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Die Griechen
Voivod
Beitrag 28. Apr 2010, 03:00
Beitrag #1


Admiral
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Tjaja, ich bin ja selbst eher links, aber was ich so ├╝ber die Griechen lese... Jahrelang k├╝nstliches Wirtschaftswachstum, Subventionen verpulvert, Korruption, das Geld versickert....

Irgendwie k├Ąme ich mir doof vor, m├╝sste ich jetzt als Deutscher f├╝r die Misswirtschaft der Griechen mitblechen.

Thoughts?

Nat├╝rlich g├Ąbe es dazu mehr zu sagen, aber da dieser Thread eh nicht mehr als zwei Antworten hergibt, lasse ich es besser... mrgreen.gif

Edit: Irgendwie ist die Umfrage fl├Âten gegangen... unsure.gif

Der Beitrag wurde von Voivod bearbeitet: 28. Apr 2010, 10:23
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Adm. Ges
Beitrag 28. Apr 2010, 09:43
Beitrag #2


Fleet Admiral
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Umfrage solltest du ├╝ber "volles editieren" noch anf├╝gen k├Ânnen. Ansonsten schick mir ne PM mit den W├╝nschen, dann f├╝ge ich sie an.

Ich sehe das etwas zweischneidig. Auf der einen Seite die von dir angesprochenen Anti-Gr├╝nde, auf der anderen Seite aber auch die Solidarit├Ąt, die innerhalb der EU & Euro-Zone entsteht und das Langfristziel eines geeinten (wirtschaftlich) starken Europas.

Wir haben den Griechen Hilfe versprochen, nun sollten wir uns auch daran halten. Allerdings sollte auch der griechischen Bev├Âlkerung klar sein, dass es so nicht weitergehen kann. Reformen sind n├Âtig, sonst stehen sie (salop formuliert) alle auf der Stra├če.


--------------------
Admiral Tom Jay Ges, U.S.S. Europe, NCC-66066
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Voivod
Beitrag 28. Apr 2010, 10:05
Beitrag #3


Admiral
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ZITAT(Adm. Ges @ 28. Apr 2010, 10:43) *
Wir haben den Griechen Hilfe versprochen, nun sollten wir uns auch daran halten. Allerdings sollte auch der griechischen Bev├Âlkerung klar sein, dass es so nicht weitergehen kann. Reformen sind n├Âtig, sonst stehen sie (salop formuliert) alle auf der Stra├če.


Wenn das Zerrbild der Medien einigermassen stimmt, sehe ich wenig Reformbereitschaft in der Bev├Âlkerung. Die werden eher noch ein paar Generalstreiks durchf├╝hren, um gegen wen auch immer zu demonstrieren... sad.gif

Bin ja gespannt, wie die Sache ausgeht. V.a., weil Portugal und Spanien bald ebenfalls in einem ├Ąhnlichen Schlammassel stecken k├Ânnten. Sogar Italien soll gef├Ąhrdet sein. Die Iren, das bisherige Vorzeigeland der EU auch. Und dann? Die EU-Staaten, deren Finanzen noch einigermassen im Lot sind, sollen weiter blechen? Als h├Ątte z.B. Deutschland nicht selbst schon genug Finanzprobleme.

Ausserdem bef├╝rchte ich, dass man in diese maroden Systeme auch eine Billiarde hineinbuttern k├Ânnte, das Geld w├╝rde erneut versickern. Wenn ich h├Âre, wie die Griechen jahrelang mit den Agrarsubventionen der EU umgegangen sind (die Bauern bauten sich H├Ąuser und kauften sich Jeeps...), sehe ich da einfach dunkelschwarz.

Ein Gebilde wie die EU kann nur funktionieren, wenn die Nehmerl├Ąnder das Geld auch vern├╝nftig einsetzen. Irgendwie traue ich dies L├Ąndern wie Griechenland und Portugal nicht zu im Moment. Gerade Portugal war doch auch so ein Paradebeispiel f├╝r den Erfolg der EU. Von der armen Kirchenmaus zu einer anst├Ąndigen Nation mit Infrastruktur, etc., auch dank der EU. Alles nur auf Sand gebaut?

Ganz mies ist es nat├╝rlich, wenn im B├Ârsencasino die Sache von Spekulanten noch angeheizt wird.

Edit: Was passiert denn eigentlich genau, wenn ein Staat pleite geht und Konkurs anmelden muss? W├╝rde mich mal interessieren... Gehen dann z.B. die Renten fl├Âten? Die Ersparnisse auf den Banken sollen laut Griechenland ja sicher sein...

Hhhm, ich w├╝rde dem griechischen Staat einfach raten, mal die hundert Milliarden Schwarzgeld ihrer B├╝rger auf Schweizer Konten einzukassieren. Das k├Ânnte kurzfristig helfen! mrgreen.gif Ich habe gelesen, dass reiche Griechen eigentlich kaum Steuern zahlen, dank Tricks und Beziehungen. Da liegt wohl unter anderem der Hund begraben...

Der Beitrag wurde von Voivod bearbeitet: 28. Apr 2010, 10:36
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Blaidd_Drwg
Beitrag 28. Apr 2010, 14:49
Beitrag #4


bisher Neral Jourian
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Gerade die BILD betreibt wohl hierzulande negative Meinungsmache.
Auch wenn die Berichterstattung ├╝berzogen ist, muss man sich wohl auch in Griechenland von einigen Dingen verabschieden. Das bedeutet dann halt unter anderem eine Einschr├Ąnkung der sozialen Leistungen. Wo sonst gibt es Berufsgruppen in denen die Rente vererbt werden kann?
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Voivod
Beitrag 28. Apr 2010, 17:53
Beitrag #5


Admiral
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ZITAT(Neral_Jourian @ 28. Apr 2010, 15:49) *
Das bedeutet dann halt unter anderem eine Einschr├Ąnkung der sozialen Leistungen. Wo sonst gibt es Berufsgruppen in denen die Rente vererbt werden kann?


Gerade dagegen werden die Leute aus Prinzip Sturm laufen. Wer verzichtet schon gerne auf seinen 14. Monatlohn und Rente ab 60?

Man kann's mit dem Sozialstaat auch ├╝bertreiben. Sowas funktioniert h├Âchstens, wenn die Leute auch fleissig Steuern zahlen und h├Âchst effizient gewirtschaftet wird. Was aber nicht gerade Usus ist in gewissen L├Ąndern.

In den nordischen L├Ąndern haben sie auch tolle, unglaublich teure Sozialsysteme, aber irgendwie kriegen die das hin, einigermassen. (Ok, Norwegen z├Ąhlt nicht, die schwimmen wegen ihrem ├ľl so im Geld, dass sogar die Gesundheitsversorgung f├╝r alle gratis ist.)
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Mordred
Beitrag 30. Apr 2010, 12:31
Beitrag #6


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^
Beamte gehen in GR mitunter schon ab 50 in Rente. Andererseits m├╝ssen viele "kleine Leute" auch im Pensionsalter noch arbeiten, weil die Rente nicht wirklich ausreicht.
Der arbeitswilligen Jugend zuliebe mag das vielleicht ganz gut sein, wenn man ├Ąltere Kaliber baldm├Âglichst zum Angeln schickt, wie man in den USA sagen w├╝rde. Das bringt allerdings nur etwas, wenn jeder seine Beitr├Ąge zahlt und sich nicht um den Fiskus herumschleicht. Das ganze Bakschisch, ├╝brigens ein persischer Brauch, der im osmanischen Reich leicht pervertiert wurde - so ganz schei├če werden viele meiner Landsleute 400 Jahre Anexion wohl nicht gefunden haben -, das jahrzehntelang unter den Tischen verteilt wurde, h├Ątte den Laden, wenn schon nicht komplett retten, so jedoch wenigstens ├╝ber Wasser halten k├Ânnen.

(Ich bin kein Politexperte und kein Wirtschaftswissenschaftler, wenn ich also Bl├Âdsinn schreibe, bitte korrigieren - m├Âglichst ├╝ber Bildzeitungsniveau...)

Griechenland hat sich Ende der 90er sein eigenes Grab geschaufelt als sie ihre Zahlen frisiert haben um den Euro zu bekommen. Das traurige ist, dass alle bescheidwussten, aber einer Utopie zuliebe auch die wirtschaftlich schw├Ącheren Staaten mitgezogen haben. Damit schreibe ich aber auch nichts neues...
Vor Euroeinf├╝hrung h├Ątten in ganz Europa ersteinmal gleiche Verh├Ąltnisse f├╝r alle geschaffen werden m├╝ssen.
Resteuropa und vor allem Deutschland emp├Ârt sich zwar gern ├╝ber die gestiegenen L├Âhne in Griechenland, diese sind aber immer noch weit unter deutschem Niveau, w├Ąhrend jedoch die Preise in allen Bereichen gleich hochgehen. Um da mitzuhalten, nimmt man schon gern mal nen Kredit auf, ans Morgen wird nicht gro├č gedacht.

Drauf geschissen, verschuldet sind wir schlie├člich alle mehr oder weniger. Was mich aber emp├Ârt, ist, wie weit viele Griechen ├╝ber ihren Verh├Ąltnissen leben. Eine in Athen, Thessaloniki oder Volos (mein Produktionsort) ans├Ąssige vierk├Âpfige Familie braucht keine zwei Autos und ein Motorrad. Wozu sind Busse und Metro da? (die haben ├╝brigens nicht zehn Jahre lang gestreikt wink.gif )

Toll strukturiert ist mein Post jetzt nicht, das liegt daran, dass ich nicht wirklich wei├č, wo anfangen und wo aufh├Âren.

Ich finde es nur besch├Ąmend, wenn jetzt ein ganzes Volk in einen Topf geworfen wird. Da wird auch schon mal ausgeklammert, dass Ende der 50er, Anfang der 60er des vergangenen Jahrhunderts abertausende von italienischen, spanischen, t├╝rkischen und - oh Schreck! - auch griechischen Gastarbeitern angeheuert wurden und das deutsche Writschaftswunder mitforciert haben. Ganze Dynastien, um einen k├Âniglichen Begriff zu gebrauchen, die schon in erster, zweiter, dritter und bald vierter Generation die Wirtschaft in Mitteleuropa auf ehrliche Art mit am Laufen gehalten haben UND noch dazu ihre nicht so gut situierte Verwandschaft im S├╝den nach Kr├Ąften mit unterst├╝tzt. Die f├╝hlen sich jetzt mindestens genauso verarscht...

Edit:
Gerade erfahren, dass Griechenland und T├╝rkei in gegenseitigem Einvernehmen auf das gemeinsame jahrelange Wettr├╝sten verzichten wollen. W├╝rde zumindest die ein oder andere Milliarde einsparen... Bleibt der deutschen R├╝stungsindustrie bald wohl nur noch der Iran als Absatzmarkt. Und Israel. Soll man da lachen oder heulen dry.gif
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Blaidd_Drwg
Beitrag 30. Apr 2010, 15:44
Beitrag #7


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ZITAT
auch griechischen Gastarbeitern angeheuert wurden und das deutsche Writschaftswunder mitforciert haben.


Und deshalb m├╝ssen wir unser Portmonee weit auf machen? Oder soll dies die Nachfolge der Nazikeule sein die man gerne gegen Deutschland schwingt?
Man h├Ątte wohl von sp├Ąt griechischer Dekadenz sprechen sollen. wink.gif
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Mordred
Beitrag 30. Apr 2010, 15:50
Beitrag #8


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^
V├Âllig falsch verstanden. Die Griechen hier m├╝ssen f├╝r die da unten schlie├člich mitzahlen. Oder h├Ąltst Du uns alle f├╝r Steuerhinterzieher? wink.gif

Die Nazikeule mag wer anders schwingen, ich bin hier aufgewachsen, lebe seit 21 Jahren in Deutschland. Ich bei├če nicht die Hand, die mich f├╝ttert...

Andererseits lasse ich es mir auch nicht gefallen, wenn ich bei der Deutschen Post ein P├Ąckchen aufgebe und mit einem Zehner zahle, mir vom Postbeamten am Schalter - sei es auch nur zum Scherz - anh├Âren zu m├╝ssen, den Schein h├Ątte ich selbst gedruckt.
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Blaidd_Drwg
Beitrag 30. Apr 2010, 16:09
Beitrag #9


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Man sollte es nicht glauben, in meiner Verwandschaft gibt es auch Griechen bzw. Halb Griechen. wink.gif
Meine Tante scheint allerdings nur den Nachnamen meines Onkels behalten zu haben.

ZITAT
den Schein h├Ątte ich selbst gedruckt.


Ist das nicht einer dieser bl├Âden Witze die jeder Mal zu h├Âren bekommt?
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Mordred
Beitrag 30. Apr 2010, 18:51
Beitrag #10


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ZITAT(Neral_Jourian @ 30. Apr 2010, 17:09) *
[...]
Ist das nicht einer dieser bl├Âden Witze die jeder Mal zu h├Âren bekommt?


Nat├╝rlich. Ich denke mir sonst bei dem Schmarrn auch nichts, wenns ein vollkommen unbekannter sagt. Wenn aber die halbe Belegschaft der hier ans├Ąssigen Postfiliale zumindest ein, zweimal im Jahr zu uns zum Betriebs-Essen kommt, und besagter Postbeamter sehr wohl wei├č, dass meine Familie sich seit ├╝ber zwei Jahrzehnten hier den Arsch aufrei├čt, dann ist das etwas anderes. Ich hab halt so getan, als h├Ątte ich den Spruch akustisch nicht verstanden wink.gif
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VirtualSelf
Beitrag 3. May 2010, 12:24
Beitrag #11


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ZITAT(Mordred @ 30. Apr 2010, 18:51) *
... sich seit ├╝ber zwei Jahrzehnten hier den Arsch aufrei├čt, ...


Aha .. daher kommt der Begriff "griechisch" in kopulativem Zusammenhang ... ^^


--------------------


kiss your face and touch your skin
I will slide my fingers in
let me show you what I can.


Mancher findet sein Herz nicht eher, als bis er seinen Kopf verliert.
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Voivod
Beitrag 3. May 2010, 13:33
Beitrag #12


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ZITAT(Mordred @ 30. Apr 2010, 13:31) *
Vor Euroeinf├╝hrung h├Ątten in ganz Europa ersteinmal gleiche Verh├Ąltnisse f├╝r alle geschaffen werden m├╝ssen.


Hmm, das h├Ątte wohl nur ein paar Jahrzehnte bzw. Jahrhunderte gedauert... wink.gif

Mir tun die Griechen schon ein bisschen leid. In einem Zusammenschnitt habe ich am Wochenende gelesen, was die Bildzeitung in den letzten Monaten so ├╝ber die Griechen ausgesch├╝ttet hat.

Ich frage mich jetzt: Wird's evtl. eine Auswanderungswelle aus Griechenland geben? Immerhin kann man AFAIR als EU-B├╝rger ├╝berall im B├╝ndnis Arbeit suchen. Ich hoffe jedenfalls, die Griechen lassen sich nicht dazu hinreissen, ihr Gl├╝ck im Ausland zu suchen. Gerade nicht die jungen, gebildeten Leute.

Und Portugal, Spanien und Irland w├╝nsche ich viel Gl├╝ck. Ohne Ironie. W├Ąre schade, wenn jetzt alles den Bach runtergeht. sad.gif
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Mordred
Beitrag 3. May 2010, 14:58
Beitrag #13


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ZITAT(Voivod @ 3. May 2010, 14:33) *
[...] Gerade nicht die jungen, gebildeten Leute. [...]


Gebildete Leute bleiben nicht viele in Griechenland, weil dort die Ressourcen schlichtweg fehlen. Es gibt bspw. einige exzellente griechische Krebsforscher. In Australien. Und USA.
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Mordred
Beitrag 3. May 2010, 15:03
Beitrag #14


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ZITAT(VirtualSelf @ 3. May 2010, 13:24) *
ZITAT(Mordred @ 30. Apr 2010, 18:51) *
... sich seit ├╝ber zwei Jahrzehnten hier den Arsch aufrei├čt, ...


Aha .. daher kommt der Begriff "griechisch" in kopulativem Zusammenhang ... ^^


Komm r├╝ber, dann bring ich es Dir bei laugh.gif
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Voivod
Beitrag 3. May 2010, 16:46
Beitrag #15


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ZITAT(Mordred @ 3. May 2010, 15:58) *
ZITAT(Voivod @ 3. May 2010, 14:33) *
[...] Gerade nicht die jungen, gebildeten Leute. [...]


Gebildete Leute bleiben nicht viele in Griechenland, weil dort die Ressourcen schlichtweg fehlen. Es gibt bspw. einige exzellente griechische Krebsforscher. In Australien. Und USA.


Dass die Eierk├Âpfe sich im Ausland gl├╝cklicher f├╝hlen ist klar. Die sind eh nicht zu halten. Auch f├╝r ein Land wie Deutschland nicht. Die deutsche Bildungselite kommt ja auch scharenweise in mein Land und will hier studieren und arbeiten... wink.gif

Ich bef├╝rchte eher, dass auch Leute aus dem gebildeten Mittelstand (z.B. Krankeschwestern und -Pfleger, qualifizierte Handwerker, etc...) jetzt noch mehr das Weite suchen. Ich wage es ja kaum zu sagen, aber eine Prise Patriotismus, die ├╝ber den Fussball hinaus geht, w├╝rde Griechenland jetzt gut tun... unsure.gif Das werden harte Jahre f├╝r die Griechen, keine Frage.

Der Beitrag wurde von Voivod bearbeitet: 3. May 2010, 16:47
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Voivod
Beitrag 5. May 2010, 15:49
Beitrag #16


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Heute geht's ja ziemlich drunter und dr├╝ber da unten, sogar Tote hat's gegeben.

Mich nimmt mal wunder, gegen wen sich die Wut der Demontranten eigentlich richtet. Gegen die EU, gegen die Banken und die Spekulanten, gegen den eigenen Staat, gegen die Korruption im Land, gegen den IWF, gegen den eigenen Geldadel, gegen wen oder was eigentlich? Wahrscheinlich sind einfach alle stinksauer und gedem├╝tigt, und der Frust muss jetzt raus. Kann aber nicht verstehen, wenn jetzt die Gewerkschaften gegen die Sparmassnahmen wettern und mit den Streiks erst recht alles lahmlegen. Was soll die Regierung denn sonst tun, ausser froh sein, dass sie jetzt Milliarden von der EU bekommt und deswegen halt auch sparen muss? Einige Griechen glauben wohl, die Milliarden an Rettungsgeldern h├Ątten sie grunds├Ątzlich verdient und man k├Ânne jetzt im alten Trott weitermachen. Gestern war so ein Gewerkschaftsboss im Fernsehen, da musste ich mich ja f├╝r den Genossen sch├Ąmen. Der wollte nicht die geringsten Zugest├Ąndnisse machen.

Vielleicht sollte der Rest von Europa dieses Jahr vermehrt nach Griechenland in die Ferien. W├╝rde bestimmt etwas helfen. Aber wenn die Flugh├Ąfen geschlossen sind und die Z├╝ge nicht fahren, bleiben einige Touris wohl lieber zu Hause...

Und bei uns rufen tats├Ąchlich gewisse Leute "Hurra, die EU geht unter! Tsch├╝ss EURO! Hopp Schwiiz". Na toll, als ginge es unserer Wirtschaft nicht auch miserabel, wenn jetzt eine Volkswirtschaft nach der anderen in unserer Nachbarschaft den Bach runtergehen sollte. Some people... maja_grummel.gif

Sieht so aus, als komme nach der halbwegs ausgestandenen Wirtschaftskrise gleich die n├Ąchste... Mal sehen, wie Europa daraus hervorgehen wird. Spannende Zeiten... unsure.gif
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Blaidd_Drwg
Beitrag 5. May 2010, 16:38
Beitrag #17


bisher Neral Jourian
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Ich wei├č nicht mehr genau welcher Sender es war, aber da wurde mal wieder das Negativbeispiel gezeigt. Eine alte Dame in Griechenland regte sich dar├╝ber auf, wie Bundeskanzlerin Merkel es nur wagen k├Ânne Griecheland Vorschriften zu machen wie das Land sparen m├╝sse, nur weil Deutschland Geld verleihen w├╝rde.

Die Springer Presse verbreitet derweilen munter weiter die Forderung Deutschlang m├Âge doch wieder seine DM bekommen, als w├Ąren dann alle wirtschaftlichen Probleme vom Tisch.

ZITAT
Und bei uns rufen tats├Ąchlich gewisse Leute "Hurra, die EU geht unter! Tsch├╝ss EURO! Hopp Schwiiz". Na toll, als ginge es unserer Wirtschaft nicht auch miserabel, wenn jetzt eine Volkswirtschaft nach der anderen in unserer Nachbarschaft den Bach runtergehen sollte. Some people... maja_grummel.gif


Und wohin wollen diese Pappnasen dann ihrer Schweizer Produkte exportieren? Vielleicht nach Lybien?
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Adm. Ges
Beitrag 5. May 2010, 17:57
Beitrag #18


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Bei "Heute in Europa" gabs einen halbwegs sachlichen Bericht. Demnach richten sich die Proteste wohl weniger gegen notwendige Einsparungen ansich, als vielmehr dagegen, dass die Einsparungen wieder nur beim "kleinen Mann" gemacht werden, w├Ąhrend die "gro├čen" dank der Korruption garkeinen Beitrag leisten wollen/sollen/m├╝ssen. Im Griechenland zahlt wohl nur Steuern, wer auch Lust dazu hat.

Warum fordert Tante Angie eigentlich nicht die Bek├Ąmpfung der Korruption und mehr Steuergerechtigkeit?


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Voivod
Beitrag 5. May 2010, 19:50
Beitrag #19


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ZITAT(Neral_Jourian @ 5. May 2010, 17:38) *
Und wohin wollen diese Pappnasen dann ihrer Schweizer Produkte exportieren? Vielleicht nach Lybien?


"Libyen" wink.gif

Diese Leute sind halt alles Selbstversorger und essen ihren eigenen K├Ąse. Die schnallen nicht, dass die Schweizer Nationalbank gerade f├╝r zig Milliarden Euro kauft, damit der Kurs gegen├╝ber dem CH-Franken noch nicht noch weiter absackt. Schwacher Euro -> zu starker Franken -> Katastrophe f├╝r die Exportindustrie (auch f├╝r Exportk├Ąse, btw...)

Heute habe ich einen interessanten Bericht ├╝ber die griechische Linke gelesen, der leider nur in Papierform im Tages Anzeiger erschienen ist. Griechische Gewerkschaften wursteln schon seit Jahrzehnten mit und tuen alles f├╝r ihre Klientel, die Staatsangestellten, und sorgen f├╝r kr├Ąftige Privilegien, immer im Verbund mit den jeweiligen Regierungen. Die arbeitende Basis im Privatsektor oder gar arbeitslose Junge sind ihnen v├Âllig egal. Das ist nicht das, was ich mir unter "linker" Politik vorstelle. Aber es kann durchaus in diese Richtung ausarten, wenn da verantwortunglose, machtgeile Arbeitnehmervertreter mitmischen. Zum Gl├╝ck sind unsere Gewerkschaften noch mit der Basis verkn├╝pft und haben sich noch nicht mit den M├Ąchtigen ins Bett gelegt. (Darum haben sie auch so wenig zu melden)

Ges hat schon recht, aber wer meint, der Geldadel w├╝rde sich auch an der Spar├╝bung beteiligen, muss schon ziemlich naiv sein... Klar wird das alles auf dem Buckel der sozial Schwachen abgewickelt werden. War immer so, ist so und wird immer so sein.

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Adm. Ges
Beitrag 5. May 2010, 21:02
Beitrag #20


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Mit ein paar Ausnahmen - und das waren die meist blutigen Umst├╝rze und in deren Folge ein anderes System.


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MP
Beitrag 11. May 2010, 13:43
Beitrag #21


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QUOTE (Voivod @ 5. May 2010, 16:49) *
Und bei uns rufen tats├Ąchlich gewisse Leute "Hurra, die EU geht unter! Tsch├╝ss EURO! Hopp Schwiiz".


Erstmal sollten wir die Steueroasen in Europa austrocken, dazu geh├Ârt nat├╝rlich die Schweiz. Dann br├Ąuchten wir mehr Ank├Ąufe von Steuer-CDs aus der Schweiz. Sowie deren Bankgeheimnis, unter dessen Denkmantel ja viele Steuers├╝nder und Geldw├Ąscher agieren, durch diese Ank├Ąufe faktisch unterminiert worden ist, wird die Schweiz genauso wie Island schnell nen Aufnahmeantrag bei der EU stellen. Dann hei├čt es n├Ąmlich die Schafe ins Trockene bringen. mrgreen.gif

Der Beitrag wurde von MP bearbeitet: 11. May 2010, 13:44


--------------------
Europa hat einen Vorteil: Es hat Kultur.

Abzuw├Ągende Rechtsg├╝ter

Freie Meinungs├Ąu├čerung
Das Grundrecht der Meinungsfreiheit sch├╝tzt die Meinungskundgabe unabh├Ąngig davon, ob die ├äu├čerung rational oder emotional, begr├╝ndet oder grundlos ist und ob sie von anderen f├╝r n├╝tzlich oder sch├Ądlich, wertvoll oder wertlos gehalten wird. Jeder kann seine Meinung frei ├Ąu├čern und darf deshalb nicht unterdr├╝ckt, verbannt, erpresst oder sonstig mit Repression bedroht werden.

<->

Pers├Ânlichkeitsrecht
Das Grundgesetz garantiert jedem Menschen ein Recht auf Achtung seiner Pers├Ânlichkeit und W├╝rde. Es beinhaltet auch das Recht auf Schutz der pers├Ânlichen Ehre, der physischen wie emotionalen Intigrit├Ąt, das Recht am eigenen Wort und Bild, das dem Sprechenden die Befugnis gibt, den Kreis der Adressaten seiner Worte und seines Bildnisses selbst zu bestimmen. Das Recht auf Schutz der Privatsph├Ąre garantiert auch das Informationen die geeignet sind dieses Recht anzutasten nicht ohne Einwilligung des Betroffenen ver├Âffentlicht werden d├╝rfen. Das allgemeine Pers├Ânlichkeitsrecht garantiert auch die Wahl eines eindeutigen und nicht von anderen zu verwendenden Pseudonyms.

(RMS)
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Voivod
Beitrag 25. May 2010, 00:19
Beitrag #22


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ZITAT(MP @ 11. May 2010, 14:43) *
ZITAT(Voivod @ 5. May 2010, 16:49) *
Und bei uns rufen tats├Ąchlich gewisse Leute "Hurra, die EU geht unter! Tsch├╝ss EURO! Hopp Schwiiz".


Erstmal sollten wir die Steueroasen in Europa austrocken, dazu geh├Ârt nat├╝rlich die Schweiz. Dann br├Ąuchten wir mehr Ank├Ąufe von Steuer-CDs aus der Schweiz. Sowie deren Bankgeheimnis, unter dessen Denkmantel ja viele Steuers├╝nder und Geldw├Ąscher agieren, durch diese Ank├Ąufe faktisch unterminiert worden ist, wird die Schweiz genauso wie Island schnell nen Aufnahmeantrag bei der EU stellen. Dann hei├čt es n├Ąmlich die Schafe ins Trockene bringen. mrgreen.gif


Bla.

Wieder so einer, der meint, der Reichtum der Schweiz basiere alleine auf den Praktiken unserer Banken. Und wahrscheinlich noch auf dem Nazigold aus WWII... Ein netter Mythos, zugegeben, aber einige glauben tats├Ąchlich immer noch, da w├Ąre was dran. Fakt ist, dass 99 Prozent von uns nicht die Spur von den miesen Tricks unseres Geldadels profitieren. Das eine Prozent verteilt die Kohle sch├Ân unter sich. Die Grossbanken zahlen zwar sehr wohl Steuern, aber dank ihres gewaltigen (gekauften) Einflusses in Regierung und Parlament halten sich diese Summen in engsten Grenzen. Der Wohlstand der CH basiert auf den KMU.

Vielleicht solltet ihr Schwooben mal eure Steuerb├╝rokratie etwas abbauen, damit nicht so viele eurer reichen S├Ącke ihr Geld im Ausland verstecken. (Wenn's in der CH mal nicht mehr m├Âglich sein sollte (was ich begr├╝sse), dann halt auf den Cayman Islands oder in Singapur.)

Die Schweizer Banken haben nichts mit der Schweizer Bev├Âlkerung zu tun. Die einen sind krimininelle, skrupellose Hardcorekapitalisten, die anderen hart arbeitende Unter- bis Mittelschichtler, die mittlerweile froh sein m├╝ssen, wenn sie ihre KK-Pr├Ąmien bezahlen k├Ânnen. Wie bei euch Deutschen sind Kinder zu teuer geworden. Auch bei uns verschwindet der Mittelstand zusehends, wie ├╝berall in Europa. Zugegeben: Viele in die Irre geleitete CH-ler haben immer noch das Gef├╝hl, unsere Grossbanken seien etwas, worauf das Land stolz sein k├Ânne. Jahrzehntelange Indoktrination halt. Aber in den n├Ąchsten Jahren wird der Bev├Âlkerung schon ein Licht aufgehen, keine Sorge. Fr├╝her hat man die Gnomen von Z├╝rich bewundert, heute ist "Banker" ein Schimpfwort geworden, gleichbedeutend mit "Abzocker". Die exorbitanten Boni, welche die am Tropf des Staates h├Ąngenden Bankern ihren Kadern auch in der jetzigen Krise ausbezahlt haben, haben ihr ├╝briges zum Volkszorn beigetragen. Ich vermute und hoffe, unsere zwei Grossbanken werden in den n├Ąchsten Jahren zerschlagen. Woran sie selbst schuld sind. Die Leute haben einfach genug von dieser Mauschelei zwischen Hochfinanz und Politik. Sogar dem hinterletzten Bankenbewunderer wird das bald klar werden.
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Khaanara
Beitrag 14. Jun 2010, 13:40
Beitrag #23


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Hier ein ehemaliger Bundeskanzler zum Thema : http://www.bildblog.de/19695/ein-missbrauc...pressefreiheit/


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Bir'kher
Beitrag 14. Jun 2010, 18:59
Beitrag #24


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Helmut Schmidt, immer wieder bestechend... Der alte Mann ist noch so klar im Kopf, das ist echt klasse. Der sollte sich fast noch mehr einmischen.


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Mordred
Beitrag 14. Jun 2010, 21:27
Beitrag #25


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Bir'kher
Beitrag 14. Jun 2010, 21:38
Beitrag #26


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Schmidt als Pr├Ąsi? Ich glaub, der w├Ąre gr├Â├čtenteils wirklich ├╝berparteilich. Da h├Ątte selbst die SPD nix zu lachen... Das w├╝rde sich wahrscheinlich keine Partei antun wollen...


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Mordred
Beitrag 14. Jun 2010, 21:50
Beitrag #27


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Abgesehen davon w├╝rde sich der gute Mensch den Stress nicht mehr antun wollen und ja: Er w├Ąre schei├čungem├╝tlich...
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Adm. Ges
Beitrag 15. Jun 2010, 08:23
Beitrag #28


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Netter Artikel. Leider wirds auch diesmal keine realen Folgen f├╝r die BL├ÂD und den Springer-Verlag geben. R├╝gen helfen da ja nicht und werden gnadenlos ignoriert. Da m├╝sste es noch ein sch├Ąrferes Druckmittel geben.


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Voivod
Beitrag 15. Jun 2010, 19:52
Beitrag #29


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ZITAT(Adm. Ges @ 15. Jun 2010, 09:23) *
Netter Artikel. Leider wirds auch diesmal keine realen Folgen f├╝r die BL├ÂD und den Springer-Verlag geben. R├╝gen helfen da ja nicht und werden gnadenlos ignoriert. Da m├╝sste es noch ein sch├Ąrferes Druckmittel geben.


Ich zitiere:

ZITAT
Schmidt: Ich kann das an einem Beispiel festmachen: Wenn ich lese, wie die auflagenst├Ąrkste europ├Ąische Tageszeitung, genannt Bild, in den letzten Wochen beinahe jeden Tag den Lesern klargemacht hat, dass man sein eigenes Geld nicht daf├╝r verwenden sollte, dem aus eigener Schuld in Not geratenen Nachbarstaat Griechenland zu helfen, dann ist das in Wirklichkeit Demagogie oder, wenn Sie so wollen, ein Missbrauch der Pressefreiheit.


Hhmm.... Ok, die BILD ist ein Idiotenblatt f├╝r die intellektuelle Unterschicht, das sehe ich ein. Habe in diesem Thread schon selbst erw├Ąhnt, was ich von der Hetze dieser Zeitung halte.

Die Frage bleibt: Warum sollten L├Ąnder, die selbst in der finanziellen Misere stecken oder es bald werden, f├╝r L├Ąnder aufkommen, die sich ihre eigene katastrophale Lage selbst eingebrockt haben durch unglaubliche, peinliche, geradezu von Wahnsinn triefende Misswirtschaft und uns├Ągliche Dummheit? Durch Betrug? Diese Frage beantwortet Schmidt nicht. So sehr mir der Kettenraucher auch sympathisch ist.

Sind die Griechen ├╝berhaupt bereit dazu, die Probleme anzupacken? Oder macht die Sache Schule und darf jedes Land, dass in Zukunft pleite geht aufgrund der eigenen Fahrl├Ąssigkeit, einfach die hohle Hand machen, und die Partner bezahlen brav? Dann sehe ich schwarz f├╝r die EU...

Ihr schiesst euch hier auf die BL├ľD-Zeitung ein, ignoriert aber, dass Griechenland euch und eure EU-Partnerl├Ąnder jahrelang eiskalt beschissen hat. Ist es jetzt schon nicht mehr "politisch korrekt", die haarstr├Ąubende Misswirtschaft der Griechen* anzuprangern?

*Der herrschenden griechischen Schicht...

IMO kann sich Europa seine eigenen Sozialstaaten bald nicht mehr leisten. Nicht weil diese schlecht w├Ąren - sie sind meiner Meinung nach sogar moralisch den anderen ├╝berlegen und fair - sondern weil die asiatische und amerikanische Konkurrenz unterentwickelt ist in dieser Beziehung und darum einen Wettbewerbsvorteil hat, so absurd das auch t├Ânt. Das heisst im Klartext: Weniger Kosten f├╝r soziale Gerechtigkeit und keine Aufwendungen f├╝r die "Verlierer" des Systems. The weak shall perish. Das ist die Tragik an der Sache. Knallharter Sozialdarwinismus siegt ├╝ber die Vernunft und die Menschlichkeit. Die derzeitige Krise wurde uns durch den Brutalokapitalismus beschehrt, aber Leidtragende der ganzen Sache ist die gem├Ąssigte europ├Ąische Variante der sozialen Marktwirtschaft. Unser System steht jetzt als das Verlierersystem da, unverschuldet. Ok, nicht unverschuldet. L├Ąnder wie Griechenland haben dieses grunds├Ątzlich gute, humane System ja pervertiert bis zum Gehtnichtmehr und es zum Abschuss freigegeben und all den "Sozialismuskritikern" eindr├╝cklich demonstriert, dass unser System zum Missbrauch geradezu einl├Ądt. Danke daf├╝r. Unser System kann nur funktionieren, wenn auch eine gewisse Arbeitsethik vorhanden ist. Sonst gehen wir an unserer "Solidarit├Ąt mit den Schwachen" selbstverschuldet zugrunde und m├╝ssen uns nicht wundern, wenn wir in ein paar Jahrzehnten endg├╝ltig die Bimbos von totalit├Ąren Regimes wie China sind, die keine soziale Fairness kennen und ihre eigenen Leute ausbeuten bis zum Gehtnichtmehr, damit das Wachstum steigt und steigt. Und glaubt bloss nicht, dass die Chinesen irgendwann ne Revolte starten, die sind zu stark von Konfuzius beeinflusst. Die Chinesen sind leidensf├Ąhig und werden auch noch in 20 Jahren 14 Stunden pro Tag arbeiten unter schlimmsten Bedingungen und f├╝r einen Hungerlohn. Dagegen k├Ânnen wir nie und nimmer anstinken, die Kerle blasen uns weg, fr├╝her oder sp├Ąter. Mit denen k├Ânnen wir auf Dauer nicht mithalten.

Europa erwache...!

Der Beitrag wurde von Voivod bearbeitet: 15. Jun 2010, 20:27
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Adm. Ges
Beitrag 15. Jun 2010, 20:30
Beitrag #30


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Nur kurz, da die 2. Halbzeit gleich startet.

Was in Griechenland abgeht, war doch schon lange bekannt. In der EU hat man die Augen davor verschlossen und blind weitergezahlt. Also "selbst schuld". Und nat├╝rlich pumpen wir Geld nach Grichenland. Nicht um den Griechen zu helfen - die gehen unseren Politikern doch mehr oder weniger am allerwertesten vorbei. Es geht um die eigenen staatlichen Interessen. Was passiert denn mit dem Geld? Das flie├čt doch sofort in die EU zur├╝ck. Die Banken, die wir gerade noch mit Milliardenbetr├Ągen "gerettet" haben, die sind es, die von diesem Geld profitieren.

Und ja, ich habe ich auf die BLIND eingeschossen, weil dieses Blatt sehr oft sowas abl├Ąsst. Ob es nun die Griechen sind, der Versto├č gegen das Pers├Ânlichkeitsrecht, oder gar Gesetze ist andauernd und kein Ausnahmefall.


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Beitrag 15. Jun 2010, 20:49
Beitrag #31


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ZITAT(Adm. Ges @ 15. Jun 2010, 21:30) *
Nur kurz, da die 2. Halbzeit gleich startet.

Was in Griechenland abgeht, war doch schon lange bekannt. In der EU hat man die Augen davor verschlossen und blind weitergezahlt. Also "selbst schuld". Und nat├╝rlich pumpen wir Geld nach Grichenland. Nicht um den Griechen zu helfen - die gehen unseren Politikern doch mehr oder weniger am allerwertesten vorbei. Es geht um die eigenen staatlichen Interessen. Was passiert denn mit dem Geld? Das flie├čt doch sofort in die EU zur├╝ck. Die Banken, die wir gerade noch mit Milliardenbetr├Ągen "gerettet" haben, die sind es, die von diesem Geld profitieren.

Und ja, ich habe ich auf die BLIND eingeschossen, weil dieses Blatt sehr oft sowas abl├Ąsst. Ob es nun die Griechen sind, der Versto├č gegen das Pers├Ânlichkeitsrecht, oder gar Gesetze ist andauernd und kein Ausnahmefall.


Ich kann deinem Post im Grunde genommen zustimmen. Aber wo bleibt der Anteil der Griechen an der Misere? Einfach ignorieren aus politischer Korrektheit? Haben die Griechen nun keine Schuld, weil unsere ach so toleranten Politiker konsequent weggeschaut haben? Die griechischen Jungs haben Scheisse gebaut, basta. Daf├╝r gibt es keine Entschuldigung.

Du solltest du den letzten Abschnitt meines Beitrags nicht ignorieren. Schlussendlich geht es immer nur um Eigeninteressen, das ist klar. Ich weiss auch um die Macht der elit├Ąren Hochfinanz. ABER: Wir k├Ânnen so nicht weiterwursteln.

Dass die BL├ľD sich daneben benimmt, ist nur ein Nebenschauplatz. Dass wir als "europ├Ąische Zivilisation" uns auf der Verliererstrasse befinden, das ist der Hauptkriegsschauplatz. Wir werden davon evtl. nicht mehr viel mitkriegen und unsere Renten noch kassieren. Aber die Generation nach uns wird die Zeche bezahlen f├╝r unsere Naivit├Ąt gegen├╝ber Terrorregimes wie China.
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Voivod
Beitrag 15. Jun 2010, 22:21
Beitrag #32


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Um The Lord of the Rings zu zitieren:

"The Age of Man is over. Now begins the time of the Orc."



Der Beitrag wurde von Voivod bearbeitet: 15. Jun 2010, 22:24
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Voivod
Beitrag 18. Jun 2010, 18:06
Beitrag #33


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Soso, ich male hier mit Genuss die Gelbe Gefahr an die Wand, aber niemand reagiert. Wir werden ja in 20, 30 Jahren sehen, wer recht beh├Ąlt! mrgreen.gif wink.gif

We are doomed. Unsere einzige Chance ist, dass die Asiaten revoltieren. Einige Ans├Ątze dazu waren in den letzten Tagen ├╝berraschenderweise da. Wer die News liest, weiss, wovon ich rede.

Europa erw....! Ah egal... wink.gif
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