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Männer und Tränen
FREAK
Beitrag 8. Sep 2003, 11:15
Beitrag #1





Gast







Nachdem bei The Way Of The Warrior von allen Seiten bekundet wurde wie toll die Folge doch sei, dachte ich mir nehme ich doch die Themen-zu-Episoden-eröffnen-die-schon-uralt-sind-Nummer wieder auf. Vielleicht beteiligen sich jetzt ja mehr Leute. Vielleicht auch nicht.
Lange Zeit schaffte der außergewöhnliche Staffelauftakt es zu vertuschen, doch inzwischen hat es sich rumgesprochen: The Visitor ist das Highlight der vierten Season. Das Inner Light von DS9. Die Folge die jeden zu Tränen rührt. Wo jede Szene perfekt ist. Wie es dazu gekommen ist, kann aber niemand so recht erklären. Vielleicht liegt es an den wundervollen Schauspielern, vielleicht am herausragenden Drehbuch. Oder an der perfekten Regie. Oder ist sogar die traurig-dezente Musikuntermalung schuld? Wer kann das Phänomen Visitor schon wirklich erklären? In den besten Momenten kann eine großartige Fernsehserie eben mehr sein als nur Unterhaltung.
Am Tag danach durften wir dann mal wieder eine große Bashir/O'Brien-Profilierung erleben. The Hypocratic Oath ist ein Qualitätsabfall, ohne Zweifel. Und dennoch besser als fast die gesamte erste Enterprise-Season. Eine wirklich gute Geschichte, die sich sowohl in den Gesamtkontext einordnet, als auch ihre Figuren sehr gut beleuchtet. Sogar die B-Story um Worf und Odo kann überzeugen. Ehrlich.

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Solaris gehört zu den größten Foltern, die ich mir im Namen der SF-Allgemeinbildung je angetan habe. Typen ohne jedes Gefühlsleben gehen ohne seelische Reaktion durch die Interaktion mit ihren verdrängten Schuld- oder sexuellen Schamgefühlen, sind hinterher noch so eindimensional wie vorher und das ganze geht überhaupt davon aus, dass es im Leben nichts wichtigeres gibt als sich zu schämen und zu grämen?

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Adm. Ges
Beitrag 8. Sep 2003, 22:06
Beitrag #2


Fleet Admiral
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^wenn du ne Diskussion erzwingen willst, dann darfst du nicht schon alle Fakten vorwegnehmen. The Visitor fand ich beim 1.Mal langweilig. Diesmal war die Folge aber wesentlich interessanter, aber als das Highlight sehe ich sie trotzdem nicht. Der Hippokratische Eid ist auch eine interessante Folge. Beide Folgen sind IMO typisch DS9. Das Universum ist eben nicht schwarz-weiß sondern "grau".

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Admiral Tom Jay Ges, U.S.S. Europe, NCC-66066
www.tomges.de

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Matt
Beitrag 9. Sep 2003, 07:49
Beitrag #3


Vice Admiral
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Ich stimme Freak absolut zu. The Visitor ist eine der besten DS9-Folgen. Da stimmt einfach alles: Ein überragendes Drehbuch, klasse Schauspieler und sogar Dennis McCarthy hat sich mal Mühe mit der Musik gegeben. Ja, und die Regie von David Livingston ist IMO kinoreif.
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Oli
Beitrag 9. Sep 2003, 08:03
Beitrag #4


Commodore
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Also ich oute mich jetzt hier mal in gewisser Weise:

"The Visitor" ist eine Folge, bei der ich eigentlich jedes mal heulen muss... Ich hab die Folge letztes Wochenende zum 4. mal gesehen und ich bekam wiederum Tränen. Ich heulte zwar nicht mehr, doch Tränen hatte ich dennoch wieder in den Augen.

Eine richtige Erklärung dafür habe ich nicht, aber es hängt sicher mit meinem Verhältnis zu meinem Vater zusammen. Er ist für mich die wichtigste Person der Welt, er ist mein bester Kumpel (seit 2-3 Jahren ist er nicht mehr der Papi sondern der gute Kumpel bzw "der beste Freund") und Jake hat ein ähnlich inniges Verhältnis zu seinem Vater Ben. Einen Vater einmal zu verlieren ist hart genug, aber ihn dann alle paar Jahre wiederzutreffen und ca. 10 Minuten mit ihm reden zu können, das ist jedesmal noch viel schlimmer.

Jake schmeisst sogar sein ganzes Leben weg, weil er seinen Vater wiederfinden will, er hört auf zu schreiben, wird sogar geschieden weil seine Frau es nicht mehr erträgt. Jake kann sein ganzes Leben nicht loslassen, weil er weiss, dass sein Vater irgendwo dort draussen ist...

Mein Vater war vor gut 10 Jahren auch schwer erkrankt und war danach fast ein Jahr in einer Klinik wegen Depressionen und Angstzuständen. Klar, das ist auch schon 10 Jahre her und heute ist er wieder topfit, aber dennoch weiss ich noch wie ich mich damals als 14jähriger gefühlt habe. Ich hatte immer Angst ihn zu verlieren oder niemals wiederzusehen...

"The Visitor" ist wirklich eine bemerkenswerte Folge, die es in irgend einer Form ständig wieder schafft, Emotionen in einem zu wecken, die viel stärker sind als zum Beispiel in "the inner Light" bei TNG.

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tabby
Beitrag 9. Sep 2003, 08:06
Beitrag #5


Commodore
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..obwohl es eine Laberfolge is, ist die Folge nicht schlecht, weil halt anders..

Dennoch, es ist nicht meine Folge, vor allem weil direkt davor der Weg des Kriegers kam.

Aber wie gesagt: Wenn schon Laberfolge, dann bitte so

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greetz Tabby

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Chadwick
Beitrag 9. Sep 2003, 08:43
Beitrag #6


Fleet Captain
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Wer bei The Visitor nicht heulen muss, ist kein echter Kerl. Die Folge ist für mich eines der besten Dramen, die ich je im Fernsehen gesehen habe (na ja... ich meide Dramen eigentlich wie die Pest). Selbst The Inner Light kann da nicht mithalten.

Wurde „The Visitor“ nicht für einen Hugo Award nominiert?

Ein dickes Kompliment auch an die Produzenten. Wer hätte gedacht, dass nach der Hammerfolge „Way of the Warrior“ eine solch ruhige und absolut wundervolle Episode folgen würde? Deswegen liebe ich Star Trek. Die Schreiber verstehen es einfach zwischen packender Action und tiefgründigem Drama zu wechseln. Welche andere TV-Produktion kann da mithalten? KEINE!


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Mordred
Beitrag 9. Sep 2003, 13:01
Beitrag #7


Rear Admiral
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QUOTE
Original erstellt von Chadwick:
Wer bei The Visitor nicht heulen muss, ist kein echter Kerl.

Hehe, Chadwick:
Den Spruch musst Du im ENT-Forum posten, damit sich die Mädels dort auch wirklich von unserer Männlichkeit überzeugen können.
Haben wir die beim Extra-für-Tabby-Thread etwa ausgelassen oder kommts mir nur so vor?

Wie dem auch sei. THE VISITOR ist schlichtweg genial.
Wenn es jemals einen DS9-Film geben sollte, dann müsste er daran anknüpfen. Siskos Rückkehr von den Propheten in einer viele Jahre entfernten Zukunft... sozusagen ein Lebensfilm. Wieso diese Stoffe nicht für das Kino aufgegriffen werden, ist für mich gänzlich unbegreiflich. Der Kommerz ist mir scheißegal.

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The greatest trick the devil ever pulled was convincing the world he didn't exist.

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...And death shall have no dominion.

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tabby
Beitrag 9. Sep 2003, 13:20
Beitrag #8


Commodore
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Beiträge: 3.023
Beigetreten: 22. July 03
Wohnort: BS in D
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QUOTE
Original erstellt von Mordred:
...Wenn es jemals einen DS9-Film geben sollte, dann müsste er daran anknüpfen. ..

lol?
Is das einer Deiner Späßchen??
Wenn schon einen DS9-Film, dann bitteschön auch einen wo ein bisl was passiert!!!

Dafür sollte nicht the visitor als Grundlage genommen werden, sondern the way of the warrior..!!

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greetz Tabby

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Kobi
Beitrag 9. Sep 2003, 14:49
Beitrag #9


Fleet Captain
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Hmm, ich fand „The Visitor“ beim ersten Mal schwachsinnig und zu langsam, beim zweiten irgendwie auch, und neulich hat es mich auch nicht sonderlich in den Bann gezogen.

Da fand ich „The Hippocratic Oath“ um Längen besser, weil hier Ideologien aneinander prallen: ‘Agar und der Zweite; der eine will nach Freiheit streben, der andere nach Ehre durch Pflichterfüllung. Sowie O’Brien und Bashir, der Soldat und der Arzt.

Schade fand ich nur, daß der ehemalige Lieutenant, dann Warrant Officer O’Brien nun endgültig zum Petty Officer gemacht wurde. [dt.: Chief Maat Unteroffizier - meinen taten sie Hauptbootsmann, denn Maat und Unteroffizier sind die gleichen Ränge...]

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buten un binnen - wagen un winnen

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deflektor
Beitrag 9. Sep 2003, 19:28
Beitrag #10


Captain
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Beiträge: 585
Beigetreten: 6. October 03
Mitglieds-Nr.: 39



"the visitor" fand ich beim ertsen mal sehen langweilig. Aber wie ich die Folge jetzt am wochenende gesehen hab, hat sie mir eigentlich sehr gut gefallen. Ich konnte mich aber eigentlich auch nicht mehr an viel erinnern als die Episode begonnen hat, nur das Sisko alt is und viel redet.
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