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BVerfG kippt Berliner Ladenschlussgesetz, Zuk├╝nftig nicht mehr alle 4 Adventssonntage verkaufsoffen
Adm. Ges
Beitrag 1. Dec 2009, 19:04
Beitrag #1


Fleet Admiral
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Heut hat das Bundesverfassungsgericht einer Klage der Kirchen stattgegeben und f├╝r die Zukunft die Sonntags├Âffnung an allen vier Adventssonntagen untersagt.

Ich finde diese Entscheidung traurig und realit├Ątsfremd. Es gibt viele Menschen, denen der "geheiligte Sonntag" nicht verg├Ânnt ist und die arbeiten m├╝ssen. Wichtiger w├Ąre eine Regelung f├╝r die Einzelhandelsmitarbeiter die analog zu Schichtdienst-Arbeitern bestimmte freie Tage garantieren. In dem Fall w├Ąre es also aus meiner Sicht sinnvoller gewesen mit der gelieferten Begr├╝ndung festzulegen, dass ein Einzelhandelsangestellter eben nur an maximal 2 Adventssonntagen arbeiten darf, statt die Tage gleich generell zu sperren.


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Admiral Tom Jay Ges, U.S.S. Europe, NCC-66066
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VirtualSelf
Beitrag 1. Dec 2009, 19:26
Beitrag #2


Vice Admiral
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ZITAT(Adm. Ges @ 1. Dec 2009, 19:04) *
In dem Fall w├Ąre es also aus meiner Sicht sinnvoller gewesen mit der gelieferten Begr├╝ndung festzulegen, dass ein Einzelhandelsangestellter eben nur an maximal 2 Adventssonntagen arbeiten darf, statt die Tage gleich generell zu sperren.


Ist nich Aufgabe des BVerfG, sondern der Tarifparteien bzw. des Gesetzgebers.

Nur weil einige am Sonntag arbeiten m├╝ssen, sollen auch andere leiden bzw. ausgebeutet werden d├╝rfen?
M.E. etwas schwacher Ansatz.
Zudem d├╝rfte auf der betriebswirtschaftlichen Ebene der Nutzen die h├Âheren Kosten kaum rechtfertigen, da allenfalls Umsatzverlagerungen stattfinden.



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Mancher findet sein Herz nicht eher, als bis er seinen Kopf verliert.
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Adm. Ges
Beitrag 1. Dec 2009, 20:41
Beitrag #3


Fleet Admiral
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Dein letzter Satz ist doch voll im Sinne der FDP. Wenn es sich nicht lohnt, dann muss man es nicht nutzen. Gerade die Adventswochenenden - und um die geht es ja - liefern aber ausreichend Umsatz. Als dieses neue Ladenschlussgesetz umgesetzt wurde gabs gro├čes Gejaule und was ist draus geworden? Kaum einer nutzt die M├Âglichkeiten aus. Viele L├Ąden die Anfangs bis 22 Uhr ge├Âffnet hatten, sind inzwischen davon wieder abgekommen.

Im ├╝brigen kann das BVerfG sehrwohl die Tarifparteien bzw. den Gesetzgeber auffordern entsprechende Klauseln umzusetzen, um den Schutz zu gew├Ąhren. Au├čerdem sehe ich keine Grund, warum der gemeine Einzelhandel anders sein soll, als der Einzelhandel an Flugh├Ąfen und Bahnh├Âfen oder Tankstellen und Rastst├Ątten, insofern empfinde ich das nicht als schwachen Ansatz, sondern halte den Einspruch f├╝r vorgeschoben.


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Admiral Tom Jay Ges, U.S.S. Europe, NCC-66066
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Lex
Beitrag 1. Dec 2009, 22:16
Beitrag #4


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Ich frage mich nur immer wieder, warum ich in Gro├čbritannien in jedem Kaff einen Tesco oder ├Ąhnliches finde, wo ich auch drei Uhr nachts noch einkaufen kann und NIE alleine im Laden bin. Da scheint es sich wohl zu lohnen, und die Kirche geht auch nicht auf die Barrikaden.
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Kobi
Beitrag 3. Dec 2009, 09:36
Beitrag #5


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Ich habe fast mein ganzes Studium lang auf Messen und Kongressen gearbeitet und die finden in erster Linie Sonntags statt, weil halt nur da die Leute Zeit haben auch solche Veranstaltungen zu besuchen. Da dieses Verhalten dementsprechend Gang und Gebe ist, gibt es auch eine (Firmeninterne?) Regelung, dass maximal 10 Tage in Folge gearbeitet werden darf. Da f├╝r gew├Âhnlich die Projektfamilie in der man arbeitet auch maximal eine Messe pro Monat veranstaltet, ist diese Regelung halt mit Leichtigkeit zu erf├╝llen.

Ich sehe das ganze also wie Ges, man sollte sich lieber darauf konzentrieren Annehmbare Obergrenzen festzulegen und daf├╝r sorgen, dass sich Arbeitgeber dazu durchringen halt das Personal zu verst├Ąrken und individuelle Entlastung entsteht.

F├╝r den Einzelhandel gilt dar├╝ber hinaus, dass jenseits der auf dem Papier existierenden ├ľffnungszeiten auch diese Nutzbar sind. Wie oft habe ich abends um neun gemerkt "ach verdammt Brot f├╝r morgen war ja alle" und musste dann im Laden h├Âren "das Brot packen wir doch jetzt nicht mehr aus!".


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