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Inhalt Die ganze Ausgabe auf einen Blick Wo noch nie ein Mensch zuvor gewesen ist ... Ein ganz persönliches Review zur fünften Trek-Serie von Jessica Schreier. Eine deutsche Kampagne von "Star Trek"-Fans. Meinungen, Prognosen, Aktionen Pressespiegel zur Absetzung von "Enterprise". Jede Menge Geburtstage und die neue DVD-Box von "Voyager". "Wir können es nicht Enterprise nennen." "Elektra", "The Ring 2" und weitere Highlights. "Die Vergessenen", "Cabin Fever" und "Exorzist: Der Anfang". "Stargate: Atlantis − Season 1, Vol. 1", "The Hollow" und vieles mehr. Redaktion, Abonnement und Copyrights. |
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Wo noch nie ein Mensch zuvor gewesen ist ... Zum Ende von "Enterprise" Es ist noch gar nicht so lange her, da sagte ich zu einem Freund, dass die Zeit der guten Serien wohl endgültig vorbei sei und die wenigen verbliebenen, die irgendwo im Quotensumpf dahindümpeln, am Ende nicht mal etwas dafür können, dass sie gut sind. Ich
dachte dabei so an "Enterprise", mit einem heimlichen Lächeln, weil ich es immer irgendwie
albern fand, dass alle Welt sich darüber echauffiert, wie viel von T'Pols Rücken
der gemeine Zuschauer so vertragen kann, während Jolene Blalock doch eine der besten
Serienschauspielerinnen der Gegenwart ist. Klar irgendwie, dass sie wegen ihrer Oberweite
engagiert wurde, aber mich amüsierte die Gewissheit, dass die Senderpolitik auf
diese Weise unterlaufen wird und wir weiterhin eine hochwertige Serie sehen können,
obwohl die doch längst schon aus der Mode sind.
Man muss universeller denken, sagte ich zu meinem Vater, als ich ihm von der Absetzung der Serie erzählte. "Enterprise" ist nicht die erste gute Serie, die ohne ersichtlichen Grund floppte und abgesetzt wurde, aber sie ist definitiv eine der letzten, denn was die Fernsehzeitschriften nunmehr dominiert, das sind Talkshows, Gerichtssendungen und Reality-TV, das sich gegenseitig unterbietet. Die Menschen sind so blöd, sagte ich zu ihm, die haben es gar nicht anders verdient, als dass man ihnen diese Serie auch noch wegnimmt. Und vielleicht ist das wirklich der Punkt; der durchschnittliche Fernsehzuschauer von heute ist an den reinen Konsum gewöhnt, er lässt sich auf jede nur denkbare Weise bevormunden und hat jeden Funken Fantasie verloren. Der PISA-Test zeigte ja nicht nur, dass die Jugend von heute nicht mehr lesen und schreiben kann, er macht auch klar, dass ihr das fehlt, was den Menschen überhaupt erst dazu brachte, sich vom Affen weiterzuentwickeln: Neugier, Forschungsdrang, Improvisationstalent. Und daran ist das Fernsehen nicht so unschuldig, wie es immer tut.
Ja, wer möchte denn heute noch wissen, wie ein fremder Planet regiert wird? Wer ist denn überhaupt noch dazu in der Lage, sich zu überlegen, wie ein Warpantrieb theoretisch funktionieren kann? Es mag bitter klingen, doch mir ist ein Ende zu diesem Zeitpunkt lieber als ein jahrelanges Weiterlaufen als beliebige Science-Fiction-Action. Vielleicht ist es dem einen oder anderen ein Trost, dass "Star Trek" nicht das einzige Unternehmen ist, das am veränderten Sehverhalten der Zuschauer gescheitert ist. Gerade Serien wie "Buffy" und "Angel", die mit einer fortlaufenden Handlung über mehrere Staffeln arbeiteten, waren nur treuen Fans noch verständlich und damit kontraproduktiv für die Sender. Auch dort kam die schlussendliche Absetzung keinesfalls überraschend. Andere Formate wie "Charmed" oder außerhalb des fantastischen Genres beispielsweise "Malcolm mittendrin" passen sich mit weitestgehend in sich geschlossenen Episoden der verminderten Aufmerksamkeitsspanne des Zuschauers an und überleben so. Dass sie deshalb auch absolut spannungsfrei sind, steht freilich auf einem anderen Blatt. Leider muss ich Sie enttäuschen, wenn Sie an dieser Stelle ein aufmunterndes "Wird schon wieder werden" erwarten. Die Tendenz geht momentan eher zu noch einfacherer Kost, was im Übrigen auch dazu führt, dass sich manche Produktionen, insbesondere Kinofilme, geradezu dafür zu schämen scheinen, dass sie intelligent sind. Oder ist nur mir aufgefallen, dass "I, Robot" zwischen atemberaubendem Design und irrsinniger Action fast zu verbergen suchte, wie spannend kontrovers die Idee ist? Das wird wohl die Ausnahme bleiben, und den Forschern unter uns bleibt nur der Gang zur echten Wissenschaft oder zur Fan-Fiction. Denn das Gute, das Beruhigende bei all dem ist, dass die Begeisterung für die Essenz von "Star Trek" bei den Fans ungebrochen ist. Noch. |
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Rettet "Enterprise"! Eine deutsche Kampagne von "Star Trek"-Fans Wie damals, als "Star Trek: The Original Series" abgesetzt werden sollte, erheben sich die Fans. TZN-Redakteur Christopher Kurtz sprach mit Michael Schäfer, dem Initiator der deutschen "Rettet 'Enterprise'"-Kampagne. TrekZone Network: Michael, wo und wann hast du von der Absetzung von "Enterprise" erfahren? Und was hast du in dem Moment gedacht, als du die Schlagzeile gelesen hast?
Schäfer: Die Einflussmöglichkeiten von Deutschland aus? Ich habe vor, an Paramount Home Entertainment Deutschland einen offenen Brief zu schreiben. Und denen, die glauben, dass die Aktion sinnlos ist, sage ich, wenn die "Star Trek"-Fans in den 60ern auch so gedacht hätten, wäre "Star Trek: The Original Series" nicht über die erste Staffel hinausgekommen. Wir müssen einfach ein Zeichen setzen. TZN: Ist die Organisation zwischen den einzelnen Projekten gut genug? Was würdest du dir besser vorstellen können? Schäfer: Projekte − also in Deutschland − kenne ich nur meins und www.st-projekt.de, mit dem ich eine Zusammenarbeit vereinbart habe. TZN: Wie hoch stehen für dich die Chancen, dass alle Projekte genug bewegen können, sodass es für eine fünfte Staffel reicht? Schäfer: Wenn ich die Quoten in den USA sehe, wird eine Fortsetzung natürlich immer unwahrscheinlicher, aber wenn die Serie schon eingestellt wird, was wir alle nicht hoffen, dann mit Pauken und Trompeten!
Schäfer: Nein, es gab bis jetzt noch keine Reaktion von offizieller Seite. Ein offener Brief ging aber noch nicht raus, aus oben genanntem Grund. Das wird aber jetzt in den nächsten Tagen geschehen. Falls eine Reaktion kommt, werdet ihr die Ersten sein, die das erfahren. TZN: Wie sieht eure aktuelle Zusammenarbeit mit ST-Projekt.de aus? Schäfer: Die sieht erst mal so aus, dass wir uns gegenseitig verlinkt haben. Weiterhin stehen wir in ständigem E-Mail- beziehungsweise ICQ-Kontakt, um etwaige Aktionen abzusprechen oder zu unterstützen. Derzeit arbeiten wir dran, beide Seiten bekannt zu machen und Mitstreiter zu finden, was gar nicht so einfach ist. TZN: Was ist deine Nachricht an die Fans da draußen? Schäfer: Ich möchte alle "Star Trek"-Fans dazu aufrufen, "Enterprise" zu unterstützen, auch wenn sie nicht unbedingt "Enterprise"-Fans sind. Wenn "Enterprise" stirbt, dann wird, meiner Meinung nach, "Star Trek" für lange Zeit vom Fernsehschirm und der großen Leinwand verschwinden. Unterstützen auch Sie diese Kampagne oder haben Sie eine Idee, wie man "Enterprise" noch retten kann? Teilen Sie uns Ihre Meinung mit und schreiben Sie uns einen Leserbrief an leserbriefe@trekzone.de! Related Links Rettet-Enterprise.de: "Der Kampf hat erst begonnen!" |
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Meinungen, Prognosen, Aktionen Pressespiegel zur Absetzung von "Enterprise" "'Star Trek: Enterprise' ist definitiv eine gestorbene Serie. Daran werden auch zig Milliarden E-Mails nichts ändern, die man mithilfe der gängigen Skript-Technologie leicht für den guten Zweck generieren kann", schrieb das "Corona Magazine". "Wer oder was ist schuld?", fragte sich der "Daily Trek"-Newsletter, während "Das ernsthafte 'Star Trek'-Magazin" schlichtweg feststellt: "Ab dem heutigen Tage gibt es mehr Rettungsaktionen als Tsunami-Spendengalas!" Und genauso ist es. Aber ist das der richtige Weg? Die Macher sollten erst einmal eine lange "kreative Pause" einlegen, meint TrekNews. Eigentlich will man es gar nicht mehr lesen. Wo man hinsurft Schuldzuweisungen, Interviews, Kommentare, Statistiken, Schwarzseherei und Kampagnen. Ja, die Rettungsaktionen. Zuhauf gibt es sie. Das Tragische: Sie machen sich gegenseitig Konkurrenz. Oder geben unüberlegte Ratschläge.
Was nun folgt ist ein Pressespiegel zur Absetzung der Serie "Star Trek: Enterprise", gestartet am 26. September 2001 mit sehr guten Ratings − und seither im Quotenfall befindlich. "'Star Trek' ist tot. Es verstarb, nicht unerwartet, nach einer langen Krankheit. Die letzten Jahre seines Daseins verbrachte es, von der Weltöffentlichkeit kaum mehr beachtet, auf einem kleinen, unbedeutenden Network in den USA. Das Hinzuziehen eines kompetenten Arztes namens Dr. Coto in diesem Jahr kam für den Patienten einfach zu spät. Die Beisetzung findet am 13. Mai statt." (Peter Schipfmann, "Daily Trek"-Newsletter) "Die Zeichen waren schon lange deutlich sichtbar. Wutausbrüche von Jolene Blalock, Klartext von John Billingsley, zuletzt auch noch Les Moonves' Kommentar. Dass UPN nicht mehr willens und fähig war, 'Enterprise' durchzuschleppen, damit mussten alle Beteiligten rechnen. Auch die kreativen Monumentalleistungen von Manny Coto in dieser Staffel konnten das nicht ändern. Ob es einem passt oder nicht, die Quoten entscheiden über Gloria oder Untergang einer jeden TV-Serie." (Christopher Kurtz, "Daily Trek Weekend") Manny Coto
"Nachdem die Serie gerade noch eine vierte Staffel bekommen hat, wurde ein neuer Mann Chef des Autorenteams und Showrunner von 'Enterprise': Manny Coto. Mit ihm kam zugleich auch eine Trendwende hinsichtlich der Storys. Nachdem man endlich dem Temporalen Kalten Krieg schnell ein Ende bereitet hatte, brachte Coto die Serie wieder auf den richtigen Kurs, für den sie bestimmt war: ein Prequel zu sein. Endlich begann man Geschichten zu erzählen, die tatsächlich vor den anderen Serien sich so ereignet haben könnten und die vor allem auch Referenzen zur originalen 'Star Trek'-Serie hatte." (Mario Rössel, MemoryAlpha.de)
Wer oder was ist schuld?
"Rick Berman und Brannon Braga, die sich nach Jahrzehnten der Arbeit an 'Star Trek' nicht mehr aus dem von ihnen geschaffenen Universum befreien konnten (befreien in dem Sinne, aus Gewohntem auszubrechen und somit die kreative Grundlage für Storys zu legen, die den Zuschauer an den Fernseher binden)? UPN, der Sender, der sein Angebot auf in Großstädten lebende Frauen zwischen 25 und 35 ausrichten möchte und sich fragte, wie 'Enterprise' in dieses Konzept noch reinpassen soll? Falsches Denken von Viacom, dem Unterhaltungskonzern, dem sowohl das Produktionsstudio Paramount als auch der Sender UPN gehören und der in seinen Überlegungen nur auf Gewinnmaximierung setzte? Die Zuschauer, die der Serie keine echte Chance gaben? Schlussendlich lässt sich die Antwort auf fünf Buchstaben reduzieren: Quote." (Henning Koonert, "Daily Trek"-Newsletter)
"Haben die Fans die Serie im Stich gelassen? In keinster Weise! Der Fehlschlag von Enterprise auf UPN liegt ganz allein bei UPN. Man muss für etwas Werbung machen, wenn man es auf dem Markt etablieren will, und in der Beziehung hat UPN versagt." (Tim Brazeal, SaveEnterprise.com) Reaktionen
"Viele Szene-Projekte haben kürzlich ein E-Mail von der Fangemeinschaft TrekUnited.com bekommen, die zur Unterstützung ihrer Idee aufruft: Auf Initiative einiger amerikanischer 'Star Trek'-Freunde haben sich in dieser Gruppe angeblich Fans aus der ganzen Welt zusammengeschlossen, um die fünfte Staffel von 'Enterprise' zu finanzieren. Die Kosten für eine Staffel werden auf 38 Millionen Dollar geschätzt, und TrekUnited rechnet vor, dass bei durchschnittlich drei Millionen Zuschauern in den USA jeder 12 Dollar spenden müsste. Wenn Fans außerhalb der USA mithelfen würden, wäre das Geld noch schneller zusammen, und dazu ruft die Fan-Vereinigung nun weltweit auf, auch hier in Deutschland. Bei Aufforderungen zu Geldspenden sollte man grundsätzlich vorsichtig sein. Bei Paramount wurde die Absetzungs-Entscheidung nur getroffen, weil sich eine weitere Staffel finanziell nicht rentiert. Davon wird sich Paramount auch nicht durch ein paar Spendengelder abbringen lassen. Es ist zu bezweifeln, ob sie überhaupt Gelder annehmen würden." (Thomas Kohlschmidt, WARP-online.de)
"Neben der Seriosität eines solchen Vorhabens stellt sich die Frage, ob die Fans nicht begriffen haben, warum 'Enterprise' eingestellt wurde. 'Star Trek' war immer schon von den Spenden der Fans finanziert. Sie spendeten den Serien ihre Aufmerksamkeit, verschafften den Sendern damit Werbekunden und finanzierten die Serie − so einfach ist die Kalkulation. De facto bedeutet eine Einstellung, dass nicht mehr genug Geld verdient wurde, nicht mehr genug Werbepartner da waren, in letzter Konsequenz also die Fans ihre 'Spenden' einstellten." (Malte Kirchner, DSi) Blick in die Zukunft
"Es scheint, als gäbe es bei Paramount, UPN oder CBS keine interessierten Verantwortlichen mehr, die bereit wären, für die Serie zu kämpfen. Jeder bei Paramount, der mit dem Franchise groß geworden ist, ist mittlerweile gegangen. Ich wüsste also noch nicht einmal, bei wem man sich beschweren könnte, weil es dort niemanden gibt, den es interessieren würde. Wir sind während des Wachwechsels unter die Räder gekommen." (Scott Bakula)
"'Star Trek' liegt jetzt in den Händen der Fans und die können für sich selbst entscheiden, welche Art von Abenteuer sie als nächstes haben wollen. Sie können anscheinend endlos viele Lizenzprodukte konsumieren, die es im Franchise gibt. Manches von dem eindrucksvollen und kreativen 'Star Trek'-Material, das es gibt, wurde nicht von Paramount, sondern von Amateuren geschaffen, die einfach eine interessante Idee über das 'Star Trek'-Universum hatten. Waren Kirk und Spock heimlich verliebt? Gedanken über die gesellschaftliche und kulturelle Geschichte von Vulkan. Ist das Spiegeluniversum faszinierender als unser eigenes? All diese Themen und viele andere wurden und werden von den Fans in ihren eigenen Fiktionen, Geschichten und Träumen behandelt." (Ronald D. Moore) Related Links Stus.de: Das ernsthafte "Star Trek"-Magazin Corona-Magazine.de: Kolumne zu Ende und Zukunft TrekUnited.com: Fan-Spenden |
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Die Ereignisse des Monats März 2005 Die Trek-Highlights der nächsten vier Wochen im Überblick. |
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| 07.März | 08.März | 09.März | 10.März | 11.März | 12.März | 13.März | ||||||||
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| 14.März | 15.März | 16.März | 17.März | 18.März | 19.März | 20.März | ||||||||
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| 21.März | 22.März | 23.März | 24.März | 25.März | 26.März | 27.März | ||||||||
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| 28.März | 29.März | 30.März | 31.März | |||||||||||
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"Star Trek" in "Stargate" "Wir können es nicht Enterprise nennen" ... sagte Major Carter zu Colonel O'Neill, als dieser sich nach dem ersten der Überlichtgeschwindigkeit fähigen Extrasolar-Raumschiff der Menschheitsgeschichte erkundigte. Es erhielt später den Namen Prometheus. Dafür erntete Carter einen enttäuschten und anklagenden Blick von ihrem Vorgesetzten.
Dass "Star Trek" so ziemlich jede SF-Serie in den letzten vier Jahrzehnten irgendwie beeinflusst hat, dürfte außer Frage stehen. Seither gibt es schließlich eine Schwemme von UFO-Filmen, in denen fiese Aliens ihre irdischen Opfer per Beamen an Bord zwingen − um freilich obskure Untersuchungen an ihnen durchzuführen. Es wird geschossen mit Phasern, an Orte gereist, "wo noch nie zuvor ein Mensch gewesen ist" und so ziemlich auf jedem fiktiven Schiff gibt es mindestens einen unheimlich klugen und coolen Außerirdischen, der aus irgendeinem Grund arge Schwierigkeiten hat, mittels Mimik Gefühle auszudrücken. Spock lässt grüßen.
Alle sehen sie "Star Trek" bei "Stargate". Alle. Die Schauspieler, die Filmcrew, die Autoren, die Produzenten. Joe Mallozzi: "Ich habe Science-Fiction und Horror im Fernsehen immer konsumiert − aber nie in dem Ausmaß wie zum Beispiel jeder andere in unserem Schreibdepartement. Wir sitzen oft in Episodenbesprechungen und ich erläutere so meine Ideen, worauf Brad [Wright, Produzent] oder Robert [C. Cooper, Produzent] oder Paul [Mullie, Autor] oder Peter [DeLuise, Autor, Regisseur, Produzent] sofort Parallelen zur einer gerade wieder einmal ausgestrahlten TNG- oder DS9-Folge ziehen."
Wie es scheint, besitzt auf der anderen Seite auch "Stargate" eine unheimliche Anziehungskraft auf Darsteller aus der "Star Trek"-Familie. Da haben wir zum Beispiel Dwight Schultz aka Reginald Barclay aus "The Next Generation" und "Voyager". Er spielte den kontrollbesessenen Bewahrer in "Virtueller Alptraum". Oder John de Lancie alias Q, der immer gerne zurück in die Rolle des Colonel (a.D.) Frank Simmons kehrt: "Einen Bösewicht zu spielen macht dermaßen Spaß, sag ich Ihnen!" Genauso sieht das Ronny Cox (Captain Edward Jellico, TNG), der sich ab und wann als Senator Robert Kinsey seiner dunklen Seite hingibt und SG-1 das Leben schwer macht; was jeden, der die Gelegenheit hatte, den Schauspieler persönlich kennen zu lernen, unweigerlich zum Lächeln bringt: Einen freundlicheren und höflicheren Menschen auf Erden gibt es nicht. "Ein befreiender Akt", erklärt Cox. "Die Darsteller von guten Charakteren werden von den Regisseuren immer in ein Korsett gezwängt. 'Nein, spiel nicht so aggressiv.' Oder: 'Weniger überdreht, bitte.' Als Fiesling lassen sie dich spielen, wie du willst."
"Es ist ein Spiel", wirft "Stargate"-Produzent Peter DeLuise ein. "Wir sammeln 'Star Trek'-Schauspieler. Mal sehen, wie viele wir bis zum Serienfinale vorweisen können. Mein persönlicher Favorit ist übrigens Robert Picardo."
Ähnlich ist das bei Marina Sirtis (Deanna Troi aus "The Next Generation"). "Mein Manager rief an und sagte: 'Sie wollen dich bei einem Vorsprechen dabei haben, du sollst eine Russin mimen. Wird dir ein entsprechender Akzent gelingen?' Ich: 'Keine Ahnung!' Er: 'Tja, kannst du dir bis morgen einen zulegen?' Ich ging also zum Vorsprechen. Und dort warteten bereits 19 andere Frauen, 17 davon russischer Abstammung. Ich war trotzdem im Vorteil: Das ganze Vorsprechen bestand aus Technobabble. Das hab ich drauf. Ich ging rein und fing an: Babble, babble, babble. Und sie meinten einfach: 'Du hast die Rolle.'"
Aktuellster "Star Trek"-Fremdgänger ist Colm Meaney. Über zehn Jahre hat er als Chief Miles Edward O'Brien an Bord der Enterprise-D und auf Deep Space Nine gedient und übernimmt nun für mindestens drei Episoden der neuen Serie "Stargate: Atlantis" eine wiederkehrende Rolle. "Wen ich spiele, bleibt noch geheim."
Zu den unterhaltsamsten "Stargate"-Episoden gehört wohl "Wahre Helden". Komiker John Billingsley (alias Phlox aus "Enterprise") gab darin den Wissenschaftler Dr. Coombs, einen liebenswürdigen Spinner, der einen großen Fehler begeht: Er folgt nämlich seinem Kollegen und Freund Jay Felger (gespielt von Ulknudel Patrick McKenna) auf die hirnrissige Mission, das soeben von unheimlich vielen Jaffa entführte SG-1-Team zu retten. Dieses muss allerdings erstens gar nicht gerettet werden und zweitens können er und Felger als Tollpatsche vom Dienst eigentlich nichts gegen die falschen Götter ausrichten. Und das weiß Coombs. Aber sein unbedarfter Freund weiß das nicht.
Setzen wir die Liste fort: Der junge Michael Welch beispielsweise spielte seinerzeit Artim in "Der Aufstand". Artim war jener Knirps, der Data altklug riet: "Vergiss nicht, jeden Tag ein bisschen Spaß zu haben." In die "Stargate"-Geschichte ging Welch ein als Mini-O'Neill: "Ich wage es kaum, es zuzugeben, aber bevor ich diese Rolle ergatterte, hatte ich noch gar nichts von 'Stargate' gesehen. Auch nichts von irgendeiner anderen Produktion mit Richard Dean Anderson. Ich erinnere mich an das Skript: Es war sehr locker, sarkastisch und lustig. Und so habe ich für die Rolle auch vorgesprochen. Mit der Zusage begann dann ein SG-1-Marathon für mich, um O'Neill zu studieren. Jetzt bin ich Fan. Sowohl von der Serie, als auch vom Set." Übrigens: "Wenn Sie die Wahl hätten, wen würden Sie gerne treffen?", wurde Spaßvogel Richard Dean Anderson (O'Neill) vor gar nicht so langer Zeit gefragt. "Wissen Sie", hat er geantwortet, "ich würde unheimlich gerne mal ein paar Schauspieler aus einem 'Star Trek'-Cast treffen." Ha ha. Related Links TZN SF-Zone: "Stargate"-Programmplanung RonnyCox.com: "I don't know you" |
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Kino-Guide März 2005 "The Grudge − Der Fluch" (USA 2004)
Die junge Karen ist Pflegerin und beendet gerade ihre Schulausbildung in Tokio, Japan. Als sie den Auftrag bekommt, sich um eine allein lebende alte Frau zu kümmern, gerät sie in einen Strudel unerklärbarer Ereignisse. In dem Haus, in dem die Frau lebt, geschehen merkwürdige Dinge − und bald geschehen merkwürdige Todesfälle. Karen kommt einem schrecklichen Fluch auf die Spur, der alle befällt, die das Haus betreten. Erwartung Sehr gut. Wie lange der gegenwärtige Trend des Mystery-Horrors noch anhalten wird, ist ungewiss. Mit "The Grudge" jedenfalls hat nach "The Ring" ein weiteres Remake eines japanischen Gruselfilms das Kinopublikum begeistert. Die starke Inszenierung von Shimizu, der bereits das Original gedreht hat, lässt jedenfalls nur ganz abgebrühte Genre-Kenner kalt. Schön auch, die Serien-Stars Sarah Michelle Gellar ("Buffy") und Jason Behr ("Roswell") mal in ernsthaften Kinorollen zu sehen. Ebenfalls ein Pluspunkt stellt die Tatsache dar, dass der Film nicht völlig amerikanisiert wurde und wenigstens auch in Tokio spielt und einige der Originaldarsteller auch im Remake auftreten. Ein starker Anfang für den März, in dem es vor Gruselfilmen nur so wimmelt. "Elektra" (USA/Kanada 2005)
Seit dem Mord an ihrem Vater ist Elektra auf einem Rachefeldzug. Ihre Kampffertigkeiten sind dabei ebenso einzigartig wie ihre Fähigkeit, Fragmente der Zukunft voraussehen zu können. Bei einem Auftrag des Geheimbundes "The Hand" soll sie einen Vater und dessen Tochter umbringen. Sie erkennt aber, wer ihre wahren Feinde sind und stellt sich bald gegen den Geheimbund und dessen Anführer, den bösartigen Kirigi. Erwartung Passabel. Haben die Comicverfilmungen ihren Zenit überschritten? Pech an den Kinokassen hatte jedenfalls "Elektra" von Rob Bowman, der zuvor den "Akte X"-Kinofilm und "Herrschaft des Feuers" gedreht hat und auch schon bei "Star Trek: The Next Generation" als Regisseur tätig war. Nach einem Monat sind schlappe 25 Millionen in der Kasse, und das bei einem Budget, das vier Mal so groß war. Eine Teilschuld daran liegt wohl auch am schlechten Abschneiden von "Catwoman" und "Daredevil", in welchem Elektra bereits einen Auftritt hatte, die das Interesse des Publikums dämpften. Wobei richtig toll ist der Film an sich auch nicht, dazu fehlt es an Innovation und Handlung. Viele Effekte, viele rasante Kampfsportszenen, ein paar starke Nebenrollen und eine sexy Jennifer Garner sind die wichtigsten Zutaten. Wem das reicht, der kann der adretten Superheldin definitiv einen Besuch abstatten. "Boogeyman − Der schwarze Mann" (Neuseeland 2005)
Der Mittzwanziger Tim Jensen führt ein ordentliches Leben. Zumindest fast. Noch immer plagen ihn Ängste, die in seiner Kindheit verwurzelt sind. Zur Beerdigung seiner Mutter kehrt Tim in das Haus zurück, in dem der Ursprung seiner Furcht liegt. Dort will er sich mit seinen Ängsten konfrontieren. Bald führen gruselige Zwischenfälle dazu, dass er daran zweifelt, ob das alles nur Kindheitserinnerungen sind. Treibt eine bösartige Kreatur ihr Unwesen in dem Haus? Erwartung Passabel. Der für bescheidene 20 Millionen Dollar in Neuseeland gedrehte Gruselfilm mit "Eine himmlische Familie"-Sohnemann Barry Watson in der Hauptrolle wurde in den Staaten ein ansehnlicher Erfolg. Inhaltlich bietet der von "Spider-Man"-Regisseur Sam Raimis Produktionsfirma unter die Fittiche genommene Streifen eigentlich wenig Neues (man denke nur an "They: Sie kommen") und auch die Atmosphäre kann da mit "The Ring" oder "The Grudge" nicht ganz mithalten. Wer also die Gruselhits der letzten Jahre in- und auswendig kennt, bei dem dürfte sich die Gruselstimmung bei "Boogeyman" in Grenzen halten. Alles in allem aber trotzdem ein ordentlicher Film mit geschicktem Kameraeinsatz und einem netten Wiedersehen mit Xena-Darstellerin Lucy Lawless. "The Ring 2" (USA 2005)
Die Journalistin Rachel zieht nach den schrecklichen Ereignissen rund um ein in einem Brunnen vergrabenes Mädchen und dessen schrecklichen Fluch gemeinsam mit ihrem Sohn in ein kleines Kaff am Meer. Dort will sie neu anfangen. Wie so oft, wenn Filmcharaktere das wollen, werden sie natürlich von ihrer Vergangenheit eingeholt. Bei Rachel ist diese besonders bedrohlich, denn bald taucht auch ein weiteres Videotape auf und sorgt für unnatürliche Todesfälle. Ihr Sohn Aidan scheint das Ziel des Zorns der verfluchten Samara zu sein. Erwartung Gut. "The Ring" läutete 2001 die Renaissance des Mystery-Horrors (und der Horror-Remakes) ein und bestach mit einer selten da gewesenen Gruselatmosphäre. Das Original stammt bekanntlich aus Japan. Dort sind auch bereits ein Sequel und ein Prequel entstanden. Inhaltlich ist der amerikanische "The Ring 2" keine direkte Kopie von "Ringu 2", aber mit Hideo Nakata feiert der Regisseur der ersten beiden "Ringu"-Filme sein US-Debüt. "The Ring 2" läuft in den Staaten erst ab dem 18. März, Zuschauerreaktionen liegen also noch keine vor. Die Voraussetzungen zu einem Hit sind aber gegeben, schließlich haben Nakata und US-Autor Ehren Kruger mit "The Ring" genug Erfahrung. Naomi Watts und David Dorfman sind als Mutter und Sohn wieder mit dabei, die Filmveteranen Elizabeth Perkins und Sissy Spacek sind in weiteren Rollen zu sehen. Wer den ersten Film mochte, der wird trotz der Horror-Konkurrenz in diesem Monat dem zweiten Film bestimmt einen Besuch abstatten wollen. Aber schauen Sie sich die Sequenzen des Videotapes lieber nicht zu genau an. Noch mehr Appetit auf Horror-Filme? Werfen Sie doch mal einen Blick in den diesmonatigen DVD-Guide mit einem reichhaltigen Angebot an Grusel. Der März bietet aber auch im Kino noch mehr "Genreverwandtschaft": Bereits seit dem 24. Februar (aber beim letzten Kino-Guide leider durchgeschlüpft) läuft "White Noise − Schreie aus dem Jenseits" mit Michael Keaton, der in den Rauschfrequenzen von Radio und TV ein Kommunikationsmittel von Verstorbenen vermutet. Franka Potente verschlägt es in dem englischen Horror-Film "Creep" (10. März) in das U-Bahn-System von London, wo sie von einem Killer gejagt wird. An ein jüngeres Publikum richten sich "Die Maske 2: Die nächste Generation" (10. März) mit Jamie Kennedy als (schwachem) Ersatz für Jim Carrey sowie der potenzielle Animations-Blockbuster "Robots". Kinder dürfen sich währenddessen gleichermaßen wie Kinonostalgiker auf ein limitiertes Re-Release von "Der Zauberer von Oz " (10. März) freuen, der seit seinem Erscheinungsjahr 1939 für Begeisterung sorgt. |
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Best of DVD Die Top-3-Liste der SF-Zone "Die Vergessenen"
Tellys Leben liegt in Scherben, seit ihr achtjähriger Sohn bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam. Von ihrem Mann fühlt sie sich entfremdet, von ihrem Umfeld im Stich gelassen. Noch unangenehmer wird die Situation, als Tellys Psychiater erklärt, dass ihr Sohn niemals existiert habe und nur ein Produkt ihrer Fantasie sei. Sämtliche Fotos, Videos und andere Beweise seiner Existenz sind plötzlich wie vom Erdboden verschluckt. Fast glaubt Telly wirklich, ihren Verstand verloren zu haben, wäre da nicht Ash, der ebenfalls ein Kind bei dem Absturz verloren hat. Ihre Suche nach der Wahrheit führt die beiden zu einem übernatürlichen Ereignis. "Cabin Fever" Nach dem Ende des College plant Paul erst mal Urlaub und lädt dazu einige Freunde in eine abgelegene Berghütte ein. Dort fällt ein grässlich entstellter Einheimischer über ein Mädchen her und bald herrscht Panik: Eine mörderische Virusinfektion scheint zum körperlichen Zerfall und zu mörderischer Tollwut zu führen. Die Infizierte wird weggesperrt, aber damit ist der Virus natürlich noch lange nicht eingedämmt. Das Grauen nimmt seinen Lauf. "Exorzist: Der Anfang"
Pater Merrin hat den Zweiten Weltkrieg in all seiner Grausamkeit in Holland miterlebt. Nun zweifelt er an seinem Glauben an Gott und der Menschheit und verlässt seine Gemeinde. In Kairo erhält er das Angebot, an den Ausgrabungen einer alten Kirche in Kenia teilzunehmen. Dort wird sein Glauben erst recht auf die Probe gestellt, denn in der Ausgrabungsstätte wartet das reine Böse in Form eines altertümlichen Dämons. Bald verfallen die Einheimischen dem Wahnsinn und unheimliche Vorgänge bringen den Priester dazu, sich dem Dämon persönlich zu stellen.
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Impressum Die Macher und die rechtlichen Dinge im Überblick Ausgabe 83 erscheint am 1. April 2005. TrekZone Network & "Daily Trek" Die meistgelesenen täglichen "Star Trek"-News im deutschsprachigen
Raum. Copyrights Alle Berichte sind das geistige Eigentum der Autorinnen und Autoren. Jede unautorisierte Übernahme ist ein Verstoß gegen das Urheberrecht. Artikelübernahme Links Die Redaktion des TrekZone Networks ist für Aussagen und Inhalte gelinkter Seiten, die durch einen externen Link erreicht werden, nicht verantwortlich. Diese Inhalte sind keine Inhalte des TZN-Angebots. Jegliche rechtlichen und gesetzlichen Verstöße auf diesen Seiten waren zum Redaktionszeitpunkt nicht bekannt. Aus diesem Grund ist das TZN nicht verantwortlich beziehungsweise haftbar für Probleme oder Schäden in jeglicher Form, die durch Existenz, Kenntnis, Besuch oder Nutzung gelinkter Seiten entstehen. Persönliche Daten Gemäß § 28, Absatz 3 und 4 des Bundesdatenschutzgesetzes wird die Verwendung von persönlichen Daten dieser Publikation zu Werbezwecken oder zur Markt- und Meinungsforschung ausdrücklich untersagt. Ebenso garantiert das TrekZone Network, dass die für das Newsletter-Abonnement notwendigen E-Mail-Adressen im Sinne des Datenschutzgesetzes vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben werden. Verantwortlich im Sinne des Presserechts ist Michael Müller, Alte Rudolfingerstrasse 10, CH-8460 Marthalen. © 1998−2005 by TrekZone Network. Auflage: 7377 Exemplare. Made in Europe. |
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