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TZN

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"Wir alle atmen dieselbe Luft. Wir alle hoffen für die Zukunft unserer Kinder. Und wir sind alle sterblich."

 − John F. Kennedy
 −

Juli 2009

 

ISSN 1684-7385

Volume VI

Ausgabe 81 (#134)

 features

 

Kennedy & die 60er-Jahre

Neue Artikelserie

Der Einfluss von Trek auf die Gesellschaft

"Mom glaubt an mich"

"Terminator: Salvation"

Aufwändige Metallschlacht ohne Mut und Vision

Die Rückkehr zum Mond

Altes, neues All-Ziel

Ein detaillierter Blick auf die neuen NASA-Missionen

 

Vorwort

Die Ruhe nach dem Sturm


Liebe Leserinnen und Leser,

es ist ein wenig ruhiger geworden nach dem neuen "Star Trek"-Film. Die DVD ist für den 5. Oktober 2009 angekündigt, und endlich gibt es auch mal wieder neue Bücher und Comics. Die Preise für Uniformen scheinen jedoch nicht zu sinken... Aber apropos, wer mal wieder Lust auf einen unterhaltsamen Abend unter Gleichgesinnten hat, dem lege ich das FUNtastik Spezial am 11. Juli in Hamburg sehr ans Herz.

Ansonsten scheint Hollywood mal wieder auf dem Nostalgie-Trip zu sein, wenn man der Gerüchteküche Glauben schenken mag. Da soll es 2010 eine Kinoversion von "Das A-Team" geben, auch "Nummer 5 lebt" soll mit neuem Gesicht auf die Leinwand kommen, und "Predator" − diesmal ohne Arnie − wird vermutlich ebenfalls ein Revival erleben. Da kommt es mir manchmal fast so vor, als würde den Drehbuchschreibern nichts Neues mehr einfallen.

Viel Spaß beim Lesen!

Melanie Brosowski
Chefredakteurin

 
   

Inhalt

Die ganze Ausgabe auf einen Blick

Wieder im Warpflug!

Die Ära nach dem neuen "Star Trek"-Film.

"Star Trek" und die Geschichte − Teil 1

Die klassische Serie und die 60er-Jahre.

Das Trek-Dinner mit dreifachem Nachwuchs

"Star Trek"-Stammtisch Freiburg.

Die Ereignisse des Monats

Für deutsche Trek-Fans ein Muss: An Evening With Alice Krige in Deggendorf und in Hamburg.

Mordende Toaster und ein Fundi mit Messiaskomplex

Kritik zu "Terminator − Die Erlösung".

Rätselhafte Fälle − und kein Medieninteresse

Rückblick auf die Degufo-Frühjahrstagung 2009, Teil 2.

Neues vom Herrn des Dracula

Hörspiele "Das Schloss des weißen Lindwurms" & "Die obere Koje".

Das neuste Meisterwerk von David Fincher

DVD-Kurzrezension zu "Der seltsame Fall des Benjamin Button".

Kino-Guide Juli

"Transformers 2", "Ice Age: Dawn of the Dinosaurs" sowie "Harry Potter und der Halbblutprinz".

DVD-Guide Juli

"Die Reise zum Mittelpunkt der Erde", "The Spirit", "Passengers" und vieles mehr.

LRO und LCROSS suchen nach Wasser

Die NASA kehrt zum Mond zurück.

Impressum

Redaktion, Abonnement und Copyrights.

Wussten Sie, dass ...

... "Star Trek XI" mit weltweiten Einnahmen von derzeit 371 Millionen US-Dollar mittlerweile der erfolgreichste Trek-Film aller Zeiten ist?

... in der "Voyager"-Episode "Voller Wut" das erste Mal darauf hingewiesen wird, dass das Raumschiff manövrierunfähig ist, wenn es mit Warp fliegt?

... der Film, den sich Tom und B'Elanna in der "Voyager"-Folge "Verdrängung" ansehen, "The Creature of the Black Lagoon", auf Deutsch "Der Schrecken vom Amazonas", ist?



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Wieder im Warpflug!

Die Ära nach dem neuen "Star Trek"-Film

Die rote Materie von "Star Trek XI" hat gezündet. Nur wenige Kritiker befanden das Reset der Classic-Crew als gescheitert.

Und auch in Fan-Kreisen kommt der Jungfernflug in der neuen Zeitlinie gut an. Händler bestätigen, dass die Nachfrage nach Hemden, Phasern und Schiffsmodellen stark angestiegen ist. In TV, Presse und Radio wird sich wieder öfter − auch außerhalb von Promotion − auf Captain Kirk als Pop-Ikone bezogen. Der Absatz der remasterten Classic-TV- und -Kino-DVDs läuft so gut, dass ich hier oft vor leeren Mediamarkt-Regalen stehe. Gute Zeichen!

Auch in der Fan-Szene selbst kann ich − zumindest von der Starbase Hamburg aus − nur von solarem Aufwind sprechen! Die Teilnehmerzahlen bei unserem Dinner sind gestiegen. Und man redet endlich wieder ausführlich über "Star Trek". Über die letzten Filme und TV-Folgen hatte sich ja mehr und mehr erschöpftes Schweigen gelegt, aber nun ist der alte Enthusiasmus erneut zu spüren: Es werden wieder Uniformen getragen. Und das gute, alte Fan-T-Shirt gibt es also doch noch. So manch einer kramt sein Teil nun wieder hervor.

"Ich fühle mich wieder wie vor 20 Jahren", ist ein Ausspruch, den ich in letzter Zeit von vielen "Oldies" höre. Und auch die Jüngeren steigen gern ein, so scheint es mir, denn gerade aus der Altersgruppe um die 20 stoßen neue Fans zu uns. Die "Star Trek"-Macher scheinen gewonnen zu haben.

Der Auftrieb münzt sich im Fandom in Tatendurst um. Uns erreichen endlich wieder Zusendungen von schöner Fan-Art und auch tolle Texte. Auch lang schon nicht mehr gesehene Fans kehren zurück und klopfen an die Tür der Brücke. Prima! Wollen wir hoffen, dass dieses Klima lange anhält, und dass schon bald "Star Trek XII" einbeamt. Wichtig dabei: Der zweite Streifen der neuen Classic-Next-Generation muss unbedingt halten, was der erste Teil versprochen hat. Denn nicht nur in der Musik-Industrie heißt es: "Das zweite Album ist wichtiger als das erste!" Sonst wird es ein "One-Hit-Wonder"...

Weiterführende Links

  • Fantastik-Online.de: Science-Fiction, Fantasy und Horror/Mystery
    "Wir erschaffen neue Welten": Das neue Projekt von WARP-online-Gründer Thomas Kohlschmidt und seinen Kollegen.

  • "Star Trek XI"

    Hat sich die deutsche Fan-Szene nach dem neuen Film belebt? Wie haben die Fans auf diesen Streifen reagiert? Lesen Sie hier eine Kurzanalyse von Fandom-Experte Thomas Kohlschmidt.


     

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    "Star Trek" und die Geschichte − Teil 1

    Die klassische Serie und die 60er-Jahre

    "Star Trek" ist und war seit jeher ein Teil der Geschichte. Es selbst ging in den vergangenen 40 Jahren in die Annalen ein, brannte sich in das kollektive Gedächtnis der Menschheit und ist seit seinen frühesten Anfängen zu einem Teil der Popkultur geworden.

    Doch so sehr wie es mittlerweile seinen Einfluss auf die heutige Gesellschaft ausübt, so sehr war es doch auch von der Zeit, in der es entstand, selbst geprägt. Wie die Umstände in jenen Jahren waren, als "Star Trek" das Licht der Welt erblickte und wie diese sich in der klassischen Serie wiederfinden, soll dieser Teil der Artikelserie zum Mittelpunkt haben. Die 60er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts waren sowohl eine Zeit des Aufbruchs als auch der tiefen Spalten, in denen das zarte Pflänzchen "Star Trek" ursprünglich erblühte. Es war das Jahrzehnt des Kennedy-Phänomens, des Blicks nach vorne und der Hoffnung, dass sich die Menschheit zu ihrem Besseren wenden und die Konflikte, die die Welt zum damaligen Zeitpunkt beherrschten, hinter sich lassen würde, wenn man die ernüchternde Realität nur zu überwinden im Stande wäre.

     
     

    Kirk wurde als Verbeugung vor Kennedys Charisma und Wirkung auf die Menschen gesehen und spiegelte den damaligen Drang wider, in eine positive Zukunft zu starten.


    Die USA erlebten mit der Beginn der Präsidentschaft Kennedys einen neuen Aufbruchsdrang, obgleich der Kalte Krieg, das ständige Ringen zwischen Ost und West, die Welt in seinen Klauen hielt. 1962 schrammte man im Rahmen der Kubakrise knapp an einem Atomkrieg mit Russland vorbei und versuchte die Ungerechtigkeiten der Rassentrennung in den Griff zu bekommen. Die Bürgerrechtsbewegungen begannen verstärkt an Einfluss zu gewinnen und gipfelten im Marsch von Washington, auf welchem Martin Luther King seine wohl berühmteste Rede hielt: "I have a dream."

    Doch wenngleich an manchen Orten Optimismus herrschte, so gab es doch auch Schatten, dem noch viel dunklere Wolken folgen sollten. Der Vietnamkrieg entzweite die Öffentlichkeit, und die Ermordung Kennedys im Jahre 1963 ließ eine ganze Nation und die restliche Welt tiefe Trauer tragen. Es kommt nicht von ungefähr, dass "Star Trek" mit seiner Botschaft nach Hoffnung, Toleranz und Gleichberechtigung gerade in diesen Zeiten die Möglichkeit geboten bekam, eine friedvolle und bessere Zukunft präsentieren zu können, die ihren Widerhall in vielen Menschen fand. Kirk, mit seiner beherzten und jugendlichen Art, wurde als Verbeugung vor Kennedys Charisma und Wirkung auf die Menschen in jener Zeit gesehen und spiegelte den unnachahmlichen Drang wider, in eine positive Zukunft starten zu können. Abgesehen vom menschlichen Aspekt der Serie, der im Triumvirat Kirk, Spock und McCoy − dem Körper, dem Verstand und dem Herz − seinen unnachahmlichen Ausdruck verliehen bekam, war gerade die Technikbegeisterung − der Griff nach den Sternen − die zweite Triebfeder, die den Erfolg bei den Zusehern bedeutete.

    Fünf Jahre nachdem John F. Kennedy in einer Rede vor dem Kongress der Vereinigten Staaten den Wunsch ausdrückte, noch vor dem Ende dieses Jahrzehntes eine bemannte Mondmission zu ermöglichen, und drei Jahre, bevor es Apollo 11 tatsächlich gelang, diesen Traum zu erfüllen, drang ein Raumschiff bereits in Welten vor, die noch nie ein Mensch zuvor gesehen hatte. Mit einer nach vorne blickenden und geeinten Menschheit.

    "Star Trek" hatte eine besondere Wirkung zu seiner Zeit. Wie sehr, kann man nur nachvollziehen, wenn man sich unsere eigene reale Geschichte zu Gemüte führt. Nur elf Jahre nachdem Rosa Parks wegen zivilem Ungehorsam angeklagt wurde, weil sie sich als Afroamerikanerin weigerte, für einen weißen Fahrgast ihren Sitzplatz zu räumen, gab eine farbige Kommunikationsoffizierin weißen (und auch männlichen) Besatzungsmitgliedern Befehle und sorgte für den ersten Kuss zwischen diesen beiden Bevölkerungsgruppen im amerikanischen Fernsehen, obgleich die Rassendiskriminierung noch immer an der Tagesordnung war. Während sich Amerika und Russland im Kalten Krieg gegenüberstanden und sich einen Wettlauf in Technik und Vorherrschaft lieferten, tat ein Russe zusammen mit Amerikanern, Asiaten und Europäern seinen Dienst an Bord eines Schiffes der Vereinigten Föderation der Planeten, in denen die Menschheit nur eine von vielen Spezies war.

    Bereits drei Jahre nach ihrem Start musste die Enterprise wieder ihren Heimflug antreten und verließ die Bildschirme im Jahre 1969 − kurz bevor Neil Armstrong seinen berühmtesten Satz sagen konnte: "Dies ist ein kleiner Schritt für einen Menschen ... ein ... großer Sprung für die Menschheit." Doch genauso wie sich die Menschheit weiterentwickelte, so kehrte auch "Star Trek" wieder. Größer und nachhaltiger. Dazu aber mehr im zweiten Teil, in der nächsten Ausgabe.

    "Welchen Frieden suchen wir? Ich spreche vom aufrichtigen Frieden. Vom Frieden, der dem Leben auf der Erde einen Wert gibt. Nicht nur Frieden in unserer Zeit, sondern für alle Zeit. Unsere Probleme sind von Menschen gemacht und können deshalb von Menschen gelöst werden. Denn letzten Endes ist unsere tiefe Gemeinsamkeit, dass wir alle diesen kleinen Planeten bewohnen. Wir alle atmen dieselbe Luft. Wir alle hoffen für die Zukunft unserer Kinder. Und wir sind alle sterblich." − John F. Kennedy

    Weiterführende Links

  • TrekZone Network Archiv
    Link zum Prolog der Artikelserie.

  • Trek-Zone

    "Star Trek" ist mehr als eine Science-Fiction-Serie aus den 60ern. "Star Trek" ist die Vision Gene Roddenberrys. "Star Trek" ist ein Lebensgefühl... Was "Star Trek" sonst noch ist, lesen Sie in einem Artikel von Christian Vajda.


     

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    Das Trek-Dinner mit dreifachem Nachwuchs

    "Star Trek"-Stammtisch Freiburg

    Kurz vor Weihnachten 1994 entschlossen sich zwei Freiburger "Star Trek"-Fans, in einem Brief Gleichgesinnte zu einem Stammtisch, landläufig auch Trek-Dinner genannt, zu bewegen. Die Adressen sammelten sie bei diversen Fanclubs.

    Am 10. Februar 1995 trafen sich schließlich zehn Fans, und der Stammtisch wurde gegründet (eines der Gründungsmitglieder ist noch heute regelmäßig dabei!). Man traf sich anfangs einmal, dann jeden ersten und dritten Freitag im Monat in verschiedenen Lokalitäten, um schließlich zu einem vierzehntägigen Rhythmus zu finden. (Dass eine der von uns frequentierten Gaststätten unter unserer Ägide pleite ging − dafür übernehmen wir keine Verantwortung!)

    Ein "Highlight" dieser frühen Jahre war 1995 ein Auftritt in den "Montagsmalern", wo die Freiburger Delegation gemeinsam mit Eva Pflug (unter anderem bekannt als GSD-Sicherheitsoffizierin Leutnant Tamara Jagellovsk aus der Fernsehserie "Raumpatrouille Orion") ein Team bildete. Nach einer gewonnenen Generalprobe scheiterte man leider in der Aufzeichnung der Sendung an einem "Wasserkessel" und schied knapp aus.

    Ein zweites großes Ereignis war ein von Stammtisch-Mitgliedern im Jahr 1996 produzierter dreiminütiger Fanfilm, der im Rahmen der "30 Jahre 'Star Trek'"-Feier auf Sat.1 ausgestrahlt wurde und auch einen Preis gewann. Pläne, als Nächstes einen aufwändigen, dreiviertelstündigen Spielfilm zu drehen, scheiterten dann aber an technischen und finanziellen Widrigkeiten.

    In diesem Jahr fand, wohl zur mentalen Vorbereitung auf die Premiere von "Star Trek: Der erste Kontakt", in einem der hiesigen Kinos eine große "Star Trek"-Filmnacht statt, die dem Stammtisch, der dort Werbung betreiben durfte, etliche neue Mitglieder bescherte. Zwei Artikel in der Lokalzeitung, die erstaunlicherweise weniger tendenziös ausfielen als Beiträge über Trekkies gern zu sein pflegen, sorgten für weiteren Zulauf. Im Dezember folgte dann ein gemeinsamer Besuch des neuen Films.

     
     

    Prominenten Besuch erhielten wir 1998 von Trek-Buchautorin Diane Duane.


    Ende 1997 fanden wir schließlich unsere jetzige Bleibe, wo man uns bis zum heutigen Tage trotz Besitzer- und Namenswechsels mit bemerkenswerter Geduld und Toleranz bewirtet.

    Prominenten Besuch erhielten wir 1998 von Diane Duane (Autorin diverser "Star Trek"-Bücher, unter anderem der "Rihannsu"-Reihe, "Spock's World", "Dark Mirror" und so weiter, sowie Ehefrau von Peter Morwood, der für den großartigen TOS-Roman "Rules of Engagement" verantwortlich zeichnet), die uns über das Internet gefunden hatte und uns dann einen denkwürdigen Abend lang mit einer Auswahl an Anekdoten aus dem Universum der Profi-Trekker unterhielt.

    Ende 1998 besuchten wir außerdem en bloc und − für uns eher unüblich − sogar teilweise im Kostüm die Mitternachtspremiere von "Star Trek: Der Aufstand". Bei der Vorführung von "Star Trek Nemesis" 2002 schließlich wurde der Stammtisch dann von einer etwas kleineren Delegation vertreten. Beim diesjährigen Start des elften "Star Trek"-Films teilte sich der Stammtisch in zwei Gruppen auf: Die eine besuchte die deutsche Fassung, während die anderen die Möglichkeit nutzten, kurz darauf das englische Original zu sehen.

    Mittlerweile hatte die stammtischeigene Zeitschrift "Subspace" das Licht der Welt erblickt, zunächst (1996) in Form einer ungehefteten, im A3-Format gedruckten und dann gefalteten Nullnummer, die sich dann durch eine Reihe von Inkarnationen zu einem stattlichen gebundenen 42-Seiten-Magazin weiterentwickelte. In ihrer "Reifeform" enthielt eine durchschnittliche Ausgabe Rezensionen, Berichte, Essays, Aktuelles und Bilder zu so ziemlich allen Themen aus Science-Fiction, Mystery und Fantasy sowie manchmal einen lose eingelegten Fan-Fiction-Beitrag. Aus einer Reihe von Gründen − berufliche Anforderungen, Terminprobleme, ... − stellte das Magazin dann nach Ausgabe 17 sein Erscheinen ein.

    Zu diesem Zeitpunkt ging es beim Stammtisch längst nicht mehr ausschließlich um "Star Trek" (wobei das Thema nach wie vor für angeregte Diskussionen sorgt), sondern um fast alles, was das aktuelle Kino- und Fernsehprogramm an passendem Gesprächsstoff hergab, mit gelegentlichen Ausflügen in andere Gefilde − Fußball, Lokalpolitik, Leben, Universum und der ganze Rest.

     
     

    Sogar ein überzeugter "Nicht-Trekker" schaut in größeren Abständen bei uns vorbei.


    Es ist eine Mischung, die sich bis heute bewährt hat. Zu Spitzenzeiten konnten bei einem einzigen Stammtisch 25 Leute auftauchen; allerdings gab es auch Durststrecken, während derer nur noch ein beinharter Kern von vier bis fünf "Regelmäßigen" die Fahne hochhielt. Momentan hat sich die durchschnittliche Teilnehmerzahl auf acht bis zwölf eingependelt, in wechselnden Zusammensetzungen, und sogar ein einsamer, aber überzeugter "Nicht-Trekker" schaut in größeren Abständen bei uns vorbei. Das Geschlechterverhältnis ist ausgewogen, und was Alter und Tätigkeit angeht, war (und ist) von 16 bis 60, vom Schüler bis zum Altstadtrat schon alles vertreten. Paare fanden (und trennten...) sich und Ehen wurden geschlossen (und geschieden...), und auch "The Next Generation" ist in Form von mittlerweile drei Stammtisch-Babys vertreten.

    Gelegentlich bekommen wir Besuch von anderen Stammtischen und Trek-Dinnern, etwa aus Basel und anderswo. Bei den Baslern haben auch wir schon manchmal als größere Gruppe vorbeigeschaut, und einzelne Stammtischmitglieder halten den Kontakt mit den anderen Städten aufrecht.

    Inzwischen haben wir auch wieder eine offizielle Stammtisch-Site, auf der man alle wichtigen Daten zu unseren Treffen nachlesen kann, zu finden unter www.startrek-stammtisch.de. Wir freuen uns immer über Besucher und Neuzugänge, und wir erwarten zu diesem Besuch weder einen Hochschulabschluss in Trekologie noch die Preisgabe intimster persönlicher Details in ausführlichen Listen − nur um eins würden wir bitten: Sagt uns (die Website machts möglich) vorher Bescheid, damit wir jedem einen Sitzplatz im Lokal garantieren können.

    Weiterführende Links

  • "Star Trek"-Stammtisch Freiburg
    Infos, Termine und mehr zum Fan-Treffen.

  • Trek-Dinner

    In dieser Artikelreihe möchten wir Trek-Dinnern die Gelegenheit geben, sich und ihre Mitglieder sowie Aktivitäten vorzustellen. Ein Gastbeitrag von Susanne und Sybille vom "Star Trek"-Stammtisch Freiburg.


     

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    Die Ereignisse des Monats

    Juli 2009

    Die Trek-Highlights der nächsten vier Wochen im Überblick.

    Trek-Kalender

     
     

    Montag

     

    Dienstag

     

    Mittwoch

     

    Donnerstag

     

    Freitag

     

    Samstag

     

    Sonntag

     
     
               01.Juli    02.Juli    03.Juli    04.Juli    05.Juli  
             

    Geburtstag
    Dominic Keating
    (Malcolm Reed)

             
       06.Juli    07.Juli    08.Juli    09.Juli    10.Juli    11.Juli    12.Juli  
       

    Geburtstag
    Vaughn Armstrong
    (Admiral Forrest)

       

    Geburtstag
    Linda Park
    (Hoshi Sato)

     

    Convention
    Shore Leave
    (3 Tage)
    Infos

         
       13.Juli    14.Juli    15.Juli    16.Juli    17.Juli    18.Juli    19.Juli  
     

    Geburtstag
    Patrick Stewart
    (Jean-Luc Picard)

             

    Convention
    An Evening With Alice Krige
    (Deggendorf)
    Infos

       
       20.Juli    21.Juli    22.Juli    23.Juli    24.Juli    25.Juli    26.Juli  
         

    Geburtstag
    Louise Fletcher
    (Kai Winn)

         

    Convention
    An Evening With Alice Krige
    (Hamburg)
    Infos

     

    Geburtstag
    Nana Visitor
    (Kira Nerys)

     
       27.Juli    28.Juli    29.Juli    30.Juli    31.Juli          
     

    Geburtstag
    Wil Wheaton
    (Wesley Crusher)

     

    Buch
    Olivia Woods:
    "Deep Space Nine: The Soul Key"
    Bestellen

     

    Geburtstag
    David Warner
    (Kanzler Gorkon)

       

    Convention
    The Official "Star Trek" Convention (East Coast)
    (3 Tage)
    Infos

             
     


     

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    Mordende Toaster und ein Fundi mit Messiaskomplex

    Kritik zu "Terminator − Die Erlösung"

    Er ist zurück! Nein, nicht Terminator alias Arnold Schwarzenegger, sondern Marcus Wright, der im Jahre 2018 umherirrt und sich fragt, ob er einfach nur zu viel Drogen konsumiert hat, denn das Letzte, an das er sich erinnern kann, ist der Vollzug seiner eigenen Todesstrafe. Ist Marcus in der Hölle gelandet oder ist der Dritte Weltkrieg ausgebrochen? Was auch immer geschah, es scheint, er bekommt seine letzte Chance. Die Chance auf Erlösung.

    Kritik

    "Terminator − Salvation" dürfte bei Genrefans zu den absoluten Highlights dieses Jahres gehören. Die Vorfreue war enorm, die Erwartungen gewaltig und die Angst, Regisseur McG (Joseph McGinty, "Drei Engel für Charlie") könne nicht in die Fußstapfen von James Cameron treten, durchaus berechtigt. Natürlich ist es schwer, sich mit einem Regisseur zu messen, der mit einem simplen B-Movie mal eben einen ungemein stimmigen Kultfilm erschaffen, mit "Terminator 2" den vielleicht besten Actionstreifen der 80er-Jahre kreiert, mit "Aliens" die womöglich beste Fortsetzung einer Filmreihe gedreht und mit "Titanic" zweifellos den erfolgreichsten Streifen der Welt auf Zelluloid gebannt hat. Die gute Nachricht: McG kann durchaus in die Fußstapfen von James Cameron treten. Die Schlechte: Er kann sie nicht einmal ansatzweise ausfüllen.

     
     

    "Meine Mom hat gesagt, ich werde der Chef der Widerstandsbewegung."


    Das Potenzial ist ohne Frage vorhanden und blitzt während des ganzen Films immer mal wieder durch. Meist ungenutzt. Am schlimmsten trifft dies auf John Connor (Christian Bale, "The Dark Knight") zu. In den drei vorangegangenen Teilen wurde J.C. zur Widerstandsikone hochstilisiert, zum starken, charismatischen Führer, Kämpfer und Strategen. Ihm werden die Menschenmassen folgen, zu ihm werden sie nach dem Fallout aufschauen. Und warum? Weil er die Massen mit Geschick umgarnen oder sie mit ausgeklügelten taktischen Manöver überraschen kann? Oder weil er mit eleganten Reden oder heldenhaften Taten beeindruckt? Die Antwort sieht etwa so aus:

    Widerstandskämpfer: "Okay, du Held, nun sagt mal, was dich zum Anführer prädestiniert."
    J.C.: "Meine Mom hat mich zum Kämpfer ausgebildet."
    Widerstandskämpfer: "Ach ne, cool. Und warum sollst du unser Anführer sein?"
    J.C.: "Meine Mom hat gesagt, ich werde der Chef der Widerstandsbewegung. Obschon sie tot ist, gibt sie mir immer noch Tipps. Auf Kassette. Ihre Bänder höre ich mir täglich an."
    Widerstandskämpfer: "Super, aber warum willst du unser Anführer sein?"
    J.C.: "Weil meine Mom und ich glauben, dass ich zum Anführer geboren bin."
    Widerstandskämpfer (leicht genervt): "Also warum soll ich dir denn nun folgen?"
    J.C: "Hör zu, du musst mir einfach glauben, ich weiß, was ich tue."
    Widerstandskämpfer: "Und was wirst du tun?"
    J.C.: "Glaub mir, du wirst nicht glauben, was ich tun werde."
    Widerstandskämpfer: "WAS wirst du denn tun?"
    J.C.: "Vertrau mir einfach, ich glaube, ich werde es schaffen. Folge mir, wenn du leben willst."
    Widerstandskämpfer: "Aber..."
    J.C.: "Nichts aber ... hey, glaub einfach an J.C., deinen Retter."
    Widerstandskämpfer: "J.C.? Du meinst Jesus Christus?"
    J.C.: "Äh ... nein, an mich. John Connor."
    Widerstandskämpfer: "Ich muss also wählen zwischen mordenden Toastern und einem durchgeknallten Fundi mit Messiaskomplex?"

    (Erboste "Terminator"-Fans richten ihre Protestschreiben bitte an leserbriefe@trekzone.de, herzlichen Dank.) Ja, gut, natürlich übertreibe ich, aber es ist bezeichnend für diesen Film, dass er seine ganze Kraft nur aus seinen Vorgängern bezieht. Connor wirkt dank des stets souverän agierenden Christian Bale immer noch großartig, aber warum Connor nicht besser zu argumentieren weiß, wissen wohl nur die Drehbuchautoren, die offensichtlich zu bequem waren, sich damit richtig auseinander zu setzen. Dies ist besonders ärgerlich, da Connor kein Antagonist zur Seite gestellt wird, wie in den anderen Filmen. Der Held misst sich mit dem Schurken, und je gefährlicher und gerissener dieser auftritt, desto einprägsamer und großartiger wirkt der Held. Hier gibt es keinen Terminator wie Schwarzenegger (zumindest fast nicht), keinen wie Robert Patrick und keine Terminatrix, nur Maschinen, die nichts weiter sind als Kanonenfutter, mal kurz auftauchen und kaputtgehen. Und wer nun Michael Ironside als lächerlichen U-Boot-Captain als Gegenargument einbringen möchte ... das ist kein echter Gegenspieler, das ist das Klischeebild eines stumpfsinnigen B-Movie-Charakters.

     
     

    Dem Film fehlt das Entscheidende.


    Das Traurige an der Sache ist, dass die Effekte wirklich fantastisch sind, die Action phänomenal und die Akteure, allen voran Christian Bale, Sam Worthington (merken Sie sich dieses Gesicht!) und "Star Treks" neuer Chekov Anton Yelchin einen tollen Job erledigen. Klar, das zerstörte L.A. wirkt etwas unglaubwürdig und manche Sets sind aus Sicht von Skynet völlig unlogisch, aber egal, rein optisch ist der Film eine Wucht, nur sollte sich eben jeder Zuschauer fragen, ob ihm dies reicht. Klar, wer erwartet in einem Nonstop-Action-Film schon eine tolle Story? Ich, und Sie sollten das auch. Nur weil die Masse solcher Filme im Durchschnitt hirnlose, immergleiche 08/15-Kost ist, muss dies ja nicht auch auf ein einst so großartiges Franchise zutreffen. Als würde McDonalds zukünftig übel schmeckende BigMacs verkaufen mit der Begründung, es würde ja wohl niemand von Fastfood eine gute Qualität erwarten, Hauptsache die Burger sehen gut aus.

    Und seien wir doch mal ehrlich: Wenn Sie 200 Millionen Dollar in eine Geschichte stecken würden, würden Sie nicht dafür sorgen, dass diese gut ist? Clever konstruiert, mit überraschenden Wendungen und einem dramatischen Höhepunkt? Dem Film fehlt das Entscheidende. Als würde man ein Musical verfilmen und den Ton vergessen. Was nützt die beste Action, wenn plötzlich ziemlich dämliche Logiklöcher den Film torpedieren? "Terminator" war eben doch etwas mehr als nur hirnlose Action. Beispielsweise hatte man in Sarah Connor einen fantastischen weiblichen Charakter. Hier? Eine Schwangere, die nur brav in der Gegend steht und besorgt dreinblickt. Und eine Pilotin, wie sie reißbrettartiger nicht sein könnte. Vielleicht sollte man den Streifen tatsächlich umgehen und auf den Director's Cut warten, der die unzähligen geschnittenen Szenen wieder in den Film einfügt.

    Fazit

    Als reiner Actionfilm toll, als "Terminator"-Streifen eine mittlere Enttäuschung, obwohl vieles durch die reine Präsentation wettgemacht wird. Schade nur, dass Hollywood wieder einmal versucht, es allen recht zu machen. Der kleinste gemeinsame Nenner macht aus einer düsteren, brutalen Erwachsenen-Filmreihe einen geschnittenen, seelenlosen, formelhaften PG-13-Actionfilm für die breite (vor allem junge) Masse. Schwache Charaktere, fade Story, dümmliche Ideen. Logiklöcher so groß wie Schwarzeneggers Ego. Kein Mut. Keine Vision.

    Zwei weitere Teile werden diesem hier folgen. In denen geht es dann wieder zurück in die Vergangenheit beziehungsweise unsere Gegenwart. Wer bei so viel Originalität mit den Augen rollt, wird "Terminator: Salvation" nicht wirklich mögen.

    Produktion


    Regie McG

    Drehbuch Michael Ferris, John D. Brancato

    Darsteller Christian Bale (John Conner)
    Sam Worthington (Marcus Wright)
    Anton Yelchin (Kyle Reese)

    Kinostart läuft bereits in den Kinos

    SF-Zone

    Sechs Jahre haben die Fans auf einen neuen "Terminator"-Film warten müssen. Ob es sich gelohnt hat, verrät Ihnen Randolph Sutter.


     

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    Rätselhafte Fälle − und kein Medieninteresse

    Rückblick auf die Degufo-Frühjahrstagung 2009, Teil 2

    Vom 25. bis 26. April fand im Erfurter Airport-Hotel die diesjährige Degufo-Frühjahrstagung statt. Es war wieder einmal ein interessantes Wochenende, an dem neben den Vorträgen auch Projektvorschläge diskutiert und neue Kontakte geknüpft werden konnten.

    Im letzten Abschnitt ging es um die Kommunikation mit den außerirdischen Besuchern, die in der Regel auf telepathischem Wege stattfände. Die Grey sollen kaum Körpersprache beherrschen, sondern ihre Gefühle und Gedanken per Bilder, selten auch in Worten, direkt mittels Telepathie übermitteln. Weiterhin sollen die Grauen Suggestion anwenden, wie Fremdsteuerung und das Vermitteln plötzlicher Müdigkeit. Auch Camouflage zähle zu ihrem Repertoire, was so viel bedeutet, dass sie ein falsches Bild von sich vermitteln. Zum Beispiel sollen sie manchen Menschen schon als Tiere oder religiöse Figuren erschienen sein.

    Nach der Mittagspause folgte ein wissenschaftlicher Vortrag von Illobrand von Ludwiger. Zunächst verdeutlichte er noch einmal den Unterschied zwischen UFO im engeren Sinne und einem unidentifizierten Flugobjekt, welche in den USA als UAP (Unidentified Aerial Phenomena) bezeichnet werden. Von Ludwiger, seines Zeichens diplomierter Astrophysiker und jahrelang als Physiker sowie Systemanalytiker in der Luft- und Raumfahrtindustrie tätig gewesen, beklagte die Ignoranz der Wissenschaft gegenüber dem UFO-Phänomen. UFOs im eigentlichen Sinne müssten auf wissenschaftlicher Basis erforscht werden.

    Weiterhin vertrat er die Ansicht, die Vertuschung von UFOs durch Militär und Geheimdienste sei politisch motiviert. So blieben diverse offizielle Hearings sowie der französische Cometa-Report ohne nennenswerte Wirkung. Die Aliens auf der anderen Seite würden sich der bisherigen Erfahrung nach nicht von selbst zu erkennen geben, was die Sache nicht einfacher mache.

    Von Ludwiger kritisierte zudem das Vorgehen von Skeptikern wie der CENAP, die Fälle vorschnell abschließen und keine wirklichen Untersuchungen durchführen. Es gäbe durchaus Fälle von physikalischen Spuren, die vor Ort von Chemikern, Physikern, Biologen, Mathematikern und Radartechnikern untersucht werden müssten. Zur Veranschaulichung präsentierte von Ludwiger einige Radardaten, wobei er die klaren Unterschiede zwischen Flugzeugen, Vogelschwärmen, Leichtfliegern, Metallstaub und UFOs im eigentlichen Sinn hervorhob. Zudem verwies er auf Übereinstimmungen zwischen UFO-Sichtungen und Radardaten, die nicht ignoriert werden können.

    Dieser ausführlichen Veranschaulichung von wissenschaftlichen Beweisen folgte ein Vortrag über den Stand der UFO-Forschung durch Marius Kettmann von Mufon-CES. Dieser unterteilte UFOs zunächst in die Gruppen A für UFOs mit festen Strukturen, B für kugelförmige Lichter und leuchtende Massen sowie C für paranormale Lichter.

     
     

    Die UFO-Forschung gestalte sich als schwierig, da UFOs in der Regel einfach davonfliegen und daher nicht direkt untersucht werden können.


    Die UFO-Forschung gestalte sich dabei als schwierig, da UFOs in der Regel einfach davonfliegen und daher nicht direkt untersucht werden können. Aber sie hinterlassen gelegentlich Landespuren, Strahlungen, Verletzungen an Menschen, biologische Effekte wie Kornkreise sowie elektromagnetische Wechselwirkungen, die durchaus wissenschaftlich untersucht werden können.

    Marius Kettmann verwies dabei auf den Trans-en-Provence-Fall von 1981 in Frankreich. Bei diesem gab es nicht nur einen Zeugen einer UFO-Landung, sondern auch entsprechende Landespuren, deren Untersuchung durch die Forschungsgruppe Gepan eindeutige Hitzeeinwirkung sowie eine vorzeitige Alterung der Pflanzen ergab. Skeptiker verweisen heute zwar auf Bauarbeiten in der Nähe des Vorfalls, diese fanden jedoch erst Jahre später statt und fallen daher als Erklärung weg.

    Kettmann führte weiterhin den Cash-Landrum-Fall vom 29. Dezember 1980 in den USA an, bei dem ein bis heute unidentifiziertes Objekt direkt über einer Straße schwebte und drei Personen verstrahlt wurden. Eine der Betroffenen, Betty Cash, die die höchste Strahlendosis abbekommen hatte, verstarb wenige Jahre später an Hautkrebs. Interessant bei diesem Fall ist weiterhin, dass Militärhelikopter das Objekt verfolgt hatten, was von mehreren unabhängigen Zeugen bestätigt wurde. Das Militär stritt diesen Einsatz jedoch ab. Ob es sich um ein außerirdisches Raumschiff oder um ein militärisches Testobjekt handelte, ist bis heute unklar.

    Als nächsten Fall schilderte Kettmann die Greifswaldlichter von 1990 über Mecklenburg-Vorpommern. Skeptiker behaupteten, es hätte sich dabei um Leuchtspurmunition gehandelt, was jedoch aufgrund der viel zu langen Brenndauer als Erklärung ausscheidet, zumal das Militär entgegen der Skeptikermeinungen zur fraglichen Zeit keinerlei derartige Einsätze durchgeführt hatte. Die Greifswaldlichter wurden von mehreren Personen gefilmt.

    Ein besonderer Fall waren zweifelsohne die Triangel-Sichtungen von 1989 bis 1994 über Belgien, für die es unzählige Zeugen, viele Fotos und sogar Radaraufzeichnungen gibt, die von der belgischen Luftwaffe zu Forschungszwecken freigegeben wurden. Ebenso spektakulär war ein Fall vom 14. September 1971, bei dem auf einem offiziellen Kartierungsflug der Regierung von Costa Rica eine gigantische dreidimensionale Scheibe fotografiert wurde. Zur gleichen Zeit hatte es am Boden eine Sichtungswelle mit mehreren Zeugen gegeben.

    Nachdem Marius Kettmann über die Realität von UFOs aufgeklärt hatte, folgte als letzter Redner Robert Fleischer, Koordinator der deutschen Initiative für Exopolitik. Er konnte mit einem Bericht über die letzte, von Steven Bassett organisierte X-Conference in Washington, D.C. aufwarten, an der er persönlich teilgenommen hatte.

    Im ersten Teil ging er auf die Forschungsergebnisse von Dr. Roger Leir ein, der 15 rätselhafte Implantate aus Opfern des Entführungsphänomens entfernte und untersuchen ließ. Ein 3,5 Millimeter großes Implantat sendete dabei sogar elektromagnetische Wellen aus, was für einen künstlichen Ursprung spricht. Es gab keine Eintrittsnarbe und keinerlei Abstoßungserscheinungen, was für die moderne Medizin ein wahrer Quantensprung wäre. Die äußere Schicht stellte sich als extrem harte organische Hülle heraus, unter der sich Nanoröhren aus Kohlenstoff verbargen. Aufgrund der ungewöhnlichen chemischen Zusammensetzung sei das Implantat mit 95-prozentiger Wahrscheinlichkeit nicht irdischen Ursprungs und stelle möglicherweise ein funktionales Gerät zur Überwachung von Abductees dar.

     
     

    Major Milton Torres wurde zum Schweigen gezwungen, indem man drohte, ihm seine Fluglizenz zu entziehen.


    Als Nächstes sprach Fleischer über Major Milton Torres, der am 20. Mai 1957 vom US-Militär den Befehl erhalten hatte, ein UFO abzuschießen. Er wurde laut Torres zum Schweigen gezwungen, indem man drohte, ihm seine Fluglizenz zu entziehen. Erst heute, nach seiner Pensionierung, konnte Torres sein Schweigen brechen und sprach von der unglaublichen Manövrierfähigkeit des flugzeugträgergroßen Objektes, welches mit einer zur damaligen Zeit unglaublichen Geschwindigkeit von Mach 10 entkam.

    Ebenfalls interessant war der Bericht über den Apollo-Astronauten Edgar Mitchell, der auf der X-Conference über den Roswell Crash sprach, dessen Zeugen er teilweise persönlich kannte. Mitchell kritisierte weiterhin die gut dokumentierte Vertuschungskampagne und sprach über die Notwendigkeit der menschlichen Expansion in den Weltraum. Sein Ziel ist es dabei, dass die Menschheit sich in die galaktische Gemeinschaft integriert.

    Abschließend stellte Robert Fleischer einige wichtige Fragen für die Menschheit auf. Ist unsere Realität komplexer als die von uns wahrgenommenen vier Dimensionen? Und wie gehen die Außerirdischen miteinander um? Er resultierte, dass "wir es uns nicht leisten können, das Thema weiterhin zu ignorieren" und forderte eine Evolution des menschlichen Bewusstseins.

    Im Anschluss an die Veranstaltung hatte ich einmal mehr Zeit, mit Teilnehmern der Tagung zu sprechen und "Die neue Feldordnung" auf DVD zu erwerben − eine Nuoviso-Dokumentation über Kornkreise, die aufgrund ihrer wissenschaftlichen Herangehensweise sehr zu empfehlen ist.

    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Degufo-Frühjahrstagung 2009 ein voller Erfolg war. Die Vorträge waren interessant und abwechslungsreich, die Teilnehmerzahl war deutlich höher als im letzten Jahr und es ergaben sich einige interessante Gespräche. Zu kritisieren bleibt lediglich das kaum vorhandene Interesse der Medien. Außer einer Kamera der deutschen Initiative für Exopolitik und meiner Wenigkeit schien sich kein Fernsehreporter oder Journalist ins Airport Hotel Erfurt verirrt zu haben. Aufgrund des zunehmenden öffentlichen Interesses ist dieser Umstand sehr bedauerlich.

    Weiterführende Links

  • Degufo.de
    Website des Degufo e.V.

  • Exonews.de
    Exonews-Bericht mit Video.

  • Tilma von Guadalupe
    Website von Lars A. Fischinger.

  • Abduction.de
    Webauftritt der Abductees.

  • Exopolitik.de
    Website der deutschen Initiative für Exopolitik mit zahlreichen Videos der Degufo-Tagung.

  • UFOs, Aliens,
    fremde Welten

    Shinzon Darhel berichtet von den spannendsten Ereignissen auf der diesjährigen Degufo-Frühjahrstagung.


     

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    Neues vom Herrn des Dracula

    Hörspiele "Das Schloss des weißen Lindwurms" & "Die obere Koje"

    Geschichten aus den Jahren 1860 und 1899, eine davon von "Dracula"-Schöpfer Bram Stoker, warten auf Hörspiel-Begeisterte.

    "Das Schloss des weißen Lindwurms": Originelle Erzählung

    Adam Salton wird 1860 von Australien nach England geholt. Sein Großonkel und zugleich einziger lebender Verwandter lädt ihn auf sein Anwesen Lesser Hill ein. Adam folgt dem Ruf seines Großonkels Richard. Die beiden sind sich auf Anhieb sympathisch und Adam entscheidet, für immer in England zu bleiben.

    Als Adam Bekanntschaft mit der entzückenden Mimi Watford schließt und sich auf der Stelle in sie verliebt, scheint sein Glück perfekt. Doch schon bald wird Adam mit der Realität konfrontiert. Ein Nebenbuhler macht ihm Mimi streitig. Und als wäre das nicht schlimm genug, findet er heraus, dass im Nachbaranwesen seltsame Dinge vor sich gehen. Sir Nathaniel de Salis, ein Freund von Richard, erzählt Adam, dass einst dunkle Riten in der Gegend zelebriert wurden und die Bewohner eine Affinität zu Lindwürmern besaßen. Die geheimnisvolle Herrin des Nachbaranwesens sucht plötzlich die Gesellschaft von Mimi. Adam ist zutiefst besorgt − und das nicht ohne Grund.

    "Das Schloss des weißen Lindwurms" ist eine fantastische Erzählung von Bram Stoker, erschienen, die sich durchaus mit seinem Meisterwerk "Dracula" messen kann. Spielen auch hier Tugend und Moral eine wichtige Rolle, kommt die Spannung dennoch nicht zu kurz. Es ist keine heitere Liebesgeschichte, die uns aufgetischt wird, sie ist voll dunkler Vorahnungen und hält den Spannungsbogen bis zuletzt.

    Zugegeben, der Showdown ist gewöhnungsbedürftig, aber originell. Mit bekannten Sprechern hat Titania Medien in gewohnter Manier nicht gegeizt. So hört man in dieser Geschichte: Markus Pfeiffer (Adrien Brody), Hasso Zorn (Max von Sydow), Katja Nottke (Michelle Pfeiffer), David Nathan (Johnny Depp) und Joachim Pukaß (David McCallum).

    Für die Liebhaber der Altmeister des Horrors ist diese Geschichte ein Muss, aber auch jeder andere darf gern zugreifen.

    Technische Details

    Laufzeit zirka 65 Minuten

    Altersfreigabe für Hörer über 14 Jahre geeignet

    SPV 173622

    ISBN 978-3-7857-3825-2

    "Die obere Koje": Gruselige Unterhaltung

    Die Geschichte spielt im Jahre 1899. Aldous Brisbane bucht eine Passage nach Übersee an Bord der Kamtschatka, eines Passagierdampfers. Schon als er dem Stewart seine Kabinennummer mitteilt, reagiert der Bedienstete erschrocken.

    Aldous lässt sich nicht ins Bockshorn jagen und quartiert sich in der unteren Koje ein. In der Nacht geschehen schaurige Dinge. Sein Quartiernachbar, der die obere Koje belegt, gibt seltsame Geräusche von sich. Plötzlich steht das fest verschlossene Bullauge offen und es ist eiskalt in der Kabine. Am Morgen wird Aldous' Mitreisender vermisst. Es heißt, er sei über Bord gegangen. Doch wie kam es dazu?

    Obgleich die Mannschaft munkelt, es ginge nicht mit rechten Dingen zu, verbringt Aldous unbeeindruckt die zweite Nacht in der Kabine. Dieses Mal ist er allein und er kommt in Berührung mit einem Wesen, das kein Mensch ist. Trotzdem bleibt Aldous eisern. Er möchte eine dritte Nacht in der Kabine verbringen und holt sich den Kapitän des Schiffes dazu, um einen glaubwürdigen Zeugen zu haben. Mit der Akribie eines wissenschaftlich geprägten Menschen schließt Aldous zuvor jede natürliche Ursache für die nächtliche Erscheinung aus. Er bekommt trotzdem Besuch von dem unheimlichen Wesen.

    Die Erzählung hat die Sprachmelodie eines Textes von Lovecraft. Der Protagonist kommt zuweilen etwas unsympathisch rüber, weil er die gut gemeinten Hilfsangebote des Kapitäns und des Schiffsarztes vehement ausschlägt. Fast ist man als Zuhörer geneigt zu denken: Soll er doch in sein Unglück laufen. Er hat es nicht besser verdient. Dennoch bleibt die Spannung nicht auf der Strecke. Satte Soundeffekte steigern die Klaustrophobie, die den Zuhörer gefangen hält. Die Schreckeffekte sind gut platziert. Mit Axel Malzacher, Tobias Nath und vor allem Jürgen Thormanns charakteristischer Stimme bietet "Die obere Koje" ein gruseliges Stück solider Unterhaltung.

    Technische Details

    Laufzeit zirka 54 Minuten

    Altersfreigabe für Hörer über 14 Jahren geeignet

    SPV 173612

    ISBN 978-3-7857-3824-5

    Was halten Sie von Hörbüchern in der heutigen Zeit von 3D-Kinos, HD-TV und anderen kommenden visuellen Errungenschaften? Kann Sie das Hörbuch-Flair noch begeistern? Schreiben Sie uns Ihre Meinung an leserbriefe@trekzone.de!

    Weiterführende Links Links

  • Amazon.de: "Gruselkabinett 35: Das Schloss des weißen Lindwurms"
    Die Bestellmöglichkeit zur Audio-CD.

  • Amazon.de: "Gruselkabinett 34: Die obere Koje"
    Die Bestellmöglichkeit zur Erzählung von Francis Marion Crawford.

  • Titania Medien
    Ausgezeichnet mit dem Hörspielpreis 2006.

  • Christianes
    Hörspiel-Zone

    Christiane Gref berichtet über Genre-Neuheiten aus dem Gebiet der spannenden Audio-Unterhaltung.


     

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    Das neuste Meisterwerk von David Fincher

    DVD-Kurzrezension zu "Der seltsame Fall des Benjamin Button"

    Der Hurrikan Katrina nähert sich New Orleans, wo eine alte Frau im Krankenhaus im Sterben liegt und ihre Tochter bittet, aus einem alten Tagebuch vorzulesen.

    Das Buch birgt eine schier unglaubliche Geschichte. Ein Baby wird als Greis geboren und von seinem Vater auf den Stufen eines Altersheims ausgesetzt. Eine junge Pflegerin erbarmt sich des grässlich anzusehenden Kindes und zieht es inmitten der Heimbewohner auf. Ein Wunder geschieht: Benjamin, so hat sie das Baby getauft, wird jünger. Mit jedem Jahr, das vergeht, bilden sich die Falten zurück, der Junge im Körper eines alten Mannes lernt laufen und heuert schließlich auf einem Boot als Matrose an. Benjamin möchte etwas von der Welt sehen. Nach Jahren kehrt er in seine Heimat New Orleans zurück. Dort trifft er auf Daisy, in die er sich bereits als Kind verliebt hatte und die mittlerweile Tänzerin in New York ist. Seine Avancen weist sie zurück. Erst nach einem schweren Unfall erkennt sie, dass Benjamin es ernst mit ihr meint. Die beiden heiraten, Daisy wird schwanger. Benjamin trifft eine folgenschwere Entscheidung.

    Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten. Überhaupt wird keine Zusammenfassung diesem Film gerecht. "Der seltsame Fall des Benjamin Button" ist einer der besten Filme, die ich je gesehen habe. Er basiert auf einer Kurzgeschichte von F. Scott Fitzgerald aus den 1920er-Jahren. David Fincher, der schon bei Filmen wie "Fight Club", "The Game" und "Sieben" Regie führte, greift die Thematik hervorragend auf, ohne schnulzig zu werden. Er geht das Altwerden auf ganz eigene Weise an. Und auch der Humor kommt nicht zu kurz. Mit Brad Pitt und Cate Blanchett sind die Hauptfiguren bestens besetzt. Aber auch die Nebenfiguren besitzen Tiefe und Glaubwürdigkeit.

    Diesen Film lege ich allen Menschen, alt und jung, ans Herz.

    "Der seltsame Fall des Benjamin Button" gibt es in den verschiedensten Fassungen zu kaufen.

    Weiterführende Links

  • Amazon: "Der seltsame Fall des Benjamin Button"
    Bestellmöglichkeit zur Special Edition, Digi-Pack inklusive hochwertigem Filmbooklet, (zwei DVDs).

  • SF-Zone

    "Der seltsame Fall des Benjamin Button" basiert auf einer Novelle von F. Scott Fitzgerald aus dem Jahr 1922. Ob die Verfilmung gelungen ist, verrät Ihnen Christiane Gref.


     

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    Kino-Guide

    Juli 2009


    "Transformers 2" (USA 2009)

    Inhalt

    Nachdem Sam Witwicky die Welt mit Hilfe der Autobots vor den Decepticons gerettet hat, freut er sich auf ein normales Leben. Als er aufs College geht, lässt er nicht nur Freundin Mikaela zurück, sondern auch Roboter-Kumpel Bumblebee. Doch bald wird Sam von Visionen heimgesucht. Wieder steht ein Kampf der außerirdischen Roboter bevor, bei dem das Schicksal der Menschheit auf dem Spiel steht.

    Hintergrund

    Nach dem phänomenalen Erfolg des ersten Teils verwundert es kaum, dass Teil 3 schon in der Mache ist, ehe Teil 2 im Kino gezeigt wird. Und Fans der Autobots dürfen sich freuen, da es diesmal wesentlich mehr Szenen mit ihnen gibt. Einen etwas faden Beigeschmack dürfte jedoch die Kooperation mit dem US-Militär haben. Es ist die größte Zusammenarbeit mit einem Filmstudio, die es jemals gab. Dementsprechend positiv und unreflektiert dürfen die zahlreichen, realen Kriegsmaschinen der Zerstörung frönen.

    Erwartung

    Was soll man von einem Film schon groß erwarten, in denen sich transformierende Spielzeu... äh... gewaltige Maschinen einen Krieg auf Leb... äh... Blech und Verschrottung liefern? Nicht viel, aber da der Streifen von Michael Bay stammt, also dem Mr. Sommerblockbuster himself, ist ein vergnügliches Actionspektakel de facto garantiert. Außerdem sind ja auch Superproduzent Steven Spielberg sowie Hollywoods derzeitige No.-1-Autoren, Roberto Orci und Alex Kurtzman ("Star Trek"), in das Projekt involviert, was will Mann mehr? Megan Fox vielleicht, doch die spielt ja auch mit. Die Devise lautet also: Hirn aus, Mund auf, Popcorn rein und einfach genießen.

    Produktion


    Regie Michael Bay

    Drehbuch Roberto Orci und Alex Kurtzman

    Darsteller Shia LeBeouf
    Megan Fox

    Start Ende Juni 2009

    Website www.transformersmovie.com

    "Ice Age: Dawn of the Dinosaurs" (USA 2009)

    Inhalt

    Unsere kälteerprobten Helden sind wieder da und erleben ein neues Abenteuer. Während Manni und Ellie sich auf die Geburt ihres Mini-Mammuts freuen, fragt sich Diego, der Säbelzahntiger, ob er langsam verweichlicht, da er dauernd mit seinen Kumpels rumhängt, und Sid, das Faultier, gerät mal wieder in Schwierigkeiten, als er versucht, sich eine kleine Ersatzfamilie zu schaffen, indem er ein paar Dinosauriern Eier stibitzt. Bei dem Versuch, den Pechvogel Sid zu retten, gerät die Gang in eine geheimnisvolle Unterwelt, erlebt gefährliche Abenteuer mit Dinosaurier und schlägt Schlachten in Flora und Fauna. Und sie treffen dabei auf ein unbarmherziges, einäugiges Wiesel namens Buck, dessen Lieblingsbeschäftigung die Jagd auf Dinosaurier ist. (Pressetext)

    Hintergrund

    "Ice Age" war 2002 ein ziemlich überraschender Blockbuster der Blue Sky Studios. Der Streifen war ursprünglich als normaler Zeichentrickfilm geplant, doch nach diversen Flops wollte man auf den Pixar-Zug aufspringen und animierte per Computer. Die visuelle Qualität hielt sich in Grenzen, doch die Story war dermaßen witzig und charmant, die Figuren liebenswürdig, dass der Film eine wahre Freude ist. Kommt hinzu, dass ein kleines, ein paar Mal kurz auftauchendes Säbelzahneichhörnchen namens Scrat allen die Show stahl. Der Name Scrat leitet sich übrigens aus den englischen Namen der Gattungen Eichhörnchen (Squirrel) und Ratte (Rat) ab.

    Erwartung

    Es kann nur einen geben. Ob Ende des Jahres ein belehrender Professor, ein aufbrausender Starfleet-Captain, ein eigenwilliges Super-Wölfchen, ein rostiger Terminator, ein tuntiger Modeguru oder ein nicht mehr ganz so kleiner Zauberlehrling auf dem Thron des größten Zuschauerlieblings 2009 steht, ist bisher nicht absehbar. Doch ein unscheinbarer Nager mit eindeutigem Suchtverhalten nach Nüssen könnte sie alle besiegen. Scrat ist zurück und aller Voraussicht nach mit tollem Humor, genialen Slapstickeinlagen und herzerweichenden Szenen.

    Produktion


    Regie Carlos Saldanah

    Sprecher Simon Pegg
    Sean William Scott
    Ray Romano

    Start Juli 2009

    Website www.iceage3-derfilm.de

    "Harry Potter und der Halbblutprinz" (USA 2008)

    Inhalt

    Voldemorts Macht wird immer stärker. Harry Potter vermutet die Gefahr in der Burg Hogwarts selber, wo er zur Schule geht. Albus Dumbledore konzentriert sich fest darauf, Harry so gut wie möglich auf den Kampf gegen Voldemort vorzubereiten und hat für diesen Zweck extra seinen alten Freund und Lebenskünstler Professor Horace Slughorn in die Burg eingeladen. Voldemort verbreitet zwar Angst und Schrecken, aber das ist nicht das einzige Problem, welches die Schüler im Teenager-Alter beschäftigt.

    Hintergrund

    Auch wenn Regisseur Guillermo del Toro ablehnte, um sich lieber seinem "Hellboy 2" zu widmen, liegt das sechste Schuljahr des Zauberstabschwingers in David Yates' fähigen Händen.

    Erwartung

    Erwartung? Hey, es ist Potter, Harry Potter. Sprich die, die ihn lieben, werden ihn lieben, und die, die ihn hassen, werden ihn hassen. Und denen, denen er egal ist, ist er egal. Anders ausgedrückt, bei Potter weiß man, was man hat. Ist wie bei Bond. James Bond. Alles klar?

    Produktion


    Regie David Yates

    Drehbuch Steve Kloves

    Darsteller Daniel Radcliffe
    Emma Watson
    Helena Bonham Carter

    Start Juli 2009

    Website www.harrypotter.ch.warnerbros.com

    Kino-Guide

    Die Kino-Genre-Neuheiten auf der großen Leinwand in den nächsten vier Wochen, zusammengestellt von Randolph Sutter.


     

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    DVD-Guide

    Juli 2009

    1.7. − "Ich, Dr. Fu Man Chu"

    Das Verbrecher-Genie Fu Man Chu löscht mit einer biologischen Waffe ein Dorf aus. Nach der Sammlerbox mit allen fünf Filmen (2006) erscheinen nun alle Titel auch einzeln mit derselben Ausstattung, wobei der erste Film (1965) noch der beste ist.

    2.7. − "Shocking Shorts − 10 Jahre"

    Alle Gewinner des 13th-Streets-Kurzfilmwettbewerbs der letzten zehn Jahre in einer Box. Deutsche Kurzfilm-Collection mit gelungenen Beiträgen aus den Genres Horror und Thriller.

    2.7. − "Xena − Season 4"

    Die Suche nach Gabrielle führt Xena in die entlegensten Winkel der Welt. Vierte Staffel (1998) der Fantasy-Abenteuer-Serie mit Lucy Lawless, mit Interviews und Audiokommentaren.

    3.7. − "Boogeyman 3"

    Studentin Sarah will ihre Mitschüler warnen, dass ein übernatürliches Wesen nach ihrer aller Leben trachtet. Nach dem eher gemächlichen Kino-Debüt (2004) folgt das mittlerweile zweite Videosequel (2008), in dem es deutlich konventioneller und auch blutiger zu und her geht.

    3.7. − "Wen die Geister lieben"

    Geist drängt mürrischen Zahnarzt, eine Hochzeit zu sabotieren. Mäßig unterhaltsame Komödie mit Ricky Gervais und Greg Kinnear, diverse Extras sind enthalten. Auch auf Blu-ray.

    10.7. − "Der Satan mit den langen Wimpern"

    Janet leidet unter Visionen ihrer geisteskranken, eingesperrten Mutter. Britischer Psychothriller (1964) aus dem "Hammer"-Label, für Liebhaber des altmodischen Gruselns einen Blick wert.

    10.7. − "Die Bande des Captain Clegg"

    Piratenjäger geraten in einen Sumpf, in dem es spukt. Unterhaltsame Mischung aus Kostüm- und Gruselfilm (1962) mit den verstorbenen Hammer-Stars Peter Cushing und Oliver Reed.

    10.7. − "Die Reise zum Mittelpunkt der Erde"

    DVD DES MONATS: Geologie-Professor und sein Neffe gelangen durch einen Vulkan in eine fantastische Welt. Die Story spricht Kids an, der Look (CGI-Hintergründe) ist Geschmackssache: Brendan Fraser in einem rasanten 3D-Fantasy-Abenteuer (2008). 3D-Brillen enthalten. Auch auf Blu-ray.

    10.7. − "Die Zeitreisenden"

    Phineas Bogg und der elfjährige Jeffrey reisen durch die Zeit, um sicher zu stellen, dass alle Ereignisse so eintreffen, wie sie sollten. Produziert 1982, in Deutschland erst 1989 ausgestrahlt: Die Fantasy-Serie wurde nach nur einer Staffel gecancelt, erreichte aber doch Kultstatus.

    16.7. − "Anacondas 4: Trail Of Blood"

    Wissenschaftlerin macht Jagd auf Killerschlange und die wertvollen Blutorchideen. Fürs Fernsehen gedrehtes Sequel (2009), billig produziert in Rumänien mit einer Nobody-Besetzung (Ausnahme: John Rhys-Davies).

    16.7. − "Craze − Dämon des Grauens"

    Antiquitätenhändler bringt einer afrikanischen Götzenstatue Menschenopfer. Atmosphärischer Horrorfilm (1974) mit Oscar-Preisträger Jack Palance in der Hauptrolle. Der Film stand hierzulande viele Jahre auf dem Index und durfte nicht gezeigt werden.

    16.7. − "The Spirit"

    Junger Cop wird als maskierter Rächer "The Spirit" wieder zum Leben erweckt. Der visuelle Stil im "Sin City"-Look kommt gut an, sonst enttäuscht die Comic-Verfilmung (2008) mit wirrer Inszenierung und lächerlichen Dialogen leider auf der ganzen Linie. Auch auf Blu-ray.

    17.7. − "The Cell 2"

    Polizeipsychologin dringt ins Bewusstsein eines übernatürlichen Serienmörders ein. Ordentliches DVD-Sequel (2009) mit einigen originellen Ideen und spannenden Wendungen. Auch auf Blu-ray.

    23.7. − "Blood Movie − Tod vor laufender Kamera"

    Ein Killer am Filmset sorgt für Angst unter Darstellern und Filmcrew. Nur ein weiterer B-Movie (2008) im Slasher-Gewand, aber durchaus spaßig dank Hollywood-Parodien und einer bekannten Besetzung, die unter anderem aus Edward Furlong, Lance Henriksen und Tony Todd besteht.

    23.7. − "Director’s Cut"

    Bei einer Filmvorführung zeigt unbekanntes Filmmaterial einen Mord, und bald steht das Leben der Zuschauer auf dem Spiel. Interessante Ausgangslage, mäßige Umsetzung: Low-Budget-Horrorfilm (2006) aus Argentinien.

    24.7. − "Jasper Park − Ausflug in den Tod"

    Paintball-Turnier in einem abgelegenen Waldstück wird zum Überlebenskampf, als brutale Hinterwäldler zuschlagen. Ordentlich produziert, aber kein Fünkchen Originalität: Horror-Film (2008) von der Stange mit Haylie Duff (Hilarys Schwester) und Ryan Merriman ("Final Destination 3").

    25.7. − "Passengers"

    DVD DES MONATS: Psychologin soll Überlebende eines Flugzeugunglücks betreuen, die bald darauf verschwinden. Spannender Mystery-Thriller (2008) mit Anne Hathaway und Patrick Wilson.

    30.7. − "Big Game"

    Um ein Entführungsopfer zu befreien, legen sich einige Freunde mit dem psychopathischen Entführer an. Kleiner, aber feiner Thriller (2008) für Horror-Fans.

    30.7. − "Freitag, der 13."

    DVD DES MONATS: Clay sucht seine Schwester im verlassenen Camp Crystal Lake und trifft auf einen maskierten Psychokiller. Rasanter Slasher-Remake (2009), der die "niederen" Wünsche der Horrorfans erfüllen dürfte: Gewalt, nackte Haut, dumme Witze. Enttäuschend: US/UK-Scheiben haben zusätzlich eine längere "Killer Cut"-Version, die deutsche nicht. Auch auf Blu-ray.

    SF-Zone

    Die Übersicht über alle DVD-Kauf-Neuerscheinungen des neuen Monats aus den Genres Science-Fiction, Fantasy, Mystery und Horror − zusammengestellt und kommentiert von Stephan Mark. Familientaugliche Fantasy mit Brendan Fraser, düstere Mystery mit Anne Hathaway oder harter Horror mit "Supernatural"-Held Jared Padalecki: In unseren Top 3 (als DVD DES MONATS deklariert) oder in Form eines der zahlreichen anderen Titel finden Sie hoffentlich die eine oder andere Veröffentlichung, die Ihr Interesse geweckt hat.

    Ein Klick auf den Titel bringt Sie direkt zur richtigen Produktseite beim Online-Shop Amazon.de (Ausnahmen: Titel ohne FSK-Freigabe und zu Redaktionsschluss noch nicht ins Sortiment aufgenommene DVDs).


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    LRO und LCROSS suchen nach Wasser

    Die Rückkehr der NASA zum Mond

    Mit dem Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) wird die Rückkehr bemannter Raumschiffe auf den Erdtrabanten vorbereitet: Neben einer genauen Untersuchung der Oberfläche auf mögliche Gefahren und wissenschaftliches Potenzial steht die Suche nach Wasser im Vordergrund. Die Zweitnutzlast LCROSS wird den bisher stärksten künstlichen Impakt auf dem Mond erzeugen, um lange gesuchtem Wasser auf die Spur zu kommen.

    Die japanische Sonde Kaguya hatte ihre Mission seit acht Tagen erfolgreich zum Abschluss gebracht, da startete vom Cape Canaveral bereits die nächste ambitionierte Raumsonde Richtung Mond. Eine Atlas-V-Trägerrakete bringt gleich zwei Raumfahrzeuge auf den Weg: Während die Hauptnutzlast LRO den Erdtrabanten mindestens ein Jahr lang umkreisen wird, soll der Lunar CRater Observation and Sensing Satellite (LCROSS) einen rund zwei Tonnen schweren Impaktor auf der Oberfläche zum Absturz bringen, um aus der aufgewirbelten Staubwolke mehr über die Zusammensetzung der Mondkruste zu erfahren.

    LROs schärferer Blick

    LRO wird direkt auf eine Transferbahn zum Mond und nach etwa vier Tagen in einen Mondorbit mit einer periselenen Höhe von 100 Kilometern gebracht. Danach wird die Bahn kontinuierlich abgesenkt, sodass sie in einer Höhe von etwa 50 Kilometern auf einem zirkulären Orbit für rund ein Jahr arbeiten kann.

    An Bord des Orbiters befinden sich 92 Kilogramm Instrumente, die über 10,7 Quadratmeter Photovoltaikmodule mit maximal 1,85 Kilowatt Energie versorgt werden. Eine Ka-Band-Antenne ermöglicht einen Datenstrom von 100 bis 300 MBit pro Sekunde zur Erde, eine S-Band-Antenne regelt den Austausch von Telemetriedaten und Kommandos.

     
     

    Ob der Wasserstoff in im Dunkeln liegenden Kratern vorkommt oder im Mondgestein eingebaut vorliegt, konnte bisher nicht geklärt werden.


    Sechs an Bord befindliche reguläre Instrumenttypen waren zum Teil schon auf früheren amerikanischen Mondmissionen mit dabei, können ihre Messungen aber mit gesteigerter Genauigkeit fortsetzen. Die militärische Sonde Clementine hatte mit wesentlichen Einschränkungen in ihren Bahnparametern zu kämpfen und konnte für die Forscher interessante Polregionen nur sehr eingeschränkt in Augenschein nehmen. Der Lunar Prospector (1998) machte diese Nachteile unter anderem durch seine polare Umlaufbahn wett und bewies mit seinem Neutronenspektrometer, dass an den Mondpolen Wasserstoff in größeren Mengen vorkommt. Ob dieser Wasserstoff in wenigen, ständig im Dunkeln liegenden Kratern vorkommt oder lediglich in Hydratmineralen im Mondgestein eingebaut vorliegt, konnte aber nicht abschließend geklärt werden.

    Das Cosmic Ray Telescope for the Effects of Radiation (CRaTER) wird dem Namen nach die Auswirkungen kosmischer Strahlung auf die Mondoberfläche untersuchen. Daraus möchte man die biologischen Auswirkungen eines längerfristigen Mondaufenthalts ableiten und Schutztechnologien für die Mondstation weiterentwickeln.

    Das Diviner Lunar Radiometer Experiment (DLRE) wird die thermische Abstrahlung der Mondoberfläche messen. Damit sollen mögliche Kältefallen und damit verbundene Eisablagerungen an den Polen gefunden und Gefahren für die Landemissionen besser eingeschätzt werden können.

    Das Lyman Alpha Mapping Project (LAMP) wird sein Augenmerk vor allem auf die permanent im Dunkeln liegenden Krater legen. In ihnen könnte eventuell vorhandenes Eis Sternenlicht im fernen Infrarot reflektieren.

    Ein zum Lunar Exploration Neutron Detector (LEND) ähnliches Instrument war bereits an Bord von Lunar Prospector installiert und hatte hohe Wasserstoffkonzentrationen an den Polen nachgewiesen. Die höhere Auflösung von LEND kann Indizien für vorkommendes Eis, die von DLRE und LAMP gefunden werden, verifizieren. Daneben soll das Strahlungsniveau besser untersucht werden.

    Zuletzt setzt die NASA einen Technologiedemonstrator eines miniaturisierten Single Aperture Radars (Mini-SAR) ein, der in ähnlicher Form bereits an Bord der indischen Mondsonde Chandrayaan-1 erprobt worden ist. Mit je einem Kanal im X-Band (8-12 GHz) und S-Band (2 GHz) sollen damit ebenso die ständig beschatteten Krater auf mögliche Eisvorkommen untersucht werden. Zudem enthalten die reflektierten Radarwellen Informationen über die Oberflächenrauheit. Die Auflösung soll bei 30 beziehungsweise 150 Metern in den Frequenzbändern liegen.

    Obwohl der Mond zu den am häufigsten von irdischen Sonden besuchte Körper ist, ist die Vermessung seiner Oberfläche erst seit kurzem möglich. Laseraltimeter an Bord von Clementine und Lunar Prospector hatten dreidimensionale Geländemodelle ermöglicht, die durch die japanische Sonde Kaguya in den letzten eineinhalb Jahren deutlich verbessert wurden. LRO wird diese Messungen mit dem Lunar Orbiter Laser Altimeter (LOLA) nochmals übertreffen. Die polare Umlaufbahn ermöglicht eine Intensivierung der Messpunktdichte in den besonders interessanten Polregionen. Hier wird man in der Lage sein, jeden ständig verdunkelten Krater zu identifizieren. Beteiligt an dem Instrument ist auch Prof. Jürgen Oberst von der TU Berlin.

    Die Lunar Reconnaissance Orbiter Camera (LROC) soll sowohl Weitwinkel- als auch Nahaufnahmen der Mondoberfläche erstellen und wird je nach Orbithöhe eine maximale Auflösung von 50 Zentimetern erreichen. Andere Quellen sprechen lediglich von einem Meter. In leitender Rolle gehört Prof. Hiesinger von der Uni Münster zu den Mitentwicklern des Instruments. Damit ist auch geplant, ein genaues Augenmerk auf bisherige Landestellen irdischer Objekte auf der Mondoberfläche zu richten. So können neben den Apollo-Landestellen (5 mal 5 Meter beziehungsweise 9 mal 9 Meter mit Landegestell) auch Rover wie der sowjetische Lunochod (2 mal 3 Meter) und diverse auf der Mondoberfläche abgestürzte Raketenstufen abgebildet werden.

    Nach Ende der regulären Missionszeit soll der Orbiter auf eine wartungsärmere polare Umlaufbahn mit einem Periselen von 30 Kilometern und einem Aposelen von 70 Kilometern gebracht werden, von wo er vor allem Datenübertragungsaufgaben späterer Landemissionen übernehmen könnte.

    Impakt im Dienste der Wissenschaft

    Im Rahmen des NASA-Programms Vision for Space Exploration war 2004 entschieden worden, die geplante Wiederaufnahme bemannter Mondflüge durch eine breite sondengestützte Beobachtungskampagne vorzubereiten. Der ursprüngliche Plan, den LRO mit einer Delta II zu starten, wurde fallen gelassen, da diese keine spinstabilisierte Oberstufe besitzt. So fiel 2006 die Entscheidung, stattdessen mit einer Atlas V (401) zu starten. Da diese über eine rund 1000 Kilogramm höhere Nutzlastkapazität verfügt, entstand der Spielraum, ein zweites Raumfahrzeug zum Mond starten zu können.

    LCROSS besteht aus einer Leitsonde, die mit rudimentären Instrumenten ausgestattet ist. Nach dem Start wird sich LRO von der verwendeten Centaur-Oberstufe trennen. LCROSS aber wird gemeinsam mit dieser in Richtung Mond aufbrechen. Nachdem LRO auf sicherem Abstand fliegt, wird der Rest der Treibstoff-Kombination Sauerstoff und Wasserstoff abgelassen. Denn genau deren Vorkommen direkt unterhalb der Mondoberfläche soll LCROSS untersuchen.

    Das Raumschiffduo wird schließlich in eine exzentrische Erdumlaufbahn eintreten, in der es bis zu vier Monate lang verbleiben wird. In dieser Zeit wird ein unbeschienener Krater in den Polregionen gesucht, der ein treffliches Ziel abgeben könnte. Schließlich wird sich die Centaur-Oberstufe von LCROSS trennen und kontrolliert zum Absturz gebracht. Der Aufprall der 2,4 Tonnen wiegenden Raketenstufe mit einer Geschwindigkeit von 2,5 Kilometern pro Sekunde wird eine Fontäne aus mindestens 350 Tonnen Mondgestein und vermutlich Wasserbestandteilen aufwirbeln und dabei einen 20 Meter durchmessenden und vier Meter tiefen Krater hinterlassen. Die erzeugte Staubwolke wird rund zehn Kilometer in die Höhe ragen und von Teleskopen an Bord von LRO, LCROSS und auf der Erde beobachtet. LCROSS wird direkt nach der Abtrennung seine Triebwerke zünden, um den eigenen unvermeidlichen Aufprall um mehrere Minuten zu verzögern. So kann das Raumfahrzeug seine primäre Aufgabe, die Analyse der erste Fontäne aus nächster Nähe, erfüllen. Danach werden die 640 Kilogramm der Sonde eine weitere Impaktfontäne erzeugen.

    Die "nur" 79 Millionen US-Dollar teure LCROSS-Sonde besitzt zwei Infrarot-Spektrometer, ein Spektrometer für sichtbares Licht, zwei Infrarotkameras, eine Kamera, die im sichtbaren Licht arbeitet und ein Photometer. Die gesammelten Daten werden im S-Band mit einer Rate von bis zu 1,5 MBit pro Sekunde zur Erde gesendet, bevor die Sonde auf der Mondoberfläche aufschlägt. Zuvor werden die Spektrometer die herausgeschleuderten Stoffe, darunter Wassereis, Kohlenwasserstoffe oder organische Verbindungen, untersuchen. Die Infrarotkameras sollen Vorkommen und Verteilung von Wasser in der Wolke feststellen, während die optische Kamera den genauen Einschlagort sowie das räumliche Verhalten der Wolke im Blick behalten wird. Schließlich soll der Photometer die Einschlagsenergie der Centaur-Stufe messen.

    LRO und LCROSS erst der Anfang?

     
     

    Die NASA versucht mit LCROSS nicht zum ersten Mal, Informationen über oberflächennahes Wasser aus dem Impakt eines Raumfahrzeugs zu gewinnen.


    LRO und LCROSS setzen als erste Mondmissionen der Amerikaner seit einem Jahrzehnt neue Akzente: Es steht nicht explizit nur die Sammlung wissenschaftlicher Daten im Vordergrund. Vielmehr soll die wissenschaftliche Auswertung die Rückkehr des Menschen auf den Mond ermöglichen, der dort an einem optimalen Landestandort deutlich tiefer gehende wissenschaftliche Untersuchungen vornehmen kann, als dies in der Apollo-Ära möglich gewesen ist. Die deutsche Beteiligung an dem insgesamt 680 Millionen US-Dollar teuren Orbiter beläuft sich auf rund 600.000 Euro.

    Die permanente Versorgung einer Mondstation erfordert genaueres Wissen über einen potenziellen Landestandort, als dies für die Kurzlandungen der Apollo-Ära notwendig gewesen war. Im Vordergrund steht die Sicherheit der Menschen, für die ein genaues Verständnis der Hangneigung und der Untergrundstabilität nötig ist. Die pulverartige Regolith-Schicht der Mondoberfläche entsteht durch das ständige Bombardement mit Teilchen und kann leicht ins Rutschen geraten oder bei zu großer Auflast einsinken.

    Die Versorgung der Mondstation sollte zum Teil autark erfolgen, wofür die Verwendung von Sauerstoff und Wasser aus Mondressourcen angedacht wird − zumindest wenn sich diese effizient fördern ließen. Die NASA versucht mit LCROSS nicht zum ersten Mal, Informationen über oberflächennahes Wasser aus dem Impakt eines Raumfahrzeugs zu gewinnen. Auch der Lunar Prospector wurde in einen aussichtsreichen Südpolkrater zum Absturz gebracht − mit geringem Erfolg. LCROSS wird jedoch eine vielfach größere Fontäne erzeugen und kann diese sogar aus nächster Nähe in Augenschein nehmen. Die Hoffnung auf nutzbares Wassers an den Mondpolen wird mit LRO und LCROSS bestätigt − oder sterben.

    Verwandte Links

  • TZN Raumfahrer.net: US-Mondgespann gestartet
    Meldung vom 18. Juni 2009.

  • TZN Raumfahrer.net: LCROSS − Vakuum- und Vibrationstests abgeschlossen
    Meldung vom 25. Juni 2008.

  • TZN Raumfahrer.net: Atlas 5 startet nächste NASA-Mondmission
    Meldung vom 2. August 2006.

  • TZN Raumfahrer.net: Suche nach Wasser auf dem Mond
    Meldung vom 12. April 2006.

  • In Space

    Karl Urban berichtet von den Erkundern des neuen amerikanischen Mondprogramms.


     

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