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[ Der serienübergreifende Newsletter ]
Ausgabe 221 7. Dezember 2006
ISSN 1862-3530
__[ INTRO - ]___________________________________________________
von Marianne Jaffke
Liebe Leserinnen und Leser,
meine Güte, habe ich einen schrecklichen Lebensrhythmus! Ich stehe mittlerweile erst immer nach 11 Uhr auf, der Unterricht beginnt nie vor 12 Uhr. Heute rollte ich meinen Leib sogar erst um 13:30 aus den Federn, tastete mich halbblind zur Kaffeemaschine, erweckte meine Geister, schlürfte weiter unter die Dusche, von dort in den Bademantel, zweiter Kaffee, Klamotten anziehen und los zur Uni. Viertel nach zwei: "Einführung XML".
Zwei Stunden später: Wachzustand erreicht. Weil: Unterrichtende.
Jetzt haben wir's nur noch zwei Stunden bis Mitternacht, und mein Metabolismus denkt ans Mittagessen. Wie gesagt: Meine Güte.
Machen Sie's anders,
und seien Sie gegrüßt,
Marianne Jaffke,
TrekZone Network
__[ INHALT ]_____________________________________________________
> TV-NEWS
+ "Galactica": SciFi kommentiert den Sendeplatzwechsel
+ "Preacher": Comic Verfilmung auf HBO
> KINONEWS
+ "Harry Potter 5": Special auf Youtube
+ "Star Trek XI": Abrams wird Regie führen
+ "Apocalypto": Interview mit Mel Gibson
> KINO-SHORTCUTS
+ "Inland Empire"
> WEITERE MELDUNGEN
+ "Star Trek Legacy" erscheint auf Deutsch
+ "Galactica": Mary McDonnells Video Interview, Teil 7
+ "LOST": Nominierung für "Producers Guild Award"
+ "Star Trek": Original-Memorabilia bei eBay
+ "24"-Comicband: Rezension und Gewinnspiel
+ SF-Radio: Sendung zum Thema Killerspiele
> SPECIAL
+ "Galactica": Interview mit Anne Cofell Saunders
> IMPRESSUM
__[ TV-NEWS ]____________________________________________________
> "Galactica": SciFi kommentiert den Sendeplatzwechsel
Wie bereits berichtet, wechselt "Battlestar Galactica" den Sendeplatz. Die am 21. Januar beginnende zweite Hälfte der dritten Staffel wird nicht mehr freitags um 21 Uhr ausgestrahlt, sondern sonntags um 22 Uhr.
Eine Stunde vorher präsentiert Sci Fi eine weitere Eigenproduktion: die auf der gleichnamigen Bücherreihe von Jim Butcher basierende Serie "The Dresden Files".
"Der Sonntag wird schon lange als ein wichtiger Abend für das Fernsehen angesehen", erklärt Dave Howe, stellvertretender Generaldirektor und Hauptgeschäftsführer des Senders. "Es macht einfach Sinn, dass Sci Fi seine charakteristischen Serien dort hinplatziert. Wir erwarten, dass die Kombination aus den 'Dresden Files' und 'Battlestar Galactica' am Sonntag ein breiteres Publikum anlocken wird."
(ki - Quelle: Caprica City - www.caprica-city.de)
> "Preacher": Comic Verfilmung auf HBO
Der US-Kabelsender HBO plant die Verfilmung des Comics "Preacher". In den Neunzigern bei DC Comics erschienen, lief es unter der Vertigo Serie, welche eher auf erwachsenes Publikum abzielt und anspruchsvollere Themen behandelt.
Den Piloten der einstündigen Serie wird Mark Steven Johnson ("Daredevil") schreiben, während Howard Deutch Regie führt. "Preacher" handelt vom heruntergekommenen Priester Jesse Custer, der von einer übernatürlichen Kreatur namens Genesis besessen ist.
Genesis ist das Produkt einer ungewöhnlichen Paarung eines Engels und eines Dämons und trägt so das pure Böse sowie das pure Gute in sich. Der Entstehung einer solchen Kreatur zufolge, muss Gott seine Tätigkeit im Himmel offensichtlich niedergelegt haben, und so macht sich Custer auf die Suche nach ihm.
Schon mehrmals wurde der Versuch gestartet, die von Garth Ennis und Steve Dillon entwickelte Geschichte in bewegte Bilder umzusetzen, doch keiner wurde weiter verfolgt. Beim HBO Projekt fungieren die beiden Erfinder als Co-Produzenten.
Die Comic-Serie entwickelte während ihrer fünfjährigen Laufzeit eine umfangreiche Fanbasis. Sie behandelt religiöse sowie politische Themen und besitzt einen sehr dunklen Humor.
(mp - Quelle: Serienjunkies.de - www.serienjunkies.de)
__[ KINONEWS ]___________________________________________________
> "Harry Potter 5": Special auf Youtube
Ein Special zum "der Orden des Phönix" gibt es auf youtube unter http://www.youtube.com/watch?v=OeG0I0vxbtM. Es hat eine Länge von 6:38 min. und ist ein Zusammenschnitt aus diversen kurzen Specials, die auf dem Sender ABC Familiy liefen.
(er - Quelle: SF-Radio.net - www.sf-radio.net)
> "Star Trek": Abrams wird bei "Star Trek XI" Regie führen
Das soll der Geschäftsführer von Viacom am 4. Dezember auf einer Konferenz bekannt gegeben haben. Wie TrekWeb berichtet, hat J.J. Abrams nun endlich offiziell den Vertrag für "Star Trek XI" unterschrieben.
Philippe Dauman von Viacom sprach bei der CSFB Medien Konferenz über die Wiederbelebung des "Star Trek"-Franchises und weitere zukünftige Projekte von Paramount. Laut der "Variety" sagte Dauman, dass "Star Trek" "2008 oder 2009" zurückkommen wird. Außerdem habe J.J. Abrams einen Vertrag für das Skript und die Regie unterschrieben. Bislang hatte Abrams immer verlauten lassen, dass die Entscheidung über die Regieführung noch nicht gefallen sei.
Außerdem ist dies das erste Mal, dass das Jahr 2009 genannt wird. Bislang wurde immer auf einen Start in 2008 abgezielt. "Wir beleben es auf eine neue und interessante Art", meinte Dauman.
Den kompletten Artikel finden Sie unter http://www.variety.com/article/VR1117955081.html?categoryid=13&cs=1.
TrekMovie.com hingegen berichtet, dass Abrams' Regie und 2009 als Release pure Spekulation seitens "Variety" seien. Den entsprechenden Artikel finden Sie unter http://trekmovie.com/2006/12/04/viacom-chief-trumpets-trek/.
(uw - Quelle: TrekZone Network - www.trekzone.de)
> Interview mit Mel Gibson zu "Apocalypto"
Bereitsgesehen.de veröffentlichte ein Interview mit dem Regisseur zu seinem neuesten Film.
Frage: Wie lange hat das Projekt APOCALYPTO insgesamt gedauert?
Mel Gibson: Vor zweieinhalb Jahren haben wir angefangen, das Drehbuch zu schreiben. Der Schnitt war dann der helle Wahnsinn, weil wir kaum Zeit für die Post Production hatten. Da die Dreharbeiten zu diesem Film sehr schwierig waren, hingen wir schließlich um vier Monate hinterher. Das ging schmerzhaft von unserer Zeit für die Post Production ab, so dass wir in kürzester Zeit schneiden und in der Hälfte der vorgesehenen Zeit mischen mussten. Aber ich glaube trotzdem, dass wir gute Arbeit geleistet haben.
F: Wie schwierig war es für Sie, im Regenwald zu drehen?
MG: Es gibt da einen Typen, der sieht so aus wie ein mexikanischer John Malkovich, und der lässt sein Land völlig unberührt. Er sägt nicht einen Baum um, das ist wunderbar. Es ist ja schlimm genug, dass vom Regenwald in Süd-Mexiko kaum noch etwas übrig ist, aber dieser Mann schützt wenigstens noch einen kleinen Rest. Es handelt sich um circa 20 Hektar. Dort ist man vom Rest der Welt ziemlich abgeschnitten. In diesem Fall hatte man es mit einem Film zu tun, in dem unheimlich viel Bewegung herrscht. Die Kamera fährt andauernd und auch in den Einstellungen gibt es jede Menge Bewegung.
Die wenigsten Darsteller hatten je zuvor vor einer Kamera gestanden, und sie mussten die Grundlagen der Schauspielerei erst einmal erlernen. Aber das haben sie dann sehr gut gemacht. Sie haben sich voll darauf eingelassen, was wunderbar war. Das Schöne, wenn man mit Laien arbeitet, ist, dass sie völlig "unverdorben" sind. Es hat zwar ein Weilchen gedauert, aber dann hatten sie den Dreh raus. Gegen Ende der Dreharbeiten waren sie dann schon richtige Profis. Von ihrer Gage konnten sie acht Monate lang die Schulgebühren ihrer Kinder finanzieren, und das ist doch gut. Mir hat es auch Spaß gemacht, weil sie so enthusiastisch waren.
F: Wie schaffen Sie es, über acht Monate hinweg Ihren Enthusiasmus und Ihre Energie aufrechtzuerhalten?
MG: Na ja, manchmal war das gar nicht so ganz einfach. Dann fängt man einfach an, launisch zu werden und fragt sich bloß noch, wann das hier endlich ein Ende hat. Aber als wir das Drehbuch entwickelten, hatte uns alle der Ehrgeiz gepackt, eine wirklich mitreißende Geschichte zu erzählen, mit allen möglichen versteckten Andeutungen. Die Handlung an sich ist ja eigentlich relativ schlicht, doch was sich dahinter verbirgt, ist ausgesprochen komplex. Da gibt es klare Stellungnahmen zu Kulturen, und wir haben uns auch bemüht, geschichtlich so authentisch wie möglich zu sein. Es war uns wichtig, die Frage mit aufzunehmen, warum diese Zivilisationen untergingen, warum sie schwächer wurden und schließlich zerbrachen.
F: In Ihrem Film sprechen die Priester davon, den Göttern unmittelbar nahe sein zu wollen.
MG: Genau darum ging es überhaupt. Sie waren auf der Suche nach einem Erweckungserlebnis. Darum haben sie auch diese Pyramiden gebaut, gewissermaßen so eine Art Turmbau zu Babel.
Lesen Sie das komplette Interview unter http://www.bereitsgesehen.de/wbblite/thread.php?threadid=7575.
(pm - Quelle: Bereitsgesehen.de - www.bereitsgesehen.de)
__[ KINO-SHORTCUTS ]_____________________________________________
von Christian Mester (cm) - Bereitsgesehen.de
> "Inland Empire"
David Lynch gilt ohne Frage als einer der kreativsten und originellsten Filmemacher unserer Zeit. Filme wie "Blue Velvet" oder "Lost Highway" machten ihn für seine eigenartigen Story und schaurigen Atmosphären berühmt. Mit "Inland Empire" steht nun sein nächster an, der Anfang 2007 in den Kinos anlaufen wird. Dazu gibt es jetzt den ersten Trailer, der momentan bei Youtube zu sehen ist: http://youtube.com/watch?v=y4hFEDYmMcM.
__[ WEITERE MELDUNGEN ]__________________________________________
> "Star Trek Legacy" erscheint auf Deutsch
Ubisoft bestätigte uns gegenüber, dass "Star Trek Legacy" komplett übersetzt wird.
So konnten für die deutsche Version die Stimmen von Picard und Kirk gewonnen werden. Leider konnte man uns nicht sagen, ob für Picard Rolf Schult (Sprecher von Picard in der ZDF-Version und in den Kinofilmen) oder Ernst Meincke (Sprecher der Sat.1-Version) verpflichtet wurde.
James T. Kirk wurde wiederum in der Originalserie von Gert-Günther Hoffmann gesprochen, welcher 1997 verstarb. Wahrscheinlich werden in diesem Fall Klaus Sonnenschein (sprach Kirk in "Star Trek II" und "Star Trek III" sowie die neuen Szenen in "Star Trek – Der Film") oder Andreas Neumann (sprach die zusätzlichen Szenen der DVD-Veröffentlichung der Originalserie) zum Einsatz kommen.
Jörg Hengstler, Gertie Honeck und Gudo Hoegel, die Stimmen von Sisko, Janeway und Archer, konnten nicht verpflichtet werden. Für sie wurden jedoch passende Ersatzsprecher gewählt. Außerdem wird man "Star Trek Legacy" auch auf Englisch spielen und dort alle Originalsprecher erleben können.
"Star Trek Legacy" erscheint am 14. Dezember. Die deutsche Webseite zum Spiel ging heute online, enthält aber keine neuen Informationen. Zur Webseite gelangen Sie hier: http://startrek.ubi.com/.
(mk - Quelle: TrekZone Network - www.trekzone.de)
> SF-Radio: Sendung zum Thema Killerspiele
Die aktuelle "GameBoys"-Ausgabe beschäftigt sich mit der aktuellen Diskussion über so genannte "Killerspiele".
Das Deutschlanddebüt des "Street Wars"-Konzepts wurde abgesagt. Leser kommentieren die Verbotsbestrebungen. Außerdem lauscht Radioredakteur Dennis Pauler neuen Audiogames und berichtet über den Nikolaus-Patch von "World of Warcraft".
Mehr dazu finden Sie unter http://www.sf-radio.net/webbeat/intern/meldung,bradiobtodlichewasserspiele,1,11892,00.php.
(dp - Quelle: SF-Radio.net - www.sf-radio.net)
> "Galactica": Mary McDonnells Video-Interview, Teil 7
Mary McDonnell, die Laura Roslin in "Battlestar Galactica" verkörpert, beantwortete wieder eine Reihe Fanfragen für ein Videointerview des Senders Sci Fi unter http://www.scifi.com/battlestar/video/index.php?cat=features&vid=48480. Die Fragen wurden von Fans im dortigen offiziellen "Galactica"-Forum gestellt.
Sci Fi hat nun den siebten Teil des Interviews auf seinem Breitband-Videoportal SciFi Pulse online gestellt. Darin stellt sich McDonnell der Frage nach einem Maxim-Photoshoot, spricht über ihren Mann, der ebenfalls Schauspieler ist, und erklärt, inwieweit Roslin noch immer eine Lehrerin ist.
(pg - Quelle: Caprica City - www.caprica-city.de)
> "LOST": Nominierung für "Producers Guild Award"
"LOST" wurde auch in diesem Jahr für den Producer Guild Award nominiert.
Dieser Award ehrt unter anderem Produzenten, deren Serien es geschafft haben, dem Zuschauer mehr zu bieten als nur bloße Unterhaltung. Als Konkurrenz um den Award stehen "LOST" in diesem Jahr "Grey's Anatomy", "House", "24" und "The Sopranos" gegenüber.
Ob sich "LOST" gegen diese Konkurrenz im Bereich "Drama" durchsetzen kann, wird sich bei der Preisverleihung am 20. Januar 2007 herausstellen. Im letzen Jahr waren die Produzenten um Damon Lindelof erfolgreich und konnten den Preis mit nach Hause nehmen.
(kö - Quelle: MenOfFaith.de - www.menoffaith.de)
> "Star Trek": Original-Memorabilia ab 15. Dezember bei eBay
Kostüme und Requisiten aus zehn Filmen und fünf TV-Serien kommen unter den virtuellen Hammer.
Ab dem 15. Dezember haben Fans rund um die Welt die Chance, bei eBay.com auf Teile der "Star Trek"-Film- und -Fernsehgeschichte zu bieten. It's A Wrap! wird die Onlineauktion von Requisiten und Garderobe bei eBay.com leiten.
"'Star Trek' wird bei weitem die bemerkenswerteste all unserer Kollektionen", sagt Tiara Nappi, die Besitzerin von It's A Wrap! "Wir finden, dass die 'Star Trek'-Fans eine Chance verdient haben, einen Teil dieses vielgeliebten Franchises zu erwerben. Und wir sind geehrt und stolz, ein Teil davon zu sein. Unser Ziel bei It's A Wrap! war es immer, einen Teil der Film- und Fernsehgeschichte mit unseren Kunden zu teilen und das zu einem annehmbaren Preis."
Hier eine Auswahl der bei eBay.com angebotenen Artikel:
+ Tisch aus dem Gesellschaftsraum und Stühle von der Enterprise-D, die in fast jeder Folge von "The Next Generation" zu sehen waren
+ Borg-Alkoven, komplett mit einem Borg aus "The Next Generation" und "Voyager"
+ Starfleet-Gewehr, das in "The Next Generation" und "Deep Space Nine" benutzt wurde
+ Klingonisches Bat'leth, das in "The Next Generation", "Deep Space Nine" und "Voyager" benutzt wurde
+ Kostüme, die von Charakteren wie James T. Kirk, Spock, Jean-Luc Picard, Deanna Troi, Jonathan Archer und Klingonen-Kriegern getragen wurde.
(uw - Quelle: TrekZone Network - www.trekzone.de)
> "24"-Comicband: Rezension und Gewinnspiel
Nach ein paar Seiten Vorwort und einer Einführung in die Welt von "24" geht es mit dem Comic "Die letzte Kugel" los. Dieser ist in den USA als Einzelheft unter dem Titel "One Shot" erschienen.
Die Handlung beginnt 18 Monate vor Season 1. Jack Bauer hat seinen ersten Tag in der CTU und muss sich darum kümmern, eine Zeugin, welche gegen ihre alten "Kollegen", IRA-Terroristen, aussagen will, zu schützen. Nach einiger Zeit in einem Versteck, einer Verfolgungsjagd und einem aus "24" bekannten Duell zwischen Jack Bauer und einem Terroristen, geht die Story zu Ende. Pro Doppelseite gibt es circa eine Stunde Handlung.
Den ganzen Text gibt es in der Buchecke unter http://www.sf-radio.net/buchecke/tv-sonstige/isbn9-7839-3648-0405.html.
Gewinnspiel:
Gewinnen Sie jetzt einen von fünf Comic Bänden, freundlicherweise von Cross Cult bereitgestellt. Schicken Sie Ihre Adresse mit der Antwort auf die folgende Frage an gewinnspiel@sf-radio.net.
Die Frage lautet: "Wie heißen die beiden mexikanischen Brüder, die in der dritten "24" Staffel eine Schlüsselrolle bekleideten?"
Teilnahmeregeln:
Einsendeschluss ist der 17.12.2006. Von der Teilnahme ausgeschlossen sind Mitarbeiter und Angehörige von SF-Radio sowie der am Gewinnspiel beteiligten Unternehmen.
Der Gewinner wird unter allen richtig beantworteten und mit vollständiger Postanschrift versehenen Einsendung per Zufall ausgelost und per E-Mail benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
(re - Quelle: SF-Radio.net - www.sf-radio.net)
__[ SPECIAL ]____________________________________________________
von Marion Rauhut - www.caprica-city.de
[ "Galactica": Interview mit Anne Cofell Saunders ]
Anne Cofell Saunders ist den wenigsten Zuschauern von "Battlestar Galactica" ein Begriff, und ihr Gesicht ist wohl den meisten gänzlich unbekannt. Und trotzdem ist jeder, der die zweite Staffel der Serie schon gesehen hat, bereits in den Genuss gekommen, etwas von der Drehbuchautorin zu sehen - sei es die Folge "Lay Down Your Burdens, Teil II" oder die erst kürzlich in den USA ausgestrahlte Episode "Torn".
Jeffrey A. Dobberpuhl, der für die Seite CreativeScreenWriting.com aktiv ist, hatte die Gelegenheit, mit der Autorin ein Interview zu führen. Er stellt nicht nur Fragen zu ihrem Leben, sondern auch zu ihrer Arbeit an "Battlestar Galactica".
Lesen Sie hier den ersten Teil des Interviews in der deutschen Übersetzung.
Ein Gespräch mit Anne Cofell Saunders gestaltet sich fast so, als würde man mit einem alten Freund reden, den man seit 15 Jahren nicht mehr gesehen hat: unbeschwert, voller Energie und großartiger Geschichten. Kann das wirklich dieselbe Person sein, die für die jede Woche erneut stattfindende Zerstörung der menschlichen Rasse in "Battlestar Galactica" verantwortlich ist? Sie tun gut daran, es zu glauben.
Saunders, die in Custer, South Dakota (1.500 Einwohner und zwei Ampeln), geboren wurde, begann ihre Karriere beim Fernsehen mit der Fox-Erfolgsserie "24". Sie hat sich hochgearbeitet, vom Assistenten und Rechercheur, bis sie schließlich im Jahr 2004 als externe Autorin eine Folge für "Battlestar Galactica" schreiben durfte.
In den zwei Jahren, in denen sie bei der Serie gearbeitet hat, erhielt "Battlestar Galactica" den Peabody-Award in der Kategorie "Best Dramatic Presentation, Short Form" für die von ihr geschriebene Episode "Pegasus". Die erste in der dritten Staffel von ihr geschriebene Episode, "Torn", ist vor kurzem erst in den USA ausgestrahlt worden, und Saunders war so nett, uns einen Einblick in die Zukunft der Serie zu geben. [Achtung: SPOILER!]
Dobberpuhl: Warum sind Sie Autorin?
Saunders: Ich liebe es, mir Geschichten auszudenken. Das mache ich am liebsten, einfach herumsitzen und eine Geschichte erzählen. Wäre ich kein Autor, ich wüsste nicht, was ich mit all den Geschichten anfangen sollte, die mir die ganze Zeit einfallen. Ich genieße es sehr, in eine andere Welt flüchten und menschliche Erfahrungen aus einer anderen Sichtweise erforschen zu können. Ich habe immer schon geschrieben. Bereits als Kind schrieb ich Geschichten, und hierhin hat mich das gebracht.
Es ist irgendwie peinlich, aber als ich 15 Jahre alt war, habe ich sogar selbstständig einen Gedichtband veröffentlicht. Ich wollte ein Poet sein... und lebte in South Dakota.
Dobberpuhl: Waren Sie schon immer ein Fan von Science-Fiction?
Saunders: Das war ich; ich war schon immer ein Geek. Es gibt so viele großartige Menschen, die neue Welten kreieren. Wo wir gerade dabei sind, lassen Sie mich von einer Folge von "Battlestar Galactica" erzählen, die ich geschrieben habe. In "Torn" haben wir viel Zeit in der Welt der Zylonen verbracht.
Wenn man im Autoren-Raum solche Unterhaltungen führt, dann wird es sehr spaßig, zu versuchen, sich eine neue Kultur auszudenken - man versucht nicht nur, eine neue Lebensart zu entwerfen, sondern nutzt seine eigenen Erfahrungen. Ich blickte zurück auf die Zeit, in der ich in Japan gelebt habe und habe diese Erfahrungen genutzt. So etwas haben wir benutzt, um uns die Zylonen und ihre Art zu leben vorzustellen.
Die Hektik ist der schwierigste Teil des Jobs. Man versucht nicht nur, kreativ und intelligent zu sein, sondern das alles auf Befehl sein zu können. Das ist der schwierigste Teil. "Und jetzt sei mal brillant!" Jemand deutet mit seinem Finger auf dich, und in diesem Moment musst du zeigen, was du kannst.
Ob man jetzt ein Drehbuch rechtzeitig abgibt, oder ob man in einem Raum ist, den Ron Moore gerade durchschreitet, und der sich dann plötzlich zu dir dreht und sagt: "Was denkst du?" man will einfach brillant sein. In diesen Momenten ist es einfach am schwierigsten, auf Befehl eine qualitativ hochwertige Leistung zu erbringen.
Im weiteren Teil des Interviews erzählt Cofell, dass sie nach ihrer Tätigkeit als Lehrerin beschloss, lieber schreiben zu wollen. Letztendlich landete sie in Los Angeles, wo sie ihren ersten Job bekam, in "Whose Line Is It anyway?". Später arbeitete sie einige Zeit als Assistentin, bis man Cofell für die Serie "24" engagierte. Fast direkt danach kam sie zu "Battlestar Galactica".
Dobberpuhl: Wie viel Einfluss hat jeder Autor auf die jeweilige Episode, wie viel schreibt jeder? Wie viele Autoren gibt es in Ihrem Team?
Saunders: Wir sind acht Autoren, hinzu kommt Ron. Handelt es sich um die eigene Episode, wird von einem erwartet, dass man seine Meinung sehr deutlich einbringt und sie, verglichen mit anderen Episoden, sehr stark kontrolliert. Wenn es die eigene Episode ist, trifft man sehr viele Entscheidungen.
Dobberpuhl: Wie funktioniert der Prozess des Schreibens, und inwiefern können Sie bei Episoden von anderen Autoren mitentscheiden und mitschreiben?
Saunders: Man setzt sich zusammen und entwickelt dann einen groben Umriss der Handlung, was bedeutet, dass wir der Handlung in einer Gruppenarbeit einen Rahmen geben, alle Schreiber zusammen. Damit sind wir fertig, sobald Ron zufrieden ist, aber der Autor der jeweiligen Episode muss sich dabei wohlfühlen, sich alleine hinzusetzen und sie zu schreiben.
Dann schreibt man die Episode, setzt sich wieder mit den anderen zusammen und schreibt den Umriss noch mal um. Manchmal macht man das allein mit einer Hand voll Mitschreiber, und manchmal sind alle im Raum beteiligt. Wie auch immer, Ron lässt einen die Episode selbst gestalten. Man hat viel Freiheit und kann herumexperimentieren.
Bei anderen Episoden muss man den groben Umriss schreiben - das heißt, genau aufschreiben, welchen Rahmen die Episode haben soll. Und man darf nichts ändern, ohne vorher den Chef anzurufen und nachzufragen, ob das in Ordnung ist.
Dobberpuhl: Wie oft wird eine Episode normalerweise umgeschrieben?
Saunders: Das kommt immer auf die Episode an. Normalerweise wird jede Episode sehr oft umgeschrieben. Letzte Woche habe ich an der Episode "Dirty Hands" gearbeitet, zusammen mit Jane Espenson ["The Passage"], die eigentlich nur auf der Galactica spielen sollte. Dann beschlossen wir, sie woanders spielen zu lassen. Man muss sich wieder hinsetzen und alle Szenen verändern. Wenn Präsidentin Roslin dann in ihrem Zuhause ist und an ihrem Schreibtisch arbeitet, verändert das die Handlung. Das ist wie bei einem Fluss - ändert sich eine Episode, ändert sich auch eine andere Episode.
Dobberpuhl: Haben Sie selbst schon mal gesagt, "Heh, wenn Sie das ändern, dann verändert das auch die Episode, die wir als nächstes schreiben"?
Saunders: Der Grund dafür, dass wir uns noch mal hinsetzen und jeden im Raum am Umschreiben der Episode beteiligen, ist, dass so jeder weiß, was in der Episode passiert. Es kann also tatsächlich passieren, dass ich so etwas sage, aber im Allgemeinen eher nicht. Gestern habe ich eine E-Mail erhalten, in der stand Folgendes: "Anstatt diesen Charakter in einer Folge böse sein zu lassen, lasst uns einen anderen nehmen." Daraufhin schaltet sich jeder ein und sagt, "Also, das kann nicht funktionieren, wegen etwas, das in meiner Episode vorkommt." Das Geschriebene von Jedem wird da mit einbezogen.
Bei Serien, in denen die Episoden nicht so stark aufeinander aufbauen wie bei "Battlestar Galactica" und "24", können die Autoren ihre Drehbücher auch ohne die anderen Autoren schreiben. Ein Freund von mir arbeitet für eine Serie, die nicht so aufgebaut ist, und die haben nicht einmal einen Autoren-Raum, der so oft benutzt wird wie unserer, weil das einfach nicht so wichtig ist. Die Episoden sind unabhängiger voneinander.
Wenn man weiß, dass die Folgen jedoch voneinander abhängig sind, dann achtet man mehr auf Entwicklungen, die einen langfristigen Effekt haben. Bei Bottleshows [Episoden, die an einem bereits existierenden Drehort, ohne viele Gastdarsteller und mit niedrigen Budget gedreht werden können, Anm. d. Ü.] ist der Raum weniger wichtig, weil jede Episode relativ eigenständig ist. Trotzdem kann es manchmal passieren, dass jemand eine Idee hat, die eine Veränderung zur Folge hat und jeder wird daran beteiligt und schreibt seine Sachen um.
__[ IMPRESSUM ]__________________________________________________
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