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TZN

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"Wo nie zuvor ein Hund gewesen ist."

 − Trip Tucker
 − in "Star Trek: Enterprise − Geistergeschichten"

März 2005

 

ISSN 1684-7385

Volume VI

Ausgabe 29 (#82)

 features

 

"Enterprise"

Das Ende

Gedanken und Gefühle zur Absetzung der fünften "Star Trek"-Serie

Rettet "Enterprise"

Die Kampagne

Wie Fans versuchen, ihre Serie zu retten

Trek-Stars-Sammlung

... in "Stargate SG-1"

Warum sich die beiden Serien gegenseitig anziehen

 

Vorwort

Das Ende von "Enterprise"


Liebe Leserinnen und Leser,

noch nie ist es mir so schwer gefallen, ein Vorwort zu schreiben, wie für diese Ausgabe. Es scheint unausweichlich, das Ende von "Enterprise". Aber es hatte damals auch schon nicht besonders gut angefangen. Eine Serie, die vor Kirk und Co. spielen sollte, aber besser aussah? Allein diese Tatsache brachte in Fan-Kreisen so manche Diskussion zum Kochen. Auch ich war sehr skeptisch.

Mein einziger Lichtblick war damals Scott Bakula, den ich für einen wirklich großartigen Schauspieler halte und den ich seit Zeiten von "Quantum Leap" schätze. Ich freute mich für ihn, dass er es zu einem Captain in "Star Trek" gebracht hatte. Doch "Enterprise" konnte er, jedenfalls für mich, nicht retten. Ein Schauspieler macht keine schlechten Drehbücher und kein niedriges Budget wett. So sehr ich auch Porthos liebte und über seine Anwesenheit schmunzelte, so sehr hasste ich Hoshis Auftritt in "Freund oder Feind", als sie erklärte, sie bekäme in einem Raumanzug Panikattacken.

Für mich schwankten die folgenden Episoden zwischen grottenschlecht und ganz okay. Als Paramount dann begann, zusammenhängende Folgen zu produzieren, war die Serie für mich allerdings gestorben. Ein Zweiteiler ist ja noch okay, aber wenn man eine ganze Staffel verfolgen muss, um zu wissen, worum es geht, muss ich passen. Ich bin traurig über die Absetzung von "Enterprise", tief in meinem Innern dennoch mit dem Gefühl "Besser jetzt als später".

Das Ende der fünften Trek-Serie ist Schwerpunkt dieser Ausgabe.

Was halten Sie von der Einstellung von "Enterprise"? Schreiben Sie uns eine Mail an leserbriefe@trekzone.de.

Viel Spaß beim Lesen!

Melanie Brosowski
Chefredakteurin

 
   

Inhalt

Die ganze Ausgabe auf einen Blick

Wo noch nie ein Mensch zuvor gewesen ist ...

Ein ganz persönliches Review zur fünften Trek-Serie von Jessica Schreier.

Rettet "Enterprise"!

Eine deutsche Kampagne von "Star Trek"-Fans.

Meinungen, Prognosen, Aktionen

Pressespiegel zur Absetzung von "Enterprise".

Die Ereignisse des Monats

Jede Menge Geburtstage und die neue DVD-Box von "Voyager".

"Star Trek" in "Stargate"

"Wir können es nicht Enterprise nennen."

Kino-Guide März

"Elektra", "The Ring 2" und weitere Highlights.

Best of DVD

"Die Vergessenen", "Cabin Fever" und "Exorzist: Der Anfang".

DVD-Guide März

"Stargate: Atlantis − Season 1, Vol. 1", "The Hollow" und vieles mehr.

Impressum

Redaktion, Abonnement und Copyrights.

Wussten Sie, dass...

... alle fünf "Star Trek"-Serien einen Charakter haben, welcher der erste seiner Spezies im Dienste von Starfleet ist?

... "Enterprise" die erste "Star Trek"-Serie war, in deren Intro gesungen wurde?

... sich die Kosten für die zweite Staffel von "Enterprise" auf fast 229.500.000 US-Dollar beliefen? Damit ist "Enterprise" eine der teuersten Serien in ganz Amerika.


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Wo noch nie ein Mensch zuvor gewesen ist ...

Zum Ende von "Enterprise"

Es ist noch gar nicht so lange her, da sagte ich zu einem Freund, dass die Zeit der guten Serien wohl endgültig vorbei sei und die wenigen verbliebenen, die irgendwo im Quotensumpf dahindümpeln, am Ende nicht mal etwas dafür können, dass sie gut sind.

Ich dachte dabei so an "Enterprise", mit einem heimlichen Lächeln, weil ich es immer irgendwie albern fand, dass alle Welt sich darüber echauffiert, wie viel von T'Pols Rücken der gemeine Zuschauer so vertragen kann, während Jolene Blalock doch eine der besten Serienschauspielerinnen der Gegenwart ist. Klar irgendwie, dass sie wegen ihrer Oberweite engagiert wurde, aber mich amüsierte die Gewissheit, dass die Senderpolitik auf diese Weise unterlaufen wird und wir weiterhin eine hochwertige Serie sehen können, obwohl die doch längst schon aus der Mode sind.

 
 

"Enterprise" ist nicht die erste gute Serie, die ohne ersichtlichen Grund floppte und abgesetzt wurde, aber sie ist definitiv eine der letzten.


Nun, diese Meinung ist jung. Damals, beim Pilotfilm, dachte ich nach der ersten Stunde mit einem Seufzen an "Deep Space Nine" zurück, bis zu diesem Zeitpunkt in meinen Augen der Höhepunkt der Serienkultur im Allgemeinen, und sprach wenige Tage später auf meiner Homepage von den "unendlichen Öden" (Originalzitat). Wahrscheinlich ging ich an die Serie aus der denkbar ungünstigsten Haltung heran, im Nachhinein muss es fast erstaunen, dass sie mir so sehr ans Herz wachsen konnte. Und lange sah es auch wirklich nicht so aus: Die Figuren blieben viel zu viele Folgen blass und konturlos, kaum konnte man sich nur die Namen merken, außerdem herrschte nach Mord und Totschlag plötzlich mal wieder Friede, Freude, Eierkuchen auf dem Schiff, das gewisse Etwas fehlte einfach. Aber über "Enterprise" wurden in den letzten Tagen schon genug Lorbeeren ausgeschüttet, und obwohl ich mich der kollektiven Trauer gerne anschließe, so soll das doch heute nicht mein Thema sein.

Man muss universeller denken, sagte ich zu meinem Vater, als ich ihm von der Absetzung der Serie erzählte. "Enterprise" ist nicht die erste gute Serie, die ohne ersichtlichen Grund floppte und abgesetzt wurde, aber sie ist definitiv eine der letzten, denn was die Fernsehzeitschriften nunmehr dominiert, das sind Talkshows, Gerichtssendungen und Reality-TV, das sich gegenseitig unterbietet. Die Menschen sind so blöd, sagte ich zu ihm, die haben es gar nicht anders verdient, als dass man ihnen diese Serie auch noch wegnimmt.

Und vielleicht ist das wirklich der Punkt; der durchschnittliche Fernsehzuschauer von heute ist an den reinen Konsum gewöhnt, er lässt sich auf jede nur denkbare Weise bevormunden und hat jeden Funken Fantasie verloren. Der PISA-Test zeigte ja nicht nur, dass die Jugend von heute nicht mehr lesen und schreiben kann, er macht auch klar, dass ihr das fehlt, was den Menschen überhaupt erst dazu brachte, sich vom Affen weiterzuentwickeln: Neugier, Forschungsdrang, Improvisationstalent. Und daran ist das Fernsehen nicht so unschuldig, wie es immer tut.

 
 

Unsere Helden von damals waren Forscher und Entdecker, die das Weltall bereisten, weil sie etwas lernen wollten.


Sicher, auch Captain Kirk griff anno dazumal gerne zum Phaser, um seinen Standpunkt klarzumachen. Dennoch vergaß man bei "Star Trek" niemals, auch Hintergründe zu erklären, tiefer zu schürfen und die eine oder andere gute Absicht im wahren Licht zu zeigen. Unsere Helden von damals waren Forscher und Entdecker, die das Weltall bereisten, weil sie etwas lernen wollten. Trotz Kriegsthemen und mit jedem Film imposanter werdender Weltraumschlachten hat "Star Trek" dieses Anliegen nie ganz aufgegeben, und am Ende war das wohl der Grund für sein Scheitern.

Ja, wer möchte denn heute noch wissen, wie ein fremder Planet regiert wird? Wer ist denn überhaupt noch dazu in der Lage, sich zu überlegen, wie ein Warpantrieb theoretisch funktionieren kann? Es mag bitter klingen, doch mir ist ein Ende zu diesem Zeitpunkt lieber als ein jahrelanges Weiterlaufen als beliebige Science-Fiction-Action. Vielleicht ist es dem einen oder anderen ein Trost, dass "Star Trek" nicht das einzige Unternehmen ist, das am veränderten Sehverhalten der Zuschauer gescheitert ist.

Gerade Serien wie "Buffy" und "Angel", die mit einer fortlaufenden Handlung über mehrere Staffeln arbeiteten, waren nur treuen Fans noch verständlich und damit kontraproduktiv für die Sender. Auch dort kam die schlussendliche Absetzung keinesfalls überraschend. Andere Formate wie "Charmed" oder außerhalb des fantastischen Genres beispielsweise "Malcolm mittendrin" passen sich mit weitestgehend in sich geschlossenen Episoden der verminderten Aufmerksamkeitsspanne des Zuschauers an und überleben so. Dass sie deshalb auch absolut spannungsfrei sind, steht freilich auf einem anderen Blatt.

Leider muss ich Sie enttäuschen, wenn Sie an dieser Stelle ein aufmunterndes "Wird schon wieder werden" erwarten. Die Tendenz geht momentan eher zu noch einfacherer Kost, was im Übrigen auch dazu führt, dass sich manche Produktionen, insbesondere Kinofilme, geradezu dafür zu schämen scheinen, dass sie intelligent sind. Oder ist nur mir aufgefallen, dass "I, Robot" zwischen atemberaubendem Design und irrsinniger Action fast zu verbergen suchte, wie spannend kontrovers die Idee ist? Das wird wohl die Ausnahme bleiben, und den Forschern unter uns bleibt nur der Gang zur echten Wissenschaft oder zur Fan-Fiction. Denn das Gute, das Beruhigende bei all dem ist, dass die Begeisterung für die Essenz von "Star Trek" bei den Fans ungebrochen ist. Noch.

Das Ende von "Enterprise"

Ein ganz persönliches Review von Jessica Schreier.


 

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Rettet "Enterprise"!

Eine deutsche Kampagne von "Star Trek"-Fans

Wie damals, als "Star Trek: The Original Series" abgesetzt werden sollte, erheben sich die Fans. TZN-Redakteur Christopher Kurtz sprach mit Michael Schäfer, dem Initiator der deutschen "Rettet 'Enterprise'"-Kampagne.

TrekZone Network: Michael, wo und wann hast du von der Absetzung von "Enterprise" erfahren? Und was hast du in dem Moment gedacht, als du die Schlagzeile gelesen hast?

Michael Schäfer: Erfahren von der Absetzung hab ich am 2. Februar auf TrekNews.de. Und im ersten Augenblick war ich einfach nur geschockt. Mir war so, als hätte mir UPN oder Paramount einen Dolch ins Herz gestoßen. Danach hatte ich einfach nur das Bedürfnis, was dagegen zu tun. Da ich schon gegen die Absetzung von "Enterprise" bei Sat.1 eine Fan-Kampagne gestartet hatte (www.enterprise-projekt.de.vu), war es ziemlich einfach, was aufzuziehen, da ich schon über genügend Webspace verfüge.

TZN: Du hast noch am gleichen Tag www.rettet-enterprise.de eröffnet. Wie hast du den Tag verbracht?

Schäfer: Wie hab ich den Tag verbracht? Bin zwischen Bett und Computer hin und her gependelt. Ich hätte eigentlich ins Bett gehört. Hatte nämlich 'ne ziemliche Grippe. Ansonsten hab ich den größten Teil vom Tag an der Homepage gesessen.

TZN: Orientiert sich eure Aktion an den amerikanischen Projekten wie www.saveenterprise.com oder www.enterpriseproject.org? Inwieweit ist eine deutsche Aktion unabhängig?

Schäfer: Die Seite orientiert sich natürlich an den amerikanischen Seiten. Ich sehe sie in etwa als Sprachrohr für die deutschen Fans, dass die Fans in den USA nicht alleine sind in ihrem Kampf. Natürlich sollen dann unabhängig von den amerikanischen Aktionen auch exklusive deutsche Aktionen gelauncht werden.

 
 

"Ich habe vor, an Paramount Home Entertainment Deutschland einen offenen Brief zu schreiben."


TZN: Wie beurteilst du die Einflussmöglichkeiten von Deutschland aus? Was sagst du denen, die glauben, dass ein solches Projekt sinnlos ist?

Schäfer: Die Einflussmöglichkeiten von Deutschland aus? Ich habe vor, an Paramount Home Entertainment Deutschland einen offenen Brief zu schreiben. Und denen, die glauben, dass die Aktion sinnlos ist, sage ich, wenn die "Star Trek"-Fans in den 60ern auch so gedacht hätten, wäre "Star Trek: The Original Series" nicht über die erste Staffel hinausgekommen. Wir müssen einfach ein Zeichen setzen.

TZN: Ist die Organisation zwischen den einzelnen Projekten gut genug? Was würdest du dir besser vorstellen können?

Schäfer: Projekte − also in Deutschland − kenne ich nur meins und www.st-projekt.de, mit dem ich eine Zusammenarbeit vereinbart habe.

TZN: Wie hoch stehen für dich die Chancen, dass alle Projekte genug bewegen können, sodass es für eine fünfte Staffel reicht?

Schäfer: Wenn ich die Quoten in den USA sehe, wird eine Fortsetzung natürlich immer unwahrscheinlicher, aber wenn die Serie schon eingestellt wird, was wir alle nicht hoffen, dann mit Pauken und Trompeten!

 
 

"Wenn 'Enterprise' stirbt, dann wird, meiner Meinung nach, 'Star Trek' für lange Zeit vom Fernsehschirm und der großen Leinwand verschwinden."


TZN: Gab es bisher irgendeine "offizielle" Reaktion auf die Protestaktionen, oder müsst ihr bei Paramount noch verschlossene Türen einrennen?

Schäfer: Nein, es gab bis jetzt noch keine Reaktion von offizieller Seite. Ein offener Brief ging aber noch nicht raus, aus oben genanntem Grund. Das wird aber jetzt in den nächsten Tagen geschehen. Falls eine Reaktion kommt, werdet ihr die Ersten sein, die das erfahren.

TZN: Wie sieht eure aktuelle Zusammenarbeit mit ST-Projekt.de aus?

Schäfer: Die sieht erst mal so aus, dass wir uns gegenseitig verlinkt haben. Weiterhin stehen wir in ständigem E-Mail- beziehungsweise ICQ-Kontakt, um etwaige Aktionen abzusprechen oder zu unterstützen. Derzeit arbeiten wir dran, beide Seiten bekannt zu machen und Mitstreiter zu finden, was gar nicht so einfach ist.

TZN: Was ist deine Nachricht an die Fans da draußen?

Schäfer: Ich möchte alle "Star Trek"-Fans dazu aufrufen, "Enterprise" zu unterstützen, auch wenn sie nicht unbedingt "Enterprise"-Fans sind. Wenn "Enterprise" stirbt, dann wird, meiner Meinung nach, "Star Trek" für lange Zeit vom Fernsehschirm und der großen Leinwand verschwinden.

Unterstützen auch Sie diese Kampagne oder haben Sie eine Idee, wie man "Enterprise" noch retten kann? Teilen Sie uns Ihre Meinung mit und schreiben Sie uns einen Leserbrief an leserbriefe@trekzone.de!

Related Links

  • Rettet-Enterprise.de: "Der Kampf hat erst begonnen!"
    Aktuelle Informationen rund um die Kampagne, Bannertausch und vieles mehr.

  • Das Ende von "Enterprise"

    Christopher Kurtz im Interview mit Michael Schäfer.


     

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    Meinungen, Prognosen, Aktionen

    Pressespiegel zur Absetzung von "Enterprise"

    "'Star Trek: Enterprise' ist definitiv eine gestorbene Serie. Daran werden auch zig Milliarden E-Mails nichts ändern, die man mithilfe der gängigen Skript-Technologie leicht für den guten Zweck generieren kann", schrieb das "Corona Magazine". "Wer oder was ist schuld?", fragte sich der "Daily Trek"-Newsletter, während "Das ernsthafte 'Star Trek'-Magazin" schlichtweg feststellt: "Ab dem heutigen Tage gibt es mehr Rettungsaktionen als Tsunami-Spendengalas!" Und genauso ist es. Aber ist das der richtige Weg? Die Macher sollten erst einmal eine lange "kreative Pause" einlegen, meint TrekNews.

    Eigentlich will man es gar nicht mehr lesen. Wo man hinsurft Schuldzuweisungen, Interviews, Kommentare, Statistiken, Schwarzseherei und Kampagnen. Ja, die Rettungsaktionen. Zuhauf gibt es sie. Das Tragische: Sie machen sich gegenseitig Konkurrenz. Oder geben unüberlegte Ratschläge.

     
     

    "'Star Trek' ist tot. Es verstarb, nicht unerwartet, nach einer langen Krankheit."


    Machen wir uns lächerlich? Die Geschichte wird über uns urteilen. Falls sie sich erinnert. Sollten wir erfolgreich sein, wäre das wirklich ein Triumph? Schaut her: Wir kämpften vereint um unseren "Star Trek"-Traum. Das war unsere Priorität. Andere Gründe, uns zusammenzuschließen, um etwas zu bewegen, sahen wir in dem Moment nicht. − Liebe Leserinnen und Leser, verzeihen Sie mir den Zynismus.

    Was nun folgt ist ein Pressespiegel zur Absetzung der Serie "Star Trek: Enterprise", gestartet am 26. September 2001 mit sehr guten Ratings − und seither im Quotenfall befindlich.

    "'Star Trek' ist tot. Es verstarb, nicht unerwartet, nach einer langen Krankheit. Die letzten Jahre seines Daseins verbrachte es, von der Weltöffentlichkeit kaum mehr beachtet, auf einem kleinen, unbedeutenden Network in den USA. Das Hinzuziehen eines kompetenten Arztes namens Dr. Coto in diesem Jahr kam für den Patienten einfach zu spät. Die Beisetzung findet am 13. Mai statt." (Peter Schipfmann, "Daily Trek"-Newsletter)

    "Die Zeichen waren schon lange deutlich sichtbar. Wutausbrüche von Jolene Blalock, Klartext von John Billingsley, zuletzt auch noch Les Moonves' Kommentar. Dass UPN nicht mehr willens und fähig war, 'Enterprise' durchzuschleppen, damit mussten alle Beteiligten rechnen. Auch die kreativen Monumentalleistungen von Manny Coto in dieser Staffel konnten das nicht ändern. Ob es einem passt oder nicht, die Quoten entscheiden über Gloria oder Untergang einer jeden TV-Serie." (Christopher Kurtz, "Daily Trek Weekend")

    Manny Coto

    "Nachdem die Serie gerade noch eine vierte Staffel bekommen hat, wurde ein neuer Mann Chef des Autorenteams und Showrunner von 'Enterprise': Manny Coto. Mit ihm kam zugleich auch eine Trendwende hinsichtlich der Storys. Nachdem man endlich dem Temporalen Kalten Krieg schnell ein Ende bereitet hatte, brachte Coto die Serie wieder auf den richtigen Kurs, für den sie bestimmt war: ein Prequel zu sein. Endlich begann man Geschichten zu erzählen, die tatsächlich vor den anderen Serien sich so ereignet haben könnten und die vor allem auch Referenzen zur originalen 'Star Trek'-Serie hatte." (Mario Rössel, MemoryAlpha.de)

    Wer oder was ist schuld?

    "Rick Berman und Brannon Braga, die sich nach Jahrzehnten der Arbeit an 'Star Trek' nicht mehr aus dem von ihnen geschaffenen Universum befreien konnten (befreien in dem Sinne, aus Gewohntem auszubrechen und somit die kreative Grundlage für Storys zu legen, die den Zuschauer an den Fernseher binden)? UPN, der Sender, der sein Angebot auf in Großstädten lebende Frauen zwischen 25 und 35 ausrichten möchte und sich fragte, wie 'Enterprise' in dieses Konzept noch reinpassen soll? Falsches Denken von Viacom, dem Unterhaltungskonzern, dem sowohl das Produktionsstudio Paramount als auch der Sender UPN gehören und der in seinen Überlegungen nur auf Gewinnmaximierung setzte? Die Zuschauer, die der Serie keine echte Chance gaben? Schlussendlich lässt sich die Antwort auf fünf Buchstaben reduzieren: Quote." (Henning Koonert, "Daily Trek"-Newsletter)

     
     

    "Bei Paramount wurde die Absetzungs-Entscheidung nur getroffen, weil sich eine weitere Staffel finanziell nicht rentiert."


    "Berman hat es immer verpasst, neue Ideen und Strukturen einzuführen und durchzuhalten. 'Deep Space Nine' änderte nach zwei Staffeln sein Konzept und bediente sich daraufhin an bereits existierenden guten Ideen, um selbst zur Höchstform aufzulaufen. 'Voyager' brauchte zwar auch zwei Jahre, um die Kazon loszuwerden, aber nur wenige Folgen, um vom 'Lost in Space'-Konzept zur 'Next Generation' im Delta-Quadranten zu werden. Und auch 'Enterprise' schwenkte schon mitten in der ersten Staffel völlig weg und wurde wieder zu einer neuen Form der 'Next Generation'. Wenn sich etwas wiederholt, nutzt es sich irgendwann ab. Das gilt auch − und vielleicht sogar in besonderem Maße − dann, wenn man das ständig gleiche Konzept von Weltraumabenteuern immer nur neu betitelt." (Mike Hillenbrand, "Corona Magazine")

    "Haben die Fans die Serie im Stich gelassen? In keinster Weise! Der Fehlschlag von Enterprise auf UPN liegt ganz allein bei UPN. Man muss für etwas Werbung machen, wenn man es auf dem Markt etablieren will, und in der Beziehung hat UPN versagt." (Tim Brazeal, SaveEnterprise.com)

    Reaktionen

    "Viele Szene-Projekte haben kürzlich ein E-Mail von der Fangemeinschaft TrekUnited.com bekommen, die zur Unterstützung ihrer Idee aufruft: Auf Initiative einiger amerikanischer 'Star Trek'-Freunde haben sich in dieser Gruppe angeblich Fans aus der ganzen Welt zusammengeschlossen, um die fünfte Staffel von 'Enterprise' zu finanzieren. Die Kosten für eine Staffel werden auf 38 Millionen Dollar geschätzt, und TrekUnited rechnet vor, dass bei durchschnittlich drei Millionen Zuschauern in den USA jeder 12 Dollar spenden müsste. Wenn Fans außerhalb der USA mithelfen würden, wäre das Geld noch schneller zusammen, und dazu ruft die Fan-Vereinigung nun weltweit auf, auch hier in Deutschland. Bei Aufforderungen zu Geldspenden sollte man grundsätzlich vorsichtig sein. Bei Paramount wurde die Absetzungs-Entscheidung nur getroffen, weil sich eine weitere Staffel finanziell nicht rentiert. Davon wird sich Paramount auch nicht durch ein paar Spendengelder abbringen lassen. Es ist zu bezweifeln, ob sie überhaupt Gelder annehmen würden." (Thomas Kohlschmidt, WARP-online.de)

     
     

    "Es stellt sich die Frage, ob die Fans nicht begriffen haben, warum 'Enterprise' eingestellt wurde."


    "Als TOS 1968 abgesetzt wurde, starteten die Fans eine beispiellose Briefkampagne und sie schafften letztlich das Wunder, 'Star Trek' auf den Bildschirm zurückzuholen. Wir bringen mit Bewunderung und Respekt für die damaligen 'Star Trek'-Fans die Gemeinschaft auf ein neues Niveau und starten die Kampagne des 21. Jahrhunderts − Geld zu sammeln und damit selbst für die Fortsetzung des vor kurzem abgesetzten 'Star Trek: Enterprise' zu sorgen und dessen Zukunft zu finanzieren. Die Crew von 'Star Trek', ob vor oder hinter der Kamera, steht zu 100 Prozent hinter uns und die Verantwortlichen von Paramount haben ihre Bereitschaft ausgedrückt, uns zuzuhören, gleichwohl sie sehen möchten, dass wir fähig sind, dieses Projekt hier durchzuziehen. Sie brauchen das Wissen, dass das Fandom hinter 'Enterprise' steht." (TrekUnited.com)

    "Neben der Seriosität eines solchen Vorhabens stellt sich die Frage, ob die Fans nicht begriffen haben, warum 'Enterprise' eingestellt wurde. 'Star Trek' war immer schon von den Spenden der Fans finanziert. Sie spendeten den Serien ihre Aufmerksamkeit, verschafften den Sendern damit Werbekunden und finanzierten die Serie − so einfach ist die Kalkulation. De facto bedeutet eine Einstellung, dass nicht mehr genug Geld verdient wurde, nicht mehr genug Werbepartner da waren, in letzter Konsequenz also die Fans ihre 'Spenden' einstellten." (Malte Kirchner, DSi)

    Blick in die Zukunft

    "Es scheint, als gäbe es bei Paramount, UPN oder CBS keine interessierten Verantwortlichen mehr, die bereit wären, für die Serie zu kämpfen. Jeder bei Paramount, der mit dem Franchise groß geworden ist, ist mittlerweile gegangen. Ich wüsste also noch nicht einmal, bei wem man sich beschweren könnte, weil es dort niemanden gibt, den es interessieren würde. Wir sind während des Wachwechsels unter die Räder gekommen." (Scott Bakula)

    "Wir haben in den letzten 18 Jahren 624 Stunden 'Star Trek' produziert... Es gibt einen Punkt, an dem man so etwas wie den Overkill erreicht. Es ist wohl gut, es eine Weile brachliegen zu lassen, um es danach neu zu beleben." (Rick Berman)

     
     

    "'Star Trek' liegt jetzt in den Händen der Fans."


    "'Star Trek' wird wiederkommen. Aber im Moment braucht es eine Pause... Vielleicht würde es keine brauchen, wenn man es die ganze Zeit frisch und aufregend gehalten hätte." (Eugene W. Roddenberry jr.)

    "'Star Trek' liegt jetzt in den Händen der Fans und die können für sich selbst entscheiden, welche Art von Abenteuer sie als nächstes haben wollen. Sie können anscheinend endlos viele Lizenzprodukte konsumieren, die es im Franchise gibt. Manches von dem eindrucksvollen und kreativen 'Star Trek'-Material, das es gibt, wurde nicht von Paramount, sondern von Amateuren geschaffen, die einfach eine interessante Idee über das 'Star Trek'-Universum hatten. Waren Kirk und Spock heimlich verliebt? Gedanken über die gesellschaftliche und kulturelle Geschichte von Vulkan. Ist das Spiegeluniversum faszinierender als unser eigenes? All diese Themen und viele andere wurden und werden von den Fans in ihren eigenen Fiktionen, Geschichten und Träumen behandelt." (Ronald D. Moore)

    Related Links

  • Stus.de: Das ernsthafte "Star Trek"-Magazin
    ... hielt ein nicht ganz ernsthaftes Interview mit dem Begründer einer nicht ganz ernsthaften Rettungsaktion ab.

  • Corona-Magazine.de: Kolumne zu Ende und Zukunft
    Warum "Enterprise" nicht gerettet werden sollte. Und wie "Star Trek" ewig halten wird.

  • TrekUnited.com: Fan-Spenden
    Warum und wie die Serie gerettet werden kann: "Lasst sie überrascht sein über das, was wir hier zustande bringen!"

  • Das Ende von "Enterprise"

    Was berichten Fan-Medien? Was sagen die Verantwortlichen, was meinen die Schauspieler? Marianne Jaffke hat einen Pressespiegel zusammengestellt.


     

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    Die Ereignisse des Monats

    März 2005

    Die Trek-Highlights der nächsten vier Wochen im Überblick.

    Trek-Kalender

     
     

    Montag

     

    Dienstag

     

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    Geburtstag
    James Doohan
    (Scotty)

       

    Geburtstag
    Jolene Blalock
    (T'Pol)

       
       07.März    08.März    09.März    10.März    11.März    12.März    13.März  
     

    DVD
    "Star Trek: Voyager": Staffel-6-Box
    Bestellen

    Geburtstag
    Donna Murphy
    (Anij)

           

    Convention
    Grand Slam XIII: The Sci-Fi Summit Convention in Pasadena, USA (3 Tage)
    Infos

         
       14.März    15.März    16.März    17.März    18.März    19.März    20.März  
             

    Geburtstag
    J.G. Hertzler
    (Martok)

     

    Geburtstag
    Connor Trinneer
    (Charles "Trip" Tucker III)

     

    Geburtstag
    John de Lancie
    (Q)

     
       21.März    22.März    23.März    24.März    25.März    26.März    27.März  
       

    Geburtstag
    William Shatner
    (James T. Kirk)

           

    Geburtstag
    Leonard Nimoy
    (Spock)

       
       28.März    29.März    30.März    31.März              
       

    Geburtstag
    Marina Sirtis
    (Deanna Troi)

                     
     


     

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    "Star Trek" in "Stargate"

    "Wir können es nicht Enterprise nennen"

    ... sagte Major Carter zu Colonel O'Neill, als dieser sich nach dem ersten der Überlichtgeschwindigkeit fähigen Extrasolar-Raumschiff der Menschheitsgeschichte erkundigte. Es erhielt später den Namen Prometheus. Dafür erntete Carter einen enttäuschten und anklagenden Blick von ihrem Vorgesetzten.

    Dass "Star Trek" so ziemlich jede SF-Serie in den letzten vier Jahrzehnten irgendwie beeinflusst hat, dürfte außer Frage stehen. Seither gibt es schließlich eine Schwemme von UFO-Filmen, in denen fiese Aliens ihre irdischen Opfer per Beamen an Bord zwingen − um freilich obskure Untersuchungen an ihnen durchzuführen. Es wird geschossen mit Phasern, an Orte gereist, "wo noch nie zuvor ein Mensch gewesen ist" und so ziemlich auf jedem fiktiven Schiff gibt es mindestens einen unheimlich klugen und coolen Außerirdischen, der aus irgendeinem Grund arge Schwierigkeiten hat, mittels Mimik Gefühle auszudrücken. Spock lässt grüßen.

     
     

    "Ich weiß die Unterschiede zwischen 'Stargate' und 'Star Trek' zu schätzen."


    Und wenn man Interviews liest von Regisseuren und Produzenten solcher Serien, dann erzählen sie an unbestimmter Stelle immer von ihren Kindheitserlebnissen − vorm Fernseher. Und falls sie so richtig in Fahrt kommen, geben sie meist auch noch zu, dass sich an ihrem televisionären Verhalten nichts geändert hat. Ein ausführender Produzent bei "Stargate" zum Beispiel, Joseph Mallozzi, sagte: "Ich weiß die Unterschiede zwischen 'Stargate' und 'Star Trek' zu schätzen. Ich mag beides. Und auch auf die Gefahr hin, gegenüber den vielen knallharten SG-1-Anhängern da draußen unloyal zu klingen: Ich bin ein riesiger 'Voyager'-Fan!"

    Alle sehen sie "Star Trek" bei "Stargate". Alle. Die Schauspieler, die Filmcrew, die Autoren, die Produzenten. Joe Mallozzi: "Ich habe Science-Fiction und Horror im Fernsehen immer konsumiert − aber nie in dem Ausmaß wie zum Beispiel jeder andere in unserem Schreibdepartement. Wir sitzen oft in Episodenbesprechungen und ich erläutere so meine Ideen, worauf Brad [Wright, Produzent] oder Robert [C. Cooper, Produzent] oder Paul [Mullie, Autor] oder Peter [DeLuise, Autor, Regisseur, Produzent] sofort Parallelen zur einer gerade wieder einmal ausgestrahlten TNG- oder DS9-Folge ziehen."

     
     

    "Stargate" besitzt eine unheimliche Anziehungskraft auf "Star Trek"-Schauspieler.


    "Ich kannte natürlich beide Serien, doch offensichtlich bei weitem nicht so gut wie alle anderen am Set. Zum Beispiel höre ich dauernd so etwas wie: 'Das erinnert mich an eine Episode aus TNGs vierter Staffel, 'Die ungleichen Brüder', in der Data endlich auf Dr. Soong trifft.' Irgendwann kam ich dann zu dem Punkt, an dem ich rief: 'Genug ist genug!' Und kaufte mir alle TNG- und DS9-DVDs."

    Wie es scheint, besitzt auf der anderen Seite auch "Stargate" eine unheimliche Anziehungskraft auf Darsteller aus der "Star Trek"-Familie. Da haben wir zum Beispiel Dwight Schultz aka Reginald Barclay aus "The Next Generation" und "Voyager". Er spielte den kontrollbesessenen Bewahrer in "Virtueller Alptraum". Oder John de Lancie alias Q, der immer gerne zurück in die Rolle des Colonel (a.D.) Frank Simmons kehrt: "Einen Bösewicht zu spielen macht dermaßen Spaß, sag ich Ihnen!" Genauso sieht das Ronny Cox (Captain Edward Jellico, TNG), der sich ab und wann als Senator Robert Kinsey seiner dunklen Seite hingibt und SG-1 das Leben schwer macht; was jeden, der die Gelegenheit hatte, den Schauspieler persönlich kennen zu lernen, unweigerlich zum Lächeln bringt: Einen freundlicheren und höflicheren Menschen auf Erden gibt es nicht. "Ein befreiender Akt", erklärt Cox. "Die Darsteller von guten Charakteren werden von den Regisseuren immer in ein Korsett gezwängt. 'Nein, spiel nicht so aggressiv.' Oder: 'Weniger überdreht, bitte.' Als Fiesling lassen sie dich spielen, wie du willst."

     
     

    "Wir sammeln 'Star Trek'-Schauspieler."


    Auch René Auberjonois (Odo aus "Deep Space Nine") genießt solche Rollen. Besonders gefällt es ihm, wenn der Antagonist zu Beginn noch wie ein Protagonist wirkt. Am liebsten stellt er Figuren dar, "die den Zuschauer überraschen, weil sie zunächst als ganz andere Personen erscheinen als sie dann am Ende sind. Zum Beispiel in 'Stargate'. Das war in der vierten Staffel, in 'Die andere Seite der Medaille'. Ich spielte den Führer einer Volksgruppe. Sein Planet befindet sich im Bürgerkrieg. Ich werde jedoch nicht etwa von den bösen Mächten verfolgt, wie der Zuschauer annimmt, sondern bin eigentlich mitverantwortlich für den Bürgerkrieg." Am Ende der Folge ereilt ihn ein dramaturgisches Urteil: "Yep, da beiße ich ins Gras. Oder besser gesagt in die geschlossene Iris." Was nichts bedeuten muss. "Stargate" hat eine lange Geschichte von wieder lebendig werdenden Toten. "Es hat uns unheimlich Spaß gemacht, mit René zu arbeiten. Er hörte gar nicht auf zu scherzen, wie wir ihn irgendwann als seinen bösen Zwillingsbruder zurückbringen könnten", berichtet Produzent Joe Mallozzi.

    "Es ist ein Spiel", wirft "Stargate"-Produzent Peter DeLuise ein. "Wir sammeln 'Star Trek'-Schauspieler. Mal sehen, wie viele wir bis zum Serienfinale vorweisen können. Mein persönlicher Favorit ist übrigens Robert Picardo."

     
     

    Auch in "Stargate" gibt es Technobabble.


    Picardo, der Doc vom Raumschiff Voyager, hatte bisher zwei Auftritte in "Stargate". "Ich denke, sie mögen mich", meint Picardo. "Ich mag sie auf jeden Fall. Eine großartige Besetzung. Und auch die Produzenten wollen mich wiedersehen. Ich glaube, ihnen gefällt besonders die Tatsache, dass sie mir kurzfristig sieben Seiten Monolog geben können und ich das problemlos bewältige. Mein altes ['Star Trek'-]Technobabble-Hirn funktioniert noch ziemlich gut."

    Ähnlich ist das bei Marina Sirtis (Deanna Troi aus "The Next Generation"). "Mein Manager rief an und sagte: 'Sie wollen dich bei einem Vorsprechen dabei haben, du sollst eine Russin mimen. Wird dir ein entsprechender Akzent gelingen?' Ich: 'Keine Ahnung!' Er: 'Tja, kannst du dir bis morgen einen zulegen?' Ich ging also zum Vorsprechen. Und dort warteten bereits 19 andere Frauen, 17 davon russischer Abstammung. Ich war trotzdem im Vorteil: Das ganze Vorsprechen bestand aus Technobabble. Das hab ich drauf. Ich ging rein und fing an: Babble, babble, babble. Und sie meinten einfach: 'Du hast die Rolle.'"

     
     

    "Der Cast ist großartig."


    Den Anfang der Crossover-Tradition machte Armin Shimerman (Quark aus "Deep Space Nine"). Er spielte eins der exotischeren Aliens der Serie, einen Nox. "Oh, das war schrecklich! Wir drehten in Vancouver. Es regnete jeden Tag und wir arbeiteten natürlich ausschließlich unter freiem Himmel. Und sie setzten mir diese merkwürdige Krone auf. Die ersten zwei Tage war noch alles in Ordnung, aber der Regen tat irgendwann sein Werk und das aufsaugende Ding wurde immer schwerer. Wir saßen da im Matsch und bekamen nur strumpfhosendünne Kleidung." Armer Armin. "Allerdings: Der Cast ist großartig." Wie immer.

    Aktuellster "Star Trek"-Fremdgänger ist Colm Meaney. Über zehn Jahre hat er als Chief Miles Edward O'Brien an Bord der Enterprise-D und auf Deep Space Nine gedient und übernimmt nun für mindestens drei Episoden der neuen Serie "Stargate: Atlantis" eine wiederkehrende Rolle. "Wen ich spiele, bleibt noch geheim."

     
     

    Teal'c und T'Pol haben viele Gemeinsamkeiten. Zum Beispiel den Apostroph im Namen.


    Als Letztes war Jolene Blalock (T'Pol aus "Enterprise") in "Stargate" zu sehen. Sie ist Lieblingsgaststar von Chris Judge (Teal'c): "Es stimmt. Ich schrieb [meine erste 'Stargate'-Episode] 'Die Hak'tyl' speziell für sie." Die Folge handelt von Jaffa-Kriegerinnen, die gegen die Goa'uld-Herrschaft rebellieren. Ihre Führerin heißt Ishta, eine Powerfrau, wie man es neudeutsch ausdrücken darf. Judge: "Man fragte mich, wie ich mir Ishta denn so vorgestellt hätte und ich erwiderte: 'Na ja, eigentlich hatte ich beim Schreiben Jolene Blalock vor Augen.'" Und sie wurde dann auch schleunigst engagiert. Seither taucht sie immer wieder einmal auf. "Mit Vergnügen", wie sie betont: "Es gefällt mir dort ziemlich gut." Und Chris Judge gefällt es erst recht. Sie beide passen ja auch gut zusammen. Sie haben viele Gemeinsamkeiten. Zum Beispiel den Apostroph im Namen.

    Zu den unterhaltsamsten "Stargate"-Episoden gehört wohl "Wahre Helden". Komiker John Billingsley (alias Phlox aus "Enterprise") gab darin den Wissenschaftler Dr. Coombs, einen liebenswürdigen Spinner, der einen großen Fehler begeht: Er folgt nämlich seinem Kollegen und Freund Jay Felger (gespielt von Ulknudel Patrick McKenna) auf die hirnrissige Mission, das soeben von unheimlich vielen Jaffa entführte SG-1-Team zu retten. Dieses muss allerdings erstens gar nicht gerettet werden und zweitens können er und Felger als Tollpatsche vom Dienst eigentlich nichts gegen die falschen Götter ausrichten. Und das weiß Coombs. Aber sein unbedarfter Freund weiß das nicht.

     
     

    "In 'Star Trek' darf unter keinen Umständen etwas am Text geändert werden."


    Dennoch gelingt ihnen ihr Vorhaben − wenn man es denn unbedingt ein Gelingen nennen will − mit einer großen Portion Glück und naivem Einfallsreichtum. "Wir beide haben uns schrecklich gut verstanden und genossen eine fantastische Zeit am Set. Patricks Schauspielern basiert ebenfalls auf viel Improvisation, so wie das auch bei mir ist. Und so steigerten wir uns in diese Kunst förmlich hinein. Wir improvisierten eine Menge dummes Zeug und hörten auch nicht auf, wenn die Kamera längst ausgeschaltet war. Viele Dialoge, die es tatsächlich in die Episode schafften, haben wir improvisiert. Eine tolle Sache. In 'Star Trek' dagegen darf unter keinen Umständen etwas am Text geändert werden." Uh, uh. Kritik oder Feststellung?

    Setzen wir die Liste fort: Der junge Michael Welch beispielsweise spielte seinerzeit Artim in "Der Aufstand". Artim war jener Knirps, der Data altklug riet: "Vergiss nicht, jeden Tag ein bisschen Spaß zu haben." In die "Stargate"-Geschichte ging Welch ein als Mini-O'Neill: "Ich wage es kaum, es zuzugeben, aber bevor ich diese Rolle ergatterte, hatte ich noch gar nichts von 'Stargate' gesehen. Auch nichts von irgendeiner anderen Produktion mit Richard Dean Anderson. Ich erinnere mich an das Skript: Es war sehr locker, sarkastisch und lustig. Und so habe ich für die Rolle auch vorgesprochen. Mit der Zusage begann dann ein SG-1-Marathon für mich, um O'Neill zu studieren. Jetzt bin ich Fan. Sowohl von der Serie, als auch vom Set."

    Übrigens: "Wenn Sie die Wahl hätten, wen würden Sie gerne treffen?", wurde Spaßvogel Richard Dean Anderson (O'Neill) vor gar nicht so langer Zeit gefragt. "Wissen Sie", hat er geantwortet, "ich würde unheimlich gerne mal ein paar Schauspieler aus einem 'Star Trek'-Cast treffen."

    Ha ha.

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  • TZN SF-Zone: "Stargate"-Programmplanung
    So siehts aus in der deutschen Fernsehlandschaft − Termine von "Stargate" und "Atlantis".

  • RonnyCox.com: "I don't know you"
    Ein Lied über die Leiden eines "Stargate"- und "Star Trek"-Schauspielers.

  • SF-Zone

    Marianne Jaffke wirft einen Blick auf die Eigenart der Serie "Stargate SG-1", "Star Trek"-Schauspieler um sich zu scharen.


     

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    Kino-Guide

    März 2005

    "The Grudge − Der Fluch"  (USA 2004)


     

    Regie

    Takashi Shimizu

    Drehbuch

    Stephen Susco nach der Originalgeschichte von Takashi Shimizu

    Darsteller

    Sarah Michelle Gellar (Karen), Jason Behr (Doug), William Mapother (Matthew), Bill Pullman (Peter)

    Start

    3. März


    Inhalt
    Die junge Karen ist Pflegerin und beendet gerade ihre Schulausbildung in Tokio, Japan. Als sie den Auftrag bekommt, sich um eine allein lebende alte Frau zu kümmern, gerät sie in einen Strudel unerklärbarer Ereignisse. In dem Haus, in dem die Frau lebt, geschehen merkwürdige Dinge − und bald geschehen merkwürdige Todesfälle. Karen kommt einem schrecklichen Fluch auf die Spur, der alle befällt, die das Haus betreten.

    Erwartung
    Sehr gut. Wie lange der gegenwärtige Trend des Mystery-Horrors noch anhalten wird, ist ungewiss. Mit "The Grudge" jedenfalls hat nach "The Ring" ein weiteres Remake eines japanischen Gruselfilms das Kinopublikum begeistert. Die starke Inszenierung von Shimizu, der bereits das Original gedreht hat, lässt jedenfalls nur ganz abgebrühte Genre-Kenner kalt. Schön auch, die Serien-Stars Sarah Michelle Gellar ("Buffy") und Jason Behr ("Roswell") mal in ernsthaften Kinorollen zu sehen. Ebenfalls ein Pluspunkt stellt die Tatsache dar, dass der Film nicht völlig amerikanisiert wurde und wenigstens auch in Tokio spielt und einige der Originaldarsteller auch im Remake auftreten. Ein starker Anfang für den März, in dem es vor Gruselfilmen nur so wimmelt.


    "Elektra"  (USA/Kanada 2005)


     

    Regie

    Rob Bowman

    Drehbuch

    Raven Metzner, Stuart Zicherman & Zak Penn nach einem Comic von Frank Miller und Mark Steven Johnson

    Darsteller

    Jennifer Garner (Elektra), Goran Visnjic (Mark Miller), Will Yun Lee (Kirigi), Terence Stamp (Stick)

    Start

    10. März


    Inhalt
    Seit dem Mord an ihrem Vater ist Elektra auf einem Rachefeldzug. Ihre Kampffertigkeiten sind dabei ebenso einzigartig wie ihre Fähigkeit, Fragmente der Zukunft voraussehen zu können. Bei einem Auftrag des Geheimbundes "The Hand" soll sie einen Vater und dessen Tochter umbringen. Sie erkennt aber, wer ihre wahren Feinde sind und stellt sich bald gegen den Geheimbund und dessen Anführer, den bösartigen Kirigi.

    Erwartung
    Passabel. Haben die Comicverfilmungen ihren Zenit überschritten? Pech an den Kinokassen hatte jedenfalls "Elektra" von Rob Bowman, der zuvor den "Akte X"-Kinofilm und "Herrschaft des Feuers" gedreht hat und auch schon bei "Star Trek: The Next Generation" als Regisseur tätig war. Nach einem Monat sind schlappe 25 Millionen in der Kasse, und das bei einem Budget, das vier Mal so groß war. Eine Teilschuld daran liegt wohl auch am schlechten Abschneiden von "Catwoman" und "Daredevil", in welchem Elektra bereits einen Auftritt hatte, die das Interesse des Publikums dämpften. Wobei richtig toll ist der Film an sich auch nicht, dazu fehlt es an Innovation und Handlung. Viele Effekte, viele rasante Kampfsportszenen, ein paar starke Nebenrollen und eine sexy Jennifer Garner sind die wichtigsten Zutaten. Wem das reicht, der kann der adretten Superheldin definitiv einen Besuch abstatten.


    "Boogeyman − Der schwarze Mann"  (Neuseeland 2005)


     

    Regie

    Stephen T. Kay

    Drehbuch

    Eric Kripke, Juliet Snowden & Stiles White

    Darsteller

    Barry Watson (Tim), Emily Deschanel (Kate), Skye McCole Bartusiak (Franny), Lucy Lawless (Mary Jensen)

    Start

    17. März


    Inhalt
    Der Mittzwanziger Tim Jensen führt ein ordentliches Leben. Zumindest fast. Noch immer plagen ihn Ängste, die in seiner Kindheit verwurzelt sind. Zur Beerdigung seiner Mutter kehrt Tim in das Haus zurück, in dem der Ursprung seiner Furcht liegt. Dort will er sich mit seinen Ängsten konfrontieren. Bald führen gruselige Zwischenfälle dazu, dass er daran zweifelt, ob das alles nur Kindheitserinnerungen sind. Treibt eine bösartige Kreatur ihr Unwesen in dem Haus?

    Erwartung
    Passabel. Der für bescheidene 20 Millionen Dollar in Neuseeland gedrehte Gruselfilm mit "Eine himmlische Familie"-Sohnemann Barry Watson in der Hauptrolle wurde in den Staaten ein ansehnlicher Erfolg. Inhaltlich bietet der von "Spider-Man"-Regisseur Sam Raimis Produktionsfirma unter die Fittiche genommene Streifen eigentlich wenig Neues (man denke nur an "They: Sie kommen") und auch die Atmosphäre kann da mit "The Ring" oder "The Grudge" nicht ganz mithalten. Wer also die Gruselhits der letzten Jahre in- und auswendig kennt, bei dem dürfte sich die Gruselstimmung bei "Boogeyman" in Grenzen halten. Alles in allem aber trotzdem ein ordentlicher Film mit geschicktem Kameraeinsatz und einem netten Wiedersehen mit Xena-Darstellerin Lucy Lawless.


    "The Ring 2"  (USA 2005)


     

    Regie

    Hideo Nakata

    Drehbuch

    Ehren Kruger nach einem Roman von Kôji Suzuki

    Darsteller

    Naomi Watts (Rachel Keller), Simon Baker (David Rourke), David Dorfman (Aidan Keller), Elizabeth Perkins (Dr. Emma Temple)

    Start

    31. März


    Inhalt
    Die Journalistin Rachel zieht nach den schrecklichen Ereignissen rund um ein in einem Brunnen vergrabenes Mädchen und dessen schrecklichen Fluch gemeinsam mit ihrem Sohn in ein kleines Kaff am Meer. Dort will sie neu anfangen. Wie so oft, wenn Filmcharaktere das wollen, werden sie natürlich von ihrer Vergangenheit eingeholt. Bei Rachel ist diese besonders bedrohlich, denn bald taucht auch ein weiteres Videotape auf und sorgt für unnatürliche Todesfälle. Ihr Sohn Aidan scheint das Ziel des Zorns der verfluchten Samara zu sein.

    Erwartung
    Gut. "The Ring" läutete 2001 die Renaissance des Mystery-Horrors (und der Horror-Remakes) ein und bestach mit einer selten da gewesenen Gruselatmosphäre. Das Original stammt bekanntlich aus Japan. Dort sind auch bereits ein Sequel und ein Prequel entstanden. Inhaltlich ist der amerikanische "The Ring 2" keine direkte Kopie von "Ringu 2", aber mit Hideo Nakata feiert der Regisseur der ersten beiden "Ringu"-Filme sein US-Debüt. "The Ring 2" läuft in den Staaten erst ab dem 18. März, Zuschauerreaktionen liegen also noch keine vor. Die Voraussetzungen zu einem Hit sind aber gegeben, schließlich haben Nakata und US-Autor Ehren Kruger mit "The Ring" genug Erfahrung. Naomi Watts und David Dorfman sind als Mutter und Sohn wieder mit dabei, die Filmveteranen Elizabeth Perkins und Sissy Spacek sind in weiteren Rollen zu sehen. Wer den ersten Film mochte, der wird trotz der Horror-Konkurrenz in diesem Monat dem zweiten Film bestimmt einen Besuch abstatten wollen. Aber schauen Sie sich die Sequenzen des Videotapes lieber nicht zu genau an.

    Noch mehr Appetit auf Horror-Filme? Werfen Sie doch mal einen Blick in den diesmonatigen DVD-Guide mit einem reichhaltigen Angebot an Grusel. Der März bietet aber auch im Kino noch mehr "Genreverwandtschaft": Bereits seit dem 24. Februar (aber beim letzten Kino-Guide leider durchgeschlüpft) läuft "White Noise − Schreie aus dem Jenseits" mit Michael Keaton, der in den Rauschfrequenzen von Radio und TV ein Kommunikationsmittel von Verstorbenen vermutet. Franka Potente verschlägt es in dem englischen Horror-Film "Creep" (10. März) in das U-Bahn-System von London, wo sie von einem Killer gejagt wird. An ein jüngeres Publikum richten sich "Die Maske 2: Die nächste Generation" (10. März) mit Jamie Kennedy als (schwachem) Ersatz für Jim Carrey sowie der potenzielle Animations-Blockbuster "Robots". Kinder dürfen sich währenddessen gleichermaßen wie Kinonostalgiker auf ein limitiertes Re-Release von "Der Zauberer von Oz " (10. März) freuen, der seit seinem Erscheinungsjahr 1939 für Begeisterung sorgt.

    SF-Zone

    Im Kino-Guide der SF-Zone finden Sie Informationen zu den im neuen Monat startenden Science-Fiction-, Fantasy- und Mystery-Streifen − zusammengestellt von Stephan Mark.


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    Best of DVD

    Die Top-3-Liste der SF-Zone


    "Die Vergessenen"

    Tellys Leben liegt in Scherben, seit ihr achtjähriger Sohn bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam. Von ihrem Mann fühlt sie sich entfremdet, von ihrem Umfeld im Stich gelassen. Noch unangenehmer wird die Situation, als Tellys Psychiater erklärt, dass ihr Sohn niemals existiert habe und nur ein Produkt ihrer Fantasie sei. Sämtliche Fotos, Videos und andere Beweise seiner Existenz sind plötzlich wie vom Erdboden verschluckt. Fast glaubt Telly wirklich, ihren Verstand verloren zu haben, wäre da nicht Ash, der ebenfalls ein Kind bei dem Absturz verloren hat. Ihre Suche nach der Wahrheit führt die beiden zu einem übernatürlichen Ereignis.

    Nach dem Slasher-Revival mit "Scream" und Konsorten ist nun Mystery-Horror angesagt, der spätestens mit "The Ring" seinen Durchbruch schaffte. So wurde auch "Die Vergessenen" zu einem ansehnlichen Erfolg, der mit Julianne Moore, Dominic West und Gary Sinise in den Hauptrollen von Regisseur Joseph Ruben recht spannend inszeniert wurde. Der Clou der Story ist aber wenig originell und dürfte Kenner des Genres kaum überraschen. Die DVD ist technisch ordentlich und wartet noch mit einem viertelstündigen Making-of, einer Doku über Story und Figuren, alternativen Szenen und einem Audiokommentar mit Regisseur und Drehbuchautor auf.

    "Die Vergessenen" erscheint am 8. März auf DVD.

    "Cabin Fever"

    Nach dem Ende des College plant Paul erst mal Urlaub und lädt dazu einige Freunde in eine abgelegene Berghütte ein. Dort fällt ein grässlich entstellter Einheimischer über ein Mädchen her und bald herrscht Panik: Eine mörderische Virusinfektion scheint zum körperlichen Zerfall und zu mörderischer Tollwut zu führen. Die Infizierte wird weggesperrt, aber damit ist der Virus natürlich noch lange nicht eingedämmt. Das Grauen nimmt seinen Lauf.

    Regisseur Eli Roth gelang mit dem splatterigen und rasanten Horror-Film ein Überraschungserfolg. "Cabin Fever" war der am billigsten produzierte Film (1,5 Millionen Dollar), den Lions Gate in den USA im Jahr 2003 veröffentlicht hatte, und interessanterweise zugleich auch der erfolgreichste des Studios (Einspielergebnis: 22 Millionen Dollar). Für die DVD-Veröffentlichung legte man sich in den Staaten mächtig ins Zeug, und der deutsche Anbieter Sunfilm hat die meisten Extras für die "Special Edition" des Films zum Glück übernommen. So erwarten den Horror-Fan satte fünf Audiokommentare, ein halbstündiges Making-of, drei Animationskurzfilme, ein Interview mit dem Regisseur sowie ein Musikvideo und Trailer. Die "Special Edition" kommt im DigiPack und zwei DVDs daher, die Single-Disc hat außer den Audiokommentaren keine Extras. Der Streifen ist freigegeben ab 18 Jahren.

    "Cabin Fever" erscheint am 9. März auf DVD.

    "Exorzist: Der Anfang"

    Pater Merrin hat den Zweiten Weltkrieg in all seiner Grausamkeit in Holland miterlebt. Nun zweifelt er an seinem Glauben an Gott und der Menschheit und verlässt seine Gemeinde. In Kairo erhält er das Angebot, an den Ausgrabungen einer alten Kirche in Kenia teilzunehmen. Dort wird sein Glauben erst recht auf die Probe gestellt, denn in der Ausgrabungsstätte wartet das reine Böse in Form eines altertümlichen Dämons. Bald verfallen die Einheimischen dem Wahnsinn und unheimliche Vorgänge bringen den Priester dazu, sich dem Dämon persönlich zu stellen.

    Die Entstehungsgeschichte des Films ist lang und wenig erfreulich: Paul Schraders bereits verzögerte erste Schnittfassung wurde vom Studio abgelehnt, Action-Spezialist Renny Harlin drehte fast den ganzen Film neu und verpasste ihm die heute anscheinend nötige Portion an CGI-Effekten, Ekel und MTV-Style. Die Vorgeschichte zum Gruselklassiker "Der Exorzist" (1973) wurde so auch mit gemischten Gefühlen aufgenommen. Die passenden Schockmomente und die okkulte Stimmung wirken aber recht anständig und auch die souveräne Darstellerriege unter dem charismatischen Schweden Stellan Skarsgård macht sich gut. Als Extras waren zunächst nur Trailer und Audiokommentar angekündigt, nun soll aber doch noch ein ausführliches Making-of den Weg auf die DVD gefunden haben.

    "Exorzist: Der Anfang" erscheint am 11. März auf DVD.

    SF-Zone

    Die DVD-Top-3 im März von Stephan Mark mit drei recht unterschiedlichen Gruselfilmen.


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    DVD-Guide

    März 2005

    3.3. − "Dead Scared"

    Professor erweckt Dämon, der auf seine Studenten losgeht. B-Horror (2004) mit Brad Dourif (Lon Suder aus "Voyager", Grima Schlangenzunge aus "Der Herr der Ringe") und hohem Fun-Faktor.

    3.3. − "Mermaids − Zauberhafte Nixen"

    Drei Schwestern rächen den Tod ihres Vaters. Netter US-TV-Film (2003) mit drei magischen Schwestern à la "Charmed".

    3.3. − "School Day of the Dead"

    Theatergruppe probt Stück, das eine Selbstmörderin geschrieben hat. Ein weiterer Streifen der Asia-Horror-Welle. "Shisha no gakuensai" (2000) bleibt durchschnittlich.

    3.3. − "Thunderbirds"

    Ein Vater und seine fünf Söhne retten die Erde. Geflopptes Fantasy-Abenteuer à la "Spy Kids" von Jonathan Frakes mit ordentlichem Bonusmaterial und auch als "Geschenk-Box" mit Modellfahrzeugen und PC-Spiel erhältlich.

    3.3. − "Trespassing"

    Studenten wagen sich in berüchtigtes Anwesen. Atmosphärisch dichter B-Movie (2004) ohne die üblichen CGI-Spielereien, dafür mit "Planet der Affen"-Babe Estelle Warren.

    14.3. − "Blueberry und der Fluch der Dämonen"

    Western meets Fantasy in einem faszinierenden Genre-Mix aus Frankreich. Mit Vincent Cassel, Juliette Lewis, Michael Madsen und Altstar Ernest Borgnine gut besetzte Comicproduktion (2004) mit einer Stunde Bonusmaterial auf DVD.

    14.3. − "Madhouse − Der Wahnsinn beginnt"

    Psychiater kommt hinter das Geheimnis einer Irrenanstalt. Ordentlicher B-Streifen (2004) für Genre-Fans mit Joshua Leonard und Lance Henriksen.

    17.3. − "Comtesse des Grauens"

    Gräfin braucht das Blut junger Frauen, um ihre Alterung aufzuhalten. Spaniens Antwort auf die englischen Hammer-Filme ist ein gemächlicher, aber atmosphärisch dichter Horror-Streifen (1973).

    18.3. − "Das Tagebuch der Ellen Rimbauer"

    Ehefrau erhält von ihrem Mann ein Haus geschenkt, in dem bald merkwürdige Dinge geschehen. Mäßiger TV-Film (2003) nach Stephen King und die Vorgeschichte zu "Haus der Verdammnis".

    21.3. − "Dead − Undead"

    Angriff eines Monsters führt zu den im Titel beschriebenen Folgen. In vier Tagen für nur 1000 Dollar gedrehter Horror-Spaß (2002), der bei seiner Zielgruppe für Entzücken sorgen dürfte.

    21.3. − "The Final Cut"

    Robin Williams kommt durch Erinnerungs-Chips in Gefahr. Intelligenter Science-Fiction-Thriller (2004), dem eine richtige Kinoauswertung verwehrt blieb, nun auf DVD. Nur mit Trailer und Interviews als Extras.

    22.3. − "Stargate Atlantis − Season 1, Vol. 1"

    Die ersten vier Episoden der Spin-off-Serie (2004) von "Stargate". Knapp 170 Minuten Science-Fiction-Abenteuer plus ordentliches Bonusmaterial.

    24.3. − "Out for Blood"

    Cop gerät auf der Suche nach einer Vermissten an Vampire. Wenig innovative, aber ordentliche 08/15-Produktion (2004) des Sci Fi Channels mit dem stets souveränen Lance Henriksen.

    31.3. − "FarScape − Staffel 2"

    John Crichton und die Alien-Crew der Moya auf acht DVDs. Die populäre Science-Fiction-Serie gibts auch in der zweiten Staffel-Box wieder mit ordentlichem Bonusmaterial. 80 bis 100 Euro kostet die Box allerdings.

    31.3. − "Ju-On − The Grudge 2"

    Filmcrew besucht ein verfluchtes Haus. Takashi Shimizu, Regisseur des Originals aus Japan und des US-Remakes, erzeugt auch im Sequel (1999) viel Spuk und Schrecken, die Story jedoch bietet nicht viel Neues.

    31.3. − "Ring − Collector's Edition"

    Ein Videoband sorgt für mysteriöse Todesfälle. Gelungenes US-Remake (2001) des Japan-Klassikers, nun als unnötige Neuveröffentlichung mit einer Preview auf "The Ring 2".

    31.3. − "The Hollow"

    Der kopflose Reiter kehrt zurück ins Kaff Sleepy Hollow. Kein Sequel zum Tim-Burton-Film, sondern ein wenig gruseliger TV-Movie (2004) mit den Jungstars Kaley Cuoko und Kevin Zegers sowie dem Ex-Backstreet-Boy Nick Carter.

    31.3. − "Totentanz der Vampire"

    Kommissar bekommt von Makler vier Horror-Geschichten erzählt. Irreführender Titel des gelungenen Episoden-Films "The House that Dripped Blood" (1970), der mit Christopher Lee, Denholm Elliott und Peter Cushing gut besetzt ist.

    SF-Zone

    Horror trumpft diesen Monat nicht nur im Kino auf, sondern auch auf DVD. Serien-Fans freuen sich auf "Stargate: Atlantis" und "FarScape".

     

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    Impressum

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    Ausgabe 83 erscheint am 1. April 2005.

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