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incoming message

"Willkommen auf der Krankenstation. Ziehen Sie eine Nummer!"

 − MHN
 − in "Star Trek: Voyager − Translokalisation"

Februar 2010

 

ISSN 1684-7385

Volume VI

Ausgabe 88 (#141)

 features

 

Aufbruch ins Unbekannte

Rück- oder Vorausblick

Die Geschichte der Sternenflotte unter der Lupe

Lebensbejahende Message

Camerons Abrechnung

Warum "Avatar" zu Recht "Titanic" als erfolgreichster Film ablöst

Ungelöste Mysterien

Die Suche nach Antworten

Was das Bermuda-Dreieck mit Atlantis zu tun hat

 

Vorwort

Die Sternenflotte und ihre Uniformen


Liebe Leserinnen und Leser,

wenn Sie diese Ausgabe vor sich haben, ist der erste Monat des Jahres 2010 bereits vorbei. Ich hoffe, Sie sind gut in das neue Jahr gestartet. Und was gibt es Schöneres, als bei diesen Minusgraden in einem warmen Kinosessel zu sitzen und einen guten Film zu genießen? "Avatar" hat mich begeistert und ich kann Ihnen diesen Film wirklich ans Herz legen.

Auch eventmäßig verspricht das Jahr vieles. Am 27. März 2010 präsentiert FKM Events "An Evening with Kai Owen" in Bonn. Im November öffnet die Daedalus Convention in Bochum wieder ihre Tore.

Doch nun lassen Sie sich in diese Ausgabe der "Incoming Message" entführen ...

Viel Spaß beim Lesen!

Melanie Brosowski
Chefredakteurin

 
   

Inhalt

Die ganze Ausgabe auf einen Blick

Von Joan Collins bis Kim Cattrall

Die Gaststars von "Star Trek", Teil 2.

Abrams sorgt für Chaos

"Star Trek" und seine Uniformen, Teil 2.

Die Geschichte der Sternenflotte

Eine Übersicht auf Grundlage der "Star Trek"-Romane.

Die Ereignisse des Monats

Neue Bücher und Comics und viele Cons.

James Camerons Abrechnung mit der heutigen Zeit

Kritik zu "Avatar − Aufbruch nach Pandora".

Untergang einer Hochkultur

Mythos Atlantis − Teil 2.

"Raumstation Alpha-Base" − es geht weiter

Neulichst gehört.

DVD-Guide Februar

"Die fast vergessene Welt", "Cold Prey 2 − Resurrection" und "Terminator: The Sarah Connor Chronicles − Season 2".

Caught in the Act

... oder auf frischer Tat ertappt: Saturnmond Enceladus.

Impressum

Redaktion, Abonnement und Copyrights.

Wussten Sie, dass ...

... es sich in der Folge "Star Trek: Voyager − Skorpion, Teil 1" bei der Anhäufung von Borg-Drohnen um Spielzeugfiguren der Firma Playmates handelte?

... die Voyager erstmals in der Folge "Tag der Ehre" den Warpkern abwirft, um ihn später wieder aufzunehmen?

... "Nemesis" die einzige "Voyager"-Episode ist, in der Jeri Ryan nach ihrer Einführung nicht auftritt?


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Von Joan Collins bis Kim Cattrall

Die Gaststars von "Star Trek", Teil 2

Seit dem ersten Pilotfilm von "Star Trek" wurden neben den Hauptfiguren für jede Episode immer wieder Rollen geschaffen, für die Gaststars nötig waren. Manche waren nur kurz zu sehen und schnell wieder aus dem Gedächtnis des Zuschauers verschwunden. Andere waren zur Zeit ihres Auftritts bereits bekannte Gesichter aus Film und Fernsehen, und wiederum andere machten erst so richtig Karriere nach ihrem Zwischenstopp in Gene Roddenberrys Universum. Dieser Artikel verspricht nicht, jeden Gaststar zu würdigen, da dies vom Aufwand her nicht machbar wäre, ohne ein ganzes Buch zu schreiben. Auch dürfte jede Leserin und jeder Leser seine eigenen Vorlieben haben, was Schauspieler angeht und auf manche mehr Gewichtung legen als auf andere.

 
 

Die "X-Men"-Filme vereinigten Stewart noch mit einem anderen Gaststar aus "Star Trek"-Zeiten: Famke Janssen.


Mit Kelsey Grammer konnte man in der TNG-Folge "Déjà vu" mit einem zur damaligen Zeit bereits sehr populären Schauspieler aufwarten, der die recht kleine Rolle des Captain Bateman übernahm, dessen Schiff genauso wie die Enterprise in einer Zeitschleife feststeckte. Grammer war neben Kirsty Alley in "Cheers" einer der Hauptdarsteller. Dessen Charakter Dr. Frasier Crane wurde später sogar die Hauptfigur einer eigenen Serie, die über zehn Jahre das Publikum begeisterte. Bei den "Simpsons" spricht er im Original regelmäßig den Tingeltangel-Bob und in "X-Men − Der letzte Widerstand" waren Patrick Stewart und Grammer erneut gemeinsam zu sehen.

Die "X-Men"-Filme vereinigten Stewart noch mit einem anderen Gaststar aus "Star Trek"-Zeiten: Famke Janssen. In ihrer zweiten Fernsehrolle konnte man die gebürtige Holländerin als verführerische Kamala bewundern, und eigentlich war geplant, sie zu einer Hauptdarstellerin von "Deep Space Nine" zu machen. Da sie sich aber die Möglichkeit einer Filmkarriere offen lassen wollte, lehnte sie ab. Dass sie mit ihrer Entscheidung Recht behielt, zeigt sich an Auftritten in "Goldeneye", "Faculty", "House on Haunted Hill" oder der "X-Men"-Trilogie.

Mit Mae C. Jemison war sogar eine richtige Astronautin in einer kleinen Rolle als Lt. Palmer in "Riker:2=?" zu sehen. Jemison ist eine gute Freundin von Nichelle Nichols, wodurch es nicht verwundert, dass sie kurz bei "Star Trek" vorbeigeschaut hat. Eine weitere berühmte Persönlichkeit aus dem richtigen Leben hatte in "Angriff der Borg Teil 1" einen unvergesslichen Auftritt: Professor Stephen Hawking, unter anderem bekannt für sein Buch "Eine kurze Geschichte der Zeit", durfte in einem Pokerspiel Albert Einstein, Isaac Newton und Data besiegen. Der an den Rollstuhl gefesselte Physiker ist ein großer "Star Trek"-Fan und äußerte bei seinem Besuch auf dem Set des Maschinenraums, dass er daran arbeite.

Der spätere "Spider-Man"-Star Kirsten Dunst war als Kind in "Ort der Finsternis" zu sehen. Zur Zeit von TNG war noch nicht abzusehen, dass sie mit Filmen wie "Interview mit einem Vampir", "Small Soldiers" und spätestens seit "Spider-Man" zu einem gut bezahlten Hollywood-Star werden würde.

"Geheime Mission auf Celtris 3, Teil 1 & 2" präsentierte Ronny Cox als unsympathischen Captain Jellico, der die Enterprise übernahm. Cox kennt man aus Filmen wie "Beverly Hills Cop 2", "Robocop" oder "Total Recall" und stellt damit ein weiteres bekanntes Gesicht aus Film und Fernsehen dar, das bei "Star Trek" vorbeischaut. "Die Verfemten" bedeutete den ersten Auftritt von James Cromwell im "Star Trek"-Universum. Als Außerirdischer Jaglom Shrek wirkte er in "Der Moment der Erkenntnis, Teil 1 & 2" mit und bei DS9 war er als Hanok in "Das Wagnis" zu sehen. Mit "Star Trek: Der erste Kontakt" spielte er in einem der erfolgreichsten Kinofilme der Reihe als Erfinder des Warpantriebs, Zefram Cochrane, mit. Der großen Masse bekannt wurde Cromwell aber mit seiner Rolle als Bauer Hoggett in "Ein Schweinchen namens Babe", für die er sogar für einen Oscar nominiert wurde. Seitdem war er in Filmen wie "Species II", "Eraser", "Deep Impact", "L.A. Confidential", I, Robot" oder "Spider-Man 3" präsent und ist auch weiterhin gut im Geschäft.

 
 

"Der erste Kontakt" hatte mit Alfre Woodard eine weitere Oscar-nominierte Schauspielerin am Start.


Die Kinofilme der "Next Generation" zeigten meist bekannte Gesichter, die zwar keine Superstars à la Tom Cruise waren, aber dennoch dem Publikum auch nicht völlig unbekannt waren, wie das Beispiel von James Cromwell zeigt. "Der erste Kontakt" hatte mit Alfre Woodard eine weitere Oscar-nominierte Schauspielerin am Start, die durch Filme wie "The Core − Der innere Kern", "Die Vergessenen" oder die TV-Serie "Desperate Housewives" auch nach "Star Trek" noch Präsenz zeigte.

Mit F. Murray Abraham konnte "Der Aufstand" mit einem Oscar-Gewinner als Bösewicht aufwarten. Als Gegenspieler Mozarts hatte Abraham einen Oscar für "Amadeus" einheimsen können. Des Weiteren war er in "Scarface", "Der Name der Rose" oder "13 Geister" zu sehen. In "Nemesis" versteckte man einen guten Schauspieler mal wieder unter einer Menge Make-up: Die Rede ist von Ron Perlman, der als remanischer Vizekönig die rechte Hand des Schurken war. Perlman kennt man durch seine Hauptrolle in der Fernsehserie "Die Schöne und das Biest" sowie die Hauptrolle in den Comicverfilmungen "Hellboy" und "Hellboy 2 − Die goldene Armee". Zuvor war er außerdem auch noch in "Der Name der Rose" oder "Alien − Die Wiedergeburt" zu bestaunen.

"Nemesis" beinhaltete aber auch einen Miniauftritt von einem großen "Star Trek"-Fan, den man nicht unbedingt vor einer Kamera vermutet: Regisseur Bryan Singer, bekannt durch "Die üblichen Verdächtigen", "Superman Returns", "Operation Walküre" und "X-Men 1 und 2", besuchte seinen "X-Men"-Mitstreiter Patrick Stewart am Set und kam so an einen kurzen Auftritt auf der Brücke, während das Schiff angegriffen wurde.

"Star Trek: Deep Space Nine" konnte mit seinem Dreiteiler zu Beginn der zweiten Staffel einen Schauspieler präsentieren, der seit seinem Auftritt in "Frost/Nixon" und der dazugehörigen Oscar-Nominierung ein bisschen an Bekanntheit zugelegt haben dürfte. Frank Langella, bei DS9 noch als Minister Jaro unterwegs, war vorher bereits durch seinen Auftritt als Dracula im gleichnamigen Film von 1979 Genrefans ein Begriff. Dem Phantastischen blieb er mit seinen Rollen als Skeletor in "Masters of the Universe" oder Perry White in "Superman Returns" treu.

Jeffrey Combs, den man als Weyoun und Brunt genießen konnte, hat bei Fans des Phantastischen immer einen Stein im Brett. Seine Hauptrolle in den "Re-Animator"-Filmen sowie Credits für "House on Haunted Hill" oder "The Frighteners" machen ihn zu einem gerne gesehen Gast in Fantasy-/Science-Fiction- oder Horrorproduktionen. Mit seiner Rolle als Shran in "Enterprise" hatte er erneut eine wiederkehrende Rolle im "Star Trek"-Universum, und bei "Voyager" bewies er durch sein einmaliges Gastspiel in der Episode "Tsunkatse" seine Treue zum Franchise endgültig.

"Star Trek: Voyager" war bei den Fans vielleicht nicht unbedingt die beliebteste Serie, das hat sie jedoch nicht davon abgehalten, ebenfalls große Namen und bekannte Gesichter für Gastrollen zu holen. Wie bereits erwähnt war Jeffrey Combs in "Tsunkatse" zu sehen. Die gleiche Folge zeigte auch "The Rock", der sich vom Wrestling-Star zum Schauspieler hochgearbeitet hat und mit Rollen in Filmen wie "Die Mumie kehrt zurück", "The Scorpion King" oder "Get Smart" seine Fangemeinde vergrößert hat.

 
 

Mit Sarah Silverman hatte man in "Vor dem Ende der Zukunft, Teil 1 & 2" eine junge Schauspielerin, die mittlerweile in den USA durch ihr "Sarah Silverman Program" echten Kultcharakter erlangt hat.


Gleich zu Beginn von "Voyager" war ein ganz besonderer Komparse am Set vertreten. In "Der Verräter" war der jetzige König von Jordanien, Abdullah II, ein prominenter Gast im Hintergrund. Mit Sarah Silverman hatte man in "Vor dem Ende der Zukunft, Teil 1 & 2" eine junge Schauspielerin, die mittlerweile in den USA durch ihr "Sarah Silverman Program" echten Kultcharakter erlangt hat. Zu sehen war sie unter anderem auch in "Evolution" oder "Verrückt nach Mary".

Virginia Madsen, Oscar-nominiert für "Sideways", stattete in "Unvergessen" der Voyager einen Besuch ab, und auch wenn die Folge als eher schwach angesehen wird, so bringt Madsen doch ein bisschen Klasse hinein. Dass sie dem Phantastischen nicht abgeneigt ist, merkt man zum Beispiel an ihren Rollen in "Dune − Der Wüstenplanet" oder "Das Geisterschloss".

Am prominentesten dürfte aber der Darsteller des Leonardo DaVinci sein, der mit "Skorpion, Teil 1" und "Apropos fliegen" zwei Auftritte hatte. John Rhys-Davis kennt man seit der "Herr der Ringe"-Trilogie als Zwerg Gimli, und auch wenn er sich in letzter Zeit in großen Produktionen rar gemacht hat, so hat er doch immer noch seine Fans aus Zeiten, als er bei "Indiana Jones und der letzte Kreuzzug" oder bei "Sliders" mitgespielt hat.

Neben diesen Darstellern, die "Star Trek" bereichert haben, gab es immer wieder Gerüchte zu Schauspielern, die bei einem Kinofilm der Reihe mitspielen könnten. Arnold Schwarzenegger war eine Zeit lang ein gern genannter Name, wenn es um Admiral Dougherty in "Der Aufstand" ging. Jude Law wurde mit Shinzon in "Nemesis" in Verbindung gebracht, Sean Connery sollte ursprünglich Sybok in "Am Rande des Universums" spielen, was sich auch noch in dem Namen des heiligen Ortes "Sha Ka Ree" widerspiegelt, und mit Eddie Murphy waren bereits Gespräche geführt worden, um bei "Zurück in die Gegenwart" mitzuspielen. Ob so große Namen wie Connery oder Schwarzenegger wirklich von Vorteil für "Star Trek" gewesen wären, ist schwer zu sagen. Vielleicht hätten sie ein paar Zuschauer mehr ins Kino gelockt, aber hätte das die Fangemeinde von "Star Trek" vergrößert?

Ein persönlicher Wunsch bezüglich eines Gaststars wäre noch da: Wenn man schon bei DS9 in "Das winzige Raumschiff" ein Raumschiff schrumpft − warum bittet man nicht Rick Moranis ("Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft") um einen Gastauftritt? Eine bessere Gelegenheit für einen wirklich gelungenen Insidergag wird es wohl nicht mehr geben...

Welches ist Ihr Lieblings-Gaststar in Trek? Und wer müsste im kommenden Kinofilm unbedingt einen Auftritt haben? Schreiben Sie uns an leserbriefe@trekzone.de!

Trek-Zone

Kennen Sie dieses Gefühl, wenn Sie in einer "Star Trek"-Folge jemanden sehen und genau wissen, "Mensch, der spielt doch sonst immer in der Serie XY mit?!". Lesen Sie hier über Gaststars, die wir in Trek gesehen haben, und solche, die wir gerne gesehen hätten, die aber nie in Trek aufgetaucht sind. Von Oliver Hieber.


 

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Abrams sorgt für Chaos

"Star Trek" und seine Uniformen, Teil 2

"Star Trek" veränderte im Laufe der Zeit mehr als einmal sein Gesicht. Dies schlug sich nicht nur in den Geschichten nieder, in denen eine holde Maid meist aus einer Gefahrenlage gerettet werden musste, bis zu dem Zeitpunkt, wo "die holde Maid" selbst Captain wurde.

TOS-Filme

"Star Trek I" war uniformtechnisch eine Katastrophe. Die 70er-Jahre lösten zwar einen SF-Boom aus ("Star Wars" etc.), andererseits konnte man sich nicht des Eindrucks erwehren, dass die Pyjama-artigen Uniformen getragen worden sind, wie es den Verantwortlichen gerade in den Sinn kam, weiß, ocker, grau... Man wurde irgendwie aus der Farbgebung nicht schlau. Alles war etwas zu leger und für die Kinoleinwand mehr als schädlich. Die Admiralsuniform war die einzige, die dem Auge gefällig war, aber diese war schon als Uniform erkennbar. Die einzige Uniform, die den Film überstanden hatte, war die medizinische weiße Toga von McCoy. Diese wurde einfach mit dem grünen Turtleneck-Pullover versehen − et voilà, sah es schon besser aus.

Man wollte nach dem ersten Kinofilm alles verändern und kam schließlich zu den rot/schwarzen Uniformen, die mit ihren Gürteln, Schnallen und Abzeichen durchaus für eine militaristische Einheit sprachen. Sogar Orden waren für die hohen Tiere vorgesehen. Die Zeit der Filme schien auch Starfleet einen militärischeren Touch zu geben, als das zunächst beabsichtigt war. Die Farbgebung der Abteilungen war fraglich: weiß − Kommando, rot − Kadetten, violett − Security, grün − Medizin. Es gab eine ganze Variation davon. Neu war jedoch, dass man den Rang für jeden Dienstgrad und sogar die Jahre der Dienstzeiten ablesen konnte. Einen Punkt für ein Jahr, einen Streifen für fünf Jahre.

"The Next Generation"

 
 

Während die Uniformen bis zum Captain noch Sinn machten, trugen die Admiräle individuelle Kleidung.


Die Filmuniformen hielten sich für Rückblenden sogar bis ins TNG-Zeitalter. Aber als Kind der 80er verzichtete die Serie auf den Turtleneck-Pulli. Insofern orientierte man sich an legeren Einteilern (die nicht so bequem waren, da sie hauteng waren, für Unterwäsche blieb kaum Platz). Zum Teil gab es sogar arm- und beinfreie Uniformen. Die Farben der Abteilungen wechselten: Rot für das Kommando, Gold für Security und Engineering, die früher rot waren, und Blau blieb den Sciences vorbehalten. Das Abzeichen war gleichzeitig integrierter Kommunikator und konnte von der Uniform gelöst werden. Die Ränge konnte man am nicht vorhandenen Kragen an den Pips ablesen. Einer für den Ensign, ein voller und ein leerer für den Lt. Junior Grade, zwei volle für den Lt., zwei volle und ein halber für den Lt. Cmdr., drei volle für den Cmdr., vier für den Captain. Während die Uniformen bis zum Captain noch Sinn machten, trugen die Admiräle individuelle Kleidung. Die schrecklichen Galakleider behielt man bis in die vierte Staffel hinein. Dies änderte sich erst ab den späteren Staffeln. Da die Uniformen viel zu unbequem waren, tauschte man sie ab der dritten Staffel und darüber hinaus nach und nach in Zweiteiler um... Vorteil war die höherwertige Verarbeitung. Nachteil "das Picardmanöver", da das Teil immer hochrutschte.

DS9

Um eine andere Serie einzuführen und keine Verwirrung eintreten zu lassen, übernahm man die TNG-Stile in der Form, dass unter der Schulter alles schwarz blieb, die Schulterpartien jedoch die Farbgebung von TNG übernahm. Darunter gab es graue Pullis. Der militärische Stil nahm wieder nach und nach zu. Während des Dominion-Problems gab es bei Bodentruppen ganz schwarze Uniformen, die nur anhand eines kleinen Streifens die Abteilungen erkennen ließen.

TNG-Movies

Da "Star Trek VII" gleich nach TNG gedreht wurde, übernahm man kurzerhand die Uniformen von DS9, da man zu wenige von den TNG-Uniformen hatte, da die für den Film eigens entworfenen nicht funktioniert hatten (eine Mischung aus TOS-Movie und TNG) und mehr Statisten als zuvor benötigt wurden. Uniformtechnisch war "Star Trek VII" ein Desaster, weil sich irgendwie niemand entscheiden konnte, wer wann, was, wie trug. Nur der Kommunikator änderte sich etwas.

Ab "First Contact" wurde die Farbgebung der Schulterpartien anders, sie wurden nun grau und die Untershirts übernahmen die Farben der Abteilungen. Jetzt waren die Uniformen perfekt militaristisch. Da die Serien und Filme zur etwa gleichen Zeit spielen, überschnitten sich die Uniformgebungen hier. DS9 übernahm zunächst die geänderten Kommunikatoren ab Staffel 3, die der "Star Trek VIII"-Uniformen ab Staffel 5. Es gab auch eine schicke Galauniform, die an die US-Navy erinnerte. Sie bestand aus einem kurzen weißen Jäckchen mit einer schwarzen Hose und goldenen Streifen.

"Voyager"

Da man keinen Kontakt zur Sternenflotte hatte, verblieben die Uniformen bei "Voyager" durchgehend wie bei DS9. Es schien, als hätte man sich 2371 kurzerhand dazu entschlossen, dass Basis- und Schiffspersonal die Uniformen des Basispersonals übernahmen. "First Contact"-Uniformen sah man nur bei gelegentlichen Aufenthalten, Zwischenspielen im Alpha-Quadranten. Uniformtechnisch also eine der langweiligen Ableger.

"Enterprise"

 
 

Archer hatte am Ende schließlich eine eigene Uniform mit einem weißen Untershirt statt des schwarzen.


Die Serie sah sich vor ein Problem gestellt: Man musste einerseits die Brücke vom heute (lieber 22. Jahrhundert) zum morgen (TOS) schlagen. So nutzte man eine Art NASA-Stil mit vielen Taschen und blauen Einteilern mit der Farbgebung der TOS-Abteilungsfarben, was mehr als logisch war. Command hatte wieder Gold, Security und Engineering wieder Rot, und Blau blieb bei den Sciences. Man hielt sich auch bei Schwesterschiffen an die unterschiedlichen Schiffslogos wie TOS. Diese waren auf der Schulter zu sehen. In der ersten Staffel sah man noch Caps, die mit der Registrierungsnummer versehen waren. Für Außeneinsätze gab es praktische Allwetterjacken. In Wüstenregionen gab es braune Uniformteile. Die MACOs hatten wie heutige Soldaten Tarnkampfanzüge. Die EVA-Suits waren klobig. Uniformtechnisch hatte "Enterprise" die Brücke gut hinbekommen. Die Admiräle trugen gar fast normale Anzüge mit Krawatten! Archer hatte am Ende schließlich eine eigene Uniform mit einem weißen Untershirt statt des schwarzen. Nicht so gelungen waren in der letzten Episode die roten Namenszüge auf blauem Grund.

"Star Trek XI"

Der elfte Film schlägt ganz aus der Art, was die Uniformen angeht, und das hat nichts mit einer veränderten Zeitlinie zu tun. Erstmalig wird alles vollkommen ignoriert, was irgendwo, irgendwann einmal festgelegt wurde. Und mit Handlung und Charakterisierung hat das nichts zu tun, von daher war vollkommen fraglich, weshalb sich nicht ein Zuschauer an die alte Uniformgebung gewöhnen konnte. Anders war nicht zu erklären, weshalb Captain und Commander der Kelvin nicht nur die gewohnten Starfleetdeltas (hohl) trugen, sondern die Uniformen für das Kommando auch noch erstmalig blau waren. Die Oberbekleidung war einfarbig, die Abteilungen nicht zuordenbar. Die Kadetten trugen rot, schwarz mit Caps, Pike mal etwas Graues.

Die normalen Dienstuniformen schließlich glichen denen aus TOS. Allerdings mit kitschigen kleinen Starfleetdeltas innerhalb der Farben. Die Starfleetdeltas waren nicht in die Uniform integriert, sondern waren ein Badge wie bei TNG und deren Ablegern.

Wie auch immer ein zukünftiges "Star Trek" aussehen mag: An Uniformideen, ob positiv oder negativ, mangelt es jedenfalls nicht…

Was halten Sie von den Uniformen in "Star Trek XI"? Wagemutig und innovativ, oder einfach keine Gedanken gemacht? Schreiben Sie uns an leserbriefe@trekzone.de! Alle Leserbriefe werden im wöchentlichen TZN-Letter "TrekZone Weekend" veröffentlicht.

Trek-Zone

Die Uniformen in "Star Trek" im Wandel der Zeit − ein Artikel von Christian Freitag.


 

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Die Geschichte der Sternenflotte

Eine Übersicht auf Grundlage der "Star Trek"-Romane

In der zweiten Hälfte des 22. Jahrhunderts machte die irdische Sternenflotte ihre ersten Erfahrungen im Weltraum − und wurde prompt in einen Strudel von galaktischen Ereignissen hineingezogen. Diese Ereignisse lehrten sie neben der betriebenen Exploration nicht nur die Bedeutung des militärischen, sondern auch des diplomatischen Elements und führten im Laufe von gerade einmal zehn Jahren zu ihrer völligen Umstrukturierung.

Aufbau und Konsolidierung

Offiziell entstand die Sternenflotte im Jahr 2135. Dieser Gründungsakt geschah parallel mit der Einrichtung der ersten übernationalen Weltregierung und der Vereinigten Erde als suprastaatliches Konstrukt. Weil die Nationalstaaten übereingekommen waren, zahlreiche Ebenen in den Kompetenztransfer an die Vereinigte Erde einzubeziehen − ein Schritt, wie man ihn sich vor dem Dritten Weltkrieg nicht hätte vorstellen können −, entschied ein internationales Gremium über die Initiierung mehrerer supranationaler Institutionen. Im militärischen Bereich wurde je eine Sammlungsorganisation für Bodentruppen, Luft- und Marinestreitkräfte sowie Weltraumeinheiten gegründet. Letzterer wurde die Bezeichnung "Sternenflotte" zuteil.

Nun kann man sagen, dass der vulkanische Beirat auf der Erde seinen Einfluss geltend machte, um diese Fusions- und Neugründungsprozesse zügig durchzuführen. Die Kooperation mit der Erde, hieß es, sei besser durch eine transparente Struktur mit klaren Ansprechpartnern zu erwirken. Das traf nach den Erfahrungen dreier globaler Konflikte auf der Erde auf große Zustimmung bei Politik und Bevölkerung, ging jedoch auch mit starken wirtschaftlichen Regulierungsprozessen einher.

Die Sternenflotte wurde, im Hinblick auf ihre Aufgaben, zunächst als weitenteils exploratives Unterfangen mit an der militärischen Hierarchie orientiertem Aufbau ausgewiesen. Das Kampfmoment spielte von vorneherein insofern eine Rolle, als die Armada der Sternenflotte den Schutz der irdischen Kolonien und ihren Handelsrouten gewährleisten sollte. Über diese defensive Ausrichtung hinaus blieben die ehrgeizigen Forschungspläne des neu gegründeten Oberkommandos in den ersten fünfzehn Jahren gänzlich ungenutzt, weil die Vulkanier Projekte für Tiefenraumerforschung und die Entwicklung eines entsprechend schnellen Warpantriebs frühzeitig unterbanden. Dabei machten sie nicht selten all ihren Einfluss als Schutz- und Konsolidierungsmacht auf der Erde, die sich immer noch vom Dritten Weltkrieg erholte, geltend.

Aufbruch ins Unbekannte

 
 

Dieses Schiff, die U.S.S. Enterprise, führte seine erste Mission gleich zur klingonischen Heimatwelt Qo'noS und in Kontakt mit dem Temporalen Kalten Krieg.


Erst im Jahr 2151 glückte ein entsprechend wagemutiger Vorstoß von irdischer Politik und Sternenflotten-Oberkommando, den von den Menschen im Alleingang fertig gestellten NX-Prototypen mit experimentellem Warp-fünf-Antrieb zu einem Jungfernflug starten zu lassen. Dieses Schiff, die U.S.S. Enterprise, führte seine erste Mission gleich zur klingonischen Heimatwelt Qo'noS und in Kontakt mit dem Temporalen Kalten Krieg.

Nachdem der Zugang der Vereinigten Erde ins All nun gemacht war und nicht mehr der vulkanischen Verfügungsgewalt oblag, beschloss der vulkanische Beirat, die Missionen der Enterprise − stellvertretend für die gesamte Menschheit im Weltraum − künftig kritisch zu kommentieren. Dabei begegnete die vulkanische Flotte dem Raumschiff unter dem Befehl von Captain Jonathan Archer teils mit großem Misstrauen. Ungeachtet dieser Differenzen setzte die Sternenflotte ihren Aufbruch zu den Sternen fort.

Zaghafte Bündnispolitik und koloniale Versorgung

Hierbei stand in den ersten beiden Jahren des Enterprise-Flugs ein Austesten in gleich mehreren Bereichen im Vordergrund. In ganzer Breite wurden kartographische Vermessungsarbeiten und Erstkontakte in der stellaren Region um die Erde durchgeführt. Dabei kam es, bedingt durch die Auswirkungen des Temporalen Kalten Kriegs, bereits zu mehreren Aufeinanderstößen mit dem Klingonischen Reich. Weitere prominente Kontakte gab es mit den Andorianern, Tellariten, Suliban und Tholianern sowie etwa zwei Dutzend weiterer Spezies. Auf der anderen Seite wurde mithilfe des Warp-fünf-Antriebs versucht, die Bande zu entlegenen Erdkolonien zu festigen.

Partiell stellten Archer und seine Crew zaghafte Einzelverträge mit bestimmten Völkern her, nicht immer in bewusster Steuerung. Auch kam es zu ersten ethisch-moralischen Herausforderungen auf den besuchten Welten, was die Notwendigkeit eines künftigen Handlungsmaßstabs für Sternenflottenoffiziere deutlich machte. Alles in allem zeichnete sich die Explorationsphase 2151 bis 2153 aber durch eine große Flexibilität aus, in deren Zuge es für die Vereinigte Erde im Allgemeinen und die Sternenflotte im Speziellen vor allem darauf ankam, Orientierung im erdnahen Stellarraum zu finden.

Vermittlung zwischen Andorianern und Vulkaniern

Eine Ausnahmeerscheinung in dieser Phase bildete zweifellos das frühe Engagement der Enterprise für die Streitschlichtung zwischen dem andorianischen Imperium und Vulkan. Mithilfe persönlicher Kontakte ins andorianische Militär gelang es Archer schnell, einen Zugang auch zur andorianischen Politik zu erlangen.

Auf der anderen Seite machte sich seine persönliche Erfahrung mit dem vulkanischen Botschafter auf der Erde bezahlt, womit sich die Vermittlung der Enterprise in mehreren Grenzkonflikten zwischen Andoria und Vulkan anbot. Bereits 2152 gelang es der Sternenflotte, einen vorläufigen Waffenstillstand zwischen beiden Mächten zu erwirken, was ihr erste Reputation in diplomatischen Angelegenheiten einspielte.

Konkurrenz zu privaten Unternehmen

Nicht unterschlagen werden darf neben den explorativen und diplomatischen Erfolgen der Sternenflotte in ihren praktischen Anfangsjahren, dass ihre zunehmende Präsenz im erdnahen Stellarraum und auf den Handelsstraßen massive ökonomische Umwälzungen bewirkte. Dies zunächst für erdeigene zivile Frachtergesellschaften, allem voran die dominanten Cargo Services. Die gute Ausstattung und die außer Konkurrenz befindliche Antriebstechnologie führte dazu, dass Wettbewerbsnachteile und in der Folge Gewinneinbrüche bei den nichtmilitärischen Unternehmen entstanden. Später wurden sie verstärkt durch die zunehmende Handelsliberalisierung der Erde.

All das nahm die Sternenflotte in die Verantwortung, ihren Tätigkeitsbereich sukzessive auszudehnen und für die schwächelnden Frachtergesellschaften in die Bresche zu springen, damit keine wirtschaftlichen Verwerfungen entstanden, Kolonien und Außenposten weiter adäquat versorgt werden konnten. Andererseits zeichnete sich früh ab, dass auf ein umfangreiches Netzwerk ziviler Frachter auch in Zukunft nicht verzichtet werden konnte.

Erster Wandel vom Explorativen zum Militärischen

 
 

Eine Zäsur für die Entwicklung der Sternenflotte stellte schon im Jahr 2153 die Xindi-Krise dar.


Eine Zäsur für die Entwicklung der Sternenflotte stellte schon im Jahr 2153 die Xindi-Krise dar. Die Unvorhersehbarkeit des Angriffs der Xindi-Testwaffe, welche sieben Millionen Menschen in wenigen Sekunden tötete, nährte bei den Verantwortlichen die Einsicht, dass das militärische Profil der Sternenflotte deutlich zu schärfen war. Dies galt umso mehr für den Aufbruch der Enterprise in die entlegene Delphische Ausdehnung, der große Opfer von Archer und seiner Mannschaft abverlangte und sie mit unmoralischen Handlungen für ein höheres Gut konfrontierte. An dieser Stelle nahm die Sternenflotte erstmals die Kooperation mit den MACOs auf, einer Eliteeinheit der Armee der Vereinigten Erde, welche fortan auf der Enterprise und später auch auf anderen Schiffen stationiert wurde. In waffentechnologischer Hinsicht wurde die Verbesserung von Hüllenschutz und insbesondere Torpedosystemen erwirkt sowie eine weitere Forschung in diese Richtung vereinbart.

Koalition der Planeten, irdisch-romulanischer Krieg und Föderationsgründung

In der ersten Hälfte des Jahres 2154 errang die Vereinigte Erde ihre völlige Unabhängigkeit von Vulkan und konnte darüber hinaus ihren politischen Einfluss in der stellaren Region deutlich steigern. Verantwortlich dafür sind in erster Linie eine Reihe hochgradiger diplomatischer Einsätze der Enterprise, die Vulkan eine politphilosophische Neuausrichtung brachten und zudem einen andorianisch-vulkanischen Friedensabschluss ermöglichten.

Des Weiteren legten Archer und seine Crew auch die Grundlage für die Beilegung des Handelstreits zwischen Andorianern und Tellariten. Den Kampf gegen einen romulanischen Marodeur, dessen Ziel im Auseinanderdividieren der lokalen Vormächte im erdnahen Raum bestand, verstand Archer zudem so zu nutzen, dass eine erste Flottenoperation von Sternenflotte, Andorianern, Vulkanerin und Tellariten möglich wurde. Dies war gleichzeitig der Auftakt für ein engeres politisches Bündnis der vier Mächte, welches ein Jahr später in der Gründung einer Koalition der Planeten gipfelte.

Trotz anfänglicher Verwerfungen war es die vereinte Stärke dieser Allianz, die den 2156 ausgebrochenen irdisch-romulanischen Krieg anno 2160 erfolgreich beenden und dem romulanischen Aggressor Bedingungen zur Einrichtung einer Neutralen Zone diktieren konnte. In ihrer Rolle als Scharnier zwischen den anderen Koalitionswelten, addiert nun um Alpha Centauri, gelang es der politischen Führung der Vereinigten Erde 2161, die Koalition der Planeten in eine deutlich umfassendere Vereinigte Föderation der Planeten umzuwandeln − ihrerseits ein mit Kompetenztransfers versehenes Projekt von beispiellosem Erfolg, das die kommenden Jahrhunderte eine der treibenden Kräfte im Alpha- und Beta-Quadranten sein sollte.

Umbau der Sternenflotte

Mit der Gründung der Föderation erfuhr die klassische Sternenflotte eine grundlegende Transformation in eine multilaterale Militärorganisation für die ganze Allianz. Dass ausgerechnet die Raumflotte der Vereinigten Erde zur Blaupause wurde, zeigt nicht nur, dass die Grundstruktur der Sternenflotte geeignet für ein derartiges Gemeinschaftsunterfangen war, sondern auch, dass hier die Menschheit mit gutem Beispiel voranging. Denn während Vulkanier, Andorianer oder Tellariten im deutlich reduzierten Spektrum nach wie vor eigene Verteidigungsstreitkräfte behielten, transferierte die Erde mit der Sternenflotte ihre militärischen Grundstrukturen in ein neues Knotenpunktprojekt, an dem alle teilhatten. Trotzdem muss relativierend gesagt werden, dass die Menschen die mit Abstand größten Kapazitäten für die neue Sternenflotte bereitstellten. Nebenbei übernahm die Sternenflotte auch immer mehr und mehr die Tätigkeiten der UESPA (United Earth Space Probe Agency). Auch zahlreiche Erweiterungen und neue Stellen wurden geschaffen.

Im Hinblick auf das seit Jahren ungelöste Problem der Rivalität zwischen den Cargo Services und der Sternenflotte konnte ein Kompromiss erzielt werden: Die Zukunft privater Frachtgilden sollte gesichert werden. Zu diesem Zweck stellte ihnen die Sternenflotte moderne Technologie zur Verfügung. Nicht nur dadurch, sondern auch durch die neue politökonomische Realität der Föderation veränderte sich das Frachtgeschäft allerdings erheblich und erforderte auch vonseiten der Handelsunternehmen mitunter erhebliche Anpassungen. Rechtlich wurde eine verbindende Aufgabentrennung vereinbart: Der Sternenflotte würde die Kompetenz zufallen, Kolonien in erster Linie zu schützen und nur in Ergänzungs-, Not- oder Sonderfällen selbst mit ihrer Flotte einzugreifen.

Erste Kolonisationsprojekte und verhältnismäßige Entspannung

Erste Kolonisationsprojekte der neuen Föderation ergaben sich im Laufe der 2160er-Jahre. Dabei kamen Schiffe zum Einsatz, die von Multispezies-Ingenieurcorps entwickelt wurden. Das erste Schiff dieses neuen Typs war die U.S.S. Essex der Daedalus-Klasse. Sie brach 2163 auf, um die erste gemeinsame Siedlung der Föderationsvölker zu begründen. Fortan wurde die Sternenflotte zu einem Synonym für Friedens- und Sicherheitspolitik sowie ökonomische und wissenschaftliche Möglichkeiten.

Trek-Zone

Die Geschichte der Sternenflotte − wie sie entstand, die wichtigsten Ereignisse und vieles mehr, zusammengefasst in einem Artikel von Julian Wangler.


 

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Die Ereignisse des Monats

Februar 2010

Die Trek-Highlights der nächsten vier Wochen im Überblick.

Trek-Kalender

 
 

Montag

 

Dienstag

 

Mittwoch

 

Donnerstag

 

Freitag

 

Samstag

 

Sonntag

 
 
   01.Februar    02.Februar    03.Februar    04.Februar    05.Februar    06.Februar    07.Februar  
 

Buch
David Mack: "Star Trek − Vanguard 05: Vor dem Fall"
Bestellen

 

Geburtstag
Brent Spiner
(Data)

           
   08.Februar    09.Februar    10.Februar    11.Februar    12.Februar    13.Februar    14.Februar  
 

Geburtstag
Ethan Phillips
(Neelix)

   

Comic
"Star Trek: v. 6"
Bestellen

         
   15.Februar    16.Februar    17.Februar    18.Februar    19.Februar    20.Februar    21.Februar  
   

Geburtstag
LeVar Burton
(Geordi La Forge)

           
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James Camerons Abrechnung mit der heutigen Zeit

Kritik zu "Avatar − Aufbruch nach Pandora"

Im Jahr 2154 haben die Menschen ihren Heimatplaneten restlos ausgeplündert und müssen sich auf anderen Welten nach Ressourcen umsehen. Auf Pandora werden sie fündig. Dumm nur, dass dieser Planet von einer Spezies namens Na'vi bewohnt ist, die im Einklang mit der Natur lebt. Doch für die Menschheit ist dies kein Hinderungsgrund und so beginnt der Kampf um Pandora.

Der Ex-Marine Jake Sully wird dem Avatar-Programm zugeteilt, welches den Menschen ermöglicht, mittels geklonter Avatare die Kultur der Eingeborenen zu infiltrieren. Sully soll das Vertrauen der Na'vi gewinnen und diese zur Umsiedelung bewegen, da ihr Dorf auf einer ertragreichen Erzader liegt. Scheitert er, sollen die Na'vi mit Gewalt beseitigt werden.

Es scheint in der Science-Fiction zunehmend zu einem Umdenken zu kommen. Wurde in der Vergangenheit traditionell die Erde von fiesen Invasoren aus dem All heimgesucht, setzt nunmehr eine zunehmende Selbsterkenntnis ein. Immerhin ist die Erde bisher von Aliens unbehelligt geblieben, doch nicht vor uns Menschen. Nachdem bereits in "Planet 51" das ursprüngliche Rollenklischee auf eher spaßige Art und Weise umgekehrt wurde und in "District 9" die Außerirdischen unsere Knute zu spüren bekamen, setzt James Cameron nun dem Ganzen die Krone auf und schickt die irdischen Invasoren los, fremde Welten zu unterwerfen und zu knechten.

Dabei werden jedoch nicht die typischen Invasionsfilme mit umgekehrten Rollen wiederholt, sondern eine sehr irdische Geschichte nacherzählt. Die Na'vi erinnern nicht von ungefähr an die Naturvölker von Afrika oder Lateinamerika, deren Kulturen von den europäischen Eroberern größtenteils zerstört wurden und die bis heute unterdrückt werden. "Avatar" ist eine offene Abrechnung mit dem rücksichtslosen Neokolonialismus und der Umweltzerstörung unserer Zeit. Anspielungen auf die Ausbeutung der Ölquellen Nigerias oder den Angriff auf Venezuela wären nicht einmal nötig gewesen, runden das Ganze aber ab.

 
 

Die Na'vi sind ein sehr spirituelles Volk, was einmal mehr einen starken Bezug zu vielen indigenen Kulturen der Erde darstellt.


Man bekommt sehr schnell Sympathien für das Volk der Na'vi, die vielleicht technologisch unterlegen sind, aber mehr über das Leben und die Zusammenhänge im Universum wissen als die neoliberalen Invasoren, die alles Lebenswerte für Profit zerstören. Die Na'vi sind ein sehr spirituelles Volk, was einmal mehr einen starken Bezug zu vielen indigenen Kulturen der Erde darstellt. Völker wie die Maya, Hopi oder Aborigines wussten ebenfalls, dass in der Natur alles miteinander verbunden ist und lebten dementsprechend im Gleichgewicht mit ihr.

Nicht nur in der fiktiven Natur von Pandora ist alles durch ein Geflecht von Synapsen miteinander verbunden. Wir wissen inzwischen, dass auch auf der Erde eine Verbindung zwischen Bäumen besteht und dass, wenn wir einen fällen, alle umliegenden Bäume diesen Schmerz teilen. Dass wir dennoch ganze Wälder abholzen und damit nicht nur den Lebensraum von Tieren und indigenen Völkern, sondern ganze Ökosysteme zerstören, kann nach dem Film niemanden mehr kalt lassen.

Die kapitalistisch-materialistische Denkart unserer Zeit, sich alles nehmen und alles privatisieren zu können, ohne Rücksicht auf die Natur und indigene Völker, macht einen nach dem Verlassen des Kinos beschämt. In dieser Hinsicht regt "Avatar" in jeder einzelnen Sekunde zum Nachdenken an. Und spätestens, wenn am Ende die "Aliens (Menschen) in ihre sterbende Heimat zurückkehren", sollte sich jeder Kinobesucher überlegen, was er selbst dafür tun kann, dass es nicht so weit kommt. Und vielleicht lernen ja auch einige etwas von Naturvölkern wie den Na'vi.

Die lebensbejahende Botschaft von "Avatar" ist emotional absolut mitreißend, und wenn man in die fantastische Welt von Pandora abtaucht, wird der Kinobesuch zu einer spirituellen Erfahrung. Obgleich die optischen Effekte atemberaubend sind, ist es James Cameron gelungen, kein plumpes Effektfeuerwerk abzubrennen, sondern ein tiefgründiges, bewegendes Meisterwerk vorzulegen. Mehr davon!

Fazit

Leider ist derartig tiefgründige Kinounterhaltung relativ rar. Dabei passt "Avatar" absolut in unsere Zeit, in der ein Umdenken bitter nötig wäre. Auf jeden Fall unbedingt ansehen, und wenn möglich am besten in 3D!

Wie lautet Ihre Meinung zu "Avatar"? Ist das Cameron-Werk zu Recht der erfolgreichste Film aller Zeiten? Schreiben Sie uns an leserbriefe@trekzone.de!

SF-Zone

"Avatar − Aufbruch nach Pandora" − der nach Kinozahlen erfolgreichste Film aller Zeiten (Stand der Einnahmen am 1. Februar 2010 weltweit: 2.042.741.709 US-Dollar, davon 106 Millionen in Deutschland, 14 in der Schweiz, 12 in Österreich). Ob das Werk von James Cameron hält, was die Vorschau und die Zahlen versprechen, lesen Sie in einer Kinokritik von Shinzon Darhel.


 

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Untergang einer Hochkultur

Mythos Atlantis − Teil 2

Im ersten Teil dieses Artikels in der letzten "Incoming Message" ging es um die Errungenschaften antiker Hochkulturen, die möglicherweise Hinweise auf eine erste globale Hochkultur bieten. Im zweiten Teil soll es nun um diese Zivilisation selbst gehen. Welche Hinweise gibt es auf Atlantis und wie ging diese Hochkultur unter?

 
 

Der Sage nach soll Atlantis im Atlantik gelegen haben.


Zu Zeiten der ersten Hochkultur herrschte noch die letzte Große Eiszeit, die vor zirka 12.500 Jahren endete. Dies bedeutet, dass der Meeresspiegel damals um fast 150 Meter niedriger lag als heute. Mit der Suche nach Atlantis sollten wir also unter Wasser beginnen.

Der Sage nach soll Atlantis im Atlantik gelegen haben, und Edgar Cayce sagte vorher, dass man es 1969 in den Gewässern von Bimini finden werde. Tatsächlich führen einige Spuren zu den Bahamas, wo zum von Cayce vorhergesagten Zeitpunkt geometrische Strukturen unter Wasser entdeckt wurden. Und ist es nur Zufall, dass sich zwischen den Bahamas Puerto Rico das berüchtigte Bermuda-Dreieck befindet?

Diese Gegend ist bekannt für das zahlreiche Verschwinden von Schiffen und Flugzeugen, wie dem Flug 19 im Jahre 1945. Allen gängigen Thesen zum Trotz berichten Augenzeugen immer wieder von merkwürdigen Phänomenen, wie elektromagnetischen Nebeln oder Wurmlöchern, durch die sie binnen weniger Minuten beträchtliche Strecken zurückgelegt haben. Radardaten aus Florida bestätigen das kurzzeitige Verschwinden von Flugzeugen. Selbst Einstein vermutete im Bermuda-Dreieck ein Art kosmischen Durchgang. Hinzu kommt eine rege USO-Aktivität (Unidentified Submarine Objects) im Bermuda-Dreieck, von der bereits Kolumbus berichtete.

Doch was verbirgt sich wirklich hinter dem Bermuda-Rätsel? Ein natürlicher Energie-Vortex? Geheime Unterwasser-UFO-Basen? Geheime US-Militärprojekte? Oder sind dort immer noch die Kraftwerke von Atlantis aktiv, die in regelmäßigen Abständen die beobachteten Phänomene wie Magnetfeldveränderungen und Wurmlöcher erzeugen? Es wird jedenfalls noch mysteriöser, denn auf exakt der anderen Seite der Erde, auf demselben Breitengrad, liegt, vor der südlichen Spitze Japans, das so genannte Drachendreieck, welches die gleichen Eigenschaften seines atlantischen Gegenstücks zeigt. Auch dort sind schon zahlreiche Schiffe und Flugzeuge verschwunden, darunter die Maschine der Flugzeugpionierin Amelia Earhart, die seit 1937 als vermisst gilt (siehe auch die "Star Trek: Voyager"-Episode "Die 37er").

Neben diesen Parallelen gibt es vor der Südspitze Japans ebenfalls präzise Steinformationen unter Wasser, die seit 1997 bekannt sind. Sie werden auf ein Alter von 12.000 bis 13.000 Jahren geschätzt und lagen damals direkt auf dem Wendekreis des Sternbildes Krebs. Solch astronomische Ausrichtungen sowie die Datierung sind uns bereits von zahlreichen antiken Stätten bekannt. Weiterhin kann es auch kein Zufall sein, dass die pazifischen Kulturen, allen voran Japan, einen eigenen Atlantismythos haben − den Mythos vom Lemuria oder kurz Mu.

 
 

Es wäre interessant zu erfahren, was sich unter dem Eis der Antarktis verbirgt.


Weitere Unterwasserbauten werden nahe Mikronesien vermutet. Darauf deuten alte Legenden sowie die Bauten von Nan Mandol hin, die abermals astronomisch ausgerichtet sind und deren Erbauer ähnliche religiös-astronomische Ansichten vertraten wie die Altägypter. Und tatsächlich wurden vor der Küste mehrere gigantische Säulen entdeckt, deren Ursprung allerdings noch unklar ist.

Eine weitere Spur könnte zur Antarktis führen. Zwar hat man dort noch nichts entdeckt, weil alles unter einer dicken Eisschicht begraben liegt, doch gibt es alte Karten, die eine eisfreie Antarktis zeigen, wie die Karte des Piri Reis aus dem 16. Jahrhundert. Reis konnte mit den damaligen Mitteln unmöglich eine derart präzise Karte angefertigt haben, zumal die Küstenlinie der Antarktis zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht erkundet worden war. Erst heute können wir anhand von Satellitenbildern sagen, dass die Karte korrekt ist. Tatsächlich scheint sie aber nur eine Kopie viel älterer Karten zu sein, die aus einer Zeit vor vielen tausend Jahren stammen, als die Antarktis noch eisfrei war und die Menschen angeblich noch in der Steinzeit lebten.

Es wäre interessant zu erfahren, was sich unter dem Eis der Antarktis verbirgt. Allerdings ist es bereits erstaunlich, dass es überall auf der Erde ähnliche Artefakte gibt, die nicht nur an den Sternen, sondern auch an den Längen- und Breitengraden der Erde ausgerichtet sind und in Verbindung zueinander stehen. Dies konnte nur von einer globalen Hochkultur bewerkstelligt werden, die bereits Geräte besaß, um die Erde komplett zu vermessen. Und diese globale Zivilisation konnte nur durch eine globale Katastrophe ausgelöscht werden.

Bei der zeitlichen Einordnung muss man nicht lange raten, welche Katastrophe dafür in Frage kommt: Es war das Ende der letzten Eiszeit, die Eiskappen schmolzen ab und der Meeresspiegel stieg innerhalb nur weniger Tage um über 100 Meter an. Und genau davon berichtet der Atlantis-Mythos. Atlantis versank in den Fluten des Meeres. Diese Geschichte hat sogar eine Entsprechung im Gilgamesch-Epos und dem davon abgeleiteten Alten Testament − wir kennen dieses Ereignis als Sintflut.

Doch was war für das plötzliche Ende der Eiszeit verantwortlich? Einige Forscher behaupten, es könne an einem Meteoriteneinschlag gelegen haben. Diese Theorie darf allerdings bezweifelt werden, da bisher kein entsprechender Einschlagkrater entdeckt wurde, und das, obwohl dieser am Alter der Erde gemessen sehr jung wäre. Andere Wissenschaftler haben in Eiskernbohrungen Ablagerungen von Vulkanausbrüchen entdeckt. Wieder andere sprechen von einer Erdkrustenverschiebung, die allerdings im Widerspruch zu der astronomischen Ausrichtung antiker Bauten stünde. Und was sagen antike Hochkulturen dazu? Diese sprechen eine sehr eindeutige Sprache. So ist unter anderem im altindischen Mahabharata-Epos von einem "Krieg der Götter" die Rede.

Ist es so schwer vorstellbar, dass ein Krieg für den Untergang der ersten Hochkultur verantwortlich war? Ob mit den Göttern außerirdische oder irdische Mächte gemeint waren, sei einmal dahin gestellt. Aber gerade in unseren Zeiten, in denen weiter atomar aufgerüstet wird und ein Dritter Weltkrieg nur eine Frage der Zeit zu sein scheint, sollte uns ein solches Szenario nicht völlig fremd oder unmöglich erscheinen, obgleich dies natürlich nur eine weitere Theorie ist.

 
 

... dies würde die häufigen Sichtungen von USOs erklären, die seit Jahrhunderten von Seefahrern aus aller Welt gesichtet werden.


Was auch immer eine technologische Zivilisation wie die unsere auslöschen könnte, die Frage ist, was von unserer Hochkultur nach einer globalen Katastrophe übrig bliebe. Die großen Städte wären zerstört, alle Daten gelöscht und wir würden in ein finsteres Zeitalter zurückfallen. In 10.000 Jahren wäre unsere heutige Kultur ebenfalls ein Mythos. Außerdem darf man nicht vergessen, dass die meisten Städte der ersten Hochkultur heute unter Wasser liegen. Wer den Zerfall der Titanic über die letzten nicht einmal 100 Jahre verfolgt hat, der weiß, dass nach über 12.000 Jahren in Meerwasser von Stahlträgern, Autos und Computern nichts mehr übrig bleibt. Mal ganz davon abgesehen, dass in dieser Zeit ganze Korallenriffe entstehen, die vieles überwuchern.

Doch obwohl die Errungenschaften der Atlanter größtenteils verloren gingen, gab es offenbar dennoch Überlebende, die einen Teil der Kultur bewahren konnten und in die neu aufblühenden Kulturen einfließen ließen. So berichten zum Beispiel Legenden aus der antiken Stadt Tiahunaco (Bolivien) von einem bärtigen Mann, der in einem Schiff kam, welches keine Ruder brauchte und die Menschen astronomisches Wissen und Architektur lehrte. Das klingt verblüffend nach dem Atlantismythos, der mit Mittelmeerraum kursierte und auf altägyptischen Erzählungen basiert − tausende Kilometer entfernt.

Und vielleicht gibt es weitere Überlebende der Sintflut, die noch heute in Unterwasserstädten leben, in der Tiefe der Ozeane vor unseren Augen verborgen. Dies würde die häufigen Sichtungen von USOs erklären, die seit Jahrhunderten von Seefahrern aus aller Welt beim Aus- und Eintauchen in die Fluten der Meere gesichtet werden. Und nicht zufällig häufen sich derartige Sichtungen ausgerechnet im Bermuda- und Drachendreieck. Aber USOs sind bereits ein neues Thema, welches einen weiteren Artikel füllen würde.

Fakt ist im Falle von Atlantis nur, dass es wohl eine globale, technologische Hochkultur gegeben haben muss, die erstaunliche astronomische Kenntnisse besaß. Vielleicht kannte sie sogar bereits die Raumfahrt, wo es doch schon altägyptische Hieroglyphen von Helikoptern und Goldschmuck in Form von Flugzeugen gibt! Auf jeden Fall würde es sich lohnen, die Spuren von Atlantis weiter zu verfolgen, denn unser Geschichtsbild ist alles andere als vollständig und wir können gewiss sein, dass noch zahlreiche Entdeckungen auf uns warten. In diesem Sinne: Behalten Sie das Bermuda- und Drachendreieck im Auge.

Korrektur: In Teil 1 des Artikel stand geschrieben, die Steinblöcke von Puma Punku wären mit Metallklammern verbunden gewesen. Hier liegt eine Verwechslung mit den Ruinen von Tiahuanaco vor, die sich aber ebenfalls in Bolivien befinden.

Weiterführende Links

  • Google Video: "10.500 v. Chr. − Der Untergang der ersten Hochkultur"
    Der dritte Teil des Films.

  • YouTube: Die Sintflut
    Vierteilige Doku.

  • YouTube: "UFO Report − Das Bermuda Dreieck"
    Dreiteilige Doku.

  • YouTube: "Rätselhafte Phänomene im Bermuda Dreieck"
    Neunteilige Doku.

  • YouTube: "Das pazifische Bermuda-Dreieck"
    Fünfteilige Doku.




  • Ufo-News

    Chile lässt Ufos wissenschaftlich untersuchen
    Das staatliche Direktorat für zivile Luftfahrt in Chile (DGAC) hat am 30. Dezember 2009 das Komitee zur Untersuchung von anomalen Luftphänomenen (CEFAA) erneut einberufen. Dieser Ausschuss soll das Ufo-Phänomen aus wissenschaftlicher Sicht untersuchen.

    CEFAA wurde bereits im Jahr 1997 gegründet, war aber aufgrund mangelnden Interesses der Behörden und unzureichenden Finanzmitteln eher unbekannt. Seit Beginn des Jahres 2010 hat das Komitee nun ein eigenes Büro und ein Budget von umgerechnet rund 70.000 Euro pro Jahr. Ziel des CEFAA ist es, sowohl Berichte von zivilen, kommerziellen oder militärischen Piloten als auch Berichte von Flugpersonal oder der Flugaufsicht zu untersuchen und auszuwerten. Dazu gehören auch Ufo-Sichtungen, obgleich die Verantwortlichen sich über dieses Phänomen eher skeptisch äußern.

    MUFON veröffentlicht neuen Forschungsbericht
    Die wissenschaftliche Ufo-Forschungsgesellschaft MUFON-CES hat einen neuen Forschungsbericht herausgegeben. Auf rund 400 Seiten klären die Experten über das Ufo-Phänomen auf, trennen Fakten von Fiktion, gültige Erkenntnisse von skeptizistischer Banalisierung. Seit Erscheinen des letzten Forschungsberichts sind mehr als 16 Jahre vergangen.

    Weiterführende Links

  • Exopolitik.org: MUFON-Forschungsbericht
    Der neue Bericht unter der Lupe.

  • Exopolitik.org: Chile und die Ufos
    Weitere Hintergründe.

  • Ufos, Aliens,
    fremde Welten

    Shinzon Darhel berichtet über die seltsamen Ereignisse im Bermuda-Dreieck, Amelia Earhart und den Untergang von Atlantis.


     

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    "Raumstation Alpha-Base" − es geht weiter

    Neulichst gehört

    "Raumstation Alpha-Base 4: Kontakt"

    Die Besatzung der Alpha-Base wird weiter dezimiert. Sergeant Olsen befindet sich nach wie vor als Geisel bei Al Cardel, und dieser hat kein Interesse daran, Olsen zurück zur Alpha-Base zu lassen. Auch das scheinbar spurlose Verschwinden von Schiffsarzt Tim Wagnis gibt Kapitän Schwing Rätsel auf. Scott Fish findet heraus, dass die Personalakte von Wagnis Widersprüche aufweist, die den Verdacht nahe legen, dass der Arzt keine weiße Weste besitzt, wie stets angenommen. Außerdem sammeln sich die Feroner auf Zulu 1 zum Angriff. Da das Bündnis mit Kett Norka auf tönernen Füßen steht, beschließt Kapitän Schwing, in die Offensive zu gehen. Kein leichtes Unterfangen, da Schwing gleich mehrere Probleme gleichzeitig lösen muss.

    "Raumstation Alpha-Base" lebt von den rasanten Szenenwechseln. Die drei Handlungsstränge auf Al Cardels Raumschiff, dem Planeten Zulu 1 und letztendlich den Geschehnissen auf der Alpha-Base sind so spannend miteinander verknüpft, dass es nicht eine Minute langweilig wird.

    Außerdem wird ein neues außerirdisches Volk, die "Duplikaten" vorgestellt. Sie erinnern frappierend an die Borg, die uns aus dem "Star Trek"-Universum bekannt sind. Auch die Duplikaten verinnerlichen alles an Gebräuchen, Techniken und Erscheinungsbildern fremder Kulturen, um zu expandieren.

    "Star Trek"-Fans dürften sich generell bei dieser Serie wie zu Hause fühlen. Denn fast die gesamte Voyager-Crew wurde als Sprecher für Raumstation Alpha-Base gewonnen. Kapitän Schwing wird in passender Manier von Gertie "Janeway" Honeck gesprochen. Anke Reitzenstein leiht der sensiblen Carmen ihre Stimme. Mit an Bord außerdem: Frank-Otto Schenk, Erich Räuker und Michael Iwannek.

    Der Sound wummert an den richtigen Stellen und untermalt die Actionszenen. Dieses Mal möchte ich auch auf die CD an sich eingehen. Denn im Vergleich zu manch anderen Hörspielen ist dieser Silberling farbig bedruckt. Das Bild zeigt wohl die Kommandobrücke der Alpha-Base, mit Bildschirmen, einem Becher Kaffee auf dem Schaltpult und einem Handscanner auf der rechten Seite. Die Detailtreue gefällt mir, denn sie zeigt, dass sich die Produzenten dieser Reihe sehr viel Mühe geben.

    Fazit: Auf jeden Fall hörenswert!

    Format Audio-CD

    Erscheinungsdatum 30. Oktober 2009

    Anzahl Discs/Tonträger 1

    Label Maritim Studioproduktionen (Medienvertrieb Hermann / Maritim)

    ASIN B002GUH69A

    Altersfreigabe Für Hörer ab 12 Jahren

    "Raumstation Alpha-Base 5: Das letzte Lebenszeichen"

    Die Lage für die Crew an Bord der Alpha-Base scheint aussichtslos. Kapitän Nicole Schwing hat mit drei akuten Problemen zu kämpfen: Sergeant Olsen ist noch immer in der Gewalt der Duplikaten, die ihn glücklicherweise noch nicht als Feind klassifiziert haben, und ihn ungehindert an Bord ihres Raumschiffes umherspazieren lassen. Selbstverständlich unter Beobachtung. Tim Wagnis, der Schiffsarzt, ist nach wie vor verschollen, und Carmen di Machento empfängt immer häufiger Stimmen eines fremden Volkes, das sich selbst als Kollektiv wahrnimmt. Kein Wunder, dass dies für Carmen als Einzelindividuum überaus anstrengend ist und von Mal zu Mal ihre Kräfte weiter aufzehrt. Schwing weiß nicht, wo sie zuerst anfangen soll, die Bedrohungen in den Griff zu bekommen.

    Zumindest ziehen sich die Feroner aus den besetzten Gebieten auf Zulu 1 zurück. Ein Bodentrupp findet heraus, dass die Fasmonen wohl doch ihre mächtigen Krieger, die so genannten Berserker, auf die Feinde angesetzt haben. Ungünstig für den Bodentrupp, denn die Berserker halten alle, außer den Fasmonen, für ihre Feinde.

    Wie alle Sorgen auf einen Schlag verschwinden, Verschollene und Totgeglaubte wieder auftauchen erfährt der Hörer in dieser Folge. Ich finde, dies ist die beste bisher, denn an der Spannungsschraube wird gewaltig gedreht. Die Szenen mit Carmen und den Stimmen sind sehr gruselig, und auf Taten folgen Reaktionen.

    Anke Reitzenstein übertrifft sich in ihrer Rolle als Heimgesuchte des Kollektivs. Gertie Honeck hat als Kapitän das Ruder fest im Griff und Erich Räuker überzeugt als lässiger und zuweilen aufsässiger Scott Fish.

    Zum wiederkehrenden Titelthema der Raumstation gibt es gruseligen Sound für das Raumschiff der Duplikaten und viel Laserwaffentöne für Zulu 1. Das Cover hat dieses Mal in direkter Weise mit der Handlung zu tun und ist äußerst gelungen.


    Format Audio-CD

    Erscheinungsdatum 30. Oktober 2009

    Anzahl Discs/Tonträger 1

    Label Maritim Studioproduktionen (Medienvertrieb Hermann / Maritim)

    ASIN B002GUH69K

    Altersfreigabe Für Hörer ab 12 Jahren

    Weiterführende Links

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    "Raumstation Alpha-Base 4: Kontakt".

  • Jetzt bestellen bei Amazon.de
    "Raumstation Alpha-Base 5: Das letzte Lebenszeichen".

  • Hörspiel-Zone

    Die neusten Abenteuer der Raumstation Alpha-Base. Für Sie gehört von Christiane Gref.


     

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    DVD-Guide

    Februar 2010

    4.2. − "Die fast vergessene Welt"

    DVD DES MONATS: Der Wissenschaftler Rick und sein Team geraten durch ein Raum-Zeit-Loch in die Urzeit. Will Ferrell versus Dinosaurier in einer ordentlichen Komödie (2009), bei der aber weder alle Gags noch die Effekte ganz überzeugen.

    4.2. − "Horsemen"

    Ritualmorde führt abgehalfterten Cop auf die Spur eines Bibelverse-zitierenden Killers. Passabler Horror-Thriller (2009) mit Dennis Quaid nach (zu) bekanntem Muster.

    4.2. − "King Kong Collection"

    Sammelbox mit dem Original (1933), dem Sequel "King Kongs Sohn", 1933, und dem Spin-off "Panik um King Kong", 1949 (a.k.a. "Mighty Joe Young"), 1949. Für Kino-Nostalgiker einen Blick wert, allerdings fehlt es an Bonusmaterial rund um die Ape-Mania.

    4.2. − "Summer's Moon"

    Die junge Summer sucht ihren Vater und gerät in die Falle einer degenerierten Familie. Platte Story, dafür kann der ordentlich produzierte kanadische Horror-Film (2009) mit Newcomer Ashley Greene (Alice aus "New Moon") auf Kundenfang gehen.

    4.2. − "The Storm − Die große Klimakatastrophe"

    Wetterexperiment geht schief und droht die Erde zu verwüsten. TV-Zweiteiler (2009) ohne Raffinesse, dafür mit bekanntem Cast aus der zweiten oder dritten Hollywood-Liga: James van der Beek ("Dawson's Creek"), Luke Perry ("Beverly Hills 901210"), Teri Polo, Treat Williams und John Laroquette.

    5.2. − "Beutegier"

    Ein verwahrlost lebender Kannibalen-Stamm geht auf Menschenjagd. Derb zensierte Verfilmung (2009) des Brutalo-Romans von Jack Ketchum, der eigentlich eine Fortsetzung zu einem bisher nicht verfilmten Roman ist.

    5.2. − "Cold Prey 2 − Resurrection"

    Jannicke hat als Einzige ein Massaker überlebt, doch auch im Krankenhaus wartet der Killer auf sie. Sequel (2008) zum norwegischen Slasher-Hit "Cold Prey", das nicht ganz so spannend wie der Vorgänger ist − aber allemal besser als viele amerikanische Genre-Verwandtschaft.

    5.2. − "Das Geheimnis des Regenbogensteins"

    Junge findet magischen Stein und sorgt damit für Chaos. Zwischen seinen Horror- und Action-Streifen findet Robert Rodriguez immer wieder Zeit, bei Kiddie-Filmen wie "Spy Kids" oder eben diesem hier Regie zu führen. Harmloser, oberflächlicher Spaß.

    5.2. − "Die Frau des Zeitreisenden"

    Genetisch bedingte Zeitsprünge von Henry machen seine Liebe zu Clare zu einer Geduldsprobe. Schwülstig-melancholisches Liebes-Drama (2009) mit Fantasy-Aspekt, gut gespielt von Eric Bana und Rachel McAdams.

    5.2. − "Mutants"

    Pärchen flieht vor Mutanten-Zombies durch eine postapokalyptische Welt. Düster, minimalistisch, atmosphärisch, aber doch recht konventionell geratener französischer Horror-Streifen (2008).

    11.2. − "Der Wolfsmensch"

    Talbot wird nach einem Wolfsbiss zum Werwolf. Der Klassiker (1941) pünktlich zum Remake als DVD-Neuauflage mit neuem und altem Bonusmaterial. Auch andere "Universal Studio"-Monster gibts in Neuauflage.

    12.2. − "Terminator: The Sarah Connor Chronicles − Season 2"

    Sarah Connor und ihr Sohn müssen Cyborgs daran hindern, die Erde der Gegenwart zu erobern. Zweite und leider letzte Staffel der Sci-Fi-Serie (2008) ohne angemessenen Abschluss. Diverse Extras.

    16.2. − "Halo Legends"

    Sieben kurze Storys aus dem "Halo"-Universum als CGI-Film. DVD-Spin-off (2010) der Game-Reihe für Fans.

    18.2. − "Beauty and the Beast"

    Um die Unschuld ihres Geliebten zu beweisen, muss Belle einen Troll aufspüren. Trashige Variante (2009) von "Die Schöne und das Biest" mit Estella Warren, deren Karriere nach "Planet der Affen" (2001) steil nach unten ging.

    18.2. − "Blood River"

    Pärchen verirrt sich und gerät in eine verlassene Stadt, da taucht ein unheimlicher Fremder auf. Mit nur drei Schauspielern kommt dieser unspektakuläre, aber recht cleverer Thriller (2009) aus.

    18.2. − "Deadline"

    Schriftstellerin gerät in Spukhaus, in dem ein eifersüchtiger Typ einst seine Frau ermordete. 08/15-Geister-Mystery (2009) mit der jung verstorbenen Brittany Murphy in einer ihrer letzten Rollen.

    18.2. − "Infiziert"

    Journalist kommt Aliens auf die Spur, die die Menschheit unterwandern. TV-Movie (2008) zum Gähnen, das keine Spur originell ist.

    18.2. − "Kabinett des Schreckens"

    Im Gruselkabinett auf dem Rummelplatz treibt ein Killer sein Unwesen. Kein "Halloween" oder "Freitag der 13.", aber doch ein früher Vertreter (1981) des Slasher-Genres mit Kultstatus von Regisseur Tobe Hooper.

    18.2. − "Not Forgotten"

    Jack sucht seine entführte Tochter in Mexiko und gerät an einen Satans-Kult. Atmosphärischer Mystery-Thriller (2009) mit Simon Baker und Paz Vega mit Überraschungspotenzial.

    18.2. − "The Box"

    DVD DES MONATS: Eine mysteriöse Holzschachtel sorgt für Reichtum, aber auch den Tod von Fremden. Origineller Mystery-Thriller (2009) mit Cameron Diaz und James Marsden von "Donnie Darko"-Regisseur Richard Kelly.

    19.2. − "Die Noobs − Klein aber gemein"

    Auf dem Dachboden entdecken Kids ein paar kleine, fiese Aliens. Harmlose Teen-Comedy mit Ashley Tisdale ("Highschool Musical") mit einigen guten Gags und witzig gemachten Aliens.

    26.2. − "Nick Knight: Der Vampircop − Season 1: Box 1"

    Unsterblicher Vampir will ein redliches Leben führen und wird Cop. Vampir-Mania sei Dank erscheint nun auch diese Kultserie (1992 bis 1995) aus kanadisch-deutscher Co-Produktion noch auf DVD.

    26.2. − "Carriers"

    DVD DES MONATS: Überlebende schlagen sich durch eine fast menschenleere Welt, in der nicht zimperlich mit den Infizierten umgegangen wird. Harter, packender Endzeit-Thriller (2009), einmal ohne Zombies, dafür mit Shooting-Star Chris Pine (Kirk im neuen "Star Trek"-Film).

    26.2. − "Feast 2 − Sloppy Seconds"

    Nach einer Monster-Invasion müssen sich die Überlebenden verbarrikadieren. Direktes Sequel (2008) zum kultigen Action-Horror-Streifen "Feast" − genauso durchgeknallt.

    26.2. − "Lesbian Vampire Killers"

    Fluch verwandelt alle Frauen in lesbische Vampire. Britische Horror-Parodie (2009) im Kielwasser von "Shaun of the Dead", mäßig unterhaltend.

    26.2. − "Shark Attack − Sie lauern in der Tiefe!"

    Tsunami bringt gefräßige Haie an die Küste Malibus. TV-Horror mit Haien gibt es wie Sand am Meer, und dieser Beitrag (2009) ragt da auch nicht heraus. Next.

    26.2. − "Southern Gothic"

    Türsteher Hazel muss ein Mädchen vor Vampiren beschützen. B-Movie (2007) mit William Forsythe, das die DVD nicht wert ist, auf die es gepresst wurde.

    26.2. − "Waxwork − Reise zurück in die Zeit"

    Im Wachsfigurenkabinett wartet ein Tor in eine fremde Dimension. Zach Galligan ("Gremlins") und Genre-Veteran David Warner trumpfen in dieser recht trashigen Horror-Komödie (1988) auf.

    SF-Zone

    Übersicht über alle DVD-Kauf-Neuerscheinungen des neuen Monats aus den Genres Science-Fiction, Fantasy, Mystery und Horror − zusammengestellt und kommentiert von Stephan Mark. Ein Klick auf den Titel bringt Sie direkt zur richtigen Produktseite beim Online-Shop Amazon.de (Ausnahmen: Titel ohne FSK-Freigabe und zu Redaktionsschluss noch nicht ins Sortiment aufgenommene DVDs).


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    Caught in the Act

    ... oder auf frischer Tat ertappt: Saturnmond Enceladus

    Neben vielfältigen weiteren geologischen Attraktionen zeichnet sich der Eismond durch eine überaus starke Altersdiversität einzelner Oberflächenregionen aus.

    Kraterübersäte Ebenen der nördlichen Hemisphäre werden auf ein Alter von 4,2 Milliarden Jahre taxiert, während die Sarandip-Planitia-Region nahe des Mondäquators bei einem Alter von wenigstens 170 Millionen bis höchstens 3,7 Milliarden Jahren liegen dürfte. Die Südpolarregion mit den bekannten Tiger-Streifen hingegen ist mit weniger als 100 Millionen Jahren (vielleicht sogar nicht wesentlich älter als 500.000 Jahre) als wahrer geologischer Jungbrunnen anzusehen.

    Die vier linearen, fast parallel zueinander ausgerichteten, 130 Kilometer langen und bis zu 500 Metern tiefen Oberflächenfrakturen der Eiskruste des Mondes, die beidseitig von etwa 100 Meter hohen Graten beziehungsweise Höhenrücken flankiert werden und seit ihrer ersten Sichtung im Mai 2005 vor dem Hintergrund ihrer aktuell anhaltenden kryovulkanischen Tätigkeit zu den Lieblingen einer illustren Forschergemeinde avancierten Tiger Stripes, nehmen im Episodenmodell zwar noch immer eine zentrale Rolle ein.

     
     

    Das zur geologischen Umgestaltung des Mondsüdpolargebietes notwendige Hitzequantum ist von zentraler Bedeutung.


    In der Beurteilung der Ursache-Wirkungs-Relation setzt allerdings ein rasch fortschreitendes Umdenken ein. Darüber hinaus ist von der Region der rasche Ausstoß von Argon, einem radioaktiven Zerfallsprodukt des Kalium-40 und auf der Erde in Bezug auf die so genannte "Kalium-Argon-Uhr" ein wichtiges Hilfsmittel in der historischen Geologie, bekannt.

    Das zur geologischen Umgestaltung des Mondsüdpolargebietes notwendige Hitzequantum ist von zentraler Bedeutung. Wie wird es erreicht beziehungsweise am Pol freigesetzt? Seit etwa vier Jahren wird auf Grundlage spektroskopischer Untersuchungen im Infraroten ein flussorientierter Hitzeverlauf in Größenordnungen von wenigstens sechs Gigawatt angenommen, was letztlich ziemlich genau dem Äquivalent von zirka einem Dutzend durchschnittlicher europäischer Kraftwerke entspricht.

    Ein in der Größe vergleichbares Gebiet auf der Erde entwickelt in Relation zu dem wesentlich kleineren Enceladus dreimal weniger Hitze, die auf dem Eismond − wie dies Modellrechnungen hinlänglich genau untermauern- nicht durch Gezeitenkrafteinwirkungen des riesigen Saturn auf seinen winzigen Begleiter erzeugt werden kann.

    Blasen "warmen" Eises sind demnach für das sonderbare Hitzeverhalten des kleinen Mondes verantwortlich. Periodisch brechen sie zur Oberfläche durch und verstrudeln auf diese Weise geradezu Enceladus' Eiskruste. Die nach der Arbeitshypothese seltenen turbulenten Perioden zeigen einmal mehr, dass es manchmal auch durchaus dem Glück des Tüchtigen denn hartnäckigen investigativen Vorarbeiten geschuldet sein kann, prominente Arbeitsansätze zu entwickeln. Schließlich war der Nachweis der geologischen Aktivität des Mondes vor einigen Jahren das herausragende astronomische Ereignis und in keinster Weise im Vorfeld erwartet worden. Dass man Enceladus also gerade bei einer solchen aktiven Periode beobachten kann, ihn also auf frischer Tat ertappt, ist einfach ein glücklicher Wink des Schicksals.

    Als Grundlage des Modells dient ein adaptierter Algorithmus, der ursprünglich im Hinblick auf die Erforschung von Konvektionsbewegungen der Erdoberfläche konzipiert wurde. Allerdings wurden vor dem Hintergrund der im Vergleich zu einer nahezu vollständig geschlossenen Eiskruste des Enceladus relativ flexiblen Erdkruste Modifikationen einiger Ausgangsparameter notwendig. Als gemittelter Wert fand der Eintrag der verformbaren tektonischen Platten der Erde auf der einen Seite, und der der starren Oberflächenkruste der Venus auf der anderen Seite der Extreme Eingang in die Simulationsrechnungen.

    Das Ergebnis zeigt gut verträglich das Freisetzen von im Mondinneren entstehender Wärme mittels episodisch aufsteigender Blasen warmen Eises, welches im Vergleich zu dem oberflächennahen Eis zwar eine ähnliche Dichte, jedoch wärmeinduziert verschiedene Wärmeausdehnungskoeffizienten aufweist, was das Aufsteigen klar begünstigt. Durchaus vergleichbar mit den heißen Wachsblasen der in den 1970er Jahren so populären Lavalampen.

    Durch das Aufsteigen gelangt das kalte, oberflächennahe Eis in tiefere Regionen, wo es ebenfalls eine Aufwärmung erfährt, ein Kreislauf mit erstaunlich großem Temperaturumfang wäre etabliert, denn während die Warmeisblasen mit 0° C gerade bei dem unter Erdbedingungen geltenden Gefrierpunkt liegen, weist das sie oberflächennah umgebende Eis Temperaturen um -190° C auf.

    Einschränkend darf nicht unerwähnt bleiben, dass die Verträglichkeit des Episodenmodells unter der vorausgesetzten Annahme der Dauer der Aktiv- beziehungsweise Ruheperioden von 10 Millionen und 100 Millionen bis zu 2 Milliarden Jahren erreicht wird, wobei die Aktivperioden maximal 10 Prozent der Gesamtexistenz des Mondes ausmachen sollen. Während dieser Aktivphasen liegt die höchstmögliche Oberflächen-Recyclingrate bei etwa 40 Prozent, allerdings macht das noch immer hochaktive Gebiet um den Mondsüdpol alleine schon 10 Prozent der Gesamtoberfläche aus.

    Weiterführende Links

  • TZN Raumfahrer.net: Cassini
    Informationen zur Mission am Ringplaneten.

  • TZN Raumfahrer.net: Raumcon
    Diskussionen zu Cassinis Ergebnissen.

  • In Space

    Lars-C. Depka wirft der NASA-Sonde Cassini einen Blick über die Schulter.


     

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