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Star Trek Discovery: Wirklich "Star Trek"?, Ist dies nun eigentlich „unser“ Star Trek oder ist es das nicht? ...
Matthias Wieprecht
Beitrag 15. Nov 2017, 08:52
Beitrag #1





Gast






Ist dies nun eigentlich „unser“ Star Trek oder ist es das nicht? Nachdem ich die aktuelle und vorerst (bis Januar) letzte Episode von „Star Trek: Discovery“ gesehen habe, bin ich nachdenklich geworden. Ich habe der neuen Serie von Anfang an eine faire Chance gegeben. Gerne wĂ€re ich nun enthusiastisch oder völlig abgetörnt, aber ich bin unschlĂŒssig. Spoiler, da ich die letzte Folge gesehen habe!

Wir haben die original Zeitlinie von unserem ersten Captain Kirk, wir haben ĂŒberzeugende, spannende, wohl durchdachte Charaktere und ĂŒberhaupt scheint alles an dieser Serie wohl durchdacht zu sein. Nichts wurde dem Zufall ĂŒberlassen.

Die Idee eines superschnellen Schiffs, in dem eine Schwachstelle – das notwendige Mißbrauchen eines lebenden Wesens (sei es Stamets oder der Tardigrad) – eingebaut ist, verschaffte der „Discovery“ ein Alleinstellungsmerkmal, enthob sie den „langweiligen“ \"Warp-Regeln\" und sorgte gleichzeitig fĂŒr eine gute, moralische ErklĂ€rung, warum eben dieser Sporenantrieb in Zukunft nicht mehr machbar sein wird. Alles, was auf dem Schiff zu modern aussieht – fĂŒr diese Zeitlinie – kann damit erklĂ€rt werden, dass es eben das SUPERschiff der Föderation ist. Damit hebt sich das Raumschiff so sehr von dem uns bekannten Star Trek ab, dass es optisch nur noch aufgrund von Warp-Gondeln und dreieckigen Abzeichen klar als \"Star Trek\" erkennbar ist.

Das Design ist gefĂ€llig, aber leider auch weit weg von dem, was wir aus TOS kennen. Wird es hier die angekĂŒndigte AnnĂ€herung an das alte Design geben? Wie sollte das machbar sein? Wir dĂŒrfen gespannt bleiben, ob wir bald einen Captain mit gelbem Oberteil zu sehen bekommen werden. Ich wĂŒnschte es mir, denn im Moment kann ich mir zwar gut vorstellen, dass diese Serie eine optisch ĂŒberzeugende Fortsetzung des ENT – Designs ist, aber nicht das angemessene Design vor TOS. Eine Herausforderung, mit der jedes Star Trek Prequel kĂ€mpfen muss.

Nun definiert sich \"Star Trek\" ĂŒber weit mehr als nur ĂŒber das optische und eine Auffrischungskur seit den \"wilden 60iger - Jahren\" musste natĂŒrlich sein. Wie sieht es aber mit Inhalten aus?

Der Captain ist unmoralisch. Er hat sein eigenes psychisches Problem. Sollte es eines Tages gelöst werden, wird er eine gewaltige Charakterentwicklung durchmachen (können). Bis dahin ist er gewissenlos und lĂ€sst gerne auch mal einzelne Crewmitglieder vor die Hunde gehen, wenn er nur sein Ziel erreicht, nie all zu viele Crewmitglieder zu verlieren, wie es ihm ja schon mal „passiert“ ist, wobei er auch da selbst die Verantwortung trĂ€gt. Er wollte seine ehemalige Crew nicht den Feinden ĂŒberlassen und initiierte die Selbstzerstörung, wobei er – als Captain – nicht als Letzter sein Schiff verlies. Ja, ein in der Tat unmoralischer Captain mit fragwĂŒrdigen Methoden und Motiven. Aber verbissen, das ist er mit Sicherheit. Kein Captain, dem man vertrauen kann, was neu ist in einer Star Trek Serie. Solche FĂŒhrungsoffiziere kamen sonst immer nur in Nebenhandlungen vor.

Aber um die Farbe \"weiß\" sehen zu können, bedarf es \"schwarz\" und so sorgt dieser merkwĂŒrdige Captain dafĂŒr, dass all das Gute, fĂŒr das Burnham letztlich steht, die hier eine recht objektive Beobachterin ist, aufgrund dieses Mannes erst recht ins Gewicht fĂ€llt und ins Licht gerĂŒckt wird. Die Unmoralischen sind immer das Salz in der Suppe einer jeden Geschichte, besonders einer moralischen! WĂ€re sein Befehl, aus dem Tardigralen eine Waffe zu machen (im sprichwörtlichen Sinne) nicht gewesen, hĂ€tte Burnham nicht auf die wahre Natur und letztlich auch das Leiden des Wesens aufmerksam machen können. Sie wird sich ihm noch oft widersetzen und seine Entscheidungen in Frage stellen, wie ich das beurteile. Was sie alleine nie wieder machen wird ist zu meutern, denn \"das letzte Mal\" sitzt ihr immer noch sehr in den Knochen. Es wĂŒrde mich nicht wundern, wenn ihr natĂŒrlicher Mut und ihre loyale Einstellung sie zum Captain werden lassen, wenn Lorca abtritt, sei es nun indem er stirbt oder indem er sich einer (nötigen) Therapie unterzieht.

„Star Trek: Discovery“ ist eine spannende Serie mit tollen, komplexen Charakteren. Wenn ich in einem Punkt nach der ersten Season-HĂ€lfte sicher bin, dann in diesem.

Aber ist es „Star Trek“?

Daran werden sich noch oft die Geister scheiden. FĂŒr jeden Fan ist Star Trek etwas anderes. Der eine findet, es muss sein wie TOS, der andere wie TNG, DS9 oder Voyager oder auch ENT. Vielleicht muss es auch sein wie die Filme der Kelvin-Zeitlinie?

Da sind die Macher von „Discovery“ gut beraten, es eben nicht jedem Recht machen zu wollen, denn das wĂŒrde daneben gehen und genau das scheint ihnen klar zu sein! Die Überzeugung, das Selbstvertrauen des kreativen Teams hinter der Serie schimmert immer wieder durch die einzelnen Episoden durch, in denen die Handlung kompromisslos voran schreitet.

Rick Berman hat so eine klare Haltung meines Erachtens nach nur selten oder nie gehabt, wollte im TV wie - noch viel mehr - im Kino stets \"EverybodyÂŽs Darling\" sein. WĂ€hrend beispielsweise das Star Wars Genre 100% zu dem steht, was es ist, versuchte Berman in seinen spĂ€teren Star Trek Serien und besonders in seinen Kinofilmen, Filme fĂŒr „jedermann“ zu schaffen. Eine Philosophie, die Paramount leider noch immer verfolgt, weshalb dann spannende, teure Filme entstehen, denen man aber anmerkt, dass sie sich scheinbar etwas dafĂŒr „schĂ€men“, „Star Trek“ zu sein. Die Handlungen mĂŒssen halt immer jedem gefallen und zu viel Philosophie oder Tiefe ist nicht gefragt. „Star Trek“ im Kino soll vor Allem Sommer-Popcorn-Kino sein. Auch nett, aber wie viel mehr könnte Paramount schaffen, wenn sie es mal mit etwas ernsterer \"Trek-SciFi\" versuchen wĂŒrden?! Zeit wurde es fĂŒr ein Star Trek im TV mit mehr Tiefe und Entwicklung, mit mehr Potential.

In der letzten Folge, „Into the Forest I go...“, wird eine wesentliche RichtungsĂ€nderung angedeutet. Stamets wurde von Captain Lorca angedeutet, dass durch die \"Sporen-SprĂŒnge\" deutlich wurde, wie unendlich viele Möglichkeiten die Galaxis zum Erforschen bietet. Ja, es mag nach dem Krieg die uns so bekannte Suche nach fremdem Leben liegen, die ein wesentlicher Teil der Sternenflotten – Missionen und von Star Trek selber ist – oder sein sollte: Nach TNG gab es vergleichsweise wenig Suche nach außerirdischen Lebensformen! \"Kann sich noch jemand an die Zeit erinnern als wir noch Forscher waren?\" fragte Jean-Luc Picard ganz zurecht in \"Insurrection\" (Der Aufstand). Forschung schien dem Publikum (uns?) allerdings stets zu bieder zu sein, so dass die Serien, die diese hĂ€tten zeigen können in der Regel mit Kriegen und dergleichen daher kamen. Zuletzt geschehen in der unterschĂ€tzen Serie ENT, die abgesetzt wurde als sie so richtig gut wurde (wobei ich auch Staffel 1 ansprechend fand...).

Kleiner Diskurs: Das Zitat, welches im Titel der vorerst letzten Folge von Discovery angedeutet wird stammt ĂŒbrigens von dem US-amerikanischen Naturphilosophen John Muir und heißt komplett: “And into the forest I go, to lose my mind and find my soul.“ Bezogen ist es sicherlich auf Stamets, der nun möglicherweise wahnsinnig ist, aber seine Seele gefunden haben mag, was immer das konkret bedeutet. Aber es könnte auch auf Tyler oder Burnham bezogen sein, die sich ihren eigenen Herausforderungen stellen mĂŒssen als sie auf das Klingonenschiff beamen und dort Tyler seine ehemalige Folterknechtin vorfindet, auf die er sich einlies, um bessere Karten zu haben. Jedoch nicht, ohne dabei seelische Narben von sich zu tragen.

Sollte die Richtung nun also langsam in die Richtun „Erforschung“ gehen, dann könnte sich auch bei mir allmĂ€hlich ein stĂ€rkeres GefĂŒhl von „Star Trek“ einstellen.

Dass die Serie Potential hat, war ja schon nach dem Pilotfilm klar. Nun ist es nur die Frage, ob dieses auch ausgeschöpft wird. Sollte das passieren, wird \"Discovery\" noch viel besser werden, denke ich.

Erleichtert aufatmen können wir, weil sich „Discovery“ als zumindest gut herausgestellt hat. Aber die Spannung bleibt noch etwas erhalten, denn noch hat sich die Crew und die Handlung nicht ganz - bei mir zumindest - ins Herz gespielt. Aber sie ist auf dem Weg dorthin, das ist mal sicher.

Ab dem 8. Januar ab 9 Uhr wird die nÀchste Folge bei Netflix bereitstehen.

Zur Originalmeldung

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MrAnderson
Beitrag 15. Nov 2017, 18:25
Beitrag #2





Gast






Ich fĂŒhle mich von der Serie gut unterhalten und das ist schon mal wichtig. Sicher ist da noch viel zu justieren und zu verbessern, aber wir stehen gerade am Anfang. Ich denke die inkohĂ€rente ErzĂ€hlweise liegt mit an dem Durcheinander dass hinter den Kulissen ablief. Denken wir einfach mal an TOS oder an TNG zurĂŒck. Auch da lief es hinter den Kulissen chaotisch ab. Bei TNG wurden in den ersten zwei Staffeln in verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig hoher Zahl stĂ€ndig Autoren eingestellt und gefeuert bis man mit der dritten Staffel endlich ein Team hatte, dass die Serie verinnerlicht hatte und sie endlich richtig gut werden ließ. Ich finde jede Star Trek Serie hat etwas fĂŒr sich. Bei jeder einzelnen Star Trek Serie dauerte es bei mir gut zwei Staffeln, bis ich mit den Hauptfiguren mitfiebern konnte. Bei TNG und DS9 weiß ich sogar noch genau bei welchen Episoden das war. Bei TNG war es "Der Austauschoffizier" als ich bemerkte dass ich mir um Riker auf dem Klingonenschiff etwas sorgen machte. Bei DS9 war es "Das Paradiesexperiment" als ich der "Hexe" den Tod an den Hals wĂŒnschte, weil sie Sisko bei sengender Hitze in den kleinen Kasten einsperrte. Mal sehen wann es bei Discovery soweit ist. Mein Lieblingscharakter ist bisher Lorca. Burnham kann von mir aus draufgehen.
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Tom
Beitrag 15. Nov 2017, 20:19
Beitrag #3





Gast






Wo Star Trek drauf steht, ist auch immer Star Trek drin. Klar gefÀllt dem einen eher TOS, dem anderen eher TNG oder DS9. Aber es ist immer Star Trek. Und jede Serie konnte auch schon immer alles mögliche abdecken: Komödie, Drama, Crime, etc.
Es ist Star Trek. Ob man es mag oder nicht, ist eine andere Frage. Mir gefÀllt es und ich bin gespannt was noch kommt. Und endlich wieder neues Star Trek im Wochenrhythmus... DAS ist Star Trek!
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Voivod
Beitrag 15. Nov 2017, 20:28
Beitrag #4


Admiral
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Bisher ist die Serie ein guter Kompromiss zwischen all den sich widersprechenden AnsprĂŒchen der heillos zerstrittenen, neurotischen und ĂŒberanspruchsvollen Trek-Fangemeinde. wink.gif Im Vorfeld war ja Schlimmes zu befĂŒrchten. Was da alles kolportiert wurde: Fokus auf "Diversity" und diverse SJW-Themen, blabla. Nix davon ist eingetroffen, was einige zwar frustrieren mag, den Grossteil der Zuschauer aber wohl nicht! mrgreen.gif

Kann man gucken.

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Seaquest
Beitrag 16. Nov 2017, 21:14
Beitrag #5





Gast






Ich finde diese Frage: "Ist es Star Trek?", ist symptomatisch fĂŒr das falsche Denken aller Star Trek Fans. Die Frage wurde von Fans bei DS9 gestellt, bei Voyager und bei Enterprise mit Archer. Und was ist Star Trek nun? Etwa die Vision von Gene Roddenberry, dessen Einfluss fĂŒr solche AusfĂ€lle wie die erste Staffel TNG oder den allerersten Film verantwortlich ist? Oder ist es das Star Trek der Neunziger, als es wirklich erfolgreich war? Die Antwort sollte sein, alles ist Star Trek. Denn wenn Star Trek eines verkörpert, dann das vulkanische UMUK: Unendliche Mannigfalitikeit in unendlichen Kombinationen. Das sollte man auch auf die Serien anwenden. Es ist eben nicht jedes Schiff so geleckt wie die Enterprise-D und nicht jeder Captain so auf Forschung gedrillt wie Picard. So ist die Sternenflotte eben auch nicht nur eine Forschertruppe, sondern auch eine Verteidigungsstreitmacht. Und bloß, weil jetzt eine andere Facette des Mosaiks Star Trek gezeigt wird, heißt das nicht, dass mehr oder weniger Star Trek ist als alles andere und jeder Fan, der das nicht kapieren will, hat Star Trek nicht verstanden.
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Uhurababe
Beitrag 17. Nov 2017, 07:35
Beitrag #6





Gast






@Seaquest

Die Frage, ob das Star Trek im ursprĂŒnglichen Sinne ist, muß erlaubt sein. Die Sternenflotte hauptsĂ€chlich als Verteidigungsstreitmacht und die Schiffe als Kampfschiffe anzusehen, ist ja ein Konzept, das erst erst Mitte der 90er eingefĂŒhrt wurde, als man actionlastiger werden wollte. NatĂŒrlich gab es auch schon bei TOS und TNG RaumkĂ€mpfe. Das waren aber einzelne ScharmĂŒtzel, wĂ€hrend bei DS9, VOY, ENT und jetzt auch DSC KĂ€mpfe im Vordergrund stehen. Immer wieder das gleiche seit ĂŒber 20 Jahren: "Captain, wir werden angegriffen. Schilde runter auf 15%. Captain, wir werden geentert..."

Schnarch, schnarch, schnarch.

NatĂŒrlich ist auch DSC "Star Trek" so wie es sich eben in den letzten 20 Jahren entwickelt hat. Mit der ursprĂŒnglichen Idee wie sie dann um 1990 mit TNG und dem Film "Das unentdeckte Land" zum Höhepunkt gereift ist, hat das aber nichts mehr zu tun.

Star Trek gelingt es einfach nicht mehr, das zu sein, was es einmal war: eine TV-Legende mit wissenschaftlichen und philosophischen Ansatz. Das wird zwar im nachhinein immer verklĂ€rt. Star Trek war nie ein Wissenschafts- oder Philisophieseminar und stets eher einfach gestrickt. Aber zumindest hat man sich MĂŒhe gegeben, diese AnsĂ€tze fĂŒr den Zuschauer in unterhaltsamer Weise aufzubereiten. Heute man man nicht einmal mehr diesen Anspruch.

Abgesehen davon ist DSC bislang zwar spannend, aber in sich völlig inkonsistent. Keine der HandlungsfĂ€den, die offen bleiben, werden spĂ€ter wieder aufgegriffen. Das ist einfach schlechtes Schreiben. Burnham entlĂ€ĂŸt das BĂ€rtierchen und erfĂ€hrt welche Konsequenzen durch Lorca? Bislang hat man immer auf den genialen Twist gehofft, der uns die ganzen Handlungslöcher erklĂ€rt. Er kommt aber nicht.
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Aran
Beitrag 17. Nov 2017, 08:07
Beitrag #7


Fleet Captain
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Es gibt wegen der „BĂ€rtierchen“-Geschichte keine Konsequenzen fĂŒr Burnham, weil mit Stamets (vorerst) ein funktionierender Ersatz gefunden wurde. Es muss funktionieren fĂŒr Lorca, wie ist ihm egal.


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Seaquest
Beitrag 17. Nov 2017, 17:34
Beitrag #8





Gast






@Uhurababe:

Was du beschreibst sind jedoch nur kleine wissenschaftliche und philosophische "Peaks", die Star Trek durchaus hatte, die aber auch auf viele, viele Folgen kommen, die einfach Mumpitz waren. Nimm zum Beispiel mal die erste Staffel TNG, die erfĂŒllt keinen deiner angefĂŒhrten Aspekte.

Klar, in TNG und TOS waren es nur einzelne ScharmĂŒtzel, aber es war auch immer klar, dass Kriege gibt. der irdisch-romulanische Krieg, der Krieg mit den Cardassianern, mit den Klingonen, all das hat damals in der Geschichte von Star Trek stattgefunden und die Sternenflotte war immer unzweifelhaft die Verteidigungsstreitmacht. Das ist kein Konzept, das erst eingefĂŒhrt werden musste in den 90ern, sie war es schon immer, wir haben sie nur zuvor nie in einem solchen Kriegseinsatz gesehen, da die Serien nicht zu diesen Kriegszeiten spielten.

Die Inkonsistenzen von Discovery diskutiere ich erst, wenn alle Folgen erschienen sind, schließlich ist es eine Serie mit folgenĂŒbergreifender Handlung, im neuen Jahrtausend gibt es sehr viele Beispiele fĂŒr Serien, bei denen sich das Gesamtbild erst am Ende zusammenfĂŒgt.

Zumal uns Star Trek auch vorher einige Logiklöcher und Inkonsistenzen geliefert hat, alleine die Borg liefern seitenlange Inkonsistenzen. Zumal man als Zuschauer auch damit leben muss, dass einem manche ErklÀrungen vorenthalten werden, wie es auch am Ende von vielen Star Trek Folgen zuvor schon so war.

@Aran: Ja. Genau. :-)
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Uhurababe
Beitrag 17. Nov 2017, 19:02
Beitrag #9





Gast






@seaquest

Man kann natĂŒrlich nach dem Motto verfahren "Star Trek ist, wo Star Trek draufsteht" - unabhĂ€ngig vom Inhalt. Die Frage ist nur, wie groß die KanonwidersprĂŒche und Logiklöcher sein dĂŒrfen, bevor eine Mehrheit der Fans das nicht mehr als ihr Star Trek begreift.

Ich finde die Serie ja sehr unterhaltsam, aber nicht sonderlich intelligent geschrieben und inszeniert.
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Performa475
Beitrag 17. Nov 2017, 21:40
Beitrag #10





Gast






Es war m.E. ein großer Fehler, Discovery als Prequel anzulegen. Das hat schon bei ENT fĂŒr große EnttĂ€uschungen gesorgt, obwohl diese Serie wohl die besten und glaubwĂŒrdigsten DrehbĂŒcher hatte. Es fehlte aber das Look and Feel von TOS, wie nun auch bei Discovery. Die Technik passt nicht in die Zeitlinie und die Transformation der Klingonen zu einer lĂ€cherlichen Alice-im-Wunderland-Alienrasse ist schon ein starkes StĂŒck. Mit einem Prequel macht man sich zudem extrem abhĂ€ngig von akribischen Kanonisten. Konsequenterweise hĂ€tte man Discovery nicht als Prequel anlegen sollen, sondern als Fortsetzung des bekannten Star Trek Kosmos. Dann wĂ€re Discovery von den ganzen Fesseln des Kanons von vornherein befreit gewesen und die Drehbuchschreiber hĂ€tten mit ihren Geschichten dorthin gehen könne, wo noch nie ein Mensch zuvor gewesen ist. Ach ja, trotz allen modernen Strorytellings und bombastischer Effekte ist ein konsistentes, prĂ€zises Drehbuch weiterhin eine hohe Kunst. Da hinkt Discovery leider noch weit hinter anderen modernen Serien her. Muss sich vielleicht noch einspielen. FĂŒr die zweite Staffel wĂŒnsche ich mir mehr Entdeckerabenteuer und weniger Klingonenkriege, das könnte den Horizont wieder öffnen, der fĂŒr gutes Scifi nötig ist
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Aran
Beitrag 17. Nov 2017, 22:25
Beitrag #11


Fleet Captain
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ZITAT( Performa475 @ 17. Nov 2017, 21:40) *
Konsequenterweise hÀtte man Discovery nicht als Prequel anlegen sollen, sondern als Fortsetzung des bekannten Star Trek Kosmos. Dann wÀre Discovery von den ganzen Fesseln des Kanons von vornherein befreit gewesen und die Drehbuchschreiber hÀtten mit ihren Geschichten dorthin gehen könne, wo noch nie ein Mensch zuvor gewesen ist.


Obwohl ich Discovery sehr mag, muss ich in diesem Punkt deutlich zustimmen. Es ist unnötig, dass Disco vor TOS spielen soll. In der Zukunft nach VOY angelegt, hÀtte bspw. der Sporenantrieb auch wesentlich besser gepasst. Und Referenzen zu Spock & Co. hÀtte man trotzdem einbauen können.


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Voivod
Beitrag 18. Nov 2017, 16:06
Beitrag #12


Admiral
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ZITAT(Aran @ 17. Nov 2017, 22:25) *
ZITAT( Performa475 @ 17. Nov 2017, 21:40) *
Konsequenterweise hÀtte man Discovery nicht als Prequel anlegen sollen, sondern als Fortsetzung des bekannten Star Trek Kosmos. Dann wÀre Discovery von den ganzen Fesseln des Kanons von vornherein befreit gewesen und die Drehbuchschreiber hÀtten mit ihren Geschichten dorthin gehen könne, wo noch nie ein Mensch zuvor gewesen ist.


Obwohl ich Discovery sehr mag, muss ich in diesem Punkt deutlich zustimmen. Es ist unnötig, dass Disco vor TOS spielen soll. In der Zukunft nach VOY angelegt, hÀtte bspw. der Sporenantrieb auch wesentlich besser gepasst. Und Referenzen zu Spock & Co. hÀtte man trotzdem einbauen können.


Das stimmt natĂŒrlich alles, doch es gibt ein Problem, eine neue Serie einfach nach VOY anzusetzen, ohne grossartige storytechnische Verrenkungen zu machen: Unsere Heldentruppe (die Föderation, die Sternenflotte...) hat sich innerhalb weniger Jahre und in haarstrĂ€ubend kurzer Zeit zu einer galaktischen Grossmacht entwickelt, die es auch mit den heftigsten Feinden (Borg, Spezies 8472, das Dominion...) aufnehmen kann. Sogar den Q machen sie Ärger... Die Voyager ist quasi mit einer Sammlung von ĂŒberlegener Technologie aus dem Deltaquadranten zurĂŒckgekehrt. Die Födis sind fast schon Götter, obwohl immer noch eine lĂ€cherlich junge Zivilisation. Da haben sich die Autoren verrannt aus purer Unsorgfalt. Man mĂŒsste fast schon eine Art Kataklysmus erfinden, der die Föderation technologisch zurĂŒckwirft, damit die Sache vom fröhlichen Dahinforschen in der Heimatgalaxis noch glaubwĂŒrdig wirkt.

Man mĂŒsste ein Schiff inzwischen fast schon in eine andere Galaxie schicken.
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Seaquest
Beitrag 18. Nov 2017, 21:07
Beitrag #13





Gast






@Uhurababe: Welche krude Sicht der Dinge, die kaum Raum fĂŒr weiterentwicklungen des Stoffes lĂ€sst.

@Voivod: Die BĂŒcher haben es, finde ich, ganz gut hingekriegt mit der Borg-Invasion, dem Typhon Pact und so weiter.
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Jazzi
Beitrag 19. Nov 2017, 00:37
Beitrag #14





Gast






Burnham - dieses Wunderkind - geht mir sogar noch mehr auf den Sack als Wesley Crusher.
Hoffentlich lassen sie die Rolle in der zweiten Staffel abnippeln oder stutzen sie wenigstens zurĂŒck.

Der Captain ist weitaus interessanter - und der Schauspieler, der ihn spielt, ist sowieso um Welten besser als die Burnham-Darstellerin.

Außerdem will ich mehr von diesem weiblichen Mensch-Maschinen-Hybriden sehen, der auf der BrĂŒcke Dienst tut. Auch die ist interessanter als die nervtötende Burnham mit ihrem dĂ€mlichen Haarschnitt.
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Karno
Beitrag 19. Nov 2017, 11:41
Beitrag #15





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Ich bin absolut entsetzt, wo Star Trek inzwischen angekommen ist. Wer's sehen will - bitte. FĂŒr mich ist die Serie blutleer, inhaltsarm, und ehrlich gesagt finde ich selbst die Effekte nicht berauschend. Die WidersprĂŒche zu allem, was ST ausmacht, provozieren mich am meisten.
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Aran
Beitrag 19. Nov 2017, 17:38
Beitrag #16


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ZITAT( Karno @ 19. Nov 2017, 11:41) *
Ich bin absolut entsetzt, wo Star Trek inzwischen angekommen ist. Wer's sehen will - bitte. FĂŒr mich ist die Serie blutleer, inhaltsarm, und ehrlich gesagt finde ich selbst die Effekte nicht berauschend. Die WidersprĂŒche zu allem, was ST ausmacht, provozieren mich am meisten.


Wo ist es denn angekommen? Wo noch kein Mensch zuvor gewesen ist? biggrin.gif Welche WidersprĂŒche – erlĂ€utere bitte.

Der Beitrag wurde von Aran bearbeitet: 19. Nov 2017, 17:39


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oz_
Beitrag 19. Nov 2017, 19:14
Beitrag #17





Gast






@Jazzi
Burnham ist der fleischgewordene Traum jeder Neo-Feministin: Hyperintelligent, mutig, verdrischt reihenweise MĂ€nner, die mitunter das doppelte Gewicht wie sie auf die Waage bringen, und hat einen entstellenden Emanzen-Kurzhaarschnitt, um Geschlechter-Stereotypen den Mittelfinger zu zeigen :-)

Man könnte ja ĂŒber derlei Missionierungseifer der Serien-Macher hinwegsehen, wenn wenigstens der Rest der etwas taugen wĂŒrde. Aber leider, es wirkt an "Disco" vieles zu lieb und vor allem hirnlos. Im Vorteil sind daher definitiv jene Seher, die in der Lage sind, ihr OberstĂŒbchen vorĂŒbergehend in den Energiesparmodus zu schicken.

Mit "Discovery" ist Star Trek sozusagen in der Idiocracy angekommen.
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Raven
Beitrag 19. Nov 2017, 22:48
Beitrag #18


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QUOTE (Aran @ 19. Nov 2017, 17:38) *
QUOTE ( Karno @ 19. Nov 2017, 11:41) *
Ich bin absolut entsetzt, wo Star Trek inzwischen angekommen ist. Wer's sehen will - bitte. FĂŒr mich ist die Serie blutleer, inhaltsarm, und ehrlich gesagt finde ich selbst die Effekte nicht berauschend. Die WidersprĂŒche zu allem, was ST ausmacht, provozieren mich am meisten.


Wo ist es denn angekommen? Wo noch kein Mensch zuvor gewesen ist? biggrin.gif Welche WidersprĂŒche – erlĂ€utere bitte.


Ich sehe es zwar nicht ganz so krass bzw. man muss da sicherlich unterscheiden zwischen "Produktionsdesign" was einem nicht gefÀllt und Story Inhalt, muss aber Karno zum Teil zustimmen.

Die Folgen wimmeln nur so von Plot Löchern und Canon BrĂŒchen was Technologien und das Produktionsdesign angeht bin ich ebenfalls mehr als EnttĂ€uscht, die Discovery wirkt wie ein Raumschiff aus der Zeit von ST - Nemesis und sicherlich nicht wie eines 10 Jahre vor TOS

Gleichzeitig sind die Weltraumszenen was die Details und die Machart angeht IMO mehr als enttÀuschent, schwammige Bildern, lensflares wacklige Kamera... nicht das, was ich von einer so teuren Serie erwarte von dem Sound Design (Pew Pew Phaser mad.gif )
will ich garnicht erst anfangen oder warum diese aussehen wie die aus dem Abrams Reboot obwohl wir uns doch angeblich im Prime Universum befinden.

Dazu kommen Folgen oder teilweise auch nur Szenen die mich mehr an "Game of Trones" als an Star Trek erinnern. die erste Staffel ist halt vorbei und ich kann mir gerade mal die Namen von vielleicht 3 Crewmitgliedern wirklich merken weil rein theoretisch alle
austauschbar wĂ€ren... ohne das ich mit ausnahme von vielleicht einem oder zwei Charakteren auch wirklich einen vermissen wĂŒrde...

Und nein ich bin nicht auf dem Trip und finde grundsĂ€tzlich alles mist aber Discovery so hochzujubeln wie es von manchen gemacht wird sehe ich halt auch nicht und bewerte es nach meinem empfinden und das ist fĂŒr mich aktuell die schwĂ€chste Star Trek Serie.

Und ja es nervt mich total das man Technik benutzt die dort nicht hingehört (Holodeck) und das Klingonen ohne grund komplett auf links gedreht wurden oder auch das die DISCO viel zu Modern ist und von der Sinnhaftigkeit der Spore Antriebs will ich garnicht erst anfangen.

Das ein Lebewesen was sein ganzes leben durch diese Spore Netzwerk reist nach 3 mal Nutzung als Navigator fast stirbt aber unser Mr. Stamets kann mit seinen Navigator anschlĂŒssen am Arm nach 25 Jumps immer noch gerade laufen und bricht erst nach ĂŒber 200 Jumps von denen wir nicht alle
On Screen gesehen haben zusammen ?!? ne is klar.

Sollte gar nicht so ein langer Text werden, aber wollte nur mal klar machen das man DISCO auch sehr wohl kritischer sehen kann und das auch ruhig akzeptieren kann auch wenn man DISCO total super findet.

Ich werde fĂŒr mich die Entscheidung es weiterzuschauen damit fallen wie die erste Staffel ausgeht / sich weiterentwickelt. Wenn es so weitergeht wie bisher werde ich die zweite Staffel dann vermutlich nicht mehr schauen. Dann guck ich lieber Enterprise TOS oder DS9 in der Wiederholung.

Und ja ich mochte Enterprise in der ersten Staffel deutlich mehr als DISCO mrgreen.gif


--------------------
Marines donÂŽt die, they just go to hell and regroup! Semper fi !

http://www.Starfleet-Equipment.de
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Karno
Beitrag 20. Nov 2017, 08:41
Beitrag #19





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@Raven: Wunderbar begrĂŒndet, vielen Dank. Unterschreibe ich alles voll und ganz. Eine enttĂ€uschende Serie, gerade fĂŒr ST-VerhĂ€ltnisse.
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Kira Yoshi
Beitrag 20. Nov 2017, 14:18
Beitrag #20





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@Raven: Die erste Staffel ist doch noch gar nicht vorbei...



@alle: Ich verstehe viele negative Kritiken nicht. Es handelt sich um eine durchgĂ€ngige Serie, deren erste Staffel gerade mal etwas ĂŒber die HĂ€lfte vorbei ist. Wie kann man denn jetzt schon ĂŒber Design, Technik und Handlung meckern, wenn die Reise gerade in vollem Gang ist. Niemand weiß, wo es hin geht. Wartet doch mit dem Meckern wenigstens das Ende der ersten Staffel ab. Die Produzenten versprachen, daß alles am Ende zum Canon paßt. Und mal ehrlich, die alten Serien und Filme sind auch weit ab von Perfektion und Logikloch-Freiheit. Ist heute nur alles etwas verklĂ€rt. Die gute alte Zeit...
Habe mir nach den DSC-Mudd-Folgen mal die TOS-Mudd-Folgen angesehen und habe fĂŒr mich festgestellt, daß es zwar schön nostalgisch ist, aber das Design heutzutage gar nicht mehr geht. Da ist mir was modernes sehr lieb (ja, ich liebe auch Enterprise).
Ist schon merkwĂŒrdig. Erst wird gejammert, daß es kein Star Trek mehr gibt, dann wird gejammert, daß die Kinofilme schlecht sind und nun wird ĂŒber die neue Serie gejammert. Und witzigerweise gucken offenbar die Jammerer am intensivsten. Macht jammern und meckern wirklich so viel Freude, daß man es sich immer weiter geben muß statt aufzuhören mit gucken? Attraktiv macht es jedenfalls nicht!



@Jazzi: Mit deinem Satz "Im Vorteil sind daher definitiv jene Seher, die in der Lage sind, ihr OberstĂŒbchen vorĂŒbergehend in den Energiesparmodus zu schicken." hast du wohl ein Eigentor geschossen. Es klingt nicht sehr intelligent. Sorry fĂŒr dich.


Meine Bitte: Genießt Star Trek, wer es genießen will.
Bringt angebrachte Kritik in vernĂŒnftigen Worten.
Oder hört einfach auf zu gucken, wem es nicht gefÀllt. Niemand wird gezwungen.
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Voivod
Beitrag 20. Nov 2017, 15:29
Beitrag #21


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Raven's Kritik kann ich nachvollziehen, bin zwar ĂŒberhaupt nicht damit einverstanden, aber eben... Kann man so sehen. Bis auf den Punkt, dass ENT besser war als DISCO, der ist einfach nur bizarr! tongue2.gif wink.gif

Kritik an der Frisur der Hauptdarstellerin, der Akne einer anderen Darstellerin und angeblichem ĂŒbertriebenem "Feminismus", weil die Hauptdarstellerin nun mal kein SchwanztrĂ€ger ist, halte ich immer noch fĂŒr lĂ€cherlich. Auch das Argument, Trek sei frĂŒher ja sooooo intelligent und moralisch gehaltvoll gewesen, und heute ja so dĂŒmmlich und verroht... Die meisten Trekkies haben halt mit Star Trek glotzen begonnen, als sie Kinder waren, darum kam ihnen damals die Sache wahrscheinlich auch so unglaublich intellektuell vor, lol...
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ups
Beitrag 20. Nov 2017, 16:49
Beitrag #22





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ich Stimme zu das etwas Tiefgang schon sehr gut wĂ€re, aber das wiederum sagt mein 47jahrigres Ego... ein 20 jĂ€hriger wurde mit Sicherheit anders argumentieren Worauf will ich hinaus? Die Antwort ist recht einfach, den Jede Star Teck Serie eart ein Spiegel der aktuell vorliegenden Gesellschaft, und trifft somit den Zeitgeist... Unser aktueller Zeitgeist, ist geprĂ€gt von Facebook, twitter usw. teilweise maltratieren Fakenews unser GemĂŒt. Wir mĂŒssen auch bei Discovery " gnĂ€dig " sein, und uns ĂŒber dass fteuen was uns gefĂ€llt, und das was uns nicht gefĂ€llt einfach vergessen.
ich Frage mich allerdings wann die offensichtlich ECHTE IdentitÀt von Thyler aufgedeckt wird...
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Voivod
Beitrag 20. Nov 2017, 17:27
Beitrag #23


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^"Discovery" ist kein Spiegel von irgendwas, es ist das, was sich die Macher und die Investoren (eine Handvoll Leute) unter Star Trek vorstellen. Eine Serie, die geguckt werden soll von genug Leuten, damit sie im besten Fall ein paar Staffeln laufen kann. Immer diese Überinterpretation. wink.gif Selbst der Heilige Roddenberry himself sah wahrscheinlich an erster Stelle mal Dollarzeichen vor dem inneren Auge! laugh.gif

Was die Kritiker nicht kapieren: Space Operas sind zur Zeit nicht gerade das, was die Leute vor die Flachbildschirme treibt. Ein Nischenprodukt. Klassische SciFi ist out bis auf den unantastbaren MarktfĂŒhrer Star Wars. So sehr ich die neuen Trek-Kinofilme als Kackscheisse fĂŒr 12-jĂ€hrige Hohlbirnen verdamme, immerhin gibt's dank den blöden Filmchen Star Trek noch. In ein paar Jahren werden die Leute auch die Schnauze voll haben von den ganzen Superheldenbockmist, und die Comicfans werden denselben Trauergesang wie heute die Trekkies anstimmen.

Nicht die 0.2 Prozent ĂŒberkritischen Edeltrekkies, die sich zum FrĂŒhstĂŒck schon eine TNG-DVD reinschieben, entscheiden darĂŒber, ob eine Serie ĂŒberlebt. Aber genau das empfehle ich den arroganten Altfans: Halt zum 28 mal alle Staffeln TNG gucken, dabei ins Taschentuch weinen und von den guten, alten Zeiten trĂ€umen.

Der Beitrag wurde von Voivod bearbeitet: 20. Nov 2017, 17:58
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Matt
Beitrag 20. Nov 2017, 17:50
Beitrag #24


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^Ob an erster Stelle, wĂŒrde ich bestreiten, aber er hatte natĂŒrlich in seiner PrĂ€-ST-Zeit als Autor an anderen Serien genug ĂŒber das Business gelernt, um zu wissen, dass es primĂ€r ums Geldverdienen geht. Dennoch: Roddenberrys Weltsicht ist keine Legende, sondern vielfach belegt. Er wollte mit der Serie *tatsĂ€chlich* etwas zum Besseren bewegen, wie seine multikulturelle Crew deutlich zeigt. Um ĂŒberhaupt die Chance zu haben, die Serie produzieren zu können, musste er natĂŒrlich kompromissbereit sein, sodass er z.B. seine weibliche Erste Offizierin aus The Cage ohne große Diskussionen recht schnell opferte, als das Studio dies forderte. Im Prinzip musst du als idealistischer Film- bzw. Serienschöpfer in der Lage zur Quadratur des Kreises sein: Du musst deine "Vision" so verpacken, dass sie dennoch eine große Zuschauerschaft interessiert, ohne zu offensichtlich bestimmte Botschaften zu transportieren (oder gar, Gott bewahre, zu intellektuell zu sein).


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Voivod
Beitrag 20. Nov 2017, 18:03
Beitrag #25


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@Matt:... und schon gleich zu Beginn von TNG mussten sie den alten Mann dringend sanft loswerden, damit aus TNG noch was werden konnte. Er war schuld, dass TNG zu Beginn unsagbar peinlich war. So schnell kommen Visionen in die Jahre...

Das Umfeld ist heute noch vieeeeeel hĂ€rter, das Publikum noch kritischer, die Konkurrenz noch grösser. Es braucht viel Eier, heute noch so etwas anachronistisches wie Star Trek zu machen. wink.gif Gerade bei all den vielen toxischen Fans, die Gift und Galle versprĂŒhen. Bin selbst kein grosser Fan von Martin-Green bzw. ihren SchauspielkĂŒnsten (der Begriff "Fehlbesetzung" ist mir auch schon in den Sinn gekommen), aber mit wie viel Hass die Frau von den "Fans" verhöhnt und niedergemacht wird, ist einfach nur noch ĂŒbel. Naja, vielleicht tatsĂ€chlich der gerne zitierte Zeitgeist.

Letzthin habe ich "Wonder Woman" geguckt. Nicht mein Bier, aber auch vollgepackt mit Moral bis zum Abwinken. Und das nicht mal schlecht. Selbst die "Moral" ist nix mehr, mit dem Star Trek exklusiv punkten könnte.

Der Beitrag wurde von Voivod bearbeitet: 20. Nov 2017, 18:30
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Seaquest
Beitrag 20. Nov 2017, 18:55
Beitrag #26





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Tja, echte Star Trek Fans hassen eben ihr Franchise. XD

Und Voivod, danke, danke, danke, endlich mal jemand, der die gute, alte Zeit nicht romantisch verklĂ€rt. Da waren totale Scheiß-Episoden dabei. Und es kommt hier dasselbe Muster wie damals bei ENT hoch. Damals haben sich auch alle Leute ĂŒber die WidersprĂŒche und technologischen Fortschritte beschwert, die nicht passen und jetzt soll es auf einmal besser sein als Disovery? Dass ich nicht lache. :D
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Performa475
Beitrag 20. Nov 2017, 19:15
Beitrag #27





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Ach, die Discovery-Story ist schon spannend und das Charaktersetting ist auf der höhe der Zeit. Man stellt sich aber mit simplen handwerklichen Fehlern immer wieder selbst die Beine. TĂŒren die Macher mal ein bisschen mehr auf kongruente, in sich stimmige und bezĂŒglich der Akteursmotivationen nachvollziehbarere DrehbĂŒcher achten, könnte ich auch mit den KanonbrĂŒchen und den Neo-Klingonen leben. Die Stories sind nĂ€mlich eigentlich gut und zeitgemĂ€ĂŸ. Die Mudd-Folge, die ja hier in der Kritik ganz gut beurteilt werde (da am trekkigesten) empfand ich dagegen als schlechteste Folge, und zwar vor allem, weil diese mir viel zu altbacken war (mal ganz zu schweigen von der miserablen Umsetzung im Storytelling). Die Charaktere sind interessant, die schauspielerische Leistung könnte noch gesteigert werden und das MĂ€nnertrauma einer weiblichen Hauptprotagonisten finde ich im Jahr 2017 einfach nur noch lĂ€cherlich. Also, wenn weiter packende Geschichten erzĂ€hlt werden wie bisher, bleibe ich an Bord der Discovery. Der Cliffhanger des Staffelendes hat mich zumindest extrem neugierig auf die Fortsetzung gemacht. Also fĂŒr mich als Alt-Trekkie ist auf der Discovery eigentlich fast alles im grĂŒnen Bereich mit Luft nach oben. TOS, TNG und all die anderen Trek-Serien kommen nicht mehr wieder, und das ist auch gut so. Jede Zeit braucht sein eigenes ST. FĂŒr alles andere gibt es die Nostalgieloops auf DVD oder inzwischen auch auf Netflix.
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Matt
Beitrag 20. Nov 2017, 19:25
Beitrag #28


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ZITAT(Voivod @ 20. Nov 2017, 18:03) *
Er war schuld, dass TNG zu Beginn unsagbar peinlich war. So schnell kommen Visionen in die Jahre...

Ja, sein Ansatz fĂŒr TNG war relativ anachronistisch. Ende der 80er eine Serie im Stil der 60er zu machen, ist halt nicht der Weisheit letzter Schluss. Dennoch: Ohne ihn hĂ€tte es TNG nicht gegeben, und das sollte man nicht vergessen. Auch war der Autorenstreik wĂ€hrend Season 2 ein Ă€ußerst ungĂŒnstiges Timing, das die Serie beinahe nicht ĂŒberlebt hĂ€tte. Dort waren dann auch die schlimmsten Episoden zu finden. Dazu kamen dann noch Altersstarrsinn und Beratungsresistenz, nach dem Motto: Nur ich allein weiß, was Trek wirklich ist. Dennoch: Eine Vision hatte Roddenberry unverkennbar, und allein darum ging es mir.


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Voivod
Beitrag 20. Nov 2017, 19:56
Beitrag #29


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ZITAT(Matt @ 20. Nov 2017, 19:25) *
ZITAT(Voivod @ 20. Nov 2017, 18:03) *
Er war schuld, dass TNG zu Beginn unsagbar peinlich war. So schnell kommen Visionen in die Jahre...

Ja, sein Ansatz fĂŒr TNG war relativ anachronistisch. Ende der 80er eine Serie im Stil der 60er zu machen, ist halt nicht der Weisheit letzter Schluss. Dennoch: Ohne ihn hĂ€tte es TNG nicht gegeben, und das sollte man nicht vergessen. Auch war der Autorenstreik wĂ€hrend Season 2 ein Ă€ußerst ungĂŒnstiges Timing, das die Serie beinahe nicht ĂŒberlebt hĂ€tte. Dort waren dann auch die schlimmsten Episoden zu finden. Dazu kamen dann noch Altersstarrsinn und Beratungsresistenz, nach dem Motto: Nur ich allein weiß, was Trek wirklich ist. Dennoch: Eine Vision hatte Roddenberry unverkennbar, und allein darum ging es mir.


Ja, er hatte eine Vision bzw. Fantasie. Das will ich ja gar nicht abstreiten. Klassisches Kind seiner Zeit, klassischer amerikanischer Linker mit Flausen im Kopp und Sendungsbewusstsein, der sich im Privatleben nicht eine Spur an die eigene Moral hielt. Aber das hat es auch gebraucht im damaligen stockkonservativen Umfeld. Ziemlich mutig. Heute ĂŒberholt. Was noch bleibt, ist sein im Grunde positives Menschenbild und sein Optimismus die Zukunft betreffend, und das darf durchaus noch durchschimmern, auch in neuem Star Trek. FĂŒr die Realisten gibt es ja "The Expanse". FĂŒr PlĂŒschtrekkies "The Orville". Ich weiss gar nicht, was sich die Fans immer beklagen. Die ach so toughe "Trek ist so swj-homomĂ€ssig geworden, alles Weiber und so..!"-Fraktion kann ja "The Expanse" gucken, und die "Das ist nicht mehr mein Trek, viel zu dĂŒster, wo bleibt die Moral?"-PlĂŒschies "The Orville". Der Rest guckt halt DISCO und sieht das alles eher locker... smile.gif Die ganz Krassen gucken alles, weil Weltall und so, scheiss auf die Details... wink.gif

Der Beitrag wurde von Voivod bearbeitet: 20. Nov 2017, 20:02
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Aran
Beitrag 20. Nov 2017, 20:34
Beitrag #30


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Was man Disco immer noch zugute halten muss: Bislang gab es keine aufgesetzte peinliche Quoten-Erotik wie Decon-Szenen oder vulkanische Neuropressur-Sitzungen. Diese Böcke von ENT scheinen einige schon wieder vergessen zu haben. Dazu das eher ziellose Umherschippern in den ersten beiden Staffeln, die bis auf einige immer noch starke Episoden nicht gut gealtert sind. Da bin ich froh, dass Disco die ZĂŒgel mal etwas anzieht. Quasi gleich mit Staffel 3 beginnt. smile.gif

Thema Design: Auch die NX-01 sieht vor allem von außen eher wie ein Schiff der TNG-Ära aus und nicht wie ein Schiff vor Kirk. Phase Cannons = Phaser, Photonic Torpedos = Photon Torpedos. Und ob die Phaser nun im Strahl schießen oder in kurzen AbstĂ€nden ist mir am Ende des Tages sowas von egal. wink.gif

Der Beitrag wurde von Aran bearbeitet: 20. Nov 2017, 20:37


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Voivod
Beitrag 20. Nov 2017, 22:13
Beitrag #31


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ZITAT(Aran @ 20. Nov 2017, 20:34) *
Was man Disco immer noch zugute halten muss: Bislang gab es keine aufgesetzte peinliche Quoten-Erotik wie Decon-Szenen oder vulkanische Neuropressur-Sitzungen. Diese Böcke von ENT scheinen einige schon wieder vergessen zu haben. Dazu das eher ziellose Umherschippern in den ersten beiden Staffeln, die bis auf einige immer noch starke Episoden nicht gut gealtert sind. Da bin ich froh, dass Disco die ZĂŒgel mal etwas anzieht. Quasi gleich mit Staffel 3 beginnt. smile.gif

Thema Design: Auch die NX-01 sieht vor allem von außen eher wie ein Schiff der TNG-Ära aus und nicht wie ein Schiff vor Kirk. Phase Cannons = Phaser, Photonic Torpedos = Photon Torpedos. Und ob die Phaser nun im Strahl schießen oder in kurzen AbstĂ€nden ist mir am Ende des Tages sowas von egal. wink.gif


ENT hatte afair das Pech, schon ziemlich schnell verzweifelt gegen den Quotentod ankĂ€mpfen zu mĂŒssen, aber all die Stunts (auch nicht die HĂŒgel von TPol bsp...) nutzten halt nix. Zwei Staffeln pure Langeweile und Mutlosigkeit liessen sich nicht mehr wettmachen mit dem Kurswechsel ab Staffel 3.

Jaja, das Design der Original-E... Fliegende Waschmaschinen waren ok zu TOS-Zeiten, aber ich vermute mal, nur eine winzige, fanatische Minderheit will heute noch etwas sehen, dass nur annÀhernd so hÀsslich ist wie dieses Ding damals. So retro oder canon-fixiert kann man gar nicht drauf sein. wink.gif Kein Wunder, sah sogar die N-X moderner aus. Ja, stimmt, in dem TOS-Filmen war es nicht so schlimm, aber eben... Der schrecklichste Pott mit Namen "Enterprise" flog imo in den NuTrek-Filmen durch die Gegend und hat mit seinem Anblick die halbe Galaxie verstört! laugh.gif Die Warpgondeln bekamen diesen 50er-Ami-Cadillac-Strassenkreuzer-Look. WTF? Kann mir ja niemand erzÀhlen, die Discovery sei da weniger stilvoll im Vergleich zu dieser Missgeburt. sad.gif wink.gif
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Aran
Beitrag 20. Nov 2017, 22:26
Beitrag #32


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Also, ich mag ja den Abrahams-Kahn (das Schiff) auch. biggrin.gif


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Beitrag 20. Nov 2017, 22:44
Beitrag #33


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ZITAT(Aran @ 20. Nov 2017, 22:26) *
Also, ich mag ja den Abrahams-Kahn (das Schiff) auch. biggrin.gif


Du zÀhlst nicht, du findest alle Trekschiffe grundsÀtzlich sexy und sammelst sogar Modelle... tongue2.gif wink.gif

Die schönsten Schiffchen lieferte TNG. Ein romulanischer Warbird der D'deridex-Klasse ist halt schon eine erhabene, ehrfurchtsgebietende Erscheinung. Da kackt sich doch jeder Romulanerfeind in die Hose, wenn dieser mĂ€chtige Kahn sich wĂŒrdevoll backbord enttarnt. Da ist der Kampf schon halb gewonnen! Die Födis können da in keinem Jahrhundert mithalten. In TNG sah das immer so aus, als fresse der Warbird unsere arme E-D gleich zum FrĂŒhstĂŒck! unsure.gif laugh.gif

Der Beitrag wurde von Voivod bearbeitet: 20. Nov 2017, 22:48
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Raven
Beitrag 20. Nov 2017, 23:15
Beitrag #34


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QUOTE (Aran @ 20. Nov 2017, 20:34) *
Was man Disco immer noch zugute halten muss: Bislang gab es keine aufgesetzte peinliche Quoten-Erotik wie Decon-Szenen oder vulkanische Neuropressur-Sitzungen. Diese Böcke von ENT scheinen einige schon wieder vergessen zu haben. Dazu das eher ziellose Umherschippern in den ersten beiden Staffeln, die bis auf einige immer noch starke Episoden nicht gut gealtert sind. Da bin ich froh, dass Disco die ZĂŒgel mal etwas anzieht. Quasi gleich mit Staffel 3 beginnt. smile.gif

Thema Design: Auch die NX-01 sieht vor allem von außen eher wie ein Schiff der TNG-Ära aus und nicht wie ein Schiff vor Kirk. Phase Cannons = Phaser, Photonic Torpedos = Photon Torpedos. Und ob die Phaser nun im Strahl schießen oder in kurzen AbstĂ€nden ist mir am Ende des Tages sowas von egal. wink.gif


Sorry aber da sehe ich doch so einiges anders aber das ist ja nicht das erste mal. Was die Neuro Pressur (erst ab staffel 3) oder die Decon Szenen angeht stimme ich dir noch zu wobei die Dekontaminierung als solches ja noch sinn macht wenn auch nicht mit irgendwelchen
einreibe Gels (wick medinight lĂ€sst grĂŒĂŸen)...

Aber! die NX-01 sieht aus wie ein Schiff aus TNG ??? sie ist viiiel kleiner das Design des Deflektors viel rudimentÀrer, die Warpgondeln erinnern an eine VorgÀnger Version von der Constitutuion Class und bei den anderen ENT Schiffen hat man sich wunderbar an den
Schiffen und Skizzen aus Spielen wie 25 Anniversary TOS oder den technischen BĂŒchern gehalten. Und von innen Ă€hnelt die NX01 mehr einem Uboot mit kaum Platz, mehrbett Kabinen, man kann selbst im Captains Ready Room nicht aufrecht stehen alles ist extrem
eng und man hat eine gelungene Darstellung der Technik hinbekommen was Mischung an Touch Screen Panels und Knöpfen angeht genau so wie Instrumente die wie VorgÀnger Ihrer GerÀte aus TOS aussehen (T'Pols) Scanner im Vergleich zu Spocks z.B.

WĂ€hrend der Serie werden so Sachen wie der "Rote Alarm" bzw. taktischer Alarm erarbeitet. Schilde gibt es nicht, und auch spĂ€ter nur eine polarisierte HĂŒllenpanzerung, gegen fast jeden Gegner sieht die NX01 schlecht bis sehr schlecht aus. Phasencanonen schön und
gut wirken aber mit ihrem Einbau mehr an einen VorgÀnger als die "pew pew" "Phaser aus Discovery die wiederum aussehen wie in den neuen Trek Filmen wo ich diese auch schon schlecht fand.

Scheint euch alle nicht zu stören mich und viele andere aber schon, warum muss man das Design und das look und feel eines Franchise so komplett ignorieren ? Star Wars hat sich immer dran gehalten und trotzdem ist es insgesamt sicherlich erfolgreicher und musste
nicht so oft zittern im Keller zu verschwinden. Dort wird darauf geachtet was vorher und was nachher kam und bei Star Trek macht man einfach alle paar jahre nach ENT einfach ein Reboot irgendwann passt es halt schon.

@ Voivod Sorry aber ich kann PlĂŒschtrekkie von dir einfach nicht mehr hören, warum muss man sind Leute denen The Orville gefĂ€llt so schlecht fĂŒr dich?, es scheint dich ja ordentlich zu stören das es manchen Leuten besser gefĂ€llt
als dir bzw. als DISCO. Aber deswegen sind das doch keine Weicheier oder PlĂŒshtrekkies ? ich bin ja der Meinung jeder kann seine Meinung haben und zum diskutieren ist ein Forum da, nur so blöde Schubladen Geschichten nerven mich einfach nur.

@Kira Yoshi ja die erste Staffel ist noch nicht vorbei, und darf man deswegen keine konstruktive Kritik Ă€ußern ? ich sag ja nicht das die Serie der letzte MĂŒll ist nur das ich von dem Ergebnis bei dem Budget enttĂ€uscht bin und das es nicht meiner Vorstellung von
Trek entspricht, ich weiß nicht wo da das Problem ist. Ich hab gesagt das ich mir die erste Staffel zu ende anschauen wĂŒrde und dann ĂŒberlege ob ich weitergucke oder nicht und wenn es mir dann so auf den Keks geht dann werde ich es nicht mehr gucken und
schaue wirklich lieber Trek Wiederholungen fĂŒr mich kein Problem.

Aber aktuell gucke ich DISCO noch wenn ich die Zeit finde und gebe meine Meinung und meine Kritik dazu ab. wenn wir alle nur hoch jauchzend alles Toll finden was uns auf die Mattscheibe geworfen wird brauchen wir auch kein Forum zum diskutieren mehr
denn wenn alle alles toll finden wird so eine community so ein diskussionsforum ganz schön schnell langweilig IMO

Der Beitrag wurde von Raven bearbeitet: 20. Nov 2017, 23:16


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Beitrag 20. Nov 2017, 23:24
Beitrag #35


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@Raven: Hach, das mit den PlĂŒschtrekkies darfst du nicht so eng sehen. Das ist ein liebevoller, höchstens sehr dezent abwertender Begriff fĂŒr Trekkies, die z.B. den TV empört abschalten, wenn Archer damit droht, jemanden durch die Luftschleuse zu katapultieren. Das ist afair sogar der Ursprung des Begriffs hier auf dem Forum. Ein Typ hat damals geschworen, nie mehr ENT zu schauen wegen besagter Szene. Ein PlĂŒschtrekkie ist einfach ein Trekkie, der sein Star Trek moralisch einwandfrei will. Ein Actionknabe wĂ€re wohl sein Pendant, der will v.a. Geballer.
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Beitrag 20. Nov 2017, 23:36
Beitrag #36


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Fehlt eigentlich nur noch, dass der gute Lin Xiang wieder aus der Versenkung auftaucht und uns erklĂ€rt, dass das Actionknaben-Trek mit Handlungsbogen (DS9) so einfallslos sei und die wahre Heil in abgeschlossenen Einzelepisoden (VOY) liegt. Soll heißen: Kontroverse Diskussionen hatten wir im Franchise auch zur Hochzeit, als TNG und DS9 bzw. Voyager parallel liefen.

Ich stimme Raven bezĂŒglich der NX-Enterprise zu. Deren Design fand ich gelungen und auch die gezeigte Constitution-Klasse wusste zu begeistern. Die DISCO mag von außen noch ganz passabel durchgehen und auch die Shenzhou wirkte ok. Aber das Innenleben ist mir zu (pseudo-)modern und schon heute finde ich das im Quantum-Bond absolut albern. Ich bin in der Tat gespannt, wie uns die Autoren das alles in den Kanon einpassen wollen - ich habe Zweifel, dass das gelingt. Vom Storytelling hatte ich mir auch deutlich mehr erwartet. Dennoch gucke ich die Serie bisher ganz gern und hoffe, dass sie ihren Weg findet.


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Voivod
Beitrag 20. Nov 2017, 23:51
Beitrag #37


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^In kontroversen Diskussionen muss liebevolles, harmloses Trolling erlaubt sein. wink.gif Ist ja schön, dass es ĂŒberhaupt wieder Stoff zum Diskutieren gibt...
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Kira Yoshi
Beitrag 21. Nov 2017, 00:47
Beitrag #38





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@Raven: "Raven schrieb am 19. November 2017, 22:48 Uhr
...die erste Staffel ist halt vorbei..."

Hab ich da irgendwas falsch verstanden???
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Raven
Beitrag 21. Nov 2017, 01:44
Beitrag #39


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QUOTE ( Kira Yoshi @ 21. Nov 2017, 00:47) *
@Raven: "Raven schrieb am 19. November 2017, 22:48 Uhr
...die erste Staffel ist halt vorbei..."

Hab ich da irgendwas falsch verstanden???


Hab ich jetzt erst gesehen da fehlt das "fast" war nen Tippfehler passiert Mal wenn spÀter wird und der Tag lang war.

Sollte aber aus dem ganzen Post ersichtlich sein was ich meinte schade das du anscheinend den Rest nicht gelesen hast oder er dich nicht interessiert wo ich mehrmals sage das ich die erste Staffel zu Ende schauen werde und dann entscheide und meine Kritik Ă€ußere ohne IMO zu meckern.



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Der RvD
Beitrag 21. Nov 2017, 15:46
Beitrag #40


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Wer sich immer noch einen puristischeren Trek-Look wĂŒnscht, könnte ja mal die Fanreihe "Star Trek Continues" auf Youtube anchecken, die den ollen TOS-Look wirklich einzigartig repliziert und im Gegensatz zu anderen Fanfilmen auch (teilweise?) mit "richtigen" Schauspielern aufwarten kann.




...aber vorsicht, die erste Szene war IIRC gleich die Installation eines rudimentÀren Holodecks auf Kirks Enterprise. wink.gif


In DISCO-Diskussionen aber habe ich zu dem Einwand einfach nix mehr zu sagen. Die Klingonenschiffe sehen in Folge 10 halt auch wieder nicht anders aus als in Folge 9, und entweder sind die Geschichten zu diesem Zeitpunkt gut genug, dass man ihrer wegen am Ball bleibt, oder...nicht. wink.gif

Inhaltlich ist die Serie so sehr Trek, wie's doch nur geht, mit allen ĂŒblichen Höhen und Tiefen, wie sie bisher alle Serien zu bieten hatten. (Im direkten Vergleich der jeweiligen ersten Staffeln wĂŒrde ich sogar ausschließlich TOS einen wĂŒrdigen Konkurrenten fĂŒr DISCO nennen wollen.)


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Aran
Beitrag 21. Nov 2017, 19:39
Beitrag #41


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ZITAT(Raven @ 20. Nov 2017, 23:15) *
Aber! die NX-01 sieht aus wie ein Schiff aus TNG ???


Jupp, sieht halt (von außen) wie eine umgedrehte Akira-Klasse aus (First Contact, DS9, VOY). Das allgemeine Design und der Detailgrad sind fĂŒr mich eher in der TNG-Ära verankert (mit ein paar TOS-Elementen). Hat mich zwar nie gestört, aber die NX-01 sieht halt auch nicht wie ein logischer VorgĂ€nger der Constitution-Klasse aus. Das konnte man zwar mit dem nie verwendeten Refit-Design etwas kaschieren, aber die Optik des Schiffes (von außen) bleibt halt TNG.

ZITAT(Der RvD @ 21. Nov 2017, 15:46) *
Wer sich immer noch einen puristischeren Trek-Look wĂŒnscht, könnte ja mal die Fanreihe "Star Trek Continues" auf Youtube anchecken, die den ollen TOS-Look wirklich einzigartig repliziert und im Gegensatz zu anderen Fanfilmen auch (teilweise?) mit "richtigen" Schauspielern aufwarten kann.


"Continues" kann ich auch sehr empfehlen. Tolle Ausstattung fĂŒr einen Fanfilm, gute Schauspieler und so mancher Gaststar wie John De Lancie lĂ€sst sich auch blicken. Der Hauptdarsteller hat William Shatner so hundertprozentig drauf, wie es nur geht. Es gibt u.a. eine direkte Fortsetzung zu "Mirror, Mirror". Sehr gelungen.

Der Beitrag wurde von Aran bearbeitet: 21. Nov 2017, 19:42


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felix
Beitrag 5. Dec 2017, 11:10
Beitrag #42


Commodore
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Nachdem ich die vorerst letzten Folgen gesehen habe wĂŒrde ich sagen: Ja, Disco ist an sehr vielen Stellen noch ziemlich Star Trek, leider an den falschen.

Ich muss etwas ausholen: Wie wahrscheinlich viele habe ich mich vor dem Start gefragt, warum man sich schon wieder in die undankbare Prequel-Situation bringt. Und nach dem Piloten, warum es zum tausendstenmal Vulkanier und Klingongen sein mĂŒssen, die hier Hauptrollen spielen. Eine einfach und wahrscheinlich zutreffende Antwort ist natĂŒrlich, dass das zur risikoscheuen Masche passt, die Hollywood in den letzten Jahren allgemein fĂ€hrt: Warum etwas neues probieren, wenn man Elemente zusammenkippen kann die schon mal funktioniert haben. Und der Durschschnittsmensch der kein Trek Fan ist wĂŒrde, gefragt danach, welche Begriffe ihm zu Star Trek einfallen, wahrscheinlich sagen "Kirk, Spock, Beam me up, Vulkanier, Klingonen". Daher auch Abrams-Trek etc. Vulkanier und Klingonen hat Disco schon mal abgehakt, Spock zumindest NamedroppingmĂ€ĂŸig, und wenns irgendwann ganz verzweifelt wird tauchen bestimmt auch ein CGI-Spock und Kirk auf.

Ich hatte aber gehofft bzw. mir eingeredet, dass dieses arg mutlose Setup auch dadurch begrĂŒndet ist, dass man die Serie von ihrer Struktur her ganz anders aufziehen will als klassisches Trek, und den Leuten daher unbedingt noch ein paar vertraute Elemente zum festhalten dalassen wollte. Mit "ganz anders aufziehen" meine ich, im Stile einer modernen Serie. In der der Fokus nicht auf dem Alien der Woche sondern der Hintergrundhandlung und Charakterzeichnung liegt, in der Folge um Folge Spannung aufgebaut wird, wie es wohl weiter geht, in der Dinge auch mal ne Weile im Unklaren gelassen werden und der Zuschauer, nach und nach, zusammen mit den Charakteren versteht was lĂ€uft. Das war vielleicht so gedacht, aber herausgekommen ist, fĂŒr mich, irgendwie nix halbes und nix ganzes.

Wie sieht es tatsÀchlich aus mit den Punkten oben?

Hintegrundhandlung? Ja, es gibt eine, aber sie wirkt fast schon grotesk gehetzt, Spannung ĂŒber den Verlauf des Krieges mit den Klingonen kommt kaum auf weil alles so schnell geht. Man bekommt zwar gesagt "es lĂ€uft so gut, die Discovery ist maßgeblich daran beteiligt dass wir gewinnen" oder (in der nĂ€chsten Folge!) "oh, es lĂ€uft so furchtbar, die Klingonen machen uns mit ihrer Tarnvorrichtung fertig" (nur um dieses Problem in der nĂ€chsten Folge wieder abzurĂ€umen), aber richtig sehen tun wir das nicht (was die Tarn-Problematik angeht wird in der Folge, in der man sie als Motivation braucht, um auf diesem Waldplaneten rumzuspazieren, noch eilig eine Raumschlacht mit ungutem Ausgang eingeschoben). Ein GefĂŒhl dafĂŒr, wie es nun lĂ€uft mit der Hintergrundhandlung, wie mĂ€chtig die Klingonen sind oder nicht sind, was die Crew umtreibt, worauf ich in Zukunft gespannt sein kann, all das fehlt eher. Die Hintergrundhandlung findet, etwas böse ausgedrĂŒckt, eigentlich gar nicht statt, sie wird nur behauptet.

Charakterzeichung? Ebenfalls erstens gehetzt und zweitens teilweise arg unoriginell. Hier meine ich vor allem die Heldin der Geschichte. Ihre Charakterentwicklung, und das ist einer der Punkte in denen mir die Serie zu sehr Star Trek ist, beschrĂ€nkt sich mal wieder auf das Menschwerdungsmotiv: GefĂŒhlstkalte Logikfrau lernt leben und lieben. Zuletzt gesehen bei Seven oder T'Pol, und auch wenn Burnham mir weniger unsympathisch ist als diese beiden, ich brauche das eigentlich nicht schon wieder. Dass ihre Stimme in der deutschen Synchro, in der ich die letzten drei Folgen zu sehen gezwungen war, der von Seven sehr Ă€hnlich klingt, hilft nicht gerade. Auch die Liebesgeschichte an sich besteht, in bester Star Trek Tradition, aus holprigen Dialogen und kommt vor allem so unmotiviert plötzlich daher, dass einem Seven-Chakotay im Vergleich fast behutsam entwickelt vorkommt. mrgreen.gif Sogar Tucker und T'Pol hatten Zeit, sich in diesen hochnotpeinlichen Dekon-Szenen nĂ€herzukommen. Hier ist fĂŒr gar nichts Zeit, die Liebesgeschichte muss dramaturgisch so plötzlich da sein, dass sich die Autoren nicht entblödet haben, die Protagonistin am Anfang der Folge aus dem Off mehr oder weniger erzĂ€hlen zu lassen: "ich finde den Typen ĂŒbrigens, super, aus folgenden GrĂŒnden: ...". Wow.

Spannung von Folge zu Folge? Bei mir zumindest nicht, es wird einem ja gar keine Zeit gelassen, Spannung aufzubauen. Siehe oben. Irgendwie muss es halt alles in fĂŒnfzehn Episoden durch sein, nicht nur die Hintergrundhandlung, sondern auch noch -- zur Sicherheit? -- ein paar klassisches Star Trek Folgen wie die Mudd-Zeitschleifen-Folge, die ja fĂŒr sich genommen ganz gut anzusehen war. Der bisher als Bösewicht aufgebaute Kriegsbemalungsklingone, dessen Namen ich schon wieder vergessen habe und wohl auch nie wieder brauchen werde, ist so plötzlich verschwunden wie er aufgetaucht ist. Ich hatte gar keine Zeit, seine Anwesenheit und sein gekapertes doch offenbar riesiges Totenschiff bedrohlich oder gar spannend zu finden, da ist er auch schon explodiert.

Es gibt ja durchaus ein paar gute AnsĂ€tze, auch mir gefĂ€llt Lorca ganz gut, aber ich finde Disco will zu viel, in zu wenig Episoden. Wenn man nur fĂŒnfzehn Folgen hat, muss man sich halt auch trauen, eine kleinere Geschichte zu erzĂ€hlen, und im Zweifel ohne noch klassische Trekcharaktere in klassischen Trekfolgen unterbringen zu wollen.
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Voivod
Beitrag 24. Dec 2017, 15:09
Beitrag #43


Admiral
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Habe die ganze halbe Staffel nochmals am StĂŒck geguckt und schliesse mich Felix grösstenteils an. Kann man gucken, muss man bisher aber noch nicht. Aber das Potenzial ist da. Bisher ist einfach zu wenig Fleisch am Knochen. Wenn man alles nochmals guckt, sieht man, wie wenig Substanz eigentlich vorhanden ist, wie viel reingequetscht wurde, um möglichst viele potenzielle Fans mitzunehmen. Der "Krieg" ist z.B. ĂŒberflĂŒssig wie ein Kropf, die Serie gibt einem im Gegensatz zu DS9 nie das GefĂŒhl, dass da noch ein ganzes Universum dahintersteckt. Hoffnung macht aber die allerletzte Szene der Halbstaffel. Immer hat man das GefĂŒhl: "So, das war das Intro, ganz stimmungsvoll, aber jetzt geht's los!" wink.gif

Die ganze Klingonenhandlung ist imo der Kardinalfehler. Funzt einfach nicht, die Sache. Zu viel, zu frĂŒh, zu unausgegoren, zu plump. Wie ein Klotz am Bein von "Discovery" bisher.

Aber gucken ma mol... wink.gif
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pana
Beitrag 12. Jan 2018, 23:54
Beitrag #44


Commodore
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GrundsĂ€tzlich mag ich es nicht, Serien oder Filme vor TOS anzusiedeln. Science Fiction bedeutet, den Zeitstrahl in die Zukunft endlos nutzen zu können fĂŒr neue Geschichten, man muß nicht in die "Vergangenheit" gehen dafĂŒr.

Im Gegensatz zu den letzten Kinofilmen - ich habe nur den ersten dieser VerrĂ€terfilme in der alternativen Zeitlinie gesehen, danach hatte ich genug - kann ich Discovery zumindest ansehen. Dabei fĂŒhle ich mich meist gut unterhalten, manchmal sehr gut, hin und wieder schĂ€me ich mich fremd fĂŒr die Produzenten.

Alles in allem hat meine Begeisterung fĂŒr Star Trek in den vergangenen 10 Jahren sehr nachgelassen. Nicht wenige Dinge wirken heute auf mich lĂ€cherlich bis peinlich, tendenziös, amilastig, dĂŒmmlich-primitiv. Ich versuche dennoch gerade, mich wieder an Star Trek heranzutasten und all die Amipropaganda, die es schon immer gab und auch noch heute gibt, auszublenden oder dem jeweiligen US-Zeitgeist zuzuschreiben. Damals war mir das alles nicht in dieser Form aufgefallen.

Alles in allem ist mir Discovery etwas zu laut und zu dunkel. Pilzantrieb ist lÀcherlich. Klingonen sehen albern aus. Das Tillytier sah in der letzten Episode als KapitÀnsbraut allerdings lecker aus... mrgreen.gif
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