T R E K Z O N E   W E E K E N D 

































Archer: "Ich habe gehört, England ist im Finale der Weltmeisterschaft."
Reed: "Was meinen Sie bitte?"
Archer: "Die Weltmeisterschaft. Soccer!"
Reed: "Ah! Ähm, ich bin nicht sehr an Fußball interessiert, Sir!"
Archer: "Oh!"
     ("Enterprise" 2.03 "Das Minenfeld" - Hoffen wir, dass ein solches Finalspiel auch in ferner Zukunft bleibt!)

TrekZone Weekend #2509
ein Newsletter des TrekZone Networks

ISSN 1684-7377

27. Juni 2010

            Intro

 


Fieber

Liebe Leserinnen,
liebe Leser,

wie sicherlich gefühlte 99,8% aller Deutschen bin auch ich vom Fußballfieber gepackt.

Was war das bislang für eine WM! Favoriten müssen sich schon in den Vorrunden unter teilweise recht peinlichen Umständen verabschieden, zum ersten Mal entwickeln sich stimmungsaufheizende lärmerzeugende Fanartikel zum echten Problem, und bei der deutschen Nationalmannschaft: Joachim Löw muss sich mit Verletzungen seiner Kicker herumplagen.

Allerdings sind Spieler, die aufgrund von Verletzungen ausfallen, keine Neuheit und obendrein auch eine Herausforderung an die Mannschaft. Es würde nicht gerade von Sportsgeist und einer gut trainierten Mannschaft zeugen, wenn ein oder zwei "wichtige" Spieler ausfallen und deswegen Spiele verloren werden.

Ich wünsche Ihnen in diesem Sinne eine schöne Fußballwoche bzw. - falls Sie zu den 0,2% gehören sollten, ausreichend Möglichkeiten, um Abstand zu bekommen.

            Thomas Hoeft
            Redakteur

Inhalt

- TZN-Gewinnspiel:
      Trek-Roman zu gewinnen

- Star Trek XI:
      Saturn Awards 2010

- Cast & Crew:
      Stewart: TNG wird ein Flop

- Merchandising:
      Neue TNG-Actionfiguren

- SF-TV-Tipps:
      Das SF-Programm

- SFZ-News:
      "Torchwood": 4. Staffel!

- In Space:
      Orkan auf HD 209458b

- Impressum:
      Disclaimer & Kontakt

 
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            TZN-Gewinnspiel

 


Gewinnen Sie den neuen "Star Trek"-Roman (24. Juni)
Vor kurzem erschien in Deutschland bei Cross Cult der neue "Star Trek"-Roman "Die Gesetze der Föderation". Das TZN verlost 3 x ein Exemplar.

Wie sieht das Leben eines Föderationspräsidenten aus? Autor Keith R.A. DeCandido beantwortet die Frage, indem er die Protagonistin des Romans "Die Gesetze der Föderation" vor viele Aufgaben stellt und "Star Trek" eine politische Note verleiht.

Sie haben nun die Chance, eins von drei Exemplaren des Romans "Die Gesetze der Föderation" zu gewinnen. Um an dem Gewinnspiel teilzunehmen, müssen Sie nur folgende Gewinnspielfrage beantworten:

Wer ist zurzeit der Präsident der Föderation?

a) Nan Bacco
b) Jaresh Inyo

Schicken Sie Ihre Antwort per E-Mail mit dem Betreff "TZN: Gewinnspiel" an gewinnspiel@trekzone.de. Einsendeschluss ist Donnerstag, der 1. Juli 2010. Die Gewinner werden auf den Seiten des TZN veröffentlicht. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen.

Sie können "Die Gesetze der Föderation" unter anderem bei Amazon für 14,00 Euro erwerben. Eine Rezension zur englischen Originalausgabe finden Sie in unserer Literatur-Ecke.

(jp)


Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Haben Sie Lob, Anregungen oder Kritik dazu? Schreiben Sie an leserbriefe@trekzone.de

von Jörn Podehl

 
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            Star Trek XI

 


"Star Trek" bei den Saturn Awards 2010 (25. Juni)
Sechs Nominierungen hatte "Star Trek XI" bekommen. Aber hat der Film auch einen Preis gewonnen?

Barney Burman und der Preis für das beste Make-up.

Gestern fanden die 36. Annual Saturn Awards statt. "Star Trek XI" trat gegen Genregrößen, wie "Avatar" an und ... "Avatar" räumte komplett ab und für "Star Trek XI" blieb, wie schon bei den Academy Awards, der Preis fürs beste Make-up.

"Avatar" gewann ganze zehn Auszeichnungen. Zoe Saldana gehörte zu den Preisträgerinnen, aber halt auch für ihre Rolle in "Avatar" und nicht in "Star Trek XI". Auch die Trek-Autoren Orci und Kurtzman wurden mit Preisen bedacht. Sie bekamen den George Pal Memorial Award.

Moment, da war doch noch eine echte "Star Trek"-Auszeichnung. Einen Saturn-Award für die "Best DVD Collection" erhielt die "Star Trek Original Motion Picture Collection".

J.J. Abrams' "Lost" bekam vier Auszeichnungen und Leonard Nimoy bekam einen Saturn für den besten Gastauftritt in "Fringe".

Herzlichen Glückwunsch!

(uw - Quelle: TrekMovie)



"Star Trek XI" Cast & Crew darf über Oscars abstimmen (26. Juni)
Sieben Mitglieder aus J.J. Abrams' Trek-Team sind in einen erlauchten Kreis geladen worden.

Der Academy of Motion Picture Arts and Sciences gehören etwa 6000 Mitglieder an. Diese handverlesenen Menschen stimmen alljährlich darüber ab, wer einen Oscar für seine Leistungen bekommt und wer leer ausgeht.

Jetzt stimmen auch Trek-Mitarbeiter bei den "Oscars" ab.

In die Academy wird man nur per Einladung aufgenommen. In diesem Jahr gab es 135 Einladungen für "Künstler und Führungskräfte, die sich durch ihre Arbeit an Kinofilmen hervorgetan haben".

Hier sind die sieben neuen "Star Trek"-Mitglieder der Academy:

  • Zoe Saldana (Schauspielerin)
  • Alex Kurtzman (Co-Autor)
  • Roberto Orci (Co-Autor)
  • Daniel Mindel (Kameramann)
  • Mindy Hall (Make-up)
  • Joel Harlow (Make-up)
  • Russell Earl (Visual Effects)

Barney Burman hingegen steht nicht auf der Liste, obwohl auch er gerade den Saturn-Award für die Kategorie "Best Make-up" zusammen mit Hall und Harlow in Empfang genommen hat.

(uw - Quelle: TrekMovie)


Newsredaktion:
      Uwe Webel

 
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            Cast & Crew

 


Stewart hatte erwartet, dass TNG ein Flop wird (22. Juni)
Der Schauspieler wollte durch die Serie eigentlich nur ein wenig mehr TV-Erfahrung sammeln.

Patrick Stewart wurde am Rande des Edinburgh International Film Festivals am 21. Juni interviewt. Hier sprach er über Shakespeare, die "X-Men" und auch "Star Trek".

Ein paar interessante Aussagen aus dem Gespräch finden Sie hier:

  • Er unterschrieb den Sechsjahresvertrag für TNG in der Überzeugung, dass die Serie ein Flop wird. Er wollte eigentlich nur mehr Zeit vor der Kamera sammeln, bevor er wieder auf die Bühne zurückkehrt.
  • Gene Roddenberry lehnte alles Politische ab, aber Rick Berman war da offener. Und so war Stewart sehr glücklich, dass sich die Folge "Wem gehört Data?" mit "wichtigen Themen" auseinandersetzt.
  • Bevor er sich an die Rolle des Captain Picards machte, frage er Gene Roddenberry nach seiner Meinung. Dieser schickte ihm Bücher über Horatio Hornblower und gab an, dass der Charakter an ihn angelehnt wäre.
  • Zu der Zeit als die TNG-Filme herauskamen, war es schwierig zu erkennen, wo Picard aufhörte und Stewart anfing.
  • Er fühlt keine Verpflichtung den Fans gegenüber, eher Picard gegenüber.
  • Dennoch war er sich dessen bewusst, dass Picard ein Vorbild geworden war. Er erinnerte sich an einen Brief, den er von einem Polizisten aus Las Vegas erhalten hatte, der beschrieb, dass "Star Trek" ihm helfen würde, aus einem "echt schweren Tag" zu entfliehen.

Hier ist das neunteilige Video:

(uw - Quelle: TrekMovie)


Shatner traf Bakula (25. Juni)
Was William Shatner zu besprechen hatte und was er zum Ruhestand von Leonard Nimoy sagt.

Am Mittwoch wurde William Shatner zusammen mit Scott Bakula in einem Imbiss in Kalifornien gesehen. Kurz nach dem Treffen twitterte Shatner, dass er mit dem Dreh zu seinem neuen Projekt begonnen habe. Hierbei handelt es sich um seine Doku "The Captains".

Bakula und Shatner beim Treffen für Shatners Doku.

Der Schauspieler gab auch bekannt, dass es in der Dokumentation doch nicht nur allein um ihn geht:

"Ich spreche mit allen Captains von 'Star Trek'. Ich hoffe Dinge herauszufinden, die sie nicht mal selber über sich wissen. Und in diesem Prozess will ich auch etwas über mich selber erfahren."

Shatner und Nimoy. Workaholic und Ruheständler?

Der "Vancouver Sun" gegenüber äußerte Shatner sich auch zur Meldung, dass Nimoy in den Schauspiel-Ruhestand treten will:

"Nimoy geht ständig in Rente. Alle sechs Monate erzählt er mir und allen anderen: 'Ich gehe in Rente.' Und niemand nimmt ihn wirklich mehr ernst. Aber das habe ich nicht gesagt. Keine Ahnung, ich gehe nur meiner Wege. Ich will nur meine Brötchen verdienen."

(uw - Quelle: TrekMovie)


Newsredaktion:
      Uwe Webel

 
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            Merchandising

 


Neue "Next Generation"-Actionfiguren in Sicht (24. Juni)
Für den sammelwütigen Fan gibt es im Herbst neue edle Figuren fürs Regal.

Toy News International gab bekannt, dass im Herbst die ersten Figuren einer Reihe von "The Next Generation"-Modellen erscheinen werden. Die im Maßstab von 1:6 gehaltenen Actionfiguren von Picard, Worf und Data (mit seiner Katze Spot auf dem Arm) werden Stoffuniformen tragen und Zubehör enthalten. Der Preis pro Stück beträgt 99,99 Dollar.

Die neuen Figuren sind fast zu kostbar, um sie auszupacken.

(uw - Quelle: TrekWeb)


Newsredaktion:
      Uwe Webel

 
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            SF-TV-Tipps

 


Die Science-Fiction-TV-Highlights vom 28. Juni bis 3. Juli 2010

Montag, 28. Juni

kabel eins, 20.15 Uhr: "Supernova - Wenn die Sonne explodiert"
Dr. Shepard, ein Astronom im Dienst der Regierung, ist verschwunden, nachdem er errechnet hat, dass die Sonne kurz vor einer Supernova steht. -> Details

kabel eins, 23.15 Uhr: "XChange"
In nicht allzu ferner Zukunft erledigen reiche Geschäftsleute dank der ausgefeilten Technologie der XCHANGE-Company ihre Reisen via Körpertausch. -> Details

Mittwoch, 30. Juni

kabel eins, 20.15 Uhr: "Hollow Man - Unsichtbare Gefahr"
Kevin Bacon mutiert durch ein Serum nicht nur zum Unsichtbaren, sondern auch zum Killer... Der brillante, aber arrogante Wissenschaftler Sebastian Caine macht eine bahnbrechende Entdeckung: Er findet ein Serum, das unsichtbar macht! -> Details
(Wiederholung am Donnerstag um 0.00 Uhr)

kabel eins, 22.10 Uhr: "Hollow Man II"
Ein Wissenschaftler stirbt auf mysteriöse Art und Weise. Die Detectives Frank Turner und Lisa Martinez sollen deshalb seine Kollegin Dr. -> Details

Donnerstag, 1. Juli

MDR, 7.40 Uhr: "LexiTV", "Ufo"
Das Kurzwort "Ufo" weckt Neugier: Denn die "unbekannten Flugobjekte" bieten einen großen Spielraum für Mythen und Halbwahrheiten. -> Details

NDR, 15.15 Uhr: "Menschen nach Maß?", Gefahren und Risiken des Klonens
Die rasanten Fortschritte der Genetik führen dazu, dass diese moderne Wissenschaft die Urängste der Menschen heraufbeschwört. Seit der Erschaffung des Klon-Schafes "Dolly" machen Horrorvisionen von menschlichen Klonen Schlagzeilen. -> Details

VOX, 20.15 Uhr: "Zurück in die Zukunft" Tipp
Eine Zeitmaschine katapultiert den Teenager Marty McFly in das Jahr 1955, wo sich ausgerechnet seine Mutter in ihn verliebt. Nun hat Marty ein existenzielles Problem: Wenn seine Mutter nicht mit seinem Vater zusammenkommt, wird er nie geboren. -> Details
(Wiederholung am Freitag um 16.00 Uhr)

Freitag, 2. Juli

ProSieben, 20.15 Uhr: "Godzilla"
Nachdem der Biologe Dr. Nick Tatopoulos entdeckt hat, dass Regenwürmer, die in der Nähe von Tschernobyl gefunden wurden, um zehn Prozent vergrößert waren, wird er nach Tahiti geholt. -> Details
(Wiederholung am Samstag um 0.30 Uhr)


Kommentare, vollständige Inhaltsangaben, Sendedaten und mehr finden Sie auf der Website von SF-TV-Tipps.

von Achim Stößer

 
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            SFZ-News

 


"Torchwood" is back - BBC bestätigt endlich 4. Staffel! (25. Juni)

Die Fans der BBC-Serie "Torchwood" können endlich aufatmen: BBC Wordwide bestätigt endlich, dass eine neue Staffel in Auftrag gegeben wurde. Diesmal wird es eine amerikanisch/britische Co-Produktion, die von BBC Cymru Wales, BBC Worldwide und dem US-Amerikanischen Pay-TV-Sender Starz zusammen produziert wird.

Die Serie "Torchwood", deren dritte Staffel "Children of Earth", ein Fünfteiler, bei der Erstausstrahlung auf BBC One die Erwartungen übertroffen und sehr hohe Einschaltqoten erzielt hatte, setzte die Messlatte für eine vierte Staffel sehr hoch. Die beiden Hauptdarsteller John Barrowman (Captain Jack Harkness) und Eve Myles (Gwen Cooper) wurden von der BBC bestätigt. Ob auch Kai Owen (Rhys Williams) wieder zusehen ist, ist noch nicht bekannt. Da er jedoch in unserem Interview anlässlich der Veranstaltung "An Evening with Kai Owen" betonte, dass er sehr gerne bei einer neuen "Torchwood"-Staffel dabei wäre und sein Charakter schließlich mit der Rolle Gwen Cooper verheiratet ist, werden die Fans sicher auch mit ihm rechnen können.

Inhaltlich ist noch nichts bekannt. Die neue vierte Staffel wird zehn Folgen haben. Von Cardiff als Handlungsort wird man sich jedoch verabschieden können. Geplant ist eine internationale Ausrichtung der neuen Staffel, deren Handlung neben anderen Locations auch in den USA gedreht werden wird. Jane Tranter, EVP, BBC Worldwide, betonte, dass man mit der neuen Staffel nicht nur die alten Fans, sondern auch neue Zuschauer beeindrucken wolle. Es soll eine Geschichte werden, die schockierender, und bewegender ist und die die Serie größer und mutiger erscheinen lassen wird, wie Ben Stephenson, BBC-Dramachef, den Fans versprach. Jedoch müssen die Fans sich noch ein wenig gedulden: "Torchwood" Season 4 wird erst im Sommer 2011 in den USA und bei BBC One gezeigt.

Wann die deutschen Fans in den Genuss der neuen Staffel kommen werden, ist bislang nicht bekannt. Man kann jedoch gespannt sein, ob die Rechnung, "Torchwood" internationaler hochzuziehen, wirklich aufgeht und ob die Fans der BBC es verzeihen werden, dass die Handlung nicht mehr in Cardiff spielen wird.

Bald wird es also wieder heißen: Wir sind "Torchwood"!

Die bislang erhältlichen Staffeln 1 bis 3 können Sie unter anderem bei Amazon erwerben.



Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Haben Sie Lob, Anregungen oder Kritik dazu? Schreiben Sie an leserbriefe@trekzone.de

von Sara Hoeft

Quelle: BBC

 
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            In Space

 


Ein gigantischer Orkan auf Exoplanet HD 209458b

Astronomen haben mit dem Very Large Telescope der Europäischen Südsternwarte in Chile erstmals ein aktives Wettergeschehen auf einem Exoplaneten nachgewiesen. Untersuchungsobjekt war der seit dem Jahr 1999 bekannte "Hot Jupiter" HD 209458b.

Bis zum heutigen Tag (24. Juni 2010) gelang den Astronomen der Nachweis von 463 Exoplaneten, welche außerhalb unseres Sonnensystems ihre jeweiligen Zentralsterne umlaufen. Eine der dabei angewandten Nachweismethoden ist die sogenannte Transitmethode. Sobald ein Exoplanet von der Erde aus gesehen direkt vor seinem Mutterstern vorbeizieht, nimmt die Helligkeit des beobachteten Sterns um einen winzigen Bruchteil ab, da der Planet einen Teil des von seinem Zentralgestirn ausgehenden Lichts abschirmt. Je größer der beobachtete Exoplanet ist beziehungsweise je enger dessen Umlaufbahn um den Stern ausfällt, umso größer wird auch der Anteil der verdeckten Sternoberfläche und umso stärker nimmt dadurch die Helligkeit des bedeckten Sterns ab.

TEP-Network, H. Deeg, Carrido

Diese Lichtkurve des Exoplaneten HD 209458b wurde in der Nacht vom 26. auf den 27. Juli 2000 am 0,9-Meter-Teleskop in Sierra Nevada aufgenommen.
(Bild: TEP-Network, H. Deeg, Carrido)

Der erste Planet, welcher mit dieser Methode nachgewiesen werden konnte, war der Exoplanet HD 209458b. Am 7. November 1999 konnte beobachtet werden, wie sich die Helligkeit des im Sternbild Pegasus gelegenen und etwa 153 Lichtjahre von unserem Sonnensystem entfernten Sterns HD 209458 für einen Zeitraum von etwa drei Stunden um den minimalen Wert von rund 1,7 Prozent verringerte. Diese Beobachtung konnte damals der Astronom Greg Henry am Fairborn-Observatorium/USA aufgrund der Berechnungen eines von Geoffrey Marcy, Professor an der Universität von Kalifornien, geleiteten Astronomen-Teams durchführen.

In den folgenden Jahren entwickelten sich der Stern HD 209458 und sein Planet zu einem beliebten Beobachtungsziel der Astronomen. Der Stern, so die bisherigen Ergebnisse, ist unserer Sonne sehr ähnlich. Bei einem rund 15 Prozent größeren Durchmesser verfügt er in etwa über die gleiche Masse und eine ähnliche Spektralklasse (G0 V). Mit einem Alter von etwa fünf Milliarden Jahren ist er allerdings älter als unser Zentralgestirn.

Trotz dieser guten Ausgangsbedingungen ist auf dem bisher einzigen in diesem System nachgewiesenen Planeten kein Leben möglich, denn bei HD 209458b handelt es sich um einen sogenannten Hot Jupiter. Er umkreist sein Zentralgestirn in einem mittleren Abstand von 6,92 Millionen Kilometern innerhalb von nur 3,5 Tagen. Dies ist eine Distanz, welche lediglich einem Zwanzigstel des Abstands der Erde von der Sonne entspricht. Die Masse des Planeten wurde aufgrund bisheriger Messungen mit etwa 0,6 Jupiter-Massen angegeben. Der Durchmesser beträgt dagegen etwa das 1,38-fache des Jupiterdurchmessers. Diese Diskrepanz zwischen Masse und Durchmesser erklärt sich durch die starke Aufheizung und die dadurch bedingte Ausdehnung der Planetenatmosphäre, welche durch die extreme Nähe zum Zentralstern verursacht wird.

ESO, L. Calcalda

Eine künstlerische Darstellung des Exoplaneten HD 209458b und seines Zentralgestirns.
(Bild: ESO, L. Calcalda)
In der Nacht des 7. November 2009 beobachtete ein von Ignas Snellen geleitetes Team von Astronomen der Sternwarte Leiden/Niederlande, dem Netherlands Institute for Space Research (SRON) und dem Massachusetts Institute of Technology (MIT) in den USA den Stern erneut. Für ihre Messkampagne verwendeten die Wissenschaftler den Infrarotspektrografen CRIRES auf dem Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte in Chile. Die in dieser Nacht erfolgten Messungen an HD 209458b und seinem Zentralgestirn dauerten etwa fünf Stunden und erfassten dabei einen kompletten Transit des Planeten vor seinem Stern sowie die 40 Minuten vor und die 90 Minuten nach diesem Ereignis. Die anschließende Analyse der insgesamt 51 in dieser Nacht gewonnenen Spektralaufnahmen erbrachte gleich mehrere neue Erkenntnisse.

Aufgrund der Genauigkeit der erfolgten Messungen konnte so zum Beispiel die Geschwindigkeit, mit welcher sich HD 209458b um seinen Mutterstern bewegt, direkt gemessen werden. "Üblicherweise bestimmt man die Masse eines Exoplaneten lediglich indirekt, indem man die äußerst geringe Bewegung des Sterns vermisst. Diese Pendelbewegung ergibt sich, da Stern und Planet um einen gemeinsamen Schwerpunkt kreisen. Dabei schätzt man die Masse des Sterns anhand seines Spektrums und theoretischer Modelle ab und erhält daraus einen ebenfalls geschätzten Wert für die Masse des Planeten. Im Fall von HD 209458b konnten wir die Bewegung des Planeten jetzt auch erstmals direkt messen, so dass sich die Massen von Stern und Planet direkt bestimmen lassen konnten", so der an den Analysen beteiligte Astronom Ernst de Mooij.

Wenn sich ein Planet von der Erde weg- oder auf sie zu bewegt, so erscheinen die gemessenen Spektrallinien zum roten beziehungsweise blauen Ende des Spektrums hin verschoben. Die Vermessung der Spektrallinien von HD 209458b ergab, dass sich der Planet mit einer Geschwindigkeit von 140 Kilometern pro Sekunde um seinen Zentralstern bewegt. Aufgrund der Bestimmung dieses Wertes war es anschließend möglich, auch die Angabe der Planetenmasse noch weiter zu verfeinern. Demzufolge verfügt der Exoplanet über 0,64 plus/minus 0,09 Jupitermassen. Die Masse des Zentralstern beträgt dagegen 1,00 plus/minus 0,22 Sonnenmassen. Die Entfernung zwischen Planet und Stern konnte auf 0,045 plus/minus 0,003 Astronomische Einheiten festgelegt werden.

Max-Planck-Institut für Astronomie

Zieht man von einem Gesamtspektrum von Stern und Planet das Spektrum des Sterns ab, so gewinnt man das Einzelspektrum des Planeten. Daraus wiederum lässt sich die Zusammensetzung der Planetenatmosphäre ableiten.
(Bild: Max-Planck-Institut für Astronomie)
Bei einer solchen durch einen Planetentransit erzeugten Sternverfinsterung durchquert ein kleiner Teil des Sternlichtes auch die Atmosphäre des Planeten, so dass die in der Planetenatmosphäre enthaltenen Gasmoleküle ihre unterschiedlichen Absorptionslinien im Sternspektrum hinterlassen. Die Astronomen isolierten diese "Fingerabdrücke" der Planetenatmosphäre von HD 209458b, analysierten sie und kamen zu dem Ergebnis, dass in der Gashülle des Planeten Kohlenmonoxid vorhanden ist. "CRIRES ist das einzige Instrument auf der Erde, das derart präzise Spektren der Kohlenmonoxidlinien liefern kann. Wir konnten die Positionen der Spektrallinien bis auf 1/100.000stel genau bestimmen", erläutert Remco de Kok, ein weiteres Mitglied des Teams, die gewonnenen Messergebnisse.

Damit aber nicht genug. Dank der Präzision der erfolgten Messungen konnten die Astronomen dabei auch erstmals den Kohlenmonoxidanteil in der Planetenatmosphäre bestimmen. "Es hat den Anschein, als wäre HD 209458b tatsächlich genauso kohlenstoffreich wie Jupiter und Saturn. Dies deutet darauf hin, dass der Exoplanet auch auf eine ähnlich Art und Weise entstanden ist", so der Team-Leiter Ignas Snellen von der Sternwarte Leiden. "In Zukunft werden Astronomen solche Messungen auch an erdähnlichen Planeten durchführen können, um deren Atmosphären eingehender zu studieren und dabei herauszufinden, ob Leben auch an anderen Orten im Universum existieren kann."

Aufgrund der großen Nähe zum Zentralstern wird die Planetenoberfläche auf der dem Stern zugewandten Seite von HD 209458b auf etwa 1000°C aufgeheizt. Da der Planet über eine gebundene Rotation verfügt und seinem Heimatstern somit immer dieselbe Seite zuwendet, genau wie dies zum Beispiel auch beim Mond bei seiner Bewegung um unseren Heimatplaneten der Fall ist, wird diese eine Seite sehr stark aufgeheizt, während die vom Stern abgewandte Seite über bedeutend niedrigere Temperaturen verfügt. "Auf der Erde erzeugen große Temperaturdifferenzen in der Atmosphäre starke Windströmungen. Unsere Messungen haben gezeigt, dass dies auch bei HD 209458b der Fall ist", erklärt Teammitglied Simon Albrecht vom MIT diese Situation.

Das Kohlenmonoxid strömt dabei von der vom Sonnenlicht aufgeheizten Hemisphäre mit einer hohen Geschwindigkeit auf die kühlere Nachtseite des Planeten. "Dank der hohen Genauigkeit der Messungen konnten wir unter Ausnutzung des sogenannten Dopplereffektes, welcher die Positionen der Spektrallinien und die Geschwindigkeiten verknüpft, die Geschwindigkeit des Kohlenmonoxidgases bestimmen", so Remco de Kok. "Unsere hochpräzisen Messungen dieses Gases legen dabei den Schluss nahe, dass dort ein extrem starker Wind mit Geschwindigkeiten von 5.000 bis 10.000 Kilometern pro Stunde weht", ergänzt Ignas Snellen.

Die hier kurz vorgestellten Ergebnisse der Forschungsarbeit wurden in dieser Woche in der Fachzeitschrift "Nature" veröffentlicht. Die an der Arbeit beteiligten Wissenschaftler sind Ignas A. G. Snellen und Ernst J. W. de Mooij, (Sterrewacht Leiden, Niederlande), Remco J. de Kok (SRON, Utrecht, Niederlande) und Simon Albrecht (Massachusetts Institute of Technology, USA).


Weitere Neuigkeiten rund um Astronomie und Raumfahrt finden Sie im täglichen "e!Scope-Magazin" und auf TZN Raumfahrer.net.

von Ralph-Mirko Richter

 
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            Impressum

 


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TrekZone Weekend #2509
ISSN 1684-7377
Erscheinungsdatum:
27. Juni 2010
Auflage: 3586 Exemplare


Herausgeber:
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      Simon Thomas Johr

Abschlussredaktion:
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      Christian Vajda

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Lektorat:
      Wolke de Witt
      Michael Möller
      Wolfgang Radl

 
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