e!Scope-Magazin
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[ Der serienübergreifende Newsletter ]
Ausgabe 893 14. Juli 2010
ISSN 1862-3530
__[ INTRO - Der alte Mann und die Monsterliebe ]_________________
von Lars Riesenberg
Liebe Leserinnen und Leser,
neue Monster braucht das Land! Nein, die weltweite Gemeinde der SciFi-Freunde! Selbstredend ist mir bewusst, dass auch Jopi Heesters noch über Kundschaft verfügt, warum sollte man also dem Publikum die unerfreulichen, aber gleichsam vertrauten Gesellen verwehren, die bereits Arnie und Konsorten in die Verzweiflung trieben? Weil es mich langweilt!
Seit dem Halbfinale der Löw(en)-Truppe hätte ich auch einen Kandidaten im Visier. Dieser spanische Abwehrspieler sollte bitte, gerne mit einem bestimmten argentinischen Stürmer im Schlepptau, an den Toren der filmenden Zunft vorstellig werden und zum Quell der Inspiration mutieren!
Muss ich mir denn wirklich auf dem Sterbebett "Predator 23.1" zumuten? Dies wäre definitiv ein Fall von inhumaner Sterbehilfe.
Viel Vergnügen mit der heutigen Ausgabe!
Lars Riesenberg
TrekZone Network
__[ INHALT ]_____________________________________________________
> KINONEWS
+ "Avengers": Ein neuer Hulk
> KINO-SHORTCUTS
+ "Planet der Affen"
+ "Superman"
> WEITERE MELDUNGEN
+ "Stargate Universe": Nominiert für den Emmy Award
+ "Star Trek Online": Wird das Spiel bald kostenlos?
+ "Battlestar Galactica": Blu-rays kommen nach Deutschland
> SPECIAL
"Predators": Exklusives Interviews mit Robert Rodriguez
> WISSENSCHAFT
+ Strahlenschutz für Sonde Juno
> TV-TIPPS
+ RTL2: 4x17 "Der Pianomann - Battlestar Galactica"
+ Kabel1: 1x14 "Im Ring des Blutes - Babylon 5"
+ Vox: "Zurück in die Zukunft III" - Film
+ Tele5: 2x03 "Blut - Akte X"
> LESERBRIEFE
> IMPRESSUM
__[ KINONEWS ]___________________________________________________
> "Avengers": Ein neuer Hulk
Das hatte sich Edward Norton vor ein paar Tagen noch anders vorgestellt. Der Hauptdarsteller des letzten Hulks - "Der unglaubliche Hulk" - stand bis vor kurzem noch im Gespräch, Bruce Banner/"den Hulk" im kommenden "Avengers – Die Rächer", ein Zusammentreffen vieler Marvel-Comichelden, zu spielen.
Norton hatte sich erst vor wenigen Wochen mit "Avengers"-Regisseur Joss Whedon getroffen und sich über den für 2012 geplanten Film unterhalten. Die beiden waren gut miteinander ausgekommen und so ging es guter Dinge in die nächste Runde; die der Vertragsmodalitäten. Eines Morgens durfte er, wie der Rest Hollywoods, eine Pressemeldung Marvels lesen, in der bekannt gegeben wurde, dass Norton nicht mehr länger Teil der Planungen sei. Nicht nur das; anstatt der typischen Trennungsmeldung aufgrund kreativer Differenzen ging Feige ins Detail und schrieb Folgendes via hitfix.com:
"Wir haben die Entscheidung getroffen, Edward Norton für die Titelrolle des Bruce Banner für 'Avengers' nicht zurückzubringen. Unsere Entscheidung hat definitiv nichts mit finanziellen Faktoren zu tun, stattdessen beruht sie auf der Notwendigkeit eines Schauspielers, der die Kreativität und den Willen gemeinsamer Zusammenarbeit unserer anderer talentierten Darsteller verkörpert. 'Avengers' benötigen Spieler, die darin aufgehen, Teil eines Teams zu sein, wie Robert (Downey Jr., Iron Man), Chris (Hemsworth, Thor), Chris (Evans, Captain America), Scarlett (Johansson, Black Widow) und alle anderen talentierten Darsteller bewiesen. Wir haben vor einen namhaften Schauspieler in zwei Wochen anzukündigen, der diese Anforderungen erfüllt und mit Leidenschaft an dieser Rolle arbeitet."
Nortons Agent meldete sich daraufhin und veröffentlichte folgende Antwort:
"Diese offensive Meldung von Kevin Feige von Marvel ist ein gezielt täuschender, unangebrachter Versuch, unseren Klienten in schlechtes Licht zu stellen. Hier sind die Fakten: vor zwei Monaten rief mich Kevin (Feige) an und sagte mir, er wolle, dass Edward die Rolle des Bruce Banner noch einmal übernimmt. Er sagte mir, es wäre seine Traumvorstellung,Edward mit dem Rest der Besetzung auf der San Diego Comic Con vorzustellen und es zum Event der Convention zu machen. Als ich ihm sagte, dass Edward offen dafür wäre, war Kevin überaus begeistert und wir machten ab, dass Edward Joss Whedon treffen sollte um über das Projekt zu reden.
Edward und Joss hatten ein gutes Treffen (das von Feige bestätigt wurde), bei dem Edward deutlich betonte, sich sehr auf die kommende Zusammenarbeit mit den anderen zu freuen. Marvel machte ihm ein finanzielles Angebot und beide Seiten begangen, in guter Hinsicht miteinander zu verhandeln. Diesen Mittwoch, nach zahlreichen (…) Diskussionen, rief ein Marvel-Repräsentant an und sagte uns, man wolle in eine andere Richtung gehen. Es hörte sich nach einer finanziellen Entscheidung an, aber was es auch gewesen sein mag, wir akzeptierten die Entscheidung und nahmen es hin. Wir wissen, dass viele Fans ihre Enttäuschung verkündeten, aber das ist keine Entschuldigung für Feiges bösartige, anschuldigende Kommentare. Im Gegenteil zu dem was Kevin hier impliziert, freute sich Edward auf die Gelegenheit mit Joss und den anderen Darstellern zusammenzuarbeiten, viele von ihnen sind bereits seine persönlichen Freunde. Feiges Meldung ist unprofessionell, verleumdend und diffamierend. Mr. Nortons Talent, ruhelose Arbeitseinstellung und professionelle Integrität verdienen mehr Respekt, ebenso die Marvel-Fans."
Es war ein erneuter Ärger, da es bereits vor Veröffentlichung des ersten Hulks mit Norton Konflikte gab. Norton hatte vor, dem Film Anspruch zu verleihen und die Traurigkeit und Einsamkeit der Bill Bixby-Fernsehserie zu vermitteln, weswegen er sich auch am Drehbuch beteiligte. Während und nach des Drehs mischte Marvel sich jedoch ein, änderte und strich Szenen, um "den unglaublichen Hulk" kürzer, kurzweiliger und zugänglicher zu machen. Als der Film dann nicht die erwünschten 500 Mio. Plus X einspielte, die Marvel sich erhofft hatte, war man sich einig, dass es Nortons Schuld gewesen sei. Norton hingegen war der Meinung, der Film hätte größeres Interesse geweckt, hätte man seine Vision beibehalten und unterstützt.
CHUD.com berichtet indes, dass es bereits einen neuen Favoriten für die Rolle gäbe: Joaquin Phoenix. Der Oscar-Gewinner (für "Walk the Line") war nach seinem letzten Film "Two Lovers" vor zwei Jahren abgetaucht. Wie er sagte, wolle er von nun an Gangster-Rapper werden. Phoenix ließ sich einen langen Bart wachsen, versuchte ein Album mit P Diddy aufzunehmen und bestätigte immer wieder, die Schauspielerei an den Nagel gehängt zu haben. Jetzt will er wieder zurück, ubd bot eine Dokumentation über seine Rapper-Karriere als Pseudokumentation ala "Brüno" zum Verkauf an.
(Quelle: Bereitsgesehen.de - www.bereitsgesehen.de)
__[ KINO-SHORTCUTS ]_____________________________________________
von Christian Mester (cm) - Bereitsgesehen.de
> "Planet der Affen"
Der ewig gute Brian Cox ("The Ring", "Bourne Verschwörung", "X-Men 2") wird den Bösewicht im kommenden Remake des vierten Teils von "Planet der Affen" spielen. Mit dabei: James Franco ("Spidey 1-3") als Forscher und Andy Serkis als Affenmutant Caesar.
> "Superman"
BG Leser wissen ja schon seit Äonen, dass Chris Nolan als Berater am neuen "Superman" arbeitet. Wie es aussieht, tut er dies, um überwachend mit dabei zu sein, denn man will wohl, dass sein Bruder Jonathan den Film dreht.
Jonathan Nolan hat bislang geschrieben: Stephen Spielbergs "Interstellar", "The Dark Knight", "The Prestige", "Batman Begins", "Memento", selbst aber noch nichts gedreht, nicht einmal eine TV-Episode. Dennoch soll sich Chris Nolan sehr dafür einsetzen, dass sein Bruder das Cape kontrollieren darf. Angeblich sei man schon weit fortgeschritten und jetzt schon dabei, einen neuen Superman zu suchen.
__[ WEITERE MELDUNGEN ]__________________________________________
> "Stargate Universe": Nominiert für den Emmy Award
Laut einem Bericht auf GateWorld, ist "Stargate Universe" zweimal für den "Emmy Award" in der Kategorie "Outstanding Visual Effects" nominiert.
Die Chance auf diese Auszeichnung hat die Serie zum einen mit der Pilotfolge "Air" und zum anderen mit der Episode "Space". Konkurrenz bekommt "Stargate Universe" in diesem Bereich von "V", "CSI" und "Caprica".
Darüber hinaus gab es auch eine Nominierung für den "Stargate SG-1"-Darsteller Beau Bridges (Major General Hank Landry) in der Kategorie "Outstanding Guest Star in a Drama Series". Der gebürtige Amerikaner darf für seinen Auftritt in der Folge "Make Over" in der der Serie "The Closer" auf den begehrten Preis hoffen.
Die Verleihung der "62. Primetime Emmy Awards" wird am 29. August 2010 live auf NBC ausgestrahlt – die "Creative Arts Awards" werden hingegen bereits am 21. August 2010 auf einer separaten Feier überreicht, die nicht im TV zu sehen sein wird.
Die Auflistung der möglichen Preisträger in allen Kategorien finden Sie auf der Homepage der Emmy Awards.
http://www.emmys.com/nominations
(Quelle: Stargate-Project.de - www.stargate-project.de)
> "Star Trek Online": Wird das Spiel bald kostenlos?
Nach der letzten Fragerunde mit Cryptic gab es im offiziellen Forum des Spiels eine rege Diskussion, an der sich auch der neue Executive Producer Daniel Stahl beteiligte.
Interessant ist seine Aussage bezüglich des Bezahlsystems, das womöglich eine Änderung erfahren könnte:
"Ich kann mir gut vorstellen, dass es bei STO eine Art Hybrid-System geben könnte, so wie sie es bei 'Herr der Ringe Online' auch machen. [Anm. d. Red.: Das Spiel wird ab Herbst auch ohne monatliche Gebühr spielbar sein.]. In diesem Modell bleiben die Abos, wie sie sind, aber es wird zusätzlich möglich sein, das Spiel kostenlos zu spielen, stark eingeschränkt in dem, was die Spieler dann tun können.
Das lässt die Spieler dann das Spiel richtig testen. Und wenn sie dann weiterspielen wollen, können sie entweder für jede Kleinigkeit bezahlen oder aber ein Abo abschließen und sich keine weiteren Sorgen mehr über so was machen.
Turbine ('Lord of the Rings Online') hat da ein paar interessante Ideen und wenn man betrachtet, wie sich 'Dungeons and Dragons Online' entwickelt hat, dann ist das beachtenswert."
(Quelle: TrekZone Network - www.trekzone.de)
> "Battlestar Galactica": Blu-rays kommen nach Deutschland
Die Neufassung von "Battlestar Galactica" auf Deutsch und zugleich in High Definition zu genießen - davon träumen viele Fans der Serie.
Während die englische Originalversion schon fast ein Jahr lang komplett auf Blu-ray erhältlich ist (US und UK), gab es zur Synchronfassung bislang bestenfalls Gerüchte.
Umso überraschender war es, als Universal vor wenigen Tagen gleich zwei deutsche Blu-rays für Anfang September ankündigte, nämlich die beiden TV-Filme "Razor" und "The Plan". Interessante Neuigkeiten gibt es derweil auch zu den bisherigen und zu den kommenden DVD-Veröffentlichungen.
Beide Blu-rays erscheinen bereits am 2. September, also in gut sechs Wochen, zum Preis von jeweils rund 15 Euro. Die "Razor"-BD enthält sowohl die Kurz- als auch die Langfassung des Films. Zum Bonusmaterial gehören geschnittene Szenen, ein Podcast und die komplette Reihe der "Razor"-Flashback-Webisoden. Die Ausstattung der Blu-ray von "The Plan" ist vergleichbar. Neben dem Hauptfilm gibt es Deleted Scenes, einen Audiokommentar und diverse Featurettes.
Am selben Tag kommen übrigens auch zwei neue "Battlestar"-DVDs in den Handel - Season 4.2 und "The Plan" sind ab 2. September hierzulande erstmals auf DVD erhältlich. Der erste Teil der finalen Staffeln wird sogar bereits in zehn Tagen veröffentlicht. Und wer die ersten drei Seasons noch nicht auf deutsch zu Hause hat, der bekommt derzeit bei Müller jede (Halb-)Staffelbox für jeweils nur 13 Euro.
(Quelle: Caprica City - www.caprica-city.de)
__[ SPECIAL ]____________________________________________________
von Christian Mester - www.bereitsgesehen.de
[ "Predators": Exklusives Interviews mit Robert Rodriguez ]
Am 29. Juli lud "20th Century Fox" zu einer Interviewrunde nach Los Angeles ein, um ein Gespräch zwischen Fachpresse, Producer Robert Rodriguez, Regisseur Nimrod Antal und Protagonist Adrien Brody zu ermöglichen. bereitsgesehen.de war vor Ort und sprach mit den drei unterschiedlichen Beteiligten des dritten offiziellen "Predator" (aktuell im Kino). Dies ist das erste Interview mit Producer Robert Rodriguez, der für gewöhnlich selbst als Filmemacher bekannt ist. Das Interview wird aufgrund des zeitlichen Umfangs in indirekter Form wiedergegeben. BG Chefredakteur Christian Mester und Fachkollegen aus der ganzen Welt im Gespräch mit Robert Rodriguez.
ROBERT RODRIGUEZ
Zur Person: Robert Rodriguez ist heute einer der bekanntesten Filmemacher Hollywoods. Mit "Sin City", "From Dusk Till Dawn" und der "Mexico/Mariachi"-Trilogie hat sich der mexikanische Regisseur einen Namen gemacht. Filmfans kennen ihn als bemerkenswerten Selfmade-Man, der es ohne größere Hilfen bis zum eigenen Studio (Troublemaker Studios) schaffte und als Allroundtalent auch heute noch gern nahezu jede Position der Filmcrew selbst übernimmt (er schrieb sogar einen Bestseller namens "Rebel Without a Crew"). Studios schätzen den engen Freund Quentin Tarantinos für seine günstigen, pünktlichen Drehs.
INTERVIEW
"Predators" wollte er eigentlich selbst drehen, sagt er, das sogar schon Mitte der 90er Jahre. Als Fan des Originals hatte er damals einen möglichen dritten Teil geschrieben, der vor 16 Jahren jedoch abgelehnt wurde. Nach dem allgemeinen Misserfolg der "Aliens Vs. Predator"-Filme rief man ihn wieder an, da man das Image der legendären Filmfigur eilig wieder aufbauen wollte. Man hatte sich daran erinnert, dass er, der mittlerweile als Filmemacher gereift war und viele Erfolge verbuchen konnte, mal ein interessantes Skript geschrieben hatte. Rodriguez selbst war zwar bereits verplant, sagte aber zu, den Film im eigenen Studio produzieren zu wollen. Er engagierte den vielversprechenden Regisseur Nimrod Antal (dessen Film "Kontroll" hatte ihn überzeugt) und ließ das Drehbuch dann dem Budget entsprechend abändern, was bereits zur ersten äußerst kritischen Frage führt. Zusammen mit den Kollegen ist man neugierig, inwiefern der Mann, der normalerweise all seine Projekte selbst bestimmt und am liebsten alles selber macht, die Zügel aus der Hand geben konnte.
Rodriguez, der beim Interview recht müde wirkt und sich seine kurzen Antworten stets gut überlegt, verneint dies. Wie er sagt, war er zu dem Zeitpunkt bereits vollkommen verplant und damit ausgelastet. Während er "Machete" drehte, überwachte er die laufende Arbeit Antals, vertraute ihm jedoch voll und ganz. Es hatte manchmal kleinere Auseinandersetzungen gegeben, nie aber Ernstes. Mit dem Ergebnis ist er sehr zufrieden. Dass es letztendlich nicht er war, der sein langjähriges Projekt umsetzen konnte, stört ihn nicht. Wie er sagt, sei "Predators" kein Herzensprojekt, sondern etwas, das er eher als Filmfan sieht und bei dem er froh ist, seinen geliebten Klassiker würdigen zu können. Ihm sei nicht wichtig gewesen, einen Rodriguez "Predator" zu machen – er selbst wollte einfach nur einen weiteren guten Teil der Reihe sehen. Auf die Frage, welchen Bezug er zu den anderen vier Filmen mit der Kreatur habe, überlegt er kurz. Der erste sei ein Klassiker, den er als Kind mehrfach im Kino gesehen habe und den er fantastisch fand. Der Film habe höchstwahrscheinlich dazu beigetragen, dass er unbedingt Filmemacher werden wollte. "Predator 2" hingegen sei "ganz okay" gewesen, aber halt nicht dasselbe. Die "Alien vs. Predator"-Filme hatte er gar nicht erst gesehen. "Predators" sieht er nun als direktes Sequel zu "Predator", er ignoriert zwar nichts aus dem zweiten Film, sieht ihn aber als sein "Aliens" zum legendären Erstling. Ein Wink auf James Cameron, den er schätzt und kurz lobt.
Da bereitsgesehen.de sich primär für kommende Projekte interessiert, fragen wir Rodriguez natürlich nach Sequel-Möglichkeiten ("Predator IV", "Predators II"?). Ohne zu zögern sagt er, dass schon über einen neuen Film nachgedacht habe und durchaus offen wäre, allerdings will man nichts festlegen, bevor die offiziellen Zahlen nicht auf dem Tisch sind (Anmerkung: in einem anderen Interview sagte er bereits, dass er Lust auf eine Vorgeschichte dieses Filmes hätte, in dem Laurence Fishburnes Figur die neue Hauptrolle übernimmt). "Sin City II: Eine Frau, für die man sterben würde" indes sei ein Projekt, dass ihn immer noch sehr interessiere. Immer wieder hätte es kurzweise Leben darin gegeben, doch alles läge an Autor Frank Miller. Angelina Jolie, die eine zeitlang als Hauptfigur in der Presse stand, war zeitweise nah dran, ist jedoch mittlerweile wieder unbeteiligt. Momentan warte er auf ein neues Drehbuch. Wie bei "Predators" sei es aber auch kein Herzens-, sondern eher ein Geekprojekt, da es nicht aus seinen eigenen Gedankengängen komme. Gespannter sei er auf seinen nächsten "Spy Kids" (Anmerk.: "Spy Kids 4: Armageddon", der vierte Teil einer actionreichen Kinderfilmreihe), da er gespannt darauf sei, wie die neuen Kinder und das 3D darin ankämen. "Spy Kids III" hatte bereits welches, wurde jedoch nicht näher beachtet. Wie er sagt, verwundere es ihn, dass 3D erst jetzt so populär sei. Selbst Cameron habe damit schon eher begonnen, da der "Terminator II 3D"-Ride Ende der 90er im Universal Studios Themenpark erschien. Er sieht es jedoch nur als nettes Gimmick und würde einen 3D-Film nie nur deswegen machen.
Auf die Frage, ob er "Predators" gerne in 3D gemacht hätte, sagt er, dass er darüber gar nicht erst nachgedacht habe. Der Zeitrahmen des Filmes sei so klein gewesen, dass es nicht zur Wahl stand und eine 3D-Konvertierung wie bei "Kampf der Titanen" für ihn absolut inakzeptabel gewesen sei. Möglich wäre ein direkter 3D-Dreh bei einem möglichen nächsten Teil der Reihe. Selbstverständlich fragen wir, was es mit Arnold Schwarzenegger und einem möglichen Cameo auf sich gehabt hatte, doch Rodriguez’ Antwort verblüfft. Wie er sagt, habe man es gar nicht erst versucht, den Governor zu fragen. Man sei davon ausgegangen, dass er aufgrund seiner politischen Aktivitäten ohnehin keine Zeit habe, jedoch habe man ihn ihm Auge, sollte es einen vierten Film geben. Da Schwarzenegger sein Amt im Herbst an den Nagel hängt, wäre er dann im Gespräch. Amüsant ist die Tatsache, dass Schwarzenegger dieses Jahr bereits einen Cameo hat: er spielt eine kurze Szene in Sylvester Stallones "The Expendables". Diese Szene hatte er bereits im Oktober abgedreht und das war branchenintern auch bekannt. Ein großes Fragezeichen, wieso man den Governor nicht zu fragen wagte (Anmerkung: Schwarzeneggers Cameo stand als Option im Drehbuch und wäre gegen Ende des Films gewesen: Der Überlebende des Films hätte ein Predator-Raumschiff gesehen, aus dem ein besonders gepanzerter Predator herausgekommen wäre. Dieser hätte seinen Helm abgenommen und sich als Dutch präsentiert).
Bezüglich des neuen Hauptdarstellers Adrien Brody und der Zweifel an seiner Person sagt Rodriguez, dass er Brody erst anderthalb Wochen vor Drehstart besetzt habe. Ihm war klar, dass jeder andere Mann mit Arnolds Statur eine minderwertige Kopie gewesen wäre, weswegen er bewusst auf jemanden mit anderer Physis setzte. Die letzte Sicherheit gaben ihm Bilder vom Dreh des US-Remakes von "Das Experiment", in dem Brody einen zermergelten Gefangenen spielt. Wie er sagt, habe ihn Brodys Interesse auch sehr überrascht. Normalerweise sei es selten, dass hochkarätige Oscar-Gewinner in blutigen Monsterfilmen mitspielen wollten und im Zweifelsfalle würde er Talent da immer vorziehen. Jemand der ebenfalls unbedingt im Film sein wollte, war Danny Trejo. Trejo, mit dem er zu der Zeit gerade "Machete" drehte und der in beinahe jeder Rodriguez-Produktion zu sehen ist – die beiden sind enge Freunde – wollte unbedingt in den Film, doch Rodriguez versuchte, dies zu vermeiden, da es zu offensichtlich sei. Letzten Endes schrieben die Autoren des Films jedoch eine Danny Trejo-Figur ins Skript, die so Danny Trejo war, dass er nur ihn dafür besetzen konnte.
Zum Zeitpunkt des Interviews arbeitete Rodriguez gerade am Score von "Machete", der im September in die US-Kinos kommen soll. Wie er sagt, habe ihm der Dreh des Films großen Spaß bereitet und er freue sich auf beide Veröffentlichungen.
__[ WISSENSCHAFT ]_______________________________________________
> Strahlenschutz für Sonde Juno
Der Schutz von NASAs Jupitersonde vor den Auswirkungen der Strahlungsbedingungen im Bereich um den Gasplaneten Jupiter ist eine besondere Herausforderung. Die in Bau befindliche Sonde wurde jüngst mit in einem extra entwickelten Strahlenschutzgehäuse untergebrachter Elektronik versehen.
Die Sonde soll in der tückischen Umgebung Jupiters arbeiten, wo es mehr Strahlenbelastung gibt, als sonstwo in unserem Sonnensystem, sieht man einmal von der näheren Umgebung der Sonne ab. In einem Reinraum bei Lockheed Martin Space Systems in Denver, wo Juno zusammengebaut wird, haben Ingenieure kürzlich eine Elektronikabteilung mit Strahlungsschild montiert, der die empfindliche Elektronik des Raumfahrzeugs schützen soll. Ohne einen entsprechenden Schutzschild würde die Sonde schon bei der allerersten Passage des großen Gasplaneten ausfallen. Deshalb wurde für Unterbringung des Elektronengehirns der Sonde eine tresorartige Lösung gewählt.
Ein mit hochenergetischen Partikeln angereichertes unsichtbares Kraftfeld umgibt den größten Planeten in unserem Sonnensystem. Das Magnetfeld schirmt, ähnlich wie es das der Erde tut, den Planeten gegen geladene Teilchen von der Sonne ab. Elektronen, Protonen und Ionen, die sich um Jupiter herum bewegen, werden durch die schnelle Rotation von Jupiter mit Energie angereichert, und erreichen Geschwindigkeiten in der Nähe der des Lichtes. Sie bilden Strahlungsgürtel, die Jupiter auf Höhe seines Äquators Donut-förmig umspannen. Sie reichen über die Umlaufbahnen des Jupitermondes Europa hinaus ins All.
Während seiner auf 15 Monate angesetzten Umrundungen von Jupiter wird Juno ein Strahlenbelastung aushalten müssen, die mehr als 100 Millionen Röntgenaufnahmen bei Zahnarzt entspricht. Deswegen wurde für die zentralen elektronischen Steuergeräte Junos eine Art würfelförmige Bleischürze vorgesehen. Zum Bau des Strahlungsschutzes wurde allerdings kein Blei benutzt, das zu weich ist, um den beim Start des Raumfahrzeuges entstehenden Vibrationen standzuhalten. Andere Materialien, die ebenfalls einen Schutz vor der Strahlung ermöglicht hätten, kamen nicht in Frage, weil sie zu schwierig zu bearbeiten sind. Man entschied sich für rund einen Zentimeter dicke Wände aus Titan.
Das Gehäusematerial hatte man intensiv getestet, um sicherzustellen, dass es den Belastungen eines Raumfluges standhält und die geforderten Abschirmeigenschaften aufweist. Materialproben waren der Gammastrahlung von Kobaltpellets ausgesetzt worden. Das Titangehäuse zum Schutz vor der Strahlung hat etwa die Größe des Kofferraums eines SUVs und eine Masse von rund 200 Kilogramm. Die einzelnen Wandteile haben eine Fläche von je rund einem Quadratmeter, und eine Masse von je rund 18 Kilogramm. Das Gehäuse wird zwar nicht das Eindringen eines jeden Elektrons, Protons oder Ions verhindern, aber doch den Einfluss der Strahlung auf die eingebaute Elektronik erheblich herabsetzen. Teile der Elektronik sind zusätzlich in eigenen kleinen Schutzgehäusen untergebracht, und Teile der Elektronik selbst bestehen aus strahlungsresistentem Tantal oder Wolfram. Eine große Packungsdichte der einzelnen elektronischen Komponenten bildet einen weiteren Schutz, da sie sich gegenseitig abschirmen können. Entsprechend erfolgte ihre Anordnung. Elektrische Verbindungen zwischen den einzelnen Geräten wurden außerdem mit Metallgeflechten aus Kupfer oder Edelstahl versehen.
Am 19. Mai 2010 wurde das Schutzgehäuse auf das Antriebsmodul von Juno gesetzt. Das Gehäuse wird noch einmal intensiv getestet werden, wenn die Sonde vollständig zusammengebaut ist. Die Montage- und Überprüfungsarbeiten dauern vermutlich noch bis in den Frühling 2011 an. Dann will man auch die drei Solarzellenausleger an Juno angebracht haben. Juno ist die erste Sonde in der Geschichte der Raumfahrt, die in der Umgebung Jupiters mit Solarstrom betrieben werden soll. Frühestens Anfang August 2011 soll die Sonde nach den derzeitigen Planungen aufbrechen. Nach dem Start auf einer Atlas-V-Rakete und einem Erdvorbeiflug im Herbst 2013 würde die Sonde im Herbst 2016 Jupiter erreichen, um anschließend insbesondere die Atmosphäre des Planeten und seine Magnet- und Schwerefelder zu untersuchen. Die Wahl von Junos künftiger Umlaufbahn um Jupiter über seine Pole sorgt zusätzlich dafür, dass die Sonde nicht dauerhaft im Bereich der stärksten Strahlenbelastung operieren muss.
(Quelle: Raumfahrer.net - www.raumfahrer.net)
__[ TV-TIPPS ]___________________________________________________
> RTL2: 4x17 "Der Pianomann - Battlestar Galactica"
Donnerstag 15.07.2010, 0:00 - SF-Serie, USA 2009, FreeTV-Premiere
Kara Thrace freundet sich mit dem Klavierspieler von "Joe's Bar" an, der sie sehr an ihren Vater erinnert. Sie hilft ihm dabei, einen neuen Song zu komponieren und entschlüsselt dabei das Geheimnis von Heras Kinderzeichnung: Die Punkte darauf sind keine Sterne, sondern Noten, und das Klavierstück entspricht der mysteriösen Melodie, die die "Letzten Fünf" zusammengeführt hat. Unterdessen muss sich Sharon Valerii dafür verantworten, dass sie Cavil geholfen hat. Neuer Sendeplatz!
Wiederholung: keine
> Kabel1: 1x14 "Im Ring des Blutes - Babylon 5"
Donnerstag 15.07.2010, 20:15 - SF-Serie, USA 1994
Ivanova muss sich mit dem Tod ihres ungeliebten Vaters auseinandersetzen. Garibaldi bekommt unterdessen Besuch: Sein Freund Walker Smith will als erster Mensch das Mutai gewinnen, die extrem harte Boxvariante der Außerirdischen.
Wiederholung: 01:20 Uhr
> Vox: "Zurück in die Zukunft III" - Film
Donnerstag 15.07.2010, 20:15 - "Back to the Future III", SciFi-Komödie, USA 1990
Back on the road again: Mutterseelenallein fährt Marty (Michael J. Fox) im Sommer 1955 mit seinem zeitreisenden Wunderauto über die Landstraße. Wo steckt Doc Brown (Christopher Lloyd)? Ein Grabstein gibt Marty die Antwort: Das Genie wurde 1885 erschossen. Um den Freund zu retten, düst Marty zurück in den Wilden Westen.
Wiederholung: 16.07., 15:55 Uhr
> Tele5: 2x03 "Blut - Akte X"
Donnerstag 15.07.2010, 21:20 - Mysteryserie, USA 1994
In der Kleinstadt Fletcher in Pennsylvania drehen unbescholtene Bürger plötzlich durch und begehen Morde. Agent Mulder soll die mysteriösen Vorkommnisse aufklären. Er findet heraus, dass in der Gegend ein gefährliches Pestizid eingesetzt wurde.
Wiederholung: 00:20 Uhr
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