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Trek BBS _ Filme _ Kinojahr 2007

Geschrieben von: Mordred 3. Jan 2007, 17:18

APOCALYPTO: 9/10

Muss ich erst setzen lassen. Auf jeden Fall Gibsons beste Regiearbeit bis jetzt. Ob nun authentisch oder nur so als ob. Wo in PASSION nur das Production Design wahrlich zu überzeugen vermochte, ist hier das ganze Werk über (fast) jeden Einwand erhaben. Ausführlicherer Kommentar folgt.

Geschrieben von: Androide 3. Jan 2007, 17:30

QUOTE (Mordred @ 3. Jan 2007, 17:18)
APOCALYPTO: 9/10

Den würde ich auch zugerne schauen, aber kein Kino im Umkreis hat den im Programm. sad.gif Nun ja, Ende des Monats kommt ja Leo DiCaprios "Blood Diamond", welcher ebenfalls starker Tobak sein soll.

Was das gesamte Jahr angeht sind das meine Lieblinge:
1. Die Simpsons
2. Mr. Bean 2
3. The Fountain
4. Fluch der Karibik 3
5. Der Sternwanderer
6. The Astronaut Farmer
7. Rush Hour 3
8. Pathfinder
9. Transformers
10. Ratatouille
11. Ghost Rider
12. 300

Geschrieben von: gaius 4. Jan 2007, 22:30

Von der Liste hab ich mir die folgenden vorgenommen: Die Simpsons, The Fountain, Fluch der Karibik 3, The Astronaut Farmer, Transformers und 300.

Was gibts denn sonst noch? Kommt der 3. Spidey schon?

Geschrieben von: pana_sonix 4. Jan 2007, 22:45

Ich werde es 2007 genau wie 2006 machen: kein Kino.

Geschrieben von: Kobi 6. Jan 2007, 15:43

Erstes Kino im neuen Jahr Departed

Urteil in einem Wort: heftig.

In zwei Worten: Rote Wolke.

Einmal vorweg: Wer kein Blut sehen sollte, für den ist der Film nichts. Ansonsten ist er sehr, sehr spannend. Actionreich und verstrickt ... kaum vorhersehbar.

Definitiv sehenswert!

Geschrieben von: Bir'kher 21. Jan 2007, 22:08

Verdammnich. Nu weiß ich den Namen von dem Film nicht mehr, der mich gestern im Kino sehr beeindruckt hat. Verdammt.
EDIT: Lang lebe IMDB: Es war "The Prestige"
Christian Bale wird immer mehr zu meinem Lieblingsschauspieler, Chris Nolan hat ja auch schon bei Batman gezeigt, dass er was kann, die faszinierende Arroganz von Sir Michael Kane war auch großartig. Wer ein bisschen unter der Besetzung gelitten hat, waren Hugh Jackman und in den vergleichsweise kleinen Rollen David Bowie und Andy "Gollum" Serkis. Scarlett Johannson sah zwar nett aus, aber mehr auch nicht.
Zur Handlung: Immer wieder in Rückblenden lernt man das Leben und die Konkurrenz der beiden Magier Angier und Borden kennen, die sich immer wieder mit Tricks zu überbieten versuchen. Als dem einen der ultimative Trick gelingt, versucht der andere, diesen auch durchzuführen. Das "Wie" dieses Tricks ist der Twist der gesamten, großartigen Story.
Ich war gefesselt, fasziniert und begeistert. 10/10.

Geschrieben von: Mordred 22. Jan 2007, 12:22

FLAGS OF OUR FATHERS : 8/10

Um als Charakterdrama zu funktionieren, geht der Film nicht ganz ausreichend auf die Figuren ein. Einbußen in der Dynamik zugunsten einer meiner Meinung nach unnötigen Rahmenhandlung vom recherchierenden Sohn machen die ansonsten sehr runde, zeitlich wie räumlich komplexe Erzählstruktur brüchig. Eine Parallele zu einem der aktuellen "amerikanischen Kriege" wäre wohl zutreffender gewesen.
An der technischen Umsetzung und dem Cast gibt es dagegen nichts auszusetzen und für die Propagandakritik und die Sensibilität, die er in den Schlachtszenen aufbringt, absolut lobenswert.

Geschrieben von: Androide 28. Jan 2007, 21:51

Am Freitag war "Blood Diamond" an der Reihe. Es geht darum, einen besonders grossen Diamanten wiederzufinden, wobei sie ständig zwischen Regierungstruppen und Rebellen geraten. Leo DiCaprio kann also nicht nur als Sunnyboy überzeugen. Der Film ist teilweise ziemlich brutal. Die Zahl der direkt vor der Kamera erschossenen Personen ist sicher dreistellig. Auch die Ausbildung der Kindersoldaten erscheint so unrealistisch dargestellt, dabei ist genau das die Wirklichkeit. blink.gif Die Landschafts-Aufnahmen von Afrika sehen toll aus und langweilig wird es eigentlich nie, trotz einer Länge von 2 1/2 Stunden. Einzig Jennifer Connelly als Journalistin bleibt etwas farblos. Jede x-beliebe Schauspielerin hätte das genauso gut darstellen können.

Bleibt als Fazit: Kann man im Kino sehen, muss man aber nicht.

P.S. An der Technik war wohl der Praktikant. Sie mussten den Film 3x starten, denn bei den ersten zwei Versuchen kam nur Ton, kein Bild. Etwas verdutzt war das Publikum auch, als 10 Minuten nach der Pause der Film erneut unterbrochen wurde und das Pausen-Bild nochmals gezeigt wurde.

Geschrieben von: Aran 28. Jan 2007, 21:59

QUOTE (Bir'kher @ 21. Jan 2007, 22:08)
Verdammnich. Nu weiß ich den Namen von dem Film nicht mehr, der mich gestern im Kino sehr beeindruckt hat. Verdammt.
EDIT: Lang lebe IMDB: Es war "The Prestige"
Christian Bale wird immer mehr zu meinem Lieblingsschauspieler, Chris Nolan hat ja auch schon bei Batman gezeigt, dass er was kann, die faszinierende Arroganz von Sir Michael Kane war auch großartig. Wer ein bisschen unter der Besetzung gelitten hat, waren Hugh Jackman und in den vergleichsweise kleinen Rollen David Bowie und Andy "Gollum" Serkis. Scarlett Johannson sah zwar nett aus, aber mehr auch nicht.
Zur Handlung: Immer wieder in Rückblenden lernt man das Leben und die Konkurrenz der beiden Magier Angier und Borden kennen, die sich immer wieder mit Tricks zu überbieten versuchen. Als dem einen der ultimative Trick gelingt, versucht der andere, diesen auch durchzuführen. Das "Wie" dieses Tricks ist der Twist der gesamten, großartigen Story.
Ich war gefesselt, fasziniert und begeistert. 10/10.

Jep, ein magisches Katz- und Maus-Spiel für die Sinne. Ständig wird man wie die Protagonisten an der Nase herumgeführt. Es bleibt fast bis zum Schluss unklar, wer die Fäden in der Hand hält. Ein ungewöhnlicher Klassefilm mit Top-Besetzung.

Geschrieben von: Deus Irae 29. Jan 2007, 07:14

Der einzige Film, den ich mir dieses Jahr im Kino anschauen werde (höchstwahrscheinlich) ist http://german.imdb.com/title/tt0457430/

Geschrieben von: Mordred 13. Feb 2007, 15:02

Meine (Mainstream-)Favoriten für 2007 sind:

-THE FOUNTAIN
*hüstel* äh... Provinz. Ja. Ich will diesen Film endlich sehen!!!!

-LETTERS FROM IWO JIMA
Nach dem sehr guten FLAGS werde ich mir den japanischen Teil nicht entgehen lassen...

-GHOST RIDER
Wegen Nic Cage und weil Phil Alden Robinson mit DAREDEVIL einen ordentlichen, atmosphärisch gar nicht verkehrten B-Film abgeliefert hat.

-BABEL
Hey, in Burghausen läuft der Streifen am 9. März an!! Das ist noch vor dem DVD-Release mrgreen.gif

-300
Egal wie man zu Synchronisationen und OVs steht, unbedingt in Englisch ansehen!!! Der deutsche Trailer war noch nicht mal lippensynchron abgesehen von der vollkommen fehlbesetzten Stimmcast.

-PAN'S LABYRINTH
Neben Tim Burton scheint Guillermo del Torro der einzige zu sein, der sich traut, RICHTIG skurille Märchenwelten zu erschaffen.

-SPIDER-MAN 3
Meine inofizielle Autobiographie geht in die dritte Runde. Spidey wird durch Venom schizophren und turtelt - die Comic-Kontinuität verachtend - mit der eigentlich toten Gwen Stacey. Ach ja, und Harry Osborne tritt in die Fussstapfen vom Papa und n Sandviech gibts auch.

-FANTASTIC FOUR - RISE OF THE SILVER SURFER
Der Silberne kommt OHNE Galactus. Wohl weil den Produzenten ein planetenaussaugender Kolloss angesichts des Realismus-Wahns in Comicverfilmungen zu abgefahren ist. Der Trailer ist ganz ordentlich und deutet einen stimmigeren Film an, als es Teil 1 gewesen ist. Aber ich WILL Galactus sehen!!!!

-LIVE FREE OR DIE HARD
Bruce Willis lässt wieder die Wummen sprechen und ich hör zu mrgreen.gif

-FLUCH DER KARIBIK 3
Zwiegespalten verließ ich das Kino nach Teil 2. Zu verkrampft und aufgedunsen war das Spektakel. Übererpicht, das Original zu toppen. Wegen der Atmosphäre und insbesondere Johnny Depp geb ich ihm noch ne Chance...

-THE KINGDOM
Von Michael Mann produziertes FBI-Drama über einen Anschlag/Massenmord in Saudi-Arabien.

-ZODIAC
Fincher!!!

Geschrieben von: Aran 13. Feb 2007, 20:45

QUOTE (Mordred @ 13. Feb 2007, 15:02)
-FLUCH DER KARIBIK 3
Zwiegespalten verließ ich das Kino nach Teil 2. Zu verkrampft und aufgedunsen war das Spektakel. Übererpicht, das Original zu toppen. Wegen der Atmosphäre und insbesondere Johnny Depp geb ich ihm noch ne Chance...

Hmm, ich kapier immer noch nicht, warum so viele Teil 1 besser finden, als die Fortsetzung. In Sachen Action, coole Sprüche, Situationskomik und Originalität der Gegenspieler toppt Part 2 seinen Vorgänger IMO um Längen.

Als ich FdK 1 zum zweiten Mal gesehen habe, bin ich fast eingeschlafen, so langweilig war der im nachhinein. Bei der Fortsetzung hingegen hatte ich auch beim inzwischen dritten Mal durchweg Spaß beim Zuschauen.

Geschrieben von: Mordred 14. Feb 2007, 09:47

Mag ja sein, dass er mir beim zweiten Anschauen besser gefällt. Bislang konnte ich mich nicht überwinden. Ich finde die Komik in Teil 1 einfach frischer. Teil 2 hat sich quasi an die Stirn gepinnt, besser und größer sein zu wollen. Der schreit bis zur Heiserkeit inklusive Neon-Leuchtreklame-Pfeil SCHAUT MICH AN, dass es mir geradezu ein Graus ist. Noch dazu hat er keine Spannungskurve, die Action verläuft immer auf demselben Niveau...

Wie auch immer. Nett issa ja.

Einen Film hätte ich fast vergessen und das hätte ich mir selbst nie verziehen - wenn er auch nicht ganz in die Reihe der obigen passen will:

INLAND EMPIRE von David Lynch

Geschrieben von: Bir'kher 17. Feb 2007, 03:15

War heute in "DIE AUFSCHNEIDER": Reichlich platt, in Maßen komisch. Braucht keiner zu sehen. 2/10, dafür, dass wenigstens zwei Witze ganz nett waren - aber die hab ich auch schon wieder vergessen.

Geschrieben von: Mordred 18. Feb 2007, 00:38

THE PRESTIGE : 10/10

Exzellent konstruiertes Drama.

Für detailiertere Kritik muss ich ne Nacht drüber schlafen.

Edit:
Mit mir. (O-Ton Freundin)

Geschrieben von: Androide 18. Feb 2007, 11:25

Das Streben nach Glück
6 / 10 Punkten

Vater und Sohn Smith harmonieren wirklich toll zusammen. Ein feel-good-movie ist es leider nicht wirklich geworden, denn 90% des Films drehen sich um seine finanziellen und familiären Probleme. Ich hätte gerne gesehen, wie sie jetzt ihr neues Leben mit Will's Job an der Börse geniessen. Lustige Szenen haben sich auch auf das Minimum beschränkt, was man so erwarten kann. Nun ja, langweilig war er trotzdem nie und Dan Castellaneta (US-Stimme von Homer Simpson) gibt dem Film mit seiner Rolle noch einen Extra-Punkt. wink.gif

Geschrieben von: Mordred 18. Feb 2007, 13:05

QUOTE (Androide @ 18. Feb 2007, 11:25)
[...] Ein feel-good-movie ist es leider nicht wirklich geworden, denn 90% des Films drehen sich um seine finanziellen und familiären Probleme. Ich hätte gerne gesehen, wie sie jetzt ihr neues Leben mit Will's Job an der Börse geniessen.[...]

Ich denke, das liegt an den Grundregeln der Dramaturgie...
wenn ich ins Kino oder ins Theater gehe, dann interessiert mich auch nicht, wie irgendwelche Leute irgendwas genießen sondern eben wie sie mit Problemen fertigwerden rolleyes.gif blink.gif
Feelgood-Movies sind Masturbation und wenn jetzt jemand mit dem Argument der Komödie antanzt, dann sag ich nur, dass wahre Komödien nicht gemacht sind um den Zuschauer zu erfreuen sondern um dem Menschen seine eigene Lächerlichkeit vorzuspiegeln wink.gif

Zurück zu PRESTIGE:

Neben THE USUAL SUSPECTS hab ich selten so kekonnten Dekonstruktivismus gesehen. Der Zuschauer, der spätestens ab der Hälfte den Streifen geknackt hat, klopft sich selbstzufrieden auf die Schulter, nur um dann mit einem zweiten Twist geohrfeigt zu werden. Hinzu kommt ein perfekt inszeniertes, harmonierendes Ensemble in einem tadellos fotografierten Setting und wir haben den besten Mainstream-Streifen des Jahres 2006. Mit der üblichen burghauser Verspätung... dry.gif

Dass er am Ende sämtliche Karten offen auf den Tisch legt, schadet ihm nicht im geringsten. Vielmehr ist er ein grandioses Beispiel dafür, dass auf der anderen Seite der Leinwand einige viel smartere Mistkerle sitzen als das popkornspachtelnde Ungeziefer im Kinosaal vermutet und dass auch gut gemachtes Blockbuster-Kino immer noch zu manipulieren vermag weil keiner mehr richtig hinsieht...
Das ist jammerschade.

Geschrieben von: Bir'kher 14. Mar 2007, 23:51

SMOKIN' ACES: Die Geschichte ist schnell zusammengefasst: die Bösen wollen die Zielperson töten, die Guten die Zielperson retten. Jedenfalls glauben das die Handelnden. Aber andererseits wissen die Handelnden nicht genau, ob sie jetzt Gut oder Böse sind. Was natürlich zu einem mächtigen Badabumm führt, als sich alle treffen.
Leider zu abstrus konstruiert und die illustre Schauspielerriege nicht ausnützend, geht der Film ins Leere. Für die krassen Ballereien, für die nett anzuschauende Alicia Keys und für die drei irren Nazis (irgendwie wirken die, als wären sie die Nihilisten aus "Big Lebowski") jeweils einen Punkt. Macht insgesamt 3/10.

Geschrieben von: Mordred 27. Mar 2007, 13:52

PAN'S LABYRINTH: 9/10

Soll der Film nun als Flucht eines kleinen Mädchens vor den Abscheulichkeiten seiner Zeit verstanden werden oder als Abkehr eines kindgebliebenen Regisseurs von den Konventionen der vermeindlichen Traumfabrik, die ihn bis vor ein paar Jahren zu schlucken drohte? Guillermo del Torro liefert hier keinen Märchenfilm ab sondern ein überaus fein gezeichnetes und überraschend ruhiges Psychodrama. Dass es nicht zur vollen Punktzahl gereicht hat, liegt allein an der mangelnden Konsequenz seiner Auflösung und an dem nicht ausreichend harten Kontrast zwischen Realität und Phantasiereich.

Geschrieben von: Be 30. Mar 2007, 17:36

Ich glaub ich muss tatsächlich wieder mal ins Kino, um diesen Spartaner-Schlächterfilm anzugucken ("300" oder so heisst der). Wer hat ihn schon gesehen? Sieht wirklich lecker aus! smile.gif

Geschrieben von: Androide 1. Apr 2007, 00:02

Der Board-Aktivität zuliebe schreib ich noch ein paar Zeilen zu Mr. Bean macht Ferien. Alle bekannten Bean-Grimassen kommen nun auch wieder im neuen Film vor, und ich finds jedes Mal amüsant. Richtige Brüller gibts wenige, dafür umso mehr Schmunzler wegen seiner Vergesslichkeit und Schusseligkeit. Bei seinem Urlaub in Frankreich hat er auch noch eine Videokamera dabei: Naja, ausser vielen wackeligen Bildern brachte diese Idee nichts. pinch.gif Ein bisschen schade ist auch, dass nur 4 Minuten des Films in England spielen. Im Gegenzug hat mir z.B. William Dafoe sehr gut gefallen.

Mit diesem Film beginnt jetzt die "stressige" Kinozeit im April: 300, Born to be Wild, Sunshine, evtl. Shooter, ...

Geschrieben von: Aran 1. Apr 2007, 13:07

"Neues vom Wixxer" war wie schon der erste Teil recht amüsant – mit zwei bis drei Brüllerszenen. Allein die Sessellift-Sequenz und die Werbung mittem im Film waren den Eintritt wert.

Geschrieben von: Mordred 7. Apr 2007, 15:23

300 : 7/10

Ein Lob auf die deutschen Kritiker die, ihrer eigenen Geschichte bewusst, einen faschistoiden Film erkennen, wenn er ihnen mit dem Hammer an die Stirn genagelt wird.
Ein Lob auf die aus Versatzstücken zusammengeschusterten Rezensionen, unter welche der Verfasser nur noch seinen Namen zu schreiben braucht.
Dass der Streifen in den Staaten von der Presse GETEILT aufgenommen wurde, ist eine nicht zu unterschlagende Tatsache aber der in der BRD stattfindende Generalverriss (mit einer der wenigen Ausnahmen des Hernn Borcholte - http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,475494,00.html ) zeugt weniger von Konsens denn von Gleichschaltung in der Rezeption.

Und so kann ich den grenzdebilen Möchtegernintellektuellen, die die HERR DER RINGE-Verfilmungen mit ihren mehr gefälligen denn auffälligen Nazi-Symbolismen zu Kunstwerken des Fantasy-Kinos deklarieren und andererseits die weitaus getreuere Verfilmung eines Comics in Grund und Boden stampfen, nur die rostigen Speere der 300 an den Hals wünschen.

Es lässt sich wahrlich nicht verschweigen, dass 300 kein sehr guter Film geworden ist. Das Unternehmen Snyders, der sehr stringenten und simplen Struktur eine zweite, tiefere Ebene zu erschließen, ist lobenswert. Dass dies - die hinzugedichteten Szenen Königin Gorgos, der Bogen um den korrupten Senator - nicht voll aufgeht, liegt einzig und allein an der Vereinfachung der Sache. Als temporaubend, wie manch Kritiker im Internet behauptet, empfand ich sie dennoch nicht.
Die Tricktechnik ist gelinde gesagt phänomenal, ein wenig mehr Kontrast hätte jedoch nicht geschadet. Die Tableaus erreichen nur selten wahre heroische Pracht - ein Manko, das zwangsweise aus der Adaption von Lynn Varleys monochromen Panels folgt (man vergleiche mit Karl Rottmanns Griechenland-Zyklus in der Münchner Neuen Pinakothek).
Kamera und Inszenierung richten sich fast vollständig nach der Vorlage, einige Zugeständnisse an die Dynamik der Auflösung fallen da nur positiv auf.
Das Spiel als plump zu bezeichnen, wäre - angesichts der Mühen insbesondere Gerrard Butlers, einen Hauch von Sensibilität einzubringen - unfair. Insofern war er nuancenreicher als man von den Trailern her zu schließen gewagt hätte.
Einzig wirklich nennenswertes Opfer der schlichten - historisch natürlich nicht ganz zutreffenden - Geschichte ist Xerxes selbst.
Die Musik von Tyler Bates verwässert nach einem durchaus hörenswerten infernalen Choral, driftet ab der Hälfte mehr als alles andere ins clichéhafte und einzig die Stimme der Sängerin Azad Ali bewahrt den Score vor der Peinlichkeit einer Manowar-Plattitüde.

Fazit:
Die zweite Frank Miller Adaption ist die erste, die auch wirklich funktioniert und einzig und allein als solche ist sie auch aufzunehmen: die möglichst getreue Verfilmung eines Comics. Kein Geschichtsdokument. Ein Schlachtengemälde, das offen seine Motive zur Schau stellt. Einseitig? Ja. Aber darum auch ehrlicher als gewisse andere Fantasy-Spektakel...

Geschrieben von: Adm. Ges 7. Apr 2007, 15:35

QUOTE (Aran @ Sun 1 April 2007, 14:07)
"Neues vom Wixxer" war wie schon der erste Teil recht amüsant – mit zwei bis drei Brüllerszenen. Allein die Sessellift-Sequenz und die Werbung mittem im Film waren den Eintritt wert.

Jup, dem kann ich mich nur anschließen. Wobei die Tomatensauce auch nicht ohne war. wink.gif
Aber die Werbung war wirklich genial, ich lag in der Ecke vor lachen...

Bin mal gespannt, wie dann Triple WiXXX wird. wink.gif

Geschrieben von: Mordred 23. Apr 2007, 12:53

SUNSHINE : 7/10

Ganz gleich ob der Film mit Motiven hantiert, die alle in abgewandelter Form schon mal dagewesen sind, vermag er doch über weite Teile zu fesseln.
Nun ist "grell" nicht mit "radikal" gleichzusetzen aber die Bilder sind teilweise so betörend und abstoßend zugleich, dass er mehr als 2001 oder ALIEN jegliche Raumfahrerromantik ad absurdum führt, wenn nicht sogar negiert.
Dass er dann aber auch die weniger guten bzw. mittelmäßigen Streifen des Genres zitiert - ich weise explizit auf EVENT HORIZON hin - weil er sich offensichtlich nicht ganz auf die (angestrebt) verstandeserweiternde letzte Viertelstunde verlassen kann, mag man ihm (oder präziser: dem Autor) gern ankreiden. Ist Gott eine Halluzination des Menschen oder der Mensch die Summe göttlichen Wahns? Man weiß es nicht. Nur dass es zwischen Himmel und Hölle keinerlei Unterschied gibt...

Geschrieben von: pana_sonix 24. Apr 2007, 07:15

Unglaublich...

Wie es aussieht, werde ich in diesem Jahr doch noch ins Kino gehen: http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,477649,00.html

Geschrieben von: Kobi 25. Apr 2007, 09:54

Nachdem mich letzte Woche "The Contract" etwas genervt hat -- der gibt bestimmt einen unterhaltsamen TV-Film ab --, konnte mich "300" gestern doch gut unterhalten. An mancher Stelle denkt man zurecht, das kann so nicht sein. Aber warum sollte es auch, ist denn Asterix realistisch? Der einzige Unterschied ist halt nur, dass die Schlacht bei den Thermopylen tatsächlich statt gefunden hat. (Ja ok, und dass in "300" etwas mehr Blut zeigt.)

Geschrieben von: Mordred 25. Apr 2007, 21:20

PARIS JE T'AIME : 7/10

Ein zweistündiger Episodenfilm, in dem sich Stilblüten (ich glaube wieder an Tykwer!!) mit überflüssigem Gestrüpp abwechseln. Mal charmant, mal überdreht, oft trotz der Kürze der einzelnen Filme etwas gezogen, banal, inspirierend, komisch (Coen-Brüder mit Steve Buscemi) und ernsthaft.
Dass dafür jede andere Metropole hätte herhalten können, spricht deutlich für das Werk, das sich weniger um die Cliché-Sehenswürdigkeiten kümmert denn um das Aufeinanderprallen verschiedenster Figuren, das die einzelnen Regisseure mal mehr, mal weniger gekonnt mit den Schauplätzen verweben.

Geschrieben von: Mordred 1. May 2007, 10:01

SPIDER-MAN 3 : 8/10

Die einzige Comic-Film-Serie, die wirklich konsequent im Umgang mit Macht umgeht, hat ihr Zenit erreicht. Der erste große Bogen ist abgeschlossen, alles ist schneller, größer, düsterer und trotz wiederholter selbstironischer Einlagen hat der dritte Film tatsächlich an Leichtigkeit gegenüber seinen Vorgängern eingebüßt und nicht nur die ist verlorengegangen sondern auch der Zauber - oder bodenbehafteter ausgedrückt: der Charme - hat sich verflüchtigt wie Sandman in den Häuserschluchten Manhattans. Nichtsdestotrotz der würdigste Abschluss einer (ersten?!) Trilogie und bei weitem nicht so überheblich wie die finalen Episoden aller bisherigen Filmreihen des neuen Jahrtausends...

Die sehr gute STAR WARS EPISODE 3 berücksichtige ich hierbei nicht, weil es die Rettung einer mißratenen Trilogie war, wohingegen mit den SPIDER-MAN-Filmen die nahezu perfekte Synthese aus Menschlichkeit und Spektakel vorliegt.

Geschrieben von: Mordred 2. May 2007, 12:08

THE FOUNTAIN : 10/10

Wunderschön. Während des Abspanns verließ das Publikum fluchtartig den Saal. Niemand sagte auch nur ein Wort. Da war nicht mal ein Schnaufen obwohl sie alle über eineinhalb Stunden die Luft anhielten...

Geschrieben von: Androide 2. May 2007, 15:21

QUOTE (Mordred @ Wed 2 May 2007, 13:08)
THE FOUNTAIN : 10/10

Wie was, der läuft immer noch? War das ein Arthouse-Kino? Der Start war am 18. Januar und ich hoffe auf eine baldige DVD-Veröffentlichung. sad.gif

Geschrieben von: Mordred 2. May 2007, 18:22

QUOTE (Androide @ Wed 2 May 2007, 17:21)
Wie was, der läuft immer noch? War das ein Arthouse-Kino?[...]

Nö. Kein richtiges Arthouse-Kino. Dazu ist das Anker-Theater nicht konsequent genug in seiner Programmauswahl. Nur Burghausen liegt offensichtlich dermaßen hart an der Kante unseres Raum-Zeit-Kontinuums, dass die guten aber weniger publikumswirksamen Filme mit arger Verzögerung vorgeführt werden.

Geschrieben von: tabby 6. May 2007, 18:05

Habe mir gestern 300 im Kino angeschaut.

Leider kenne ich die Comicvorlage nicht, also weiss ich nicht wie gut,.. oder schlecht das Comic umgesetzt wurde.
Der Film allerdings wusste zu unterhalten smile.gif

mehr davon!

Geschrieben von: flexus lucent 7. May 2007, 22:59

Shoppen

Ein Film indem es um Singles beim Speeddating geht. Hat mich für einen deutschen Film sehr überrascht.

Trailer:
http://http://www.kino.de/showroom.php?c=clips&r=filmtrailer&sr=0&p=1&nr=97155&mnr=42896&mode=content_detail

Geschrieben von: Yaso 8. May 2007, 13:57

Spider-Man 3 - 5/10

Absolut ins Lächerliche gezogen, von vorne bis hinten. Unlogische Szenen gemischt mit übetriebenem Humor und schlechten CGI-Effekten.

Geschrieben von: tabby 27. May 2007, 16:11

Gestern gab es Fluch der Karabik 3 für mich zu sehen.
Tja,.. Schlechter als Teil1, aber beser als Teil2 finde ich.. aber alles in Allem durchaus unterhaltsam. Es scheint auch immer die Frage zu sein mit welchem Anspruch man sich ein Filmchen anschaut.
Wer den Anspruch hat sich unterhalten zu lassen, der wird auf seine Kosten kommen smile.gif

8/10 wink3.gif

Geschrieben von: Mordred 27. May 2007, 23:44

DAS PERFEKTE VERBRECHEN : 6/10

Der Streifen schöpft seine starken Momente aus dem Aufeinanderprallen von Anthony Hopkins Sarkasmus und Ryan Goslings infantiler Überheblichkeit. Die Dynamik der beiden Darsteller sucht ihresgleichen. Ein Thriller, dessen Auflösung dem Publikum schon zu Anfang präsentiert wird, hätte durchaus das Potenzial, zumindest auf charakterlicher Ebene zu überraschen. Jedoch schafft er zu keinem Moment eine angemessene Fallhöhe. Es steht nichts mehr auf dem Spiel und der karrieresüchtige Junganwalt, der arrogante Gewinnertyp, geht, wie er es gewohnt ist, wieder als Gewinner hervor. Geknickt, aber nicht gebrochen. Sein Triumph ist wertlos.

Geschrieben von: Raven 1. Jun 2007, 23:46

Zodiac - Auf den Spuren des Killers (oder so ähnlich) 6.5 von 10

Basierend auf einem echten Fall in San Fransisco baut dieser Crime Triller auf, im prinzip nicht schlecht, die besetzung ist meiner meinung nach gut, auch wenn spidermans syncronstimme etwas ungewohnt in der rolle des reporters ist wenn man kurz vorher noch spiderman 3 gesehen hat.

Der FIlm hat meinermeinung nach jede menge potenzial was er einfach nicht ausnutzt, die spannung ist einfach zu selten wirklich vorhanden und der nervenkitzel fehlt, man rätselt ein wenig mit, aber nicht lange und das wars, und das bei fast 160 minuten ist nicht wirklich vorteilhaft, das einzige mal wo mich der film 100 prozentig überzeugt ist im keller des alten mannes mit den filmrollen der wie man sofort vermutet der killer ist auch wenns keiner beweisen kann und will, aber erst die paranoide vorstellung und suche nach dem killer durch den karikaturisten wird der film einigermaßen spannend, da das aber hauptsächlich den späteren teil des films ausmacht, rettet er das gesamtwerk einfach nicht.

Kein schlechter FIlm, dem es allerdings mangels spannung und nervenkitzel nicht wirklich gelingt zu überzeugen deswegen nur magere 6.5 von 10 punkten, als ich ausdem kino kam hätte ich noch 7 von 10 gesagt aber er sackt einfach ein wenig ab...

Geschrieben von: Bir'kher 24. Jun 2007, 23:22

Oceans Thirteen: Wie die beiden ersten Teile ein absoluter Gute-Laune-Film, bei der man dem Cast den Spass beim Spielen absolut ansieht... Story? Ach Gott... Es geht wieder um ein Kasino, was man ausnehmen will... Die Summen werden halt nur größer. Und diesmal wollen sie damit ihren Kumpel rächen, der seit nem Herzinfarkt lethargisch im Bett liegt. Nun denn, die Zutaten sind angerichtet - frisst Brad Pitt während der ersten beiden Teile eigentlich auch ständig? 10/10

Geschrieben von: Kobi 25. Jun 2007, 08:39

QUOTE (Bir'kher @ Mon 25 June 2007, 00:22)
Oceans Thirteen: Wie die beiden ersten Teile ein absoluter Gute-Laune-Film, bei der man dem Cast den Spass beim Spielen absolut ansieht... Story? Ach Gott... Es geht wieder um ein Kasino, was man ausnehmen will... Die Summen werden halt nur größer. Und diesmal wollen sie damit ihren Kumpel rächen, der seit nem Herzinfarkt lethargisch im Bett liegt. Nun denn, die Zutaten sind angerichtet - frisst Brad Pitt während der ersten beiden Teile eigentlich auch ständig? 10/10

Jup, der hatte ständig was zu futtern in der Hand ... ich werde den Film am Dienstag sehen ... auf Englisch, muss ich mich nur vorher nochmal per DVD an die Nuschelei der Herren Pitt und Clooney gewöhnen rolleyes.gif

Geschrieben von: Bir'kher 25. Jun 2007, 12:14

Oh, einen hab ich auch noch: Hot Fuzz (der ultra-schlechte deutsche Untertitel will mir nicht über die Lippen. Der trifft nicht mal annähernd den Charakter des Films). Zur Story: Supercop wird, weil zu gut, von London aufs Land strafversetzt. In seiner neuen Dorfdienststelle sind ganz offensichtlich nur ziemliche Deppen, aber im Dorf ist eh nichts los - zumindest scheint es zunächst so. Tja, und was dann folgt, ist Actionkino pur...
Klasse Darsteller, witzige Dialoge, britischer Humor und Futter für Actionknaben. Lohnt sich absolut! 10/10

Geschrieben von: Mordred 26. Jun 2007, 21:22

Ich fand HOT FUZZ zum Großteil sehr gelungen. Er hält Silver und Bruckheimer den Spiegel vor und zeigt gerade in den Momenten, in denen er sich absichtlich ernster gibt als die persiflierten Werke, wie gefährlich sie streckenweise für den Verstand eines wenig reflektierenden Zuschauers sein können. Schade nur, dass er sich am Ende unnötig in die Länge zieht. Sollte man sich unbedingt im Original ansehen!

8/10

Geschrieben von: Aran 26. Jun 2007, 22:58

Hot Fuzz war bis ca. ne halbe Stunde vor Schluss sehr unterhaltsam. Die Todesarten der diversen Opfer waren einfallsreich, Humor kam nicht zu kurz und Timothy Dalton hatte eine Paraderolle.

Leider gibts zum Schluss einen ziemlich unspektakulären, dafür aber nervtötenden Showdown, der actionmäßig nix neues bringt und in seinem Getöse einfach nur langweilt. Schade, das hätte nicht sein müssen.

Wohlwollende 7/10 wegen der durchweg sympatischen Schauspieler-Riege. Ansonsten reicht "Hot Fuzz" auf DVD.

Geschrieben von: Mordred 27. Jun 2007, 13:05

QUOTE (Aran @ Wed 27 June 2007, 00:58)
Leider gibts zum Schluss einen ziemlich unspektakulären, dafür aber nervtötenden Showdown, der actionmäßig nix neues bringt und in seinem Getöse einfach nur langweilt.[...]

Vergiss nicht, HOT FUZZ ist - seine Funktion als Parodie hintenangestellt - vor allem auch Zitat...
Seit dem ersten Matrix-Film hat sich im Action-Genre ästhetisch nicht viel getan. Wäre das Gegenteil der Fall, wäre der Film irrelevant. Mich hat weniger der überlange Showdown gestört als der darauffolgende Epilog. Aber das ist wiederum Teil vieler "ernstgemeinter" Filme pinch.gif wink.gif

Geschrieben von: Kobi 27. Jun 2007, 16:17

QUOTE (Mordred @ Tue 26 June 2007, 22:22)
Sollte man sich unbedingt im Original ansehen!

Habe ich auch nicht anders vor, nur findet sich in meiner Umgebung niemand, der das mit mir gucken will, weil sich alle an dem Werbeträger "Shaun of the Dead" stören ...

Geschrieben von: Aran 27. Jun 2007, 20:51

Warum? "Shaun of the dead" war cool! smile.gif


... und gegenüber "Hot Fuzz" letztlich der wesentlich unterhaltsamere Film. IMO.

Geschrieben von: Mordred 29. Jun 2007, 11:36

INLAND EMPIRE : 10/10

Über kurz oder lang kann der Mensch sich daraufhin schulen, seine Träume zu kontrollieren. David Lynch jedoch träumt nicht, darum filmt er. Und er muss als der Erleuchtung entgegenstrebender Sektenanhänger immense Schuldgefühle haben, denn so glücklich er im privaten ist, so finster sind seine Visionen. In meinen Augen ist INLAND EMPIRE nicht Zitat der zum Code des abstrakten Kinos verkommenen Symbole, die er selbst vor über dreißig Jahren miterschaffen hat, keine Rekapitulation des eigenen Gesamtwerks. Ich behaupte mal, Lynch zeigt nicht die Welt, wie er sie sieht, sondern wie das Publikum glaubt, die Welt aus seiner Perspektive wahrnehmen zu müssen. Manchmal quälend lang, von einer geradezu absurden Schönheit, verkommen, finster, grell, grotesk, brutal und poetisch. Und wie jedes bedeutende Werk, ob es nun einer Regeldramaturgie folgt, seine eigene erschafft oder jedwede Norm negiert, handelt es von Selbstfindung und der daraus resultierenden Erlösung. Man kann INLAND EMPIRE als perfekt strukturierten Traum sehen oder auch als die Visualisierung eines Zwischenreiches. Jene entscheidenden Minuten, in denen man im Bett liegt, sich jedoch nicht entscheiden kann, ob man wacht oder bereits schläft. Die Erlösung liegt schlussendlich in der Feststellung, dass es unwichtig ist. Beides kann gleich abgefahren sein.

Man kann den Streifen lieben oder hassen oder ihn einfach über sich hereinbrechen lassen. Das Leben ist schließlich auch kein Ponyhof.

Geschrieben von: Mordred 30. Jun 2007, 13:01

ZODIAC : 7/10

Die zeitliche und räumliche Struktur des Films ist zwar notwendig, um die Fülle an Informationen und Tatsachen in einem annehmbaren Rahmen zu präsentieren, jedoch kann man gerade wegen der Erzählgeschwindigkeit und der Zahl der Personen leicht den Faden verlieren. Ein Film, der innert zehn Minuten mal locker fünf Jahre überspringt, sollte auch Veränderungen auf persönlicher Ebene illustrieren und das ist hier leider unzureichend gegeben. Jede Figur tut ihren Job. Da ist es - trotz aller objektiven Wahrheit - fatal, dass der Zodiac für den Protagonisten lediglich ein Hobby darstellt, dass zum Ernst wird. Die spätere Sucht, die Vertiefung in die Ermittlungsarbeit, ist nicht Reaktion auf einen äußeren Impuls sondern muss aus einer inneren Einstellung heraus motiviert werden, was mir jedoch problematisch erscheint, da Gyllenhals Charakter nie die notwendige Substanz gewinnt, um die Gründe für sein Handeln nachzuvollziehen.
So kann man ZODIAC als technisch perfekte Fingerübung bezeichnen, die jedoch an der Sterilität ihrer Wahrheitstreue zu scheitern droht. Fincher hat seinen Zynismus zu den Akten gelegt und der Film ist zum Geschichtsbuch verkommen.

Geschrieben von: Henning 30. Jun 2007, 18:20

Ich hab Oceans 13 letzte Woche gesehen, nach langer Zeit mal wieder einen Film als deutsche Synchro. Und die fand ich nicht so gelungen. Freu dich auf die Originalversion!

Geschrieben von: Mordred 13. Jul 2007, 11:16

LIVE FREE OR DIE HARD : 10/10

Ideale Verknüpfung von handgemachter, dreckiger Action der alten Schule mit den fragwürdigen Errungenschaften des Cyber-Zeitalters. Anständiges, wohl durchdachtes Drehbuch (wenn auch mit einigen kleinen Schnitzern), überzeugende Charaktere - wobei der nicht unsympathische Thomas Gabriel alias Timothy Olyphant eine Nuance mehr vertragen hätte - und eine dynamische Inszenierung, die trotz des fast durchgängigen flotten Erzähltempos nie den Fokus verliert.

Geschrieben von: Mordred 3. Aug 2007, 01:25

TRANSFORMERS : 5/10

Boom! Paffffffff! Yeah! Witziger Spruch. Knall! Bang!!!! Witziger Spruch. Explosion!! Selbstironie? Krawall!!!!!!! Witziger Spruch! Titten!!!!!! Ballerei!!!!! Arsch!!! Trümmerhaufen!!!!! Bauchfreies Top!!! Witziger Spruch. Spielzeug!!! Sauteures Spielzeug!!! Aufwachen, Leute!!!!!!
Sofort auf dreamworks.com. Ich muss irgendwie Spielbergs e-mail-Adresse ausfindig machen und ihm gleich morgen meine Konto-Daten schicken, damit er mir 150 Millionen überweist. Die kriegt heutzutage nämlich jeder.

Geschrieben von: Raven 3. Aug 2007, 08:55

Disturbia: 8/10

Cooler Film, junge ist in einen auto unfall mit seinem vater verwickelt vater stirbt dabei und der sohn reagiert agressiv als ein lehrer fragt was sein vater wohl von seinem verhalten halten würde, daraufhin bekommt er 3 monate hausarrest und fängt an die nachbarn zu beobachten und vermutet einen serienmörder als nachbarn zu haben und verguckt sich nebenbei noch in seine neue nachbarin und spioniert mit der und seinem besten freund seinen nachbarn aus bis es zum showdown kommt.

Nett gemachter Streifen mit auch einigen "grusel" Szenen wie ich finde lohnenswert ihn sich anzuschauen, hat mir aufjedenfall gut gefallen.

Geschrieben von: Hot Dog 3. Aug 2007, 12:41

- Simpsons
Einfach nur herrlich Homer dabei zu zusehen wie er Springfield ins Chaos stürzt.

- Harry Potter 5
Nach dem verkorksten 4ten Teil wieder einer der besten Potter Streifen. Aber die Bücher sind natürlich besser.

- Stirb Langsam 4.0
Jack Bauer auf 4.0 geupdatet. Das sagt wohl alles.

- Fluch der Karibik 3
Man muss Teil 2+3 als Ganzes sehen und dann schlagen sie Teil 1 um Längen.

- Spiderman 3
Im Zentralteil leider eine menge laber rababer aber sonst ein würdiger Nachfolger.

Geschrieben von: Mordred 8. Aug 2007, 23:38

THE SIMPSONS : 6/10

Es heißt, Hunde, die bellen, beißen nicht. Dieser Film beißt sehr wohl aber die Wunden verheilen leider viel zu schnell und wo die Serie in ihren besten Momenten mit Brandbomben nach der kleinbürgerlichen Konvention warf, schmeißt THE SIMPSONS MOVIE nur mit Steinen. Der wirklich große Lacher blieb leider aus...

DEATH PROOF : 6/10

Schön zu sehen, wenn ein Regisseur es soweit gebracht hat, sich nur noch selbst genügen zu müssen, doch was in KILL BILL gerade noch funktioniert hat, reicht hier leider nicht über das ein oder andere formelle Kunststückchen hinaus. So bleibt DEATH PROOF lediglich eine Ansammlung einiger exzellenter Momentaufnahmen, charmant und atmosphärisch aber von Luft und Liebe (in diesem Fall brachialer Gewalt) haben bislang nur die wenigsten überlebt.

Geschrieben von: sepia 9. Aug 2007, 19:05

Na, Mordred, also soo lahm war der Simpsons-Film auch nicht. Ein wirkliches Problem hatte ich nur bei den besten Gags, denn die hatte ich vorher schon ein Haufen Mal erzählt bekommen...

Geschrieben von: Mordred 9. Aug 2007, 19:42

^
Kein Zweifel... Du hast die besten Gags von Freunden erzählt bekommen, ich hab sie unzählige Male in Trailern gesehen und selbst wenn ich nicht mindestens einmal die Woche auf apple/trailers eine jede veröffentlichte Vorschau rauf- und runter geguckt hätte, wäre ich bei durchschnittlich drei Kinobesuchen im Monat nicht davor verschont geblieben. Wo bleibt dann noch der Zauber?

Der Film ist ohne Frage einer der witzigsten und klügsten der letzten Zeit, nur wird er leider dem selbstgebastelten Hype nicht gerecht. Groening und Konsorten haben ihr Zenit seit mindestens fünf Jahren überschritten. In ihren besten Tagen hätten THE SIMPSONS einen nicht minder subversiven BORAT durchaus wegstecken oder sich zumindest mit ihm messen können, so hab ich mich zwar amüsiert aber leider nicht wie in letztgenanntem "weggeschmissen"... sad.gif

Desweiteren überlege ich, ob ich mir nicht den DEATH PROOF Soundtrack zulegen soll. Beiweitem das beste an dem ganzen Streifen. Ich weigere mich nur, diese selbstgefällige und überaus berechnende B-Movie-Kultur zu unterstützen mad.gif dry.gif

Geschrieben von: Aran 9. Aug 2007, 23:10

Simpsons - Der Film: 10/10

Fast total unvorbelastet (kaum eine Serienfolge gesehen, nur 1 Trailer im Kino) war der Streifen einfach nur ein geiles Stück Unterhaltung. Für mich wars ein Brüller nach dem anderen - selten so herzhaft gelacht.


Death Proof: 7/10

Kein Meisterwerk, aber trotzdem gut. Coole Musik, leckere Mädels und nach einer etwas langatmigen Einführung geht letztlich auch die Post ab. Aufgrund des für mich überraschenden Breaks in der Mitte hat man auch fast 2 Filme in einem: Stuntman Mike vs. Chicks und Chicks vs. Stuntman Mike. biggrin.gif Cool gemachtes Ende übrigens.


Transformers - the Movie: 4/10

Netter Beginn mit einigen Lachern, danach aber zunehmend ins Alberne abgleitend. Da hatte der erste Trailer nicht ganz so kindische Unterhaltung versprochen. Außerdem ist der Film eindeutig zu lang (Scheiß Pause). Und das aufwendige, aber emotionslose Gerummse am Ende hat auch mehr genervt als unterhalten.

Geschrieben von: Adm. Ges 10. Aug 2007, 09:01

Ich schließe mich Mo bei den Simpsons an. Mir hats durchaus gefallen, aber irgendwie häts auch noch besser sein können. Auf jeden Fall waren ein paar köstliche Anspielungen dabei.

Geschrieben von: Mordred 16. Aug 2007, 09:20

Vorsicht: evtl. Spoiler.... (wen's interessiert)

FANTASTIC FOUR:RISE OF THE SILVER SURFER : 6/10

Wie bei seinem Vorgänger täuscht der Produktionsaufwand nicht über dessen Zweitrangigkeit hinweg. Einzig eine gehörige Portion Selbstironie rettet den Film vor der totalen Versenkung. Ioan Gruffud als Reed Richards gibt sein bestes um sich nicht anmerken zu lassen, dass er nur auf den Scheck aus ist. Ben Grimm ist hier nicht mehr, wie im ersten Film angedeutet, die tragische Figur, die als einzige nicht mit ihren Fähigkeiten umgehen kann sondern dient nurmehr für ein oder zwei unbeholfene Lacher. Johnny Storm ist arrogant und selbstverliebt wie immer, bessert sich aber irgendwann. Schön und gut, wenn mir der Darsteller nicht so auf den Senkel ginge. Und Jessica Alba, die einstmals zur "sexiest Woman alive" gekürt wurde, ist in etwa so erotisch wie ne Überdosis Botox. Sie sieht einfach nicht wie eine Superheldin aus sondern wie ne überdimesionale Barbiepuppe. Die Haut wirkt wie Plasitk, das Haar aufgesetzt und dass man ihr in der ein oder anderen Szene eine Brille aufsetzen muss, damit sie halbwegs gebildet aussieht, spricht Bände.

Und der Gaststar? Undankbar abgespeist, seine Aufopferung ein Deus Ex Machina ohne jegliches Finalpotenzial. Galactus? Ein großer Haufen Weltraumdreck aber dass man ihn nicht in persona erscheinen ließe, war zu erwarten. Dass beim Rauf- und Runterkalkulieren sämtlicher Blockbuster-Faktoren die Rechnung dennoch nicht aufgeht, ist wohl ein Markenzeichen aller Bernd Eichinger-Produktionen jüngeren Datums.

Geschrieben von: sepia 18. Aug 2007, 11:43

Ehrlich gesagt weckt deine Kritik den Wunsch den Film zu sehen. Echt gelungen.

Geschrieben von: Mordred 8. Sep 2007, 12:43

28 WEEKS LATER : 8/10

Obwohl das Drehbuch gerade im zweiten Akt arge Logikschnitzer aufweist, fügt sich die Handlung doch recht angenehm an den fast genialen Vorgänger an, Kontrollglaube durch waffentechnische Überlegenheit der amerikanischen Streitkräfte werden durch menschliche Leidenschaft unterwandert. Resignation, Notschlachtung. Barbeque. England geht vor die Hunde. Europa ist als nächstes dran. Und im nächsten Teil werfen wir uns alle zusammen zähnefletschend auf die Mullahs. Der Terror erreicht eine neue Evolutionsstufe.

Geschrieben von: Bir'kher 22. Sep 2007, 00:47

Das Bourne Ultimatum: linke Wand... rechte Wand... linke Wand... rechte Wand... linke Wand. Dialog. Prügelnde Leiber. linke Wand... rechte Wand... linke Wand... rechte Wand... linke Wand (ich glaube, ich habe ein Stückchen Matt Damon gesehen). Schießerei. Auto links... rechte Wand... linke Wand... Auto rechts... Crash. Schießerei. Dialog(?) Rennerei (oh, das könnte eventuell Matt Damon gewesen sein) - linke Wand... rechte Wand... linke Wand... rechte Wand... linke Wand... linke Wand... rechte Wand... linke Wand... rechte Wand... linke Wand... (mir wird langsam schlecht). Schießereidialogschießerei. linke Wand... etc. etc. etc...
Oder anders gesagt: Action ist ja nett, schnelle Schnitte sind auch okay, aber wenn man dem Film nicht mehr folgen kann, wenn man den Blick abwenden muss, weils zu viel ist, dann liegt die Vermutung nahe, dass Kamera, Schnitt und Regie ziemlich auf Ecstacy gewesen sein müssen... Die Story war jetzt auch nicht wirklich toll, auch die Schauspielerleistungen hielten sich meiner Meinung nach in engen Grenzen, da kriegt der Film nur dank seines Namens 4/10 Punkten. Noch einen Bourne brauchts nicht.

Geschrieben von: tabby 27. Sep 2007, 07:57

Gestern war ich im Kinö smile.gif

Wächter des Tages

Alles in allem hat es gefallen. Es war schön bunt und überall hat es geklappert und gescheppert. Ja, als bekennender Actionknabe mag ich so etwas smile.gif
Wenn ich allerdings das Buch, oder besser die Buchreihe dazu nicht gelesen hätte, hätte ich vermutlich kein Wort kapiert.
Einziger echter Negativpunkt war für mich das es inhaltlich teilweise sehr weit von der Buchvorlage weg ist.
Wie auch immer, ich wurde von dem Film gut unterhalten, und darauf kam es mir unterm Strich an!

8/10

Geschrieben von: Mordred 27. Sep 2007, 22:52

SHOOT 'EM UP: 8/10

Zynisch, irrsinnig witzig und vollkommen absurd. Einfach nur geiler Scheiß...
Wer sich hier über die Gewalt empört, hat das letzte bißchen Verstand verloren.

Geschrieben von: Bir'kher 29. Sep 2007, 19:20

Kann Mordred nur zustimmen. Esst mehr Gemüse!

Geschrieben von: Androide 29. Sep 2007, 19:41

Tell

Die Deutschland/Schweiz-Kooperation bringt ein nettes Filmchen hervor. Eigentlich sind alle Witze ziemlich flach. Die Österreicher halten sich für die grössten und wir fluchen über sie. Mit all den tollen Schauspielern hätte was besseres rauskommen können, aber die können ja nix fürs Drehbuch. Deutschland kommt ab dem 22.11.2007 in den "Genuss".

Geschrieben von: Mordred 3. Oct 2007, 00:03

PLANET TERROR : 10/10

Kein Wunder, dass Tarantinos Beitrag zu GRINDHOUSE gefloppt ist...
bin gerade zu geflasht, als dass ich noch was konstruktives dazu schreiben könnte. Mein Mädel will mich noch mindestens ein weiteres Mal mit reinnehmen. Die ist nämlich, anders als die coolen Glitzergirlies, nicht fluchtartig aus dem Saal gehüpft...

Edit:
Die substanziellen Unterschiede zwischen den beiden Filmen sind gelinde gesagt eklatant. Wo sich DEATH PROOF mit einem Minimum an Handlung nach 114 über weite Strecken endlos erscheinenden Minuten in Selbstzufriedenheit auflöst, da überzeugt PLANET TERROR schon nach zehn Sekunden. Rodriguez versteht es nicht nur, die Genrekonventionen exzellent auszuspielen und eine handfeste Geschichte zu erzählen, PLANET TERROR ist auch homogener, offenbart sich, verglichen zu Tarantinos Arbeit, nicht als bloße Stilübung und ist auch eine weitaus rundere Sache als das von Adaptions-Fans überbewertete SIN CITY geworden.

Hoffen wir also, dass das Wunderkind der frühen Neunziger - so fett und glücklich er inzwischen ist - nach diesem Durchhänger wieder zu alter/junger Frische findet, denn Rodriguez hat die Nase im Moment meilenweit vorn.

Geschrieben von: Aran 3. Oct 2007, 17:43

QUOTE (Mordred @ Wed 3 October 2007, 01:03)
... als das von Adaptions-Fans überbewertete SIN CITY geworden.

Da ist nix überbewertet. Sin City ist die mit Abstand beste und coolste Comicverfilmung der bisherigen Filmgeschichte - Punkt. tongue2.gif wink.gif

Geschrieben von: Mordred 3. Oct 2007, 19:05

Im Zweifelsfalle hat immer der Regiestudent recht mrgreen.gif tongue2.gif

Geschrieben von: JEAN-LUC 4. Oct 2007, 06:39

QUOTE (Mordred @ Wed 3 October 2007, 20:05)
Im Zweifelsfalle hat immer der Regiestudent recht mrgreen.gif tongue2.gif

Nicht wenn die Mehrheit seine Meinung niederknüppelt. tongue2.gif wink.gif mrgreen.gif

Geschrieben von: Mordred 5. Oct 2007, 10:44

QUOTE (JEAN-LUC @ Thu 4 October 2007, 07:39)
Nicht wenn die Mehrheit seine Meinung niederknüppelt. tongue2.gif wink.gif mrgreen.gif

^^
Dann werde ich zum Märtyrer. Eure Namen werden in Stein gemeißelt. Meiner in die Geschichtsbücher mrgreen.gif

Ich finde ja SIN CITY auch nicht schlecht, es war nur einfach nicht ideal... und damit Schluss.

Geschrieben von: Aran 14. Oct 2007, 22:44

QUOTE (Mordred @ Wed 2 May 2007, 13:08)
THE FOUNTAIN :

Wunderschön.

Dies kann ich bestätigen...

...allerdings nur was einzelne Bilder und Szenen betrifft. Als Film hat mich der Streifen überhaupt nicht gepackt und lies mit einem Schulterzucken sowie einem "Na und?" fast völlig kalt. Und dabei heule ich eigentlich sonst mit den Figuren um die Wette, wenn auch nur mal der Anschein einer Träne zu sehen ist. wink.gif laugh.gif

Geschrieben von: Bir'kher 18. Oct 2007, 17:46

MICHAEL CLAYTON: Netter Thriller. Schön spannend, nicht so schießwütig und ein guter George Clooney. Handlung? Ach ja: Michael Clayton ist Anwalt oder so ähnlich und stellt fest, dass ein Prozess, für den er recherchiert, nicht ganz sauber ist. Nun denn, dem bösen Konzern gehts natürlich an den Kragen - obwohl der Konzern der Klient ist...
8/10

Geschrieben von: Androide 19. Oct 2007, 21:50

Zimmer 1408

Eine Punktevergabe fällt irgendwie schwer, dafür bin ich noch zu verwirrt. wink.gif Man weiss nie, was ist nun Realität und was Einbildung und muss einfach warten bis der Abspann kommt, um zu begreifen, aaaah das war so gemeint. rolleyes.gif Er ist sehr stimmungsvoll inszeniert und kommt mit wenigen (dafür guten) Schauspielern aus. Den einen oder anderen Lacher hats auch drin. smile.gif Laut Wikipedia gibts noch ein alternatives Ende, aber nur für das werd ich die DVD dann nicht kaufen.

Nun ja, gute 7 von 10 "Totenköpfe"

Geschrieben von: Mordred 31. Oct 2007, 00:06

THE KINGDOM : 8/10

(Rezi folgt)

Geschrieben von: Deus Irae 31. Oct 2007, 07:53

QUOTE (Androide @ Fri 19 October 2007, 22:50)
Den einen oder anderen Lacher hats auch drin. smile.gif

Scheiße! Horror mit Lachern kann man vergessen!
Mal schauen, wie der http://german.imdb.com/title/tt0825245/-Film wird

http://www.dragonlance-movie.com/news/show_news.asp?id=20

Geschrieben von: Mordred 31. Oct 2007, 12:26

^
Sieht mir nicht sonderlich homogen aus... die CGI-Drachen sind schlicht unausgereift und die klassische 2D-Animation ist auf dem Niveau von 80er-Jahre-Mattel-Zeichentrick steckengeblieben...

THE KINGDOM : 8/10

Fies aber nicht fies genug wagt sich das Drehbuch an ein amerikanisches Hauptproblem heran, sofern man dies als solches sehen will und so frage ich mich, ob sich Regisseur Peter Berg der Symbolhaftigkeit der Bilder und Figurenkonstellation wirklich bewusst ist. "Jeder Bombenbauer stolpert früher oder später über seine eigene Arbeit" heißt es da und einen Verdächtigen erkennt man zumeist an einer verkrüppelten oder verstümmelten Hand. Bei einem niederträchtigen Bombenanschlag im saudi-arabischen Riad kommt ein Agent ums Leben, der, wie Gott Autor es wollte, ein guter Freund der vier Hauptpersonen ist, allesamt FBI-Spezialisten, die das ganze persönlich nehmen und fortan einer daumenlosen Hand gleich beginnen, im Dreck zu wühlen. Ein arabischer Polizist wird ihnen als Aufpasser zur Seite gestellt, Helfer, Ersatzfreund...
Tempo und Dynamik der Inszenierung wissen durchaus zu überzeugen und sogar zu verstören. So bricht sich der Film oft selbst im Stil, wechselt von der dokumentarischen Kamera, einem Kriegsbericht ähnlich (Produzent Michael Mann lässt grüßen), in den äußeren ästhetisierten Blick, nur um den Zuschauer gleich wieder vor den Kopf zu stoßen. Distanz bewahrt nicht vor Schmerzen. Die Betroffenheit expandiert jenseits des Kreises der unmittelbaren Opfer, die Grautöne verwischen sich und jedweder noch so fremde Verlust, ist ein Verlust für alle. Wie bei einer Hand.

Geschrieben von: Mordred 10. Nov 2007, 14:59

30 DAYS OF NIGHT : 9/10

Eine bewährte Figurenkonstellation muss sich in vollkommener Abgeschiedenheit einer Übermacht entgegenstellen. Klingt clichéhaft, gabs bereits sowohl in den 50ern mit DAS DING AUS EINER ANDEREN WELT als auch in John Carpenters Wiederaufbereitung mit Kurt Russel und in David Finchers elegischem ALIEN 3 von 1991.

Interessant an der Adaption der gleichnamigen Graphic Novels ist die Distanzierung von bekannten Vampirschemen wie dem dunklen Romantiker viktorianischer Zeit oder dem ravenden Gruftie der Jahrtausendwende. Die Vampire in Steve Niles Comic-Interpretation des Mythos (die definitiv auf meiner Wunschliste steht) sind keine elitären Geheimbündler, keine gelangweilten Dandys oder dekadente Neureiche sondern vielmehr ein Rudel vertriebener und ausgehungerter Raubtiere, ihr Anführer kein "Ältester" oder "Urvater" sondern das Alphatier. Ihnen entgegen stellt sich eine Gruppe von Überlebenden um den Sheriff Eben Oleson, dargestellt von Josh Hartnett, dessen "ökonomisches" und punktgenaues Spiel ich hier mal nicht wie manch anderer als hölzern abwerten will, weil er den besten Auftritt neben THE BLACK DAHLIA liefert.

Regie und Kamera heben den Streifen durch kristallklare Nüchternheit und sublimen Witz vom Einerlei der überstilisierten New Age Vampire ab wodurch ich die Frage nach dem Wiedersehenswert deutlich mit ja beantworten will.

Geschrieben von: Mordred 18. Nov 2007, 02:24

AMERICAN GANGSTER : 10/10

Ridley Scotts bester Film seit BLADE RUNNER ist (fast) ein waschechter Scorsese geworden. Ihm sei trotzdem verziehen...
Was den Streifen von Epen wie GOODFELLAS oder CASINO unterscheidet, ist der Mangel an Ironie und der Verbitterung nach dem Niedergang. Das mag wohl daran liegen, dass der Altmeister seine Helden (sowohl Denzel Washington als auch Russel Crowe ausgezeichnet, umrahmt von einem mehr als stimmigen Ensemble) nicht als Verlierer inszeniert, sondern als die verschiedenen Pole desselben Typus, die in ihrem jeweiligen Kampf die Konsequenzen ziehen müssen.

Man möchte Herrn Scott noch mehr Drehbücher von der Hand eines Steven Zaillian wünschen (mal vom operettenhaften HANNIBAL abgesehen), dann käme er einmal mehr dazu, handfeste, geerdete Geschichten mit glaubhaften Charakteren zu erzählen, anstatt puren Pathos und schwelgerische Tableaus aufzuziehen.

Ein Glück, dass ich nicht in BEOWULF gegangen bin...

Geschrieben von: Kobi 18. Nov 2007, 23:17

Wo du von Beowulf redest ... ich war bereits Mittwoch in der Preview und muss sagen, dass es ein erstklassiger Film ist. Sowohl von der Animation her ist er in meinen Augen obere Spitzenklasse, und genau die richtige Prise Wortwitz wurde eingebaut. Selbst das Thema "Überlieferung" wurde angeschnitten, indem die Flashback-Szenen etwas anderes zeigten, als wovon die Erzähler-Stimme (meist Beowulf selber) sprach, aber was durchaus einer Umschreibung gerecht wurde.

Geschrieben von: Mordred 19. Nov 2007, 00:05

Meine Freundin hat Beowulf in der neuenglischen Übersetzung gelesen und weigert sich, dieses Machwerk anzusehen, nachdem sie gelesen hat, was sie aus der Story letztenendes gemacht haben... naja, inzwischen weigert sie sich nicht aber nach achtmaligem Münzwerfen gestern Nacht, das in Gleichstand gipfelte, entschieden wir uns, in den potenziell besseren Film zu gehen. BEOWULF finde ich auf technischer Seite nicht unattraktiv aber ob ich selbst wirklich glücklich damit werde, wage ich zu bezweifeln.

Geschrieben von: Mordred 10. Dec 2007, 01:01

DER GOLDENE KOMPASS : 4/10

Ich bin genervt. Ich bin auch ein bisschen sauer. Dazu aber zu einem späteren Zeitpunkt mehr. Ich geh jetzt schlafen. Und träume den Film, wie er richtig hätte gemacht werden sollen...*grummel*

Nachtrag:
Hier nun der angekündigte Verriss:
Dass jede Adaption auch zugleich einen Kompromiss darstellt, bezweifle ich nicht. Dass man jedoch die szenische Struktur des Buches für den Film UNNÖTIGERWEISE umgekrempelt, die Szenen auf Funktionalität herabgekürzt und den Showdown des ersten Romans der Trilogie einfach herausgeschnitten hat, ist unverzeihlich und wohl nicht nur dem Regisseur anzukreiden. DER GOLDENE KOMPASS ist, nach den zumindest formell beigelegten Streitereien zwischen Regie und Studio, ein Schnellschuss, der unter den am meisten herbeigesehnten Filmen des abschließenden Kinojahres seinesgleichen sucht. Inkonsequent, nach Substanz lechzend und vollkommen unentschieden. Das fast durchgehend exzellente Ensemble stolpert dabei auf der Suche nach einem greifbaren dramaturgischen Gerüst hilflos von Szene zu Szene.

Einzig das Production Design und die mehr oder weniger stimmige musikalische Untermalung (bis auf den peinlichen End Title Song von Kate Bush) wussten zu überzeugen...

Geschrieben von: Androide 25. Dec 2007, 14:54

2007 ist nun so gut wie vorbei, es wird also Zeit für mein persönliches Jahresranking. Die Leerzeilen innerhalb der Liste zeigen an, das da ein Qualitätsabstand dazwischen liegt.

Rangliste der 2007er Filme im Kino gesehen:

1. Born to be Wild
2. Ratatouille
3. Die Simpsons
4. 300
5. Stirb Langsam 4.0
6. American Gangster

7. Blood Diamond
8. Apocalypto
9. Zimmer 1408
10. Chuck und Larry
11. Superbad
12. Rush Hour 3
13. Disturbia
14. Das Streben nach Glück

15. Fluch der Karibik 3
16. Mr. Bean macht Ferien
17. Tell

Rangliste der 2007er Filme erst auf DVD gesehen:

1. Stranger Than Fiction
2. The Prestige
3. Transformers
4. Next

5. Sunshine
6. Ghost Rider
7. The Fountain
8. Pathfinder

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