TZN

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"Das Weltall, Grenze zum Unendlichen. Raumschiff Enterprise auf 5-Jahres-Patrouille. Erhofftes Ergebnis: Entdeckung noch fernerer Welten und neuen Lebens im Raum. Die Enterprise auf dem Weg in das Unvorstellbare."

 −Joachim Cadenbach
 − "Star Trek: The Animated Series" − ZDF-Version des Vorspanns

Oktober 2017

 

ISSN 1684-7385

Volume VI

Ausgabe 161 (#214)

 features

 

Endlich gestartet!

"Star Trek: Discovery"

Erste Kritik zur ersten Doppelfolge der neuen Trek-Serie

"Discovery" in Buchform

Daten und Termine

Trek-Romane im Herbst 2017

Kritiken und Rezensionen

Von Top bis Flop

Wir beleuchten neuere und ältere Sci-Fi-Filme und -Bücher

 

Vorwort

"Star Trek: Discovery"


Liebe Mitfiebernden,

wenn ihr diese Zeilen lest, ist sie gelaufen − die erste Folge der neuen "Star Trek"-Serie. Wie fandet ihr sie? Gut? Mittelmäßig? Schlecht? Was hattet ihr erwartet? Schreibt uns eure Meinung!

In dieser Ausgabe lest ihr die erste Kritik zur Start-Doppelfolge von "Discovery" von TZN-Redakteur Matthias Wieprecht. Für Rezensionen zu den kommenden Folgen solltet ihr unsere Website www.trekzone.de im Auge behalten.

Fans der Mystery-Serie "Supernatural" müssen noch bis zum 12. Oktober warten. Dann jedoch kehren Sam und Dean mit einem großen "BANG" zurück. Spoiler gefällig? Crowley hat tatsächlich für immer und ewig das Zeitliche gesegnet; Mark Sheppard hat die Serie verlassen. Fans von Misha Collins hingegen dürfen aufatmen. Cass wurde zwar von Luzifer getötet, wird aber im Laufe der Staffel zurückkehren.

Leider hat sich in der letzten Ausgabe der Fehlerteufel eingeschlichen. Verfasser des Comic-Con-Berichts ist natürlich unser geschätztes Redaktionsmitglied Sebastian Bach und nicht S. Darhel. Wir bitten das Versehen zu entschuldigen.



Viel Spaß beim Lesen!

Melanie Brosowski
Chefredakteurin

 
   

Inhalt

Die ganze Ausgabe auf einen Blick

Erste Eindrücke zur neuen Trek-Serie (mit Spoilern)

"Star Trek: Discovery" ist gestartet

"Star Trek: Discovery"

Was kommt da auf uns zu? (Achtung: milde Spoiler)

"Star Trek"-Buch-Neuerscheinungen

Oktober bis Dezember 2017

"Star Wars − Schauplätze und Planeten"

Eine Buchkritik

Ist es ein Leben zwischen den Sternen wert, fast dafür zu sterben?

"Blind − Sternenbrand 1"

Andreas Kohn − Selfpublisher

Ein Autor und seine Bücher

Kurzbiografie Ulli Kammigan

... und Vorstellung seiner Science-Fiction

Was bedeutet Science-Fiction für mich?

Ein Statement von Ulli Kammigan

Von einem realen Plan zu einer "realen" Dystopie

Geschichten aus der Welt nach dem Letzten Krieg

"Into the Forest"

Eine Filmkritik

"Guardians"

Der russische Beitrag zu den Superheldenfilmen

"Vidar the Vampire"

Ein vielversprechender Trailer

"Der Krieg der Welten", nach einer Geschichte von H.G. Wells

Folgen 124 und 125 der Reihe "Gruselkabinett"

Impressum

Redaktion, Abonnement und Copyrights

Wussten Sie, dass ...

... "Star Trek: The Animated Series" für die Folge "Kulkulkan − Der Mächtige" 1974 einen Emmy Award in der Kategorie "Beste Kinderserie" erhielt?

... 18 der 22 Folgen von "Star Trek: The Animated Series" für das ZDF-Kinderprogramm synchronisiert und von 22 auf 12 bis 15 Minuten Länge gekürzt oder besser durch Schnitt und Diaglogveränderung verstümmelt wurden?

... am Ende jeder Folge von "Star Trek: The Animated Series" abwechselnd von Kirk, Scott oder Spock gereimt wurde, um das Erlebte in einem mehr schlechten als rechten Zwei- oder Vierzeiler zu resümieren?


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Erste Eindrücke zur neuen Trek-Serie (mit Spoilern)

"Star Trek: Discovery" ist gestartet

Vorher...

Ich bin mit William Shatners Captain Kirk groß geworden. Mit dem Captain aller Captains, mit dem Ursprung dessen, was danach − manchmal etwas stark interpretiert und gedehnt − als "Star Trek" bezeichnet wurde.

Ich habe die Zeiten Rick Bermans erlebt, die mich be- und entgeistert haben und fand Hoffnung in Abrams' 2009er "Reanimations-Kino-Serie", die dann aber leider in den nächsten zwei Filmen viel von ihrer Magie eingebüßt hat. Es fühlte sich an wie die leeren Versprechen mancher Partei nach der Wahl...

Nun kommt also "Discovery". Was kann ich da erwarten? Es ist kurz nach 9 Uhr morgens und eigentlich sollten die ersten Folgen online sein bei Netflix. Sind sie aber nicht. Wir werden sehen...

Danach...

Erste Eindrücke der ersten zwei Folgen.

Jede "Star Trek"-Serie muss sich erst mal finden. Was in den ersten zwei "Discovery"-Folgen zu sehen ist, fühlt sich eher wie ein Prolog für die eigentliche Serie an. Man will episch werden und holt weit aus.

Was ich eher langweilig fand, waren stereotype Szenen. So zum Beispiel manche Gespräche zwischen Captain Georgiou und der ebenfalls weiblichen "Nummer 1", Michael Burnham, die mich unheimlich an jene Gespräche zwischen Captain Janeway und Seven of Nine erinnerten. Auch sieht man Nummer 1 kurz bei ihrer Ankunft auf dem Schiff Georgious, wo sie beinahe exakt wirkt wie eine Kopie von T'Pol oder eben Seven. Die gleiche "logische Arroganz". Aber so müssen Vulkanier wohl dargestellt werden. Auch scheint so was zu "Star Trek" seit Seven dazuzugehören: Die unnahbare Frau, die sich in der Crew sozialisiert, um wieder menschliche, warmherzige Züge anzunehmen. Bei Burnham ist dieser Prozess aber abgeschlossen. Sie ist Teil der Crew und wird geachtet. Nur, dass die Vorkommnisse an tiefen Wunden kratzen, die sie in ihrer Seele trägt, was dafür sorgt, dass sie recht impulsiv handelt... Spannend und eine gute Möglichkeit zu zeigen, wer sie ist. Und wer sie sein will.

Sarek und Lt. Saru hatten beide (jeder für sich) sehr schöne Szenen, die Spaß gemacht haben. Die Synchronisation von Sarek gefiel mir sehr gut, das Verhalten Sareks wirkt glaubwürdig. Saru ist ein ängstliches Crew-Mitglied, was seiner Rasse geschuldet ist. Angst ist Teil seines Wesens. So wirkt er atypisch für einen strammen Sternenflotten-Offizier, was erfrischend anders ist.

Ich finde es eigentlich kleinkarriert, sich darüber aufzuregen, dass diese Serie ein anderes Design hat. Insgesamt wirkt dieses stimmig mit "Star Trek: Enterprise". Insgesamt wirkten auf mich die Klingonen leider dennoch etwas zu "eierköpfig". Das Design der Schiffe, der Bathleths etc. jedoch war ziemlich genial. Fremdartig in richtig guter Weise. Ein wenig schwermütig jedoch vermisste ich den guten alten D7-Angriffskreuzer oder eine eindeutige Vor-Form davon. Schön jedoch, dass echtes Klingonisch gesprochen wurde!

Während ich die ersten zwei Folgen genoss kam in mir − bei allen Hochs und Tiefs − das Gefühl auf, dass man der Ansicht gewesen sein könnte, mit einer Klingonen-Folge nichts falsch machen zu können.

Das Ende der zwei ersten Folgen könnte auch das Ende überhaupt sein, denn die Karriere von Burnham scheint beendet zu sein. Wie geht es weiter? Fragt man sich. Und das soll man ja auch, um die nächste Folge sehen zu wollen, was ich ohnehin tun werde.

Interessant war in den ersten zwei Episoden schon die Analogie zu unseren Tagen. Die Worte "Wir kommen in Frieden" werden von den Klingonen zu ihrem Gegenteil umgedeutet. Diese ehrlichen Worte sind für den Klingonen Tkumva nur ein Beweis der Heuchlerei der mit Sicherheit bösartigen Föderation, der man nicht trauen darf. Er selbst wurde nie sehr von seines Gleichen akzeptiert, hält sich nun aber für den Nachkommen des unvergesslichen Kahless. Er will die Klingonen wieder groß machen, wie der amerikanische Präsident in unseren Tagen Amerika wieder groß machen will. Wenn man dies so deuten will.

Loben möchte ich den Vorspann, der sich aus an Leonardo Davinci-erinnernden Skizzen futuristischer/moderner Gegenstände und animierten Grafiken sowie schematischen Gegenständen besteht. Am Ende fliegt das Raumschiff der Serie − die Discovery − in einem Bogen auf den Zuschauer zu, während gelesen werden kann, dass es sich um eine Serie nach Gene Roddenberry handelt. Ein Nostalgie-Moment. Der Soundtrack ist nett. Kein Gänsehaut-Faktor, aber gefällig.

Fazit zu den ersten zwei Folgen

Optisch sehr ansprechend, mit viel Liebe zum Detail und Fingerspitzengefühl für echtes "Star Trek" inszinierte Episoden der neuen Serie "Star Trek: Discovery", die sich traut vorsichtig, aber deutlich neue Wege zu gehen. Man spürt den kreativen Mut der Serie als treibende Kraft im Hintergrund, aber sie entfaltet sich noch nicht. Insofern ist "nach den Pilotfolgen" auch "vor den Pilotfolgen", denn erst in der nächsten Episode wird das Abenteuer voraussichtlich richtig loslegen und auch endlich die Discovery zu sehen sein. Interessant sind jetzt allerdings schon manche Charaktere, während sich andere erst noch finden müssen.

Die Handlung selbst der Pilotfolgen darf man nicht auf die klingonischen Momente herunterbrechen, die vor allem aufgrund des neuen Designs glänzten, aber sonst ähnlich schon oft zu sehen waren. Es geht immerhin um eine geschickte Einführung der Charaktere und des ersten Handlungsbogens zur selben Zeit.

(Dieser Text findet sich auch auf www.starbase-fantasy.de, dem Blog des Autoren)

Trek-Zone

Ein Beitrag von Matthias Wieprecht.


 

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"Star Trek: Discovery"

Was kommt da auf uns zu? (Achtung: milde Spoiler)

TZN-Redakteur Matthias Wieprecht, der auch obige erste Rezension zur neuen Trek-Serie verfasst hat, hat sich bereits vor dem Start von "Discovery" einige Gedanken gemacht, was denn da auf uns Trek-Anhänger zukommt.

Wöchentlich, ab dem 25. September 2017, können wir auf Netflix eine neue Folge von "Star Trek: Discovery" sehen. Es wird viel über die neue Serie gesprochen, die von Bryan Fuller erdacht wurde. Unter anderem auch, dass er selbst nicht mehr Teil der Serie ist. Oh, was gab es für ein Hin und Her in Bezug auf "Discovery" und wie oft wurde die Premiere verschoben!

Angekündigt wurde sie im November 2015, worauf sich Bryan Fuller als Showrunner im darauffolgenden Frühjahr entpuppte. Im Oktober 2016 verließ er die Serie. Und warum? Nun, es darf spekuliert werden. Sicher scheint, dass Fuller und CBS sich nicht ganz einigen konnten. Fuller wollte eine Serie erschaffen, die sich − in in sich abgeschlossenen Staffeln − durch die Zeit vor, während und nach den Ereignissen bewegt, die wir kennen. Wir hätten Captain Kirk und Captain Picard begegnen können und ja, letztlich auch sehen können, was nach TNG passiert!

Dies und die Tatsache, dass die Serie immer weiter hinausgeschoben wurde, sorgte bei den Fans für einigen Verdruss.

Was für die Serie spricht, wie mir scheint, ist weniger die Anwesenheit von Reboot-Drehbuchautor Alex Kurzman (dessen regelmäßiger Autoren-Partner Roberto Orci CBS/Paramount viel zu "Star Trek"-lastig ist) als vielmehr in dem Projekt involvierte Persönlichkeiten wie "Star Trek II"- und VI-Autor und -Regisseur Nicholas Meyer oder die − wenn auch vielleicht nur Pro-Forma-Anwesenheit von Rod Roddenberry, dem Sohn des "great bird of the galaxy", Gene Roddenberry. Immerhin verrät seine Anwesenheit eine gewisse Geisteshaltung, die viele Fans lange bei den Verantwortlichen vermisst haben. Es ging immer schon um Geld, machen wir uns nichts vor, aber im letzten Jahrzehnt wurde das unangenehm deutlich und vordergründig. "Star Trek" muss aber von Leuten "gemacht" werden, die auch einen gewissen Idealismus an den Tag legen und nicht ausschließlich Dollar-Zeichen in den Augen tragen.

 
 

Kirks fortschrittliches "Handy" liegt von seinen Möglichkeiten weit hinter denen eines heutigen Smartphones.


Beim Design der Serie hat ein Team von Könnern rund um Mark Worthington und Todd Cherniawsky gute, aber umstrittene Arbeit geleistet. Es ist das alte Dilemma: Was unsere Technik betrifft, kam die Zukunft schneller als erwartet. Kirks fortschrittliches "Handy" liegt von seinen Möglichkeiten weit hinter denen eines heutigen Smartphones. Wie soll man die Zukunft einer Prequel-Serie so gestalten, dass sie Wiedererkennungswert hat und doch glaubwürdig ist? Natürlich mussten Kompromisse eingegangen werden und Kompromisse werden nicht allen gefallen, das ist ja klar.

Ähnliches gilt auch für die Klingonen. Niemand schimpfte meines Wissens nach über die Stirnwülste der Klingonen in "Star Trek − The Motion Picture", aber heutzutage wollen viele Fans die "Michael Westmore"-Klingonen sehen. Eben das Vertraute, aber neu − nur nicht zu neu. Nein, es allen recht zu machen, das schafft "Star Trek" lange schon nicht mehr. Versucht euch mal mit euren Freunden darauf zu einigen, was "Star Trek" ist und geht ins Detail. Das wird garantiert spannend ...

Ich muss leider etwas spoilern, aber wirklich nur seicht, wenn ich sage, worum es in diesen ersten Folgen von "Star Trek: Discovery" gehen wird. Die Handlung beginnt zehn Jahre VOR den Abenteuern von Captain Kirk. Es wird um Klingonen gehen, um Kalten Krieg, um Vorurteile. Wenn mich etwas an einem der jüngsten Trailer neugierig gemacht hat, dann ist es der Text eines eher lahmen Songs, in dem gesungen wird: "I want to change the world, but I don´t know what to do ...!"

Genau das denke ich nämlich selbst in letzter Zeit, wenn ich mir das Aufflammen von Rassismus in Amerika, die angespannte Lage zwischen Amerika und Nordkorea oder auch das regionale Stärkerwerden rassistischer und radikaler Parteien ansehe.

Unsere Welt, die enger und enger zusammenrückt, versteht sich dadurch nicht nur besser, sie muss auch mehr denn je lernen, die gemeinsamen Probleme zu bewältigen. Es wird noch dauern, bis wir verstehen, dass wir − frei nach Carl Sagans "Pale Blue Dot" − eine Menschheit sind und die Mauern und Grenzen genauso hinterfragt werden müssen, wie die Traditionen der einzelnen Völker in ihrer Verschiedenheit gewürdigt werden sollten. Wenn es überhaupt je in der Realität dazu kommen wird.

 
 

Entdeckt werden sollen nicht nur neue Welten, sondern vor allem die Menschlichkeit selbst − bei uns und in allem Fremden, ohne das wir von einem "Homo Sapiens Club" (Tochter des klingonischen Kanzlers Gorkon, Azetbur) sprechen würden.


Hier scheint mir "Star Trek: Discovery" anzusetzen. Mehr denn je, so heißt es in einem Interview mit dem Cast der neuen Serie, würde "Star Trek: Discovery" das kommentieren, was gerade tatsächlich in der Welt geschieht. Schon "Star Trek VI" − meiner Meinung nach einer der allerbesten "Star Trek"-Kinofilme − beeindruckte mit dem Fall der Mauer im "Star Trek"-Universum, und natürlich meine ich nicht die mexikanische Mauer ... In einem Comic-Con-Interview gaben die prinzipiell zum Schweigen verurteilten Darsteller noch ein paar Details preis. Es gehe mehr denn je auch um die Charaktere, die Serie hätte darüber hinaus einen cineastischen, opulenten Stil. Was mich aber wirklich packte war, dass der von James Fraine in einer Folge gespielte junge Sarek tatsächlich der Sarek ist, den wir kennen. Kein "Zweite Zeitlinie"-Sarek, sondern der, der uns schon so lange bekannt ist. Was mit ihm geschieht, was er tut, soll sich fugenlos in die Original-Zeitlinie einfügen und deutlicher machen, warum er später in der Originalserie oder auch in TNG tut, was er tut. Auch wird Harry Mudd in seinen jungen Jahren zu sehen sein. Was immer wir also zu sehen bekommen, es wird sich dadurch vertrauter anfühlen, dass wir wieder in "unserer" altbekannten Zeitlinie angekommen sind. Endlich.

Der Name der Serie, "Discovery" = Entdeckung, ist Programm. Entdeckt werden sollen nicht nur neue Welten, sondern vor allem die Menschlichkeit selbst − bei uns und in allem Fremden, ohne das wir von einem "Homo Sapiens Club" (Tochter des klingonischen Kanzlers Gorkon, Azetbur) sprechen würden.

Fazit und Aussicht: Ich bin skeptisch, was "Star Trek − Discovery" angeht und gleichzeitig gibt es hier und da Ansätze, die mir ausgesprochen gut gefallen.

Eines aber würde ich − bei aller vorsichtigen Skepsis − nie tun: Der Serie von Anfang an keine Chance zu geben! Wir Fans waren es, die TNG seinerzeit (in der Masse) keine ehrliche Chance geben wollten und die später dafür gesorgt haben, dass "Star Trek 11" nicht von der "Next generation" handelte, sondern eine zweite Zeitlinie erfunden wurde. Etwas heuchlerisch haben die gleichen Fans dann über jene geschimpft... In Zeiten, in denen TV-Serien sofort zum Kassenschlager werden müssen, ohne Zeit zu haben sich selbst zu finden − sollten wir der Serie in jedem Fall die Möglichkeit einräumen, richtig gut geworden zu sein oder es zu werden.

Am Ende aller Analyse steht für mich eine ganz simple Feststellung: "Es kommt wieder eine neue 'Star Trek'-Serie ins Fernsehen! Wie geil ist das denn?!"

Trek-Zone

Ein Beitrag von Matthias Wieprecht.


 

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"Star Trek"-Buch-Neuerscheinungen

Oktober bis Dezember 2017

Lesestoff für den Gabentisch

2. Oktober 2017
Star Trek − Seekers 1: Zweite Natur
von David Mack

2. Oktober 2017
Star Trek − Discovery 1: Gegen die Zeit
von David Mack

11. November 2017
Star Trek − Titan: Aus der Dunkelheit
von James Swallow

4. Dezember 2017
Star Trek − Seekers 2: Divergenzpunkt
von Dayton Ward und Kevin Dilmore

Trek-Kalender

Ein Beitrag von Melanie Brosowski.


 

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"Star Wars − Schauplätze und Planeten"

Eine Buchkritik

"Star Wars − Schauplätze und Planeten" (von Kristin Lund, Jason Fry und vielen anderen, Verlag: DK, Preis: 19.95 EUR) wartet mit einer Vielzahl an Bildern, Grafiken und Risszeichnungen diverser ikonischer Orte rund um das "Star Wars"-Universum bis einschließlich Episode VII auf.

Auf Seite 9 gibt es eine fast zweiseitige Übersicht der "weit entfernten Galaxis" von "Star Wars", soweit sie uns bekannt ist. Orte wie Endor, Jakku, Ord Mantell, Dantooin oder Dagobah finden sich hier. Es folgt eine kurze Auflistung der Planetenprofile, die einem schnell deutlich machen, welcher Planet sich für einen Urlaub eignet und welcher nicht ...

Der Rest des großformatigen Buchs umfasst chronologisch die Episoden I bis VII. Dabei werden Fotos aus den Filmen verwendet, die − beispielsweise im Droidenkontrollschiff − den Konferenzraum, die Flugsicherung und die Schiffsbrücke zeigen.

Anderen Orts wird eine taktische Karte der Schlacht von Coruscant aus Episode III gezeigt oder eine ausfaltbare vierseitige Darstellung der Podrennarena mit allen Details. Aber auch wer wissen will, was sich in Yodas Hütte im Detail für Inventar findet, kann in diesem Buch fündig werden.

Reys Zuhause auf Jakku befindet sich − wie wir wissen − in einem alten, umgestürzten AT-AT. Doch wie genau hat sie es sich eingerichtet? Auch das kann man in diesem Buch herausfinden.

Die Zeichnungen sind teilweise etwas "kindlich", aber das wird durch den großen Reichtum an Details wieder ausgeglichen.

Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen, der sich für Risszeichnungen und Hintergrundinformationen innerhalb der Filme interessiert.

Weiterführende Links

  • Jetzt bei Amazon.de bestellen
    "Star Wars − Schauplätze und Planeten", gebundene Ausgabe

  • SF-Zone

    Ein Beitrag von Matthias Wieprecht.


     

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    Ist es ein Leben zwischen den Sternen wert, fast dafür zu sterben?

    "Blind − Sternenbrand 1"

    Über die Autorin

    Annette Juretzki wurde 1984 in Polen geboren, ist in Niedersachsen aufgewachsen und nach einem ausgiebigen Schwenker Richtung Bremen letztlich in Osnabrück gelandet. Auf dieser Reise lernte sie nicht nur erfolgreich Lesen und Schreiben, sondern baute auch eine leidenschaftliche Hassliebe zu ihrem Computer auf und fand durchs Pen&Paper-Rollenspiel den Mann fürs Leben, der so hartgesotten ist, dass er tatsächlich jede ihrer Geschichten liest. Außerdem studierte sie Religionswissenschaften, denn so ein Diplom kann man immer mal gebrauchen.

    Klappentext/ Inhalt

    Ist es ein Leben zwischen den Sternen wert, fast dafür zu sterben?

    Söldner landen auf Xenens rückständigem Planeten, und so charmant ihr Anführer Jonas Brand auch sein mag, so kompromisslos ist er bei seinen Zielen. Als eine friedliche Verhandlung scheitert, findet sich Xenen schwerverletzt auf ihrem Raumschiff wieder − was ihm ziemlich schnell besser gefällt, als gut für ihn ist. Seine Neugierde treibt ihn in immer größere Gefahren, vor denen ihn auch der Außerirdische Zeyn nicht schützen kann. Selbst als ein Attentäter nach seinem Leben trachtet, wählt Xenen Freiheit über Sicherheit. Aber warum wünscht ein völlig Fremder seinen Tod? Und welches Geheimnis umgibt seinen Heimatplaneten? Manche Antworten wiegen Jahrhunderte schwer...

    Meine Meinung

    Cover: Die Farbmischung, die Schrift und der Aufbau sind gut gelungen − das Cover, welches sich über den ganzen Buchrücken fortsetzt, zieht einen in das Buch hinein.

    Klappentext: Der Klappentext spiegelt den Inhalt wider. Er ist gut gewählt. Mit einer Frage zu beginnen, fängt den Leser ein.

    Schreibstil: Der Roman liest sich flüssig. Es kommen immer wieder Metaphern vor, die gut gewählt sind. Auch die Beschreibungen von Landschaft, Umgebung und fremden Gegenständen sind detailreich und so, dass man sich das vorstellen kann. Die Dialoge beherrscht ein rauer Umgangston, der aber bei einer Söldnergruppe und dem Hintergrund der Geschichte passend ist. Außerdem kommen so auch die weicheren Töne gut heraus.

    Die Geschichte: Am Anfang waren es sehr viele Personen. Darum bin ich erst richtig eingestiegen, als Xenen auf dem Raumschiff ankam. Bei Brand war ich hin- und hergerissen, gerade dem Ende zu wurde immer spannender, was mit ihm passiert. Xenen ist gut dargestellt mit seiner Neugierde und Offenheit gegenüber der Besatzung und dem Weltraum. Besonders der Charakter von Zeyn hat mich angesprochen. Ihn fand ich gut charakterisiert und auch der Planet, von dem er stammt, darum war es immer wieder spannend, wenn die Sichtweise auf ihm beruhte. Zwischen ihm und Brand hatte ich mir einen etwas anderen Ausgang erwartet, zumal sich der Konflikt immer mehr zuspitzte. Gerade das Ende hat mich hier mit etwas Magengrummeln zurückgelassen. Es war mir zu offen, gerade, da jetzt die einzelnen Stränge zusammenliefen.

    Ingesamt hat die Autorin ein Werk vorgelegt, das für Leser von Weltraumabenteuer spannend zu lesen ist. Vielleicht hätte an der ein oder anderen Person gespart werden können, damit die Übersicht größer ist und man rascher hinein kommt. Hilfreich war daher die Besatzungsliste und die Übersichtsskizze der Räume des Schiffs.

    Ich wünsche der Autorin viel Erfolg für Band 2!

    SF-Zone

    Ein Beitrag von Marc Short.


     

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    Andreas Kohn − Selfpublisher

    Ein Autor und seine Bücher

    Als 63er-Baujahr muss ich mich ja leider mittlerweile zur etwas älteren Generation zählen. Dafür hatte ich das Privileg, in einer Zeit aufzuwachsen, in der die Science-Fiction noch einen ganz anderen Stellenwert besessen hat als heute. Damals war es nicht unbedingt üblich, bei seinen Klassenkameraden damit hausieren zu gehen, dass man ein SF-Fan ist. Dann wurde man von den meisten gleich eher mitleidig angesehen. Mal ganz davon abgesehen, dass die Eltern einem dringend ans Herz gelegt haben, sein Taschengeld doch nicht unbedingt in Groschenromane zu investieren. Es gäbe das doch so viel mehr, was man mit dem Geld machen könnte. In ganz seltenen Fällen traf man bei den Gleichaltrigen dann aber auch schon mal auf Gleichgesinnte. Und sobald damals zwei Jungs im Alter von fünfzehn Jahren bemerkt haben, dass sie dieselben Interessen teilen, dauerte es auch nicht lange, bis daraus ein Club entstand. So war das damals Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre.

    Natürlich haben wir auch keine Folge "Raumschiff Orion", "Star Trek" oder "Mädchen aus dem Weltraum" verpasst. Aber unser Hauptanliegen war die wöchentliche Dosis "Perry Rhodan". Aus dem Zwei-Mann-Club wurde dann sehr schnell ein bunter Haufen von zehn, zwanzig Jungs. Mädchen gab es nicht. Jedenfalls nicht bei uns. "Mann" traf sich ein oder zweimal die Woche und plante, zeichnete und schrieb. Das Ganze wurde dann Anfangs noch auf Matrizen getippt und unter Einsatz von viel Spiritus vervielfältigt. Was war man doch damals stolz, wenn das eigene Club-Blättchen mit einer Auflage von 50 Stück auf der Leser-Kontaktseite der Erstauflage von "Perry Rhodan" erwähnt wurde.

    Um wie vieles einfacher und gesünder geht das heute mit einer simplen Facebook-Gruppe. Da erreicht man schnell mal eben ein paar hundert Leute, wenn man etwas zu sagen hat. Ein ehrlich gemeintes "Hoch auf den Fortschritt!".

    Geblieben sind aus dieser Zeit eine Menge Kontakte zu heute sogar erfolgreichen SF-Autoren und die Leidenschaft zu schreiben. Da auch das Publizieren sehr viel einfacher geworden ist, war es nur eine Frage der Zeit, bis ich es gewagt habe meinen ersten Roman zu veröffentlichen. Beinahe zwei Jahre lang habe ich an meinem Erstling geschrieben, gefeilt, verworfen und neu geschrieben, bis ich ihn im April 2016 unter dem Titel "NEOCHRON − Eine zweite Chance" veröffentlicht habe. Ambitioniert wie ich bin, hatte ich die Geschichte gleich als Trilogie angelegt, weil der Zeitrahmen und die Handlung geradezu danach schrien. Wie jeder Einsteiger in den Selfpublishing-Bereich bin auch ich von der irrigen Annahme ausgegangen, dass so ein paar Rechtschreibfehler doch niemanden stören können.

     
     

    Die sechs Romane, mit jeweils dem Umfang eines Taschenheftes, kratzen aktuell an der Gesamtauflage von 2000 Stück.


    Der schlechte Ruf, den Selfpublisher haben, liegt nicht zuletzt in der Tatsache begründet, dass die meisten an etwas sparen wollen, was essentiell für den Erfolg verantwortlich ist. Das beginnt beim Cover und dem Klappentext, geht über Logik und Handlungsverlauf und endet ganz eindeutig bei der störungsfreien Lesbarkeit des Textes. Ich habe selber zunächst ziemlich beleidigt reagiert, als man meinem Erstling und seinen beiden Folgeromanen zwar eine interessante Story und eine perfekte Inszenierung bescheinigte, aber dann gleich zwei Sterne wegen fehlendem Korrektorat abzog.

    Wie entscheidend das ist, habe ich zwei weitere Romane später erlebt, als ich mit meiner Mini-Serie "STERNENREICH − Rebellen des Imperiums", durchaus erfolgreich bei den Lesern landen konnte. Die sechs Romane, mit jeweils dem Umfang eines Taschenheftes, kratzen aktuell an der Gesamtauflage von 2000 Stück. Nicht zuletzt verantwortlich dafür ist die ausgezeichnete Arbeit durch das Libri Melior Lektorat.

    Aber auch die Geschichte selbst scheint die Leser anzusprechen. Vom Stil her, eine klassische Space Opera mit Raumschiffen, Intrigen, Aliens und einer schönen Prinzessin, die nicht viel von ihrem zukünftigen Posten als Kaiserin hält. Dann gibt es die obligatorischen Sidekicks, wie einen kleinen blaubepelzten Sympather, der ein Problem damit hat, dass menschliche Frauen nicht anders können, als ihm den Nacken zu kraulen. Oder den Umweltangepassten Oganer, dessen Körperabmessungen einen Arnold Schwarzenegger zu einem Hänfling degradieren. Nicht zu vergessen, zwei ganz normale Jungs, die ihre Prinzessin anhimmeln. Als Antagonisten dienen zum einen die schrecklichen Trak’tar, natürlich Echsen-Wesen mit dem Hang alles niedermachen zu müssen, was ihnen ihre Gottheit aufträgt und in der eigenen Heimat die Familienoberhäupter der wichtigsten Familien des Sternenreiches, die unzufrieden mit der Führungsstärke des Kaisers sind. Konzipiert war die Serie ursprünglich auf zehn Folgen, die im monatlichen Rhythmus erscheinen sollten. Daraus geworden sind letztendlich sechs Teile. Mit mehr Disziplin und besserer Vorbereitung meinerseits würde "STERNENREICH" auch noch laufen. Der Erfolg ist ja da. Aber schon bei Band vier begann ich mich beim Schreiben in den vielen parallelen Handlungsverläufen zu verstricken. Mittlerweile hatte ich so viele Handlungsträger erschaffen, die immer wieder in der Geschichte auftauchen mussten, um keine Logiklöcher zu produzieren, dass ich mich entschlossen habe, die Serie lieber zu einem runden Ende zu bringen.

    Schon bald kamen Stimmen auf, die ihr Bedauern darüber ausdrückten. Was natürlich Balsam für die geschundene Autorenseele darstellt. Deshalb wird STERNENREICH 2018 auch in eine zweite Runde gehen. Bis es so weit ist, muss ich aber erst zwei andere Projekte fertig stellen, an denen ich arbeite. Den Fortschritt an dem einen kann man auf meiner Autorenseite verfolgen.

    ZOMBIECALYPSE wird voraussichtlich Anfang Dezember erscheinen. Bis dahin wird jedes fertiggestellte Kapitel, unlektoriert und ständigen Änderungen unterworfen, als Netzroman zu lesen sein. Das andere Projekt, mit dem Arbeitstitel MARS, wird wohl nicht vor dem Sommer 2018 fertig werden.

    Weiterführende Links

  • Wordpress-Seite von Andreas Kohn
    Andreas Kohn: Science-Fiction-Autor und Selfpublisher.

  • Amazon-Autorenseite
    Andreas Kohn bei Amazon.de.

  • Facebook-Präsenz
    Andreas Kohn bei Facebook.

  • SF-Zone

    Ein Gastbeitrag von Andreas Kohn.


     

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    Kurzbiografie Ulli Kammigan

    ... und Vorstellung seiner Science-Fiction

    Mein Name ist Ulli Kammigan. Ich studierte in Hamburg Mathematik und Erziehungswissenschaften. Ich unterrichtete an einer Hamburger Gesamtschule, heute Stadtteilschule, Mathematik, Physik und Sport. 1993 habe ich mit dem Schreiben angefangen: Der Beginn einer Autobiografie und eines Science-Fiction-Romans. Nach einer langen Pause habe ich beides 2012/13, angeregt durch einen eineinhalbjährigen Schreib- und Biografie-Kurs, beendet.

    Zwischenzeitlich habe ich regelmäßig in Kurzgeschichten und Gedichten Ereignisse im Schuljahr satirisch aufgearbeitet und auf Festen dort vorgetragen, meine Kollegen zum Lachen gebracht und mich beinahe unbeliebt gemacht, denn gelegentlich war ich die Krähe, die anderen eben doch ein Auge aushackt. Inzwischen sind meine Science-Fiction-Romane, die Selena-Trilogie auf dem Markt, sowie ein Thriller mit SF-Anklängen in Vorbereitung. Bei meinen anspruchsvollen Romanen steht der Gedanke im Vordergrund, dass nicht immer die Aliens die Bösen sind, sondern eher die Menschen. Neben der Autobiografie und SF-Romanen schreibe ich humorvolle Kurzgeschichten aus dem Alltag, erkläre physikalische Zusammenhänge auf witzige Art und erzähle Geschichten aus der griechischen Mythologie nach, leicht schnodderig und respektlos, aber unterhaltsam. In der gleichen Form sind meine Reiseberichte geschrieben. Einzelheiten hierzu sind auf meiner Webseite zu finden unter www.ulli-kammigan.de

    Zu den Büchern: Es ist eine etwas andere, anspruchsvollere Science-Fiction mit wissenschaftlichem Hintergrund, in der es entweder die "Aliens" gar nicht gibt (Band 1) oder sie ein Spiegelbild menschlicher Verhaltensweisen und Eigenschaften sind. Hinter allen drei Bänden und auch dem neuesten, mehr Thriller als SF, steht ein Gedanke, den einst der Wissenschaftler und Fernsehmoderator (BR: alpha centauri) Prof. Harald Lesch sinngemäß wie folgt formulierte: Wenn ich ein Alien wäre, würde ich mich hüten, zu den Menschen Kontakt aufzunehmen, so aggressiv und zerstörerisch wie sie sind.

    Nachfolgend nähere Infos zu den Büchern:

    Band 1: SELENA oder Aliens sind auch nur Menschen (Neuauflage)
    ISBN 978-3-74122-696-0, 10,99 €, 297 Seiten.
    Klappentext: Stell dir vor, es läuft dir ein Hund oder eine Katze oder es fliegt dir ein Kanarienvogel zu. Das wäre sicher kein großes Problem.

    Aber nun fliegt dir ein komplettes herrenloses Raumschiff zu und du bekommst ein wirkliches Problem, denn es stellt dein Leben vollständig auf den Kopf. Und dann machst du auch noch den Fehler, es der Öffentlichkeit zu präsentieren, weil du ein zu weiches Herz hast. Außerdem brauchst du dringend Geld. Die Weltpresse hebt dich zuerst auf den Olymp, um dich dann in den tiefen Abgrund zu stoßen, wobei ein ausländischer Geheimdienst kräftig dazu beiträgt, weil du einen seiner ranghöchsten Militärs hast ziemlich alt aussehen lassen. Du und deine schöne Partnerin werden über den gesamten Globus gejagt. Dein adoptiertes Raumschiff kann euch dummerweise nicht helfen, denn du hast es verpatzt …

    Band 2: SELENA II oder Auch wir sind Aliens! Fast überall! (Neuauflage)

    ISBN 978-3-74311-834-8, 11 €, 296 Seiten
    Klappentext: Im zweiten Teil der Geschichte begibt sich der Protagonist mit seinen beiden Begleiterinnen auf die Suche nach fremden Zivilisationen. Es ist die Geschichte eines Mannes und zweier attraktiver und starker Frauen, die auf engem Raum miteinander auskommen müssen. Sie stoßen auf ihrer Reise durch die Galaxie auf Welten, die der Erde in ihren verschiedenen Entwicklungsstadien gleichen und auf die rücksichtsloseste und aggressivste sowie die sanfteste und friedlichste Rasse. Als die beiden dann aufeinander treffen, müssen die drei etwas unternehmen, denn sie sind die Einzigen, die der Aggressivität etwas entgegenzusetzen haben. Hilfe von der Erde können sie nicht holen, denn als sie dorthin zurückkehren, stockt ihnen vor Entsetzen der Atem.

    Band 3: SELENA und die irdischen Außerirdischen
    ISBN 978-3-74120-809-6, 10,99 Euro, 296 Seiten
    Klappentext: Das Leben im Paradies könnte so einfach sein, wenn es nicht irgendwo in einem abgelegenen Spiralarm am Rande der Galaxie eine aggressive Rasse geben würde, die so leichtsinnig war, alles über sich und vor allem ihren Standort in die ganze Welt hinauszuposaunen. Ein gefundenes Fressen für Fremde, die ihr nicht nur in der Entwicklung überlegen sind, sondern auch glauben, die Aggressivität für sich gepachtet zu haben. Nun kann man als Paradiesvogel natürlich sagen: »Lass sie sich doch die Köpfe einschlagen«. Aber das ist nicht so einfach. Schließlich fühlt man sich dieser Rasse verbunden, die ihren Planeten Erde und sich selbst Menschen nennen. Denn man stammt zum überwiegenden Teil von ihnen ab.

    In Vorbereitung, Erscheinungstermin: Voraussichtlich Oktober 2017
    Das Mädchen, der Komet und die Chaotisch Infernalische Agentur
    ca. 300 Seiten, SF-Thriller
    Klappentext: Florence ist jung, ungewöhnlich attraktiv, weiß nicht, woher sie kommt, weiß nicht einmal, ob sie wirklich Florence heißt − und gerät ins Visier des amerikanischen Geheimdienstes. Sie besitzt Fähigkeiten, die normale Menschen nicht haben, hält das aber für nichts Besonderes. Daher versteht sie es nicht, als sie erfährt, dass man hinter ihr her ist. Sie wird über den gesamten Globus gejagt, erlebt Abgründe menschlichen Handelns, aber auch Menschen, mit deren Hilfe sie immer wieder entwischen kann. Nur, wie lange noch?

    Leseproben zu den Bänden sind auf meiner Webseite zu finden.

    Weiterführende Links

  • Ulli Kammigan − Autor
    Humorvolles aus Alltag, Physik, griechischer Mythologie und Reisen

  • SF-Zone

    Ein Gastbeitrag von Ulli Kammigan.


     

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    Was bedeutet Science-Fiction für mich?

    Ein Statement von Ulli Kammigan

    Ich werde häufig gefragt, warum ich ausgerechnet SF-Romane geschrieben habe, wo doch eigentlich heute eher Fantasy angesagt ist? Nun, das hat etwas damit zu tun, was SF für mich bedeutet.

    Ich bin und war seit meiner frühen Jugend begeisterter Science-Fiction-Leser. Wobei ich allerdings einige Einschränkungen mache.

    Zur "guten" Science-Fiction zählen für mich eher die Klassiker, wie unter anderen Isaac Asimov, Stanislaw Lem, Frank Herbert, Robert A. Heinlein, Aldous Huxley, George Orwell, Robert Silverberg oder Doc E. E. Smith, aber auch modernere Schriftsteller wie Andreas Eschberg oder bedingt Frank Schätzing.

    Zur Science-Fiction, die mich persönlich nicht interessiert, gehört unter anderem "Perry Rhodan", "Star Trek" und ähnliche.

    Was viele Menschen heute als Science-Fiction betrachten, wie zum Beispiel die "Star Wars"-Geschichten und -Filme, gehört für mich − keineswegs abwertend gemeint − eher zu dem Bereich Fantasy. Es sind für mich Märchen, die einerseits in einer modernen Welt spielen, mit Raumschiffen, Laserwaffen und Ähnlichem, andererseits ist diese Welt antiquiert. So gibt es Könige, Prinzessinnen und Ritter, die sich oft auch noch einer veralteten Sprache bedienen. Sie verwenden häufig bei der Anrede den Pluralis Majestatis (das kann allerdings an Übersetzungsfehlern liegen. Ich habe die "Star Wars"-Reihe nie im Original gelesen oder gesehen). Fantasy hat durchaus seine Berechtigung und natürlich auch eine große Leserschaft, aber sie ist, mit wenigen Ausnahmen, nicht mein Ding.

    In vielen heutigen Science-Fiction-Romanen (aber auch -Kriminalromanen und -Filmen) gibt es eine Inflation an Morden und Brutalitäten. Ich denke da vor allem bei den Krimis an die Romane von Hennig Mankell mit seinem Wallander und Science-Fiction von Frank Schätzing. In seinem Werk "Limit" wird so ziemlich jeder gemeuchelt, der auch nur halbwegs sympathisch ist. Ich habe das Buch nach vielen Stunden Lesens weggelegt, obwohl mir die Idee, die der Geschichte zugrunde lag, außerordentlich gut gefiel. Endloses Morden kommt bei der Leserschaft offenbar gut an. Auf diesen Lesertypus möchte ich jedoch gern verzichten und er wird auch keine Freude an meinen Büchern haben.

    Schließlich gibt es ein Klischee, das mich einfach nervt. Es ist vor allem in amerikanischen Science-Fiction-Filmen zu finden. Hier sind immer die Menschen die Guten und die Aliens die Bösen, die nichts anderes im Sinn haben, als die Erdbewohner abzuschlachten, zu versklaven, in Monster zu verwandeln oder zumindest mit ekligem Schleim zu bewerfen. Genau das wollte ich in meinen Büchern vermeiden. In meinem vierten Roman sind sogar eher die Aliens die Guten und die Menschen, von Ausnahmen abgesehen, die Bösen, obwohl es auch bei mir Aliens gibt, die die Erde erobern wollen, aber das ist nur einer der Nebenschauplätze und findet gerade einmal auf 25 Taschenbuchseiten statt. Es dient eher dazu, rücksichtslose und brutale Menschen an die Macht zu bringen beziehungsweise deren Macht zu erhalten.

     
     

    Aber Science-Fiction hat für mich etwas mit Science zu tun, also Wissenschaft.


    Vergleiche mit Zuständen auf der Erde sind bei mir das zentrale Thema. Ein Beispiel: In meinen SF-Romanen greife ich unter anderem die Zeit der Sklavenhaltergesellschaften auf der Erde auf und treibe es auf die Spitze. Während auf der Erde vor ein paar Hundert Jahren, zum Teil noch heute, dunkle Hautfarbe ausreichte, um Menschen als minderwertig zu klassifizieren oder sogar Tieren gleichzusetzen, sind bei mir im zweiten und dritten SF-Roman die Herren und Sklaven nahezu identisch. Sie unterscheiden sich lediglich durch die Farbe der Augen: blau die der Unterdrücker und grün die Unterdrückten. Vermischungen gibt es vorerst nicht.

    Natürlich lässt sich das nicht in ein Schwarz-Weiß-Klischee (!) drängen, es gibt durchaus Veröffentlichungen, die irgendwo dazwischen liegen, wie zum Beispiel Endzeitthriller. Aber Science-Fiction hat für mich etwas mit Science zu tun, also Wissenschaft. Wissenschaftliche Erkenntnisse oder Errungenschaften werden weitergedacht in eine Fiktion. Man spielt mit Möglichkeiten, die die heutigen Erkenntnisse vielleicht einmal zulassen, oder auch nicht. Und es kann geschehen, dass man von der Wirklichkeit ein- oder sogar überholt wird − wie im ersten Kapitel meines zweiten SF-Romans. Das finde ich durchaus reizvoll.

    Was man also beschreibt, sollte mit einem bisschen Logik denkbar und nicht völlig abstrus sein. Es sei denn, man will es abstrus und den Reiz des Abstrusen auskosten, wie es zum Beispiel Douglas Adams in seinem "Per Anhalter durch die Galaxis" tat. Das finde ich dann völlig in Ordnung. Ich habe diese Buchreihe mit großem Vergnügen gelesen.

    SF-Zone

    Ein Gastbeitrag von Ulli Kammigan.


     

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    Von einem realen Plan zu einer "realen" Dystopie

    Geschichten aus der Welt nach dem Letzten Krieg

    Ryek Darkener ist seit geraumer Zeit in virtuellen Welten unterwegs. Das Schreiben begann er mit Fan-Fiction Kurzgeschichten, die sich auf ein Online-Spiel beziehen. Ryek schreibt Science-Fiction, Fantasy, Mystery.

    Es war Anfang 2012. Beim Surfen im Web stieß ich auf ein Dokument, das sich mit der Planung eines Kanals beschäftigte. Beginnend in Ulm, über und durch die Schwäbische Alb, bis nach Plochingen. Das Projekt wurde erst 1979 endgültig zu den Akten gelegt. In meinem Kopf entstand das Bild einer Welt, in welcher dieser Kanal tatsächlich gebaut wurde. Allerdings unterquert mein Kanal die Schwäbische Alb auf ganzer Länge. Der Kanal ist nach einem interstellaren Krieg als eines von wenigen Bauwerken "der Alten" übrig geblieben. Was ursprünglich als ein abgeschlossenes Werk geplant war, das in recht überschaubaren Umfeld hätte stattfinden sollen − dem Wasserweg zwischen Ulm und Köln − hat sich zu einer ausgewachsenen Saga entwickelt, die einen immer weiteren Bogen spannt und die Grenzen des irdischen Sonnensystems überwindet.

    Der dritte Teil, "Monstra Coelorum", welcher einen düsterer Höhepunkt darstellt, wird den Protagonisten alles abverlangen. In einem Kampf der ohne Rücksicht und Gnade geführt wird, ist aufzugeben keine Option.

    Klappentext:
    Drei Erwachsenen und zehn Kindern/Jugendlichen ist die Flucht von der Erde geglückt. Nach fast zwei Jahren Odyssee durch das Sonnensystem haben sie den Tranportknoten passiert, befinden sich nun im Gebiet der Liga der Raumfahrenden Völker. Doch das Direktorat der Erde hat einen langen Arm: die Händler, die seit einem halben Jahrtausend von der Ausbeutung der Erde profitieren. Die Auseinandersetzung, vor der die Reisenden hofften, sich auf Zeit in Sicherheit zu bringen, folgt ihnen. Es stellt sich heraus, dass nicht nur die Händler in die schmutzigen Geschäfte mit der Erde verwickelt sind. Auch für die auf der Erde zurückgelassenen Freunde wird es härter. Ein völlig unerwarteter Spieler tritt auf den Plan und fordert nicht weniger als alles.

    Die Texte sind als E-Book im Amazon- und im epub-Format erhältlich. Weitere Informationen gibt es auf dem Autorenblog.


    Übersicht:

    Tabula Rasa- Eine Geschichte aus der Welt nach dem Letzten Krieg. Zwei erbarmungslose Gegner im Kampf um die Macht. Und eine Frau, der die Hoffnung auf eine bessere Welt aufgeladen wird.
    E-Book, 650 Normseiten, ISBN: 978-3-8476-7720-8

    Spes Impavida- Eine Geschichte aus der Welt nach dem Letzten Krieg. Der Kampf um die Zukunft der Erde geht weiter, und er erfordert neue Allianzen.
    E-Book, 740 Normseiten, ISBN: 978-3-7380-5059-2

    Monstra Coelorum − Eine Geschichte aus der Welt nach dem Letzten Krieg. Sie sind aus dem Sonnensystem geflohen. Doch der Feind ist ihnen gefolgt. In ein Universum voll mit unbezahlten alten Schulden.
    E-Book, erscheint Anfang Oktober.

    Weiterführende Links

  • Ryek Darkeners Blog
    Gedanken aus einem virtuellen Universum

  • SF-Zone

    Ein Gastbeitrag von Ryek Darkener.


     

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    "Into the Forest"

    Eine Filmkritik

    Weit von der nächsten größeren Stadt entfernt und mitten in einem wunderschönen Wald steht ein gepflegtes und gemütliches Haus. Hier wohnen Nell (Ellen Page, "Super"), die von ihrem Vater auch liebevoll Pumpkin genannt wird, ihre Schwester Eva (Evan Rachel Wood, "Westworld") und das alleinerziehende Familienoberhaupt Robert (Callum Keith Rennie, "Warcraft: The Beginning"). Es ist spät am Abend und während der Papa vor der Glotze hängt, lernen seine Töchter für die Uni bzw. die Ballettgruppe. Doch der Moment der einträchtigen Harmonie wird jäh unterbrochen, als plötzlich alle Lichter ausgehen. Gut, das kann so fernab vom Schuss schon mal passieren … Dann hilft man sich eben mit Taschenlampen oder Kerzen aus, bis der Strom wieder fließt. Genau hier liegt allerdings das Problem, welches nicht nur das Leben unserer Hauptfiguren, sondern auch das aller anderen grundlegend ändern wird: Eine nicht näher benannte Katastrophe hat sprichwörtlich über Nacht sämtliche Annehmlichkeiten unserer modernen Zivilisation zunichte gemacht und die Menschen müssen sich an ein Leben ohne Internet und Elektrizität gewöhnen. Aber irgendwann wird die Chose doch mal wieder laufen? Davon sollte man zumindest ausgehen und doch richtet sich die Familie auf eine längere "Durststrecke" ein. Dann geschieht jedoch ein weiteres Unglück, das die Lage sowohl emotional als auch physisch bedeutend schwieriger macht …

    Kennst du das Gefühl, wenn du ein Buch gelesen oder einen Film gesehen hast und davon so begeistert warst, dass du nach den letzten Zeilen bzw. dem Abspann keine weiteren Sinneseindrücke an dich heranlassen wolltest, um die Atmosphäre des Werks noch einmal in Ruhe "nachhallen" zu lassen? Das erste Mal, dass ich so etwas erlebt habe, war nach der Lektüre von "Der Greif" (Wolfgang und Heike Hohlbein). Seinerzeit wollte ich monatelang nichts anderes mehr lesen, weil mich dieser Roman so nachhaltig beeindruckt hat. In den vergangenen Jahren gab es natürlich noch weitere geschriebene oder verfilmte Stücke, die diesen Effekt auf mich hatten, doch es waren nicht viele. "Into the Forest" von Regisseuren und Drehbuchautorin Patricia Rozema ist aber seit Langem mal wieder so ein Fall. Nachdem mich der Streifen gut 1 1/2 Stunden regelrecht an die Couch gefesselt hat, bin ich im Anschluss einen Moment vor die Tür gegangen, um das Gesehene nochmal Revue passieren zu lassen. Dabei ist das auf dem gleichnamigen Buch von Jean Hegland basierende Drama auf den ersten Blick alles andere als nervenaufreibend. Seine Wirkung entfaltet sich erst, wenn man die Geschichte von Anfang bis zum offenen, allerdings auch die Phantasie anregenden Ende erlebt und sich gemeinsam mit Nell, Eva und Robert auf eine emotionale Reise begibt, welche mich auf eine Weise gepackt hat, wie es nur wenige Werke vermögen.

     
     

    Nein, es sind bereits die alltäglichen, normalen Probleme einer urplötzlich entmodernisierten Gesellschaft, welche für ausreichend Zündstoff und Unterhaltung sorgen, sodass ich mich trotz der gemächlichen Inszenierung nicht einen Moment gelangweilt habe.


    Grund für meine stille, teils tränenreiche, dann wieder extrem angespannte Begeisterung ist zunächst einmal die von der ersten Sekunde an astreine Inszenierung. Der Erzählstil ist ruhig und in Kombination mit dem grandiosen Score von Max Richter ("Shutter Island") fast schon meditativ. Passenderweise gibt sich das Setting sehr naturbelassen und konzentriert sich, bis auf wenige Ausnahmen, auf den Wald sowie die scheinbar nur aus Glas und Holz gebaute Familienbehausung. Dass die hier gezeigte Apokalypse vollkommen entschleunigt und komplett ohne Effekthascherei auskommt, bedingt schließlich die Konzentration auf die Figuren und ihren Umgang mit der neuen Situation. Dementsprechend muss insbesondere das Schauspiel der beiden Hauptdarstellerinnen überzeugen. Und das gelingt ihnen ohne jeden Zweifel. Was die beiden Damen hier abliefern, hat mich sprachlos zurückgelassen.

    Insbesondere die Intensität, mit der Ellen Page ihre Rolle interpretiert, ist so überwältigend, fröhlich und schmerzhaft, wie ich es selten gesehen habe. Aber auch Evan Rachel Wood ruft eine famose Leistung ab.

    Alleine aufgrund dieser beiden Aspekte gelang es dem Film schon direkt zu Beginn, dass ich voll bei der dreiköpfigen Familie war, deren sympathische Einheit mich sofort mitgerissen und verzaubert hat. So brauchte es später dann auch gar keine weiteren Katastrophen am laufenden Band, um mich bei der Stange zu halten. Zwar geschehen einige schreckliche Dinge, doch es herrscht eben keine ständige Angst vor dem nächsten Unheil. Nein, es sind bereits die alltäglichen, normalen Probleme einer urplötzlich entmodernisierten Gesellschaft, welche für ausreichend Zündstoff und Unterhaltung sorgen, sodass ich mich trotz der gemächlichen Inszenierung nicht einen Moment gelangweilt habe.

    In meinen Augen hat Patricia Rozema mit "Into the Forest" nicht weniger geschaffen als ein Werk, dessen Schönheit und poetische Komposition selbst durch die bittersten, kaum erträglichen Momente nicht zerrissen wird. Und hier passen Story und Erzählstil selbst im Subtext wieder wunderbar zusammen, denn beide strahlen entgegen der vermeintlichen Hoffnungslosigkeit die Liebe zum sowie den Kampf für das Leben und füreinander aus.

    Zusatzinfos | Herkunftsland: Kanada | Originaltitel: Into the Forest | Regie: Patricia Rozema | Drehbuch: Patricia Rozema | Darsteller: Ellen Page, Evan Rachel Wood, Callum Keith Rennie | Produktion: Ellen Page, Kelly Bush Novak, Jason Cloth | Freigabe: FSK 12 | Uncut: ja | Spieldauer: 101 Min. | Verleih: Capelight Pictures | Produktionsjahr: 2015 | DVD/BD VÖ: 17.2.2017

    Wir danken für die Erlaubnis der Übernahme! Dieser Artikel wurde von Alexander Olijnyk verfasst und erschien zuerst seinem Blog.

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    "Guardians"

    Der russische Beitrag zu den Superheldenfilmen

    Superheldenfilme sind ohne Frage ein weltweites Phänomen und jedes Jahr wird das Genre mit Fortsetzungen von bekannten, aber auch mit vollkommen neuen Beiträgen bereichert. Neben den witzigen, allerdings doch recht bodenständigen Materialschlachten aus den USA liefern vor allem asiatische Filmschmieden dabei gerne mal Ideen à la HK: Forbidden Superhero, einem Retter in der Not, welcher auf dem Kopf einen Damenschlübber trägt. Wenn jedoch in einem Streifen der Bösewicht mit einem unaufhaltsamen Durchfall nach altem Borschtsch (ein russisches Gericht) verglichen wird, hat das nochmal eine ganz besondere "Marke". Dies ist allerdings nur eine von vielen weiteren, abgefahrenen Ideen, mit denen sich der russische Beitrag "Guardians" von Regisseur Sarik Andreasyan von der Masse abzuheben versucht, wobei alleine die Anlehnung des Titels an eine der aktuell populärsten, amerikanischen Filmreihen die Frage aufwirft, ob es sich hierbei vielleicht doch nur um einen billigen Abklatsch von "Guardians of the Galaxy" handelt. Diese und weitere Fragen beantworte ich im folgenden Artikel, angefangen bei der recht übersichtlichen Story:

    Nach einem Laborunfall bekommt der Wissenschaftler August Kuratov (Stanislav Shirin) übermenschliche Kräfte und kann mit einem von ihm erschaffenen Modul fortan jede Maschine kontrollieren, die sich in seiner Nähe befindet. Und da der alte Kevin (wie ich ihn liebevoll nenne … ich meine … schaut euch doch mal sein Gesicht an!) etwas grimmig drauf ist, versucht er mit seiner neu gewonnenen Macht zu allererst die Weltherrschaft an sich zu reißen. Klar, man soll ja erst mal klein anfangen. Um diesen Plan zu vereiteln, werden vier Mutanten zusammengerufen, welche ausgerechnet Kuratovs Testversuchen (vor der Kevin-Ära) entsprungen sind. Ihre Fähigkeiten und die Wut auf ihren "Erschaffer" scheinen das Einzige zu sein, was Selbigen jetzt noch aufhalten kann: Lernik (Sebastien Sisak) kann Gestein kontrollieren, Arseniy (Anton Pampushnyy) vermag es, sich in einen kuscheligen "Werbär" zu verwandeln, Temirkhan (Sanjar Madi) ist nicht nur äußerst geschickt im Umgang mit seinen geschwungenen Klingen, er kann sich darüber hinaus auch teleportieren und Kseniya (Alina Lanina), die Vierte im Bunde, kann sich unsichtbar machen. Nachdem man das illustre Trüppchen zusammengerufen hat, schmiedet man einen Plan und bläst ohne weitere Umschweife zum Angriff. Und damit wäre ich auch schon beim ersten Aspekt, der mir an "Guardians" sehr gut gefallen hat: Er trödelt nicht lange rum und liefert quasi am laufenden Bande das, was ich mir von einem solchen Film erhoffe: Action, Kämpfe, Zerstörung und flotte Sprüche. All dies wurde optisch größtenteils ansprechend umgesetzt, wobei man hier und da schon merkt, dass für den Streifen ein recht übersichtliches Budget zur Verfügung stand. Von Produktionen der Marke "The Asylum" ist man allerdings noch weit entfernt. Gleiches gilt im Übrigen für die Darsteller, welche allesamt einen tollen Job machen und die zum Teil irre komischen Dialoge formidabel rüberbringen (an dieser Stelle möchte ich auch die tollen deutschen Synchronsprecher loben!). Gerade dieser Punkt ist es auch, der mir besonders zugesagt hat:

     
     

    Man sieht kaum Menschen panisch durch die Straßen flüchten, was in so mancher Szenerie recht "leer" wirkt.


    "Guardians" nimmt sich gerade so ernst, wie es für die Story wichtig ist. Alles, was darüber hinaus geht, wird mit Selbstironie und satirischem Einschlag auf die Schippe genommen.

    Da sind auch die westlichen Superhelden nicht vor dem einen oder anderen Seitenhieb gefeit. Herrlich! Abstriche muss man aufgrund der (für das Genre) verhältnismäßig kurzen Laufzeit bei der Story und der Charaktertiefe der Figuren machen. Außerdem fällt auf, dass man bei der teilweise recht opulenten Zerstörungsorgie mit einem sehr übersichtlichen Cast gearbeitet hat. Man sieht kaum Menschen panisch durch die Straßen flüchten, was in so mancher Szenerie recht "leer" wirkt. Gestört hat mich das allerdings nicht, da man auf der anderen Seite einen herrlich amüsanten und einfallsreichen Streifen liefert, der sich trotz des etwas irritierenden (und hierzulande sicherlich auch sehr PR-lastigen) Titels tatsächlich von genreverwandten Vertretern abzuheben weiß und wirklich nichts mit "Guardians of the Galaxy" zu tun hat.

    Insofern kann ich dir nur empfehlen, dem Teil eine Chance zu geben. Mir hat es tolle 1 1/2 Stunden beschert und meine erste Reaktion beim Abspann war: "Bitte macht dazu noch ein Sequel!".

    Zusatzinfos | Herkunftsland: Russland | Originaltitel: Zashchitniki | Regie: Sarik Andreasyan | Drehbuch: Andrey Gavrilov | Darsteller: Anton Pampushnyy, Sanjar Madi, Sebastien Sisak, Alina Lanina | Produktion: Lenny Levi, Maksim Oleynikov, Daniel Shapovalov | Freigabe: FSK 12 | Uncut: ja | Spieldauer: 89 Min. | Verleih: Capelight Pictures | Produktionsjahr: 2016 | DVD/BD/Steelbook BD VÖ: 2.6.2017

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    "Vidar the Vampire"

    Ein vielversprechender Trailer

    Nach einem dänischen Zombiestreifen gibt es nun noch eine News zu einem norwegischen Vampirfilm: "Vidar the Vampire" heißt das Teil, bei dem es sich um ein sehr niedrig budgetiertes (ca. 60.000 USD) Independentwerk handelt, welchem man allerdings (zumindest ausgehend von den Trailerszenen) die knapp bemessenen Mittel bei weitem nicht so sehr ansieht wie Martin Sonntags "Escaping the Dead". Und dass die Norweger einem überrepräsentierten Genre doch nochmal frischen Wind einhauchen können, haben sie ja schon mit dem großartigen "Dead Snow" bewiesen.

    "VampyrVidar" (so der Originaltitel, der auch genauso geschrieben wird) scheint in eine ähnliche Kerbe zu schlagen, denn auch hier wird abgedrehter Humor mit einer blutigen Story verschmolzen. Dreh- und Angelpunkt ist der sexuell frustrierte Junggeselle Vidar, dessen Gebete für ein aufregenderes Leben erhört werden. Doch getreu dem Motto "Sei vorsichtig mit dem, was du dir wünschst − es könnte wahr werden" ist das Resultat nicht ganz das, was der 33-Jährige sich erhofft hat, denn eines Tages wacht der Bursche als Fürst der Finsternis in Stavenger, der Stadt der Sünde, auf.

    Klingt zwar gar nicht so außergewöhnlich, schaut aber vielversprechend aus! Das dachten sich wohl auch diverse Festivals, wie beispielsweise das hierzulande stark frequentierte Fantasy Filmfest sowie das FilmQuest in den USA, denn sie haben den Streifen in ihr offizielles Programm aufgenommen. Meine Erfahrung ist, dass schon eine Auflistung im Programm des "FFF" als klares Qualitätsmerkmal zählt. Und das bei einem Titel, der komplett selbst finanziert wurde, eine fünf Jahre lange Produktionszeit hinter sich hat und dessen Drehbuch immer wieder den schwierigen Gegebenheiten angepasst werden musste. Doch wie sehr man hinter dem Projekt steht, zeigt sich bereits darin, dass beide Regisseure (Thomas Aske Berg und Fredrik Waldeland) in ihrem Werk auch Rollen vor der Kamera eingenommen haben (Erstgenannter sogar als Hauptfigur Vidar). Es könnte sich also definitiv um einen Streifen handeln, den Freunde humoristischer Genrekunst (und jene, die es noch werden wollen;) im Auge behalten sollten.

    Zusatzinfos | Herkunftsland: Norwegen | Originaltitel: VampyrVidar | Regie: Thomas Aske Berg, Fredrik Waldeland | Drehbuch: Thomas Aske Berg, Fredrik Waldeland | Darsteller: Kim Sønderholm, Henrik Rafaelsen, Thomas Aske Berg | Produktion: Brigt Skrettingland, Thomas Aske Berg, John Iver Berg, Fredrik Waldeland | Freigabe: t.b.a. | Uncut: t.b.a. | Spieldauer: 83 min. | Verleih: UFOh | Produktionsjahr: 2016 | Kinostart Deutschland: 7.9.2017

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    "Der Krieg der Welten", nach einer Geschichte von H.G. Wells

    Folgen 124 und 125 der Reihe "Gruselkabinett"

    Der Astronom Mr. Ogilvy ist entsetzt, als er durch das Teleskop des Observatoriums in Ottershaw blickt. Mehrere heftige Explosionen wühlen die Marsoberfläche auf. Mr. Ogilvy hat eine Theorie: Verursacher sind die Antriebe von Transportmaschinen. Leider schenken ihm weder die Wissenschaftler noch das Militär Glauben. Doch einige Zeit später landen die ersten Raumschiffe vom Mars auf der Erde und Mr. Ogilvy muss feststellen, dass seine Furcht berechtigt war.

    "Der Krieg der Welten" ist ein inspirierender Stoff, der bereits öfter verfilmt, vertont und umgeschrieben wurde. Der Originaltext entstammt der Feder von H.G. Wells und erschien erstmals 1897 im "Pearson’s Magazine". Nun hat sich Marc Gruppe von Titania Medien an eine neue Interpretation gewagt. Der erste Teil der Doppelfolge lässt sich zuerst recht gemächlich an. Nach der Landung der feindlichen Außerirdischen gehen die Hauptcharaktere zuerst einmal nachschauen, was da überhaupt auf die Erde gekommen ist. Soweit, so gut. Neugier ist der Katze Tod, das wissen wir alle. Aber ich denke, wenigstens Mr. Ogilvy, der ja auch schon den Protagonisten, Julian (Bruno Winzen), gewarnt hat, müsste es besser wissen. Anstatt an der Absturzstelle zu stehen und darüber zu sinnieren, was sich da aus dem Erdreich gräbt und beginnt, mit Laserstrahlen herum zu schießen, hätte er so weit wie möglich fliehen müssen.

    Überhaupt ist "Flucht" ein heikles Thema. Julian und seiner Frau Margret ist sie geglückt. Sie finden Unterschlupf in einer Ortschaft, in der die dreibeinigen Marsianer bislang noch nicht aufgetaucht sind. Warum reist Julian dann aber zurück in das brennende Inferno, nur um dem Wirt die geliehene Pferdekutsche zurückzugeben? Die Handlungen Julians sind manchmal unlogisch. Dies ist jedoch der ursprünglichen Vorlage geschuldet. Vielleicht können wir Gegenwartsmenschen die Beweggründe anno 1897 einfach nicht mehr nachvollziehen.

    Kommen wir zum Weltuntergang: Die apokalyptische Stimmung ist im Ansatz vorhanden, kommt jedoch im ersten Teil wenig rüber. Beispiel: Als die ersten Marsianer beginnen, das Heimatdorf von Julian und Margret abzufackeln, ergehen sich die Charaktere in langatmigen Beschreibungen dessen, was gerade passiert. Kein Mensch würde das tun, wenn gerade die Umgebung dem Erdboden gleichgemacht wird. Hier fehlten mir die Soundeffekte, die man wunderbar hätte nutzen können, um die prekäre Lage deutlicher zu machen. Die Rufe der Marsianer, die ja auch eigens erwähnt werden, dann aber lediglich als Seufzen in der Randkulisse auftauchen, sind eine ungenutzte Chance. Gut gelungen sind dafür jedoch die natürlichen Umgebungsgeräusche, das Gestampfe der Dreibeiner und die Laserstrahlen.

     
     

    Ich denke, Marc Gruppe hat einige Szenen entschärft, um den Stoff zugänglicher zu machen.


    Teil zwei, alias Folge 125, ist wesentlich dynamischer. Die Zerstörung Londons und der tödliche Nebel gehen an die Nerven. Hier sind die Trauer und die Verzweiflung deutlich zu spüren. Und ganz ehrlich: Ich nehme Julian die Sorge um seinen Bruder, der in London studiert, mehr ab als die um seine Frau. Der Hilfsprediger, der Julian ein Stück des Weges begleitet, ist einerseits ziemlich ätzend, andererseits kann ich verstehen, dass angesichts von ausgesaugten Menschen nicht jeder so kaltblütig wie Julian bleibt. Diese Kulisse wird jedoch nur angetäuscht und nicht wie in der filmischen Fassung mit Tom Cruise detailreich gezeigt. Das Ende der Dreibeiner kommt reichlich schnell. Wie auch im Original. Der Epilog hat mich dafür entschädigt. Da war ich mittendrin und konnte mir die Szene sehr gut vorstellen.

    Der Switch von Literatur auf Audio hätte vielleicht noch besser mit einigen zusätzlichen Begegnungen geklappt. So tauchen in ca. 110 Minuten Spielzeit lediglich ein Soldat und der Hilfsprediger als Begleiter Julians auf, was es mir etwas schwer machte, mir die Reiseroute vorzustellen.

    "Krieg der Welten" ist brutal und nichts für schwache Nerven. Ich denke, Marc Gruppe hat einige Szenen entschärft, um den Stoff zugänglicher zu machen. Leider hat das bei mir bewirkt, dass mich einige Szenen kalt gelassen haben, die mir im englischen Original einen Schauer über den Rücken jagten.

    Fazit: Zugegeben, es ist schwer meine Erwartungen zu erfüllen, gehört doch "War of the Worlds" zu meinen Lieblingsstücken. Die Umsetzung ist gelungen, hat jedoch durchaus noch Luft nach oben. Für Fans des Stoffes ein unbedingtes Muss für die Sammlung, für Science-Fiction-Fans gehört die Doppelfolge auch ins Sortiment.

    Weiterführende Links

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    "Der Krieg der Welten", Doppel-CD, "Gruselkabinett"-Folgen 124 und 125 (Audio-CD)

  • Hörspiel-Ecke

    Ein Beitrag von Christiane Gref.


     

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    Impressum

    Die Macher und die rechtlichen Dinge im Überblick


    Ausgabe 215 erscheint voraussichtlich im Januar 2018.

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    Kirsten Müller
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    Matthias Müller
    Martin Ollrom
    Axel Orth
    Thomas Pallmann
    Roman Polak
    Alexandra Rimpler
    Sabine Rossburg
    Caroline Rosselet
    Johannes Sawerthal
    Peter Schipfmann
    Julian Schlund
    Gero Schmidt
    Michael Schumacher
    Guido Schumann
    Roger Spinner
    Roland Steiger
    Michael Stein
    Randolph Sutter
    Manrico Tenner
    Peter Tigmann
    Andreas Tramposch
    Karl Urban
    Christian Vajda
    Julian Wangler
    Mark Weimar
    Matthias Wieprecht
    Peter Wilk
    Lorenz Zistler

    Freie Mitarbeiter

    Martin Ackermann
    Bettina Biel
    Patrick Dardar
    Marcus Erbar
    Lutz Growalt
    Andre Hoever
    Thomas Kohlschmidt
    Edgar Mort
    Kai Poppe
    Holger Sauer
    Stefan Schmidhammer
    Tony Schmidt
    Jessica Schreier
    Markus Söller
    Emil Thies
    Robert Vogel

    Lektorat

    Uwe Webel

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