TZN

incoming message

"Warum kämpfen wir? Wir sind die Sternenflotte! Wir sind Forscher, keine Soldaten."

 − Connor
 − in "Star Trek: Discovery − Das Urteil"

April 2018

 

ISSN 1684-7385

Volume VI

Ausgabe 163 (#216)

 features

 

Positive und negative Überraschungen

"Star Trek: Adversaries"

Kritik zum digitalen Kartenspiel

Ahoi, Captains!

Eaglemoss

Das Neuste aus der Welt der Trek-Modell-Schiffe

Triff die Stars

Con-Highlights 2018

Das erwartet euch an Conventions von April bis Juni

 

Vorwort

Jetzt wird er erfahren, ob es Gott gibt oder nicht...


Mit Einstein, Newton und Data spielte er in "Star Trek: The Next Generation" Poker auf dem Holodeck; jetzt ist mit Stephen Hawking der vermutlich berühmteste Physiker seiner Generation im Alter von 76 Jahren verstorben.

Stephen Hawking litt seit spätestens 1963 unter amyotropher Lateralsklerose (ALS), einer Krankheit, die sein motorisches Nervensystem zerstörte und im Mittel bei Patenten nach drei bis fünf Jahren zum Tode führt. Stattdessen überlebte Hawking mit bewundernswerter Willenskraft diese Lebenserwartung um ein Vielfaches und wurde zu einem der bekanntesten Astrophysiker des 20. Jahrhunderts. Mit fortschreitender Erkrankung nutzte Hawking seit 1985 einen Sprachcomputer, da er seine Stimme verloren hatte.

Seine bekanntesten und bedeutendsten Arbeiten haben das wissenschaftliche Verständnis von Kosmologie, Allgemeiner Relativitätstheorie und Schwarzen Löchern geprägt. Eine große Öffentlichkeit fand der Wissenschaftler mit dem populärwissenschaftlichen Buch "Eine kurze Geschichte der Zeit", in der er den Stand der Wissenschaft zur Entstehung des Universums und seiner physikalischen Untersuchung in allgemeinverständlicher Sprache vorstellte.

Zahlreiche populärwissenschaftliche Bücher folgten. Durch seine Forschung und auch den bemerkenswerten Umgang mit seiner Krankheit wurde Hawking auch zu einer pop-kulturellen Ikone. Dies gipfelte für "Star Trek" in dem oben erwähnten Auftritt als Hologramm seiner selbst in "Angriff der Borg − Teil 1". Hinter den Kulissen soll er bei der Besichtigung des Warpkerns gesagt haben: "Ich arbeite daran."

Und noch eine Ära wird demnächst zu Ende gehen − nämlich die der "Incoming Message". Diese Ausgabe wird die vorletzte sein. Den großen Abschied möchte ich gerne mit euch zusammen feiern. Wie? Mit euren Artikeln, Meinungen, Leserbriefen, Berichten ... Macht die letzte Ausgabe zu eurer Ausgabe und schreibt mir, welche Artikel der letzten Jahre euch besonders gut gefallen haben und ich noch einmal bringen soll − oder steuert selber bis zum 3.6.2018 an melanie.brosowski@trekzone.de etwas bei.

Zum Schluss möchte ich noch auf ein kleines Gewinnspiel hinweisen. Nähere Infos dazu sind im ersten Artikel in dieser Ausgabe zu finden.

In diesem Sinne ...

Melanie Brosowski
Chefredakteurin

 
   

Inhalt

Die ganze Ausgabe auf einen Blick

"Batman"-Gewinnspiel

Mitmachen und gewinnen!

In Gedanken an die Mitglieder des "Star Trek"-Universums

... die wir in 2017 und Anfang 2018 verloren haben

Erster Eindruck zu "Star Trek: Adversaries"

Überraschend detaillierte 3D-Modelle − und eine zu kleine Zielgruppe?

Gesellschaftskritischer Trek-Polit-Krimi

"Prometheus: Feuer gegen Feuer": Der Auftakt zur ersten deutschen Trek-Trilogie

Tops und Flops in der Trek-Modell-Welt

"Star Trek"-Eaglemoss-Shuttleset 1 und Sonderausgaben 10 & 11

Viele Highlights und eine Wiederholung

"Star Trek"-Eaglemoss-Modelle, Teil 8

Convention-Corner

April bis Juni 2018

Vorweihnachtsstress auf der German Comic Con Dortmund

Ein Rückblick

"Kim Jong Undead" erobert den Buchmarkt

Eine Analyse

Eine kleine Halloween-Produktion

"Creepy Campfire Stories" (2015): Eine Filmkritik

Eine teuflische Geschichte...

"Sweeney Todd − Der teuflische Barbier aus der Fleet Street"

Impressum

Redaktion, Abonnement und Copyrights

Wusstet ihr, dass...

... in der "Discovery"-Folge "Wähle deinen Schmerz" zum ersten Mal in der Geschichte von "Star Trek" das Wort "Fuck" verwendet wurde?

... der Titel der Episode "Si Vis Pacem, Para Bellum" eine lateinische Phrase ist, die übersetzt "Wenn du Frieden willst, bereite Krieg vor" bedeutet und von Cicero stammt?



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"Batman"-Gewinnspiel

Mitmachen und gewinnen!

Ich habe in meinem Blog ein paar Gedanken über meinen Erstkontakt mit Batman niedergeschrieben.

Der Batman der Bronze-Ära war "mein" Batman. Er war nicht schwarz, sondern grau-blau und der Joker war weder ein verrückter Psychopath noch ein witziger, bunter Clown, sondern genau in der Mitte von beidem. Kurz gesagt: Es waren die besten Tage, ein Batman-Fan zu werden, als es noch Superbände für rund 5 DM und im "Supi-Shop" für ausgeschnittene Sammel-Ecken Poster und Ähnliches gab. Jedenfalls sehe ich das so. Glücklicherweise sind viele der Klassiker von Neil Adams und Co. auch heute noch zu bekommen, kompletter denn je...

Dank Panini-Comics und Closeup kann ich euch unter dem genannten Link aber nicht nur von "meinem" Batman vorschwärmen, sondern biete euch ein kleines Gewinnspiel an, in dem ihr den bekannten Frank-Miller−Comic "Das Erste Jahr" oder eine Batman−Lampe gewinnen könnt. Schaut einfach mal rein!

Gewinnspiel

Ein Beitrag von Matthias Wieprecht.


 

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In Gedanken an die Mitglieder des "Star Trek"-Universums

... die wir in 2017 und Anfang 2018 verloren haben

Leonard "Len" Norman Wein, US-amerikanischer Comicautor und -redakteur
10. September 2017 / 69 Jahre

Miguel Ferrer, US-amerikanischer Schauspieler, Executive Officer der U.S.S. Excelsior in "Star Trek III: The Search for Spock
19. Januar 2017 / 61 Jahre

Lawrence Montaigne, Schauspieler und Autor, "Decius in der TOS-Episode "Balance of Terror" und "Stonn in "Amok Time"
17. März 2017 / 86 Jahre

Loren Janes, Stuntman und Stunt Coordinator
24. Juni 2017 / 85 Jahre

Skip Homeier, US-amerikanischer Schauspieler, "Melakon" in "Patterns of Force" und "Dr. Sevrin" in "The Way to Eden"
25. Juni 2017 / 86 Jahre

Stewart Moss, Schauspieler, Writer und Director, "Tormolen in "The Naked Time und "Hanar in "By Any Other Name"
September 2017 / 79 Jahre

Bernard Terry "Bernie" Casey, US-amerikanischer Schauspieler und zuvor American-Football-Spieler, "Lt. Commander Calvin Hudson in den DS9-Episoden "The Maquis, Part I" und "The Maquis, Part II."
19. September 2017 / 78 Jahre

Mark La Mura, Schauspieler, "John Doe in der TNG-Folge "Transfigurations"
11 September 2017 / 68 Jahre

Jack Blessing, Schauspieler, "Dulmur in der DS9-Episode "Trials and Tribble-ations"
14. November 2017 / 66 Jahre

Jon Paul Steuer, US-amerikanischer Filmschauspieler, Alexander Rozhenko in der Episode "Reunion"
1. Januar 2018 / 33 Jahre

David Ogden Stiers, US-amerikanischer Schauspieler und Musiker, "Dr. Timicin" in "Star Trek: The Next Generation"-Episode "Half a Life
3. März 2018 / 75 Jahre

Robert Scheerer, Director
3. März 2018 / 89 Jahre

Stephen Hawking, britischer theoretischer Physiker und Astrophysiker, Gaststar in "Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert"
14. März 2018 / 76 Jahre

Trek-Abschied

Zusammengestellt von Melanie Brosowski.


 

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Erster Eindruck zu "Star Trek: Adversaries"

Überraschend detaillierte 3D-Modelle − und eine zu kleine Zielgruppe?

Mit "Star Trek: Adversaries" traut sich Puppet Master Games an das Genre digitaler Sammelkartenspiele heran. Wir haben das im Early Access befindliche Spiel in der Version 03.0 ausprobiert.

Digitale Sammelkartenspiele haben seit Blizzards "Hearthstone" Hochkonjunktur. Im analogen Zeitalter war das "Star Trek: Customizable Card Game" eines der ersten und langlebigsten Exemplare seiner Zunft. Es war wohl nur eine Frage der Zeit, bis die "Star Trek"-Lizenz Pate für eine virtuelle Version stehen müsste. Der bislang unbekannte Entwickler Puppet Master Games hat sich dazu entschlossen, das unfertige Spiel ohne viel PR-Trubel im Early Access auf der eigenen Webseite zu veröffentlichen um mit Spielerfeedback an der Balance zu feilen.

Vorabschauversion
Der Zustand des Spiels ist im Großen und Ganzen so, wie man es von einem Early-Access-Titel oder einem öffentlichen Beta-Test erwarten kann. Echte Probleme bekommt man dann, wenn der eigene Monitor nicht im Seitenverhältnis 16:9 auflöst, weil dann wichtige Teile der Benutzeroberfläche plötzlich nicht mehr sichtbar sind. Lokalisiert ist der Titel ebenfalls noch nicht. Testfreudige sollten also in trittfest im Englischen sein. Der letzte Haken: Obwohl das Spiel mit einem Tutorial für die Bedienung daher kommt, vergessen die Entwickler, Genreneulingen die eigentlichen Regeln und Spielmechaniken beizubringen. Welche Bildschirmanzeige für welche Spielressource steht, muss man im ersten Spiel durch Ausprobieren selbst herausbekommen.

Spielprinzip
Wie alle Sammelkartenspiele bezieht "Star Trek: Adversaries" großen Reiz neben dem eigentlichen Kräftemessen mit menschlichen oder KI-Spielern aus der Verwaltung der Kartensammlung und dem geschicktem Zusammenstellen von Decks zu je 30 Karten. Spielkarten gehören zu einer von zwei Fraktionen (Föderation und Klingonen) oder sind neutral von beiden nutzbar. Vor dem Deckbau wählt der Spieler eines von 24 Flaggschiffen (je 12 für jede Seite), die ihrerseits eine Reihe von Sonderfähigkeiten und -karten beisteuern.

 
 

Um das Überleben der Schiffe wahrscheinlicher zu machen, können manche Vehikel durch Crewmitglieder verstärkt werden.


Die eigentlichen Partien bestehen im Raumkampf zwischen zwei Spielerflotten. Wer es schafft, das Flaggschiff des Gegners zuerst zu zerstören, gewinnt. Neben ihren Spezialfähigkeiten bleiben die Spielerpötte passive Zielscheiben für gegnerische Schiffe, die durch das Auslegen von Karten auf das Schlachtfeld kommen. Dazu stehen den Spielern jede Runde ein immer größer werdendes Punktekontingent zu Verfügung. Wo sich in den ersten Runden noch kleine Shuttles "abtasten", warpen bald schon leichte Raumer, später Kreuzer und zuletzt Schlachtschiffe ins Getümmel. Um das Überleben der Schiffe wahrscheinlicher zu machen, können manche Vehikel durch Crewmitglieder verstärkt werden. Sondereffekte durch Kartentexte sorgen dafür, dass die an und für sich simplen Basisregeln genretypisch von Runde zu Runde modifiziert und auf den Kopf gestellt werden. Wer sein Deck geschickt zusammengestellt hat, wird nach kurzer Zeit von sich gegenseitig begünstigenden Sondereffekten profitieren − das nötige Glück beim Kartenziehen vorausgesetzt.

Modi
Aktuell erlaubt Adversaries das Kräftemessen in drei Varianten: Mit Decks aus der eigenen Sammlung im Einzelspieler gegen KI, Ranglisten-Mehrspieler gegen menschliche Spieler und zuletzt "Quark's Arena". Dies ist ein Einzelspielermodus, in dem Spieler sich Ad-Hoc aus zufällig gezogenen Karten ein von ihrer Sammlung unabhängiges Deck zusammenstellen. In der Arena müssen sich Spieler mit ihrem Zufallsdeck gegen mehrere KI-Gegner behaupten, um Preise wie neue Karten oder Spielwährung zu gewinnen.

Darüber hinaus belohnt das Spiel wie im Genre üblich das Wiederholen bestimmter Spielmodi oder -aktivitäten ebenfalls mit Spielwährung oder Karten.

Präsentation
Was "Star Trek: Adversaries" gegenüber anderen Genrevertretern abhebt, ist die Visualisierung des Spielbretts als 3D-Weltraumszene mit überraschend detaillierten 3D-Modellen der ausgespielten Raumschiffe. Auch beim Sound versucht das Spiel, "Star Trek"-Flair mit Original-Sounds und Audio-Clips beim Ausspielen von Crewkarten zu wecken. Musik gibt es nur äußerst kurz und spärlich bei bestimmten Spielaktionen zu hören. Die Visualisierung der Spieleffekte ist durchwachsen, einiges scheint noch aus Platzhaltern zu bestehen. Insbesondere die visuellen Effekte für das Abfeuern von Waffen und Explosionen wirken unpassend, unfertig und bieten keinerlei Abwechslung, obwohl sie mehrfach jede Spielrunde zu sehen sind.

Die Gestaltung der Karten geht in Ordnung. Die Motive der Crewmitglieder basieren auf PR-Fotos oder Standbildern, die stark nachbearbeitet wurden, um ihnen eine stimmungsvolle Beleuchtung und handgemalten Look zu verleihen. Bei den Raumschiffen bedient sich Master Puppet Games für die Illustrationen bei den eigenen 3D-Modellen.

Zuletzt machen die Raumschiffe im Spiel selbst einen hervorragenden Eindruck. Die Modelle sind bis auf Einzelfälle erstaunlich akkurat und detailliert. Sowohl "Star Trek: Online" als auch "Star Trek: Timelines" sind hier wider Erwarten im Hintertreffen. Leider kann man diese Stärke von Adversaries nicht auskosten. Während man die Flaggschiffe im Hauptmenü noch zumindest rotieren kann, ist die Perspektive auf das 3D-Schlachtfeld während der Partie unveränderlich. Wer einmal nah auf die Facetten des Sarkophagschiffes schauen möchte, geht leider leer aus.

Die sehr detaillierten Raumschiffmodelle darf man während der Partie nicht rotieren. Heranzoomen ist auch im Hauptmenü unmöglich.

Umfang
Mit Ausnahme der Zeichentrickserie und den Filmen im Kelvin-Universum scheint sich Puppet Master Games frei im Fundus von CBS und Paramount bedienen zu dürfen. Auch Karten und Raumschiffe aus "Star Trek: Discovery" sind bereits vertreten. Aktuell umfasst der Spielkartenkatalog rund 300 sammelbare Karten. Dazu kommen knapp 200 weitere "Core Cards", die an die 24 Flaggschiffe gebunden sind. Zur Langzeitmotivation und der Abwechslung durch die drei Spielmodi und -ziele lässt sich nach einigen Proberunden nichts sagen. Für die Einzelspielermodi stehen derzeit 13 Gegner bereit, die mit unterschiedlichen, thematisch passenden Decks spürbar unterschiedliche Spielstile favorisieren.

Geschäftsmodell
Offenbar ist "Adversaries" als sogenanntes Free-to-Play-Spiel angelegt, das vom Start weg einen kostenlosen Einstieg erlaubt. Zur Kasse gebeten werden die Spieler, sobald sie neue Kartenpäckchen oder Zugang zu Quark's Arena erhalten wollen. Während des Early Access' ist Ersteres noch nicht möglich und Letzteres vorübergehend kostenlos. Ambitionierte Spieler werden aber schnell merken, dass sie dringend zusätzlich Karten benötigen, um auf Kombinationseffekte optimierte Decks für die Ranglistenspiele zusammenstellen zu können.

 
 

Neue Karten gibt es hauptsächlich für echtes Geld zu kaufen.


Dann bleiben typischerweise zwei Wege: Entweder über durch langwieriges Intensivspielen Spielwährung erlangen, oder doch zum Portemonnaie greifen und solange Kartenpäckchen kaufen, bis durch Zufall endlich die richtigen Karten in der Sammlung sind. In der kleinsten Packungsgröße kosten die Karten 30 US-Cent das Stück. Wer direkt 250 nimmt, zahlt immerhin noch 24 US-Cent. Es sei an dieser Stelle angemerkt, dass die zufällige Verteilung von Spielinhalten durch die Zahlung von Kleinstbeträgen zuletzt verstärkt in die Kritik geraten ist, weil es Anhaltspunkte für Suchtgefahren analog zum Glücksspiel gibt.

Thema verfehlt
Obwohl das Spiel auch schon im jetzigen Zustand eine solide Figur macht, stellt sich doch die Frage, wie ausgerechnet das fast unveränderte Hearthstone-Gameplay und die "Star Trek"-Lizenz in dieser Form zueinander finden konnten. Die Spielmechanik ist gänzlich von Forschung, Entdeckung und Diplomatie befreit; und während "Star Trek: Timelines" sich wenigstens noch die Mühe macht, die Vermischung von Elementen aus unterschiedlichen Zeitepochen durch eine haarsträubende Story rund um Q plausibel zu machen, verzichtet "Adversaries" einfach gleich auf jede Art von Hintergrundgeschichte und Kanon-Anbindung. Locutus und Picard auf der Enterprise NX-01? Kommentarlos möglich.

Die Schlachten werden auch im Einzelspieler nicht motiviert. Diplomatie: Fehlanzeige. Mutig geht hier niemand irgendwo hin. Auch ansonsten ist schwer nachzuvollziehen, wie das Geschehen auf dem Bildschirm ins "Star Trek"-Universum passen soll. Flaggschiffe werden zur reinen Zielscheibe deklassiert. Plötzlich sind Ärzte die besten Raumschiffingenieure. Aber auch leichtbekleidete Orion-Sklavinnen verstärken gerne mal den Schiffsrumpf. Shuttles zwingen Gegner, zuerst auf sie zu feuern, statt auf die 100fach größeren Raumer daneben. Normale Schilde wurden im ganzen Universum gleich ganz abgeschafft. Der Konflikt zwischen Thema und Spielmechaniken ist also auch dann unübersehbar, wenn man akzeptiert, dass der Spielwelt von Adversariers jeder auf jeden schießt, befreit von Raum, Zeit und Erster Direktive.

Die Älteren werden sich vielleicht noch an das eingangs erwähnte physisch existierende "Star Trek: Custumizable Card Game" erinnern. Ebenfalls ein Wetteifern zwischen zwei Spielern mit vor-konstruierten Decks, aber die Spielmechaniken waren seinerzeit nicht kopflos von dem damals dominierenden "Magic: The Gathering" abgekupfert. "ST:CCG" implementierte stattdessen erfolgreich Entdeckung, Forschung, Diplomatie, Kolonisation und Krisenbewältigung in seinen Spielmechaniken. Während sich "Hearthstone" thematisch zurecht und mechanisch erfolgreich an "Magic" orientiert hat, ignoriert "Adversaries" seinen analogen Vorvater sträflich, um ein vermeintliches Erfolgsrezept zu kopieren.

Fazit
Für einen Early-Access-Titel geht die Version v03.0 absolut in Ordnung, und handwerklich hat der Entwickler viel richtig gemacht. Insbesondere die 3D-Inszenierung mit detaillierten Modellraumschiffen war eine angenehme Überraschung. Auf der anderen Seite passen Thema und Spielmechanik nicht zusammen. So stellt sich die berechtigte Frage: Wer soll das spielen? Trotz des soliden Einstands wird Puppet Master Games sicher nicht in ernsthafte Konkurrenz mit Blizzard treten, und die bekannten Spielmechaniken besser umsetzen können, um Hearthstone-Veteranen anzulocken. "Star Trek"-Fans auf der anderen Seite werden bei F2P-Titeln wie "Star Trek: Online" besser mit Story und einem Einklang von Thema und Spielmechaniken versorgt. Vielleicht hofft Puppet Master Games auch einfach darauf, Spieler zu erreichen, die bisher keinen Kontakt zu Hearthstone hatten, und mit "Star Trek" nur oberflächlich vertraut sind. Das ist dann aber eine verdammt kleine Zielgruppe.

Trek-Karten

Ein Beitrag von Christopher Kurtz.


 

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Gesellschaftskritischer Trek-Polit-Krimi

"Prometheus: Feuer gegen Feuer": Der Auftakt zur ersten deutschen Trek-Trilogie

"Feuer gegen Feuer" von Bernd Perplies & Christian Humberg ist der erste lizensierte "Star Trek"-Roman aus deutscher Feder und besticht durch einen flüssigen Schreibstil sowie einen gekonnten Spannungsaufbau. Er handelt von den Abenteuern der U.S.S. Prometheus, welche bereits aus der "Voyager"-Episode "Flaschenpost" bekannt ist.

Der Prolog startet zunächst im 23. Jahrhundert auf der U.S.S. Valiant und wartet gleich mit einer Videobotschaft von Captain Kirk auf. Die Mission der Valiant führt in den Lembatta-Cluster und nimmt kein gutes Ende. Die Crew entdeckt auf einem verlassenen Planeten Ruinen und stößt dort auf eine Macht, welche die Mitglieder der Crew gegeneinander aufhetzt. Diese Einleitung wird ganz zum Schluss wieder wichtig und ist zugleich eine Überleitung zum zweiten Band.

Die Mission der Prometheus spielt mehr als ein Jahrhundert später und macht glücklicherweise einen weiten Bogen um die Ereignisse der schwachen Destiny-Reihe. Es gibt zwar einige Erwähnungen und deutliche Verflechtungen zur "Typhon Pakt"-Reihe. So beginnt die Geschichte mit einem Patrouillenflug am Grenzgebiet zu den Tzenkethi und einem Abstecher zur neuen Deep Space Nine, doch von dort aus startet die U.S.S. Prometheus in ein völlig eigenständiges Abenteuer.

Die Crew der Prometheus ist bunt durchmischt. Zwar sitzt mit Captain Richard Adams wieder mal ein weißer Erdenmann auf dem Chefsessel und die Chefingenieurin ist keine geringere als Jenna Kirk, die tatsächlich mit dem legendären Captain verwandt ist. Interessant wird es allerdings schon beim Kommunikationsoffizier Paul Winter, einem Deutschen mit sudanesischen Wurzeln. Das ist ein klares Statement gegen Rassismus und zeigt, dass in der Zukunft von "Star Trek" jeder Mensch seine Heimat frei wählen kann und dort willkommen ist.

Ansonsten hält sich das irdische Personal stark in Grenzen, was bei einem Raumschiff einer Planetenallianz mit über 150 Mitgliedswelten eigentlich auch erwartet werden sollte. Erster Offizier ist der Caitianer Roass, Sicherheitschefin ist die Andorianerin Lenissa zhThiin und der Chefarzt Geron Barai ist Betazoide. Mit dem Bolianer Chell und dem Benziten Mendon sind außerdem zwei bekannte Aliens von der Voyager und der Enterprise dabei.

Abgerundet wird die Crew durch den Steuermann Jassat ak Namur, einen Renao. Er gehört einem streng isolationistischen Volk an, welches den Lembatta-Cluster bewohnt. Die Prometheus wird unter anderem wegen ihm in den Cluster geschickt, da seine Landsleute hinter einer Serie verheerender Anschläge auf die Föderation und Klingonen stecken.

 
 

Der Captain der Bortas ist kein Unbekannter, sondern Kromm von der NingTao. Sein erster Offizier ist L'emka, eine besonnene Frau, welche die Stimmung an Bord bei einigen heiklen Gelegenheiten entschärfen kann.


Beim ersten Anschlag auf die Sternenbasis 91 stirbt die Nichte des Captains, welcher dennoch nach einer friedlichen Lösung sucht. Weit ungehaltener reagieren die Klingonen nach einem Anschlag auf eine Minenkolonie. Am liebsten würden sie sofort eine Invasionsstreitmacht in den Lembatta-Cluster schicken, doch dem besonnenen Kanzler Martok sei Dank wird als Kompromisslösung die I.K.C. Bortas für Ermittlungen an die Seite der Prometheus entsendet.

Der Captain der Bortas ist kein Unbekannter, sondern Kromm von der NingTao. Sein erster Offizier ist L'emka, eine besonnene Frau, welche die Stimmung an Bord bei einigen heiklen Gelegenheiten entschärfen kann. Außerdem ist noch Botschafter Rozhenko, Sohn von Worf, an Bord. Der Prometheus gesellt sich indes auf Lembatta Prime Botschafter Spock hinzu und Kontaktmann auf der Erde ist der Capellaner Admiral James Leonard Akaar. Es mangelt also nicht an prominenten Gastcharakteren.

Die Ermittlungen auf Lembatta Prime und der Renao-Hauptwelt Onfarin gestalten sich äußerst schwierig, da die Spezies generell xenophob ist, aber auch, weil es mehr Anhänger der Extremistengruppe "Reinigende Flamme" gibt als erwartet. Schnell steht fest, dass tatsächlich Renao-Extremisten hinter den Anschlägen stecken. Als wäre das noch nicht schlimm genug, nehmen die Terroristen ein Außenteam, bestehend aus Lenissa zhThiin und Jenna Kirk sowie zwei Klingonen als Geiseln, wobei einer der Klingonen ums Leben kommt. Das bringt die Crew der Bortas in Rage und macht einen Krieg wahrscheinlicher.

Es ist relativ offensichtlich, dass die Autoren hier auf den Krieg gegen den Terror anspielen, zumal die Renao anstelle des arabischen Namensteils "al" ein "ak" haben. Die Klingonen stehen dabei für die USA, welche immer gleich unbedacht zu den Waffen greifen. Doch zum Glück hat Martok nichts von Bush, Obama oder gar Trump. Er steht der Föderation immer noch nahe, welche den gesunden Menschenverstand verkörpert.

Die Mission der Prometheus zeigt, wie man vernünftig mit der Terrorbedrohung umgeht. Nämlich indem man Ermittlungen anstellt und die Ursachen hinterfragt. Die Klingonen schlagen dabei allerdings immer öfter über die Stränge und greifen zu Mitteln wie Folter. Dies führt zwar tatsächlich zu kleineren Erfolgen, wird aber dennoch von der Föderation verurteilt.

Innerhalb der Prometheus-Crew brodelt es allerdings ebenfalls und so beginnen einige Besatzungsmitglieder, sich fremdenfeindlich gegenüber Jassat ak Namur zu verhalten, obwohl dieser betont, dass die Mehrheit seines Volkes friedlich sei. Die Parallelen zur Rechtsentwicklung und insbesondere Islamfeindlichkeit in Deutschland und Europa sind unübersehbar.

Die Renao-Extremisten weisen ihrerseits nicht nur Parallelen zu Islamisten, sondern auch zu Rechtsterroristen auf. Immerhin sind sie äußerst fremdenfeindlich und wollen alle anderen Spezies aus ihrer Heimatsphäre verbannen. Und mehr noch, sie wollen, dass alle Völker auf ihre Heimatwelten beschränkt bleiben. Das erinnert stark an das rechtsextreme Ideal von einem "Europa der Vaterländer". Jedes Volk soll in seinem Land bleiben, kultureller Austausch ist unerwünscht.

Wie die realen Extremisten, egal ob nun islamistisch oder rassistisch, widersprechen sich die Renao-Terroristen permanent bei der Auslebung ihrer Ideologie. So führen sie selbst genau den Krieg gegen fremde Sphären, den sie anderen Spezies vorwerfen. Dabei benutzen sie obendrein Waffen vom romulanischen Schwarzmarkt, also fremde Technologie. Sie nennen ihre Feinde abfällig Sphärenschänder und sind doch selbst die größten Schänder von allen.

Das ist bei weitem nicht der einzige Widerspruch, denn gerade die Terrorakte sorgen dafür, dass die Föderation und Klingonen Ermittler schicken und über kurz oder lang gezwungen sein werden, militärisch zu intervenieren. Wenn das Ziel also die Isolation der Renao vom Rest der Galaxis ist, wird dieses zwangsläufig verfehlt und letztendlich das Gegenteil erreicht. Anderen die eigene Lebensweise aufzwingen zu wollen war noch nie eine gute Idee. Das mussten schon die Römer in Germanien, die Deutschen in Stalingrad und die Amerikaner in Vietnam erfahren.

Der Auftakt der "Prometheus"-Trilogie ist ein politisch hoch aktuelles Statement, welches zur Vernunft und Völkerverständigung aufruft. Die Autoren geben der Diplomatie Vorrang vor kriegerischen Abenteuern, welche die Welt bisher immer nur unsicherer gemacht haben. "Feuer gegen Feuer" ist ein Buch, welches kaum besser in diese Zeit passen könnte und zum kritischen Nachdenken anregt. Genau so sollte "Star Trek" sein. Im Gegensatz zu den Actionreißern von J.J. Abrams oder der kriegslüsternen Serie "Discovery" kehrt "Prometheus" zu den Wurzeln zurück. Weiter so!

Weiterführende Links

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    "Star Trek: Prometheus 1 − Feuer gegen Feuer"

  • Trek-Bücher

    Ein Beitrag von Sebastian Bach.


     

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    Tops und Flops in der Trek-Modell-Welt

    "Star Trek"-Eaglemoss-Shuttleset 1 und Sonderausgaben 10 & 11

    Abseits der regulären Raumschiffsammlung gibt es inzwischen eine ganze Reihe von Föderationsshuttles, welche jeweils als Vierersets für Abonnenten erschienen sind. Zwar kann sich die Qualität der Shuttles durchaus sehen lassen, dennoch ist es ärgerlich, dass sie nicht als reguläre Ausgaben erscheinen. Zum einen treibt die geringe Auflage die Preise in die Höhe, zum anderen gibt es einige Nachteile bei den Modellen selbst.

    Der erste Minuspunkt ist die geringe Größe, die gerade einmal knapp die Hälfte der Standardmodelle beträgt. Obwohl sich das nicht negativ auf den Detailgrad auswirkt, fühlt man sich doch irgendwie betrogen. Zumal man für eines der winzigen Shuttles in der Regel mehr als den doppelten Preis einer regulären Ausgabe hinblättern muss. Sogar im hauseigenen Eaglemoss Shop kostet ein Shuttle im Setpreis über 20 €.

    Der nächste Minuspunkt sind die Displayständer. Für die Shuttles gibt es keine stabile Aufhängung, sondern nur eine glatte Oberfläche, von der die Modelle leicht herunterrutschen. Da kann man die Ständer auch gleich ganz weglassen. Vergleicht man das alles mit dem romulanischen Shuttle oder dem Runabout, ist das wirklich ein Ärgernis sondergleichen. Die abschließende Bewertung soll sich allerdings allein auf die Modelle konzentrieren.

    Der dritte Minuspunkt sind die Begleithefte. Diese sind extrem kleinformatig und passen damit nicht in die Sammelordner. Auf den gerade einmal acht Seiten gibt es jeweils nur einen kurzen Artikel über die Auftritte in den Serien sowie ein Okudagramm. Über das Design der Shuttles erfährt der interessierte Trekkie nichts! Immerhin sind die Okudagramme noch als durchscheinende Plastiktafeln beigelegt, die man sich neben das jeweilige Shuttle stellen kann. Einer der wenigen Pluspunkte.

    Shuttle Galileo

    Bei dem Shuttle aus der Classic-Serie kann man eigentlich nicht viel falsch machen, da es relativ glatt und detailarm ist. Eaglemoss hat dabei das Bestmögliche herausgeholt. Alle Details sind gut ausgeprägt und insbesondere am Heck stechen der Impulsantrieb und die Landestütze hervor. Die Bussardbugkollektoren bestehen trotz ihrer geringen Größe aus bunten Plastikeinlegern. Der Bedruck kann sich ebenfalls sehen lassen, und diesmal sind sogar die Fenster getroffen.

     
     

    Wenn es in einem etwas größeren Maßstab mit ordentlichem Display in der regulären Sammlung erschienen wäre, wäre alles perfekt!


    Im Vergleich lässt Eaglemoss das doppelt so große Modell von Johnny Lightning alt aussehen. Bei Letzterem sind die Proportionen nicht sonderlich gut getroffen, die weiß lackierten Fenster sitzen viel zu tief und weiße Bussardbugkollektoren gehen gar nicht. Die etwa gleichgroße Version des japanischen Herstellers Furuta kann da schon eher mithalten. Allerdings fehlen bei dessen Galileo zwei Fenster und das vorhandene ist viel zu klein. Außerdem stimmt das Dach nicht ganz und der Fuß der Landestütze ist rund statt rechteckig. Die zusätzlichen goldenen Landefüße an den Warpgondeln hat Furuta selbst hinzugedichtet.

    Ähnliche Mängel weist auch das große Modell von Playmates auf. Bei diesem lässt sich allerdings ein Blick in den Innenraum werfen und auch die Wartungsklappen an den Warpgondeln sind eine coole Idee. Insgesamt betrachtet bietet Eaglemoss jedoch die mit Abstand beste Umsetzung des Galileo-Shuttles. Wenn es in einem etwas größeren Maßstab mit ordentlichem Display in der regulären Sammlung erschienen wäre, wäre alles perfekt!

    Bewertung: Für das Shuttle Galileo gibt es ohne Abstriche 5 von 5 Sternen in Gold!

    Shuttle Goddard

    Machen wir einen Sprung ins nächste Jahrhundert zum Shuttle Goddard. Daran gibt es ebenfalls nicht viel auszusetzen. Alle Oberflächenstrukturen und Details sind vorhanden, sogar auf der Unterseite wurde an alle technischen Apparaturen gedacht. Die Schubdüsen sind ebenfalls detailliert herausgearbeitet. Am Heck findet sich das schöne Muster der Einstiegsluke und drum herum der Impulsantrieb mit seiner filigranen Gitterstruktur. In den Warpgondeln gibt es blaue Plastikeinleger, was den Gesamteindruck positiv abrundet.

    Die Konkurrenz muss Eaglemoss nicht fürchten. Das große Modell von Playmates mit Licht und Sound hat eine wesentlich glattere Oberfläche und mit seinen Rädern taugt es eher als Spielzeug. Außerdem hat es an einigen Stellen Farben, die dort nicht hingehören. Das Innerspacemodell von Playmates ist da schon etwas akkurater, aber dennoch keine Konkurrenz. Micro Machines hat noch ein vergleichbares Shuttle mit dem Namen Berman herausgebracht, welches aus unerfindlichen Gründen Oberlichter aufweist. Es ist zwar für die winzige Größe ganz nett, lohnt den Vergleich aber kaum.

    Bewertung: Das Shuttle Goddard steht der Galileo in nichts nach und ist damit ebenfalls volle 5 von 5 Sternen in Gold wert!

    Shuttle Chaffee

    Das Design der Chaffee ist an die Defiant-Klasse angelehnt und von Eaglemoss perfekt umgesetzt worden. Die Außenhülle weist sämtliche relevanten Details auf, wobei die Antriebssektion am Heck besonders hervorsticht. Die Warpantriebe haben sogar blaue Plastikeinleger. Die Unterseite ist ebenfalls mit allen mechanischen Apparaturen versehen und der Bedruck ist rundum gelungen. Eine solche Detailverliebtheit wünscht man sich bei jedem Eaglemoss-Modell.

    Bewertung: Für dieses konkurrenzlose Modell gibt es abermals 5 von 5 Sternen mit extra viel Gold!

    Voyager-Shuttle

    Das Voyager-Shuttle ist das Sorgenkind der ersten Shuttle-Reihe. Die Grundform ist zwar korrekt und die meisten Details sind vorhanden. Insbesondere die oberen und unteren Sensoreinheiten sind extrem detailverliebt. Die Einstiegsluke am Heck ist korrekt ausgeformt, die Warpgondeln mit ihren blauen Plastikeinlegern ebenfalls.

     
     

    Man kann die Modelle direkt nebeneinander stellen und die Unterschiede fallen sofort ins Auge.


    Doch nun kommt das große Aber. Im hinteren Bereich und auf der Unterseite fehlen die Oberflächenstrukturen komplett. Die hinteren Schubdüsen sind lediglich als braune Flächen aufgedruckt, die vorderen sind überhaupt nicht vorhanden. Da diesmal im Vergleich auf die Transporteremitter mehr Detailwert gelegt wurde, ist das besonders ärgerlich. Der Bedruck ist insgesamt okay, gleicht jedoch nicht die fehlenden Details aus.

    Mit diesen vermeidbaren Mängeln bekommt das Voyager-Shuttle von Eaglemoss ausgerechnet Konkurrenz vom winzigen Micro Machine. Dieses weist sämtliche Deckplattenstrukturen auf, die bei der Eaglemoss-Version fehlen. Obendrein ist das Micro Machine gar nicht so viel kleiner, was die Sache noch peinlicher macht. Man kann die Modelle direkt nebeneinander stellen und die Unterschiede fallen sofort ins Auge. Beim Delta-Flyer war Eaglemoss nicht so schlampig.

    Bewertung: Das Voyager-Shuttle ist die erste Enttäuschung unter den Shuttles. Leider reicht es diesmal nur für 3 von 5 Sternen.

    Sonderausgabe 10: Deep Space Station K-7

    Die Deep Space Station K-7 ist seit der Deep Space Nine nicht nur die erste Raumstation, die bei Eaglemoss erscheint, sondern auch erst die zweite Sonderausgabe, die kein Modell aus dem JJ-Versum beinhaltet. Es bleibt zu hoffen, dass es auch in Zukunft Sonderausgaben mit Raumstationen wie Regula 1, der Jupiterstation, der Hirogen Trainingsbasis und so weiter geben wird. Die Raumschiffsammlung wurde inzwischen auf 160 Ausgaben erhöht, da wäre es nur logisch, den zahlreichen Raumbasen ebenfalls mehr Ausgaben einzuräumen. Immerhin das Spacedock ist bereits angekündigt.

    Doch werfen wir zunächst einen genaueren Blick auf die K-7. Da es sich um eine Station aus der Classic-Serie handelt, ist das Design sehr eben und stromlinienförmig. Dennoch weist es zahlreiche Oberflächenstrukturen auf, mit denen Eaglemoss diesmal nicht geizt. Es fehlt keine Linie und keine Erhebung. Etwas seltsam ist lediglich, dass die Fenster an den Außentürmen lediglich aufgedruckt sind, während sie auf dem Hauptturm schön herausgearbeitet sind.

    Ein weiteres Versäumnis gibt es im Shuttlehangar. Dieser ist an sich durchaus detailgetreu, allerdings fehlt die Ausbuchtung mit den Fenstern in der Mitte, während sie links und rechts noch vorhanden ist. Eigentlich sollte dieser Bereich der Andockkontrolle einmal komplett um den Hangar herumlaufen. Auf die kleinen roten Türen wurde aufgrund des Maßstabs ebenso verzichtet wie auf das Schild mit der Aufschrift "Welcome to K-7! Now go home!". Das ist aber nicht weiter schlimm, da es so winzig ausgefallen wäre, dass man es ohnehin nicht hätte entziffern können.

    Im Begleitheft kommt diesmal der Autor der Episode "Kennen Sie Tribbles?", David Gerrold, höchstpersönlich zu Wort. Leider hat sich in der Übersetzung sowohl eine Wortdoppelung als auch ein Grammatikfehler eingeschlichen. In den weiteren Artikeln geht es jeweils um die Entstehung der Episoden "Kennen Sie Tribbles?" und "Immer die Last mit den Tribbles".

    Bewertung: Die Station K-7 ist eine Bereicherung für jede Sammlung und hat sich volle 5 von 5 Sternen in Gold verdient!

    Sonderausgabe 11: U.S.S. Enterprise XCV-330

    Obwohl man die Enterprise XCV-330 in den Filmen sowie Serien nur auf Bildern oder als Modell zu sehen bekommt, erfreut sich das experimentelle Schiff großer Beliebtheit. Eaglemoss bringt es erstmalig als Massenware auf den Markt und verpatzt es leider total. Die XCV-330 zählt zu den schlechtesten Eaglemoss-Modellen überhaupt!

    Äußerlich sehen zumindest die Warpringe noch spitzenmäßig aus und strotzen nur so vor Details. Jede winzige Apparatur und jedes Lüftungsgitter ist vorhanden. Die Innenseite der Warpringe sollte eigentlich exakt genauso aussehen, ist jedoch total glatt. Nicht einmal der Bedruck ist vorhanden. Außer dem Schiffsnamen und der Registriernummer gibt es hier gar nichts zu entdecken. Ganz anders beim Computermodell auf der Titelseite des Magazins, wo jede Menge Strukturen zu erkennen sind. Insbesondere die kreisförmigen Apparaturen, deren Gegenstücke auf der Außenseite der Ringe durchaus vorhanden sind.

    Weiter geht es zur Antriebssektion. Der Impulsantrieb sieht noch ganz okay aus, obwohl an den Seiten der einzelnen Segmente schon wieder jeweils zwei kreisförmige Strukturen fehlen. An der Vorderseite des Stegs, der die Antriebssektion mit den Warpringen verbindet, fehlen gleich sämtliche Details. Statt der acht Kreise und den Torpedowerfern gibt es dort nur eine glatte graue Fläche. Die Unterseite der Antriebssektion ist ähnlich missraten.

    Der Gipfel der Abscheulichkeit ist jedoch die Kopfsektion des Schiffes. An der Front sollte im oberen Teil eigentlich ein großes Panoramafenster der Kommandobrücke zu sehen sein. Abermals gibt es nur eine glatte graue Fläche. Der Hauptdeflektor direkt darunter wurde ebenso schlampig umgesetzt. Es gibt keine nach innen gewölbte bronzefarbene Schüssel, sondern nur eine graue Ebene mit einem kleinen Knubbel, welcher die Antenne des Hauptdeflektors darstellen soll.

     
     

    Mit der Enterprise XCV-330 hat sich Eaglemoss überhaupt keine Mühe gegeben.


    Mit der Enterprise XCV-330 hat sich Eaglemoss überhaupt keine Mühe gegeben. Von weitem mag das Modell noch einigermaßen interessant wirken, doch bei genauerem Hinsehen ist es das grottigste Modell der Special-Reihe. Selbst für hartgesottene Fans lohnt sich der Kauf kaum. Lediglich der Vollständigkeit halber und wegen des weitaus gelungeneren Magazins macht es teilweise noch Sinn, hierfür Geld zu investieren.

    Im Heft wird detailliert über die Entwicklung des Ringschiffes als ursprüngliches Konzept von Matt Jeffries für die Classic-Enterprise berichtet und jeder Auftritt von "Star Trek: Der Film" über "Enterprise"-Episode "Zuhause" bis zu "Into Darkness" mit entsprechendem Bildmaterial aufgeführt. Besonders reizvoll ist das Computermodell, welches man sich in dieser Form auch als Fertigmodell gewünscht hätte.

    In einem weiteren Artikel werden außerirdische Völker vorgestellt, die nur im ersten Kinoabenteuer der Classic-Crew zu sehen waren. Bei einigen Aliens wie den Arcturianern und Beteigeuzianern kann man eigentlich nur froh sein, dass sie nicht wieder aufgegriffen wurden. Zumal schon ihre Heimatsterne nicht gerade lebensfreundlich sind. Andere Völker wie die Aaamazzariten, Rhaandariten, Zaraniten und Megariten wären dagegen durchaus interessant gewesen, da ihre Kulturen bereits sehr detailliert ausgearbeitet worden sind. Zumindest die Saurianer wurden in späteren Serien immer wieder erwähnt, tauchten aber leider nie wieder auf.

    Bewertung: Beim Special Nummer 11 lohnt eigentlich nur das Begleitheft. Für das Modell kann indessen nur ein müder Stern vergeben werden, und das auch nur für die Fernwirkung. Das Geld kann man sich echt sparen!

    Trek-Modelle

    Ein Beitrag von Sebastian Bach.


     

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    Viele Highlights und eine Wiederholung

    "Star Trek"-Eaglemoss-Modelle, Teil 8

    Unter den nächsten zehn Modellen der Raumschiffsammlung finden sich wieder einige Highlights, aber leider auch eine unnötige Wiederholung. Die Qualität ist insgesamt weiterhin starken Schwankungen unterworfen.

    Ausgabe 71: Klingonisches Transportschiff

    Goroths Transporter kann sich, wie bisher alle klingonischen Modelle aus der Serie "Enterprise", sehen lassen. Die Oberflächenstrukturen sind schön herausgearbeitet und die Warptriebwerke bestehen aus grünem Plastik. Es gibt nicht wirklich viel zu kritisieren, außer zwei Kleinigkeiten.

    Zum einen ist die Rundung des vorderen Torpedowerfers komplett rot und es fehlt ihr an Tiefe. Eigentlich sollte die runde Öffnung wie der Rest des Schiffes grün sein und nur die Torpedoröhre im Innern rot leuchten. Wo wir schon mal bei der Bewaffnung sind, fehlen außerdem noch die vier Disruptorkanonen an den Schiffsseiten. Zumindest auf der Schiffsunterseite sind noch zwei Kanonen vorhanden, allerdings sind diese mit dem Rumpf verwachsen.

    Im Magazin erfährt man, dass John Eaves das klingonische Transportschiff ursprünglich als Shuttle für den "Enterprise"-Pilotfilm entworfen hatte. In einem weiteren Artikel geht es um die Rückkehr einiger Spezies aus der Classic-Serie. Die Orioner werden hierbei kurioserweise "Orionen" genannt. Außerdem hat sich bei dem Episodentitel "Gesetze der Jagd" ein Tippfehler eingeschlichen.

    Bewertung: Bei wenigen Abstrichen reicht es immer noch für 5 von 5 Sternen in Gold!

    Ausgabe 72: U.S.S. Enterprise-A

    Das Modell der Enterprise-A ist eigentlich nichts weiter als eine Neuauflage der umgebauten Enterprise aus den ersten drei Kinofilmen. Eaglemoss hat dementsprechend alle Schwachstellen des ersten Modells übernommen. Der Energiekern auf der Untertassensektion ist immer noch eine glatte blaue Perle, Deck 2 unterhalb der Brücke hat nach wie vor keinerlei Fenster, auf den Warpgondelpylonen gibt es immer noch keine Oberflächenstrukturen und rund um den Shuttlehangar fehlen weiterhin sämtliche Details. Es handelt sich um das gleiche grottige Modell wie zuvor.

     
     

    Auf Seite 10 wird leider ein dermaßen stark verpixeltes Bild der Enterprise-A präsentiert, dass der verantwortliche Mediengestalter vor Scham im Boden versinken sollte.


    Lediglich die Bemalung holt bei dieser Neuauflage noch ein paar mehr Details heraus. So hat die Enterprise-A endlich ein anständiges Aztekenmuster und wirkt wesentlich heller. Die Phaserkanonen sind allerdings nach wie vor nur dunkelgraue Rechtecke, obwohl sie eigentlich gelb sein und rote Rahmen haben sollten. Der rote Rahmen um die Registriernummer ist indes auf der Oberseite schwarz und auf der Unterseite der Untertassensektion fehlt er völlig. Zudem sollte sich auf den Bussardbugkollektoren eine weiße Metallstrebe befinden, die einfach nicht bedruckt wurde.

    Das Begleitheft ist zwar informativ und beinhaltet neben einem doppelseitigen Artikel über die Veränderungen am Studiomodell einen sechsseitigen Artikel über Nicholas Meyers Mitarbeit am vierten und sechsten Leinwandabenteuer der Classic-Crew. Auf Seite 10 wird aber leider ein dermaßen stark verpixeltes Bild der Enterprise-A präsentiert, dass der verantwortliche Mediengestalter vor Scham im Boden versinken sollte. Eine derartig schlechte Bildqualität gab es schon lange nicht mehr.

    BewertungDa für die Enterprise-A dieselbe Gussform wie für das Vorgängermodell benutzt wurde, kann die Wertung eigentlich nicht viel besser ausfallen. Lediglich die etwas schönere Bemalung holt noch einmal einen Stern raus, sodass es für kulante 2 von 5 Sternen reicht.

    Ausgabe 73: Borg-Renegatenschiff

    Das Borg-Renegatenschiff gehört zu den ungewöhnlichsten Raumschiffdesigns des "Star Trek"-Universums, da es genauso asymmetrisch ist wie das Breen-Kampfschiff. Dennoch erkennt man es anhand der technischen Strukturen sofort als Borg-Raumschiff. Leider hat es Eaglemoss nicht geschafft, diese Detailfülle am Modell widerzuspiegeln. Zwar müssen schon allein aufgrund des Maßstabs Abstriche in Kauf genommen werden, aber trotzdem wäre hier mehr möglich gewesen, inklusive was die winzige Größe betrifft.

    Das Grunddesign stimmt schon mal und die meisten offenen Strukturen in der Schiffshülle sind samt Röhren vorhanden. Nur am kleineren Pylon fehlt eine der Lücke und am Hauptrumpf sind einige nicht so dunkel bedruckt wie die größeren Lücken. Am oberen Aufbau rechts ist zudem eine offene Stelle komplett glatt und hellgrau. Die Panzerplatten sind indes etwas zu groß geraten, das puzzleartige Oberflächenmuster entspricht nicht ganz dem des Computermodells im Heft. Außerdem fehlen unzählige kleinere Erhebungen, die durchaus machbar gewesen wären, da andere von gleicher Größe vorhanden sind.

    Die Bemalung hätte ebenfalls mehr Abwechslung vertragen können. Mit Ausnahme der offenen Stellen ist das Schiff komplett in einem viel zu hellen Grau eingefärbt. Auf die dunklen Abnutzungen, die auf dem Computermodell wirklich cool aussehen, wurde leider verzichtet. Sie hätten das Schiff insgesamt metallischer wirken lassen können. Immerhin sind aber die winzigen roten Borg-Logos und die blauen Fenster vorhanden.

    Obwohl das Renegatenschiff für die Borg ein wenig unperfekt ausgefallen ist, bereichert es dennoch jede Sammlung, da es kaum Konkurrenzmodelle gibt. Der Borg-Soong aus der Attack Wing-Serie von Wizk!ds Heroclix ist aufgrund der dunklen Farbgebung zwar eher als Borg-Schiff erkennbar, doch viele Details stimmen an der Miniatur überhaupt nicht. So ist der achteckige linke Ausleger beim Heroclix-Modell komplett gleichförmig und nicht langgezogen wie bei der Eaglemoss-Version. Letztere hat daher klar die Nase vorn.

    Das Magazin wartet mit nur einer Doppelseite zur Designentwicklung auf, was mitunter daran liegt, dass es keinerlei Skizzen zum Modell gibt. Dan Curry hatte das Borg-Schiff seinerzeit gleich als Styropormodell entwickelt, welches Greg Jein als Ausgangsbasis für das detaillierte Studiomodell diente. In einem sechsseitigen Artikel darf Jonathan del Arco über seine Rolle als Borg-Drohne Hugh plaudern. Die Episodenbilder sind diesmal leider wieder sehr unscharf, was ärgerlich ist, da "The Next Generation" inzwischen komplett in HD vorliegt und hoch auflösende Screenshots damit kein Problem gewesen wären.

    Bewertung Trotz einiger Abstriche können für dieses ungewöhnliche Borg-Schiff noch solide 4 von 5 Sternen vergeben werden.

    Ausgabe 74: Bajoranischer Raider

    Mit dem bajoranischen Raider kommt eines der detailreichsten Modelle in die Sammlung. Hier hat sich Eaglemoss wirklich alle Mühe gegeben, jede technische Einzelheit herauszuarbeiten. Sogar der Innenraum der Antriebsdüse lässt nichts vermissen. Hier und da fehlen zwar mal kleine Schrauben und an der Unterseite zwei kreisförmige Strukturen, aber die sind kaum der Rede wert. Insgesamt könnte man fast glauben, eine 1:1-Kopie des Studiomodells vor sich zu haben.

     
     

    Das Gewicht scheint mit 108,96 Tonnen ebenfalls stark übertrieben, denn der bajoranische Raider ist nicht viel größer als ein Kleinwagen.


    Einzig der Anstrich ist nicht ganz so abgenutzt und angedunkelt wie das Original. Der bajoranische Raider von Eaglemoss scheint ein fabrikneues Modell zu sein, was ja irgendwo auch stimmt. Das Micro-Machines-Modell ist dagegen schon wieder zu dunkel geraten und auch sonst lohnt sich der Vergleich mit dem einzigen Konkurrenzprodukt nicht. Eaglemoss scheint inzwischen gelernt zu haben, wie man Sammler glücklich macht. Wünschenswert wäre, wenn in Zukunft bei den berühmteren Raumschiffen genauso sorgfältig gearbeitet werden würde wie bei solchen kleinen Modellen, die nur wenige TV-Auftritte hatten.

    Das Begleitheft wartet mit einem zweiseitigen Artikel über das Schiffsdesign auf, welcher alle wichtigen Skizzen enthält. Auf der Doppelseite mit den Schiffsansichten lassen sich noch einmal schön alle Details überprüfen, doch leider gibt es in den Markierungen einen groben Fehler. Obwohl im Hauptartikel steht, dass der bajoranische Raider keinen Warpantrieb besitzt, sind hier zwei Schläuche als "Warpplasmaleitungen" beschriftet. Des Weiteren kann die Längenangabe von 33,1 m nicht stimmen, denn dann wäre der Raider so geräumig wie ein Runabout. Das Gewicht scheint mit 108,96 Tonnen ebenfalls stark übertrieben, denn der bajoranische Raider ist nicht viel größer als ein Kleinwagen. Der Rest des Heftes ist okay und wird durch einen sechsseitigen Artikel über die Entstehung der Bajoraner abgerundet.

    Bewertung Der bajoranische Raider hat sich volle 5 von 5 Sternen in Gold verdient!

    Ausgabe 75: Yacht des Captains

    Die Captains Yacht der U.S.S. Enterprise-E ist ein besonderes Highlight der Raumschiffsammlung und Eaglemoss hat sich wirklich alle Mühe gegeben, die kleinsten Details herauszuarbeiten. Die Oberflächenstrukturen sind dermaßen filigran, dass man sich kaum daran satt sehen kann. Das Modell ist von oben bis unten nahezu perfekt und durch bunte Plastikeinleger in den Warpgondeln sowie Impulstriebwerken abgerundet.

    Die Mängel sind kaum der Rede wert. An der hinteren Einstiegluke fehlen zwei trapezförmige Umrisse und an den Landestützen jeweils ein Kreis und zwei Linien. Es geht hier aber wirklich nur um Kleinigkeiten. Wesentlich unangenehmer fallen die fehlenden vier Öffnungen des Hauptdeflektors vorne an der Oberseite auf sowie die fehlenden rot leuchtenden Panels an den Seiten der Hecksektion. Warum diese bei all der Liebe zum Detail vergessen wurden, ist nicht nachvollziehbar. Dennoch schmälern diese kleinen Versäumnisse nicht den Gesamteindruck. Abgerundet wird dieser durch einen makellosen Bedruck. Nur die Fenster sind gelegentlich wieder etwas daneben. Alles in allem gehört die Captains Yacht zu den besten Modellen der Sammlung.

    Die Konkurrenz braucht Eaglemoss nicht fürchten. Die Captains Yacht gab es bisher als Minimodell von Playmates zur Enterprise-E und als Exklusivmodell des offiziellen "Star Trek"-Fanclubs. Beide Versionen können in Sachen Details nicht einmal annähernd mit Eaglemoss mithalten. Letztere ist ein absolutes Muss für alle Sammler.

    Das Begleitheft kann sich ebenfalls sehen lassen. Die Bilder sind allesamt scharf und besonders erfreulich sind die vielen Produktionsskizzen von John Eaves. Im Artikel zum Schiffsdesign hätte man sich allerdings auf die Captains Yacht und das Shuttle konzentrieren sollen. Das Scoutschiff und das Holoschiff erscheinen noch als reguläre Ausgaben, womit sich die zweite Artikelhälfte wiederholen wird. Ein weiterer vierseitiger Artikel dreht sich um die Designentwicklung der BaKu-Kleidung, der Sona-Schönheitschirurgie und Waffen.

    Ein paar Fehler haben sich derweil im Hauptartikel eingeschlichen. Unter anderem haben die Übersetzer scheinbar Schwierigkeiten mit der deutschen Grammatik. Es heißt "trennte sich vom Mutterschiff" und nicht "von Mutterschiff".

    Bewertung: Für die Captains Yacht gibt es 5 von 5 Sternen mit extra viel Gold!

    Ausgabe 76: Baxial

    Neelix klobiger Frachter dürfte nicht gerade zu den begehrtesten Raumschiffmodellen zählen. Die Umsetzung von Eaglemoss erzeugt dabei ebenso gemischte Gefühle. Oberflächlich betrachtet wirkt die Baxial sehr detailliert und insbesondere die verwinkelten Oberflächenstrukturen sind sehr schön herausgearbeitet. Bei genauerer Betrachtung offenbaren sich jedoch zahlreiche Schwachstellen, an den wieder einmal geschlampt wurde.

     
     

    Der Artikel über das Schiffsdesign umfasst leider nur eine Doppelseite, dafür darf sich auf den folgenden sechs Seiten Ethan Phillips über die quälende Maske seines Alter Egos auslassen.


    Auf der Oberseite fehlen eigentlich nur ein paar rechteckige Strukturen zwischen den beiden Metallstreben auf der Antriebssektion. Die Seiten sehen ebenfalls noch gut aus und insbesondere die Apparaturen seitlich des Cockpits können durch einen hohen Detailgrad überzeugen. An der Front der Mittelsektion mit der Einstiegsluke fehlen dagegen sämtliche Strukturen. Dort findet sich nur eine glatte, beigefarbene Fläche. An der Front des Heckbereiches sieht es ähnlich aus.

    Noch schlimmer hat es die Klammern der Frachtmodule erwischt, die im Magazin als Landevorrichtungen ausgewiesen sind. Oben sind zwar noch die Hydraulikstreben zu erkennen, doch diese enden im Nichts. An den Seiten fehlen die Rundungen mit den Schwenkbolzen völlig. Stattdessen gibt es hier nur wieder glatte Oberflächen. Insgesamt betrachtet ist die Baxial zwar immer noch ganz nett anzusehen, was durch blaue Plastikeinleger an den Antrieben abgerundet wird, doch müssen hier und dort Punkte abgezogen werden.

    Das Begleitheft enthält eine ganze Reihe von Rick Sternbachs Skizzen für Neelix Frachter, die zeigen, dass es durchaus schlimmer hätte kommen können. Der Artikel über das Schiffsdesign umfasst leider nur eine Doppelseite, dafür darf sich auf den folgenden sechs Seiten Ethan Phillips über die quälende Maske seines Alter Egos auslassen.

    Bewertung Trotz einiger unnötiger Patzer reicht es bei der Baxial noch für solide 4 von 5 Sternen.

    Ausgabe 77: Romulanisches Shuttle

    Wie alle bisherigen romulanischen Schiffe gehört auch das romulanische Shuttle zu den Highlights der Sammlung. Der Detailgrad ist rundum enorm. Es gibt eigentlich nur zwei kleine Patzer. Links und rechts vom Cockpitfenster fehlen zwei kleine Ausbuchtungen. Des Weiteren gibt es am hinteren Rand der Warpgondelpylonen jeweils nur 5 statt 7 silberne Federplatten. Die je zwei Lücken im Vogelschwingenmuster sind wirklich nervig und hätten nicht sein müssen, zumal das Computermodell keine solchen Mängel aufweist.

    Ansonsten ist das romulanische Shuttle jedoch gelungen. Insbesondere die Unterseite wartet mit zahlreichen technischen Details auf, die den Blick verweilen lassen. Abgerundet wird das Ganze durch blaue Plastikeinleger in den Warpgondeln. Die hätten eigentlich grün sein sollen, aber der Effekt funktioniert trotzdem. Da es kaum Vergleichsmodelle gibt, lohnt sich der Kauf allemal.

    Das Magazin wartet diesmal mit einem vierseitigen Artikel über das Schiffsdesign auf, welches Doug Drexler an den Warbird anlehnte und mit dem Gefieder seines Papageis kombinierte. Neben einer Skizze enthält der Artikel zahlreiche Bilder des Studiomodells sowie des Shuttlehangars von Deep Space Nine. Weitere vier Seiten sind dem Schauspieler Andrew Robinson und seiner Rolle des cardassianischen Schneiders Garak gewidmet. Dabei ist es besonders erfreulich, den Darsteller auch mal ohne Maske zu sehen. Die Bilder aus der Serie sind indessen mehrheitlich verwaschen und obendrein wird Garaks Heimatplanet in einem Bildtext als "Cardassa" bezeichnet.

    Einen weiteren peinlichen Fehler gibt es in der Heftmitte, wo aus dem romulanischen Admiral Jarok ein Admiral Jarak wird. Zu guter Letzt ist das Bild des romulanischen Shuttles auf Seite 18 total verpixelt. Nach den gestochen scharfen Bildern der letzten Hefte ist das ein unnötiger Rückschlag.

    Bewertung Trotz der zwei kleinen Patzer reicht es beim romulanischen Shuttle noch für 5 von 5 Sternen!

    Ausgabe 78: Aeroshuttle


    Das Aeroshuttle der U.S.S. Voyager ist ein besonderes Modell, da das Raumschiff in der Serie nie zu sehen war. Zumindest nicht in Gänze, da die Unterseite ein Teil der Voyager-Außenhülle war. Die Digitalkünstler Adam Lebowitz und Robert Bonchune haben damals bei Foundation Imaging unbezahlte Überstunden geleistet, um die Oberseite des Aeroshuttles zu gestalten. Leider griffen die Produzenten von "Star Trek: Voyager" nie auf das digitale Modell zurück.

     
     

    Zumindest inhaltlich hat das Magazin doch einiges zu bieten. So gibt es zwei Doppelseiten zum Schiffsdesign mit einer Skizze von Rick Sternbach, die stark an einen Mantarochen erinnert.


    Eaglemoss bringt das Begleitschiff der Voyager nun erstmals als Fertigmodell auf den Markt. Die Ähnlichkeit zum Runabout fällt sofort auf, aber zum Glück hat man sich mit den Oberflächendetails mehr Mühe gegeben als bei der U.S.S. Orinoco. Sämtliche Strukturen auf der Ober- und Unterseite sind vorhanden. Der Hauptdeflektor ist diesmal auch keine glatte Fläche und sogar die Fenster sind gut getroffen. In den Warpgondeln gibt es zudem bunte Plastikeinleger, die das Modell perfekt abrunden.

    Die Versäumnisse sind diesmal marginal. Lediglich an der Front der Seitenausläufer der Mittelsektion fehlen je zwei dreieckige Vertiefungen. Des Weiteren hat man bei den rundumlaufenden Sensorenrelais auf sämtliche Details und die dunkle Einfärbung verzichtet. Stattdessen sind rund um die Flügel und Rumpfseiten nur schmucklose Rinnen in der Farbe des Hauptrumpfes. Hier könnte noch mit dunkelgrauer Farbe nachgeholfen werden, aber sonst ist das Aeroshuttle perfekt gelungen.

    Vom Begleitheft kann man selbiges nicht behaupten. Viele Bilder sind ganz grob verpixelt, darunter jene von dem Foundation-Imaging-Computermodell. Darüber hinaus gibt es ein paar ganz üble Tippfehler. Im Datenstrom wird angegeben, mit dem Bau des Aeroshuttles sei im Jahr 369 begonnen worden. Das wäre noch zu Zeiten des antiken Roms gewesen. Offensichtlich fehlt hier eine 2, denn das Jahr 2369 ergäbe schon mehr Sinn. Zu guter Letzt gibt es noch eine Wortdoppelung auf Seite 18.

    Zumindest inhaltlich hat das Magazin aber doch einiges zu bieten. So gibt es zwei Doppelseiten zum Schiffsdesign mit einer Skizze von Rick Sternbach, die stark an einen Mantarochen erinnert. Zwei weitere Doppelseiten beschäftigen sich mit den Setdesigns von Richard James, welche einige interessante Illustrationen enthalten.

    Bewertung Das Aeroshuttle hat sich volle 5 von 5 Sternen in Gold verdient und sollte in keiner Sammlung fehlen!

    Ausgabe 79: J-Klasse Raumschiff

    Die J-Klasse ist ein Raumschifftyp, welcher erst für die Remastered-Version der Classic-Serie von Mike Okuda entworfen wurde. Das Design, welches an Entwürfe von Matt Jefferies angelehnt wurde, tauchte in Abwandlungen unter anderem als Schiff von Harry Mudd und als Aurora in der Serie auf. Eaglemoss hat sich für Harry Mudds Variante mit dem Schiffsnamen "Stella" entschieden.

    Viel kann man bei diesem schlichten Design eigentlich nicht falsch machen. Dennoch stoßen zwei Kleinigkeiten übel auf. Zum einen sind die beiden Deflektorschüsseln nicht nach innen gewölbt, sondern haben nur einen Ring. Außerdem fehlen die kleinen Knubbel an den Antennen. An den Warpgondeln gibt es ebenfalls etwas zu bemängeln, denn dort fehlen an den hinteren Enden jeweils die Strahlenkränze, die auf dem Computermodell im Heft deutlich zu sehen sind. Immerhin gibt es aber blaue Plastikteile an den Warpgondeln und dem Sensordom.

    Die Bemalung ist durchaus gelungen und verleiht dem glatten Design mehr Tiefe. Einzig beim Impulsantrieb wurde geschlampt. Der Triebwerksblock sollte eigentlich dunkelgrau bis schwarz sein und nur die Düsen sollten rot leuchten. Stattdessen wurde der Triebwerksblock hinten durchgängig rot bedruckt und oben auf im Silberton der restlichen Schiffshülle. Wer ruhige Hände und einen verdammt feinen Pinsel hat, kann hier noch etwas nachbessern.

    Am Begleitheft gibt es diesmal nichts zu bemängeln. Die Bilder sind wieder alle scharf und auf der Doppelseite über das Schiffsdesign werden sowohl die Entwürfe von Matt Jeffries und Mike Okuda als auch die beiden Ergebnisse gegenüber gestellt. Das Originalmodell bestand übrigens nur aus einer dünnen Holzscheibe, an deren Grundform sich das neue Design orientiert hat.

    Auf den folgenden drei Doppelseiten geht es um Frauenrollen in der Classic-Serie. Da man hier auch etwas über die Darstellerinnen erfährt, gestaltet sich das durchaus interessant. Natürlich werden als Erstes die Frauen von Harry Mudd vorgestellt, der zwar wegen unzähliger Vergehen angeklagt wurde, allerdings nicht wegen Menschenhandel.

    Bewertung Trotz kleinerer Abstriche reicht es noch für 5 von 5 Sternen.

    Ausgabe 80: Föderations-Scoutschiff

    Ebenso wie die Captains Yacht der Enterprise-E stammt das Scoutschiff aus "Star Trek: Der Aufstand". Eaglemoss scheint sich mit Raumschiffen aus dem neunten Kinoabenteuer besonders viel Mühe zu geben, sodass sich hier wieder ein wahres Highlight zur Sammlung hinzugesellt. Die Oberflächendetails sind rundum perfekt ausgearbeitet und die Bussardbugkollektoren bestehen aus roten Plastikeinlegern.

    Die Versäumnisse fallen kaum auf und sind derart winzig, dass sie ohnehin schwierig darzustellen gewesen wären. Darunter ein kleines erhabenes Dreieck vor der unteren Andockschleuse und zwei kastenförmige Öffnungen links und rechts am Bug. Das Fehlen dieser kleinen Details fällt nicht weiter ins Gewicht. Beim Bedruck sitzen derweil diesmal sogar die Fenster perfekt.

    Im Magazin gibt es leider nur eine Doppelseite zum Schiffsdesign von John Eaves, aber dafür drei Doppelseiten mit Produktionstagebucheinträgen von Herman Zimmerman. Das dürfte vor allem für Fans interessant sein, die noch nicht das Making-of-Buch von "Der Aufstand" besitzen.

    Bewertung Für dieses Spitzenmodell gibt es volle 5 von 5 Sternen in Gold!

    Trek-Modelle

    Ein Beitrag von Sebastian Bach.


     

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    Convention-Corner

    April bis Juni 2018

    Wo treffen sich Fans? Wo sieht man die kreativsten Kostüme? Wo lesen die besten Phantastik-Autoren? Wo kann man seine TV-Lieblinge live sehen? Wo die spannendsten Abenteuer am Spieltisch erleben? Alien Souvenirs (www.aliensouvenirs.com) präsentiert euch eine Auswahl an Events, die man als Fan möglichst nicht verpassen sollte. Je später im Jahr das Event, desto ungenauer und lückenhafter sind leider noch die Informationen. Ich wäre euch sehr verbunden, mir aktuelle Entwicklungen und Neuigkeiten mitzuteilen, damit dieser Kalender möglichst up-to-date gehalten werden kann. Entsprechend gilt für diesen Kalender auch "Copyright = Roger Murmann (www.conventions-online.de)", welches bei einer Weiterverwertung genannt werden muss. Alle Angaben wie immer ohne Gewähr. Es empfiehlt sich allerdings immer ein Besuch der jeweiligen Website. Je nach Veranstaltung werden Sondertarife für Jugendliche und so weiter gewährt.

    Euer Termin fehlt? Kein Problem. Hier findet jede Convention ihren Platz. Schickt euren Kalendereintrag an Roger Murmann, sftreffda@gmx.de.

    Wir danken Roger Murmann herzlich für die Erlaubnis der Übernahme dieser Termine!


    April 2018

    6.−8.4.2018, AniMuc
    Ort: Veranstaltungsforum Fürstenfeld, Fürstenfeld 12, 82256 Fürstenfeldbruck
    Gäste: Kicka, Team KOE, u.a.
    Conbeitrag: Tagesticket ab 13 Euro, Wochenende ab 38 Euro | www.animuc.de
    Süddeutsche Anime-Convention vor den Toren der bayerischen Landeshauptstadt, veranstaltet von Animexx e.V.

    7.+8.4.2018, Ork Con
    Ort: Jugendhaus Fränz, Franz-Schubert-Str. 26, 97421 Schweinfurt
    Conbeitrag: Samstag 3,50 Euro, Sonntag 2 Euro, Wochenendticket 5 Euro | www.ork-con.de
    32 Stunden Nonstop-Gaming in Schweinfurth.

    7.+8.4.2018, Weekend of Hell − Spring Edition 2018
    Ort: Westfalenhallen, Rheinlanddamm 200, 44139 Dortmund
    Gäste: Danielle Harris, Bruce Campbell, Laurie Holden, Danny Glover, Tom Sizemore, Clare Higgins, Neve Campbell, u.a.
    Conbeitrag: Samstag 15 Euro, Sonntag 10 Euro, Wochenende 20 Euro. | www.weekend-of-hell.com
    Das Weekend of Hell ist das ultimative Fantreffen für Fans des fantastischen Films in Europa und alle, die es lieber etwas düsterer mögen!

    7.+8.4.2018, F.A.C.T.S.
    Ort: Flanders Expo, Maaltekouter 1, 9051 Gent, Belgien
    Gäste: David Wenham, Holland Roden, u.a.
    Conbeitrag: Tagesticket ab 15 Euro | www.facts.be
    Die größte Convention der Benelux-Länder, beliebt auch bei vielen deutschen Fans.

    7.+8.4.2018, Vienna COMIX
    Ort: MGC-Halle, Modecenterstraße 22, A-1030 Wien, Österreich
    Gäste: Nicolas Keramidas, 501st Austrian Garrisson, u.a.
    Conbeitrag: Tagesticket 8 Euro, Wochenende 10 Euro | www.viennacomix.at
    Auf der Vienna COMIX stehen die Fans im Mittelpunkt! Das größte Fan-Event Österreichs ist SzeneTreffpunkt, Ort zum Comics-Shoppen, Showstage für Cosplayer und ein Erlebnis für die ganze Familie.

    7.+8.4.2018, Dystopia Convention 2
    Ort: Hilton Düsseldorf Hotel, Georg-Glock Strasse 20, 40474 Düsseldorf
    Gäste: Bob Morley, Richard Harmon, Sachin Sahel, Chelsey Reist, Tasya Teles, u.a.
    Conbeitrag: Tagesticket 69 Euro, Wochenende ab 99 Euro | www.ent-events.de
    Die Dystopia ist eine inoffizielle 2-Tages-Convention mit Stargästen aus der Serie "The 100".

    14.+15.4.2018, Comic Con Austria
    Ort: Messe Wels, Messeplatz 1, 4600 Wels, Österreich
    Gäste: Lou Ferrigno, Jason Faunt, Sam J. Jones, James Cosmo, Álvaro Martínez, u.a.
    Conbeitrag: Tagesticket 15 Euro, Wochenende 24 Euro | www.comicconaustria.com
    Das österreichische Event für alle Freunde der modernen Popkultur.

    13.−15.4.2018, Raum & Zeit Continuum IV.2
    Ort: Kinder- und Jugendzentrum Mühle, An der Neustadtmühle 3, 38100 Braunschweig
    Gäste: Arne Rosenow, Michael Pfrommer, Angelika Rützel, Angelika Herzog, Stefan Lammers, Nele Sickel, Terranischer Club Eden, u.a.
    Conbeitrag: tba. | www.sf-con.de/raum-zeit-continuum-iv
    Familiäre Sci-Fi-Convention von Fans für Fans mit viel Charme und prominenten Gästen.

    14.+15.4.2018, LuxCon
    Ort: Forum − Campus Geesseknäppchen, 40, Blvd Pierre Dupong, L-1430 Luxembourg
    Gäste: tba.
    Conbeitrag: Tagesticket 5 Euro, Wochenende 9 Euro | www.luxcon.lu
    Mehrsprachige Frühjahrs-Convention für Cosplay und Phantastisches aller Art im Dreieck Saarland − Luxemburg − Lothringen, diesmal in der Hauptstadt.

    14.+15.4.2018, Comiciade
    Ort: Alter Schlachthof, Halle 60, Metzgerstraße 60, 52070 Aachen
    Gäste: tba.
    Conbeitrag: tba. | www.comiciade.de
    Aachens großes Treffen für alle Freunde der Neunten Kunst.

    21.4.2018, Main Würfel Con
    Ort: Café Dom@in, Ottostraße 1, 97070 Würzburg
    Gäste: Abaccus Spiele, Asmodee, Emergent Games, Pegasus Spiele, Lookout Spiele, u.a.
    Conbeitrag: Tagesticket 3 Euro | www.main-wuerfel.de
    Die Würfel rollen in der Residenzstadt am Main.

    21.+22.4.2018, Elfia Haarzuilens − 26th Edition
    Ort: Kasteel de Haar, Kasteellaan 1, 3455 Haarzuilens, Niederlande
    Gäste: DonderElf, Bastiaan de Zwitser, Byg LARP, Fantasy Horses, Jester Circus, Cathubodua, Nordic Wolfsraben. Drumcircle, Cranenburgh, u.a.
    Conbeitrag: Tagesticket ab 17,95 Euro, Wochenende ab 31,95 Euro | www.elfia.com
    Stilvolles Fantasy-Event und berühmtes Cosplayer-Treffen im Schloßpark von Haarzuilens.

    27.-29.4.2018, Conventus Leonis
    Ort: Kinder- und Jugendzentrum Mühle, An der Neustadtmühle 3, 38100 Braunschweig
    Conbeitrag: tba. | www.conventusleonis.de
    Seit mehr als 20 Jahren DAS Rollenspieltreffen in Braunschweig.

    27.−29.4.2018, Destination "Star Trek" Germany
    Ort: Westfalenhallen, Rheinlanddamm 200, 44139 Dortmund
    Gäste: William Shatner, Nana Visitor, René Auberjonois, Robert Duncan McNeill, Terry Farrell, Walter Koenig, Jamnes Darren, Vaughn Armstrong, Jeffrey Combs, Casey Biggs, Cirroc Lofton, Nicole De Boer, Max Grodenchik, u.a.
    Conbeitrag: Tagesticket 35 Euro, Wochenende 59 Euro | www.destinationstartrekgermany.com
    Das große, europäische Trekkie-Treffen − zum zweiten Mal in Deutschland.

    28.4.2018, Marburg Con
    Ort: Bürgerhaus Niederweimar (bei Marburg), Herborner Straße 36, 35096 Weimar-Lahn
    Gäste: Autoren und Verleger aus der deutschen "phantastischen" Kleinverlags-Szene.
    Conbeitrag: Tagesticket 6 Euro | www.marburg-con.de
    Literarisch-phantastische Frühjahrs-Convention mit langjähriger Tradition und familiärer Atmosphäre.

    28.+29.4.2018, Aethercircus
    Ort: Altstadt von Buxtehude
    Conbeitrag: Eintritt frei! | www.aethercircus.blogspot.de
    Die 5. Ausgabe des etablierten Steampunk-Festivals findet in den verschiedensten stimmungsvollen Locations zu Land und zu Wasser in der historischen Altstadt von Buxtehude statt.

    28.−29.4.2018, VI. Rhein Main Multiversum
    Ort: Willi-Salzmann-Halle, Heldenbergerstr. 16, 61130 Nidderau
    Conbeitrag: Eintritt frei | www.tabletop-rheinmain.de
    Ein Mekka für Tabletop-Spieler im Rhein-Main-Gebiet. Zahlreiche Turniere und Spiele-Präsentationen.

    Mai 2018

    4.−6.5.2018, 20. Anime Marathon
    Ort: AVALON Hotelpark Königshof, Braunschweiger Straße 21a, 38154 Königslutter Gäste: Masato, Tanoshii, Desi, Shadowpandas, FallenWings, Kyudo Saar e.V, u.a.
    Conbeitrag: Wochenendticket ab 32 Euro | http://marathon.tomodachi.de
    Die Convention der Anime no Tomodachi − mit 48 Stunden Dauerprogramm.

    5.5.2018, 83. Comicmesse Köln
    Ort: Stadthalle Köln-Mühlheim, Jan-Wellem-Str. 2, 51065 Köln
    Conbeitrag: 6 Euro, Kinder/Jugendliche frei | www.comicmesse-koeln.de
    Traditionelle Messe rund um die Neunte Kunst.

    5.5.2018, Union of the Force − Hernebration 4
    Ort: Cafe Pluto, Wilhelmstraße 89A, 44649 Herne
    Gäste: Nick Joseph, Tina Simmons, Peter Roy, Sandra Kamenz, Sandeep Mohan, Angelina Benedetti, u.a. Conbeitrag: Tagesticket 8 Euro | www.uotf-convention.de
    Star Wars & mehr im Ruhrgebiet.

    5.+6.5.2018, German Comic Con Frankfurt
    Ort: Messe Frankfurt − Halle 4, Ludwig-Erhard-Anlage 1, 60327 Frankfurt am Main
    Gäste: Robert Patrick, Rutger Hauer, Kate Dickie, Jeremy Bulloch, Michael Biehn, Sean Gunn, Jerome Flynn, u.a.
    Conbeitrag: Tagesticket ab 20 Euro, Wochenende ab 39 Euro | www.germancomiccon.com
    Die Comic Con in der Bankenmetropole am Main − mit vielen Stars aus populären Filmen und TV-Serien.

    5.+6.5.2018, Hanami
    Ort: Pfalzbau Ludwigshafen, Berliner Straße 30, 67059 Ludwigshafen
    Conbeitrag: Sa. ab 18 Euro, So. ab 11 Euro, Wochenende ab 25 Euro | www.hanami-ludwigshafen.de
    "Hanami − Con meets festival" ist eine ehrenamtlich, von Fans für Fans organisierte Veranstaltung, die sich an Interessierte der japanischen Lebens- und Comic-Kultur richtet und die traditionellen Aspekte eines Festivals sowie die modernen einer Convention vereint.

    5.+6.5.2018, Medieval Fantasy Convention − Harry Potter Special Ort: Schloß Burg, Wermelskirchener Str. 2, 42659 Solingen
    Gäste: Evanna Lynch, Stanislav Yanevski, Katie Leung, Jon Campling, Christian Coulson, u.a.
    Conbeitrag: Ausverkauft! | www.potter.events
    Hogwarts entsteht in Deutschland. Leider ausverkauft!

    10.−12.5.2017, Fantasy Basel
    Ort: Messe Basel, Messeplatz, CH-4058 Basel
    Gäste: John Howe, David Haydn-Jones, Martin Kleeba, Hattie Gotobed, Nathalie Cuzner, Stephanie Silva, Paul Warren, Kiran Shah, Christian Scheurer, Bettina Stucki, u.a.
    Conbeitrag: Tagesticket ab 35 CHF, Wochenende ab 85 CHF | www.fantasybasel.ch
    Vierte Auflage der Schweizer Messe rund um Film, Game, Comic, Manga und Cosplay.

    11.−13.5.2018, SherloCon
    Ort: VHS-Zentrum, Am Schlossplatz, und andere Orte in Saarbrücken
    Gäste: Nicole Glücklich, Raimon Weber, Christian von Aster, DreamTeamer, Dirk Boudier, Lorelei Lee, Robert C. Marley u.a.
    Conbeitrag: Wochenende ab 79 Euro | www.sherlocon.de
    Deutschlands große Convention rund um den britischen Meisterdetektiv.

    12.+13.5.2018, Role Play Convention
    Ort: Koelnmesse, Messeplatz 1, 50679 Köln
    Gäste: Tim Rose, Jan Hegenberg, Blutelfen, German Superfans, eosAndy, Jannet Incosplay, Dragon Legion, SFCD e.V., Lightning Cosplay, Ian McElhinney, Dominic Carter, Eugene Simon, Anissa Cosplay, u.a.
    Conbeitrag: Tagesticket ab 12 Euro | www.rpc-germany.de
    Deutschlands große Messe für Rollenspiel und Popkultur.

    18.−21.5.2018, FedCon
    Ort: Maritim Hotel Bonn, Godesberger Allee, 53175 Bonn
    Gäste: Richard Dean Anderson, Daphne Zunga, Brent Spiner, Jamie Bamber, Jonathan Frakes, Tamoh Penikett, Michael Hogan, Aaaron Douglas, Rekha Sharma, Brian Muir, Karl Urban, u.a.
    Conbeitrag: Wochenende ab 135 Euro | www.fedcon.de
    Nicht mehr die größte, aber doch die älteste Media-Con in Deutschland.

    19.+20.5.2018, DoKomi
    Ort: Messe Düsseldorf, Stockumer Kirchstr. 61, 40474 Düsseldorf
    Gäste: Eri Sasaki, Phil Mizuno, Megumi Nakajima, MeseMoa, Stayxxxx, Danny Choo, u.a.
    Conbeitrag: darf selbst bestimmt werden | www.dokomi.de
    Düsseldorfer Anime- und Manga Convention.

    26.5.2018, 17. Japantag
    Ort: Rheinuferpromenade, Düsseldorf
    Conbeitrag: Eintritt frei! | www.japantag-duesseldorf-nrw.de
    Jährliches Festival für japanische Kultur mit mehreren zehntausend Besuchern.

    26.+27.5.2018, Bloodlines Nightfall − The Vampire Diaries Con
    Ort: Hilton Düsseldorf Hotel, Georg-Glock Strasse 20, 40474 Düsseldorf
    Gäste: Daniel Gillies, Matt Davis, Chase Coleman, Micah Parker, u.a.
    Conbeitrag: Wochenende ab 169 Euro | www.bloodlines-cons.de
    Bloodlines Nightfall ist eine inoffizielle 2-Tages-Convention mit Stargästen aus der TV-Serie "Vampire Diaries".

    25.−27.5.2018, Tolkien Tag Niederrhein
    Ort: Geldern − Ortsteil Pont (im ganzen Dorf)
    Gäste: Tolkien Ensemble, Faelind, Friedhelm Schneidewind, u.a.
    Conbeitrag: Tagesticket ab 5 Euro, Wochenende 15 Euro | www.tolkientag.de
    Ein ganzes Dorf feiert den britischen Fantasy-Autor J.R.R. Tolkien und verwandelt sich dafür in Mittelerde.

    31.5.−3.6.2018, 18. Internationaler Comicsalon
    Ort: Heinrich-Lades-Halle, Rathausplatz 1, 91052 Erlangen
    Gäste: Zeichner und Comic-Künstler aus Deutschland, Europa und der ganzen Welt.
    Conbeitrag: tba. | www.comic-salon.de
    Alle zwei Jahre und mit viel Anspruch: die Mutter aller Comic-Festivals in Deutschland.

    Juni 2018

    1.−3.6.2018, GarchingCon 11
    Ort: Kulturzentrum Trudering, Wasserburger Landstraße 32, 81825 München
    Gäste: Christoph Anczykowski, Uwe Anton, Klaus Bollhöfener, Olaf Brill, Robert Corvus, Arndt Drechsler, Arndt Ellmer, Ulf Fildebrandt, Hubert Haensel, Marc A. Herren, Kai Hirdt, Sabine Kropp, Holger Logemann, Dennis Mathiak, Swen Papenbrock, Gregor Paulmann, Madeleine Puljic, u.a.
    Conbeitrag: Wochenendticket ab 25 Euro | www.garching-con.net
    Beliebte Convention für alle Freunde und Leser der Heftserie "Perry Rhodan".

    2.+3.6.2018, Heroes & Villains Germany
    Ort: Westfalenhallen, Rheinlanddamm 200, 44139 Dortmund
    Gäste: Stephen Amell, John Barrowman, Katie Cassidy, Josh Segarra, u.a.
    Conbeitrag: Tagesticket 52 Euro, Wochenendticket 92 Euro | www.heroesfanfest.de
    Heroes & Villains Fan Fest − das Geistesprodukt von Schauspieler Stephen Amell und James Frazier, Schöpfer der Zombie- und Horror-Veranstaltung Walker Stalker Con − hat sich zu einer unglaublich beliebten Convention entwickelt.

    2.+3.6.2018, Purgatory 4
    Ort: Hilton Düsseldorf Hotel, Georg-Glock Strasse 20, 40474 Düsseldorf
    Gäste: Mark Sheppard, Mark Pellegrino, Julian Richings, Ty Olsson, Alaina Huffman, Gil McKinney, u.a. Conbeitrag: Wochenende ab 169 Euro | www.purgatory-con.de
    Purgatory ist eine inoffizielle 2-Tages-Convention mit Stargästen aus der TV-Serie "Supernatural".

    8.−10.6.2018, NordCon
    Ort: H Schule beim Pachthof, Beim Pachthof, 22111 Hamburg
    Conbeitrag: Gestaffelt ab Freitag 10 Euro, ab Sonntag 5 Euro | www.nordcon.de
    Eine der vier größten deutschen Rollenspiel-Conventions.

    16.+17.6.2018, Wie.Mai.Kai
    Ort: Stadthalle Flörsheim, Kapellenstraße 1, 65439 Flörsheim am Main
    Gäste: Assaven Art, BuntLaut, Carolins Kunst, Dr.Beeeee, Estral, Forest Fantasms, u.a.
    Conbeitrag: Tagesticket ab 9 Euro, Wochenende ab 15 Euro | www.wiemaikai.d
    Anime-Convention mitten im Herzen des Rhein-Main-Gebietes.

    23.−24.6.2018, Medieval Fantasy Convention − Potter Exclusive
    Ort: Schloss Rosenburg, Rosenburg 1, 3573 Rosenburg, Österreich
    Gäste: Chris Rankin, Stanislav Yanevski, Sean Biggerstaff, Scarlett Byrne, Christian Coulson, u.a.
    Conbeitrag: Tagesticket 33 Euro, Wochenende 60 Euro | www.mfc-vienna.even
    Hogwarts kommt nach Österreich.

    30.6.2018, Hörmich − die Hörspielmesse
    Ort: Kulturzentrum FAUST e.V., Zur Bettfedernfabrik 3, 30451 Hannover
    Conbeitrag: Tagesticket 5 Euro | www.hoermich-hoerspielmesse.jimdo.com
    Kleine, aber feine Messe rund um das Hörspiel und -buch.

    30.6.−1.7.2018, Comic Con Germany
    Ort: Messegelände, Flughafenstraße / Flughafen, 70629 Stuttgart
    Gäste: Chuck Norris, Michelle Harrison, Alyson Tabbitha, Kinpatsu, Robert Maschio, Nikolaj Coster-Waldau, Gregg Sulkin, Anthony Misiano, Faerie Blossom, Marina Sirtis, Stefan Kapicic, Elyon Cosplay, u.a.
    Conbeitrag: Tagesticket 23 Euro, Wochenende 38 Euro | www.comiccon.de
    Deutschlands größte Comic Con in der dritten Auflage.

    30.6.+1.7.2018, NiSa-Con
    Ort: Gymnasium Ricarda-Huch-Schule, Mendelssohnstraße 6, 38106 Braunschweig
    Gäste: Yamato, Scarlet Prince, Ookami Daiko, All Stars, Daremon Shujinkoo, u.a.
    Conbeitrag: Sa. ab 15 Euro, So. ab 11 Euro, Wochenendticket ab 22 Euro | www.nisa-con.de
    Manga & Anime Convention, zentral in Niedersachsen gelegen.

    Weiterführende Links

  • Convention Corner by Science Fiction Treff Darmstadt
    Seit 1994 der beliebte Treffpunkt für Science Fiction & Fantasy Fans aus dem Rhein-Main-Gebiet und darüber hinaus.

  • Convention-Corner

    Ein Gastbeitrag von Roger Murmann.


     

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    Vorweihnachtsstress auf der German Comic Con Dortmund

    Ein Rückblick

    Die Vorweihnachtszeit ist bekanntermaßen stressig. Zwischen Arbeit und Familie müssen noch alle Weihnachtseinkäufe erledigt werden. Doch wenn man sich mal ein Wochenende für die German Comic Con frei hält, sollte man erwarten, dass dies eine Auszeit von alledem wird. Am 9. Dezember 2017 musste ich mich eines Besseren belehren lassen.

    Alles fing an, als meine Begleitung und ich uns pünktlich mit einer Freundin am Bahnhof trafen. Der Zug nach Dortmund hatte satte 70 Minuten Verspätung! Zum Glück fanden wir schnell eine Ersatzverbindung. Für diese mussten wir zwar zunächst in die andere Richtung nach Frankfurt fahren, schafften es dort aber rechtzeitig zu einem ICE, der in etwa um dieselbe Zeit in Dortmund eintraf, wie der IC ursprünglich eintreffen sollte. Der Tag schien gerettet.

    Vom Dortmunder Bahnhof ging es mit der U-Bahn direkt weiter zur Messe. Dort wurde es dann richtig übel. Zum einen schneite es wie aus Eimern. Zum anderen war die Schlange am Einlass gefühlt einen halben Kilometer lang und bewegte sich kein Stück vorwärts. Einlassstopp! Wenigstens war die Warteschlange in der warmen Halle und nicht wie im Jahr davor draußen in der Kälte. Dennoch ein absolutes Unding.

    Offenbar haben die Verantwortlichen der German Comic Con mehr Tickets verkauft, als Menschen in die Halle passten. Das Resultat bestand aus einer Wartezeit von fast zwei Stunden und anschließend hoffnungslos überfüllten Hallen, in denen man sich kaum noch bewegen konnte. Organisatorisch war diese Con leider ein Alptraum und schon allein dafür müssten die Gäste einen Teil des Eintrittspreises erstattet bekommen. Immerhin blieben uns aufgrund der Wartezeit am Einlass nur noch 4 Stunden vom ersten Con-Tag. Da blieb keine Zeit mehr für Star-Panels.

     
     

    Am Ende fiel meine Wahl auf einen abgestürzten Tie-Fighter, Deadpool und einen Dilophosaurus.


    Nachdem sich unsere kleine Gruppe getrennt hatte, sind meine Verlobte und ich erst mal zu den Comiczeichnern. Wenigstens die wollten wir uns nicht entgehen lassen. Als Erstes blieben wir am Stand von Papilio stehen, die ich bereits vom Comic Park auf der Erfurter Ega kannte. Während wir vorübergehend auf ihren Stand aufpassten, haben wir ihre wirklich gelungenen Bilder bewundert. Papilio versteht es, sowohl per Hand zu zeichnen als auch mit Grafikprogrammen umzugehen.

    Weiter ging es zum Stand des Hamsters. Wer witzige Wortspiele und niedliche Hamster mag, war hier richtig aufgehoben.

    Direkt um die Ecke zogen mich die Zeichnungen von Anson Aguirre Firth in ihren Bann, da ich selbst in einem ähnlichen Stil zeichne. Schwarz/Weiß-Bilder haben ihren ganz eigenen Reiz, und davon einmal abgesehen habe ich einen vergleichbaren Filmgeschmack. Es fiel mir fast schon schwer, mich bei dem Angebot von 3 Karten für 5 € für drei Motive zu entscheiden. Am Ende fiel meine Wahl auf einen abgestürzten Tie-Fighter, Deadpool und einen Dilophosaurus.

    Ein Stück weiter stieß ich auf den Stand von HOK, an dem ich mir die ersten beiden Ausgaben seiner Comicreihe "Touch" im Paket mit Sticker und Poster geholt habe. Da sich HOK ebenso für meinen Roman "Raketenmenschen greifen an!" interessierte, kam so ein halbes Tauschgeschäft zustande. Inzwischen habe ich seine Comics gelesen und kann sie wärmstens empfehlen. Es sind nicht nur einfache Kriminalfälle. Durch die besondere Gabe der Protagonistin, die Geschichte eines Tatorts zu erfühlen, geht es eher in Richtung Mystery-Thriller.

    Meine nächste Station war der Stand von Sebastian Drewnio, mit dem ich schon auf der German Comic Con in Frankfurt mein erstes Buch gegen seinen ersten "Tank"-Comic getauscht hatte. Diesmal tauschten wir Ausgabe 2 von Tank gegen den Kurzgeschichtenband "Kim Jong Undead". Ich hoffe, dass er genauso viel Freude an der nordkoreanischen Zombieapokalypse haben wird wie ich am postapokalyptischen Deutschland.

    Über die Facebookseite von Sebastian Drewniok bin ich ein halbes Jahr zuvor zum Gratiscomictag auch auf die "Ustica Verschwörung" aufmerksam geworden. In Dortmund habe ich mir endlich den kompletten Band am Stand von Michael Feldmann gekauft. Ich habe ihn anschließend noch auf der Heimfahrt nach Mainz zusammen mit meiner Verlobten gelesen und wir beide waren absolut begeistert.

    "Die Ustica Verschwörung" basiert auf realen Ereignissen deren Verknüpfung durchaus plausibel ist. Zum einen wäre da der Absturz der Itavia-Flug 870 vom 27. Juni 1980, bei welchem es inzwischen als gesichert gilt, dass er von NATO-Kampfjets bei einem Luftgefecht mit libyschen Migs abgeschossen wurde. Zum anderen wäre da der Tod zweier beteiligter Piloten beim Ramstein-Unglück vom 28. August 1988, kurz bevor beide als Zeugen im Ustica-Fall aussagen sollten.

    Der Comic macht dabei keineswegs den Fehler, jede beliebige Verschwörungstheorie aus dem Internet nachzuplappern. Es ist klar, dass die Protagonisten und deren Beteiligung an den Ereignissen fiktiv sind. Am Ende des Comicbandes wird zudem explizit darauf hingewiesen, was Fakt ist und was Fiktion. Herausgekommen ist ein spannender Politthriller mit brillanten Zeichnungen, den man gar nicht mehr aus der Hand legen möchte, ehe man die letzte Seite erreicht hat.

    Und selbst dann möchte man noch mehr, und zum Glück sind bereits drei Fortsetzungen der "Seneca-Akten" angekündigt. In einem der kommenden Bände sollen dabei auch die Ungereimtheiten der NSU-Affäre behandelt werden. Nachdem diese bereits in einem eher losen Zusammenhang in dem Film "Aus dem Nichts" thematisiert wurden, dürfte sich der Comic wohl näher an den Fakten halten.

    Link: https://www.facebook.com/MichaelFeldmannComicArtist

    Da die Zeit knapp war, konnte ich leider nicht an jedem Stand verweilen. Nachdem meine Begleiterin wieder zu mir gestoßen war, haben wir als nächstes Stopp bei den Cosplayern gemacht. Die Fans von "Resident Evil" und "Ghostbusters" waren gleich mit einem ganzen Fuhrpark vertreten.

     
     

    Die ersehnten "Alien"-Cinemachines von Neca habe ich nirgendwo mehr entdecken können und das Fahrzeug aus "Blade Runner 2049" war absolut überteuert.


    Im Bereich Horror traf Ash aus "Tanz der Teufel" auf Stephen Kings "Es". Das Kostüm des Horrorclowns war dabei wirklich filmreif und wäre der Schocker auf jeder Halloween-Party. Ebenfalls vertreten waren fast vergessene Horrorperlen wie die Critters. Natürlich durften auch die Jedi und Imps aus "Star Wars" nicht fehlen. Nur von den Trekkies war weit und breit keine Spur zu sehen. Nach dieser Station ging es weiter zu den Merchandise-Ständen. Dort gab es durchaus hochwertige Fanartikel, allerdings waren diese auch hochpreisig.

    In der nächsten Halle blieb nur noch eine Stunde fürs Shoppen. Neben zahlreichen DVD- und Blu-Ray-Special-Editions gab es diesmal jedoch kaum Schnäppchen. Die ersehnten "Alien"-Cinemachines von Neca habe ich nirgendwo mehr entdecken können und das Fahrzeug aus "Blade Runner 2049" war absolut überteuert. Immerhin eine Exclusive-Version von Data in roter Uniform habe ich für einen sensationell günstigen Preis bekommen, und kurz vor Schluss noch zwei Predator-Figuren. Schnäppchen bei den "Star Wars"-Figuren gab es nur vor einem Jahr, von daher bin ich diesmal nur für ein Foto stehen geblieben. Ähnlich verhielt es sich bei Postern, die bei dem nasskalten Wetter ohnehin den Heimweg nicht überlebt hätten.

    Am Ausgang bin ich schlussendlich noch an einem besonders skurrilen Stand mit deutschen Comichelden vorbei gekommen. Zum einen wäre da der bayrische "Tracht-Man" und zum anderen der "Shark Farmer". Letzterer baut keine Haie an, sondern ist selbst ein Hai, der im doppelten Sinne auf dem Land lebt. Bei so vielen bescheuerten Ideen überlege ich es mir direkt, ob ich nicht doch "Den Peitscher & Bondage Boy" auf die Welt loslassen soll. Bisher hat mir nur leider die Zeit gefehlt, diesen Quatsch auf Papier zu bringen.

    Gegen 18 Uhr schloss die Comic Con dann leider schon die Tore. Am Eingang haben wir uns wieder mit unseren Freunden getroffen und sind noch Asia-Buffet essen gegangen. Obwohl ich viele interessante Begegnungen hatte und schlussendlich doch genügend prall gefüllte Beutel mit mir herumschleppte, habe ich die German Comic Con in Dortmund diesmal mit gemischten Gefühlen verlassen.

    Es lag einfach an der Organisation, die diesmal mehr als fragwürdig war. Es dürften wohl noch mehr Gäste verärgert darüber gewesen sein, dass sie stundenlang am Eingang warten mussten, bis der halbe Tag vorbei war. Ob ich 2018 wieder nach Dortmund fahre, überlege ich mir daher lieber zweimal. Als Nächstes steht erst einmal der Comic Park auf der Erfurter Ega Anfang September an, für den ich erstmals einen eigenen Stand anmelden werde.

    Hier gehts zum Raketenmenschen-Blogartikel mit Bildern.

    SF-Zone

    Ein Beitrag von Sebastian Bach.


     

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    "Kim Jong Undead" erobert den Buchmarkt

    Eine Analyse

    Zuweilen entwickeln sich die Dinge recht schnell. Nachdem ich über zehn Jahre lang nach einem Verlag für meine schriftstellerischen Werke gesucht habe, hat es nach dem Erscheinen von "Raketenmenschen greifen an!" im November 2016 weniger als ein Jahr zu meiner nächsten Veröffentlichung gedauert. Pünktlich zu Halloween kam im Oktober 2017 der Kurzgeschichtenband "Kim Jong Undead und weitere phantastische Geschichten" auf den Markt.

    Ursprünglich hatte ich "Kim Jong Untot" für einen Kurzgeschichtenwettbewerb geschrieben, jedoch hat die Jury anders entschieden. Umso überraschter war ich, dass Twilight Line die Geschichte nicht nur angenommen, sondern gleich den gesamten Band danach benannt hat. Zudem wurde meine Fotomontage als Covermotiv gewählt.

    Der Zeitpunkt der Veröffentlichung hätte nicht besser gewählt werden können, da sich momentan der Konflikt zwischen Nordkorea und der USA verschärft. Die Idee zu der Geschichte kam mir allerdings schon während der vorangegangenen nordkoreanischen Atomwaffentests. Ich dachte mir, was wäre, wenn dadurch in Nordkorea eine Zombieapokalypse ausbrechen würde? Und vor allem, was wäre, wenn Kim Jong Un der Patient Null wäre? Da er der unangefochtene Führer des Landes ist, würde sich ihm niemand in den Weg stellen und die Zombieapokalypse nähme ihren Lauf.

    Der Grundgedanke war also eine im wahrsten Sinne des Wortes beißende Kritik an jeder Art von Führerkult. Der Konflikt mit den USA war ebenfalls schon Teil der Geschichte, doch das Ende musste ich noch umschreiben. Als ich die Kurzgeschichte im Jahr 2015 geschrieben habe, bin ich nämlich noch davon ausgegangen, dass Hillary Clinton mehr Wählerstimmen als Donald Trump bekommen würde. Mit dieser Prognose lag ich sogar richtig, doch durch das komplizierte Wahlmännersystem der USA gewann schließlich doch Trump die Wahlen.

    Im Prinzip war das für die Kurzgeschichte durchaus ein Glücksfall, da sich die beiden Staatsoberhäupter sehr ähnlich sind und ihr Zusammenspiel daher besser funktioniert, als es bei Clinton der Fall gewesen wäre. Ich konnte natürlich nicht ahnen, wie schnell sich der Konflikt zwischen den beiden narzisstischen Egomanen zuspitzen würde. Während in meiner Kurzgeschichte alles friedlich ausgeht, könnte sich die Realität in eine gänzlich andere Richtung entwickeln. Von daher sollten interessierte Leser zugreifen, bevor die Realität die Fiktion einholt.

    Ebenso bleibt zu hoffen, dass der Verlag die drei kleinen Patzer ausbügelt, die das Lektorat übersehen hat. Neben zwei kleinen Tippfehlern gibt es noch einen verkehrten Namen, der sich durch die Namensänderung eines Charakters eingeschlichen hat. Wer das Buch direkt über mich bezieht, erhält eine von Hand korrigierte Version. Die zweite Auflage wird hoffentlich vom Verlag korrigiert, wobei das Lektorat auch gleich die ganzen Kommasetzungs- und Grammatikfehler ausbessern kann, die es selbst erst verursacht hat.

    In der aktuellen Form werde ich damit wohl keinen Preis gewinnen, was dem Unterhaltungswert jedoch keinen Abbruch tut. "Kim Jong Untot" ist eine zeitgenössische Geschichte mit jeder Menge schwarzem Humor. Damit steht sie in krassem Kontrast zu den folgenden Kurzgeschichten. Insgesamt besteht das Buch nämlich aus vier sehr abwechslungsreichen Erzählungen von vier unterschiedlichen Autoren.

    Zunächst wäre da "Fresst meine Asche" von Iolana Paedelt. Im Bereich Dark Science Fiction angesiedelt, geht es in dieser Geschichte um die Zeit nach einer außerirdischen Invasion. Die Menschheit ist nahezu ausgelöscht und die wenigen Überlebenden werden wie Vieh gehalten, um den Aliens als Nahrung zu dienen. Die Protagonistin entkommt einem Zuchtbetrieb, jedoch nur um feststellen zu müssen, dass es auf der Erde kein Entkommen gibt. Der Stoff würde sich für eine Episode der Serie "Schwermetall" eignen.

    Die folgende Kurzgeschichte "Keine Maßnahmen erforderlich" von Peter Stohl erinnert derweil eher an eine Folge von "Twilight Zone". Der Protagonist geht täglich einer stupiden Tätigkeit nach und wird von einem mysteriösen Regime im Hintergrund beobachtet. Seine sozialen Kontakte sind äußerst begrenzt und Trost findet er nur in einem Licht, welches bei ihm zu Hause aus der Stromleitung tropft. Das klingt zunächst skurril und entbehrt jeder Physik, doch die Auflösung ist gelungen.

    Bei der letzten Geschichte "Bang or Bank" von Clemens Neuer hat das Lektorat wieder einmal geschlafen. So wechselt die Erzählweise ständig zwischen Vergangenheits- und Gegenwartsform. Das stört den Lesefluss erheblich. Doch selbst wenn diese unangenehme Entgleisung ausgebessert worden wäre, hätte es die Geschichte kaum retten können.

    Zum einen liest sich die Kurzgeschichte wie die Beschreibung einer TV-Show, was sie im Kern ja auch ist. Die Charaktere haben keinerlei Tiefe und die Handlung wird nicht durch die Protagonisten vorangetrieben. Die Perspektive ist eher jene eines Zuschauers, der völlig trocken notiert, was er im Fernsehen sieht. Die Kritik am niedrigen Niveau von RTL mag dabei zwar gut gemeint sein, Anspielungen wie "Bauer sucht Sau", "Ich bin ein Depp, holt mich hier raus" oder ein Moderator namens Günter Schlauch zeugen jedoch ihrerseits von keinem sonderlich hohen Niveau.

    Das Konzept der Show, welches im Prinzip nur aus einem russischen Roulette vor laufender Kamera besteht, würde es zudem niemals am Gesetzgeber vorbei schaffen. Es wäre daher besser gewesen, die Handlung in eine dystopische Zukunft zu verlegen. Das Problem wäre dann aber immer noch, dass es das Konzept bereits in dem russischen Science-Fiction-Film "Mafia" (in Deutschland unter dem Titel "Survival Game" erschienen) gibt. Die Filmvorlage besticht dabei durch eine weitaus kreativere Erzählweise und tiefgründigere Charaktere.

    Der Abschluss des Kurzgeschichtenbandes fällt damit eher schwach aus. Der Kauf des Buches lohnt sich dennoch sowohl für jene, die auf bissigen Humor stehen, als auch für Leser von Hard Science Fiction. "Fresst meine Asche" und "Keine Maßnahmen erforderlich" hätten es zudem wahrlich verdient, als Episoden von "Twilight Zone" oder "Outer Limits" verfilmt zu werden. Diese beiden Kurzgeschichten kann ich wirklich wärmstens weiterempfehlen!

    Hier gibts weitere Infos.

    SF-Zone

    Ein Beitrag von Sebastian Bach.


     

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    Eine kleine Halloween-Produktion

    "Creepy Campfire Stories" (2015): Eine Filmkritik

    Es ist Halloween und die beiden Freunde Ben (Jonathan Schäble) und Eddie (Alex Lotz) haben noch nichts für die Geisternacht geplant. Also rufen sie kurzerhand Nina (Julia Schmausser) und Melissa (Diana Brumminger) an, um auf einem Hügel mit Blick über die Stadt ein Lagerfeuer zu machen und sich Gruselgeschichten zu erzählen. Eventuell ist für die beiden Kerle schließlich auch noch ein Schäferstündchen drin... Um die richtige Atmosphäre zu schaffen, schickt sich jeder der vier an, eine Story zu erzählen. Doch im Laufe der Nacht kippt die Stimmung, und noch bevor der Morgen hereinbricht, werden sich die Freunde wünschen, sich nie zusammen am Lagerfeuer eingefunden zu haben.

    "Creepy Campfire Stories" ist ein Episodenfilm, der uns drei Kurzgeschichten von unterschiedlichen Regisseuren ins Haus bringt. Den Anfang macht Alex Lotz ("Halloween Monsterpizza") mit Brainscan 3000, wo ein nerdiger junger Mann den Verlust seiner Schwester nicht verkraftet und versucht, diese mithilfe eines Computerprogramms wieder zum Leben zu erwecken. Dies geht selbstverständlich gehörig schief. Die zweite Geschichte mit dem kurzen Titel PSI (Daniel Konze) widmet sich dem Haunted House Genre und erzählt von einem Pärchen, das es in seiner neuen Wohnung mit einer übernatürlichen und alles andere als freundlich gesinnten Macht zu tun bekommt. Zu guter Letzt geht es in D.M.A. (Demonic Model Agency, Pascal Dieckmeyer) um eine Teenagerin, die davon träumt, als Model Karriere zu machen. Eines Tages erhält sie eine geheimnisvolle Botschaft, in der ein Fremder verspricht, ihren Traum wahr werden zu lassen. Das Casting läuft jedoch ganz anders, als sie es sich vorgestellt hat.

    Alex Lotz Werk, zu dem er nicht nur die erste Episode, sondern auch die Rahmenhandlung rund um die am Lagerfeuer sitzenden Freunde beigesteuert hat, ist durch und durch eine Independentproduktion. So sollte man die Leistung der Schauspieler, auch wenn diese sich redlich Mühe geben, definitiv nicht an höher budgetierten Filmen messen. Ähnliches gilt für die Effekte und die Inszenierung. Nach anfänglicher Skepsis kam ich jedoch nicht umhin, den Streifen zunehmend zu genießen, was auch daran liegt, dass die Qualität der Episoden mit voranschreitender Laufzeit immer besser wird und der Soundtrack, den man großartigerweise ebenfalls erwerben kann, ganz große Klasse ist und sehr passend integriert wurde. Etwas anderes ist man von Lotz aber auch nicht gewohnt. Als kleines Schmankerl, welches ich aber nochmal besonders hervorheben möchte, wurde dem Streifen ein sehr schönes Artwork verpasst, das ich zukünftig gerne ganz offen in meinem Regal präsentieren werde...

    Vieles an "Creepy Campfire Stories" erweckt den Eindruck, als hätte sich eine Gruppe von Genrefans zusammengetan, um mit quasi nicht vorhandenen Mitteln ihren eigenen kleinen Horrorfilm zu drehen. Trotzdem ist es genau das, was man dem Endergebnis wieder zugute sprechen kann. Wenn man nämlich die Skepsis einmal beiseite schiebt und eventuelle Vorbehalte gegenüber No-Budget-Produktionen außen vor lässt, kann der Film eine gelungene Abwechslung zu den Hochglanzwerken Marke Hollywood sein, die einem sonst so ins Haus flattern. Es ist eben ein Streifen von Fans für Fans, und schlussendlich hatte ich damit knapp 80 Minuten viel Spaß. Schaut man sich die Extras an, was ich euch übrigens wärmstens empfehlen möchte, ging es den einzelnen Filmcrews während der Drehs ebenso. Und dies ist schließlich auch der Kerngedanke, der bei diesem Medium im Vordergrund stehen sollte...

    Zusatzinfos | Herkunftsland: Deutschland | Originaltitel: "Creepy Campfire Stories" | Freigabe: n.b. | Uncut: Ja | Spieldauer: 76 Min. | Verleih: extreme-scRIPt-crew | DVD VÖ: 19.10.2015

    Wir danken für die Erlaubnis der Übernahme! Dieser Artikel wurde von Alexander Olijnyk verfasst und erschien zuerst seinem Blog.

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    Eine teuflische Geschichte...

    "Sweeney Todd − Der teuflische Barbier aus der Fleet Street"

    Die Geschichte erschien erstmals als Penny Dreadful im Jahre 1846 und trug den Titel "The String of Pearls: A Romance". Als vermutlicher Autor wird Thomas Prest genannt, der eine Reihe makaberer Geschichten verfasste.

    Den Originaltitel finde ich passender, denn immer wieder zieht sich besagtes Perlenhalsband wie ein roter Faden durch die Geschichte.

    Für alle, die noch nie etwas vom blutrünstigen Barbier gehört haben, fasse ich den Inhalt kurz zusammen: London 1795. Sweeney Todd steht im Ruf, einer der besten Barbiere der Stadt zu sein. Der neue Lehrjunge, Tobias Ragg, entdeckt jedoch bald Ungereimtheiten im täglichen Ablauf. Warum lassen die Kunden ihre Hüte und Stöcke im Salon und kehren nicht zurück, um diese zu holen? Warum tauchen manche Gäste nach ihrer Rasur nie wieder auf? Fragen diesbezüglich verbittet sich Sweeney Todd und droht seinem Lehrjungen gar, ihm Grausames anzutun, sollte er nicht die Füße still halten. Als ein Kunde mit einem kostbaren Perlenhalsband den Laden betritt, nimmt das Unheil seinen Lauf.

    Die Geschichte wurde von Titania Medien als Doppelfolge (Teile 132 und 133) der Reihe "Gruselkabinett" produziert, mit einer Laufzeit von insgesamt knapp 130 Minuten. Der Geschichte hat die Vertonung auf zwei Folgen gut getan, denn die Handlung wartet immer wieder mit Spannungsbögen und kleinen Wendepunkten auf, bis sie schließlich ins große Finale startet. Inhaltlich folgt die Handlung grob dem originalen Verlauf.

    Zwei der Charaktere wirkten auf mich sehr naiv. Zum einen der Lehrjunge. Er wird von Sweeney Todd erpresst, der Einsatz ist nichts Geringeres, als dass Tobias Raggs Mutter ins Gefängnis muss, sollte Sweeney Todd über ihre kriminelle Vergangenheit auspacken. Tobias findet das auch schrecklich und jammert und fleht, Todd möge doch bitte nichts verraten. Bereits einen Tag später scheint Tobias die Episode mit Todd vergessen zu haben, denn er setzt alles daran, hinter Todds Geheimnis zu kommen, und er stellt sich wirklich bescheuert an. Die Figur Tobias Ragg, das ist jetzt natürlich rein subjektiv, fand ich auch den schwächsten und sinnlosesten Charakter, da er in allem extrem unsympathisch ist. Weder die Handlungsmotivation noch die näselnde Stimme passten zu ihm. An Sweeney Todds Stelle hätte ich ihn vermutlich am ersten Tag entsorgt. Zum anderen ist die kriminelle Mutter von Tobias ist stimmtechnisch nicht gelungen, denn sie klingt eher wie seine Uroma. Völlig egal also, ob sie ins Gefängnis muss, denn sie machts ohnehin nicht mehr lange. Niemand würde ihr einen Diebstahl zutrauen. Sie überzeugt überhaupt nicht, da sie noch naiver als ihr Sohn ist. Schade, denn die Sprecherin, Dagmar von Kurmin, ist hier vergeudetes Potenzial.

    Ansonsten passen die Sprecher aber hervorragend zu ihren jeweiligen Rollen. Schön fand ich das Ermittlergespann vom Schiff. Nicht, dass sie treu wie Gold zu ihrem verschollenen Kameraden stehen, nein, sie entwickeln darüber hinaus den Ehrgeiz, den mörderischen Barbier zu überführen. Eine Überraschung war die Figur Johanna Oakley, gesprochen von Janina Sachau, die ursprünglich das Perlenhalsband hätte erhalten sollen. Sie schleicht sich als neuer Lehrjunge bei Sweeney Todd ein und stellt sich wesentlich klüger an als ihr Vorgänger Tobias. Ein Highlight war die Stimme von Mrs. Lovett, der Pastetenladen-Besitzerin, die von Daniela Bette gesprochen wird. Viele werden sie in der Rolle als Angelina aus der "Lindenstraße" kennen.

    Die Vertonung ist wieder einmal grandios. Was Soundeffekte und musikalische Untermalung angehen, kann bislang kein anderes Label Titania Medien das Wasser reichen. Die Cover zeigen einmal Sweeney Todd mit Rasiermesser in der Hand. Auf dem anderen sehen wir Mrs. Lovett, die ein Tablett mit blutigen Pasteten trägt. Ein ganz großes Plus war für mich, dass nicht gesungen wird. Die Verfilmung mit Johnny Depp gefiel mir gut, weil sie schön düster war. Letztlich hielt mich jedoch der Gesang davon ab, den Film ein zweites Mal zu sehen. Fazit: Eine willkommene Abwechslung zu den Filmen bietet die Doppelfolge, mit mindestens genau so viel Spannung und sie lässt einen mit einem guten Gefühl zurück. Aufgrund des Themas wird die Altersempfehlung für "ab 14 Jahren" gegeben.

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    "Sweeney Todd − Der teuflische Barbier aus der Fleet Street"

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    Ein Beitrag von Christiane Gref.


     

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