e!Scope-Magazin
www.escope-magazin.net
[ Der serienübergreifende Newsletter ]
Ausgabe 509 04. Februar 2008
ISSN 1862-3530
__[ INTRO - Majas 1. Streich: Intro zur Redaktionsanekdote ]___
von Marianne Jaffke
Liebe Leserinnen und Leser,
unsere Jubiläumsaktionen brummen (noch bis zum 22.02.), und nach wie vor gewähren Ihnen einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von e!Scope, und unseren Partnerseiten, in den "Redaktionsanekdoten" interessante, witzige und denkwürdige Einblicke in ihre redaktionelle Laufbahn. Wir hoffen, dass Sie bis jetzt genauso viel Spaß wie wir an dieser Idee hatten!
Übrigens, heute startete unsere 3. Gewinnspielphase. Mehr Infos zu unserer Jubiläumsaktionen finden Sie hier: http://www.escope-magazin.net/gewinnspiel.php.
Und, so wie sich's gehört, können Sie ihrem liebgewonnenen e!Scope-Newsletter natürlich auch Glückwünsche mit auf den Weg geben! Über 500 Ausgaben und 2 Jahre Laufzeit... So lange hält kaum ein Aldi-Toaster. Deshalb, sputen Sie sich und werfen Sie einen Klick in unseren Jubiläumsthread, bevor e!Scope noch älter und noch ehrwürdiger geworden ist: http://www.sf-community.de/showthread.php?goto=newpost&t=8442
In der heutigen Anekdote stellt sich Ihnen Marianne Jaffke vor, die für e!Scope lange Zeit "Frau für alles" und dann sogar 1 Jahr lang Chefredakteurin (mit viel Humor und klaren Grundsätzen) war. Ebenso war sie wichtiger Teil des Gründer-Teams, das dieses Magazin überhaupt erst möglich machte, und sie holte jede Menge wichtige Mitarbeiter dazu, die noch heute frisch am Werk sind. Majas Internetkarriere begann aber schon lange vor unserem Newsletterprojekt und hat tiefe Wurzeln in den selbstgebastelten Fanzines aus grauer Vorzeit... Wer soviel erlebt und erreicht hat, kann natürlich ebenso vieles dazu berichten. Deshalb lesen Sie heute zunächst das Intro zu Majas eigentlicher Redaktionsanekdote, und in Kürze dann den Hauptteil ihres steilen Weges durch die Welten des WWW. Die Redaktion erteilt nun der verehrten Maja das
Wort:
Sehen Sie, mein Neffe, der Karl, der kann ziemlich gut quietschen. Schon 1997, im zarten Alter 13 Jahren, zeigte sich diese Begabung, nämlich als wir im familiären Zeltlager des Abends abwuschen und er demonstrativ einen Teller hochhielt, ein wenig mit dem Handtuch darauf herumwischte und währenddessen ein Geräusch von sich gab, als würde gerade ein hartnäckiges Fenster geputzt werden.
Seither habe ich bei mehreren Gelegenheiten Ähnliches demonstriert, um meine Umgebung mehr oder minder wirksam zu unterhalten. Anfangs auch mit Tellern, was nicht so gewinnbringend war, später erfolgreich mit Halb- und Vollglatzen. Irgendwie muss man sich ja ordentlich über sowas lustig machen. Zur Kunst wird die Aktion, wenn das Opfer den Vorgang nicht bemerkt, sehr wohl aber jeder andere Anwesende.
Wie dem auch sei...
Damals im Zeltlager redeten wir beide wie immer über unser Lieblingsthema: 'Star Trek' und verwandte Konsorten. Und über das konkurrenzschwache Angebot an greifbaren Magazinen zum Thema (das ist heute ja ganz anders; es war zwar bereits die Zeit der 'SPACE VIEW' und 'TV HIGHLIGHTS', und außerdem stand Torsten Dewi vor der Tür, mit seinem wunderbaren 'SF-Guide'... aber das ist ja kein Vergleich zur Quantität des Lesestoffs, die man dieser Tage online oder im Presseshop konsumieren kann). Man müsste doch im Grunde etwas Eigenes auf die Beine stellen, kamen Neffe und Tante überein (Altersunterschied: zwei Jahre).
Diese Idee hatten zur gegebenen Zeit an die zehn Prozent des unvernetzten Fandoms in Mitteleuropa.
( --- Im Gegensatz zu den Prozentzahlen des vernetzten Fandoms… daran nahm ich in den 90ern noch nicht teil, da weiß ich nix davon... das virtuelle ist übrigens nicht das einzige Netz watt jibt --- )
Und es ist eigentlich eine Schande, wie schlecht wir über Archivierung aufgeklärt sind! Ja. Nämlich. Denn: Würde die Masse wissen, dass selbst Laienwerke sehr wohl mit Kusshand von regionalen und deutschlandweiten Bibliotheken entgegen genommen werden zwecks Verewigung und Katalogisierung: Tja, dann könnte ich meine Zehn-Prozent-Behauptung beweisen. Aber ich kann es nicht. Denn kaum jemand hat seinem Fanzine ein öffentliches Archivierungsexemplar abgezweigt.
Doch ich denke, ich kann die eine Behauptung mit einer anderen untermauern:
Wagt man sich hin zu einem Trekdinner, dann trifft man immer jemandem, der mal ein Fanzine mitfabriziert hat (das Wörtchen Fanzine ist übrigens kurz für den englischen Begriff 'fan magazine' und bezeichnet so ziemlich jedes zusammengekleisterte Heftchen, dass von den Träumern unserer Nachbarschaft in die Welt geschubst wurde). Und was glauben Sie denn, wie viele Trekdinner es in den Endspurtjahren vor dem Millennium gab? Hm? Richtig! Ganz schön viele! Lang lebe TNG und gesegnet sei Avery Brooks!
Fanzines gab es also zuhauf. Man kam nur schlecht dran. Man wusste nix. Also erfand man selbst. Und als das WWW populär wurde (in unserem Fall 1997), veröffentlichten viele die Inhalte jener Fanzines zusätzlich auf passenden Webseiten. Das größere Publikum reizt nicht erst 2008.
Auch schon zu jener Zeit gab es Communities und sehr persönliche Homepages, regelmäßig befüllt mit Tagebucheinträgen. Ich weiß also gar nicht, was die Aufregung um die ach so neue Blog-Kultur und Facebook-Wimmelei soll. Ich nehme das Ganze wahr als eine Verschönerung derselben Spielidee (sehr zufrieden stellende Verschönerung!). Das gab’s 1997 schon. Nur eben nicht mit
'Web 2.0'- Technologie. Die schreibenden Webmaster (heute: Blogger), die rumprobierenden Homepage-Zusammenbastler (heute: 'mySpace'-ler) und nach Bestätigung suchenden Forenuser (heute: 'StudiVZ'-like) sind keine mystischen Sagenwesen. Sie sind ganz klar Vorläufer derselben Sache.
Wir sind sogar noch immer da!
Uh, ich bin schon wieder weitab vom Thema. Es geht ja eigentlich um den quietschenden Neffen, der unserem Fanzine zu jeder Ausgabe 'Astronews' beisteuerte. Der später seiner Leidenschaft im Raumfahrer.net nachging. Der heute der EU entfernt ist, ein Auslandssemester erlebt, und unter island.pikarl.de vor sich hin bloggt.
Es geht um all die seltsamen Web-Karrieren der e!Scoper. Es geht um Lorenz Ulrich und Jens Renner. Wo immer sie auch sind. Lorenz dirigiert bestimmt gerade irgendein Orchester. Und der noch immer mitwuselnde Marvin Luchs macht Party. Und Martin Ackermann beweist Rückgrat in südländischen Büros. Und das Jesiversum.de bloggt schon wieder noch nicht! Was David Langkamp wohl gerade anstellt?
Vielleicht sollte ich von Peter Glotz erzählen, zu seiner redaktionellen Taufe ein und dieselbe Newsletterausgabe in mehrfacher Ausfertigung an die Leser schickte. Mächtig gewaltig. Heute kümmert er sich um eins der zwei besten Onlinemagazine moderner Phantastik: Caprica-City.de.
Das andere ist übrigens HP-Xperts.de. Saubere Arbeit!
Vielleicht klopfe ich auch Berit Jensen auf die Schulter, die mittlerweile schwere Lasten für e!Scope schleppt (so to speak) und vermutlich meint, das würde nicht wahrgenommen. Wird’s aber. Nicht von den Lesern. Dafür vom Rest der Familie.
Und dem Jörn Podehl, der leichtgläubig seinen Finger reichte und uns (dem TTZE, dem teuflischen TrekZone-Establishment) damit Gelegenheit gab, ihn am Arm zu packen und an Bord zu zerren… ja, ihm übermittle ich Grüße. Ist gar nicht so schlecht geworden, die Sache, oder? 500 Ausgaben e!Scope. Nice. Äh, ich meine: schön! Auch wenn das genauso wenig stimmt wie die Sache mit der 2008. Wir haben Siebzehnhundert-haumichtot, das weiß doch jeder. Die Apokalypse kommt erst noch.
Diskreter Link zum Gewinnspiel des Jubilars:
http://www.escope-magazin.net/gewinnspiel.php
Ich soll hier ja eigentlich eine Anekdote liefern. Das fictiongeboxte Gehirn (das sich als Einziges hier angesprochen fühlt) bat darum. Aber ich hab keine. Vielleicht nächstes Mal. Wieder nix geworden aus dem Vorhaben, auf etwas hinaus zu wollen… obwohl, wollte ich sehr wohl! Bin nur nicht angekommen.
Was soll man auch erzählen? Das einzige, was hängen bleibt, ist, dass ein jedes Willkommen-in-der-Redaktion-Einweisungsgespräch-Chat-Dingengs-Messenger-Talk gleich abläuft (jeder Anfänger fragt dieselben Sachen nicht, bedankt sich in vertrautem Überschwang für die Geduld, hält sich fälschlicherweise für den allergrünsten Depp'). Und niemand glaubt’s mir! Schon gar nicht währenddessen.
Der bereits erwähnte Peter Glotz schrieb übrigens das Intro der 500. Ausgabe eines total unerwähnten anderen Newsletters. Ich zitiere aus dem Jahre 2000: 'Ein bisschen stolz sind wir darauf natürlich schon und hoffen, dass Sie, liebe Leser, uns auch für die nächsten fünfhundert Ausgaben die Treue halten.'
In diesem Sinne,
Marianne Jaffke
www.newsletterprojekt.de
__[ INHALT ]_____________________________________________________
> TV-NEWS
+ "Spider-Man"-Serie: Tricia Helfer spricht Black Cat
+ "The 4400": In der Associated Press
+ "Lost": Quoten zum Auftakt der 4. Staffel
+ "Doctor Who": Die Weihnachtsinvasion gekürzt
+ "Atlantis": Mittwochsquoten
+ "Stargate": Bill Dow kommt nach Deutschland
+ "Doctor Who": Kinotrailer für vierte Staffel
+ "Primeval" bekommt 3. Staffel
+ "Star Wars: The Clone Wars": Eine Padawan für Anakin
> KINONEWS
+ "Books of Blood": Verfilmung von Barker
+ "Star Trek XI": Mehr als nur eine Enterprise im Film?
+ "Star Trek XI": Yelchin sieht grün
+ "Akte X 2": Chris Carter spricht und Weiteres!
+ "Star Trek XI": Keine PC- und Videospiele
> WEITERE MELDUNGEN
+ "Angel": Furios-Düstere Rückkehr in "After the Fall"
+ "Galactica" Olmos bekommt eigenen Asteroiden
+ "Dark Angel": Jessicas Hochzeitspläne
> SPECIAL
Interview: Autor Stan Nicholls im Interview, Teil drei
> TV-TIPPS
+ Pro7: 4x17 "Reines Gewissen - Alias: Die Agentin"
+ Pro7: 1x14 "Alptraum - Supernatural"
> LESERBRIEFE
> IMPRESSUM
__[ TV-NEWS ]____________________________________________________
> "Spider-Man"-Serie: Tricia Helfer spricht Black Cat
"Battlestar Galactica"-Zylonin Tricia Helfer wird in der neuen Zeichentrickserie "The Spectacular Spider-Man" die Figur Black Cat sprechen.
Bei "Kids WB" können Sie einen kurzen Trailer anschauen, in dem Tricia Helfers Charakter allerdigns nicht vorkommt.
Die neue Serie startet am 8. März dieses Jahres bei "CW Network", einem Kinderkanal von "Warner Brothers". Neben Tricia Helfer wird Lacey Chabert, die in ihrer Jugend im spektakulären Mega-Flop "Lost in Space" spielte, Gwen Stacy, eine von Spider-Mans Freundinnen sprechen.
Die Serie soll Spider-Man in seinen Jugendjahren an der High School zeigen und den Helden einem neuen, jungen Publikum nahe bringen.
Black Cat war sowohl Gegnerin von Spider-Man als auch vorübergehend seine Freundin. Der Charakter wurde Ende der siebziger Jahre von Comic-Legende Marv Wolfmann geschaffen. Ursprünglich verfügte die Figur über keinerlei Superkräfte, hatte jedoch außergewöhnlich gute Reflexe und herausragende Geschicklichkeit und Ausdauer. Später bekam sie dann die Fähigkeit, Wahrscheinlichkeitsfelder manipulieren zu können.
(ne - Quelle: Caprica City - www.caprica-city.de)
> "The 4400": In der Associated Press
Die Rettungskampagne von "The 4400" hat für ein solches Aufsehen gesorgt, dass sich ein Reporter der "Associated Press" (AP) damit beschäftigt hat.
Vor Tagen erreichte die Aktion ihren Höhepunkt, und der Bericht handelt von den Mitwirkenden, den Teilnehmern und auch vom vorläufigen Ergebnis der Aktion.
Eine Firma, die Sonnenblumenkerne verkauft, hilft Fans von "The 4400" ihre Show zu retten. "Giants Snacks LLC" wird von den Brüdern Jay und Tom Schuler betrieben und hat ca. 1700 an Sonnenblumenkernpackungen für die Aktion verkauft und verschickt. Normalerweise nimmt die Firma nur nationale Bestellungen an und haben für diese Aktion eine Ausnahme gemacht.
Die Kampagne ahmt die "Jericho"-Kampagne nach, bei der der Sender CBS mit 25 Tonnen Nüssen überzeugt wurde, die Serie fortzusetzen. Eine der Organisatoren der Kampagne, June Terrell aus Memphis, machte "Giant Snacks LLC" online ausfindig. Die Firma, die damals für "Jericho" die Nüsse lieferte, hatte kein Interesse an der Kampagne, da sie sich noch von der Nussaktion erhole. Da sich "Giant Snacks" in Minnesota befindet, dem Geburtsort von Joel Gretsch (Tom Baldwin), hofft Terrell, dass sie besonders viel Glück bringt.
Der Artikel geht auch auf die Stimmen der Fans ein. Ein Fan ließ verlauten, dass sie zumindest auf ein würdiges Ende eines großartigen Märchens, das eines Tages Realität werden könnte, hoffen. Außerdem würde die Geschichte nicht nur für Unterhaltung sorgen, sondern verleite auch dazu, die persönlichen, religiösen und politischen Werte neu zu evaluieren.
Auf Anfrage der AP hat das USA Network am letzten Donnerstag keinen Ansprechpartner vorweisen können, der sich zu der Aktion äußern wolle. Wir halten Sie weiterhin auf dem Laufenden.
(sn - Quelle: Die4400.de - www.die4400.de)
> "Lost": Quoten zum Auftakt der 4. Staffel
Na, das war doch ein Auftakt nach Maß! Dem Großteil der Fans hat die erste Folge der 4. Staffel super gefallen, und auch der Sender "abc" ist glücklich.
Bereits das Special "Past, Present & Future" vor dem Start der ersten Episode verfolgten 13,06 Millionen Zuschauer! Der eigentliche Staffelstart nahm dann im Vergleich zum Finale der 3. Staffel nochmal über 2 Millionen Zuschauer auf, so dass letztendlich 16,07 Millionen um 21 Uhr "abc" eingeschaltet hatten. Bleibt zu hoffen, dass es so weiter geht.
(hs - Quelle: MenOfFaith.de - www.menoffaith.de)
> "Doctor Who": Die Weihnachtsinvasion gekürzt
Während man sich darüber freuen kann, dass mit "Die Weihnachtsinvasion" ein treffender deutscher Titel für das erste "Who"-Christmas-Special gefunden wurde, werden die deutschen Zuschauer 15 Minuten weniger "Who"-Spielzeit bekommen als die Briten.
Die Special-Folge dauert im Original genau eine Stunde. Der Sendeplatz bei Pro7 ist allerdings laut TVinfo der von 18:10 bis 19:10. Damit kommt man auf die übliche Sendedauer von 45 Minuten plus Werbung. Da die BBC die Gepflogenheit hat, lange Episoden für den Verkauf in andere Länder selbst zu schneiden - wie es bei "Life on Mars" der Fall war - könnte es sein, dass Pro7 diesmal keine Schuld trifft.
Eine Schlussfolgerung liegt nahe: Wenn die BBC selber Hand an die Folge gelegt hat, wird die Folge wohl kaum auf DVD ungeschnitten erscheinen. Es wäre natürlich lobenswert, wenn dies tatsächlich der Fall wäre - so ist eigentlich davon auszugehen, dass die Folgen auf der deutschen Staffel-1-DVD-Box ungeschnitten sind. Aber ob das tatsächlich der Fall ist, wird man erst im März wissen. Die DVDs der ersten Staffel werden am 18.03. erscheinen.
(cp - Quelle: fictionBOX.de - www.fictionbox.de)
> "Atlantis": Mittwochsquoten
Auch am vergangenen Mittwoch zeigte RTL II wieder seinen über Jahre bewährten Science-Fiction- Mittwoch. Dieser setzt sich gegenwärtig aus einer Erstausstrahlung der neuen Serie "Heroes", sowie der dritten Staffel "Stargate Atlantis", der Wiederholung der zweiten Staffel "Stargate Atlantis" und der Erstausstrahlung der zweiten Staffel der Neuauflage des Science-Fiction-Klassikers Kampfstern Galactica, "Battlestar Galactica", zusammen.
Nach den auf ganzer Linie enttäuschenden Zahlen der letzten Wochen, ging es dieses Mal zumindest wieder leicht bergauf.
Den Anfang machte wie üblich eine Folge der US-Hitserie "Heroes", die letztes Jahr auf dem Sender ihr Debüt feierte. In der letzten Woche galt es zum ersten Mal, direkt gegen die Konkurrenz durch "DSDS" anzutreten, und man merkte den Zuschauerzahlen deutlich an, dass die Zuschauerschaft des neuen Formates noch nicht ganz gefestigt ist. Diese Woche kehrten jedoch erfreulich viele Zuschauer zurück, und so überzeugte die Folge "Die Firma", ganz nebenbei gesagt die vielleicht beste Folge der ganzen Staffel überhaupt, mit 1,11 Millionen Werberelevanten und einem Marktanteil von 8,4%.
Auch für die anschließende Erstausstrahlung der Folge "Die Arche" aus der dritten Staffel "Stargate Atlantis" ging es wieder leicht bergauf, in Anbetracht des Tiefstand der Vorwoche. 0,85 Millionen Zuschauer zwischen 14 und 49 Jahren entschieden sich für die Folge. Die daraus resultierenden 6,6% Marktanteil sind zwar weit entfernt von den Höchstwerten der Serie, angesichts der starken Konkurrenz dürfte man bei RTL II aber trotzdem noch zufrieden sein.
Sehr düster sah es indes für die Wiederholung des Finales der zweiten Staffel, der Folge "Die Verbündeten", aus. Im Wochenvergleich musste man, trotz der schwachen Zahlen der Folge "Inferno" noch einmal Zuschauer abgeben und kam so auf lediglich 0,60 Millionen 14- bis 49-Jährige. Beim Marktanteil blieb es bei den unterdurchschnittlichen 5,7% der Vorwoche. Ab nächster Woche darf sich auf diesem Sendeplatz die Roddenberry-Serie "Andromeda" versuchen. Ob sie es besser machen wird als die letzten Folgen von "Stargate Atlantis"? Wir werden sehen.
(ät - Quelle: Stargate-Project.de - www.stargate-project.de)
> "Stargate": Bill Dow kommt nach Deutschland
Am Sonntag dem 2. März öffnen sich zum 25. Mal die Türen der Halle Münsterland in der Kreisstadt Münster für die beliebte und bekannte Internationale Film & Comic / DVD & Figuren Börse.
Alles was das Fan- und Sammlerherz begehrt wird zu finden sein: ANIMÉ & MANGA Material, "SAILOR MOON", "POKÉMON" & "DIGIMON"- Comics, Videos, DVDs, Model-Kits, Wandscrolls, T-Shirts, Pins, Games, CDs, Soundtracks, Toys, Trading-Cards, Plakate, Cellboards, Artbooks, Magazine, Poster, Figuren, US-Comics, Computerspiele, Postcards, Hörspiele, Fotos, Autogrammkarten und vieles mehr...
Wie schon in der Überschrift angekündigt, wird der Schauspieler Bill Dow, der im "Stargate"-Universum den intelligenten und gleichzeitig etwas anderen Wissenschaftler Dr. Bill Lee verkörpert, auf dieser Veranstaltung anwesend sein und während seiner Signier- und Autogrammstunde auch noch einige Fragen der dortigen Fans beantworten.
Wir von Stargate-Project werden die Gelegenheit bekommen, mit Bill auf der Veranstaltung ein Interview führen zu dürfen. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, dass Sie uns Ihre Fragen an Bill Dow mitteilen können. Jeder der eine Frage hat, kann diese in unser Forum (Link zum Forum) schreiben, und hat so die Chance, dass seine Frage dem Schauspieler gestellt wird. Wir bitten allerdings darum keine Fragen bezüglich der Zukunft von "Stargate Atlantis" oder der weiterführenden Charakter/Storyentwicklung zu stellen. Diese Fragen werden nicht aufgenommen da die Darsteller darauf keine Antwort geben können.
In Zusammenarbeit mit dem Veranstalter verlost www.Stargate-Project.de jeweils zwei Mal eine Eintrittskarte für diese Veranstaltung. Um eine dieser Karten zu gewinnen, müssen Sie nur die folgende Frage richtig beantworten.
(mb - Quelle: Stargate-Project.de - www.stargate-project.de)
> "Doctor Who": Kinotrailer für vierte Staffel
Ab dem 01.02. wird landesweit in britischen Kinos ein Werbespot für die vierte Staffel von "Doctor Who" zu sehen sein. Die Kinos der Ketten Odeon, Cineworld und Empire werden den Spot vor den aktuellen Filmen wie "Cloverfield" oder "Rambo" präsentieren.
Der Spot ist das Ergebnis eines Vertrages zwischen der BBC und "Carlton Screen Advertising". Naomi Gibney, verantwortlich fürs Marketing bei BBCVision meinte: "Dies ist eine wunderbare Gelegenheit für die BBC neue Zuschauer mit einer aufregenden Vorschau für die neue Serie von 'Doctor Who' zu erreichen."
Es ist nicht das erste Mal, dass die neue Serie auf diese Weise beworben wird. Für das Christmas-Special "Voyage of the Damned" waren im letzten Dezember schon Kinotrailer gezeigt worden. Die vierte Staffel von "Doctor Who" beginnt im Frühjahr dieses Jahres - vermutlich am 05. April.
(cp - Quelle: fictionBOX.de - www.fictionbox.de)
> "Primeval" bekommt 3. Staffel
Wie bereits am Mittwoch bekannt gegeben wurde, hat ITV die Serie um eine dritte Staffel verlängert.
Die Serie erreicht regelmäßig über 5 Millionen Zuschauer, und lässt damit selbst die "The One an Only talent Show" der BBC um über 200.000 Zuschauer hinter sich.
ITV möchte Mitte dieses Jahres eine Aktion starten, in welcher die Fans aufgerufen sind, eine eigene Kreatur zu schaffen, welche dann in der dritten Staffel verwendet wird.
Tim Haines, der ausführende Produzent von "Impossible Pictures", fügt hinzu: "Wir sind extrem stolz auf 'Primeval' und hoch erfreut über die zweite Staffel. Deren Popularität demonstriert, dass man Charaktere in CGI kreieren kann [die Saurier] auf die die Zuschauer ansprechen. Indem wir ihnen die Möglichkeit geben, selbst ein Monster für die dritte Staffel zu erschaffen, bekommen wir die Möglichkeit, dass sich die Fans noch verbundener mit der Serie fühlen."
(rl - Quelle: fictionBOX.de - www.fictionbox.de)
> "Star Wars: The Clone Wars": Eine Padawan für Anakin
Bereits dieses Jahr erweitert "Star Wars: The Clone Wars" das "Krieg der Sterne"-Universum mit einer Menge Überraschungen.
Das berichtet Starwars.com.
Diese Woche beginnt Lucasfilm damit, einige dieser Überraschungen auf den Spielzeugmessen auf der ganzen Welt ein Stück weit zu enthüllen. Unter den vorgestellten neuen Spielzeugen und Sammlerartikeln, darunter viele aus der "Clone Wars"-Fernsehserie, findet sich neben bekannten Figuren, wie Obi-Wan, Anakin und Yoda, auch eine geheimnisvolle neue Padawan namens Ahsoka Tano.
Weiter heißt es: Diese junge Togruta brennt darauf, sich als würdige Schülerin ihres kühnen Meisters Anakin Skywalker zu beweisen. Sie hat großes Talent im Lichtschwertkampf und als Pilotin gezeigt und verspricht, eine würdige Jedi zu werden.
(md - Quelle: SF-Radio.net - www.sf-radio.net)
__[ KINONEWS ]___________________________________________________
> "Books of Blood": Verfilmung von Barker
Nach "Midnight Meat Train" und dem "Hellraiser"-Remake wartet auf die Clive Barker-Fans schon die nächste Umsetzung eines seiner Bücher.
Die "Bücher des Blutes" war eine sechsteilige Sammlung von Geschichten, die zwischen 1985 und 1986 erschienen.
In der nun kommenden Verfilmung "Books of Blood" konzentriert man sich auf eine Story aus Band 1, in der ein Psychologe einen Mordfall untersucht und am Tatort eine Tür ins Jenseits entdeckt.
Barker wird das Projekt selbst produzieren, John Harrison inszenieren. Die Hauptrollen übernehmen Sophie Ward und Jonas Armstrong.
(cm - Quelle: Bereitsgesehen.de - www.bereitsgesehen.de)
> "Star Trek XI": Mehr als nur eine Enterprise im Film?
TrekMovie berichtet, dass ScreenRant etwas Neues zur Story des Film erfahren haben will. Achtung der folgende Inhalt ist spoilerhaltig!
So soll nicht nur die "Next Generation"-Folge "Die alte Enterprise" einen Einfluss auf den Film gehabt haben, es soll auch eine alternative Zeitlinie im Film geben. Zusätzlich zu dem Zeitreise-Plot, den es eh schon gibt:
"... in einer alternativen Zeitlinie wird es eine deutlich andere Version der NCC-1701 geben. Nach dem, was mir erzählt wurde, wird das eine ziemlich abgefahrene Version. Im Wesentlichen ein reines Schlachtschiff."
In einem Inteview im letzten Oktober meinte Roberto Orci, dass es Bezüge zu "Next Generation" gibt, die für die Story ausschlaggebend seien.
(uw - Quelle: TrekZone Network - www.trekzone.de)
> "Star Trek XI": Yelchin sieht grün
Der neue Chekov erzählt eine neue Kleinigkeit. - Mini-Spoiler -
TrekMovie berichtet, dass Anton Yelchin derzeit auf Promo-Tour für seinen neuen Film "Charlie Bartlett" ist. Die Kollegen von "Rotten Tomatoes" haben ihn dazu interviewt.
Als das Gespräch auf den Dreh mit Greenscreens kam, meinte Yelchin zu seiner Arbeit bei "Star Trek XI":
"Chekov ist nur auf der Enterprise. Vieles davon ist Greenscreen. Ich meine, die Enterprise selber. J.J. versucht so viel wie möglich ohne Greenscreen zu drehen, aber ich glaube viel ist offensichtlich Greenscreen. Das, worauf ich schaue, wenn ich die klingonischen Kriegsschiffe sehe."
TrekMovie hat seine eigenen Quellen befragt, und es scheint, als ob tatsächlich neben Romulanern auch Klingonen im Film vorkommen. In welchem Zusammenhang, und ob die Enterprise mit den klingonischen Schiffen kämpft, ist nicht bekannt.
(uw - Quelle: TrekZone Network - www.trekzone.de)
> "Akte X 2": Chris Carter spricht und Weiteres!
Erneut gibt es einige Neuigkeiten zum zweiten "Akte X"-Film, welcher bekanntlich derzeit in Vancouver gedreht wird.
Noch immer warten Fans sehnsüchtig auf den ersten Trailer zum Film. Anscheinend gab es deshalb jemanden der aus Langeweile einen eigenen Trailer zusammengebastelt und diesen als 'exklusiven' Kinotrailer auf Youtube veröffentlicht hat. Den Trailer findet ihr bei uns. Am vergangenen Sonntag fand der "Superbowl" statt, und der frühere Sender (FOX) von "Akte X" übertrug das Spiel, weshalb auch vermutet wurde, dass es in irgend einer Form einen ersten Teaser-Trailer zum Film geben könnte. Sollte sich etwas ergeben haben, informieren wir euch natürlich umgehen.
Xzibit teilte in seinem aktuellsten Blog-Beitrag mit, das er nun ein paar Tage frei bekommen hat, und nicht vor der Kamera stehen muss. Noch immer scheinen die Dreharbeiten, laut seinen Worten, hauptsächlich Nachts stattzufinden.
Erneut hat die "USA Today" etwas neues von Chris Carter zu vermelden. "Als wir das erste Mal am Set waren und ich beide (Duchovny und Anderson) zusammen sah, bekam ich Schüttelfrost. Zwischen ihnen herrschte schon immer eine Chemie, die im heutigen TV sehr selten ist," wird Chris Carter zitiert. "Es war als hätten wir unsere Familie wieder zusammen." Laut "USA Today" gehört der zweite "Akte X"-Film zu den acht Filmen in diesem Jahr, die man gesehen haben sollte.
(hb - Quelle: XFiles-Mania.de - www.xfiles-mania.de)
> "Star Trek XI": Keine PC- und Videospiele
Der Rechteinhaber Bethesda plant kein Spiel zum Film zu veröffentlichen.
TrekWeb berichtet, dass die Gamer-Homepage FiringSquad neue Informationen vom Rechteinhaber der "Star Trek"-PC- und Videospiele, Bethesda, hat.
Demnach sei nicht geplant, ein Spiel zum Film herauszubringen. Der Sprecher von Bethesda, Pete Hines, bestätigte dies. "Dennoch wird es wirklich interessant, den Film zu sehen. Wenn ihn jemand richtig toll machen kann, dann J.J. Abrams", meinte Hines.
Auch werde das Tochterunternehmen "ZeniMax Online Studios", das für Onlinespiele zuständig ist, nicht die Weiterentwicklung von "Star Trek Online" übernehmen. "Ich glaube nicht, dass das etwas wäre, an dem ZOS Interesse hätte."
Auf die Frage, ob Bethesda denn überhaupt noch weitere Trek-Spiele veröffentlichen werde, oder einfach die aktuelle Lizenz auslaufen lasse, antwortete Hines: "Das steht noch nicht fest."
(uw - Quelle: TrekZone Network - www.trekzone.de)
__[ WEITERE MELDUNGEN ]__________________________________________
> "Angel": Furios-Düstere Rückkehr in "After the Fall"
Joss Whedon ("Buffy", "Serenity/Firefly") bringt erneut einen seiner alten Helden zurück! Es scheint, als hätte er ein neues Faible für Comics entwickelt, denn nachdem er sich Projekten wie "Spike - Shadow Puppets" und "Spike - Assylum" zuwandte, hat er ja schon mit der achten Staffel "Buffy" in Form eines Comicheftes bewiesen, dass man TV-Serien auch in anderen Formaten würdig fortführen kann.
Auf Grund des Erfolges blieb natürlich nicht aus, dass auch die Serie "Angel" in dieser Form weiter geführt werden sollte, was nun seit November 2007 in den USA der Fall ist!
Inhaltlich knüpft die Geschichte an das Ende der 5. und letzten TV-Staffel an. Auch hier beweisen großartige Autoren (darunter Brian Lynch), neben Whedon und Zeichnern wie Franco Urru großartiges Talent.
Vorsicht Spoiler zur letzten TV-Staffel von "Angel"!
Nachdem L.A. von der Anwaltskanzlei "Wolfram & Hart" buchstäblich in die Hölle gejagt wurde, herrscht dort Schrecken und Chaos. Die wenigen Überlebenden finden in einem verlassenen Hotel Unterschlupf, welches durch die verbleibenden Mitglieder von Angels ehemaligem Team bewacht wird.
An dieser Stelle sei nicht allzu viel verraten! Dies heben wir uns für das bald erscheinende Review zu "Angel-After The Fall" auf. Verraten sei nur so viel: Nicht alle Charaktere sind im TV-Finale gestorben, und der offensichtliche "Big Bad" der Staffel wird wohl jeden Fan der Serie gleichermaßen schockieren!
Letztlich ist also zu empfehlen, sich das Comicheft (erhältlich bei Black Dog) inklusive seiner Nachfolger zu Gemüte zu führen, da alleine die Illustrationen die Investition wert sind! Was Action und Horror angeht, kommen Comic- und Serienfans gleichermaßen auf ihre Kosten…
In diesem Sinne: Viel Spaß beim Lesen, und für diejenigen, die nicht selber übersetzen wollen, folgt auf fictionBOX bald das Review zu den ersten fünf Ausgaben, sobald diese im Handel erhältlich sind.
(sa - Quelle: fictionBOX.de - www.fictionbox.de)
> "Galactica" Olmos bekommt eigenen Asteroiden
"Sci Fi Wire", die Nachrichtenseite des "Sci Fi Channel", berichtet, dass nach Angaben des "NASA Jet Propulsion Laboratory" ein Asteroid nach Edward James Olmos benannt wurde.
Der Astronom Tom H. Burbine aus Massachusetts schlug vor, dem Himmelskörper "1993 EO" den Namen des Schauspielers zu geben. Der Asteroid heißt nun "5608 Olmos". Mit dieser Aktion soll Edward James Olmos Engagement für wohltätige Zwecke gewürdigt werden.
Zuvor wurde, bereits auf Anregung des Astronomen, dem "Star Trek"-Schauspieler George Takei (Sulu) die gleiche Ehre zuteil.
(ne - Quelle: Caprica City - www.caprica-city.de)
> "Dark Angel": Jessicas Hochzeitspläne
Die ehemalige "Dark Angel"-Darstellerin Jessica Alba und ihr Verlobter Cash Warren haben sich dazu entschlossen ihre Hochzeit nicht zu einem extravaganten Ereignis aufzubauschen.
"Jeder, den ich kenne, hasst Hochzeiten", sagt die Schauspielerin in einem Interview. Deswegen wolle sie eher standesamtlich heiraten und danach eine große Party für Familie und Freunde werfen. "Ich war auf großen, schönen und romantischen Hochzeiten, aber ich würde lieber eine fette Party schmeißen."
Im Dezember 2007 wurde bekannt, dass Jessica schwanger ist und nur zwei Wochen später wurde ihre Verlobung mit Cash Warren bestätigt.
(bü - Quelle: myFanbase - www.myfanbase.de)
__[ SPECIAL ]____________________________________________________
von Pascal Scherrer - www.buecherwahn.ch
[ Interview: Autor Stan Nicholls im Interview, Teil drei]
In den letzten beiden Montagsausgaben konnten Sie Teil eins und zwei des großen Interviews mit Stan Nicholls lesen. Nun geht es mit Teil drei weiter.
BW: Wenn Sie ein neues Buch schreiben, suchen Sie nach einer Story oder warten Sie, bis eine brillante Idee zu Ihnen kommt?
SN: Wie ich schon sagte, als professioneller Schriftsteller kann man nicht herumsitzen und auf Inspiration warten. Man muss vorwärts kommen, auch wenn es 8.30 Uhr an einem Montagmorgen ist, es regnet und man einen Kater hat.
Man sollte seine Ideen geordnet haben, bevor man sich zum Schreiben hinsetzt. Ich benutze Ideenbücher, in die ich alles niederschreibe, was für meine Geschichte nützlich sein könnte. Das kann eine Idee für die Handlung sein, der Name eines Charakters, ein Titel; alles mögliche, dass zu einem Plot führt. Ich sage oft, dass ich mehr Ideen habe als Lebenszeit, um sie aufzuschreiben. Ich mag es, mich einem Buch wohlgeordnet zu nähern, also leiste ich im Vorfeld ein gewisses Maß an Planung. Obwohl ich weniger mache als zu der Zeit, als ich mit dem Schreiben begonnen hatte, denn es steht zu hoffen, dass man seine Fertigkeiten weiter entwickelt und lernt, sich selbst zu vertrauen.
Ich beginne mit einem sehr allgemeinen Grundriss der Handlung, was möglicherweise nur einige Seiten umfasst. Das wird mit einer weitaus längeren Zusammenfassung verknüpft. Im nächsten Stadium teile ich Kapitel ein, und während ich das mache, denke ich über die grundsätzliche Form der Geschichte und ihren Rhythmus nach, ihre Höhen und Tiefen. Ich erstelle eine Liste von Charakteren, mit ihren Namen, Beschreibungen und kurzen Biographien. Ich kann außerdem einen Stapel Notizen verfassen, die etwas darüber aussagen an welchen Orten die Geschichte stattfinden soll, und einigen Gedanken über die Welt, die ich erschaffe. Das lustige daran ist, nachdem ich all das getan habe, ignoriere ich für gewöhnlich die ganzen Vorbereitungen und beginne einfach zu schreiben! Vielleicht muss ich durch dieses Planungsstadium gehen, um die Dinge in meinem Kopf zu ordnen, oder zumindest in meinem Unterbewusstsein, bevor ich beginnen kann.
Etwas anderes, was man im Sinn halten muss wenn man schreibt, ist, dass man flexibel bleiben sollte. Bücher entwickeln sich immer von der ursprünglichen Planung weg, sie mutieren, und man muss empfänglich für die Ideen sein, die einen während des Schreibens begegnen, und sie eingliedern.
Ich versuche, eine Mindestanzahl von Worten pro Tag zu schreiben. Ich arbeite jeden Tag, und zwar den ganzen Tag, wenn meine Frau, Anne mich nicht davon abhält. Zum Glück ist sie ebenfalls Schriftstellerin, deshalb versteht sie mich. Es gibt einen guten Grund dafür zu sagen, dass Schriftsteller nur untereinander heiraten sollten. Man kann gemeinsam verrückt werden.
Bücherwahn: Viele Autoren sagen, sie haben keine Zeit, Bücher zu lesen. Lesen Sie Bücher?
Stan Nichools: Leider muss ich sagen, dass ich viel weniger als früher lese, und ich lese fast überhaupt nicht, wenn ich ein Buch schreibe, ausgenommen leichte Lektüre wie Magazine und Zeitungen. Das liegt zum Teil daran, dass Schreiben sehr viel Zeit kostet und man kaum zum Lesen kommt, wenn man damit beschäftigt ist. Und es kann zu sehr ablenken, wenn man versucht, über den eigenen Handlungsstrang nachzudenken.
Aber, um ehrlich zu sein, es liegt auch daran dass ich fürchte, wie die meisten Autoren, ich könnte unbewusst etwas aus dem Buch eines anderen Schriftstellers aufnehmen und in meinem eigenen benutzen. Unabsichtliches Plagiat, könnte man es nennen. Ich versuche, mit all den Büchern, die ich lesen möchte, in der Zwischenzeit nachzukommen, während ich meine eigenen schreibe.
BW: In diesem Zeitalter der Computer- und Videospiele scheinen die Leute weniger zu lesen als noch vor zehn Jahren. Wie denken Sie darüber?
SN: Letztes Jahr hatten wir zwei Handwerker in unserem Haus, die neue Fenster einsetzten. Der eine war wahrscheinlich in den Vierzigern. Sein junger Gehilfe war um die 18 Jahre alt. Sie waren wochenlang hier; so lange, dass sie beinahe aufhörten, uns zu bemerken.
Wir haben viele Bücher in unserem Haus, wie Sie sich vielleicht vorstellen können, und sie schienen zu denken, das wäre exzentrisch. An einem Tag saß ich in einem Raum und schrieb einige Notizen, als sie hereinkamen. Sie ignorierten mich, wie gewöhnlich, und führten ein Gespräch über Folter.
"Die schlimmste Folter, die ich mir vorstellen kann", sagte der ältere Mann, "wäre es, würde man mir alle Fingernägel rausreißen."
"Ich kann mir etwas schlimmeres als das vorstellen", erwiderte der junge Gehilfe. Er zeigte auf die Bücherregale neben mir. "Wenn ich eins von denen da lesen müsste. Besonders eins der großen." Dann bemerkte er, dass ich da war, erinnerte sich, ich war einer dieser komischen Typen, ein Schriftsteller, und sagte: "Nichts für ungut."
Die schlimmste Folter, die er sich vorstellen konnte, war, ein Buch lesen zu müssen. Er erzählte mir, dass er niemals Bücher liest. Tatsächlich prahlte er stolz, dass er nur ein einziges Buch jemals in seinem Leben gelesen hatte, und das war, weil man ihn dazu in der Schule gezwungen hatte. Ich fragte ihn, was es gewesen war. "Shakespeare oder irgendso’n Müll", sagte er erschaudernd.
Manchmal scheint es, als würde die heranwachsende Generation die Fähigkeit zu lesen verlieren. Und sie werden allesamt riesige Daumen entwickeln, weil sie ständig SMS verschicken. Aber es ist leicht, darüber trübsinnig zu werden. Man hat den Tod des Buches schon vor Jahrzehnten prophezeit. Es ist wahr, dass das Buch mehr Konkurrenz als jemals zuvor hat, durch all die unterschiedliche Unterhaltungselektronik, die es heute gibt. Aber selbst für Computerspiele, oder um das Internet nutzen zu können, muss man fähig sein zu lesen, und zu schreiben.
Auf der anderen Seite ist es eine Tatsache, dass von Büchern heutzutage weniger Exemplare verkauft werden als früher. Vor dreißig Jahren musste von einem Buch riesige Auflagenzahlen verkauft werden, damit es den Sprung in die Bestsellerlisten schaffte. Heute ist es möglich, Bestseller genannt zu werden, wenn nur wenige tausend Exemplare verkauft werden, besonders wenn es um Hardcover geht. So scheint es wirklich weniger Menschen zu geben, die lesen. Aber wenn ich in Depressionen über die Zukunft des Lesens verfalle, erinnere ich mich, was Arthur C. Clarke über Bücher sagte. Sie sind der ultimative tragbare Informationsspeicher. Sie benötigen keine Energiequelle und sind leicht zugänglich. Sie sind ziemlich billig und zahlreich auf Lager. Sie besitzen keinen flackernden Bildschirm, der die Augen schädigt. Ich denke, das Buch ist noch für eine Weile sicher.
BW: Viele Fantasybücher werden auf der Leinwand umgesetzt - "Herr der Ringe", "Harry Potter", "Eragon" ... Wenn Hollywood anfragen würde, eines Ihrer Bücher verfilmen zu dürfen, würden Sie ja oder nein sagen?
SN: Ein Buch in einen Film zu verwandeln ist nicht immer eine gute Idee. Wenn der Film sich als schlecht herausstellt, kann es der Laufbahn des Autors schaden. Davon hat es mehrere Fälle im Bereich des Science-Fiction gegeben. Ein schlechter Film kann die Leute denken lassen, das Buch, auf dem er basiert, wäre ebenfalls schlecht. Mein Freund, der verstorbene David Gemmell, hätte niemals eines seiner Bücher verfilmen lassen, denn er wusste, er hätte keinerlei Kontrolle darüber gehabt, wie man es umsetzt, und er konnte den Gedanken nicht ertragen, dass seine Charaktere und Geschichten ruiniert werden würden.
Es gab schon einige Film- und Fernsehgesellschaften, die Interesse an einigen meiner Bücher hatten, aber es ist nie etwas dabei herausgekommen. Das kommt so häufig vor, dass ich mich schon gar nicht mehr darüber aufrege. Beispielsweise hatte ich einen Jugendbuchkrimi geschrieben, an dem sich ein größeres Hollywoodstudio die Rechte sicherte. Sie brauchten drei Jahre, um sich zu entscheiden, dass sie es nicht haben wollen. Das geschieht Schriftstellern immer wieder. Produzenten begeistern sich für ein Buch, sichern sich die Rechte es zu verfilmen, dann verlieren sie das Interesse oder könnten die finanziellen Rücklagen nicht zusammenbringen. Bei Filmen ist es so eine Sache, da sie von einem Komitee erschaffen werden. So viele Leute haben beim Dreh eines Filmes mitzureden, von den Leuten in Anzügen, die oft den kreativen Prozess nicht verstehen, bis hin zu den Regisseuren, die oft eine völlig andere Sichtweise haben als der Autor. Das Skript kann durch die Hände von mehreren Drehbuchautoren wandern, und die ursprüngliche Geschichte geht verloren. Ein Schriftsteller hat hingegen die vollständige Kontrolle. Bei einem Buch bin ich Drehbuchautor, Produzent, Regisseur … und ich habe ein unbegrenztes Budget für Spezialeffekte! Ich sage nicht, dass ich Nein zu einer Verfilmung meiner Bücher sagen würde. Die Orks oder die Quicksilver-Bücher würden sich sehr gut umsetzen lassen, und mit den Spezial-Effekten und Masken, die heutzutage erhältlich sind, würden sie großartig aussehen. Aber sie müssten sympathisch herübergebracht werden.
BW: Der "Herr der Ringe" ist sehr einflussreich. Wie wichtig ist Ihrer Meinung nach J.R.R. Tolkien für das Fantasygenre?
SN: Er ist enorm wichtig. Tolkien wirft einen langen Schatten über das Gebiet der phantastischen Literatur, zum Guten wie zum Schlechten. Gut, weil er geholfen hat, Fantasy zu einem eigenständigen Genre zu entwickeln, und für den Rest von uns einen sehr hohen Standard gesetzt hat. Schlecht, weil jedes epische Fantasybuch, das seit dem "Herrn der Ringe" geschrieben wurde, damit verglichen wird. Verleger tun es. Sie wissen schon: "Der großartigste Fantasyroman seit dem 'Herrn der Ringe'!" Leser und Kritiker tun es, indem sie Tolkien als Maßstab nutzen, um über alle anderen Fantasywerke zu urteilen. Aber wenn man darüber nachdenkt, ist das absurd. Der "Herr der Ringe" ist einzigartig. Niemand wird jemals wieder ein Buch wie dieses schreiben, und jeder, der es versucht, ist verrückt. Es steht für sich allein.
Einige der abwertenden Kritiken, die ich zu meinen Orkbüchern erhalte, stammen von Leuten, die Tolkien verehren und denken, ich wäre ihm gegenüber in irgendeiner Weise respektlos. Nun, niemand kann Tolkien mehr verehren als ich, und ich versuche nicht, ihn zu kopieren oder von ihm zu klauen. Was die Leute vergessen, oder nicht wissen, ist, dass Tolkien die Orks nicht erschaffen hat. Ich sage gerne, dass er die Orks nicht mehr erfunden hat als Anne McCaffrey Drachen erfand oder Bram Stoker Vampire. Er nahm ein altes Konzept aus der Volkserzählung und passte sie für seine eigenen Zwecke an. Ich habe das Gleiche getan.
Über Orks zu schreiben ist nichts anderes, als über Elfen, Trolle, Werwölfe, Zombies, Dämonen oder irgendeine andere Rasse phantastischer Kreaturen zu schreiben. Niemand sagt, Bernhard Hennen sollte nicht über Elfen schreiben, oder Christoph Hardebusch sollte nichts über Trolle schreiben, nur weil Tolkien sie verwendet hat. Es ist das Gleiche mit den Orks.
Wenn Sie den "Herrn der Ringe" betrachten, werden Sie bemerken, dass Tolkien die Orks weder detailliert beschrieben noch mit wirklicher Tiefe versehen hat. Sie sind keine abgerundeten Kreaturen; sie sind Kanonenfutter. Sie stellten die böse Meute dar, die er brauchte. Ich hatte das Gefühl, Orks verdienen ihre eigene Kultur und Mythologie. Ich wollte ihnen Hoffnung geben, Ziele, Kameradschaft, ein Glaubenssystem und eine Geschichte. Es sind die Gewinner, die die Geschichtsbücher schreiben, und sie verteufeln ihre Feinde. Mein Gedanke war, mal angenommen, das wäre den Orks widerfahren? Mal angenommen, sie hätten nur einen schlechten Ruf erhalten, weil sie auf der Verliererseite standen?
Meine Orks sind wilde und unvergleichliche Krieger, aber sie sind nicht böse. Sie sind grimmige Kreaturen - Sie würden nicht gegen sie antreten wollen - aber sie haben einen Verhaltenskodex, sogar eine gewisse Erhabenheit.
Ich war immer daran interessiert, in meinen Geschichten Außenseiter zu Helden zu machen, und Orks sind die universellen Ausgestoßenen. Eines der Ziele, das ich mir selbst gesetzt habe, ist, sie zu einem gewissen Grad sympathisch zu machen, trotz ihrer Grausamkeit. Sie zu Helden zu machen, und die Menschen zu Schurken, ist genau genommen eine sehr simple Idee, aber es scheint diejenige zu sein, die die Vorstellungskraft vieler Menschen anregt.
BW: Wie beliebt ist Fantasy in England?
SN: Sie ist im Moment sehr beliebt. Das hat wahrscheinlich etwas mit dem wiederbelebten Interesse an Tolkien seit Peter Jacksons Verfilmungen zu tun, und den "Harry Potter"-Büchern und Filmen, und der Arbeit von Autoren wie Philip Pullman, die Leute ansprechen, die normalerweise kein Fantasy lesen würden. Fantasy ist nicht so beliebt wie Kriminalliteratur, aber sie hat in Großbritannien sicherlich eine größere Leserschaft als Science-Fiction. Es gibt einige großartige britische SF-Autoren, aber dem Genre geht es im Augenblick nicht sonderlich gut. Das sage ich mit Bedauern, denn ich liebe Science-Fiction. Ich sehe SF, Fantasy und übernatürliche Literatur als verwandte Genres, und ich genieße und respektiere sie alle. Ob Fantasy auch in Zukunft so stark auf dem Markt bestehen wird, bleibt abzuwarten.
BW: Wie lange wollen Sie mit dem Schreiben noch weiter machen?
SN: Ich denke, Schriftsteller sind ein bisschen wie Schauspieler: Sie gehen nicht in Rente. Es steckt im Blut. Ich möchte so lange weiterschreiben, wie ich dazu fähig bin, und so lange wie Verleger und Leser mich wollen.
> Anmerkung
Die "Quicksilver"-Trilogie ist im Deutschen in drei Bänden unter den folgenden Namen erschienen:
+ "Der magische Bund"
+ "Das magische Zeichen"
+ "Die Magische Insel"
Da es im Deutschen keine eindeutige Bezeichnung für die Trilogie gibt, wurde in der Übersetzung der Originalname verwendet.
Interview geführt von Pascal Scherrer. Aus dem Englischen von Alexandra Balzer. Photo: Peter Coleborn. Sie finden das gesamte Interview noch einmal unter http://www.buecherwahn.ch/fantasy/index.php?option=com_content&task=view&id=177&Itemid=26.
__[ TV-TIPPS ]___________________________________________________
> Pro7: 4x17 "Reines Gewissen - Alias: Die Agentin"
Dienstag 05.02.2008, 0:05 - Agenten-/Mystery-Serie, USA 2005
Sydney und Vaughn sollen den Terrorist Milos Kradic, der die Indonesische Botschaft in Dänemark gesprengt hat, gefangen nehmen. Jack hat derweil mit seiner Strahlungskrankheit zu kämpfen.
Wiederholung: Di 05.02., 03.10 Uhr
> Pro7: 1x14 "Alptraum - Supernatural"
Dienstag 05.02.2008, 1:00 - Mystery-Serie, USA 2005
Sam träumt von einem Mord, worauf er und Dean auf einen ähnlichen Fall stoßen. Doch sie finden keine Beweise für eine übernatürliche Ursache bis sie einen Jungen mit besonderen Fähigkeiten finden...
Wiederholung: keine
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