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TZN

incoming message

"Klatschen Sie lauter, das ist ein Befehl!"

 − Captain Archer
 − in "Star Trek: Enterprise − Dämonen"

September 2009

 

ISSN 1684-7385

Volume VI

Ausgabe 83 (#136)

 features

 

Das Trek-Schlaraffenland

Filmwelt-Center Hannover

Deutsche Fans können durch Original-"Star Trek"-Kulissen wandern

Sommergespräche

Stimmen aus der Fanszene

Ein Designer und ein Eventorganisator im Interview

Horror-Herbst

...mit wenig Sci-Fi

Die Neuheiten aus der Kino- und DVD-Welt

 

Vorwort

Schwarzes ... nein, Sommerloch


Liebe Leserinnen und Leser,

am 20. August hatten wir den heißesten Tag des Jahres. Der Sommer ist also noch nicht vorbei. Viele Redakteure befinden sich noch im Urlaub, weshalb die Ihnen vorliegende Ausgabe etwas "dünner" ausfällt.

Für Fans historischer Bücher gibt es im Oktober ein Kinohighlight. Dann kommt nämlich die Verfilmung von "Die Päpstin" ins Kino. Passend hierzu gibt es eine interessante Website für Fans langer Streifen beziehungsweise Menschen mit schwacher Blase. Die Website RunPee.com empfiehlt günstige Momente für Pinkelpausen in aktuellen Filmen. Für die kommenden Winterabende empfehle ich Ihnen "Tschechische Filmklassiker − Komplettbox", unter anderem mit "Die Besucher" und "Die Märchenbraut".

Viel Spaß beim Lesen!

Melanie Brosowski
Chefredakteurin

 
   

Inhalt

Die ganze Ausgabe auf einen Blick

Ein Blick hinter die "Star Trek"-Kulissen

Martin Netters Filmwelt-Center: Ein Stück Hollywood bei Hannover.

"Mit dem VISOR war ich auch oft bevorzugtes 'Opfer' der Presse..."

Das TZN im Interview mit Dietrich Kerner.

Harte Zeiten für die Voyager-Crew − und ihre Fans...

Zweitkritik zum Roman "Full Circle".

"Ein Teil meiner Uniform stammt von einem gefallenen Soldaten"

Ein Gespräch mit Magnus Müller.

Die Ereignisse des Monats

Erscheinung des Romans "Star Trek: Voyager − Unworthy".

Mit Humor quer durch die Sci-Fi-Zone

Fünf...

Neue Abenteuer im Weltraum

Hörspiel-Rezensionen.

Was uns der Herbst bringt...

Kino-Guide September 2009.

Yeti, Wolverine und Kannibalen warten auf Sie

DVD-Guide September 2009.

Impressum

Redaktion, Abonnement und Copyrights.

Wussten Sie, dass ...

... "Faith of the Heart", der Titelsong von "Star Trek: Enterprise", extra für die Serie umgeschrieben wurde? Er wurde von Diane Warren geschrieben und ursprünglich von Rod Stewart für den Film "Patch Adams" gesungen. Die "Enterprise"-Version wird von Russell Watson gesungen.

... das unbekannte Schiff, das die Enterprise in der Folge "Star Trek: Enterprise − Die Verbindung" vom Planeten aus angreift, eine Wiederverwendung des nausicaanischen Raiders aus "Star Trek: Enterprise − Familienbande" ist?

... in der "Star Trek: Enterprise"-Folge "Die dunkle Seite des Spiegels, Teil 1" zum ersten Mal gezeigt wird, wie der vollständige Körper eines Tholianers aussieht?


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Ein Blick hinter die "Star Trek"-Kulissen

Martin Netters Filmwelt-Center: Ein Stück Hollywood bei Hannover

Wer einmal hinter das Trek'sche Sperrholz schauen möchte, hat dazu noch bis Ende September in Launau bei Hannover Gelegenheit. Einen Großteil der erhalten gebliebenen Originalrequisiten aus "Star Trek" befindet sich nämlich im Besitz des Deutschen Martin Netter. Eine weltweit einzigartige Auswahl beeindruckender Sammlerstücke stellt er derzeit zur Schau.

 
 

Plötzlich ist man im "Star Trek"-Schlaraffenland.


Vor einiger Zeit hatten zwei TZN-Redakteure Gelegenheit zu einem Besuch in Netters Filmwelt-Center, in dem er neben zahlreichen "Star Trek"-Stücken auch Requisiten aus "Battlestar Galactica" zeigt. Lesen Sie im Folgenden unseren Bericht:

Plötzlich − fast unerwartet − ist man im "Star Trek"-Schlaraffenland, wenn man durch die Tür des Gebäudes im Gewerbegebiet Lauenau schreitet. Denn das Filmwelt-Center, direkt an der Autobahn A2 gelegen, ist unscheinbar. Zunächst weisen uns nur ein paar kleine Schilder darauf hin, dass hier eine umfangreiche Sammlung an Originalrequisiten zu sehen ist. Ein paar Meter weiter, ein Blick nach oben: Ja, hier sind wir richtig! Wo sonst würde eine Klingonenfahne im Wind flattern, wenn nicht über der von Martin Netter gemieteten Lagerhalle?

Wer also durch besagte Tür tritt, findet sich gleich im gut bestückten Merchandise-Shop des Filmwelt-Centers wieder. Man fühlt sich ein wenig in die 90er-Jahre zurückversetzt: Zum einen, weil Merchandise- und Comicläden damals eben genauso vollgestopft waren mit allerlei "Star Trek"-Artikeln. Zum anderen, weil ein guter Teil des Angebots an Tassen und T-Shirts, Poster und Plastikfiguren, Uhren und Uniformen tatsächlich noch aus dieser Hochphase des Trek-Booms in Deutschland stammt. Damals betrieb Netter einen Laden auf dem Ku'damm in Berlin, belieferte Dutzende Läden in ganz Deutschland und hatte sogar eigene Merchandise-Lizenzen.

Doch auch aktuelles Merchandise ist im Angebot: Actionfiguren zum neuen "Star Trek"-Kinofilm lassen das Sammlerherz höher schlagen, ebenso wie einige Artikel zur Neuauflage von "Battlestar Galactica", darunter Patches, Pins und Figuren.

Neben all dem Merchandise erwartet uns im Shop auch schon ein kleiner Vorgeschmack auf die eigentliche Ausstellung. Einige Sternenflotten-Uniformen hängen im Raum − und zwar vor dem Sternenhimmel aus bedrucktem Stoff, den man vom Blick aus dem Fenster eines jeden "Star Trek"-Raumschiffs kennt. Genau, der! Der echte, der auch auf dem Bildschirm zu sehen ist. Denn das ist ja der Punkt der Ausstellung: Nachbildungen sind hier die Ausnahme, stattdessen werden seltene Originale gezeigt. In einer mit Konsolen im futuristischen Starfleet-Look ausgestatteten Ecke des Shops entdeckt man die Anfänge eines kleinen Cafés. Wer also demnächst hier die Bausteine der Zukunft betrachten möchte, wird sich mit einem Getränk in passendem Ambiente darauf einstimmen können.

 
 

Das Schlagwort für Netters Sammlung ist "Originalrequisiten".


In der Masse der Trek-Artikel in alten Erinnerungen schwelgend, waren wir im Grunde schon längst glückselig gestimmt, dabei stand uns die eigentliche Führung durch die Ausstellung − sie kostet 10 Euro − noch bevor.

Gleich zu Beginn wird deutlich: Das Schlagwort für Netters Sammlung ist "Originalrequisiten". Und doch wird dieses Wort der beeindruckenden Bandbreite der Exponate keineswegs gerecht. Denn nicht nur Requisiten sind in der Lagerhalle zu sehen. Hier stehen Ausstellungsstücke aus fast allen künstlerischen Abteilungen, die dafür sorgten, dass "Star Trek" oder "Battlestar Galactica" am Ende optisch einen guten Eindruck machten.

Netter zeigt in seinem Filmwelt-Center Kulissenteile, Requisiten, Masken, Kostüme, Pappmodelle, Filmmodelle, Mannequins − ja sogar einen Make-up-Stuhl, auf dem jahrzehntelang die Hollywood-Stars Platz nahmen, hat der deutsche Sammler aus dem Besitz von Maskenbildner Michael Westmore ergattert. Auch der Neuauflage von "Battlestar Galactica" hat Netter eine eigene Ecke gewidmet. Sämtliche seiner BSG-Exponate gehören zu den rund 800 Props, die im Januar bei der ersten Live-Auktion unter den Hammer kamen. Damals war Netter einer der ganz wenigen Sammler, die nicht bloß im Internet ihre Gebote abgaben. Stattdessen reiste er zur Auktion nach Kalifornien, traf Mitglieder der Produktionscrew, und überzeugte sich persönlich von der Qualität der Gegenstände und Kostüme.

Größtes Ausstellungsstück ist ein oft gezeigter Teil der Offiziersquartiere − die Original-Koje von Kara Thrace, komplett mit Bettwäsche, Vorhang, Leiter, einigen Hygiene-Artikeln und Pilotenhelm. Spätestens jetzt weiß der BSG-Fan: Das Filmwelt-Center ist etwas Besonderes, denn es macht langgehegte Geek-Träume wahr. Gleich neben der berühmten Koje steht eine der charakteristischen, achteckigen Luken aus den Korridoren der Galactica. Ob sie wirklich so schwer ist, wie es in der Serie immer den Anschein hat, konnten wir leider nicht überprüfen. Das macht auch nichts, denn sogleich fällt der Blick auf das Präsidenten-Rednerpult von der Colonial One, und auf eines der typischen, freistehend-schlanken Konsolen-Elemente von der Pegasus. (Dieses Prop stammt übrigens noch aus dem Bühnenbild der nie auf Sendung gegangenen Neuauflage von "Lost in Space".) All diese Requisiten sind an sich von eher schlichter Natur, jedenfalls im Vergleich zu den futuristischen und oft farbenfrohen "Star Trek"-Designs. Dennoch kommt man als Fan der Serie heftig ins Schwärmen und würde am liebsten minutenlang alles ganz genau betrachten oder gar erfühlen.

Das Glanzstück der BSG-Ecke dürfte für viele Besucher die kleine, aber sehr feine Auswahl an Kostümen sein. Netter hat Helme und Overalls der Deckcrew ergattert, die teils noch aus der Miniserie stammen. Ebenfalls ausgestellt sind eine Uniform von Louis Hoshi, eine Uniform von Saul Tigh mit offenbar sehr unbequemen Gummistiefeln − und nicht zuletzt eine prächtige Admiralsuniform. Da kann man es als Besucher glatt verschmerzen, dass der eigentlich ebenfalls geplante Kauf des einzigen kompletten Raptors dann doch nicht zustande kam. Kurz: Allein diese "Battlestar"-Ecke ist für leidenschaftliche Fans der Serie schon den Besuch im Filmwelt-Center wert.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen freilich "Star Trek" und seine mehr als 40-jährige Geschichte: Ein bat'leth und mehr als 100 Kostüme sind ebenso zu sehen wie eine Brücke der Classic-Enterprise (ein detaillierter Nachbau; das Original ist nicht mehr erhalten). Also alles Dinge, die man sonst nur auf der Mattscheibe oder Kinoleinwand zu Gesicht bekommt; diese Ausstellungsstücke einmal ganz nah und "in echt" zu sehen, das war unsere Reise nach Lauenau in jedem Fall wert.

 
 

Neben der Classic-Brücke hat sich ein kleines Borg-Kollektiv eingenistet.


Dabei ist das, was Netter hier auf über 1000 Quadratmetern ausgestellt hat, nur ein kleiner Bruchteil seiner kompletten Sammlung, wie er uns während der nostalgischen und spannenden Führung erklärte. Einzelne Gegenstände aus 35 Jahren "Star Trek" hat er zwar schon lange gesammelt, doch der Großteil seines Schatzes ist − überraschend − noch gar nicht so lange in seinem Besitz. Richtig los ging es nämlich erst mit der "Star Trek"-Auktion bei Christie's ab Oktober 2006.

20-mal mehr als das, was man in der Ausstellung bewundern kann, hat Netter zwischen 2006 und 2008 in mehreren Frachtcontainern von Los Angeles nach Niedersachsen verschiffen lassen, darunter rund 600 Kostüme aus allen "Star Trek"-Serien und -Filmen, die fast komplette Brücke der NX-01 − und das wohl größte Einzelstück und auch das Glanzstück seiner Sammlung, wie Netter sagt: eine Raumfähre aus "Enterprise". Original, natürlich.

Sehenswertes gibt es auch in der zur Schau gestellten Auswahl genug: Neben der Classic-Brücke hat sich ein kleines Borg-Kollektiv eingenistet, komplett mit Alkoven und Königin. In einer anderen Ecke stehen Teile der romulanischen Senatskammer aus "Nemesis", in der Mitte des Ausstellungsraums prunkt ein Teil einer klingonischen Brücke nebst einem entkleideten Xindi-Waffenschiff.

Zwischen all den Kulissenteilen, Kostümen und Requisiten läuft man beinahe Gefahr, die Orientierung zu verlieren. Aber nur beinahe, denn den rechten Weg weist das eigentliche Highlight der Ausstellung, Martin Netter selbst. Unterhaltsam führt er durch seine Exponate und versorgt die Besucher mit zahlreichen Informationen und Anekdoten, die er bei Besuchen auf dem Paramount-Gelände, der BSG-Auktion und in Gesprächen mit den Arbeitern hinter den Kulissen gesammelt hat.

Im Gespräch mit dem leidenschaftlichen Sammler wird auch klar, dass es ihm nicht in erster Linie darum geht, die Requisiten selbst zu besitzen. Wichtiger ist ihm vielmehr, die Exponate schlicht zu erhalten und seine Besucher mit der Kunstfertigkeit hinter den Kulissen vertraut zu machen. Netter würde sogar einen Großteil wieder hergeben − wenn er wüsste, dass die Requisiten in der zusammengestellten Form in gute Hände kämen.

Aber noch steht die Ausstellung im Filmwelt-Center. Bei unserem Besuch haben wir so sehr gestaunt, so gern in alten Erinnerungen geschwelgt und so viel über die Hintergründe der Produktion erfahren, dass wir alle Fans von "Star Trek" und "Battlestar" sehr gern dazu aufrufen, auch einmal nach Lauenau zu kommen. Die Mühe wird mit einem einzigartigen Nachmittag belohnt.

Wenn Sie diese weltweit einzigartige Ausstellung von Originalen aus "Star Trek" und "Battlestar Galactica" besuchen möchten, dann haben Sie noch bis zum 27. September 2009 die Chance dazu. Das Filmwelt-Center direkt an der A2 in Lauenau (bei Hannover) ist täglich von 14 bis 20 Uhr geöffnet, bei Besuchen am Wochenende wird um vorherige Anmeldung gebeten. Weitere Informationen findet man auf Martin Netters offizieller Website.

Und wer weiß, vielleicht darf, wer ganz lieb fragt, ja sogar mal auf Kirks Sessel, Archers Couch oder in Starbucks Koje platznehmen...

Weiterführende Links

  • Filmwelt-Center.com
    Die Website zur Ausstellung, mit allen Infos und Bildergalerie.

  • Trek-Zone

    Henning Koonert und Peter Glotz haben sich aufgemacht, ein Stück Produktionsgeschichte von "Star Trek" in Augenschein zu nehmen. Sie kehrten beeindruckt zurück.


     

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    "Mit dem VISOR war ich oft bevorzugtes 'Opfer' der Presse..."

    Das TZN im Interview mit Dietrich Kerner

    Wieder einmal hatte das TZN Gelegenheit, mit interessanten Menschen aus der "Star Trek"-Szene zu sprechen. Heute im Interview: Dietrich Kerner.

    TrekZone Network: Wer ist Dietrich Kerner?

    Dietrich Kerner: Dietrich Kerner ist ein leidenschaftlicher Science-Fiction- und Mystery-Fan. Außer "Star Trek" sehe ich noch gerne "Star Wars", "Back to the Future", "Alien", "Blade Runner", "The Quiet Earth", "Galaxy Quest", "The Matrix", "Silent Running", "The X-Files" und "Lost".

    Aber Dietrich Kerner ist auch ein Hobby-Designer. Die Werke kann man hier sehen: Dafont.com, BrandsOfTheWorld.com, CmdrKerner.deviantart.com, TranCentral4.de, YourProps.com, Coreldraw.com. Zurzeit bin ich dabei, die Hinweisschilder für die "Star Wars"-Ausstellung im Burgdorfer Stadtmuseum (ab 5. September 2009) zu gestalten.

    Meine Brötchen verdiene ich übrigens bei der Firma Wessels und Müller Fahrzeugteile in der Nähe von Hannover.

    TZN: Wie bist du zu "Star Trek" gekommen?

    Kerner: Durch das Gucken der Serie, als Zehnjähriger habe ich 1972 "Raumschiff Enterprise" in der Erstausstrahlung gesehen und war sofort fasziniert. Besonders cool fand ich das Beamen und natürlich Mr. Spock, denn vorher kannte ich nur Serien wie "Invasion von der Wega", "UFO" und "Raumpatrouille". Allerdings waren bei diesen Serien die Außerirdischen immer automatisch die Feinde und Bösewichte, bei "Star Trek" war das anders. Und seitdem bin ich dabei.

    TZN: Was bedeutet "Star Trek" für dich? Ist es mehr als nur eine TV-Serie?

    Kerner: "Star Trek" ist viel mehr als eine Fernsehserie, nämlich auch Kino-Filme, Bücher, Comics... (lacht) Scherz beiseite, durch "Star Trek", die Conventions und Trek-Dinner habe ich viele Gleichgesinnte und Freunde gefunden, das möchte ich nicht mehr missen.

    Ganz besonders gut gefällt mir die Zusammenarbeit mit dem freien TZN-Mitarbeiter Jens Göttling von www.gtjlcars.de, wo ich jeden Monat den "Download des Monats" erstelle und wo auch ein Großteil meiner "Star Trek"-Props zu sehen sind. Außerdem können Leser eigene Vorschläge für diese Downloads einreichen. Einfach mal gtjlcars besuchen, es lohnt sich. Und wenn es euch gefällt, hinterlasst einfach einen Eintrag im Gästebuch.

    Mein persönliches Highlight ist aber der regelmäßige Besuch in Florida bei der Crew der USS Haven. Vor einigen Jahren habe ich Erstkontakt über E-Mail hergestellt und mittlerweile wohne ich beim Captain Norm Liddell in Altamonte Springs, wenn ich drüben bin. Hier ist ein Link zu YouTube vom jährlichen Grillfest im Wekiva Springs State Park. Den Urlaub in Florida nutze ich auch, um meinen langjährigen eBay-Kunden John Luther in Cocoa Beach zu besuchen. Denn da, wo John wohnt, machen andere Amerikaner Urlaub (nur zirka zehn Geh-Minuten bis zum Strand).

     
     

    "J.J. Abrams hat ein schweres Erbe angetreten und gute Arbeit abgeliefert."


    TZN: Hast du den neuen "Star Trek"-Film gesehen? Wenn ja, mit welchen Erwartungen bist du ins Kino gegangen und wie findest du den neuen Film ?

    Kerner: Den neuen Film habe ich bereits zweimal im Kino gesehen, und trotz einiger logischer Löcher finde ich ihn sehr gut. Erwartungen hatte ich erst einmal keine, denn dann kann man auch nicht enttäuscht werden. J.J. Abrams hat ein schweres Erbe angetreten und gute Arbeit abgeliefert. Der Film hat die richtige Mischung aus Spannung, Action und Humor und jeder der Hauptdarsteller hat seine eigene spezielle Szene, wo man gut den Charakter erkennen kann.

    TZN: Auf dem FUNtastik Special in Hamburg warst du mit deinem Stand vertreten, an dem du selbstgebastelte "Star Trek"- und Sci-Fi-Requisiten präsentiert hast. Teilweise baust du bekannte Dinge wie PADDs nach, setzt aber auch eigene Ideen um. Was war dein erstes Stück? Und woher holst du dir Inspirationen?

    Kerner: An mein erstes Stück kann ich mich noch gut erinnern, das war das Abzeichen, das Spock auf der Brust getragen hat. Damals war ich etwa zehn, elf Jahre alt und hatte in einer Zeitung ein großes Bild von diesem Abzeichen gesehen und es gleich auf Papier gemalt und dann auf Pappe geklebt. Dann folgten die Spock-Ohren aus Pappe, Ende der 80er der VISOR und so ging es dann weiter.

    Früher habe ich mir die Inspirationen über die "Gong"-Fotoromane und die Serien/Filme selbst geholt. In den Zeiten des Internets über die bekannten Prop-Homepages wie TheRPF.com, PropFixs.com, Okudagrams.com, YourProps.com, Propcircle.com. Bei TheRPF (Replica Prop Forum) und Okudagrams bin ich eigentlich täglich zu finden; zum Beispiel habe ich mit PhoenixVader aus Wyoming in den letzten Wochen zusammen eine "Battlestar Galactica"-Font entwickelt.

    TZN: Hast du viele Misserfolge hinnehmen müssen?

    Kerner: Nö!

    TZN: Was sagen deine Freunde und Bekannten zu deinem doch außergewöhnlichen Hobby?

    Kerner: Als ich 1992 damit anfing, in voller Uniform und VISOR Conventions zu besuchen, haben mich natürlich einige Bekannte für ziemlich verrückt gehalten. Aber als ich dann erzählt habe, dass ich mit einigen hundert weiteren Verrückten ein tolles Wochenende hatte und für meine Props auch noch einen Preis gewonnen habe, fingen sie an, es langsam zu akzeptieren und ernst zu nehmen. Mit dem VISOR war ich auch oft bevorzugtes "Opfer" der Presse und war schon oft in den Medien. Der Höhepunkt war bislang ein Auftritt mit weiteren elf Trekkies in der Quizshow "Jeder gegen Jeden" mit Hans-Hermann Gockel auf Sat.1 im Februar 1997.

     
     

    "Für ein PADD brauche ich zirka acht Stunden. Da steckt jede Menge Handarbeit drin und die mache ich auch nur, wenn ich Lust dazu habe."


    TZN: Bleibt bei dieser zeitintensiven Beschäftigung eigentlich noch Freiraum für Familie, Job und andere Hobbys?

    Kerner: Das, was du in Hamburg von mir gesehen hast, war die Arbeit von zirka zwei Jahren, das darf man nicht überbewerten. Meinen Ausgleich hole ich mir beim Fahren mit meinem Culty-Liegerad (zirka 3.000 bis 4.000 Kilometer im Jahr). Für ein PADD brauche ich zirka acht Stunden. Da steckt jede Menge Handarbeit drin und die mache ich auch nur, wenn ich Lust dazu habe.

    TZN: Welche Materialien benutzt du, zum Beispiel für die PADDs?

    Kerner: Für die PADDs, das Iso-Chip-Lesegerät, den VISOR und Holo-Emitter verwende ich PVC aus dem Baumarkt, die Markennamen sind Forex, Foamalux und Robex. Für die Iso-Chips nehme ich Bastlerglas, das lässt sich wie Holz verarbeiten.

    TZN: Hast du ein Traumprojekt, das du einmal verwirklichen möchtest?

    Kerner: Eigentlich habe ich so ziemlich alles erreicht, was ich mir vorgenommen habe, denn ich kenne meine Grenzen. Im Kopf habe ich schon Pläne für einen besseren VISOR, habe aber im Moment keine Zeit dazu.

    TZN: Wo bist du anzutreffen?

    Kerner Regelmäßig beim 10-Forward-Dinner in Hannover, auf der FedCon und von Zeit zu Zeit beim FantasticDinner in Hamburg. Online aber auch bei Facebook und Wer-kennt-Wen.

    TZN: Einige abschließende Worte?

    Kerner: Danke für die interessanten Fragen, bis zum nächsten Mal. So long and keep on trekking

    TZN: Vielen Dank für das Interview!

    Kerner No problem, you're welcome.

    Weiterführende Links

  • gtjlcars.de: LCARS total
    Die Website für alle Technik-Interessierten von Jens Göttling.

  • Trek-Zone

    Das Interview wurde geführt von Melanie Brosowski.


     

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    Harte Zeiten für die Voyager-Crew − und ihre Fans...

    Zweitkritik zum Roman "Full Circle"

    "Voyager"-Relaunch-Relaunch. So etwas gab es wohl noch nie: den Neustart eines Neustarts einer "Star Trek"-Serie. Doch Pocket Books machts möglich, genauer gesagt eine Produktpolitik, der es mit der fortschreitenden Expansion des literarischen "Star Trek"-Sektors immer weniger gelang, die einzelnen Relaunchreihen und eigenständigen Geschichten aufeinander abzustimmen.

    Vorbemerkung

    Diese fehlende Abstimmung lag zum einen daran, dass die TV-Serien zu unterschiedlichen Zeiten ihr Ende fanden. "Deep Space Nine" hatte es da − zumal als erste Serienfortführung überhaupt − unmittelbar nach dem Dominion-Krieg am günstigsten, wurde doch der DS9-Relaunch zur Referenz für künftige Fortsetzungsreihen im Trek-Kosmos des 24. Jahrhunderts. Ein anderer Grund für die fehlgeschlagene Synchronisation der einzelnen Relaunches war eine unterschiedliche Begeisterung von Autoren und Editoren für einzelne Serien. So ergab es sich zuletzt, dass das prominenteste Opfer dieser Entwicklung der "Voyager"-Relaunch wurde.

    Schnell hatte sich herausgestellt, dass "Voyager" bei Pocket Books ein wenig wie das schwarze Entlein geführt wurde, da über fünf Jahre hinweg gerade einmal eine Autorin zwei vergleichsweise unspektakuläre Cliffhangergeschichten zustande brachte. Dann kam der schwachbrüstige "Voyager"-Relaunch zu allem Übel unter die Räder der Seconde Decade. Das TNG-Sequel war verhältnismäßig erst spät vom Stapel gelassen worden und mündete nach einigen eher schnöden Borgscharmützeln in die "Destiny"-Reihe ein, die das "Star Trek"-Universum der Picard-Ära auf seine Weise so sehr revolutionierte wie J.J. Abrams' Neuinterpretation des TOS-Epos.

     
     

    Jetzt kommt die unerschrockene Kirsten Beyer und fasst das heikle Eisen des pechgeprüften Sequels zur vierten Trek-Serie noch mal an.


    Vorher hatte die Second Decade sich, gleichsam im Vorbeigehen, angemaßt, mal eben die "Voyager"-Protagonistin schlechthin den bionischen Zombies zum Fraß vorzuwerfen: Kathryn Janeway. Um in der Borg-Sprache zu bleiben: "Voyager" war königinnenlos zurückgeblieben. Müßig, noch zu erwähnen, dass sich die "Titan"-Serie um William Rikers erstes Kommando ihrerseits frühzeitig Tuvok stibitzt hatte, womit auch der die Bühne für den "Voyager"-Relaunch so gut wie verlassen hatte. Was übrig blieb, waren ein paar zerstreute Grüppchen von Resthelden, deren Schicksale durch gewisse Andeutungen im Gefolge von "Destiny" zumindest fraglich geworden waren. Die denkbar schlechteste Ausgangslage, es noch mal mit der Voyager zu versuchen, die ja ihr Serienziel mit der Rückkehr zur Erde ohnehin erreicht hatte.

    Doch jetzt kommt die unerschrockene Kirsten Beyer und fasst das heikle Eisen des pechgeprüften Sequels zur vierten "Star Trek"-Serie noch mal an. Die Autorin, die in enger Koordination mit Ex-Editor Palmieri und anderen Autoren vorging, war sich darüber im Klaren, dass es mehr als eines Trickkistenkaninchens bedurfte, um "Voyager" zurückzubringen, und auch ein wenig des speziellen Geistes, der die Serie umweht und für Fans attraktiv gemacht hatte. Nicht von ungefähr entschied sie sich, einen wahren Wälzer von einem Buch abzuliefern, der auf den sinnigen Titel "Full Circle" hört. Und tatsächlich soll ein Kreis geschlossen werden − und nebenbei ein Bogen geschlagen: "Full Circle" beginnt da, wo die zaghaften Ansätze des ersten, von Christie Golden verfassten "Voyager"-Relaunchs aufhörten, um dann einen wilden Galopp bis in die Ära hinter "Destiny" zu unternehmen. Damit deckt das Buch beinahe drei Jahre ab. Ein hehres Vorhaben. Aber ob der Voyager'sche Zirkelschluss auch gelingt?

    Inhalt

    Der Roman mit deutlicher Überlänge ist unterteilt in mehrere kleinere Geschichten, die sich in zwei großen Storybögen abspielen. Der erste Storybogen betrifft die Fortsetzung der unterbrochenen Erzählung aus "Spirit Walk", der zweite Storybogen den Beginn einer grundsätzlichen Zäsur der "Voyager"-Saga mit Kathryn Janeways Tod.

    Alles beginnt mit der Entführung von Toms und B'Elannas Tochter Miral auf Boreth. Wir erinnern uns: Im "Spirit Walk"-Zweiteiler begab sich die frühere Chefingenieurin der Voyager auf die klingonische Klosterwelt, um Nachforschungen über die Kuvah'magh-Prophezeiung anzustellen, mit der sie erstmals im Delta-Quadranten durch ein klingonisches Generationenschiff in Berührung kam. Damals hielten diese Klingonen Miral für das auserwählte Kind, dessen Niederkunft massive Auswirkungen auf das Dasein der klingonischen Spezies haben würde. B'Elanna, obgleich skeptisch, aber immerhin neugierig, begann zu recherchieren. Zu Beginn von "Full Circle" wird das Boreth-Kloster dann von unbekannten Klingonen angegriffen und ihr Miral von Unbekannten entrissen. Ausgerechnet der Kahless-Klon erklärt sich bereit, B'Elanna zu helfen − und weiht sie in eine Wahrheit ein, die im klingonischen Reich seit Jahrtausenden im Verborgenen existiert. Zwei religiöse Sekten führen offenbar eine Art Dschihad um die Ankunft der Kuvah'magh − die einen wollen sie in Sicherheit bringen, die anderen umbringen. Und die einzige Chance, Miral zurückzubekommen, liegt darin, beide Gruppen gegeneinander auszuspielen. Zusammen mit Kahless begibt sie sich auf eine geheime Mission.

     
     

    Soll man noch einmal Schiffe in den Delta-Quadranten schicken?


    Auf der Voyager, eigentlich für eine andere Mission eingespannt, gerät Tom Paris außer sich, als er erfährt, dass Frau und Tochter verschwunden sind − und B'Elanna ihm obendrein verschwiegen hat, dass sie weiter tiefer in die rätselhaften Kuvah'magh-Angelegenheit involviert war. Chakotay, welcher derweil voll und ganz zu seiner Rolle als Kommandant gefunden hat, blockt die Ersuche seines Ersten Offiziers, B'Elanna zur Hilfe zu eilen, entschieden ab, da nicht zuletzt die Klingonen den Angriff auf Boreth als interne Angelegenheit behandeln. Glücklicherweise hat Paris aber eine Fürsprecherin: Admiral Janeway weilt zufällig an Bord, und sie beide bearbeiten Chakotay so lange, den Kurs zu ändern und nach Qo'noS zu fliegen, bis er das Gefühl hat, ein ehemaliger Maquisade halte sich eher ans Protokoll als urechte Sternenflotten-Offiziere. Kanzler Martok hat glücklicherweise auch seinen guten Tag und gestattet der Voyager, an den Ermittlungsarbeiten zu partizipieren.

    Im Verlauf dieser ungewöhnlichen, aber doch eben Familienmission unterstützen auch Seven und der Doktor von dem Thinktank aus die Bemühungen der Voyager, sodass man zuletzt dem Mysterium um die Kuvah'magh auf die Schliche kommt. Tabula Rasa: Offenbar machen die Klingonen so etwas wie eine bedenkliche Deevolution mit und könnten in den kommenden hundert Jahren nicht mehr so existieren wie heute. Kinder wurden bereits mit degenerierten Genomen geboren, was jedoch geheim gehalten wurde. Hier kommt Miral ins Spiel: Da die deevolutionäre Katastrophe schon vor Jahrtausenden vorhergesehen wurde, gaben bestimmte klingonische Gruppen noble Blutlinien weiter. Aber nur Mirals ein Viertel klingonisch, dreiviertel menschliche DNA hat das Potenzial, die klingonische Spezies zu retten...
    (jw)

    Kritik

    "Full Circle" deckt den Zeitraum einiger Jahre ab. Zwischen den Jahren 2378 und 2381 passiert nicht nur für die Voyager-Crew einiges. Auch die Föderation muss eine der größten Krisen ihrer Geschichte durchleben. Denn in diesen Zeitraum fällt die massive Invasion durch die Borg, die in der "Destiny"-Trilogie beschrieben wird.

     
     

    "Full Circle" ist überraschend mitreißend und weitestgehend auch traurig.


    Während dieser Zeit wird jedoch auch jede Vorstellung, die die Voyager-Offiziere nach ihrer Rückkehr hatten, zerstört. B'Elanna Torres und Tom Paris geraten in ernste Schwierigkeiten, weil ihr Kind in einen mythologischen, klingonischen Streit gezogen wird. Ihre Beziehung ist unter solchen Bedingungen nur schwer fortzuführen. Harry Kim merkt, dass das Leben mit seiner Freundin nicht so ist, wie er es sich vorgestellt hat. Chakotay kann seine Liebe zu Kathryn Janeway lange nicht ausleben, und just in dem Moment wo das möglich wäre, wird sie von den Borg getötet. Seven kommt nicht wirklich damit zurecht, ein Menschen zu sein. Lediglich dem Doktor und Tuvok gelingt es, persönliche Tragödien zu vermeiden.

    Über allem hängt zudem noch die "Full Circle"-Kommission. Was zunächst nur ein Bericht über die Jahre der Voyager im Delta-Quadranten ist, artetet schnell zu der Frage aus, ob man noch einmal Schiffe in den Delta-Quadranten schicken sollte. Die logische Wahl wäre dabei die Voyager und ihre Crew. Janeway ist stark dagegen, doch nach ihrem Tod kann sie nur schwer dagegen protestieren. Am Ende wird Chakotay das Kommando über die Voyager aberkannt und tatsächlich eine Flotte mithilfe der Slipstreamtechnologie in den Delta-Quadranten geschickt.

    "Full Circle" ist verwirrend, weil es so häufig zwischen den Zeiten springt. Ständig muss man sich daran gewöhnen, wieder an einem ganz anderen Zeitpunkt zu sein, als man es noch in dem letzten Kapitel war.

    "Full Circle" ist aber auch überraschend mitreißend und weitestgehend auch traurig. Das verwundert wohl kaum, schließlich muss fast jede Voyager-Hauptperson eine schwierige Phase durchleben. Es ist aber sehr schön, diese Crew mal wieder miteinander zu erleben. Zwar ist es meistens nicht in netten Situationen, aber sie spielen in diesem Buch weitaus besser zusammen als in mancher TV-Folge. Garniert wird das Team noch durch einen neuen Counselor. Dieser wirkt zwar relativ eigensinnig und unsympathisch, erweist sich zum Ende hin jedoch als äußerst hilfreich und freundlich.

    Die Geschichte um Tom und B'Elannas Kind ist mitreißend. Mitreißend, weil der Ausgang nicht wirklich klar ist. Ansonsten ist sie ebenfalls sehr verwirrend, weil die ganze Klingonen-Mystik-Geschichte sehr undurchsichtig ist. Bis zum Schluss bleibt offen, ob das genetische Problem der Klingonen jetzt gelöst werden kann und ob die Verfolger der Tochter von Paris nun wirklich getäuscht worden sind.

    Chakotays Geschichte ist hingegen weitaus dramatischer. Er hat die Person verloren, die er liebte und seine Karriere ist daran sozusagen kaputt gegangen. Zum Schluss entscheidet er sich gar dafür, die Sternenflotte ganz zu verlassen. Es ist auch nur schwer vorstellbar, was er ohne das Kommando über ein eigenes Schiff tun könnte. Ein Schreibtischjob wäre für ihn sicher nicht das richtige.

    Fast schon absurd ist allerdings die Mission, die in den Delta-Quadrant aufbricht. Gerade hat die Föderation einen Großteil ihrer Flotte verloren. Sicherlich möchte man nun nichts sehnlicher, als endlich wieder zu den Grundwerten der Föderation zurückzukehren und die Galaxis erforschen. Aber in "A Singular Destiny" und "Losing the Peace" wurde mehr als deutlich, dass die Föderation große eigene Probleme hat. Mit dem Aufkommen des "Typhon Pact" kommt auch noch eine außenpolitische Gefahr hinzu. Wie kann man da so viele Schiffe ins Ungewisse schicken? Nur um zu überprüfen, ob die Borg tatsächlich nicht mehr existieren? Aber was nützt einem das, wenn dabei die Föderation zusammenbricht?

     
     

    Der Roman wirkt als Pilotfolge für weitere "Voyager"-Abenteuer im Delta-Quadranten.


    Sehr gut getroffen sind aber die Charaktere. Nebenbei bekommt man in diesem Buch auch mal ein paar Einblicke in die Arbeitsweise einiger Sternenflotten-Admiräle. Einerseits bekommt man den Eindruck, dass sie vielleicht doch ein wenig kompetenter sind, als sie in letzter Zeit in den Trek-Romanen wirken, andererseits sind viele ihrer Entscheidungen immer noch höchst unsinnig und zeigen, dass hinter den Schreibtischen scheinbar jede Praxis-Erfahrung vergessen wurde.

    Chakotays Entwicklung wird zudem sehr gut dargestellt. Man fühlt beinahe, wie in ihm etwas zerbricht, als er von dem Tod Janeways erfährt. Gerade dadurch, dass im ersten Teil eine Mission vor ihrem Tod und im zweiten zwei Missionen nach ihrem Tod erzählt werden, merkt man, wie sehr er sich verändert hat.

    Außerdem weist das Buch auch ein überzeugendes Tempo auf. Durch die vielen kleinen Geschichten, die erzählt werden und die vielen Zeitsprünge wird man immer gezwungen weiterzuleben. Das sorgt dafür, dass nie über lange Zeit Langeweile aufkommt.

    Fazit
    "Full Circle" baut die Brücke vom Ende der Fernsehserie "Voyager" bis zu der aktuellen Handlungszeit der "Star Trek"-Romane. Da muss viel Zeit überbrückt werden. So wirkt vieles in dem Roman dann auch hektisch. Die Idee der Klingonenhandlung ist ungewöhnlich, wirkt auch noch nicht ganz logisch, ist aber spannend. Ansonsten ist "Full Circle" allerdings ein Roman, der sich auf die Charaktere konzentriert und dies auch sehr gut macht. Letztendlich wirkt er aber als nicht viel mehr als eine Pilotfolge für weitere "Voyager"-Abenteuer im Delta-Quadranten. Wenn diese aber auf diesem Niveau oder besser sind, wäre das durchaus zu wünschen.

    Nach diesem Roman wäre es durchaus wünschenswert, wenn der "Voyager"-Relaunch nun wirklich in Fahrt käme und es nicht noch einmal notwendig wird, so eine Aufholjagd zu machen. Hoffentlich kann dann demnächst auch wieder eine Geschichte "aus einem Guss" erzählt werden.
    (mw)

    Weiterführende Links

  • Amazon: "Full Circle"
    Die Bestellmöglichkeit zum Roman.

  • Trek-Zone

    Martin Weinrich und Julian Wangler berichten über den Roman von Kirsten Beyer.


     

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    "Ein Teil meiner Uniform stammt von einem gefallenen Soldaten"

    Ein Gespräch mit Magnus Müller

    Ein weiteres Trek-Sommergespräch aus der deutschen Fan-Szene: Event-Gestalter und -Fotograf Magnus Müller berichtet über seine vergangenen und zukünftigen Arbeiten.

    TrekZone Network: Wer ist Magnus Müller?

    Magnus Müller: Mitte 30 und immer dabei, anderen Gutes zu tun, sei es "nur" ein Lachen zu schenken.

    TZN: Wie bist du zu "Star Trek" gekommen, nachdem du ja eigentlich ein eingefleischter "Star Wars"-Fan bist?

    Müller: Trekkie war ich schon immer, habe fast alle Serien auf DVD, aber zwei Monate vor dem neuen Film wurde ich gefragt, ob ich nicht die Pre-Preview im Hamburger Cinamaxx Dammtor organisieren möchte und das hab ich, dank der tollen Fans in und um Hamburg!

    TZN: Was bedeutet "Star Trek" für dich? Ist es mehr als nur eine TV-Serie?

    Müller: "Star Trek" hat tolle Filme (gerade der neue) produziert, aber ich denke, wie bei den meisten Fans sind es die Serien, die einem zu Hause immer für zirka 45 Minuten ein wohliges Gefühl gegeben haben, als wäre man Teil einer Familie und erlebe jede Woche ein neues Abenteuer.

    TZN: Mit welchen Erwartungen bist du ins Kino gegangen und wie findest du den neuen "Star Trek"-Streifen?

    Müller: Der neue Film war, wie erwartet, einfach einmalig. Klingt überheblich, aber für Filme habe ich über die Jahre einen echten Riecher entwickelt. Natürlich kann es immer anders kommen, aber allein schon, als ich ein Foto von dem neuen Spock gesehen hatte, war mir klar, das Ding wird ein Renner.

    Da ich glücklicherweise das Original schon zwei Wochen vorher in Englisch bei einer Pressevorführung gesehen hatte, konnte ich mit gutem Gewissen die Pre-Preview eröffnen. Und um mal ganz überheblich zu klingen: Vom ersten Moment an kam mir folgender Satz in den Kopf: "'Star Trek' lebt!" − und diese Botschaft versuche ich weiterzugeben.

    TZN: Du bezeichnest dich selbst als nichtkommerziellen Event-Gestalter und -Fotografen. Was genau tust du?

    Müller: Nichtkommerziell darum, weil ich für alles, was ich mache, kein Geld bekomme, es sei denn, es ist eine Aufwandsentschädigung. Natürlich würde ich gerne auch mal Profit machen wollen, also kommerziell und offiziell als Event-Gestalter und -Fotograf arbeiten. Aber selbst, oder gerade, der Weg zu Selbstständigkeit ist sehr teuer. Ein Logo und einen Namen gibt es schon und ist manchmal auch auf Fotos zu sehen, in orange/weiß "MAGNUS-PIX"! Sobald alles namensrechtlich geschützt ist, kommt dann auch eine offizielle Seite in der Welt der WWWs!

     
     

    "Sofern es mir erlaubt wird, sammle ich als Spendensammler-Fundraiser Geld für die 'Sternenbruecke'."


    Was genau, nun ... seit zehn Jahren habe ich Kontakt mit allem, was mit Kino, Filmen, Stars, Sternchen, halt eben auch "Star Trek" und "Star Wars" zu tun hat. All diese Kontakte nutze ich meist gleich für Mehreres. Wichtig ist der Spaßfaktor. Gerade weil alles, was ich mache, reine Freizeit und somit Hobby ist, sollte es nicht übermäßig ausarten, denn schließlich bin ich kein professioneller Event-Gestalter und -Fotograf, nur ein mittlerweile erfahrener! Was sich auch nicht groß ändern soll, wenn es zum Kommerz werden sollte. Mehreres aber bedeutet bei mir meistens: beispielsweise bringe ich Menschen zusammen, alle erleben etwas Spektakuläres, nicht Alltägliches, sowohl die Akteure (meist Kostümierte) als auch die Zuschauer. Wenn mich einer fragt, sage ich meistens: "Ich mache den Film oder das Thema lebendig." Das trifft es sehr gut. Denn wer trifft schon sonst in der Öffentlichkeit, oder im Kino, Menschen als Jedi oder Captain Archer...

    Sofern es mir dann erlaubt wird, vom eigentlichen Veranstalter, wie zum Beispiel Andere Welten oder Cinemaxx in Hamburg, sammle ich als Spendensammler-Fundraiser Geld für die Sternenbrücke! Das mache ich jetzt seit 2007 und demnächst auch wieder in einer "Star Wars"-Museumsausstellung mit meinen Exponaten bei Hannover. Das ist etwas, was mir besonders wichtig ist und worüber ich mich dann auch besonders freue. Man hat also Spaß, erlebt etwas Einmaliges und erfüllt auch noch einen guten Zweck!

    TZN: Was war dein größter Erfolg und Misserfolg?

    Müller: Mein größter Erfolg ... schwierig, in zehn Jahren sammelt sich so einiges. Aber ich denke, ein Dankesbrief von Lucasfilm persönlich für meinen karitativen Einsatz bei Events ist etwas, was mir immer sehr viel bedeuten wird. Aber auch das Angebot, meine "Star Wars"-Exponate in der kommenden Ausstellung im Museum bei Hannover ausstellen zu dürfen, hat mich sehr überrascht und darauf bin ich auch schon ganz gespannt.

    Misserfolg: Wenn ich ehrlich bin, hatte ich noch keinen. Das Schicksal meint es gut mit mir. Natürlich gab es Grenzen. Wenn nach einer Veranstaltung Beteiligte statt "Danke" zu sagen nur nach Dingen suchen, die man besser hätte machen können. Natürlich bin ich offen für Kritik und Verbesserungen, aber ich hab auch feststellen müssen, dass es Menschen gibt, die anderen, warum auch immer, nicht gönnen wollen, dass etwas machbar und geglückt ist. In einem Fall hat sich herausgestellt, dass ich mit einem netten Telefonat einfach eine Zusage bekommen habe, wo er/sie nur Absagen bekommen hat. Aber über so was mache ich mir eigentlich keinen Kopf, denn ich gönne jedem einfach alles. Darum verstehe ich so was dann auch nicht! Und bei einem Event hätte tatsächlich nach zwei Monaten Aufwand alles in der letzten Minute platzen können. Da kommt man schon ins Schwitzen und Grübeln, gerade wenn es etwas Großes ist.

    TZN: Haben die Stars, die du getroffen hast, auch Star-Allüren gehabt?

    Müller: "Nein" wäre eine Lüge. Lustig ist es aber dann, wenn diese Allüren eigentlich den wahren Menschen zeigen. Ich sage nur FedCon und "Wo ist mein Bier?". Aber solche Extreme sind die Ausnahme. Bis jetzt hab ich immer das Rezept meines Vaters verfolgt: "Jeder Mensch könnte dein Nachbar sein. Also behandle ihn auch so." Und siehe da, wenn man natürlich zu ihnen ist, sind sie es auch zu dir. Allerdings werden sie oft durch ihr Umfeld förmlich zu Dingen gezwungen, die sie sonst nicht machen, wenn man sich mit ihnen privat unterhält. Ich sage nur wieder FedCon und "Indeed!". Wobei bitte festgehalten werden soll, um Missverständnisse zu vermeiden, die FedCon war und ist super, finde ich!

    TZN: Ich kann mir vorstellen, dass du jede Menge Erinnerungsstücke/Autogramme/Fotos hast. Quillt deine Wohnung davon bald über oder wie muss man sich dein Heim vorstellen?

    Müller: Es quillt! Und obwohl ich zwangsweise versuche, Platz zu machen, durch Verkäufe oder Versteigerungen, kommt immer wieder was dazu. Ich habe unten ein "Star Wars/Trek/Gate"-Museums-Heimkino-Wohnzimmer und mittlerweile hänge ich meine neusten Sachen schon hier oben im Arbeits- und Schlafzimmer auf.

     
     

    "Die Trekkies aus Hannover haben ein Museum zur Verfügung, wo sie schon zweimal eine 'Star Trek'-Ausstellung hatten, und nun wollen sie eine 'Star Wars'-Ausstellung machen."


    TZN: Was ist dein aktuelles Projekt?

    Müller: Wie bereits erwähnt, habe ich das Angebot im September, genaue Daten bekomme ich noch, zwei bis drei Vitrinen mit "Star Wars"-Kostümen auszustatten. Die Trekkies aus Hannover haben ein Museum zur Verfügung, wo sie schon zweimal eine "Star Trek"-Ausstellung hatten und nun wollen sie eine "Star Wars"-Ausstellung machen. Da ich bei dem Fantastik-Online-Dinner in Hamburg eine Versteigerung machen durfte und eine Mitverantwortliche aus Hannover dabei war, wurde ich anschließend gefragt, da bekannt ist, dass ich ein Mitglied der 501st bin, ob ich nicht meinen Beitrag leisten möchte. Ich werde dort im Namen der Sternenbrücke agieren und als Aussteller, gegebenenfalls sogar offiziell in Kostüm, im Namen der 501st! Wer aktuelle Infos haben möchte, kann sich ja über MySpace mit mir in Verbindung setzen!

    TZN: Du bist Single. Hängt das mit deinem, wie ich mir vorstelle, zeitintensiven Hobby/Beruf zusammen?

    Müller: Es gab noch nie so eine hohe Scheidungsquote wie im letzten Jahr und dieses Jahr wird nicht besser. Obwohl ich Optimist bin, hat mich die Erfahrung gelehrt, dass Menschen wie ich schon ein sehr gutes Schicksal haben müssen, um einen "passenden" Partner zu finden. Menschen wie ich sind interessant, und obwohl ich auch meine Grundsätze habe, muss wohl noch die Frau geboren werden, die glaubt, dass sie mit mir eine "reale" Zukunft haben kann und nicht eine "fantastische". (lacht) Aber als Optimist ... lass ich das Schicksaal walten und erwähne einen meiner Grundsätze: "Sag niemals nie!"

    TZN: Auf dem FUNtastik-Special hast du zugunsten des Kinder-Hospizes Sternenbrücke einige Liebhaberstücke versteigert. Wie bist du zu dieser Einrichtung gekommen und magst du etwas Näheres darüber erzählen?

    Müller: Vor genau zehn Jahren hab ich bei "Star Wars − Episode 1" das Event im Cinemaxx auf die Beine gestellt, mein erstes! Dort wurde Geld in Form eines Schecks für "Kinder auf der Straße" gesammelt. Das fand ich toll. 2007, als ich dann auch mal selbst im Kostüm bei den Events dabei war, dachte ich mir, wem kann ich helfen? Als mir jemand die Brücke nannte, informierte ich mich und fand, das wäre das Richtige. Sterbenskranke Kinder, die Medikamente brauchen und ihre letzten Tage in einem Hospitz "mit der Familie" verbringen dürfen. Was gibt es Schlimmeres für so kleine Wesen und was gibt es Besseres, als denen die letzten Tage auf Erden glücklich zu gestalten?! Für mich keine Frage, darum helfe ich, wo ich kann, mit meinen begrenzten Mitteln!

    TZN: Du hattest im Jahr 2007 einen schweren Motorrad-Unfall, bist aber der Szene immer noch treu. Hat der Unfall dein Leben verändert?

    Müller: Eigentlich müsste man "leider" sagen in Bezug auf den Unfall, da ein Unfall ja nie was Gutes hat, und gesundheitlich habe und werde ich damit immer zu tun haben. Aber da ich ein Mensch bin, der gewohnt ist, aus dem Tiefsten erst recht rauszukommen, habe ich gerade seit dem Unfall die schönsten Momente meines Lebens erleben dürfen. Kurz nach dem Unfall, obwohl ich einen Rollstuhl hatte, ging ich schon auf Krücken und sogar nur an einem Stock. Ich hatte einen Bruch, Bänder waren gerissen und so weiter, aber ich hatte lange vorher mein Ticket für eine Reise nach London gebucht und bezahlt, wo drei Tage lang "30 Jahre 'Star Wars'" gefeiert wurde, mit fast allen Stars. Und ich hatte mir geschworen, komme was wolle, du bist dabei.

    Als ich den Unfall hatte, war das wie ein Omen. Von da an war mein Ziel sogar, wenigstens an einem Tag, in voller Stormtrooper-Rüstung meinen Pflichtmarsch mit allen anderen aus Deutschland zu schaffen. Und das habe ich. Das hat mir geholfen, mit dem Unfall (schneller) fertig zu werden, und hat mir wieder mal gezeigt, wenn man wirklich will, kann man (fast) alles schaffen! Ich bin selten stolz auf etwas, mit dem Wort gehe ich sparsam um, aber diese Leistung wird mir immer bleiben!

    TZN: Was sagen Freunde/Bekannte? Tun dich einige als netten Spinner ab, weil du deine Wochenenden in Uniform mit Gleichgesinnten verbringst?

    Müller: In all den Jahren gab es nur eine Person, die das als Kinderkram bezeichnet hat. Aber das ist okay, denn es ist ja für alle Kinder dieser Welt, ob nun die kleinen, oder die großen. (lacht) Ansonsten fast nur Bewunderung. Viele begreifen zuerst gar nicht, was das ist oder dass es kein Gerede ist, sondern real. Spätestens, wenn sie all meine Bilder sehen mit den Stars oder bei mir zu Hause die Kostüme anfassen, ist jegliche Art von Unverständnis verflogen und es wird nur geschwärmt. Das freut mich dann sehr, da in jedem Kostüm viel Arbeit und Geld steckt.

    TZN: Was war dein schönstes Erlebnis als Fan?

     
     

    "Ich hatte wirklich Glück, dass ich alle Stars, teilweise privat und nicht in der Menge, treffen konnte, die ich auch sehen wollte."


    Müller: Als "Star Wars"-Fan hatte ich viele. Gerade rückblickend, da einige Darsteller leider mittlerweile verstorben sind. Aber ich denke, die 30 Jahre "Star Wars" Celebration 2007 in London war schon der Hammer. Ansonsten die FedCon 2009. Ich hatte wirklich Glück, dass ich alle Stars, teilweise privat und nicht in der Menge, treffen konnte, die ich auch sehen wollte. Sentimental war das Erlebnis mit Christopher Judge, Teal'c von "Stargate". Auf dem gemeinsamen Foto haben wir beide leicht rote Augen und das nicht vom Blitz. Ein Teil meiner "Stargate"-Uniform stammt von einem gefallenen Soldaten aus dem Irak-Krieg. Ich habe ihm gesagt, dass ich gerne ein Foto mit ihm hätte als Ehrung für einen gefallenen Freund. Uh, da waren schnell bei beiden Tränen in den Augen.

    TZN: Einige abschließende Worte?

    Müller: Das ist das Schwerste, aber ich machs kurz. Lebt lang und Prosecco ... nein, Alkohol muss nicht sein. Darum, wer anderen eine Freude machen möchte und nicht weiß wie, schaut euch meine Seite an, added mich als Freund, dann seht ihr alle Fotos und ich kann euch Infos senden, wo neue Events starten! Ansonsten wünsche ich allen ein glückliches Leben, viel Spaß mit euren Hobbys und denkt auch mal an die, denen es nicht so gut geht!

    TZN: Vielen Dank für das Interview!

    Weiterführende Links

  • Ausstellungs-Seite des STCH
    Ausstellung 2009: "Möge die Macht mit Dir sein − 3 Jahrzehnte ‚Star Wars'" ab dem 5. September in Burgdorf.

  • Trek-Zone

    Das Interview wurde geführt von Melanie Brosowski.


     

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    Die Ereignisse des Monats

    September 2009

    Die Trek-Highlights der nächsten vier Wochen im Überblick.

    Trek-Kalender

     
     

    Montag

     

    Dienstag

     

    Mittwoch

     

    Donnerstag

     

    Freitag

     

    Samstag

     

    Sonntag

     
     
           01.September    02.September    03.September    04.September    05.September    06.September  
               

    Convention
    Dragon Con
    (4 Tage)
    Infos

         
       07.September    08.September    09.September    10.September    11.September    12.September    13.September  
         

    Geburtstag
    Jeffrey Combs
    (Weyon, Brunt)

       

    Geburtstag
    Roxann Dawson
    (B'Elanna Torres)

     


       
       14.September    15.September    16.September    17.September    18.September    19.September    20.September  
     

    Geburtstag
    Walter Koenig
    (Pavel Chekov)

     

    Geburtstag
    Tom Hardy
    (Shinzon)

       

    Roman
    Michael Jan Friedman
    "Star Trek: TNG − Tod im Winter"
    Bestellen

    Comic
    Scott Tipton, u.a.
    "Star Trek: Spiegelbilder"
    Bestellen
    (gebundene Ausgabe)
    Bestellen (TB)

           
       21.September    22.September    23.September    24.September    25.September    26.September    27.September  
         

    Geburtstag
    Rosalind Chao
    (Keiko O'Brien)

             
       28.September    29.September    30.September                  
       

    Roman
    Kirsten Beyer
    "Star Trek: Voyager − Unworthy"
    Bestellen

                       
     


     

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    Mit Humor quer durch die Sci-Fi-Zone

    Fünf...

    In dieser neuen Rubrik möchten wir Ihnen auf humorvolle Weise Faszinierendes, Interessantes und Lustiges quer durch die Sci-Fi-Szene präsentieren.

    Fünf Möglichkeiten, durch die Zeit zu reisen

    Mittels eines Quantenbeschleunigers. Gesehen bei "Quantum Leap − Zurück in die Vergangenheit". Nicht unberücksichtigt lassen sollte man bei dieser Methode, dass man in andere Menschen springt und man nie weiß, wo, wann oder in wem man landet. Sicher ist es jedoch die interessanteste Art zu reisen.

    In einem De Lorean DMC-12, der mit einem Fluxkompensator ausgestattet ist. Um einen Zeitsprung machen zu können, muss der Wagen allerdings eine Geschwindigkeit von 140 km/h erreichen. Also sollte man zusehen, dass man stets eine freie Strecke dafür hat.

    Indem man mit einem Raumschiff auf eine Sonne zufliegt, "bis man einfach Sprunggeschwindigkeit erreicht", wie sich McCoy so schön in "Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart" ausdrückte. Na, wenn Zeitreisen so einfach sind − Engage!

    Anomalien. Gesehen in "Primeval". Allerdings sollte man nur schwer bewaffnet reisen, da man nie weiß, in welcher Epoche man landet − und die Gefahr, einem T-Rex direkt vor das Maul zu fallen, ist enorm. Auch die Besichtigung von Sehenswürdigkeiten sollte man nicht mit einplanen, da die Dauer, während der eine Anomalie offen bleibt, nicht vorhersehbar ist.

    In einer englischen Polizeinotrufzelle der 60er-Jahre. Gesehen bei "Doctor Who". Äußerst beengt, aber mit Stil.

    Fünf Gefahren beim Beamen

    Man rematerialisiert in einem Wassertank. Ausprobiert in "Star Trek XI" von Montgomery Scott.

    Man bleibt Jahrzehnte in einem Transporterpuffer hängen. Gesehen in der TNG-Folge "Besuch von der alten Enterprise".

    Man spaltet sich in ein gutes und in ein böses Individuum, wobei allerdings keine der beiden Hälften ohne die andere existieren kann. Gesehen in der TOS-Episode "Kirk : 2 = ?".

    Man wird während des Beamens von wurmartigen Wesen angegriffen, die im Musterpuffer gefangen sind. Erlebt von Lieutenant Reginald Barclay in "Todesangst beim Beamen".

    Man verschmilzt durch eine Transporterfehlfunktion mit der anderen gebeamten Person zu einem völlig neuen Individuum. Erlebt von Neelix und Tuvok in der Folge "Tuvix".

    SF-Zone

    Zusammengestellt von Melanie Brosowski.


     

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    Neue Abenteuer im Weltraum

    Hörspiel-Rezensionen

    Im Folgenden nehmen wir "Planet Eden", "Synthetic Intelligence − Phase 02" und "Raumstation Alpha Base − 3: Freund oder Feind" unter die Lupe.

    "Planet Eden", Teil 1

    Als das Raumschiff Kopernikus von einer vier Jahre dauernden Marsmission zurückkehrt, erlebt die Crew − eben aus dem Kälteschlaf erwacht − eine böse Überraschung: Die Weltraumstation Lunaris, ihr erster Anlaufpunkt vor der Rückkehr zur Erde, liegt verlassen da. Da die Vorräte auf der Kopernikus nahezu aufgebraucht sind, ist die Crew auf eine Sanierung der Lunaris angewiesen. Beim Check der Systeme stellen sie fest, dass die Lunaris in wenigen Stunden auf die Erde zu rasen und in der Atmosphäre verglühen wird. Die Crew beschließt ein waghalsiges Manöver, um die Ressourcen der Lunaris für sich zu sichern.

    "Planet Eden", Teil 2

    Nachdem die Crew die Lunaris wieder stabilisiert hat, wendet sie sich dem größeren Problem zu: den verschwundenen Menschen. Was ist auf der Erde geschehen? Warum gibt es keinerlei Wolken mehr am Himmel? Warum nimmt niemand die Funkrufe entgegen? Eine blinde Passagierin, die von der ehemaligen Besatzung der Lunaris als Gefangene gehalten wurde, wird von der Crew gefunden. Sie weiß Unglaubliches zu erzählen. Das Projekt "Silk and Sun" soll angeblich etwas mit der Katastrophe zu tun haben. Die Menschen sind nicht verschwunden, sie sind tot, und ein Stab von Industriellen soll dafür verantwortlich sein. Die Crew beschließt, einen Ausflug zur Erde zu unternehmen und nach Überlebenden zu suchen. Ihre erste Station machen sie im irischen Wicklow, wo sich ein neuer Raumhafen befinden soll. Tatsächlich stoßen sie auf Leben, allerdings ist es nicht menschlich...

    "Planet Eden", Teil 3

    Nach dem herben Rückschlag, den die Crew in Wicklow hinnehmen musste, gibt sie dennoch die Hoffnung auf Überlebende nicht auf. Sie fliegen zur Militärbasis Mildenhall. Und tatsächlich orten sie menschliche Überlebende. Die Euphorie schwindet rasch, als die Ortungspunkte nach und nach von der Karte verschwinden. Irgendjemand oder irgendetwas tötet Menschen.

    Ich war schlichtweg begeistert von "Planet Eden". Alles wirkt glaubhaft und nicht wie abgelesen. Besonders die Interaktionen der Sprecher untereinander. Da ist keine Pause zu lang und die ironischen Dialoge werden flüssig gebracht. Trotz all der Dramatik des Plots kommt der Humor nicht zu kurz. Dies ist ein ganz großes Plus für die Serie. Außerdem sind die komplizierten technischen Abläufe gut recherchiert. Eine ausgezeichnete Storyline und Charaktere mit Tiefe machen wirklich Spaß. Als Schmankerl wird dem Hörer am Ende von Teil 1 eine Sequenz mit Outtakes kredenzt. Eine ausgesprochen innovative und witzige Idee, kennt man das bislang doch nur von Filmen.

    Die Crew wird unter anderem vertont von Sandra Schwittau (Hillary Swank), Torsten Münchow (Adam Sandler) und Norbert Gastell (Homer Simpson).

    "Planet Eden" ist eine Serie, die Spaß macht. Sowohl für SF-Fans als auch für Zuhörer, die sich nach einer guten Geschichte sehnen.

    Technische Details, Teil 1

    Herausgeber Maritim-Verlag

    Erscheinungsdatum 31.07.2007

    Altersempfehlung für Hörer ab 12 Jahre geeignet

    Laufzeit ca. 65 Minuten

    ISBN 978-3-86714-047-8

    Technische Details, Teil 2

    Herausgeber Maritim-Verlag

    Erscheinungsdatum 28.02.2008

    Altersempfehlung für Hörer ab 12 Jahre geeignet

    Laufzeit ca. 63 Minuten

    ISBN 978-3-86714-075-1

    Technische Details, Teil 3

    Herausgeber Maritim-Verlag

    Erscheinungsdatum 30.8.2008

    Altersempfehlung für Hörer ab 12 Jahre geeignet

    Laufzeit ca. 60 Minuten

    ISBN 978-3-86714-098-0

    "Synthetic Intelligence − Phase 02, Das neue Leben"

    Elliot Meister versucht, das Spiel zu verstehen, das ihm von feindlichen Mächten aufgezwungen wird. Allerdings sind ihm die Regeln gänzlich fremd und jeder Schritt kann ihn in die falsche Richtung führen. Die Reporterin Lilly (Arianne Borbach) interessiert sich für die Unfälle, die stets im Beisein von Eliott Meister geschehen und heftet sich an Eliotts Fersen. Tatsächlich findet sie ihn, er hat jedoch kein offenes Ohr für ihr Bestreben, den merkwürdigen Zufällen einen Sinn zu geben und schickt sie fort. Doch ehe sie ihn verlassen kann, wird ihr Spiegelbild angegriffen.

    So viel hat Eliott mittlerweile verstanden: Jeder Mensch existiert zweimal in zwei Welten. Einmal in seiner bösartigen Inkarnation und in seiner guten. Gelingt es den Mächten, sich beider Inkarnationen zu bemächtigen, wird der Mensch, der einst eine Seele besaß, zu einer willenlosen Hülle, die von den Mächten benutzt wird. Nur wenigen ist es gestattet, die Grenze zwischen den beiden Welten zu durchqueren. Eliott kann es, wenngleich es ihm nicht erlaubt ist.

    Faszinierend an "S.I." ist, dass der Hörer genauso viel − oder wenig − Informationen erhält wie Eliott. Dadurch besitzt der Protagonist einen hohen Identifikationsgrad. Als Hörer fiebert man mit. Mir ging es so, dass ich permanent darüber nachdachte, was eigentlich hinter dem großen Ganzen steht. Und damit ist die Rechnung voll aufgegangen: Ich warte gespannt auf den nächsten Teil der Serie.

    Die Soundkulisse erinnert an Tad Williams "Otherworld". Ein wenig psychedelisch und immer surreal. Perfekt, um den Hörer in die gespaltene Welt mitzunehmen, in der nichts ist, wie es scheint.

    Als einziger Kritikpunkt ist anzumerken, dass die Dialoge an manchen Stellen hölzern rüberkommen, was nicht an den Sprechern, sondern vielmehr am Skript liegt. Die Sprecher sind ihrer Rollen gemäß gut besetzt. Mit dabei sind: Florian Halm, Arianne Borbach, Anke Reitzenstein, Norbert Gastell, Stefan Staudinger, Kai-Henrik Möller und Walter von Hauff.

    Hörer, die Gefallen an "Matrix", "Gabriel Burns" oder "Otherworld" haben, können hier getrost zugreifen. Mit "S.I." ergattert man sich in jedem Fall ein solides Hörspiel.

    Technische Details

    Herausgeber Maritim Verlagsgruppe Hermann; Auflage: 1., Aufl. (16. Juni 2009)

    Sprache Deutsch

    ISBN-10 3867142351

    ISBN-13 978-3867142359

    Vom Hersteller empfohlenes Alter ab 16 Jahren

    Rezension "Raumstation Alpha Base − 3: Freund oder Feind"

    Die Crew der Alpha Base sieht sich mit neuen Problemen konfrontiert. Angehörige des "Imperiums", einer Rasse von Außerirdischen, die den Menschen ähneln, nehmen Kontakt zur Raumstation auf. Allerdings scheint das Imperium zwiegespalten zu sein. Der Captain der Alpha Base, Nicole Schwing, weiß nicht, ob sie dem Angehörigen des Imperiums, Al Cardel, trauen kann, der auf die Alpha Base kommt. Er verspricht ihr eine Zusammenarbeit, stellt ihr sogar einen Arzt zur Verfügung, der ihr das Augenlicht zurückgibt, das sie während eines Gefechts verlor ("Raumstation Alpha Base − 2: Überleben").

    Plötzlich meldet sich jedoch eine Kontrahentin von Al Cardel zu Wort, die ebenfalls dem Imperium angehört. Sie möchte, dass Nicole Schwing ihr Al Cardel ausliefert. Die Crew der Alpha Base ist ratlos, denn sie wird zusehends in die persönliche Fehde zweier gleich starker Gegner hineingezogen, ohne die Spielregeln zu kennen. Eine weitere schwierige Aufgabe erwartet einen Teil der Crew. Sie soll die Norka'de, friedliche Bewohner des Planeten Zulu, zur Zusammenarbeit auffordern, die bislang allen Zwistigkeiten aus dem Weg gingen.

    Der dritte Teil der SF-Reihe führt den begonnenen Handlungsstrang konsequent weiter. Nun, da alle Hauptcharaktere eingeführt wurden, kommen neue − und interessante − Figuren ins Spiel. Die Schlinge um den Hals der Alpha-Base-Crew zieht sich enger. Gut umgesetzt wird der steigende Stresspegel durch rasante Szenenwechsel und Action-Einlagen. Gertie Honeck, alias Nicole Schwing, hat ihre Crew im Griff und lässt sich nicht durch den schmierigen Al Cardel hinters Licht führen. Sehr gut finde ich, dass auf den Saboteur Scott Fish weiterhin eingegangen wird und der Hörer sich nicht fragen muss, ob er bereits in seinem Gefängnis verschimmelt ist. Allmählich gewinnen die Figuren die Tiefe, die ich in den ersten beiden Folgen vermisst habe.

    An der Soundkulisse gibt es nichts zu meckern. Gut abgemischte Effekte und passende Musikeinlagen unterstützen die Handlung.

    SF-Fans können auch hier getrost zugreifen. Wer in die Serie einsteigen möchte, dem empfehle ich jedoch, sich die Teile 1 und 2 zuvor anzuhören. Es gibt keine Zusammenfassung zu Beginn.

    Technische Daten

    Verlag Maritim Verlagsgruppe Hermann; 1. Auflage (24. Juli 2009)

    Sprache Deutsch

    ISBN-10 3867142319

    ISBN-13 978-3867142311

    Vom Hersteller empfohlenes Alter Ab 12 Jahren

    Weiterführende Links

  • maritim-Verlag
    Infos, Bestellmöglichkeiten und mehr.

  • Christianes Hörspiel-Zone

    Christiane Gref berichtet über Genre-Veröffentlichungen aus dem Gebiet der spannenden Audio-Unterhaltung.


     

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    Was uns der Herbst bringt...

    Kino-Guide September 2009

    Es ist jedes Jahr der gleiche Frust. Der Sommer neigt sich langsam aber sicher dem Ende entgegen, die Tage werden wieder kürzer, die Röcke der Frauen wieder länger. Das Wetter wird schlechter, kälter, grauer. Die ideale Zeit für gruslige Horrorfilme.

    Aus diesem Grund lädt uns Regisseur David R. Ellis Anfang September ein, seinen alten Kumpel Mr. Tod zu treffen. Dieser treibt im Sequel des Sequels von "Final Destination" seine neusten perfiden Spielchen, um unschuldigen, sonnengebräunten US-Teens ein für alle Mal klar zu machen, dass man das Schicksal nicht betrügen kann. "The Final Destination: Death Trip" nennt sich der unheimlich uninspirierte Grusler, und weil es gerade so schön in Mode ist und die Reihe sonst eigentlich nichts mehr Neues zu bieten hat, darf es diesmal auch in 3D sein.

    Echte Männer lachen natürlich über die dummen Teens in "Death Trip", aber das können sie ja auch gut, denn erstens leben sie nicht in den Staaten, sondern im hohen Norden, und zweitens haben sie die ultimative Geheimwaffe gegen allerlei übles Gesocks: Dreikäsehoch Wickie.

    Was soll man erwarten, wenn uns Michael Bully Herbig ab 9. September mit "Wickie und die starken Männer" beglückt? Kinderkram? Nostalgische Gefühle? Eine irrwitzige Komödie? Ein nettes Familienabenteuer? Vermutlich von allem etwas. Zu Bullys Humor kann man stehen, wie man will, mir ist er zu doof, aber wenn man sich seine bisherigen Erfolge betrachtet, bin ich ja nicht maßgebend. Die Sterne über dem Wickingerdorf Flake stehen jedenfalls günstig, und die Schauspieler sind perfekt gecastet. Ob Bully aber so schlau ist wie Wickie, muss er uns erst beweisen.

    Nebst doofen Teens und schlauen Kids hat der September aber auch einen ganz besonderen Helden zu bieten: einen alten, schrulligen Knacker. Ab dem 17. September dürfte uns mit Pixars "Oben" ein Kinohighlight blühen, welches sich auch gegen Ende des Jahres noch oben in den Charts tummeln dürfte. Im wunderschönen Animationsfilm hat Carl Fredericksen Zeit seines Lebens mit seiner Frau davon geträumt, die Welt zu bereisen, Abenteuer zu erleben und in Südamerika die Paradise Falls zu besuchen. Immer ist etwas dazwischen gekommen. Doch nach dem Tod seiner Frau will der 78-Jährige die Pläne endlich in die Tat umsetzen, zumal sein Häuschen einer neuen Immobilie den Platz räumen soll. Begleitet von dem hartnäckigen Pfadfinder Russell macht er sich auf den Weg − inklusive seines Häuschens, das sich, an zahllosen Ballons aufgehängt, in die Lüfte schwingt. Der Streifen ist, nebenbei erwähnt, auch in 3D, aber sicherlich nicht ganz so schnell vergessen wie obiger Todestrip.

    SF-Zone

    Alle wichtigen Infos und eine Vorabkritik zu den aktuellen Kinofilmen aus den Genres Science-Fiction, Fantasy, Mystery und Horror wie immer im Kino-Guide der SF-Zone − zusammengestellt von Randolph Sutter.


     

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    Yeti, Wolverine und Kannibalen warten auf Sie

    DVD-Guide September 2009

    3.9. − "Dead Wood"

    Vier Freunde finden im Wald ein verstörtes Mädchen. Bescheiden inszenierter Low-Budget-Slasher (2007) von der Stange, produziert in England.

    3.9. − "Study Hell"

    Lehrer dreht durch und will seinen Schülern an den Kragen. Ein weiterer Beitrag (2007) zur scheinbar endlosen Reihe der billig gedrehten Horror-Filmchen mit schrecklichem Look und dilettantischer Inszenierung.

    5.9. − "Torchwood − Season 2"

    Nur diese geheime Elite-Polizei weiß, wie man die Welt vor Aliens und verrückten Zeitreisenden retten kann. Zweite Staffel der kultigen britischen Sci-Fi-Serie (2007).

    11.9. − "Die Rache des Ungeheuers"

    Wissenschaftler sperren eine Kreatur ein, die bald ausbricht. Sequel (1955) zum Klassiker "Der Schrecken vom Amazonas". Eine Schauspielerin und zwei Filmhistoriker sprechen einen Audikommentar zum Streifen.

    17.9. − "Meteoriten − Apokalypse aus dem Weltall"

    Wissenschaftler versuchen einen zerstörerischen Meteroiteneinschlag zu verhindern. Amerikanischer TV-Zweiteiler (2009) nach bekanntem Muster, immerhin mit ordentlich vielen Promis der zweiten Garde besetzt: Bill Campbell, Christopher Lloyd, Michael Rooker und Steacy Keach.

    17.9. − "Yeti: Das Schneemonster"

    Überlebende eines Crashs im Himalaya geraten an einen menschenfressenden Yeti. TV-Monsterfilmchen (2008) mit ordentlichen Effekten, aber auch den üblichen Klischees und wenig Originalität.

    18.9. − "17 Again"

    Der von einer frühen Midlife-Crisis geplagte Matthew verwandelt sich über Nacht wieder in einen 17-Jährigen. Körpertausch-Komödien funktionieren meistens erstaunlich gut und auch dieser Streifen mit Matthew Perry und "Highschool Musical"-Shooting Star Zac Efron ist ganz witzig geworden.

    18.9. − "Cyborg Soldier − Die finale Waffe"

    Isaac, halb Mensch und halb Roboter, flieht aus dem Labor und wird gejagt. Schnörkelloser B-Action-Streifen mit dem (zumindest in den USA bekannten) Wrestler Rich Franklin und Bruce Greenwood, der zuletzt als Captain Pike in "Star Trek" zu sehen war.

    24.9. − "Die tollkühne Hexe in ihrem fliegenden Bett"

    Drei Kids begleiten die zauberhafte Miss Price auf eine Reise durch ein Märchenland. Charmante Realfilm/Zeichentrick-Mischung (1971) mit Angela Lansbury in einer Neuauflage mit interessanten Extras. Leider ist es immer noch nicht die restaurierte Langfassung, sondern die stark gekürzte deutsche Fassung, bei der u.a. viele Szenen mit Bezug zum Zweiten Weltkrieg weggelassen wurden.

    24.9. − "The Last House on the Left"

    Mary schafft es nach einer Entführung zurück in das Haus ihrer Eltern, wo bereits ihre Häscher untergetaucht sind. Derbes Remake (2009) eines berüchtigten Horror-Streifens, diesmal jedoch als teure Hollywood-Produktion aufgezogen. Spannender Rache-Thriller.

    24.9. − "The Seamstress − Die Rache der Schneiderin"

    Eine von Cops umgebrachte Schneiderin spukt als mordender Geist im Wald. Passabler Horror-Streifen (2009) mit Lance Henriksen ("Aliens", "Millenium"), der jedem B-Movie eine gewisse Statur verleiht. Auch auf BluRay.

    25.9. − "Bleed"

    Schulausflug in Sumpfgebiet führt Studenten zu mörderischen Hinterwäldlern. Keine Stars, keine originelle Story, aber sonst ein passabler Slasher (2009) mit einem ordentlichen (wohl mittlerweile zum Standard gewordenen) Brutalo-Anteil.

    25.9. − "Fringe − Season 1"

    DVD DES MONATS: Ein Flugzeug voller Toter führt FBI-Agenten auf die Spur einer mysteriösen Geheimorganisation. Auftakt der neuen Mystery-Serie (2008) von J.J. Abrams: gute Besetzung und spannende Inszenierung. Diverse Featurettes gehören zum Bonusmaterial. Auch auf BluRay.

    25.9. − "H.P. Lovecraft's Saat des Bösen"

    Ahnungslose Bauern setzen eine böse Macht frei. Wenige haben es versucht, fast alle sind gescheitert: die Werke von H.P. Lovecraft zu verfilmen. Schlimmer als der italienische Billig-Filmer Ivan Zuccon ist aber keiner, und auch sein neustes Werk (2008) gehört in die Mülltonne.

    25.9. − "Hellbinders"

    Der im Gangstermilieu tätige Söldner Max gerät in eine Schlacht unter Dämonen. Gangster/Fantasy-Actioneer (2009) im Japano-Style, diesmal allerdings aus den USA.

    25.9. − "Pig Hunt"

    Jagdausflügler geraten an Hinterwäldler, Hippies und ein Killer-Wildschein. Gelungener Horrorfilm (2008) mit viel Witz und skurrilen Figuren. Erscheint in geschnittener Fassung und ungeschnittener Fassung ohne Altersfreigabe.

    25.9. − "Plague Town"

    Familie landet in einem Dorf, das von dämonischen Kindern beherrscht wird. Direct-to-DVD-Horrorfilm (2008) ohne nennenswerte Qualitäten.

    25.9. − "Push"

    DVD DES MONATS: Menschen mit übernatürlichen Fähigkeiten werden von Spezialeinheit gejagt. Ordentliche Sci-Fi-Action (2008) mit Chris Evans und Jungstar Dakota Fanning, die im Kino nicht erfolgreich war. Zu viel ähnliche TV-Konkurrenz? DVD mit diversen Extras. Auch auf BluRay.

    25.9. − "Rohtenburg"

    Studentin recherchiert den Fall eines Kannibalen und gerät in seine Fänge. Zäher, brutaler Thriller (2006), mit Keri Russel und Thomas Kretschmann gut besetzt, der für einige Jahre wegen einer Klage des "echten" Kannibalen nicht gezeigt werden durfte.

    25.9. − "The Devil's Tomb"

    Soldaten-Trupp trifft in einem Höhlensystem auf eine Kreatur. Ordentliches B-Movie mit "Starpower": u.a. Cuba Gooding jr. und Ron Perlman geben sich die Ehre.

    25.9. − "X-Men Origins: Wolverine"

    DVD DES MONATS: Logan gerät ins WeaponX-Programm und wird zu Wolverine. Das Prequel/Spin-off (2009) zu "X-Men" bietet viel Action und coole Charaktere, die Story ist platt. Diverse Extras, vor allem auf der BluRay.

    28.9. − "Shark in Venice"

    Archäologe gerät in Venedig an einen Killerhai, der in den Kanälen sein Unwesen treibt. Hauptdarsteller Stephen Baldwin und der Drehort Bulgarien (nix da mit dem echten Venedig) sind ja förmlich Hit-Garanten: schwaches B-Movie (2008) vom Fliessband.

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    Übersicht über alle DVD-Kauf-Neuerscheinungen des neuen Monats aus den Genres Science-Fiction, Fantasy, Mystery und Horror − zusammengestellt und kommentiert von Stephan Mark. Ein Klick auf den Titel bringt Sie direkt zur richtigen Produktseite beim Online-Shop Amazon.de (Ausnahmen: Titel ohne FSK-Freigabe und zu Redaktionsschluss noch nicht ins Sortiment aufgenommene DVDs).


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    Ausgabe 137 erscheint am 1. Oktober 2009.

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