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Nationen-Hickhack und Politik, vormals: Deutschen-Mobbing in der Schweiz
tabby
Beitrag 30. Apr 2012, 08:11
Beitrag #1


Commodore
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Tja, und mal wieder sind die Eidgenossen in derf Teutonia-Presse.
Die Abgeordnete Rickli, der SVP Partei nimmt sich deutsche Arbeitskräfte in der Schweiz vor.

Zuviele Deutsche haben einen Job in der Schweiz, so Rickli.
Eine Folge dessen ist das schweizer Arbeitnehmer einem Konkurrenzkampf in Punkto Job und Wohnung ausgesetzt seien.
Die Einwanderer w√ľrden in Massen und in Rudeln auftreten.
Beschimpfungen a la Sau-Schwaben seien zum einen salonfähig, und zum anderen an der Tagesordnung.

Einerseits könnte man sich fragen ob die Schweiz nicht einen Riesengewinn aus deutschen Einwanderern zieht.
Vern√ľnftig ausgebildete Arbeitnehmer, die aus einem √§hnlichen Kulturkreis kommen, und sogar die gleiche Sprache sprechen, wenn auch in anderer Mundart.
Dar√ľber hinaus sind sie es auch noch gewohnt f√ľr weniger Geld zu arbeiten.

Aus rein volkswirtschaftlicher Sicht, klingt das nicht schlecht.

Wenn die Informationen stimmen arbeiten recht viele Deutsche als Kellner, Köche etc in der Ferienzeit.. why not?
Des Weiteren sind viele Teutonen im Gesundheitswesen als Krankenpfleger etc am arbeiten.

und das ist der springende Punkt.. sie arbeiten doch. Gehen nicht dorthin um nix zu tun.

Also drängen sich bei mir Fragen auf:
Gibt es echt einen Hass dort auf deutsche Arbeitskräfte?
Sind es wirklich so viele?
Wie wird man der Lage Her?
Was passiert in der Zukunft?


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Voivod
Beitrag 30. Apr 2012, 10:37
Beitrag #2


Admiral
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Naja, so einfach, wie die deutschen Medien die Sache geschildert haben - von wegen undankbare Schweizer und so - ist die Angelegenheit nicht.

Rickli ist halt Z√ľrcherin, und in Z√ľrich ist die Deutschendichte schon ziemlich krass.

Gewinner sind Schweizer Firmen, die zu schlechten Konditionen sehr gut ausgebildete Deutsche anstellen. Und nat√ľrlich die deutschen Akademiker, die hier viel mehr verdienen als in der Heimat. Verlierer sind die kleinen deutschen Arbeiter, die sich hier fast zu Tode arbeiten ohne zu murren, und die Schweizer Normalb√ľrger, denen die Jobs weggenommen werden, weil die Deutschen nun mal billiger sind und v.a. nicht murren... (ja, ich wiederhole mich, ich weiss...) Und nat√ľrlich Deutschland generell wegen dem brain drain.

Das "Problem" ist hausgemacht, denn auch kleine Schweizer Firmen stellen viel lieber Deutsche ein, die zu beschissenen Konditionen arbeiten und auf der "Schnorre hocked".

Bei den dt. Akademikern ist das Problem, dass sie sehr gut netzwerken, "ihre Leute" r√ľberholen und CH-Akademiker z.B. an den Unis kaum mehr eine Chance haben, eine Stelle zu bekommen. Mein Bruder ist ein gutes Beispiel, der w√ľrde gerne seine akademische Karriere vorantreiben, aber sein Fachbereich Informatikrecht ist schon fest in deutscher Hand. Als CH-ler hat er da keine Chance mehr. Bei den Spit√§lern dasselbe, die deutschen √Ąrzte holen ihre deutschen Kumpels r√ľber, undsoweiterundsofort.

F√ľr viele Schweizer ist es einfach befremdlich, dass z.B. in den Spit√§lern fast nur noch Deutsche arbeiten, die sich dann auch nicht die M√ľhe machen, Schweizerdeutsch zu lernen und man sich mit allen auf hochdeutsch unterhalten muss. Das erzeugt ein dumpfes Gef√ľhl in der Magengrube. V.a., weil ihr Deutschen halt schon eine andere Art habt im Umgang als wir Schweizer. Gerade in sensiblen Bereichen wie in der Medizin f√§llt das auf.

Deutschland sollte evtl. daf√ľr sorgen, dass die eigenen Leute im Land selbst ein Auskommen finden, das der Ausbildung w√ľrdig ist. Ehrlich gesagt w√ľrde ich als deutscher Psychiatriepfleger auch schleunigst das Weite suchen, wenn man h√∂rt, was die bei euch f√ľr Hungerl√∂hne kassieren... Oder als Krankenschwester... Und die Schweizer Unternehmen sagen nat√ľrlich "danke sch√∂n!" Billige Arbeiter sind immer gerne gesehen... V.a. die, welche nicht murren! mrgreen.gif (man kann's nicht genug betonen, haha...)

Deutschenhass? V√∂llig √ľbertrieben. Aber es gibt Irritationen, ohne Zweifel. Das Problem einfach totzuschweigen und jetzt die Ausl√§nderhasskeule zu schwingen, bringt's definitiv nicht. Es ist nicht alles so schwarz/weiss, wie es die dt. Medien geschildert haben.

Lieber zweihunderttausend Deutsche in der CH als die Million Balkanesen! wink.gif Was das Ausland halt immer wieder vergisst, wenn es √ľber die vermeintlich ausl√§nderfeindliche Schweiz herzieht. Wir haben fast einen Viertel Ausl√§nder hier in der CH. Vieviel hat Deutschland? 10 Prozent? Drei Millionen T√ľrken und ihr macht schon so ein Geschiss... wink.gif Ich will euch ja mal sehen, wenn jeder Vierte bei euch ein "Fremder" ist! laugh.gif

Der Beitrag wurde von Voivod bearbeitet: 30. Apr 2012, 10:44
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Voivod
Beitrag 1. May 2012, 17:47
Beitrag #3


Admiral
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Hhhmm, schade, ich hatte mich schon auf eine Diskussion gefreut, in der ich den Teutonen alle √ľblen Vorurteile an den Kopf knallen kann, und mich daf√ľr als "Nazigoldprofiteur" und "Bankster" verunglimpfen lassen muss. Tabby, du kannst doch hier nicht einfach mal ins Forum furzen und dann wieder abhauen! wink.gif

Edit: Deutsche sind eiskalt und grunds√§tzlich emotionale Kr√ľppel. Und darauf sind sie auch noch stolz! mrgreen.gif Sie nennen es "z√§h wie Leder und hart wie Kruppstahl"", doch wir nennen es "emotional minderbemittellt" und "EQ-technisch schwer defizit√§r".. So, jetzt wisst ihr, was wir √ľber euch denken, ihr Prolls, ihr Scooter-Fans, ihr Rammstein- und Onkelz-P√∂pel... unsure.gif wink.gif Jetzt ist es raus! Zig Leitartikel auf focus.de, welt.de und spiegel.de, doch alle √ľberfl√ľssig. Die simple Wahrheit ist, wir halten euch f√ľr emotional schwerstbehindert. Der Rest der Welt sieht es √ľbrigens genauso! tongue2.gif (Und euer Nichteingehen auf diese Provokation zeigt nur, wie recht wir und der Rest der Welt mit dieser Einsch√§tzung haben. Denn ihr kapiert das gar nicht, weil ihr eben emotionale Kr√ľppel seid und das gar nicht nachvollziehen k√∂nnt. Ich schick diesen Beitrag jetzt dem "Spiegel", sollte massig Kohle abwerfen...)


Der Beitrag wurde von Voivod bearbeitet: 2. May 2012, 00:39
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Equinox
Beitrag 2. May 2012, 14:12
Beitrag #4


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Kannst du das n√§her erl√§utern? Willst du damit sagen die Deutschen lassen sich zu sehr ausbeuten oder seien zu unterk√ľhlt? Ich verstehe nicht ganz was das emotional Unterentwickelte sein soll.

Der Beitrag wurde von Equinox bearbeitet: 2. May 2012, 14:12


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Voivod
Beitrag 2. May 2012, 16:02
Beitrag #5


Admiral
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ZITAT(Equinox @ 2. May 2012, 15:12) *
Kannst du das n√§her erl√§utern? Willst du damit sagen die Deutschen lassen sich zu sehr ausbeuten oder seien zu unterk√ľhlt? Ich verstehe nicht ganz was das emotional Unterentwickelte sein soll.


Das war nur ein Rant von mir, nicht zuviel reininterpretieren! wink.gif

Das einzige, was mich wirklich an Deutschen nervt ist, dass sie immer so verdammt LAUT sein m√ľssen. laugh.gif An die Grobheit im Umgang gew√∂hnt man sich schnell, IMO. (Manche Schweizer gew√∂hnen sich aber nie daran und m√∂gen darum die Deutschen hier nicht und werden sie deswegen auch nie m√∂gen.)
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Equinox
Beitrag 2. May 2012, 18:30
Beitrag #6


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Ich w√ľrde jetzt wirklich gerne wissen, was ich in deinen rant reininterpretieren darf. mad.gif


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Voivod
Beitrag 2. May 2012, 20:01
Beitrag #7


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ZITAT(Equinox @ 2. May 2012, 19:30) *
Ich w√ľrde jetzt wirklich gerne wissen, was ich in deinen rant reininterpretieren darf. mad.gif


Einen Hauch Wahrheit und viel billige Polemik! mrgreen.gif

Interessanterweise sind die Deutschen sehr nett, wenn man sie in ihrem Heimatland antrifft. (Ich war ja auch ab und zu in Deutschland.) Aber die Exemplare, die ihr uns r√ľberschickt, sind immer ziemlich krass drauf und kommen recht aggressiv r√ľber. Wahrscheinlich sind aber Deutsche, die ihr Gl√ľck hier suchen, nicht gerade "Durchschnittsdeutsche", also kann man an ihnen kaum eine Art Volkscharakter ablesen. Fakt ist nun mal, dass eure Spezies bei uns ziemlich arrogant r√ľberkommt, darum m√∂gen wir euch wohl auch nicht so. Ganz grunds√§tzlich gesagt. Wie gesagt, laut und ziemlich aggro. Vielleicht haben die Deutschen in der CH das Gef√ľhl, sie m√ľssten was beweisen, keine Ahnung... Obwohl wir CH-ler und ihr Deutschen uns wohl sehr √§hnlich sind, gibt's halt schon Unterschiede, und das f√ľhrt zu Irritationen. Wir Schweizer haben manchmal das Gef√ľhl, ihr Deutschen seid wie Bulldozer. Darum ecken Deutsche in der CH manchmal auch an. Weil wir eher eine zur√ľckhaltende, ruhige, auch langweilige Spezies sind, die selten laut wird.
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Equinox
Beitrag 2. May 2012, 21:44
Beitrag #8


Fleet Captain
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Der Kapitalismus ist in Deutschland schon viel weiter in die Seelen der Menschen vorgedrungen. Viele erfolgreiche Menschen sind Arschlöcher und setzen alles daran, dass Menschen wie du und ich nicht in ihre Machtkreise aufsteigen werden.


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Adm. Ges
Beitrag 2. May 2012, 22:57
Beitrag #9


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Voiv, da k√∂nnte schon was dran sein. Immerhin hat die Schweiz ja den Ruf, dass es sich dort gut verdienen l√§sst, insofern k√∂nnte ich mir vorstellen, dass da vermehrt die besonders geldgeilen Leute hinziehen und weniger die Idealisten. Ansonsten d√ľrfte das das klassische Nord-S√ľd-Gef√§lle sein. Das sieht in Bayern und Schwaben mit uns "Preu√üen" nicht anders aus und andersrum hat sich hier in Berlin inzwischen ein regelrechter Hass auf die zugezogenen Schwaben entwickelt.


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Voivod
Beitrag 3. May 2012, 19:29
Beitrag #10


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^Yup, wahrscheinlich landen sehr viele deutsche Hardcore-Karrieristen bei uns und machen dann einen schlechten Eindruck mit ihrem Ehrgeiz und ihrer Skrupellosigkeit. Es könnten wohl auch französische oder ugandische Karrieristen sein, aber da wir nun mal die gleiche Sprache sprechen und in D zur Zeit weniger Kasse zu machen ist als bei uns, kommen halt viele Deutsche hierhin.

Die √Ėsterreicher haben √ľbrigens ein √§hnliches "Problem" mit Deutschen wie die Schweizer. Arrogante Piefkes! mrgreen.gif

Wie schon gesagt, es w√§re gut, wenn ihr ambitionierten, hervorragend ausgebildeten Menschen im eigenen Land genug M√∂glichkeiten bieten k√∂nntet, um sich auszuleben. Nat√ľrlich profitiert die Schweizer Volkswirtschaft gr√∂sstenteils von den gut ausgebildeten deutschen Hochschulabg√§ngern, die hierhin kommen, um viel Geld zu verdienen. Das hat Tabby richtig bemerkt. Denn sie arbeiten hart und zahlen auch viel Steuern. Das Problem ist nur, dass was der Volkswirtschaft in Zahlen ausgedr√ľckt n√ľtzt, noch lange nicht dem einfachen CH-B√ľrger n√ľtzt. Auch bei uns verschwindet der Mittelstand zusehends und eine neue Armut greift um sich, obwohl die Wirtschaftszahlen immer noch gut sind. Es gibt die Zahlen, und es gibt den Alltag.

Deutschland hat ja auch gute Zahlen zu bieten auf dem Papier, doch der Mittelstand profitiert davon wenig bis gar nichts. Befristete Arbeitsvertr√§ge, etc... Die Leute arbeiten sich zu Tode, alles mit dem Kalk√ľl, wettbewerbsf√§hig zu sein als Gesamtvolkswirtschaft. Aber was interessieren den Arbeiter in der Autoindustrie die nackten Zahlen? Er weiss nur, dass er hart arbeitet und wenig Geld daf√ľr kriegt, und auch keinen sicheren Arbeitsplatz mehr hat.

Im Gesundheitswesen habe ich schlechte Erfahrungen gemacht mit Deutschen. Mit allemannischen Handwerkern habe ich nur sehr, sehr gute Erfahrungen gemacht. Sie sind kompetent, arbeiten wie die Verr√ľckten und sind der Selbstaufgabe nahe... Aber sie geh√∂ren sicher nicht zu den Gewinnern dieser Entwicklung. Sie werden ausgenutzt und lassen sich auch ausn√ľtzen. Darum sind sie auch so begehrt bei Schweizer KMU, die darum liebend gerne Schweizer Handwerker gegen Deutsche austauschen. Alle werden verarscht von den seelenlosen Gewinnoptimierern, Schweizer wie Deutsche. Und niemand merkts. Die emotionalen Irritationen -also der "Deutschenhass" - sind nur eine Folge dieser Zust√§nde. Verlierer sind die "kleinen Leute" auf beiden Seiten. Es ist eine ziemlich absurde Situation, die dadurch entsteht, dass die Kosten optimiert werden m√ľssen, um jeden Preis. (Hier kann Equinox wieder mit seiner umfassenden Kapitalismuskritik ansetzen! wink.gif Und er hat ja auch absolut recht.)

Edit: Viele deutsche Arbeiter fallen in der CH ja auch gewaltig auf die Schnauze. Sie lassen sich beim Abschluss des Arbeitsvertrags von den vermeintlich hohen L√∂hnen blenden, aber sp√§tenstens nach einem halben Jahr merken sie, dass sie mit dem "hohen Lohn" ihre Lebenskosten hier kaum decken k√∂nnen. Und erst dann merken sie, dass sie von den Schweizer Unternehmern √ľber den Tisch gezogen wurden. Ich habe schon andernorts erw√§hnt, dass brutal hart arbeitende deutsche Handwerker in der Schweiz in Barracken wohnen, sich diese noch mit einem andern deutschen Arbeitnehmer teilen m√ľssen und kaum √ľber die Runden kommen. Sie wurden knallhart √ľber den Tisch gezogen.

Viel zu viele Deutsche lassen sich blenden von den vermeintlich hohen L√∂hnen. Mit 3000 Euro Verdienst kannst du in der CH kaum w√ľrdig leben. Die einzig wirklichen Profiteure sind die Grenzg√§nger, die in der CH arbeiten und in D wohnen. Aber auch die kommen bald an die Kasse, weil Schweizer Unternehmen mehr und mehr dazu √ľbergehen, diesen Leuten ihre L√∂hne in Euros auszuzahlen. Dieses "Schlupfloch" ist also auch bald gestopft.

Der Beitrag wurde von Voivod bearbeitet: 3. May 2012, 19:43
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Equinox
Beitrag 3. May 2012, 19:54
Beitrag #11


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*Man hat den Equinox gerufen?!* biggrin.gif

Was n√ľtzt uns der materielle Reichtum , wenn wir alle vor Angst und Stress innerlich vor uns hinleiden? <-- mein √ľbliches Programm in einem Satz



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Adm. Ges
Beitrag 3. May 2012, 19:56
Beitrag #12


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Ja, da sind wir sehr schnell beim globalen Geschehen und den b√∂sen Rating-Agenturen. Hier in Berlin wird z.B. auf polnische Handwerker geschworen, denn die sind - na was wohl - sch√∂n billig, still und leisten (meist) gute Arbeit. Und nat√ľrlich gerne auch "schwarz" am Staat vorbei.

Die Leute in der Autobranche sind √ľbrigens ein schlechtes Beispiel, denn trotz allem Gejohle gehts denen eigentlich ganz gut und sie geh√∂ren zu den Besserbezahlten in diesem Land. Wenn es der Autobranche schlecht geht, dann macht der Staat auch schonmal Milliarden locker. Erinnert sei hier an die "Abwrackpr√§mie". Nichts ist der Politik heiliger als die Arbeitspl√§tze in der Automobilbranche. Der gr√∂√üte "private" Arbeitgeber im Land ist √ľbrigens die Deutsche Bahn. Aber die weckt h√∂chstens bei den Lokalpolitkern Interesse.


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Voivod
Beitrag 3. May 2012, 20:08
Beitrag #13


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ZITAT(Adm. Ges @ 3. May 2012, 20:56) *
Die Leute in der Autobranche sind √ľbrigens ein schlechtes Beispiel, denn trotz allem Gejohle gehts denen eigentlich ganz gut und sie geh√∂ren zu den Besserbezahlten in diesem Land. Wenn es der Autobranche schlecht geht, dann macht der Staat auch schonmal Milliarden locker. Erinnert sei hier an die "Abwrackpr√§mie". Nichts ist der Politik heiliger als die Arbeitspl√§tze in der Automobilbranche. Der gr√∂√üte "private" Arbeitgeber im Land ist √ľbrigens die Deutsche Bahn. Aber die weckt h√∂chstens bei den Lokalpolitkern Interesse.


Gut möglich, dass die Automobilbranche in D eine heilige Kuh ist! wink.gif Wie bei uns die Landwirtschaft, die darf auch fröhlich unrentabel vor sich hin produzieren und einen Milchsee und Fleischberg fabrizieren, Milliarden an Subventionen fliessen trotzdem... mad.gif Wenn es um Details eurer Wirtschaftswelt geht, bin ich auf eure Medien angewiesen. Und ich habe letzthin gelesen, dass z.B. BMW kräftig Gewinn macht, sich aber die Arbeitsbedingungen immer mehr verschlechtern. Stand so im Spiegel! wink.gif (Aber ihr Deutschen seid ja auch ganz vernarrt in Autos, das könnt ihr nicht bestreiten. Autos, Autos und nochmals Autos! laugh.gif )

Equi: Dein "√ľbliches Programm" ist gut, wie es ist! mrgreen.gif
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Voivod
Beitrag 14. May 2012, 20:26
Beitrag #14


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Ehrlich, ich habe hier auch viel polemisiert und Unsinn verzapft, aber langsam wird die Sache mehr als l√§cherlich. Dieter Moor, in der CH ein D-Promi und ehemaliger Fernsehmoderator (jetzt Bauer in Ostdeutschland...), beschimpft seine Schweizer Landsleute als Idioten, und "Bild" und "Focus" nehmen die Sache dankbar auf. Die Schweizer Boulevardpresse geniesst den Kram nat√ľrlich auch und schiesst dagegen.

Man könnte meinen, D und die CH hätten Krieg oder sowas... Als hätten die beiden Länder nicht grössere Probleme!

FFS...

Ein durch die Medien gesteuertes und gesch√ľrtes Trara... In Deutschland muss man ja inzwischen denken, Deutsche w√ľrden hier mit Heugabeln und Fackeln durch die Strassen gehetzt. Alles Bl√∂dsinn!

Deutschschweizer und Deutsche sind wohl die Volksgruppen, die sich punkto Mentalit√§t am n√§chsten stehen. Ich f√ľhle mich mit den Deutschen in Sachen Mentalit√§t mehr verbunden als mit den Welschschweizern, nur so nebenbei gesagt. Genauso wie sich die Welschen wohl n√§her bei den Franzosen sehen als bei uns in der Deutschschweiz. Ist doch kein Problem! Das es √Ąrger gibt, hat mit der Wirtschaftslage zu tun. Die Wirtschaft schert sich nun mal schon lange nicht mehr um Landesgrenzen.
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Adm. Ges
Beitrag 14. May 2012, 22:22
Beitrag #15


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ZITAT(Voivod @ 14. May 2012, 21:26) *
Das es √Ąrger gibt, hat mit der Wirtschaftslage zu tun. Die Wirtschaft schert sich nun mal schon lange nicht mehr um Landesgrenzen.


Gut erkannt. Und die L√∂sung ist denkbar einfach - ihr m√ľsst nur dem Euro beitreten und ein klein wenig Geld f√ľr die Rettungsschirme zuschie√üen. mrgreen.gif

Der Moor ist Schweizer? Siehste, so unbedeutend ist er auch hier, dass ich kaum mehr als seinen Namen von ihm kenne. laugh.gif


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Beitrag 14. May 2012, 23:38
Beitrag #16


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ZITAT(Voivod @ 14. May 2012, 21:26) *
Ehrlich, ich habe hier auch viel polemisiert und Unsinn verzapft, aber langsam wird die Sache mehr als l√§cherlich. Dieter Moor, in der CH ein D-Promi und ehemaliger Fernsehmoderator (jetzt Bauer in Ostdeutschland...), beschimpft seine Schweizer Landsleute als Idioten, und "Bild" und "Focus" nehmen die Sache dankbar auf. Die Schweizer Boulevardpresse geniesst den Kram nat√ľrlich auch und schiesst dagegen.



Moor kenne ich noch aus ARD-Zeiten. Wusste nur nicht das er Schweizer ist.
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Voivod
Beitrag 15. May 2012, 00:14
Beitrag #17


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ZITAT(Neral_Jourian @ 15. May 2012, 00:38) *
Moor kenne ich noch aus ARD-Zeiten. Wusste nur nicht das er Schweizer ist.


Er hat sich halt gut angepasst... wink.gif Immerhin hat er sich dank seiner "klugen" √Ąusserungen wieder mal ins Rampenlicht der Regenbogenpresse katapultiert. Selbstmarketing par excellence. Wahrscheinlich wirft sein Bauernhof nicht genug ab, um seinen pomp√∂sen Lebensstil zu finanzieren.

@Ges: Nö! mrgreen.gif Ich lese viel ausländische Presse, und da tönt es so, als besitze Deutschland inzwischen ganz Europa und habe endlich das geschafft, was zwischen 1939 - 1945 nicht geklappt hat. "Germany owns Europe!" So ein Blödsinn. Als hätte Deutschland nicht genug soziale Probleme und Schulden.

Wie soll ich als Normalb√ľrger beurteilen, ob die CH einen europafeindlichen Kurs fahren und sich aus allem raushalten soll, oder ob sich mein Land trotz allem endlich Europa ann√§hern soll. F√ľr den durchschnittlichen B√ľrger ist die Sache einfach nicht mehr durchschaubar. Klar ist aber, dass die Schweizer keinen Bock darauf haben, s√ľdeurop√§ische Misswirtschaft zu finanzieren. Soviel ich mitkriege, sind die Deutschen auch nicht davon begeistert, Geld Richtung S√ľden zu pumpen f√ľr nichts und wieder nichts. Und wenn die Griechen wieder Naziklischees bem√ľhen und so tun, als w√§re quasi Deutschland schuld an der Misere, h√§tte ich als Deutscher von der ganzen Sache erst recht die Schnauze voll. Wie gesagt, Deutschland steht auf den ersten Blick gut da mit einer vermeintlich boomenden Wirtschaft und starken Exporten. Aber was profitiert der Durchschnittsdeutsche? Er muss sich vom Staat einen Teil seines Einkommens subventionieren lassen, damit die Kohle bis Ende Monat reicht. Soviel zu den "Statistiken"... Das ist doch absurd. Zur Zeit geb√§rdet sich Europa, als w√§re Deutschland ein gigantisches Erfolgsmodell und w√ľrde im Geld schwimmen. Das dies anders aussieht, muss ich euch wohl nicht erkl√§ren. Die CH steht rein nach Zahlen auch ziemlich gut da, aber was bedeuten schon Zahlen? Arm/Reich-Schere, verlotternde Sozialwerke, immer mehr working poor. Soviel zur "reichen Schweiz"... unsure.gif Als Nettozahler f√ľr die EU sind wir schon lange nicht mehr zu gebrauchen. Der Mittelstand k√§mpft hierzulande genauso ums √úberleben wie im Rest von Europa.
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Adm. Ges
Beitrag 15. May 2012, 00:29
Beitrag #18


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Naja, das Geld pumpen wir ja nicht grundlos nach "da unten". Merkel hat nicht grundlos eine Kehrtwende von "dagen" zu "daf√ľr" hingelegt. Der Gro√üteil kommt in Form von Schuld- und Zinstilgung sowie Komsumg√ľtern postwendend zur√ľck. Genaugenommen pumpen wir also das Geld √ľben den Umweg Griechenland in unsere eigene Wirtschaft. Griechenland geht es echt dreckig und gespart werden muss √ľberall. Au√üer nat√ľrlich bei der R√ľstung, denn sie m√ľssen ja ihre Vertr√§ge mit den deutschen R√ľstungsfirmen einhalten. Gut, was die Banken angeht sollten wir inzwischen genug Geld verschoben haben, damit die ihre Griechenland-Anleihen abschreiben k√∂nnen. Aber auch Deutschland lebt auf "pump" und macht derzeit noch immer jedes Jahr neue zus√§tzliche Schulden.

Ich bin sehr gespannt, wie die Schuldenbremse wirken wird, aber in der Realit√§t werden die Politker einen Weg finden, um sie √ľber Schattenhaushalte zu umgehen. Den Kommunen gehts schon jetzt ziemlich schlecht, auch da wird irgendwann das System kollabieren. Und unsere Bundesregierung hat ja gerade einen ganzen Wirtschaftszweig kollabieren lassen, weil es ihm angeblich zu gut ging. Fazit: Frankfurt Oder hat eine Haushaltssperre verhangen, weil der gr√∂√üte Gewerbesteuerzahler (24 Mio pro Jahr) in die Insolvenz gegangen ist. Einfach nur traurig,


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Admiral Tom Jay Ges, U.S.S. Europe, NCC-66066
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Voivod
Beitrag 15. May 2012, 01:07
Beitrag #19


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^Das mag sein, aber es ist nur klug von euch Deutschen, nicht all eure Kohle da versanden zu lassen. Klar wird da getrickst und taktiert. Der europ√§ische Gedanke hin oder her: Es besteht immer noch ein gnadenloser Wettbewerb zwischen den Nationalstaaten innerhalb der EU. Soviel zur europ√§ischen Solidarit√§t... Aber es besteht kein Grund zur deutschen Selbstgeisselung. Die s√ľdosteurop√§ischen Staaten haben es gewaltig verkackt, an dieser Erkenntnis f√ľhrt kein Weg vorbei. Auch wenn Deutschland jetzt nicht ganz koscher vorgeht, um seine Pfr√ľnde zu verteidigen.

Deutschland ist nicht schuld an dieser Krise, basta. Deutschland versucht jetzt nur, das beste f√ľr sich herauszuholen und den Schaden in Grenzen zu halten. Der deutsche Exportboom war war quasi ein Nullsummenspiel, zugegeben. Ich finde es aber ziemlich bizarr, dass ich das Vorgehen Deutschlands gegen einen Deutschen verteidigen muss! mrgreen.gif Der Ursprung der Misere liegt grunds√§tzlich immer noch in der haneb√ľchenen Misswirtschaft der s√ľdosteurop√§ischen Staaten, welche weder eine funktionierende Verwaltung vorweisen k√∂nnen, die zumindest ann√§hernd den Anspr√ľchen eines westlichen Staates gen√ľgt, noch sonstwie Standards haben, die wir als gegeben hinnehmen in unsern Breitengraden. Steuern werden nicht bezahlt, Korruption hier und da, Misswirtschaft bis hin zu astreinem Betrug. Das darf man nicht sch√∂n reden.

Vom linken Lager in Deutschland höre ich nicht die leiseste Kritik an den haarsträubenden Zuständen in Griechenland, Spanien, Italien... Lieber wird auf sich selbst eingehackt und sich selbst du Schuld zugeschoben. Das ist absurd.

Die s√ľdeuropaischen Staaten - und auch Frankreich - sind politisch kaum reformierbar, weil sich die Menschen √ľber die Jahrzehnte an einen √ľberborderdenden Sozialstaat gew√∂hnt haben (Rente ab 60, f√ľr Beamte noch fr√ľher....) DAS sollte euch Deutsche zur Abwechslung mal aufregen, anstatt mit dem Finger nur auf euch selbst zu zeigen. Es geht nicht um "Bild"-m√§ssiges Griechenbashing, es geht einfach um das Anerkennen von Tatsachen.

Der grosse Fehler war, Staaten in einer W√§hrungsunion zusammenzuf√ľhren, die wirtschaftlich und politisch nicht mal ann√§hernd auf dem gleichen Niveau waren. Und in grenzenloser Naivit√§t hat man einfach untersch√§tzt, dass die "Nehmer"-Staaten nicht so handeln w√ľrden, wie es ihrer pol. Tradition entspricht.. Das war war sehr d√ľmmlich. Es geht nicht um politische Korrektheit, es geht einfach darum, dass die Staaten in S√ľdeuropa genauso gehandelt haben, wie es nun mal ihrer politischen Tradition entsprach/entspricht. Die n√∂rdlichen Staaten haben wirtschaftliche Vernunft erwartet, und die s√ľdlichen Staaten haben sich dabei halb tot gelacht und kassiert. So sieht's doch aus. Grunds√§tzlich. Das Giesskannenprinzip funktioniert nie.

Der Beitrag wurde von Voivod bearbeitet: 15. May 2012, 01:27
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Beitrag 15. May 2012, 09:21
Beitrag #20


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Voiv, da hast du mich wohl missverstanden. Selbstverst√§ndlich liegt die Schuld bei den Griechen selbst. Ich wollte nur aufzeigen, dass wir nicht die "Zahldeppen" sind, sondern hinter den Zahlungen durchaus wirtschaftliches Kalk√ľl steckt.

Gerade die Linken bei uns hätten es ja lieber so wie die Franzosen. Vor allem der in Deutschland verbotene "Generalstreik" wird ja immer wieder gerne propagiert.

Ich denke bis auf Griechenland hat das mit der W√§hrungsunion ganz gut funktioniert. Wir d√ľrfen auch nicht vergessen, dass da massiver Druck von au√üen durch den Dollar und die Ratingagenturen kommt. Zudem haben wir lange von der Dollarschw√§che profitiert, wobei da ja wiederum unsere exportorientiere Wirtschaft √ľber die hohen Exportkosten geheult hat. Ich finde es geradezu pervers, dass die Deutsche Wirtschaft auch deswegen "brummt" weil der Euro so geschw√§cht wurde.


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Equinox
Beitrag 15. May 2012, 10:39
Beitrag #21


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Der einzelne Grieche ist ja nicht dran schuld. Man wäre schon sehr dumm als einziger nicht korrupt zu sein. Die Gesellschaft als ganzes ist jedoch schuldig. Das stellt mich vor ein Bewertungsproblem.

Imao leben auch die Deutschen √ľber ihren Verh√§ltnissen. Neueste Stra√üen, viel zu viele Autobahnen, rie√üige Eigenheime, Stra√üenbeleuchtung bei Nacht etc..

Ich guck gerade Plasberg und werde dabei aggressiv. Die B√§nker haben gewettet, dass es ein Vielfaches der Existierenden gibt. Nun das gibt es nicht. Aber jetzt hatten sie ja schon den mont√§ren Gegenwert dazu erfunden... Also musste der Staat sich von ihnen Geld leihen, um ihre Schulden f√ľr sie zu bezahlen (WTF! Achtung Paradoxon). Jetzt schuldet der B√ľrger denen Geld, ohne das der B√ľrger etwas falsch gemacht h√§tte. Obendrein stehen dann auch noch Politiker im Fernsehen, die so tun als ob das alles rechtens w√§re.

Wenn ich als Privatperson mich wie ein Investmentbanker auff√ľhren w√ľrde k√§me ich lebensl√§nglich ins Gef√§ngnis. Ich erkenne den Unrechtsstaat Deutschland nich an. Die Banker m√ľssen bestraft werden. Vor allem m√ľssen ihre Verbechen endlich als solche anerkannt werden. Es kann nicht angehen, dass die Gesetze f√ľr eine Bev√∂lkerungsgruppe nicht gelten.

Der Beitrag wurde von Equinox bearbeitet: 15. May 2012, 10:41


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logan3333
Beitrag 15. May 2012, 12:44
Beitrag #22


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IMHO:

1. "Wir leben √ľber unseren Verh√§ltnissen." Ist der Paradesatz der genau von den Bef√ľhrworter von Sparma√ünahmen und Austerit√§t ins Feld gef√ľhrt wird, den kann ich nicht mehr h√∂ren. Wirtschaftskrisen und Rezessionen werden nicht durch Sparprogramme beendet sondern nur Neuinvestionen, technologischen Fortschritt und durch Wachstumsprogramme. Siehe Roosevelts New Deal oder Obamas Politik bei Amtsantritt.

2. Wir haben eine gemeinsame W√§hrung ja, was wir nicht haben ist eine gemeinsame Wirtschaftspolitik sondern nationale Priorit√§ten und daran scheitert dann wieder alles. Nehmen wir die BRD als Beispiel es gibt schwache Bundesl√§nder wie Sachsen oder Brandenburg und reiche L√§nder wie Bayern oder Baden-W√ľrttemberg, niemand fordert den Austritts Sachens weil die kaum nennenswerte wirtschaftliche Leistung erbringen. Warum gibt es immer noch einzelen Griechenlandanleihen usw... Warum keine Eurobonds?

3. "Die Griechen sind an allen selbst Schuld." Griechenlands wirtschaftliche Entwicklung wird durch ein zu hohe R√ľstungsausgaben gebremst, beispielsweise hat die griechische Armee 1250 Kampfpanzer, die Bundeswehr hat im Vergleich 350 und Les forces arm√©es fran√ßaises 254. Das ist kein Zufall! Wenn man die brisante Lage Griechenland als geostrategischer Sicht anschaut mit den Balkan und Russland im Hinterkopf hat wird einem ganz schnell klar das diese R√ľstungsausgaben zur Sicherheit des gesamten Westens beitragen, aber auf der anderen Seite gibt man den Griechen nicht die n√∂tigen Kredite oder Eurobonds um deren Wirtschaft auf die Beine zu helfen. Die Regierung beschuldigt man der Korruption, den B√ľrgern nimmt man Sozialeistungen weg und neoliberale deutsche Politiker kommen mit √Ąu√üerungen wie "In Europa wird jetzt Deutsch gesprochen." daher. Und da wunderts noch jemanden das die Leute auf die Deutschen sauer sind?

4. Korruption in Griechenland, heute ist es in aller Munde, jeder will es gewusst haben. Wo waren diese Leute vor 3 Jahren oder vor 5 Jahren? Besserwisser gibt es jetzt zu Hauf, vorher gab es wohl keinen Handlungsbedarf. Korruption gibt es √ľberall, schaut euch doch einmal √Ėsterreich an. Der Buwok Skandal beweist das auch Mustermitgliedstaaten dessen Arbeitslosigkeit gering ist, √ľber ein vergleichsweise ausgewogenes Budget verf√ľgt und eine funktionierende Wirtschaft hat auch sehr sch√∂n korrupt sein kann.

Bitte denkt ein wenig nach bevor ihr den neoliberalen Pflaumenaugusts dieser Welt alles nachplaudert. mad.gif

Der Beitrag wurde von logan3333 bearbeitet: 15. May 2012, 15:18


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Equinox
Beitrag 15. May 2012, 17:28
Beitrag #23


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Ich bin gegen alles was Geld kostet. Aus Prinzip. Das ist nicht meine Antwort auf die Krise. Auch vor der Krise war ich grunds√§tzlich der Meinung, dass die Leute √ľber ihren Verh√§ltnissen Leben. Ich sehe nicht ein, dass die Landwirtschaft oder die Bauindustrie f√ľr Steuergelder sinnlos vor sich her produzieren d√ľrfen.


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logan3333
Beitrag 15. May 2012, 18:18
Beitrag #24


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ZITAT(Equinox @ 15. May 2012, 18:28) *
Ich bin gegen alles was Geld kostet. Aus Prinzip. Das ist nicht meine Antwort auf die Krise. Auch vor der Krise war ich grunds√§tzlich der Meinung, dass die Leute √ľber ihren Verh√§ltnissen Leben. Ich sehe nicht ein, dass die Landwirtschaft oder die Bauindustrie f√ľr Steuergelder sinnlos vor sich her produzieren d√ľrfen.

K√∂nntest du das etwas n√§her ausf√ľhren? Was w√§re dein Ausweg aus der Krise?


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Equinox
Beitrag 15. May 2012, 20:13
Beitrag #25


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1) Den Bankern alles was unmoralisch ist und denen Spaß macht verbieten.
2) Geld in die Hand nehmen. Sobald die Krise vorbei ist kann ich dann wieder der Meinung sein, dass wir √ľber unsere Verh√§ltnisse leben.

Nun zur n√§heren Ausf√ľhrung: Die Landwirtschaft wird √ľbersubventioniert, damit sie eine unn√∂tige √úberproduktion leisten kann. Die Bauindustrie darf jede Menge sinnloses Zeug bauen.

Der Beitrag wurde von Equinox bearbeitet: 15. May 2012, 20:19


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Beitrag 15. May 2012, 20:16
Beitrag #26


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ZITAT(logan3333 @ 15. May 2012, 13:44) *
Bitte denkt ein wenig nach bevor ihr den neoliberalen Pflaumenaugusts dieser Welt alles nachplaudert. mad.gif


What? unsure.gif Wir sind doch alles linke Socken hier! mrgreen.gif DAS musst du mir jetzt mal erklären... unsure.gif (Der Rest deines Beitrags war ja interessant, obwohl ich lange nicht mit allem einverstanden bin, aber dein Schlusssatz irritiert mich jetzt schon etwas. Häh?)

Ich habe keinen Bock mehr, die korrupten Griechen zu bashen. Ich habe auch keinen Bock mehr, die arroganten Deutschen zu bashen, oder die gewaltt√§tigen Balkanesen, oder die r√ľckst√§ndigen Amis oder meine eigene Spezies, die verbohrten, bankengl√§ubigen Schweizer... Ich brauche neue Opfer! Die Luxemburger, die haben mich immer schon genervt! Verdammte Luxemburger, was f√ľr ein elendes Pack! Von den √Ėsis will ich gar nicht sprechen, die nerven mit ihrem Fimmel f√ľr's Skifahren.

(Ich bin f√ľr die Unbenennung dieses Threads in "lasst uns jemanden bashen, just for fun!" mrgreen.gif )
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Equinox
Beitrag 15. May 2012, 20:26
Beitrag #27


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Mich st√∂rt, dass der schweizer Professor so perfekt Hocheutsch spricht, anstatt uns mit seinem Akzent zu begl√ľcken.


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logan3333
Beitrag 15. May 2012, 21:11
Beitrag #28


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ZITAT
What? unsure.gif Wir sind doch alles linke Socken hier! mrgreen.gif DAS musst du mir jetzt mal erklären... unsure.gif (Der Rest deines Beitrags war ja interessant, obwohl ich lange nicht mit allem einverstanden bin, aber dein Schlusssatz irritiert mich jetzt schon etwas. Häh?)

Nun auch linke Socken sind anf√§llig f√ľr neoliberale Politik, da muss nicht neoliberal draufstehen. Die ganze Korruptionsdebate ist genau so ein Steckenpferd. Picken sich Einzelf√§lle heraus um soziale K√ľrzungen zu rechtfertigen, Hartz IV hat man hier unter Schr√∂der auch mit der Masche durchgedr√ľckt. Im Falle Griechenlandes haut man auf die Politik und Beamte ein, bauscht bestimmte Einzelf√§lle auf um so eine Stimmung zu erzeugen die von den Kostenverursachern wie eben dem Milit√§r oder die Konstruktionsfehler im Euro (Wirtschaftspolitik) ablenken soll. Was auch eine g√§ngige Taktik ist, ist immer darauf hinzuweisen das man den waage definierten der Wettbewerbsf√§higkeit zuliebe hier und da wieder den Sozialstaat k√ľrzen m√∂chte.

ZITAT
1) Den Bankern alles was unmoralisch ist und denen Spaß macht verbieten.
2) Geld in die Hand nehmen. Sobald die Krise vorbei ist kann ich dann wieder der Meinung sein, dass wir √ľber unsere Verh√§ltnisse leben.

1) Unterschreibe ich.
2) Ist gut so.

ZITAT
Nun zur n√§heren Ausf√ľhrung: Die Landwirtschaft wird √ľbersubventioniert, damit sie eine unn√∂tige √úberproduktion leisten kann. Die Bauindustrie darf jede Menge sinnloses Zeug bauen.

Landwirtschaftssubventionen abzubauen heist allerdings auch die Lebensmittelpreise zu erhöhen, trifft die sozialschwache und Familien am ersten und schlimmsten. Was genau meinst du mit "sinnlosen Zeug"? blink.gif

ZITAT
Die Luxemburger, die haben mich immer schon genervt! Verdammte Luxemburger, was f√ľr ein elendes Pack!

OK, wir enteignen die Luxemburger und verkaufen sie in die Sklaverei nach China, damit zahlen wir die griechischen Schulden. Problem gelöst. wink3.gif

Der Beitrag wurde von logan3333 bearbeitet: 15. May 2012, 21:40


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Equinox
Beitrag 15. May 2012, 21:47
Beitrag #29


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Die Leute m√ľssen lernen das Fleisch ein Luxusprodukt ist. Was andere Produkte angeht, so verstehe ich nicht wieso die Preise da exorbitant ansteigen sollten, wenn das Angebot endlich mal der Nachfrage entspricht. Etwa steigen werden sie nat√ľrlich schon. Dann kann man halt das Geld, das man bei den Subventionen spart eben den sozial schwachen zukommen lassen.
Mir geht es wie meißtens ums Prinzip. ...und darum, dass man die lokale Landwirtschaft in afrikanischen Regionen mit den Exporten unserer Landwirtschaft kaputt macht.


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Voivod
Beitrag 15. May 2012, 22:29
Beitrag #30


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ZITAT(Equinox @ 15. May 2012, 22:47) *
Die Leute m√ľssen lernen das Fleisch ein Luxusprodukt ist. Was andere Produkte angeht, so verstehe ich nicht wieso die Preise da exorbitant ansteigen sollten, wenn das Angebot endlich mal der Nachfrage entspricht. Etwa steigen werden sie nat√ľrlich schon. Dann kann man halt das Geld, das man bei den Subventionen spart eben den sozial schwachen zukommen lassen.


In der CH haben wir mittlerweile einen absurden Schweinefleischberg, weil die Schweinefleischproduktion durch die Lobbyisten in der Politik v√∂llig am Markt vorbei angeheizt wird. Letzthin hat die CH erstmals Schweinefleisch nach Asien exportiert bzw. verschenkt...... Als Schweizer Bauer lohnt es sich immer noch, mehr und mehr Schweine in immer kleineren St√§llen zusammenzupferchen und die Produktion zu steigern, obwohl die Bev√∂lkerung schon lange nicht mehr soviel Schweinefleisch frisst, wie produziert wird. Aber solange die Subventionen fliessen (daf√ľr sorgt die Lobby schon...), werden die Bauern weiterhin mehr Schweinefleisch produzieren, weil sie dadurch reicher werden. Es werden sogar neue St√§lle gebaut, mit staatlichen Subventionen! Ausserdem: Schweinefleisch ist mieses, wenig schmackhaftes, geradezu ekliges Fleisch (ok, das sind meine pers√∂nlichen Pr√§ferenzen... mrgreen.gif ), darum wird es wohl auch nicht mehr so gerne vom Konsumenten eingekauft... mrgreen.gif Ich mag ja Huhn ganz gerne, aber in der CH verkaufen die Grossverteiler v.a. deutsches Huhn aus Massentierfabriken. Auf der Packung steht "hergestellt in der Schweiz". Im Kleingedruckten steht dann "aus deutscher Produktion". Aus der deutschen H√ľhnchenfleischmasse wird dann also schweizerische "ger√§ucherte Pouletbrust" herbeigezaubert, inkl. Schweizer Kreuz auf der Verpackung. Totaler Beschiss. Darum gehe ich seit einer Weile auch nur noch zum Metzger nebenan. Da zahle ich zwar das Doppelte, aber er kann mir garantieren, dass die H√ľhnchenbrust, die ich kaufe, von einem Bauern aus der Region stammt. Obwohl der die H√ľhner evtl. auch in einem abgedunkelten H√ľhner-KZ aufzieht, obwohl "Freilandhaltung" garantiert wird... Wer heute noch an "Labels" glaubt, muss ziemlich naiv se9in.

Shit, ich w√§re so gerne Vegetarier, aber Fleisch schmeckt so gut... sad.gif Und tierischisches Eiweiss ist nun mal ges√ľnder als pflanzliches. Es komme mir keiner mit Sojakram und Milchproteinen... mad.gif wink.gif
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Equinox
Beitrag 16. May 2012, 13:31
Beitrag #31


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Schon mal daran gedacht, dass Subventionen aus Steuergelderen kommen? Wir bezahlen foglich bereits höhere Lebensmittelpreise.

PS: Ich möchte die Franzosen bashen, weil sie einen Rechtspopulisten, der die Nazis bei denen Salonfähig gemacht hat, fast wiedergewählt hätten.

Der Beitrag wurde von Equinox bearbeitet: 16. May 2012, 13:33


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logan3333
Beitrag 16. May 2012, 18:30
Beitrag #32


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ZITAT(Equinox @ 16. May 2012, 14:31) *
Schon mal daran gedacht, dass Subventionen aus Steuergelderen kommen? Wir bezahlen foglich bereits höhere Lebensmittelpreise.

Schon mal daran gedacht, dass wenn wir die Subventionen streichen und den Leuten das Geld in Form von Sozialleistungen geben das die Leute dann wieder genau da sind wo sie vorher waren. H√∂here Sozialleisung aber auch h√∂here Preise um sich ausgewogen zu ern√§hren. Die Subventionen kommen aus den Steueren aller auch der Reichen. (Die man noch mehr besteuern sollte. ) Wenn du die Subventionen wegnimmst gehen auch wieder Arbeitspl√§tze drauf die dann auch in mehr Sozialhilfe m√ľndet.

Die Lösung ist also einfach!

KANNIBALISMUS! mrgreen.gif


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Beitrag 16. May 2012, 21:25
Beitrag #33


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^Ich denke, Logan666 sollte der europ√§ische Diktaktor werden und uns Idioten aus der Krise f√ľhren. Meine Stimme hast er. Viel schlimmer kann's ja nicht werden. Also lasst uns Geld drucken. Die "Reichen" kommen so oder so fein raus, egal was passiert.

Derweil knabbern die Griechen am Staatsbankrott. Vielen Griechen ist wohl nicht ganz klar, was dies bedeuten w√ľrde. Die Renten w√ľrden nicht mehr bezahlt, die L√∂hne f√ľr Beamte fallen weg... Bei der selbsteingebrockten, extremen Beamtendichte in Griechenland w√§re das mehr als prek√§r. Ich bef√ľrchte, manchen Griechen ist immer noch nicht klar, welches St√ľndchen geschlagen hat. Die Demokratie in in Griechenland ist noch jung. Ein Milit√§rputsch scheint mir nicht mehr ausgeschlossen. sad.gif Gerade, weil die alteingesessene, reiche griechische Elite das Milit√§r fest in der Hand hat. Habe ich zumindest heute gelesen, aber wer weiss, ob das stimmt...

Ich habe heute eine Menge √ľber das Griechenproblem gelesen, ich hatte nichts besseres zu tun. Es ist immer dasselbe: Die Leute, die eine Ahnung haben sollten und die genauen Verh√§ltnisse kennen, hauen sich trotzdem die K√∂pfe ein und vertreten diametrale Ansichten, je nach Ideologie. Und der Normalo legt die Stirn in Falten und hofft, dass alles trotzdem noch irgendwie gut kommt. Wenn die WiWis keine Ahnung von der Botanik haben, wie soll der (durchaus interessierte) Normalo da noch durchblicken? Jeder Experte vertritt eine andere Meinung. Heute ist jeder ein Experte in Sachen Griechenland. Wenn sich die Griechen untereinander nicht mal ann√§hernd einig sind und die Situation nicht im geringsten einsch√§tzen k√∂nnen, was sollen wir Aussenstehenden dann "wissen" bzw. davon halten? Ein Leitarktikel jagt den anderen, und man wird doch nicht schlauer.
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Voivod
Beitrag 16. May 2012, 21:48
Beitrag #34


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...und ja Ges, benenne den Thread anders, es geht ja schon lange nicht mehr um die im Grunde genommen belanglose CH vs. D-Blödelei. Wie wäre es mit "das ewige Polit-Hickhack"? wink.gif
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Beitrag 16. May 2012, 22:47
Beitrag #35


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Ja Logan, es wird weniger Arbeitsplätze geben. Wie ich bereits sagte geht es mir ums Prinzip. Ich sehe nicht ein, dass man so viel Überproduktion subventioniert. Es passt nicht in meine idealistische Weltsicht. Zweitens sind mir weniger Arbeitsplätze in der Landwirtschaft lieber als die toten Kinder in Afrika, die es gibt, weil wir denen ihre Landwirte in den Bankrott treiben.
... und die vielen Tiere die unnötig leiden.

Ich empfinde es einfach als unmoralisch.


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Beitrag 21. May 2012, 08:58
Beitrag #36


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@Voiv: Hast du schon ausprobiert dein Ausgangspost zu editieren? Da m√ľsste dann auch eine √Ąnderung des Threadtitels m√∂glich sein. Wenn nicht, dann kann ich das nat√ľrlich gern machen.

Zur Massentierhaltung: Da h√§ngt ja noch viel mehr dran. Rinder sind bekanntlich die eigentliche Klimakatastrophe, weil die massenhaft CO2 in die Atmosph√§re furzen. Zudem nimmt die Tierhaltung auch Platz weg, die dann nicht f√ľr andere Zwecke zur Verf√ľgung steht. Auch die Landwirtschaft k√∂nnte einen Umbau vertragen. Statt "Futterpflanzen" m√ľssten bei uns mehr "Rohstoffpflanzen" angebaut werden. Doch die importieren wir lieber g√ľnstiger von woanders, wo dann das Verh√§ltnis andersrum ist und vor allem Rohstoffpflanzen f√ľr unseren Markt angebaut werden, w√§hrend der heimische Nahrungsmittelmarkt durch unsere Billig-Exporte nicht mehr richtig funktioniert.


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Beitrag 21. May 2012, 20:14
Beitrag #37


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ZITAT(Adm. Ges @ 21. May 2012, 09:58) *
@Voiv: Hast du schon ausprobiert dein Ausgangspost zu editieren? Da m√ľsste dann auch eine √Ąnderung des Threadtitels m√∂glich sein. Wenn nicht, dann kann ich das nat√ľrlich gern machen.


Tabby hat den Thread gestartet... wink.gif (...und wurde seither wie gewohnt nicht mehr gesichtet, hihi...) Den Wortlaut der Unbennenung √ľberlasse ich dir! mrgreen.gif
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Adm. Ges
Beitrag 22. May 2012, 21:12
Beitrag #38


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ZITAT(Voivod @ 21. May 2012, 21:14) *
ZITAT(Adm. Ges @ 21. May 2012, 09:58) *
@Voiv: Hast du schon ausprobiert dein Ausgangspost zu editieren? Da m√ľsste dann auch eine √Ąnderung des Threadtitels m√∂glich sein. Wenn nicht, dann kann ich das nat√ľrlich gern machen.


Tabby hat den Thread gestartet... wink.gif (...und wurde seither wie gewohnt nicht mehr gesichtet, hihi...) Den Wortlaut der Unbennenung √ľberlasse ich dir! mrgreen.gif


Huch, und ich war der festen Überzeugung, dass das ein von dir gestarteter Thread war. wink.gif Thema ist geändert.


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Beitrag 22. May 2012, 22:39
Beitrag #39


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ZITAT(Adm. Ges @ 22. May 2012, 22:12) *
ZITAT(Voivod @ 21. May 2012, 21:14) *
ZITAT(Adm. Ges @ 21. May 2012, 09:58) *
@Voiv: Hast du schon ausprobiert dein Ausgangspost zu editieren? Da m√ľsste dann auch eine √Ąnderung des Threadtitels m√∂glich sein. Wenn nicht, dann kann ich das nat√ľrlich gern machen.


Tabby hat den Thread gestartet... wink.gif (...und wurde seither wie gewohnt nicht mehr gesichtet, hihi...) Den Wortlaut der Unbennenung √ľberlasse ich dir! mrgreen.gif


Huch, und ich war der festen Überzeugung, dass das ein von dir gestarteter Thread war. wink.gif Thema ist geändert.


Grins.... W√§re auch naheliegend gewesen! mrgreen.gif Was haltet ihr Deutschen eigentlich von diesem neuerdings landesweit "popul√§ren" Kerl, gehasst und verabscheut und hitzig diskutiert wie selten eine Person des √∂ffentlichen Interesses? Ich glaub, der war mal ne mehr oder minder grosse Nummer in der Berliner Politik, Finanzdirektor oder sowas. Aber er schreibt heute mehrheitlich B√ľcher, tritt in Talkshows auf (w√§hrend sich die JuSo vor dem Fernsehstudio versammelt und ihm Gewalt androht...) und besch√§ftigt das zwanghaft emp√∂rte, hyperventilierende Feuilleton, dass sich nicht einig ist, ob man ihn ignorieren, zerfetzen oder ernsthaft diskutieren sollte. Ich liebe jeden, der die weltfremden Feuilleton-Idioten zur Weissglut treibt, dass sie sich gar nicht mehr einkriegen vor Emp√∂rung! smile.gif Jeder Furz, den der Kerl herausl√§sst, f√ľhrt zu einem grossen Rauschen im Bl√§tterwald. Ein Genie unter den real life-Trollen! mrgreen.gif Der Typ verdient den Nobelpreis for Trolling....

IMO ist der Typ zu zwei Dritteln ein Idiot (Euro, Umgang mit Hartzern) und zu einem Drittel hat er völlig recht. (erbärmliche Kuscherei der Deutschen vor dem menschenfeindlichen, faschistoiden Islam aus falschem, devotem Toleranzverständnis.) Aber das ist auch nur eine grobe Einschätzung. Ist halt ne polemische Figur, die sicher auch nach Aufmerksamkeit heischt und ihre Eitelkeit pflegt, aber blöd ist der Typ nicht. Ich glaube, ich lese mal ein Buch von dem, um mir ein besseres Bild zu machen. ("Deutschland schafft sich ab" liegt sicher ganz auf meiner Linie! mrgreen.gif )

Edit: Nein, ich meine nicht Dieter Bohlen.... maja_grummel.gif

Der Beitrag wurde von Voivod bearbeitet: 22. May 2012, 22:43
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Beitrag 23. May 2012, 00:55
Beitrag #40


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Thilo Sarrazin.

War mal Berliner Finanzsenator und anschließend irgendwas bei der Bundesbank. In seiner Senatoren-Zeit mochte ich ihn durchaus, aber inzwischen empfinde ich ihn auch nur noch als "Troll".


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Beitrag 23. May 2012, 02:34
Beitrag #41


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ZITAT(Adm. Ges @ 23. May 2012, 01:55) *
Thilo Sarrazin.

War mal Berliner Finanzsenator und anschließend irgendwas bei der Bundesbank. In seiner Senatoren-Zeit mochte ich ihn durchaus, aber inzwischen empfinde ich ihn auch nur noch als "Troll".


Und darum gilt es, unter den Tisch zu wischen, was er zu berichten hat, und ihn als Person zur Sau zu machen und ihn zu diskreditieren, wo es nur geht? Verdächtig... Ich lese fast nur Hasstiraden gegen ihn, Versuche, ihn zur Witzfigur zu degradieren. Wie gesagt, der Kerl ist nicht blöd, jeder pol. interessierte Mensch weiss das. Ihn totzuschweigen, ist einfach nur erbärmlich. Aber das Establishment versucht es verzweifelt, als wäre das, was er erzählt, jenseits von gut und böse und quasi vergleichbar mit einer Rede von Goebbels. Wer mal einer Talkshow mit seiner Beteiligung zugeguckt hat, ohne vorher heuchlerisch empört den Sender gewechselt zu haben, weiss das. Der Typ ist nicht Satan.

Es braucht wenig, um in Deutschland zur persona non grata erkl√§rt zu werden. Gut, Sarrazin ist keine persona non grata. Aber es gab Proteste, ihn letzthin zu einer Talkshow einzuladen, als h√§tte er die Kr√§tze. Moslemspinner d√ľrfen aber ohne Murren bei "Menschen bei Maischberger" mitmischen. Und mit Moslemspinner meine ich nicht die Vertreter des islamischen Zentralrats, sondern Prediger irgendwelcher sektiererischer Gr√ľppchen, welche das Grundgesetz nur solange tolerieren wollen, solange sie in der Minderheit sind und das offen sagen. Und niemand f√§hrt ihnen √ľbers Maul. Ein Opfer des Islamismus - eine Ex-Muslima - wurde aber wieder ausgeladen aus der gleichen Sendung, weil man niemandem auf die F√ľsse treten wollte.

Sarrazin ist ein ein guter Troll... Und nur gutes Trolling mit einem grossen Kern ab Wahrheit und Konfliktpotential verfängt... wink.gif Und wie gesagt, IMO hat er mit seiner "Kopftuchmädchen"-Kritik absolut recht. ABSOLUT RECHT! (Mit dem Rest allerdings weniger, finde ich. Hat aber wohl mit meiner gutmenschlichen Gesinnung zu tun, dass ich diese Dinge nicht gerade sympathisch finde.)

Die meisten, die Thilo Sarrazin gnadenlos bashen, haben nie mehr als eine Zeile von ihm gelesen, die länger war, als die im "Spiegel" zitierten Skandalsätze. (Ok, ich muss sein ominöses Buch wohl selbst noch lesen.... wink.gif )

Welche ernsthafte Kritik gibt es denn an seiner These, dass Deutschland dem Islam unterw√ľrfig begegnet und ein System sch√∂n redet, dass eigentlich allem widerspricht, was einen Rechtsstaat ausmacht, und diesen sogar regelrecht aush√∂hlt? Ausser das typisch deutsche, widerliche "das ist rassistisch und fremdenfeindlich und intolerant, OMG!!!"-Geseiere, nat√ľrlich... wink.gif Ausser diesem infantlilen "das ist rechts"-Geschrei? Wie er in seinem neuesten Buch gesagt hat: Dies ist eine Folge der "Schuld", die euch √ľber die Jahrzehnte gnadenlos eingeh√§mmert wurde, weil ihr mal Faschisten und Rassisten wart vor ein paar Jahrzehnten. Jetzt hingegen m√ľsst ihr zwangsweise alles gut finden, was von aussen kommt, sonst seid ihr fremdenfeindlich . Und darum seid ihr jetzt wehrlos bzw. wehrt euch absichtlich nicht, weil ihr gaaaanz tief im Toleranz-Sumpf feststeckt. So meine Aussensicht, als interessierter Beobachter eurer Politlandschaft. Nat√ľrlich gibt's die CSU etc, die Deutscht√ľmmelei oder den Katholizismus hochh√§lt... Das irritiert mich wenig, das ist normal. Was mich irritiert ist, dass sich linke Parteien mit faschistoiden Ideologien solidarisieren und und nicht bemerken, was f√ľr ein Ei sie sich selbst damit legen. Wie in der Schweiz, wo sich die Linksextremen mit den Islamisten zusammentun, weil der "Staat" noch der gr√∂ssere Feind ist.

IMO zeigt ihr einfach zuwenig Selbstbewusstsein. Ausser im Fussball! smile.gif

Um den Kreis zu schliessen zum OP dieses Threads: Wenn eine Schweizer Politikerin sagt, dass die Deutschendichte in der CH mittlerweile be√§ngstigend ist, dreht ihr schon komplett durch. Ob sie recht hat oder nicht, ist nicht mal die Frage. Aber bezeichnend ist die Reaktion der deutschen Medien. Dabei hat nur eine unbedeutende Schweizer Politikerin eine pers√∂nliche Meinung ge√§ussert. Das ist ihr gutes Recht. Aber nicht nach "deutschem Recht". Da h√§tte sie die Klappe halten sollen. Nach dem deutschen "politischen Kompass" geht das schon viel zu weit und ist ein handfester Skandal. Ich habe mind. zehn Artikel gelesen auf deutschen Onlinemedien √ľber die die rechtsextreme Natalie Rickli. Und das innerlalb weniger Tage. Auf Spiegel, Focus, der Welt, der Zeit, Bild sowieso. Als h√§tte sie sich f√ľr Hitler ausgesprochen.

Politisch korrekt bis zur Selbstaufgabe. Dabei bin ich √ľberzeugt, dass es im deutschen Volk g√§rt, und zwar heftig. Bis es mal knallt.

(Hey, hier geht's um Sarrazin, darum ist Polemik ok. Seine Gegner polemisieren schliesslich noch viel schlimmer als er selbst. mrgreen.gif Wobei die etablierten Medien immer so tun, als w√§ren sie √ľber Polemik erhaben, nur weil sie diese hinter sch√∂nen hundred Dollar-Words verstecken.)

Der Beitrag wurde von Voivod bearbeitet: 23. May 2012, 03:35
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Equinox
Beitrag 23. May 2012, 09:15
Beitrag #42


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Sarazzins Behauptung, dass die Moslems sich extrem vermehren werden und die Deutschen an Anzahl verdrängen werden ist unhaltbar. Inzwischen gleicht sich die Kinderzahl von Migranten der der Deutschen immer mehr an. Ebenso sin die Terrormoslems eben eine Minderheit.
In seinen Behauptungen steckt zwar ein Funken Wahrheit, doch so wie er das schreibt ist die These vom Untergang Deutschlands aus soziologischer Sicht Schwachsinn.
Ich habe die wikipedia Zusammenfassung des Buches gelesen. Das Umstrittene Kapitel ist ein winziger Teil des Buches.


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logan3333
Beitrag 23. May 2012, 13:27
Beitrag #43


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Thilo Sarrazin ist kein Troll, er ist ein Geschäftsmann und verfolgt folgenden Plan:

1. Schreibe ein Buch im einer provokanten aber nicht notwendigerweise haltbaren These die mit dem politischen Tagesgeschehen zu tun hat und dem populistischen Zeitgeist entspricht.

2. Benutze die Empörung der Kritiker, die Kontroversen und das absehbare Medienecho die bei Veröffentlichung zur Promotion besagten Buches.

3. Profitiere von den Leuten die glauben das Sarrazin ihre Meinung vertritt und das Buch kaufen.

Sarrazin gilt als Erfinder der "Volksaktie" als er noch bei der Deutschen Bahn war, nun verkauft er Volksb√ľcher und profitert wieder von Idioten. dry.gif

Der Beitrag wurde von logan3333 bearbeitet: 23. May 2012, 13:35


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Beitrag 24. May 2012, 18:12
Beitrag #44


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Wow, ihr beiden wischt alles, was Sarrazin sagt, mit zwei, drei S√§tzen weg (und begr√ľndet selbst gar nichts...), und Logan3333 (666! wink.gif ) hat sogar exklusiven Einblick in seine Psyche und seinen Businessplan! tongue2.gif Na eure Menschenkenntnis will ich haben... wink.gif "Schwachsinn", "Gesch√§ftsmann", "Mann der Idioten"... H√∂rt sich ganz nach intellektueller Kapitulation an! Oder eben Polemik. mrgreen.gif (Immerhin sagt Equi, Sarrazins Thesen seien seien aus soziologischer Sicht unhaltbar. Aber er l√§sst die Aussage auch einfach im Raum stehen. Steht wohl in irgend einem Buch...)

Also bei mir kommt sowas nicht √ľberzeugend an. Bei den meisten Leuten wohl auch nicht, sonst w√ľrden sich seine B√ľcher auch nicht so gut verkaufen und das, was er sagt, nicht so heiss diskutiert, auch von der intellektuellen Elite, und nicht nur vom "P√∂bel" wie unsereiner. Wenn jemand etwas Kontroverses in den Raum stellt, kann man das alles durchaus scheisse finden, b√∂se dagegen √§tzen (das geh√∂rt auch dazu, kein Problem, mache ich selber auch...) und die Standpunkte mit Argumenten (oder dem, was man selbst daf√ľr h√§lt) in der Luft zerfetzen, aber eben, lieber ridik√ľlisiert man die Sache und geht gar nicht gross drauf ein.

Ich vermute mal, der Mann w√ľrde euch beide in einer face to face-Diskussion in Grund und Boden argumentieren, und das h√§tte wohl eher weniger mit seinem Charisma zu tun. (Denn der Kerl hat keins! wink.gif )

Hey, ich glaube auch nicht, dass "Deutschland sich abschafft". Was ich dem Kerl aber zugute halte ist, dass er Dinge anspricht, die zwar schon lange im Raum rumschwirren und die Menschen beschäftigen, aber wegen der political correctness und der von mir schon oben beschriebenen deutschen Angst, als "rechts" zu gelten", einfach nicht angesprochen zu werden.

(Mein Standpunkt gegen√ľber dem Islam sollte ja inzwischen klar sein. Keine Toleranz gegen√ľber r√ľckst√§ndigem Gedankengut, oder derber ausgedr√ľckt: "Kein Applaus f√ľr Scheisse". Der Islam ist zwar in Europa angekommen, trotzdem hat er hier immer noch nichts verloren. Da haben wir das Christentum bzw. den Aberglauben, der ihm zugrunde liegt, mit Hilfe der Aufkl√§rung mehr oder weniger √ľberwunden, und jetzt m√ľssen wir pl√∂tzlich wieder tolerant sein gegen√ľber einer Religion/Ideologie, die gegen√ľber dem Christentum kulturell und theologisch sogar einen gigantischen R√ľckschritt bedeutet?! Bizarr... Mann, liest mal den Koran... Liest! Genau dasselbe sagen die Salafisten ja auch bei ihrer Koranverteilungsaktion: "Lies!". Tut es! mrgreen.gif Schwer zu empfehlen. Nehmt das Buch in die Hand und liest es von A bis Z durch. Schnappt euch so ein Ding und liest es. Wenn euch dabei nicht das kalte Kotzen kommt, weiss ich auch nicht.... unsure.gif )

Klar gibt es nette Moslems (man sucht sich die Kultur ja nicht aus, in der man aufw√§chst bzw. nach der man erzogen wird), aber die Ideologie an sich ist gef√§hrlich und schlichtweg M√ľll. Jaja, ich beschw√∂re gerne die islamische Gefahr, kann man doof finden und √ľbertrieben. Aber ich meine das durchaus ernst. In zwei, drei Jahrzehnten werden wir sehen, ob ich auf dem Holzweg war oder ob Europa ein Kalifat ist! wink.gif )

Ich frage mich einfach, warum gewisse Dinge nicht als das bezeichnet werden d√ľrfen, das sie sind: Vormittelalterliche Ideologie von Quasi-H√∂hlenmenschen, die sogar die Errungenschaften ihrer eigenen Zeitgenossen (die islamischen L√§nder waren uns mal kulturell und technologisch v√∂llig √ľberlegen, kein Zweifel...) torpediert haben. Aufgekl√§rte Menschen sind sich inzwischen mehrheitlich einig, dass man die Bibel sowohl historisch als auch philosophisch ohne Skrupel in alle Einzelteile zerlegen darf, die Hl. Schrift mit Wonne fleddern darf und dass der gnadenlose Spott gerechtfertigt ist. Zuviel weiss man inzwischen √ľber die Entstehung dieses Dokuments, und kein einigermassen vern√ľnftiger Mensch glaubt noch, dieses Schriftst√ľck h√§tte irgend etwas mit Transzendenz oder Spiritualit√§t zu tun... Oder sogar mit "Gott". ROTFL... Aber geht es um den Koran bzw. den Islam, herrscht pl√∂tzlich wieder Waffenruhe und "Toleranz". Ich vermute, man hat inzwischen einfach "Schiss". Das ist alles Heuchelei pur.

Der Beitrag wurde von Voivod bearbeitet: 24. May 2012, 19:27
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logan3333
Beitrag 24. May 2012, 20:33
Beitrag #45


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ZITAT
Wow, ihr beiden wischt alles, was Sarrazin sagt, mit zwei, drei S√§tzen weg (und begr√ľndet selbst gar nichts...), und Logan3333 (666! wink.gif ) hat sogar exklusiven Einblick in seine Psyche und seinen Businessplan! tongue2.gif Na eure Menschenkenntnis will ich haben... wink.gif "Schwachsinn", "Gesch√§ftsmann", "Mann der Idioten"... H√∂rt sich ganz nach intellektueller Kapitulation an! Oder eben Polemik. mrgreen.gif (Immerhin sagt Equi, Sarrazins Thesen seien seien aus soziologischer Sicht unhaltbar. Aber er l√§sst die Aussage auch einfach im Raum stehen. Steht wohl in irgend einem Buch...)

Nun nach dem ich Scientology beobachten durfte, die Auflage der Bildzeitung kenne, genau weis was Apple macht, und die Tatsache kenne das kein Waffenhändler der Welt am Hungertuch nagt, kann ich auch beurteilen das Sarazin, genauso wie Hubbart, Springer und Jobs & Co einen Weg gefunden hat menschliche Dummheit zu monetarisieren, davon versteht er schießlich etwas denn kommt er aus der Politik. Dazu gehört nun nicht wirklich viel.

ZITAT
Also bei mir kommt sowas nicht √ľberzeugend an. Bei den meisten Leuten wohl auch nicht, sonst w√ľrden sich seine B√ľcher auch nicht so gut verkaufen und das, was er sagt, nicht so heiss diskutiert, auch von der intellektuellen Elite, und nicht nur vom "P√∂bel" wie unsereiner. Wenn jemand etwas Kontroverses in den Raum stellt, kann man das alles durchaus scheisse finden, b√∂se dagegen √§tzen (das geh√∂rt auch dazu, kein Problem, mache ich selber auch...) und die Standpunkte mit Argumenten (oder dem, was man selbst daf√ľr h√§lt) in der Luft zerfetzen, aber eben, lieber ridik√ľlisiert man die Sache und geht gar nicht gross drauf ein.


Sarazin legt es nur auf eine Diskussion an weil er damit Geld scheffeln kann, ihm ist es v√∂llig egal ob er eine Diskussion gewinnt oder verliert, es geht darum einen Diskussion loszutreten zu PR Zecken, sein Kalk√ľl ist es das die "Gutmenschen" auf ihn verbal eindreschen und der P√∂pel der diese Leute nicht besonders mag aus Mitleid oder Solidari√§t dann sein Buch kaufen. Diese Leute z√§hle ich pers√∂nlich nicht zur intellektuellen Elite, Rangar Jogeschwa ist ein gutes Beispiel daf√ľr. Ich habe im √úbrigen nur meine Meinung und Sicht der Dinge gepostet, ob die bei dir ankommt ist daf√ľr nicht relevant.

ZITAT
Ich vermute mal, der Mann w√ľrde euch beide in einer face to face-Diskussion in Grund und Boden argumentieren, und das h√§tte wohl eher weniger mit seinem Charisma zu tun. (Denn der Kerl hat keins! wink.gif )

Sarazin benutzt Diskussionen nur, wie ich bereits oben erklärt habe daher gebe ich ihm auch keine.

ZITAT
(Mein Standpunkt gegen√ľber dem Islam sollte ja inzwischen klar sein. Keine Toleranz gegen√ľber r√ľckst√§ndigem Gedankengut, oder derber ausgedr√ľckt: "Kein Applaus f√ľr Scheisse". Der Islam ist zwar in Europa angekommen, trotzdem hat er hier immer noch nichts verloren. Da haben wir das Christentum bzw. den Aberglauben, der ihm zugrunde liegt, mit Hilfe der Aufkl√§rung mehr oder weniger √ľberwunden, und jetzt m√ľssen wir pl√∂tzlich wieder tolerant sein gegen√ľber einer Religion/Ideologie, die gegen√ľber dem Christentum kulturell und theologisch sogar einen gigantischen R√ľckschritt bedeutet?! Bizarr... Mann, liest mal den Koran... Liest! Genau dasselbe sagen die Salafisten ja auch bei ihrer Koranverteilungsaktion: "Lies!". Tut es! mrgreen.gif Schwer zu empfehlen. Nehmt das Buch in die Hand und liest es von A bis Z durch. Schnappt euch so ein Ding und liest es. Wenn euch dabei nicht das kalte Kotzen kommt, weiss ich auch nicht.... unsure.gif )

Klar gibt es nette Moslems (man sucht sich die Kultur ja nicht aus, in der man aufw√§chst bzw. nach der man erzogen wird), aber die Ideologie an sich ist gef√§hrlich und schlichtweg M√ľll. Jaja, ich beschw√∂re gerne die islamische Gefahr, kann man doof finden und √ľbertrieben. Aber ich meine das durchaus ernst. In zwei, drei Jahrzehnten werden wir sehen, ob ich auf dem Holzweg war oder ob Europa ein Kalifat ist! wink.gif )

Ich frage mich einfach, warum gewisse Dinge nicht als das bezeichnet werden d√ľrfen, das sie sind: Vormittelalterliche Ideologie von Quasi-H√∂hlenmenschen, die sogar die Errungenschaften ihrer eigenen Zeitgenossen (die islamischen L√§nder waren uns mal kulturell und technologisch v√∂llig √ľberlegen, kein Zweifel...) torpediert haben. Aufgekl√§rte Menschen sind sich inzwischen mehrheitlich einig, dass man die Bibel sowohl historisch als auch philosophisch ohne Skrupel in alle Einzelteile zerlegen darf, die Hl. Schrift mit Wonne fleddern darf und dass der gnadenlose Spott gerechtfertigt ist. Zuviel weiss man inzwischen √ľber die Entstehung dieses Dokuments, und kein einigermassen vern√ľnftiger Mensch glaubt noch, dieses Schriftst√ľck h√§tte irgend etwas mit Transzendenz oder Spiritualit√§t zu tun... Oder sogar mit "Gott". ROTFL... Aber geht es um den Koran bzw. den Islam, herrscht pl√∂tzlich wieder Waffenruhe und "Toleranz". Ich vermute, man hat inzwischen einfach "Schiss". Das ist alles Heuchelei pur.


"Der Islam ist zwar in Europa angekommen, trotzdem hat er hier immer noch nichts verloren." dieser Satz trieft nur so vor Dummheit, der Koran und der Islam sind Teil der Kultur Europas, als Beispiel da w√§ren die Gemeinden am Balkan oder die Moscheen und Gemeinden Spaniens, der Koran kann wie die Bibel auch in jede erdenkliche Richtung interpretiert werden und wird genau wie die Bibel f√ľr politische Zwecke misbraucht werden. Wenn man den historischen Kontext kennt beispielsweise wann diese B√ľcher geschrieben wurden wird einen gleich klar warum man wohl kaum das heute noch so auslegen kann. Die Salafisten sind da nicht besser wie Evangelikale Christen.

Moslems werden heute von Leuten wie dir nur gehasst und gef√ľrchtet weil wir in einer "Post 911 Welt" leben vorher, hat es keinen interessiert, jeder hat die Moslems ignoriert. Sarazin genauso wie die Salafisten nutzen das aus nur mit anderen Zielen. Nach dem weder der Kommunismus noch der Nationalismus als Ideologie als besonders langlebig erwiesen hat kann man kaum annehmen das die paar Windelsch√§del den Fortschritt und die Aufkl√§rung oder die Demokratie noch gro√ü ins Wanken bringen werden. Speziell dann nicht wenn diese immer effektiver durch geheimdienstliche Mittel oder milit√§rische Macht ausgel√∂scht werden.

Der Beitrag wurde von logan3333 bearbeitet: 24. May 2012, 21:01


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Beitrag 24. May 2012, 23:33
Beitrag #46


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^Dein Diskussionsstil gef√§llt mir! smile.gif Endlich haut auch mal jemand auf den Putz! Bin zwar mit wenig bis gar nichts einverstanden (dazu mal sp√§ter mehr), aber das ist dem Threadtitel w√ľrdig wink.gif
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Equinox
Beitrag 24. May 2012, 23:42
Beitrag #47


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Die Statistik passt nicht zu Sarrazins Aussagen. Soziologen glauben an die Statistik. Dummerweise habe ich nicht die geringste Lust f√ľr diese Diskussion hier, die mich nicht allzu sehr interessiert nochmal ein paar Statistiken herauszusuchen. Ihr m√ľsst mir einfach glauben, dass die Geburtenrate bei Migranten mit jeder Genereation rapide gesunken ist.

Ehem. Sarrazins neues Buch √ľber die Eurokrise erregt bei mir nicht den geringsten Ansto√ü. Wo bitte ist da jetzt die Provokation? Ich halte das f√ľr total unspektakul√§r. Andere haben breits √Ąhnliches von sich gegeben.


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Beitrag 27. May 2012, 15:33
Beitrag #48


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ZITAT(Equinox @ 25. May 2012, 00:42) *
Die Statistik passt nicht zu Sarrazins Aussagen. Soziologen glauben an die Statistik. Dummerweise habe ich nicht die geringste Lust f√ľr diese Diskussion hier, die mich nicht allzu sehr interessiert nochmal ein paar Statistiken herauszusuchen. Ihr m√ľsst mir einfach glauben, dass die Geburtenrate bei Migranten mit jeder Genereation rapide gesunken ist.

Ehem. Sarrazins neues Buch √ľber die Eurokrise erregt bei mir nicht den geringsten Ansto√ü. Wo bitte ist da jetzt die Provokation? Ich halte das f√ľr total unspektakul√§r. Andere haben breits √Ąhnliches von sich gegeben.


Soziologen glauben an die Statistik? Na hoffentlich glauben sie nicht "nur" an die Statistik, sonst gäbe es ja gar keinen Diskurs zwischen Soziologen und alle Angehörigen dieser Spezies wären sich immer einig! wink.gif

@Logan333: Na ja, ich finde es schon bedenklich, dass wir in unseren westlichen Gesellschaften die Islamisten unter Beobachtung stellen m√ľssen, damit uns von diesen Individuen keine Gefahr droht. Das halte ich f√ľr keineswegs harmlos.

Ansonsten bin ich sowas nicht mit dir einverstanden, ich weiss gar nicht, wo ich beginnen soll. unsure.gif

Scientology, "Bild", Sarrazin, etc... Alles b√∂se dasselbe Pack! Bei den Islamanh√§ngern willst du aber pl√∂tzlich differenzieren. Ich "hasse" und "f√ľrchte" den Islam, weil ich diese auf dem Koran basierende Ideologie f√ľr absolut r√ľckst√§ndig und minderwertig halte und ich meine, dass jede Idee, die auf dem Koran aufbaut, keinen Platz hat in einer aufgekl√§rten Welt. W√§re der Islam als Religion/Ideologie so sanft wie bspw. der Buddhismus, h√§tte ich keine Probleme mit der Angelegenheit. Leider ist der Koran ein sehr unausgereiftes, primitives Machwerk, und hat darum eine grosse Anziehungskraft auf ebensolche Menschen. Er bietet einfache Antworten. Was nicht heisst, dass es keine friedlichen Islamanh√§nger gibt. Komischerweise geh√∂ren diese Leute aber zu den Muslimen, die den Koran nicht ganz so ernst nehmen. Entsprechend den Menschen, die sich zwar Christen nennen, aber trotzdem keine Schwulen t√∂ten wollen.

Du implizierst, der Islam geh√∂re zu Europa, weil er z.B. in Bosnien stattfindet, und auch in Spanien (...obwohl die Mauren AFAIR schon vor ein paar Jahrhunderten abgezogen sind...), und bezeichnest meine √Ąusserung darum als "triefend vor Dummheit". Na gut, aber soviel ich weiss, hat der Islam bis vor wenigen Jahrzehnten in Mitteleuropa in keiner Weise stattgefunden. Dass wir uns jetzt pl√∂tzlich mit Menschen rumschlagen m√ľssen, die Polizisten niederstechen und ihre Kinder nicht in den Schwimmunterricht schicken wollen, weil es gegen ihre "Sittlichkeit" verst√∂sst, ist aber ein ziemlich neues Ph√§nomen.

Ich verstehe nicht, wie Menschen, die sich √ľber jeden Aspekt unserer Gesellschaft aufregen k√∂nnen, der nicht ihrem Weltbild entspricht (auf den sogenannt "Neoliberalen" hackst du z.B. in haarstr√§ubend undifferenzierter Weise rum), gegen√ľber dem Islam pl√∂tzlich eine butterweiche, hypertolerante Einstellung entwickeln k√∂nnen.
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Beitrag 27. May 2012, 18:10
Beitrag #49


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Das Problem ist doch folgendes: Wenn ich mit einem T-Shirt rumlaufe, das dem Christentum l√§stert (davon habe ich einige... laugh.gif Ok, ich habe nur das "Christian Woman"-Shirt von Type O Negative, aber das macht schon m√§chtig Laune), ist das kein Problem. Wenn ich jetzt aber mit einem T-Shirt rumlatsche, dass eine Mohammed-Karikatur zeigt, gelte ich als Rassist. Warum? Wenn mir jemand diesen Sachverhalt logisch erkl√§ren kann, halte ich meine Klappe. wink.gif Vielleicht zeugt es von schlechtem Stil, Mohammed in den Dreck zu ziehen, aber DARF ich das noch? Oder muss ich R√ľcksicht nehmen? Auf die religi√∂sen Gef√ľhle von ein paar Spinnern? Wenn mir jetzt Leute, die das T-Shirt schlimm finden, eins auf die Nase geben, bin ich dann selbst schuld? Darf ich Mohammed l√§stern, oder geht das schon zu weit? Darf ich Allah und den Islam in den Dreck ziehen?

Warum l√§stern zig Black Metal-Bands dem christlichen Gott, aber h√ľten sich getunlichst davor, Allah zu l√§stern? Genau, weil ihnen dann Gewalt droht. Ist das ok? Wohl eher nicht... Und genau darum geht es. Wir m√ľssen "tolerant" sein, sonst gibt's was auf die Fresse. Ich f√ľr meinen Teil lebe gerne in einer Gesellschaft, in der ich sowohl den christlichen Gott und seinen Sohn als auch den guten, alten Mohammed beschimpfen und l√§cherlich machen darf. Auf die "religi√∂sen Gef√ľhle" von ein paar wenigen Fanatikern gebe ich nichts. Aber das ist mir nicht mehr erlaubt. Und genau DAS ist das Problem. Es mag kindisch sein, den Glauben von ein paar Freaks l√§cherlich zu machen, zugegeben. Aber diese Freaks berufen sich nicht auf wissensch. Erkenntnisse, sondern auf religi√∂sen Kindergarten. Darum sollte ich sie l√§cherlich machen d√ľrfen, wie es mir beliebt. Und wenn ich deshalb von ihnen attackiert werde, geh√∂ren SIE verhaftet, und nicht ICH.

Es geht ums Prinzip.

Der Beitrag wurde von Voivod bearbeitet: 27. May 2012, 18:35
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Equinox
Beitrag 27. May 2012, 19:45
Beitrag #50


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Dads Christemtum in Deutschland ist eben schon total ausgehölt, während die Moslems häufig noch gläubig sind. Deshalb beleidigst du mit dem Antichristen-shirt Niemanden, aber mit dem Antiislam-shirt schon.

Ich f√ľr meinen Teil verabscheue jeglich monotheistische Religion. Dogmatisch, expansionistisch, autorit√§tsh√∂rig, menschenverachtend. Das sind beide Religionen. In meiner subjektiven Wahrnehmung begegnen mir allerdings h√§ufig nur ungef√§hrliche Exemplare. Es ist unn√∂tig diesen friedlichen Leuten ihre Kultur zu nehmen. Sobald mich jedoch jemand angreift oder seine Kinder misshandel etc. ist das nat√ľrlich eine Andere Sache.

Fazit: Es sind nicht alle Fundamentalisten und ich habe nur was gegen die Fundamentalisten. Deutsche Evangelen und Puritaner sind ja auch nicht das gleiche.


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