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Inhalt Die ganze Ausgabe auf einen Blick Gewinnspiel: Worfs Plattenspieler Reparieren Sie Worfs Plattenspieler und gewinnen Sie tolle Preise! Wo keine Frau zuvor gewesen ist... Ein Überblick über die weiblichen Rollen im "Star Trek"-Universum. Captain Janeway: Eine Frau an vorderster Front In "Star Trek: Voyager" saß zum ersten Mal eine Frau auf dem Sessel des Captains. Wir blicken zurück. Fazit zu einem weiteren Jahr Fernseh- und Kinogeschichte. Ende Januar startet SAT.1 mit der Wiederholung von "Enterprise". Der Science-Fiction-Jahresrückblick 2003 Ein weiteres Science-Fiction-Jahr liegt hinter uns. Wir fassen noch einmal die Highlights für Sie zusammen. Auch die "Herr der Ringe"-Saga geht zu Ende. Elijah Wood berichtet über seine Erfahrungen während der Drehzeit. "Stargate SG-1" geht bald in die achte Staffel. Im Interview mit Hammond-Darsteller Don S. Davis erfahren Sie mehr über die Zukunft der Serie. Diesen Monat wird mit "Paycheck" abgerechnet und bei "Underworld" gehts Vampiren und Werwölfen an den Kragen. "Planet der Affen", "Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen" und "Fluch der Karibik" versprechen Entertainment pur. Mit "Conan" und "Armee der Finsternis" werden auch im Januar noch einmal alte Filme aufgewärmt. Mars − Die alte Herausforderung Einblicke und Abläufe der aktuellen Mars-Missionen. Ein Interview mit Professor Gerhard Neukum erörtert unter anderem die technischen Raffinessen der europäischen Sonde. Redaktion, Abonnement und Copyrights. |
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Worfs Plattenspieler Ein Gewinnspiel der anderen Art Auf der Enterprise ist die Hölle los! Seit drei Tagen ist Worfs Lieblingsplattenspieler, mit welchem er seine klingonischen Opern anhört, kaputt. Verzweifelt versuchen Geordi und Data, die marode Antiquität wieder zu reparieren, bevor Worf dem Schiff ernsthafte Schäden zufügt. Helfen Sie ihnen doch ein wenig. Zur Belohnung verspricht Ihnen Worf ein paar tolle Preise − aber sehen Sie selbst. Data: So, Geordi, das ist alles kein Problem. Das
Handbuch sagt, wir müssen den Phasenumkehrer austauschen und danach am
Helireflex eine... #--#--# # | /|\ | /| |/ | \|/ | #--#--# | |\ |\ |\ | | \| \| \| #--#--#--# | / |/ # Picard: ... und Worfs Plattenspieler sollte wieder
funktionstüchtig sein. Machen Sie es so! |
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Wo keine Frau zuvor gewesen ist... Einblicke in die Frauenwelt mitten im All Ob Barkeeperin, Geliebte oder schlichtes Crewmitglied − dem "schwachen Geschlecht" ist im "Star Trek"-Universum offenbar eine ganz besondere Rolle zugedacht. Schon seit der ersten Episode waren Frauen mit von der Partie und sorgten für weitaus mehr als einen schlichten Augenschmaus an Bord. Eine echte Pionierin muss praktisch gleich zu Beginn genannt
werden: Lieutenant Uhura, der weibliche Kommunikationsoffizier unter Captain
Kirks Kommando. Sie bezauberte vor allem die Zuschauer des amerikanischen
Fernsehens nicht nur dadurch, dass sie als Frau auf einer führenden Position
saß, sondern auch durch ihre Hautfarbe. Eine "schwarze" Frau mitten auf
der Brücke − so etwas hatte die Welt noch nicht gesehen. Uhura glänzte
jedoch nicht nur durch bloße Anwesenheit. Vor allem ihre Ausstrahlung
und ihr kühler Kopf in bedränglichen Situationen machten sie für jedermann
sympathisch. Nichelle Nichols, die Darstellerin der Uhura, erhielt
in den frühen 70ern sogar ein persönliches Lob von Martin Luther King jr., der
von ihrem Auftreten und ihrem Charakter fasziniert war.
Und so existieren noch viele weitere Frauen in allen Quadranten der Galaxis, die alle einzigartig und unvergessen sind. Guinan, die el-aurianische Barkeeperin der Enterprise-D, die nie wirklich ihre Geheimnisse lüftet, Jadzia und Ezri Dax, die in Symbiose mit einem uralten Wesen leben und gegenseitig Erinnerungen und Erfahrungen teilen. Kes, die liebenswerte Ocampa, die ohne die Voyager wohl nie ihren Weg zur Erleuchtung gefunden hätte, gehört ebenso zu dieser außergewöhnlichen Riege der Frauen, wie auch die Damen Deanna und Lwaxana Troi, die beide emphatisch veranlagt und über alle Maße charismatisch sind. 1995 schaffte es endlich eine Frau ganz nach oben. Captain Kathryn Janeway erlangte das Kommando über die Voyager und trat zusammen mit ihrer Crew die wohl schwerste aller Reisen im Trek-Universum an. Auf diesem langen Weg beweist sie, dass auch auf dem Sessel des Captains eine Frau einem Mann in nichts nachsteht. Über sieben Jahre Fernsehgeschichte hinweg begeisterte sie die Fans mit ihrer Menschlichkeit, ihrer Schläue und der Loyalität zu Sternenflotte und Crew. Oftmals ist sie bereit, sich selbst oder das Schiff zu opfern, um eben diese Crew zu retten. So tritt sie selbst des Öfteren gegen ihre persönliche Nemesis an − die Borg. Eben jene bieten nun schon in der dritten Generation "Star Treks" ein ultimatives Feindbild. Doch auch die fahlhäutige Königin der Maschinenwesen wird keineswegs nur auf ihre bösen Absichten reduziert. Im Glauben, das Beste für ihr Volk zu tun, ist sie − ebenso wie Janeway − bereit, alles aufs Spiel zu setzen, um ihr Ziel zu erreichen. Dass eine solche Macht durchaus auch erotisch sein kann, konnte Data sozusagen "hautnah" erfahren. Natürlich gibt es jedoch auch weibliche Bösewichte, die nicht offen erklären, dass sie die Menschheit vernichten wollen. Kai Winn, die religiöse Führerin Bajors, offenbart erst kurz vor der Vollendung ihrer dunklen, fehlgeleiteten Pläne ihre Absichten, während die Spionin Seska die Crew der Voyager so lange ausnutzte, bis sich ihr eine bessere Quelle der Macht bot und sie sich den Kazon anschloss. Auch Valeris, die vulkanische Steuerfrau der Enterprise-A, spielte lange Zeit ein falsches Spiel mit Crew und wusste sogar Spock hinters Licht zu führen, um die Föderation daran zu hindern, Frieden mit den Klingonen zu schließen. Die Duras-Schwestern Lursa und B'etor boten da schon einen handfesteren Gegner. Sie überzeugten das Publikum sowohl durch ihre Schläue als auch durch die Skrupellosigkeit ihrer Methoden. Ebenso verhält es sich mit Sela, die halb Mensch, halb Romulanerin ist und von sich behauptet, sie sei Tasha Yars Tochter. Auch wenn ihr blondes Haar auf ihre menschliche Herkunft schließen lässt, so ist sie doch im Innern hinterhältiger und gefährlicher als die meisten reinblütigen Romulaner. Selas Mutter, Tasha Yar, gehört jedoch auch zu eben jenen heldenhaften Frauen, die ihr Leben für Schiff und Crew lassen mussten. Auf Vagra II fiel sie dem Wesen Armus zum Opfer, welches nur seine Macht beweisen wollte. Tasha selbst hatte eine schwere Kindheit auf Turkana IV hinter sich, einer abgelegenen Kolonie der Föderation, auf der bürgerkriegsähnliche Zustände herrschen. Tasha Yar war eng mit Worf befreundet und bis zu ihrem Tod Sicherheitschef der Enterprise-D. Ihr Tod führte in der Geschichte von "Star Trek" zu einer unvergessenen Szene auf dem Holodeck.
Unvergessen sind natürlich auch all die zahlreichen Kirk-Girls − eben jene Konkubinen, die dem Captain die Sinne in praktisch jeder Folge verdrehten. Auch Picard macht so seine Erfahrungen mit dem schönen Geschlecht. Fakt ist: Frauen werden im "Star Trek"-Universum nie als bloße Sexobjekte "verwertet", ganz im Gegenteil. Jede einzelne bezaubert seit fast 40 Jahren das Publikum rund um die Welt durch ihre Vielseitigkeit. Möge es immer so bleiben. Related Links Donitzky.de: "Die
Rolle der Frau bei 'Star Trek'" |
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Captain Janeway: Eine Frau an vorderster Front "Meine einzige Besessenheit ist es, mein Schiff zu retten ... meine Leute" Mit der vierten "Star Trek"-Serie war die Zeit gekommen, in der eine Frau das Kommando führen durfte. Captain Kathryn Janeway übernahm die U.S.S. Voyager und führte ihre Crew in einer sieben Jahre währenden Odyssee durch den Delta-Quadranten zurück in die Heimat.
Dies ist die Kurzversion der Biografie eines Charakters, der wie keine Frau zuvor im Rampenlicht des Trek-Universums stand. Doch kein Leben lässt sich in einem Satz zusammenfassen, schon gar nicht das eines Sternenflottencaptains.
Die erste Mission als Captain der Voyager führt Janeway in die Badlands, um das Maquis-Schiff Zola aufzuspüren, auf dem ihr Freund Tuvok undercover ermittelt. Doch diese Mission führt die Kommandofrau auf eine längere und weitere Reise als alle anderen Sternenflottencaptains, als die Voyager vom Fürsorger in den Delta-Quadranten gezogen wird. Dort trifft sie eine folgenschwere Entscheidung, als sie die Phalanx des Wesens zerstören lässt. Somit sind Schiff und Crew 70.000 Lichtjahre von der Heimat entfernt, ohne Aussicht auf baldige Rückkehr. Und sie haben ein weiteres Problem am Hals: Die Crew des gesuchten Maquis-Schiffs muss an Bord integriert werden, da auch die Zola zerstört wurde. Janeway schwört, ihre Crew sicher nach Hause zu bringen, und diese Sorge um Schiff und Crew wird in den kommenden Jahren zu ihrem obersten Prinzip. Janeway verliert auch fernab der Heimat nicht ihre Zielstrebigkeit, und die Integration der ehemaligen Maquis gelingt weit einfacher als erwartet, was wohl auch dem guten Verhältnis zwischen Janeway und dem Ex-Maquis Chakotay zu verdanken ist, den sie zu ihrem Ersten Offizier macht. Janeway geht damit ein Risiko ein, aber wird von dem Commander nicht enttäuscht. Sie lehrt ihn, sich nicht zu sehr in sich selbst zurückzuziehen, und er macht sie mit Ritualen seines Volkes, wie dem tierischen spirituellen Führer, vertraut. Beide kommen sich näher, und als sie im zweiten Jahr der Reise gemeinsam auf einem Planeten stranden, wird deutlich, dass sie sich zueinander hingezogen fühlen. Als beide jedoch von der Voyager gerettet werden und auf ihre Posten zurückkehren, entwickeln sich keine weiteren romantischen Gefühle, sondern eine enge Freundschaft. Nichtsdestotrotz setzt die zuweilen starrsinnige Janeway bei Unstimmigkeiten mit ihrem Ersten Offizier ihren Kopf durch, zum Beispiel, als sie 2373 eine Allianz mit den Borg eingeht oder zwei Jahre später um jeden Preis Captain Rudolph Ransom zur Strecke bringen will.
Für die Schauspielerin Kate Mulgrew war besonders wichtig, Janeway als Figur sowohl stark als auch weiblich darzustellen. Sie beschreibt den Charakter, den sie sieben Jahre lang verkörperte, als eine Frau, die sich mutig und ohne mit der Wimper zu zucken opfern und mit dem Schiff untergehen würde, aber sich gleichzeitig entgegen ihren eigenen Erwartungen in die Menschen verliebt hat, die ihr wichtig sind, und ihren Geist und ihr Herz öffnet, um das mit anderen zu teilen. Die maßgeblich an der Erschaffung des Charakters von Kathryn Janeway beteiligte Produzentin Jeri Taylor beschreibt die Ausgangsbasis für die Figur: "Sie musste männlich sein, klug, stark, begabt. Zugleich aber sollte sie traditionell weiblich bleiben, sexy und fürsorglich."
Die Tatsache, dass Janeway ihr Schiff nach sieben Jahren in den Alpha-Quadranten zurückbrachte, charakterisiert sie ebenso wie die Art, auf die es geschah: Eine ältere Janeway bricht ein weiteres Mal mit den Regeln, um ihrem jüngeren Ich die Chance zu bieten, nach Hause zu kommen, ohne weitere Freunde zu verlieren. Nachdem Janeway ein letztes Mal als Captain der Voyager ihre Zielstrebigkeit und ihren Mut bewiesen hat, indem sie ihre Crew durch ein Transwarp-Zentrum nach Hause brachte, wird diese ungewöhnliche Frau in den Admiralsstand erhoben − eine Leistung, die sie sich redlich verdient hat und auf die ihr Vater sicherlich mehr als stolz gewesen wäre. Related Links Totally
Kate: Die offizielle Website von Kate Mulgrew |
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Der Trek-Jahresrückblick 2003 Blick zurück auf die vergangenen zwölf Monate im All Auch im "Star Trek"-Universum bleibt die Zeit nicht stehen. Jeden Monat erscheinen neue Episoden. Im letzten Jahr erwartete uns in Deutschland der zehnte Film sowie eine komplett neue Serie. Blicken wir noch einmal gemeinsam auf das letzte Trek-Jahr zurück. Januar
Während sich in der ersten Woche bereits die schlechten Besucherzahlen von "Star Trek Nemesis" in den USA bemerkbar machten (der Film belegte drei Wochen nach der Premiere nur noch den elften Platz in den Kinohitlisten), konnte man sich hierzulande schon auf die Premierenfeier des Streifens am 15. Januar freuen. Auch in der zweiten Woche war "Nemesis" ein großes News-Thema, gerade in Deutschland gab es zahlreiche positive Reviews zum Film, welche ihm allerdings auch keine sonderlich größeren Besucherzahlen bescheren konnten. Auch außerhalb des "Nemesis"-Themas gab es interessante Neuigkeiten − so entschied man sich bei der KirchMedia dafür, "Enterprise" an den Sender SAT.1 zu vergeben und im Frühjahr mit der Ausstrahlung zu beginnen. Patrick Stewart äußerte sich enttäuscht und überrascht über die Reaktion der Zuschauer über "Nemesis". Er nahm an, dies sei der beste "Star Trek"-Film, in dem er mitwirken durfte. Des Weiteren legte sich Berman für einen eventuellen elften "Star Trek"-Streifen fest, dass dieser kein "Next Generation"-Film sein werde. In der letzten Woche des Januars tauchte schließlich eine Petition von "Star Trek"-Fans auf, welche den Rauswurf von Braga und Berman bei "Enterprise" forderte.
Februar
Bei SAT.1 entschied man sich, den Start von "Enterprise" auf den 15. März zu legen. Die "Enterprise"-Episode "Cease Fire" erhielt in den USA währenddessen eine Widmung der verunglückten Columbia-Crew. Im Laufe des Monats unterschrieben zahlreiche Trek-Stars eine Petition, die Erforschung des Weltalls trotz des Columbia-Unfalls nicht zu unterbrechen, während sich bei UPN, dem "Star Trek"-"Muttersender", bereits langsam ein Rückgang der Zuschauerzahlen andeutete. Später wurden Details über die Episode "Regeneration" bekannt, in der die Borg zum ersten Mal im "Star Trek"-Raum auftauchen. Des Weiteren wurden erste Informationen über die Show "Star Trek: Borg Encounter" veröffentlicht, die spätestens ab Februar 2004 auch im Space Center Bremen zu bewundern sein wird. März
Nana Visitor teilte zu Beginn des Monats mit, dass sie gerade nach den schlechten Ergebnissen von "Nemesis" jederzeit für einen "Deep Space Nine"-Kinofilm bereitstehen würde, sagte allerdings auch, dass sie nicht erwarten würde, dass es dazu kommt.
Zahlreiche "Star Trek"-Darsteller wie Connor Trinneer (Trip Tucker) sprachen sich gegen einen Krieg im Irak aus. Eine Woche später gab es in Deutschland die Premiere von "Enterprise", während Paramount zum ersten Mal offizielle Details zur im Mai in den USA ausgestrahlten Borg-Episode "Regeneration" bekannt gab. Während "Enterprise" in den USA weiterhin mit einbrechenden Quoten zu kämpfen hatte, konnte doch zumindest in Deutschland der Pilotfilm gute Einschaltquoten bringen. Insgesamt sahen 3,2 Millionen Menschen in Deutschland zu − dies entsprach einem Marktanteil von zehn Prozent.
Später verkündete Rick Berman für das Ende der zweiten Staffel von "Enterprise" einschneidende Änderungen der Serie.
April
Während im letzten Monat die "Sailors of the Year" der US Navy auf der virtuellen Enterprise zu Besuch waren, nahm Scott Bakula sich im April den Besuch der echten Enterprise (ein Flugzeugträger) vor. Dennoch nahmen die Zuschauerzahlen von "Enterprise" weiter ab und erreichten mit der Episode "Judgment" einen neuen Serien-Negativrekord. Connor Trinneer machte sich darüber hingegen keine Sorgen und meinte, er wäre mit seiner Rolle als Trip Tucker bereits belohnt genug.
Mai
Im Mai fand die FedCon in Bonn statt, auf der neben Cirroc Lofton (Jake Sisko) und Nana Visitor auch Marina Sirtis (Deanna Troi) zu sehen war. Später im Monat verstärkte Jolene Blalock (T'Pol) ihre Bindung, indem sie ihren Freund Michael Rapino heiratete.
Auch in diesem Monat äußerten sich Braga und Berman, besonders vor dem Hintergrund der schlechten Zuschauerzahlen, zu den Änderungen von "Enterprise" in der dritten Staffel. Die Änderungen sollten die Enterprise so richtig "durchschütteln". Bakula setzte sich darüber hinaus für einen stärkeren Archer in der dritten Staffel ein und zeigte sich sehr enttäuscht über die negativen Kritiken und die geringen Zuschauerzahlen. Bjo Trimble sprach in einem TZN-Interview über ihre Kampagne, mit der sie zusammen mit ihrem Ehemann vor über 30 Jahren die vorzeitige Absetzung der Classic-Serie verhindern konnte.
Juni
Anfang des Monats teilte Scott Bakula (Jonathan Archer) mit, er freue sich auf die dritte Staffel "seines" Schiffs und den erwarteten großen Handlungsbogen, der bereits mit Ende der zweiten Staffel beginnen sollte. Brannon Braga teilte indes mit, dass sich die dritte Staffel von "Enterprise" keinesfalls nur mit Krieg beschäftigen werde.
Im Verlauf des Monats wurde kurz vor der Veröffentlichung des Computerspiels "Star Trek: Elite Force II" ein Großteil des Entwicklerteams von Ritual Entertainment gefeuert, da einige geplante weitere Projekte kurzfristig abgesagt wurden. Das Spiel selbst erhielt größtenteils positive Kritiken.
Juli
Wegen der großen Kritik und schlechten Quoten hatten sich etliche Fans zum "Enterprise Project" zusammengeschlossen und unterstützten die Crew und die Serie unter anderem mit einer Anzeigenkampagne. Außerdem präsentierte das "Voyager New Horizon"-Team die erste vertonte Episode der achten (und von Fans selbst geschriebenen) Staffel von "Star Trek: Voyager", basierend auf den deutschsprachigen Episoden, die das TZN in den Monaten zuvor veröffentlichte. Die Vertonung in Eigenregie nahm insgesamt knapp ein halbes Jahr in Anspruch.
Des Weiteren wurde publik, dass es in der dritten Staffel von "Enterprise" nicht nur Änderungen in der Storyline, sondern auch beim Outfit der Darsteller geben würde. So wurde bekannt, dass auch T'Pol sich anders kleiden würde. Gegen Ende des Monats tauchte dann schließlich auch noch ein erstes Bild der Xindi auf. Den Abschluss des recht "Enterprise"-lastigen Monats bildete die Meldung, dass die Synchronisation ab der zweiten Staffel von "Enterprise" in Händen der Arena Film GmbH & Co. Synchron KG liegen werde, nachdem die erste Staffel noch von Bavaria Film Synchron synchronisiert wurde.
August
Anfang des Monats tauchten erste Gerüchte auf, nach denen "Enterprise" eventuell die "Star Trek"-Bezeichnung im Titel tragen sollte. Wie Sie sicher wissen, kam es kurze Zeit später auch tatsächlich dazu − mehr Zuschauer (und das hatte man sich wahrscheinlich erhofft) brachte es allerdings nicht. Im späteren Verlauf des Monats beschäftigte sich das "Hollywood Hospital" mit den medizinischen Apparaturen, die in "Star Trek" zu sehen sind und deren Möglichkeit, sie in Zukunft in der Realität einsetzen zu können. Des Weiteren meldete sich William Shatner mit einer neuen "Star Trek"-Idee zu Wort, von der Braga und Berman jedoch nichts wissen wollten. Shatner selbst setzte sich darüber hinaus wie jedes Jahr bei der Hollywood Charity Horse Show für behinderte Kinder ein. Brannon Braga zeigte für die Fans und deren Meinung, dass es mit der Kontinuität bei "Enterprise" nicht so weit her sei, kein Verständnis und verteidigte unter anderem auch die Borg-Episode "Regeneration".
September
Anfang September wurde die erste Episode der dritten "Enterprise"-Staffel ausgestrahlt, wobei diese von immerhin etwa so vielen Menschen gesehen wurde wie die letzte Episode der zweiten Staffel. In den Kritiken konnte die Folge allerdings nicht überzeugen.
Die Darsteller und die Produktionscrew warfen währenddessen schon einmal einen Blick auf kommende Ereignisse. So eröffnete Braga, dass die Xindi ebenfalls über einen "Future Guy" verfügen würden, während der Xindi-Handlungsstrang von Linda Park (Hoshi Sato) gelobt wurde. Gegen Ende des Monats erfuhr die Serie die offizielle UPN-Umbenennung und heißt seitdem "Star Trek: Enterprise".
Oktober
In diesem Monat erklärte Leonard Nimoy, dass sein Serienpendant Spock nicht mehr in neuen Produktionen zu sehen sein werde − er wolle sich vielmehr weiterhin mit Fotografie und Reisen beschäftigen. Jolene Blalock äußerte sich über die eventuell entstehende Beziehung zwischen ihr und Trip Tucker. Sie könne sich aber nicht vorstellen, dass eine normale Beziehung zwischen den beiden möglich sei. Darüber hinaus tauchten Gerüchte auf, die besagten, dass die Andorianer der Crew der Enterprise auch in der Delphic-Ausdehnung begegnen werden. Wie diese dorthin gelangen, stand noch nicht fest.
November
Gegen Anfang des Monats zeigte sich Scott Bakula der negativen Presse von "Star Trek: Enterprise" gegenüber sehr verärgert − es bleibe einem nichts anderes übrig, als diese Kritik persönlich zu nehmen. In diesem Monat geschah leider auch noch etwas sehr Trauriges: Am 13. November verstarb Kellie Waymire (Elizabeth Cutler) im Alter von nur 36 Jahren an einer unerkannten Herzrhythmusstörung. Es warfen allerdings auch schon große Dinge ihren Schatten voraus, darunter die baldige Eröffnung des Space Centers Bremen.
Dezember
Marc Berman, ein bekannter amerikanischer Medienspezialist, sprach sich anfangs des Monats gegen eine wöchentliche Ausstrahlung von "Star Trek: Enterprise" aus. Sänken die Quoten in der laufenden Staffel weiter, so würde dies nur dem Franchise schaden, meinte er. Für die Serie wurde ferner publik, dass diese in der laufenden Staffel nur aus 24 statt der sonst üblichen 26 Episoden bestehen solle. Während sich die SAT.1-Zuschauer gegen Mitte des Jahres über die zweite Staffel von "Star Trek: Enterprise" freuen konnten, wurde nun bekannt, dass diese wohl bis Sommeranfang eine Pause einlegen wird und dann auf einem anderen Programmplatz zurückkehrt.
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Die Ereignisse des Monats Januar 2004 Die Trek-Highlights der nächsten vier Wochen im Überblick. |
Trek-Kalender |
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Montag |
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| 01.Januar | 02.Januar | 03.Januar | 04.Januar | |||||||||||
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| 05.Januar | 06.Januar | 07.Januar | 08.Januar | 09.Januar | 10.Januar | 11.Januar | ||||||||
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Geburtstag |
Geburtstag |
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| 12.Januar | 13.Januar | 14.Januar | 15.Januar | 16.Januar | 17.Januar | 18.Januar | ||||||||
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Geburtstag |
TV |
Convention |
Convention |
Convention |
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| 19.Januar | 20.Januar | 21.Januar | 22.Januar | 23.Januar | 24.Januar | 25.Januar | ||||||||
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| 26.Januar | 27.Januar | 28.Januar | 29.Januar | 30.Januar | 31.Januar | |||||||||
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Der Science-Fiction-Jahresrückblick 2003 Von Fortsetzungen und Abschlüssen Und wieder ist ein Jahr vorbei. Und wieder blicken wir zurück und ziehen Bilanz, für uns persönlich und für unsere Welt im Allgemeinen. Sorgen und Bedauern über Vergangenes und Mut und Hoffnung für die Zukunft sind selten so nah beieinander wie beim Jahreswechsel. Gerne zieht auch jeder Film- oder Serienfan seine Jahresbilanz. Wie hat sich das Genre weiterentwickelt? Von welchen Filmen erhoffen wir uns Fortsetzungen und bei welchen Fortsetzungen konnten wir nur den Kopf schütteln? Welches waren die Highlights, welches die Flops des Jahres? Hits und Flops Mit Erfolgsfilmen wie "Spider-Man", "Star Wars − Episode II", "Harry Potter und die Kammer des Schreckens" und natürlich zum Jahreswechsel "Der Herr der Ringe: Die zwei Türme" wurde 2002 weltweit Kasse gemacht und das Science-Fiction- und Fantasy-Genre haben wohl viele neue Fans gewonnen. Mit fettem Budget im Rücken und der Aussicht auf eine vergrößerte Kinogemeinde und einer erfolgsgarantierenden Zweitauswertung durch den immer größer werdenden DVD-Markt wurde dem geneigten Genre-Fan auch im Jahr 2003 eine ganze Reihe ganz unterschiedlicher Filme vorgelegt.
Alex Garland und Danny Boyle spannten nach "The Beach" erneut zusammen und ließen einen jungen Engländer in "28 Days Later" gegen Zombies und üble Militärs antreten. Der stilistisch ungewöhnliche B-Movie wurde zum Überraschungserfolg. Mit mindestens dem zehnfachen Budget versuchten Anfang Juli dann "The Hulk" und Ende Juli Arnold Schwarzenegger ihr Glück an den Kinokassen. Das grüne Ungetüm von Regisseur Ang Lee traf wie zuvor schon "Daredevil" auf mäßiges Interesse seitens der Comic-Fans und war weit davon entfernt, ein zweiter "Spider-Man" zu sein. Ganz anständig schlug sich der jetzige Gouverneur von Kalifornien mit der Terminatrix ab dem 31. Juli in "Terminator 3: Rebellion der Maschinen". An den internationalen Kinokassen erfolgreicher als in den Staaten war der dritte Teil von "Terminator" ein toller Action-Event und ein typischer Sommer-Blockbuster. Während andere Genres im Sommer noch viele Hits rausbrachten, war es um das Science-Fiction- und Fantasy-Genre in Deutschland eher ruhig bestellt. Das Nostalgiewerk "Raumpatrouille Orion − Rücksturz ins Kino" und die Independent-Grusler "The Gathering" und "Fear Dot Com" liefen in nur wenigen Kinos. "Tomb Raider 2: Die Wiege des Lebens" bescherte den Paramount-Studios nach "Star Trek Nemesis" eine weitere Niederlage mit einer Fortsetzung. Die deutsch-amerikanische Co-Produktion "Wrong Turn" sprach nur hartgesottene Horror-Fans an. Viel mehr Leute interessierten sich statt für hinterwäldlerische Kannibalen lieber für untote Piraten. Der Überraschungshit des Jahres setzte seine Segel am 2. September: "Der Fluch der Karibik" war ein lockeres Fantasy-Abenteuer und ein wahrer Publikumsliebling. Mit "Identität" war ab dem 18. September der wohl beste Thriller des Jahres in unseren Kinos zu sehen. Weiter gings Anfang Oktober mit "Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen". Sean Connery und sein ansehnliches Ensemble vermochten aber nicht wirklich zu begeistern, waren die Zuschauer nach "Daredevil" und "The Hulk" gegenüber neuen Comic-Verfilmungen doch etwas misstrauisch. 20th Century Fox ging auch mit "Alien: Director's Cut" ziemlich baden, während Kinowelt nach einer deutlichen Schlankmachungskur jetzt nur noch billigere Titel wie den Horror-Film "Jeepers Creepers II" in die Kinos bringen darf. Der November brachte eine bittere Pille zu schlucken: Die Mehrheit der Fans war ziemlich unzufrieden mit Neos Schicksal in "Matrix Revolutions". Ob die "Matrix"-Trilogie damit ihren Kultstatus auf einer Höhe mit "Star Wars" oder "Herr der Ringe" behalten hat, darf bezweifelt werden. Eine Mischung aus Popcorn-Movie und nicht jugendfreiem Gemetzel bot der Kampf "Freddy vs. Jason" ab dem 20. November. Der US-Hit lockte hierzulande nur wenige Zuschauer ins Kino. Trotzdem das Horror-Highlight des Jahres.
In Memoriam Keine Filme ohne Filmemacher: Auch 2003 sind viele Künstler von uns gegangen, die Sie kennen dürften. Eine kleine Auswahl verstorbener, aber nicht vergessener Akteure vor und hinter der Kamera: Die "SeaQuest"-Darsteller Royce D. Applegate und Jonathan Brandis, die Schauspieler Richard Crenna ("Rambo", "Feuer aus dem All"), Horst Buchholz ("Die glorreichen Sieben", "Das Leben ist schön"), Hume Cronyn ("Cocoon", "Das Wunder in der 8. Straße"), Charles Bronson ("Das dreckige Dutzend", "Ein Mann sieht rot"), John Ritter ("Stephen Kings Es", "Chucky und seine Braut"), Meister-Regisseur Elia Kazan ("Endstation Sehnsucht", "Die Faust im Nacken") und auch legendäre Hollywood-Urgesteine wie Katharine Hepburn und Bob Hope. Das Jahr der DVDs
Was sonst lässt sich aus der Sicht eines Genre-Fans über das Jahr 2003 sagen? Als erfreuliche Tendenz oder als unnötige Zugabe kann man die vielen Veröffentlichungen auf DVD sehen. Ob nun Direct-to-Video-Filme, wiederentdeckte Klassiker oder neu aufgelegte "Special Editions" oder "Extended Editions" von gar nicht so alten Blockbustern − ohne starken DVD-Markt gäbe es diese Veröffentlichungen gar nicht erst. Aus all diesen DVDs und ebenso dem Bereich Literatur oder Computerspiele ließe sich ebenfalls ein Resümee ziehen, dies würde aber den Rahmen sprengen. Related Links
TZN: Filmpreview 2004 |
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Am Ende einer Reise Abschluss-Interview mit Frodo-Darsteller Elijah Wood Der Schauspieler Elijah Wood ist den meisten schon als
Jungdarsteller bekannt. In Filmen wie "Deep Impact" und "The Faculty"
ist er auch in diesem Winter in den deutschen Fernsehgeräten vorhanden.
Hier bieten wir Ihnen nun zum letzten Mal Elijah Wood in seiner Rolle
als Frodo in allen drei Kinoerfolgen von "Der Herr der Ringe", mit
welchen ihm der ganz große Durchbruch in Hollywood gelang. Im Gespräch berichtet Wood über seine Zeit in Neuseeland und seine Zukunft nach dem Filmepos. Action Adventure: Im Film warst du ständig barfuß unterwegs.
Wie ging es dabei deinen Füßen?
Action Adventure: Hast du "Herr der Ringe"-Spielsachen zu Hause? Wood: Ich habe viele der Actionfiguren. Als die Filme erschienen und das Merchandising startete, sagte ich: "Hört mal her, schickt mir einfach alles, was es gibt, und selbst wenn es Unterwäsche ist. Schickt mir einfach alles, was mit 'Herr der Ringe' zu tun hat. Ich will alles!" Denn wann werde ich das nächste Mal die Gelegenheit haben können, Teil von etwas so Großem zu sein, mit einer so tollen Merchandising-Maschinerie? Man kann es mit "Star Wars" vergleichen. Aber mir fehlt noch vieles in meiner Sammlung. Ich weiß genau, dass mir noch nicht alles zugeschickt wurde. Action Adventure: Was ist das seltsamste Erlebnis, das du mit einem Fan hattest? Wood: Einmal begann eine Frau, die mich traf, zu heulen. Das war eine komische Situation, und nicht so leicht zu bewältigen, das kannst du mir glauben. Wenn jemand zu heulen beginnt, versucht man ihn natürlich zu trösten. "Armes Ding", sagte ich zu ihr und tröstete sie. Action Adventure: Wie alt war sie? Wood: Sie war um die 20. Sie hat die Filme dutzende Male gesehen und liebte die Charaktere. Ich hab auch schon Transparente mit "Elijah, heirate mich" gesehen. Action Adventure: Was hast du während der Arbeiten an dir selbst entdeckt? Wood: Ich denke nicht so oft an mich selbst, im Vergleich zu dem Charakter, den ich darstelle. Aber ich glaube, dass Frodo die Verantwortung ultimativ akzeptiert, dass er den Mut hat, die Verantwortung zu übernehmen, seine Bestimmung zu akzeptieren und sie zu erfüllen. Auch ich versuche das. Aber ich glaube, dass der Weg, den ich als Mensch, an den Arbeiten zum Film, gehen musste, mich einfach auf vieles im echten Leben vorbereitet hat und mich als Mensch gestärkt, mich auch mutiger gemacht hat. Vielleicht hab ich mir da etwas von Frodo abgeschaut, aber schon die Erfahrungen allein, die ich durch die Arbeit gesammelt habe, haben dazu beigetragen und einen tiefen Einschnitt in meinem Leben hinterlassen. Action Adventure: Wie tief? Wood: Nun ja, ich war 18, als ich nach Neuseeland flog und als die Produktion begann, ich verbrachte 16 Monate dort und folglich auch die letzten drei Jahre. Ich wuchs dort auf und entwickelte mich, wurde zu dem Menschen, der ich heute bin, als Ergebnis zu eben diesen Erfahrungen, die ich mit den Menschen, mit Neuseeland und allen anderen Erlebnissen hatte, während ich dort war. Action Adventure: Was ist in Neuseeland so anders als in den USA?
Action Adventure: Besteht ein großer Unterschied zwischen den Fans des Buches und denen des Films? Wood: Das kann man so nicht sagen, aber es gibt natürlich Unterschiede. Ich meine, dass Fans des Films nicht notwendigerweise Fans des Buches sein müssen und umgekehrt. Aber genauso gibt es Fans des Buches, die auch Fan des Films sind. Ein Unterschied ist möglicherweise, dass Fans der Bücher oft schon eine lange Zeit mit dieser Geschichte leben. Action Adventure: Erkennst du deinen Beitrag zu diesem Phänomen? Wood: Ja, den sehe ich und ich bin wirklich sehr stolz darauf. Ich denke jetzt nicht mehr so oft daran, aber − yeah, durch die harte Arbeit in den 16 Monaten in Neuseeland haben wir alle ein Phänomen geschaffen. Dazu zähle ich auch mich und ich glaube und hoffe, dass man mich dafür nie vergessen wird. Related Links "Der Herr der Ringe": Die offizielle Website |
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Ein Idealist im Weltall "Stargate SG-1"-Darsteller Don S. Davis im Interview Seit sieben Staffeln spielt der künstlerisch begabte Ex-Soldat den Chef des SG-1-Teams, General Hammond. Was er über die Zukunft der Serie und seine Rolle darin zu sagen hat, erfahren Sie im folgenden Interview mit dem britischen Fernsehsender SkyOne. SkyOne: Ihren Charakter General Hammond beschreiben
Sie selbst als "starken militärischen Führer" und "als weisen Mann, der
bereit ist, alles zu tun, was notwendig ist, um die Interessen seines Landes
und der ganzen Menschheit zu verteidigen". Inwieweit entspricht diese
Beschreibung Ihrer eigenen Persönlichkeit?
Das Problem ist, dass das Leben weitergeht. Ich war in einer der bedeutendsten TV-Produktionen, "Twin Peaks". Und Leute sagen immer noch: "Wann werden Sie einen weiteren 'Twin Peaks'-Film machen?" Und die ehrliche Antwort ist: nie. Der Grund dafür ist, dass all die Schauspieler, die einst in die Serie involviert waren, sich zu neuen Projekten begeben haben. Und man weiß, Thomas Wolfe lag richtig, als er sagte: "Man kann nicht noch einmal nach Hause zurückkehren." Und wenn man dann trotzdem nach Hause zurückkehrt, lebt man nicht die Wahrheit, sondern eine Lüge. SkyOne: Wenn Sie einen anderen Charakter bei "Stargate SG-1" spielen könnten, welcher wäre das? Davis: Nun, wenn ich mir genug Schönheitschirurgie leisten könnte, dann Jack O'Neil. Es ist nett, der Held zu sein und das Mädchen zu bekommen. SkyOne: Sie haben schon mit Richard Dean Anderson, welcher Jack O'Neil spielt, an "MacGyver" mitgearbeitet. Machte es dies einfacher, die Rolle in "Stargate" anzunehmen? Davis: Das ist der Grund, warum ich die Rolle annahm! Es gibt eine treue Zusammenarbeit zwischen uns. Und meiner Meinung nach hat er mehr Ehre, Loyalität und Integrität als irgendjemand anders, den ich bis jetzt in diesem Geschäft getroffen habe. Er persönlich ist der Grund, dass manche Leute seit 20 Jahren in seinen Produktionen mitmachen. Er ist ein guter Kerl. SkyOne: Was war der angsteinflößendste Gegner bis jetzt in "Stargate"? Davis: Die unheimlichsten Feinde in der Serie sind unsere eigenen Leute. Die Leute von unserer eigenen Regierung, die ihre eigene Agenda haben. Ich denke, die Tragödie des Lebens ist der Feind im Inneren. Man kann mit jemandem fertig werden, von dem man weiß, dass er dir Schaden zufügen will. Aber wenn jemand, dem man traut, von dem man weiß, dass er ein Verbündeter ist, dich hintergeht − das ist die wirkliche Gefahr. Ich versuche oft, den Fans diesen meinigen Standpunkt zu erläutern. Denn oft ist die erste Reaktion darauf: "Wie können Sie es mit sich selbst in Einklang bringen, eine Marionette des Militärs zu sein?" Ich kann das in Einklang bringen, weil ich beim Militär war und weil ich weiß, dass das Militär aus Leuten besteht, die wie man selbst, wie der Freundeskreis oder die Nachbarn sind. Sie sitzen alle im selben Boot und versuchen, zu überleben. Das Militär startet keine Kriege − die Politiker starten die Kriege, welche in 99,9 Prozent der Fälle − wie wir einmal mehr erfahren − auf Lügen basieren. Und Leute sterben für die Lügen, Beziehungen gehen auseinander für die Lügen und Leben werden zerstört. Das Militär muss da reingehen. Sie wissen in vielen Fällen, dass sie sich selbst opfern, um eine Lüge zu verteidigen. Und trotzdem gehen sie rein und bringen ihr Opfer. SkyOne: Ist das der Grund, warum Sie das Militär verlassen haben? Davis: Nein. Ich bin gegangen, weil ich, seit ich ein paar Zentimeter groß war, nur eine Sache werden wollte: Maler und Bildhauer. Ich war während des Vietnam-Krieges in Korea stationiert. Ich arbeitete in der Personalverwaltung. Ich hatte eine Menge Zeit für mich. Während die Dokumente vorbereitet wurden, musste ich mich beschäftigen und ich konnte nicht rumsitzen und Bücher oder Zeitschriften lesen, also malte ich. Ich fing als Student an, als abstrakter Expressionist, eine Art Jackson Pollack oder Robert Motherwell, und während der Zeit in Korea trainierte ich meine Augen, indem ich Bilder und andere Sachen aus Büchern kopierte. SkyOne: Nun sind Sie ein Maler, von dem landesweit ausgestellt wird. Denken Sie, dass Ihre Leidenschaft für die Kunst diejenige für das Schauspielern übertrifft? Davis: Nun, ich habe beim Film angefangen, weil ich dachte, es würde mich in die Lage versetzen, mein Einkommen zu sichern − welches ich brauchte, um einen gewissen Lebensstandard aufrechtzuerhalten, den ich zuvor als Universitätsprofessor hatte genießen können. Aber die Schauspielerei wurde keine Liebe, sondern mehr eine Blutlust. Es zieht in deine Knochen. Ich hatte jahrelang Theater gelehrt, und dann, als Filmschauspieler, konnte ich plötzlich mit genau den Leuten arbeiten, von denen ich früher gedacht hatte, dass ich sie niemals treffen würde, wie zum Beispiel George C. Scott, Dustin Hoffman, Shirley McLaine und Charlton Heston. Und um so mehr man so lebt, um so mehr zieht es einen in seinen Bann. Es endet damit, dass alles andere aus deinem Leben verdrängt wird. SkyOne: Ja, insbesondere, wenn man all die Drehbücher bedenkt, die man vor lauter Beschäftigung beinahe abgewiesen hätte. "Best in Show" zum Beispiel ist ein wunderbarer Film [Anmerkung der Redaktion: Ein sehr erfolgreicher Kunstfilm, den Davis dann doch seinem eigentlich überfüllten Terminkalender hinzufügte]. Davis: Ja, das war großartig. Sehen Sie, das ist eine Sache, die viele Leute nicht erkennen: Solange ich Hammond spiele, gleiten mir viele Möglichkeiten durch die Finger, so wunderbare Rollen zu spielen und mit neuen Gesichtern zu arbeiten. Übrigens: Es ist doch recht lustig, wie sich Dinge selbst einholen. Ich hatte kürzlich die Gelegenheit, kurze Zeit an dem Film "Miracle" mitzuwirken. Kurt Russell hatte darin die Hauptrolle − er hatte ja im originalen "Stargate"-Film den O'Neil gespielt. Ich liebe es, mit solchen Leuten arbeiten zu dürfen. Aber es ist wie erwähnt eine Seltenheit, weil ich acht Monate im Jahr für "Stargate" vor der Kamera stehe und die restliche Zeit gewöhnlich diese Serie auf Conventions und Ähnlichem promoten muss. Demgegenüber: Man schenkt mir Gehör!
Was ich sagen will: Ich mag George Bush und die gegenwärtige Regierung nicht. Es gibt natürlich Menschen, die diesen Mann bewundern. Und sie haben ein Recht darauf, ihn zu bewundern, genauso, wie ich ein Recht darauf habe, ihn zu verspotten. Aber warum sollte ich derjenige sein, dessen Meinung in der Zeitung abgedruckt wird? Ich habe keine Gültigkeit als Kritiker außer meine persönliche Reaktion auf eine Person. SkyOne: Glauben Sie, dass man Sie auf Science-Fiction-Rollen festgelegt hat? Davis: Nun, nur von den Fans. Aber ich bin schon seit 25 Jahren im Geschäft und habe alles gespielt, von Killern über Polizisten und Anwälte zu Doktoren, verrückten Wissenschaftlern und Detektiven. Aber die Science-Fiction-Fans werden vielleicht so denken, denn ich war in der glücklichen Lage, an drei Serien mitzuarbeiten, die zu diesem Genre gehören. SkyOne: Und haben Sie einen Liebling aus "Twin Peaks", "Akte X" und "Stargate SG-1"? Davis: Ja, "Twin Peaks". Weil es so etwas bis dahin noch nie gegeben hatte − und lassen Sie uns der Wahrheit ins Gesicht sehen: Um diesen Status in der Science-Fiction zu erreichen, muss man eigentlich schon ein Mitglied der Originalmannschaft von "Star Trek" sein! "Twin Peaks" veränderte das Fernsehen, und es ist immer schön, bei etwas dabei zu sein, was das Genre, in dem man arbeitet, verändert. SkyOne: Sehen Sie "Stargate" noch weitere fünf Jahre auf dem Fernsehschirm? Davis: Nein. Ich hatte daran gezweifelt, dass die Serie so langlebig wird. Aber durch das Wohlwollen von Richard Dean Anderson ist sie so lange gelaufen. Er sagt immer wieder: "Dieses Jahr wird das letzte sein." Und dann sagt er: "Oh, lasst uns noch ein Jahr machen." Also sagen wir alle: "Okay." Aber das ist so eine Sache. Ich hatte den besten Job im Fernsehen für über sieben Jahre. Ich werde das nicht leugnen, ich bin sehr dankbar, aber es kommt eine Zeit, in der man weiterziehen muss. Und ich denke, diese Zeit ist gekommen. SkyOne: Was enthält Ihre Zukunft, wenn nicht "Stargate"? Davis: Ich plane, mehr zu malen. Außerdem werde ich ein bisschen produzieren und mich dabei auf Pilotfilme konzentrieren. Ich meine, ich liebe den Charakter von General Hammond, aber ich bin nicht General Hammond. Ich bin Don Davis, und der muss sein eigenes Leben leben. SkyOne: Wir genießen gerade die siebte Staffel von SG-1. Sind Sie für eine achte verpflichtet worden? Davis: Nein. SkyOne: Sind Sie noch unentschlossen oder haben Sie ein besseres Angebot bekommen? Davis: Nein, ich denke nur, dass das Leben sich um Veränderung dreht und Zementschuhe anzuziehen und für mehrere Jahre am gleichen Platz zu stehen nicht ratsam ist. Ich liebe die Serie, ich liebe meine Schauspielerkollegen, die Autoren sind exzellent, und wenn es genug Geld gibt, um es mal ordinär auszudrücken, werde ich bestimmt wieder dabei sein. Aber sollte es nicht so kommen, wenn es nicht genug Geld gibt, dann werde ich mir treu sein − gleichwohl würdigend der Unterstützung der Fans −, dann werde ich wissen, dass es Zeit ist.
Der General, um die Geheimnisse des Militärs wissend, kann nicht im Feld, nicht in Gefahr sein. Also kann er kein Teil der Action sein. Und nach einer Weile will man nicht mehr die Brautjungfer sein. Man will losgehen, eine Chance erhalten, im Mittelpunkt der Action stehen. Aber das geht hier nicht. Ich denke, dass ich meine Pflichten erfüllt habe und jetzt will ich vorankommen. Ich habe 154 Episoden gedreht, und nun gibt mir die Story einen perfekten Ausweg, meinen Hut zu nehmen. SkyOne: Denkt Richard Dean Anderson auf die gleiche Art und Weise? Davis: Nun, ich dachte zumindest, es sei so. Aber er ist der Grund, warum man jetzt über eine achte Staffel redet. Es wird keine "Stargate"-Fernsehserie geben ohne Richard Dean Anderson. Wenn er sich also immer wieder dafür entscheidet, ein weiteres Jahr zu machen, dann werden sie ein weiteres Jahr machen. Aber der Rest von uns muss sich selbst treu sein. Und obwohl es für uns politisch nicht korrekt ist, "Vielleicht nicht" zu sagen − sag ich es doch. Related Links Don S. Davis: Die offizielle Website "Stargate SG-1": Die offizielle Website |
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Kino-Guide Januar 2004 "Paycheck − Die Abrechnung" (USA 2003)
Inhalt
Erwartung Passabel. Schnell und sauber inszenierte Action und ein paar unerwartete Handlungsstränge machen einen Film wie "Paycheck − Die Abrechnung" schon lange nicht mehr zum Genre-Highlight. Nicht nur ist die Science-Fiction-Kulisse austauschbar, sondern auch visuell eher schwach ausgefallen. Das Budget von rund 60 Millionen Dollar ging wohl vor allem für die Gagen drauf, allerdings ändern auch die Darsteller nichts an der Mittelmäßigkeit dieser Produktion. Die Story bemüht sich raffiniert und intelligent zu sein, wirkt aber mehr wie ein Flickwerk bekannter Filmmotive. "Paycheck" funktioniert dann schon eher als Action- wie als Science-Fiction-Thriller. Regisseur John Woo erzielte mit "Paycheck" weder gute Kritiken noch einen erfolgreichen Kinostart in den USA und kommt gegen thematisch ähnliche Filme wie "Minority Report" einfach nicht an. "Underworld" (USA/Rumänien/Tschechien 2003)
Inhalt
Erwartung Gut. Dank recht frischem Szenario und einer sauberen Inszenierung eine der interessanteren Produktionen, die es trotz geringem Budget an den Kinokassen (fast) mit den ganz Großen aufnehmen kann. Regieneuling Len Wiseman hat mit Eleganz und Stil einen unterhaltsamen Fantasy-Thriller erschaffen, der nicht zur Monsterhatz oder Horror-Komödie verkommt. Der stilistisch von "Blade" und "Matrix" inspirierte Film bringt uns erstmals seit 1997 wieder den Wolfsmenschen auf die Leinwand − anders als bei der Horror-Komödie "An American Werewolf in Paris" spielt die Handlung allerdings in der Zukunft. Gedreht wurde "Underworld" übrigens für bescheidene 23 Millionen Dollar in Rumänien und Tschechien. Wer sich bis Ende Januar anderweitig nach Blut und Action umsehen will, dem soll hier kurz das Remake von "Texas Chainsaw Massacre" (Kinostart 1. Januar) ans Herz gelegt werden. Ohne die typische Genre-Ironie gehaltener, knallharter Horror-Thriller vom Feinsten. Ruhigere Gemüter wenden sich vielleicht eher an "Das Geisterschloss" mit Eddie Murphy (Kinostart 22. Januar) − viel zu fürchten gibt es in der Disney-Komödie aber nicht. Wohl nur in ganz wenigen Kinos gibts Metal-Star Rob Zombies trashiges Regiedebüt "Das Haus der 1000 Leichen" (Kinostart 29. Januar) zu sehen. |
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Best of DVD Die Top-3-Liste der SF-Zone "Planet der Affen" Zum 35-jährigen Jubiläum von "Planet der Affen" veröffentlicht 20th Century Fox eine "Special Edition" des Kultklassikers. Der Astronaut Taylor (Charlton Heston) erleidet Schiffbruch auf einem fremden Planeten, auf dem die Menschen als Wilde durch die Gegend streunen und sprechende Affen die Herrschaft haben. Das Geheimnis des Planeten lüftet sich, als Taylor im Wüstensand die Überreste der Freiheitsstatue findet. Mit diesem spektakulären Bild endet ein wegweisender und zu seiner Zeit sehr erfolgreicher Science-Fiction-Film, der nun in Würde gealtert als Doppel-DVD wiederveröffentlicht wird. "Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen" Ziemlich viel Schelte gabs für "Blade"-Regisseur Stephen Norringtons Comic-Adaption. Die aus den Erzählungen des Viktorianischen Zeitalters stammenden Kapitän Nemo, Dr. Jekyll (und sein Alter Ego Mr. Hyde), Dorian Gray, Tom Sawyer, ein unsichtbarer Mann, Mina Harker (aus "Dracula") und der Jäger Allan Quatermain werden zusammengeführt, um einen nach der Weltherrschaft strebenden größenwahnsinnigen Bösewicht zur Strecke zu bringen. Wenn auch kein Spitzenfilm, zumindest der tollen Besetzung (unter anderem Sean Connery, Stuart Townsend) ebenbürtig ist die DVD geworden. "Fluch der Karibik" Einer der beliebtesten Filme des Jahres und der Überraschungshit 2003 erscheint im Januar auf einer dem Abenteuer mehr als gebührenden DVD. Mit Charme, Witz und einer tollen Atmosphäre erreichte der Streifen mit Johnny Depp, Orlando Bloom und Keira Knightley ungeahnte Höhenflüge an den Kinokassen und verlieh dem totgeglaubten Piratenfilm neues Leben. Eine Fortsetzung ist bereits in Planung. Bis dahin können sich alle Fans des Films mit der DVD vertrösten. |
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Mars − Die alte Herausforderung Lagebericht zu allen aktuellen Mars-Missionen Bis jetzt haben drei der fünf in diesen Wochen beim Mars eintreffenden Raumsonden ihr Ziel erreicht − mit unterschiedlichem Erfolg. Die Ankunft der internationalen Raumsonden-Armada beim Roten
Planeten begann gleich mit einem Fehlschlag: Am Mittag des 9. Dezember
scheiterten die letzten Versuche der japanischen Raumfahrtagentur JAXA,
ihre Raumsonde Nozomi wie vorgesehen in eine Umlaufbahn um den Mars zu
bringen − ein böses Omen für die kommenden Zieleinläufe?
Das nächste wichtige Datum im abgelaufenen Monat war dann der 19. Dezember, als sich der kleine britische Mars-Lander Beagle 2 von seinem "Mutterschiff", dem europäischen Orbiter Mars Express, löste. Die Freude beim europäischen Kontrollzentrum der ESA in Darmstadt (ESOC) war groß: "Ich bin sehr zuversichtlich, dass Mutter und Baby beide wohlauf sind. Lassen Sie uns vorwärts schauen, wie die Familie sich entwickelt", so kommentierte ESA-Wissenschaftsdirektor Professor David Southwood den gelungenen Anfang der Mars-Ankunft. Insgesamt konnte die europäische Raumfahrtagentur ESA bis zu diesem Zeitpunkt mit ihrer ersten interplanetaren Raumsonde zufrieden sein. Natürlich war nicht alles perfekt gelaufen − so steht der Raumsonde aufgrund einer fehlerhaften Kabelverbindung nur etwa 70 Prozent der von den Solarpaneelen erzeugten Energiemenge zur Verfügung, und ein leichtes, permanentes Vibrieren des Orbiters in Verbindung mit einem vor dem Start nicht mehr behebbaren Fehler der hochauflösenden Kamera könnte die Qualität der Mars-Aufnahmen geringfügig beeinträchtigen −, doch die Premiere Europas auf der interplanetaren Raumfahrtbühne war geglückt. Sechs Tage später, in den Morgenstunden des ersten Weihnachtsfeiertages, wurde es dann erneut spannend. Beinahe zeitgleich erfolgte gegen 4.00 Uhr (MEZ) die Landung von Beagle 2 auf dem Mars wie auch die 34-minütige Zündung des Haupttriebwerks von Mars Express, die den Eintritt der Raumsonde in den ersten Mars-Orbit einleitete. Die Anspannung der bei ESOC versammelten Missionsspezialisten und Wissenschaftler aus allen Teilen Europas war groß, bis die erste Auswertung eines Trägersignals von Mars Express um 5.11 Uhr schließlich deutliche Anzeichen für einen erfolgreichen Orbiteintritt lieferte. Bis um 9.00 Uhr (MEZ) hatte sich die Raumsonde dann auch so umorientiert, dass die 1,6 Meter durchmessende Hauptantenne wieder Richtung Erde zeigte und Telemetriedaten zum Kontrollzentrum übermittelt werden konnten − das neben dem Start wohl riskanteste Manöver von Mars Express war geglückt! Nicht ganz so perfekt verlief der Weihnachtsmorgen beim Beagle-2-Kontrollzentrum in Leicester. Das Team um den engagierten Initiator des Projekts, Professor Colin Pillinger, hatte von vornherein darauf hingewiesen, dass der Lander nur unter absolut idealen Bedingungen bereits beim ersten Überflug des amerikanischen Mars-Orbiters Mars Odyssey gegen 6.30 Uhr (MEZ) Signale oder sogar Aufnahmen würde zur Erde senden können, doch natürlich war diese Hoffnung bei allen Beteiligten vorhanden. Gut eine Stunde später jedoch war klar, dass Mars Odyssey keine Signale von Beagle 2 aufgefangen hatte − die Suche nach dem Lander hatte begonnen. Mittlerweile sind verschiedene Versuche angestellt worden, Lebenszeichen des britischen Mars-Landers zu empfangen: Mars Odyssey ist seit Weihnachten mehrere Male über die Landestelle hinweggeflogen, das gigantische Radioteleskop Jodrell Banks in England hat einige Nächte lang über Stunden hinweg nach Funksignalen vom Roten Planeten gelauscht und auch ein Radioteleskop in Standford (USA) hat für mehrere Stunden Ausschau nach Signalen von Beagle 2 gehalten − bis jetzt jedoch ohne Erfolg. "Wir hoffen und glauben, dass die beste Kommunikationsmöglichkeit besteht, wenn wir warten, bis Mars Express für uns einsatzbereit ist", so begründet Colin Pillinger seinen Optimismus, doch noch Kontakt zu dem Mars-Lander herstellen zu können. Mit der erfolgreich verlaufenen vierminütigen Zündung des Haupttriebwerks von Mars Express am 30. Dezember ist der Orbiter von der ersten, stark elliptischen und äquatorialen Umlaufbahn in eine polare Umlaufbahn gewechselt. In der Zeit bis zum 4. Januar werden noch einige weitere Kurskorrekturen erfolgen, die die Höhe des Orbits deutlich reduzieren sollen, danach sollte dann der wissenschaftliche Beobachtungsorbit erreicht sein: eine elliptische Umlaufbahn mit einem planetennächsten Punkt von 250 und einem planetenfernsten Punkt von über 11.000 Kilometern Höhe. Voraussichtlich am 7. Januar wird Mars Express schließlich mit dem ersten Flug über die Landestelle hinweg in die Suche nach Beagle 2 eingreifen − angesichts der aufeinander abgestimmten und getesteten Kommunikationseinrichtungen des Orbiters und des Landers ist es durchaus möglich, dass die Geschichte des britischen Mars-Landers am Ende doch noch ein Happy End bekommt. Allen Beteiligten jedoch ist von Beginn an klar gewesen, dass die Landung von Beagle 2 mit hohen Risiken verbunden sein wird. Natürlich wäre mehr Sicherheit zu haben gewesen, jedoch nur um den Preis eines deutlich größeren finanziellen Budgets.
Im Vergleich zu Beagle 2 stand für die Entwicklung, den Bau und den Test der beiden Rover ein vielfach größeres Budget zur Verfügung, sodass auch die Landesysteme von Spirit und Opportunity um einiges ausgefeilter sind. Das Grundprinzip der drei Lander ist zwar vergleichbar − der Sturz durch die Mars-Atmosphäre wird erst durch einen Hitzeschild und dann durch einen Fallschirm abgebremst, bevor riesige Airbags den Aufprall auf dem Boden abfedern −, doch den amerikanischen Rovern stehen dabei verschiedene Systeme zur Verfügung, die eine erfolgreiche Landung wahrscheinlicher machen. Während die Lander am Fallschirm schweben, ist es beispielsweise möglich, starke Seitenwinde durch ein extra hierfür konstruiertes Düsensystem auszugleichen. Zu diesem Zweck nimmt eine Kamera in der letzten Minute vor der Landung ständig Bilder der Mars-Oberfläche auf und errechnet durch einen automatischen Bildvergleich Stärke und Richtung der Seitwärtsbewegung, die dann durch gezielte Aktivierung des Düsensystems ausgeglichen werden kann. Auch der Aufprall selbst wird besser als bei Beagle 2 abgemildert werden, denn einige Sekunden vor der Landung zünden drei Bremsraketen, die die Lander kurz über der Oberfläche fast zum Stillstand bringen werden. Doch ähnlich wie bei Beagle 2 müssen auch bei Spirit und Opportunity unzählige Mechanismen zum richtigen Zeitpunkt wie geplant funktionieren, damit wir im Januar Bilder von der Oberfläche unseres Nachbarplaneten bewundern können. Auch weiterhin also heißt es: Daumen drücken! Related Links TZN Raumfahrer.net: Mars
Express TZN Raumfahrer.net: Mars
Exploration Rover TZN Raumfahrer.net: Nozomi |
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Mars Express wird aktiv Interview über die Kamera der Raumsonde und ihre Mission Am Weihnachtstag erreichte die erste europäische Mars-Mission Mars Express den Roten Planeten. Zu den wichtigsten Instrumenten an Bord gehört die hochauflösende Stereokamera HRSC. TZN Raumfahrer.net unterhielt sich vor kurzem mit Professor Neukum über die unter seiner Leitung in Berlin gebaute Kamera. Gerhard Neukum ist Professor am Institut für Geologische
Wissenschaften der Freien Universität Berlin, bis vor einem Jahr
leitete er als Direktor das Institut für Planetenforschung beim DLR-Standort
Berlin-Adlershof. Unter seiner Leitung als Principal Investigator (zu
Deutsch "Hauptexperimentator") ist die hochauflösende Stereo-Kamera
HRSC an Bord des Orbiters Mars Express entwickelt worden. Anlässlich
eines Vortrags über die Mission in der Wilhelm-Förster-Sternwarte
in Berlin sprach er mit TZN Raumfahrer.net über die Leistungsfähigkeit der hochkomplexen
Kamera, die sich aus der eingeschränkten Energieversorgung ergebenden
Probleme und seine Motivation zur Mitarbeit an dieser anspruchsvollen
Forschungsmission.
Der Nachweis von Leben muss an sich dann über andere Experimente erfolgen − eventuell haben wir ja schon Glück mit dem Landegerät Beagle 2, dass man dort etwas findet. Aber vielleicht wird es auch erst mit Probenrückführungen [zur Erde] oder den bemannten Landungen, die ja auch in einigen Jahrzehnten stattfinden werden, möglich sein, der Sache auf den Grund zu gehen, ob der Mars jemals Leben hervorgebracht hat. Jedenfalls ist es ein großer Treiber hinter der Mars-Forschung, die Frage nach Leben ist von großer philosophischer, fast religiöser Bedeutung und spielt überall eine Rolle, auch bei unserem Experiment im Sinne der Untersuchung der Entwicklung des Mars. TZN Raumfahrer.net: Natürlich würde es uns interessieren, aus welchen Komponenten Ihr Instrument besteht und welche Auflösung Sie erwarten. Neukum: Die High Resolution Stereo Camera ist die erste dedizierte Stereokamera, die jemals gebaut worden ist und in einer Planetenmission fliegt. Es ist ein "Line-Scanner": Es sind neun Linien-CCDs, die parallel auf einer Fokalebene hinter einer Optik angebracht sind und die Stereobilder ermöglichen. Zusammen mit Farbdaten und mit Aufnahmen unter unterschiedlichen Phasenwinkeln kann man dann die Mikrostruktur der Oberfläche durch das Reflexionsverhalten unter unterschiedlichen Winkeln erfassen, und wir haben vor, die gesamte Oberfläche − das ist immerhin eine Fläche, die der Oberfläche der Kontinente der Erde entspricht − in 10 bis 20 Metern, vielleicht auch nur 30 Metern [Auflösung] abzudecken; das hängt davon ab, wie gut die Mission laufen wird. Einige Prozent der Oberfläche werden wir in zwei, drei Meter Auflösung mit dem so genannten Super Resolution Channel aufnehmen, der noch zusätzlich an der Kamera angebracht ist. Das ist ein Flächen-CCD, 1000 mal 1000 Bildpunkte, das zwar nur Schwarzweiß-Bilder und keine Stereodaten liefert, die aber natürlich in fantastisch hoher Auflösung, sodass wir innerhalb der breiten HRSC-Spur dann so eine Art Lupe haben, von der wir dann auch ganz genau wissen, wo die Spur ist. Denn das weiß man bei den Daten [der amerikanischen Raumsonde] Mars Global Surveyor leider nicht. Das ist das große Problem, dass man bei diesen Daten eine Unsicherheit von mindestens neun Kilometern hat, da man keinen Kontextzusammenhang hat, weil der Sprung von den höchstauflösenden Daten zu den niedrig auflösenden Daten, die ja bei Global Surveyor bei etwa 200 bis 300 Meter pro Bildpunkt liegen, zu groß ist. Und so wird dann die HRSC eine Lücke füllen, die nach [den globalen Aufnahmen der amerikanischen Raumsonden] Viking immer noch da ist − nämlich in relativ hoher Auflösung flächendeckend in Farbe und in 3D den Mars abzudecken, damit man im Detail Prozesse und Strukturen sowie die Evolution des Mars letztlich studieren kann. TZN Raumfahrer.net: Mars Express wird nach einer Fehlfunktion wohl vermutlich nur 70 Prozent seiner Energie zur Verfügung haben, und natürlich würde es uns interessieren, wie jetzt speziell Ihr Beobachtungsprogramm durch diesen Energiemangel betroffen sein wird, ob es da Einschränkungen gibt. Neukum: Ja, es ist ein großes Problem − ein schlimmer Fehler, der uns große Probleme macht und zu gewissen Einschränkungen in der Mission führen wird, im Missionsablauf, in den Möglichkeiten, Aufnahmen und Messungen zu machen. Das ist ganz klar, und wir haben das gerade Anfang November auch im Rahmen einer großen Sitzung bei der ESA diskutiert. Man versucht jetzt, den Schaden zu minimieren, Schadensbegrenzung [zu betreiben]. Und wir haben besondere
Und man versucht auch, den Verbrauch zu minimieren, indem man Heizungen abschalten wird und dann vielleicht auch den Downlink − also das Senden von Daten zur Erde − so bewerkstelligt, dass man immer mal wieder die großen NASA-Stationen einschaltet. Dann braucht man weniger Energie an Bord aufzubringen, um das gleiche Signal am Boden zu haben. Es gibt also gewisse Maßnahmen zur Optimierung des so genannten Missionsprofils, des Missionsablaufs, sodass der Schaden minimiert wird, aber wie gesagt: Einen gewissen Restschaden, wenn man so will, eine gewisse Einschränkung in der Mission, wird es wohl geben. TZN Raumfahrer.net: Die Aufnahmen von der Kamera werden ja trotz der im Gerät vorgenommenen Datenreduktion immer noch große Datenmengen erzeugen. Werden Sie alle Aufnahmen, die die Kamera im Laufe der Mission machen wird, auch zur Erde bekommen, oder gibt es begrenzende Faktoren − von dem Energiemangel, über den wir gerade geredet haben, abgesehen −, die dazu führen könnten, dass Aufnahmen, die gemacht wurden, nicht zur Erde übermittelt werden können? Neukum: Also wenn unsere Pläne einigermaßen aufgehen, wird es keine wesentliche Begrenzung geben im Sinne der Übertragung der Daten vom Raumschiff zur Erde. Man wird sich vorher einschränken, also nicht ganz so viele Daten aufnehmen, da liegt eigentlich die Begrenzung. Aber in der eigentlichen Übertragung nicht − wir werden komprimieren, ähnlich wie vorher, vielleicht etwas stärker, als wir es vorhatten, um einfach mehr Daten zu generieren. Das wird dann eventuell ein klein wenig auf die Qualität der Daten gehen, aber nicht sehr, denn wenn man komprimiert − es ist keine verlustfreie Kompression in dem Fall −, dann komprimieren wir mit dem Faktor 1:10, sodass man einen gewissen Informationsverlust haben wird. Das lässt sich nicht vermeiden bei derartiger Kompression. Aber das wird man kaum merken, wenn man eine bestimmte Schwelle nicht überschreitet, und die Schwelle liegt jenseits von etwa 1:10. Wir hatten vorher eigentlich vor, nur 1:5, 1:6, 1:8 maximal zu komprimieren, und jetzt gehen wir eben wahrscheinlich durchgängig höher. Ich habe also schon die Order ausgegeben: Wir komprimieren höher, um einfach mehr Daten "herunterzubringen", denn sonst haben wir zu große Einbußen in der Gesamtausbeute der Mission. TZN Raumfahrer.net: Müssen die zur Erde übermittelten Fotos noch aufwändig bearbeitet werden oder sind sie in der Form, wie sie hier ankommen, ohne größere Bearbeitung wissenschaftlich nutzbar? Neukum: Nein, die Daten müssen aufwändig verarbeitet werden. Erst einmal müssen sie dekomprimiert werden. Das geschieht noch bei meinem Team im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Berlin-Adlershof. Ich war ja bis Mitte letzten Jahres Direktor des Instituts für Weltraumsensorik und Planetenerkundung am DLR, und dort ist auch noch ein Teil meiner Mannschaft, also mehr der technische Teil, der auch weiterhin für das Experiment arbeitet, jetzt unter meiner Führung von außerhalb als Principal Investigator, nicht mehr als Direktor des Instituts. Dort werden also die ersten Verarbeitungsschritte gemacht, die so genannte systematische Prozessierung, bis zu einem gewissen Niveau. Das ist die radiometrische und geometrische, kamerainterne Kalibration, und diese Daten werden dann an mich weitergegeben und anschließend von mir freigegeben in Richtung Co-Investigatoren-Team, also das internationale Wissenschaftlerteam von 45 Wissenschaftlergruppen aus 30 Instituten und zehn Ländern. Und dort findet dann die eigentliche wissenschaftliche Auswertung statt, ab diesem Niveau der Vorverarbeitung der Daten. Denn das, was die Daten wissenschaftlich eigentlich besonders interessant macht, ist natürlich die Stereofähigkeit, das heißt, wir werden dann 3D-Modelle, digitale Geländemodelle berechnen, dann auch Visualisierungen mit perspektivischen Blicken oder Überflügen und dergleichen erstellen. Von allen Seiten kann man dann ja die Daten betrachten, wenn man sie im Rechner aufbereitet, mit entsprechender geologischer Interpretation, geologischer Kartierung, Auswertung der Farbdaten und so weiter. Das geschieht alles im Wissenschaftlerteam, und das ist eine sehr, sehr umfangreiche Arbeit mit entsprechender weiterer, sehr umfangreicher Datenverarbeitung. Wir haben inzwischen eine "Computerfarm" am DLR − die habe ich noch in die Wege geleitet, als ich noch dort war − und bei meiner Gruppe an der FU aufgebaut. Da werden einige Dutzend PCs zusammenwirken, um diese Daten dann sozusagen parallel zu prozessieren, damit man einen möglichst großen Durchsatz hat. TZN Raumfahrer.net: Sie haben vorhin diese Schneise angesprochen, in der eine weitaus größere Auflösung möglich ist. Wird es denn auch möglich sein, Mars-Lander wie Beagle 2, ältere Mars-Lander oder jetzt auch die großen neuen Mars-Rover der NASA nachzuweisen? Neukum: Wir haben sehr intensiv schon im Januar vor, die Landestellen in höchstmöglicher Auflösung aufzunehmen und systematisch abzudecken, also mit der HRSC-Kamera Beagle 2 zu lokalisieren. Dazu wird der Lander zuerst eine Aufnahme der über ihn befindlichen Sternenkonstellationen machen, sodass man seinen Standort bis auf fünf oder zehn Kilometer eingrenzen kann. Danach werden wir dieses Gebiet überfliegen und versuchen, ihn zu entdecken. TZN Raumfahrer.net: Professor Neukum, wir danken Ihnen für dieses Gespräch. Related Links TZN Raumfahrer.net: Der Mars-Express-Orbiter DLR: Die HRSC |
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Impressum Die Macher und die rechtlichen Dinge im Überblick Ausgabe 69 erscheint am 1. Februar 2004. TrekZone Network & "Daily Trek" Die meistgelesenen täglichen "Star Trek"-News im deutschsprachigen
Raum. Copyrights Alle Berichte sind das geistige Eigentum der Autorinnen und
Autoren. Die Übernahme von Artikeln oder Meldungen − sowohl in deren ganzer
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