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"Gratuliere, Spock, Sie haben mit der kalten Logik des Vulkaniers Ihr Risiko kalkuliert, sind es eingegangen und haben verloren."

 − Dr. Leonard McCoy
 − in "Der Obelisk"

April 2017

 

ISSN 1684-7385

Volume VI

Ausgabe 159 (#212)

 features

 

"Star Trek: Discovery"

Ein Update

Was gibts Neues zur kommenden Trek-Serie?

Der Nexus ist zurück

"Der Stoff, aus dem die Träume sind"

Eine Kritik zu diesem und weiteren Trek-Romanen

"King Kong" meets
"Apocalypse Now"

Lohnenswerte Action

"Skull Island" unter der Lupe

 

Vorwort


Liebe Mitbewohner des Planeten Erde ...

"Star Trek: Discovery", die siebte "Star Trek"-Serie, steht unter keinem guten Stern. Starttermin soll nunmehr Herbst 2017 sein. Ob das eingehalten werden kann − warten wir es ab. Dafür meldete CBS, dass Jason Isaacs als Captain Lorca, Kommandant der USS Discovery, und Mary Wiseman als Kadett Tilly gecastet wurden. Isaacs ist vielen als Lucius Malfoy aus "Harry Potter" bekannt.

"Deep Space Nine"-Fans dürfen voraussichtlich im Februar 2018 mit der von Ira Steven Behr geplanten Doku "What We Left Behind − Star Trek: Deep Space Nine Doc" auf ihre Kosten kommen. Die Regie übernimmt Adam Nimoy.

Ganz besonders ans Herz legen möchte ich allen den zweiten Teil des Con-Kalenders, der uns freundlicherweise von Roger Murmann zur Verfügung gestellt wurde.

Und nun wünsche ich viel Spaß beim Lesen!


Melanie Brosowski
Chefredakteurin

 
   

Inhalt

Die ganze Ausgabe auf einen Blick

"Star Trek: Discovery": Alles neu macht der Mai

oder August oder September ...

"Star Trek" Graphic Novel Collection

Eine kritische Betrachtung

Die Rückkehr des Nexus

"Star Trek: The Next Generation − Der Stoff, aus dem die Träume sind": Eine Buch-Rezension

William Shatners nächster Roman-Versuch

"Sternenfluchten": Eine Rezension

Convention-Corner 2017

Teil 2 − Mai bis August

"Captain Future" ...

... oder wie ich die Fans ausnehme

Was kann da schief gehen? − So einiges ...

"Independence Day 2: Wiederkehr": Eine Filmkritik

"Apocalypse Kong"

Geklaut? Ja, aber gut! − Eine Filmkritik

Aufstand der Klone gegen die Weltkonzerne

Kritik zu "Deinoid"

Liebhaber klassischer 70er-/80er-Streifen aufgepasst!

"Synchronicity" unter der Lupe

Teufel im Anzug

"Lucifer"

Wie begreift man, dass man eine Magierin ist?

Band 1 der neuen "Raven O'Hare"-Reihe

Von Captain Nemo und Riesenkraken

"20.000 Meilen unter dem Meer": "Gruselkabinett"-Folgen 118 und 119

Impressum

Redaktion, Abonnement und Copyrights

Wussten Sie, dass...

... während des Drehs der DS9-Folge "Schatten und Symbole" Fotodoubles beim Marsch durch die Wüste eingesetzt wurden?

... in der TNG-Episode "Angriff der Borg, Teil 1" der Episodentitel und die Gaststars vor dem Vorspann gezeigt werden?

... während der Verfolgungsjagd durch die unzähligen Korridore des Schiffs in der TOS-Folge "Bele jagt Lokai" Szenen von brennenden Städten während der Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg gezeigt werden?


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"Star Trek: Discovery": Alles neu macht der Mai

oder August oder September ...

Der Weltraum, unendliche Pleiten? Ich mag ein Schwarzseher sein, aber der Start von "Star Trek: Discovery" steht unter keinem guten Stern. Wir müssen abwarten, wie sich das weitere Vorgehen entwickelt, aber allzu viel ist nicht bekannt. So wirft man uns immer ein paar Bröckchen vor, damit man noch dranbleibt, bevor viele das Interesse verlieren. Dabei hätte man es einfach machen können. In einem späten Stadium Infos dieser Art zu verbreiten, bevor noch das erste Casting läuft und einen Trailer raushauen, der die Fangemeinde spaltet. Aber das ist ja oft so bei der tolerantesten aller Serien mit den tolerantesten aller Zuschauer. Als TNG anlief, kloppten die TOS-Anhänger auf TNG drauf, als DS9 anlief, waren es die TNG-Anhänger, die Sturm liefen. Als "Voyager" anlief, waren es die äh TNG-Anhänger, die Sturm liefen. Als "Enterprise" anlief, liefen sie alle Sturm und daher ist es nicht verwunderlich, dass es auch das "Discovery"-Bashing gibt. Obwohl ich mich allerdings nicht an ein Chaos dieser Art vor den anderen "Star Trek"-Serien erinnern kann…

Im November 2015 gab man bekannt, es sei eine neue "Star Trek"-Serie geplant. Bryan Fuller gab den Ton an. Nach einigen Querelen jedoch meinte er, dass er seine bisherigen Projekte mit "Star Trek" nicht mehr unter einen Hut bringen könnte. Es gab einige widersprüchliche Aussagen und so konnte er für die Projekte, für die er eigentlich Zeit haben wollte, auch keine Zeit aufbringen. Einige meinen, er sei gegangen worden, andere meinten, er habe noch nie etwas zu Ende gebracht und sei selbst gegangen. Wie dem auch sei: Seit Dezember 2016 ist seine Zusammenarbeit beendet, auch wenn sein Wirken nachstrahlen soll. Nicholas Meyer dürfte als zugkräftigerer Name im "Star Trek"-Universum bekannt sein. Er ist Produzent der Serie und fungiert als Drehbuchautor. Laut ihm soll die Serie zum Nachdenken anregen und "Star Trek VI" soll wohl Einfluss darauf gehabt haben. Auch der Sohn von Gene Roddenberry mischt mit. Die Autorin Kristen Beyer schreibt ebenfalls mit.

Teaser gab es relativ früh. Ein Logo wurde am 18.5.2016 bekannt. Es gab noch nicht viel preis. Zwei Monate später gab es den ersten Teaser mit Spezialeffekten, die hoffentlich lediglich Appetit machen sollten. Doch eher vergraulten sie die Fans, da die SFX mit denen von Fan-Produktionen gerade noch so mithalten konnte. Und das Schiff hatte nicht die vertraute Form. So liefen die Fans, die vor jeder "Star Trek"-Serie nölen, Sturm und sagten sich da schon von der neuen Serie los. Aber es war ein Schiff aus einem Konzeptentwurf, als es um die Enterprise um Captain Kirk ging. Der Name: U. S. S. Discovery, NCC-1031.

 
 

Klingonen sollen auftreten.


Dann kam erst mal lange nix. Nach und nach schmiss man einem ein paar Darstellernamen hin und es "leakte" angeblich am 12.2.2017 jemand vom Set auch ein geheimes Foto, das Rüstungen zeigte und man mutmaßte, dass es Klingonen seien. Auch die Aliens in diesen Rüstungen wurden gezeigt, die einer Mischung aus Xindi und den schrecklichen Klingonen aus dem Abramsverse glichen. Dabei war das Aussehen seit "Enterprise" um die Klingonen ganz klar. Klingonen sollten daher in dieser Serie so aussehen wie diejenigen in TOS. Anderes ergibt keinen Sinn mehr. Erst nach und nach hatten sie sich wieder "back to the roots" entwickelt, was das Wolverinehöckerige Auftreten in TMP und dann immer weiter erklären würde. (Abgesehen von der Nord-/Südklingonen-Theorie vor "Enterprise", die dann von DS9 über den Haufen geworfen wurde, als die drei ehrwürdigen Rentnerklingonen Kor, Koloth und Kang auftraten).

Ob diejenigen jetzt auf dem Foto Klingonen sind oder nicht − Klingonen sollen auftreten. Ob die Typen auf dem Bild jetzt auch welche sind, ist nicht bestätigt. Hinsichtlich des Designs der Discovery wurde gemutmaßt, dass es sich um ein gemeinsames Design zwischen Föderation und klingonischem Schlachtkreuzer handelte, und der Auftritt zweier Captains (Georgiou und Lorca) könnte bedeuten, dass zwei Schiffe Teil der Handlung sein werden und nicht nur die Discovery.

Bekannt sind schon mal Doug Jones als Lt. Saru, Anthony Rapp als Lt. Stamets, Michelle Yeoh als Captain Georgiou, Sonequa Martin-Green als Lt. Cmdr. Rainsford (Hauptperson, "The Walking Dead"), Maulik Pancholy als Dr. Nambue, Jason Isaacs als Captain Lorca und James Frain als Sarek, ja, richtig gelesen, Spocks Vater. Dazu kommen Terry Serpico als Admiral Anderson, Sam Vartholomeos als Ensign Connor, Mary Wiseman als Cadet Tilly, Mary Chieffo als L’Rell, Shazad Latif als Kol und Chris Obi als T’Kuvma. Allerdings ist James Frain nur in einer Episode bei imdb gelistet, Chieffo, Latif, Obi bei zweien. Von Isaacs und Frain bin ich begeistert. Den charismatischen Isaacs kannte ich als Bösewicht aus "Der Patriot" oder "Harry Potter", auch war er bei "A Cure for Wellness" dabei. Es ist übrigens nach Patrick Stewart der zweite Brite, der den Stuhl des Captains übernimmt.

Frain war mir als Lord Warwick aus "The White Queen" und als Thomas Cromwell in "The Tudors" durchaus in guter Erinnerung geblieben. Pancholy mochte ich in "30 Rock". Michelle Yeoh kannte ich aus "Die Geisha". Den Rest des Casts kannte ich überhaupt nicht, jedenfalls den Namen nach, Schande auf mein Haupt.

Furore machte dann einen Trailer, wohl eher Blick hinter die Kulissen im Februar dieses Jahres, bei dem man eigentlich wenig sehen konnte bis auf einen Blick auf eine Gala(?)-Uniform, die allerdings blau war. Das Verschieben von Januar auf Mai auf unbestimmte Zeit hat natürlich auch nicht Vertrauen erweckt. Obwohl: Mittlerweile wurde das Teil so oft verschoben, dass ich schon nicht mehr weiß, wann die Serie eigentlich hätte starten sollen. Auf einigen Seiten steht sogar immer noch Mai 2017. Mir ist klar, dass man keinen Mist machen möchte, aber dann setzt man keine Zeitpläne, die man ohnehin nicht einhalten kann. Schließlich fiel, glaube ich, erst im Januar oder Februar die erste Klappe.

Worum geht’s? Um die neuste Inkarnation einer realen "Star Trek"-Serie, mittlerweile der sechsten nach TOS, TNG, DS9, "Voyager" und "Enterprise". Und das Interessante daran, nach dem Kanon, der irgendwann 2151 mit "Broken Bow" (ENT) begann und mit "Nemesis" im Jahre 2379 endete, soll die Serie angeblich die großen Lücken vor TOS füllen. Es handelt sich also um eine Prequel- Serie.

Das zeitliche Setting

 
 

Über 10 Jahre später versucht man sich abermals an einem Prequel zu TOS, anstatt eine andere Richtung einzuschlagen und die Zeit nach 2379 zu zeigen.


Auch wenn viele bereits bei "Enterprise" gemeint hatten, dass diese nicht in die Zeit passte, spielte sie jedoch noch weit vor TOS, um ihr nicht zu sehr ins Gehege zu kommen. Insbesondere zeichnete sich in der vierten Staffel sogar eher eine Annäherung ab, die schnurstracks die richtige Entwicklung zeigte − bevor sie dann endgültig abgesetzt wurde. Über 10 Jahre später versucht man sich abermals an einem Prequel zu TOS, anstatt eine andere Richtung einzuschlagen und die Zeit nach 2379 zu zeigen. Diese hätte den Vorteil gehabt, auf die Schauspieler aus drei (!) Serien zurückzugreifen, aber offenbar läuft gerade die Retro-Phase und man möchte diesen Schritt gehen.

Das hat natürlich auch den Nachteil, dass man sich gewaltig in die Nesseln setzen kann und Wege beschreitet, die aufgrund des Designs und Settings nach heutigen Maßstäben "cool" sind. Da sind Canonbrüche vorprogrammiert und hier hätte man sich doch eines Besseren besinnen müssen. Entweder ganz oder gar nicht. Denn das Design hätte nach 2379 freier sein können als in dem Zeitraum vor TOS. Man kann also nur hoffen, dass man einen ähnlichen Weg einschreitet wie "Enterprise" und versucht, einen Mittelweg zu finden, doch so kurz vor TOS halte ich das für fragwürdig. Abgesehen davon ist "Enterprise" und Prequel nicht jedermanns Sache und so hat die Serie schon einen weiteren Dämpfer für viele. Mit dem Abramsverse jedenfalls will man sich nicht in die Quere kommen. Auch wenn Alex Kurtzman mit von der Partie ist, der ja auch für das Abramsverse mitverantwortlich ist.

Neuerungen

Gibt es viele. So ist man von einigem abgewichen, was man früher gemacht hat. So soll die Sendung nicht im TV laufen, sondern wie zum Beispiel "The Man in the High Castle" als Streaming-Variante. Das ist gewagt. Es gibt viele Zuschauer, die Streamingdienste nutzen, aber eben eine Menge an Zuschauern, die das nicht tun. Die Generation vor mir hat häufig mit Streamingdiensten nicht viel am Hut und ich stehe dem auch extrem kritisch gegenüber. So habe ich von der vorgenannten Serie nicht eine Episode gesehen, obwohl sie mich interessiert − eben weil es Streaming-Dienst ist. Erscheint sie nicht auf Scheibe, werde ich sie nie sehen. Ähnlich wird es bei "Discovery" sein. Ich werde nicht für jede einzelne Episode zahlen. Die Serie wird 24 Stunden nach der US-Ausstrahlung auf Netflix zu sehen sein. Ich denke mal, dass Amazon nachziehen wird und dass deutsche Zuschauer auch hier ebenso auf eine schnelle Synchronisation hoffen können.

Eine Staffel soll rahmenübergreifend sein. Das heißt, es gibt eine Anzahl von Episoden, die wie Kapitel eines Romans sind. So sind beispielsweise die Einteiler oder Mehrteiler Geschichte. Ferner soll es wie beim Abramsverse so sein, dass Geschichten, die in Druckform erscheinen, Kanon sind. Der erste Roman erscheint von David Mack zeitgleich. Der Titel ist erst vor kurzem veröffentlicht worden: Er soll "Desperate Hours" heißen, nein, nicht "Desperate Housewives". Etwa zeitgleich wird der Roman natürlich auch in Deutschland veröffentlicht. Die Gefahr, hier eine Parodie zu landen ist natürlich gegeben. Soweit ich weiß, soll die Staffel 13 Episoden haben, die gleichzeitig abrufbar sind.

Der Mann oder die Frau in der Mitte ist nicht mehr drin. Es wird einen Hauptcharakter geben, der ist aber nicht mehr der Captain, sondern die Nr. 1. Damit weicht man von 50 Jahren Serien- und Filmtradition ab.

Nachdem man Mr. Sulu zu Ehren George Takeis im Abramsverse homosexuell machte, was Takei jedoch weniger lustig fand, hatte man recht früh auch rausposaunt, dass ein homosexueller Schauspieler auch den ersten homosexuellen Stammcharakter in einer "Star Trek"-Serie spielen soll.

Tja, nix Genaues weiß man nicht und wie Sand aus einer verstopften Sanduhr rieseln auch die Infos zur Serie. Bis zum Erscheinen des Artikels kann es gut sein, dass es das erste Foto gibt oder noch mehr Infos zur Serie veröffentlicht werden, denn in vermutlich sechs Monaten wird es losgehen. Da sollte man mehr wissen, ob es sich lohnt einzuschalten, als nur ein verwackeltes Foto und einen Trailer zu zeigen, die aus einem Fanrechner kommen.

In diesem Sinne: Keep on trekking!

Trek-Zukunft

Ein Beitrag von Christian Freitag.


 

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"Star Trek" Graphic Novel Collection

Eine kritische Betrachtung

Ja, es ist endlich so weit und ich hätte ehrlich gesagt nicht damit gerechnet. Viele Informationen gibt es noch nicht, aber werfen wir mal einen kleinen Blick zurück, vielleicht kann sich der eine oder andere noch erinnern.

Seitdem ich "Star Trek" als Kind kennenlernte, gibt es diese Affinität zu deren Geschichten in Buch und Comicform. Die Buchform war einfach. Zumindest anfangs. In den besten "Star Trek"-Zeiten deckten Verlage wie Goldmann, Heyne, VGS, Loewe, Bertelsmann die Geschichten und Sekundärliteratur dazu überschneidend ab. Ein Traum für den Fan, ein Albtraum für das Taschengeld, wenn man Kind oder Jugendlicher war. In der Comicwelt hatte man es dahingegen nicht so gut.

Es gab seit Anfang der Serie Comicvariationen von "Star Trek", aber in Deutschland sah es eher düster aus. Natürlich erschienen die Publikationen von Gold Key auch bereits in den 70er-Jahren in der Zack-Box. Doch wer in den 80ern anfing, hatte höchstens die wiederveröffentlichten Geschichten aus dem Condor-Verlag. Einige der Gold Keys gab es jedoch weder bei Zack noch bei Condor. Dabei war der Gold-Key-Verlag noch derjenige, der am besten abgedeckt war, wenn man die Sammelbände und Taschenbücher ergattern konnte. Dazu zählte auch die Marvel-Reihe zum ersten Kinofilm. Dort wurden bis auf wenige Ausgaben fast alle übersetzt. Irgendwie hatten die 80er bessere Voraussetzungen für Erwachsenen-Comics, auch wenn man diese trotzdem versuchte, als Kindercomics zu etablieren, aber wenn man so an Epic und Co. denkt…

Als Nebenversion erschienen 12 Fotoromane, von denen es lediglich die Hälfte nach Deutschland schafften. Die Adaptionen der ersten beiden Kinofilme gelangten gar nicht hierhin.

Von der hinsichtlich der Autoren qualitativ hochwertigen Comics der ersten DC-Reihe kam nur "Die Spiegelwelt" 1991 teilweise mit dem Hethke-Verlag und 1994 dank Carlsen vollständig in unsere Landen. Die restlichen 48 regulären Ausgaben, Specials und/oder Annuals waren auch hier verloren.

 
 

Mir gefiel die deutsche Version der Condor- TNG-Reihe ausgezeichnet.


1990 und 1991 überzeugte mich der Hethke Verlag mit teuren Comics, in denen lediglich zwei Ausgaben des US-Originals übersetzt vorlagen mit dem Mehrteiler von Peter David. Mit dem fünften Band − Kopfgeldjäger gegen Kirk stellte man das Ganze leider vollständig ein. Die 9. Ausgabe …Gone! blieb unübersetzt und damit auch das Ende der Geschichte. Zeitgleich wurden lediglich die Miniserie sowie die ersten beiden Teile der TNG-Reihe übersetzt.

1992 konnte man sich im Discounter freuen. Mir gefiel die deutsche Version der Condor-TNG-Reihe ausgezeichnet. Leider stellte man sie bereits nach sechs Ausgaben wieder ein. Als Teenager hatte ich den Verlag angeschrieben, sogar eine Antwort erhalten, die aber leider nicht in meinem Sinne ausfiel. Auch hier war leider ein offenes Ende zu verzeichnen. Carlsen veröffentlichte mit Band 7 den Vierteiler "Das Universum der Borg". Jedenfalls blieb der Rest im Nirvana.

1996 publizierte Carlsen zwei Vierteiler "Verrat auf Pilkor" sowie "Verschollen". Auch "Das Tabuk-Syndrom", "Auftrag: Zukunft" sowie "Der Wächter der Ewigkeit" brachte weitere 14 Ausgaben nach Deutschland. Damit blieben mit den Specials nahezu ¾ der Ausgaben unübersetzt.

Seltsamerweise fanden alle Adaptionen der Kinofilme bis auf "Star Trek IV" und "Star Trek VIII" den Weg nach Deutschland auf die ein oder andere Weise. Sehr gut gefallen hatten mir diejenigen von Teil 5 und 6. Die Adaption von "All Good Things" gelangte nicht nach Deutschland. Die Graphic Novel "Die Asche von Eden", die den gleichnamigen Roman wiedergab, zählte wohl zu den besten Comics, die je erschienen waren. Auch ein Annual "Annäherungen" wurde 1996 übersetzt. Die Miniserien Modala und Shadowheart erschienen auch in Deutschland. Ill Wind und die "Who’s Who"-Bände blieben unübersetzt.

Die mit großer Werbung in den USA angekündigte Serie des Crossovers TNG/DS9 zu einer Zeit, als Crossover eben nicht normal waren, erschien 1995 bei Carlsen als Band 5. Carlsen hatte wohl erkannt, dass in Deutschland die "Star Trek"-Comicreihe nur ein Nischenprodukt darstellt. Mittlerweile hat sich eine deutsche Comicszene etabliert und die bunten Bildchen sind nicht nur als Kindercomics anerkannt. Jedenfalls hatte Carlsen entschieden, nicht wie die anderen Verlage vorzugehen und eine Auswahl aus diversen Serien zu veröffentlichen. Eine Strategie, die später fortgesetzt werden sollte. Sehr zum Verdruss der Sammler, aber etwas ist besser als gar nichts.

Die Comics fanden fast zeitgleich 1994 und 1995 ihren Weg in den Discounter zurück, damals bei einem der aufgekauften Läden des heutigen Rewe habe ich doch tatsächlich die ersten DS9 Comics des Gabor-Verlages gekauft. Diese kündigten − wenn ich mich nicht irre − auch den fünften Band an, aber dazu kam es nicht. Erneut brach die Geschichte mittendrin ab. Die Zeit war noch nicht reif für Erwachsenen-Comics. DS9 blieb daraufhin unangetastet.

In den späten 90ern versuchte Marvel sein Glück mit mehreren Reihen gleichzeitig. Mein Sammlerherz war erfreut. Die Zeichnungen waren größtenteils gelungen und die Geschichten gut. Leider stellte man alle Reihen − häufig unvollendet − ein. In Deutschland erschien kein einziges Heft.

 
 

Der IDW-Verlag veröffentlicht seit 2007 nach einer langen Comic- Abstinenz seit über 10 Jahren "Star Trek"-Comics − ununterbrochen bis heute.


In den frühen 2000ern versuchte der Wildstorm Verlag nicht den gleichen Fehler zu machen und veröffentlichte eine Ansammlung diverser Geschichten und keiner festen Reihe. Und nun kommt die Sensation: Einzig und alleine Wildstorm − mit zugegebenermaßen wenigen Ausgaben − hat es geschafft, mit dem Dino-Verlag komplett (!) nach Deutschland zu kommen, sei es nur als Kiosk-Ausgabe oder Prestige-Version. Eine Leistung, die dem Dino-Verlag keiner vor- oder nachgemacht hatte − bis heute!

Der IDW-Verlag veröffentlicht seit 2007 nach einer langen Comic-Abstinenz seit über 10 Jahren "Star Trek"-Comics − ununterbrochen bis heute. Zwischendurch versuchte sich Tokyopop erfolglos an Mangas.

Bei IDW versuchte er sich nicht nur an verschiedenen Reihen und geht dem Stil der nicht festen Serienpolitik vor, sondern nimmt sich auch Crossovers ("Dr. Who", Superhelden, Aliens und andere) sowie ehrgeizige Produkte vor. Allerdings muss auch IDW die Waffen bei einigen Publikationen strecken. So zieht sich die Gold Key Publikation als Remastered Edition als zigste Publikation wie Kaugummi und es darf nur gehofft werden, dass IDW nicht auch dort scheitert, wo andere bereits gescheitert sind. Ihre Stardate-Collection hat IDW wohl ganz eingemottet. Dabei handelte es sich um das ehrgeizige Projekt, die Comics nach Sternzeit zu sammeln und zu veröffentlichen. Lediglich zwei Ausgaben gab es, danach war Ruhe.

Äußerst positiv ist die Veröffentlichung der britischen und amerikanischen Comicstrips zu bewerten. Hier ist eine echte Goldgrube für Comicliebhaber, denn kaum einer wird überhaupt sich an diese Comics erinnern können geschweige denn nur eines haben, also zugreifen.

Bekannt ist auch, dass IDW sich um das NuTrek von Abrams kümmerte und nicht nur diverse Sonderbände für Charaktere und Vor- sowie Nachgeschichten bot, sondern auch mittlerweile die zweite Reihe der Serie begonnen hat, da mit "Beyond" ein Cut erfolgte. Der Cross Cult Verlag kümmert sich derzeit um die Übersetzung aller NuTrek-Abenteuer. Momentan hat man 40 der 60 regulären Ausgaben übersetzt. Nur selten verirrte sich ein nicht NuTrek-Band dazu (#1: Spiegelbilder, #2: Tor zur Apokalypse, Planet der Affen oder Hive). Zeitgleich gesellte sich der Panini-Verlag dazu, der mal eben das "Legion of Super-Heroes"-Crossover dazwischenschob.

IDW scheint sich genügend etabliert zu haben, dass man es jetzt auch international versucht hat. Zusammen mit Eaglemoss publizierte man in Großbritannien und Irland die Graphic Novel Collection. Sie läuft zeitgleich mit der weiteren Raumschiff-Sammelreihe. Mir erschien es unmöglich, diese nach Deutschland zu bringen, denn wie oben gesehen, schafften es nur wenige Ausgaben nach Deutschland. Das würde bedeuten, dass ein Großteil der Hefte deutsche Erstveröffentlichungen wären. Aber offenbar schielte man ebenso auf die "Star Wars Graphic Novel Collection", die ebenfalls läuft.

Die Vorteile für den deutschen Fan sind ersichtlich: Comic-Abenteuer erwarten einen, die zuvor nie in Deutschland veröffentlicht wurden. Als Nachteil muss man die Pille schlucken, dass es sein kann, dass nicht alle seinerzeit veröffentlichte Ausgaben es nach Deutschland schaffen, auch wenn man damit rechnen kann, dass die ein oder andere Ausgabe wie "Star Wars" zum Beispiel auch mal Einzelhefte beinhaltet. Das andere ist leider eine komplett durcheinander gebrachte Reihenfolge. Hier hätte man auch mutiger sein und gleich von vorne starten können. Das war aber wohl nicht gewollt.

Ich war überrascht zu erfahren, dass in Deutschland jedoch durchaus die Ambitionen dazu bestehen, dass die Reihe auch hierzulande erscheinen soll. Als Unterstützung fungieren CC-Mitarbeiter, die ja derzeit ebenfalls IDW Hefte veröffentlichen. Allerdings haben sie auf die Trantüteninformationspolitik von Eaglemoss keinen Einfluss.

Teilweise ist es hier einfach für diverse Ausgaben. Man kann auf die bereits vorhandenen Übersetzungen zurückgreifen. So alt sind die Hefte ja nicht. Für Sammler ist das wiederum langweilig, dass mit diesen Ausgaben begonnen wird, da sie eben noch nicht so alt sind. So erschienen die Ausgaben erstmalig zum 1.2.2017 − wo, keine Ahnung, da es sich mal wieder um einen beliebten Testballon handelt. Erst vor kurzem habe ich erfahren, dass man in Deutschland nach teilnehmenden Handeln suchen kann.

Es werden ein paar Ausgaben in die Pampas geworfen, obwohl jeder weiß, dass man nicht danach sucht und eher überrascht wird. Die Hefte sind eben nicht überall erhältlich. Aber man kann sie bereits abonnieren. Das Abo ist seit einem Monat abgeschlossen. Man bat um Geduld...

Ich bin angesichts der Art und Weise des Inhalts etwas enttäuscht. Man hätte von vorneherein eine chronologische Veröffentlichung vornehmen können. So wirkt das Ganze etwas krude. Die ersten fünf Gold-Key-Sammelbände liegen bei IDW ja vor. Etwas enttäuschend finde ich auch, dass das Zugpferd IDW, das ja den Anstoß der Reihe gab, fast ausschließlich bei den ersten Dutzend Bänden vertreten ist. Das ist deshalb schade, da sämtliche Geschichten so ja noch erhältlich sind, während es bei den älteren Ausgaben schon schwieriger wird.

So sind bzw. werden sie in GB erscheinen:

1. Countdown, Vorgeschichte zum ersten Rebootfilm. Extra: Gold Key #1: "The Planet of No Return"

2. Harlan Ellison's The City on the Edge of Forever The Original Teleplay. Extra: Gold Key #2: "The Devil's Isle of Space

3. The Next Generation Hive. Extra: Gold Key #3: "Invasion of the City Builders"

4. Spock: Reflections. Extra: Gold Key #4: "The Peril of Planet Quick Change"

5. TNG: The Space Between. Extra: Gold Key #5: "The Ghost Planet"

6. Nero. Extra: Gold Key #6: "When Planets Collide"

7. The Official Motion Picture Adaption (Reboot Teil 1). Extra: Gold Key #7: "The Voodoo Planet"

8. Starfleet Academy. Extra: Gold Key #8: "The Youth Trap". Wenn ich mich nicht täusche, dürfte damit auch der erste Sammelband der Key Collection abgeschlossen sein, denn es geht weiter mit

9. Early Voyages Part 1 − endlich mal was nicht IDWiges

10. The Classic UK Comics Part 1

11. TNG: Intelligence Gathering

12. The Edge of the Galaxy (Ongoing NuTrek)

Als Special Crossover Release:
#1 Star Trek/Green Lantern: The Spectrum War"

Als Abogeschenke gibt es:
- Anstecknadel mit TOS-Abzeichen
- Filmposter in Metalldose
- 2 TOS Metall Cover
- "Star Trek"-Buchstützen.

Wer in GB ein Pfund ab der zweiten Ausgabe mehr zahlt, erhält regelmäßig Fotocomics von John Byrne. Die Möglichkeit gibt es hier auch und die Premiumvariante kostet 1,50 € mehr ab der zweiten Ausgabe. Die erste Ausgabe kostet 3,99 € ohne Aufschlag.

Die Fotocomics wurden seinerzeit von CC abgelehnt. Auch "The City on the Edge of Forever" fand dort keinen Anklang. In der Reihe sind sie aber enthalten. Im Original liegt sie mir vor. Auch in Schottland konnte ich lediglich diesen Band der Edition ergattern.

Ferner soll es Crossover und Specials geben. In GB war es ferner möglich, an einem Gewinnspiel teilzunehmen. Zu gewinnen gab es drei unterschriebene Drucke von "Star Trek"-Artist Joe Corroney, eine signierte Ausgabe eines regulären "Star Trek"-Comics von IDW sowie eine besondere Zeichnung des eigenen Lieblings-Trek-Charakters.

Es steht zu erwarten, dass der Testlauf nach einer Anzahl von Ausgaben abgebrochen wird, so auch geschehen mit den "Star Trek"-Schiffen und den "Lucky Luke"-Comics. Danach wird das Ganze beworben und neu gestartet, sodass auch Normalsterbliche in den Genuss kommen, die Hefte am Kiosk zu kaufen.

Jedenfalls ist die Anzahl von "Star Trek"-Comics riesig, aber immer noch absehbar, was veröffentlicht werden kann, es ist nicht unendlich Material wie bei Superhelden vorhanden. Wir werden sehen, wie sich das weiter entwickelt, aber es ist ein schönes Release zum 50. Jubiläum von TOS (2. Staffel) bzw. jetzigem zeitgleichen 30. Jubiläum von TNG.

Trek-Comics

Ein Beitrag von Christian Freitag.


 

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Die Rückkehr des Nexus

"Star Trek: The Next Generation − Der Stoff, aus dem die Träume sind": Eine Buch-Rezension

2384, vier Jahre nach "Star Trek Nemesis", einige Monate nach der Trilogie "Kalte Berechnung": Die Enterprise-E soll der Newton bei einem altbekannten Phänomen helfen, dem Nexus. Das Energieband aus "Star Trek: Treffen der Generationen" schwurbelt momentan im neutralen Raum herum. Die "Kurskorrekturen" Sorans vor einigen Jahren haben jedoch dazu geführt, dass das Band demnächst das Raumgebiet der Kinshaya durchquert. Dort fand vor einiger Zeit eine "Umstrukturierung" der Regierung statt. Die "gemäßigte" Fraktion hat die religiösen Fanatiker und Spinner beiseite gedrängt und ist dem Typhon Pakt beigetreten. Im Pakt selbst sind sie jedoch eher eine kleine Nummer.

Dies könnte sich jedoch mit dem Nexus ändern, da die temporalen Möglichkeiten des Bandes nicht unentdeckt blieben. Nach diversen Angriffen fürchtet die Föderation daher nunmehr eine feindliche Nutzung des Nexus. Auch wenn Picard der Dienstältere und Kommandant des Flaggschiffs der Föderation ist, hat man das Kommando der Mission dem Captain der Newton übertragen. Zwar kann man Picards Erfahrungen mit dem Nexus gut gebrauchen, aber wie bereits bei der vorletzten Borginvasion ist man sich im Bezug auf sein Urteilsvermögen nicht so sicher. Naturgemäß vertritt der Captain der Newton eine ganz andere und radikalere Philosophie. Ganz nach dem Prinzip "Wenn ich es nicht haben kann, solls auch kein anderer haben" will Captain Bryant dem Nexus das Licht ausblasen. Doch das geht gewaltig in die Hose...

Zum Jahresende des 50. Jubiläums kam mit etwas Verspätung ganz leise dieses E-Book auf den Markt. Aufgrund seines Umfangs treibt es stringent die Handlung voran, ohne mit unnötigem Füllstoff aufzuwarten. Die Geschichte zehrt natürlich von den Reminiszenzen des rührenden Kinofilms und den Erfahrungen der Charaktere, die im Nexus gemacht wurden. Das lässt die Story kurzweilig erscheinen, wenn einem der Film bereits gefallen hat. So hatte ich das Büchlein mit seinen 5 Kapiteln in etwa zwei Stunden durchgelesen.

Die Handlung ist nachvollziehbar und logisch aufgebaut, auch wenn man sich als Leser bereits gegen Mitte der Geschichte denken kann, was wirklich los war − ich bleibe mal vage, um das Lesevergnügen nicht zu schmälern. So gelingt es Swallow, aus einem bekannten Stoff eine herzerweichende Geschichte um einen Charakter aufzuziehen, einen alten Widersacher mit anderen Wesenszüge als die uns bekannten näherzubringen und die Geschichte zu einem sinnlogischen Ende zuzuführen.

Alles in allem habe ich mich von dieser kurzen, eher ernsten und traurigen Geschichte gut unterhalten gefühlt.

Für "Star Trek"-Kenner: Die Kreel werden im E-Book genannt. Die hatten zwar nie einen Auftritt in einer "Star Trek"-Serie, ihre erste Erwähnung aber, glaube ich, hatten sie in Peter Davids großartigem Roman "Planet der Waffen" (Buch lediglich noch antiquarisch erhältlich oder als E-Book über Amazon beziehbar) und sie wurden auch passenderweise in "Star Trek: Treffen der Generationen" erwähnt.

4 Sterne

Weiterführende Links

  • Jetzt bei Amazon.de bestellen
    "Star Trek: The Next Generation − Der Stoff, aus dem die Träume sind" (Kindle Edition) von James Swallow (Autor), Susanne Picard (Übersetzerin)

  • Trek-Bücher

    Ein Beitrag von Christian Freitag.


     

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    William Shatners nächster Roman-Versuch

    "Sternenfluchten": Eine Rezension

    William Shatners "Star Trek"-Romane haben allgemein keinen guten Ruf, da sie vor Egozentrik und Selbstherrlichkeit nur so strotzen. Sein Alter Ego "Kirk" ist die unangefochtene Hauptrolle, das ganze Universum dreht sich nur um ihn. Dabei war es schon hanebüchen genug, dass er sich überhaupt aus seinem Grab auf Veridian III erhoben hat. In Shatners Roman "Die Rückkehr" hatten sich die Romulaner mit den Borg verbündet, um Kirks reanimierte Leiche gegen Picard einzusetzen. Der schwachsinnige Plan ging natürlich nicht auf und seitdem darf Kirk wieder die Galaxis retten.

    Auf seinen Reisen wird der legendäre Captain selbstverständlich von Scotty, Spock und Dr. McCoy unterstützt, womit der halbe Cast der Classic-Serie wieder vereint wäre. Nur leider wirkt diese Ausgangslage extrem gezwungen. Spock mag vielleicht ein langlebiger Vulkanier sein und Scotty ist durch einen Transportertrick nicht viel älter Kirk, aber McCoy war schon ein halbtoter Greis, als die Enterprise-D auf ihre erste Mission ging. Es ist trotz all der fortschrittlichen Medizintechnik eher unwahrscheinlich, dass Pille mit über 150 Jahren noch lebt und dann auch noch fit genug ist, um auf Kirks neuem Schiff zu dienen.

    Die Bele Réve hat Kirk von der Sternenflotte bekommen, für die er ab und an noch Undercover-Aufträge übernimmt. Ansonsten ist er jedoch unabhängig im Handelsgeschäft unterwegs und redet nicht sonderlich gut über seinen ehemaligen Arbeitgeber. Dieser wird von Admiral Janeway repräsentiert, die ihm einen neuen Auftrag erteilt und dafür den Holodoc zur Seite stellt.

    Die Föderation wird nämlich von einem Gegner namens Totalität angegriffen, der sämtliche Warpantriebe sabotiert und wichtige Persönlichkeiten verschwinden lässt, darunter Botschafter Spock. Angeführt wird diese fremde Macht von einer Gestaltwandlerin namens Norinda, die bereits versucht hat, einen Bürgerkrieg zwischen Romulanern und Remanern zu entfachen. Hier wäre zum Verständnis das Vorwissen der letzten Shatner-Romane hilfreich, doch da diese genauso grottig sein dürften, sollte darauf lieber verzichtet werden.

    Die Totalität wird ohnehin ausgiebig erklärt und funktioniert dennoch nicht. Dieser Gegner ist schon deshalb eher uninteressant, weil die ganze Paranoia vor Gestaltwandlern nach dem Dominion-Krieg ausgereizt ist. Der wissenschaftliche Hintergrund dieses Feindes gibt selbigem jedoch den Todesstoß. Die Totalität ist ein Teil dieses Universums und repräsentiert die Gesamtheit von dunkler Materie und dunkler Energie. So weit nichts Neues, das gab es schon in der "Voyager"-Episode "Der gute Hirte". Doch weshalb sollten Warpantriebe wie Portale für die Totalität wirken? Warpantriebe funktionieren mit Materie und Antimaterie, mit dunkler Materie hat das rein gar nichts zu tun.

     
     

    William Shatner hat offensichtlich keine Ahnung, was er da zusammenschreibt. Das allein wäre noch verzeihlich, wenn es denn wenigstens interessant geschrieben wäre.


    Noch absurder ist jedoch, dass Gravitation eine Waffe gegen die Totalität darstellt, welche ihre fleischgewordenen Repräsentationen auflöst. Allerdings erst ab der vierfachen Erdanziehungskraft, davor haben ihre Avatare herzlich wenig Probleme mit Schwerkraft. Das ist in sich schon nicht sonderlich logisch, zumal die Totalität bisher einen großen Bogen um alle Galaxien gemacht hat. Aus physikalischer Perspektive ist das erst recht absoluter Mumpitz, denn da die sichtbare Materie nicht ausreicht, um die Gravitationskraft einer Galaxie zu erklären, sind Physiker überhaupt erst auf den Gedanken gekommen, dass eine Art dunkler Materie existieren müsse. Es ist daher vollkommen unlogisch, dass die Totalität allergisch auf Gravitation reagiert, wenn dunkle Materie doch für einen erheblichen Teil derselbigen verantwortlich ist.

    William Shatner hat offensichtlich keine Ahnung, was er da zusammenschreibt. Das allein wäre noch verzeihlich, wenn es denn wenigstens interessant geschrieben wäre. Ist es aber nicht. Nachdem Kirks Sohn auf Vulkan verschwunden ist, geht es ihm nur noch darum, ihn zu retten. Nein, die Rede ist nicht von David, den Shatner glücklicherweise nicht per Genesiseffekt aus den Trümmern des gleichnamigen Planeten wiederauferstehen lassen hat. Sein zweiter Sohn heißt Joseph und ist zu einem Viertel Klingone, einem Viertel Romulaner, einem Viertel Trill und der Rest kommt von Kirk.

    Joseph ist sein ein und alles und dafür legt er sich schon mal mit seinem Kumpel Picard an. Deren Geduze ist mindestens ebenso nervig wie das plötzliche Misstrauen in der aktuellen Krise. Da Kirk sich weigert, den Sicherheitsbestimmungen des Sol-Systems Folge zu leisten, liefert er sich eine Konfrontation mit Picards Enterprise. Keiner gibt nach, was zu unnötigen Beschädigungen an beiden Schiffen führt. Erst als Riker mit der Titan herbeieilt, findet sich ein Kompromiss, auf den Picard durchaus von allein hätte kommen können.

    Während des ganzen Theaters überzeugt Kirk Norinda davon, Spock aus der Totalität zu entlassen. Aus unerfindlichen Gründen erfüllt sie diese Forderung. Irgendwie musste Spock ja in die Handlung eingeflochten werden, damit er allen erzählen kann, dass die Totalität missverstanden wird und sie alle Lebewesen aus reiner Herzensgüte in ihre Existenzebene ziehen will.

    Kirk sucht daraufhin die Konfrontation mit Norinda auf Vulkan. Natürlich gibt sich diese Manifestation uneinsichtig und argumentiert wie die Borgkönigin, welche ja im Prinzip auch nur alle Lebensformen näher an die Perfektion heranbringen möchte. Letztendlich teilt sie daher das Schicksal der Borgkönigin und wird per künstlicher Schwerkraft aus unserer Daseinsform katapultiert.

    Jedoch nicht, ohne sich vorher noch einen Schlagabtausch mit Kirk zu liefern. Dieser glaubt zunächst, wegen seiner Einmaligkeit vor Norinda sicher zu sein. So einmalig ist er dann aber doch nicht und daher landet er vorübergehend in der Nähe der Totalität. Dort erlebt Kirk einige Visionen aus seiner Vergangenheit, in denen Norinda die Form geliebter Personen annimmt.

    Die fremde Entität entlässt ihn wieder und bringt ihn zurück nach Vulkan, wo sie erneut hunderte Formen annimmt, um Kirk und seinen Sohn zu überzeugen. Dieses Hin und Her ergibt ebenso wenig Sinn wie das, was im Folgenden geschieht. Unerwartet fängt Joseph an zu glühen und sein Licht besiegt die Dunkelheit Norindas. Das klingt an und für sich schon grotesk und abgefahren und wird nicht unbedingt dadurch glaubwürdiger, dass es sich bei dem Glühen um dieselbe Energie handelt, welche als galaktische Barriere die Milchstraße umgibt.

     
     

    Wie alles in diesem Roman ergibt auch die Auflösung keinen Sinn.


    Joseph hatte überhaupt keinen Kontakt mit der Barriere, also wieso hat er plötzlich diese Verbindung? Und warum verschwindet er zusammen mit Norinda, als Picard vom Orbit aus die Schwerkraft erhöht? Nur damit Kirk das Trauma vom Verlust des eigenen Sohnes noch einmal durchleben muss? Das ist gleichermaßen an den Haaren herbeigezogen wie die schlussendliche Erklärung, dass die Schöpferrasse aus "Das fehlende Fragment" die galaktische Barriere errichtet hat, um die Galaxie vor der Totalität zu schützen.

    Wenn dieser Konflikt schon Milliarden Jahre zurückreicht und die Totalität das gesamte Universum umfasst, hätte sie schon längst alle Galaxien wie Kerzen auf einer Geburtstagtorte ausgepustet. Stattdessen entlässt sie schlussendlich alle entführten Personen wieder, nachdem Picard und Riker ihre Manifestationen auf Vulkan beseitig haben. Wie alles in diesem Roman ergibt auch die Auflösung keinen Sinn. Die Situation war gerade noch total verkorkst und plötzlich werden völlig zusammenhangslos Dinge miteinander kombiniert, damit das Buch irgendwie zu einem glücklichen Ende kommt.

    Bewertung: Vor den "Sternenfluchten" möchte man am liebsten schon nach dem ersten Kapitel fliehen. Das gesamte Buch ist himmelschreiender Unfug! Da nützt es auch nichts, dass Charaktere aus der Classic-Serie, TNG, "Voyager" und Titan zusammengebracht werden, denn letztendlich stiehlt ihnen Kirk ohnehin die Show. Vielleicht noch abgesehen von Picard, der immerhin die Szenen dominiert, die nicht auf Vulkan oder der Bele Réve spielen.

    Trek-Bücher

    Ein Beitrag von Sebastian Bach.


     

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    Convention-Corner 2017

    Teil 2 − Mai bis August

    Wo treffen sich die Fans? Wo sieht man die kreativsten Kostüme? Wo lesen die besten Phantastik-Autoren? Wo kann man seine TV-Lieblinge live sehen? Wo die spannendsten Abenteuer am Spieltisch erleben? Alien Souvenirs (www.aliensouvenirs.com) präsentiert euch eine Auswahl an Events, die man als Fan möglichst nicht verpassen sollte. Je später im Jahr das Event, desto ungenauer und lückenhafter sind leider noch die Informationen. Ich wäre euch sehr verbunden, mir aktuelle Entwicklungen und Neuigkeiten per Mail mitzuteilen, damit dieser Kalender möglichst up-to-date gehalten werden kann. Alle Angaben wie immer ohne Gewähr. Es empfiehlt sich allerdings immer ein Besuch der jeweiligen Website. Je nach Veranstaltung werden Sondertarife für Jugendliche und so weiter gewährt.

    Mai 2017

    6.5.2017, Union of the Force Convention − Hernebration 3
    Ort: Cafe Pluto, Wilhelmstraße 89A, 44649 Herne
    Gäste: Stephen Calutt, Cathy Munroe, Clem So, Martin Schlierkamp, u.a.
    Conbeitrag: Tagesticket 8 Euro | www.uotf-convention.de
    "Star Wars" & mehr im Ruhrgebiet.

    6.+7.5.2017, Purgatory 3
    Ort: D Hilton Düsseldorf Hotel, Georg-Glock Strasse 20, 40474 Düsseldorf
    Gäste: Richard Speight jr., Matt Cohen, Rob Benedict, Briana Buckmaster, Ruth Connell, Kim Rhodes, Sebastian Roché, u.a.
    Conbeitrag: Wochenende ab 169 Euro | www.purgatory-con.de
    Purgatory ist eine inoffizielle 2-Tages Convention mit Stargästen aus der TV-Serie "Supernatural".

    6.+7.5.2017, Comic und Manga Park
    Ort: egapark, Gothaer Str. 38, 99094 Erfurt
    Gäste: Avengers Live, Shiroku, John Royle, u.a.
    Conbeitrag: Tagesticket ab 10 Euro, Wochenende ab 20 Euro | www.comicpark.de
    Erstes Comic- und Manga-Treffen in Erfurt.

    6.+7.5.2017, Hanami
    Ort: Pfalzbau Ludwigshafen, Berliner Straße 30, 67059 Ludwigshafen
    Conbeitrag: Sa. ab 18 Euro, So. ab 11 Euro, Wochenende ab 25 Euro | www.hanami-ludwigshafen.de
    "Hanami − Con meets festival" ist eine ehrenamtlich, von Fans für Fans organisierte Veranstaltung, die sich an Interessierte der japanischen Lebens- und Comic-Kultur richtet und die traditionellen Aspekte eines Festivals sowie die modernen einer Convention vereint.

    13.5.2017, Marburg-Con
    Ort: Bürgerhaus Niederweimar (bei Marburg), Herborner Straße 36, 35096 Weimar-Lahn
    Gäste: Autoren und Verleger aus der deutschen "phantastischen" Kleinverlags-Szene.
    Conbeitrag: Tagesticket 5 Euro | www.marburg-con.de
    Literarisch-phantastische Frühjahrs-Convention mit langjähriger Tradition und familiärer Atmosphäre.

    13.+14.5.2017, UniCon 42
    Ort: Universität, Mensa I, Westring 385, 24118 Kiel
    Gäste: tba.
    Conbeitrag: Tagesticket 4 Euro | www.akf-hsg.uni-kiel.de/unicon
    Die Rollenspiel-Convention der Kieler Universität.

    18.−21.5.2017, 5. Deutsche Scheibenwelt Convention
    Ort: Burg Ludwigstein, 37214 Witzenhausen
    Gäste: Bernard Rearson, Rob Wilkins, Stephen Briggs, u.a.
    Conbeitrag: Tagesticket ab 20 Euro, Wochenende ab 35 Euro (inkl. Übernachtung ab 110 Euro) | www.scheibenwelt-convention.de
    Eintauchen in Terry Pratchetts Scheibenwelt-Universum.

    20.5.2017, Abenteuer-Weltraum-Tag
    Ort: Haus der Astronomie, MPIA-Campus, Königstuhl 17, 69117 Heidelberg
    Gäste: Hubert Zitt, Robert Vogel, u.a.
    Conbeitrag: Erwachsene 5 Euro, Kinder bis 14 Jahre 2 Euro, Familienticket 12 Euro | www.haus-derastronomie.de
    Astronomie − Raumfahrt − Science-Fiction: Ein Erlebnistag für die ganze Familie.

    20.+21.5.2017, MCM Hannover Comic Con
    Ort: Messegelände, 30521 Hannover
    Gäste: Summer Glau, Lee Townsend, Marie Sann, Gary Erskine, Bob Layton, Alexandra Sokol, Pears, SA Goebel, John Thienel, u.a.
    Conbeitrag: Tagesticket ab 22,10 Euro | www.mcmcomiccon.com/hannover
    Der britische Veranstalter MCM wagt einen zweiten Versuch in Deutschland…

    25.−28.5.2017, Comic-Festival
    Ort: Alte Kongresshalle, Theresienhöhe 15, 80339 München
    Gäste: Peter Kuper, Terry Moore, Denis Kitchen, Ralf König, Isabel Kreitz, Uli Oesterle, Rubén Pellejero, Herbert Feuerstein, u.a.
    Conbeitrag: Tagesticket 10 Euro, Wochenende 30 Euro | www.comicfestival-muenchen.de
    Das traditionsreiche Comicfestival in der bayerischen Landeshauptstadt.

    26.−28.5.2017, Weekend of Fantasy
    Ort: Die Godesburg, Auf dem Godesberg 5, 53177 Bonn-Bad Godesberg
    Gäste: tba.
    Conbeitrag: tba. | www.weekendoffantasy.com
    Das Weekend of Entertainment wird zusammen mit dem Bundesamt für magische Wesen Ende Mai 2017 Schauspieler, Cosplayer und Autoren auf der Godesburg präsentieren.

    27.+28.5.2017, German Comic Con München
    Ort: MOC Veranstaltungscenter, Lilienthalallee 40, 80939 München
    Gäste: Gemma Whelan, Iain Glen, Noel Clarke, Sarah Butler, Alfie Allen, Paul Freeman, Samuel Anderson, u.a.
    Conbeitrag: Tagesticket ab 20 Euro, Wochenende ab 39 Euro | www.germancomiccon.com
    Die Comic Con kommt zum ersten Mal in die bayerische Landeshauptstadt.

    26.−28.5.2017, HeidelCon
    Ort: Kulturfenster e.V. · Kirchstraße 16 · 69115 Heidelberg
    Gäste: Heidelberger Spieleverlag, Pathfinder Society, Pegasus Spiele, u.a.
    Conbeitrag: Tagesticket 3 Euro, Wochenende 5 Euro | www.heidelcon.blogsport.de
    Die HeidelCon für Karten- Brett-, und Rollenspiel öffnet zum neunten Mal ihre Pforten.

    27.+28.5.2017, Role Play Convention
    Ort: Koelnmesse, Messeplatz 1, 50679 Köln
    Gäste: Conan Cosplay, Giada Robin, u.a.
    Conbeitrag: Tagesticket ab 11,50 Euro | www.rpc-germany.de
    Deutschlands große Messe für Rollenspiel und Popkultur.

    27.+28.5.2017, 2. Perry Rhodan Tage
    Ort: Haus der Jugend, Große Gildewart 6−9, 49074 Osnabrück
    Gäste: tba.
    Conbeitrag: Sa. ab 15 Euro, So. ab 9 Euro, Wochenende ab 20 Euro| www.prtag.prfz.de
    Der Erbe des Universums lädt nach erfolgreicher Premiere zum zweiten Mal nach Osnabrück ein.

    Juni 2017

    2.−4.6.2017, PolarisCon
    Ort: Saalbau Nied, Heinrich-Stahl-Straße 3, 65934 Frankfurt am Main
    Gäste: Lindsey Morgan, Richard Harmon, Ricky Whittle, Chelsey Reist, Jarod Joseph, Sachin Sahel, Jessica Harmon, Ty Olsson, u.a.
    Conbeitrag: Wochenende ab 150 Euro | www.alwaysfevents.com
    Treffen mit Stars der erfolgreichen SF-Serie "The 100".

    2.−5.6.2017, FedCon
    Ort: Maritim Hotel Bonn, Godesberger Allee, 53175 Bonn
    Gäste: Matt Smith, Sasha Roiz, Brent Spiner, LeVar Burton, Mark Dacascos, Casper Van Dien, Jonathan Frakes, Tia Carrere, Colm Meaney, u.a.
    Conbeitrag: Wochenende ab 135 Euro | www.fedcon.de
    Nicht mehr die größte, aber doch die älteste Media-Con in Deutschland.

    3.+4.6.2017, Dokomi
    Ort: Messe Düsseldorf, Stockumer Kirchstr. 61, 40474 Düsseldorf
    Gäste: tba.
    Conbeitrag: darf selbst bestimmt werden | www.dokomi.de
    Düsseldorfer Anime- und Manga Convention.

    9.−11.6.2017, NordCon
    Ort: H Schule beim Pachthof, Beim Pachthof, 22111 Hamburg
    Gäste: tba.
    Conbeitrag: Gestaffelt ab Freitag 10 Euro, ab Sonntag 5 Euro | www.nordcon.de
    Eine der vier größten deutschen Rollenspiel-Conventions.

    10.+11.6.2017, Wie.Mai.Kai
    Ort: Stadthalle Flörsheim, Kapellenstraße 1, 65439 Flörsheim am Main
    Gäste: tba.
    Conbeitrag: Tagesticket ab 9 Euro, Wochenende ab 15 Euro | www.wiemaikai.de
    Anime-Convention mitten im Herzen des Rhein-Main-Gebietes.

    10.+11.6.2017 Brony Fair 2017
    Ort: Fontane-Haus, Wilhelmsruher Damm 142c, 13435 Berlin
    Gäste: tba.
    Conbeitrag: Wochenendticket ab 49 Euro | www.brony-fair.de
    Convention für alle Fans der Serie "My Little Pony", nicht nur für Kinder und durchaus wieder mit vierstelliger Besucherzahl.

    10.+11.6.2017, Tolkien Tag
    Ort: Geldern − Ortsteil Pont (im ganzen Dorf)
    Gäste: Annika Röttinger, Dr. Frank Weinreich, Dr, Oliver Bidlo, Jenny Dolfen, Axel Kleintjes, Tobias M. Eckrich, Dr. Julian Eilmann, Dirk Helmes, Betty Finke, Michael Lukas, Sebastian Kleinen, u.a.
    Conbeitrag: Tagesticket 5 Euro, Wochenende 9 Euro | www.tolkientag.de
    Ein ganzes Dorf feiert den britischen Fantasy-Autor J.R.R. Tolkien und verwandelt sich dafür in Mittelerde.

    16.−18.6.2017, U-Con − EuroCon
    Ort: Fritz-Henßler-Haus, Geschwister-Scholl-Straße 33, 44135 Dortmund
    Gäste: Andreas Eschbach, Aleksandar Ziljak, Dave Hutchinson, Autun Purser, u.a.
    Conbeitrag: Wochenende 40 Euro | www.dortmund-in-2017.de
    Nach über 15 Jahren findet die "Europameisterschaft" der Sci-Fi-Cons wieder in Deutschland statt. Internationales Publikum wird erwartet.

    16.−18.6.2017, Shadowhunters Convention
    Ort: Ramada Hotel Bad Soden, Königsteiner Straße 88, 65812 Bad Soden am Taunus
    Gäste: Matthew Daddario, Kat Mcnamara, Alberto Rosende, David Castro, Kaitlyn Leeb, u.a.
    Conbeitrag: Wochenende 150 Euro | www.alwaysfevents.com
    Die Schattenjäger kommen. Treffen mit Stars der Netflix-Erfolgsserie.

    24.6.2017, HörMich
    Ort: Kulturzentrum FAUST e.V., Zur Bettfedernfabrik 3, 30451 Hannover
    Gäste: Lindenblatt-Records, Dream Teamer Hörspieler, Thomas Birker, Die 3 Herren − ROKOST Hörspiele, Marco Ansing, u.a.
    Conbeitrag: Tagesticket 5 Euro | www.hoermich-hoerspielmesse.jimdo.com
    Kleine, aber feine Messe rund um das Hörspiel und − buch.

    24.+25.6.2017, 14. SciFi-Days
    Ort: Weinstraßencenter, Turnstraße 7, 67269 Grünstadt
    Gäste: Robert Vogel, Roger Murmann, u.a.
    Conbeitrag: Tagesticket 6 Euro, Wochenende 10 Euro | www.scifi-days.de
    Das Sci-Fi-Event von Fans für Fans an der Deutschen Weinstraße.

    Juli 2017

    1.+2.7.2017, Comic Con Germany
    Ort: Messegelände, Flughafenstraße / Flughafen, 70629 Stuttgart
    Gäste: Eric Roberts, Fred Williamson, Robert Lasardo, Ming-Na Wen, Dichen Lachman, Arthur Darvill, John Ashton, Dirk Benedict, Michael Biehn. Kevin Sorbo, Herbert Jefferson Jr., Robert Lasardo, Lili Fortune, Starbit Cosplay, Liechee, John Barrowman, etc.
    Conbeitrag: Tagesticket 21 Euro, Wochenende 39 Euro | www.comiccon.de
    Deutschlands größte Comic Con in der zweiten Auflage.

    8.7.2017, Franco
    Ort: Konzert- und Kongresshalle, Mußstraße 4, 96047 Bamberg
    Gäste: tba.
    Conbeitrag: ab 8 Euro | www.franco-bamberg.de
    Die traditionelle Convention für Anime und Manga im Herzen Frankens.

    8.7.2017, Star Varia II
    Ort: Braun Arena, Im Gewerbepark 4-10, 93495 Weiding (Landkreis Cham)
    Gäste: Jedi Academy Cham, Star Force Ostalb, 501st Legion, Lightsaber Battleshow, Fanboys, SGP Homeworld Protection, Starbase07, Rent a Pirate, u.a.
    Conbeitrag: Tagesticket 7 Euro | www.starwaria.jimdo.com
    Bavaria wird zur StarVaria − "Star Wars" im weiß-blauen Outfit.

    15.+16.7.2017, CosDay²
    Ort: SAALBAU Titus-Forum, Walter-Möller-Platz 2, 60439 Frankfurt am Main
    Gäste: tba.
    Conbeitrag: Sa. ab 15 Euro, So. ab 10 Euro, Wochenende ab 20 Euro | www.cosday.de
    Cosplayer-Treffen in der Bankenstadt am Main.

    20.−23.7.2017, Tolkien Thing
    Ort: Tagungshaus Rittergut e.V., Rittergut 99, 99955 Lützensömmern
    Gäste: tba.
    Conbeitrag: Wochenende ab 109 Euro | www.tolkien-thing.de
    Jahrestreffen der Deutschen Tolkien Gesellschaft und ihrer Freunde.

    22.+23.7.2017, FeenCon
    Ort: Stadthalle, Koblenzer Straße 80, 53177 Bonn-Bad Godesberg
    Gäste: tba.
    Conbeitrag: Sa. 8 Euro, So. 6 Euro, Wochenende 10 Euro | www.feencon.de
    Eine der vier großen Rollenspiel-Conventions in Deutschland.

    25.−30.7.2017, DrachenFest

    Ort: Gelände "Quast", 34474 Diemelstadt
    Gäste: Tausende Live-Rollenspieler aus ganz Deutschland und Europa.
    Conbeitrag: ab 119 Euro | www.drachenfest.info
    Das DrachenFest ist eine der größten LARP-Veranstaltungen Deutschlands mit bis zu 4500 Teilnehmern aus der ganzen Welt.

    28.−30.7.2017, ShadowworldCon

    Ort: Steigenberger Hotel, Habsburgerring 9-13, 50674 Köln
    Gäste: Harry Shum Jr., Jade Hassouné, u.a.
    Conbeitrag: Wochenende ab 119 Euro | www.shadowworldcon.com
    Im Juli 2017 werden Schauspieler der Serie "Shadowhunters" mit den Fans der Serie in einer inoffiziellen TV-Convention zusammentreffen.

    29.+30.7.2017, Film & Comic Con Karlsruhe

    Ort: Messe Karlsruhe, Messeallee 1, 76287 Rheinstette
    Gäste: Jon Davey, u.a.
    Conbeitrag: Tagesticket ab 20 Euro, Wochenende ab 36 Euro | www.filmundcomiccon.com
    Kommt auf die Film und Comic Con Karlsruhe und verbringt zwei erlebnisreiche Tage zusammen mit vielen Gleichgesinnten. Werft euch in euer Lieblings-Cosplay-Kostüm und trefft eure Lieblingsstars.

    29.+30.7.2017, GalaCon 2017
    Ort: Forum am Schlosspark, Stuttgarter Str. 33, 71638 Ludwigsburg
    Gäste: tba.
    Conbeitrag: Wochenendticket ab 69 Euro | www.galacon.eu
    Convention für alle Fans der Serie "My Little Pony", nicht nur für Kinder und durchaus wieder mit vierstelliger Besucherzahl.

    29.+30.7.2017, Festival Fantasia
    Ort: Kurpark Schierke, Brockenstraße 10, 38879 Schierke
    Gäste: Ekaterina Demina, Elisa Allgaier, Ida Elena De Razza, Albert Dannenmann, Anja Stellaris, Feuerfünkchen Märchenshow, Alexander Hahne, Drachenflug, u.a.
    Conbeitrag: tba. | www.festival-fantasia.de
    Stilvolles Fantasy- und Kultur-Event im Kurpark von Schierke. Mystische Momente garantiert.

    August 2017

    2.−6.8.2017, ConQuest 2017
    Ort: Rittergut Brokeloh, 31628 Landesbergen
    Gäste: Hunderte Live-Rollenspieler aus ganz Europa.
    Conbeitrag: ab 105 Euro | www.live-adventure.de
    ConQuest ist eine LARP-Großveranstaltung, auf der sich ca. 6000 Spieler und 1500 Nicht-Spielercharaktere und Völker jedes Jahr im August treffen, um dem phantastischen Kontinent Mythodea Leben einzuhauchen.

    4.−6.8.2017, Animagic
    Ort: Congress Center Rosengarten, Rosengartenplatz 2, 68161 Mannheim
    Gäste: TnS − Tsuki no Senshi, DANGO, Tensai Okamura, ZWEI, u.a.
    Conbeitrag: Wochenende ab 64 Euro | www.animagic.animania.de
    Eine der großen deutschen Anime- und Manga-Conventions und ein Mekka für Cosplayer.

    4.−6.8.2017, MantiCon
    Ort: Starkenburg, Starkenburgweg 53, 64646 Heppenheim
    Gäste: Tom Shippey, u.a.
    Conbeitrag: Tagesticket ab 19 Euro, Wochenende 69 Euro | www.manti-con.de
    Die HausCon des Mantikore-Verlags hoch über der hessischen Bergstraße.

    5.+6.8.2017, DoCon
    Ort: Eissportzentrum Dortmund, Strobelallee 32, 44139 Dortmund
    Gäste: tba.
    Conbeitrag: Tagesticket 10 Euro, Wochenende 18 Euro | www.docon.de
    Sci-Fi-Treffen von Fans für Fans in Dortmund.

    9.−13.8.2017, 75. World Science Fiction Convention
    Ort: Messukeskus, the Helsinki Expo and Convention Centre, Helsinki, Finland
    Gäste: John-Henri Holmberg, Nalo Hopkinson, Johanna Sinisalo, Claire Wendling, Walter Jon Williams, u.a.
    Conbeitrag: Wochenende 145 Euro | www.worldcon.fi
    Die jährliche "Olympiade" aller globalen Science-Fiction-Veranstaltungen mit Besuchern aus aller Welt kommt erneut nach Europa, diesmal in den hohen Norden…

    16.−20.8.2017, Eurofurence 23
    Ort: Estrel Hotel, Sonnenallee 225, 12057 Berlin
    Gäste: Furrys aus ganz Europa…
    Conbeitrag: Wochenende ab 95 Euro | www.eurofurence.org
    Die Eurofurence-Convention ist mit aktuell über 2500 Teilnehmern das größte jährliche Treffen von Künstlern und Anhängern des Furry-Genre in Europa.

    22.−26.8.2017, GamesCom
    Ort: Koelnmesse, Messeplatz 1, 50679 Köln, Deutschland
    Gäste: tba.
    Conbeitrag: Tagesticket ab 12 Euro | www.gamescom.de
    Die größte Computerspiele-Messe der Welt. Ein (leider etwas überfülltes) Mekka für Gamer und Nerds aller Altersklassen.

    24.−27.8.2017, Phoenix Fire Convention
    Ort: Feriendorf Auenland, Zum Burgberg 1, 98673 Eisfeld/Waffenrod
    Gäste: Feuerspieler aus aller Welt
    Conbeitrag: ab 60 Euro | www.phoenix-convention.com
    Die Phoenix-Con ist ein Treffen für Feuerspieler von Feuerspielern. Am Tag erwarten euch Workshops für Anfänger, aber auch Tricksahrings der Masterclass Kategorie. Außerdem wird es auch im Jahr 2017 eine atemberaubende Galashow mit internationalen Größen der Feuerspielerszene geben, zu der auch die Öffentlichkeit eingeladen sind.

    25.−27.8.2017, Mittelerdefest
    Ort: Burg Reichenau, Schlossviertel 8, 4204 Reichenau im Mühlkreis, Österreich
    Gäste: tba.
    Conbeitrag: Tagesticket ab 50 Euro, Wochenende ab 120 Euro | www.mittelerdefest.at
    Österreichs großes Tolkien-Festival mit umfangreichem Workshop- und Vortragsprogramm.

    25.−27.8.2017, RatCon

    Ort: Stadthalle Limburg / Josef-Kohlmaier-Halle, Hospitalstraße 4, 65549 Limburg
    Gäste: tba.
    Conbeitrag: gestaffelt ab Fr. 15 Euro, ab Sa. 10 Euro, ab So. 5 Euro | www.rat-con.de
    Eine der vier großen deutschen Rollenspiel-Conventions gastiert zum zweiten Mal in der mittelhessischen Domstadt.

    25.−27.8.2017, FARK − Fantasy & Rollenspiel Konvent
    Ort: Am Bergwerk Reden, 66578 Schiffweiler
    Gäste: Letzte Instanz, Samarah, Cantorca, Gerárd Kraus, Roger Murmann, Robert Vogel, 501st Garrison, Grat u Murdur, Clockwork Carrousel, Lieven Litaer, AvP Universe Germany, Dr. Hubert Zitt, Knight Rider, Societas Draconis, u.a.
    Conbeitrag: Eintritt frei | www.fark-messe.de
    Einer der schönsten Phantastik-Events Deutschlands auf dem Gelände und in den Gebäuden eines ehemaligen Bergwerks.

    26.+27.8.2017, Medieval Fantasy Convention II
    Ort: Schloss Burg, Wermelskirchener Str. 2, 42659 Solingen
    Gäste: David Wenham, Adam Brown, Josh Herdman, Anne Stokes, Aimee Richardson, u.a.
    Conbeitrag: Tagesticket 25 Euro, Wochenende 45 Euro | www.mfc.events
    Schloss Burg bei Solingen wird zum zweiten Mal zum Mekka der Fantasy-Szene.

    Wir danken Roger Murmann für die freundliche Genehmigung zur Übernahme dieses Con-Kalenders. Auf der Onlinepräsenz des Science-Fiction-Treffs Darmstadt ist im Convention-Corner eine aktuelle, downloadbare Liste empfehlenswerter Conventions und Events in Deutschland und den Nachbarländern zu finden.

    Weiterführende Links

  • Onlinepräsenz des Science-Fiction-Treffs Darmstadt
    Der beliebte monatliche Treffpunkt für Science-Fiction- und Fantasy-Fans aus ganz Südhessen, dem Odenwald, aus Unterfranken, dem Rhein-Neckar-Raum und weit darüber hinaus.

  • Kalender

    Ein Beitrag von Roger Murmann.


     

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    "Captain Future" ...

    ... oder wie ich die Fans ausnehme

    Ich hatte mich ja schon einmal über Captain Future im Rahmen der Hörbuchreihe ausgelassen. Und auch jetzt ist eine neue Hörbuchreihe erschienen. Es tut sich etwas auf dem Sektor. Während die Hybridreihe zwischen Hörspiel und Hörbuch zu einem angemessenen Preis trotz des großen Aufwandes mit der Originalmusik und den Orginalsprechern ein eher ruhiges Dasein fristet und lediglich von Eingeweihten, so scheint es, beworben wird, kehrt seit 2004 zum ersten Mal "Captain Future" auf den Nischenkanal RTL Nitro zurück. Und der Golkonda-Verlag dümpelt weiter mit zwar hochwertigen aber langsamen, nämlich einer bis, wenn überhaupt, zwei Veröffentlichungen im Jahr, alle 1.000 Jahre dahin. Bei dieser Erscheinungsvariante hat man das Jahr 2.500 (auch wenn das lediglich das Jahr ist, das auf der deutschen Box steht) erreicht bis tatsächlich alle Bände erschienen sind.

    Anfang der 2000er erschienen jedenfalls zwei DVD-Boxen zu einem relativ unverschämten Preis. Wer jedoch darauf gewartet hatte, dass diese Boxen günstiger wurden, der hatte sich geschnitten. Sie erreichten Preise fernab von Gut und Böse. Dabei waren sie für den Inhalt das Geld nicht wert. Die DVD-Boxen sahen zwar Schmuck aus, enthielten bis auf die Serienspecials, für die der Fan die Boxen wirklich geliebt hat, nix Neues. Im Gegenteil. Die Serie war die gleiche, vom ZDF stümperhaft verstümmelte Version, wie man dies schon vom Mainzer Sender bei so vielen anderen Produktionen dieser Zeit gewohnt war. Grottige Synchro trotz guter Sprecher, fürchterliche Schnitte, Kinderseriengestampfe. Dabei gab es zu der Zeit schon Trickfilme für Erwachsene. Das Bild von den DVDs konnte es hingegen mit jeder TV-Aufnahme aufnehmen. Da wurde gar nichts dran gemacht, da hing die Fluse noch vor der Kamera! Da hatte selbst der Betamax-Recorder ein besseres Bild gehabt! Man behielt den Stuss halt, weil es nichts anderes gab. Dabei dürfte die Beliebtheit der Serie trotz ihres Schneidemissbrauchs in erster Linie dem mitreißenden Soundtrack geschuldet sein und dass sich die Serie trotz ihrer stümperhaften Bearbeitung durch die seinerzeitigen Mainzer Komikmumien erwachsener anfühlte, als so mancher Zipfelmützenträger wohl wahr haben wollten. Nicht umsonst warnte man sogar in Schulbüchern vor der Serie. Doch selbst im Reich der aufgehenden Sonne, wo die Trickfilmserie herstammt, ist der Fankult nicht mehr so groß, wie er es hier ist.

    Seitdem die Rechte bei dem Deutschen Christian Alvart liegen, munkelt man seit Äonen in Sagen und Mythen sogar von einem Realfilm, dessen Veröffentlichungstermin sich immer wieder aufs Neue im Kino verschiebt. Neuester Zeitpunkt ist jetzt wohl 2018. Eher glaube ich an eine Fortsetzung der "Star Trek"-Reihe mit William Shatner.

    Ein Trailer, der aber überhaupt nichts erkennen und schon gar kein Gefühl für die Serie aufkeimen lässt, dümpelt seit Jahren im Netz herum. Seit 2010 ist allerdings bekannt, dass er sich die Rechte für eine Realverfilmung gesichert hat. Nunmehr ist es bekanntlich 2017. Gut Ding will ja bekanntlich Weile haben. Mittlerweile sind Infos über eine mögliche Realverfilmung daher eher langweilig.

     
     

    Im Dezember 2016 wolle man "Captain Future" erneut auflegen.


    Dabei könnte eine Realverfilmung das Interesse an Merchandising und vor allem an der Animeserie wieder wecken. Doch irgendwie tritt "Captain Future" auch hier gewaltig in die… nun ja… Die Zeit ist nicht gerade sein Freund. Wäre alles zeitlich abgestimmter, könnten die Fans jubeln. Mittlerweile ist es nur noch die Zeit des Frustes.

    Ohne dass man es gedacht hat, veröffentlichte Universum eine Jubelmeldung − nun ja, zunächst. Im Dezember 2016 wolle man "Captain Future" erneut auflegen. Heißa, war das eine Freude. Endlich würden diejenigen, die seit Jahren Reibach mit den zwar gut aussehenden, aber Müll enthaltenden DVD Boxen kein Geld mehr damit machen können. Denn die Boxen waren, wenn überhaupt, mal gerade 20 Euro wert. Die Freude wurde jedoch getrübt.

    Universum hat nämlich nicht eine, sondern sage und schreibe vier (!) Veröffentlichungen auf den Markt gebracht. Juchu zwei? Von wegen: Eine DVD-"Gesamt"edition, eine Blu-ray-"Gesamt"edition (ärgerlich: eine Version war mit, eine ohne Schuber, hier hatte man geschlampt!), eine Blu-ray-Edition, die in vier Teilen aufgeteilt wird und eine Limited Collector’s Edition für einen ungeheuerlichen Preis: 199,99 € für 9 Blu-rays. Zum Vergleich: Die "Herr der Ringe"-Kollektion mit Holzregal und im Leder gebundenen Blu-rays, 30 Stück an der Zahl kostete zunächst auch die Welt, mittlerweile pendelte es sich aber auch nach diversen Ausrutschern nach unten fast auf diesen Preis ein. 30 (!) Blu-rays in Luxusausführung wohlgemerkt gegen jämmerliche 9 Blu-rays mit… tja, was für einer Ausführung: Während einige aus der Jubelfraktion zelebrierten, dass sie gleich drei kaufen würden, weil Animes ja in Japan so teuer sind und das ja wohl nicht die Welt kostet, musste man sich als Mensch, der vielleicht noch etwas auf dem Boden geblieben ist, fragen: Wer zur Hölle soll sich das leisten können.

    Die unverschämten Aussagen einiger dieser Erstgenannten gingen dann im übertragenen Sinne so weit, dass sie meinten, man könne sich ja die "Armen"boxen holen. Nur als Fan hofft man, dass gerade diese wie Blei in den Läden liegen. Denn es kommt hier auf den Inhalt an. Mag das Bild zwar scharf sein, hat es doch diverse Farbänderungen und wirkt graugrünlich. Das Schlimme kommt erst noch: Die DVD-"Gesamtedition" enthält trotz ihres unverschämten Preises genau den gleichen geschnittenen Salmon wie die ursprünglichen DVD-Boxen. Ich will eigentlich nicht über "Captain Future" unken, denn eigentlich ist man ja erst durch den geschnittenen Mist an diese schöne Serie gekommen, doch als Fan will man doch endlich einmal die ungeschnittene Version sehen. Doch weit gefehlt. Die Blu-ray-"Gesamtedition" enthält die "gesamten" deutschen geschnittenen Folgen der ZDF-Spaßkanonen aus den 70er/80er Jahren. Und die "Armenvariante" ist noch unverschämter. Pro Box 20,00 bis 25,00 € verlangen wollen, kommt man nicht nur auf einen höheren Preis als bei der Gesamtbox, sondern auch hier: Alles geschnitten wie bisher.

    Was enthält denn dann die Limited Edition für 199,99 €? Das muss ja pures Latinum sein. Nun ja. Vorab um ein Streichholz für die Argumentation von Universum zu brechen: Zum Teil kann ich die Argumentation nachvollziehen: Zu teuer zu synchronisieren, die Sprecher sind nicht mehr verfügbar oder zu alt: Nur. Wir haben einen Technikstand, der es uns ermöglicht, Tote wieder über die Leinwand latschen zu lassen. Es kommt darauf an, wie hoch der Gewinn ausfallen soll und der war Universum wohl nicht hoch genug. Bei "Star Trek" haben wir es auch mit einer Serie zu tun, die geschnitten und verhunzt war. Und dennoch kamen auf Blu-ray die geschnittenen Szenen hinzu und wurden synchronisiert. Und mich störte das nicht. Kam man doch endlich in den Genuss, die Serie komplett zu sehen. Die Blu-ray-Technik ermöglichte es gar, die Remastered-Episoden mit den neuen Effekten zu sehen oder zu den alten Effekten zu wechseln. Na so was! Und man hätte sich ja so einigen können, dass es als zusätzliche Tonspur gefahren wird, während eine weitere Tonspur eben Deutsch/Japanisch mit deutschen Untertiteln läuft. DANN wäre der Preis vielleicht durchaus gerechtfertigt gewesen oder man hätte eben mehr produzieren müssen dieser Art, dann wäre es nicht nur günstiger geworden, sondern Universum hätte auch trotzdem Gewinn gemacht, denn wie man sieht, sind einige ja selbst noch zu dem Preis bereit, die Box zu kaufen, auch wenn es sie nicht mehr gibt. Die Kohle entgeht Universum jetzt. Echt clever!

    Doch was bietet man dem 199,99 €-Käufer an? Ein Bild des Produkts oder Infos gab es lange Zeit ja nicht. Da war kein Modell der Komet dabei oder des wackeren Captains. Nö. Eine Pappschachtel (!) in Form der Gürtelschnalle von Captain Future, also schwarze Billigpappe mit einem goldenen "F" drauf, gold umrandet, die schon beim Angucken reißen konnte. Und das ist einigen im Innenteil passiert. Und als Beigabe ein Notizbüchlein, das es im 1-Euro-Shop gibt, nur eben "Captain Future" und ein paar Kärtchen, die man sich auch selbst drucken kann. Das flößt durchaus Verständnis für 199,99 € ein. Ich meine, wenn einer bei Ebay zwei verschweißte Malblöcke aus den 80er-Jahren für 300,00 € kauft (das ist passiert!!!), nur weil darin weißes Standardpapier und Pappe ist und ansonsten zwei DINA3 Bilder, die er mit Fotos locker selbst hätte drucken können. Why not…

     
     

    Da es eine Jubelfraktion gab, die wirklich jeden Preis für diese unverschämte Präsentation gezahlt hätte, verkauften sich die Dinger insbesondere bei einer "Rabatt"aktion von sage und schreibe 40,00 € auf 159,99 € (die sie aber auch nicht wert war) wie geschnitten Brot.


    Und der Inhalt? 9 Blu-rays. Jepp. Derselbe geschnittene Salmon auf Deutsch, 40 Episoden. Das Einzige, was wirklich interessant war, waren die 52 Episoden, die ungeschnitten waren. Doch die lagen nur auf Japanisch vor. Da dem kaum einer mächtig ist, muss man ständig auf Untertitel glotzen und hat auch nicht die Kultmusik oder die Sprecher. Die Frage ist, ob es in der Form dann auch Kult geworden wäre.

    Das Ganze ist wieder das Problem von Angebot und Nachfrage. Da es eine Jubelfraktion gab, die wirklich jeden Preis für diese unverschämte Präsentation gezahlt hätte, verkauften sich die Dinger insbesondere bei einer "Rabatt"aktion von sage und schreibe 40,00 € auf 159,99 € (die sie aber auch nicht wert war) wie geschnitten Brot. Das hat den Vorbestellern noch ein Tritt in die Eek-Gegend gegeben. Hätten diejenigen gewartet, hätte man die Box auch heute noch zu einem angemessenen Preis erhalten, denn die Nachfrage bestimmt auch den Preis. Lustigerweise gibt es limitierte Boxen, die man sich zu so einem schweinischen Preis kauft und die bekommt man Jahrelang hinterher geworfen. Einige andere sind dann weg.

    So auch "Captain Future". Da man hier mal wieder die Höhe der Limitierung nicht kannte. Es gibt natürlich dann auch Raffschergen, die kaufen sich die Box erst mal kontingentweise um sie dann im Netz an noch dankbar Beklopptere für das Doppelte des sowieso schon unverschämten Preises zu verhökern. Hier möge man hoffen, dass Menschen so vernünftig sind und sie auf ihren Blei sitzen lassen. Doch ich bezweifle es. Dem Fan jedenfalls hat man mit dieser Veröffentlichung einen Bärendienst erwiesen. Diejenige, die es sich leisten konnten hüten die Billig-Pappbox mit dem grünstichigen Inhalt wie das Erstgeborene (so denn welche vorhanden sind). Diejenigen, die es sich nicht leisten konnten, sind auf den Müll angewiesen, der nunmehr in Billigaktionen zu den Preisen verramscht werden wird, den diese Veröffentlichungen wert sind. Ich prophezeie jetzt schon Preisen von 9 Euro für die Volume-Boxen und 30,00 € für die Gesamtboxen. Die Dinos kosteten damals auch zunächst 60,00 €. Heute bekommt man sie ebenfalls relativ nachgeworfen bei so mancher Aktion. Als Besitzer der DVD-Boxen der Anfangszeit mache ich nicht den gleichen Fehler und lasse diese Veröffentlichungen egal zu welchem Preis sie angeboten werden in den Regalen liegen.

    Das Traurige ist nur, dass − obwohl das Material jetzt vorhanden ist − Universum nicht plant, die ungeschnittenen Folgen erneut irgendwie zu veröffentlichen, und da der übrige Mist ja jetzt auf Halde bleiben wird, wird man sich zweimal überlegen, ob man so was noch mal macht.

    Jedenfalls fühlt man sich als Fan, der die Serie liebt, schon verarscht. Tut mir leid, aber anders kann ich das nicht mehr sagen. Es gibt nur entweder oder. Entweder du kaufst, musst es ja schließlich nicht und erwirbst etwas Halbgares zu einem Preis, der einen die Tränen in die Augen treibt (sofern man das überhaupt kann) oder du lässt es. Ich habe mich entschieden: Ich lasse es. Ich habe die DVDs und fertig. Nur so kann man als Fan so etwas abstrafen.

    Mir ist klar, dass Unternehmen Geld verdienen wollen. Aber früher gab es in Deutschland etwas, das nannte sich Preis-Leistungs-Verhältnis. Und niemand, der irgendwie bei Verstand ist, hätte seinerzeit für 9 Silberscheiben um die 200,00 € ausgegeben. Auch wenn man nicht umrechnen darf, vergessen viele, dass dies 400,00 DM Kaufkraft sind. Jedenfalls wurde das Gehalt, anders als Warenpreise, seinerzeit richtig umgerechnet. Man hat also nicht mehr Geld zur Verfügung. Und das hat keiner mal eben so. Jedenfalls keiner, den ich kenne und ich treibe mich bei weitem nicht in einer finsteren Gegend rum. Und ich weiß auch nicht seitens der Animejubelbrüder, wie man es sich dann leisten kann, zig Animes und/oder Serien zu diesen Preisen zu kaufen.

    Es darf nur gehofft werden, dass dieser Realfilm kommt. Denn das wäre mal wieder wie immer die Gelegenheit, den letzten Saft aus der Zitrone auszupressen und alles mit "Captain Future" zu bepflastern. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Comicgesamtausgabe der alten Bastei-Hefte?

    Nachtrag der Redaktion: Obwohl eine Limited Edition, ist die Box zum Redaktionsschluss noch bzw. wieder bei Amazon erhältlich

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    Ein Beitrag von Christian Freitag.


     

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    Was kann da schief gehen? − So einiges ...

    "Independence Day 2: Wiederkehr": Eine Filmkritik

    Ziemlich genau zwanzig Jahre ist es her, seit Roland Emmerich mit "Independence Day" eine effektreiche und vor amerikanischem Patriotismus regelrecht triefende Materialschlacht ins Kino brachte, welche die Herzen der Zuschauer im Sturm eroberte. Doch was anderen Werken aus der Hollywoodschmiede gerne zum Vorwurf gemacht wird, funktionierte in diesem Falle ganz hervorragend.

    Dies lag vor allem daran, dass Emmerich, der damals nicht nur Regie führte, sondern auch das Drehbuch mit verfasste und als Produzent für sein Projekt einstand, genau den richtigen Ton traf. Die Effekte waren revolutionär, die an sich extrem schmale Story wurde mit liebevoll ausgearbeiteten Figuren vorangetrieben, die von großartigen Schauspielern mit Leben gefüllt wurden. Außerdem war das Teil so unglaublich lustig und sympathisch, dass selbst die zahlreichen und höchst klischeebehafteten Sprüche und Handlungen irgendwie cool waren. All dies gilt noch bis heute und so erfreut sich der Film nach wie vor einer großen Fangemeinde, von der über die Jahre hinweg immer wieder der Wunsch nach einem Nachfolger geäußert wurde. Als dieser letztlich bestätigt wurde, war zumindest bei mir die Freude groß, vor allem, weil erneut der Meister der Materialschlachten höchstpersönlich auf dem Regiestuhl Platz nahm. Das einzig Doofe: Will Smith erteilte dem zweiten Teil schon früh eine Absage. Aber hey, ansonsten konnte Emmerich immerhin den gesamten Originalcast um sich versammeln. Was sollte da noch schiefgehen? So einiges…

     
     

    Meine Erwartungen hatte ich vorab ohnehin schon auf ein Minimum reduziert.


    In den vergangenen zwei Dekaden hat die mittlerweile in weltweitem Frieden lebende Menschheit gelernt, sich die seinerzeit geborgene Alientechnologie zunutze zu machen. Das Ergebnis ist ein großer Entwicklungsschub, wodurch es den Erdlingen möglich geworden ist, neue Fluggerätschaften zu entwickeln, von denen einige sogar ganz fix mal eben ins All düsen können. Und da man fest davon ausgeht, dass die außerirdischen Besucher aus den 90ern irgendwann wieder die Tür eintreten, um gewaltigen Rabatz zu machen, hat man sich auch darauf vorbereitet. In der Area 51 wurde zu diesem Zwecke eine neue und stark befestigte Kommandozentrale errichtet, die das umliegende All Tag und Nacht abscannt. Außerdem gibt es Geschütztürme, neue Waffen für das Fußvolk und ein paar Gefangene konnte man auch konservieren, um etwas an ihnen herumzuforschen. Als es dann jedoch wirklich so weit ist, baut die ach so friedliche Menschheit erst mal richtig Scheiße und sieht sich im nächsten Moment einer deutlich größeren Bedrohung gegenüber, als sie es für möglich gehalten hätte (im wahrsten Sinne des Wortes). Und so muss man erneut alles mobilisieren, was man hat, um den scheinbar sicheren Untergang unserer Erdenrasse abzuwenden.

    Als ich vorgestern noch auf Facebook gepostet habe, dass ich mir den Streifen an jenem Abend anschauen werde, haben einige Freunde und Bekannte noch versucht, mich auf das Schlimmste vorzubereiten. Da ich aber zu dem Zeitpunkt schon in der Warteschlange stand, um mich mit Popcorn und Flüssigem einzudecken, außerdem bereits meine Karte hatte und mir ohnehin immer mein eigenes Bild machen möchte, kam ein Zurück nicht mehr infrage. Meine Erwartungen hatte ich vorab ohnehin schon auf ein Minimum reduziert und so erhoffte ich mir wenigstens anständige Action over the top, witzige Dialoge und freute mich vor allem auf ein Wiedersehen mit den in dutzenden Sichtungen des Erstlings immer wieder aufs Neue lieb gewonnenen Charakteren. Dass im Kinosaal vielleicht um die zwanzig Leute saßen, empfand ich ebenfalls nicht als abschreckend, sondern eher als extrem lässig… endlich konnte ich mich mal vor der Leinwand anständig breit machen. Nachdem ich also meine Couch-Position bezogen und die 3D-Brille auf Hochglanz poliert hatte, ging das Licht aus und der Vorhang auf…

    Gut zwei Stunden später hing ich immer noch rum wie ein Schluck Wasser in der Kurve, mittlerweile allerdings weniger der Gemütlichkeit wegen, sondern aus Langeweile. In meinem Kopf schwirrten Gedanken zwischen absolutem Unverständnis und dem Versuch herum, dem Gesehenen noch etwas Positives abzugewinnen. Ok, zumindest zum Teil wurden meine Erwartungen erfüllt: Effektreiche Action war am Start und da ich grundsätzlich nichts gegen 08/15 CGI deluxe habe (wenngleich ich handgemachte Effekte bevorzuge), wurde ich an der Front gut unterhalten. Es gab gerade hier auch so manch geilen Moment, beispielsweise die epische Landung des Raumschiffes auf unserem Planeten. Auch, dass man endlich mal mehr von dem Aliengesocks gesehen hat, gefiel mir. Und dann hätten wir noch die Darsteller, die im Großen und Ganzen gut, wenn auch etwas gelangweilt spielen, wobei ich dies gar nicht mal Jeff Goldblum, Bill Pullman und ihren Kollegen ankreiden möchte. Nein, sie sind hier schlichtweg einer Grundproblematik ausgeliefert, unter der das gesamte Werk leidet: "Independence Day 2: Wiederkehr" ist in nahezu allen anderen Bereichen in hohem Maße uninspiriert!

    Am Härtesten sind hiervon ausgerechnet die einst so großartigen Figuren betroffen. Roland Emmerichs größte Stärke ist in meinen Augen seit jeher, Charaktere in einer Art und Weise einzuführen, dass es nicht lange braucht, um einen Bezug zu ihnen zu finden. Gerade bei seinen Werken ist das auch immens wichtig, weil es ja meist nicht lange dauert, bis die Effekte das Unterhaltungssteuer übernehmen und auch dafür schätze ich ihn! Umso unverständlicher ist es für mich, dass er die von ihm entworfenen Figuren hier dermaßen verfeuert, dass dagegen selbst ein Alien³, bei dem das Drehbuch einen Großteil der lieb gewonnenen Charaktere aus dem Vorgänger einfach mal unter den Tisch hat fallen lassen, als "gnädig" eingestuft werden kann. Ja, es schmerzt zu sehen, wie beispielsweise ein David Levinson (Jeff Goldblum) mit einem halbherzigen Bezug auf seine Vergangenheit einfach mal so in die Handlung geschmissen wird. Fragen wie "Wo kommt er her?", "Was hat er getrieben?" und "Warum sucht er gerade jetzt den so passenden Landungsort eines Alienschiffes auf?" werden erst gar nicht gestellt. Ebenso affektiert wirkt die Verbindung zu Captain Steven Hiller (Will Smiths Figur aus Teil eins), für die man sich einfach seines mittlerweile erwachsenen Sohnes Dylan (Jessie T. Usher) bedient, welcher natürlich in die Fußstapfen seines Vaters getreten ist und dessen Ruhm abstaubt. Dann wäre da noch Präsident Whitmore (Bill Pullman), der sich zu Beginn kaum aus seinem Bett kratzen kann und nur mithilfe eines Gehstocks in der Lage ist, einen Fuß vor den anderen zu setzen, später dann aber nach einer scheinbar unfassbar kräftespendenden Rasur ganz heroisch Bäume ausreißt. Whaaaaat?! Ganz schlimm fällt dieser Aspekt auf, als ohne Einleitung plötzlich eine Gruppe Kids auftaucht und man nur in einem kurzen Satz erfährt, dass ihre Eltern bei der Verwüstung, die das Raumschiff bei seiner Landung verursacht hat, ums Leben gekommen sind. Das wars! Was bei einer Komparsen- oder Statistenrolle noch in Ordnung wäre, ist für diese Figuren, die zumindest in zweiter Reihe einen Teil der Handlung darstellen, ganz klar ein Fauxpas.

    All dies wäre vielleicht noch irgendwie verschmerzbar, wenn da nicht der Eindruck hinzu käme, dass ID 2 aus schlecht aufeinander abgestimmten Einzelteilen und dazu noch sehr lückenhaft zusammengeschustert wurde.

     
     

    Das Ende des Films öffnet einem weiteren Pre-/Sequel zumindest Tür und Tor und auch Herr Emmerich selbst hat sich schon zu einem potenziellen Plot geäußert.


    In den Luftkämpfen beispielsweise hatte ich mitunter keinen Überblick mehr, wer jetzt auf wen schießt und wer wem den Arsch rettet, was keineswegs an einer zu hektischen Kamera lag. Da hat entweder die Postproduktion Murks gemacht, oder sie haben das Beste aus dem vorhandenen Material zusammengeflickt. Das Ergebnis sind darüber hinaus Szenen, in denen vollkommen unglaubwürdig und überhastet ein neuer Präsident vereidigt wird, der dann später in einem Halbsatz (!) noch erwähnen darf, dass heute ja der 4. Juli ist. Dessen ermutigende Rede, um nochmal die letzten Reserven der Kampftruppen herauszukitzeln, wirkt dann im Vergleich zu Bill Pullmans starkem Auftritt anno 1996 ebenso langweilig und lächerlich wie die zahlreichen Momente, in denen Roland Emmerich sich selbst zitiert. Das wirkt dann so, als wolle man das leck geschlagene (Raum-)Schiff noch irgendwie retten, indem man sich an der Coolness des Erstlings bedient. Die hat damals aber nur in der Fusion mit dem fantastischen Ganzen funktioniert, was im Nachfolger an zahlreichen Stellen große Risse aufweist, durch die immer mehr Inhalt in das große weite All gesogen werden…

    Selbst nach zwei Tagen, in denen ich die Eindrücke etwas verdauen konnte, hat sich nichts daran getan, dass "Independence Day 2" eine größtenteils enttäuschende Fortsetzung geworden ist, die bestenfalls als durchschnittliche Popcornunterhaltung zu gefallen weiß, vorausgesetzt, man schaltet das Hirn auf Standby. Und doch hoffe ich, dass es einen dritten Teil geben wird, und sei es nur, um der Reihe den Nachfolger zu bescheren, den sie verdient hat. Das Ende des Films öffnet einem weiteren Pre-/Sequel zumindest Tür und Tor und auch Herr Emmerich selbst hat sich schon zu einem potenziellen Plot geäußert (siehe beispielsweise Filmstarts). Es kann also durchaus sein, dass die Aliensäcke nochmal gezeigt bekommen, wo der Hammer hängt… dann aber bitte anständig!

    Zusatzinfos | Herkunftsland: USA | Originaltitel: Independence Day: Resurgence | Regie: Roland Emmerich | Drehbuch: Dean Devlin, James A. Woods, Nicolas Wright, Roland Emmerich | Produktion: Dean Devlin, Roland Emmerich | Freigabe: FSK 12 | Uncut: Ja | Spieldauer: 121 Min. | Verleih: Fox Deutschland | DVD/BD VÖ: 31.12.2016

    Wir danken für die Erlaubnis der Übernahme! Dieser Artikel wurde von Alexander Olijnyk verfasst und erschien zuerst in seinem Blog.

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    Der Blog von Alexander Olijnyk.

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    Ein Gastbeitrag von Alexander Olijnyk.


     

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    "Apocalypse Kong"

    Geklaut? Ja, aber gut! − Eine Filmkritik

    1944: Lt. Hank Marlow stürzt mit seiner Maschine sowie seinem japanischen Widersacher nach einem Luftkampf irgendwo über dem Pazifik ab. Beide bekämpfen sich bis aufs Blut, bis ein riesiger Affe vor ihnen steht.

    1973: Nach dem für die USA desaströsen Vietnamkrieg zieht Richard Nixon die Truppen ab. Die Regierungsmitarbeiter der Organisation Monarch, die eingestampft zu werden droht, sehen das als letzte Möglichkeit, einen Einsatz zu einer bislang unerforschten Insel zu starten: Skull Island. Monarch soll nach terristrischen Superwesen forschen, die meisten halten sie aber wie sie die Außerirdischenforschung auch für Spinner. Die Insel konnte erstmalig via Satellit überflogen werden. Und wenn die Amis das Bild haben, dann bald auch die Russen. Da das Sinn ergibt, wird Randa (John Goodman) erlaubt, die Insel zu erforschen. Ihm wird eine Militäreskorte zur Verfügung gestellt, die frisch aus Vietnam kommt. Sie unterstehen dem Kommando des kriegserfahrenen Lt. Col. Packard (Samuel L. Jackson). Außerdem heuert er den Fährtensucher James Conrad (Tom Hiddleston) an, ein ehemaliger Special-Forces-Soldat. Die Fotografin Mason Weaver (Brie Larson) schließt sich dem Team aus Regierungsmitarbeitern, Zivilisten und Soldaten an.

    Die Insel wird von einer nahezu undurchdringlichen Wolke umgeben, die nur ein kleines Zeitfenster des Durchfluges zulässt. Packard begibt sich mit allen Teammitgliedern nebst Hubschrauberschwadron, die mittels Frachtschiff herbeigeschifft wurde durch diese Sturmfront. Auf der Insel angelangt, ist man in seinem Element. Es werden "seismologische Scanner" abgeworfen, die nichts weiter als Bomben sind und einen Wald dem Erdboden gleich machen. Das sehen nicht alle gerne…

    Das ist alles nur geklaut… Ja, aber aus meiner Sicht gut. Irgendwie hatte man das Gefühl, zwei Filme zu sehen. Da waren zum einen die Märsche und Gefechte der GIs und dann waren da die Monster. Hinsichtlich der GI-Aufnahmen fühlte man sich mehrfach an "Apocalypse Now" und auch "Platoon" erinnert und das war ja auch beabsichtigt. Da gab es 70er-Jahre-Musik, die GIs waren cool, das Soldatenleben ist geil, die Rotoren der Hubschrauber bewegten sich in Zeitlupe und irgendwo hammer mal wieder was in die Luft gejagt. Yeah!

    Irgendwo hing über der Insel häufig ein roter Himmel mit einer schönen knalligen Sonne und schön Wetter, wohin das Auge gesehen hat, ist ja relativ egal, dass eine ewig währende Wolke drumherum wuselte, die man in den betreffenden Szenen zu Anfang 1944 und auch immer dann, wenn man aufs Meer lugte 1973 nicht erblicken konnte. Hinzu kam ein mitreißender Soundtrack aus der Zeit. Es war also Antikriegsfilm, da die Soldaten von Vietnam geprägt waren und sich im Dschungel natürlich bestens zurechtfanden und sich eher dann wohlfühlten, wenn sie etwas in die Luft sprengen konnten, was besonders in der Szene deutlich wurde, als die "seismischen Gerätschaften" über der Insel abgeworfen wurden.

     
     

    Sämtliche Szenen mit dem Affen, seine Bewegungen, seine Kampfmethoden und das Gekuschelt werden waren aus Kong 2005 "entliehen", sodass ich dachte, ist das jetzt so ein Schädelkriecher oder eher doch ein T-Rex?


    Ein ähnliches Gefühl hatte ich bei "Aliens 2", bei dem Cameron das Vietnamtrauma einer Nation verarbeitete. Zwar gut ausgebildete, aber auch großmäulige und von sich selbst und ihrer Unbesiegbarkeit überzeugte Soldaten, die waffenstarrend in den Einsatz ziehen und sich dann doch eine extrem blutige Nase holen. Auch Lt. Col. Packard ist ein solcher Schlag von Soldat. Wie weiland bei "Forrest Gump" fügte man ihn in ein Foto mit US-Präsident Lyndon B. Johnson ein, Nixons Vorgänger, unter dem der Vietnamkrieg richtig entfesselt wurde. Stolzer Veteran, der für diesen Krieg lebt und überhaupt nicht in die Heimat zurückmöchte, sondern sich auf eine neue Kampfmission im Dschungel freut, er brennt regelrecht darauf, obwohl es ja nur eine Forschungsmission ist. Daher fragt er auch gar nicht groß nach, weshalb Randa einen Militärtrupp haben möchte und lässt nur allzu gern die weltbekannten Militärhubschrauber aus der Zeit mit schwerer Bewaffnung ausstatten. Er fühlt sich von der Zivilbevölkerung und den Medien hintergangen, so eine Art Dolchstoßlegende. Man hätte ja eigentlich den Krieg gewonnen, wenn die Friedensmedien nicht gewesen wären, wie Mason Weaver, die mit ihren Fotos den "Babymördern" eingeheizt hat. In einem Gespräch mit ihr stellt sich auch heraus, dass er nicht davon überzeugt ist, dass die USA den Vietnamkrieg verloren haben. Der "geordnete Rückzug" und die Befriedung kamen faktisch einer Kapitulation der USA gleich, die niemals einen Friedensvertrag, sondern lediglich einen Waffenstillstandsvertrag gesehen hat. Abgesehen davon hatte Packard eine frappierende Ähnlichkeit zu dem Charakter des Captain Ahab, der ohne Rücksicht auf Verluste den weißen W… 100-Meter-Affen mit Knallerbsen zur Strecke bringen wollte und gar nicht mehr gerafft hat, dass das 100-Meter-Teil sein "kleinstes" Problem ist.

    Ferner waren sämtliche Szenen mit dem Affen, seine Bewegungen, seine Kampfmethoden und das Gekuschelt werden aus Kong 2005 "entliehen", sodass ich dachte, ist das jetzt so ein Schädelkriecher oder eher doch ein T-Rex?

    Die Ökobotschaften aus den 70er-Jahren waren perfekt eingepflegt. Das war wie eine Hommage an den Kong Streifen aus den 70ern mit Jessica Lange und Jeff Bridges. Allerdings hat sich der Regisseur auch an japanischen Animes orientiert, so zum Beispiel an "Prinzessin Mononoke" und "Spirited Away". Unfreiwillig komisch wirkte dann in all dem Gemetzel das Aufpassen auf eine Frau. Ich kann nicht viel verraten, aber gegen Ende war das fast zum Fremdschämen.

    "Kong: Skull Island" erinnert, wie meine Freundin treffend bemerkte, etwas unfreiwillig komisch an "Ice Age 3" (und 5). Das Wiesel Buck ist aufgrund seiner Isolation durchgeknallt. Ähnliche Anwandlungen hat natürlich auch Lt. Hank Marlow. Natürlich gehen 28 Jahre auf einer Insel und vor allem auf dieser Insel vermutlich nicht spurlos an einem vorbei, aber es war schon auffällig, dass Buck und Marlow ähnlich drauf waren.

    Weshalb "Kong" in der Wikipedia nicht als Prequel zu Jacksons "King Kong", sondern vielmehr als Prequel und Sequel zu dem Mythos um den Riesenaffen gelistet wird, entzieht sich meiner Kenntnis. "Kong: Skull Island" hat mit dem Kong von 2005 überhaupt nichts zu tun. Erstens spielte jener in den 30er-Jahren und war ein Remake des Originalfilms von 1933. Zweitens war Kong dort um die 25 Meter hoch. Dieser hier war viermal so groß.

    Ungereimtheiten und Nullnummern: Das Drehbuch hat mehr Löcher als ein Schweizer Käse. So fällt nicht nur zum einen die eingangs erwähnte, ewig währende und in diversen Szenen nicht vorhandene Wolke auf, die sich um die Insel dreht. Ferner war mir der Hubschrauberbestand nicht so ganz klar. So sah ich auf dem Frachtschiff auf dem gesamten Deck vielleicht fünf Hubschrauber stehen, vorne oder hinten einen großen. Selbst wenn hinten noch zwei kleine waren, die Armada an Hubschraubern, die sich letztlich der Insel näherte (und gegen Ende glaube ich auch noch der ein oder andere) habe ich derart nie auf dem Schiff gesehen. Wo hatten sie die gestapelt?

    Kong lebte offensichtlich schon 1944. Zwar ist nicht sicher, wie alt der Affe da wird, aber nicht nur im Film, sondern in verschiedenen Interviews wurde gesagt, dass Kong ein Heranwachsender ist und sich wie ein 14-Jähriger verhalten soll. Das ist in vielen Szenen eindeutig, da er sich schon hier und da etwas einsam fühlt und diverse Streicheleinheiten benötigt, die ihm abgehen. Andererseits stellt sich mir die Frage, wieso das 100-Meter-Tier 28 Jahre lang nicht altern soll oder langsam altert. Die Vermutung des Lt., das die Einheimischen (die eher Staffage der Ökobotschaft waren und ebenfalls 0 zur Handlung beitrugen) vielleicht auch nicht altern (auch wenn einige ziemlich alt aussahen) und Kong ja mal so was wie Eltern hatte (die noch Seite an Seite lagen, wie süß) legt die Vermutung nahe, dass man über solche Spirenzken gern hinweggesehen hat.

    Diverse Szenen hatten einen abrupten Cut. Dies mag so gewollt gewesen sein, aber manchmal war dieser derart abrupt, dass ich mich fragte, ob nicht vielleicht ein Extended Cut existiert, der demnächst mal wieder auf einer Sondersonderedition erscheint.

    Einige Darsteller waren vollkommen unterfordert. So hatte der Tracker (Captain) James Conrad am Anfang in einer Bar als bester der Besten gezeigt, wo der Hammer hing. Auf der Insel hingegen entwickelte der Brite eine Unterwürfigkeit sondergleichen selbst dümmsten Befehlen gegenüber, wirkte schlichtend und hatte relativ wenig Kampfeinsätze, die seine Erfahrung widerspiegelten. Bis vielleicht auf die Szene in dem Gasfeld, das er mal mit, mal ohne Maske durchlaufen und schlitzen konnte.

    Niedlich anzusehen wie eine Schaufensterpuppe und völlig überflüssig war der Charakter von San (Tian Jing), die nur süß in der Ecke herumstand und ansonsten nicht viel zu sagen hatte, als das Love Interest von Randas Mitarbeiter zu sein.

     
     

    Man muss schon gutes Sitzfleisch haben, um den Abspann bis zum Schluss zu verfolgen und zu lesen, wer da wem die Stulle geschmiert hat.


    Realistisch hingegen fand ich die Szenen, in denen selbst gute GIs einen sinnlosen Tod starben, weil das Vieh doch cleverer als gedacht war. Das Opfer, das die Soldaten dann brachten, hatte überhaupt keinen Sinn. In dem Fall war die ein oder andere Referenz zum Vietnamkrieg über den ganzen Film hinweg gegeben.

    So gab es doch auch schon etwas heftigere Szenen, die teilweise mit rabenschwarzen Überblenden zu anderen Szenen abgelöst wurden.

    Man muss schon gutes Sitzfleisch haben, um den Abspann bis zum Schluss zu verfolgen und zu lesen, wer da wem die Stulle geschmiert hat. Denn den 3-Stunden-Abspann des 2-Stunden-Films muss man sich schon reinziehen, will man die einzelne Extra-Szene dahinter von einigen Minuten noch sehen wollen.

    Der Film soll bei Erfolg nämlich Auftakt einer mehrteiligen Monsterfilmreihe werden, bei der es ordentlich krachen soll. So sollen die Altmonster um Godzilla und Co. wieder zum Leben erweckt werden.

    Wie der Film in den USA abschnitt, weiß ich nicht. Auffällig war jedoch ein beunruhigendes Desinteresse an dem Film. So hatten die meisten Leute, die ich gefragt hatte, überhaupt keinen Bock auf den Riesenaffen! Ich hatte mich sehr auf den neuen Kong gefreut und konnte kaum erwarten, dass er in die Kinos kam. Die Premiere konnte ich leider nicht sehen, obwohl wir es beinahe geschafft hätten, aber da war der Film auch schon nicht so gut besucht, das Kino war gähnend leer, obwohl es als Action-Preview gezeigt wurde, einen Tag vor dem Kinostart. Ich war echt überrascht. Wenige Tage später verbrachte ich ein Wochenende in einer Großstadt in Schottland und wir haben uns da den Film auf Englisch angeschaut. Das Kino war zwar weitaus voller als das in Deutschland, aber es waren nicht wenige Plätze noch frei − und das an einem Samstagabend. Erst gestern hatte ich mir den Film noch einmal auf Deutsch angeschaut. Das Kino war so voll, dass man eine einzige Reihe − wenn überhaupt − damit hätte füllen können. Ansonsten gähnende Leere. Niemand auf dem Flur, an der Kasse, vor dem Popcorn-Automaten, keiner im Saal. Für den größten Saal des Kinos hat man zudem uns auch noch vergessen und fast 10 Minuten Musik durch den Saal ballern lassen. Der Film begann dann auch fast eine dreiviertel Stunde mit Werbung und Trailern später.

    Als Kong-Film mag "Skull Island" nicht so gut sein wie der 2005er Kong, der eine wirklich liebevolle Hommage an das große alte Kino war. Er hat mir jedoch auf jeden Fall besser als Spielbergs "Jurassic World" gefallen, weil es ansonsten immer die gleiche Story ist, wenn irgendwelche Zivilisten schreiend vor den Viechern davon rennen. Hier hatte ein Militärkontingent nach einem versemmelten Einsatz die direkte Konfrontation gesucht, mal mehr, mal weniger erfolgreich. Er erinnerte mich daher in erster Linie eher an "Aliens 2", der ein absoluter Lieblingsfilm von mir ist.

    SF-Zone

    Ein Beitrag von Christian Freitag.


     

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    Aufstand der Klone gegen die Weltkonzerne

    Kritik zu "Deinoid"

    "Im 21. Jahrhundert entbrennt auf der Erde ein unerbittlicher Kampf um die Ressourcen wie fossile Brennstoffe und Wasser. Erst der Zusammenschluss mächtiger Wirtschaftskonzerne führt zu einer Wende. Mega-Konzerne, wie der europäisch-asiatische Verbund der NEO-Hanse, lösen die bestehenden Regierungen ab."

    Die Welt von "Deinoid" ist keine glorreiche, strahlende Zukunft, sondern eine, in der die Konsequenzen aus unserer eigenen Gegenwart nur allzu deutlich zu spüren sind. Naturkatastrophen haben zu weitreichenden Umbrüchen geführt. Ganze Landstriche sind unbewohnbar und Millionen Menschen auf der Flucht. Regierungen sind mit diesen dramatischen Veränderungen völlig überfordert, und so nehmen multinationale Konzerne die Geschicke in die eigene Hand, um ihre Interessen zu wahren.

    Es kommt in den folgenden Jahrhunderten zu einer Besiedelung des Weltraums, um neuen Lebensraum und neue Ressourcen zu erschließen. Doch den Konzernen ist bewusst, dass diese Arbeit für Menschen viel zu gefährlich und der Transport und Einsatz von Maschinen zu aufwändig ist. Also rufen sie ein Klonprogramm ins Leben, um sich die benötigten Arbeiter heranzuzüchten − zugeschnitten auf ihren jeweiligen Einsatz.

    Dabei experimentieren die Konzerne mit einem Bakterium, ohne mögliche Folgen einzukalkulieren. Und das stellt sich als fatal heraus. Die "Deinoiden", wie die Klone wegen des eingesetzten Bakteriums genannt werden, entwickeln ein eigenes Bewusstsein und fordern ihre Rechte ein. Denn als Produkte der Konzerne sind sie Menschen in keiner Weise gleichgestellt. Als ihnen bewusst wird, dass die Machthaber nicht gewillt sind, ihre Investitionen so einfach freizugeben, kommt es auf dem Mars zu einem ersten erfolgreichen Aufstand.

    Und dies in einer Zeit, in der die Macht der Konzerne durch Unruhen, Piraten und aufbegehrende Planetensysteme zunehmend schwindet ...

    "Deinoid" ist eine Science-Fiction-Serie im Verlag Peter Hopf, konzipiert von Ben Ryker, der bereits bei Bastei zahlreiche Heftromane veröffentlicht hat.

    Dabei erscheint neben der Hauptserie "Deinoid" auch die Schwesterserie "Deinoid XT". "Deinoid" beschreibt vor allem die Abenteuer von Tyler Hawkins zu Beginn des 27. Jahrhunderts und verfolgt die aktuellen Geschehnisse auf der Erde und bei den Deinoiden, die seit ihrer Flucht dem Geheimnis der sogenannten "Baumeister" auf der Spur sind. In "Deinoid XT" geht ein Team von Autoren mit in sich geschlossenen Romanen auf verschiedene Zeitabschnitte und Ereignisse ein, die den größeren Rahmen der Serie in all ihren Facetten beleuchten.

    Für die Coverillustrationen konnten zudem bekannte Namen wie Arndt Drechsler und Mark Freier gewonnen werden.

    "Deinoid" und "Deinoid XT" erscheinen abwechselnd monatlich als E-Book in allen großen Online-Shops und sind für Amazon Kindle und für Tolino oder iBooks erhältlich.

    SF-Zone

    Ein Gastbeitrag von Peter Hopf, Verlag & Vertrieb Peter Hopf.


     

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    Liebhaber klassischer 70er-/80er-Streifen aufgepasst!

    "Synchronicity" unter der Lupe

    Die Tüftlergruppe um Jim Beale (Chad McKnight, "The Signal") steht kurz vor der Fertigstellung einer Maschine, mit der sie ein künstliches schwarzes Loch erschaffen möchten. Als sie den ersten Versuch fahren, ist das Ergebnis vielversprechend.

    Um aber den eindeutigen Beweis dafür zu haben, dass ihre Erfindung funktioniert, müssen sie einen zweiten erfolgreichen Durchlauf schaffen. Für den benötigten Energieaufwand ist allerdings eine Substanz notwendig, deren einziger Hersteller die Firma des Großunternehmers Klaus Meisner (Michael Ironside, "Starship Troopers") ist. Dieser möchte im Gegenzug jedoch (ganz Business-like) mit mehr als 50 Prozent an der Erfindung beteiligt werden, was Jim verständlicherweise überhaupt nicht schmeckt. In dieser festgefahrenen Situation ist es vielleicht nicht die beste Idee, sich mit der hübschen, aber recht launigen Abby (Brianne Davis, "Jarhead − Willkommen im Dreck") einzulassen, die Meisner sich neben seiner Gattin als "Betthäschen hält" − Jim tut es trotzdem und bedingt dadurch, dass er in eine eher ungünstige Verhandlungsposition gerät. Aber nicht nur damit muss er sich herumschlagen, denn seit dem ersten Testlauf leidet er an unfassbaren Kopfschmerzen und Visionen. Was er noch nicht weiß: All dies hängt eng miteinander zusammen und schon bald wird sein Leben vollkommen aus den Fugen geraten.

    Ein Film über Schwarze Löcher, Zeit- und zwischendimensionale Reisen? Jawollo, nehme ich gerne! Und wie man das bei Streifen mit diesen Themen nicht anders gewohnt ist, ist auch Jacob Gentrys "Synchronicity" kein Werk, das sich mal so nebenbei anschauen lässt. Nein, da muss man schon aufmerksam bei der Sache bleiben. Wenn man in der ersten Hälfte des Films dennoch das Gefühl bekommt, etwas verpasst zu haben, sollte man nicht das Handtuch werfen und am Ball bleiben, denn dieser Eindruck ist beabsichtigt und wird sich im weiteren Verlauf alleine durch den klasse eingebauten Twist wieder legen.

    Doch gerade weil Gentry es schafft, die meisten Fettnäpfchen zu umschiffen, welche bei Werken zum Thema Zeitreisen üblich sind und von den meisten Drehbuchautoren und Regisseuren mitgenommen werden, ist es ärgerlich, dass er an anderer Front einen unrunden Eindruck hinterlässt. Dies trifft insbesondere auf die Handlungen von Jim Beale in der zweiten Filmhälfte zu, denn während das zunächst undurchsichtige Verhalten von Abby langsam aufgeklärt wird, erschloss sich mir seines immer weniger. Dabei wäre es storytechnisch sicher kein allzu großer Kniff gewesen, sein Verhalten zu erklären oder eben, dieses umzuschreiben (aus Spoilergründen möchte ich darauf aber nicht näher eingehen). Außerdem fand ich es etwas schade, dass die Geschichte sich nach und nach zugunsten einer wenig glaubwürdigen Lovestory immer mehr vom technischen Aspekt entfernt hat.

    In Sachen Inszenierung wird dann aber wieder voll abgeliefert und diesbezüglich sollten insbesondere Liebhaber klassischer 70er-/80er-Streifen einen Blick riskieren.

    Selten habe ich einen aktuellen Film gesehen, der so authentisch an die dystopischen Werke aus jener Zeit erinnert. Dieser Eindruck entsteht sowohl durch das schummrige Licht, welches die meisten Szenen dominiert, als auch durch den fantastischen Soundtrack von Ben Lovett, welcher auch schon die Musik zu Gentrys "The Signal" anno 2007 beigesteuert hat.

    Abschließend bleibt zwar, ob der mäßig umgesetzten SciFi-Romantik, ein etwas durchwachsenes Gefühl, aber insgesamt kann ich "Synchronicity" aufgrund der technisch tollen Inszenierung, der guten Darsteller (insbesondere was den "alten Hasen" Michael Ironside angeht) und der interessanten Thematik rund um Zeitreisen und multiplen Dimensionen eine Empfehlung aussprechen.

    Zusatzinfos | Herkunftsland: USA | Originaltitel: Synchronicity | Regie: Jacob Gentry | Drehbuch: Alex Orr | Darsteller: Chad McKnight, Brianne Davis, AJ Bowen, Scott Poythress, Michael Ironside | Produktion: Alex Orr| Freigabe: FSK 16 | Uncut: Ja | Spieldauer: 100 Min. | Verleih: Edel Germany | DVD/BD VÖ: 06.05.2016

    Weiterführende Links

  • Blog me to hell
    Der Blog von Alexander Olijnyk.

  • SF-Zone

    Ein Gastbeitrag von Alexander Olijnyk.


     

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    Teufel im Anzug

    "Lucifer"

    Zum Hintergrund: Die neue US-Serie "Lucifer" basiert auf den gleichnamigen Comics von Mike Carey, welche beim Label Vertigo erschienen. Erschaffen wurde diese Figur vom britischen Autor Neil Gaiman und vom US-amerikanischen Fernsehproduzenten und Drehbuchautor Tom Kapinos adaptiert. Zu sehen ist sie seit dem 1. Februar 2017 auf ProSieben. Bei den Zuschauern kam sie so gut an, dass sie bereits um eine dritte Staffel verlängert wurde.

    Worum es geht: Gelangweilt verlässt Lucifer, der gefallene Engel, die Hölle, und hinterlässt einen verwaisten Thron. Auf der Erde zieht es ihn nach Los Angeles, wo er zusammen mit der dämonischen Mazikeen den Nachtklub "Lux" betreibt.

    Da es ihm unmöglich ist, seinem Verlangen − oder ist es vielmehr eine Strafe Gottes für seine Rebellion? − , Schuldige zu bestrafen nicht nachzukommen, drängt er sich der − natürlich außerordentlichen hübschen und naiven − Polizistin Chloe Decker auf und löst mit ihr Folge für Folge mehr oder weniger interessante und komplizierte Fälle. Besonders hilfreich ist dabei seine Fähigkeit, jedem Menschen dessen innigste Begierden zu entlocken. Lediglich bei Chloe funktioniert das seltsamerweise nicht. Natürlich bleibt seine Abwesenheit in der Hölle nicht unbemerkt und ein ziemlich angepisster Engel namens Amenadiel versucht ihn − erfolglos − zur Rückkehr zu bewegen, da er selbst sonst dessen nicht gerade begehrenswerten Job übernehmen muss. Zur Krönung der Gesamtstory besucht Lucifer ziemlich regelmäßig die Psychotherapeutin Linda Martin, um mit ihr an seinem Problemverhältnis zu seinem Vater zu arbeiten.

    Lucifer wird von dem gutaussehenden, stets anzugtragenden walisischen Schauspieler Tom Ellis − bekannt aus "Dr. Who", "Miranda" und "Merlin" − verkörpert. Lauren Christine German, die unter anderem auf einige Folgen in "Hawaii Five-0" zurückblicken kann, spielt Chloe Decker.

    Mein Fazit: "Supernatural"-Fans, die Horror oder Grusel oder eine tiefgründe Mystery-Serie erwarten, werden − wie ich − vermutlich enttäuscht werden. Flache Dialoge, die zumeist auf das Thema Sex hinauslaufen, vorhersehbare Fälle und oberflächliche Theologie beendeten für mich die Serie nach der ersten Staffel. Merke: Das gute Aussehen eines Hauptdarstellers kann eine langweilige Serie für mich nicht retten.

    SF-Zone

    Ein Beitrag von Melanie Brosowski.


     

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    Wie begreift man, dass man eine Magierin ist?

    Band 1 der neuen "Raven O’Hare"-Reihe

    An dieser Stelle möchten wir mal wieder dem Fantasy-/Mystery-/Horror-Genre mehr Platz einräumen und danken Gunter Arentzen für folgenden Gastbeitrag!

    Der Fantasy-Roman "Raven O’Hare und die Schriftrollen der Göttin" verknüpft Elemente der Arthus-Sage mit keltischer Legende und modernen Aspekten. Angesiedelt in unserer Zeit, erzählt er die Geschichte einer jungen, modernen Frau, die unvermittelt mit einer fremden, vor langer Zeit entrückten Welt konfrontiert wird und darüber hinaus erfährt, dass sie − wie jeder andere ihrer Familie auch − eine Magierin ist.

    Gleichzeitig begreift Raven, dass ein Geheimnis ihre Familie umgibt. Ihre Eltern, vor vielen Jahren ermordet, starben nicht grundlos und auch sie selbst ist nun, da sie um ihr wahres Wesen weiß, Ziel ruchloser Attentäter. Getrieben von dem Wunsch, Rache zu nehmen, begleitet von ihrer Freundin sowie einem Seelentier macht sie sich auf die Suche nach der Wahrheit. Sie tauscht Smartphone gegen Zauberstab, Auto gegen Pegasus und Fast Food gegen Grüne Batzen, um dem Familiengeheimnis auf die Spur zu kommen. Gegen die Widerstände jener, die ihren Tod wollen …

    Der Klappentext
    Wie begreift man, dass man eine Magierin ist?
    Dass es so etwas wie Magie überhaupt gibt?
    Dass Zauberer ebenso real sind wie Werwölfe und Vampire, Geister und all die anderen Dinge, die man höchstens aus Märchenbüchern kennt?
    Raven O'Hare kehrt nach Jahren zurück in ihr Elternhaus; dorthin, wo ihre Eltern einen grausamen Tod starben − ermordet von einem Unbekannten. Nun, erwachsen und bereit, sich dem Leben zu stellen, erhält sie von ihrem Onkel einen Stab − das wertvollste Erbstück ihrer Mutter. Denn dies, so sagt er, sei ein Magierstab und sie, Raven, sei eine Magierin. Für die junge Frau beginnt ein Abenteuer jenseits des Vorstellbaren.
    Sie lernt, dass Merlin einst Teile der Welt in die Entrückung gleiten ließ und sie begreift, dass dort und nur dort ihr Schicksal liegt. Denn jener, der ihre Eltern tötete, ist noch immer da draußen. Und nun, 13 Jahre nach jenem grausigen Tag, will sie Rache. Doch was am Ende in der Entrückung auf sie wartet, ist so viel gewaltiger als alles, was sich Raven auszumalen wagte. Warum wird sie von der Hochkönigin selbst eingeladen? Und warum in aller Welt behauptet die Herrin vom See, die Göttin des Todes habe Interesse an ihr? Gefahren warten auf Raven. Gefahren, die sie alleine nicht meistern kann. Gemeinsam mit neu gewonnenen Freunden geht es schon bald um Leben und Tod …

    Raven O’Hare erschien Ende 2016 als E-Book bei Amazon (5,79 Euro) sowie als edles Hardcover mit Lesebändchen für 19,90 Euro (ISBN: 978-3000547256).

    Der Roman − von Lesern mit viermal 5 Sternen bei vier Rezensionen bewertet − umfasst 370 Seiten und richtet sich an Fantasy-LeserInnen ab etwa 15 Jahren. Wer Zauber, Magie und eine phantastische Welt jenseits der unsrigen mag, wird bei diesem Roman fündig. Er ist zudem ein perfektes Geschenk für jeden Fantasy-Fan!

    Weiterführende Links

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    Raven O'Hare und die Schriftrollen der Göttin (Kindle Edition)

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    "Raven O'Hare und die Schriftrolle der Göttin" (gebundene Ausgabe)

  • Fantasy-Zone

    Ein Gastbeitrag von Gunter Arentzen.


     

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    Von Captain Nemo und Riesenkraken

    "20.000 Meilen unter dem Meer": "Gruselkabinett"-Folgen 118 und 119

    Jules Vernes gleichnamiger Klassiker dürfte ziemlich bekannt sein. Wir schreiben das Jahr 1866. In den Medien wird von zahlreichen, havarierten Schiffen berichtet. Der Gründe für die See-Unfälle sind unklar. Im März des Jahres 1867 werden der Meeresbiologe Professor Aronnax und sein Diener Conseil eingeladen, sich auf eine umgebaute Fregatte auf Erkundungstour zu begeben. Aronnax ist der festen Ansicht, dass ein riesiger Narwal für die Unfälle verantwortlich ist. Monatelang durchkreuzt die Fregatte die Weltmeere ohne Erfolg, kurz bevor der Kapitän den Befehl zur Umkehr gibt, taucht das Monster plötzlich auf. Aronnax, Conseil und der begnadete Harpunier Ned Land überleben und werden von einem Mann gerettet, der Kapitän eines Unterseebootes ist und sich selbst Nemo nennt.

    Leider hat mir die Adaption der Vorlage nicht besonders gut gefallen. Es lag nicht an den Sprechern, die mit Jürgen Thormann (Aronnax), Julian Tennstedt (Conseil), Dietmar Wunder (Ned Land) und Uli Krohm (Kapitän Nemo) hervorragend besetzt wurden. Es war vielmehr die Gewichtung der einzelnen Szenen. Beinahe zwei Stunden Zeit nahmen sich die Macher für die Umsetzung als Hörspiel. Beinahe die gesamte erste CD über wird lang und breit die Suche nach dem vermeintlichen Meeresmonster beschrieben. Ich war versucht vorzuspulen. Zu Beginn der zweiten CD bekommt der Hörer einen ersten Eindruck davon, wie Kapitän Nemo tickt. Einige der Dialoge zwischen Nemo und Aronnax haben durchaus Potenzial.

    Doch statt weiter dort anzusetzen, wird mit Unwichtigem abgelenkt. Fahrt könnte die Story aufnehmen, als plötzlich die Rede davon ist, dass Nemo seinen Gästen Atlantis zeigt. Aber nein, nichts davon. Es wird beiläufig erwähnt. Ich meine, es geht um Atlantis, den versunkenen sagenumwobenen Kontinent. Die zweite Chance wird vertan, als der Kampf mit dem Riesenkraken geschildert wird. Hier nervt der Diener Conseil wieder einmal mit unsagbar blöden Kommentaren. Überhaupt ist dieser Charakter in der Vertonung unnötig wie ein Hühnerauge auf der Stirn. Er hält die Handlung auf und die einzige Leistung, die er erbringt, besteht darin, Sauerstoff in CO2 umzuwandeln, so wie jedes andere Lebewesen auch. Der Konflikt zwischen Ned Land und Nemo geht auch völlig unter. Zwar startet Ned Land immer wieder Versuche, den Kapitän mit verbalen Spitzen aus der Reserve zu locken, doch es bleibt jegliche Konsequenz aus. Das Ende und dritte Chance in letzter Sekunde das Ruder herumzureißen ist dann überhaupt maximal schlecht gelöst. Die drei Gefangenen von Kapitän Nemo entkommen − einfach so. Während Nemo völlig geisteskrank auf seine Orgel eindrischt, schnappen sich die Flüchtlinge ein Ruderboot und fahren weg. Aha.

    Soweit die Adaption. Die Sounds waren in Ordnung. Es gab Meeresrauschen, ein paar schockige Einspieler, als die Krake angreift, zudem dezente Hintergrundmusik. Hier war wieder alles in Butter.

    Fazit: Eines der schwächsten Hörspiele, die ich aus dieser Reihe gehört habe. Wer den Klassiker von Jules Verne mag, sollte vielleicht lieber zur gleichnamigen Verfilmung aus dem Jahre 1954 mit Kirk Douglas als Ned Land greifen.

    Weiterführende Links

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    "20.000 Meilen unter dem Meer" − Doppel-CD, "Gruselkabinett"-Folge 118 und 119

  • Hörspiel-Ecke

    Eine Rezension von Christiane Gref.


     

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    Impressum

    Die Macher und die rechtlichen Dinge im Überblick


    Ausgabe 213 erscheint voraussichtlich im Juli 2017.

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