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Eurovision, Eurovision Song Contest
Jewels
Beitrag 12. May 2016, 07:06
Beitrag #51


Lt. Commander
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ZITAT(Lex @ 12. May 2016, 00:28) *
Dummerweise ist an diesem Samstag ja auch die Fedcon. Laut Programm kommt 19:45 der Shatner-Bill, danach um 20:45 Terry Farrell. Mal schauen, was mir an dem Abend wichtiger ist.


Kennen wir jemanden, der ein Zimmer im Maritim hat? Zimmer-Grand-Prix-Party!!!!!! Ansonsten gewinnt Terry Farrell, auf die freue ich mich schon.
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Adm. Ges
Beitrag 12. May 2016, 09:28
Beitrag #52


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ZITAT(Jewels @ 12. May 2016, 08:06) *
ZITAT(Lex @ 12. May 2016, 00:28) *
Dummerweise ist an diesem Samstag ja auch die Fedcon. Laut Programm kommt 19:45 der Shatner-Bill, danach um 20:45 Terry Farrell. Mal schauen, was mir an dem Abend wichtiger ist.


Kennen wir jemanden, der ein Zimmer im Maritim hat? Zimmer-Grand-Prix-Party!!!!!! Ansonsten gewinnt Terry Farrell, auf die freue ich mich schon.


Terry hat auf jeden Fall ein Zimmer im Maritim. wink.gif


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Matt
Beitrag 12. May 2016, 09:53
Beitrag #53


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ZITAT(Adm. Ges @ 12. May 2016, 10:28) *
ZITAT(Jewels @ 12. May 2016, 08:06) *
ZITAT(Lex @ 12. May 2016, 00:28) *
Dummerweise ist an diesem Samstag ja auch die Fedcon. Laut Programm kommt 19:45 der Shatner-Bill, danach um 20:45 Terry Farrell. Mal schauen, was mir an dem Abend wichtiger ist.


Kennen wir jemanden, der ein Zimmer im Maritim hat? Zimmer-Grand-Prix-Party!!!!!! Ansonsten gewinnt Terry Farrell, auf die freue ich mich schon.


Terry hat auf jeden Fall ein Zimmer im Maritim. wink.gif

Und das ist am Samstagabend auch noch frei!1!!1elf!!! mrgreen.gif

Der Beitrag wurde von Matt bearbeitet: 12. May 2016, 09:53


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Voivod
Beitrag 12. May 2016, 21:17
Beitrag #54


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Ist der Schweizer "Song" schon durch? Sonst zappe ich nicht rein! laugh.gif Dem GetrĂ€ller konnte man kaum entkommen in letzter Zeit. Der Refrain bereitet körperliche Schmerzen. "Laaast of our kiiiiiiind!", Ă€chz. Grausam, ein Fall fĂŒr Amnesty International. Edit: He cool, habe reingezappt und da rockt Georgien. Muss nicht weitergucken. Gebt den Jungs den Pokal und fertig! smile.gif

Der Beitrag wurde von Voivod bearbeitet: 12. May 2016, 21:21
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Adm. Ges
Beitrag 12. May 2016, 23:34
Beitrag #55


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Du musst du wohl doch das Finale gucken, denn Georgien hat es tatsÀchlich geschafft. Die Schweiz ist dagegen rausgeflogen - zusammen u.a. mit Norwegen, DÀnemark und Irland. Schade um Norwegen, der Titel hatte mir gut gefallen.

Ansonsten war das zweite Halbfinale gefĂŒhlt stĂ€rker als das Erste - von dem ich allerdings auch nur die zweite HĂ€lfte gesehen habe.

PS: @Schwein war böse und hat meine Tweets ignoriert. wink.gif


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Lex
Beitrag 13. May 2016, 00:00
Beitrag #56


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Schwein war halt sehr beschÀftigt mit twittern. Er hat keine Finger, da dauert das Tippen halt auch lÀnger.
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Voivod
Beitrag 13. May 2016, 07:42
Beitrag #57


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Was muss ich gucken, Ges? Den Siegersong habe ich ja schon gehört, eben Georgien. Alles andere als Platz 1 wĂ€re ja Schiebung. Sowas wĂŒrde ich mir sogar freiwillig anhören, also unabhĂ€ngig vom ESC meine ich... wink.gif

Naja, vielleicht zappe ich am Samstag echt mal rein und rufe fĂŒr Georgien an. Beim GetrĂ€ller der anderen SchlagerfĂŒrze kann man ja auf stumm schalten. Kenne nur noch den deutschen Song, bitte erschießt mich, das geht doch nicht! Und das Kindchen hat nicht mal einen Bart, nur komischen Kopfschmuck. Singen kann das MĂ€dchen immerhin, aber das reicht nicht. Also bleibt nur Georgien! rock.gif salut.gif
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Lex
Beitrag 13. May 2016, 09:20
Beitrag #58


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Ich mochte Holland. Nachbarschaftshilfe und so... Wir werden uns wohl Terry Farrell anschauen und dann den Rest des ESC genehmigen.
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Adm. Ges
Beitrag 13. May 2016, 22:23
Beitrag #59


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Ist Terry denn auch tatsÀchlich da? wink.gif

@Voiv: Den niederlÀndischen Song finde ich auch ganz nett. Mit etwas Àhnlichem haben sie es ja schon mal auf die vorderen PlÀtze geschafft. Bei Georgien stört mich weniger der Song. Ich mag dieses Lichtgeblitze einfach nicht - auch ohne Epileptiker zu sein. Den deutschen Beitrag finde ich jetzt nicht besonders schlecht, aber auch nicht herausragend.


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Lex
Beitrag 13. May 2016, 23:18
Beitrag #60


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Ja,sowohl Terry als auch Julie Benz sind tatsÀchlich anwesend smile.gif

Schwein hat auch schon ein Foto gemacht, mit dem Todd aus Scrubs

Angehängte Datei  CiXYEg4XEAARjox.jpg_large.jpg ( 151.32KB ) Anzahl der Downloads: 3


@Matt: SO Sachen verpasst du, wenn du kein Facebook hast smile.gif

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Voivod
Beitrag 15. May 2016, 05:34
Beitrag #61


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Soso, Georgien hat also nicht gewonnen, dafĂŒr ein seltsamer Song aus der Ukraine. Naja, sicher nicht das schlechteste Lied, immerhin teilweise in der Landessprache. Und die Russen und ihre europĂ€ischen Fans regen sich jetzt garantiert ziemlich auf, lol!
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JEAN-LUC
Beitrag 15. May 2016, 06:06
Beitrag #62


Commodore
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... was vermutlich auch der eigentliche Grund fĂŒr den Sieg war. Anders kann zumindest ich es nicht nachvollziehen, dass sich beim Publikum eine solche große Anzahl an Punkten gefunden hat (anders als Malta, das bei der Jury auch richtig gut dastand und leider beim Publikumsvote eingebrochen ist).
Auch nicht verstehen kann ich die Bewertung der israelischen, ungarischen, litauischen und lettischen Jaul-Barden. Die hÀtte ich persönlich klar hinter Deutschland gesehen.
Schade, dass das Publikum eine bessere Platzierung der Tschechei, der Niederlande sowie von Malta und Spanien verhinder hat - umgekehrt hat es die Jury fĂŒr diesen sympatischen österreichischen LSD-Tripp versaut. Wobei es schön zu sehen war, endlich mal mitzubekommen, wo und wie Jury und Publikum auseinander gehen.


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Matt
Beitrag 15. May 2016, 07:11
Beitrag #63


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Ein paar vermischte Gedanken:
- Deutschland hat seine Jury nach dem Kriterium zusammengestellt, wer gerade ein neues Album rausbringt oder auf Tour ist und darum einen Reeperbahn-Auftritt dringend zur Promo nötig hat. Da kommen dann Leute wie Anna Loos, Namika, Sarah Connor raus, die null(!) musikalischen Sachverstand besitzen. Wenn das alle LĂ€nder so machen (bei einigen kommt sicher auch noch die "richtige" politische Einstellung als Kriterium hinzu), dann muss man sich ĂŒber die Juryvoten nicht wundern. Aktuell ist das in jedem Fall keine musikalisch objektive Bewertung von Musikexperten, wie ursprĂŒnglich intendiert, sondern einfach ein zweites Zuschauervotum, nur mit sehr kleiner Anruferzahl.
- Dennoch: Ohne Jury wĂ€re der politische Scnwanzvergleich zwischen Russland und der Ukraine noch krasser ausgefallen. So konnte man ihn zumindest ein bisschen durch Australien kaschieren. Am Ende war das allen Ernstes eine europaweite Abstimmung fĂŒr bzw. gegen Russland und deren Krim-Politik - im Rahmen eines Musikwettbewerbs -, was wieder mal sehr schön zeigt, wozu Volksabstimmungen fĂŒhren.
- Der ukrainische Song war sehr wohl politisch, wenn auch clever prĂ€sentiert, so dass die EBU da keine Handhabe hatte, irgendwas zu verhindern. Und wenn es die Zuschauer nicht kapiert haben, weil es fĂŒr sie zu subtil verpackt war, dann haben sicherlich die Kommentatoren ihr ĂŒbriges getan, den Hintergrund zu erlĂ€utern, wie es auch Peter Urban getan hat. VoilĂ , politische Abstimmung in Gang gesetzt.
- musikalisch waren sowohl Ukraine als auch Russland dĂŒrftig, wenngleich der ukrainische Beitrag musikalisch wenigstens noch was konnte, wĂ€hrend der russische Beitrag so eintönig war, dass man das Grafik-Konzept des Vorjahressiegers abkupfern musste.
- Jamie-Lee hat vermutlich am Ann-Sophie-Syndrom gelitten (auch wenn die genauen Punkte noch nicht veröffentlicht sind), d.h. ĂŒberall Platz 13-16 gibt am Ende halt trotzdem keine Punkte, auch wenn die Rangsumme niemals Platz 26 ergeben wĂŒrde. Insgesamt war der Song aber auch eher schwach bis mittelprĂ€chtig, und das fehlende BĂŒhnencharisma (ich fand Jamie-Lee gestern sogar auch noch ein wenig Ă€ngstlich auf der BĂŒhne, das mag aber tĂ€uschen) hat dann sein ĂŒbriges getan. Eine politische Abstimmung gegen Deutschland/Merkel kann man nicht ausschließen, war aber keineswegs der entscheidende Faktor, sondern maximal ein Nebenaspekt.
- Georgien und auch Österreich haben gezeigt, dass man zumindest im Mittelfeld landet, wenn man irgendwie aus der Einheitsmasse heraussticht. Vielleicht hĂ€tte man also mit Avantasia mehr gerissen, auch wenn der Song eher peinlich war.

Soviel dazu. SpÀter dann vielleicht etwas systematischer.


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logan3333
Beitrag 15. May 2016, 07:51
Beitrag #64


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mrgreen.gif Ich fĂŒhle mich in meiner Ansicht das der Eurovision Song Contest eine politische Veranstaltung ist bestĂ€tigt, das Ergebnis zeigt das der alte Spruch: "Die NATO hĂ€lt die Russen draußen und die Deutschen unten." stimmt. *wegrenn* mrgreen.gif


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Adm. Ges
Beitrag 16. May 2016, 15:45
Beitrag #65


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ZITAT(Voivod @ 15. May 2016, 06:34) *
Soso, Georgien hat also nicht gewonnen, dafĂŒr ein seltsamer Song aus der Ukraine. Naja, sicher nicht das schlechteste Lied, immerhin teilweise in der Landessprache. Und die Russen und ihre europĂ€ischen Fans regen sich jetzt garantiert ziemlich auf, lol!


Ja, da brauchte man kein Hellseher zu sein. Ist schon peinlich, wie Russland jetzt das betrogene Land miemt. Wenn sich jemand ĂŒber die Jury beschweren darf, dann wĂ€re das die Polen, die in beiden DurchgĂ€ngen bei den Jurys deutlich schlechter als bei den Zuschauern wegkamen. DafĂŒr haben sie Australien (und nicht die Ukraine) "ĂŒberhypet". Vor allem aber haben die russischen Zuschauer der Ukraine 10 Punkte und umgedreht die Zuschauer der Ukraine sogar 12 Punkte an Russland vergeben.

Dennoch stoßen mir, wie Matt, die Jury-Wertungen eher negativ auf. Das Konzept der Teilung in Jury und Publikum begrĂŒĂŸe ich - das brachte wieder Spannung in die Punktevergabe und sorgt auch fĂŒr ein wenig mehr Ausgeglichenheit. Allerdings hatte ich nicht immer das GefĂŒhl, dass die Jurys tatsĂ€chlich im Sinne der kĂŒnstlerischen Leistung abgestimmt haben, was ja eigentlich die Aufgabe sein soll.

Die (Nicht-)Wertung fĂŒr Deutschland tut natĂŒrlich weh. Ich empfand das BĂŒhnenbild als eines der Besten am Abend. Das Manga-Outfit sollte fĂŒr genug Aufmerksamkeit und Wiedererkennungswert gesorgt haben und das Lied fand ich nicht unbedingt schlecht, aber vom Hocker hat mich der Beitrag nicht gerissen. Im Mittelfeld hĂ€tte ich ihn aber durchaus erwartet. Ich denke schon, dass die Politik hier auch eine Rolle spielt und der Song fĂŒr ein anderes Land besser abgeschnitten hĂ€tte.

In Summe fand ich den Wettbewerb diesmal aber abwechslungsreich und (auf eher niedrigem Niveau) ausgeglichen. Es gab keinen Song, der fĂŒr mich so richtig herausgeragt hat. Belgien und Österreich haben mir ganz gut gefallen. Russland hat fĂŒr mich zu sehr auf Kopie des Vorjahreserfolges gesetzt, insofern hat es mich gefreut, dass die Buchmacher diesmal kein Recht behielten. Der Beitrag aus der Ukraine war durchaus in Ordnung, aber ich denke, dass hier tatsĂ€chlich die politische Komponente den Ausschlag gegeben hat. Auf jeden Fall war es ein unterhaltsamer Abend und die Neuregelung der Punktevergabe ist fĂŒr mich ein voller Erfolg, auch wenn Deutschland wieder letzter wurde.


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penumbra
Beitrag 17. May 2016, 10:43
Beitrag #66


Lieutenant
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ZunĂ€chst fand ich den Contest dieses Jahr tatsĂ€chlich mal ganz gut, auch was die Lieder angeht. Zum GlĂŒck nur wenige dramatische Balladen und viele eingĂ€ngige (wenn auch eher seichte) Songs.

Ich kann mit dem Gewinn der Ukraine durchaus leben. Der Song hat eine Botschaft (und ja, die bezieht sich nicht nur auf "1944"), ist aber auch handwerklich gut gemacht. Die SĂ€ngerin hat auch durchaus was drauf, denn den Pathos des Liedes hat sie gekonnt rĂŒber gebracht, ohne dass es zu aufgesetzt wirkte. Sie war nicht meine Favoritin, aber ich bin auch nicht unglĂŒcklich mit dem Sieg.

Zu meinen Favoriten zĂ€hlte Schweden, auch wenn "If I Were Sorry" vielleicht ein bisschen stark an Justin Bieber angelehnt ist. Der Song war trotzdem sehr entspannt und hat die Halle ohne viel Schnickschnack bewegt, dass ist immer beeindruckend. Außerdem mochte ich Spanien mit "Say Yay" sehr gerne. Das war eine authentische Happy-Go-Lucky-Nummer, die ich sehr eingĂ€nglich fand. Schön auch, wie die Halle beim österreichischen Beitrag gebebt hat - war ja auch stimmungsvoll und gut performt.

Was Jamie Lee angeht: FĂŒr die Kleine tut es mir ein wenig Leid, verdient hat sie einen letzten Platz sicher nicht. Aber: Ihr Song und ihre Performance waren Mittelmaß, durch und durch. Und Platzierungen in der Mitte bringen eben gar keine Punkte. Ich habe irgendwo gelesen, dass nach dem neuen System selbst Ann-Sophie 29 Punkte erhalten hĂ€tte... Mal schauen, was wir uns nĂ€chstes Jahr einfallen lassen. So lange nicht wieder eine Xavier-Naidoo-Schnapsidee bei raus kommt.

Ich mag aber trotzdem eine Lanze fĂŒr das Unpolitische des Wettbewerbs brechen: Wir meckern immer so viel ĂŒber Stimmschiebungen und LĂ€nder, die nur ihre Nachbarn bepunkten. Aber in den letzten zehn Jahren hĂ€tten die Siegerinnen und Sieger des Wettbewerbs doch kaum unterschiedlicher sein können. Nicht nur, was ihre Herkunft angeht sondern auch die Lieder und Performances, die gewonnen haben. Dass dieses Jahr mal wieder ein eher ernstes Lied gewinnt, möchte ich da vielleicht auch ein bisschen dem Zeitgeist zusprechen. Und das Duell Russland gegen Ukraine kam tatsĂ€chlich nur durch die neue Punkte-PrĂ€sentation. Nach dem alten System oder wenn die Reihenfolge andersrum gewesen wĂ€re (erst Televoting dann Jury), hĂ€tten wir die Situation so gar nicht gehabt.


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Adm. Ges
Beitrag 17. May 2016, 13:53
Beitrag #67


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Ja, der schwedische Beitrag hatte mir auch ganz gut gefallen, der spanische Song traf weniger meinen Geschmack. DafĂŒr waren Italien und Tschechien durchaus OK, wobei letzteres als "0815-Ballade" am Ende auch nur den vorletzten Platz erreichte. Aber immerhin war ja schon die Teilnahme am Finale ein großer Erfolg.

An der Posse um Naidoo störte mich vor allem, dass das einfach so ausgeklĂŒngelt wurde. Gut, das Votum der Fans im dann schnell zusammengeschusterten Vorentscheid hatte uns Jamie-Lee "eingebrockt", aber einen Vorentscheid an sich finde ich durchaus sinnvoll. Die Schweden z.B. fahren damit ja auch ganz gut. Allerdings war auch beim Vorentscheid nichts dabei, was mich wirklich vom Hocker gerissen hĂ€tte. Alex Diehl mit "Nur ein Lied" hĂ€tte mir persönlich besser gefallen, aber ich hab keine Ahnung, ob der Beitrag am Ende besser angekommen wĂ€re. Fakt ist, das deutsche Publikum hat eine andere Wahl getroffen, die am Ende leider nicht gestochen hat.

Ich hĂ€tte auch kein Problem damit auf einen Vorentscheid zu verzichten, auch wenn ich das sehr schade fĂ€nde, so lange das Ganze ordentlich kommuniziert wird und ein vernĂŒnftiges Auswahlverfahren stattfindet. Auch bei der Auswahl der Jury wĂŒrde ich mir etwas mehr Transparenz wĂŒnschen.


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Matt
Beitrag 17. May 2016, 14:06
Beitrag #68


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Noch ein Nachtrag: Wenn man nur die Publikumswertungen anschaut, belegt Jamie-Lee Rang 24, immerhin noch knapp vor UK und Tschechien. Auch bei ihr waren es also die Jurys, die den Ausschlag fĂŒr den letzten Platz gegeben haben. Der mediane Platz allerdings ist Rang 22 (Jury) und 21 (Publikum), so dass sich das nicht viel nimmt. Beim Publikum gab es halt noch ein paar wenige Ausreißer (Österreich, Schweiz), die die Punkte eingefahren haben. WĂŒrde mich aber nicht wundern, wenn das deutsche Expats bzw. Menschen im Grenzgebiet waren... Man kann also sagen, dass Jamie-Lee nicht am Ann-Sophie-Syndrom gelitten hat, sondern durchweg pro Land noch mal ungefĂ€hr vier bis fĂŒnf PlĂ€tze schlechter eingestuft wurde. Ist aber auch egal, denn Rang 16 gibt genauso null Punkte wie Rang 21.

@penumbra: Welche Songs einem am besten gefallen, ist ja zum GlĂŒck Geschmackssache, insofern kein Kommentar zu deinen Lieblingssongs. Es wĂ€re aber schön gewesen, wenn *alle* Zuschauer nach ihren musikalischen PrĂ€ferenzen abgestimmt hĂ€tten und das nicht zu einem lĂ€cherlichen Politikwettstreit zum Thema Krim-Annexion gemacht hĂ€tten.

ZITAT(penumbra)
Und das Duell Russland gegen Ukraine kam tatsÀchlich nur durch die neue Punkte-PrÀsentation. Nach dem alten System oder wenn die Reihenfolge andersrum gewesen wÀre (erst Televoting dann Jury), hÀtten wir die Situation so gar nicht gehabt.

Eines habe ich jedoch nicht verstanden: Wieso hĂ€tte es das Problem nach alter PunkteprĂ€sentation nicht gegeben? Ich habe jetzt keine Seite mit entsprechenden Rechnungen zur Hand, aber bisher war es doch so, dass Publikumsvoting und Jury bereits *vor* der Punktezuordnung vereinigt wurden. HĂ€tte man das dieses Mal wieder gemacht, hĂ€tte es doch sicherlich in der Spitze keine großen Verschiebungen gegeben, oder etwa doch? Kann mir nicht vorstellen, dass Russland dann gewonnen hĂ€tte. Und da die genaue Stimmenverteilung doch hinterher sowieso transparent gemacht wird, hĂ€tte sich Russland trotzdem ob der Diskrepanz zwischen Anrufern und Jurys benachteiligt gefĂŒhlt.

Und hĂ€tten wir erst Televoting gehabt und dann die Jurys, wĂ€re es fĂŒr Russland sogar noch offensichtlicher geworden: Nach Publikumsvoting alleine hĂ€tte Russland nĂ€mlich gewonnen, d.h. die hĂ€tten nach der 1. Abstimmungsrunde gefĂŒhrt (so wie andersrum Australien). Und nach der 2. Runde (Jury-Stimmen) wĂ€ren sie dann auf Platz 3 zurĂŒckgefallen. Kann mir auch hier nicht vorstellen, dass es dann weniger russische Verschwörungstheorien gegeben hĂ€tte.

Der Beitrag wurde von Matt bearbeitet: 17. May 2016, 14:09


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penumbra
Beitrag 17. May 2016, 22:10
Beitrag #69


Lieutenant
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ZITAT(Matt @ 17. May 2016, 15:06) *
@penumbra: Welche Songs einem am besten gefallen, ist ja zum GlĂŒck Geschmackssache, insofern kein Kommentar zu deinen Lieblingssongs. Es wĂ€re aber schön gewesen, wenn *alle* Zuschauer nach ihren musikalischen PrĂ€ferenzen abgestimmt hĂ€tten und das nicht zu einem lĂ€cherlichen Politikwettstreit zum Thema Krim-Annexion gemacht hĂ€tten.

ZITAT(penumbra)
Und das Duell Russland gegen Ukraine kam tatsÀchlich nur durch die neue Punkte-PrÀsentation. Nach dem alten System oder wenn die Reihenfolge andersrum gewesen wÀre (erst Televoting dann Jury), hÀtten wir die Situation so gar nicht gehabt.

Eines habe ich jedoch nicht verstanden: Wieso hÀtte es das Problem nach alter PunkteprÀsentation nicht gegeben?


Du unterstellst da ein wenig, dass alle Zuschauerinnen und Zuschauer, die fĂŒr Russland oder die Ukraine angerufen haben, politisch motviert waren. So schwer vorzustellen, dass beide Lieder durchaus gut gemacht waren, auch wenn sie sehr unterschiedlichen Appeal hatten? Ich finde halt, dass die Ergebnisse der vergangenen Jahre eher gegen politisches Voting und Nachbarschaftsdienste sprechen... ansonsten könnten wir uns vor osteuropĂ€ischen ESCs ja kaum retten.

Die "Russland vs Ukraine"-Situation hat sich doch vor allem am Ende, bei der Bekanntgabe des Televotings ergeben, oder? Nach dem alten System hĂ€tte es diesen direkten Showdown eher nicht gegeben, auch weil Australien und Polen jeweils bei Jury bzw. Televoting sehr gut weggekommen sind. Aber letztlich sollte dieses neue System ja gerade die Spannung steigern... und das ist durchaus geglĂŒckt.

Politischer fand ich ĂŒbrigens schon eher die deutsche Jury-Entscheidung... 12 Punkte fĂŒr Israel, als einziges Land. Dabei fand ich gerade den Song ungefĂ€hr genauso mittelmĂ€ĂŸig wie Jamie Lees "Ghost".


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Voivod
Beitrag 17. May 2016, 22:24
Beitrag #70


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^Ein offen schwuler Jude aus Israel hat doch ein Abo fĂŒr die maximale Punktzahl aus Germany, alles andere hĂ€tte mich ĂŒberrascht! tongue2.gif

Hey, das ist immer noch ein TrĂ€llerwettbewerb, krass, wie die Sache die Zeitungsspalten fĂŒllt(e). Australien hĂ€tte gewinnen sollen, schon um des Friedens in Europa willen. Deutschland muss kapieren, dass die meisten Leute den Mangalook einfach peinlich fanden. Nur eine winzige Minderheit steht auf Frauen, die wie 7-jĂ€hrige Comicfiguren rumlaufen. V.a. die StrĂŒmpfe, also please...! laugh.gif wink.gif
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Matt
Beitrag 18. May 2016, 07:16
Beitrag #71


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ZITAT(penumbra)
Du unterstellst da ein wenig, dass alle Zuschauerinnen und Zuschauer, die fĂŒr Russland oder die Ukraine angerufen haben, politisch motviert waren. So schwer vorzustellen, dass beide Lieder durchaus gut gemacht waren, auch wenn sie sehr unterschiedlichen Appeal hatten?

Nein, nicht dass das *alle* gemacht haben, sondern viele. Oder sagen wir besser: *zu* viele. Ausschalten kann man solche Reflexe beim Publikum nie. Da wÀre dann nur die Alternative, das Publikum gar nicht mehr abstimmen zu lassen, aber das will ja auch keiner.

ZITAT
Ich finde halt, dass die Ergebnisse der vergangenen Jahre eher gegen politisches Voting und Nachbarschaftsdienste sprechen... ansonsten könnten wir uns vor osteuropÀischen ESCs ja kaum retten.

Jein. Erstens sind die Ergebnisse der letzten Jahre zunĂ€chst erst einmal unabhĂ€ngig von den diesjĂ€hrigen Ergebnissen. SchlĂŒsse aus den Vorjahren ziehen zu wollen, ist also sehr mutig. Zweitens mĂŒssen wir verschiedene politische Ebenen trennen: (i) Es gibt zum einen die berĂŒhmt-berĂŒchtigten nachbarschaftlich-freundlichen Punktevergaben. Das hat man leider immer dabei (hier spielen neben Landessympathien auch Expats eine Rolle sowie "GrenzgĂ€nger", die nur zum Zwecke des Votings mal kurz ĂŒber die Grenze fahren). Genau solche Effekte gab es frĂŒher viel stĂ€rker und sollten durch die Jurys abgemildert werden, was bisher auch (einigermaßen) geklappt hat. Dennoch gibt es immer noch LĂ€nder, bei denen man schon genau weiß, wem sie 12 Punkte geben werden. Aber das sind, wie gesagt, Nebenerscheinungen, die maximal die hinteren RĂ€nge tangieren. (ii) Zum anderen gibt es die unmittelbaren Publikumsreaktionen auf (semi-)aktuelle politische Konflikte. In diesem Sinne wurden die 12 Punkte von Russland fĂŒr Conchita Wurst als Volksabstimmung gegen Putins Homosexuellen-Politik interpretiert. In diesem Sinne wurde auch das deutsche Abschneiden letztes Jahr (und teilweise auch dieses Jahr) als Abstimmung gegen Merkels Europa- und FlĂŒchtlingspolitik interpretiert (ob jeweils zurecht oder nicht, ist eine andere Frage). Und in diesem Sinne kann man auch die aktuelle Abstimmung als Reaktion auf die russische Krim-Politik deuten. Diese aktuellen politischen Effekte sind statistisch auch viel stĂ€rker als die Nachbarschaftseffekte, so dass erstere die letzteren ĂŒberlagern. Zusammengefasst: Die Nachbarschaftsvoten wurden in den letzten Jahren durch die Jurys einigermaßen erfolgreich ausgeglichen (sind aber noch da), wobei dieser Effekt umso mehr verwĂ€ssert, je weniger musikalischen Sachverstand die Jurys besitzen (siehe meine obigen AusfĂŒhrungen). Die Reaktionen auf aktuelle politische Entwicklungen, zumal auch noch solche, die die Menschen emotional stark berĂŒhren, lassen sich aber nicht so einfach ausgleichen.

All das ist freilich noch kein Beweis, dass es bei Ukraine vs. Russland vorrangig um Politik ging, wie ich behaupte. Beweisen kann ich das auch nicht. Es fĂ€llt aber schon auf, dass beide Performances zwar handwerklich gut gemacht (bei Russland vorrangig die visuellen Effekte, weniger der Song, bei der Ukraine eher der emotional vorgetragene Song), aber insgesamt keine "Überflieger" waren. Insofern ist es schlicht wenig wahrscheinlich, dass der eindeutige Zweikampf im Publikumsvoting zwischen den beiden LĂ€ndern allein musikalische Ursachen hatte, zumal die Kommentatoren ja auch noch auf die Botschaft des Songs hingewiesen hatten. Ich sage ja auch gar nicht, dass die Musik *gar keine* Rolle gespielt hat, sondern nur, dass die politische Komponente stĂ€rker dominiert hat als in den Vorjahren, wo ja auch gelegentlich das russische oder ukrainische Abschneiden in diesem Kontext interpretiert wurde.

ZITAT
Die "Russland vs Ukraine"-Situation hat sich doch vor allem am Ende, bei der Bekanntgabe des Televotings ergeben, oder? Nach dem alten System hÀtte es diesen direkten Showdown eher nicht gegeben, auch weil Australien und Polen jeweils bei Jury bzw. Televoting sehr gut weggekommen sind.

Aber wieso hĂ€tte es diesen Showdown sonst nicht gegeben? Je nachdem, in welcher Reihenfolge man die LĂ€nder aufgerufen hĂ€tte, hĂ€tte Russland auch nach dem alten System zwischenzeitlich fĂŒhren können. Außerdem, wie gesagt, nach dem *reinen* Publikumsvoting hĂ€tte Russland gewonnen, und dieser Fakt alleine hĂ€tte hinterher so oder so fĂŒr böses Blut gesorgt, weil die Teilergebnisse ja transparent veröffentlicht werden.

ZITAT
Politischer fand ich ĂŒbrigens schon eher die deutsche Jury-Entscheidung... 12 Punkte fĂŒr Israel, als einziges Land. Dabei fand ich gerade den Song ungefĂ€hr genauso mittelmĂ€ĂŸig wie Jamie Lees "Ghost".

Hat mich auch gewundert. Da wĂŒrde ich aber wiederum nicht zu viel hineininterpretieren. Welchen *konkreten* Anlass sollte die Jury denn gehabt haben, Israel 12 Punkte zu geben? Ich meine, sonst hĂ€tte das in den Vorjahren ja Ă€hnlich aussehen mĂŒssen. Und Leute wie Anna Loos und Namika kann ich zwar hinsichtlich politischer Einstellung nicht beurteilen, dass sie aber aus reiner Israel-Sympathie 12 Punkte vergeben, erscheint mir wenig plausibel. Wie gesagt, mangels musikalischem Sachverstand war das eher ein zweites Publikumsvoting mit nur fĂŒnf Anrufern, und bei so wenig Teilnehmern kann statistisch gesehen das allerseltsamste geschehen.

Der Beitrag wurde von Matt bearbeitet: 18. May 2016, 07:22


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Voivod
Beitrag 18. May 2016, 09:54
Beitrag #72


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^Ich kapiere nicht so ganz, was du unter "musikalischem Sachverstand" verstehst. Ich kann mir darunter einfach nix vorstellen. Wer sollte denn ganz konkret in einer Jury sitzen? Dieter B., oder ein Musikprofessor, der experimentelle atonale Klassik mag? Popmusik wie am ESC lĂ€sst sich ja schlecht mit Sachverstand bewerten. Musik entzieht sich doch meist dem Sachverstand, das macht ja die Magie aus. Mag fĂŒr einige Genres nicht absolut gelten, aber fĂŒr den Kram am ESC sicher.
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Adm. Ges
Beitrag 18. May 2016, 10:51
Beitrag #73


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ZITAT(Voivod @ 18. May 2016, 10:54) *
^Ich kapiere nicht so ganz, was du unter "musikalischem Sachverstand" verstehst. Ich kann mir darunter einfach nix vorstellen. Wer sollte denn ganz konkret in einer Jury sitzen? Dieter B., oder ein Musikprofessor, der experimentelle atonale Klassik mag? Popmusik wie am ESC lĂ€sst sich ja schlecht mit Sachverstand bewerten. Musik entzieht sich doch meist dem Sachverstand, das macht ja die Magie aus. Mag fĂŒr einige Genres nicht absolut gelten, aber fĂŒr den Kram am ESC sicher.


@Voiv: Doch, natĂŒrlich kann man auch Popmusik mit Sachverstand bewerten. Sei es die Stimmigkeit des Gesamtauftritts (BĂŒhnenbild, Gesang, Tanz) als auch ganz direkt musikalisch, wie schwierig das dargebotene StĂŒck ist und ob es "sauber" vorgetragen wurde. Dazu braucht es nicht unbedingt einen Musikprofessor, das sollte auch jeder fachlich ausgebildete Musiker halbwegs gut hin bekommen. NatĂŒrlich haben auch solche Experten ihre Vorlieben, die ein StĂŒck weit in die Bewertung einfließen, aber ich wĂŒrde mir davon schon eine sachliche(re) Bewertung der Jury erwarten.

Aus meiner Sicht sollte die Jury einen guten Mix haben. Mindestens ein Professor/Fachmann und Musiker verschiedener Richtungen - unabhĂ€ngig davon, ob sie gerade ein neues Album zu promoten haben. Denen darf man auch gerne eine AufwandsentschĂ€digung fĂŒr ihre Mitarbeit zahlen.

@Matt: Ich denke beide StĂŒcke wĂ€ren in den Hintergrund getreten, wenn es einen Beitrag gegeben hĂ€tte, der besonders hervorsticht. Da das ganze Feld dieses Mal aber (wieder) recht gleichwertig war, hat dann wohl eher der politische Aspekt durchgeschlagen. Interessant wĂ€re unter dem Aspekt auch die Frage, wie die Buchmacher zu werten sind. In den letzten Jahren war es in der Hinsicht ja ein StĂŒck weit langweilig, weil das Siegerlied immer richtig getippt wurde - was die kĂŒnstlerische Leistung keinesfalls schmĂ€lert.


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Beitrag 18. May 2016, 11:17
Beitrag #74


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Naja Ges, die "Technik" bzw. das Handwerk kann man bewerten, aber nicht die Kunst. Eben die Magie. Lena war ja eine miserable SĂ€ngerin, konnte kein Englisch, hat trotzdem die Herzen erobert. Gefiel den Leuten halt, das MĂ€del, wie sie da unbeholfen und doch sexy rumgehopst ist. Halt ein Wonneproppen mit Charisma! Und soooooo heiss! laugh.gif Das MangamĂ€dchen war halt ein kalter Fisch, trotz StrĂŒmpfen! wink.gif Wie lĂ€sst sich das jetzt objektivieren? IMO gar nicht!

Musik ist Bauchsache! Sie entzieht sich objektiver Bewertung. Es gibt einfach keine objektiven Kriterien, die ĂŒber die Technik hinausgehen. An jeder zweitklassigen Jazzschule findest du massig SĂ€nger und Instrumentalisten, die technisch 95 Prozent der Teilnehmer am ESC locker an die Wand klatschen.

Der Beitrag wurde von Voivod bearbeitet: 18. May 2016, 11:52
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Matt
Beitrag 18. May 2016, 13:09
Beitrag #75


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Alles richtig, was du sagst, Voivod. Und dennoch sollte man zumindest das objektiv bewertbare bewerten. Ansonsten brauchen wir die Jurys nicht. Ges hat schon das Wesentliche gesagt. Dass sich wahrscheinlich kein Musikprofessor oder kein hochdekorierter Klassik- bzw. Jazzmusiker finden wĂŒrde, der sich mit einer Juryteilnahme den Ruf versaut, steht auf einem anderen Blatt. laugh.gif


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Lex
Beitrag 13. May 2017, 19:28
Beitrag #76


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Gleich gehts loooooooooos wub.gif

Ich habe das erste Halbfinale nicht gesehen, nur das zweite. Besonders angetan hat's mir der dicke Zweistimmenkroate und die jodelrappenden RumÀnen. Auch die niederlÀndischen Glitzerschwestern waren ganz okay. Levinas Song finde ich recht ordentlich, da sollte eine Top10-Platzierung schon drin sein *hoff*

Ich bin mal gespannt, ob das Fehlen von MĂŒtterchen Russland Einfluss auf das Ost-Wahlverhalten hat.
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Matt
Beitrag 13. May 2017, 19:52
Beitrag #77


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Ja, das Fehlen von Russland wird spannend. Wem sollen die Ex-Sowjetrepubliken denn jetzt bitteschön ihre 12 Punkte geben? wink.gif
Levina wird nicht letzte. Weitere Prognosen lasse ich nach den ReinfÀllen der Vorjahre lieber bleiben...

Der Beitrag wurde von Matt bearbeitet: 13. May 2017, 19:52


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Matt
Beitrag 13. May 2017, 23:38
Beitrag #78


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Juchhu! Meine Prognose war goldrichtig! Nicht letzter!
Mit dem Sieger Portugal kann ich ĂŒbrigens gut leben. smile.gif

EDIT: Und die Duett-Version am Ende der Show war sogar noch besser. Da kam dann so richtig Disney-Jazz-Feeling auf. Hat jemand Disneys "The Princess and the Frog" gesehen? UngefÀhr so jedenfalls. Deutsche Synchro mit Cassandra Steen und Roger Cicero.

Der Beitrag wurde von Matt bearbeitet: 13. May 2017, 23:48


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Lex
Beitrag 14. May 2017, 00:02
Beitrag #79


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Das Portugal gewinnt, ĂŒberrascht wenig. Das war ja bei den Experten schon lange als Sieger gesetzt. Ich persönlich kann mit dem Song gar nichts anfangen. Ich habe nichts gegen Jazz, aber dann lieber was lebhaftes wie Bebop. Das war mir doch deutlich zu ruhig.

Levinas Untergang ĂŒberrascht mich schon ein wenig mehr. Den Song fand ich deutlich ESCiger als "Ghost" im letzten Jahr. Das Lied war nicht super, aber IMO definitiv nicht der zweitschlechteste des Abends.

Immerhin eine Steigerung um eine Platzierung. Wenn das so weitergeht, sind wir in 23 Jahren wieder ganz oben!

Der Beitrag wurde von Lex bearbeitet: 14. May 2017, 00:17
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Adm. Ges
Beitrag 14. May 2017, 09:22
Beitrag #80


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Ich hab auch nur das zweite Halbfinale am Donnerstag und gestern dann das "große" Finale gesehen und bin vom Ergebnis auch ein wenig enttĂ€uscht. Dass Portugal den Sieg geholt hat geht fĂŒr mich absolut in Ordnung. Aber dass die Jurys den kroatischen Beitrag derart links liegen ließen, ist fĂŒr mich unverstĂ€ndlich. Da war dann mal wieder das Publikum Korrektiv fĂŒr die Jurys ud hob den Beitrag wenigstens noch ins Mittelfeld.

Levinas abschneiden wundert mich nicht wirklich. Schon beim Vorentscheid war ich der Überzeugung, dass sie zwar die richtige Kandidatin ist, aber beide zur VerfĂŒgung gestellten Lieder eher farblos sind. Und dann hat auch noch das aus meiner Sicht "schlechtere" gewonnen. Wildfire war fĂŒr mich einen Tick eingĂ€ngiger und ĂŒberzeugender. Hinzu kommt der etwas undankbare Startplatz zwischen Jodel-RumĂ€nen und Gastgebern - da bleibt so eine 0815-Nummer einfach nicht hĂ€ngen. Da fand ich "Ghost" im letzten Jahr besser. Das hat sich abgehoben, aber ist eben einfach nicht angekommen. Die Manga-Kids Europas lagen wohl schon im Bett. wink.gif

Immerhin sind die wirklich absolut farblosen Spanier knapp hinter uns gelandet und ich bedanke mich hiermit artig bei der irischen Jury fĂŒr ihre 3 Punkte - immerhin die einzigen Jury-Punkte. Interessant wird jetzt noch die Frage, wo die Publikumspunkte her kommen. 3x 1 Punkte, 2+1 Punkte oder einmal 3? Und natĂŒrlich die Frage, welchen Platz Levina jeweils in den Gesamtvotings belegt. Immer knapp an einem Punkt vorbei oder tatsĂ€chlich so abgeschlagen, wie die Platzierung am Ende.

Ansonsten wiederholt sich meine Jury-Kritik vom letzten Jahr. Sinn der Jurys sollte es ja eigentlich sein, die Bewertungen zu professionalisieren. Das ist ganz offensichtlich misslungen und ich verstehe auch nicht ganz, warum die alle zusammengesperrt werden und so quasi gemeinsam agieren und sich gegenseitig beeinflussen. Letztendlich hat sich aber in den letzten Jahren immer ein Beitrag durchgesetzt, der den Sieg aus meiner Sicht durchaus verdient hat.


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Lex
Beitrag 14. May 2017, 11:05
Beitrag #81


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"Wildfire" fand ich auch deutlich stÀrker.

Nur Manga/Anime hilft halt auch nicht weiter. Ich mag Anime, und alles japanisierte sehr gerne. Ich fand nur das Lied kÀse.

Die "Fachjury" kann man IMO auch direkt abschaffen. Solange selbst die Musikexpertenjury den Kumpels von nebenan die Punkte zuschiebt, bezweifle ich deren Existenzberechtigung, dann lieber gleich 100% Publikum.
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Matt
Beitrag 14. May 2017, 15:19
Beitrag #82


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Noch ein paar Gedanken von mir:
- Ich habe "Disney-Jazz" geschrieben, weil das natĂŒrlich eigentlich "Jazz-Pop" oder, noch richtiger, Pop mit Jazz-Elementen war. So ein bisschen wie das "SpĂ€twerk" von Roger Cicero, welches auch kommerziell deutlich erfolgreicher als sein "FrĂŒhwerk" war. Richtige "Jazzer" wĂŒrden sich wahrscheinlich beleidigt fĂŒhlen, den portugiesischen Beitrag in die Schublade "Jazz" zu packen.
- Durch die Duett-Version am Ende klang der Song dann endgĂŒltig nach Disney-Musical. Ist aber nicht schlimm, da ich eine SchwĂ€che fĂŒr Musicals und insbesondere z.B. Alan Menken habe
- Die Siegerrede des Portugiesen war pathetisch und peinlich. Klar sollte es bei Musik um "GefĂŒhle" gehen, und viele aktuelle Songs sind seelenloser Fastfood. Aber dies gerade im Zusammenhang mit dem ESC anzuprangen, ist selten deplatziert. Junge, du trittst selbstgewĂ€hlt bei einem Schlagerfestival auf, und kritisierst dann die OberflĂ€chlichkeit der BeitrĂ€ge? Niemand erwartet beim ESC irgendwelchen Tiefgang, die Show ist geradezu der Prototyp der U-Musik.
- Man muss die kompletten Daten abwarten, aber wie wir ja bereits letztes Jahr herausgearbeitet haben, kann ein Song sogar ĂŒberdurchschnittlich sein und trotzdem letzter werden (ĂŒberall Platz 11 bedeutet insgesamt 0 Punkte).
- Dass Jurys NachbarlĂ€nder pushen, ist in der Tat vorgekommen (entsprechende Buhrufe waren auch deutlich vernehmbar), war aber insgesamt *nicht* die Regel. Mich stört eher, dass die Punktevergabe (per Schaltung in die einzelnen LĂ€nder) den Fokus zu stark auf die Jurys legt, wĂ€hrend der "Plebs" dann am Ende aggregiert im Zeitraffer abgefrĂŒhstĂŒckt (in Australien wörtlich zu nehmen) wird. Warum macht man das nicht andersherum?
- Ich fand Levinas Song nichtssagend, höchst mittelmĂ€ĂŸig (wenn ĂŒberhaupt) und auch nicht optimal vorgetragen. Vorletzter Platz war im Vergleich zu den anderen BeitrĂ€gen trotzdem unverdient

Mehr GlĂŒck im nĂ€chsten Jahr. Dann hoffentlich trotzdem mit Israel, die sich einen neuen Sender suchen mĂŒssen, da der bisherige seinen Laden dicht macht.


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Lex
Beitrag 14. May 2017, 22:31
Beitrag #83


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ZITAT(Matt @ 14. May 2017, 16:19) *
- Die Siegerrede des Portugiesen war pathetisch und peinlich. Klar sollte es bei Musik um "GefĂŒhle" gehen, und viele aktuelle Songs sind seelenloser Fastfood. Aber dies gerade im Zusammenhang mit dem ESC anzuprangen, ist selten deplatziert. Junge, du trittst selbstgewĂ€hlt bei einem Schlagerfestival auf, und kritisierst dann die OberflĂ€chlichkeit der BeitrĂ€ge? Niemand erwartet beim ESC irgendwelchen Tiefgang, die Show ist geradezu der Prototyp der U-Musik.


*unterschreib*

Ich fand das schon ziemlich anmaßend, sich da hin zu stellen und mehr oder weniger zu sagen, endlich gewinnt mal ein "richtiges" Lied und nicht euer Kindergartengesinge. Sympathisch fand ich das nicht gerade.
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Adm. Ges
Beitrag 15. May 2017, 08:08
Beitrag #84


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Und trotzdem hatte die "Ansage" einen wahren Kern und passte gerade auch auf den deutschen Beitrag wirklich gut. Ich wĂŒrde lieber mit einem guten eigenstĂ€ndigen Beitrag "baden gehen", als mit so einer 0815-Nummer. Die "schrĂ€gen" RumĂ€nen kamen mit der Jodl-Nummer gut an. Ebenso die Weißrussen. Auch Ungarn und Kroatien blieben im Kopf und schafften es zumindest in die vordere TabellenhĂ€lfte.

Insofern wĂŒnsche ich mir etwas mehr Mut und Abwechslung und eben auch "GefĂŒhl".


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Lex
Beitrag 15. May 2017, 08:42
Beitrag #85


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Niemand sagt, dass er nicht Recht hat. Aber es ist schon unschön den anderen KĂŒnstlern gegenĂŒber, die vielleicht nicht so gerne vom Sieger hören, dass das ja eigentlich alles Scheiße ist was sie machen.

Mein Lied wird das nie werden, und in 2 Wochen kennt es bestimmt niemand mehr (ein generelles Siegertitelproblem, mit wenigen Ausnahmen). Ich habe das Lied tatsÀchlich heute morgen mal im Radio gehört. Kommentar des Moderators nach dem Ende des Songs: "Ich hoffe, ihr seid jetzt nicht alle wieder eingeschlafen". smile.gif

Der Beitrag wurde von Lex bearbeitet: 15. May 2017, 08:44
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Matt
Beitrag 15. May 2017, 09:30
Beitrag #86


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@Ges: Auch "eigenstĂ€ndige BeitrĂ€ge", wie du sie nennst, können seelenlos sein. Das Kriterium ist nicht, aus der Masse hervorzustechen (wobei das beim ESC durchaus hilfreich sein kann), sondern AuthentizitĂ€t, d.h. dass der KĂŒnstler wirklich das sagt bzw. singt, was er fĂŒhlt, und nicht, was er glaubt, was am besten ankommt. Zwanghaft auf "herausstechend" getrimmte BeitrĂ€ge können purer, seelenloser Selbstzweck sein und wĂ€ren dann ebenso von der Kritik umfasst. Im bin mir im Klaren, dass in der heutigen U-Musik so gut wie niemand diesem Ideal entsprechen kann oder will, ich wollte es nur noch einmal deutlicher herausarbeiten, worauf der Portugiese meiner Ansicht nach abzielte.


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Beitrag 15. May 2017, 14:18
Beitrag #87


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ZITAT(Matt @ 15. May 2017, 10:30) *
@Ges: Auch "eigenstĂ€ndige BeitrĂ€ge", wie du sie nennst, können seelenlos sein. Das Kriterium ist nicht, aus der Masse hervorzustechen (wobei das beim ESC durchaus hilfreich sein kann), sondern AuthentizitĂ€t, d.h. dass der KĂŒnstler wirklich das sagt bzw. singt, was er fĂŒhlt, und nicht, was er glaubt, was am besten ankommt. Zwanghaft auf "herausstechend" getrimmte BeitrĂ€ge können purer, seelenloser Selbstzweck sein und wĂ€ren dann ebenso von der Kritik umfasst. Im bin mir im Klaren, dass in der heutigen U-Musik so gut wie niemand diesem Ideal entsprechen kann oder will, ich wollte es nur noch einmal deutlicher herausarbeiten, worauf der Portugiese meiner Ansicht nach abzielte.


Korrekt. Und das ist es letztendlich auch, was ich meinte. Auf diesem Weg kam ja auch der Sieg von Lena zustande, obwohl die Konkurrenz 2010 wirklich gut war und mir z.B. der Titel aus Aserbaidschan deutlich besser gefiel, als der Siegertitel ein Jahr spÀter.

Wenn es aber nur darum geht nicht den letzten Platz zu belegen, sondern ins Mittelfeld zu kommen, dann reicht "schrill/auffallend" normalerweise aus.


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Beitrag 19. May 2019, 10:19
Beitrag #88


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Ich hole den Thread aus gegebenem Anlass mal wieder aus dem Tiefschlaf.

0 Punkte aus dem Publikum fĂŒr Deutschland ist schon heftig. Zumindest von den Jurys gab es ja ein paar Punkte, so dass die "Schmach" des letzten Platzes an Deutschland vorbei ging. Die Jury-Nachbarschaftspunkte gab es auch in diesem Jahr wieder, was vom Publikum im Falle Griechenland/Zypern entsprechend negativ aufgenommen wurde.

AuffĂ€llig war auch in diesem Jahr der deutliche Unterschied zwischen Jury- und Publikumsbewertung. Wobei ich die vielen Punkte fĂŒr Nord-Mazedonien von der Jurys gut nachvollziehen kann. Ein solider Song, der gut auf die BĂŒhne gebracht wurde. FĂŒr das Publikum aber offenbar zu 0815. Überrascht hat mich dagegen das Abschneiden der Tschechen, die ich mit ihrem eingĂ€ngigen Hit deutlich höher gesehen hab. Den Leonard Cohen-Verschnitt aus San Marino hab ich auch deutlich höher erwartet. Nanananana zieht also doch nicht immer.

In Summe kann ich auch dieses Jahr mit dem Sieger leben und die schlechte Publikumsbewertung fĂŒr Deutschland rechne ich dem Startplatz zu. Prinzipiell sehe ich de frĂŒhen Startplatz positiv, aber direkt zwischen den hoch bewerteten Tschechen und Russen war es ganz schwer herauszustechen. Die beiden MĂ€dels haben es gut auf die BĂŒhne gebracht und das Beste draus gemacht und im Endergebnis hĂ€tte ein anderer Startplatz vielleicht ein paar Publikumspunkte gebracht, aber sicher keine deutlich bessere Platzierung. Vielleicht den 20. statt 24. Platz.

Die neue Art der Stimmenauswertung vom Publikum hat mir gefallen. Ist völlig unberechenbar und hÀlt es bis zum Ende spannend. Ansonsten bleibt als Fazit, dass ich dieses Jahr keinen klaren Favoriten gesehen habe. Das Niveau war relativ gleichwertig verteilt. Ein paar Nummern wichen nach unten ab.

PS: Ein kurzes Wort muss ich noch zu Island verlieren. War ĂŒberhaupt nicht mein Musikgeschmack, aber sie haben es echt gut durchgehalten und die Provokation wĂ€hrend der Punktevergabe mit dem "Free Palestine" hat natĂŒrlich heftige Reaktionen in der Halle erzeugt, passte aus meiner Sicht aber auch konsequent zur Darstellung.


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Lex
Beitrag 19. May 2019, 18:35
Beitrag #89


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Ja, das mit Griechenland und Zypern ist lĂ€cherlich. Ich verstehe ja durchaus, wenn die Zuschauer in so nah verbundener LĂ€nder gerne fĂŒreinander voten. Da gibt es auch bei Moldau und RumĂ€nien (beide im HF raus), sowie Aserbaidschan und die TĂŒrkei (vor dem Ausstieg letzterer). Aber eine Jury sollte da neutral bewerten. Wenn hier jeder weiß, wie die Jury ihre Punkte vergibt, ist sie schlicht ĂŒberflĂŒssig und unglaubwĂŒrdig. Schön, dass das Publikum dies entsprechend "wĂŒrdigt"

Das System der Punktevergabe gefĂ€llt mir auch ausgesprochen gut. Bitte so beibehalten smile.gif Mathenerds könnten natĂŒrlich mitzĂ€hlen und so die Punkte fĂŒr das letzte Land berechnen, aber das ginge mir dann auch etwas zu weit biggrin.gif

Island: Nein, muss nicht sein. Auch wenn es nicht immer funktioniert, sollte diese Veranstaltung politisch neutral bleiben. Ich fand den kompletten Auftritt albern. Man muss nicht mit der Brechstange provozieren. Da gab es deutlich bessere provokante Auftritte in der Vergangenheit.

Sieger Niederlande: Der Favorit hat sich durchgesetzt, kann ich mit leben. Der Song war okay. Mir persönlich hat Norwegen am besten gefallen.

SchlandmÀdels: Autsch. Auch ich fand den Song recht nichtssagend und den Auftritt langweilig. Aber ein wenig mehr Euroliebe hÀtten die beiden schon verdient.
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Adm. Ges
Beitrag 20. May 2019, 00:00
Beitrag #90


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Ja, Norwegen war von den Jurys deutlich unterbewertet und hat beim Publikum gewonnen. Das GegenstĂŒck ist Nordmazedonien, aber ĂŒberraschenderweise auch Tschechien, die beide von die Jurys deutlich besser als vom Publikum gewertet wurden. Die Tschechen waren meine Favoriten, die fand ich sehr eingĂ€ngig und was mir nach wie vor im Kopf prĂ€sent ist, ist komischerweise San Marino.

Das mit den Jurys sehe ich genauso. Sie vergeben 50% der Punkte und die Entscheidungen kann man nicht mit der Ausrede, dass NachbarlĂ€nder einen Ă€hnlichen Geschmack hĂ€tten, abdecken, denn dafĂŒr sollten sie Profi genug sein.


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Lex
Beitrag 20. May 2019, 02:43
Beitrag #91


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Am meisten im Kopf geblieben ist mir peinlicherweise der Song von Malta. "Chameleon" ist ein echt nerviger Ohrwurm pinch.gif
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Adm. Ges
Beitrag 20. May 2019, 11:51
Beitrag #92


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ZITAT(Lex @ 20. May 2019, 03:43) *
Am meisten im Kopf geblieben ist mir peinlicherweise der Song von Malta. "Chameleon" ist ein echt nerviger Ohrwurm pinch.gif


Hehe, nee den hab ich erfolgreich verdrĂ€ngt. Erinnerte mich aber ans "Original" Karma Chameleon. wink.gif Und auch bei anderen Songs hatte ich das latente GefĂŒhl bestimmte Tonfolgen zu kommen - insbesondere auch bei San Marino, wo ich zudem stĂ€ndig "First we take Manhattan" denken musste. blink.gif


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Matt
Beitrag 22. May 2019, 21:07
Beitrag #93


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Die S!sters verlieren 8 Jury-Punkte, damit geht es auf den vorletzten Platz nach unten.


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Lex
Beitrag 22. May 2019, 23:05
Beitrag #94


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Egal, immer noch vor UK biggrin.gif
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Adm. Ges
Beitrag 23. May 2019, 20:48
Beitrag #95


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ZITAT(Matt @ 22. May 2019, 22:07) *
Die S!sters verlieren 8 Jury-Punkte, damit geht es auf den vorletzten Platz nach unten.


Das ist doch jetzt völlig absurd. So viel Brimborium mit einem immer noch absolut nervösen Herrn Sand und dann so ein gravierender Fehler? Absolut peinlich fĂŒr die EBU.


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Lex
Beitrag 24. May 2019, 08:11
Beitrag #96


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Ein "menschlicher Fehler", da erhielten im Juryergebnis von Wei?russland statt der ersten zehn RĂ€nge die letzten zehn RĂ€nge die Punkte. Kann passieren, moving on. ZufĂ€lligerweise profitiert gerade Wei?Ÿrussland von der Sache und nimmt uns unseren glorreichen drittletzten Platz weg. Deren geschwĂ€tzige Jury hat das Chaos ja erst ausgelöst.

In meine Playlist haben es inzwischen 3 Lieder geschafft:
-Norwegen: mag ich melodich sehr gerne
-Malta: Nervig, schlecht gesungen, aber dÀmlicher Ohrwurm
-Polen: ich finde diesen gutturalen Gesang... interessant


Ich bin gespannt, in welcher niederlÀndischen Stadt der ESC2020 stattfinden wird. Eventuell fahre ich ja mal hin und schau mir das Spektakel live an.

Der Beitrag wurde von Lex bearbeitet: 24. May 2019, 08:43
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Adm. Ges
Beitrag 24. May 2019, 21:10
Beitrag #97


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Bekannte von mir waren "damals" 2011 in DĂŒsseldorf dabei. Wahnsinn, wie die Zeit vergeht.

Das mit Weißrussland macht es umso kurioser. Da hat die Jury also ihr Ergebnis vorab ausgeplaudert, warum auch immer man sowas macht. Wurde also disqualifiziert und mit einem "hochkomplizierten" mathematischen Verfahren ein Ersatzergebnis ermittelt. Und dann pflegt da jemand hĂ€ndisch die PlĂ€tze falsch ein und keiner guckt nach dem Vier-Augen-Prinzip drĂŒber? Ich beginne langsam die "Tatsachenentscheidungen" im Fußball gut zu finden. wink.gif


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