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Review - Sphere of Influence, Als Vorspann f├╝r das achte gro├če Season-Update von "Star Trek On.
Christopher Kurtz
Beitrag 3. Nov 2013, 17:01
Beitrag #1





Gast






Als Vorspann f├╝r das achte gro├če Season-Update von "Star Trek Online" erschien vergangenen Mittwoch eine neue Einzelspielermission, in der Michael Dorn als Sprecher erneut in seine Rolle als Worf schl├╝pft. Wir haben uns durch das Iconianische Tor gest├╝rzt und berichten, was vom neuen Abenteuer zu halten ist.

Sequel und Prequel

"Sphere of Influence" soll die Haupthandlung des Onlinerollenspiels vorantreiben. Das ist auch bitter n├Âtig, denn diese tritt praktisch seit dem Erscheinen der ersten Season auf der Stelle. Der Spieler hat l├Ąngst erfahren, dass die Iconianer im Hintergrund die Strippen verschiedener M├Ąchte ziehen, um die Milchstra├če zu destabilisieren und ihre R├╝ckkehr vorzubereiten.

Der letzte Akt dieses Tanzes auf der Rasierklinge war die Entdeckung eines Iconianischen Tors in den unterirdischen Ruinen unter Neu-Romulus. In "Sphere of Influence" laden die Romulaner Vertreter der F├Âderation und der Klingonen ein, bei der Aktivierung des reparierten Tors anwesend zu sein. Worf ist Teil der klingonischen Delegation, da er pers├Ânlich an der Entdeckung und Zerst├Ârung der Tore auf Iconia und Vandros IV beteiligt war.

Story

Trotz aller Vorsichtsma├čnahmen f├╝hrt die Aktivierung des Tores zu seismischen Aktivit├Ąten auf Neu-Romulus, die unterirdische Kammer kollabiert. Die Romulaner und ihre G├Ąste k├Ânnen sich mit M├╝h und Not durch das Tor retten. Auf der anderen Seite erkunden die ├ťberlebenden ein finsteres System aus organisch geformten G├Ąngen und mysteri├Âsen Kammern.

Die Installation entpuppt sich als jener mysteri├Âse Ort im Subraum, an den Jahre zuvor unbekannte Aliens Mitglieder der Enterprise-D entf├╝hrten, um an ihnen medizinische Experimente durchzuf├╝hren ("In den Subraum entf├╝hrt"). Die Gruppe flieht aus den dunklen G├Ąngen in einen Bereich, der zu allen Seiten zum Subraum offen zu sein scheint. Schmale gewundene Stege verbinden kleine frei schwebende Plattformen. In der Ferne sind dutzende monolithische Strukturen zu erkennen.

Der Spieler und Worf suchen im System der schwebenden Pfade nach einer Fluchtm├Âglichkeit f├╝r ihre gestrandete Gruppe. Dabei entpuppt sich der seltsame Ort als eine Art Observatorium. Immer wieder weicht der Anblick des Subraums einer plastischen 360-Grad-Ansicht markanter Sternensysteme und Heimatwelten der ganzen Milchstra├če. Offenbar betreiben die Aliens dieser Dom├Ąne Spionage f├╝r die Iconianer und bereiten so deren Invasion vor.

Schlie├člich gelingt es den ├ťberlebenden, mit einem ├ťberwachungssystem das Tor auf Neu-Romulus zu rekonfigurieren und die Zerst├Ârung des Planeten durch seismische Aktivit├Ąten zu stoppen. Allerdings weckt und enttarnt das gleiche Signal auch die ├╝brigen bislang inaktiven Iconianischen Tore in der gesamten Milchstra├če auf und gew├Ąhrt so allen M├Ąchten der Galaxie Zugang zu einem Transportnetzwerk zum Zur├╝cklegen gewaltiger Strecken.

Die Gruppe entkommt auf ein Tr├Ągerschiff unbekannter Bauart durch eines der neu ge├Âffneten Portale ins Jouret-System nahe Neu-Romulus. Dort entbrennt eine heftige Schlacht mit den Elachi, einer der von den Iconianern kontrollieren Rassen. Mit Hilfe der drei Flaggschiffe Enterprise, Bortasqu' und Lleiset kann die Elachi-Armada besiegt werden.

In der anschlie├čenden Debatte, ob das neu entdeckte Tor im Jouret-System zerst├Ârt werden sollte, stellen die Romulaner klar, dass sie nicht bereit sind, eine Ressource vom Rang des bajoranischen Wurmlochs freiwillig aufzugeben. Somit verbleibt das Tor in romulanischem Raum und wird wohl in Zukunft Ausgangpunkt f├╝r Expeditionen werden. Pikanterweise deuten erste Sensorscans auf ein Vorkommen von Omega-Molek├╝len auf der anderen Seite des Tores hin.

Gameplay

Cryptic legt mit "Sphere of Influence" wie bereits mit "Temporal Ambassador" Anfang des Jahres erneut eine Einzelspielermission vor, die nicht mit mehreren Spielern gemeinsam angegangen werden kann. Der Spielverlauf ist streng linear angelegt. Die l├Ąngste Zeit l├Ąuft der Spieler von Wegpunkt zu Wegpunkt und klappert Interaktionen in einer vorgegebenen Reihenfolge ab. Spielmechanischer H├Âhepunkt ist ein "Senso"-Puzzel, in dem der Spieler vorgespielte Farbsequenzen nachklicken muss. Die einzige Weltraumsequenz bestreitet der Spieler dann in einem vorgegebenen Tr├Ągerschiff mit vorgew├Ąhlter Crew. Dank ├╝berm├Ąchtiger Spezialattacken, f├╝r die Worf und Shon als Br├╝ckenoffiziere bereitstellen, mag auch in dieser gro├č angelegte Kampfsequenz keinerlei Spannung aufkommen.

Rollenspielelemente wie berufs-oder fraktionsspezifische Handlungsoptionen finden sich in der Mission keine. Au├čerdem wird dem Spieler erneut der Zugriff auf seine Br├╝ckenoffiziere und sein Raumschiff verwehrt. Und f├╝r ein MMO besonders frappierend fehlt jede M├Âglichkeit, die Mission gemeinsam mit Freunden im Team zu bestreiten. Das gleiche galt bereits auch f├╝r "Temporal Ambassador", womit "Star Trek Online" nun auch am Ende seines vierten Lebensjahres schon wieder dokumentiert, dass es eigentlich mit den M├Âglichkeiten eines Multispielersettings erz├Ąhlerisch und spielmechanisch immer noch nicht viel anzufangen wei├č.

Zwar hat die Mission einige grafische Schauwerte zu bieten und auch die Vollvertonung von Worfs Dialogen ist ein willkommenes Gimmick, aber alles in allem ist "Sphere of Influence" mehr interaktive Zwischensequenz als Multiplayer-Rollenspiel.

Fazit

"Sphere of Influence" folgt schablonenhaft dem Muster aus "Temporal Ambassador". Die Story ist scheinbar auf den Gaststar, diesmal Michael Dorn, zugeschnitten und tangiert links und rechts ein paar Handlungsstr├Ąnge aus TNG und DS9. Das Retconning von "Schisms" als Vorbereitung der nun 40 Jahre sp├Ąter anstehenden Iconianerinvasion wirkt aufgesetzt, der Grafikstil der neuen Schaupl├Ątze passt ├╝berhaupt nicht zu den etablierten Elementen aus der TNG-Folge.

Letztlich l├Âst die Episode auch nicht ihr Versprechen ein, die Haupthandlung voranzubringen. Noch immer wissen wir nicht mehr, als dass die Iconianer (offenbar schon seit 40 Jahren) st├Ąndig unmittelbar davorstehen, in die Galaxie einzufallen und alles intelligente Leben zu unterjochen. Und das gefundene und nun offenstehende Tor im Jouret-System ist offenbar ja auch nur ein Portal in die mit Season 8 eingef├╝hrte und von den Voth beanspruchte Dyson-Sph├Ąre. Also ├╝berbr├╝ckt "Sphere of Influence" nur die Handlung des letzten Nebenkriegsschauplatzes (Tholianer auf Neu-Romulus) zum n├Ąchten Nebenkriegsschauplatz (Voth in der Dyson-Sph├Ąre), w├Ąhrend der Hauptkonflikt weiter stagniert.

Die Schauwerte und Michael Dorn machen die Mission sehenswert. Rein spielerisch ist "Sphere of Influence" in einem MMORPG jedoch v├Âllig deplatziert und allenfalls ein trauriger Action-Adventure-Abklatsch.

Zur Originalmeldung

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Yossarian
Beitrag 6. Nov 2013, 09:03
Beitrag #2





Gast






Ich kann mich der Meinung des Autors in keinster Weise anschlie├čen. Sicher, spielerisch war diese Episode eher mau, aber darum ging es ja nicht. Die Atmosph├Ąre war genial und es kam ein wunderbares Star Trek Feeling auf. Etwas, was gerade am Anfang bei STO stark vermisst und kritisiert wurde. Also, nich meckern sondern einfach genie├čen - es kostet ja nichts.
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