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Studio-Boss will ganzj├Ąhrig neue "Star Trek"-Inhalte, Im Interview mit Deadline Hollywood macht David Stapf glasklar, w...
Christopher Kurtz
Beitrag 7. Aug 2018, 11:08
Beitrag #1





Gast






Im Interview mit Deadline Hollywood macht David Stapf glasklar, was der Deal mit Alex Kurzmans Produktionsfirma f├╝r das Franchise und CBS All Access bedeutet. Dabei wurde deutlich: Netflix muss nicht immer an Bord sein.

Wer sich noch im Unklaren ist, was CBS mit dem 5-Mio.-Dollar-Auftrag an Alex Kurzmans Firma Secret Hideout beabsichtigt, sollte dem Pr├Ąsidenten der CBS-Studios genau zuh├Âren. Gegen├╝ber Deadline lassen David Stapf und seine Kollegen keine Zweifel daran, dass noch viel Platz f├╝r mehr \"Star Trek\" parallel zu \"Discovery\" und der neuen Picard-Serie auf CBS All Access ist.

Mein Ziel ist, dass st├Ąndig etwas \"Star Trek\" auf All Access erscheint. Wir wissen, dass es Zuschauer anzieht, und \"Discovery\" hat sich gut geschlagen. [...] und wie wir gelernt haben, wollen wir es richtig machen.
David Stapf, Deadline

Die Marke \"Star Trek\" scheint f├╝r CBS All Access die Rolle spielen zu sollen, die \"Marvel\" f├╝r Netflix und \"Star Wars\" f├╝r den neuen Streaming-Dienst von Disney ├╝bernehmen: ein m├Âglichst gewaltiges Franchise mit einer eingebauten Fan-Basis, die deswegen st├Ąndig den Dienst abonniert. Dabei ├╝berlassen es die Studiobosse nach eigenen Angaben Kurtzmans \"Secret Hideout\", die kreative Richtung vorzugeben. Inhaltlich wurde so viel verraten: Neben dem TNG-Revival sind derzeit keine Fortsetzungen bekannter Serien geplant. Auch kein Wiedersehen mit William Shatner als Kirk, wobei Stapf scherzte: \"Ich w├╝rde sagen, sag niemals nie.\" Stattdessen soll es weitere Serien und Miniserien geben. Wer genau hinh├Ârt, dem wird klar, dass man sich bisher dazu ausschweigt, in welche dieser Kategorien das Comeback von Patrick Stewart f├Ąllt. Ggf. ist das Wiedersehen mit dem Briten zeitlich stark begrenzt.

Was aber schon jetzt klar ist: CBS m├Âchte sich beim internationalen Vertrieb nicht zwangsl├Ąufig an Netflix binden. Viel sch├Âner w├Ąre es, durch eine internationale Expansion das Geld der Zuschauer direkt entgegenzunehmen. Etwas mehr Details gab es zum Vertragskonstrukt rund um \"Star Trek: Discovery\". Netflix hat offensichtlich Vorzugsrechte, wenn es um Spin-Offs und Fortsetzungen zu \"Discovery\" geht. D.h. dass die vier Kurzfilme \"Short Treks\" Ende des Jahres in Deutschland mit Sicherheit bei dem Streaminganbieter landen werden, da Charaktere aus \"Discovery\" darin auftreten.

Anders sieht es bei dem neuen Projekt mit Patrick Stewart aus. Hier ist CBS nicht verpflichtet, Netflix mit ins Boot zu holen. Und seitdem der \"Discovery\"-Deal geschlossen wurde, ist CBSAA bereits nach Kanada und Australien expandiert (in Kanada ├╝bernimmt derzeit Space den Vertrieb von \"Star Trek: Discovery\"). Schwer vorstellbar, dass CBS die Rechte in seinen neuen M├Ąrkten der Konkurrenz zum Verkauf anbieten wird.

Bis zum Start der Picard-Serie wird auch noch mindestens ein Jahr ins Land gehen. Gut vorstellbar, dass CBS bis dahin auch Deutschland ins Visier nimmt. Au├čerhalb der englischsprachigen Welt ist Deutschland traditionell der gr├Â├čte Markt f├╝r \"Star Trek\" und insbesondere f├╝r \"The Next Generation\". Die TNG-Spielfilme \"Treffen der Generationen\", \"Der Erste Kontakt\" und \"Der Aufstand\" habe hierzulande ├╝berdurchschnittlich gut abgeschnitten. Ein Fakt, der auch CBS bewegen k├Ânnte, den Direktvertrieb zu wagen. Einziges Problem: Bezahlfernsehen hat es in deutschen Landen ebenfalls traditionell schwer, und die Deutschen werden sich mehrmals ├╝berlegen, Geld f├╝r zwei Streaming-Plattformen auszugeben, um \"Star Trek\" zu schauen.

Das w├╝rde sich ggf. ├Ąndern, wenn Stapfs Ambitionen wahr werden, und er tats├Ąchlich st├Ąndig neues \"Star Trek\" ver├Âffentlichen k├Ânnte. Bei 13 Folgen pro Staffel und ├╝ber einem Jahr Produktionszeit k├Ąme man auf mindestens vier Serien plus weiteren F├╝llerformate wie den \"Short Treks\", um mindestens einmal die Woche neue Inhalte pr├Ąsentieren zu k├Ânnen. Das erinnert stark an Netflix\' Marvel-Strategie mit \"Luke Cage\", \"Daredevil\", \"Jessica Jones\" und \"Iron Fist\", die auch schon ohne Events (\"Defenders\") und Spin-Offs (\"Punisher\") eine ganzj├Ąhrige Marvel-Dauerpr├Ąsenz bewirken. Sollte CBSAA mittelfristig mit drei weiteren \"Star Trek\"-Serien aufwarten k├Ânnen, w├╝rden wohl auch Trekkies mit Netflix-Abo weich werden.

Schwer ist einzusch├Ątzen, ob die angek├╝ndigte \"Star Trek\"-Flut tats├Ąchlich den gew├╝nschten Erfolg einf├Ąhrt. Selbst wenn CBS weiterhin gro├čz├╝gige Budgets bereitstellt, und kreative Freiheiten zum kreativen Erfolg verhelfen: Die letzte lange \"Star Trek\"-Zwangspause kam kurz nach dem \"Peak\"-Trek der 90er Jahre, und wurde sp├Ąter h├Ąufig mit Markt├╝bers├Ąttigung begr├╝ndet. Eine Erkl├Ąrung, warum eine ├Ąhnliche Masse an \"Star Trek\" diesmal ges├╝nder f├╝r\'s Franchise sein soll, sind CBS und Secret Hideout noch schuldig.

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Aran
Beitrag 7. Aug 2018, 18:48
Beitrag #2


Fleet Captain
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Ganz ehrlich, es ist ja sch├Ân, dass neues Star Trek weiterhin in Planung ist. Aber eine Flut von neuen Serien und Spin-Offs ├Ąhnlich Star Wars und Marvel behagt mir nicht wirklich. Gerade bei Star Wars erlebe ich, wie schnell man eines ehemals geliebten Franchises ├╝berdr├╝ssig werden kann.

Die sollen lieber alles in Discovery und meinetwegen in die Picard-Serie stecken und dort f├╝r eine hohe Qualit├Ąt sorgen. Ansonsten kommt der Star Trek-├ťberdruss schneller, als es den Verantwortlichen lieb sein wird.


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Adm. Ges
Beitrag 7. Aug 2018, 23:04
Beitrag #3


Fleet Admiral
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Ich sehe das ├Ąhnlich. Ich freue mich ├╝ber neu produziertes Trek und erinnere mich gern an die Zeit zur├╝ck, als zwei Serien parallel liefen. Aber vier Serien plus zus├Ątzliche Formate w├Ąre f├╝r mich ein Overkill. Da h├Ątte auch ich gern lieber inhaltliche Qualit├Ąt und da hat mich Discovery bisher nicht ├╝berzeugt. Ganz im Gegensatz zu "The Orville", das f├╝r mich wunderbar dieses "alte" Trek-Feeling einf├Ąngt und dabei gar nicht den Anspruch stellt eine "moderne" Serie zu sein, sondern einfach nur unterhalten will. Und wenn das "Look and Feel" stimmt, dann kann man auch mal ├╝ber Logikl├Âcher hinwegsehen.

Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, was das f├╝r eine Picard-Serie werden wird.


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Admiral Tom Jay Ges, U.S.S. Europe, NCC-66066
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logan3333
Beitrag 11. Aug 2018, 16:09
Beitrag #4


Commodore
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ZITAT(Aran @ 7. Aug 2018, 18:48) *
Ganz ehrlich, es ist ja sch├Ân, dass neues Star Trek weiterhin in Planung ist. Aber eine Flut von neuen Serien und Spin-Offs ├Ąhnlich Star Wars und Marvel behagt mir nicht wirklich. Gerade bei Star Wars erlebe ich, wie schnell man eines ehemals geliebten Franchises ├╝berdr├╝ssig werden kann.

Die sollen lieber alles in Discovery und meinetwegen in die Picard-Serie stecken und dort f├╝r eine hohe Qualit├Ąt sorgen. Ansonsten kommt der Star Trek-├ťberdruss schneller, als es den Verantwortlichen lieb sein wird.

Oder noch besser, Discovery einstellen und alles auf ein Post Nemesis Krisenszenario um das Romulanische Reich (B├╝rgerkrieg, ├ťbernahme durch Kr├Ąft von Au├čerhalb, Verlorene Geheimnisse der Romulaner usw....) mit Picard als Chef einer F├Âderationstaskforce machen. Man kann ja die Sets von Discovery verwenden und umdekorieren. Ich denke die allein die Tatsache das wir alle m├Âglichen neuen Entwicklungen sehen, vier neue Projekte auf einmal d├╝rfte wohl das Totengel├Ąut f├╝r Discovery sein. Man braucht eben schnell Ersatz f├╝r die Discovery "Bombe" .


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