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"Ich glaube, wir verharmlosen Gewalt und verdrängen jegliches Gefühl dafür, was sie wirklich darstellt. Die Gewalt im Fernsehen gibt nichts von den Schmerzen und der Todesangst wieder − noch sonst einem Gefühl, das man dabei erlebt. Wenn im Fernsehen jemand angeschossen wird, krampft er seine Hände um die Wunde und setzt ein heldenhaftes kleines Lächeln auf − und stirbt, sobald die Kameras abgeschaltet sind."

− Gene Roddenberry
 −

Dezember 2009

 

ISSN 1684-7385

Volume VI

Ausgabe 86 (#139)

 features

 

Verwöhnte Trekkies

Ungerechtfertigte Kritik?

Analyse aus anderer Perspektive: Sollten Trek-Fans nicht einfach glücklich sein?

Die Rückkehr der Fantasy

"Legend of the Seeker"

Die neue Sam-Raimi-Serie auf Pro7 unter der Lupe

Winterzeit, Heimkinozeit

DVD-Genre-News Dezember

"The Children", "Supernatural", "Stargate Atlantis" und "Merlin"

 

Vorwort

Das war 2009


Liebe Leserinnen und Leser,

nun liegt sie vor Ihnen, die letzte Ausgabe des Jahres 2009. Schön wars. Es gab nach langer Zeit mal wieder einen neuen "Star Trek"-Film, neue Bücher, einige neue, gute Serien im TV und vieles mehr. Und was erwartet uns 2010? Natürlich wird es wieder eine FedCon geben, irgendein Sender wird sich auch erbarmen, die neuen "Supernatural"-Folgen zu zeigen und Gerüchten zufolge soll im Januar mit den Dreharbeiten der vierten "Torchwood"-Staffel begonnen werden.

Haben Sie eigentlich schon alle Weihnachtsgeschenke? Denken Sie daran, Weihnachten kommt schneller, als man denkt.

Ich wünsche Ihnen im Namen des gesamten TZNs ein besinnliches Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Viel Spaß beim Lesen!

Melanie Brosowski
Chefredakteurin

 
   

Inhalt

Die ganze Ausgabe auf einen Blick

"Star Trek" im Wandel der Zeit

Früher war fast alles besser...

Technobabble, Teil 2

Die Online-Datenquellen für die technisch-wissenschaftlichen Trek-Aspekte.

Wie verwöhnt sind eigentlich Trekkies?

Eine kritische Auseinandersetzung.

Christmas Hell

Eine kurze Weihnachtsgeschichte.

Die Ereignisse des Monats

Bücher für das Weihnachtsfest.

Die Verpfändung der Seele

Hörspielkritik zu "Das Bildnis des Dorian Gray".

Hat Weltraum-Science-Fiction noch eine Zukunft?

Eine Spurensuche nach neuen Science-Fiction-Fans.

"Legend of the Seeker"

Oder: Kann "Das Schwert der Wahrheit" als Serie funktionieren?

Long Range Scan

Was den Sci-Fi/Mystery/Fantasy-Fan sonst noch interessieren könnte.

Ein Menschenleben ist nichts wert

Kritik zum Hörspiel "Planet Eden − Teil 4".

Die Suche nach E.T. in der Vergangenheit

Prä-Astronautik.

Dinos, Donnies Schwester und die Nacht des Grauens

DVD-Guide Dezember.

Die größte Aufnahme der Himmelskugel

Interview mit einem Himmelsfotografen.

Impressum

Redaktion, Abonnement und Copyrights.

Wussten Sie, dass ...

... Werner Abrolat nicht nur der deutsche Synchronsprecher für Kruge in "Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart" war, sondern auch Gonzo in der "Muppet Show" (1976 −1981) seine Stimme lieh?

... in der Classic-Episode "Kurs auf Markus 12" zum ersten Mal eine Flagge der Föderation zu sehen ist?

... bei dem Außeneinsatz in der Folge "Spocks Gehirn" ausnahmsweise kein Sicherheitsoffizier stirbt?


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"Star Trek" im Wandel der Zeit

Früher war fast alles besser...

Früher waren News noch News, zumindest als ich "Star Trek" kennen gelernt habe. Internet? Wer hatte das damals schon? Und die Glücklichen, die ein 56k-Modem besaßen, wurden verehrt wie junge Götter.

Infos bekam man damals vor allem aus Zeitschriften. Ja, richtig, schwarze Tinte auf weißem Papier. Es gab wirklich Zeitschriften, die sich nur oder auch viel mit "Star Trek" beschäftigten. Ich erinnere mich noch gut an "Star Trek − Das offizielle Magazin (Zeitschrift)", "Space View", "Star Trek Facts & Files (Zeitschrift)", "Das Star Trek Deep Space Nine Postermagazin" und einige mehr. Nicht zu vergessen die Clubzeitschriften, um die man sich riss. Und heute? Ein Klick ins Internet genügt, und schon hat man Unmengen von Informationen, die im nächsten Moment schon überholt sind. Und Zeitschriften? Okay, die "Space View" ist ebenso gnädig wie einige wenige andere, mal was zu bringen, wenn William Shatner zum Beispiel mal wieder von sich reden macht oder einer der Stars stirbt. Kurz, in der allgemeinen Presse hört und sieht man außer zu Jubiläen oder Todesfällen kaum etwas, macht man sich jedoch auf die Suche nach tieferem Wissen, wird man teilweise damit erschlagen.

Auch die Zeit der Clubs und Treffen scheint vorbei. Hatte früher fast jede größere Stadt so eines, so sind viele in der Versenkung verschwunden und merklich in der Mitgliederzahl geschrumpft. Auch was die Themen anbelangt, mussten sich die Treffen öffnen. Mit "Star Trek" allein holt man heutzutage niemanden mehr hinter dem Ofen hervor.

Und auch die Conventions schießen nicht mehr wie Pilze aus dem Boden. Galileo, Hansetrek, Nexus, ExpoTrek − das waren noch Namen und Zeiten. Heute gibt es nur noch diese Massenabfertigung, genannt FedCon. Teuer, laut − und man muss schon ein Jahr im Voraus buchen, damit man einen guten Platz und ein Autogramm bekommt. Ohne mich. Da lobe ich mir die kleineren Veranstaltungen, wie zum Beispiel "An Evening with...". Die ganz harten Fans fliegen über den großen Teich und cruisen mit den Stars. Sollen sie.

Bücher. Auch so ein Thema. Ich werde mal den Cross Cult Verlag fragen, warum sie "Star Trek"-Bücher verkaufen, wenn sich das laut Heyne ja nicht mehr lohnt. Die Neuerscheinung eines Buches war für mich früher ein Grund zum Feiern. Endlich wieder ein neues Abenteuer von Kirk und Co. Scheißegal, wenn dafür das Taschengeld eines Monats drauf ging. Und heute? Kosten "Star Trek"-Bücher nicht mehr 12,80 DM ("Die Romulaner" − Heyne Verlag) sondern 12,80 Euro ("Star Trek" − Cross Cult Verlag).

Aber nicht alles ist schlechter geworden, um Gottes willen! Man bekommt die sechste Auflage der Classic-Serie in allen Variationen, auf DVD, auf Blu-ray, remastered, wahlweise als Halbstaffelbox... Damals war man froh, wenn man einige Folgen auf VHS-Kassette hatte, heute kann man sich nicht entscheiden, welche Scheibe man in den Player schmeißt.

Merchandise. Okay, mittlerweile gibt es wohl fast nichts mehr, was es nicht gibt. Von Schlüsselanhängern über Modelle bis Tassen. Was will das Sammlerherz mehr, außer einen Lottogewinn und einen Anbau?

Manchmal wünsche ich mir die alten Zeiten zurück − aber nur manchmal.

Wie haben Sie "Star Trek" im Wandel der Zeit erlebt? Schreiben Sie uns: leserbriefe@trekzone.de!

Trek-Zone

"Star Trek" gestern und heute. Einige Gedanken über "Star Trek" im Wandel der Zeit − von Melanie Brosowski


 

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Technobabble, Teil 2

Die Online-Datenquellen für die technisch-wissenschaftlichen Trek-Aspekte

"Star Trek" kann wahrscheinlich als eine der ersten TV-Serien in der Science-Fiction angesehen werden, in denen wissenschaftliche und technische Beratung genutzt wurde und wird. Die so genannten Technical Advisor oder Science Advisor (siehe [01]) arbeiten meist in Teilzeit an den entsprechenden Science-Fiction-Serien mit und geben den Produzenten die entsprechenden Hinweise, damit eine Geschichte möglichst nach technischen oder wissenschaftlichen Aspekten umgesetzt werden kann.

Das Projekt Daystrom Institute Technical Library ist sicherlich in zweifacher Hinsicht eine Hommage. Einerseits ist die Online-Menüstruktur an die so genannten Okudagramme angelehnt. Andererseits werden die Informationen für Raumfahrzeuge und Zivilisationen ebenfalls mit technischen Kenngrößen in einer Art tabellarischer Form präsentiert. Andere technische Komponenten werden in knapper und einfacher Form erklärt. Jede technische Information wird verknüpft mit der Historie, in welcher Serie die entsprechenden Objekte vorgekommen sind. Interessant ist aus persönlicher Sicht die Sektion Calculator, in der man in Bezug auf Distanz und Geschwindigkeit die Reisedauer berechnen kann oder zum Beispiel die aktuelle Sternzeit erfährt. Neben den technischen Aspekten befasst sich das Projekt mit den militärischen und politischen Aspekten innerhalb des "Star Trek"-Universums. Ebenso findet man weitere interaktive Unterhaltung durch ein wenig ausprobieren.

In beiden Projekten wird den Leserinnen oder Lesern die Möglichkeit geboten, eigene Artikel zu veröffentlichen.

"Das Risszeichnungsjournal" (siehe [08]) oder das Projekt LCARS-Interface (siehe [09]) sind Beispiele für sehr detaillierte Informationsquellen, die sich mit speziellen Aspekten von Science-Fiction-Geschichten oder -Serien in Form von Literatur oder TV befassen. Diese Projekte werden meist mit einem kleineren Stab von verantwortlichen Personen betreut, die sich um die Präsentation des Inhaltes kümmern.

"Das Risszeichnungsjournal" ist in hochwertig gedruckter Form, genau wie eine Fanzeitung, in zeitlichen Abständen für einen kleinen Obolus erhältlich und bietet Online-Material in Form von Zeichnungen, Kursen zur Erstellung von Risszeichnungen oder technischen Datenblättern, sofern die Lizenzbedingungen in Bezug mit Verlagen oder anderen Institutionen es zulassen. Das Journal entstand Anfang der 80er-Jahre des letzten Jahrhunderts und der Name ist Programm.

 
 

Ebenfalls werden zum Vergleich in der Technik so genannte Explosionszeichnungen verwendet.


Risszeichnungen selbst werden in der Technik und Architektur schon länger genutzt, um potenziellen Kunden oder den an einem Projekt mitarbeitenden Technikern eine Vorstellung über den Aufbau eines Objekts zu liefern. Ebenfalls werden zum Vergleich in der Technik so genannte Explosionszeichnungen verwendet. Diese sind im Allgemeinen dreidimensional und zeigen ein Gesamtobjekt in Einzelteile zerlegt. Die Reihenfolge der Zerlegung ist nicht wahllos. Man kann sie somit als grafische Stückliste ansehen, die einem Entscheidungsträger in einem Projekt die Komplexität verdeutlicht; oder bei technischen Geräten kann ein Kunde direkt sein Ersatzteil als Objekt wahrnehmen. Eine technische Anwendung könnten heutige Benutzerschnittstellen, wie man sie zum Beispiel aus dem Science-Fiction-Film "Minority Report" kennt, liefern (siehe zum Beispiel [11]).

Die Produktion von Risszeichnungen ist ebenfalls durch den Computer als Hilfsmittel vereinfacht worden, aber im Allgemeinen ist die Herstellung der Zeichnungen immer noch aufwändig. Die Ergebnisse wissen künstlerisch trotzdem zu begeistern. Obwohl "Das Risszeichnungsjournal" eher im "Perry Rhodan"-Universum angesiedelt ist, haben die vergangenen und aktuellen Techniker, Designer und Künstler, wie zum Beispiel Georg Joergens, für andere Science-Fiction-Produktionen etwas übrig und lassen sich hier ebenfalls inspirieren. Bei Interesse folgen Sie, liebe Leserin oder Leser dieses Artikels, einmal dem Hyperlink "Film- und TV-RZs". Dort finden sich weitere Verweise zu aus meiner Sicht sehr lohnenswerten Zeichnungen der Künstler im Bereich "Star Trek" und mehr. In gedruckter Form wäre "Das Risszeichnungsjournal (RZJ 111)" zu empfehlen.

Das Projekt LCARS-Interface (oder das so genannte Library Computer Access/Retrieval System) ist eine Hommage an die Okudagramme. Michael Okuda hat sich im Zusammenhang mit "Star Trek: The Next Generation" und weiteren in dieser oder nachfolgenden Zeit spielenden Spin-offs Gedanken gemacht, wie eine moderne Benutzerschnittstelle zwischen Mensch und Computer aussehen könnte. Schaut man sich mehrere Beispiele in der Sektion LCARS oder Initiate an, dann wird man feststellen, dass hier ebenfalls technische Diagramme und technische Kennzahlen genutzt werden. Letztendlich stellen sie also eine aus Science-Fiction-Sicht mögliche Art der Benutzersteuerung von Maschinen dar und dürfen hier nicht unerwähnt bleiben. Hyperlinks zu anderen LCARS-Begeisterten runden das Angebot ab. Diese Seite ist ein Beispiel für die Entwicklung durch Einzelpersonen und einem sehr speziellen Angebot.

 
 

Den Fan-Projekten ist gemeinsam, dass sie von der Beteiligung ihrer Besucher und der aktiven Mitarbeit leben.


Fazit
Eine große Unterscheidung muss man sicherlich machen, ob man von offizieller Seite von der produzierenden Firma oder dem Verlag unterstützt wird oder ob es sich um ein von Fans für Fans gestaltetes Projekt handelt. Den Fan-Projekten ist gemeinsam, dass sie von der Beteiligung ihrer Besucher und der aktiven Mitarbeit leben. Für jeden technisch interessierten Geschmack wird etwas geboten, vom Laien bis hin zum Spezialisten, und man wird in allen aus meiner Sicht gleich gut unterhalten, je nach Informationswunsch des Suchenden. Je nach Projekt kann man sicherlich noch unterscheiden, ob ein Projekt durch seine Nutzer selbst verwaltet wird oder es einige Hauptverantwortliche gibt, die letztendlich entscheiden müssen, wie das betreute Projekt sich weiterentwickelt. Egal welche Intentionen verfolgt werden, all den Verantwortlichen in solchen Projekten, den genannten und nicht genannten, kann man im positiven Sinne dankbar sein, für ihre Geduld und Zeit, die sie in unser aller Hobby oder Unterhaltung investieren.

Ich hoffe, die Einführung in technische Online-Datenquellen hat Ihnen gefallen. Falls auch Sie, liebe Leserin oder Leser, ein Online-Projekt empfehlen oder gar selbst bewerben möchten, dann schreiben Sie uns ruhig. Zum Abschluss dieses Artikels noch meinen Dank für die Hilfe zum Thema Risszeichnungen im allgemeinen und im speziellen Sinne an Georg Joergens, den zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels verantwortlichen Redakteur von "Das Risszeichnungsjournal".

Weiterführende Links

  • [1] spectrum.ieee.org
    The Science of Pseudoscience.

  • [2] tms.org
    Needed: Materials for 24th Century Starships −  Considering the Materials Demands of the "Star Trek" Universe.

  • [3] Exclusive Interview With Carolyn Porco
    "Star Trek's" New Science Advisor.

  • [4] web.me.com
    Graphics by Mike Okuda.

  • [5] Memory Alpha
    Memory Alpha, das freie und gemeinschaftliche Projekt zur Erstellung einer umfangreichen Enzyklopädie rund um "Star Trek".

  • [6] ex-astris-scientia.org
    Treknology-Index.

  • [7] Daystrom Institute Technical Library
    Technische Datenbank.

  • [8] rz-journal.de
    Offizielle Seite des "Perry Rhodan"-Risszeichners.

  • [9] lcars-interface.de
    LCARS-Seite von Tobias Weimann.

  • [10] perrypedia.proc.org
    Die Perrypedia ist ein unabhängiges Projekt zur Erstellung eines umfassenden, freien Nachschlagewerkes zur "Perry Rhodan"- und "Atlan"-Serie.

  • [11] crunchgear.com
    Oblong's g-speak spatial operating interface brings Minority Report UI to life.

  • Trek-Technik

    "Star Trek" und die wissenschaftlich-technischen Aspekte. Ein Artikel von Marco Langknecht.


     

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    Wie verwöhnt sind eigentlich Trekkies?

    Eine kritische Auseinandersetzung

    "Star Trek" oder "Enterprise" − das sind Begriffe, mit denen fast jeder Mensch auf diesem Planeten etwas anfangen kann. Die einen mögen es, die anderen hassen es und andere wiederum richten ihr komplettes Leben nach diesen TV-Serien beziehungsweise Kinofilmen aus.

    "Star Trek" − es ist das Utopia schlechthin. Die Menschheit hat gelernt, Toleranz zu zeigen, man forscht in der Galaxie, um sich selbst zu verbessern und trifft dabei auf Themen, die auch unsere Zeit bewegen. Wie geht man mit Krankheiten wie Aids um? Wie kann man den Rassismus bekämpfen? Viele dieser Fragen wurden intelligent beantwortet und zeigten, dass "Star Trek" nicht nur eine x-beliebige Sci-Fi-Serie ist, sondern charakterliche Tiefe und unterhaltsame Geschichten zu bieten hat.

    Seit vielen Jahren bin ich nun schon ein treuer User des Internets, und natürlich lese ich am liebsten die Neuigkeiten über meine Lieblingsserien. Das tat ich schon, als noch "Deep Space Nine" produziert wurde, und bereits hier zeigte es sich, wie verwöhnt und verzogen doch einige Fans schon zu diesem Zeitpunkt waren.

    Manche begannen in einer normalen zivilisierten Form (was auch ihr gutes Recht war) über Verbesserungen in diversen Foren oder per News-Kommentar zu schreiben. Andere zogen wiederum alles ins Negative und beschimpften sogar andere Trekkies auf das Übelste, weil sie nicht ihrer Meinung waren. Und meistens wünschten sich genau diese Trekkies die so hochgepriesene Toleranz, wie sie in "Star Trek" zu sehen und zu hören ist. Ich fragte mich, wenn jemand schon auf andere Meinungen allergisch reagiert, wie zur Hölle kann dieser dann nach Toleranz verlangen?

    Kurze Zeit später schrieb ein Kolumnist über die so genannte "Vergewaltigung von 'Star Trek'" und diese Vergewaltigung habe bereits schon bei "Deep Space Nine" begonnen.

    Wenn ich heute den Duden aufschlage und Wikipedia im Internet anwähle, so bedeutet "Vergewaltigung" im eigentlichen Sinne: "Als Vergewaltigung werden bestimmte strafbare sexuelle Übergriffe bezeichnet, denen Personen gegen ihren Willen ausgesetzt sind." Ich assoziiere Vergewaltigung ebenso mit einem Sexualdelikt, in dem ein Opfer zum Sex gezwungen wird. Ich finde das Wort "Vergewaltigung" daher in Bezug auf "Star Trek" mehr als unangebracht. Es passt nicht und ich habe den Eindruck, man verharmlost dieses Verbrechen in Bezug auf eine einfache TV-Serie. Ich denke, ein Vergewaltigungsopfer hätte auf so eine Kolumne, die sich auf "Star Trek" bezieht, nur noch den Kopf geschüttelt und sich gefragt, ob diese Freaks, diese Trekkies noch alle Tassen im Schrank hätten. Denn gibt es denn heutzutage nichts Wichtigeres?

     
     

    Natürlich steht es jedem frei, sich eine Folge oder einen Film anzusehen.


    Hinzu kommt noch, dass die Fans nicht gezwungen werden, sich "Star Trek" anzusehen. Natürlich steht es jedem frei, sich eine Folge oder einen Film anzusehen. Es steht auch jedem frei, darüber zu diskutieren, nur ist es denn notwendig, alles auseinander zu nehmen und zu verunglimpfen, was nicht in das Weltbild des Trekkies gehört? Amüsanterweise habe ich oft gelesen, dass sich Gene Roddenberry im Grab umdrehen würde, wenn er wüsste, was aus seinem "Star Trek" geworden ist.

    Und genau hier frage ich mich immer wieder: Wie kann man so eine dreiste Schlussfolgerung ziehen? Kannten die meisten Trekkies Mister Roddenberry denn so gut, um zu wissen, was ihm gefallen hätte? Sicher ist, dass Roddenberry eine bekannte Persönlichkeit war. Meiner Ansicht nach ein Visionär, der das Gute und das Böse im Menschen sah und verschiedene Themen mit seinem Team in "Star Trek" intelligent verarbeitete, aber persönlich gekannt dürften ihn wohl die wenigsten haben.

    Und genau hier sitzt auch das Problem. Die meisten Trekkies wissen es besser und stehen sich dabei selbst im Weg. Man boykottiert eine "Star Trek"-Serie, weil die Musik nicht nach den geforderten Wünschen ist. Man verfasst ganze Online-Petitionen darüber, um das Eröffnungswochenende des neuen "Star Trek"-Films zu boykottieren. Man stellt Forderungen als Fan, wie ein Kunde, der First Class Service haben möchte, und das am besten noch für umsonst. Es stellt sich hier nun die Frage: Ist es dem Fan eigentlich bewusst, was er damit anrichtet?

    Man nehme "Star Trek: Enterprise". Die Serie wurde zwar wegen schlechter Quoten eingestellt und ebenso auch wegen einer deutlich schwächeren Qualität als bei den vorangegangen Serien. Aber ebenso, weil es viele Trekkies gab, die sich mit der Idee eines Prequels von Anfang an nicht anfreunden konnten. Natürlich ihr gutes Recht! Aber der Serie wurde vom Start an so gut wie keine Chance eingeräumt. Und was hatte man davon? Eine Serie, die vier Staffeln erlebte, zum Ende hin um einiges besser wurde (wie in den vorangegangen Serien), neugierig auf eine fünfte Staffel machte und schlussendlich eine lange "Star Trek"-Pause einläutete.

    Es stellt sich die Frage: Wissen es Trekkies eigentlich zu schätzen, wie viel Arbeit ein Autor mit einem Drehbuch hat? Hat man eine Ahnung davon, wie viel Budget ein Produzent verteilen muss, nur um eine komplette Staffel finanzieren zu können? Ich vermute, es war für Rick Berman 20 Jahre lang nicht immer ein leichter Job, aber er brachte uns in diesem Zeitraum "Star Trek"-Serien und -Filme auf den Markt. Man sprach von einer Übersättigung der Fans. Und es stimmte, die Fans waren von "Star Trek" übersättigt, weil sie meinten, man habe schon alles gesehen und gehört. Und ich vermute, auch Mister Berman war nach diesen beiden Dekaden ausgebrannt. Ich hätte nicht gerne in seiner Haut gesteckt, schließlich hatte er seine Vorgaben vom Studio, vom Sender und natürlich auch von den Fans, dass alles unter einen Hut zu bekommen ist. Meiner Meinung nach bewunderns- und nicht beklagenswert. Schließlich musste er was Neues versuchen.

    Ich schließe mich seiner Meinung an, dass ein Prequel die einzige Lösung gewesen ist, um "Star Trek" fortzusetzen und frischen Wind ins Franchise zu bekommen. Was viele jedoch nicht wissen: Der Sender UPN bestand auf einer Handlung, die die weit entfernte Zukunft von "Star Trek" näher beleuchten sollte − und der temporale kalte Krieg war geboren.

     
     

    Man forderte mehr Kontinuität, mehr Charakterentwicklung.


    Doch wäre das mit einem Sequel − wie es von vielen gewünscht wurde − anders gewesen als mit einem Prequel? Wenn wir uns "Voyager" ansehen, wurden die meisten Folgen regelrecht zerrissen. Man forderte mehr Kontinuität, mehr Charakterentwicklung. Anderen wiederum war die Kontinuität völlig egal und sie forderten mehr Brüste und mehr Sex, und was war die Konsequenz? Jennifer Lien durfte schlussendlich am Anfang der vierten Staffel den Hut nehmen − und das unfreiwillig − und wurde durch Jeri Ryan ersetzt. Sicher, ich gebe zu, "Voyager" wurde nicht nur wegen der zwei großen Argumente von Seven of Nine interessanter, aber was wollen denn Trekkies nun wirklich?

    Fakt ist, Trekkies gehören zu den leidenschaftlichsten Fans, die es gibt. Meiner Meinung nach oft zu leidenschaftlich. Dies sah man nun auch am elften Kinofilm. Sicher, der Film ist anders, und ich persönlich muss sagen, dass ich mir auch lieber einen anderen Weg gewünscht hätte als die alternative Zeitlinie. Aber so ist "Star Trek"! Jede Generation brachte ihre Eigenheiten mit. Ist es nicht das, was diese Serie, die wir alle lieben, in dieser Vielfältigkeit zu etwas Besonderem macht?

    "Star Trek" ging schon immer mit der Zeit, griff neue Themen auf und brachte uns sehr oft wundervolle Geschichten. Und so ist es meiner Meinung nach auch mit dem neuen Kinofilm. Auch dieses "Star Trek" brachte nicht nur viel grelles Licht mit, sondern auch frischen Wind ins Franchise. Das breite Publikum wurde angesprochen, neue Fans kamen hinzu, und zweifellos ist er bei all dem Spott der meisten Trekkies der größte Erfolg, den "Star Trek" jemals einfuhr! Und ich denke, darauf sollte man mehr rumreiten als auf der vermeintlich fehlenden Story des Films.

    Ich finde, es ist traurig mit anzusehen, dass Fans sich im Internet schon fast zerfleischen und dabei vergessen, was sie eigentlich verbindet −  nämlich "Star Trek".

    Ist Kritik, beispielsweise an den fehlenden sozialkritischen Aspekten in "Star Trek XI", gerechtfertigt, oder finden Sie, dass Trek-Fans lieber mit dem zufrieden sein sollten, was sie haben, ohne ständig zu nörgeln? Schreiben Sie uns Ihre Meinung zu diesem Thema! leserbriefe@trekzone.de.

    Trek-Zone

    Sind "Star Trek"-Fans eigentlich wirklich so tolerant, wie sie immer behaupten? Sind sie nicht viel zu oft viel zu leidenschaftlich? Ein kritischer Artikel von Martin Ackermann.


     

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    Christmas Hell

    Eine kurze Weihnachtsgeschichte

    Verzweifelt jagte McCoy eine weitere Injektion direkt in das Herz seines Patienten und warf einen Blick auf den Monitor. Doch auch dieses Medikament zeigte keine Wirkung.

    "Verdammt!"

    Während er weiterhin eine manuelle Herzdruckmassage durchführte, rasten seine Gedanken.

    "Doktor?" Die Stimme von Christine Chapel drang kaum zu ihm durch, denn er war viel zu sehr damit beschäftigt, sich weitere Maßnahmen einfallen zu lassen, die das Leben des Jungen retten konnten.

    "Doktor McCoy!" Die Schwester berührte ihn am Arm und endlich sah er sie an, obwohl sein Blick in Wirklichkeit durch sie hindurchging. "Sie haben alles getan, was Sie konnten. Hören Sie auf! Seine Gehirn..." Sie ließ den Satz unbeendet.

    Seit mehr als zwei Stunden bemühten sie sich nun schon um Joe Scardiff, aber der Blutverlust war einfach zu hoch.

    Mitten in der Bewegung hielt McCoy inne und ließ erschöpft und besiegt die Arme sinken. Er wusste, dass sie Recht hatte, dass sie im Grunde versucht hatten, einen Toten zurück ins Leben zu rufen.

    Als sie den Schmerz in seinen Augen sah, blickte sie zur Seite.

    "Notieren Sie den Zeitpunkt des Todes. Ich werde eine Nachricht an den Captain schicken!" Damit wandte er sich ab und wusch sich das Blut von den Händen.

    McCoy starrte hinaus ins All. Noch nie in seinem Leben war es ihm so groß und unendlich − und leer vorgekommen. Er holte tief Luft, doch irgendetwas schien seinen Brustkorb einzuschnüren.

    "Verdammt!" Wütend über seine Hilflosigkeit, sein Versagen, schlug er die Faust gegen die Wand. Der Schmerz vertrieb für einige Augenblicke seine Schuldgefühle.

    Er war lange genug Arzt, um zu wissen, dass er nicht immer gewinnen konnte. Aber noch nie war ihm ein Tod so sinnlos vorgekommen. Es gab bessere Arten zu sterben; indem man sein Leben für einen Freund gab, für das Schiff, für ... irgendetwas.

     
     

    Er seufzte, als McCoy nur den Kopf wandte und ihn mit traurigen Augen ansah.


    Hinter ihm öffneten sich leise zischend die Türen des Aussichtsdecks. "Hier steckst du also!" Kirks Stimme klang nicht halb so fröhlich, wie sie hatte sein sollen.

    Er seufzte, als McCoy nur den Kopf wandte und ihn mit traurigen Augen ansah. Mit drei großen Schritten war er bei dem Schiffsarzt und legte ihm tröstend eine Hand auf die Schulter. "Pille!"

    "Lass gut sein, Jim!"

    Kirk seufzte. "Willst du nicht aufs Freizeitdeck kommen? Ein bisschen Ablenkung würde dir vielleicht ganz gut tun! Und es ist schließlich nur einmal im Jahr Weihnachten."

    "Nein. Ich ... würde lieber noch eine Weile allein sein."

    Kirk holte tief Luft, um ihm zu widersprechen, ließ es dann aber doch. Er wusste, dass es momentan nichts gab, was seinem Freund helfen würde. "In Ordnung, Pille. Ich werde es den anderen morgen sagen." Es würde keine leichte Aufgabe werden, das wusste er jetzt schon. Das war es nie und würde es auch nie werden, so oft er auch diese leidige Pflicht erfüllen musste.

    McCoy war erleichtert, als er wieder alleine war.

    Aber es dauerte nicht lange, bis sich die Türen erneut öffneten. Er brauchte sich nicht umzudrehen, um zu wissen, dass Spock hereingekommen war, er kannte dessen Schritte zu genau.

    In einiger Entfernung blieb der Vulkanier respektvoll stehen und legte seine Hände auf den Rücken. "Ich bedaure, Joe Scardiff nicht besser gekannt zu haben, aber ich bin sicher, dass er eines Tages ein guter Offizier geworden wäre. Und ich weiß, dass Sie alles versucht haben, um ihn zu retten."

    Der Arzt wusste seine Anteilnahme zu schätzen. "Danke, Spock."

    Der Vulkanier wartete einige Augenblicke, ob McCoy noch etwas sagen würde. Aber als die Stille zu bedrückend wurde, entfernte er sich wieder.

    Als McCoy einige Stunden später sein Quartier betrat, lag ein kleines, liebevoll verpacktes Geschenk auf seinem Schreibtisch. Erst nachdem er eine halbe Flasche Bourbon geleert hatte, war ihm danach, es auszupacken. Es war ein altes Stethoskop, wie es die Ärzte vor langer Zeit benutzt hatten. Damals, als die Medizin noch eine hohe Kunst gewesen war, fast primitiv. Er nahm die kleine Karte und las. "Für den besten Arzt, den die Enterprise je haben wird."

    Leonard grinste schief. Er wusste sofort, von wem dieses Geschenk stammte, auch wenn die Karte nicht unterschrieben war. Nur eine Person auf diesem Schiff würde ein solches Geschenk wählen. Und er? Er selbst hatte ganz vergessen, für sie etwas zu besorgen.

    Ein weiteres Versagen seinerseits. Jetzt enttäuschte er schon die wenigen Freunde, die er besaß. Er seufzte und plötzlich standen Tränen in seinen Augen. Fahrig wischte er sie weg, zog seine Stiefel aus und wankte zum Bett. Dass er dabei die Flasche umstieß und diese auf dem Boden zerbrach, bekam er gar nicht mehr mit.

    Es war weit nach Mitternacht, als Lieutenant Cartwright die Krankenstation betrat. Sie hatte noch nicht von Scardiffs Tod gehört und das Lächeln gefror auf ihrem Gesicht, als Schwester Chapel ihr davon berichtete. Eigentlich hatte sie mit McCoy noch kurz auf die Weihnachtsfeier gehen und etwas essen wollen. Jetzt war sie am Zögern. Sollte sie zu ihm gehen oder ihn lieber in Ruhe lassen?

    Schließlich entschied sie sich dazu, zumindest kurz bei ihm vorbeizuschauen. Im Laufe der zwei Jahre, die sie nun schon als Historikerin auf dem Schiff war, hatten sie sich angefreundet. Sie mochte ihn, seine mitfühlende Art, sein Lachen, seinen Akzent − aber es war nie mehr gewesen als eine Freundschaft. Nicht von ihrer und nicht von seiner Seite aus. Dafür waren sie beide von ihren letzten Beziehungen zu sehr verletzt.

    Zögerlich betrat sie sein Quartier. Es stank penetrant nach Alkohol. Das Licht brannte noch. McCoy jedoch schlief tief und fest.

     
     

    Das Schlachtfeld auf dem Tisch verriet ihr, wie es in seinem Inneren aussah, und sie war dankbar dafür, in diesem Moment nicht mit ihm reden zu müssen.


    Das Schlachtfeld auf dem Tisch verriet ihr, wie es in seinem Inneren aussah, und sie war dankbar dafür, in diesem Moment nicht mit ihm reden zu müssen. Nichts, was sie gesagt hätte, würde Joe Scardiff wieder zurückbringen. Tröstende Worte − aber doch noch nur leere Worte.

    Sie stellte seine Stiefel zur Seite, hob die Scherben auf, löschte das Licht und wandte sich wieder zum Gehen.

    "Bitte bleib!"

    Sie blieb stehen, unschlüssig. Dann drehte sie sich um und ging zurück zum Bett. Zum Glück konnte McCoy im Dunkeln nicht ihr Gesicht sehen und die Verwirrung und Angst, die darin stand.

    Sie hörte, wie er sich bewegte; zur Seite rutschte und darauf wartete, dass sie zu ihm ins Bett kam. Es war der Augenblick, vor dem sie sich immer gefürchtet hatte. Es lag an ihr, ob sie zuließ, dass aus der Freundschaft eine Beziehung wurde oder nicht.

    Sie legte sich neben ihn, ihren Kopf auf seine Schulter und eine Hand auf sein schlagendes Herz. Mehr nicht.

    Scardiff musste es schlimm gegangen sein, so schlimm, dass er es anscheinend nicht mehr hatte aushalten können und sich das Leben genommen hatte, anstatt Hilfe zu suchen; so unerträglich, dass er sich, während sich der Großteil der Besatzung auf der kleinen Weihnachtsfeier befunden hatte, in sein Quartier gegangen, einen Abschiedsbrief geschrieben und sich dann die Pulsadern aufgeschnitten hatte.

    Es war nicht McCoys Schuld, es war niemandes Schuld. Niemand, nicht einmal die besten Psychologen, konnten so eine Tat voraussagen.

    Sie blieb die ganze Nacht an seiner Seite und lauschte seinem gleichmäßigen Atem.

    Ihre Nähe beruhigte ihn, er fühlte sich nicht mehr ganz so verloren. Zärtlich legte er seine Linke auf ihre Hand und rechnete fast damit, dass sie zurückzuckte. Doch nichts dergleichen geschah. Betört vom süßen Vanille-Duft ihrer Haare schlief er wieder ein.

    Ihre innere Uhr weckte sie um kurz vor sechs. Ohne McCoy zu wecken, stand sie leise auf und verließ sein Quartier, in der Hoffnung, dass niemand sie sah. Sie musste sich beeilen, wenn sie nach dem Duschen in der Messe noch etwas essen wollte − ansonsten würde sie zu spät zum täglichen Training mit Spock kommen.

    Der Erste Offizier erwartete sie bereits mit hochgezogener Augenbraue. Sie nahm wortlos den Kampfstab entgegen, stellte sich in Position und verbeugte sich. Und genau in diesem Moment wurde ihr schmerzlich bewusst, dass die Routine an Bord der Enterprise trotz Joe Scardiffs Tod weiterging, so als wäre nichts geschehen.

    Für die Eltern des Crewman war eine Welt zusammengebrochen. Ihr einziger Sohn war tot, sinnlos gestorben, Lichtjahre von der Erde, von zu Hause entfernt. Aber letztendlich würde sich außer dem Dienstplan und der Quartierbelegung nichts ändern, das Universum würde weiterhin bestehen.

    Sie war so in Gedanken versunken, dass sie Spocks Hieb zu spät auswich. Mit voller Wucht prallte der Stab gegen ihre Schläfe und beförderte sie in die Dunkelheit.

    Eine Welle der Übelkeit begleitete die Kopfschmerzen, mit denen sie kurz darauf wieder zu sich kam. Sie befand sich auf der Krankenstation und erblickte als Erstes McCoy, der sich gerade über sie beugte. Allzu lange konnte sie hier also noch nicht liegen.

    McCoy warf Spock einen wütend-vorwurfsvollen Blick zu. "Kommen Sie später wieder, um sich bei ihr zu entschuldigen!"

    Der Erste Offizier schien etwas erwidern zu wollen, presste jedoch schließlich nur die Lippen zusammen und wandte sich mit einem Nicken zum Gehen.

    "Es war meine Schuld! Ich war unaufmerksam."

    Doch der Arzt schüttelte den Kopf. "Wenn dieser grünblütige Waldschrat nicht so hart zugeschlagen hätte, würdest du jetzt nicht hier mit einer Platzwunde und einer Gehirnerschütterung liegen. Er hätte dich auch töten können!"

    "Glaub mir, es gibt Schlimmeres als den Tod, Leonard!"

     
     

    Jeder Mensch hatte irgendwie seine persönliche Hölle auf Erden.


    Zweifelnd sah er sie an. Als Arzt konnte er ihr nur widersprechen, zugleich jedoch wusste er, dass sie Recht hatte. Jeder Mensch hatte irgendwie seine persönliche Hölle auf Erden. Er hatte sie erlebt, als er die lebenserhaltenden Maschinen seines Vaters abgestellt hatte − und wenige Monate später war ein Heilmittel vorhanden gewesen.

    Zögernd setzte er sich auf die Bettkante und strich ihr eine Haarsträhne aus der Stirn.

    Er kannte ihre Hölle nicht, aber die Narben auf ihrem Körper waren sicherlich weitaus weniger schlimm als die dazugehörigen ihrer Seele.

    Es gab nur wenig, was einen Menschen so sehr prägte, dass der Tod ihm keine Angst machte. Und nur Gott wusste, welche Hölle Joe Scardiff durchgemacht hatte.

    Und endlich verstand er. Er gab sich einen Ruck, umfasste mit seinen Händen zärtlich ihr Gesicht und küsste sie. Er würde sich keine zweite Hölle schaffen, indem er seine wahren Gefühle verleugnete aus Angst, sie würde sie nicht erwidern...

    Weiterführende Links

  • Melanie Brosowski − Autorin
    News, Leseproben und mehr.

  • Trek-Zone

    Eine Geschichte zum Nachdenken, von Melanie Brosowski.


     

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    Die Ereignisse des Monats

    Dezember 2009

    Die Trek-Highlights der nächsten vier Wochen im Überblick, zusammengestellt von Peter Schipfmann.

    Trek-Kalender

     
     

    Montag

     

    Dienstag

     

    Mittwoch

     

    Donnerstag

     

    Freitag

     

    Samstag

     

    Sonntag

     
     
           01.Dezember    02.Dezember    03.Dezember    04.Dezember    05.Dezember    06.Dezember  
                     
       07.Dezember    08.Dezember    09.Dezember    10.Dezember    11.Dezember    12.Dezember    13.Dezember  
         

    Geburtstag
    Michael Dorn
    (Worf)

           

    Geburtstag
    Christopher Plummer
    (Chang)

     
       14.Dezember    15.Dezember    16.Dezember    17.Dezember    18.Dezember    19.Dezember    20.Dezember  
       

    Geburtstag
    Garrett Wang
    (Harry Kim)

     

    Geburtstag
    Ben Cross
    (Sarek, "Star Trek XI")

     

    Comic
    Scott Tipton u.a.
    "Star Trek: The Next Generation − Tor zur Apokalypse"
    Bestellen (gebundene Ausgabe)
    Bestellen (broschiert)

    Buch
    S.D. Perry
    "Star Trek: Deep Space Nine − Offenbarung 2"
    Bestellen

         

    Geburtstag
    Nicole de Boer
    (Ezri Dax)

     
       21.Dezember    22.Dezember    23.Dezember    24.Dezember    25.Dezember    26.Dezember    27.Dezember  
                   
       28.Dezember    29.Dezember    30.Dezember    31.Dezember              
     

    Geburtstag
    Nichelle Nichols
    (Uhura)

     

    Buch
    David Mack
    "Star Trek: Mirror Universe − The Sorrows of Empire"
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    Die Verpfändung der Seele

    Kritik zum Hörspiel "Das Bildnis des Dorian Gray"

    Der Maler Basil Hallward findet in dem jungen Dorian Gray das perfekte Modell für ein Porträt. Während das Bild entsteht, besucht der exzentrische Lord Henry Wotton den Maler und lernt Dorian kennen. Sofort beginnt er sein perfides Spiel. Er nimmt sich des naiven Dorian an und verdirbt ihn durch sein menschenverachtendes Weltbild. Der Maler ist entsetzt, greift aber aus Feigheit nicht ein.

    Dorian ist von Basils Gemälde so hingerissen, dass er schwört, seine Seele zu verpfänden, wenn er für immer so schön wie auf dem Bild sein könnte. Der Wunsch wird ihm gewährt. Fortan graben sich die Spuren seines sündhaften Lebens in das Abbild ein, während der echte Dorian jung bleibt. Lord Wotton und er treiben ihr grausames Spiel mit den Menschen zu zweit. Immer wieder wirft Dorian einen Blick auf das Gemälde und sieht, dass jede begangene Untat sein Porträt hässlicher macht.

    Eines Tages verliebt sich Dorian in die Theaterschauspielerin Sybil Vane, gibt ihr gegenüber allerdings nicht seinen Namen preis. Er möchte sie heiraten. Das Blatt scheint sich zu wenden und Dorian versucht ernsthaft, sich zu bessern. Lord Wotton indes lacht Dorian aus und schimpft ihn einen Narren. Außerdem setzt er alles daran, die bevorstehende Ehe zu vereiteln.

    Mit "Das Bildnis des Dorian Gray" hat Titania Medien wieder einmal einen Leckerbissen serviert. Die Geschichte wurde für dieses Hörspiel wunderbar aufbereitet. Was mir sehr gefallen hat, war, dass nicht versucht wurde, die Geschichte so zu kürzen, dass sie auf eine CD passt, sondern ihr mit zwei Silberlingen so viel Zeit zu geben, die sie braucht, um sich zu entfalten.

    Für dieses Hörspiel wurden viele bekannte Sprecher engagiert. Zu hören sind unter anderem: Hasso Zorn als Erzähler (Ian McKellen), David Turba (Shia Labeouf) als Dorian Gray  und Tom Vogt (Jonathan Frakes, Robert Duncan McNeill) als der charismatische Lord Wotton. Es verwundert daher nicht, dass die Dialoge ungekünstelt gesprochen werden. Auch am Sound gibt es nichts zu meckern. Passend abgemischte Musik und Crescendos an den richtigen Stellen garantieren Gänsehaut.

    Fazit
    Auf jeden Fall kaufen!

    Hier die technischen Details im Überblick:


    Format Doppel-CD

    Label Lübbe Audio / Titania Medien

    ASIN 3785741421

    Altersfreigabe ab 14 Jahren

    Laufzeit CD 1 ca. 73 Minuten, CD 2 ca. 79 Minuten

    Weiterführende Links

  • Bestellen bei Amazon.de
    "Gruselkabinett 36/37: Das Bildnis des Dorian Gray" von Titania Medien nach einer Geschichte von Oscar Wilde (Doppel-CD).

  • Christianes Hörspiel-Zone

    Die Vertonung eines Klassikers. Gehört und bewertet von Christiane Gref.


     

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    Hat Weltraum-Science-Fiction noch eine Zukunft?

    Eine Spurensuche nach neuen Sci-Fi-Fans

    Überaltert die Science-Fiction-Gemeinschaft in Deutschland? Werden damit in der nächsten Zukunft Sci-Fi-Conventions wie die FedCon nur noch von einigen wenigen (älteren) Fans besucht werden? Ist dies der Grund, warum Science-Fiction-Filme in Deutschland in der Regel vom Kinopublikum verschmäht werden? Und wenn dem nicht so ist, warum gibt es nicht mehr jüngere Science-Fiction-Fans in diesem Land?

    Auch wenn klar sein dürfte, dass sich solche Fragen nur unter der Prämisse, dass eine Umfrage unter einem größeren Stichprobenkreis geführt wird, hinreichend zuverlässig beantworten ließe, können Beobachtungen auf der größten Science-Fiction-Convention Europas, der jährlich in Bonn stattfindenden FedCon, sowie Interviews mit jüngeren Sci-Fi-Fans einiges Licht ins Dunkel dieser Fragen bringen.

    Ein Gang über die diesjährige FedCon vom 1.bis 3. Mai 2009 zeigte, dass es sie wirklich gibt: ältere Sci-Fi-Fans in "Star Trek"- oder "Star Wars"-Kostümen, ab Mitte 30 aufwärts, die noch die Abenteuer von Captain Kirk live im deutschen TV und nicht erst auf Blu-ray miterlebt haben. Aber ein zweiter Blick auf das drei Tage dauernde Festival zeigt auch, dass dieses "ältere" Publikum mitnichten die Mehrheit der gutgelaunten Besucher der FedCon stellt. Ein Blick auf die Webseite der German Garrison, einer Freizeit-Vereinigung der "Star Wars"-Fans, die in Kostümen Charity-Auftritte in ganz Deutschland wahrnehmen, verdeutlicht, dass die rasant anwachsende Zahl der Neuzugänge keineswegs nur ältere, sondern vielfach auch jüngere Fans der Ü20-Generation umfasst. Ein Mitglied der Storm Troopers der German Garrison, der unter seinem Helm unerkannt bleiben möchte, sieht optimistisch in die Zukunft: "'Star Wars' hat durch die neuen Filme, egal wie man dazu stehen mag, einen enormen Auftrieb erhalten. Durch die vielen Projekte, die in den nächsten Jahren geplant sind [unter anderem eine Serie mit Realdarstellern, Anm. d. Verf.], werden dem Sci-Fi-Universum die Fans von 'Star Wars' nicht verloren gehen − im Gegenteil, es kommen jüngere hinzu, die die Originalfilme zwar nicht mehr im Kino gesehen haben, aber nicht minder begeistert sind."

     
     

    In den letzten Jahren konnten allenfalls "Battlestar Galactica" und "Stargate" als Weltraumserie einige Fans gewinnen.


    Eine andere, nicht zu leugnende Tatsache stellt allerdings die geringe Anzahl an Produktionen von klassischen Weltraum-Sci-Fi-Filmen, wie die "Star Trek"- und "Star Wars"-Movies, dar. Auch die klassischen Weltraumserien à la "Star Trek: The Next Generation", die wie die Originalserie von "Star Trek" ganze Generationen prägten, gibt es in diesem Stil nicht mehr. In den letzten Jahren konnten allenfalls "Battlestar Galactica" und "Stargate" als Weltraumserie einige Fans gewinnen. Könnte dies daran liegen, dass Hollywood hier die Zielgruppe der 12- bis 25-Jährigen im Blick hat, die sich − abgesehen von einigen eingefleischten Fans − allgemein wenig für Sci-Fi interessieren? Eine Nachfrage bei zwei Sci-Fi-Fans aus Bayern, Chrissy (25) und Robert (23), ob sich viele ihrer Freunde auch für Sci-Fi wie "Star Trek" oder "Star Wars" begeistern, ergab interessante Antworten.

    Chrissy meint: "Na ja, eher wenige interessieren sich für Sci-Fi. Leider. Aber die, die sich dafür interessieren, interessieren sich wirklich dafür, und das ist echt lustig zu diskutieren. Wie war das in dieser Folge, was war gleich in jener Episode! Wir sagen von uns selber immer, wir wären schon irgendwie 'Freaks', aber aus dem Grund, weil man eben hier eher schief angeschaut wird, wenn man ehrlich zugibt, auf Science-Fiction zu stehen! Gut, dann sind wir halt Freaks, aber verdammt zufriedene!"

    Robert ergänzt: "Ja, schon, da gibts schon ein paar, aber es ist immer die gleiche Gang, die sich zusammenrottet und über Sci-Fi-Themen spricht beziehungsweise Kostümpläne für die nächste Con schmiedet." So oder so ähnlich denken wohl viele Jugendliche heute, die eher Action- und Fantasy-Movies im Stil von "Herr der Ringe" oder "Transformers" mit einem Hauch Sci-Fi cool finden. Auch Robert gibt zu, dass er ein "großer Fan der 'Halo'-Trilogie", einem Computerspiel, ist und sich deswegen für Sci-Fi begeistert.

    Die Wege zu Sci-Fi können also über verschiedene Pfade führen. Gut so, denn das Interesse an guten Weltraum-Storys und dem damit oftmals einhergehenden Berufswünschen darf nicht zugunsten reiner Action- und Unterhaltungsfilme zurückgehen. Einen Hoffnungsschimmer auf bessere Zeiten hat hier der neue "Star Trek"-Film von J.J. Abrams eröffnet, der basierend auf Charakteren wie Kirk und Spock, von denen Jung und Alt anscheinend irgendwann einmal etwas gehört haben, auch solche ins Kino gelockt hat, die sonst mit Weltraum-Movies nicht allzu viel anfangen können. Es bleibt zu hoffen, dass damit auch wieder mehr Jüngere sich für Weltraumfilme, -geschichten und -wissenschaft zu interessieren beginnen, denn dort liegt unsere Zukunft. Oder wie J.F. Kennedy es schon in seiner berühmten Moon Speech von 1961 sagte:

    "Space is open to us now. [...] [We] will move forward, with the full speed of freedom, in the exciting adventure of space."

    SF-Zone

    Ein Gastbeitrag von Torsten Hermann über alte und junge Sci-Fi-Fans. Und die Zukunft.


     

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    "Legend of the Seeker"

    Oder: Kann "Das Schwert der Wahrheit" als Serie funktionieren?

    Seit kurzem läuft die neue Fantasy-Serie "Legend of the Seeker" auf ProSieben. Kann eine Fantasy-Saga als wöchentliche Serie funktionieren?

    "Legend of the Seeker" basiert auf der Romanreihe "Das Schwert der Wahrheit" von Terry Goodkind. Die Bücher Teil 1 "Das erste Gesetz der Magie" und Teil 2 "Der Schatten des Magiers" bilden die Grundlage für die erste Serienstaffel. Gedreht wurde sie in Neuseeland von den ABC Studios, Buckaroo Entertainment und Ghost House Pictures, der Vertrieb wurde von Disney-ABC International Television übernommen. Die Idee dazu stammt von Sam Raimi (u.a. "Spider-Man"-Filmreihe, "Tanz der Teufel", "Xena", "Hercules"), der auch Regisseur der Serie ist. Die erste Staffel umfasst 22 Folgen à 42 Minuten. Die zweite Staffel ist vor wenigen Wochen in den USA gestartet.

    Am Sonntag, 11. Oktober 2009 wurde der Pilotfilm (Episoden 1 und 2) um 16.25 Uhr das erste Mal im deutschen Fernsehen auf ProSieben ausgestrahlt. Dafür, dass Sonntagnachmittag für einen Serienstart normalerweise eine ungünstige Zeit ist, fuhr "Legend of the Seeker" einen beachtlichen Marktanteil von 16,4 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen ein. Insgesamt sahen 2,29 Millionen Zuschauer ab drei Jahren zu, was einem Marktanteil von 12,9 Prozent entspricht. (Quelle: Presseportal.de)

    Kurzinhalt

    Doch worum geht es in der Serie? Konfessor Kahlan (ein Mitglied eines speziellen Frauenordens) und ihre Schwester Dennee fliehen vor Soldaten des bösen Herrschers Darken Rahl. Dennee wird von einem Pfeil getroffen und stirbt. Kahlan gelingt mit Hilfe des Irrlichts Shar die Flucht durch die Grenze, ein magisches Energiefeld, nach Westland. Die Soldaten folgen ihr jedoch über die magische Barriere.

    Richard Cypher, ein im friedlichen Westland lebender Waldläufer, beobachtet die flüchtende Kahlan, wie sie von Soldaten umzingelt wird und hilft ihr. Kahlan berührt einen der Soldaten mit ihrer Kraft, der daraufhin seine eigenen Leute angreift. Sie können schließlich die Soldaten besiegen. Danach trennen sich die Wege der beiden. Kahlan geht auf die Suche nach einem großen Zauberer. Kurz bevor Richard selbst heimkehren will, wird er von einer mysteriösen Pflanze gebissen. Er sucht seinen Vater auf, der ihn zu Zedd, einem wunderlichen alten Mann, schickt.

     
     

    Richard erhält von Kahlan das "Buch der gezählten Schatten" und von Zedd das "Schwert der Wahrheit".


    Kahlan findet unterdessen Zedd und erkennt ihn als den gesuchten Zauberer. Richard kommt zu den beiden und bricht aufgrund des Pflanzenbisses zusammen. Zedd heilt die Wunde und erzählt Richard, dass er ihn als so genannter Sucher erkannt habe. Nur er als Sucher wäre einer alten Prophezeiung nach in der Lage, Darken Rahl zu töten. Daraufhin erhält Richard von Kahlan das "Buch der gezählten Schatten" und von Zedd das "Schwert der Wahrheit". Richard will dieses Schicksal nicht wahrhaben und rennt zu seinem Vater, der in der Zwischenzeit jedoch von einem Soldaten Darken Rahls, der den Kampf mit Richard und Kahlan überlebte, getötet wurde. Von nun an nimmt Richard seine Bestimmung an und macht sich mit Kahlan und Zedd auf, um der Herrschaft Darken Rahls ein Ende zu setzen.

    Who is Who?

    Richard Cypher ist ein junger Mann aus den Westlands. Als Waldläufer verdient er sich sein Geld. Er weiß nicht viel über Magie oder was auf der anderen Seite der Grenze ist. Daher kann er zunächst nicht glauben, dass er der Sucher sein soll, der die Länder Westland, Midland und D'Hara von Darken Rahl befreien soll. Der 1983 in Australien geborene Schauspieler Craig Horner verkörpert den Sucher. Er hatte sein Debüt in der australischen Kinderserie "Cybergirl". Seitdem hat er in verschiedenen Serien mitgewirkt.

    Kahlan Amnell ist eine Konfessorin aus den Midlands und gehört einem besonderen Frauenorden an, der auf der Suche nach der Wahrheit und dem ernannten Sucher verpflichtet ist. Sie wird von der 1982 in Amerika geborenen Schauspielerin Bridget Regan verkörpert, welche in Filmen wie "Sex and the City", "Blinders" und "The Babysitters" mitspielte. Darüber hinaus hat Bridget Regan auch umfangreiche Erfahrung aus diversen Bühnenstücken und TV-Produktionen.

    Zeddicus (Zedd) Zu'l Zorander ist ein alter und mächtiger Zauberer, der sich im nichtmagischen Land Westland zurückgezogen hat. Durch eine Prophezeiung weiß er, dass Richard der Sucher ist und wacht über ihn, während dieser aufwächst. Zedd wird vom neuseeländischen Charakterschauspieler Bruce Spence dargestellt. Filmfans ist er möglicherweise durch seine Mitwirkung in Filmen wie "Matrix Revolutions" (Trainman), "Mad Max II" (Gyro Captain) und "Königin der Verdammten" (Khayman) ein Begriff. Auch in "Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs" hatte er als der "Mund von Sauron" einen Kurzauftritt. Als zwei Meter großer Schauspieler ist der 64-Jährige für die Rolle des Zedd ideal.

    Darken Rahl ist ein mächtiger und böser Herrscher, der die Grenzen öffnen möchte, um alle Länder und deren Völker zu unterdrücken. Er wird in dieser Serie von Craig Parker verkörpert, der spätestens mit seiner Rolle als der Elb Haldir in der "Herr der Ringe"-Filmreihe bekannt wurde. Der Fantasy-Fangemeinde ist er daher auch als Dauergast der jährlichen Fantasy-Convention RingCon ein Begriff. Geboren wurde der neuseeländische Schauspieler am 12. November 1970 in Suva, Fidschi. Craig Parker wirkte in verschiedenen Filmen wie zum Beispiel "Stephen Kings Tommyknockers", in diversen Serien wie "Xena" und verschiedenen Theaterproduktionen (u.a. als Erzähler in der "Rocky Horror Show") mit.

    Buchumsetzung − Top oder Flop?

    Die Bücherreihe von Terry Goodkind hat ihre eigene Fangemeinde. Daher stellt sich die Frage, wie gut diese Umsetzung als Serie gelungen ist. Werden sich die Buchfans für die Serie begeistern können? Der rote Faden der Geschichte ist eindeutig aus dem Buch übernommen: Kahlan flieht vor den Soldaten Darken Rahls über die Grenze und bittet Zedd, einen Sucher zu benennen, um Darken Rahl zu besiegen.

    Doch schon in der Pilot-Doppelfolge wird klar, dass extrem viel geändert wurde: Ereignisse, die eigentlich vor der Handlung stattfanden (wie zum Beispiel die Vernichtung des "Buches der gezählten Schatten" sowie der Tod von Kahlans Schwester Dennee und Richards Vater) wurden prompt in die Gegenwart verlegt. Die Figur des Ranssyn, der Soldat, der Richards Vater tötet, ist von den Drehbuchautoren hinzugedichtet worden.

    Dazu kommt, dass viele andere Geschehnisse, die der Buchvorlage ihre Faszination geben, derart verändert wurden, dass der Buchfan sie nicht wiedererkennt. Darunter sind unter anderem elementare Dinge wie die Geschichte, die Magie und Beschaffenheit der Grenze. Sofern sie überhaupt in der Serie erwähnt werden, erfolgt eine nähere Thematisierung nur ansatzweise. Die Wächter der Grenze wurden zu Wächtern des Rates gemacht, und so wird ihr ganzes Dasein mitsamt ihrer Berufung unterschlagen. So verliert die Figur des Grenzposten Chase, der Richard hilft, an Persönlichkeit und Beweggründen. Besonders schmerzlich für den Bücherfan dürfte aber sein, dass die Art der Magie des Schwertes der Wahrheit stark abgeändert wurde. Das Motiv des Buches, dass die Magie des Schwertes ein Opfer fordert, geht völlig unter.

     
     

    Die Wächter der Grenze wurden zu Wächtern des Rates gemacht, und so wird ihr ganzes Dasein mitsamt ihrer Berufung unterschlagen.


    Nicht mal der Grund, weswegen die Gefährten in Richtung Grenze aufbrechen, erkennt man wieder. Im Buch sind sie auf der Suche nach dem letzten der so genannten "Drei Kästchen der Ordnung", die Darken Rahl benutzen möchte, um alle Völker zu beherrschen. Richard und Kahlan wollen es vor ihm finden, um dies zu verhindern. Doch in der Serie scheinen diese "Drei Kästchen der Ordnung" nicht einmal erwähnt zu werden. Noch schlimmer wird es, wenn man die nächste Folge unter die Lupe nimmt. Außer den handelnden Personen hatte diese Folge nichts mit der Buchvorlage gemein.

    Es ist sehr enttäuschend, dass die Drehbuchautoren die wichtigsten Dinge völlig anders gelöst haben, als es die Buchvorlage hergibt. Man stellt sich die Frage, ob es dann nicht besser gewesen wäre, eine völlig neue Geschichte zu schreiben, als sich nur oberflächlich mit den Büchern auseinander zu setzen und somit Fans der Bücher derartig vor den Kopf zu stoßen.

    Beurteilung

    Für diejenigen, die die Bücher nicht gelesen haben, ist die Serie eine nette Unterhaltung, die allerdings auch an diverse andere Fantasy-Filme wie "Herr der Ringe" und "Eragon" oder mitunter sogar an "Star Wars" erinnert. Dabei erreicht sie jedoch nicht die volle Aufmerksamkeit des Zuschauers, da der Funke nicht überspringt. Vielmehr ist es eine seichte Unterhaltung. Daran ändern auch die Special Effects sowie der Einsatz von Slow Motion nichts. Nichtsdestotrotz bildet sie eine nette Unterhaltung für verregnete Herbstnachmittage.

    Kennt man jedoch die Buchvorlage, so kann die Serie nur enttäuschen. Den Zauber des Buches sucht man in der Serie vergebens. Zu viel Unnötiges wurde geändert, zu sehr wurde die Handlung um den Sucher verfälscht. Hier hilft nur eins: Man behandelt die Serie als das, was sie eigentlich sein sollte: eine völlig neue Geschichte, die im Groben an Terry Goodkinds Bücher erinnert. Ansonsten ärgert man sich nur über eine weitere entstellte Buchverfilmung.

    Fazit

    Eine nette Serie, die jedoch an die Bücher von Goodkind lediglich angelehnt ist und bei weitem nicht an sie herankommt.

    Weiterführende Links

  • Bestellen bei Amazon.de
    "Das Schwert der Wahrheit 1: Das erste Gesetz".

  • Bestellen bei Amazon.de − zum Zweiten
    "Das Schwert der Wahrheit 2: Die Schwestern des Lichts".

  • SF-Zone

    Und wieder eine Buchverfilmung. Ob diese erfolgreich ist, lesen Sie in einem Beitrag von Sara Hoeft.


     

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    Long Range Scan

    Was den Sci-Fi/Mystery/Fantasy-Fan sonst noch interessieren könnte

    "Mad Max" kehrt zurück. 2010 sollen die Dreharbeiten zum vierten Film der Reihe beginnen. Diesmal allerdings ohne Mel Gibson.

    Kinostart für "Iron Man 2" ist der 6. Mai 2010. Der Film wartet mit einem Staraufgebot auf: Robert Downey Jr. als Tony Stark / Iron Man, Mickey Rourke als Whiplash, Gwyneth Paltrow als Pepper Potts, Samuel L. Jackson als Nick Fury, Don Cheadle als Jim Rhodes und Sam Rockwell als Geschäftsmann.

    Bereits seit dem 23. Oktober kann man die erste Staffel von "Fringe" käuflich erwerben, zum Beispiel bei Amazon.de.

    Die erste Staffel von "Sanctuary" erscheint erst am 1. Januar 2010.

    Ab dem 1. März 2010 geht die "anders"-Reihe von Wolfgang und Heike Hohlbein mit dem ersten Band "Anders 1: Die tote Stadt" erstmals als Taschenbuch über die Ladentheken.

    Long Range Scan

    Interessante Genre-News, zusammengestellt von Melanie Brosowski.


     

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    Ein Menschenleben ist nichts wert

    Kritik zum Hörspiel "Planet Eden − Teil 4"

    Die Crew der Raumfähre Kopernikus sucht noch immer nach Antworten, warum das menschliche Leben auf der Erde vor einiger Zeit vernichtet wurde.

    Im Bunker unter dem Gebirge Korsikas finden sie eine unglaubliche Menge an Nahrungsvorräten, doch alles ist verdorben. Dennoch schaffen die Roboter unermüdlich weiter Getreide in die unterirdischen Silos, während die wenigen Überlebenden gegen den Hungertod ankämpfen. Beim Rundgang durch die Bunkeranlage findet die Crew eine Bahnstation sowie die Information, dass die Gleise zu mehreren Standorten weltweit führen.

    Drahtzieher des irdischen Vernichtungswerkes scheint eine Firma namens Transworld Locomotion zu sein, die nur wenigen hochdotierten Mitarbeitern Bunker zur Verfügung gestellt hat. Die Crew weiß nun, dass zumindest diese Leute im Vorfeld von der Auslöschung gewusst haben müssen. Um weitere Antworten zu erhalten, fahren sie mit der Untergrundbahn bis nach Valencia, der nächsten Station. Dort finden sie Überlebende, die sich eine neue Weltordnung errichtet haben. Die Crew findet alsbald heraus, dass diese neue Welt nicht unbedingt ethischen Maßstäben folgt.

    "Planet Eden" begann als Science-Fiction-Abenteuer und hat sich mit diesem vierten Teil endgültig zu einem handfesten Ökothriller gemausert. Bleibt zu hoffen, dass uns das Schicksal der Figuren dieses Hörspiels erspart bleibt. Die Verschwörung wird häppchenweise aufgedeckt, der Hörer nicht mit Informationen überfrachtet. Der Plot ist stimmig und die fiktive Zukunft außerordentlich grausam. Immer wieder lief mir während des Hörens ein Schauder über den Rücken, denn eines kommt immer wieder zum Tragen: Ein Menschenleben zählt für die Mächtigen der entvölkerten Welt auf Planet Eden nichts. Egal ob Mann, Frau oder Kind.

    Technisch ist "Planet Eden" einwandfrei. Hier waren Profis am Werk, wie man bei den musikalischen Einspielungen und den anderen Toneffekten feststellen kann. Auch die bekannten Sprecher der ersten drei Teile sind wieder mit dabei.

    Mein Fazit: Wer mit Raumschiffen im All wenig anfangen kann, aber Spaß an apokalyptischen Zukunftsszenarien hat, sollte sich diese Serie nicht entgehen lassen. Für Kinder ist sie allerdings nicht geeignet und daher erst für Hörer ab 16 Jahren freigegeben.


    Format Audio-CD

    Verlag Maritim Verlagsgruppe Hermann

    Auflage 1. Aufl. (30. September 2009)

    Sprache Deutsch

    ISBN-10 3867141592

    ISBN-13 978-3867141598

    Anmerkung: Bei Amazon wird die Altersempfehlung "ab 8 Jahre" ausgewiesen. Das ist falsch. Auf der CD befindet sich ein Aufdruck, der lautet: "Empfohlen ab 16 Jahren".

    Weiterführende Links

  • Bestellen bei Amazon.de
    "Planet Eden 04": Ein Hörspiel von A. Masuth (Audio-CD).

  • Hörspiel-Zone

    Wie geht es weiter mit der Crew der Raumfähre Kopernikus? Ein Artikel von Christiane Gref.


     

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    Die Suche nach E.T. in der Vergangenheit

    Prä-Astronautik

    UFOs und Außerirdische sind keineswegs ein modernes Phänomen der Popkultur. Die Prä-Astronautik beschäftigt sich mit antiken Hinweisen auf eine außerirdische Präsenz auf der Erde. Es gibt rätselhafte Artefakte und Schriften über Flugmaschinen sowie alienartige Wesen in jeder alten Kultur, überall auf dem Planeten.

    Begründet wurde die Prä-Astronautik maßgeblich von Erich von Däniken. Das mag jetzt vielleicht einigen sauer aufstoßen, da von Däniken vieles falsch interpretierte, wie zum Beispiel die Nazca-Linien in Peru. Einige seiner Schilderungen, wie die Metallplattenbibliotheken, stellten sich gar als frei erfunden heraus. Dennoch stieß er im Laufe seiner Karriere auf einige echte Merkwürdigkeiten und regte damit andere Forscher zu Recherchen an, die ein etwas anderes Bild der Menschheitsgeschichte wiedergeben, als wir im Schulunterricht lernen.

    Beginnen wir doch gleich bei den Nazca-Linien. Zwar gibt es einige abgetragene Berge, die durchaus Landebahnen für Flugzeuge hätten sein können, aber mit Sicherheit nicht für UFOs mit Antigravitationsantrieben. Sie stellen daher möglicherweise die Überbleibsel einer untergegangenen technologischen Hochkultur dar. Die Tierbilder fallen jedoch in eine ganz andere Kategorie. Sie stammen von den Nazca und waren wohl Gebete, die diese Kultur zwischen 800 v.Z. und 600 n.Z. an ihre Götter richtete, die aus dem Himmel kamen. Hilfe bekamen sie jedoch nicht von ihren Göttern. Die Nazca-Ebene trocknete aus und damit verschwand die Nazca-Kultur.

    Doch ist es eigentlich ein Zufall, dass sämtliche alten Kulturen ihre Götter im Himmel verorteten? Die moderne Wissenschaft erklärt sich das, weil die Sonne von oben scheint, der Regen von oben kommt und sich Phänomene wie Gewitter am Himmel abspielen. Aber wie erklärt die Wissenschaft die Beschreibungen von Flugvehikeln und Landungen von humanoiden Wesen?

     
     

    Von Lateinamerika bis Asien gibt es Funde von Skulpturen, die humanoide Wesen mit einer Art Raumanzug darstellen.


    Derartige Beschreibungen reichen zurück bis in die Steinzeit, wo fliegende Scheiben und Grey-ähnliche Wesen mit großen, schwarzen Augen in Höhlenmalereien abgebildet sind. Von Lateinamerika bis Asien gibt es Funde von Skulpturen, die humanoide Wesen mit einer Art Raumanzug darstellen (hier im Vergleich zu einem Astronauten). Einige Skulpturen zeigen sogar reptoide Aliens (hier). Diese Reptoiden scheinen ebenfalls ein weltweites Phänomen zu sein. Ob die biblische Schlange im Paradies, die Drachen in Europa und China oder die gefiederte Schlange der Maya. Alle Kulturen berichten von reptilienartigen Wesen, die als Götter verehrt und zuweilen auch gefürchtet wurden.

    Ebenso interessant wie die Astronautengötter sind deren Raumschiffe. Bereits in antiken Schriften aus dem alten Rom werden "fliegende Schilde" erwähnt. In Kolumbien wurden unzählige Goldartefakte gefunden, die wie moderne Flugzeuge aussehen (hier). Skeptiker meinen, es handle sich um Vögel oder Insekten, doch erstaunlicherweise sind die Nachbildungen Unterdecker, während Vögel und Insekten Oberdecker sind. Es gibt nicht eine Vogelart, bei der die Flügel am Bauch angewachsen sind oder die eine Heckflosse besitzt. Und den antiken Völkern Lateinamerikas das Wissen um das Aussehen von Vögeln und Fluginsekten abzusprechen, zeugt nicht von Sachverstand, sondern von schlichter Ignoranz. Zudem ist bei den indigenen Kulturen kein Insektenkult oder Ähnliches bekannt. Die Frage ist nun, ob diese Artefakte Flugmaschinen der Astronautengötter darstellen, oder gar Flugzeuge einer untergegangenen irdischen Hochkultur.

    Aber auch in Europa finden sich Zeugnisse von UFOs in Kunst und Kultur. So ist auf dem Gemälde "Die Madonna und der Heilige Johannes" von Fra Filippo Lippi (1406−1469), welches im Palazzo Vecchio von Florenz ausgestellt ist, im Hintergrund ein Mann mit Hund zu sehen, der ein fliegendes Objekt am Himmel beobachtet (hier). Auf dem Altarfresco "Die Kreuzigung" in der Kirche Visoki Decani (Kosovo) sind über der Kreuzigung Jesu zwei fliegende Objekte mit Besatzung zu erkennen, die sich scheinbar eine Verfolgungsjagd am Himmel liefern (hier). Und das sind nur zwei Beispiele von dutzenden solcher Zeugnisse.

    Wirklich erstaunlich wird es, wenn es zu altertümlichen UFO-Gemälden und -Holzschnitten auch Aufzeichnungen in Stadtchroniken und Schriftstücken gibt. So geschehen am 4. April 1561 über Nürnberg (hier) und am 7. August 1566 über Basel (hier). In beiden Fällen wurden zahlreiche kugelförmige Erscheinungen und im Falle von Nürnberg auch zylindrische UFOs gesehen. Diese historischen Fälle ähneln neuzeitlichen Massensichtungen über Perus Hauptstadt Lima 2007 (hier) sowie mehreren Fällen über Mexiko (hier und hier).

    Gehen wir nun jedoch in der Geschichte noch ein paar Jahrtausende zurück, denn selbst in der Bibel finden sich bereits Hinweise auf UFO-Landungen, wie in der Geschichte des Hesekiel. Die Bibel beschreibt sogar, dass sich Außerirdische mit Menschen gepaart haben und die Frauen dabei Riesensöhne gebaren, die so genannten Nephilim. Das ist aber immer noch nicht weit genug in der Vergangenheit, also gehen wir noch ein Stück weiter zurück, bis zu den alten Sumerern. Denn das alte Testament basiert auf dem Gilgamesch-Epos, man könnte sogar sagen, die heilige Schrift ist ein Plagiat. Die Sumerer nannten ihre Götter Annuna (zuweilen auch als Annunaki bezeichnet), die von einem Ort namens Nibiru kamen und sich mit den Menschen auskreuzten. In diesen alten Geschichten, von denen es sogar bildliche Überlieferungen gibt, tauchen natürlich auch wieder Fluggeräte auf (hier).

    Nicht nur von UFOs und Außerirdischen ist in der Bibel und den alten sumerischen Schriften die Rede. Selbst das Entführungsphänomen geht bis in die Antike zurück. So wurde der biblische Prophet Henoch "in den Himmel entrückt". In anderen Kulturen finden sich ähnliche Geschichten. So erzählt der altindische Mahabharata-Epos die Geschichte von Ardjuna, der von der Göttin Indra in den Himmel mitgenommen wurde. In dieser Schrift heißt es (frei übersetzt): "Als er nun dem Bezirke nahte, der unsichtbar den Sterblichen, Erdenwandlern, sah Himmelswagen er zu Tausenden. Dort scheint die Sonne nicht, Mond nicht, dort glänzt das Feuer nicht, sondern im eigenen Glanz leuchtet da, durch edle Tatkraft, was als Sternengestalt unten auf der Erde gesehen wird, ob großer Ferne gleich Lampen, obwohl es große Körper sind."

     
     

    Das Wissen, dass Sterne in Wirklichkeit große, ferne Objekte sind, konnte ein Mensch vor tausenden Jahren unmöglich von allein erwerben.


    Die Beschreibung von tausenden "Himmelswagen", also ganzen Raumschiffflotten, ist schon erstaunlich genug. Aber das Wissen, dass Sterne in Wirklichkeit große, ferne Objekte sind, konnte ein Mensch vor tausenden Jahren unmöglich von allein erwerben. Giordano Bruno, der 1600 wegen Ketzerei von der katholischen Kirche bei lebendigem Leibe verbrannt wurde, ging sogar noch einen Schritt weiter. Er meinte nicht nur, dass Sterne ferne Sonnen sind, sondern auch, dass diese von Planeten wie der Erde umkreist werden und von intelligenten Wesen bewohnt sind. Zu seiner Zeit gab es weder Science-Fiction noch das Hubble-Teleskop. Dieses Wissen konnte Bruno also nur von einer Quelle bekommen.

    Dass nicht alle Spezies des Universums freundlicher Natur sind, belegen vor allem altindische Schriften, die von einem regelrechten "Krieg der Götter" erzählen. Darunter der bereits erwähnte Mahabharata-Epos. Um die Erde scheint es einen Konflikt zwischen verschiedenen Besucherfraktionen gegeben zu haben, der möglicherweise bis heute andauert. Und mehr noch: Es ist durchaus möglich, dass diesem Krieg sogar Atlantis zum Opfer fiel. Es gibt zahlreiche Hinweise auf eine erste irdische Hochkultur, die vor rund 12.500 Jahren unterging. Diese kannte bereits Technologie und stand in Kontakt mit anderen raumfahrenden Zivilisationen. Darauf deuten unter anderem Schriften wie die der Maya oder die indischen Veden hin, in denen sogar von der Multidimensionalität unseres Universums die Rede ist. Und nicht zuletzt berichtete auch der griechische Philosoph Platon über Atlantis.

    Leider wird diesen Überlieferungen heutzutage viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Das mag wohl daran liegen, dass mit dem Brand der Bibliothek von Alexandria das alte Wissen in unserem Kulturraum fast vollständig vernichtet wurde und die kirchliche Inquisition ihr Übriges tat, um uns in eine Zeit der geistigen Umnachtung zurückzuwerfen. Selbst die moderne Wissenschaft verschließt sich vor neuen Erkenntnissen und man bekommt das Gefühl, dass die Erde inzwischen zwar um die Sonne kreisen darf, aber immer noch der Mittelpunkt des Universums ist. Erst langsam beginnen wir wieder, Zugang zu dem Wissen der antiken Hochkulturen zu finden, die vielleicht der Schlüssel zum Verständnis des UFO-Phänomens und sogar des Universums sind.

    Im nächsten Artikel dieser Reihe werde ich näher auf die Hinweise für die untergegangene Zivilisation von Atlantis eingehen. Es scheint, dass wir in jedem Falle unsere Geschichtsbücher umschreiben werden müssen. Die moderne Wissenschaft kann meiner Meinung nach nicht länger das Wissen der Sumerer, Altinder oder Maya ignorieren oder antike UFO-Zeugnisse als Planet Venus abtun, der allen alten Kulturen, einschließlich unserer europäischen, durchaus bekannt war, was eine Verwechslung ausschließt. In diesem Sinne: Behalten Sie die antiken Schriften im Auge.

    Weiterführende Links

  • Paleo SETI
    Zurück in die Zukunft.

  • Youtube.com
    Neunteilige History-Channel-Dokumentation.

  • Wikipedia.de
    Wikipedia-Artikel über die Nazca-Linien.

  • Fulgura.de
    Seite über die UFO-Sichtungen von Basel und Nürnberg.




  • UFO-News

    China treibt UFO-Offenlegung voran
    In China wird bekanntermaßen einiges zensiert, aber beim Thema UFOs zeigt sich die chinesische Staatsführung erstaunlich offen. Nicht nur, dass im chinesischen Staatsfernsehen über Fälle von UFO-Sichtungen und sogar Entführungen berichtet wird, sie werden sogar offiziell anerkannt. Bisheriger Höhepunkt war ein Forum für das Internationale Jahr der Astronomie und für außerirdische Lebensformen und UFOs, welches vom 31. Oktober bis zum 6. November 2009 auf dem Dongfeng Plaza in Kunming stattfand. Von so viel öffentlichem Interesse und Objektivität gegenüber diesem Phänomen kann man im Zensurland Deutschland dagegen nur träumen.

    Ukraine veröffentlicht UFO-Akten
    Laut einer Meldung der staatlichen Hörfunkanstalt der Ukraine (Natsionalna Radiokompanya Ukrainy, NRCU) wurde auf der Website des Ukrainischen Ufologischen Verbandes (UFODOS) das Nationale Archiv von UFO-Beweisen freigegeben. Bisher sind auf dieser Website allerdings nur UFO-Sichtungen aus privater UFO-Forschung zu finden.

    Weiterführende Links

  • Exopolitik.org
    Ausführlichere Infos zu diesem Thema.

  • Aliens, Ufos,
    fremde Welten

    Gibt es wirklich Hinweise darauf, dass die Erde schon seit vielen Jahren von Außerirdischen besucht wird? Shinzon Darhel ist davon überzeugt und geht dieser Frage auch in der heutigen Ausgabe der Rubrik auf den Grund.


     

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    Dinos, Donnies Schwester und die Nacht des Grauens

    DVD-Guide Dezember 2009

    2.12. − "Ice Age 3: Die Dinosaurier sind los"

    DVD DES MONATS: Neues Abenteuer mit den urzeitlichen Helden Manni, Diego und Sid. Nach "Shrek 3" zum Glück ein dritter Teil, der nicht enttäuscht: Genialer Animationsfilm (2009) für Jung und Alt. Auch als Trilogie-Box und auf Blu-ray.

    2.12. − "Stargate Atlantis − Season 5"

    Um die Erde zu retten soll ein Deal mit den Wraith abgeschlossen werden, zudem mischt sich eine neue Alien-Rasse in den Konflikt ein. Komplette fünfte Staffel (2008) der Sci-Fi-Serie mit diversen Featurettes und Audiokommentaren.

    3.12. − "House of Fears"

    Sechs Freunde brechen in ein Spukhaus ein und erleben eine Nacht des Grauens. Klischeebeladener Horror-Streifen (2007) mit ordentlichen Produktionsmitteln und einem kurzen Gastauftritt von Jared Padalecki ("Supernatural").

    3.12. − "Merlin: Die neuen Abenteuer − Season 1 − Box 1"

    Die frühen Jahre des Zauberers. So eine "Teen-Merlin"-Serie hätte schlimmer herauskommen können: Familientaugliche, harmlose Fantasy-Serie (2008) der BBC. Diverse Extras.

    4.12. − "Wrong Turn 3: Left for Dead"

    Junge Camperin und entflohene Sträflinge stehen diesmal auf der Speisekarte der Mutanten. Ordentliches Video-Sequel (2009), die Vorgänger waren aber besser. Erscheint nur in einer leicht geschnittenen Fassung, selbst dann noch ohne Altersfreigabe. Auch auf Blu-ray.

    4.12. − "Magier des Schreckens"

    Bühnenzauberer Galico begeht einen Mord und nimmt eine falsche Identität an. Schwarz-Weiß-Thriller (1954), der mehr Krimi als Horror ist und nicht gerade zu Vincent Prices besten Filmen gehört.

    4.12. − "S. Darko: Eine Donnie Darko Saga"

    Nun hat auch Donnies Schwester Visionen vom Ende der Welt. Unnötiges Spin-off (2009) des Kultfilms, immerhin wieder mit jeder Menge skurriler Ideen und Figuren. Auch auf Blu-ray.

    4.12. − "Supernatural − Season 3"

    DVD DES MONATS: Um Sam zu retten, hat Dean sein Leben einem Dämon angeboten. Ihm bleibt nur ein Jahr zu leben. Dritte Staffel der packenden Mystery-Serie (2008), von der FSK überraschend mit einer Freigabe ab 18 Jahren versehen.

    4.12. − "The Disappeared"

    Matts Bruder ist auf mysteriöse Weise verschwunden, und bald folgen weitere Kinder. Britischer Mystery-Thriller (2008), wenig originell, aber stimmungsvoll und mit interessanten Charakteren.

    10.12. − "Das Haus der Dämonen"

    Krebskranker Teenager zieht mit seinen Eltern in ein Haus, auf dem ein Fluch liegt. Atmosphärischer Mystery-Thriller (2009), stark gespielt von Newcomer Kyle Gallner und Virginia Madsen. Auch auf Blu-ray.

    10.12. − "Keiler − Der Menschenfresser"

    Stadtbulle Kim soll in einem abgelegenen Dorf ein Killer-Wildschwein zur Strecke bringen. Tönt nach US-TV-Trash, ist aber eine gelungene südkoreanische Horror-Komödie (2009), die das Horror- und auch das Western-Genre gekonnt parodiert.

    10.12. − "The Children"

    Während eines Weihnachtsurlaubs werden die Kinder krank, immer aggressiver und bald mörderisch. Unter die Haut gehender britischer Horror-Streifen (2008) und definitiv eine Empfehlung für Horror-Fans. Auch auf Blu-ray.

    11.12. − "It's Alive"

    Wer mordet denn da bereits kurz nach seiner Geburt? Das Baby... So derb und platt wie die Vorlage ist dieses Horror-Remake (2009) mit Bijou Philips. Auch auf Blu-ray.

    14.12. − "G.I. Joe: Geheimauftrag Cobra"

    DVD DES MONATS: Futuristisches Agenten-Team soll eine Geheimwaffe aufspüren. Knallbunter Sci-Fi-Actioneer (2009) nach der Spielzeugvorlage mit Dennis Quaid und Sienna Miller: Etwas flach, aber unterhaltsam. Auch auf Blu-ray.

    15.12. − "Dolan's Cadillac"

    Robinson will den Mord an seiner Frau am Gangsterboss Dolan rächen. Harter Thriller (2009) nach einer Vorlage von Stephen King, mit Wes Bentley und Christian Slater gut besetzt.

    18.12. − "Sheitan"

    Teens geraten an einen bösen Hinterwäldler. Kleiner, gemeiner Film mit bekannten Klischees: Französische Horror-Comedy (2009), noch eine Spur abgedrehter und freizügiger als die meisten US-Streifen. Vincent Cassel gibt den Titelschurken, Monica Bellucci hat auch einen Gastauftritt.

    SF-Zone

    Große Auswahl für kalte Winterabende: Alle DVD-Kauf-Neuerscheinungen des neuen Monats aus den Genres Science-Fiction, Fantasy, Mystery und Horror − zusammengestellt und kommentiert von Stephan Mark. Ein Klick auf den Titel bringt Sie direkt zur richtigen Produktseite beim Online-Shop Amazon.de (Ausnahmen: Titel ohne FSK-Freigabe und zu Redaktionsschluss noch nicht ins Sortiment aufgenommene DVDs).


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    Die größte Aufnahme der Himmelskugel

    Interview mit einem Himmelsfotografen

    Mit einfacher Technik hat ein Physiker das Himmelsgewölbe in einer Auflösung von 648 Megapixeln abgebildet. Dies ist die bisher genaueste Gesamtdarstellung. Wir sprachen mit dem Autoren.

    Über seine Arbeit berichtet der Physiker Axel Mellinger von der Central Michigan University in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Publications of the Astronomical Society of the Pacific". Mellinger hatte Reisen nach Texas und Südafrika unternommen und über 42.000 Kilometer zurückgelegt, um die optimalen Beobachtungsbedingungen zu finden. TZN Raumfahrer.net sprach mit dem Wissenschaftler über seine Unternehmung und die Arbeit, tausende Bilder zu einem sauberen Mosaik zusammenzufügen.

    TZN Raumfahrer.net: Was mussten Sie machen, um zu dem Endprodukt einer 648-Megapixel-Aufnahme des Himmelsgewölbes zu gelangen?

    Axel Mellinger: Es ist nun schon mein zweites Himmelspanorama. Der Gedanke, ein zweites in Angriff zu nehmen, kam mir im Laufe der letzten Jahre. Ich merkte, dass mit der modernen Projektionstechnik vieler Planetarien das bisherige Panorama nicht mehr ausreichte.

    TZN Raumfahrer.net: Was für Probleme traten dabei auf?

     
     

    "Ich kam auf die Idee, Aufnahmen der Pioneer-Raumsonden zu verwenden, deren primäres Ziel die Erkundung von Jupiter und Saturn war. Auf dem Weg dorthin haben sie aber auch Aufnahmen des Himmels gemacht."


    Mellinger: Zuerst mussten die Bilder verzerrungsfrei zu einem Gesamtbild zusammengesetzt werden. Das war kein großes Problem, da ich die Software bereits seit Jahren entwickelt hatte. Diese funktioniert so, dass in jedem Einzelbild einige hundert Referenzsterne herausgesucht werden. Das macht die Software automatisch. Dann werden die abgeglichen mit den Einträgen im Hubble Guide Star Catalog. Daraus wird die geometrische Bildtransformation errechnet. Ein Problem dabei waren die enormen Datenmengen, davon allein 70 Gigabyte Rohdaten. Mit Zwischenschritten lag die zu verarbeitende Datenmenge bei einem Terabyte.

    Ein anderes Problem war der Himmelshintergrund. Bei Aufnahmen an verschiedenen Orten der Erde hat keine davon das gleiche Hintergrundrauschen. Viele zeigen leichte Gradienten in Richtung des Horizonts, wo das natürliche Himmelsleuchten − so genanntes Air Glow − stärker ist. An manchen Orten war zusätzlich künstliche Lichtverschmutzung vorhanden. Das Problem ist jetzt: Wie rechnet man das heraus?

    Es gibt Sterne, die zu schwach sind, um als Einzelpunkte zu erscheinen. Sie tragen aber mit ihrem Leuchten zum Hintergrundlicht bei. Das wollte ich gerne erhalten. Alle terrestrischen Einflüsse und das Zodiakallicht [von der Sonne angeleuchtete Staub- und Gasteilchen im inneren Sonnensystem, d. Red.] wollte ich gerne herausrechnen.

    Ich kam auf die Idee, Aufnahmen der Pioneer-Raumsonden zu verwenden, deren primäres Ziel die Erkundung von Jupiter und Saturn war. Auf dem Weg dorthin haben sie aber auch Aufnahmen des Himmels gemacht. Damals waren die Raumfahrzeuge bereits drei bis vier Astronomische Einheiten von der Sonne entfernt. Das heißt, der Einfluss des Zodiakallichtes war minimal und es gab natürlich auch keine irdischen Streulichtquellen. Diese Bilder waren dadurch ein ideales Modell für mein Himmelspanorama.

    TZN Raumfahrer.net: Wozu braucht man eine 648-Megapixel-Aufnahme der Himmelskugel?

    Mellinger: Eine Anwendung war das Planetarium. [...] Ich sehe aber auch ein paar wissenschaftliche Anwendungen. Beispielsweise untersucht ein Team vom US-amerikanischen National Park Service die Himmelshelligkeit. Sie wollen den Einfluss des künstlichen Streulichts über die Zeit dokumentieren. Sie haben das Problem, dass die Milchstraße für deren Projekt eine unerwünschte Lichtquelle ist. Mit einem photometrisch kalibrierten Panorama kann man den Einfluss der Milchstraße herausrechnen.

     
     

    "Ich wollte nicht das zehntausendste Bild vom Orionnebel anfertigen..."


    TZN Raumfahrer.net: Für das Panorama mussten Sie einen hohen Aufwand betreiben, viel herumreisen und Zeit in die Nachbearbeitung investieren. Dabei ist die Astronomie gar nicht Ihr Fachgebiet als Physiker. Wie kamen Sie auf die Idee zu diesem Projekt?

    Mellinger: Es ist die Begeisterung und Faszination, an einem absolut dunklen Ort wie in der südafrikanischen Karoo den nächtlichen Sternhimmel zu betrachten. Daneben fasziniert mich die technische Herausforderung eines solchen Projektes, wie das Zusammensetzen von Weitwinkelaufnahmen. Ich habe dabei durchaus eine Nische gefunden: Ich wollte nicht das zehntausendste Bild vom Orionnebel anfertigen, sondern etwas machen, was nicht so viele andere tun.

    TZN Raumfahrer.net: Vielen Dank für das Gespräch!

    Weiterführende Links

  • TZN Raumfahrer.net: Podcast InSound
    Hier können Sie sich das Interview mit Axel Mellinger als Podcast anhören.

  • Galaxy: Nachthimmel in 648 Megapixeln
    Himmelspanorama in voller Auflösung.

  • Axel Mellinger: Die Seite zum Bild
    Website mit Erläuterungen zum Panorama.

  • In Space

    Karl Urban sprach mit dem Physiker Axel Mellinger.


     

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    Impressum

    Die Macher und die rechtlichen Dinge im Überblick


    Ausgabe 140 erscheint am 1. Januar 2010.

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    Henning Koonert
    Uwe Webel

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