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Season 8 "The Sphere": "Star Trek Online"-Videorev, Die Cryptic Studios haben ihr Star Trek-MMO turnusgemĂ€ĂŸ um neue I...
Christopher Kurtz
Beitrag 7. Dec 2013, 15:39
Beitrag #1





Gast






Die Cryptic Studios haben ihr Star Trek-MMO turnusgemĂ€ĂŸ um neue Inhalte erweitert. Diesmal ziehen die Spieler am Rande des Delta-Quadranten gegen die Voth in den Kampf. Wir haben die Abenteuer in der DysonsphĂ€re ausfĂŒhrlich getestet.

Video


Story

Nach den Tholianern wirft Cryptic nun die Voth als neue Endspiel-Gegnergruppe der Spielerschaft vor die Flinte. Am Ende der Einzelepisode "Sphere of Influence" (siehe TZN-Review) taucht plötzlich ein iconianisches Portal in den Delta-Quadranten auf, an dessen Ende Omega-Partikel erkannt werden. Und damit meint Cryptic ausreichend erzÀhlerische Vorarbeit geleistet zu haben, um die SchreibtischkapitÀne auf Season 8 loszulassen.

Nach dem ersten Einloggen erhĂ€lt der Spieler Zugriff auf eine kurze Questreihe, die ihn durch das Portal in die DysonsphĂ€re lotst. In dem gigantischen Hohlkörper ragen riesige TĂŒrme und Bögen aus der Wolkendecke heraus. Die Raumschiffe der Spieler wirken im GrĂ¶ĂŸenvergleich wie Vögel zwischen Baumwipfeln. Einer dieser TĂŒrme dient der Allianz der spielbaren Völker als Hauptquartier. Unter FĂŒhrung der Romulaner versuchen die GroßmĂ€chte, die Produktion von Omegapartikeln, die von Maschinen in der SphĂ€re generiert werden, unter Kontrolle zu bekommen und zu beenden.

Dummerweise sind praktisch zeitgleich Voth in der SphÀre eingetroffen, die damit ganz und gar nicht einverstanden sind. Die genauen Motive der Voth sind unklar. Jedoch dulden sie ganz offensichtlich nicht die Anwesenheit einer zweiten Macht in der ansonsten verlassenen Sternenkugel. Und so lÀsst es das Spiel allerorten in ungewohnt sub-orbitaler Szenerie krachen und knallen.

Alle Jubeljahre schalten Spieler dabei Zwischensequenzen frei, in denen wir von einem Voth-Forscher erfahren, der gegen die "Doktrin" die wahre Herkunft der SphĂ€re aufdecken möchte. Interaktive Storymissionen gibt es jedoch diesmal keine. Stattdessen hat Cryptic sehr viel Arbeit ein gelungenes Tutorial fĂŒr neue Föderationscaptains gesteckt. Vollvertonung inklusive, aber das wĂŒrde den Rahmen dieses Reviews sprengen.

Gameplay

Spielerisch bietet Season 8 im Kern ein neues Reputationssystem fĂŒr KapitĂ€ne und eine neue ausbaubare Immobile, nĂ€mlich einen der RiesentĂŒrme, fĂŒr Flotten. Dazu kommt ein bunter Strauß von wiederholbaren Missionen, um die hierfĂŒr benötigten Ressourcen zu "grinden", wie es im MMO-Denglisch heißt. Dabei legt Cryptic Wert auf die Feststellung, dass der Aufstieg im neuen Rufsystem eine ganze Portion einfacher gestaltet wurde als bisher ĂŒblich. Außerdem erhalten die Spieler beim FĂŒttern des Reputationsbalkens nicht nur die ĂŒblichen Erfahrungspunkte, sondern nun auch immer ein kleines PĂ€ckchen mit mehr oder minder nĂŒtzlichen Level-12-GegenstĂ€nden. Auch Zweit- und Drittcharaktere profitieren vom Update. Denn nun können Charaktere, die eine Reputation vollstĂ€ndig erlevelt haben, ein "Empfehlungsschreiben" erstehen, mit dem ein anderer KapitĂ€n denselben Ruf doppelt so schnell erwerben kann. Ebenfalls nett: der Reputations-Shop erweitert sich automatisch mit jedem Levelaufstieg, man muss also nicht mehr mĂŒhsam selbst dafĂŒr sorgen, dass es ĂŒberhaupt erst Ruf-spezifische Waffen und (diesmal auch) Konsolen zu kaufen gibt.

Bei den wiederholbaren Missionen, die fĂŒr das Leveln erforderlich sind, hat sich Cryptic diesmal ordentlich ins Zeug gelegt. Insgesamt zwei "Open World"-Sektoren innerhalb der DysonsphĂ€re halten wechselnde AuftrĂ€ge bereit, die man zu Schiff erledigen kann. Ein dritter solcher Sektor soll bald folgen. Hier fallen die ĂŒblichen Varianten von "Verteidige X fĂŒr Y Minuten", "Bringe C von A nach B" und "Zerstöre Z Voth-Raumer" an, die leider nicht alle von Anfang an fehlerfrei abzuschließen waren.

So ungewöhnlich es anmuten mag, dies ĂŒber "Star Trek Online" zu sagen, den grĂ¶ĂŸten Spaß machen nicht die beiden Sektoren fĂŒr Raumschiffe, sondern der Bodenkampf auf einer weiteren offenen Karte, die in einer Stadt auf der OberflĂ€che der DysonsphĂ€re angesiedelt ist. Auch hier kĂ€mpfen Voth und Spieler um die Vorherrschaft und in einem Finale um die Kontrolle ĂŒber die hier produzierten Omega-MolekĂŒle. Klingt zwar wie das öde Geballer in den Kampfzonen von Defera und Nukara, spielt aber in einer anderen Spielspaßliga. Die Karte ist ein groß angelegtes PvE-Spiel, in dem es um Gebietskontrolle geht: Anfangs halten die Voth alle Stadtteile und die Spieler mĂŒssen versuchen, die Kontrolle ĂŒber alle Sektoren umzukehren. Schön: nicht nur als Team kommt man auf seine Kosten, sondern auch alleine mit zwei BrĂŒckenoffizieren, die in den letzten Inhaltepaketen ja nicht mehr viel melden durften.

Schaffen die Spieler die Stadt einzunehmen, versuchen die Voth sich mit Omega-MolekĂŒlen aus dem Staub zu machen. Diesen RĂŒckzug flankieren sie mit Dinosauriern. Genauer: genmanipulierte Saurier. Mit Laserkanononen. Klingt bescheuert? Ist es auch irgendwie, aber man kann nicht umhin zuzugeben, dass es Spaß macht, sich mal an einem etwas ausgefalleneren Endgegner abzuarbeiten. Neben den vorgenannten offenen Karten gibt es auch zwei neue Flottenaktionen fĂŒr je fĂŒnf Raumschiffe zu spielen. Die erste ist eine im wahrsten Sinne des Wortes Tower-Defense-Variante, in der die Spieler alliierte Truppentransporter auf einen Turm eskortieren und feindliche Truppen an der Landung hindern mĂŒssen.

Mit der zweiten Flottenaktion hat Cryptic allerdings den Vogel der Schauwerte abgeschossen. In "The Breach" treten fĂŒnf Spieler gegen ein gigantisches Vothschiff an, das die ganze Karte ausfĂŒllt. Erst mĂŒssen die Spielerschiffe durch lange "GrĂ€ben" entlang der AußenhĂŒlle strategische Punkte zerstören, danach geht es in den Eingeweiden weiter. Der Todesstern lĂ€sst grĂŒĂŸen. Das macht nicht nur dank der abwechslungsreichen Zwischenziele verdammt viel Spaß, sondern sieht auch ziemlich spektakulĂ€r aus.

Technik

Die Cryptic-Hausengine lotet mit Season 8 ganz offensichtlich ihre Grenzen aus. Es ist leider jederzeit klar erkennbar, wo die dreidimensionale Spielwelt endet, und wo das zweidimensionale Hintergrundbild, das den Rest der SphĂ€re vortĂ€uscht, anfĂ€ngt. Zudem hat die Engine ihr liebe MĂŒhe, die Schatten auf den neuen Riesenkarten darzustellen. Hier und da flackert es heftig, und auch der Übergang zwischen Wasser und Landmassen könnte sauberer gelöst werden.

Die Erweiterung kommt dabei jedoch keinesfalls hĂ€sslich daher. Die neuen Umgebungen spielen geschickt mit GrĂ¶ĂŸenverhĂ€ltnissen und wirken frisch und unverbraucht. Leider spendiert Cryptic wieder mal keine neue Musik und nur sehr spĂ€rlich Sprachausgabe

Fazit

Laserbewaffnete Mutatendinosaurier mögen fĂŒr den gemeinen Trekkie ein wenig schwer verdaulich sein, und auch die sehr abrupte und dĂŒnne ErzĂ€hlung trĂŒbt den Gesamteindruck. Dennoch ist "The Sphere" eine runde Sache (Achtung, Wortspiel). Die neuen Inhalte wirken dank des ungewohnten Settings unverbraucht und launig. Das neue, weniger "anstrengende" Reputationssystem sorgt außerdem fĂŒr eine gewisse Entkrampfung beim "Grinden" und schafft eine bessere Balance zwischen Sammel- und Spieltrieb. Was aber von dieser Season im kollektiven GedĂ€chtnis bleiben wird, sind genmanipulierte Dinos mit Laserwaffen und der spektakulĂ€re "Trench Run" Ă  la "Star Trek" aus "The Breach".

Zur Originalmeldung

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