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Trek BBS _ Gesellschaft & Politik _ Tunesien, Ägypten, Libyen, Bahrain, Syrien ...

Geschrieben von: Adm. Ges 29. Jan 2011, 18:11

Angesichts der derzeitigen Entwicklungen in Nord-Afrika möchte ich hier mal wieder den Versuch einer Diskussion starten.

Wie seht ihr das aktuelle Geschehen in der arabischen Welt? Wie entwickelt sich das weiter?

Ich beobachte sehr gespannt, wie sich die Lage entwickelt und mache mir natürlich auch vor allem Gedanken darüber, welche Auswirkungen diese (noch) lokalen Ereignisse auf die ganze Welt haben. Während Tunesien noch verhältnismäßig "klein" ist, so ist Ägypten ein recht großes und einflussreiches afrikanisches Land. Noch dazu grenzt es direkt an Isreal, was natürlich ganz schnell zu Problemen führen kann. Zudem grenzt es an die "ur-arabische" Welt und damit natürlich auch an die Region, die durch ihre Ölförderung den Westen maßgeblich stützen.

http://english.aljazeera.net/watch_now/ berichtet "live" in englisch aus Ägypten.

Geschrieben von: Voivod 30. Jan 2011, 12:19

^Ich hoffe natürlich grundsätzlich, dass der Volkzorn auch in diesen Regionen der Welt alle Monarchien, Kleptokratien und sonstige hässliche Regierungsformen wegfegt. Was danach kommen soll, davon habe ich so wenig Ahnung wie jeder andere auch und habe grosse Bedenken. Als aus Persien Iran wurde, war das für niemanden wirklich eine Verbesserung, auch für die Perser/Iraner nicht... unsure.gif

Geschrieben von: Adm. Ges 30. Jan 2011, 12:49

Für uns Europäer wäre wohl die "Südfront" das schlimmste, was passieren könnte - also islamische Republiken nach dem Iranischen Vorbild. Eine "Demokratisierung" könnte aber auch zu deutlich instabileren Verhältnissen führen, wenn wir mal die Probleme bei der Regierungsbildung in anderen Ländern betrachten. Im Zweifel kommt auch einfach der nächste Diktator, wenn sich die Lage ausreichend beruhigt hat, an die Macht, wie es in anderen afrikanischen Ländern schon mehrfach erlebbar war.

In Ägypten wird interessant sein, wann Mubarak abzieht und wie sich El Baradei anschließend einbringen kann. Der ist ja sehr westlich orientiert und ein großer Hoffnungsträger. Wichtig dürfte es aber sein, dass man auch die islamischen Kreise einbindet und die Muslimbruderschaft am Umbildungsprozess beteiligt, damit sich da keine islamistische Untergrundbewegung bildet.

Die Frage ist natürlich auch, auf welche anderen Länder diese Welle noch überschwappt. Syrien wäre da ja auch ein potentieller Kandidat.

Geschrieben von: Voivod 1. Feb 2011, 20:51

Läuft ja gut zur Zeit! smile.gif Ich drücke die Daumen, aber eben, als die Burmesen im Jahr 2009 so mutig demonstriert haben (oder war's 2008?) und dann niedergeknüppelt wurden (im besten Falle... sad.gif ), habe ich auch gehofft. Ich glaube aber nicht mehr, dass Mubarak jetzt durchdreht und ballern lässt. Dazu ist er mittlerweile zu schwach. Eher lassen ihn die Militärs fallen und machen eine Übergangsregierung.

Wie auch immer, ich liebe es, wenn Völker mutig um ihre Freiheit ringen. Let Freedom ring! In den Nachbarländern rumort es ja auch schon... Man muss ja nicht immer alles zynisch zerreden und gleich ein "aber" anfügen von wegen "uiuiui, Islamisten, blabla..." Wenn in dieser Weltregion jetzt moderate, demokratische Kräfte an die Macht kommen sollten, muss der Westen halt auch alles tun, damit diese allfälligen neuen, noch schwachen Regierungen nicht sofort wieder von Autokraten abgelöst werden, es es z.B. in der Ukraine geschehen ist nach der an sich sehr gloriosen Orangenen Revolution... sad.gif Dazu braucht's nun mal mutige Investitionen, etc.

Wir nehmen unsere bürgerlichen Freiheiten inzwischen als so selbstverständlich wahr und motzen wegen jedem Mist rum, dabei ist es eigentlich immer noch unglaublich, dass wir an sich völlig egoistischen Kreaturen sowas ähnliches wie einen funktionierenden Rechtsstaat hinkriegen und nicht mehr von Königen und ähnlichem Abschaum regiert werden. Die Spezies hat grundsätzlich eben doch Potenzial! wink.gif Aber es grenzt an ein Wunder, dass sowas wie eine freie westliche Gesellschaft überhaupt einigermassen funktionieren kann.

Geschrieben von: Adm. Ges 2. Feb 2011, 11:40

Hehe, jo, da können wir uns glücklich schätzen. Allerdings blüht auch bei uns überall die Korruption, zumindest in der Hinsicht stehen wir also nicht wirklich zurück. sad.gif

In Jordanien hat der König die Regierung abgesetzt und einen neuen Regierungschef mit dem Auftrag zu schnellen und weitreichenden Reformen eingesetzt und in Jemen ist der Premier freiwillig zurückgetreten. Mubarak hat inzwischen erklärt, dass er zur nächsten Präsidentschaftswahl im September nicht mehr antreten und bis dahin einen geordneten Übergang organisieren will. Damit scheint in der Tat die Gefahr, dass die Armee die Leute doch noch zusammenschießt, weitestgehend gebannt zu sein. Insgesamt bleibt die Lage aber unübersichtlich. Bin gespannt, ob er bis Freitag dann doch noch mit sofortiger Wirkung zurücktritt, um eine Normalisierung zu erreichen.

Geschrieben von: Voivod 2. Feb 2011, 13:15

ZITAT(Adm. Ges @ 2. Feb 2011, 11:40) *
Hehe, jo, da können wir uns glücklich schätzen. Allerdings blüht auch bei uns überall die Korruption, zumindest in der Hinsicht stehen wir also nicht wirklich zurück. sad.gif


Und Gewalt, und Hass, und Egoismus, Sozialdarwinismus, Ignoranz, Intoleranz... Keine Engel in den Herzen der Menschen. Und trotzdem geht's irgendwie und wir wursteln durchaus erfolgreich! smile.gif

Mubarak sollte jetzt wirklich schleunigst abtreten. Es bringt nichts, bis September noch auf dem Sessel zu kleben, obwohl die Sache mit dem geordneten Übergang vordergründig durchaus vernünftig tönt. Aber es isch zviel Heu dune... wink.gif

Geschrieben von: Adm. Ges 2. Feb 2011, 18:39

Heute sind nun erstmals Mubarak-Befürworter zum Tahrir-Platz gestürmt und haben sich dort Straßenschlachten mit den Demonstranten geliefert. Das Militär hat wohl mehrfach Warnschüsse abgegeben.

Geschrieben von: Voivod 11. Feb 2011, 15:01

So, heute hoffe ich, dass der Greis endlich verschwindet. Im Moment sieht's wieder gut aus, die Proteste sind nochmals grösser geworden, alles ist auf den Strassen. Herrje, Mubarak hatte tagelang die Chance auf einen Abgang in Würde, aber er hat's vergeigt und klammert sich verzweifelt an die Macht. So macht er alles noch viel schlimmer und am Schluss gibt's trotzdem noch ein Blutbad. Vielleicht will der gute Mann das sogar!

Ich hoffe bloss nicht, dass das Militär trotzdem noch durchdreht. Immerhin haben die Generäle verdammt viel zu verlieren. Ein sanfter Putsch wäre wohl das beste, denn ehrlich gesagt, wer soll im Moment für Ordnung sorgen, wenn nicht die Armee? Aber Militärköpfen traue ich generell nicht.

Egal, wenn ich irgendwann in ein paar Stunden den PC wieder einschalte, ist der Tatterknabe hoffentlich weg und Ägypten versinkt nicht in Gewalt und Chaos... unsure.gif Edit: Oh, aus Kairo ist er jedenfalls schon mal abgehauen! Jetzt ab nach Saudi Arabien mit dir!

Geschrieben von: Adm. Ges 11. Feb 2011, 17:00

Er ist jetzt wohl angeblich nicht mehr in Kairo. Vielleicht klappts ja, aber nachdem gestern schon spekuliert wurde, bin ich skeptisch.

PS: In der Tagesschau um fünf kommt gerade live die Info, dass er wohl zurückgetreten ist - eventuell Putsch! Jubelnde Massen auf dem Tahrir-Platz.

Mitteilung offenbar durch den Vize.

Geschrieben von: Bir'kher 12. Feb 2011, 14:31

Hui, das ist mal ne Revolution. Mubarak ist weg, und nu gehen die Revolutionäre auf die Straße, nehmen Schaufel und Besen und räumen alles wieder auf. Einer hält n Plakat mit den Worten "Entschuldigung für die Störung, wir bauen ein neues Ägypten". Zu cool. Diese Revolution macht mir mal wieder Gänsehaut!

Geschrieben von: Voivod 21. Feb 2011, 14:18

Krass, was da überall gerade abläuft, v.a. in Libyen. Bin verdammt beeindruckt vom verzweifelten Mut und auch von der selbtmörderischen Wut vieler Leute da unten, und angeekelt von der Skrupellosigkeit von Typen wie Gaddafi oder seiner Söhne, die von Söldnern auf's eigene Volk ballern lassen. Ich hoffe, das libysche Volk krallt sich ihn und seine Clique und macht die ganze Mörderbande gleich alle. Oder Gaddafi haut ab zu seinem Schätzchen Berlusconi und verbringt der Rest seines Lebens in seinem Zelt in irgend einem Park einer Berlusconivilla. Bin aber eher für ein Ende mit Schrecken. Hoffentlich gibt's nicht noch allzu viel Blutvergiessen. Am besten wäre es wohl für alle Beteiligten, eine der desertierenden Armeeinheiten stellt Gaddafi an die Wand. Sonst könnte das alles noch extrem ausarten. Denn der Kerl ist irre, der lässt auch die eigenen Städte bombardieren, wenn's sein muss.

Peinlich wieder mal Europa, das schweigt und rumdruckst. Wir sind echt eine Schande, wir ach so zivilisierten Länder, wenn es darum geht, die Leute zu unterstützen, die um ihre Freiheit kämpfen und sich ihren lügenden und tricksenden und zensierenden und prügelnden Brutaloregimes entgegenstemmen und alles, aber wirklich alles riskieren. Gerade auch im Iran, wo man wirklich fast schon todesmutig sein muss, um an einer Demo teilzunehmen. Denn wenn die Demos vorbei sind, kommen sie dich erst recht holen, und deine Familie auch... Unsere Politiker reissen wohl erst wieder das Maul auf, wenn alles vorbei ist. Bis dahin wird wieder mal "vorsichtig formuliert", schliesslich brauchen wir das libysche Öl, und der Bunga Bunga-Mann und die Franzmänner sind immer noch gute Kumpels von Gaddafi. Scheiss Heuchelei! mad.gif Trotzdem ein fettes thumbs up an alle Demonstranten in dieser Weltregion. Wir Menschen mögen verstrahlt und ignorant sein, aber wenn's um die Freiheit geht, kann unsere Rasse verdammt viel Power entwickeln! smile.gif Ich sag ja, wir hätten Potenzial... wink.gif

Geschrieben von: Voivod 22. Feb 2011, 00:51

"Forth! Down fear of darkness! Arise! Arise, Riders of Libya! Spears shall be shaken, shields shall be splintered! A sword day... a red day... and the sun rises! Ride now... Ride now... Ride! Ride for ruin and the world's ending! Death! DEATH! DEEEATH!"



Geschrieben von: Voivod 22. Feb 2011, 01:28

ZITAT(Voivod @ 21. Feb 2011, 14:18) *
Denn der Kerl ist irre, der lässt auch die eigenen Städte bombardieren, wenn's sein muss.


Der Untermensch hat's tatsächlich getan! mad.gif Hoffentlich kriegen sie ihn...

Geschrieben von: Adm. Ges 22. Feb 2011, 01:51

ZITAT(Voivod @ 22. Feb 2011, 01:28) *
ZITAT(Voivod @ 21. Feb 2011, 14:18) *
Denn der Kerl ist irre, der lässt auch die eigenen Städte bombardieren, wenn's sein muss.


Der Untermensch hat's tatsächlich getan! mad.gif Hoffentlich kriegen sie ihn...


So say we all! sad.gif

PS: Im Tagesspiegel steht, dass zwei Kampfpiloten mit ihren Maschienen nach Malta geflohen sind und dort Asyl beantragt haben. Bis auf den Botschafter, stellt sich der komplette Stab bei den Vereinten Nationen gegen G., ebenso der Botschafter bei der Arabischen Liga. Der Justizminister ist wohl auch zurückgetreten.

Völlig unverständlich, dass es keine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates gibt. Die Amis haben immer mindestens einen Flugzeugträger im Mittelmeer, die könnten relativ schnell auf eine UN-Resolution reagieren.

Wahnsinn, was da abläuft...

Geschrieben von: Adm. Ges 22. Feb 2011, 11:30

Hier ein interessanter Artikel zu Libyen aus der Berliner Zeitung:
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2011/0222/feuilleton/0003/index.html

ZITAT(Berliner Zeitung)
Was wollen die Demonstranten?

Jedenfalls keine Demokratie. Es geht um Machtverteilung, um alte Rechnungen, um Rache. Ich habe keine einzige Person getroffen, die von Demokratie redete.

Geschrieben von: Voivod 22. Feb 2011, 18:07

ZITAT(Adm. Ges @ 22. Feb 2011, 11:30) *
Hier ein interessanter Artikel zu Libyen aus der Berliner Zeitung:
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2011/0222/feuilleton/0003/index.html

ZITAT(Berliner Zeitung)
Was wollen die Demonstranten?

Jedenfalls keine Demokratie. Es geht um Machtverteilung, um alte Rechnungen, um Rache. Ich habe keine einzige Person getroffen, die von Demokratie redete.



Das sehe ich auch so. Das Volk ist ein Mischmasch aus diversen Stämmen, keine Gemeinschaft. Eine völlig archaische Gesellschaft. Was wissen die Leute da schon von Demokratie, den Begriff hören sie mal auf Al-Dschasira, wenn's hoch kommt. 40 Jahre lang war jetzt Diktatur... Die Exillibyer sind allerdings gebildet und wollen durchaus Demokratie. Aber wie lange haben unsere Gesellschaften gebraucht, um Demokratie zu entwickeln? Ewig! Sowas kommt nicht über Nacht. In dieser Region wird noch Jahrzehnte Unruhe herrschen. Zwei Schritte vorwärts, einer zurück, usw...

Aber jetzt ist es erstmal Zeit, den Spinner aus dem Amt zu befördern. Was danach kommt, wird man sehen. Gilt auch für all die anderen Staaten, in denen es brennt. Ich finde es einfach extrem zynisch, aus Angst vor Anarchie oder Islamisten Unrechtsregime zu unterstützen. Ganz zu schweigen aus rein wirtschaftlichen Gründen, wie es Berlusconien macht.

Geschrieben von: Aran 22. Feb 2011, 19:33

Ich lockere die traute Zweisamkeit hier mal auf. wink.gif

Angefangen bei der Revolution in Ägypten bis hin jetzt zu Libyen bin ich auch ganz baff, wie schnell Regime fallen können/ins Wanken geraten, wenn sich der Volkszorn erhebt.

Mubarak, Gaddafi, die saßen doch scheinbar unantastbar im Sattel und urplötzlich ist/scheint alles aus.

Der Prozess in Ägypten hat mich mehr als einmal an den Fall der Berliner Mauer erinnert und die ganzen Ereignisse von damals kamen mir wieder in den Sinn. Vor allem, dass wir unheimlich viel Glück gehabt haben, wenn man sieht, wieviele Tote diese Aufstände in der arabischen Welt jetzt gefordert haben.

Meine Hochachtung vor allen, die sich unter großer Lebensgefahr gegen die Unterdrücker stemmen.

Geschrieben von: Voivod 22. Feb 2011, 20:14

ZITAT(Aran @ 22. Feb 2011, 19:33) *
Meine Hochachtung vor allen, die sich unter großer Lebensgefahr gegen die Unterdrücker stemmen.


!!!

Yup!

Ob wir Europäer für sowas noch genug Eier hätten? unsure.gif Der einzige "Kampf", den wir doch noch kennen, ist um ein bisschen mehr Lohn oder ähnlich vergleichsweise Belangloses.

Geschrieben von: Neral_Jourian 23. Feb 2011, 00:15

Offiziell gab es 300 Tote bei den Protesten in Libyen.
So wie ich es mit bekommen habe, haben wir jetzt deutsche und europäische Bürger ausgeflogen.
Die EU hält wohl vor allem wegen der drohenden Flüchtlingswelle die Füße still.

Geschrieben von: Voivod 26. Feb 2011, 17:32

Immer noch Chaos in Libyen, und ich glaub da kommt noch mehr! Schwere Zeiten für die Diktatoren und Könige.


Geschrieben von: Henning 26. Feb 2011, 21:02

Nachdem ich gerade in den holländischen Nachrichten wieder eine ziemliche Schwarzweißmalerei in der Berichterstattung erlebt hab (= böse Diktatoren böse, jubelnde Massen, alles wird gut), mag ich hier auf einen Artikel aus dem aktuellen "Economist" hinweisen, der die aktuelle Situation in Tunesien und Ägypten ins Auge fasst: http://www.economist.com/node/18238190?story_id=18238190&CFID=163692299&CFTOKEN=73450466

Darin verlinkt, interessant auch, eine graphische Aufarbeitung des von der Zeitschrift in einer der letzten Ausgabe veröffentlichten "Unruhe-Index" - ein statistisches Produkt aus (gewichteten) Faktoren zu Wirtschaftsleistung, Bevölkerungsanteil unter 25, Demokratie, Korruption und Pressefreiheit: http://www.economist.com/blogs/dailychart/2011/02/arab_league_map

Aufschlussreich(er als vieles, was ich derzeit in der deutschen Presse mitkriege), aber dennoch fehlt imo ein wichtiger Faktor: [Wirtschaftssprache] Anteil des frei verfügbaren Vermögens, das eine Familie für die Ernährung ausgibt. [/] Also Brot wird teurer, die staatlichen Subventionen - sowieso längst ohne Spiele - gehen in die Knie, Ende.

Der Iran ist in dem oben genannten Index nicht mit drin, aber die Voraussetzungen sind ähnlich - wenn die Turbane dort auch mindestens so verwerflich agieren und sicher reagieren wie Gaddafi.

Aran hat es ja schon angesprochen und Mordred angedeutet, 2011 mag für die arabische Welt werden, was 1989 für Europa war. Das deutsche Volk hat damals das enorme Glück einer Schicksalsstunde gehabt, dass es ohne Blutvergießen abging. Gerade in der Erinnerung, die doch für mich zu weit zurückliegt (ich hätte den Fall der Mauer gern bewusst miterlebt ... und wenn jemand mal ne Zeitmaschine erfindet, wär das glaub ich einer meiner Koordinaten), bin ich gespannt, wie Europa diesen Wandel der Zeit hoffentlich nicht nur hinnehmen, sondern auch im vollen Bewusstsein der eigenen Vergangenheit in Afrika - und des Weges, der seither gegangen wurde - in den eigenen Idealen mitgestalten wird.

Geschrieben von: Voivod 9. Mar 2011, 15:42

Sieht nicht gut aus im Moment... Die NATO macht ein Engagement von einem UNO-Mandat abhängig, doch letzteres wird es kaum geben. Oder erst, wenn es schon zu spät ist und Gaddafis Truppen/Söldner den Aufstand niedergeschlagen haben.

Geschrieben von: Voivod 10. Mar 2011, 23:52

Mittlerweile besteht die akute Gefahr, dass der Aufstand im Sande verläuft und der Verrückte an der Macht bleibt und nachher das Land "säubert". Recht oder Unrecht, wer die Waffen hat, regiert... Bin gespannt, was passiert... Hat die UNO/NATO genug Eier, wenn's drauf an kommt? Man wird sehen. Da steht viel mehr auf dem Spiel als nur der Aufstand eines unbedeutenden Wüstenvolkes. Der Westen könnte wegen Untätigkeit und dem üblichen Geseiere quasi daran schuld sein, dass es in Nordafrika/Arabien bald zu einer Art Restauration kommen könnte und der Fortschritt in dieser Region erst recht auf sich warten lässt. Auf Jahrzehnte hinaus. Ausserdem steht wieder einmal die Glaubwürdigkeit des Westens auf dem Spiel. Habe ich glaub schon erwähnt in diesem Thread.

Geschrieben von: Adm. Ges 11. Mar 2011, 00:27

Vermutlich muss der Spinner erst eins von unseren AWACS abschießen, bevor die sich da wirklich etwas trauen. Einfach nur Mist, was da abgeht. Und leider gibts auch keinen Königsweg aus der Situation raus.

Geschrieben von: Voivod 11. Mar 2011, 01:12

ZITAT(Adm. Ges @ 11. Mar 2011, 00:27) *
Königsweg...


Wozu hat der Westen sauteure Geheimdienste? Die Situation erscheint mir geradezu gemacht für Geheimdienstaktivitäten. Das ist der momentane Königsweg! Stinger-Raketen an die Aufständischen verteilen, strategische und taktische Hilfestellung geben, und vor allem Benzin und Nahrungsmittel organisieren! Und niemand erfährt was davon/macht sich die Hände schmutzig... Ok, was James Bond-Einsätze in der Praxis taugen, hat man ja bei der Aktion der SAS in Libyen vor ein paar Tagen gesehen. Peinlich peinlich...

Geschrieben von: JEAN-LUC 11. Mar 2011, 19:27

ZITAT(Voivod @ 11. Mar 2011, 01:12) *
ZITAT(Adm. Ges @ 11. Mar 2011, 00:27) *
Königsweg...


Wozu hat der Westen sauteure Geheimdienste?


Das die nur teuer sind und nichts können, beweist die CIA doch immer wieder. Der einzige Geheimdienst, vor dessen Arbeit ich wirklich Achtung habe, ist der Mossad - wobei offenbar selbst bei denen die richtig erfolgreichen Jahre vorbei sind.

Aber eh wir vom Thema abkommen ... Die Situation in Lybien und das Verhalten Europas (oder der "westlichen" Welt) ist wirklich armseelig. Eines dürfte nämlich in der Tat feststehen, wenn man nicht bald was unternimmt, kann man nichts mehr unternehmen.

Geschrieben von: Voivod 16. Mar 2011, 17:31

Nun, da alle Welt jetzt nach Japan schaut, kann sich der Verrückte ungeniert austoben und wird die Revolte wahrscheinlich in ein paar Tagen beendet haben, zumindest aus militärischer Sicht. Bin gespannt, wie lange es geht, bis die ersten westlichen Staaten ihm wieder in den Arsch kriechen...

Und klammheimlich und ohne grosses Aufmucken des Westens sind in Bahrain saudische Truppen einmarschiert, um das Königshaus dort zu unterstützen.

Ojeoje... So ne Scheisse aber auch. Shame!

Geschrieben von: Adm. Ges 16. Mar 2011, 19:02

Nicht nur einmarschiert, sondern inzwischen wohl auch schon im Einsatz gewesen. Die Nachrichten aus Libyen macht mich traurig und das Geschachere im UN-Sicherheitsrat ist unerträglich. Ebenso die Scheinheilige "Warnung" unserer Alpha-Weibchen Merkel und Westerwelle. Hast Recht, in etwa 2-3 Wochen fliegt letzterer vermutlich wieder rüber, um dem Irren in den allerwertesten zu kriechen.

Geschrieben von: Voivod 18. Mar 2011, 10:58

Immerhin hat es die UNO für mich überraschend geschafft, eine Flugverbotszone über Libyen zu erlauben. Reichlich spät, aber immerhin! Bin gespannt, was jetzt passiert. Die Franzosen wollen noch heute zuschlagen. In Anbetracht der aktuellen Lage bin ich gespannt, wie die an der Zone beteiligten Mächte vorgehen wollen. Da sind für einmal extrem kluge Militärköpfe gefragt. Nach dem Ausschalten der libyschen Flugabwehr und Luftwaffe wäre ich zum Beispiel für ein paar Angriffe auf Panzerzüge rund um Bengasi. Natürlich unter dem Vorbehalt, dass ich keinen blassen Schimmer von sowas habe! wink.gif Ich vermute aber, die Westmächte haben mittlerweile ein ganz gutes Bild der Gaddafitruppen in Libyen. Es gilt einfach zu verhindern, dass Bengasi wieder an Gaddafi fällt. Das hat Vorrang!

Geschrieben von: Voivod 19. Mar 2011, 14:34

Heute Krieg?

Geschrieben von: Adm. Ges 19. Mar 2011, 14:38

ZITAT(Voivod @ 19. Mar 2011, 14:34) *
Heute Krieg?


Die müssen sich ranhalten, sonst gibts keine Rebellen mehr...

Nachtrag: Wer hätte gedacht, dass ich mal Fan der Froschfresser bin. wink.gif Die Franzosen klären derzeit auf und haben eventuell sogar schon mit den ersten Luftschlägen begonnen.

Geschrieben von: Kobi 24. Mar 2011, 15:50

Mal ehrlich, was da Momentan abläuft ist doch mehr als Peinlich oder?

Die libysche Luftwaffe wurde erst einen Monat nach Ausbruch der Angriffe auf die libysche Bevölkerung zerstört, da sieht man erneut, wie langsam die diplomatischen Mühlen drehen.

Und was machen die Europäer nun? Sind sich derart uneins und zerstritten, dass man eigentlich nur sagen kann, es ist peinlich. Außerdem sieht man um so mehr, dass deutliche Strukturreformen nötig sind, es ist für die Türkei offensichtlich ein leichtes die Entscheidungen im NATO-Rat zu blockieren. Die Abstimmungsrichtlinien sind halt nicht zeitgemäß und für die heutige Anzahl der Mitglieder ausgelegt ...

Geschrieben von: Voivod 24. Mar 2011, 16:17

ZITAT(Kobi @ 24. Mar 2011, 15:50) *
Mal ehrlich, was da Momentan abläuft ist doch mehr als Peinlich oder?

Die libysche Luftwaffe wurde erst einen Monat nach Ausbruch der Angriffe auf die libysche Bevölkerung zerstört, da sieht man erneut, wie langsam die diplomatischen Mühlen drehen.

Und was machen die Europäer nun? Sind sich derart uneins und zerstritten, dass man eigentlich nur sagen kann, es ist peinlich. Außerdem sieht man um so mehr, dass deutliche Strukturreformen nötig sind, es ist für die Türkei offensichtlich ein leichtes die Entscheidungen im NATO-Rat zu blockieren. Die Abstimmungsrichtlinien sind halt nicht zeitgemäß und für die heutige Anzahl der Mitglieder ausgelegt ...


Ich bin einfach über die Kurzsichtigkeit von manchen Europäern erstaunt. Ich meine, das, was jetzt im arabischen Raum passiert, könnte Auswirkungen auf Jahrzehnte haben. Jetzt machen auch die Syrier Stunk, btw. Klar, es ist grundsätzlich ein Desaster, wenn man Krieg beginnen muss. Und wenn diese Regimes fallen, kann es durchaus sein, dass 20 Jahre Chaos herrscht in der Region. Doch langfristig ist es ungemein wichtig auch für Europa, dass der arabische Raum sich politisch weiterentwickelt. Auch im Hinblick auf den ewigen Nahostkonflikt, der alles in dieser Region seit Jahrzehnten lähmt. Europa kann nur profitieren, wenn sich der arabische Raum demokratisiert oder zumindest diese Kleptokratien fallen und die Bürger mehr Freiheiten haben und Staatsformen einführen, die zu diesen Kulturen passen. (Demokratien nach westlichem Muster werden es wohl so schnell nicht werden.) Man muss nur mal daran denken, wie die Wirtschaft profitieren würde, gäbe es endlich einen annähernd offenen Handel mit diesen Ländern mit fairen Bedingungen. Auch gäbe es weniger Flüchtlinge.

Am meisten fürchte ich immer noch eine Art Restauration, wenn das alles scheitert. Noch mehr als die Gefahr einer Dominanz von islamistischen Freaks in dieser Region, was natürlich auch passieren könnte. Positiv stimmt mich aber, dass diese Staaten eine solche Überzahl an jungen Leuten haben, die über das Web etc... mittlerweile wissen, was in der Welt vor sich geht. Diese Leute werden sich nicht aufhalten lassen. Die haben Blut geleckt und lassen sich mit der üblichen Propaganda und auch mit islamistischem Dummlall nicht ewig ruhig halten.

Ah well, ich schreibe in diesem Thread ständig den gleichen Post! wink.gif Sorry, haha...

Edit: Am meisten nerven mich die Leute auf den Kommentarseiten der Zeitungen, die mittlerweile aus ihren Löchern hervorgekrochen kommen und behaupten, unter Gaddafi und den anderen Despoten sei doch alles nicht so schlimm gewesen und sie hätten ihren Völkern jahrzehntelang Frieden ermöglicht. Das sind die gleichen Arschlöcher, die immer noch die faschistischen Zeiten im letzten Jahrhundert verniedlichen. Herrje, ich kenne eine Italienerin, die bringt immer noch gerne den Spruch: "Unter dem Duce hätte es sowas nicht gegeben!".

Geschrieben von: Adm. Ges 24. Mar 2011, 17:27

Hach Voiv, es passt eben (leider) einfach. Ich hab im Tagesspiegel gerade nen Artikel gelesen, wo ein paar Hintergründe drinstanden. Die Türkei hatte mit beiden Seiten geredet und fühlte sich auf einem guten Weg. Ein türkischer Diplomat sagte allerdings, dass die Gespräche noch nicht sehr weit gediehen wären. Ohne die französischen Luftangriffe gäbe es jetzt keine Opposition mehr, mit der man irgendwas verhandeln könnte.

Syrien ist schon lange so ein zwielichtiger Problemstaat, vor allem aber haben die Israelis und Palestinenser wieder angefangen miteinander zu "spielen" und kurbeln kräftig an der Geweltspirale. sad.gif

Geschrieben von: Adm. Ges 2. Apr 2011, 22:36

Nun also der erste "Fehlangriff" der NATO. Getroffen wurde ein Konvoi der Rebellen, wo wohl mal wieder so ein Depp "Freudenfeuer" abgegeben hat. Ich hoffe dieser traurige Zwischenfall sorgt dafür, dass die Chaos-Truppe endlich mal mit der Munitionsverschwendung aufhört.

Geschrieben von: Voivod 22. Aug 2011, 10:43

Uiuiui, das ging ja jetzt ganz schnell in Libyen. Auf einem anderen Forum habe ich in den letzten Wochen mit einem an sich klugen Kerl diskutiert, der immer behauptete, die Berichterstattung über den Konflikt in unseren Massenmedien sei erstunken und erlogen und die libysche Bevölkerung stehe wie eine Eins hinter dem Diktator (er benutzte das Wort "rechtmässiger Herrscher"). Ich gehe gleich mal gucken, was er zu der aktuellen Situation zu sagen hat. Auch in Tripolis selbst haben sich die Leute ja anscheinend ziemlich gefreut, als der Rebellenmob angerückt ist.

Geschrieben von: Der RvD 22. Aug 2011, 12:31

Spiegel Online hat jedenfalls schon einen Liveticker eingerichtet. biggrin.gif Liest sich stark nach Berlin '45 - kann sich also nur noch um Sekunden handeln...*kopfklatsch*

Geschrieben von: Voivod 22. Aug 2011, 12:44

ZITAT(Der RvD @ 22. Aug 2011, 13:31) *
Spiegel Online hat jedenfalls schon einen Liveticker eingerichtet. biggrin.gif


Dort hänge ich zur Zeit rum! mrgreen.gif Auch die Leserommentare zur ganzen Angelegenheit sind immer noch zum schreien komisch. Die Verschwörungsfraktion gibt noch nicht auf! laugh.gif

Geschrieben von: Adm. Ges 23. Aug 2011, 00:24

ZITAT(Voivod @ 22. Aug 2011, 13:44) *
ZITAT(Der RvD @ 22. Aug 2011, 13:31) *
Spiegel Online hat jedenfalls schon einen Liveticker eingerichtet. biggrin.gif


Dort hänge ich zur Zeit rum! mrgreen.gif Auch die Leserommentare zur ganzen Angelegenheit sind immer noch zum schreien komisch. Die Verschwörungsfraktion gibt noch nicht auf! laugh.gif


Das tut sie nie! Aber wenn die jetzt wirklich nach nem halben Jahr den "Endsieg" erringen, dann ist das auch ein sehr deutliches Zeichen in Richtung Syrien. Was mir Sorgen bereitet ist die fehlende Berichterstattung zum Jemen und zu Somalia. Im Jemen hat sich ja Al Kaida ausgebreitet und mächtig Gebiet gewonnen, weil die Spezialtruppen in der Hauptstadt hocken, um weitere Demonstrationen zu unterbinden.

Geschrieben von: Voivod 23. Aug 2011, 16:15

ZITAT(Adm. Ges @ 23. Aug 2011, 01:24) *
ZITAT(Voivod @ 22. Aug 2011, 13:44) *
ZITAT(Der RvD @ 22. Aug 2011, 13:31) *
Spiegel Online hat jedenfalls schon einen Liveticker eingerichtet. biggrin.gif


Dort hänge ich zur Zeit rum! mrgreen.gif Auch die Leserommentare zur ganzen Angelegenheit sind immer noch zum schreien komisch. Die Verschwörungsfraktion gibt noch nicht auf! laugh.gif


Das tut sie nie! Aber wenn die jetzt wirklich nach nem halben Jahr den "Endsieg" erringen, dann ist das auch ein sehr deutliches Zeichen in Richtung Syrien. Was mir Sorgen bereitet ist die fehlende Berichterstattung zum Jemen und zu Somalia. Im Jemen hat sich ja Al Kaida ausgebreitet und mächtig Gebiet gewonnen, weil die Spezialtruppen in der Hauptstadt hocken, um weitere Demonstrationen zu unterbinden.


In Libyen waren die Erfolgsmeldungen wohl doch ein wenig voreilig. Die Söhne des Irren sind immer noch auf freiem Fuss. Wahrscheinlich sind die Rebellen im Siegesrausch vorwärts gestürmt und voll ins Messer gelaufen, will heissen: Scharfschützen, MG-Nester und noch schwereres Gerät wie Panzer haben sie niedergemetzelt. Aber die NATO ist zur Zeit kräftig am Bombeln hageln lassen. Ich vermute und hoffe mal, in ein paar Tagen geben die "Regierungstruppen" endgültig auf. Nein, ich finde die Angelegenheit nicht glorios und bin keine Kriegsgurgel, aber gewaltsame Umstürze sind nun mal hässlich.

Ganz klar, dass die Salafisten und sonstige Fanatiker in diesen Ländern jetzt versuchen werden, das Machtvakuum zu füllen. Die Region wird auch in vielen Jahren nicht zur Ruhe kommen. Ich finde es aber nur erbärmlich, dass manche "Pazifisten" jetzt erst recht auf ein Szenario hoffen, in dem der arabische Raum ins Chaos stürzt. Sie wünschen der NATO eine Niederlage, wohl aus uralten Resentiments gegen den bösen "Westen" und die "imperialistischen Kräfte". Damit sie sagen können: "Seht, wir hatten ja doch recht!" Diese Leute bevorzugen brutale Diktatoren, weil diese "Stabilität" garantieren, sie legen sich mit Gewaltherrschern ins Bett, nur um dem ideologischen Gegner eins auszuwischen. Wenn alle so denken würden, hätte es nie Revolutionen gegeben und auch wir in Europa würden noch unter dem Joch von "Herrschern von Gottes Gnaden" leben.

Geschrieben von: Equinox 23. Aug 2011, 20:11

Mord und Tod in Somalia ist älter als ich! Ich war daher überrascht, dass sich überhaupt mal jemand für Somalia interessiert. Nicht das die Leute da seit zwanzig Jahren auch ohne Dürre scharenweiße sterben würden...

Geschrieben von: Adm. Ges 23. Aug 2011, 22:40

ZITAT(Equinox @ 23. Aug 2011, 21:11) *
Mord und Tod in Somalia ist älter als ich! Ich war daher überrascht, dass sich überhaupt mal jemand für Somalia interessiert. Nicht das die Leute da seit zwanzig Jahren auch ohne Dürre scharenweiße sterben würden...


Das zeigt nur, wie dramatisch verschlechtert dort die Situation derzeit ist. Die derzeitige Anarchie in Somalia hat immerhin eine klitzekleine positive Seite. Durch die Piratenangriffe trauen sich die Fischräuber nicht mehr an die somalische Küste, wo sie bis dato illegal gefischt haben. Damit haben die dortigen Fischbestände eine Chance zur Erholung.

Geschrieben von: Voivod 25. Aug 2011, 08:23

ZITAT(Adm. Ges @ 23. Aug 2011, 23:40) *
Die derzeitige Anarchie in Somalia hat immerhin eine klitzekleine positive Seite. Durch die Piratenangriffe trauen sich die Fischräuber nicht mehr an die somalische Küste, wo sie bis dato illegal gefischt haben. Damit haben die dortigen Fischbestände eine Chance zur Erholung.


Darum plädiere ich für Piratenangriffe auf allen Weltmeeren! Dann kann niemand mehr Fisch fressen wie verrückt (nichts gegen Fisch essen, aber sooooo häufig muss das nicht sein, und gerade die Sorten, die über tausende von Kilometern in unsere Kaufhäuser transportiert werden, sind einfach ein ökologischer Unsinn), und die Bestände erholen sich weltweit! mrgreen.gif Dieser Sushiwahn macht alles kaputt. Seit die ganze Welt nicht mehr ohne Sushi auszukommen scheint, sind gewisse Arten quasi ausgestorben. Warum gibt's bei uns dreckbillig Thunfisch, Seelachs und Seehecht zu kaufen? Das ist doch sowohl gesundheitlicher und auch ökologischer Unsinn.

Und dann gibt's evtl. noch eine heftige Rinderseuche, und das abartige Gemampfe von Beef der Amis (und auch von uns Europäern) wird eingedämmt und die Natur kann sich auch wieder erholen. Das Fleisch ist ja nicht mal das Problem, sondern die Unmengen von Mais, die weltweit angebaut werden müssen, damit man tonnenweise Beef für die Hamburger produzieren kann. Vom perversen Wasserverbrauch ganz zu schweigen! Kauft Fleisch beim lokalen Bauern, es schmeckt besser und ist ökologisch besser vertretbar! smile.gif Glückliche, freilaufende Rinder, die sich auf der Weide selbst versorgen und nicht nur beschissenes, raffiniertes Müllfutter zu fressen bekommen, geben nun mal besseres Fleisch! (Aber es ist auch auch ein bisschen teurer, gebe ich ja zu. Aber Fleisch ist grundsätzlich ein Luxusprodukt, das haben die meisten Leute völlig vergessen, die dreimal täglich unbedingt Fleisch essen müssen, am besten schon zum Frühstück.)

Schweinefleisch ist eh eklig.... wink.gif Meine Ex wohnt neben einem Schweinestall, diese Viecher leben ihr ganzes Leben in einem geschlossenen Raum und sehen nie Tageslicht. Doch, genau zwei mal: Wenn sie als Ferkel angeliefert werden und ein paar Monate später fürs Schlachthaus abgeholt werden. Und das trotz unseren harten Tierschutzvorschriften, welche zu den strengsten der ganzen Welt gehören! Das ist doch ziemlich abartig. Mit unseren kranken Essgewohnheiten fördern wird diese Kacke nur.

Ich bin kein Ökofreak, aber wer sowas mal aus der Nähe sieht, dem bleibt der Schinken im Halse stecken. Fleisch sollte man nur ein bis zweimal pro Woche essen, das reicht völlig und ist gesünder, nur so nebenbei. Bis vor ein paar Jahrzehnten hat niemand velangt, jeden Tag Fleisch auf den Teller zu bekommen, aber die heutigen Konsumenten brauchen jeden Tag mehrmals Fleisch, Fleisch, und nochmals Fleisch. Das ist einfach krank! mad.gif Und sogar der hinterletzte Antiöko muss akzeptieren, dass z.B. Kalbfleisch aus Weidenhaltung zig mal besser schmeckt als das Fleisch aus einer Tierfabrik voller dahinvegetierender Kälber. Wer's nicht glaubt, solls mal kosten! smile.gif Das Kalbfleisch ist zwar nicht so schön weiss, sondern etwas rötlicher, dafür hat es mehr Goût. Dasselbe gilt für die Hühnerhaltung.

Wir müssen da endlich mal umstellen und akzeptieren, dass Fleisch und Fisch zwar was leckeres sind und Fleisch essen kein Verbrechen, aber Fleisch ist eben grundsätzlich ein Luxusprodukt, das auch seinen Preis haben darf/muss. Es muss ja niemand darben, sondern nur ein wenig Mass halten und wissen, dass Fleisch nicht auf den Bäumen wächst, sondern dass Unmengen von Ressourcen benötigt werden, um z.B. ein Kilo Rindfleisch zu produzieren.

Edit: Und wer noch Crevetten aus thailändischen Farmen in Küstennähe oder Lachs aus chilenischen Fischkäfigen in offenem Meer isst, ist meiner Meinung einfach hochgradig verrückt. Viel Spass beim Antibiotika spachteln.... unsure.gif Die Züchter dort werfen die Medikamente in Hundertkilosäcken in die Käfige, weil die Fische/Meeresfrüchte dort so gut wie alle an Infektionen leiden. Ganze Küstenstreifen sind nur noch postapokalyptische Wüsten deswegen.

Geschrieben von: Equinox 25. Aug 2011, 11:49

Be! Es freut mich, dass mal jemand all das ausspricht! smile.gif Ich versuche auch ab und zu den Leuten zu sagen, dass nur dreimal Fleisch pro Woche gesund ist und hilft den Planeten zu retten. Oder, dass man kein Pangasius essen muss. usw. Dann heißt es immer "nur der Vegetarier halt...blablablub... isst meinem Essen...". Die Leute können offenbar die Umstände ignorieren, solange sie die Kuh nicht selbst schlachten müssen. -.- Imao sollte man alle Subventionen für Fleisch sofort einstellen, damit der wahre Preis dieser Güter bewusst wird. Das Argument den Arbeitsplätzen zählt nämlich imao nicht. Mit dem Argument kann man alles durchbringen oder verhindern. Bei sinnlosen Bauvorhaben z.B. werden dann die ganzen Bauarbeiter komplett vom Staat bezahlt. Kann man sich das leisten? Nein! Also was soll dieses bescheurte Argument blos immer?

Bei den Milchbauern wars genauso. Müssen halt ein paar von denen kaputt gehen, dass ist nicht schön aber notwendig. Deshalb fordere ich sogar alle LW-Sunventionen einzustellen. Das würde auch die Märkte in Afrika retten und deshalb dort lokale Landwirtschaft fördern und den Planeten retten helfen.

PS: Ich bin so ein Öko, ich überlege dem Ortsverein der Grünen beizutreten. War da schon ein paar mal Gast bei der Sitzung. Vorher wollte ich mir aber noch ansehen, was die Grüne Jugend in Mannheim so treibt. Dann entscheide ich mich wo ich grün bin.

Geschrieben von: Voivod 26. Aug 2011, 11:09

^Ich bin kein Vegi, aber ich überlege mir ernsthaft, einer zu werden. Ich mag Fleisch schon, es schmeckt sehr gut... sad.gif Aber immer, wenn ich eine Vegi-Phase eingeschaltet hatte für ein paar Wochen, war meine Verdauung viel besser und ich fühlte mich körperlich wohler. Aber Veganer will ich nicht werden. Ich HASSE diesen Bohnenkram, und Proteinshakes auf Magermilchbasis sind schon lecker. Die Muckis brauchen nun mal Eiweiss.

Sorry für OT, jetzt zurück zu den Spinnern im arabischen Raum! wink.gif

Geschrieben von: Voivod 20. Oct 2011, 12:48

Angeblich ist der ehemalige Gewaltherrscher Libyens gefasst worden. Das glaube ich aber erst, wenn es Bilder gibt... Edit: Andere Meldungen sagen, er sei tot. Lebend wäre natürlich besser, sonst gibt es wieder tausende Verschwörungstheorien von der üblichen Fraktion, egal, ob man die Leiche tausend mal identifiziert... wink.gif

Geschrieben von: Adm. Ges 20. Oct 2011, 14:56

Die aktuelle Version ist, dass er schwer verwundet gefasst wurde und inzwischen seinen Verletzungen erlegen ist. Ich bin aber auch gespannt, was sich im Endeffekt bestätigen wird. Gut möglich, dass sich nun ausgerechnet Libyen von den drei nordafrikanischen "Revolutionen" am Besten entwickeln wird. Die Zeit wird es zeigen...

Geschrieben von: Voivod 21. Jan 2012, 00:55

Wie weiter mit Syrien? Irgendwelche Idioten behaupten, dort sei alles in Ordnung und die ganzen "Unruhen" nur eine Erfindung der bösen westlichen Medien. It's fucked up... Eine militärische Intervention ist nicht einfach zu bewerkstelligen, und auch nach einer gelungenen "Revolution" sieht man ja, dass nicht unbedingt was besseres nachkommt. Es scheint so, als hätten wir die Wahl zwischen totalitären Regimen und islamistischen Verrückten. Wie gesagt, it's fucked up... sad.gif Ich bin ja gespannt, wie die ganze Sache noch rauskommt in diesen Ländern und dem "arabischen Frühling"... Es ist ja logisch, dass sich Völker, die keine Stabilität mehr haben und auch keine Tradition in Sachen Demokratie, sich wieder auf alte, gesicherte Werte besinnen, und sei es nur hirnverbrannte religiöse Vorstellungen. Aber wenn auf den Frühling der islamischistische Winter folgt, waren die ganzen Bemühungen umsonst. Wie gesagt, it's f..... Ok, ich glaube, ich muss mich nicht wiederholen.

Geschrieben von: Adm. Ges 21. Jan 2012, 01:35

Wobei wir da sehr vorsichtig sein müssen. Hier bei uns im "Westen" wird gerne die Islamismus-Keule geschwungen, obwohl dort relativ moderate Kräfte am Werk sind. Die Muslimbrüder & Co werden da weniger wegen der religiösen Ausrichtung gewählt, sondern weil sie sich durch Einrichtungen um Hilfsbedürftige kümmern und so einen authentischen Anschein haben. Wichtig ist IMO die moderaten Kräfte zu stärken, um die Extremisten ins Abseits zu stellen. Schwächt man hingegen die moderaten Kräfte, dann erlangen die Extremisten Auftrieb.

Das ist im "ewigen Konflikt" ja auch recht gut zu sehen. Die Fatah kann inzwischen als (relativ) gemäßigt gelten und hat das Westjordanland halbwegs im Griff. Die Hamas als Prügelknabe wird vor allem durch die Extremisten geführt und kontrolliert den Gaza-Streifen.

Syrien ist ein ziemliches Trauerspiel. Das Problem ist ja auch, dass da der Iran dranhängt und mitmischt. Assad selbst hat inzwischen vermutlich kaum noch Macht und ist eher die Marionette der (Geheimdiest)Generäle.

Aus dem Jemen ist trotz der bedrohlichen Situation durch die Geländegewinne von Al Quaida kaum etwas zu hören. Dabei ist die Situation dort für die westliche Welt ziemlich entscheidend. Durch die Meerenge zwischen Jemen und Somalia fließt ein gewichtiger Teil des globalen Schiffsverkehrs. Ich vermute mal in dem Zusammenhang stehen auch die Bestrebungen die "Piraten" künftig auch an Land zu jagen.
Wirklich "interessant" wird es, sollte Saudi-Arabien ins Wanken geraten.

Geschrieben von: Voivod 2. Feb 2012, 01:23

ZITAT(Adm. Ges @ 21. Jan 2012, 01:35) *
Wobei wir da sehr vorsichtig sein müssen. Hier bei uns im "Westen" wird gerne die Islamismus-Keule geschwungen, obwohl dort relativ moderate Kräfte am Werk sind. Die Muslimbrüder & Co werden da weniger wegen der religiösen Ausrichtung gewählt, sondern weil sie sich durch Einrichtungen um Hilfsbedürftige kümmern und so einen authentischen Anschein haben. Wichtig ist IMO die moderaten Kräfte zu stärken, um die Extremisten ins Abseits zu stellen. Schwächt man hingegen die moderaten Kräfte, dann erlangen die Extremisten Auftrieb.

Das ist im "ewigen Konflikt" ja auch recht gut zu sehen. Die Fatah kann inzwischen als (relativ) gemäßigt gelten und hat das Westjordanland halbwegs im Griff. Die Hamas als Prügelknabe wird vor allem durch die Extremisten geführt und kontrolliert den Gaza-Streifen.

Syrien ist ein ziemliches Trauerspiel. Das Problem ist ja auch, dass da der Iran dranhängt und mitmischt. Assad selbst hat inzwischen vermutlich kaum noch Macht und ist eher die Marionette der (Geheimdiest)Generäle.

Aus dem Jemen ist trotz der bedrohlichen Situation durch die Geländegewinne von Al Quaida kaum etwas zu hören. Dabei ist die Situation dort für die westliche Welt ziemlich entscheidend. Durch die Meerenge zwischen Jemen und Somalia fließt ein gewichtiger Teil des globalen Schiffsverkehrs. Ich vermute mal in dem Zusammenhang stehen auch die Bestrebungen die "Piraten" künftig auch an Land zu jagen.
Wirklich "interessant" wird es, sollte Saudi-Arabien ins Wanken geraten.


Das ist ein sehr interessanter Beitrag aus geostrategischer Sicht! Respekt! Du scheinst dich mit der Angelegenheit befasst zu haben, sicher mehr als ich.... Wobei ich bezweifle, dass Saudi Arabien nächstens ins Wanken gerät. Immerhin hatten die Saudis genug Ressourcen, um Bahrain zur Hilfe zu eilen mittels Panzern, als es dort brenzlig wurde. Auch wird sich der Westen in Saudi Arabien nie und nimmer einmischen, weil die Kohle ohne Ende haben. Syrien hingegen ist ein völlig unbedeutender Staat, kein Öl, nichts... Darum wird weiter Blut fliessen, gerade, weil die Russen gute Kumpels des syrischen Regimes sind und kein Interesse daran haben, dass sich was ändert.

Ich bin mit dir einig, dass der Westen in den postrevolutionären Ländern die moderaten Kräfte unterstützen muss. Aber in der Praxis machen die moderaten Kräfte zwar die Revolution, aber nachher rücken die Islamisten nach. Viel Einfluss nehmen können "wir" also nicht. Der Konflikt zwischen Sunniten und Shiiten, der ja der Ursprung der Misere ist, entzieht sich einfach dem Einfluss des Westens. Das ist quasi eine theologische Angelegenheit, und dass müssen und werden die beiden muslimischen Doktrinen unter sich ausmachen. Es geht hier nicht um Ressentiments zwischen Staaten, sondern im Grund um eine Glaubensangelegenheit, die sich nicht mit Logik erklären lässt. Zu tief verwurzelt sind diese religiösen Fragen in den Kulturen der arabischen Welt.

Es ist fast schon logisch, dass auf die totalitären Regimes jetzt islamistische Kräfte folgen. Auch wenn sie sich z.B. in Ägypten noch nicht durchsetzen konnten, weil sich die Militärs, die jetzt an der Macht sind, auch an diese Macht klammern.

Nebenbei: Ich halte die Situation rund um den Iran für eher unproblematisch, inklusive A-Waffenprogramm, etc... Die Iraner sind nicht so blöd, um einen offenen Konflikt mit dem Westen anzuzetteln mit einer allfälligen Blockade der Meerenge. Sie würden schlichtweg weggebombt. Es wäre eher eine emotionale Enscheidung von Israel, in nächster Zeit loszuschlagen und ein Inferno zu entfachen. Aber das halte ich für unwahrscheinlich, denn die Israelis sind trotz aller Kriegsrhetorik nicht ganz so blöd, trotz ihrem Anteil an Fanatikern.

Abwarten und Tee trinken und hoffen, dass nicht jemand die Lunte anzündet mit einer unbedarften Aktion, angeheizt durch religiösen Wahn... unsure.gif

Geschrieben von: Equinox 2. Feb 2012, 22:27

Ich bin fast schon enttäuscht, dass hier alle so politisch gebildet sind. Normalerweise muss ich den Leuten immer erklären, dass Nordkorea oder Iran kein wahres Interesse an einem Krieg haben.

Geschrieben von: Voivod 3. Feb 2012, 00:56

ZITAT(Equinox @ 2. Feb 2012, 22:27) *
Ich bin fast schon enttäuscht, dass hier alle so politisch gebildet sind. Normalerweise muss ich den Leuten immer erklären, dass Nordkorea oder Iran kein wahres Interesse an einem Krieg haben.


blink.gif

Mit "politisch gebildet" kannst du aber nicht ernsthaft meinereiner meinen. Vielleicht trifft das auf Ges zu, aber sicher nicht auf mich. Ich schwafle nur nach, was mir die Online-Medien auf dem silbernen Tablet servieren, und würze das mit einer winzigen Prise eigenem wirren Gedankenkram.... mrgreen.gif

Was mich (trotz meines elenden Halbwissens) beunruhigt ist, dass in Israel vor ein paar Monaten noch soziale Empörung herrschte und Hunderttausende auf die Strassen gingen. Jetzt ist es zwar ruhiger geworden, aber die Sache ist noch nicht ausgestanden. Es könnte also durchaus sein, dass die rechtslastige Regierung ein Abenteuer startet, um von den nationalen Problemen abzulenken. (Der Iran macht das aber schon seit Jahren, und trotzdem blieb bis jetzt zum Glück alles bei heisser Luft.)

Das Problem ist einfach, dass niemand eine Ahnung hat, ob der Iran nun nahe an der A-Bombe ist oder nicht. Wahrscheinlich sind hunderte Agenten in Iran unterwegs, aber es herrscht immer noch Unklarheit.

Geschrieben von: Adm. Ges 3. Feb 2012, 01:32

Ich denke an den entscheidenen Stellen herrscht schon Klarheit. Im letzten oder vorletzten Jahr gabs da ja einen Zwischenfall in einer iranischen Atomanlage. Da hatte sich ein Virus/Trojaner auf einem autarken Computer eingenistet. Der kam wohl in Form eines USB-Sticks rein und die interessanten Daten auf dem selben Weg sicher auch wieder raus. Dazu gabs ja auch den Fall eines iranischen Atomwissenschaftlers, der angeblick zu den USA übergelaufen war, dann aber in den Iran zurückkehrte und erklärte er wäre entführt worden.

Größere Sorgen bereitet mir ganz aktuell Pakistan. Das Land hat zwei großeflächige Überschwemmungen hinter sich und politisch ziemlich instabile Verhältnisse. Teile des Geheimdienstes unterstützen aktiv die Taliban im Nachbarland. Wenn da ein Putsch kommt und die A-Waffen in den falschen Händen landen, dann hat nicht nur Indien ein Problem.

@Voiv: Machen wir das nicht alle so? Gut, ich verzichte zur Schonung meiner Nerven zu gut es geht auf den Konsum der Boulevardblätter, aber sonst interpretiere ich auch nur das, was ich so aus den Medien mitbekomme und was ich irgendwo durch Gespräche aufgenommen habe.

Geschrieben von: Voivod 3. Feb 2012, 11:42

ZITAT(Adm. Ges @ 3. Feb 2012, 01:32) *
Größere Sorgen bereitet mir ganz aktuell Pakistan. Das Land hat zwei großeflächige Überschwemmungen hinter sich und politisch ziemlich instabile Verhältnisse. Teile des Geheimdienstes unterstützen aktiv die Taliban im Nachbarland. Wenn da ein Putsch kommt und die A-Waffen in den falschen Händen landen, dann hat nicht nur Indien ein Problem.


Ich habe mal irgendwo aufgeschnappt, dass amerikanische Einheiten jetzt schon die Dinger bewachen. Nur ein Gerücht, aber sinnvoll wär's ja. Ich glaube kaum, dass die A-Waffen Pakistans nicht 24h beobachtet werden von diversen Einheiten am Boden und in der Luft/im Weltraum.... wink.gif Aber es ist schon erschreckend, dass ein völlig instabiles Land wie Pakistan A-Waffen hat... unsure.gif Käme es zu einem Putsch durch religiöse Fanatiker, würden die Raketen wohl innert Minuten "ausser Dienst gestellt." Das klingt jetzt zwar nach James Bond, aber soviel Voraussicht traue ich den westlichen Diensten schon zu.

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