Schweiz und in Österreich auch die in den Staaten erschienenen 16 sprechenden Figuren und Schiffe für "Star Trek": Kirk, Spock, McCoy, Sulu, Chekov, Uhura, Scotty, Botschafter Spock, die Enterprise, die Kelvin, die Jellyfish, Neros Schiff, ein Shuttle, der Tricorder, der Kommunikator und seltsamerweise ein klingonischer Kreuzer lassen Sprüche und Töne erklingen. Gut, die Figuren sehen unecht und etwas kitschig aus, aber es ist doch schon ein Werbefeldzug sondergleichen.

    Das Kinopersonal trägt "Star Trek"-Shirts, in diversen Cinestars sind gesamte Brücken nachgebaut... Bezeichnend ist auch, dass kurz nach dem US-Start sowohl der Comic zur Vorgeschichte als auch der Roman schnell veröffentlicht wurden beziehungsweise werden. Im Fernsehen laufen Werbespots für den Film und auch für die "Star Trek"-Serien. Der Sender Kabel 1 bringt Serienfolgen, Filme, Specials... Auf Comedy Central lief am 9. Mai ein Shatner-Bashing.

    In Zeitungen sind ganzseitige Werbematerialien. Ich habe mal diverse Zeitschriften gesichtet.

     
     

    Für die neuen Filme konnte die "Cinema" kaum etwas abringen.


    Die ansonsten so Trek-verschmähende "Cinema", Deutschlands größtes Kinomagazin, hat "Star Trek" jahrelang kaum Aufmerksamkeit gezollt. Für "Star Trek V" gabs noch ein Kinoposter in dem Magazin bei der TV-Ausstrahlung, für "Star Trek VII" wurde noch etwas Furore gemacht, aber dann Schweigen im Walde. Für die neuen Filme konnte die "Cinema" kaum etwas abringen. Anders bei "Star Trek XI". Ganze zwei "Star Trek"-Cover haben es in die Ausgaben 02/09 und 05/09 geschafft! Und das Ende ist nicht in Sicht. Es konnte nicht bewertet werden, daher ist für 06/09 noch ein Artikel zu erwarten. Das hat aber nichts daran geändert, dass die "Cinema" einfach nur uninformiert bleibt. Da werden diverse Fehler gemacht (Scotty erfindet den Transporter, Kirks und Uhuras Sexleben werden beleuchtet) und reißerisch ist dann die Aufmachung. Da verwundert es dann auch nicht, dass in der etwas verbesserten Berichterstattung (unter anderem sogar eine korrekte Zeitlinie) in Ausgabe 05/09 auch der Fehler gemacht wird, dass "Star Trek: TOS" im 22. Jahrhundert spielen soll... So prophezeit auch "Cinema", dass dem Zuschauer der Film gefallen wird, der auch "Batman Begins" oder "Superman Returns" mochte. Das Gesamtergebnis fällt aber recht positiv aus.

    Die "TV direkt" spielt in Ausgabe 09/09 zunächst noch eine kleine Rolle. Es erfolgten nur ein doppelseitiger Überblick über alle Serien und ein ganz kleiner Abschnitt für den elften Film, der relativ pauschal abgefertigt wurde. Dafür wartet die Zeitung dann in 10/09 mit einem Knaller auf: ein Doppelposter, einmal das Originalfilmposter und auf der anderen Seite die originale Crew um Shatner. Sie urteilt: mitreißend! Erfindet die Legende neu, ohne sie zu zerstören und prophezeit, dass für zwei weitere Abenteuer bereits unterschrieben ist. Und das Schöne: Ausgabe 11/09, die am 15.5. erscheint, bringt ein größeres Interview mit William Shatner.

    Der "tv GUIDE" 10/09 hat ein kleines "Star Trek"-Foto auf dem Cover und wartet mit einem doppelseitigen Bericht auf, als eine der wenigen Zeitschriften mit eher zwei seltenen Fotos: Chekov an einer Holoschalttafel und James Kirk als Säugling mit Mama. Viel erfährt man zwar nicht, dafür gibts aber ein Interview.

    Die "nur TV" 05/09 hat ein "Star Trek V"-Foto unten auf dem Cover, aber keine Infos zu dem neuen Film, sondern eher Infos über die Kinofilme im laufenden Programm.

    Etwas Skepsis könnte man zwischen den Zeilen bei "TV Movie" 10/09 lesen... Kids von heute begriffen die alte Serie und den Style nicht, prophezeit wird aber gleich ein Blockbuster. "Hemmungen kenne Abrams keine: So macht er Spock und Lieutenant Uhura zum Paar. Abrams findet das − logisch", aber dann wieder in der Bewertung: "Bereits die Anfangssequenz bietet mehr Emotionen und Weltall-Fights als die letzten beiden Filme zusammen!" (Wohl kaum, da "Nemesis" bislang immer noch die längste Raumschlacht in der Filmgeschichte zeigt, aber wenn man den Anfang der beiden letzten Filme sieht, einverstanden.)

    Allerdings kommt Abrams im Interview etwas großspurig daher. So macht er erneut klar, dass der Film nicht für die alten Fans sei, er aber sich freue, wenn diese ihn sehen würden und er keine Angst vor der Kritik habe. Merkwürdigerweise verwies die "TV Movie" auch gleich auf diese Frage. Gleichzeitig fällt jedoch auf, dass er sich widerspricht. Einerseits ist es seine Interpretation − auch des Kanons −, was demjenigen auffallen wird, der den Film sieht, andererseits hängt er sich an dem Tod Kirks auf. Wenn er schon den Kanon umgeht, wäre es nur ein Leichtes gewesen, Shatner irgendwie hineinzuschreiben.

     
     

    So sieht der neue Spock aus wie die Vulkanette aus
    "(T)Raumschiff Surprise" auf dem Cover der "TV Spielfilm" 09/09.


    Die Bilder sind nicht immer vorteilhaft. So sieht der neue Spock aus wie die Vulkanette aus "(T)Raumschiff Surprise" auf dem Cover der "TV Spielfilm" 09/09. Auch hier gibt es eine Doppelseite mit einer noch ausführlicheren Zeittafel, die überwiegend korrekt ist. Auch hier ist der Ausblick auf das elfte Kinoabenteuer eher positiv. Die "TV Spielfilm XXL Digital" 09/09 bewertet es dann auch als Kino-Hammer auf dem Cover. Doch dann scheint die "TV Spielfilm"-Redaktion den Film tatsächlich gesehen zu haben. Denn etwas ändert sich an dem Ton in Ausgabe 10/09. So ist die Zeitschrift die einzige, die tatsächlich differenziert und nicht nur huldigt:

    "Es ist eine echte Leistung, 43 Jahre nach Erstausstrahlung von Gene Roddenberrys 'Star Trek' weltweites Interesse an einem neuen Spielfilm zu entfachen. Umso größer aber auch die Erwartungshaltung, und auch wenn der elfte Film der Reihe weit entfernt davon ist, ein kompletter Reinfall zu sein, lässt sich eine leise Enttäuschung nicht leugnen. Bezeichnend: Beim Jungfernflug kommt die neue Enterprise nicht so recht aus dem Dock. Da geht jede Selbstironie nach hinten los. Um neue Fans zu rekrutieren, muss man viele neue Ideen haben, und die sind hier so unausgewogen wie die wenig originelle Story und Optik. So erinnert Neros Raumschiff an einen zusammengeklappten Weihnachtsbaum; es gab schon coolere Looks. Die Pappkulissen der TV-Serie sind bei einem Budget von 150 Millionen Dollar längst Geschichte, die Action ist solide, die Effekte makellos, wenn auch nicht bahnbrechend. Wer ein über 40 Jahre altes Auto flottmachen will, muss Abstriche beim Fahrkomfort in Kauf nehmen. Bei 'Star Trek' rumpelts zuweilen gewaltig. Aber wenn das Schmuckstück in der Sonne glitzert, ist man doch wieder stolz." Die Bewertung dann auch von V. Bleeck: "Science-Fiction-Kult reloaded: sattes Actionabenteuer mit Startproblemen."

    Bevor einige über "Nemesis" oder "Enterprise" schimpfen, sollten sie sich aber auch darüber im Klaren sein, dass der Film und die Serie in sämtlichen Zeitschriften hochgelobt wurde.

    Trek-Zone

    Nicht nur mit dem neuen Film ist Geld zu machen, sondern auch mit diversen Merchandise-Artikeln. Über die aktuelle Werbung für den Streifen und für was man sonst noch so sein Geld ausgeben kann, lesen Sie hier in einem Artikel von Christian Freitag.


     

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    Offen für jede Spezies

    Die Trek-Dinner

    In dieser neuen "Incoming Message"-Artikelreihe stellen sich Trek-Dinner aus dem deutschsprachigen Raum vor − sowohl große als auch kleine.

    Das Galaxy-Dinner

    Unser Galaxy-Dinner im Bremer Raum ist so etwas Ähnliches wie die bekannten Trek-Dinner, also ein öffentlicher Stammtisch für Science-Fiction- und Fantasy-Fans. Galaxy-Dinner heißt es deshalb, weil wir uns nicht nur auf "Star Trek" beziehen, und dies sollte auch im Namen zum Ausdruck kommen. Es handelt sich hier nicht um einen Club oder Verein, das heißt, es ist kein Mitgliedsbeitrag oder Ähnliches zu entrichten, und die Teilnahme ist gänzlichst freiwillig und kostenlos (abgesehen von den Selbstkosten, wie beispielsweise Verköstigung im Lokal, Kosten bei Veranstaltungen usw.)

    Unser Trek-Dinner gibt es bereits seit 1999. Derzeit zählt es insgesamt elf Mitglieder, von denen zwei aus dem Raum Frankfurt − Gießen und zwei aus Wien, Österreich kommen!

    Themen
    ... sind wie gesagt vorwiegend Science-Fiction und Fantasy, aber auch das Mittelalter. Science-Fiction und Fantasy ist ohnehin schon subtil eng miteinander verbunden, und ist man bei der Fantasy angelangt, ist man nur noch einen Steinwurf vom Mittelalter entfernt. Viele Fantasygeschichten spielen in mittelalterlicher Umgebung. All dies sind Themen, die sich von der Gegenwart abheben und so aus dem Alltag entführen.

    Wann und wo trifft man sich?
    Die eigentlichen regelmäßigen Treffen finden jeden zweiten Samstag im Monat beim Leinenweber in Bruchhausen-Vilsen statt. Hier trifft man sich, um gemütlich zu essen und über die neusten Genre-Ereignisse zu plauschen.

     
     

    Der Kreativität sind bei uns keine Grenzen gesetzt.


    Darüber hinaus wird einiges zusammen unternommen; zumeist spontan oder nach Anlass − und natürlich auf freiwilliger Basis. Da gibt es zum Beispiel die Heidepark-Missionen (in Uniform!), Conventions (wie "Star Trek"-Conventions oder die Ring*Con), die so genannten Bajoraner-Treffen, die zu einer festen Institution bei einigen Community-Mitgliedern des ehemaligen Millennium-Gates von Sat.1 geworden sind, Filmbesuche, oder einfach so Unternehmungen in Uniform … Der Kreativität sind bei uns keine Grenzen gesetzt! Übrigens: Uniform ist nicht Pflicht!

    Seit die Filme von "Der Herr der Ringe" die Menschen faszinieren, haben sich auch die Mittelaltermärkte immer stärker etabliert, mittlerweile auch im norddeutschen Raum. Die Märkte werden ebenfalls in passender Gewandung besucht. Ja, und es ist erstaunlich, wie oft man dort auf ein kleine Details angesprochen wird, wenn man an seinem Halbkreismantel einen Starfleet-Kommunikator als Schmuckstück trägt. Von welchen Leuten wird man wohl darauf angesprochen…?

    Aber auch im Internet kann man sich treffen, im Forum des Galaxy-Dinners, welches das Millennium 2.0 − eine neue Heimat für die Gate-Bewohner, die gerne weiter gemacht hätten, aber es wegen der Gate-Aufgabe durch Sat.1 nicht mehr konnten − enthält.

    "Star Trek XI": Die Geburtsstunde einer neuen Ära?
    Die aktuellste Aktivität des Galaxy-Dinners war der Besuch der Vorpremiere von "Star Trek XI". Mit welcher Erwartung sind wir in den Film gegangen? Ich glaube, dieses Mal haben wir es richtig gemacht, und haben das Meiste auf uns zukommen lassen. Aufgrund der Informationen, die bereits vorher geflossen sind, wie beispielsweise der Kinotrailer, waren wir alle natürlich sehr neugierig auf den neuen Film, sicherlich auch mit einem Hauch Skepsis, der allerdings nicht überbewertet wurde, bis wir den Film gesehen haben. Und das war gut so!

     
     

    Wenn Paramount die Zeichen der Zeit richtig erkennt und geschickt ist, dann ist dieser Film die Geburtsstunde für eine neue "Star Trek"-Ära.


    Zu dem Film selber: Dieser Film fordert zum Mitdenken auf! Beim ersten Anschauen wird sicher jedem "Star Trek"-Fan die eine oder andere spontane Unstimmigkeit auffallen. Im Anschluss haben wir mit vier Leuten über den Film diskutiert, und konnten prinzipiell alle Ungereimtheiten − mehr oder minder sinnvoll − ausräumen. Dazu ist es jedoch erforderlich, sich unvoreingenommen Gedanken über den Film zu machen, und auch ein wenig "zwischen den Zeilen" zu lesen.

    Wir alle waren positiv überrascht von dem Film. Im Großen und Ganzen fügt er sich gut ins "Star Trek"-Universum ein, und trotzdem ist es den Autoren gelungen, ein Tor zu öffnen für zukünftige, neue, spannende und gute Geschichten! Wenn Paramount die Zeichen der Zeit richtig erkennt und geschickt ist, dann ist dieser Film die Geburtsstunde für eine neue "Star Trek"-Ära.

    Der "Star Trek"-Treff Duisburg

    Unser "Star Trek"-Treff existiert seit nunmehr dem Januar 1992, ist also unseres Wissens nach der älteste "Star Trek"-Fan-Treff zumindest in der Rhein/Ruhr-Region, worauf wir recht stolz sind.

    Ich selber leite den Treff seit etwa zehn Jahren. Anfangs als ein "reiner" "Star Trek"-Fan-Treff gegründet, expandierten wir zu einem Science-Fiction-, Fantasy- und Mystery-Treff.

    Man lernt bei uns Leute mit ähnlichen Interessen kennen − findet neue Bekannte und Freunde. Der Treff ist natürlich auch eine Möglichkeit, mal etwas gemeinsam zu unternehmen. Sei es eine Radtour, Grillen (Grill-Trek), Missionen (so was wie eine Schnitzeljagd mit Quiz), Schwimmen, Halloween, Turniere, Weihnachten oder gemeinsame Kinobesuche. Uniformen sind zwar gerne gesehen, aber bestimmt nicht zwingend.

    Wir finden uns regelmäßig immer am ersten Freitag eines Monats ab zirka 19.00 Uhr in der "Paulaner Botschaft", Duisburg Stadtmitte, gegenüber Hauptbahnhof Ostausgang, zusammen, unserer verkehrstechnisch gut gelegenen OPS. Natürlich haben wir einen separaten Raum.

    Insgesamt sind wir etwa 20 bis 25 Personen. Die schwankende Zahl erklärt sich dadurch, dass wir keine "Mitglieder-Liste" führen, sondern wer kommt, kommt eben. Es gibt auch keine Mitgliedsbeiträge − alles ganz zwanglos, eben.

    Ein regelmäßiger Newsletter mit allen wichtigen Informationen gehört ebenfalls zu unserem "Service".

    Zum neuen Film ist bei uns die Erwartung, dass dieser spannende Unterhaltung mit Niveau bietet, tricktechnisch mal wieder ein Highlight im Kinojahr ist und eben "Star Trek" quasi neu "belebt".

    Sie möchten ebenfalls Ihr Trek-Dinner bei uns vorstellen? Dann schreiben Sie uns an leserbriefe@trekzone.de!

    Weiterführende Links

  • Galaxy-Dinner
    Presseberichte, ein Ereigniskalender oder natürlich auch die Möglichkeit, Kontakt mit der Dinnerleitung aufzunehmen.

  • Trek-Dinner Duisburg
    Die Dinner-Geschichte, Bilder, Termine und mehr.

  • Trek-Dinner

    In dieser neuen Artikelreihe möchten wir Trek-Dinnern die Gelegenheit geben, sich und ihre Mitglieder sowie Aktivitäten vorzustellen. Den Anfang machen das Galaxy-Dinner mit dem Beitrag von Sven Preuß und der "Star Trek"-Treff Duisburg mit Informationen von Rainer Biermann.


     

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    Die Ereignisse des Monats

    Juni 2009

    Die Trek-Highlights der nächsten vier Wochen im Überblick.

    Trek-Kalender

     
     

    Montag

     

    Dienstag

     

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    Sonntag

     
     
       01.Juni    02.Juni    03.Juni    04.Juni    05.Juni    06.Juni    07.Juni  
     

    Buch (deutsch)
    Dayton Ward, Kevin Dimore:
    "Star Trek: Vanguard − Offene Geheimnisse"
    Bestellen

    Geburtstag
    René Auberjonois
    (Odo)

     

    Geburtstag
    Zachary Quinto
    (Spock, "Star Trek XI")

    Geburtstag
    Anthony Montgomery
    (Travis Mayweather)

       

    DVD
    "Star Trek: Die Spielfilme − Original-Kinoversion, Remastered"
    Bestellen: I, II; III, IV, V, VI

    DVD
    "Star Trek: Raumschiff Enterprise − Remastered: Season 3.1 & 3.2"
    3.1: Bestellen
    3.2: Bestellen

         

    Geburtstag
    Gary Graham
    (Soval)

    Geburtstag
    Karl Urban
    (Leonard McCoy, "Star Trek XI")

     
       08.Juni    09.Juni    10.Juni    11.Juni    12.Juni    13.Juni    14.Juni  
     

    Geburtstag
    James Darren
    (Vic Fontaine)

             

    Geburtstag
    Malcolm McDowell
    (Dr. Soran)

       
       15.Juni    16.Juni    17.Juni    18.Juni    19.Juni    20.Juni    21.Juni  
     

    Geburtstag
    Robin Curtis
    (Saavik)

     

    Geburtstag
    John Cho
    (Hikaru Sulu, "Star Trek XI")

     

    Geburtstag
    Zoe Saldana
    (Uhura, "Star Trek XI")

             
       22.Juni    23.Juni    24.Juni    25.Juni    26.Juni    27.Juni    28.Juni  
     

    Geburtstag
    Tim Russ
    (Tuvok)

             

    Geburtstag
    Susanna Thompson
    (Borg Queen II)

     

    Geburtstag
    Alice Krige
    (Borg Queen I)

     
       29.Juni    30.Juni                      
       

    Buch (englisch)
    William Leisner:
    "Star Trek: The Next Generation − Losing the Peace"
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    Die unendliche Geschichte mit der Zeitlinie

    Die neusten "Primeval"-Ereignisse unter der Lupe

    Worum es in "Primeval" geht: Durch Anomalien gelangen immer wieder Kreaturen sowohl aus der Vergangenheit als auch aus der Zukunft in unsere Gegenwart. Evolutionsbiologe Professor Nick Cutter (Douglas Henshall) versucht mit seinem Team, die Menschen zu beschützen ...

    Es ist noch nicht lange her, seitdem Professor Nick Cutter von seiner Frau Helen erschossen wurde (in 3.3 "Im Namen der Zukunft"). Nun, in 3.4 "Der größte von allen", sucht James Lester nach einem Nachfolger. Während Cutter sich noch kurz vor seinem Tod für Connor entschieden hat, präferiert Lester Jenny. Der Ex-Student tüftelt neben seinem Seelenschmerz eine Gerätschaft zusammen, womit Anomalien geschlossen werden könnten. Unterdessen untersucht Dr. Paige das gerettete Artefakt. Das Gerät ist aber noch nicht fertig, als das Team erneut eine Anomalie entdeckt. Professionell wie immer fährt man los, kommt aber am Zielort nicht weiter. Militärs warten dort auf Jenny und Co. und verweigern ihnen den Zutritt. Jenny droht zwar mit James Lester − eine Regierungsbeamtin, Christine Johnson, die dem Innenminister direkt untersteht und Jennys Vorgesetzten kennt, teilt der verdutzten Jenny mit, dass dieser dort keine Befugnisse hat. Captain Becker trifft dort auch auf seinen ehemaligen Ausbilder. Man versichert aber, dass man sich nicht in Gefahr befindet. Kurz zuvor hat man dort noch Experimente mit dem Wesen aus der Zukunft durchgeführt.

    Draußen stiehlt derweil der Reporter Mick Harper Jennys Anomaliedetektor aus dem Auto und bringt diesen seiner Chefin. Kurz darauf signalisiert das Gerät auch das Auftreten einer neuen Anomalie. Harpers Chefin fackelt nicht lange, trommelt ein Kamerateam mit einem Paläontologen und einem Securitymitarbeiter zusammen und fährt zur Quelle der Anomalie. Es handelt sich um einen Hangar eines Flughafens. Von dort hört man zwar Tierlaute, aber es kommt nichts durch.

     
     

    Mit einem Helikopter lenkt Quinn das riesige Tier ab und lockt es zur Anomalie.


    Jenny unterrichtet derweil James Lester von den Machenschaften seiner Bekannten Christine (die übrigens im wahren Leben mit ihm verheiratet ist!). Dieser − ansonsten immer recht ruhig und zynisch − verliert die Fassung und schreit das Team an. Aus Johnson bekommt er nichts heraus. Auch das Team empfängt die Anomalienwarnung und macht sich direkt auf den Weg. Jenny und Connor werden dort von Harper abgefangen, der ihnen mitteilt, dass irgendein großes Tier durch die Anomalie gekommen sei. Er lockt die beiden in einen Container und schließt sie dort ein, damit das Filmteam ungestört Aufnahmen machen kann. Und tatsächlich taucht nach kurzer Wartezeit ein kleiner Raptor auf. Der Paläontologe bestätigt, dass es sich um einen solchen handelt. Das Kamerateam ist total begeistert.

    Weniger begeistert ist das Team, als ein Giganotosaurus, der größer und schneller als ein T-Rex ist, aus der Anomalie kommt und umgehend den Paläontologen tötet. Schließlich kommen Jenny und Connor frei. Kurzerhand rennt der Dinosaurer auf das Rollfeld auf eine Frachtmaschine zu. Captain Becker und Jenny rasen zur Frachtmaschine, während Connor versucht, die Anomalie zu schließen. Unverhofft kommt ihnen Ex-Cop Danny Quinn zu Hilfe. Jenny gelingt es, die beiden überlebenden Reporter einzuschließen, doch Harper kann sich befreien. Mit einem Helikopter lenkt Quinn das riesige Tier ab und lockt es zur Anomalie. Die konnte Connor gerade eben schließen. Nun öffnet er sie wieder, damit der Dinosaurer zurück kann. Leider stehen ihm die Reporter im Weg, und so werden die renitenten Unglückseligen vor den Augen des Teams getötet. Der Helikopter und der Giganotosaurus verschwinden derweil in der Anomalie... Das komplette Ende sei an dieser Stelle nicht verraten.

    In einer Nebenhandlung lernen wir den kleinen Bruder von Abby kennen, von dem Connor zunächst glaubt, es handele sich um einen neuen Freund. Der Tod Cutters, der die letzte Episode überschattete, fällt hier merkwürdigerweise kaum auf. Das mag daran liegen, dass es viele Cameos aus den letzten Episoden gibt, aber gleichzeitig auch an den grandiosen Spezialeffekten und natürlich dem Giganotosaurus, der actionreich etwas an "Jurassic Park" anmutet. Die Monstersequenzen werden mal wieder mit Verschwörungstheorien gespickt, sodass es nicht nur eine Monsterhatz wird. Schön ist auch der allseits britische Humor und die sympathischen Darsteller, sogar die des Lesters. Allerdings wurde hier merklich Augenmerk auf die neuen Charaktere gelegt. Die Pro7-Seite zeigt sogar Quinn als Mitglied des Teams, während Jenny leider mit Abwesenheit glänzt, sodass es nicht verwunderlich wäre, wenn diese das Team auf irgendeine Weise ebenfalls verlässt.

    Während die ersten beiden Staffeln recht beliebt waren, spaltete die dritte Staffel die Zuschauerschaft. Cutters Tod war unerwartet und so konnte man nicht vorhersagen, wer in der nächsten Episode das Ende überlebte. Die Frage ist auch, ob die Zeitlinie aus der ersten Staffel so wiederhergestellt werden kann, denn lediglich Helen und Nick kannten die Ursprungszeitlinie, kein anderer sonst. Ein ähnliches Problem hat auch der elfte Kinofilm von "Star Trek"… Man darf aber weiterhin gespannt sein: "Primeval" ist eine Serie, mit der man rechnen muss.

    SF-Zone

    "Primeval − Rückkehr der Urzeitmonster" ist eine britische Science-Fiction-Fernsehserie, für den britischen Sender ITV1 produziert. Christian Freitag wirft einen Blick auf die erste Folge ohne den Hauptdarsteller Douglas Henshall.


     

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    "Journeyman" − das bessere "Quantum Leap"?

    Ein Vergleich zweier (Serien-)Welten

    Mann springt durch die Zeit und beeinflusst das Leben anderer Menschen … Kommt Ihnen dieses Serienkonzept irgendwie bekannt vor?

    "Quantum Leap", in Deutschland besser bekannt als "Zurück in die Vergangenheit", wurde in den Jahren 1989 bis 1993 von NBC produziert. Hauptdarsteller waren Scott Bakula (Samual "Sam" Beckett) und Dean Stockwell (Albert "Al" Calavicci). Der Vorspann spricht im Grunde schon für sich selber:

    "Nachdem er die Theorie aufgestellt hatte, dass man innerhalb seiner eigenen Lebenszeit zeitreisen könne, stieg Dr. Sam Beckett in den Quantensprungzeitbeschleuniger − und verschwand. Als er aufwachte, fand er sich in der Vergangenheit wieder. Im Spiegel wurde er mit Gesichtern konfrontiert, die nicht seine eigenen waren, und eine unbekannte Kraft trieb ihn dazu, die Geschichte zum Besseren zu wenden. Sein einziger Führer auf dieser Reise ist Al, ein Projektbeobachter aus seiner eigenen Zeit, der ihm als Hologramm erscheint, welches nur Sam sehen und hören kann. Und so springt Dr. Beckett von Leben zu Leben, immer darum bemüht, etwas zu korrigieren, was einmal falsch gelaufen ist. Und jedes Mal hofft er, dass sein nächster Sprung der Sprung nach Hause sein wird."

    So weit zu "Quantum Leap". "Journeyman" verfolgt ein sehr ähnliches Konzept. Der Reporter Dan Vasser (Kevin McKidd), verheiratet, ein Sohn, springt unkontrolliert durch die Zeit, um sein eigenes Leben und das von anderen Menschen in Ordnung zu bringen. Dabei kehrt er immer wieder nach Hause zurück, wo er sein Verschwinden nicht erklären kann und von seiner Familie mittlerweile für drogenabhängig beziehungsweise verrückt gehalten wird.

    Einer der größten Unterschiede zwischen den beiden Serien ist, dass der Hauptcharakter bei "Journeyman" immer als er selbst erscheint und er nie genau weiß, was er ändern soll. Außerdem springt er mehrmals, um seine Aufgabe sozusagen "in Etappen" zu erfüllen. Zudem begegnet er bei seinen Sprüngen immer wieder seiner großen Liebe Livia Beale − die in seiner Zeit jedoch bereits tot ist, umgekommen bei einem Flugzeugunglück.

    Mich hat die Serie nicht überzeugt. McKidd empfand ich als viel zu blass. Großartige Spezialeffekte sucht man vergebens. Drama, Spannung? Eher Vorhersehbarkeit. Kein Wunder, dass die Serie bereits nach 13 Folgen wieder abgesetzt wurde.

    SF-Zone

    "Quantum Leap" war seinerzeit ein großer Serienerfolg. Mit fast demselben Konzept versucht es jetzt die Serie "Journeyman". Lesen Sie hier eine Kurzkritik von Melanie Brosowski.


     

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    Eindringlinge an Bord? Kein Problem!

    Rezension zu "Raumstation Alpha-Base, Teil 1"

    Bei einer Pressevorführung soll der innovative Sprungantrieb der europäischen Union vorgestellt werden. Das neue Antriebssystem ermöglicht eine Überbrückung von großen Entfernungen, ja, sogar Reisen in andere Sonnensysteme.

    Der Sprungknoten im All wird geöffnet. Dabei kommt es zu einer Panne. Die Besatzung sowie die eingeladenen Journalisten sind für Minuten bewusstlos. Nachdem sie wieder zu sich kommen, stellen sie fest, dass die Zugmaschine samt Raumstation den Sprungknoten passiert hat und sich zusätzlich noch außerirdische Lebensformen auf dem Schiff befinden. Die Situation gerät vollends außer Kontrolle, als der erste Tote gefunden wird und sich herausstellt, dass die Nahrung knapp wird.

    Ein spannendes Weltraum-Abenteuer, das sich sehr vielversprechend anlässt. Schon die Hörprobe, die mir die Verlagsgruppe Hermann freundlicherweise zur Verfügung gestellt hatte, war spannend. Dass sich die Handlung dann allerdings noch weiter zuspitzt, hätte ich nicht erwartet und ich war angenehm überrascht.

    Die Sprecher sind mit viel Feingefühl ausgewählt worden, insbesondere die dominante Stimme des weiblichen Captains überzeugt auf ganzer Linie (Gertie Honeck). Weiterhin sind mit an Bord: Frank-Otto Schenk (Commander Chakotay aus "Star Trek: Voyager"), Stefan Staudinger (der Holodoc aus "Voyager), Erich Räuker (Bruce Campbell), Anke Reitzenstein (Whitney Houston).

    Die Dialoge sind leider noch ein wenig blass. Die Charaktere bleiben zu gelassen angesichts der Tatsache, dass sie möglicherweise auf Nimmerwiedersehen im All verschwinden, beziehungsweise permanent in Lebensgefahr schweben. Als Beispiel führe ich den Koch an, der dem Captain über Funk erklärt, dass er eine Leiche in seiner Kombüse hat, aus der soeben eine unidentifizierbare Lebensform gekrochen kam. Er fordert vollkommen abgebrüht Hilfe von der Brücke an. Das mag Strategie der Autoren sein und möglicherweise klärt sich die Gelassenheit mancher Charaktere noch auf, was ich nach einer Folge nicht beurteilen kann. Auf jeden Fall bin ich gespannt, wie sich die Handlung weiter entwickelt.


    Art der CD Hörspiel

    Altersfreigabe Für Hörer ab 12 Jahren geeignet

    Laufzeit ca. 53 Minuten

    ISBN 978-3-86714-229-8

    Weiterführende Links

  • Amazon.de: "Raumstation Alpha-Base 01: Sprung durch den Sektor"
    Die Bestellmöglichkeit zur Audio-CD.

  • Christianes
    Hörspiel-Zone

    Hier bekommen Sie etwas auf die Ohren! Diesmal beleuchtet unsere Redakteurin Christiane Gref ein Weltraumabenteuer.


     

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    Entführungsopfer und esoterische Theorien

    Rückblick auf die Degufo-Frühjahrstagung 2009, Teil 1

    Vom 25. bis 26. April fand im Erfurter Airport-Hotel die diesjährige Degufo-Frühjahrstagung statt. Es war wieder einmal ein interessantes Wochenende, an dem neben den Vorträgen auch Projektvorschläge diskutiert und neue Kontakte geknüpft werden konnten.

    Der Samstag begann mit einer internen Mitgliederversammlung des Degufo e.V., nach der im öffentlichen Teil die Vorträge von Gerhard Gröschel und Dr. Jens Waldeck folgten. Durch eine kleine Verspätung kam ich erst während der Mittagspause an und nahm ab 14 Uhr am anschließenden Vortrag von Horst Grünfelder über "Bekannte und unbekannte Flugobjekte" teil.

    Der Untertitel "Wie unsere Gaia und der Kosmos mit Fliegern umgeht" klang bereits etwas esoterisch, und dementsprechend gestaltete sich das gesamte Thema. Dass alles Leben von elektrischen Feldern umgeben ist, die man messen kann, ist so weit noch wissenschaftlich korrekt. Eine Strahlenfühligkeit, die sich keinem der üblichen fünf Sinne zuordnen lässt, ist ebenfalls nachvollziehbar, und beim Wünschelrutengehen kann man mittels einer Lecher-Antenne Schwingungsfelder sichtbar machen.

    Doch der wissenschaftliche Bezug brach leider ab, als Grünfelder begann, Bilder von fliegenden Objekten zu präsentieren, bei denen er angeblich Energiefelder mit einer Wünschelrute sichtbar machen konnte. Dass man die Felder von einem Objekt in dessen Umgebung messen kann, ist ja durchaus plausibel, aber dass diese Felder sich auf Fotos manifestieren, über das Internet übertragbar, von Bildschirmen ablesbar und sogar auf Ausdrucken nachweisbar sein sollen, entzieht sich jedem wissenschaftlichen Verständnis. Ebenso, dass in Stein gehauene Bilder von Flugobjekten aus der Antike diese Feldeigenschaften besitzen sollen.

    Unklar ist weiterhin, warum die Frequenzen der 17er-Reihe von Grünfelder "Nibiru" genannt werden. "Nibiru" ist ein Begriff aus der sumerischen Mythologie, der heute oft als Heimatplanet der sumerischen Götter, der Annunaki, interpretiert wird. Die Verwendung dieses Begriffes ist daher irreführend und austauschbar. Der zweiteilige Vortrag zog sich sehr in die Länge, aber wenigstens wies Grünfelder darauf hin, dass es jedem selbst überlassen bleibt, daran zu glauben oder nicht.

     
     

    Der Ureinwohner Juan Diego, der später als erster indigener Amerikaner vom Vatikan heilig gesprochen wurde, hatte zunächst einige Marienerscheinungen, die ihm befahlen, eine Kirche zu bauen.


    Nach einer kurzen Pause folgte ein Vortrag von Lars A. Fischinger über "das Wunder von Guadalupe" in Mexiko, welches sich am 12. Dezember 1531 ereignet hatte − zehn Jahre nach dem Sieg der spanischen Eroberer über die Azteken. Der Ureinwohner Juan Diego, der später als erster indigener Amerikaner vom Vatikan heilig gesprochen wurde, hatte zunächst einige Marienerscheinungen, die ihm befahlen, eine Kirche zu bauen. Als der Bischof von Mexiko dies ablehnte, versprach ihm die Erscheinung ein Wunder, welches den Bischof überzeugen würde.

    Am genannten Datum geschah es, dass auf einem kargen Berg zu dieser Jahreszeit Blumen wuchsen (das so genannte "Blumenwunder"), welche Juan in seinem Mantel, einer so genannten Tilma, sammelte. Als er die Blumen vor dem Bischof ausschüttete erschien auf dem Stoff der Tilma das Bild der Jungfrau Maria. Die Tilma, deren Stoff aus Kaktusfasern besteht und bereits vor Jahrhunderten hätte verrottet sein müssen, befindet sich heute in einer Basilika in Mexico City.

    Zwar wurde über die Jahrhunderte mit Farbe nachgepinselt, doch moderne Untersuchungen ergaben, dass im Originalbild keine Farbe festzustellen ist. Wie das Bild entstand, ist bis heute unklar, ebenso die lange Haltbarkeit des Materials. Möglich wäre eine Manipulation auf atomarer Ebene, was auch erklären würde, warum die Tilma auf keinem Foto gleich aussieht. Doch dies würde höhere Technologie voraussetzen, wie es sie im 16. Jahrhundert nicht gab. Das Wunder von Guadalupe ist vom Vatikan auf jeden Fall als solches anerkannt und die moderne Wissenschaft vermag es ebenfalls nicht zu erklären.

    Im Anschluss an diesen erstaunlichen Vortrag stellten ab 18.20 Uhr die einzelnen UFO-Forschungsgruppen ihre Ideen für gruppenübergreifende Projekte vor. Natale Cincinnati von der GEP begann mit dem Thema "UFOs in der Folklore" und verwies dabei auf die Ähnlichkeiten von Zwergen und Kobolden mit den kleinen Grauen. Dabei sei es jedoch wichtig, als Quellen Erzählungen aus erster Hand heranzuziehen und keine literarischen Aufarbeitungen, wie zum Beispiel die der Gebrüder Grimm. Außerdem sei ein Kulturraumvergleich sinnvoll.

    Als weiteres Thema sprach Cincinnati die Probleme in der UFO-Forschung an. So trete das Phänomen spontan auf, sei von kurzer Dauer und hinterließe selten Material für eine Analyse. Zeugenaussagen seien fast immer die Forschungsgrundlage. Ein weiteres Problem sprach Marius Kettmann von der Forschungsgruppe Mufon-CES an. So mache sich zunehmend Rechtsextremismus in der UFO-Forschung breit und sorge für Zündstoff bei den Skeptikern. Vor allem der Reichflugscheibenmythos halte sich hartnäckig durch zwielichtige Personen wie Jan van Helsing.

    Als Nächstes sprach Danny Ammon, der sowohl bei der GEP als auch bei Mufon Mitglied ist, über die Unterteilung des UFO-Phänomens in "UFOs im weiteren Sinne", worunter auch natürliche Erklärungen fallen, sowie "UFOs im engeren Sinne", die unerklärlich bleiben. Es folgte Henning Päthz von der Initiative für Exopolitik, der die Medienberichterstattung über UFOs ins Visier nahm. Er sprach die Entwicklung von objektiver Berichterstattung in den 1950ern bis zur Lächerlichmachung in der heutigen Zeit an sowie das Problem, dass UFO-Sichtungen meist nicht über die Regionalpresse hinausgehen. Päthz regte eine Sammlung von Zeitungsartikeln an und forderte dazu auf, die UFO-Thematik wieder an die Medien heranzutragen.

    Als Letztes sprach der Degufo-Vorsitzende Alexander Knörr über das Phänomen der Orbs − Lichtflecken, die unvermittelt auf Fotos auftreten. Er spekulierte, um was es sich dabei handeln könnte. Sind es Wetterphänomene oder gar Lebensformen? Ich selbst konnte jedenfalls am Tag darauf Zeuge dieses Phänomens werden, als auch auf einem meiner Veranstaltungsfotos ein Orb zu sehen war. Etwas Derartiges hatte ich wirklich noch nie auf einem Foto. Meine Kamera hat weder zuvor noch danach solche Lichtflecken abgebildet und ich war nicht der Einzige, der diesen Orb an der gleichen Stelle im Raum fotografierte, womit ich einen technischen Defekt ausschließen kann. Es handelt sich also um ein tatsächliches Phänomen.

    Nachdem Alexander Knörr als zweites Thema eine Generationenbibliothek vorschlug, da durch den Tod einiger namhafter UFO-Forscher in der Vergangenheit viele Bücher auf dem Müll gelandet waren, wurde die Veranstaltung für den ersten Tag beendet und ich hatte im Anschluss die Gelegenheit, mit einigen Persönlichkeiten aus der Exopolitik ins Gespräch zu kommen. Darunter Robert Fleischer von der deutschen Initiative für Exopolitik, dem Verantwortlichen des exonews.de-Blogs und einer Vertreterin der Spirituellen Partei.

    Der zweite Tag begann mit einem Vortrag von Patrick H. über das Entführungsphänomen. Patrick schilderte dabei zunächst seine eigenen Erlebnisse, die ab seinem zweiten Lebensjahr einsetzten und gegen seinen Willen stattfanden. Er sprach von zirka 1,60 m großen Wesen, die vom Verhalten her anders gewesen seien als die kleinen Grauen, die ihn in späteren Jahren heimsuchten. Seine Erlebnisse begannen in der Regel mit Paralyse oder Fremdsteuerung, es folgten medizinische Untersuchungen.

     
     

    Eine wichtige Erkenntnis war für Patrick, dass die meisten Abductees die Öffentlichkeit meiden.


    Patrick H. bedauerte, dass es nach dem Tod des Psychologen Johannes Fiebag lange Zeit keine Anlaufstelle mehr für Betroffene des Entführungsphänomens gab. Er selbst lernte andere Betroffene über das Internet kennen und beteiligt sich heute an der Webseite abduction.de sowie dem Abductee-Forum, in dem sich Betroffene untereinander austauschen können. Eine wichtige Erkenntnis war für Patrick, dass die meisten Abductees die Öffentlichkeit meiden. Daher und weil viele gar nicht genau wissen, ob sie überhaupt betroffen sind, geht er von einer hohen Dunkelziffer an Entführungsfällen aus.

    Der zweite Teil des Vortrages handelte von falschen Vorstellungen über das Entführungsphänomen. So könne man laut Patrick H. nicht erwarten, dass Überwachungsmaßnahmen, Haustiere oder gar Waffen vor Entführungen schützen. Nachts wach zu bleiben verursache lediglich Schlafentzug, und auch die Anwesenheit anderer Personen nütze nichts, da diese einfach paralysiert werden würden.

    Ein weiterer Irrtum sei das Fehlen von Erinnerungen. So seien bewusste Erlebnisse durchaus möglich, wobei meist der Anfang und das Ende einer Entführung im Wachzustand wahrgenommen werden. Die Entführung selbst wird meist als so genannte "Missing-Time" empfunden, Erinnerungen können jedoch in Form von Flashbacks wieder ins Bewusstsein vordringen. Die oft kritisierte Hypnoserückführung werde dagegen weit weniger angewandt, als von Skeptikern behauptet, da es kaum Therapeuten dafür gäbe.

    Ebenfalls falsch sei weiterhin die weit verbreitete Annahme, dass Entführungen nur nachts und in abgelegenen Gegenden stattfänden. Sie können laut Patrick genauso tagsüber und in Großstädten stattfinden. Zudem würden die Opfer nicht in jedem Falle entführt, sondern oft nur besucht. Man spricht in diesem Zusammenhang von "Bedroom Visitors".

    Weiterführende Links

  • Degufo.de
    Website des Degufo e.V.

  • Exonews.de
    Exonews-Bericht mit Video.

  • Tilma von Guadalupe
    Website von Lars A. Fischinger.

  • Abduction.de
    Webauftritt der Abductees.

  • Exopolitik.de
    Website der deutschen Initiative für Exopolitik mit zahlreichen Videos der Degufo-Tagung.


  • UFO-News

    Initiative für intergalaktische Beziehungen und Frieden gegründet
    Am Samstag, 9. Mai 2009 gründete sich in Gotha die "Initiative für intergalaktische Beziehungen und Frieden". An der Gründung nahmen sechs Personen teil, von denen sich bisher vier als Mitglieder eingetragen haben. Die Initiative wurde gegründet, da es vor Ort noch keine nennenswerten Aktivitäten im Bereich der UFO-Forschung und "Exopolitik" gab. Zwar gab es in Gotha bereits einige Interessierte, jedoch keine Anlaufstelle und kaum eine Vernetzung. Das vorrangige Ziel ist es, im Kreis Gotha über das UFO-Thema und die außerirdische Präsenz aufzuklären. Es sind daher eine Reihe von Veranstaltungen geplant. Die Initiative hofft auf eine gute Zusammenarbeit mit der deutschen Initiative für Exopolitik sowie den drei wichtigsten UFO-Forschungsgruppen DEGUFO, MUFON-CES und GEP. Im Programm wurden folgende Punkte beschlossen:

    • Vorbereitung der Bevölkerung auf Kontakte zu anderen Spezies

    • Kontaktaufnahme zu anderen Spezies

    • Forderung zur Herausgabe aller UFO-Akten

    • Forderung zur Herausgabe von UFO-Technologien

    • Förderung der UFO-Forschung als ernstzunehmendes Phänomen

    • Keine Stationierung von Waffen im Weltraum, außer zur Asteroidenabwehr

    • Anspruch auf Einhaltung irdischer Gesetze und staatlicher Souveränität durch Außerirdische

    • Nichtanerkennung von geheimen Verträgen

    • Distanzierung von UFO-Sekten und Verschwörungstheorien

    Im letzten Punkt distanziert sich die Initiative neben UFO-Sekten insbesondere von Verschwörungstheorien wie dem Reichsflugscheiben-Mythos, der vor allem von Neonazis und Antisemiten verbreitet wird. Die Mitglieder treten der Vereinnahmung der UFO-Thematik von rechts entschieden entgegen. Weiterhin werden stumpfsinnige Theorien wie die hohle Erde, die Behauptung, der Mond sei ein getarnter Todesstern oder die Himmelslaternenverschwörung einiger UFO-Skeptiker kategorisch abgelehnt. Die Initiative will sich seriös mit dem Thema UFOs und Aliens auseinander setzen und stützt sich dabei auf wissenschaftliche Fakten und Aussagen von Whistleblowern (zum Beispiel Disclosure Project).

    Brasilien gibt weitere UFO-Akten frei
    Am 4. Mai hat die brasilianische Regierung weitere 600 Seiten ehemals geheimer Dokumente, Berichte und militärischer Forschungsunterlagen über UFOs freigegeben. Diese zweite Freigabe enthält die UFO-Akten aus den Jahren 1970 bis 1979. Die Akten sollen zum ersten Mal auch Fotos und Filmmaterial enthalten. Außerdem werde die offizielle brasilianische Strategie der Vertuschung in diesem Material dokumentiert. Insgesamt wurden nunmehr 1.400 Seiten ehemals geheimer brasilianischer UFO-Dokumente freigegeben.

    Weiterführende Links

  • Exonews.de
    Die komplette Meldung zur brasilianischen Kehrtwende.

  • Ufos, Aliens,
    fremde Welten

    Shinzon Darhel berichtet von den spannendsten Ereignissen auf der diesjährigen Degufo-Frühjahrstagung.


     

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    DVD-Guide

    Juni 2009

    3.6. − "Tin Man"

    Einer jungen Frau obliegt es, die Fantasy-Welt Azkadellia zu retten. Spaßig-skurriler TV-Mehrteiler (2007) nach Motiven von "Der Zauberer von Oz", leider für diese Version gegenüber der US-Originalfassung zusammengekürzt.

    4.6. − "Alive or Dead"

    Als Maria einem Hilferuf folgt, gerät sie selber in die Fänge des Killers. Nettes Cover, aber dahinter verbirgt sich Low-Budget-Horror (2007) der schlechtesten Sorte, zudem stark geschnitten.

    4.6. − "Andromeda − Tödlicher Staub aus dem All"

    Ein außerirdisches Virus droht die Menschheit auszulöschen. Ordentlicher TV-Zweiteiler (2008) nach dem Roman von Michael Crichton und dem Kinofilm (1971) von Robert Wise. Mit Benjamin Bratt, Eric McCormack und Daniel Dae Kim gut besetzt.

    4.6. − "Merlin und der Krieg der Drachen"

    Der junge Zauberer Merlin muss gegen einen anderen Magier Krieg führen. Das ganze Budget muss für Jürgen Prochnows Gage draufgegangen sein: Schwach inszenierte Billigst-Fantasy (2008) aus dem Hause Asylum.

    4.6. − "Twilight Vampire Cop"

    Vampir arbeitet als Cop und will wieder zum Menschen werden. "Stand-Alone"-Pilotfilm (1989) zur Serie "Nick Knight − Der Vampircop", die später mit einem anderen Hauptdarsteller gedreht wurde. Der Filmtitel-Opportunismus schlägt rund um den "Twilight"-Hype wieder seltsame Blüten.

    5.6. − "Hexen hexen"

    Ein Junge kommt einer Gruppe Hexen auf die Schliche und wird zur Strafe in eine Maus verwandelt. Der populäre Fantasy-Film (1990) nach dem Kinderbuch von Roald Dahl mit Angelica Houston erscheint nun doch noch auf DVD, leider ohne Extras.

    5.6. − "Saw 5"

    Durchgeknallter Cop tritt das Erbe des Jigsaw-Killers an. Mäßige Fortsetzung (2008) nach dem bekannten Strickmuster, im Handel erscheinen eine gekürzte FSK-18- sowie eine ungekürzte JK-Fassung. Auch als Blu-ray.

    5.6. − "Star Wars: The Clone Wars − Season 1: Vol. 1"

    Anakin Skywalker und seine neue Padawa-Schülerin erfüllen während des Klonkrieges die gefährlichsten Missionen. Manch alteingesessener "Star Wars"-Fans schüttelt bei dieser Animationsserie (2008) den Kopf. Schwach: Wieso nur vier Episoden pro Veröffentlichung? Erfreulich: Die Original-Synchronstimmen sind mit an Bord.

    6.6. − "Torchwood − Season 1"

    DVD DES MONATS: Junge Polizistin tritt einer Sondereinheit bei, die es auf Aliens und übernatürliche Bösewichte abgesehen hat. Wer skurrile britische Sci-Fi im Stile von "Doctor Who" mag, sollte bei dieser vielschichtigen und für ein erwachsenes Publikum konzipierten Serie hereinschauen.

    10.6. − "Twilight − Biss zum Morgengrauen"

    DVD DES MONATS: Schülerin verliebt sich in einen attraktiven Vampir. Film (2008) und Buchvorlage wurden zu sensationellen Erfolgen, Sequels sind bereits unterwegs. Märchenhafte Romanze, schön inszeniert und vom Ensemble gut gespielt. Auch als Blu-ray.

    10.6. − "Vampires in the Twilight"

    Dokumentarfilm (2007) über Leute, die verschiedene Formen von Vampirismus betreiben. Interessant, aber eher was fürs Free-TV denn als Kauf-DVD.

    12.6. − "Donkey Punch − Blutige See"

    Als ein Mädchen bei einer Sexparty auf einer Jacht umkommt, eskaliert die Situation auch bei den anderen Teilnehmern. Kleiner, fieser Thriller (2008) mit viel Spannung und nackter Haut.

    18.6. − "Dark Floors"

    Vater und kranke Tochter sind in einem Krankenhaus voller Monster gefangen. Aufwändige finnische Horror-Produktion (2008) mit schwacher Story, bei der die Band Lordi als Autoren und Darsteller dabei sind.

    18.6. − "Jericho: Der Anschlag − Season 2"

    DVD DES MONATS: In den Wirren nach einer Nuklearexplosion kämpft eine kleine Gemeinde um ihr Überlebenden. Nach Fanprotesten erhielt diese spannende, aber bereits abgesetzte Thriller-Serie noch eine verkürzte zweite Staffel (2008), die mit sieben Episoden die Story würdig abschließt. Diverse Extras.

    18.6. − "Last of the Living"

    Drei abgehalfterte Typen müssen einer Wissenschaftlerin helfen, eine Zombie-Epidemie zu stoppen. Horror-Komödie (2008) aus Neuseeland im Stile von "Shaun of the Dead" mit einigen originellen Einfällen.

    18.6. − "Mary Poppins − Jubiläumsedition"

    Das magische Kindermädchen aus dem Hause Disney feiert den 45. Geburtstag mit einer neuen DVD-Ausgabe. Unnötig, da bereits die Special Edition aus dem Jahre 2004 umfangreiche und gut gemachte Extras bot. Das zusätzliche neue Bonusmaterial dreht sich hier vor allem um eine neue Broadway-Version des Klassikers.

    23.6. − "Wicked Lake"

    Vier Mädels treffen in der Natur auf aggressive Rednecks, aber wissen sich zu wehren, denn sie sind auch nicht ganz normal. Ordentlich blutiges, aber recht dilettantisch inszeniertes Low-Budget-Werk (2008) mit nervigen Charakteren.

    25.6. − "2012: Doomsday"

    Eine Weltuntergangs-Prophezeiung der Maya bringt vier Fremde in einen alten Tempel. Miserable Effekte, flache Story und eine fragwürdige religiöse Botschaft: Dieses Machwerk (2008) links liegen lassen.

    26.6. − "Crowley − Back from Hell"

    Okkultist Aleister Crowley übernimmt den Körper eines unvorsichtigen Wissenschaftlers. Britischer Horror-Film (2008) nach einem Drehbuch von "Iron Maiden"-Frontmann Bruce Dickinson, das recht originell geworden ist.

    26.6. − "Exit Speed"

    Rockerbande attackiert einen Reisebus, die Passagiere wehren sich. Gelungener Horror-Action-Thriller (2008) mit guter Spannungskurve.

    26.6. − "Primeval − Rückkehr der Urzeitmonster: Season 3"

    Cutter und sein Team versuchen weiter hinter das Geheimnis der Zeitlöcher zu kommen. Dritte Staffel (2008) der britischen Fantasy-Serie, ohne Extras.

    26.6. − "The Broken"

    Nachdem sie ihrer eigenen Doppelgängerin begegnet ist und durch einen Unfall das Gedächtnis verloren hat, stellt Gina Nachforschungen an. Zäher und letztlich konfuser Mystery-Thriller (2008) mit Lena Headey. Auch als Blu-ray.

    SF-Zone

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    Mysterium Saturn

    Wie alt sind die Ringe?

    In "Star Trek XI" fliegt die Enterprise durch die Saturnringe. In der realen Wissenschaft lautet die entscheidende Frage nach wie vor: Umschließen die Ringe den Gasgiganten seit seiner frühesten Jugend, oder sind sie eine neuzeitliche Erscheinung?

    Sicherlich einer der Hauptgründe, warum Saturn seit der Zeit, in der Forscher damit begannen, das All mit primitiven Teleskopen zu beobachten, eine Ausnahmestellung innerhalb der solaren Planetenfamilie einnimmt, ist sein imposantes Ringsystem. Es besteht im Wesentlichen aus Milliarden und Abermilliarden kleiner Eisstücke, aber auch aus Gestein und gefrorenen Gasklumpen, die den Planeten in einem eigenen Orbit umkreisen. Die Partikelgröße variiert zwischen der von Staubkörnern und mehreren Metern. Bei den später nachgewiesenen Ringen G und E sind die Bestandteile noch kleiner. Sie erreichen durchschnittlich nur etwa die Größe der Partikel im Qualm einer Zigarette. Doch: Wie alt sind die Ringe?

    Auch wenn man heute mehr als je zuvor über das Saturnsystem und die komplexen Wechselspiele in ihm weiß, bleiben doch eine Vielzahl von Fragen bislang ungeklärt beziehungsweise kommen neu hinzu. Der Antwort auf einer dieser Fragen scheint man jüngst jedoch ein wenig näher gekommen zu sein.

    Dieser Artikel versucht eine Bestandsaufnahme der Bemühungen um die Klärung der Altersfrage und zeichnet die hierzu aufgetretenen Fragestellungen und die daraus resultierenden Problematiken nach, wenngleich auch die entstehungsgeschichtliche Charakterisierung in diesem Zusammenhang eine eher sekundärere Position einnehmen wird. Und noch etwas macht die Ringe für die Wissenschaft so interessant: Sie ähneln in gewisser Weise den protoplanetaren Scheiben um andere junge Sterne, aus denen sich letztlich die Planeten des jeweiligen Systems herausbilden, sodass gegebenenfalls Mechanismen im Hinblick auf die noch weitgehend unverstandenen Detailabläufe bei der Planetenentstehung abgeleitet werden können.

     
     

    Die Voyager-Bilder von den Ringen überraschten zu jener Zeit nicht wenige, zeigten sie doch in beeindruckender Weise im geologischen Sinne taufrisch aussehende Strukturen.


    Augenscheinlich handelt es sich bei den schon in kleinen Teleskopen zu sehenden Hauptringen um kosmologisch gesehen junge Strukturen. Wie anders könnten sie beispielsweise noch immer so hell und unzerstört sein? Tatsächlich schienen Voyager-Bilder, die vor 25 Jahren erstmals das Ringsystem in höherer Detailgenauigkeit abbildeten, diese These zu stützen, und so war man sich lange über die grundsätzlich junge Natur der Saturnringe relativ sicher.

    Doch das Gegenteil scheint gleichwohl zuzutreffen, wie heute durchaus nachvollziehbar argumentiert wird. Trotz ihres jugendlichen Erscheinungsbildes begleiten die Ringe den Planeten möglicherweise weitaus länger, als man bislang vermuten mochte. Diese revidierte Sichtweise erhielt spätestens seit der Entdeckung des E-Rings − der durch den Mond Enceladus gespeist wird − verstärkt Nahrung. Seit jenen Tagen steht die Frage nach dem Alter und der Entstehungsgeschichte der Saturnringe wieder verstärkt auf dem Prüfstand.

    Seit dem vergangenen Jahr ist man sich nun relativ sicher, ein etwas anderes geschichtliches Bild der Ringe zeichnen zu können. Wie schon erwähnt, war es vor 25 Jahren erstmals Voyager vergönnt, einen genauen Blick auf das Ringsystem zu werfen. Die Bilder überraschten zu jener Zeit nicht wenige, zeigten sie doch in beeindruckender Weise im geologischen Sinne geradezu taufrisch aussehende Strukturen. Etwa 100 Millionen Jahre alt, mehr als 10 Mal jünger als der Saturn selber, so lautete seinerzeit die einhellige Einschätzung. Allerdings brachte bei genauerer Betrachtung die Jugend der Ringe auch eine harte Nuss mit sich, die es zu knacken galt. Denn wie konnte die aus kosmologischer Sicht gerade erst abgeschlossene Ausbildung des Ringsystems plausibel erklärt werden?

    Man diskutierte die Zertrümmerung eines Mondes durch einen gewaltigen Impakt, ein Gedanke übrigens, der in etwas modifizierter Form gerade wieder eine Art Revival erlebt, wenn es darum geht, die vermuteten Ringe um den Saturnmond Rhea zu erklären (Stichwort Mikrometeorite). Oder aber ein Komet sei auf seiner Reise durch das Sonnensystem zu nah an den Planeten geraten und durch dessen Schwerkrafteinfluss zerrissen worden. Doch endgültig geklärt werden konnte die Frage bis in die Neuzeit hinein nicht.

    Zu Beginn der Cassini-Mission sah es sogar so aus, als sollte die Annahme eines jungen Ringalters noch deutlich nach unten korrigiert werden müssen. Eines der mit Hilfe des UV-Imaging-Spektrografen im reflektierten UV gewonnenen Bilder zeigt einen repräsentativen Ausschnitt der Hauptringe, wenn man im Vorfeld unterstellt, dass die Ringstruktur eine zylindersymmetrische Charakteristik aufweist. Die Kodierung der Aufnahme weist Rot für Wasserstoffemissionen aus, die auch den Raum zwischen den einzelnen Ringen ausfüllen. Blau steht für das Spektrum des Wassereises; die geordneten Strukturen der Ringe treten auf diese Weise deutlich zu Tage. Ein Hinweis darauf, dass sie nicht mehrere hundert Millionen Jahre alt sein können.

    Da sich die einzelnen Ringpartikel in einem eigenen Orbit um den Planeten bewegen, kommt es zu Kollisionen untereinander. Bei manchen von ihnen vermutlich sogar mehrmals täglich. Würden Kollisionen in der beschriebenen Form jedoch über diesen Zeitraum hinweg stattfinden, so sollte eine deutliche Durchmischung der Farben Rot und Blau zu beobachten sein. Da dem offensichtlich nicht so ist, so schlussfolgerte man, existiert also eine Art unbekannter Mechanismus, der das Durchmischen der Farben verhindert beziehungsweise die beobachteten Strukturen aufrecht erhält. Oder aber, die Ringe sind nicht nur jung, sondern sogar sehr viel jünger als dies die Daten der damaligen Voyager-Mission vermuten ließen.

    Zu letzterer These passt auch gut eine Detailaufnahme, die einen Ausschnitt des A-Ringes zeigt. Im linken Bildbereich ist eine Art Stauchung der Ringpartikel zu erkennen, eine so genannte Dichtewelle. Quasi das Gegenteil dieser Dichtewelle schließt sich im rechten Bildteil an, in dem die Partikel einer Art Beugung oder Dehnung unterliegen. Beide Phänomene werden durch den Einfluss nahe stehender Monde verursacht und verleihen den Ringen eine äußerst dynamische Natur. Umso erstaunlicher, dass vor diesem Hintergrund eine so strikte Trennung in den Bildern nachweisbar war.

    Zu Zeiten von Voyager und weit darüber hinaus schrieb man also mehrheitlich das jugendliche Aussehen der Ringe ihrer vermeintlich kurzen Existenzgeschichte von maximal einigen Millionen Jahren zu. Erste Risse bekam die Annahme dann durch den Vergleich der Voyager- mit Cassini-Aufnahmen von einzelnen Ringabschnitten, die mitunter deutliche Unterschiede zueinander aufwiesen. Es musste also innerhalb der letzten 25 Jahre zu Veränderungen im Ringsystem gekommen sein. Weitere vor diesem Hintergrund angestellte Untersuchungen zeigten schließlich zur nochmaligen allgemeinen Überraschung nicht nur junge Merkmale innerhalb der Ringstrukturen, sondern tatsächlich eine ganze Bandbreite von ihnen, die in ihrer Gesamtheit mit der Annahme eines einzelnen Entstehungsevents unvereinbar sind. So ergab sich paradoxerweise die Situation, dass das jugendliche Aussehen der Ringe nicht durch eine jugendliche Altersannahme erklärt werden kann.

    Eine gewichtige Rolle in der Frage, warum sich manche Ringabschnitte so überaus jung darstellen, scheint die Interaktion einiger Monde mit den Ringen zu spielen, wie sie sich beispielsweise als strukturelle Verbindung bei den so genannten Hirten- oder Schäfermonden ausdrückt. Sie halten durch ihren gravitativen Einfluss einzelne Ringelemente beieinander.

    Darüber hinaus lassen sich gewisse "genetische" Verbindungen nachweisen, wonach das Baumaterial eines Rings direkt von einem (zerstörten) Mond abstammt, was zumindest in Form des E-Rings zwischenzeitlich auch belastbar bestätigt ist.

    Zur Annahme der genetischen Verbindungen veröffentlichten Joshua Coldwell und Larry Esposito von der University of Colorado vor einigen Jahren (1992) ein numerisches Modell, welches später als "Collisional Cascade" bekannt werden sollte. In diesem Modell beginnt man mit relativ großen Ausgangskörpern, sogar Monden, und lässt sie durch äußere Einflüsse oder Kollisionen untereinander zerbrechen. Jedes Zerbrechen des jeweiligen Ausgangskörpers hat die Bildung eines einzelnen Rings zur Folge. Diese Kaskade setzt sich weiter fort, bis schließlich nur noch Partikel in der Größe von Staubteilchen existieren.

    Coldwell und Esposito folgerten seinerzeit aus ihrem Modell Folgendes: Der Kaskadenprozess hätte das vorhandene Ringmaterial in wenigen 100 Millionen Jahren (maximal einem Zehntel des Alters des Sonnensystems) bis auf die Größe von Staubpartikeln heruntergebrochen. Vor dem entstehungsgeschichtlichen Hintergrund würde dies entweder den Abschluss des Ringentstehungsprozesses in der Frühzeit des Sonnensystems bedeuten, oder aber die Bildung der Ringe hätte erst zu einem sehr viel späteren Zeitpunkt einsetzen dürfen. Zu einer Zeit also, die uns in die Lage versetzt, diesem Prozess quasi live beizuwohnen. Bei einem Alter des Sonnensystems von 4,5 Milliarden Jahren also ein mehr als nur unwahrscheinlicher Zufall. Da die auf Grundlage des Kaskadenmodells weiter entwickelten Simulationen zeigten, dass bei einer abgeschlossenen Bildung des Ringsystems vor mehreren Milliarden Jahren die Ringe in ihrer heute beobachteten Form nicht mehr existieren würden, lauteten die beherrschenden Fragestellungen aus ihrem Modell über viele Jahre hinweg: Wann bildeten sich die Ringe, sind sie alt, oder jung? Und warum sollten wir gerade jetzt das Glück haben, ihre Entstehung mit beobachten zu können?

    Als Helfer in der Not entpuppte sich die Entdeckung des F-Rings. In ihm wird immer wieder die Bildung von Aggregaten und sehr kleiner Moonlets beobachtet, die jedoch eine hohe Mortalitätsrate aufweisen. Sie drückt sich im Verschwinden der Strukturen innerhalb nur eines Orbits aus. Während der Zeit, seit der F-Ring von Cassini in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen untersucht wurde, konnten insgesamt 13 verschiedene Events (Zusammenballungen und Verklumpungen) nachgewiesen werden, von denen eine ein möglicher Kleinstmond ist. Im Verlaufe verschiedener Besuche und Beobachtungszeiten konnte also das Entstehen und Vergehen von Objekten innerhalb des dünnen Rings zweifelsfrei dokumentiert werden, was nach aktuell gültiger Interpretation sicherlich eine Schlüsselstelle in der Beantwortung der Frage nach dem Ringalter darstellt.

     
     

    Man nimmt heute einen zerstörten Mond in der Frühphase des Sonnensystems als Ursprung der Saturnringe an.


    Denn durch Wiederverwertung des Ringmaterials ist es möglich, die Ringe potenziell länger lebensfähig zu halten. Zumindest im F-Ring sind nachgewiesenermaßen fortlaufend Bildungsprozesse von Klein- und Kleinstkörpern im Gange, die schnell vergehen und ihr aufgesammeltes Material wieder in die Ringstrukturen abgeben, ein nahezu perfekter Materiekreislauf, der dazu führt, dass sich die Ringe quasi aus sich selbst heraus erhalten. Genau hierin liegt letztlich der entscheidende Unterschied zu der 1992 veröffentlichten Collisional Cascade, in der auch das Zerstören von Körpern das Baumaterial der Ringe bereitstellt, die jedoch nicht wieder von einer Rekombination von Körpern im Ring ausgeht. In ihr kommt der "Zerbröselungsprozess" innerhalb einer relativ kurzen Zeitspanne zum Erliegen.

    Zwischenzeitlich sind längliche, kurzlebige Merkmale auch in den Hauptringen nachgewiesen worden − zu klein, um sie mit derzeitigen Mitteln direkt auszulösen. Diese in den Hauptringen vorkommenden Populationen werden aus historischen Gründen "Self Gravity Wakes" (SGWs) genannt. Grundsätzlich muss man also von einem weniger heterogenen Zustand der Ringe ausgehen, als man dies in der Vergangenheit getan hat.

    Man nimmt also heute − weitgehend akzeptiert − einen zerstörten Mond in der Frühphase des Sonnensystems als Ursprung der Saturnringe an. Vermutlich war ein Meteoriteneinschlag Auslöser der Zerstörung. Die auseinander gebrochenen Teile des Mondes bildeten einen Ring um den Planeten und zerkleinerten sich durch Kollisionen untereinander, vielleicht auch aufgrund weiterer äußerer Einflüsse, auf immer kleinere Skalen. Innerhalb der Ringe aber setzte und setzt der beschriebene Recyclingprozess ein, der zur Bildung neuer (Klein)-Körper führt, die im Laufe der Zeit wiederum zerstört werden.

    Darüber hinaus konnte in den letzten Jahren eine höhere Ringmasse als bisher angenommen nachgewiesen werden, sodass die Ringstrukturen durch andauernde Erneuerung von innen heraus über lange Zeiträume hinweg bestehen können und so auch nach 4 Milliarden Jahren noch immer jung und frisch aussehen.

    Sind die Ringe jetzt also alt, oder sind sie jung? Nun, die Antwort auf diese Frage lautet eindeutig: ja!

    Verwandte Links

  • TZN Raumfahrer.net: Cassini
    Sonderseite zur Saturnsonde der NASA.

  • In Space

    Lars-C. Depka berichtet von der aktuellen Saturnforschung.


     

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