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Wer ist schuld?, ...an der wirtschaftlichen Lage
Wer ist f├╝r die momentane wirtschaftliche Misere verantwortlich?
Du kannst das Ergebnis dieser Abstimmung erst nach der Abgabe deiner Stimme ansehen. Bitte melde dich an und stimme ab um das Ergebnis dieser Umfrage zu sehen.
Abstimmungen insgesamt: 23
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Lex
Beitrag 29. Aug 2005, 10:27
Beitrag #1


Vice Admiral
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Diese Umfrage stand letztens mal in der Zeitung, und das Ergebnis hat mich doch sehr ├╝berrascht. Ein Gro├čteil der Deutschen gibt nicht der aktuellen Regierung die Schuld an der momentanen wirtschaftlichen Lage, sondern f├╝hrt dies auf 16 Jahre Misswirtschaft der Kohl-Regierung zur├╝ck.

Dieser Meinung bin ich auch. Zugegebenerma├čen habe ich mich zu der Zeit kaum f├╝r Politik interessiert, aber soweit ich das verstanden habe, hat Kohls Regierung s├Ąmtliche Probleme vor allem durch Neuverschulden und Steuererh├Âhungen gel├Âst, und somit die aktuelle finanzielle Lage verschuldet.
Die SPD hat von Anfang an auf Einsparungen gesetzt, was nat├╝rlich nicht gerne vom Volk gesehen wird. Aber wenn wir uns mal unsere britischen Nachbarn ansehen, dann scheint das ein gutes Konzept zu sein. England und der Rest der UK musste jahrelang bluten, aber heutzutage geht es denen besser als je zuvor. So wird es hoffentlich auch uns ergenen, aber ich denke eher, dass die neue Merkel-Regierung alles nur noch schlimmer macht, und wichtige Reformen r├╝ckg├Ąngig macht.

Wenn ich an Rot/Gr├╝n denke, kommen mir vor allem folgende Begriffe in den Sinn:

-Rentenreform: Bl├╝m hatte Unrecht, soviel ist sicher. Die Rentenkassen sind leer, und es musste etwas getan werden. Bl├╝m hat das verschwiegen, Riester hat es angepackt. Ob die Riesterrente das Non-Plus-Ultra ist, sei mal dahingestellt. Aber immerhin wurde etwas gemacht.

-Hartz IV: Habe ich mich noch nicht mit besch├Ąftigt, aber auch im Bereich Arbeitslosengeld bestand dringender Handlungsbedarf. Und das Ziel, n├Ąmlich Langzeitarbeitslosen und Sozialschmarozern das Leben schwerer zu machen, wurde wohl erreicht. Dummerweise trifft diese Regelung auch sehr viele, die es nicht verdient haben.

-├ľkosteuer: F├╝r mich als Vielfahrer ne dumme Sache. Aber Umwelttechnisch gesehen sicher n├Âtig. Das Ziel war es, das weniger gefahren wird und das Geld in die Kassen kommt. Beides wurde erreicht, mehr oder weniger. Inzwischen ├╝berlegt man es sich, ob man f├╝r die 100 Meter zum Zigarettenautomaten wirklich den Motor anschmeissen soll. Und seinen wir ehrlich, f├╝r den aktuell hohem Benzinpreis kann die Regierung nichts. Sollen denn jedes mal die Steuern gesenkt werden, wenn der ├ľlpreis steigt?

-Dosenpfand: Witzige Sache das. Die Grundidee stammt von der Kohl-Regierung. Die Getr├Ąnkeindustrie hatte jahrelang Zeit, eine gescheite L├Âsung f├╝r das M├╝llproblem der Einwegverpackungen zu finden. Aber die Hersteller haben gar nichts in die Richtung unternommen, eben weil sie genau wussten, dass das Dosenpfand der CDU eine leere Drohung war. Dummerweise kam dann jemand an die Macht, der es durchgesetzt hat. Schuld an dem Chaos mit den Dosenpfand ist nicht die Regierung, sondern die getr├Ąnkeindustrie, die pl├Âtzlich handeln musste, und bis heute noch kein vern├╝nftiges System pr├Ąsentieren konnte. Das eigentliche Ziel wurde auch hier erreicht, denn es werden wesentlich weniger Dosen gekauft und dadurch die Umwelt entlastet.

Bei den 16 Jahren Kohl kommt mir nur ein Begriff in den Sinn: Die Wiedervereinigung. Sicher eine feine Sache, und dringend notwendig. Nur dummerweise wurde dem Osten damals das Paradies versprochen, und das war nicht finanzierbar. Klar, das dadurch schlechte Stimmung erzeugt wurde, und das Parteien, die auch nur ann├Ąhernd an die SED erinnern (wollen), jetzt dort gro├čen Zulauf erhalten.
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Matt
Beitrag 29. Aug 2005, 10:46
Beitrag #2


Vice Admiral
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Naja, die Schuldfrage l├Ą├čt sich wie immer nicht einfach mit Schwarz und Wei├č erkl├Ąren: Es sind nicht die einen 100% schuld und die anderen gar nicht. Entsprechende Umfragen suggerieren aber genau das und sind IMO deshalb v├Âllig unbrauchbar. Klar wurden von beiden Regierungen eine ganze Reihe Fehler gemacht, so da├č ich f├╝r "beide" gestimmt habe. Allerdings nur in Ermangelung anderer Optionen.

Grunds├Ątzlich l├Ą├čt sich die wirtschaftliche Misere weder allein einer bestimmten (Ex-)Regierung noch einer konkreten von ihr beschlossenen Ma├čnahme anlasten. Auch mu├č man die globale Gesamtsituation und die finanzielle Belastung der Deutschen Einheit sehen: Es wurde damals zwar zu viel versprochen, aber eine v├Âllig bankrotte Wirtschaft wie die in der Ex-DDR kann man nun mal nicht so einfach wieder ankurbeln. Das wird noch einige Jahre, wenn nicht Jahrzehnte, dauern.

Wichtig sind Anreize f├╝r Unternehmer zu investieren. Daf├╝r werden nach dem Machtwechsel hoffentlich die Rahmenbedingungen geschaffen.

Der Beitrag wurde von Matt bearbeitet: 29. Aug 2005, 10:48


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Rusch
Beitrag 29. Aug 2005, 10:48
Beitrag #3


Commodore
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Wenn man ehrlich ist, dann muss man doch sagen, dass es Themen gibt, die seit 30, 40 Jahren verschleppt wurden. Zu oft wurde halbherzig reagiert.

Die Schuldfrage wird sich sicherlich nie eindeutig kl├Ąren lassen, zumal es noch eine ganze Reihe weiterer S├╝ndenb├Âcke gibt (Opposition, Gewerkschaften, Arbeitgeberverb├Ąnde, etc.)


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Schukow
Beitrag 29. Aug 2005, 10:50
Beitrag #4


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Ich w├╝rde mal die Schuld auf 16 Jahre Kohl schieben, da er viele REformen verhindert/ausgesessen hat. Wobe ieine gewisse Mitschuld Schr├Âders nicht v├Âllig auszuschlie├čen ist.

Es sind vor allem die ├Ąrmeren Schichten, die Links w├Ąhlen und im Osten sind die Leute nun mal objektiv ├Ąrmer als im Westen, wie z.B. durch h├Âhere Arbeitslosenquote und weniger Sparverm├Âgen. Abgesehen davon werden viele Spitzenpositionen an Wessis vergeben, auch in Verwaltung o.├Ą.

Und es ist ein St├╝ck europ├Ąischer Normalit├Ąt, eine Partei Links von der Sozialdemokratie zu haben, vielleicht sollte man das im Westen mal akzeptieren, in Frankreich und Italien gibt es auch kommunistische Parteien und die L├Ąnder funktionieren auch, Frankreich ist seit den 60igern sogar unser Erbfreund.


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Rusch
Beitrag 29. Aug 2005, 10:52
Beitrag #5


Commodore
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Grunds├Ątzlich muss auch gesagt werden, dass die Probleme importiert sind.
Wir haben das absurde Problem auf der Welt, dass die Arbeitsteilung so weit fortgeschriften ist, dass 500 Millionen Menschen eigentlich nicht mehr arbeiten m├╝ssten. In zwanzig Jahren werden es wahrscheinlich 1 Mrd. Menschen sein und in 50 Jahren 2 Mrd. Menschen.

Anstatt sich jedoch dar├╝ber zu freuen wird das ganze zu einem gewaltigen Problem, denn wenn ein einzelner Staat zu teuer produziert und zuviele Menschen mitzieht, die nicht arbeiten, dann ist er nicht konkurenzf├Ąhig. Das Ergebnis: Man erh├Âht die Arbeitszeiten bei gleichbleibenden Lohn oder k├╝rzt die L├Âhne was letztendlich auf das selbe herauskommt.

Derzeit findet ein Wettr├╝sten im Lohndumping statt und man fragt sich, ob die Welt nun v├Âllig durchknallt.


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Lex
Beitrag 29. Aug 2005, 10:57
Beitrag #6


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@Schukow: In deiner Sig fehlt ein "f". Ist mir nur gerade aufgefallen cool.gif

@Matt: Ob diese Umfrage sinnlos ist, sei mal dahingestellt. Ich fand es nur witzig, dass alle auf die Regierung schimpfen, die Umfrage aber deutlich gegen die CDU ging. Ich habe die (zugegeben ungl├╝ckliche) Fragestellung ├╝bernommen. Ich selber h├Ątte gefragt, wer die gr├Â├čere Schuld tr├Ągt.
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VirtualSelf
Beitrag 29. Aug 2005, 11:00
Beitrag #7


Vice Admiral
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F├╝r mich haben auch Kohl und Konsorten Schuld insbesondere wegen der Fehler in der Finanzierung der deutschen Einheit.


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Schukow
Beitrag 29. Aug 2005, 11:11
Beitrag #8


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QUOTE (Lex @ 29. Aug 2005, 11:57)
@Schukow: In deiner Sig fehlt ein "f". Ist mir nur gerade aufgefallen cool.gif

Nicht mehr! Danke!

Vergi├č das Danke ich bin ja undankbarer Ossi. mrgreen.gif


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wunder-PILLE
Beitrag 29. Aug 2005, 11:16
Beitrag #9


Lieutenant
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So trivial es klingt,aber die deutsche Politiklandschaft scheint entweder nicht gewillt oder nicht in der Lage zu sein das Land durch ordentliche Reformen wieder aufzurichten.
Die "laissez faire"-Politik der Kohl und Gem├╝tlichkeit e.V.(zuweilen auch ein schr├Âdersches Konzept) und die allseits beliebte Blokadepolitik sind f├╝r mich Verrat an Land und Volk.
Ganz einfach weil es kalkuliert kontraproduktiv ist.
Die Herren und Damen sollten sich mal ├╝ber ihre Berufsauffassung Gedanken machen.

Was die deutsche Einheit betrifft hat Kohl sehrwohl gewusst,dass es nicht so zu finanzieren ist.Er hatte schlie├člich Berater,denen soll er erwiedert haben er mache Politik,f├╝r Wirtschaftsprognosen sei er nicht zust├Ąndig.
Ein "fetter" Eintrag in den Geschichtsb├╝chern und Millionen neuer CDU-W├Ąhler waren ihm sicher...


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Khaanara
Beitrag 29. Aug 2005, 13:49
Beitrag #10


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QUOTE (Lex @ 29. Aug 2005, 11:27)
Wenn ich an Rot/Gr├╝n denke, kommen mir vor allem folgende Begriffe in den Sinn:

-├ľkosteuer: F├╝r mich als Vielfahrer ne dumme Sache. Aber Umwelttechnisch gesehen sicher n├Âtig. Das Ziel war es, das weniger gefahren wird und das Geld in die Kassen kommt. Beides wurde erreicht, mehr oder weniger. Inzwischen ├╝berlegt man es sich, ob man f├╝r die 100 Meter zum Zigarettenautomaten wirklich den Motor anschmeissen soll. Und seinen wir ehrlich, f├╝r den aktuell hohem Benzinpreis kann die Regierung nichts. Sollen denn jedes mal die Steuern gesenkt werden, wenn der ├ľlpreis steigt?

Da m├Âchte ich darauf hinweisen, das die ├ľkosteuer eine Idee ist, die Andrea Merkel zu CDU-Zeiten verst├Ąrkt darauf hingearbeitet hat, dies zu verwirklichen. Also f├Ąllt dies wohl aus der Rot-Gr├╝n-Liste irgendwie heraus cool.gif

Und wer hat sich 16 Jahre lang vor der Steuerreform gedr├╝ckt und Hartz soweit blockiert, bis da nur noch St├╝ckelkram herauskam ?


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Adm. Ges
Beitrag 29. Aug 2005, 22:54
Beitrag #11


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Ich schlie├če mich Matt an - Fehler wurden gemacht und werden von allen Regierungen gemacht werden. Bei unserer aktuellen Regierung kommt noch ein gro├čer au├čenpolitischer Faktor dazu - der 11.September hat gerade in unserer Wirtschaft eine ziemliche Schneise hinterlassen.

Unserer aktuellen Regierung halte ich zu Gute, dass sie uns aus der Irak-Sache rausgehalten hat, und dass sie es scheinbar geschafft hat, das Gesundheitssystem wieder in die schwarzen Zahlen zu bekommen. Auch im 1.Halbjahr 05 haben die Krankenkassen ein ordentliches Plus verzeichnet. Schuldabbau ist das eine, aber irgendwann sollte das auch an die "Kunden" weitergegeben werden. Als Nachteilig empfinde ich die Regelung zur Zuzahlung bei Medikamenten und die uns├Ągliche Praxisgeb├╝hr.
Das Konzept der "B├╝rgerversicherung" gef├Ąllt mir besser, als das Konzept von CDU/CSU oder FDP.
Der Kohl-Regierung werfe ich vor allem die "Wiedervereinigung" vor, die aus meiner Sicht falsch abgelaufen ist. Statt einem Beitritt h├Ątte man die eigentlich von den V├Ątern des Grundgesetztes gewollte Variante w├Ąhlen sollen und die Bundesrepublik Deutschland zugunsten eines neuen gemeinsamen Deutschen Staates aufzul├Âsen.
Dann h├Ątten wir jetzt auch eine durch das Volk (und nicht dessen "Vertretern") legitimierte Verfassung.
Positiv an der Kohlregierung ist mir nur die Entscheidung f├╝r Berlin als Hauptstadt in Erinnerung, der Regierungssitz h├Ątte IMO Bonn bleiben k├Ânnen, das h├Ątte einige Kosten gespart.


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gaius
Beitrag 29. Aug 2005, 23:13
Beitrag #12


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Ich habe f├╝r nichts gestimmt, da mir hier die Option "Die gesamte Politik nach 1945" fehlt. Zugegeben, so weit m├╝sste man eventuell nicht gehen, aber zumindest sollte man weiter zur├╝ck als zu Kohl gehen. H├Ątte man in der Zeit des Wirtschaftswunders nicht solch einen Wohlfahrtsstaat aufgebaut, h├Ątten wir heute viele Probleme und Milliarden ÔéČ Schulden weniger. Vor einigen Monaten kam glaub ich auch im ZDF eine Doku mit dem Titel "Der Fall Deutschland". Dort kamen u.a. auch einige Spitzenpolitiker und Kanzler der damaligen Zeit zu Wort. IMO war es Brandt, welcher ziemlich offen eingestandt, was sie damals aus heutiger Sicht alles falsch gemacht haben. So gab es damals z.B. nach einem Streik des ├Âffentlichen Dienstes eine Lohnerh├Âhung von 11 (in Worten: elf) Prozent f├╝r ebenjenen. Man sollte also nicht alles auf Schr├Âder oder Kohl schieben. Man sollte es aber auch nicht auf Brandt, Adenauer oder sonstwen schieben, diese Leute konnten einfach nicht bis zu 50 Jahre in die Zukunft blicken und somit ihre Politik so vorrausschauend gestalten.

Der Beitrag wurde von Dr.Phlox bearbeitet: 29. Aug 2005, 23:15


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I'm sorry, I can't hear you over the sound of how awesome I am.
Thank you for helping us help you help us all.
All right, that's it! No more Mr. Nice Gaius!
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VirtualSelf
Beitrag 30. Aug 2005, 06:56
Beitrag #13


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QUOTE (Dr.Phlox @ 30. Aug 2005, 00:13)
Man sollte es aber auch nicht auf Brandt, Adenauer oder sonstwen schieben, diese Leute konnten einfach nicht bis zu 50 Jahre in die Zukunft blicken und somit ihre Politik so vorrausschauend gestalten.

Das ist das Entscheidende. Diese Leute wussten es nicht besser und konnten es nicht besser wissen, ganz im Gegensatz zu Kohl & Co., die die zahlreichen warnenden Stimmen bewusst ignorierten. Das ist der kleine, aber feine Unterschied.


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Lex
Beitrag 30. Aug 2005, 07:46
Beitrag #14


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QUOTE (Adm. Ges @ 29. Aug 2005, 23:54)
Als Nachteilig empfinde ich die Regelung zur Zuzahlung bei Medikamenten und die uns├Ągliche Praxisgeb├╝hr.

Praxisgeb├╝hr habe ich in meinem Er├Âffnungspost vergessen, danke f├╝r das Stichwort. smile.gif
F├╝r mich ist die Praxisgeb├╝hr nat├╝rlich ├Ąrgerlich, aber wirtschaftlich gesehen ein voller Erfolg. Sie hat erreicht, dass die Leute nicht mehr f├╝r jedes H├╝sterlein zum Arzt rennen und sich krank schreiben lassen. Das f├╝hrt zu mehr Geld in den Krankenkassen (und damit hoffentlich bald zu einer Beitragssenkung rolleyes.gif ) und zur Senkung der Krankheitstage. Und sollte jemand wirklich in jedem Quartal zum Arzt dackeln wollen, so sind das immer noch "nur" 40 Euro, von denen wir hier reden.
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Khaanara
Beitrag 30. Aug 2005, 09:03
Beitrag #15


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80 Euro, wenn Du den Zahnarzt mit dazurechnest. Aber j├Ąhrliche Standarduntersuchungen (z.Bsp. Krebsvorsoge, einmalige Plaqueentfernung) sind kostenlos.


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Lex
Beitrag 30. Aug 2005, 09:15
Beitrag #16


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Wer rennt schon 4mal im Jahr zum Zahnarzt? BTW, kann man sich da nicht vom Hausarzt hin ├╝berweisen lassen?
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Matt
Beitrag 30. Aug 2005, 09:56
Beitrag #17


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QUOTE (Lex @ 30. Aug 2005, 10:15)
Wer rennt schon 4mal im Jahr zum Zahnarzt? BTW, kann man sich da nicht vom Hausarzt hin ├╝berweisen lassen?

Nope. Der Zahnarzt wird als einziger Facharzt separat abgerechnet. Frag mich nicht wieso.


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pana
Beitrag 30. Aug 2005, 09:59
Beitrag #18


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QUOTE (Rusch @ 29. Aug 2005, 11:52)
Grunds├Ątzlich muss auch gesagt werden, dass die Probleme importiert sind.
Wir haben das absurde Problem auf der Welt, dass die Arbeitsteilung so weit fortgeschriften ist, dass 500 Millionen Menschen eigentlich nicht mehr arbeiten m├╝ssten. In zwanzig Jahren werden es wahrscheinlich 1 Mrd. Menschen sein und in 50 Jahren 2 Mrd. Menschen.

Endlich denkt mal jemand mit, hinterfragt die Dinge und argumentiert nicht nur oberfl├Ąchlich.

Keine der o. g. Regierungen hat Schuld, und wenn, dann beide zu gleichen Teilen, denn sie argumentieren allesamt oberfl├Ąchlich. Niemand stellt die Frage, die Rusch gefragt hat, wahrscheinlich in der Hoffnung, der gro├če Teil der - leider bereits recht verdummten - Bev├Âlkerung stellt sich diese Frage auch nicht.

Das grunds├Ątzliche Problem - und das wohl breits Marx erkannt - ist die steigende Produktivit├Ąt. Es ist dreist, wenn man dem deutschen Volk eine deutliche Verbesserung am Arbeitsmarkt verspricht, obwohl man wei├č (wissen sollte), da├č dies unm├Âglich ist.

Vollbesch├Ąftigung w├╝rde es vielleicht geben, wenn jeder Deutsche 4 oder 5 Stunden am Tag arbeiten w├╝rde-
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Khaanara
Beitrag 30. Aug 2005, 10:29
Beitrag #19


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QUOTE (Lex @ 30. Aug 2005, 10:15)
Wer rennt schon 4mal im Jahr zum Zahnarzt? BTW, kann man sich da nicht vom Hausarzt hin ├╝berweisen lassen?

N├ ! rolleyes.gif
Wenn Du eine komplette Gebissrenovierung bekommst, musst Du bestimmt auch das Jahr dorthin. Ich mu├č normalerweise tweimal im Jahr dorthin, da sich durch meinen Tiefbiss an den Speicheldr├╝sen sehr schnell Zahnstein sich bildet.


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VirtualSelf
Beitrag 30. Aug 2005, 10:32
Beitrag #20


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QUOTE (pana_sonix @ 30. Aug 2005, 10:59)
QUOTE (Rusch @ 29. Aug 2005, 11:52)
Grunds├Ątzlich muss auch gesagt werden, dass die Probleme importiert sind.
Wir haben das absurde Problem auf der Welt, dass die Arbeitsteilung so weit fortgeschriften ist, dass 500 Millionen Menschen eigentlich nicht mehr arbeiten m├╝ssten. In zwanzig Jahren werden es wahrscheinlich 1 Mrd. Menschen sein und in 50 Jahren 2 Mrd. Menschen.

Endlich denkt mal jemand mit, hinterfragt die Dinge und argumentiert nicht nur oberfl├Ąchlich.

Keine der o. g. Regierungen hat Schuld, und wenn, dann beide zu gleichen Teilen, denn sie argumentieren allesamt oberfl├Ąchlich. Niemand stellt die Frage, die Rusch gefragt hat, wahrscheinlich in der Hoffnung, der gro├če Teil der - leider bereits recht verdummten - Bev├Âlkerung stellt sich diese Frage auch nicht.

Das grunds├Ątzliche Problem - und das wohl breits Marx erkannt - ist die steigende Produktivit├Ąt. Es ist dreist, wenn man dem deutschen Volk eine deutliche Verbesserung am Arbeitsmarkt verspricht, obwohl man wei├č (wissen sollte), da├č dies unm├Âglich ist.

Das beantwortet nicht Frage, ob dieses grunds├Ątzliche und globale Problem/Ph├Ąnomen urs├Ąchlich ist, f├╝r unsere momentane Situation. W├Ąre es so, m├╝ssten alle gr├Â├čeren und hoch-effizienten Volkswirtschaften aktuell und gr├Â├čenordnungsm├Ą├čig dieselben "Probleme" wie wir haben. Haben sie aber nicht!


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pana
Beitrag 30. Aug 2005, 16:03
Beitrag #21


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QUOTE (Nepharite @ 30. Aug 2005, 11:32)
Das beantwortet nicht Frage, ob dieses grunds├Ątzliche und globale Problem/Ph├Ąnomen urs├Ąchlich ist, f├╝r unsere momentane Situation. W├Ąre es so, m├╝ssten alle gr├Â├čeren und hoch-effizienten Volkswirtschaften aktuell und gr├Â├čenordnungsm├Ą├čig dieselben "Probleme" wie wir haben. Haben sie aber nicht!

Findest Du? Irgendwie kranken alle "gr├Â├čeren und hoch-effizienten Volkswirtschaften" mehr oder weniger stark, w├╝rde ich sagen.
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Adm. Ges
Beitrag 30. Aug 2005, 21:32
Beitrag #22


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QUOTE (Lex @ 30. Aug 2005, 08:46)
QUOTE (Adm. Ges @ 29. Aug 2005, 23:54)
Als Nachteilig empfinde ich die Regelung zur Zuzahlung bei Medikamenten und die uns├Ągliche Praxisgeb├╝hr.

Praxisgeb├╝hr habe ich in meinem Er├Âffnungspost vergessen, danke f├╝r das Stichwort. smile.gif
F├╝r mich ist die Praxisgeb├╝hr nat├╝rlich ├Ąrgerlich, aber wirtschaftlich gesehen ein voller Erfolg. Sie hat erreicht, dass die Leute nicht mehr f├╝r jedes H├╝sterlein zum Arzt rennen und sich krank schreiben lassen. Das f├╝hrt zu mehr Geld in den Krankenkassen (und damit hoffentlich bald zu einer Beitragssenkung rolleyes.gif ) und zur Senkung der Krankheitstage. Und sollte jemand wirklich in jedem Quartal zum Arzt dackeln wollen, so sind das immer noch "nur" 40 Euro, von denen wir hier reden.

In dieser Hinsicht ist die Praxisgeb├╝hr ein Erfolg, allerdigns auch in negativer Hinsicht, denn es gibt auch Viele, die dadurch nicht mehr zum Arzt gehen, obwohl es n├Âtig w├Ąre.
F├╝r uns m├Âgen die 10 Euro kein Problem sein, aber es gibt Leute, die die nicht so einfach aufbringen k├Ânnen. Und warum man Zahnarzt + Kieferorthop├Ąde (die d├╝rfen untereinander ├╝berweisen) extra zahlen muss, ist mir auch ein R├Ątsel. Hat sicher irgendwas man dem ganzen Zahnersatz und Abrechnungskrams zutun.


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wunder-PILLE
Beitrag 30. Aug 2005, 22:48
Beitrag #23


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10 Euro pro Quartal ist IMO ein fairer Beitrag jedes einzelnen f├╝r die Gesellschaft.
Den Stachel in der Pfote sehe ich in den Krankenkassen,die einfach ihren Teil der Abmachung nicht einhalten.
Der Politik kann man in dieser Sache nur ihre Blau├Ąugigkeit ankreiden.

Wer nicht mehr zum Arzt geht,weil er nicht einsieht,den in meinen Augen noch l├Ąppischen Betrag abzutreten,der ist selber schuld und verdient kein Mitleid,denn unversorgt muss niemand bleiben.

Der Beitrag wurde von wunder-PILLE bearbeitet: 30. Aug 2005, 22:48


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pana
Beitrag 31. Aug 2005, 07:50
Beitrag #24


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QUOTE (wunder-PILLE @ 30. Aug 2005, 23:48)
10 Euro pro Quartal ist IMO ein fairer Beitrag jedes einzelnen f├╝r die Gesellschaft.

Schwachsinnige Regelung. Allein die Verwaltungskosten, falls jemand nicht die 10 Euro zahlt - und davon soll es einige Leute geben - d├╝rften bei einem vielfachen Wert liegen, wenn die Kassen das Geld eintreiben.

Zum Gl├╝ck zahlt man sowas als privat Versicherter nicht. tongue2.gif

Welche "Gesellschaft" meinst Du eigentlich? Wahrscheinlich die jeweilige Krankenkasse, oder? laugh.gif
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ExeQtA
Beitrag 31. Aug 2005, 08:01
Beitrag #25


Commander
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QUOTE
Zum Gl├╝ck zahlt man sowas als privat Versicherter nicht.


Als Selbstst├Ąndiger vllt nicht, aber als Beamter geht das bei der Beihilfe sofort weg.


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wunder-PILLE
Beitrag 31. Aug 2005, 10:33
Beitrag #26


Lieutenant
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QUOTE
falls jemand nicht die 10 Euro zahlt - und davon soll es einige Leute geben

Die Zahlungmoral soll sehr hoch sein,bei 99,7% laut Ärzteschaft.

QUOTE
Welche "Gesellschaft" meinst Du eigentlich? Wahrscheinlich die jeweilige Krankenkasse, oder? laugh.gif

Ja,auch die geh├Âren dazu.
tongue2.gif
Blo├č sollten die nie Nutznieser dieser Geb├╝hr werden.Dass sie's trotzdem geworden sind ist ein bedauerliches Versagen von Politik,deren Druck auf die Kassen fehlt ihre Beitragss├Ątze endlich zu senken und der Kassen selber,die...nun ja uns einfach beschei├čen. blink.gif ph34r.gif


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viper
Beitrag 31. Aug 2005, 18:48
Beitrag #27


Lt. Commander
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Jede Regierung hat im Laufe der Jahre grobe Fehler gemacht. Darum ist es schwer, die Schuld bei dem einen oder dem anderen zu suchen. Aber um ehrlich zu sein, schiebe ich die Schuld auf Kohl und Konsorten. Wenn ich an den Euro denke und dem anderen Kram, dreht sich mir andauernd der Magen um.
Okay, Die Gesundheitsreform hat mir auch nicht gefallen, genauso wie Dosenpfand und dem EU- Schwachfug. Bei uns wurden ja von denen in nem Nachbarort Maisfelder mit diesem Genmais "verseucht". Die Bauern, bei denen das "entdeckt" wurde, werden behandelt wie Massenmoerder vom Staatsschutz.
Oder jetzt das mit dem Benzin- Kram. Meine Eltern sind praktizierende Benzin- Touris, weil es hier einfach nicht mehr geht.
Das ist doch keine Politik mehr, sondern einfach nur Korruption. dry.gif
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wunder-PILLE
Beitrag 31. Aug 2005, 21:34
Beitrag #28


Lieutenant
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QUOTE
Wenn ich an den Euro denke und dem anderen Kram, dreht sich mir andauernd der Magen um

Der Euro ist an sich ne feine Sache.
Die Verteuerung vieler Dinge musst du auf die schieben,die bis zum W├Ąhrungstausch damit gewartet haben.Da k├Ânnen die Politiker ausnahmsweise nix f├╝r.

QUOTE
genauso wie Dosenpfand und dem EU- Schwachfug

Mit dem Dosenpfand isses ├Ąhnlich.Schon zu Kohls Zeiten beschlossene Sache hatten die Gesch├Ąfte mehr als Zeit sich drauf einzustellen,haben sie aber nicht.
In Sachen EU wei├č ich nicht genau,auf was du anspielst.Jedoch haben tats├Ąchlich mehr Regelungen Sinn,als man gemeinhin annehmen k├Ânnte.

QUOTE
Bei uns wurden ja von denen in nem Nachbarort Maisfelder mit diesem Genmais "verseucht"

Die Bef├╝rchtung ist ja die,dass es auf kurz oder lang durch solche "Unf├Ąlle"keine rein nat├╝rlichen Anbauprodukte mehr gibt.
Gen wird sich mit nicht-Gen vermischen bzw.es verdr├Ąngen.

QUOTE
Oder jetzt das mit dem Benzin- Kram

Schon heftig,die Preise.Aber auch hier tragen andere Faktoren eine Mitschuld.Neben der Steuer auch noch OPEC,Lage in Nahost,├ľlknappheit...

IMO schon interessant,das Deutschland so politikver├Ąchtend ist(ich kann mich da nicht ganz ausschlie├čen).
In Amerika w├╝rde es solche Umfragen wohl garnicht geben.


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pana
Beitrag 31. Aug 2005, 21:58
Beitrag #29


Commodore
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QUOTE (viper @ 31. Aug 2005, 19:48)
Okay, Die Gesundheitsreform hat mir auch nicht gefallen, genauso wie Dosenpfand ...

Als "alter" Ossi, der damals noch Altsoffe gesammelt hat, finde ich es immer wieder erschreckend, wieviel heutzutage weggeworfen wird, besonders was die Verpackung betrifft. Diese Verschwendung ist nicht normal. Das Dosenpfand ist richtig.
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Adm. Ges
Beitrag 31. Aug 2005, 22:54
Beitrag #30


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QUOTE (pana_sonix @ 31. Aug 2005, 22:58)
QUOTE (viper @ 31. Aug 2005, 19:48)
Okay, Die Gesundheitsreform hat mir auch nicht gefallen, genauso wie Dosenpfand ...

Als "alter" Ossi, der damals noch Altsoffe gesammelt hat, finde ich es immer wieder erschreckend, wieviel heutzutage weggeworfen wird, besonders was die Verpackung betrifft. Diese Verschwendung ist nicht normal. Das Dosenpfand ist richtig.

Und zum "wegwerfen" gibts ja nun die PET-Flaschen wink.gif - Zumindest im AUgenblick findet man auch noch Getr├Ąnke "zum mitnehmen", die Pfandfrei sind. Und wenn es endlich mal ein einheitliches R├╝cknahmesystem gibt, dann ist das Pfand eh nurnoch halb so schlimm.
Vieles, bei dem auf die Regierung(en) geschimpft wird, hat auch wesentliche andere Ursachen, aber in gewissen Medien wird die Allschuld gerne in der Politik (und der ausl├Ąndischen Konkurrenz) gesucht. Es ist immer wieder traurig mit anzusehen, wie man selbst aus positiven Nachrichten noch etwas schlechtes rausholen kann.
Solange sich dieser negative Grundtenor nicht ├Ąndert, wird es IMO uach nicht wirklich "bergauf" gehen.


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Lex
Beitrag 1. Sep 2005, 08:21
Beitrag #31


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QUOTE (viper @ 31. Aug 2005, 19:48)
Oder jetzt das mit dem Benzin- Kram. Meine Eltern sind praktizierende Benzin- Touris, weil es hier einfach nicht mehr geht.

die letzte Stufe der ├ľkosteuer trat, wenn ich mich recht entsinne, Anfang 2004 in Kraft. Seitdem hat der Staat die Mineral├Âlsteuer nicht mehr erh├Âht. Die st├Ąndigen Preissteigerungen der letzten 20 Monate k├Ânnen nicht unseren Politikern zugerechnet werden. Beschwer dich bei denen, die es verursachen, n├Ąmlich die, die den ├ľlpreis kontrollieren und aktuell "Katharina".
Wenn Coca Cola den Preis f├╝r Flaschen erh├Âht, kann ich da auch nicht die letzte Steuererh├Âhung f├╝r verantwortlich machen, oder?

Apropos Benzintourismus: Ist bei mir nicht so ne glorreiche Idee. Im benachbarten Holland kostet mich der Liter Super im Durchschnitt 10 Cent mehr. Deutschland liegt mit den Benzinpreisen eh nicht wirklich an der Spitze der EU. Viele L├Ąnder sind deutlich teurer, und daf├╝r lobt keiner die deutschen Politiker.
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Schukow
Beitrag 1. Sep 2005, 09:27
Beitrag #32


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QUOTE (pana_sonix @ 31. Aug 2005, 22:58)
QUOTE (viper @ 31. Aug 2005, 19:48)
Okay, Die Gesundheitsreform hat mir auch nicht gefallen, genauso wie Dosenpfand ...

Als "alter" Ossi, der damals noch Altsoffe gesammelt hat, finde ich es immer wieder erschreckend, wieviel heutzutage weggeworfen wird, besonders was die Verpackung betrifft. Diese Verschwendung ist nicht normal. Das Dosenpfand ist richtig.

Aktuell ist es auch krank, das teilweise jedes Gummib├Ąrchen einzeln eingpackt ist, nichts gegen Hygiene, aber man kann alles ├╝bertreiben. Aber zu DDR Zeiten wurden Altstoffe noch bezahlt, jetzt nicht.


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JEAN-LUC
Beitrag 1. Sep 2005, 10:05
Beitrag #33


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16 Jahren Kohl mit einem Kanzler die die Probleme ausgesessen hat ist wohl die Hauptschuld zuzuschreiben. Aber auch in den ersten 2 Jahren der SPD-Regierung in einer zeit, als die B├Ârsen noch geboomt haben hat man es vers├Ąumt notwendige Reforen (Rente, Gesundheit und die anderen Sozialsysteme) zu beginnen.

Aber allein schon weil 16 Jahre (oder zumnidest 9 - denn 1989 waren mit dem Beitritt der DDR die Reformen wirklich dr├Ąngend geworden) eine eindeutig l├Ąngere Zeit sind als 2 Jahre pendelt sich bei mir die Wage zu ungunsten des Doktors der Geschichte ein.

Der Beitrag wurde von JEAN-LUC bearbeitet: 1. Sep 2005, 10:08


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Yaso
Beitrag 2. Sep 2005, 19:42
Beitrag #34


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Entschuldigt bitte, aber ich habe eine dringende Frage und wei├č nicht in welchen der vielen Politik-Threads ich sie reinstellen kann. Deshalb probiere ich es mal hier. Wieso ist ein "Atomstaat" teuer? Kann mir das jemand beantworten?

Der Beitrag wurde von Yaso bearbeitet: 2. Sep 2005, 19:50


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VirtualSelf
Beitrag 2. Sep 2005, 19:48
Beitrag #35


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QUOTE (Yaso @ 2. Sep 2005, 20:42)
Entschuldigt bitte, aber ich habe eine dringende Frage. Wieso ist ein "Atomstaat" teuer? Kann mir das jemand beantworten?

Weil Atomenergie nicht wirklich billig sein kann, auf Grund der R├╝ckstellungen und der Versicherungspr├Ąmien, die die Unternehmen eigentlich f├╝r den Fall der F├Ąlle -den GAU- und den R├╝ckbau der Meiler bilden m├╝ssten. mrgreen.gif

Der Beitrag wurde von Nepharite bearbeitet: 2. Sep 2005, 21:01


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Yaso
Beitrag 2. Sep 2005, 19:50
Beitrag #36


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Und ernsthaft? smile.gif


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Blaidd_Drwg
Beitrag 2. Sep 2005, 20:55
Beitrag #37


bisher Neral Jourian
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Und wer m├Âchte schon den ganzen Atomm├╝ll endlagern?
M├Âchtest du ├╝ber so einem Lager leben?
Und bevor man mit der Sicherheit der westlichen Anlagen kommt, Three Mile Island hatte auch keinen russischen Reaktor. dry.gif
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Yaso
Beitrag 2. Sep 2005, 21:02
Beitrag #38


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QUOTE (Neral_Jourian @ 2. Sep 2005, 21:55)
Und wer m├Âchte schon den ganzen Atomm├╝ll endlagern?
M├Âchtest du ├╝ber so einem Lager leben?
Und bevor man mit der Sicherheit der westlichen Anlagen kommt, Three Mile Island hatte auch keinen russischen Reaktor. dry.gif

Es geht einzig und allein darum, dass behauptet wird, ein "Atomstaat" sei teuer.


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Matt
Beitrag 3. Sep 2005, 15:41
Beitrag #39


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^Ich w├Ąre ├╝ber eine entsprechende Erkl├Ąrung auch froh.
So weit ich das verstehe, ist ein Atomstaat (vor allem wenn die Atomanlagen bereits existieren) weitaus g├╝nstiger.

Ich will gar nicht dran denken, was Deutschland f├╝r den ganzen Atomstrom ausgeben mu├č, den es demn├Ąchst aus Frankreich importieren wird.
Na wenigstens freut sich die franz├Âsische Wirtschaft. rolleyes.gif


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VirtualSelf
Beitrag 3. Sep 2005, 16:22
Beitrag #40


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QUOTE (Matt @ 3. Sep 2005, 16:41)
^Ich w├Ąre ├╝ber eine entsprechende Erkl├Ąrung auch froh.
So weit ich das verstehe, ist ein Atomstaat (vor allem wenn die Atomanlagen bereits existieren) weitaus g├╝nstiger.

Der Atomstrom ist billig, weil die Unternehmen sich nicht angemessen gegen m├Âgliche Risiken versichern m├╝ssen und auf Grund einer massiven Unterversichung geringere Kosten auf den Verbraucher umlegen. Dar├╝ber hinaus d├╝rfen sie mit den bilanzierten R├╝ckstellungen f├╝r den R├╝ckbau der Anlagen flei├čig spekulieren, was sich auch positiv auf den Preis auswirkt.


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Pedda
Beitrag 3. Sep 2005, 17:57
Beitrag #41


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QUOTE (Matt @ 3. Sep 2005, 16:41)
Ich will gar nicht dran denken, was Deutschland f├╝r den ganzen Atomstrom ausgeben mu├č, den es demn├Ąchst aus Frankreich importieren wird.
Na wenigstens freut sich die franz├Âsische Wirtschaft. rolleyes.gif

Quatsch. Wozu haben wir denn die Tschechen und Ukrainer? Die sind nicht nur billiger als die L├Ąnder dies- und jenseits des Rheins, sondern belasten uns auch nicht mit Entsorgungsproblemen. wink.gif
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Matt
Beitrag 3. Sep 2005, 19:01
Beitrag #42


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Stimmt. Und ukrainische GAUs belasten uns nicht so schlimm wie ein eventueller franz├Âsischer. Gute Idee.
Direkt an der franz├Âsischen Grenze endet ├╝brigens das Einflu├čgebiet der deutschen Gr├╝nen. Und das ist auch gut so, wenngleich Herr Cohn-Bendit das sicher gern anders h├Ątte.

Der Beitrag wurde von Matt bearbeitet: 3. Sep 2005, 19:03


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Adm. Ges
Beitrag 3. Sep 2005, 21:42
Beitrag #43


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@Matt: Du wei├čt aber schon, dass der grenz├╝berscheitene Stromhandel floriert? Wir importieren Atomstrom aus Frankreich und im Gegenzug exportieren wir u.a. Atomstrom aus Biblis... die Transferleitungen arbeiten an der Grenze, weil sie eigentlich nur zum Netzausgleich als Sicherheit gedacht sind - und nicht f├╝r diesen "liberalisierten" Markt.
Wir exportieren auch nach Italien (via CH) - die sind n├Ąmlich am Importieren, weil sie ihre Kraftwerkreserven abgebaut haben.


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Khaanara
Beitrag 7. Sep 2005, 12:34
Beitrag #44


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Hier einmal ein ganz interessanter Artikel zur Kampagne der CDU/CSU gegen die ├ľkosteuer im Lauf der Jahre. Mit f├╝nfzig Pfennig w├Ąre die Rentenkasse gef├╝llt gewesen damals.


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