T R E K Z O N E   W E E K E N D 

































McCoy: "Dialyse? Mein Gott, das ist ja finsterstes Mittelalter!"

     ("Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart" - Eine Frage der Zeit?)

TrekZone Weekend #2494
ein Newsletter des TrekZone Networks

ISSN 1684-7377

7. März 2010

            Intro

 


Gedanken zu heutigen medizinischen Rahmenbedingungen

Liebe Leserinnen und Leser,

dieses Intro ist heute etwas subjektiverer Natur. Sie haben sich vielleicht gewundert, warum ich plötzlich kein Intro und auch kein Outro mehr geschrieben habe. Wie Sie schon vielleicht aus dem einleitenden Zitat erahnen können, hatte ich vor gut einem Monat eine schwerere, dennoch heute routinemäßige Operation. Den jetzigen Zustand und die daraus anfallenden Umstellung der Lebensqualität - nicht unbedingt eine Verschlechterung - teile ich mit anderen menschlichen Patienten weltweit und wünsche jedem Kranken, egal was er hat, eine baldige Genesung und den Gesunden den Erhalt ihres wichtigsten Gutes, die Gesundheit selbst.

Aber, wissen Sie was mir während meines Krankenhausaufenthaltes mehrfach durch den Kopf gegangen ist? Es waren mindestens zwei Dinge in Bezug auf "Star Trek", einerseits die Szene mit der alten Dame, der wundersamerweise nach einer Pille durch "Pille" eine neue Niere gewachsen ist. Andererseits das Medizinisch-Holographische-Notfallprogramm (MHN) aus "Star Trek: Voyager" im Zusammenhang mit der Schmerztherapie oder dem Arbeiten mit einer Spritze.

Falls man einmal berücksichtigt, dass die Evolution dem menschlichen Lebewesen im Normalfall zwei Nieren zur Verfügung stellt - weniger oder mehr kann es ebenfalls geben - und welche Funktionen eine Niere neben der Filterung und Regulierung der menschlichen Infrastruktur noch übernimmt, dann ist der Zustand mit einer Niere mit einer gewissen Vorsicht zu behandeln. Damals und heute muss ich über die Szene in "Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart" herzhaft lachen, aber man merkt ehrlich gesagt, wie weit man heute noch von einem genetisch arbeitenden Medikament für das Wachstum einer neuen Niere entfernt ist. Es soll in der Medizingeschichte angeblich schon Fälle gegeben haben, in denen wohl ohne Pille eine Niere nachgewachsen ist. Realistischer sind da schon die jüngeren Versuche bei Mäusen, denen eine neue Niere gezüchtet werden konnte, obwohl die Stammzellenforschung mit Mäusen in der neusten Zeit kritisch betracht werden müsste. Vielleicht also eine Frage der Zeit, wann dieses Organ wieder nachwachsen kann und wir nicht mehr im Mittelalter leben.

Ein weiterer unangenehmer, körperlicher Part waren für mich die Schmerzen. Aanscheinend bin ich da wohl etwas empfindlich. Falls mich meine Erinnerung nicht täuscht, habe ich schon im Aufwachraum nach der Schwester und Medikamenten gegen die Schmerzen - höflich ausgedrückt - verlangt. Auf der für mich zuständigen Station konnte ich nach ein wenig Diskussion diese dann bekommen. Sicherlich keine angenehme und eine belastende Situation für das Pflegepersonal und den Patienten, da in diesem Fall im Zusammenhang mit medizinischen Rahmenbedingungen gewisse Regeln gelten müssen. Eine weitere Situation war dann der Umgang mit dem Patienten, denn es hilft sicherlich nicht, wenn man in diesem Stadium - kurz nach der Operation - gesagt bekommt, man muss aufstehen, da es sonst zu einer Lungenentzündung kommen könnte. Auch hier musste ich eher an die Umgangsformen des MHNs denken, obwohl die Pflegekraft in der Sache durchaus Recht hatte. Aus diesem Mix heraus stellte sich mir die Frage, was sind Schmerzen und wie können diese gemessen werden? Allgemein sind es zum Teil im biologischen Sinne Reize, die über entsprechende Nervenfasern an das Gehirn weitergeleitet werden und subjektiv empfunden werden. Die Schwierigkeit, die sich aus meiner Sicht nun ergibt: Wie will eine menschliche, mechanische oder holographische Lebensform objektiv erkennen, wie meine Schmerzen sind? Hier sehe ich subjektiv noch sehr großes Potenzial bei der Erforschung für die Erfassung, Messung und Bewertung von Schmerzen und der Ausarbeitung von Schmerztherapien. Die Ergebnisse sind bestimmt nicht nur für eine maschinelle Behandlungsweise interessant, denn menschliches Personal würde ebenfalls profitieren. Das Suchen von Blutbahnen für den Transport von Medikamenten oder für eine Blutentnahme könnten durch verbesserte Erfassung oder Messverfahren ebenfalls beeinflusst werden und indirekt dem Patienten weniger Schmerzen verursachen und das Zitat eines Wunschkonzertes hätte ich mir dann ebenfalls sparen können.

Ich hoffe, wir nähern uns der Medizin aus "Star Trek" wirklich einmal an und es sind nicht nur die physischen Kleinigkeiten, die weiterhelfen sollen. Ein Schritt in diese Richtung sind zum Beispiel die lösliche Injektionsnadel oder ein anderes nadelfreies Verfahren und an das Hypospray erinnern. Ich betrachte die Medizin trotz allem hier nicht nur als möglichen Fluch, denn gerade mit "Star Trek: Voyager" wurde sinnvolle, ethische und soziale Kritik an der Handhabung im medizinischen Bereich unter anderem am Beispiel der Folge "Kritische Versorgung" gezeigt und die heutige Situation verschiedener sozialer Versicherungssysteme sehr eindeutig darstellt. Selbst die Kritik an der Genetik - in verschiedenen Folgen in "Star Trek: Deep Space Nine" oder in "Star Trek: The Original Series" zu sehen - sollten wahrscheinlich den negativen Umgang mit einer möglichen Technik aufzeigen, aber nicht die Technik an sich dramatisieren. Im allgemeinen Sinne hat leider jede Technik oder andere Errungenschaft mindestens zwei Seiten und man sollte die negativen Eigenschaften dieser kennen, um sie zu vermeiden. Denn ich glaube an den hippokratischen Eid im Sinne mit Julian Bashir und nicht an den Profit der Ferengi.

Nun wünsche ich Ihnen Viel Spaß mit einem Interview mit Patrick Stewart, einer eigenen Olympia-Nachlese in unserer Newssektion, Gedanken zur Kontinuität von "Star Trek" durch "Star Trek: Online" und ein wenig von Tim Burton, der ja mit dem Film "Alice im Wunderland" wieder in aller Munde ist. Und zum Abschluss, drücken Sie bitte die Daumen, dass "Star Trek" einen Oscar gewinnt!



            Marco Langknecht
            Redakteur



Gewinner "Quintessenz" ermittelt (02. März)
Die Gewinner des Gewinnspiels "Quintessenz", bei dem Sie eine Ausgabe des neuen "Star Trek"-Romans gewinnen konnten, sind ermittelt.

Sie konnten zwischen dem 20. und 27. Februar an diesem Gewinnspiel teilnehmen. Nun gratulieren wir folgenden Personen zu ihrem Gewinn:

Monika Keller, Hohen Neuendorf
Erich Mangelmann, Castrop-Rauxel
Manuela Wahl, Berlin

In den kommenden Tagen wird der Verlag Cross Cult den Gewinnern die Preise zukommen lassen.

Wir bedanken uns bei den vielen Teilnehmern! Sollten Sie dieses Mal nicht gewonnen haben: Sie haben sicherlich noch mehr Chancen, denn dies war garantiert nicht das letzte Gewinnspiel vom TZN.

Im Name der Redaktion gratulieren wir ebenfalls den Gewinnern und bedanken uns für die rege Teilnahme. Viel Spaß beim Lesen!

Sie können den Roman "Quintessenz" für 12,80 Euro unter anderem bei Amazon erwerben. In unserer TZN-Literatur-Ecke finden Sie hier eine Rezension.


Inhalt

- Star Talk:
       Patrick Stewart vor  70stem

- Star Trek XI:
      Erster Oscar für "Star Trek"?

- Star Trek XII:
      Abrams - bestmöglicher Film?

- Cast & Crew:
      Shatner hat das letzte Wort

- Trek Games:
      Zukunft "Star Trek"?

- SF-TV-Tipps:
      Körperfresser und Evolution

- SFZ Weekly:
      Burton und "Space Invaders"

- In Space:
      Weiteres Eis auf Mars

- Impressum:
      Disclaimer & Kontakt

 
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            Star Talk

 


Patrick Stewart vor seinem 70sten Geburtstag

"Ich glaube, ich habe großartige Bauern-Gene. Sie sollten sich meine Oberschenkel ansehen!"

Patrick Stewart wird dieses Jahr 70, und er sieht noch genauso aus wie damals vor fast 23 Jahren, als er den Stuhl des Captains auf der Enterprise in "Star Trek": "Das nächste Jahrhundert" übernahm. Ein Interview von G. Allen Johnson, erschienen im San Francisco Chronicle (sfgate).

An einem der letzten Samstagabende während des "Wild & Scenic Environmental Film Festival" nahm Stewart im Chefsessel eines Büros Platz, von dem aus man einen weiten Blick über die historische "Miners Foundry" in Nevada City hat, und bestellte sich ein Glas Wein. Er war in der Stadt, um eine Dokumentation vorzustellen, die er begleitend kommentiert: "Nature Propelled", ein Extremsport-Film seines Freundes Seth Warren. In der darauffolgenden Woche sollte Stewart, nach ein paar Skiurlaubstagen mit seiner Freundin, nach San Francisco reisen, um eine "Star Trek"-Convention zu besuchen und mit dem Chefdirigenten des San Francisco Symphony Orchestra, Michael Tilson Thomas, ein Stück von Strawinsky zu proben, das sie nächsten Monat im Chicago Symphony Center aufführen wollen. Später in diesem Jahr wird Stewart in den Fernsehverfilmungen von Shakespeares "Hamlet" (als Claudius) und in der Titelrolle von "Macbeth" zu sehen sein.

Frage: Sie führen also "Oedipus Rex" von Strawinsky zusammen mit Michael Tilson Thomas auf - sind Sie ein Musiker?

Patrick Stewart: Nein, es gibt darin einen Geschichtenerzähler, der mit der Musik verwoben ist. Wir haben so etwas Ähnliches vor ungefähr sechs Jahren zusammen in San Francisco gemacht, und die Zusammenarbeit hat uns großen Spaß gemacht ... Musik ist meine Leidenschaft - sie erfüllt mein Leben. Fünf Tage mit einigen der besten Musiker der Welt zu verbringen, ist für mich wirklich das Allergrößte.

Frage: Sie haben in letzter Zeit nicht viele Filme gemacht. Gönnen Sie sich eine Pause?

Stewart: Ich habe mich in den letzten fünf Jahren fast ausschließlich auf das Theater konzentriert, weil ich auf diesem Feld einigen Nachholbedarf verspürte (lächelt). Es ist genau das, was ich immer machen wollte. Ich hatte gar nicht die Ambition, für das Fernsehen zu arbeiten, ich hatte nie den Ehrgeiz, Filme zu machen, weil mir das immer unwahrscheinlich und unrealistisch vorgekommen war. Alles, was ich je machen wollte, war, auf der Bühne zu stehen, weil die Bühne, nun ja, etwas salopp gesagt, der sicherste Ort für mich war. Weitaus sicherer als die Außenwelt ... Alles andere, was dann passiert ist, war ein Zufall. Ein wunderbarer Zufall.

Frage: Ein Zufall, der zu zwei Hauptrollen in zwei sehr großen Franchises führte: "Star Trek" und "X-Men"

Stewart: Ich habe das Gefühl, das man in einer Karriere gar nicht genug Franchises haben kann! Mein guter Freund Ian McKellen hat in "X-Men" und der "Herr der Ringe"-Trilogie gespielt und wird bald mit dem "Hobbit" drei daraus machen.

Frage: Sie wurden kürzlich während der "2010 New Year Honour" zum Ritter geschlagen, sind also nun Sir Patrick Stewart. Sie haben eine lange und bedeutende Bühnenkarriere hinter sich, aber hätte man Sie zum Ritter geschlagen, wenn Sie nicht Captain Jean-Luc Picard gespielt hätten?

Stewart: (überlegt lange). Es ist ein Resultat davon. Ich bin Ihnen dankbar dafür, dass Sie mich zum Nachdenken darüber gebracht haben. Denn der geballte Erfolg von "Star Trek" und "X-Men" ... als ich nach 15 Jahren Abwesenheit nach Großbritannien zurückkehrte, habe ich ein Stück von Ibsen gespielt ("The Master Builder"). Nicht gerade ein Autor, der die Theatersäle füllt. Das Verdienst von "Star Trek" ist, dass es mich aus der Welt des elitären Shakespeare-Darstellers mit einem sehr kleinen Publikum herausgeholt und mich auf eine internationale Bühne gestellt hat ... Nach dem Ende dieser Rolle war ich in der Lage, Bühnenprojekte auf die Beine zu stellen, die ich vorher niemals realisiert hätte.

Frage: Ich weiß, dass William Shatner eine Phase hatte, in der er es hasste, Captain Kirk zu sein. Was ist mit Ihnen? Haben Sie jemals bedauert, dass man Sie mit Jean-Luc Picard identifiziert?

Stewart: Nein, ich bin dankbar. Ich habe eine Ein-Mann-Show gespielt, die sehr gut lief, "A Christmas Carol". Wir haben die Karten für die erste Woche am Broadway über die "Star Trek"-Fanclubs verkauft (lacht). Das war die Vermarktung! Und sie haben die Ränge gefüllt. Es spielt keine Rolle, warum sie kommen ... Ian und ich haben uns im Jahr 2009 für sieben Monate eine Garderobe geteilt, als wir "Warten auf Godot" spielten. Ich glaube wirklich, dass wir erheblich daran beteiligt waren, ein neues Publikum für das Theater zu gewinnen.

Frage: Sie werden also im Juli 70. Sie sehen aus wie ein 50jähriger. Machen Sie sich irgendwelche Gedanken zu der großen 7-Null?

Stewart: Ich glaube, ich habe großartige Bauern-Gene. Sie sollten sich meine Oberschenkel ansehen! Ich habe tolle bäuerliche Oberschenkel - und Hände. Und ich muss Hollywood danken. Ich denke, die 17 Jahre in Hollywood, in denen ich wirklich gut für mich gesorgt habe - haben wirklich auch gut für mich gesorgt. Tatsache ist, ich war noch nie in meinem Leben so glücklich, ich war noch nie so erfüllt, und ich war noch nie so optimistisch - nun, abgesehen davon, dass wir in England wohl eine konservative Regierung bekommen werden ... Meine Kinder sind wunderbar, meine Enkel sind großartig. Ich habe gerade fünf Jahre damit verbracht, ein Haus in England zu renovieren. Und jetzt ist es geschafft! Und ich habe das nur für mich gemacht. Ich kann es morgens gar nicht erwarten, endlich aufzustehen. Nun ja, in 10 Tagen werde ich in Los Angeles alle meine Ärzte aufsuchen, und wir werden sehen, was die sagen. Ich hatte vor fünf Jahren eine Herzoperation. Kam aus heiterem Himmel. Und wow, das war ein Schock. Hoffentlich werden sie mir wieder gute Gesundheit bescheinigen, wie sie es seitdem jedes Jahr getan haben.


Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Haben Sie Lob, Anregungen oder Kritik dazu? Schreiben Sie an leserbriefe@trekzone.de

von Susanne Grahn


Quelle: sfgate

 
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            Star Trek XI

 


Erster Oscar für "Star Trek"? (05. März)
Dieses Jahr könnte es tatsächlich so weit sein, dass das Franchise seinen ersten Oscar bekommt.

An diesem Wochenende werden Academy Awards verliehen und der neue "Star Trek"-Film ist in vier Kategorien nominiert. Allerdings sieht es nur in einer einzigen Kategorie gut aus, denn in allen anderen tritt auch der Mega-Blockbuster "Avatar" an:

Zum Glück dürfen nicht alle Nominierten eine Rede halten...

Visual Effects: "Avatar", "District 9", "Star Trek" ... hier wird sicher "Avatar" das Rennen machen.

Sound Editing: "Avatar", "The Hurt Locker", "Inglorious Basterds", "Star Trek", "Up" ... das war eigentlich immer die Paradedisziplin von "Star Trek", aber "Avatar" hat bereits zwei Preise für den besten Sound bekommen und wird womöglich auch hier gewinnen.

Sound Mixing: "Avatar", "The Hurt Locker", "Inglorious Basterds", "Star Trek", "Transformers 2" ... hier gilt das Gleiche wie bei Sound Editing, wobei in dieser Kategorie "The Hurt Locker" bereits "Avatar" und "Star Trek" geschlagen hat, bei den CAS Awards.

Make-Up: "Il Divo", "Star Trek", "The Young Victoria" ... nein, hier fehlt "Avatar" nicht, denn der entstand ja zum größten Teil im Computer. Von daher hat "Star Trek" sehr gute Chancen seinen ersten und womöglich einzigen Oscar des Abends abzuräumen.

(uw - Quelle: TrekMovie)


Newsredaktion:
      Uwe Webel

 
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            Star Trek XII

 


"Star Trek XII" - Abrams will bestmöglichen Film machen (06. März)
J.J. Abrams äußert sich zum Stand der Dinge und warum Sciencefiction-Filme bei den Academy Awards selten gut abschneiden.

Abrams bekam in dieser Woche von der US-Ireland-Alliance eine Ehrenauszeichnung. Am Rande dieser Veranstaltung wurden ihm auch Fragen zum nächsten "Star Trek"-Film gestellt.

Wie weit ist denn das Skript für "Star Trek XII"?

"Wir sind noch in den Anfängen und derzeit gibt es noch gar kein Skript. Aber ich möchte wirklich gern wieder mit den Schauspielern zusammenarbeiten. Ich werde alles dafür tun, dass es der bestmögliche Film wird, auch wenn das bedeuten würde, dass ich besser nicht Regie führen sollte. Aber, wir werden sehen."

Wie schätzt er die Chancen für einen Sciencefiction-Film auf einen Oscar ein?

"Ich denke, da besteht eine echte Chance. Ich weiß, dass alle auf 'Avatar' blicken, aber ich war auch ein großer Fan von 'District 9'."

Und was sagt er zu den Nominierungen von "Star Trek XI"?

Er freut sich über die vier Nominierungen, auch wenn sie nicht in einer der größeren Kategorien sind. Er gibt zu, dass die Academy Sciencefiction-Filme nicht sonderlich respektiert, aber, das Gleiche gelte auch für Komödien.

"Es ist eine Industrie-Stadt und ich genieße die stressfreie Party-Szene."

(uw - Quelle: TrekMovie)


Newsredaktion:
      Uwe Webel

 
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            Cast & Crew

 


Shatner hat das letzte Wort (01. März)
Bei der Abschlussveranstaltung der Olympischen Winterspiele trat auch William Shatner auf.

Die Olympischen Winterspiele in Kanada sind zu Ende. Und bei der Abschlussfeier gaben sich kanadische Prominente das Mikro in die Hand.

Auch Ur-Kirk William Shatner hatte einen Auftritt. Er sprach darüber, auf was er als Kanadier alles stolz ist:

"Ich bin stolz, ein Kanadier zu sein. Menschen, die wissen, wie man sich in einem Kanu liebt. Das ist auch der Grund warum unser Gesundheitssystem Verletzungen durch Holz-Splitter abdeckt."

Großer Auftritt eines großen Schauspielers.

Und als Abschluss sagte er:

"Denn ich bin William Shatner, einer von 35 Millionen Kanadiern und wir träumen ... groß."

Einen kleinen Ausschnitt aus der Rede können sie HIER sehen.

(uw - Quelle: TrekMovie)


Newsredaktion:
      Uwe Webel

 
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            Trek Games

 


Die Zukunft der "Star Trek"-Bücher und -Spiele [Update] (02. März)
CBS äußerte sich dazu, warum einige Trek-Bücher für dieses Jahr zurückgezogen wurden und wie es um den Trek-Spielemarkt bestellt ist.

TrekMovie hatte die Gelegenheit mit John Van Citters von CBS zu sprechen. Er gab jetzt auch erstmals eine Erklärung dazu ab, warum vier Trek-Bücher, die für dieses Jahr angekündigt waren, wieder zurückgezogen wurden:

"Es ist entschieden worden, dass es der kommenden Fortsetzung dienlicher ist, wenn J.J. und sein Team die Geschichte davon weiterzählen, was für die Charaktere als Nächstes passiert. Das soll aber nicht heißen, dass es keine Geschichten geben wird, die in dieser Zeitlinie spielen. Und auch nicht zwangsläufig, dass es keine Geschichten aus der alternativen Zeitlinie geben wird, bevor der nächste Film anläuft."

Alles dreht sich derzeit um das Trek-Onlinespiel.

Vom jüngst gestarteten Online-Rollenspiel "Star Trek Online" zeigte er sich begeistert:

"Der Start war ein phänomenaler Erfolg. Alles von der Open Beta, über den Start bis in die ersten Wochen danach, hat unsere Erwartungen übertroffen. Atari und Cryptic haben ihre Serverkapazitäten bereits mehr als verdoppelt. Das war der beste Start eines PC-Spiels 2010.

Was mich aber am Meisten begeistert, ist, dass, bei aller derzeiter Größe, die Spieler eigentlich noch gar nichts gesehen haben. Das ist erst die Spitze des Eisbergs. Es gibt bereits die erste Erweiterung, in der die Spieler auf die Borg treffen. Da gibt es eine komplette Galaxis zu entdecken und einen Haufen an Geschichten zu erzählen. Sie werden Dinge wie Rura Penthe und Q zu sehen bekommen und eine Masse an anderen Sachen."

Für zukünftige Offline-Spiele sieht es derzeit allerdings nicht so rosig aus:

"Im Moment sind wir absolut auf 'Star Trek Online' fokussiert. Dennoch sind wir uns der Nachfrage nach traditionellen 'Star Trek'-Spielen bewusst und arbeiten auf lange Sicht auch daran. Da sind auf jeden Fall Sachen in der Planung. Es gibt ein großes Interesse daran, Spiele für 'Star Trek' zu entwickeln und wir werden in der Zukunft definitv mehr dazu sagen können. Ich bin sehr gespannt darauf, was die Zukunft für 'Star Trek'-Spiele im Allgemeinen zu bieten haben wird."

Update:

Simon & Schuster haben für dieses Jahr doch noch zwei Bücher gelistet, die in der alternativen Zeitlinie spielen. Da beide Geschichten in der Akademie der Sternenflotte spielen oder zumindest zu der Zeit, als die Crew um Kirk dort war, gibt es hier keine Probleme mit sich überschneidenden Handlungen bezüglich des kommenden Trek-Films. Wie sich die Romane in den Kanon der bereits erschienenen "Starfleet Academy"-Bücher fügen, bleibt abzuwarten.

Bekannt ist bislang lediglich, dass beide den Titel "Star Trek: Starfleet Academy" tragen und einer der Romane von Rudy Josephs stammt.

(uw - Quelle: TrekWeb)


"Star Trek Online" - Testserver gesichtet (04. März)
Ab sofort können die Spieler kommende Patches schon vor dem Release anspielen.

In anderen Online-Spielen wie "World of Warcraft" ist es schon lange üblich, jetzt gibt es sie auch in "Star Trek Online": Die Möglichkeit, zukünftige Patches zu testen.

Testserver. Heute spielen, was Morgen kommt.

Der aktuelle Patch hat Setup-Dateien übertragen, die benötigt werden, um den eigenen Charakter auf den neuen Testserver "Tribble" zu kopieren.

Mit dieser Kopie kann man dann die neuen Inhalte, die zukünftig zuerst auf diesen Server aufgespielt werden, testspielen. Das hat für den Entwickler den großen Vorteil, dass Fehler viel schneller gefunden werden können und das, ohne dass die Spieler meckern dürfen, da es sich ja um einen Test-Server handelt, auf dem sie sich bewegen.

Ob man als Spieler es als Vor- oder Nachteil ansieht, dass man ab sofort sämtliche kommenden Spieleinhalte schon ausführlichst spielen kann und alles darüber weiß, was einen erwartet, muss jeder für sich beurteilen.

Bei "World of Warcraft" ist es so, dass durch diese Methode von den Bosstaktiken bis hin zum Loot, komplett alles schon vor dem offiziellen Erscheinen des Patches bekannt ist.

(uw - Quelle: StarTrekOnline.com)


"Star Trek Online" - Was kommt in den nächsten Wochen? (06. März)
Cryptic gibt einen Ausblick darauf, welche Raidisode wann ins Spiel gepatcht werden wird.

Auf der offiziellen Homepage zu "Star Trek Online" gibt es jetzt einen Release-Kalender, an dem man ablesen kann, was es in der nächsten Zeit Neues im Spiel geben wird:

  • 18. - 24. März: Special Task Force Episode "The Cure", "Update 1"
  • 18. - 31. März: "Update 1"
  • 01. - 07. April: Special Task Force Episode "Khitomer Accord"
  • 08. - 14. April: Special Task Force Episode "Undine: Terradome"
  • 22. - 28. April: Special Task Force Episode "Children of Khan"

Die Namen können sich noch ändern. Das gilt mit Sicherheit für die Platzhalter "Update 1".

(uw - Quelle: StarTrekOnline.com)


Newsredaktion:
      Uwe Webel

 
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            SF-TV-Tipps

 


Die Science-Fiction-TV-Highlights vom 7. bis 13. März 2010

Montag, 8. März

NDR, 0.00 Uhr: "Die Körperfresser kommen" Tipp
Sporen aus dem Weltall wachsen zu Schoten heran, in denen sich willenlose Doppelgänger von Menschen entwickeln. Gruseliges Sciencefiction-Remake mit Donald Sutherland. -> Details

Tele 5, 6.10 Uhr: "Zwei Trottel aus dem All"
Die so fiesen wie trotteligen Aliens My-ik und Du-ug vom Planeten Kabijj haben zweieinhalb Tage Zeit, um das gesamte Leben auf der Erde zu vernichten. -> Details

Dienstag, 9. März

RTL II, 2.55 Uhr: "Rückkehr aus einer anderen Welt"
In der Nähe einer Forschungsstation in der Arktis wird ein Mensch aus der Urzeit gefunden, eingefroren im ewigen Eis. Die Wissenschaftler entdecken, dass die Zellen des Mannes nicht kristallisiert sind. -> Details

Arte, 8.45 Uhr: "X:enius", Was leistet der Roboter der Zukunft?
Ob wir es wollen oder nicht: Roboter dringen immer weiter in unseren Alltag vor - ob als Serviceroboter im Supermarkt, als Pflegeroboter im Seniorenheim oder als Retter im Katastropheneinsatz. -> Details
(Wiederholung um 17.40 Uhr)

Mittwoch, 10. März

Tele 5, 0.45 Uhr: "Timelock"
Der Weltraum im Jahr 2251: Jessie sitzt am Steuer eines Sternenshuttles, das Schwerverbrecher zum Eisplaneten Alpha 4 bringt. Durch einen Computerfehler ist auch der harmlose Dieb Jack an Bord. -> Details
(Wiederholung am Samstag um 2.30 Uhr)

Arte, 8.45 Uhr: "X:enius", "Die Suche nach Aliens"
Aliens sind eine Erfindung von Science-Fiction-Autoren und so echt wie die kleinen, grünen Marsmännchen. Oder etwa nicht? "X:enius" macht sich heute auf die Suche nach fremdem Leben in unserem Universum. -> Details
(Wiederholung um 17.40 Uhr)

Arte, 9.15 Uhr: "Von Menschen und Robotern", Ein Tag in einem der weltweit größten Labors für künstliche Intelligenz
Rodney Brooks, Leiter des Labors für Computerwissenschaft und künstliche Intelligenz am Massachusetts Institute of Technology, stellte mit dem kühnsten Projekt seiner gesamten Karriere seinen Ruf als leidenschaftlicher Roboterarchitekt unter Beweis: Er hat einen Roboter entwickelt, der ein altes chinesisches Brettspiel so beherrscht, dass er es mit einem Spieler aus Fleisch und Blut aufnehmen kann. -> Details

Donnerstag, 11. März

Tele 5, 6.00 Uhr: "Fallout - Gefahr aus dem All"
Krieg im Weltraum: Ein russischer Terrorist reist unerkannt als Mitglied einer Raumstation ins All. Von dort aus bedroht er die Erde mit SDI-Waffen. -> Details

Freitag, 12. März

SF ZWEI, 22.55 Uhr: "Evolution"
David Duchovny, Dan Aykroyd und Julianne Moore in einem augenzwinkernden Alien-Spaß aus dem Hause Dreamworks Der Wissenschaftler Dr. -> Details

Samstag, 13. März

RTL II, 11.30 Uhr: "P.C. - Ein Genie auf vier Pfoten"
Zusammen mit dem cleveren Hund P.C., der mit Computern umgehen und mit ihrer Hilfe sogar sprechen kann, macht sich der 14-jährige Computerfreak Zac auf die Suche nach der Mörderin von P.C.s Herrchen Alex... -> Details
(Wiederholung am Sonntag um 5.25 Uhr)

Pro 7, 12.30 Uhr: "Futurama", "Die stinkende Medaille der Umweltverschmutzung (Crimes of the Hot)"
Professor Farnsworth hat einen Roboter erfunden, der allerdings ein kleines Manko hat: Er stößt zu viele Treibhausgase aus. Als Ex-Präsident Richard Nixon alle Roboter auf die Galapagos-Inseln einlädt, um sie dort mit Professor Wornstrums Hilfe zu zerstören, ist es aber genau dieser Mangel, der die Wesen aus Metall rettet: Farnsworth katapultiert die Erde durch eine mit den gesammelten Roboter-Abgasen ausgelöste Explosion weiter von der Sonne weg ... -> Details

RTL II, 14.45 Uhr: "X-Men"
Der junge Logan kommt auf die außergewöhnliche Begabtenschule von Professor Xavier. Dort werden Jugendliche mit übernatürlichen Kräften trainiert. -> Details


Kommentare, vollständige Inhaltsangaben, Sendedaten und mehr finden Sie auf der Website von SF-TV-Tipps.

von Achim Stößer

 
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            SFZ Weekly

 


Tim Burton plant Vampir-Film und Verfilmung von "Space-Invaders" (03. März)
Tim Burton und Timur Bekmambetov, die bereits gemeinsam an "9" gearbeitet haben, tun sich erneut zusammen. Dieses Mal für "Abraham Lincoln: Vampire Hunter".

Kindheitserinnerungen? "Space Invaders"

Der Film basiert auf dem Buch von Seth-Grahame Smith ("Pride and Prejudice and Zombies"). "Vampire Hunter" wird die Geschichte auf den Kopf stellen. Der 16. Präsident führt einen geheimen Kampf gegen die Blutsauger. Er beginnt schon in Lincolns Kindheit und wird als Rachegeschichte erzählt, schließlich haben die Vampire seine Mutter getötet.
Der Autor des Buches selbst wird das Drehbuch verfassen.
Burton wird dem Film lediglich als Produzent zur Seite stehen, damit er Zeit für seinen lange vorbereiteten Film "Dark Shadows" hat.

Und es gibt noch eine zweite Meldung, die so gar nichts mit "Vampire Hunter" zu tun hat. Warner Bros plant die Verfilmung von "Space Invaders", dem Arkade-Spiel, das Ende der 1970er für Furore sorgte.
Das Studio, das außerdem "Tomb Raider" und "Mortal Kombat" auf die Leinwand brachte, steht in Verhandlungen mit Taito, der japanischen Firma, die 1978 das Spiel erschuf.
Als Produzenten stehen Mark Gordon, Jason Blum und Guymon Casady in den Startlöchern.

(gr - Quelle: Moviehole)




Die SFZ-Meldungen des heutigen Tages finden Sie auf unserer Website unter SF-Zone.de.

Newsredaktion:
      Christiane Gref

Quellen:

 
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            In Space

 


Neuer Beweis für Eis unter der Marsoberfläche

Eine am 2. März 2010 vorgestellte Studie amerikanischer Wissenschaftler belegt das Vorkommen massiver Eisablagerungen unter der Oberfläche des Mars in dessen nördlichen mittleren Breiten.

ESA, DLR, FU Berlin (G. Neukum)

Deutlich erkennt man in dieser vom 14. März 2005 stammenden Aufnahme der ESA-Sonde Mars Express die Strömungsmuster des Deuteronilus Mensae, welche vermutlich von so genannten Blockgletschern herrühren.
(Bild: ESA, DLR, FU Berlin (G. Neukum))

Eines der auffälligsten topografischen Merkmale des Mars ist seine Zweiteilung, durch welche unser Nachbarplanet in ein südliches Hochland und eine um durchschnittlich drei Kilometer tiefer liegende Tiefebene in der Nordhemisphäre geteilt wird. Die Übergangszone zwischen diesen beiden Bereichen ist an vielen Stellen durch zum Teil noch intaktes Hochland, schollenartige Restberge und vereinzelte kleinere Erhebungen gekennzeichnet. Bereits am 14. März 2005 fotografierte die an Bord des von der ESA betriebenen Orbiters Mars Express befindliche HRSC-Kamera die in dieser Übergangszone gelegene Region Deuteronilus Mensae, wobei die verschiedenen Stadien der Erosion des Hochlandes im Übergang zur nördlichen Tiefebene erfolgreich abgebildet werden konnten.

Die entlang der Abbruchkanten, am Fuß von Restbergen und in breiten Tälern deutlich erkennbaren Fließmuster in den Regionen von Deuteronilus Mensae deuteten darauf hin, dass hier beim Transport von Gesteinsmaterial in die Umgebung wahrscheinlich auch Eis beteiligt gewesen war. Dieses Eis, so die damalige Vermutung, war in Hohlräumen unter der Planetenoberfläche gespeichert, wo es möglicherweise noch bis heute erhalten geblieben ist.

Für eine solche Mischung aus lockerem Gestein und Eis gibt es eine Entsprechung auf der Erde. Hierbei handelt es sich um so genannte Blockgletscher, welche in Gebieten mit vorwiegend sehr kaltem Klima, wie es beispielsweise in der Antarktis oder in alpinen Regionen der Hochgebirge vorherrscht, auftreten. Diese Blockgletscher unterscheiden sich von herkömmlichen Gletschern hinsichtlich ihres deutlich höheren Anteils an Gesteinsschutt. Seit solche Strukturen, wie sie in Deuteronilus Mensae und auch in anderen Gebieten auf dem Mars zu sehen sind, entdeckt wurden, wird für sie eine ähnliche Entstehungsgeschichte wie bei den Blockgletschern auf der Erde angenommen. Sowohl auf der Erde als auch auf dem Mars stellen solche Landschaftsformen wesentliche Klimaindikatoren dar. Es wurde ebenfalls diskutiert, inwieweit das Eis, welches in diesen Blockgletschern vorhanden gewesen sein musste, bis heute unter der Oberfläche überdauert haben könnte.

Unter den gegenwärtig herrschenden Druck- und Temperaturverhältnissen der dünnen Marsatmosphäre ist auf der Oberfläche des Planeten auftretendes Eis nicht stabil. Es würde relativ schnell sublimieren, also vom festen direkt in den gasförmigen Zustand übergehen. Ist das Eis jedoch von einer Schicht aus Gestein und Staub bedeckt und so vor der direkten Sonneneinstrahlung geschützt, so gestaltet sich die Situation anders und das Eis kann über längere Zeiträume überdauern. Unter dem bestehenden Druck einer darauf lastenden Gesteinsablagerung könnte es sogar noch aktiv sein und sich langsam über den Untergrund bewegen.

NASA, JPL-Caltech, University of Rome, SwRI

In den blau markierten Bereichen konnten die Wissenschaftler Eis unter der Planetenoberfläche nachweisen. Die gelben Linien markieren die Bahnen des Orbiters bei den verschiedenen Überflügen.
(Bild: NASA, JPL-Caltech, University of Rome, SwRI)

Messungen der von der NASA betriebenen Sonde Mars Reconnaissance Orbiter haben das Vorhandensein dieser Eisvorkommen im Bereich von Deuteronilus Mensae jetzt bestätigt. Bereits vor zwei Jahren konnte der Mars Reconnaissance Orbiter auf der Planetenoberfläche umfangreiche gletscherartige Eisablagerungen und von Eis gefüllte Täler nachweisen, welche durch Staub und Geröll bedeckt sind. Auf der gerade in Houston/Texas stattfindenden 41. Lunar and Planetary Science Conference hat ein Wissenschaftler-Team um Jeffrey Plaut vom Jet Propulsion Laboratory (JPL) eine neue, auf Radarmessungen basierende Karte vorgestellt, welche das Vorhandensein weiterer Eisablagerungen zeigt. Zur Erstellung dieser Karte hat das SHARAD-Instrument (Shallow Radar Instrument) des Mars Reconnaissance Orbiter bis Ende 2009 einen etwa 1.050x750 Kilometer messenden Bereich von Deuteronilus Mensae mehr als 250 Mal abgetastet und dabei ausgedehnte Eisvorkommen mit einer Dicke von bis zu einem Kilometer nachgewiesen.

"Wir haben die gesamte Region sehr intensiv untersucht", erläutert Jeffrey Plaut. "Es handelt sich hier nicht um irgendwelche isolierten Fundstellen. Das Instrument konnte in diesem Gebiet an vielen Stellen dickes Untergrundeis nachweisen." In der Regel befinden sich diese Eisvorkommen am Fuß von Tafelbergen, Klippen und Steilhängen. Hier wurde es von Gerölllawinen bedeckt, welche in der Vergangenheit von den Bergen herabstürzten. "Wir vermuten, dass einst das gesamte Gebiet von einer kompakten Eisschicht überzogen war, als hier noch ein anderes Klima herrschte. Als es dann wieder trockener wurde, konnte sich das Eis nur an den Stellen halten, wo es durch eine Schicht von Geröll vor der Atmosphäre geschützt war."

Mit Hilfe der Kraterzählungsmethode konnte das Alter der bedeckten Gletscher auf etwa zwei bis drei Milliarden Jahre datiert werden, während die umgebenden Berge bereits vor etwa 3,5 Milliarden Jahren im Laufe der sogenannten Hesperianischen Epoche entstanden sein müssen. Das umliegende Gebiet ist sogar noch älter und bildete sich bereits in der Noachischen Epoche. Die Wissenschaftler beabsichtigen, die Kartierung der mittleren nördlichen Breiten des Mars mit dem SHARAD-Instrument fortzusetzen. Das hier direkt unter der Oberfläche gelegene Eis stellt einen wesentlichen Anteil der bekannten Eisvorkommen auf dem Mars dar, welche sich nicht direkt in den Polarregionen befinden. Mit dem Eis, so die Hoffnung der Wissenschaftler, könnten sich Hinweise auf die Umweltbedingungen erhalten haben, welche früher auf dem Mars herrschten. Solche "Zeitkapseln" würden diese Regionen zu einem besonders lohnenden Ziel für zukünftige Marsmissionen machen, welche dann auch in der Lage sein werden, Bohrungen in den Untergrund vorzunehmen und die dabei gewonnenen Bodenproben direkt zu analysieren.

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von Ralph-Mirko Richter

 
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