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Trek BBS _ Gesellschaft & Politik _ Martin Sonneborn die Geißel des EU Parlaments.

Geschrieben von: logan3333 10. Oct 2014, 07:55

https://www.youtube.com/watch?v=7wWNVlEA_nk mrgreen.gif

Geschrieben von: Aizen 10. Oct 2014, 09:24

Der Mann ist einfach genial biggrin.gif

Geschrieben von: Matt 10. Oct 2014, 21:58

Meine Meinung zu Sonneborn ist deutlich differenzierter. Hier allerdings trifft er, trotz aller Polemik, ins Schwarze. Man kann gar nicht oft genug darauf hinweisen, dass Antisemitismus in Ungarn mittlerweile dermaßen salonfähig ist (bis hinein in höchste Kreise), dass es nicht als extreme Meinung einiger weniger vom Tisch gewischt werden kann. Die Antwort des potenziellen EU-Kommissars spricht ja auch Bände: Sinngemäß sagt er, er selbst sei in seiner Regierung nicht als antisemitisch bekannt und hätte gute Kontakte zu ungarischen Juden. Unabhängig vom Wahrheitsgehalt der Aussage kann man das als indirektes Eingeständnis werten, dass ein erheblicher Teil der ungarischen Regierung sehr wohl antisemitisch ist. Und wenn man ein wenig googelt, scheint sich das auch zu bestätigen.

Dennoch sollten wir Deutschen den Ball flach halten, da jüngste Studien auch für Deutschland einen beunruhigenden Anstieg sowohl antisemitischer Ansichten als auch Straftaten verzeichnen. Dass man die Orbán-Regierung nach Möglichkeit politisch isolieren sollte, ist also das eine; das andere ist, vor der eigenen Haustür zu kehren.

Geschrieben von: logan3333 10. Oct 2014, 23:29

@Matt Ja, gegenwärtiges wirtschaftliches Klima, der schlecht geplante Bailout/das nicht Einführen der Eurobonds, eine reine auf Export ausgelegte Wirtschaftsstrategie statt auf den Eurobinnenmarkt zu setzen hat auf der einen seite diese rechtskonsavativen AfDler auf den Plan gerufen, mit dem Heuchler Lucke an der Spitze der es im Moment zu sehr genießt die Verzerrungsversuche und das braune Anstreichen durch "unabhängige" Medien auszumanövieren.

Merkel hat EU Land gegen eine Mauer fahren lassen ohne das Wirtschaftswachstum zu berücksichtigen, wir wissen das genau diese Sparpolitik Blödsinn ist, seit den 1930er Jahren.

Und auf der anderen Seite haben wir noch die "üblichen" Nazis, NPD & Co die mit der Angst vor den Islamisten hausieren gehen und sich als Beschützer des Volkes aufspielen, wärend diese Glatzen mindestens genau so gefährlich sind wie die Hassprediger und Gotteskrieger die Anderen die Köpfe abschlagen. Die Kurden und ISIS Straßenschlachten und das behäbige vorgehen der Polizei und der Sicherheitsbehörden gegen eben diese leisten dem Ganzen auch noch weiter Vorschub. Ist wirklich interessant, am 1. Mai und bei den Castortransporten ist Polizei in großer Zahl da, aber bei neu eskalierenden überraschenden Konflikten haben sie offenbar ein Mobilsierungsdefizit. Sicher wieder ein Gerangel an Zuständigkeiten zwischen Bund und Ländern.

Aber wir sollten die Linken Parteien auch nicht außer Acht lassen. SPD ist praktisch politisch ruiniert, Seeheimer Kreis, Harz 4, Putinfreund und Genosse der Bosse Schröder haben die Partei in den unfähigen Händen von dem verunglückten Radartechnikers letzten Grades Gabriel gelassen, kein politischer Ansatz sich von Mutti Merkel abzunabeln und die Opposition zu gehen. Die Linke als Partei alleine kann nicht viel ausrichten, die SPD müsste sich auf diese zubewegen, und gleichzeitig die Ungerechtigkeit ankreiden. Das wäre wenigstens glaubwürdig. Die Grünen sind komplett irrelevant geworden, ich haben von denen keinen Mucks politisch mehr mitbekommen, Schockstarre weil Merkel aus der Atomkraft ausgestiegen ist? Progessivität und Mut sind gefragt aber die Leute auf der politisch linken Seite in Schlandland fühlen sich nicht zuständig?

Geschrieben von: Matt 11. Oct 2014, 13:57

Ich verstehe nicht ganz, was die AfD mit Antisemitismus zu tun hat. Keine Frage, Lucke ist ein Heuchler und Blender und genauso ein Zyniker wie Sarrazin, der mit kalkuliert platziertem Fremdenhass (natürlich in wohldosierten Mengen, dass es nicht justiziabel wird) versucht, den eigenen Einfluss (und das eigene Bankkonto) zu vergrößern. Aber als sonderlich antisemitisch ist mir die Partei bisher nicht aufgefallen. Ich lasse mich aber gern korrigieren, wenn ich was verpasst haben sollte. Rechtskonservativismus hat jedenfalls mit Judenhass per se erst einmal nichts zu tun, nicht zuletzt, weil man die jüdische Religion/Israel als Teil einer gemeinsamen Kultur/Identität begreift.

Was die Wurzeln des neuen Antisemitismus angeht, da nennst du einige richtige Dinge. Ich würde es aber weniger an der deutschen Parteienlandschaft insgesamt festmachen als an der aktuellen wirtschaftlichen Situation. Dazu kommt aber auch, das wird leider von Linken oft ausgeblendet, ein eingewanderter Antisemitismus, vor allem durch Menschen aus muslimischen Staaten, wo das Feindbild "Jude" schon von Kind an eingetrichtert wird. Nach dem Motto, du kannst den Menschen aus dem judenfeindlichen Land holen, aber nicht den Judenfeind aus dem Menschen.

Geschrieben von: logan3333 11. Oct 2014, 16:08

@Matt Schnittmenge zwischen Linken und AfD ist ohne Zweifel die Antikapital, Reichen und Liberalhassenden Leute die gerne auf Dinge eingehen wie bekannten Antisemitische und Verschwörungsphantasien wie "Internationales Finanzjudentum", "Rothschild ist an allen Schuld", "Bilderberger Gruppe ist die NWO" und an anderen Blödsinn glauben. Stichwort Ken Jebsen.

Bei der AfD haben wir so Figuren drinnen wie Hans Olaf Henkel der ein Sarazin Fanboy ist. http://www.welt.de/politik/deutschland/article4847894/Ich-unterstuetze-Sarrazin-ohne-Wenn-und-Aber.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Bj%C3%B6rn_H%C3%B6cke

Oder Joachim Starbatty der viele Burschenschaftenkontakte pflegt und genau die haben ein "unklares" Verhältnis zum Nationalsozialismus. https://de.wikipedia.org/wiki/Joachim_Starbatty

Und noch viele mehr....

Die AfD redet eben noch nicht antisemitisch. Aber es gibt genug Anzeichen. Ich glaube nicht das sie uns den Gefallen tun und sich selbst ein Hakenkreuz auf die Stirn ritzen.

Geschrieben von: Caprica 12. Oct 2014, 08:23

Von der EU ma abgesehen...

ZITAT
Und auf der anderen Seite haben wir noch die "üblichen" Nazis, NPD & Co die mit der Angst vor den Islamisten hausieren gehen und sich als Beschützer des Volkes aufspielen, wärend diese Glatzen mindestens genau so gefährlich sind wie die Hassprediger und Gotteskrieger die Anderen die Köpfe abschlagen.


Die "üblichen" Nazis finde ich gar nicht mal so gefährlich, weil die in der breiten Bevölkerung nicht willkommen sind und in ihren Ansichten nicht ernst genommen werden. Gefühlt viel schlimmer sind die mittlerweile leider in sehr großer Zahl vorhandenen Pseudoliberalen, die mit ihrem "Ich hab ja nichts gegen Ausländer, aber..." genauso gegen Ausländer hetzen, aber unter dem Deckmantel des guten Deutschen, der ja aus dem 2. Weltkrieg gelernt hat, dass man nichts gegen Ausländer haben darf. Allein, wenn man bedenkt, wieviele Deutsche syrischen Flüchtlingen gerne Asyl verwehren würden, weil das Geld kostet und "die hier eh nur faul rumlümmeln und überhaupt, warum sollte D soviel Asylbewerber aufnehmen, gibt ja auch noch andere Länder", ohne sich zumindest mal ansatzweise über die Lebensrealität in Kriegsgebieten oder die Aufnahmezahl an Flüchtlingen in angrenzenden Ländern zu informieren... Was ich aber wirklich erschreckend finde, ist die Tatsache, dass viele zwar den Begriff Rasse nicht mehr in den Mund nehmen würden, in Anbetracht der hohen Zahl an Mitbürgern, die keine deutschen Wurzeln haben, aber trotzdem Angst darum haben, dass die Deutschen aussterben könnten oder zumindest zur Minderheit im eigenen Land werden. Von den zahlreichen Vorurteilen insbesondere gegen muslimischen Mitbürgern mal ganz zu Schweigen.

Geschrieben von: logan3333 12. Oct 2014, 09:15

Hier ein informatives Plakat zu den Pseudoliberalen / Nazis in Politischer Verkleidung.

 

Geschrieben von: Matt 12. Oct 2014, 19:27

Ich bleibe trotzdem dabei, dass die Führungsspitze der AfD nicht antisemitisch ist. Dafür gibt es m.E. keinerlei Anzeichen. Ich sehe allerdings sehr wohl, dass Lucke und Co. billigend in Kauf nehmen, wenn ehemalige NPDler oder andere zwielichtige Gestalten in die Partei eintreten und entsprechende Weltanschauungen äußern. Wenn sie dann von der Presse "enttarnt" werden, kann man sich immer noch ahnungslos geben und die Leute aus der Partei schmeißen. In der Zwischenzeit nimmt man den Beifang am rechten Rand aber gerne mit. Das einzige Ziel ist, so schnell wie möglich in soviele Landesparlamente wie möglich einzuziehen und die Mitgliederzahlen hochzutreiben. Damit es nicht so läuft wie bei den Piraten. Und dafür ist jedes Mittel recht. Ich habe den Eindruck, Lucke und Co. glauben, die volle Kontrolle über alles zu haben und die Geister, die sie gerufen haben, jederzeit wieder los werden zu können. Ich befürchte, diese eklatante Fehleinschätzung wird uns allen noch böse auf den Fuß fallen. Ich hoffe, dass ich mich irre.

Geschrieben von: logan3333 12. Oct 2014, 23:41

Oder vielleicht hat Lucke auch einfach einen Autounfall. mrgreen.gif

Geschrieben von: logan3333 18. Oct 2014, 20:09

http://www.thelocal.de/20141017/ukip-seeks-eu-pact-with-german-jokers-sonneborn-says Diesmal fragt ihn die UKIP ob er mit in die Fraktion will, für die UKIP liegt eine Menge Geld auf dem Spiel da ihnen ein Mitglied abgesprungen ist. Sonneborn meint er macht mit wenn die Fraktion nach ihn benannt wird.

Sonneborn ist bester deutscher Politiker seit Willy Brandt und bester Satiriker überhaupt. mrgreen.gif

Geschrieben von: Bir'kher 26. Oct 2014, 22:52

Hab da was gefunden, was zum Thema AfD passt: http://afdodernpd.de/

Ich hoffe ja auch, dass die AfD keine Nazipartei ist, aber wenn man sich manche Statements so anschaut, kann man sich dessen leider nicht sicher sein. Klar, Grammatik und Satzbau verraten schon die Dumpfbacken von der NPD, aber inhaltlich sehe ich da auch keine allzu kleine Schnittmenge...

Geschrieben von: Matt 29. Jan 2015, 23:26

Herr Gauland von der AfD will ja Zuwanderung aus Nahost vollständig verbieten. Wenn man sich die geographische Lage Israels anschaut, wäre schon interessant, ob der Mann nur hochgradig ungebildet ist oder unfreiwillig die Biedermeier-Maske hat fallen lassen. Wäre ich Satiriker bei Charlie Hebdo, würde ich wohl folgende Überschrift wählen: "AfD will Zuzug von Juden nach Deutschland verbieten". wink.gif

Geschrieben von: Bir'kher 30. Jan 2015, 16:14

Was mir in der Beziehung immer gefällt, ist die Tatsache, dass den Meisten nicht mal der Unterschied zwischen Zuwanderung und Asyl klar ist... Wenn man plötzlich mit Argumenten kommt, dass eben auch in Kanada oder Neuseeland das Recht auf Asyl besteht, es aber zusätzlich noch ein Zuwanderungsrecht gibt, das die Einwanderung der "Wirtschaftsflüchtlinge" regelt, ist ganz schnell schon wieder Ruhe...
Und wenn ich solche Statements wie das o.g. dieses Gauführers äh... Gaulands höre, fällt mir immer der syrische Herzchirurg in meiner Klinik ein, der (schon vor dem Bürgerkrieg) zu uns kam, kein Wort Deutsch konnte, sich durchgebissen hat, jetzt ein 1a deutsch spricht und ein hervorragender Arzt ist... Der muss doch alle paar Tage das heulen kriegen, wenn er sowas von solch verbohrten Idioten zu hören kriegt.

Geschrieben von: Voivod 30. Jan 2015, 22:52

ZITAT(Bir'kher @ 30. Jan 2015, 16:14) *
Was mir in der Beziehung immer gefällt, ist die Tatsache, dass den Meisten nicht mal der Unterschied zwischen Zuwanderung und Asyl klar ist... Wenn man plötzlich mit Argumenten kommt, dass eben auch in Kanada oder Neuseeland das Recht auf Asyl besteht, es aber zusätzlich noch ein Zuwanderungsrecht gibt, das die Einwanderung der "Wirtschaftsflüchtlinge" regelt, ist ganz schnell schon wieder Ruhe...
Und wenn ich solche Statements wie das o.g. dieses Gauführers äh... Gaulands höre, fällt mir immer der syrische Herzchirurg in meiner Klinik ein, der (schon vor dem Bürgerkrieg) zu uns kam, kein Wort Deutsch konnte, sich durchgebissen hat, jetzt ein 1a deutsch spricht und ein hervorragender Arzt ist... Der muss doch alle paar Tage das heulen kriegen, wenn er sowas von solch verbohrten Idioten zu hören kriegt.
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Linksgrüne Islamversteher gehen mir noch mehr auf den Sack als gläubige Moslems selbst.

Herzerweichende Erfolgsstories von muslimischen Immigranten stammen meist von rein ethnischen, gebildeten Muslims , die den Koran für etwa so relevant halten wie ich Harry Potter. Globulifresser, evangelikale Christen oder gläubige Muslime: Alles dasselbe Pack. Nur weil der Islam aus der Fremde kommt, muss ich gegenüber diesem archaischen Dreckskult sicher nicht tolerant sein. Der Islam gehört jetzt zu uns? Na dann gute Nacht.

Geschrieben von: Voivod 31. Jan 2015, 00:17

Vielleicht kann mir ja einer erklären, warum ich den Islam gegenüber Scientology, dem Anbeten von Cthulhu oder Astrologie bevorzugt behandeln sollte. Weil es soviele Muslims gibt? Weil Mohammed ein psychotischer Pädophiler war? Ja wieso denn bloss?

Aberglaube gehört ins hinterletzte Hinterzimmer in einer modernen Gesellschaft. Und der Islam ist sogar eine speziell minderwertige religiöse Wahnidee im Vergleich zu anderen.

Die "Toleranten" ekeln mich echt an. Feiges, intellektuell unredliches, von political correctness verseuchtes Pack.

Geschrieben von: Bir'kher 31. Jan 2015, 13:01

ZITAT(Voivod @ 31. Jan 2015, 00:17) *
Vielleicht kann mir ja einer erklären, warum ich den Islam gegenüber Scientology, dem Anbeten von Cthulhu oder Astrologie bevorzugt behandeln sollte.


Sollst du gar nicht. Aber es geht auch nicht an, Leute wegen ihres Glaubens nicht zu akzeptieren. Das ist genauso Quatsch. Was Menschen machen, was Menschen glauben, kann mir egal sein, solange sie mich damit nicht gefährden. Du kannst gerne an Cthulhu glauben, an das fliegende Spaghettimonster oder an gar nix. Völlig wurscht. Nur wenn du mich als Menschenopfer aussuchst (bzw. überhaupt jemanden), mich regieren willst, mich hirnwaschen willst, hab ich was dagegen.

ZITAT
Weil es soviele Muslims gibt?


Ein guter Teil der Flüchtlinge sinds nunmal. Nachdem ich was dagegen habe, Flüchtlingen die Einreise zu verweigern, muss ich ihre Religion akzeptieren und tolerieren.

ZITAT
Aberglaube gehört ins hinterletzte Hinterzimmer in einer modernen Gesellschaft.


Trotzdem sollten die, die einen Glauben haben, ihn auch ausüben dürfen. Ob das Konzept "Glaube" noch in diese Welt passt, ist ne andere Frage.


ZITAT
Und der Islam ist sogar eine speziell minderwertige religiöse Wahnidee im Vergleich zu anderen.


Diese Wertung find ich scheiße. Ja, es gibt bescheuerte Glaubensrichtungen im Islam, aber da finden wir z.B. in der christlichen Kirche auch mehr als genug Vollhonks (Leute, die sich selber schlagen, die ihre Sexualität verleugnen, die Polygamie predigen, die wissenschaftliche Erkenntnisse verleugnen usw...). Das wird aber in unserer Gesellschaft mehr akzeptiert, weil es näher am seit Generationen eingeübten Verhaltens- und Lebenskodex ist. Und da wirds lächerlich: Die eigenen Deppen gewähren lassen, die Anderen pauschal zu verdammen, weil manche ihrer Glaubensrichtung Deppen sind...


ZITAT
Die "Toleranten" ekeln mich echt an. Feiges, intellektuell unredliches, von political correctness verseuchtes Pack.


Dann sei das. Aber fordere keine Toleranz ein, weil du Schweizer bist...

ZITAT
Nur weil der Islam aus der Fremde kommt, muss ich gegenüber diesem archaischen Dreckskult sicher nicht tolerant sein.


Nein, nicht, weil er aus der Fremde kommt. Sondern weil es in keinster Weise für dich relevant sein sollte, welcher Religion, welchen Kults oder welchen Glaubens jemand anhängt. Ob du diesen Glauben verstehst, ist dafür nicht relevant.

Geschrieben von: Caprica 31. Jan 2015, 15:09

Ich stimme Birger in allen Punkten zu, plus:

"In einer modernen Gesellschaft" --> Du erkennst ja selbst, dass das Problem nicht die Religionszugehörigkeit einer Personengruppe ist, sondern die Gesellschaft, in der diese Personen existieren.
Dazu gehört eben auch, dass Menschen das Recht zugesprochen wird, ihre Religion auszuüben. Du musst diese Religion nicht toll finden oder Muslime besser behandeln als Anhänger des Spaghettimonsters. Du wirst aber damit leben müssen, dass es sie gibt.

Geschrieben von: logan3333 31. Jan 2015, 16:09

@Voivod Schau her, nicht alle Leute die aus dem Nahen Osten auf Grund von Kriege, Verfolgung, Autokraten, religiösen Spinnern und Kopfabschneidern abhauen sind potenzielle Terroristen, ein Großteil davon sind wirtschaftlich orientiere und intellektuelle, agnostische Menschen die mehr Verstand haben als du glaubst. Wie viele Eltern wollen nicht das ihre Kinder da, nicht in dem Wahn umkommen? Das Problem ist die Politik im deutschen Sprachraum, das AfD/NPD/DVU/Reps, FPÖ, SVP mit Ausländerängsten hausieren gehen können liegt auch an den demokratischen Parteien, linke Parteien beispielsweise die Grünen haben das Problem das sie Integration auf die "leichte" Schulter nehmen.

Das sieht man daran, daß das Aussieben von politisch problematischen Zeitgenossen nicht funktioniert und man Dinge wie eine Integrationsbehörde, spezielle Schulen für Ausländer mit mehr z. B. Deutschstunden als im regulären Bildungssystem hinstellt. Richtige Integration ist wie Bildung eine Investition und keine Ausgabe, hat man aber in Deutschenlanden nie kapiert, siehe Ganztagschule. Hat man jüngst wieder gesehen, Syrienflüchtlinge werden in schnell improvisierte Unterkünfte hingestellt werden ohne Struktur und Planung, und mit zu wenigen Investitionen. Der Syrienkrieg dauert schon lange und es war wohl absehbar das soetwas passiert, wird haben die letzten 25 Jahre solche Kriege und damit verbundene Flüchtlingströme, dem gehört etwas aufgesetzt, was die Leute die da zu uns kommen schneller in die Gesellschaft einbürgert. Aber es wird nur reagiert nicht regiert. Es gehört eine richtige Integrationsbehörde her.

Und bei den anderen Parteien. Von den Linken die einen Teil der Pegida hoffieren kann man das nicht erwarten, von CDU/CSU auch nicht, die mögen billige Ausländer um den heimischen in Gewerkschaften organisieren Arbeiter der seine Rechte kennt auszuhebeln. Richtige Integration steht dem Ausnützen von Ausländeren als "Gewerkschaftsbrecher" nur im Wege. SPD ist politisch tod, und hat kein klares Konzept ist im Prinzip nur Machterhalter der CDU wie die FDP. Die Grünen benehmen sich wie Kinder, die einen Hund haben wollen aber nicht begreifen wollen, das ein Hund auch Arbeit bedeutet. Zuviel Political Correctness und Bullshit bevor man etwas richtiges fordert oder umsetzt.

Die Beste Waffe gegen radikalen Terror wie den der ISIS, die Europa hervor bringen kann, wären intellektuelle Moslems die den Spinnern Paroli bieten können und immun gegen Haßparolen sind, der Islam selbst hat keinen Papst, also keine zentrale Figur die die Regeln aufstellen kann, jeder "Dorfpfaffe" kann dort den "Heiligen Krieg" ausrufen. Und genau da liegt das Problem.

Geschrieben von: Matt 31. Jan 2015, 16:13

Der gute Voivod klingt ja ziemlich frustriert. Hat dir jemand mit eindeutigem Religionshintergrund die Ische ausgespannt? wink.gif
Im Ernst: "Live and let live" ist immer noch das beste Modell. Was geht es mich an, was andere glauben? Problematisch wird es erst, wenn sie mir ihren Glauben aufzwingen wollen. Dann reagiere ich allergisch. Wann bist du das letzte Mal muslimischen Missionaren begegnet? (Keine rhetorische Frage). Meiner Erfahrung nach, die sich übrigens nicht nur auf den Osten Deutschlands bezieht (dann wäre meine Einschätzung nur so mittel-sinnvoll), sind die meisten Missionare in deutschen Fußgängerzonen Zeugen Jehovas oder Sieben-Tage-Adventisten (also radikale christliche Strömungen). Ich gebe aber zu, mir da keinerlei Aussagen über die Schweiz zuzutrauen.

Wie also schon gesagt wurde: Glaube an was du willst (oder gar nichts), aber gestehe das auch anderen zu. Und wenn du schon glaubst, "Ranglisten" aufstellen zu müssen, welche Glaubensrichtungen besser oder schlechter als andere sind (IMO ist das an sich schon Unfug), dann tue nicht so, als hättest du die ultimative Wahrheit gepachtet. Mangels objektiver Kriterien ist das nämlich immer nur deine subjektive Sicht, basierend auf deinen eigenen Kriterien. Und nimm zur Kenntnis, dass mein Sprachgefühl bei der Verwendung des Wortes "minderwertig" Alarm schlägt. Von der Beschreibung einer Religion bis zur Attributierung der Menschen, welche sie ausüben, ist es nur ein kurzes Stück.

Geschrieben von: Matt 31. Jan 2015, 17:33

Zu einem verwandten Thema, nämlich ob der Islam zu uns (zu "Deutschland" (vgl. Merkel, Wulff), zu "Sachsen" (vgl. Tillich)) gehört, kann ich mir ein wenig Exegese (sic!) der entsprechenden Aussage nicht verkneifen. Ich denke, dass hier viele Missverständnisse vorliegen, jeder im Grunde an etwas anderes denkt. Eine Art, den Satz, der Islam gehöre zu Deutschland o.ä. zu verstehen, ist eine formal logische: Sobald der erste Moslem hier lebt, gehört auch seine Religion zu unserem Land. Part-of-Relationship, q.e.d. Es wird nur wenige überraschen, dass das meiner Denkweise entspricht, weswegen ich den Satz zunächst so lese. Eine andere Lesart (die von Merkel und Wulff IMO intendiert ist), ist so eine Art quantitativ-kulturelle: Da es mittlerweile Millionen Muslime in Deutschland gibt, ist deren religiöses Leben fester Bestandteil des deutschen Alltags, wie auch immer man letzteren definieren mag. Eine extreme Lesart des Satzes, die man vor allem bei Pegidisten und populistischen Pegida-Verstehern (Tillich) findet, ist eine, sagen wir, komparativ-expansive Sichtweise: Man unterstellt, der Satz würde eine (kulturelle) Gleichstellung des Islams mit dem Christentum intendieren und sei mithin Ausdruck muslimischer Expansionsbestrebungen (vgl. den Begriff "Islamisierung"). Jeder versteht also in dem Satz das, was ohnehin seinem Weltbild entspricht. Ob man dem Satz also zustimmt oder nicht, lässt sich interindividuell u.U. gar nicht vergleichen, da nicht klar ist, was ein Befragter in diesem Satz sieht.

Geschrieben von: Voivod 31. Jan 2015, 22:04

Hihi.. Meine Hasstirade hat wenigstens für Traffic gesorgt! wink.gif Muss wohl wieder mal meinen Laptop reaktivieren bei Gelegenheit, um euren Argumenten entgegenzutreten. Da ist soviel geballter Unsinn drunter, da haut es mir den Schnuller raus.

Je ne suis pas Charlie, btw. Aber islamophob aus Überzeugung. Denn ich habe den Koran gelesen. Es war eine schmerzhafte Erfahrung! wink.gif

Geschrieben von: Voivod 31. Jan 2015, 22:27

...aber da sich gerade wieder mal ein Auschwitzjubiläum jährt, lasse ich euch etwas Zeit für die typisch deutsche Selbstgeisselung und Betroffenheitskultur. Für das Fiasko in Griechenland seid ihr bekanntlich ja auch verantwortlich. Zumindest laut Augstein Junior, dem Prototypen des linksgrünen Irrläufers und Islamistenapologeten. Nach zwei oder drei Tagen von den Medien verordnetem Schämen, Kränzen niederlegen und schuldig Fühlen seid ihr evtl. wieder bereit für die Gegenwart.

Geschrieben von: Matt 31. Jan 2015, 23:04

In diesem Thread soll es ja eigentlich primär um den Bezug zwischen Politik und Satire gehen. Vielleicht könnten die Admins einen Thread abspalten, in dem es dann ausschließlich um den Islam geht? Wäre vermutlich sinnvoll.

Bis dahin nur noch folgende Bemerkungen meinerseits:
In bin gerade nicht sicher, ob Voivod trollt oder das Gesagte ernst meint. Nennt mich arrogant, aber absichtlich provokative Statements, hinter denen der Autor nicht vollumfänglich steht, diskutiere ich prinzipiell eigentlich nicht. Das ist manchmal natürlich nicht klar festzustellen, aber hier schlagen meine Detektoren an. Vor allem der Bezug zu Auschwitz bzw. Augstein hat mit der davor laufenden Diskussion über Islam resp. Islamophobie rein gar nichts zu tun. Und der Begriff "linksgrün" ist lupenreine rechte Kampfrhetorik, die in diesem Fall nicht einmal stimmt, es sei denn mir erklärt jemand schlüssig, was am zweifellos linksorientierten Jakob Augstein "grün" ist. Von intelligenten Diskussionen erwarte ich einen sachlichen, argumentbasierten Stil, keine "Rundumschläge" und auch kein Nachplappern von Slogans politischer Extremisten.

P.S.: Ich habe sowohl Koran als auch Bibel gelesen. Hab ich jetzt den längsten? wink.gif

Geschrieben von: Voivod 31. Jan 2015, 23:48

Lol...

Ich bin selbst "linksgrün" und wähle auch so, darum geht mir die Heuchelei "meiner" Leute ja so gegen den Strich. Denn wenn es um den Islam oder Religion generell geht, werfen sie all ihre Ideale über Bord. Die Feministin verteidigt plötzlich die Burkha, und der Schwulenaktivist entdeckt sein Verständnis für das Hinrichten von Schwulen. Alles, was z.B. der katholischen Kirche genüsslich vorgeworfen wird, ist jetzt plötzlich kein Problem mehr. Da wir tolerant sein müssen. Darum geht's. Um diese haarsträubende Doppelmoral.

Der Normalbürger durchschaut das. Darum wählt er bei den nächsten Wahlen NICHT mehr links. Weil die linken Parteien von PC-Idioten gekapert wurden. Von Gender Studies-Emanzen und anderen intellektuellen Elfenbeinturmbewohnern. Die Linken schaffen sich ab. Die Neoliberalen freut das natürlich.

Als oldschool-Linker, der sich um solch unpopulären Kram wie Renten, soziale Auffangnetze und die Arm/Reich-Schere sorgt, finde ich das natürlich eher weniger gut. Die Befindlichkeiten und verletzten religiösen Gefühle von rückständigen Kultisten interessieren mich hingegen wenig. In der Wüste hat es noch viel Platz, da können sie ihren Aberglauben in Ruhe zelebrieren.

Geschrieben von: Bir'kher 1. Feb 2015, 23:35

ZITAT(Voivod @ 31. Jan 2015, 23:48) *
Denn wenn es um den Islam oder Religion generell geht, werfen sie all ihre Ideale über Bord. Die Feministin verteidigt plötzlich die Burkha, und der Schwulenaktivist entdeckt sein Verständnis für das Hinrichten von Schwulen.


Ich glaub, da siehst du wieder zu sehr schwarz-weiß: Ich wette, du findest keinen, der Attentate, Unterdrückung oder Hinrichtungen (oder wie aktuell die Prügelstrafe für den einen Blogger in Saudi-Arabien) gut heißt.
Ich persönlich bin der Meinung, dass gegen ein Kopftuch, eventuell sogar die Burka nichts einzuwenden ist und das durchaus ein Ausdruck ihrer (hoffentlich selbstgewählten) Religion sein kann. Deswegen halte ich auch nichts von Kopftuch- oder Burkaverboten. Wenn man sich Nonnen anguckt, sehen die auch nicht viel anders aus und sind auf der Straße völlig akzeptiert.

ZITAT
Alles, was z.B. der katholischen Kirche genüsslich vorgeworfen wird, ist jetzt plötzlich kein Problem mehr. Da wir tolerant sein müssen. Darum geht's. Um diese haarsträubende Doppelmoral.


Ich darf dich selbst zitieren?

ZITAT
Denn wenn es um den Islam oder Religion generell geht, werfen sie all ihre Ideale über Bord.


Ja was denn nu? Nein, Spaß beiseite, das war nur ungenau formuliert von dir. Ich verstehe, was du meinst, aber es spielt glaub ich auch ein Teil des "vor der eigenen Haustüre kehren" in der Beziehung zwischen den Linken und gerade der katholischen Kirche mit rein. Wenn ich Kritik üben möchte, sollte meine Position frei von Unklarheiten sein.
Möglich ist aber auch, dass die Auseinandersetzung mit dem Islam eben (noch) nicht so profiliert geführt wird, weil dieses Thema eben (zumindest in Deutschland, ich glaube in der Schweiz sind die Verhältnisse ein bisschen anders) noch lange nicht in der Mitte der Gesellschaft zu finden ist.

ZITAT
Als oldschool-Linker, der sich um solch unpopulären Kram wie Renten, soziale Auffangnetze und die Arm/Reich-Schere sorgt, finde ich das natürlich eher weniger gut.


Das eine ist doch unabhängig vom anderen? Ja, die o.g. Themen sind im Moment nicht im Vordergrund, aber das ist dann "auch" dein Job, sie wieder auf die Agenda zu bringen. Wenn du keine Lust auf Parteiarbeit hast, hast du doch gerade in der Schweiz viele Möglichkeiten der direkten Demokratie.

ZITAT
Die Befindlichkeiten und verletzten religiösen Gefühle von rückständigen Kultisten interessieren mich hingegen wenig. In der Wüste hat es noch viel Platz, da können sie ihren Aberglauben in Ruhe zelebrieren.


Da willst du jetzt aber wirklich trollen, oder? Sie können leider nicht in die Wüste, weil da völlig durchgedrehte Spinner sitzen, die sie aus nicht nachvollziehbaren Gründen (aber im Namen des Gottes, an den sie glauben) abschlachten möchten...
Und nochmal: Relativ viele möchten glaub ich nur in Ruhe ab und an mal in ne Moschee gehen, hin und wieder mal Richtung Mekka beten und halt kein Schweinefleisch essen. Und das darf uns hier im "christlichen Abendland" doch auch egal sein, oder? Stört doch keinen!

Geschrieben von: Voivod 2. Feb 2015, 10:25

@Birk'her: Ich verweise auf deine alte Signatur ("Tschuldigung, ich war betrunken.") und will gar nicht wissen, was ich hier in diesem Thread so verzapft habe.

Die armen Muslime haben wohl meinen Frauenfrust abbekommen. Sie ist Halbtürkin. *wegschleich*

Nehmt, was ich geschrieben habe, subtrahiert die 50 Prozent drunken rage, und dann kommt wohl mein wahrer Standpunkt raus.

Geschrieben von: Matt 2. Feb 2015, 11:32

Dann war meine Vermutung doch nicht ganz so falsch, dass es um eine Frau geht. wink.gif

Ich bin, was solche Diskussionen betrifft, mittlerweile ziemlich abgehärtet; schließlich gibt es im Internet mehr als genug Orte, wo Leute solche (und noch viel extremere) Ansichten posten (auf die ich freilich nicht jedes Mal eine Erwiderung schreibe). Insofern finde ich eine solche Meinung wie von dir geäußert nicht einmal sonderlich abstoßend, höchstens befremdlich. Eine (verkappte) Entschuldigung ist darum IMO auch gar nicht nötig.

Auffällig ist, dass deine Beiträge an verschiedenen Tagen gepostet wurden. Wenn du dabei *jedes Mal* betrunken warst, ist das also eher aus einem anderen Grund bedenklich. Darüber hinaus sagt man ja, dass Alkohol enthemmt und bestimmte (bereits vorhandene) Tendenzen in verstärkter Form freilegt. Deine grundsätzlichen Ressentiments gegenüber jedweder Religion sind aber bekannt, darum passt das schon.

Geschrieben von: Voivod 2. Feb 2015, 12:32

^Freitagnacht und Samstagnacht halt... wink.gif Deine Theorien zu der Wirkung von Alkohol lassen für mich nur den Schluss zu, dass du in deinem ganzen Leben noch nie richtig besoffen warst. Das ist natürlich ok, nicht falsch verstehen... tongue2.gif wink.gif Alk wirkt bei jedem völlig anders, und auch dann nicht immer gleich. Wenn ich z.B. gut drauf bin und mich besaufe, können von mir aus 10 m von meiner Bude entfernt Salafisten eine Moschee eröffnen, inkl. Minarett. Ich gehe sogar gratulieren und mitfeiern! wink.gif Das noch als nachgereichte Erklärung, hihi.

Der ganze Themenkomplex Islam/Terror/Immigration/PEGIDA etc... geht mir eh auf den Zeiger, darüber mag ich höchstens besoffen schwadronieren. Allgemein habe ich keinen Bock mehr auf ausufernde Debatten im Internet. Macht keinen Spass mehr. Diskussionen zu "gewinnen" hat keine Priorität mehr. Der Lustgewinn ist weg. Es hat ja eh noch nie jemand seine Meinung geändert.

Islam (und Religion generell) halte ich natürlich immer noch für Schwachsinn, auch nüchtern. Da hast du recht! wink.gif

Ich gehe mal lieber Musi hören im passenden Thread! smile.gif

Geschrieben von: Matt 3. Feb 2015, 10:20

ZITAT(Voivod @ 2. Feb 2015, 12:32) *
Deine Theorien zu der Wirkung von Alkohol lassen für mich nur den Schluss zu, dass du in deinem ganzen Leben noch nie richtig besoffen warst.

Diese "Theorie" stammt nicht von mir, sondern die habe ich mal irgendwo gelesen. Hörte sich für mich plausibel an. Dass die Wirkung bei jedem anders sein kann, ist schon klar. Was mich betrifft: Richtig besoffen im Sinne von Filmriss in der Tat nicht, betrunken im Sinne von Scheiße labern (das aber noch mitkriegen), schon. wink.gif

ZITAT
Es hat ja eh noch nie jemand seine Meinung geändert.

Sagen wir besser: Es hat eh noch nie jemand *zugegeben*, seine Meinung geändert zu haben. Ich glaube schon, dass das, was man so liest, zumindest unterschwellig Denkanstöße gibt, selbst wenn man im ersten Moment total ablehnend darauf reagiert. Darum ist es ja auch so wichtig, dass gerade Leute, die gezielt nur Medien (Blogs o.ä.) konsumieren, welche ihr Weltbild bestätigen, mal aus ihrer Komfortzone geholt werden, denn in ihren Lieblingsmedien rechnen sie nicht mit anderen Meinungen. Es ist aber wichtig zu wissen, dass es überhaupt andere Ansichten gibt und welche Argumente damit verknüpft sind. Das Problem ist freilich, dass manche Blogbetreiber selber unliebsame Wortmeldungen löschen. Da kann man dann nix gegen tun.

Die gefährlichste Weltanschauung haben diejenigen, die die Welt nie angeschaut haben.

Sie hörten das Wort zum Dienstag.

Geschrieben von: Voivod 7. Feb 2015, 22:45

Es ist Samstagabend, aber ich will trotzdem kein Moslembashing betreiben. wink.gif

Matt, ich verstehe schon was du sagen willst, aber der media bias ist stark. Wir sind ja schliesslich bequem... wink.gif Das Internet hat alles nur noch komplizierter gemacht. Um den Überblick zu behalten, braucht es fast schon übermenschliche Medienkompetenz. Und Zeit. Und guten Willen. Und intellektuelle Redlichkeit. Quasi Superkräfte! Da bleiben die meisten lieber bei den altbekannten buzzwords. Oder kapitulieren. Letzteres ist wenigstens ehrlich.

Sogar wirklich reife, redliche, gebildete Leute neigen dazu, die ganze Islamproblematik auf Schlagworte zu verkürzen und zuzuspitzen. Damit es dann halt doch zu der eigenen ideologischen Prämisse passt. Das beobachte ich immer wieder. Sowohl bei den Islamhassern als auch bei den Berufstoleranten (Augstein...). Letzteren nehme ich es einfach mehr übel. Weil sie ganz bewusst die Augen verschliessen, obwohl sie es besser wissen. Und weil die grundsätzlich klüger, reflektierter und differenzierter sind als die PEGIDA-Fraktion. Da wiegt die intellektuelle Unredlichkeit in meinen Augen umso schwerer.


Geschrieben von: Voivod 7. Feb 2015, 23:27

...und bevor du dich fragst, worin denn diese intellektuelle Unredlichkeit besteht, auf der ich so penetrant herumreite: IMO ist es unglaublich fahrlässig, den Islam als einen harmlosen Aberglauben unter vielen anderen zu betrachten. Der Islam ist KEINE unbedeutende Ideologie, die unsere westliche Kultur absorbieren und integrieren kann. Dafür ist sie zu schwach. Das ist IMO der gewaltige Irrtum unserer toleranten Meinungsmacher. Es spielt dabei keine Rolle, ob der Moslem von nebenan ein guter Mensch ist. Die Ideologie an sich ist inkompatibel mit den Werten der Aufklärung, wenn man sie ernst nimmt. Das kann man schlecht wegdeuteln. Der Koran ist ein archaisches Buch, und der Islam eine rückständige, gescheiterte Ideologie. Das zu verleugnen, ist intellektuelle Unredlichkeit. Ich halte mich da an Atatürk oder Schopenhauer, die zum selben Schluss kamen. Neben vielen anderen Leuten.

Das ist meine ideologische Prämisse.

Geschrieben von: Voivod 8. Feb 2015, 00:08

...und ein letztes zum Thema "Unredlichkeit": Als Richard Dawkins gnadenlos die Bibel seziert hat, hat ihm das Feuilleton zugejubelt. Jetzt macht er dasselbe mit dem Koran. Sein Urteil ist noch grausamer, logischerweise. Denn er hält sich nun mal an die Fakten, er ist Wissenschafter. Befindlichkeiten sind ihm egal. Plötzlich gilt er als Rassist, Islamhasser, Pariah und als persona non grata bei genau den Leuten, die ihn kurz davor noch gefeiert haben. Das ist das Problem, genau das.

Geschrieben von: Matt 8. Feb 2015, 19:11

Ich dachte mir schon, dass wir nicht so weit auseinander sind.
Einen Punkt kann ich jedoch ganz und gar nicht teilen: Deine Ansicht, der Islam nehme eine Art Sonderstellung (im negativen Sinne) unter den "Aberglauben" ein. Als "Beleg" führst du eine Analyse der entsprechenden Heiligen Schrift (Koran) an. Nun belegt aber gerade das Christentum, dass ein Gläubiger eben nicht alles wörtlich nehmen muss, was in der Heiligen Schrift geschrieben steht (siehe z.B. Altes Testament). Moderne Interpretationen und Adaptionen des Lebensstils sind immer möglich. Warum billigst du Moslems diese Möglichkeit nicht genauso zu wie Christen?

Geschrieben von: Bir'kher 8. Feb 2015, 19:50

ZITAT(Voivod @ 7. Feb 2015, 23:27) *
Die Ideologie an sich ist inkompatibel mit den Werten der Aufklärung, wenn man sie ernst nimmt.


Naja, wenn man die Bibel ernst nimmt, ist auch die christliche Ideologie inkompatibel mit der Aufklärung... Und in der anderen Richtung: Im Mittelalter war der nahe Osten in der Wissenschaft führend, nicht das "christliche Abendland". Die Grundlagen der Medizin, die Mathematik, Chemie, Physik haben alle (zumindest teilweise) einen Ursprung oder wurden einen entscheidenden Schritt vorangebracht im nahen Osten bzw. im islamisch geprägten Kulturkreis. Schon allein deswegen glaube ich, dass der Islam auch eine offene, tolerante Religion sein kann. Ja klar, es braut sich da was zusammen, was mich irgendwie an das Zeitalter der Kreuzzüge erinnert, ja, auch ich bin für eine Trennung von Kirche und Staat, ja, ich kann Atheismus eher verstehen als Glaubensextremisten, dennoch (und da ist der nette Moslem von nebenan eben wieder das gute Beispiel) halte ich Glauben und den Islam speziell per se nicht für intolerant.

Geschrieben von: Equinox 8. Feb 2015, 22:39

DEN Islam gibt es nicht. Genau darüber stolpern alle Diskussionen zu dem Thema. Möchte ich in Saudi Arabien leben? Sicher nicht. Die würden mich umbringen, weil ich schwul bin. In Saudi, Jemen, Oman und Iran gibt es teilweise einen Frauenanteil von knapp unter 40%. Da muss man mal drüber nachdenken! Dann ist da aber auch der ehemalige Gastarbeiter, dessen glauben meistens nichts mit dieser barbarischen Kultur zu tun hat.

Ich vergleiche ja auch keine Mormonen mit Evangelen usw.. Die Pegida-Leute glauben soweit ich mit denen gesprochen habe, dass die Moslems in Deutschland vor dem Islamismus einknicken würden. Also, dass die sich als erste an die Islamisten anpassen, weil sie denken "Ich bin ja schon Moslem, mir kann also nichts passieren". Persönlich kann ich diesen Fatalismus nicht nachvollziehen. Mir ist unklar woher die Leute den Fatalismus nehmen, dass sich alles nur in diese schlechte Richtung entwickeln kann.

Sieht man sich dann die Forderungen nach einem verschärften Asylrecht und gegen Sozialmissbrauch an möchte man einfach nur heulen. Deutschland nimmt doch kaum Asylanten auf. Der Asylant muss seine Asylberechtigung beweisen. Meistens kann er das nicht. Dann wird er hier zwei jahre lang in so ein Heim gesperrt, bis sein Antrag abgelehnt wurde. In den USA muss die Behörde widerlegen (sic!) das der Asylant einen berechtigten Antrag stellt.

Mir wurde erzählt, dass die deutsche Behörde bei Schwulen einfach denen ihre Familie im Iran anruft an direkt nachfragt, ob der Junge schwul ist. Wir können uns vorstellen was die Familie antwortet und was dann mit dem Jungen passiert nachdem er abgeschoben wurde. Aber hauptsache der Ausländeranteil in Dresden bleibt unter 5% (Achtung Sarkasmus).

Gegen Sozialmissbrauch gibt es bereits jede Menge EU-Recht. Die Details vergesse ich immer. Im Wesentlichen erfüllt jemand, der einfach nur nach Deutschland zieht die Voraussetzungen nicht, um in die Sozialversicherung aufgenommen zu werden. Der bekommt gar nix.

Ein Glück, dass die Leute in Köln mit dem Ausländeranteil von 17.4 Prozent keinerlei Problem haben. Man kann keine Angst vor dem haben, was (bzw. den) man kennt.

Geschrieben von: Voivod 15. Feb 2015, 20:24

Matt, Equinox und Birger: Eine differenzierte Antwort kommt noch. Die zwei Toten in Kopenhagen reichen einfach noch nicht. Das hatte nämlich wiederum "nichts mit dem Islam zu tun".

Ab zehn Toten aufwärts können wir reden.

Geschrieben von: Voivod 15. Feb 2015, 21:18

ZITAT(Equinox @ 8. Feb 2015, 22:39) *
Ein Glück, dass die Leute in Köln mit dem Ausländeranteil von 17.4 Prozent keinerlei Problem haben. Man kann keine Angst vor dem haben, was (bzw. den) man kennt.


17.4 Prozent Ausländeranteil? Das ist wirklich putzig... Die CH hat fast einen Viertel Ausländeranteil. Bis letzten Sommer habe ich in einem Quartier mit 80 Prozent Ausländeranteil gelebt. Davon 50 Prozent Kopftuchschwadronen. Zum Glück bin ich zu Kohle gekommen und konnte weg aus diesem "Multikultiparadies".

17.4 Prozent? Das ist hart! Multikulti pur! laugh.gif

Edit: Wie gesagt, eine seriöse Replik folgt noch. Polemik macht aber Spass. Doch auf das "Argument", dass die islamische Welt irgendwann im Mittelalter ganz gut funktioniert hat, werde ich eher nicht eingehen. Denn dann bringe ich nämlich auch Platon ins Spiel und rechtfertige damit die griechische Misswirtschaft von heute.

Geschrieben von: Equinox 15. Feb 2015, 23:35

Je nach Viertel schwankt der Ausländeranteil in Köln natürlich auch zwischen sehr sehr viel und nicht vorhanden. Und jetzt erzähl mir nix, dass die ganzen Deutschen und Franzosen, die euren Ausländeranteil hochtreiben in der Schweiz die Scharia einführen wollen. Ich lass mich nicht von dir trollen Junge, dafür bin ich zu alt geworden. Ich sage es jetzt nur ein Mal und dann ist auch gut: Ich fühle mich unwohl damit, wenn Moslems unter Generalverdacht fallen. Selbst, wenn es nicht die Absicht ist, so ist ein Generalverdacht doch schnell das Ergebnis. Das der Islam in vielen Ländern gänzlich unvereinbar mit unseren moralsichen Vorstellungen und dem Grundgesetz ist, ist mir natürlich bewusst.

... und jetzt geh jemand anderes trollen.

PS: Für sozialistische Polemiken bin ich noch zu haben, aber nicht mehr so euphorisch wie früher.

Geschrieben von: Voivod 15. Feb 2015, 23:46

ZITAT(Equinox @ 15. Feb 2015, 23:35) *
Je nach Viertel schwankt der Ausländeranteil in Köln natürlich auch zwischen sehr sehr viel und nicht vorhanden. Und jetzt erzähl mir nix, dass die ganzen Deutschen und Franzosen, die euren Ausländeranteil hochtreiben in der Schweiz die Scharia einführen wollen. Ich lass mich nicht von dir trollen Junge, dafür bin ich zu alt geworden. Ich sage es jetzt nur ein Mal und dann ist auch gut: Ich fühle mich unwohl damit, wenn Moslems unter Generalverdacht fallen. Selbst, wenn es nicht die Absicht ist, so ist ein Generalverdacht doch schnell das Ergebnis. Das der Islam in vielen Ländern gänzlich unvereinbar mit unseren moralsichen Vorstellungen und dem Grundgesetz ist, ist mir natürlich bewusst.

... und jetzt geh jemand anderes trollen.

PS: Für sozialistische Polemiken bin ich noch zu haben, aber nicht mehr so euphorisch wie früher.


I accept your surrender...! smile.gif Junge... wink.gif



Geschrieben von: Voivod 16. Feb 2015, 00:04

Das Problem ist, das eure heile TNG-Welt, die euch geprägt hat und an die ihr wohl tatsächlich immer noch glaubt, gerade vor euch zusammenkracht wie ein Kartenhaus. Und jeder, der euch sanft darauf hinweist wie ich, ist ein Troll. Ich kann mit dem Urteil leben.

Geschrieben von: Matt 16. Feb 2015, 09:18

Von mir dazu nur soviel: Das Problem heißt nicht "heile Welt", das Problem heißt Generalisierung. Kein vernünftig denkender Mensch sollte jemals auf den Gedanken kommen, eine (global betrachtet) riesige Bevölkerungsgruppe für einige wenige (sic!) Extremisten in ihren Reihen in Sippenhaft zu nehmen, auch wenn diese Extremisten gegenwärtig vielleicht "extremer" auftreten als Extremisten in anderen Bevölkerungsgruppen. Wer diesem Grundkonsens nicht zustimmen kann, mit dem werde ich keine Diskussionen führen.

Darüber hinaus nervt mich diese "ich lege ja nur den Finger in die Wunde"-Attitüde, wie sie gern von AfD, Sarrazin, Pegida und Co. gepflegt wird. Ebenso widern mich Leute an, die von Talkshow zu Talkshow tingeln, dabei ausführlich ihre Ansichten kundtun und gleichzeitig über angebliche Denk- und Sprechverbote schwadronieren. Missstände in Bezug auf Integration gibt es, das ist eigentlich fast allen klar, aber wenn man diese Leute konkret nach Lösungsvorschlägen fragt, wird es entweder schnell sehr still (Polemik ist halt einfacher) oder im Schutze der Anonymität des Internets werden faschistische Parolen "gegröhlt", die von "alle abschieben" bis zu nicht zitierfähigen Gewaltphantasien reichen.

P.S.: Dein Avatar erfüllt unter Umständen nach deutschem Recht den Straftatbestand der Volksverhetzung, da er symbolisch ein ganzes Volk zu Müll reduziert. Da die dt. TrekBBS in Deutschland gehostet wird und die Verantwortlichen deutsche Staatsbürger sind, ist es also nicht ohne Risiko, diesen Avatar zu verwenden. Geschmacklos ist er obendrein.

EDIT: Danke an Adm. Ges fürs Entfernen des Avatars. Falls diesen Thread in der Zukunft (klappt das mit dem Beamen schon?) tatsächlich jemand nachlesen sollte: Der Avatar zeigte einen in den Papierkorb geworfenen türkischen Halbmond, also den sogenannten "Mondstern", wie er auf der türkischen Flagge abgebildet ist.

Geschrieben von: logan3333 16. Feb 2015, 11:17

mrgreen.gif Am Beispiel Voivods kann man wieder einmal sehen das Gaddafi zumindestens bei der Schweiz Politik Recht hatte. Die endgültige Teilung der Schweiz.


Die Schweizer sollten doch einmal sich dafür bei den Immigranten und zuküftigen Pensionszahlern bedanken das sie ein wenig mehr Kultur dazubekommen und auch noch genetisch aufgefrischt werden. Nur weil es bei Voivod nicht geklappt hat gibt es immer noch genügend frische andere Paare.

Im Übrigen kann ich die Aufregung um Kopenhagen nicht nachvollziehen, die Abschirmung hat großteils funktioniert. Und die Polizei war schnell Herr der Lage. Im Gegensatz zu Paris. Der Attentäter kam schnell vor Läufe der Exekutive. Problem gelöst. Komplizen haben sie auch schon einkassiert.

http://www.spiegel.de/panorama/massaker-im-parlament-taeter-kam-als-falscher-polizist-a-159605.htmlKein Ausländer. Euer eigener Breihirni.

Und obendrein, die Welt von TNG hatte Borg, Romulaner, Wesley Crusher und jeder Menge korrupte und unfähige Admiräle, also von wegen "Heile Welt".

Geschrieben von: Adm. Ges 16. Feb 2015, 12:58

ZITAT(Matt @ 16. Feb 2015, 09:18) *
Von mir dazu nur soviel: Das Problem heißt nicht "heile Welt", das Problem heißt Generalisierung. Kein vernünftig denkender Mensch sollte jemals auf den Gedanken kommen, eine (global betrachtet) riesige Bevölkerungsgruppe für einige wenige (sic!) Extremisten in ihren Reihen in Sippenhaft zu nehmen, auch wenn diese Extremisten gegenwärtig vielleicht "extremer" auftreten als Extremisten in anderen Bevölkerungsgruppen. Wer diesem Grundkonsens nicht zustimmen kann, mit dem werde ich keine Diskussionen führen.


Hier möchte ich Matt zustimmen. Bloß weil ein radikaler Atheist in den USA im Namen seines Nicht-Glaubens Menschen umgebracht hat, sollte keiner auf die Idee kommen, dass alle Atheisten so sind. Es gilt die Gewalttäter zu bekämpfen - egal welchen Glaubens.

Geschrieben von: Equinox 17. Feb 2015, 09:27

Ich habe nur eine Frage an Voibe, die mir auf den Fingern brennt: Was sollen wir deiner Meinung nach tun, um das Moslemproblem zu lösen?

Meinem Bruder habe ich mehrfach die gleiche Frage gestellt. Er wollte mir nie darauf antworten, weil er es nicht weis.

Geschrieben von: logan3333 17. Feb 2015, 11:36

@Equinox, wir haben ein Moslemproblem? Ich dachte es ist ein Sicherheits/Terror Problem.

Geschrieben von: Matt 17. Feb 2015, 12:11

@logan3333: In diesem Fall würde ich auf die Goldwaage verzichten. Aus dem Kontext (Equinox' vorherige Beiträge) bzw. der Tatsache, dass es ein kurz angebundener Kommentar war, gehe ich wohlwollend davon aus, dass "Moslemproblem" nicht mit Überfremdung o.ä. konnotiert, sondern kurz für "Problem mit muslimischen Extremisten" stehen sollte.

@Equinox: Das ist genau das, was ich oben sage: Wenn man Leute nach Lösungen fragt, folgt in der Regel Stille. Das darf nicht dazu führen, dass man gar nichts tut, aber Aktionismus, um überhaupt irgend etwas zu tun, ist gewiss keine Lösung. Vor allem darf man keine zeitnahen Lösungen erwarten. Es wäre jetzt an der Zeit, insbesondere über verstärkte Bildungsangebote, junge Muslime zu erreichen. Das Ziel muss sein, dass sie die deutsche Sprache fließend beherrschen und so gut in die Gesellschaft integriert sind, dass sie sich eben nicht ausgegrenzt und unerwünscht fühlen. Es ist erwiesen, dass Menschen, die von einer sie umgebenden Gruppe wie Ausgestoßene behandelt werden, sich anderweitig orientieren, und insbesondere in der Pubertät, wenn man sich selbst finden möchte, liegt dann im Rahmen der Beschäftigung mit der eigenen Herkunft und Kultur die Gefahr, extremistischen Rattenfängern ins Netz zu gehen. Viele Aussteiger aus der islamistischen Szene sprechen davon, dass sie anfangs vor allem das Gemeinschaftsgefühl gesucht hätten, das ihnen die Gesellschaft nicht bieten konnte. Freilich erzielt man mit Bildungsmaßnahmen keine kurzfristigen Erfolge, sondern frühestens nach 10-20 Jahren. [Pessimismus] Und weil das zudem viel Personal und damit Geld kostet und außerdem schlimmstenfalls der politische Gegner in einigen Jahren die Früchte ernten und die Erfolge für sich proklamieren könnte, werden solche Maßnahmen nicht in hinreichendem Maße stattfinden. Leider. [/Pessimismus]

Geschrieben von: Equinox 17. Feb 2015, 12:28

Ja wie kann man mich den jetzt noch falsch verstehen? Ich frage Voibe was wir gegen das Problem, welches aus seiner Sicht besteht, machen sollen. Das ich seine Sicht nicht teile, habe ich doch bereits klar gemacht. Nur, wie soll ich die Frage den sonst stellen? Die Frage ist ja auf seine Sichtweise bezogen. Von meinem Bruder muss ich mir auch die ganze Zeit anhören, dass der Islam an sich das Problem sei. Also frage ich ihn, was wir dann dagegen tun sollten, wenn das so wäre. Es wäre sinnfrei die Frage anders zu stellen. Sinn der Frage ist ja gerade, dass er erkennt, dass sein Menschenhass zu nichts Gutem führen kann.

Im Übrigen stimme ich Matts letztem Beitrag zu. Ich sehe aller Orten Menschen, die Wahlrecht haben, aber keine Kompetenz und kein Hintergrundwissen dieses Recht gescheit nutzen zu können. Keine Ahnung von Wirtschaft, Politik, Ehtik, Psychologie. Vor allem keine Ahnung vom Thema um das es jeweils geht, aber alles besser wissen (siehe auch Dunning-Kruger-Effekt). Ohne Bildung ist Demokratie für den Arsch. Ich bin allerdings so pessimistisch, dass ich meine Zweifel habe, ob man Leute überhaupt weiterbilden kann. Zu viele wollen anscheinend ignorant sein. Bildung funktioniert nur, wenn Leute sie annehmen wollen.

Geschrieben von: logan3333 17. Feb 2015, 17:23

@Matt und Equinox Ich dachte auch nicht das meine Frage als 100% ernst aufgefasst wird nach meinen vorgehen Posts.

[/Hitler Akzent] Findet denn keiner eine Endlösung?!?!? [/Hitler Akzent]

mrgreen.gif

@Voivod Spaß beiseite, was sagt der Schweizer der den Stein in Rollen gebracht hatte?

Geschrieben von: Voivod 27. Feb 2015, 23:23

ZITAT(Equinox @ 17. Feb 2015, 09:27) *
Ich habe nur eine Frage an Voibe, die mir auf den Fingern brennt: Was sollen wir deiner Meinung nach tun....



"Caedite eos. Novit enim Dominus qui sunt eius."

smile.gif

Geschrieben von: Matt 28. Feb 2015, 00:01

"Neminem laede; immo omnes, quantum potes, iuva."

smile.gif

Geschrieben von: Voivod 28. Feb 2015, 01:05

ZITAT(Matt @ 28. Feb 2015, 00:01) *
"Neminem laede; immo omnes, quantum potes, iuva."

smile.gif


Credulous at best, your desire to believe in angels in the hearts of men.
Pull your head on out your hippy haze and give a listen.
Shouldn't have to say it all again.
The universe is hostile. so Impersonal. devour to survive.
So it is. So it's always been.

Tool, "Vicarious"

Geschrieben von: Matt 28. Feb 2015, 01:29

An der Nordseeküste
am plattdeutschen Strand
sind die Fische im Wasser
und selten an Land.

Klaus & Klaus, "An der Nordseeküste"

Geschrieben von: Voivod 28. Feb 2015, 01:42

^Das "Lied" ist ein weiterer Beweis, dass der Mensch durch und durch böse, degeneriert und verkommen ist. All hope is gone.... sad.gif

wink.gif

Egal, r.i p. Nimoy.


Geschrieben von: Voivod 28. Feb 2015, 01:46

(Ok, ein bisschen schmunzeln musste ich ja... Da ist wohl noch ein Rest von menschlicher Schwäche bzw. Empathie vorhanden. Aber ich arbeite daran. Die Transformation in Species 8472 ist hoffentlich bald abgeschlossen.)

Geschrieben von: Mel 28. Feb 2015, 07:24

ZITAT(Voivod @ 28. Feb 2015, 01:46) *
(Da ist wohl noch ein Rest von menschlicher Schwäche bzw. Empathie vorhanden. Aber ich arbeite daran. Die Transformation in Species 8472 ist hoffentlich bald abgeschlossen.)


http://en.wikipedia.org/wiki/Wiccan_Rede

Geschrieben von: Voivod 28. Feb 2015, 09:10

ZITAT(Mel @ 28. Feb 2015, 07:24) *
ZITAT(Voivod @ 28. Feb 2015, 01:46) *
(Da ist wohl noch ein Rest von menschlicher Schwäche bzw. Empathie vorhanden. Aber ich arbeite daran. Die Transformation in Species 8472 ist hoffentlich bald abgeschlossen.)


http://en.wikipedia.org/wiki/Wiccan_Rede



Wicca, hhhmmm.... Ist eigentlich ok. Die Verhunzung und Verniedlichung von Crowleys Weisheiten nehme ich denen aber übel.

Ich kannte mal eine selbsterklärte Wiccafrau, die hielt sich für eine Hexe oder Druidin oder sowas. Legte auch gerne Karten. So ne klassische Esotante, sie glaubte an alles, was der Esoterikmarkt hergab. Auch an die Kräfte von Steinen und so. Sie ist durch den Wald gestiefelt, hat Bäume umarmt und mit den Naturgeistern geredet. Sie hat auch wilde Beeren gepflückt. Dann bekam sie Bandwürmer! laugh.gif

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