e!Scope-Magazin
                    www.escope-magazin.net
           [ Der serienübergreifende Newsletter ]


Ausgabe 327                                        17. Mai 2007
ISSN 1862-3530



__[ INTRO - Allgemeine Intro-Angst ]_______________________________
                                             von Marianne Jaffke

Liebe Leserinnen und Leser,

als heute morgen im elektronischen Postfach unseres Lektorats kein Newsletter zu finden war, stirnrunzelte ich ein wenig. Das kommt halt vor. Es ist ärgerlich. Aber der Ärger darf nicht an die Oberfläche. Dann würden meine Redakteure andauernd Schelte durchstehen müssen. e!Scope ist ein Hobbyprojekt mit starken Ambitionen und wenig Lorbeeren-Potential. Manche Mitarbeiter ziehen allein aus der Tatsache, dass unsere Ausgaben erscheinen, den Ego-Lohn heraus; aber die meisten brauchen bestätigendes Feedback. Da trifft es sich, dass ich mich von Natur aus über jeden eingehaltenen Termin freue und das dann auch schulterklopfend mitteilen kann.

Wo war ich? Achja, keine Ausgabe da. Also ärgere ich mich. Aber ich übermittle den Ärger (= den emotionalen Zustand) nicht an den verpennten Redakteur. Was nicht heißen muss, dass ich ihm nicht sagen werde, dass es Grund zum Ärgern gab (= Info über emotionale Zustände). Ich werde schreiben: Andere Leute haben einspringen müssen, er solle sich seinem Terminkalender die kommenden Redaktionsdienste anstreichen und sich abmelden, wenn er mal nicht kann. Die übliche Leier, die übliche Mail danach. Damit es irgendwann sitzt. Was nicht der Fall sein wird, weil es noch nie einen e!Scope- oder TrekZone-Redakteur gab (an die Hundert standen den Drill schon durch), der ein konsequentes Arbeitstier war. So etwas gibt es nicht.

Wie gesagt: Heute Morgen befand sich keine zu korrigierende Ausgabe in unserer Mailbox. Was bedeutete, keine Ausgabe wurde eingereicht. Was hieß, kein Redakteur war da, um sie zusammenzustellen. Auch bis vorhin, 17:30 Uhr, erreichte mich kein Lebenszeichen. Das passiert immer wieder. Ergo: Genug gewartet. 19 Uhr muss der Newsletter spätestens raus. Also ist es Zeit, Ersatzleute aufzutreiben. Robert Lißack erklärte sich soeben bereit, sich ranzusetzen. Aber nur unter der Bedingung, er müsse kein Intro schreiben. Also mach ich es.

Normalerweise erledigt das der Abschlussredakteur. Also derjenige, der die Ausgaben zusammenfummelt. News reinkopieren (die vorher von jemand anders organisiert wurden), Special reinkopieren, TV-Tipps, Leserbriefe (wenn denn welche vorliegen), Impressum. Und nach all dieser anspruchslosen Arbeit kommt folgend normalerweise der kreative Teil. Das Schreiben eines Intros. Idealerweise soll diese Einleitung auf die betreffende Ausgabe eingehen, auf ihre Inhalte. Aber welcher Abschlussredakteur macht das schon? Als hätten meine Mitarbeiter nichts zu sagen über das, worum's hier im Großen und Ganzen geht.

Habt Ihr zum e!Scope wirklich nichts zu sagen?

Schauen wir uns das doch heute einmal an: Die Asche eines verstorbenen "Star Trek"-Schauspielers ist verschwunden. Eine Rakete von der Größe eines Telefonmasts hatte sie vor knapp drei Wochen ins All befördert; am Ende sollte sie per Fallschirm wieder zurück auf die Erde segeln. Doch die Rakete stürzte ab. Und das über einer abgeschiedenen, felsigen Region. Die Asche ist nicht auffindbar. Gesucht wird natürlich. Sowohl nach Scottys Asche, als auch nach den Überresten von rund 200 weiteren Verstorbenen, sowie einer Reihe von Experimenten, die ebenso an Bord waren. Für den so genannten "Erinnerungsflug ins All" kassiert das Unternehmen pro Person 495 Dollar (366 Euro). Und Doohan bat seinerzeit um eine Bestattung genau dieser Art.

Ich frage mich: Wieso eigentlich? Eine offenkundige Antwort wäre gewiss: Der Schauspieler wollte im All bestattet werden. Oder wenigstens einmal da oben rumschweben. Oder wollte da jemand noch ein letztes Mal in die Schlagzeilen... oder ein erstes Mal, vielleicht. Bin ich respektlos?

Ich hab wohl einfach kein Verständnis dafür. Mich persönlich interessiert nicht so sehr, was nach meinem Ableben mit meinem Körper passiert. Und vielleicht brauch ich einfach nur dringend ein leser-kitzelndes Intro. Ist doch ziemlich frech, oder? Einen Verstorbenen kritisieren?

Warum, Mister James Doohan? Warum? Ich kann den allgemeinen Grabkult nachvollziehen. Man sorgt dafür, dass die Nachkommenden sich mit dem sozialen Danach-Zeug auseinandersetzen können. Wenn sie möchten, können sie das Grab auf dem Friedhof besuchen. Oder sie können sagen: Es gibt ein Grab. Und ziehen sich damit aus der Schusslinie (immerhin scheint es ja moralisch falsch zu sein, oder wenigstens unsittlich, sich nicht mit den Überresten auf solche Art und Weise auseinander zu setzen). Wenn ich einmal sterbe und falls ich jemanden zurücklasse, dann wird es wohl ein Grab geben. Oder irgendetwas anderes, das besagtem Jemanden hilft. Mir selbst ist es nicht so wichtig.

Mister Doohan, haben sie denn niemanden, der ihr Grab besuchen wird? Oder möchten sie eine gute Geschichte hinterlassen? Sodass Ihre Nachfahren einander erzählen: Onkel James wurde mit Stil bestattet.

Ist das stilvoll? Vielleicht empfand James es so.

Ich versuche zu verstehen. Es ist schwierig. Aber auf jeden Fall ehrlich. Ich möchte nicht professionell anecken. Die Respekt-Frage kann ich getrost außer Acht lassen. In meiner Welt sind das {Zollen & Haben von Respekt} und {das Hinterfragen & Kritisieren} zwei verschiedene Dimensionen. Ich bin nicht respektlos. Ich greife nicht Scottys ideellen Nachlass an. Oder wie das heißt.

Meine Ansicht: Es ist einfach over the top. Aber das cartoon'sche "Star Trek" war das auch (nein, das ist jetzt gerade keine Kritik). Ich stimme im Grunde ja sogar zu: Die Idee der Bestattung im All... cool! Für einen Film. Aber in Wirklichkeit?

Ich weiß auch nicht so recht, was ich von Ihnen will, lieber Leser. Aber von meinen Abschlussredakteuren möchte ich schon gerne etwas mehr Eingehen auf ihre Ausgaben erleben. Habt ein wenig mehr zu sagen, lehnt Euch aus dem Fenster, oder lehnt Euch nicht aus dem Fenster. Aber strengt Eure grauen Zellen an. Ihr seid zu distanziert von den Inhalten des e!Scope Magazins. Und vielleicht zu ängstlich, etwas Falsches zu sagen. Wir leben in einer Welt, in der man Aneckendes sagen und schreiben darf. Also eckt an, wenn ihr wollt! Oder unterdrückt zumindest nicht das Bedürfnis, wenn es denn einmal auftaucht. Zum Beispiel, in dem ihr über Eure Chefredakteurin herfallt. Aus Respekt vor dem Prinzip. Und von jenen, die - und jetzt wird es richtig dramatisch - ... vor jenen, die dafür fochten, dass man das darf.

Anecken tut weh, löst Streitereien aus und führt immer wieder zum Spalten der sonst vereinten Gemeinschaft. Aber wollen wir nicht einmal ein bisschen davon ausgehen, dass unser Gegenüber emotional intelligent ist und die Meinung des anderen als Fortschritt seiner eigenen Entwicklung versteht? Mit Groll, mit Ärger und - mit Vernunft...

Vielleicht richte ich diese Worte doch gar nicht an meine Abschlussredakteure. Auf jeden Fall ist Bestattung im All seltsam. Zumindest, wenn damit auf die Dramaturgie-Drüse gedrückt werden soll. Und weswegen plante man eigentlich das Zurückkehren der Asche? Soll sie da oben bleiben, zirkulieren, sich verteilen und unbemerkt in einer Sphäre vergehen. Vielleicht ist das mein Standpunkt! Ich bin mir nicht sicher. Vielleicht bin ich eine von jenen, die es für natürlich-richtig erachten, dass die Überreste vergehen müssen. So wirklich habe ich nie darüber nachgedacht. Oder wenigstens habe ich den Gedankengang noch nie zu Ende gedacht. Gewiss ist, dass mit der Showanteil irgendwie missfällt.

Ohne Epilog,
Marianne Jaffke
www.escope-magazin.de



__[ INHALT ]_____________________________________________________

> TV-NEWS
   + "Stargate - Der Film" auf ProSieben
   + "Akte-X": David Duchovny im TV

> KINO-SHORTCUTS
   + "Punisher II"
   + "Magneto"

> WEITERE MELDUNGEN
   + "Battlestar Galactica": "Crashdown" im neuen "Star Wars"-Videospiel
   + "Heroes": Fanartikel Informationen
   + "LOST": Nominierungen für den AZN-Award
   + "Star Trek": Die Suche nach Scottys Asche

> SPECIAL
   "Galactica": Interview mit Tahmoh Penikett

> TV-TIPPS
   + ATV: 5x17 Das Ende der Welt - "Stargate SG-1"
   + Tele5: 3x07 Die neue Generation - "Mission Erde"
   + Tele5: 2x18 Der Sturz des Sonnengottes - "Stargate SG-1"

> WISSENSCHAFT
   + Atlantis wieder auf der Startrampe

> IMPRESSUM



__[ TV-NEWS ]____________________________________________________


> "Stargate - Der Film" auf ProSieben

ProSieben strahlt diese Woche zu Christi Himmelfahrt, dem 17. Mai um 15:10 Uhr den "Stargate" Film von Roland Emmerich aus. Die Wiederholung des Films wird am Samstag um 00:45 gesendet werden.

Kurzinhalt: Ägyptologe Jackson (James Spader) enträtselt das Geheimnis eines uralten Metallrings. Es ist der Schlüssel zu einer anderen Welt. Mit Colonel O'Neill (Kurt Russell) und dessen Soldaten durchschreitet er das Sternentor und landet auf dem Planeten Abydos, der von dem grausamen Sonnengott Ra regiert wird.

(lh - Quelle: Stargate-Project.de - www.stargate-project.de)


> "Akte-X": David Duchovny im TV

In den kommenden Tagen und Wochen gibt es für David Duchovny Fans gleich zwei TV-Termine zu notieren. Bereits am Donnerstag zeigt ProSieben die Komödie "Zoolander" mit Ben Stiller in der Hauptrolle. Dabei hat David Duchovny eine witzige Nebenrolle als ehemaliges und mittlerweile durchgeknalltes Handmodel J.P. Prewitt. Leider erst ab 23.30 Uhr solltet ihr deshalb auf ProSieben schalten. Am 05. Juni wird David Duchovny ab 20.15 Uhr als Chirurg in dem Actionthriller "Playing God" neben einer jungen Angelina Jolie zu sehen sein.
(hb - Quelle: XFiles-Mania.de - www.xfiles-mania.de)



__[ KINO-SHORTCUTS ]_____________________________________________
                   von Christian Mester (cm) - Bereitsgesehen.de

> "Punisher II"

Nach der Indizierung in Deutschland kommt es für "Punisher"-Fans noch schlimmer: Thomas Jane ist offiziell draußen. In einer möglichen Fortsetzung müssen wir ohne den charmanten Bestrafer auskommen der sichtlich am Boden zerstört war, als er die News selbst bekannt gab.

Mehr Informationen dazu:  http://www.bereitsgesehen.de/wbblite/thread.php?threadid=9153

> "Magneto"

Der junge Justin Chatwin steht im Gespräch die Rolle des Magneto zu ergattern, so das Gerücht. Wir erinnern uns, er spielte den Sohn an der Seite von Tom Cruise in Steven Spielbergs "Krieg der Welten".

Mehr Informationen:
http://www.bereitsgesehen.de/wbblite/thread.php?threadid=9154



__[ WEITERE MELDUNGEN ]__________________________________________

> "Battlestar Galactica": "Crashdown" im neuen "Star Wars"-Videospiel

Sam Witwer, der "Battlestar Galactica"-Fans als Lieutenant Alex "Crashdown" Quartararo bekannt ist, wird im, für das Jahr 2008 für die Next-Generation-Konsolen Xbox 360 und PlayStation3 angekündigten, Videospiel "Star Wars: The Force Unleashed" eine der Hauptrollen spielen.

Die "Star Wars"-Saga wird auf diese Weise, im bisher größten Videospiel von LucasArts, fortgesetzt. "SW: The Force Unleashed" setzt nach der "Rache der Sith" ein und soll Einblicke in die Zeit bis zum "Krieg der Sterne, Episode IV" geben.
Witwer übernimmt die Rolle des "geheimen Schülers" von Darth Vader, dessen  Geschichte in diesem Videospiel erzählt werden wird. Die Britin Nathalie Cox wird die Rolle der Juno Eclipse verkörpern.

Haden Blackman wirkt als Produzent an der Erstellung des Videospiels mit, Matt Omerick ist Art Director und Brett Rector Produktionsassistent.

Alle drei Crew-Mitglieder von "The Force Unleashed" sowie die beiden Darsteller Witwer und Cox geben auf dem "Star Wars"-Treff 'Celebration IV', am 25. und 26. in Los Angeles (USA), Presse und Fans Einblicke hinter die Kulissen des neuesten Werkes der LucasArts Entertainment Company.

"Star Wars: The Force Unleased" wird im Frühling 2008 im Handel erwartet.
(sk - Quelle: Caprica City - www.caprica-city.de)


> "Heroes": Fanartikel Informationen

Die Universal Studios Consumer Products Group gab am 14. Mai Informationen zur Lizenzvergabe bezüglich Fan-Artikeln rund um "Heroes" bekannt.

Es sollen Verträge mit örtlichen sowie internationalen Partner sämtlicher Bereiche gemacht werden. Dazu sollen gehören: Kleidung, Accessoires, Sammlerstücke, Verlagsartikel und Spielzeuge.
(bj - Quelle: HEROES news - www.heroes-news.de)


> "LOST": Nominierungen für den AZN-Award

In diesem Monat wird der AZN-Award verliehen, welcher amerikanisch-asiatischen Schauspieler würdigt, die in Film und TV eine herausragende Leistung vollbracht haben.

Daniel Dae Kim (Jin) ist hier mit Naveen Andrews (Sayid) als herausragender Darsteller im TV nominiert, während Yunjin Kim (Sun) als beste Darstellerin nominiert ist. Die Konkurrenz für die "LOST"-Darsteller kann sich jedoch sehen lassen:

Outstanding Actor
- Naveen Andrews - "LOST"
- Daniel Dae Kim - "LOST"
- Masi Oka - "Heroes"
- B.D. Wong - "Law & Order: SVU"

Outstanding Actress
- Kelly Hu - "In Case of Emergency"
- Yunjin Kim - "LOST"
- Parminder Nagra
- ER Sandra Oh - "Grey's Anatomy"

Daniel Dae Kim wird ebenfalls, zusammen mit Grace Park von "Battlestar Galactica" durch den Abend führen.
(kö - Quelle: MenOfFaith.de - www.menoffaith.de)


> "Star Trek 11": Die Suche nach Scottys Asche

Die sterblichen Überreste von Schauspieler James Doohan, die Ende April mit einer Rakete ins All geschossen wurden, können nach ihrer Rückkehr zur Erde im Augenblick nicht geborgen werden.

Das hätte Scotty beim Beamen nicht passieren können: Die Rakete mit der Asche von "Star Trek"-Schauspieler James Doohan sowie rund 200 anderen Verstorbenen ist wie geplant nach zwei Wochen zur Erde zurückgekehrt, dabei jedoch in unwegsamem, bergigem und mit reichlich Vegetation bewachsenem Gelände aufgekommen.

Die Firma, die die Urnen-Ausflüge ins Weltall organisiert, betont in einer Stellungnahme, dass die sterblichen Überreste von Mr. Doohan nicht verloren gegangen sind. Die Weltraumkapsel sei mit vier Peilsendern ausgerüstet, so dass der generelle Aufenthaltsort bestimmt werden könne. Geländeformation und Wetter lassen derzeit jedoch weder eine Bergung zu Fuß noch per Fahrzeug zu.

Deshalb wird Scotty, sobald es die Witterungsverhältnisse zulassen, einen weiteren Rundflug unternehmen - und zwar diesmal im Hubschrauber.
(cj - Quelle: Serienjunkies.de - www.serienjunkies.de)



__[ SPECIAL ]____________________________________________________
                         von Marion Rauhut - www.caprica-city.de

   [ "Galactica": Interview mit Tahmoh Penikett ]


In einer Spezial-Ausgabe des Starbust-Magazins zur Serie "Dr. Who" ist auch ein Artikel über "Battlestar Galactica" zu finden, genauer gesagt, über einen Besuch am Set der Serie in Vancouver. Auch Fans von Tahmoh Penikett, der in der Serie Karl 'Helo' Agathon spielt, können sich freuen - im Mittelpunkt des Artikels steht ein mit ihm geführtes Interview. Darin spricht er über seine Rolle, wie sie sich im Laufe der Zeit verändert hat, was er an der Serie besonders zu schätzen weiß und mit wem er besonders gerne zusammenarbeitet. Außerdem berichtet der Schauspieler, wie wichtig ihm die zuletzt in den USA gelaufene Episode ist - und warum.

> Die Übersetzung

Vancouver - ein sonniger, aber kühler Morgen mitten im Herbst, am Set von "Battlestar Galactica". Tahmoh Penikett, der in der Serie Captain Karl 'Helo' Agathon spielt, ist vor wenigen Minuten angekommen und besorgt sich schnell noch Frühstück vom Caterer, bevor er in seinen Wohnwagen verschwindet.

Der energiegeladene, vor Allem aber hungrige Schauspieler hat noch mehr als genug Zeit zum Essen, denn es dauert noch, bis man ihn in der Maske braucht, um ihn zu Helo zu 'machen', bevor der Dreh beginnen kann. Heute ist der erste Tag des achttägigen Drehs zu der 14. Episode von "Battlestar Galactica", "A Day in the Life", und Penikett kann es kaum erwarten, mit dem Dreh anzufangen.

"Ich hatte dieses Jahr das Glück, wieder mit [dem Produzenten] Michael Rhymer zusammenarbeiten zu dürfen", sagt Penikett. "Er ist einer der Hauptregisseure dieser Serie und einer meiner Favoriten, ganz davon abgesehen, dass er auch ein sehr guter Freund ist. Schon bevor der Dreh zur dritten Staffel überhaupt begann, haben wir uns zusammen hingesetzt und über die ersten paar Drehbücher geredet, so wie über die Richtung, in die sich Helo entwickeln sollte.

Wir haben Helo seit der Miniserie und während der darauffolgenden zweieinhalb Jahre in zahlreichen von Angst dominierten Situationen gesehen, in die er sich natürlich oft selbst bringt, aufgrund seiner Moralvorstellungen und Entscheidungen.

Folglich wollten wir mit der Episode, die wir heute zu drehen beginnen, vor Allem von Helos altem Verhaltensmuster weg, das den Eindruck erweckte, er würde ständig herumjammern und sich beschweren. In ,A Day in the Life' hat er eine andere Meinung als die große Masse, so wie auch schon in ,A Measure of Salvation'. Dieses Mal glaubt die komplette Crew der Galactica an die Integrität einer bestimmten Person, und Helo hat Gründe, an selbiger zu zweifeln.

Er folgt seiner Intuition und ist der festen Überzeugung, dass etwas nicht stimmt, unabhängig davon, dass alle anderen Zeichen dagegen sprechen. Er geht sogar soweit, dass er die Sicherheit von sich und Sharon gefährdet, sowie ihre Integration zurück in die menschliche Gesellschaft, für die sie so hart gekämpft haben.

Das hat zur Folge, dass sogar seine Frau sich fragt, ob Helo da gerade das richtige tut. Diese Episode ist großartig", erzählt der Schauspieler begeistert. "Ich musste gewissermaßen drei Jahre lang darauf warten, und jetzt, da es endlich soweit ist, bin ich der glücklichste Mensch auf Erden", sagt er mit einem Lächeln.

Am Ende der zweiten Staffel von "Battlestar Galactica" wurde Helo sowohl zum Captain befördert als auch zum neuen XO der Galactica, während viele andere Crewmitglieder sich dazu entschlossen, auf New Caprica zu siedeln. Nur ein Jahr später überfielen die Zylonen New Caprica und erklärten das Kriegsrecht über die dort lebende Menschheit.

Die beiden Kampfsterne Galactica und Pegasus hatten aufgrund ihrer waffentechnischer Unterlegenheit keine andere Wahl, als sich zurückzuziehen. Allerdings kehrten sie in dem Zwei-Teiler "Exodus", zu Beginn der dritten Staffel, zurück, um die Zurückgelassenen zu retten.

"Ich bin ein großer Fan der Themen, die in den ersten paar Episoden der dritten Staffel angesprochen werden", merkt Penikett an, "aber man sieht in den einzelnen Szenen nicht viel von Helo. Er ist auf der CIC der Galactica ständig anwesend, so wie auch Admiral Adama und hat aufgrund der Tatsache, dass er der neue XO ist, eine große Menge an Verantwortung übertragen bekommen.

In seiner neuen Position kann er auch Adamas Vertrauen zurückgewinnen und zeigen, wie viel er wert ist, trotz seiner vergangenen Befehlsverweigerungen. Helo ist also der neue XO und spielt eine wesentliche Rolle bei der Rettung der Kolonisten von New Caprica und der Teilnahme am Kampf. Trotzdem dreht sich die Geschichte zu Beginn der dritten Staffel vor Allem um die Geschehnisse auf dem Planeten, um den Kampf der Rebellen gegen die Zylonen und den Fluchtplan.

Zur selben Zeit sieht der Zuschauer, wie Sharon wieder zu einem Offizier gemacht wird, worauf sie und Helo sehr stolz sind. Es gibt eine sehr gefühlsbetonte Szene zwischen den beiden, in der er Sharon sagt, wie viel die Uniform und ihr Dasein als Offizier im Militär ihm bedeutet und dass ihr so viel Vertrauen entgegengebracht wurde."

Selbst nachdem die Kolonisten von New Caprica gerettet worden und sicher auf die Galactica zurückgekehrt sind, geht es nicht reibungslos weiter, wie Penikett erklärt. "Die Crew, sowie der Rest der Menschheit, sind gespalten, denn jeder, der auf dem Planeten war, ist mit einer recht selbstgefälligen Attitüde zurückgekehrt. Sie denken, 'wir mussten mit der Besetzung fertig werden, während ihr Jungs sicher wart und euch für ein Jahr an Board der Galactica und der Pegasus versteckt habt'.

Colonel Tigh zum Beispiel hat immer noch mit den Folgen der Folter zu kämpfen, die ihm angetan wurde, und muss sie verarbeiten. Starbuck ist in einer ähnlichen Situation, und obwohl die beiden Freunde und beinahe wie Bruder und Schwester sind, gibt es gewisse Spannungen zwischen ihnen.

In der Folge 'Collaborators' sehen wir eine kleine Gruppe der Galactica-Crew, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, sich mit jenen Menschen zu befassen, die während der Besetzung mit den Zylonen zusammengearbeitet haben. Die Art und Weise, wie sie diese bestrafen, ist zweifellos hart, und es gibt eine bestimmte Person, die zur Stammbesetzung gehört [Allessandro Juliani, der Felix Gatea spielt], mit der genau so umgegangen wird.

Interessanterweise empfindet Helo ihm gegenüber Sympathie und Empathie, ebenso mit anderen in seiner Position, denn er weiß, wie es ist, wenn man außen vor ist und einem niemand vertraut, sowie Feindseligkeiten und Vorurteile von den Leuten um einen herum zu spüren bekommt."

Helo, der keine Angst davor hat, für seine Prinzipien einzustehen, drückte seine Einwände in der bereits erwähnten Folge "A Measure of Salvation" aus, als Adama und Präsidentin Roslin sich überlegen, biologische Waffen zu benutzen, um die Zylonen auszulöschen.

"Soweit es meinen Charakter betrifft, ist die Auslöschung der Zylonen auf die selbe Art und Weise, wie sie es mit der Menschheit getan haben, heuchlerisch", sagt Penikett. "Das ist ein Genozid, und damit ist er nicht einverstanden, nicht nur, weil seine Frau eine Zylonin ist und sie ein zur Hälfte zylonisches Kind haben, sondern auch, weil er Zylonen kennen gelernt hat, denen man vertrauen kann.

Davon mal ganz abgesehen, dass sie von den Menschen erschaffen wurden, und  ihre Auslöschung ein Verbrechen gegen die Menschheit wäre.

Diese Episode ist sehr wichtig für die Serie und ich hatte eine wichtige Szene, in der Helo mit Adama und Roslin über die ganze Genozid-Thematik diskutiert. Das war eine großartige Gelegenheit für mich. Ich hatte im Laufe dieser Staffel mehrmals die Möglichkeit, mit Eddie zusammen zu drehen, und auch Mary dabei zu haben war ebenso großartig. Für mich war das eine unglaubliche Lernerfahrung, aber das gilt generell für meine gesamte Zeit bei 'Battlestar Galactica'. "

Schaut man zurück auf die Miniserie aus dem Jahr 2003, stellt man fest, dass sich Peniketts Charakter sehr stark entwickelt hat, seit man das erste mal gesehen hat, wie er seinen Platz im Raptor an Gaius Baltar abgegeben hat und auf dem von Zylonen besetzten Caprica zurückblieb.

"Die Autoren der Serie haben eine großartige Arbeit geleistet. Sie haben gezeigt, wie Helo ins Erwachsensein gedrängt wurde und zu einem Mann geworden ist, der feste Moralvorstellungen hat und den Unterschied zwischen richtig und falsch kennt", erzählt der Schauspieler. "Er ist wirklich voll zur Geltung gekommen und hat sich selbst zu einem sehr kompetenten Menschen entwickelt, der, und das ist gar nicht so unwahrscheinlich, eines Tages zu einem Führer werden könnte."

> Über den Job und sein Training

So wie seine Serienrolle im Laufe der letzten drei Jahre gewachsen ist, so hat sich auch Penikett als Schauspieler weiterentwickelt. "Es ist unmöglich, seine Fähigkeiten im Laufe der Zeit nicht zu verbessern, wenn man mit einer so talentierten Gruppe von Schauspielern zusammenarbeitet, sowie mit solch brillanten Autoren und man auch noch daran beteiligt ist, eine solch unglaubliche Geschichte zu erzählen, die sich mit so aktuellen und empfindlichen sozialen, politischen und religiösen Themen beschäftigt", erklärt er.

"Wenn ich im Laufe dieser Serie etwas gelernt habe, dann die Messlatte so hoch wie möglich zu setzen. Und auch hier erwähne ich es wieder, man kann nicht mit solch fähigen Schauspielern zusammenarbeiten und nicht voll dabei sein. Jeder hier ist so engagiert in Bezug auf die Qualität seiner Arbeit. Wie nehmen unsere Rollen sehr ernst.

Während meiner Zeit bei dieser Serie bin ich hoffentlich sehr viel besser bei dem geworden, was ich tue. Ich bin definitiv nicht mehr so grün hinter den Ohren wie früher. Wir drehen jetzt 20 Episoden pro Jahr, was bedeutet, dass ich viel Zeit am Set verbringe und erfahrene Profis wie Eddie Olmos, Mary McDonnell und Michael Hogan beobachte. Das ist wie ein Augenöffner. Sie haben mir beigebracht, als Schauspieler konzentrierter und präsenter zu sein, und das erlaubt es mir, den kreativen Prozess noch mehr zu genießen.

> Über Sharon

Obwohl sie aus zwei verschiedenen Welten kommen - Helo, der Mensch, und Sharon, die Zylonin - haben sie es erfolgreich geschafft, sich an Board der Galactica ein erfolgreiches Leben als Ehepaar aufzubauen. Es hat eine Weile gedauert, aber Sharon hat das Vertrauen der Menschen zurückgewonnen, eingeschlossen Admiral Adama, was zur Folgen hatte, dass er sie wieder als Viper-Pilotin eingesetzt hat. Leider wird der Weg vor ihnen sehr steinig.

"Helo und Sharon erholen sich noch immer von dem 'Tod' ihrer Tochter Hera", erzählt Penikett. "Allerdings finden sie in der Mitte der Staffel [The Ey of Jupiter] heraus, dass ihre kleine Tochter tatsächlich noch am Leben sein könnte, und das bestimmt natürlich ihr ganzes Tun und Denken. Gerade als Sharon das Vertrauen von Adama und der restlichen Menschheit zurückgewinnt, eingeschlossen ihrem Ehemann, erkennt sie, dass sie angelogen worden ist, ebenso wie Helo.

Die ganze Zeit über erzählt ihr Ehemann ihr, dass 'wir nur darum kämpfen müssen, das Vertrauen der Leute zurückzugewinnen, und sie sich dabei selbst bewähren werden'. Jetzt plötzlich stellt sich heraus, dass Helo damit gehörig ins Fettnäpfchen getreten ist, da sie in Bezug auf ihr Kind betrogen worden sind. Die Szene, in der Adama den beiden das erzählt ist so kraftvoll und, wie ich denke, eine der vielen kleinen Wendungen in dem Zwischenfinale der Serie."



__[ TV-TIPPS ]___________________________________________________

> ATV: 5x17 Das Ende der Welt - S"targate SG-1"

Freitag 18.05.2007 - 15:55 Uhr - Ein gewaltiger Asteroid droht die Erde zu vernichten. Um die Katastrophe zu verhindern, will SG-1 mit einem erbeuteten Goa'Uld-Gleiter auf dem Asteroiden landen und ihn mit einer Atombombe in die Luft sprengen. Zuerst läuft alles nach Plan, aber dann stellt Sam fest, dass das Innere des Asteroiden aus reinem Nacquadah besteht. Somit könnte die Atombombe eine Explosion wie eine Supernova auslösen und so ebenfalls das Ende der Erde bedeuten. Die Lage scheint aussichtslos, doch dann hat Sam eine neue Idee. Ihr Plan hat nur einen Haken: SG-1 würde die Aktion nicht überleben...

> Tele5: 3x07 Die neue Generation - "Mission Erde"

Freitag 18.05.2007 - 18:20 Uhr - Ein junges Mädchen versucht aus  Taleonville zu fliehen, wird jedoch von den Taelon-Zwillingen Belle und Steve wieder eingefangen. Unterdessen ruft Dr. Park Liam an und bittet ihn um Hilfe. Sie argwöhnt, dass mit dem jungen Mädchen verbotene gentechnische Experimente gemacht werden.

> Tele5: 2x18 Der Sturz des Sonnengottes - "Stargate SG-1"

Freitag 18.05.2007 - 19:20 Uhr - Apophis, ein alter Gegenspieler der SG-1-Truppe, bittet plötzlich um deren Hilfe, als er von den Todesstrahlen der Goa'uld verfolgt wird. Sie gewähren ihm Schutz und während er auf dem Sterbebett liegt, verspricht er, alle Geheimnisse der Goa'uld preiszugeben, wenn sie ihm einen neuen Körper besorgen. Er sagt, er werde von einem alten und mächtigen Goa'uld namens Sokar, dem Todesgott, verfolgt, der jeden töten würde, der sich zwischen ihn und seinen früheren Feind stellt.



__[ WISSENSCHAFT ]_______________________________________________

> Atlantis wieder auf der Startrampe

Am Dienstag wurde das Space Shuttle nach den Reparaturen im VAB zum zweiten Mal in diesem Jahr zur Startrampe gebracht. Der Start ist für den 8. Juni geplant.

In diesem Jahr war die Atlantis bereits einmal auf der Startrampe gestanden, doch dem für den 15. März geplanten Start kam etwas in den Weg: Ende Februar beschädigte ein Hagelsturm hauptsächlich den externen Tank des Space Shuttles, aber auch den Hitzeschild. Das Space Shuttle musste zur Reparatur zurück ins Vehicle Assembly Building (VAB) gebracht werden und der Start der Mission STS-117 verzögerte sich um mehrere Monate.

Vor kurzem wurden die Reparaturen abgeschlossen. Nun konnte die Atlantis erneut zur Startrampe gebracht werden. Am Dienstag, dem 15. Mai 2007, verließ das Space Shuttle um 5:04 Uhr Ortszeit das VAB.

Der Kettentransporter brachte das Space Shuttle über das Gelände des Kennedy Space Centers in Florida zum Startkomplex 39A, der etwa fünfeinhalb Kilometer vom VAB entfernt ist. Am späten Vormittag erreichte die Atlantis die Startrampe und wurde um 11:47 Uhr dort abgestellt.

Am 30. und 31. Mai wird das sogenannte Flight Readiness Review stattfinden, bei dem alle für die Mission wichtigen Punkte und mögliche Probleme nochmals besprochen werden.

Die Atlantis soll am 8. Juni starten. Bei der Mission STS-117 wird die Crew, bestehend aus Kommandant Frederick Sturckow, Pilot Lee Archambault und den Missionsspezialisten James Reilly, Steven Swanson, Patrick Forrester, John Olivas sowie Clayton Anderson, die S3/S4-Struktur an der Internationalen Raumstation (ISS) anbringen. Clayton Anderson wird auf der Raumstation bleiben und Sunita Williams, die zur derzeitigen Langzeitbesatzung gehört, ablösen. Sie wird mit der Atlantis zur Erde zurückkehren.
(st - Quelle: Raumfahrer.net - www.raumfahrer.net)



__[ IMPRESSUM ]__________________________________________________

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