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Trek BBS > Erste Voyager-Staffel
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Vollansicht: Erste Voyager-Staffel
Trek BBS > Brücke > Voyager
Matt
Anläßlich der ersten Voyager-DVD-Box würde mich interessieren, welche Episoden der ersten Staffel ihr als gelungen anseht, welche mittelprächtig sind und welche ihr richtig grottenschlecht findet. Außerdem würde mich interessieren, welche Fraktion hier in der Mehrheit ist: Diejenigen, die die ersten Staffeln als die besten Voyager-Staffeln ansehen oder diejenigen, die die hinteren Staffeln am besten finden. In jedem Fall wäre es natürlich gut, wenn ihr eure Meinungen begründen würdet. Wer sich die Staffel-Box nicht gekauft hat, kann ja aus dem Gedächtnis argumentieren oder sich die erste Staffel mittels Episodenguides wieder ins Gedächtnis rufen. smile.gif

Ich bin gespannt.
pana
meine voyager-bestellung bei amazon habe ich vor einiger zeit wieder storniert, da

1. es bisher kein angebot zu geben scheint, wonach die 7. box kostenlos ist und
2. im september tos auf dvd kommen soll und ich dieser serie erstmal vorrang einräume.

bis vor wenigen wochen habe ich ds9 auf dvd komplett durchgesehen, ein wenig pause tut jetzt ganz gut, besonders da es draußen warm wird und ich abends lieber fahrrad fahre als dvd's zu sehen.

welche voyager-staffeln ich am besten finde, kann ich nicht sagen. ich habe die folgen nur einmal gesehen, und nicht einmal komplett. ehrlich gesagt weiß ich gar nicht genau, was ich gesehen und was verpaßt habe. war mir bei voyager auch nicht so wichtig, als es damals im tv lief. mrgreen.gif
Chadwick
001 Der Fürsorger, Teil 1 Caretaker, Part I
002 Der Fürsorger, Teil 2 Caretaker, Part II
003 Die Parallaxe, Parallax
004 Subraumspalten, Time and Again
005 Transplantationen, Phage
006 Der mysteriöse Nebel, The Cloud
007 Das Nadelöhr, Eye of the Needle
008 Die Augen des Toten, Ex post facto
009 Das Unvorstellbare, Emanations
010 Das oberste Gesetz, Prime Factors
011 Der Verrat, State of Flux
012 Helden und Dämonen, Heroes and Demons
013 Bewusstseinsverlust, Carthexis
014 Von Angesicht zu Angesicht, Faces
015 Dr. Jetrels Experiment, Jetrel
016 Erfahrungswerte, Learning Curve
017 Das Holo-Syndrom, Projections
018 Elogium, Elogium
019 Die Raumverzerrung, Twisted
020 Die 37'er The 37's

An die meisten Episoden erinnere ich mich vom Titel her nur noch schwach, was schon mal ein schlechtes Zeichen ist. Der Pilotfilm fand ich okay, obwohl es einiges gab was mich gestört hat (zum Beispiel das Chakky überlebt hat und die süsse Schiffs-Psycho-Tante starb usw.) In dieser Staffel gab es zu viele Raumanomalien-Folgen und als absolut grottig habe ich "die 37er" in Erinnerung, das wohl schlechteste Staffelfinale seit TOS-Ende (und kommt mir jetzt nicht mit der TNG-Riker-träumt-Episode). Wenn ich die Liste kurz überfliege, glaube ich das vor allem die 5. Folge ("Transplantationen") ein erstes Highlight war. Eine endgültige Wertung treffe ich nachdem ich mir die Staffel noch mal angesehen habe. Bin mal gespannt wie sie im Vergleich zu den beiden TOS Episoden abschneiden, die als Bonus drauf sind. Ich ahne schreckliches... mrgreen.gif
Blaidd_Drwg
@ Chadwick: Wen meinst du mit Schiffspsychotante?
Etwa die betazoidische Pilotin die Tom Paris nach Deep Space Nine brachte und dann den Löffel in den Besteckkasten legen musste als die Voyager in den Delta Quadranten gezogen wurde?


Edit: Auf meine alten Tage wäre es doch ratsam eine Brille aufzusetzen. mrgreen.gif
Matt
QUOTE (Neral_Jourian @ 4. May 2004, 12:11)
@ Matt: Wen meinst du mit Schiffspsychotante?

Hab auch gerade keine Ahnung, wen Chadwick mit Schiffspsychotante meint... wink.gif
Chadwick
QUOTE (Neral_Jourian @ 4. May 2004, 12:11)
@ Chadwick: Wen meinst du mit Schiffspsychotante?
Etwa die betazoidische Pilotin die Tom Paris nach Deep Space Nine brachte und dann den Löffel in den Besteckkasten legen musste als die Voyager in den Delta Quadranten gezogen wurde?

Ops.... dachte die wär ein Consi, aber Neral hat natürlich recht. Die Pilotin meinte ich. Die war doch nett, nicht wahr? smile.gif Wäre vielleicht interessanter gewesen man hätte sie behalten und Paris sterben lassen. Aber ist schon klar, eine Schiffspsychotante reicht ja auch völlig. wink.gif

Da fällt mir ein, ich plädiere hiermit für ein Amazonen-Raumschiff. Alles nur weibliche Crewmeber bis auf den vulkanischen Captain. Wäre nett zu wissen, ob der Kerl noch am Pon Far festhalten könnte. laugh.gif
Lex
QUOTE (Chadwick @ 4. May 2004, 11:28)
005 Transplantationen, Phage
007 Das Nadelöhr, Eye of the Needle
010 Das oberste Gesetz, Prime Factors
012 Helden und Dämonen, Heroes and Demons
015 Dr. Jetrels Experiment, Jetrel
016 Erfahrungswerte, Learning Curve

Das sind die Folgen, die ich als "gut" in Erinnerung habe. Hab die erste Season seit Donnerstag zuhause, komme aber erst in einigen Monaten zum Anschauen, da DS9 Vorrang hat.
Die Staffel war, dafür das es eine "erste" war, doch recht gelungen. Nach meiner Meinung wurde Voyager bis zur 5. Staffel immer besser, baute dann aber rapide ab, nicht zuletzt wegen den dämlichen Borg-Storys und die Seven-darf-alles-Folgen. Aber das ist nur mein Eindruck.
sepia
Lex, es heißt Subway nicht Subways.


Btw, mir muss wirklich langweilig sein, aber bevor die ganze Meute von reichen DVDlern ankommt und fundierte Aussagen von sich gibt, lasse ich meine Erinnerung auf euch los...
[Die 1. Staffel endet eigentlich mit Learning Curve.]


Gute Folgen:
001 Der Fürsorger, Teil 1 Caretaker, Part I
002 Der Fürsorger, Teil 2 Caretaker, Part II
011 Der Verrat, State of Flux
012 Helden und Dämonen, Heroes and Demons
015 Dr. Jetrels Experiment, Jetrel

Perfektes Mittelweg zwischen Emissary und Broken Bow (as i said before...?); Highlight, weil spannend; komisch; zäh, aber tief.


Mittelmaß:
003 Die Parallaxe, Parallax
004 Subraumspalten, Time and Again
009 Das Unvorstellbare, Emanations
010 Das oberste Gesetz, Prime Factors
013 Bewusstseinsverlust, Cathexis
014 Von Angesicht zu Angesicht, Faces
017 Das Holo-Syndrom, Projections

Technobabble-Torres na, ja; Zeitreisen-Technobabble-Öko+Anti-Öko-Bewegung-Lala; irgendwie nichtssagend, aber okay; naiv, aber elegant; ausgelutscht, aber nett; clone eines clone eines clone eines clone eines... aber vernünftig gemacht; eigentlich gut, gefällt mir aber im Moment nicht.


Schwache Folgen:
006 Der mysteriöse Nebel, The Cloud
008 Die Augen des Toten, Ex post facto
016 Erfahrungswerte, Learning Curve
019 Die Raumverzerrung, Twisted

Passiert da was?; Uninteressant?; Nicht witzig?; Passierte etwas?


Schlechte Folgen:
007 Das Nadelöhr, Eye of the Needle
018 Elogium, Elogium
020 Die 37'er The 37's

Der Fluch der Vorhersehbarkeit; lächerlich; sehr schlecht.


Nicht gesehen oder sagt mir im Moment nichts:
005 Transplantationen, Phage


Als nächstes mache ich wahrscheinlich auch noch TopTenListen oder rechne den Durchschnittswert der 1. Staffel aus...
Die DVDler können ja mal kundgeben, was es so zu entdecken in Staffel1. Vielleicht schalte ich dann in der mir verbliebenen Zeit auch mal Kabel1 an.
Blaidd_Drwg
QUOTE
Ops.... dachte die wär ein Consi, aber Neral hat natürlich recht. Die Pilotin meinte ich. Die war doch nett, nicht wahr?  Wäre vielleicht interessanter gewesen man hätte sie behalten und Paris sterben lassen. Aber ist schon klar, eine Schiffspsychotante reicht ja auch völlig. 

Da fällt mir ein, ich plädiere hiermit für ein Amazonen-Raumschiff. Alles nur weibliche Crewmeber bis auf den vulkanischen Captain. Wäre nett zu wissen, ob der Kerl noch am Pon Far festhalten könnte. 



War schon nett, ein wenig kühl aber nett. Man hätte auch nicht alle drau gehen lassen sollen. Paris hätte sich das Steuer der Voyager doch mit ihr teilen können. Und anstand Belanna und Tom wären die beiden auch ein Paar werden können.

Ebensogut hätten mir auch Streitereien zwischen einem Doktor und seinem holographischen Kollegen gefallen.

Janeway hat es auch schon bedauert das es keinen Counselor an Bord der Voyager gab, sie dachte sie würde keinen Counselor benötigen da es im Prinzip nur eine kurze Mission werden sollte.
Aran
Als Voyager-Fan der ersten Stunde muss ich natürlich auch meinen Senf dazu geben. Einiges wurde zwar schon im "Top und Flop"-Thread besprochen, aber was solls.

Ich habe die 1. Staffel grundsätzlich in guter Erinnerung. Beim ersten Anschauen war ich gespannt wie ein Flitzebogen, was diese neue Crew nun erlebt im Delta-Quadranten.

Der Großteil der Schauspieler war mir vom Start sympathisch, nur an Janeway (teilweise noch zu hölzern) und Kes (ihre Gefühlsausbrüche waren mir zu gekünstelt) musste ich mich noch gewöhnen.

Mit Neelix kam ich eigentlich ganz gut klar und fand ihn nie soo schlimm, wie die vielen Neelix-Hasser. Nur wenn ich die deutsche Version zu hören bekam, wurde mir schlecht. So eine furchtbare Synchronstimme habe ich selten erlebt.

Gefallen hat mir die sofort aufkeimende Freundschaft zwischen Harry und Tom. Zwischen den beiden stimmte die Chemie einfach.

Tuvok als Reißbrett-Vulkanier hatte es mir auch angetan. Ein typischer Vertreter seiner Rasse. Und er muss keinerlei Emotion zeigen um doch menschlicher zu wirken als alle anderen. Allein das Gespräch mit Janeway über Tuvoks Familie in "Caretaker" geht immer noch runter wie Öl.
Janeway: "I'll talked to your family before we left", Tuvok: "Are they well?", Janeway: "They miss you", Tuvok: "As i do them".
Zusammen mit Tim Russ Schauspiel und der geilen Hintergrundmucke eine Szene zum Immerwiederanschauen.

Chakotay und B' Elanna gaben auch anfangs ein nettes Pärchen ab. Hier hätte es aber noch deutlich mehr Konflikte geben müssen, wie sie z. B. in "Parallax" zu sehen waren.

Und dann natürlich noch der Doc. Von der ersten Szene an ein Sympathieträger sondergleichen und selbstverständlich mein Lieblings-Voyager-Chara. Sein Minenspiel und Humor sind einzigartig geblieben. Ein Hoch auf Robert Picardo!

Viele Episoden mögen heutzutage etwas belanglos bzw. unspektakulär wirken. Bei mir liegt das allerdings daran, dass ich gerade die erste Staffel sehr oft gesehen habe. Gewöhnungseffekt nenn ich das mal. Aber in richtig schlechter Erinnerung hab ich keine Folge der Season, welche bei den Kaufkassetten ursprünglich zwar bis die 37er ging, aber in den USA scheinbar bei "Learning Curve" endete.

Dementsprechend meine unbenotete Wertung nur bis dahin:

All-Time Favorites:
"Caretaker"
"Eye of the Needle"
"Prime Factors"
"Heroes and demons"
"Jetrel"

Sehr gut:
"Phage"
"State of Flux"
"Faces"

Gut:
"Parallax"
"Time and again"
"The cloud"
"Emanations"
"Cathexis"
"Learning curve"

Geht so:
"Ex post facto"

Insgesamt eine sehr gelungene First Season. Hauptkritikpunkt ist sicherlich der kaum vorhandene Konflikt zwischen Maquis und Sternenflotte, welcher mit "Learning Curve" zwar amüsant aber recht schnell ad acta gelegt wurde. Aber gestört hat mich das damals wenig und auch heutzutage hätt ichs irgendwie blöd gefunden, wenn sich Janeway und Chakotay 7. Staffeln lang in den Haaren gehabt hätten. Schließlich gings ja primär darum wieder nach Hause zu kommen. Und der Maquis-Konflikt irgendwann zweitrangig. Kann man sich drüber aufregen, muss man aber nicht.

So ich hoffe, das hat jetzt irgendjemand gelesen bzw. interessiert. Wenn nicht, dann hab ichs eben für mein Voyager-Ego geschrieben. mrgreen.gif Ansonsten, thanx for your attention! wink.gif
Der RvD
So gerne ich manchmal auf dem guten Rick Berman rumhacke, in dieser Sache hat das Studio ihm arg reingepfuscht. Die wollten nämlich eine typische Starfleet-Crew Marke TNG, wo sich alle liebhaben und die Bösewichter immer jemand anders sind. Und so beschränkte sich der Starfleet/Maquis-Konflikt leider viel zu oft auf Kinkerlitzchen und Korinthenkackerei wie das penible Einhalten von Sternenflottenprotokollen. Und daraus läßt sich auf die Dauer natürlich nicht viel herausholen...
Damon Ridenow
Die deutsche Erstausstrahlung von VOY im Jahr 1996 habe ich damals sehr bewusst erlebt. Immerhin war ich damals 27 Jahre alt. Ich hatte mich auf die neue Star Trek Serie sehr gefreut gehabt und war spontan begeistert von dem, was ich zu sehen bekam. Obwohl ich jede Folge nur einmal gesehen hatte, kürte ich VOY zur Nummer 1, zusammen mit TNG. Nun, da ich die erste Staffel auf DVD angeschaut hatte, stelle ich zwei Dinge fest: einige der Folgen der ersten Staffel hatte ich noch nie gesehen und außerdem kann ich nun wieder sehr gut verstehen, wieso ich von VOY spontan begeistert war.

1x01 1x02 Caretaker (Datum: 25.4.2371): 13/12 von 15 Punkten

Ein spannender Pilot. Die Situation im ersten Teil war mysteriös und schwer zu durchschauen, kam aber ohne Gewalt und unnötige Action aus. Der zweite Teil hatte mMn einen Hauch weniger Flair, gerade weil sich die Sprengung der Phalanx als so unausweichlich darstellte und Janeway einen Hauch zu mitfühlend präsentierte.

1x03 Parallax (Datum: 9.6.2371): 13 von 15 Punkten

Bei dieser Folge ist, wie in den anderen VOY-Folgen, der Handlungsstrang und der Charakterstrang verwoben. Unnötige Action wird nicht gezeigt, dafür Rätsel, Geschichte und Menschliches. Mir hats gefallen. Der Zeiteffekt war spannend, mir gings so wie Paris, der nichts mehr verstand. Schöner Gag.

1x04 Time and again (Datum unbekannt): 8 von 15 Punkten

Der Tiefpunkt der ersten Staffel. Gleich nach "Parallax" noch ein Zeitphänomen zu präsentieren, bei dem die temporale Mechanik der der letzten Folge entspricht, finde ich ungeschickt. Die Harlekin-Kostüme der Bewohner des Planeten wirkten lächerlich, der Gebrauch von Schusswaffen unnütz und ärgerlich. Die Logik des Problems verstand ich nicht, denn wieso sollte die Voyager je zu einem Planeten fliegen, der eine Präwarp-Kultur hat, und damit die Ereignisse iniziieren? Abzüge also für logische Fehler.

1x05 Phage (Datum: 13.7.2371): 14 von 15 Punkten

Die Einführung der Vidiianer. Neelix wird exzellent dargestellt, als er mit der Aussicht konfrontiert wird, den Rest seines Lebens bewegungslos mit holografischen Lungen leben zu müssen. Dies beklemmende Gefühl kommt realistisch herüber. Janeway wird, als die beiden Vidiianer gefangen sind, mit einem komplexen moralischen Dilemma konfrontiert. Star Trek der Spitzenklasse.

1x06 The Cloud (Datum: 18.7.2371): 10 von 15 Punkten

Prinzipiell eine interessante Folge, die jedoch phasenweise ein wenig ins Lächerliche gezogen auf mich wirkte. Die Endsequenz, in der die Voyager eine Nadel spielte, wirkte mir dann doch ein wenig zu abgehoben, auch wenn das Prinzip grundsätzlich logisch ist. Die Idee war grundsätzlich ok und die Folge unterhaltsam.

1x07 Eye of the Needle (Datum: 30.7.2371): 15 von 15 Punkten

Wow, was soll ich dazu noch sagen? Eine exzellente Geschichte, die uns hier erzählt wird. Die Voyager-Crew versucht alles, um in den Alpha-Quadrant zu kommen oder wenigstens eine Nachricht dorthin zu senden, und Stück für Stück bricht jede Option weg. Dramatisch, berührend.

1x08 Ex post facto (Datum unbekannt): 12 von 15 Punkten

Eine logisch aufgebaute und interessante Detektivgeschichte mit einem Tom Paris, der überzeugend und glaubhaft dargestellt wird. Die Niederträchtigkeit der beiden beteiligten Kriegsparteien, des Arztes und der Witwe ist schon recht krass und findet nicht meine uneingeschränkte Zufriedenheit. Ist das so 100% realistisch? Wie auch immer, eine unterhaltsame Folge.

1x09 Emanations (Datum: 15.8.2371): 10 von 15 Punkten

Mir ist das Thema ein wenig zu abgehoben und zu religiös, um mich richtig zu unterhalten. Kim hat keinen Entscheidungsspielraum, um irgendwas zu machen, ausser sich nachher in das Gerät zu legen. Es geht also vielmehr um die Frage des Lebens nach dem Tod. Prinzipiell ok, aber zu einseitig beleuchtet, da Kim absolut nicht ernst genommen wird.

1x10 Prime Factors (Datum: 22.8.2371): 14 von 15 Punkten

Die Oberste Direktive wird betrachtet, aber diesmal sind die Star Trek Leute die Betroffenen. Tuvok trifft eine bemerkenswerte Entscheidung, die ich ihm nicht zugetraut hätte. Erstklassige Unterhaltung.

1x11 State of Flux (Datum: 28.8.2371): 15 von 15 Punkten

Die Folge, in der enttarnt wird, dass Seska Technik an die Kazon geliefert hat. Seska wird erstklassig dargestellt. Ihre laszive Art gefällt mir total gut und ich finde es schade, dass es so wenig Folgen mit ihr gibt. Sie ist ein interessanter Charakter und symbolisiert den Teil des Maquis, der sich niemals in die Crew integrieren will.

1x12 Heroes and Demons (Datum: 11.9.2371): 15 von 15 Punkten

Die erste Außenmission des EMH. Der Doktor wurde in den ersten Folgen konsequent entwickelt und ist nun interessant genug, um ihm die Folge zu widmen. Die Geschichte ist spannend, die Verwebung von Holodeckereignissen und den Ereignissen des Schiffs geschickt verwoben. Das EMH, das nie einen Namen nutzte, hatte sich hier bereits für einen Namen entschieden, den er später wieder ablegte. Die Charakterentwicklung des EMH ist bereits in diesem frühen Stadium deutlich vorangetrieben worden, iniziiert durch Kes, die die Rolle einer Counselor einnimmt und für diese Entwicklung bedeutsam ist.

1x13 Cathexis (Datum: 25.9.2371): 13 von 15 Punkten

Eine spannende Geschichte, wenn man den Part akzeptieren kann, dass Chakotay praktisch als Geist durch das Schiff wabert und andere Leute übernimmt. Da mir das doch ein wenig zu abgehoben ist, samt dem indianischen Medizinrad, ziehe ich 2 Punkte ab.

1x14 Faces (Datum 13.10.2371): 13 von 15 Punkten

B'Elana wird ihren menschlichen und klingonischen Part aufgespalten. Eine interessante Charakterstudie, weil die beiden Persönlichkeitsteile nun, für jeden sichtbar, unabhängig interagieren und sich koordinieren müssen. Gegruselt hat es mich an der Stelle, wo dieser vidiianische Wissenschaftler Crewman Durst töten ließ, um an seine Gesichtshaut zu kommen, weil er auf diese Weise das Herz der klingonischen B'Elana gewinnen wollte. Dieses Mal mimte ein Goldträger den Redshirt. Schade um Durst, ich hätte gerne mehr von ihm gesehen.

1x15 Jetrel (Datum: 30.10.2371): 12 von 15 Punkten

Ich verstehe nicht, warum sich Dr. Jetrel eine solch komplexe Geschichte überlegt, um seine Versuche durchführen zu können. Ich glaube nicht, dass dies nötig gewesen wäre. Klar, fürs Drehbuch und das moralische Dilemma wars nötig, und daher gibts nur 3 Punkte Abzug für eine insgesamt anständige Folge.

1x16 Learning Curve (Datum: 4.11.2371): 11 von 15 Punkten

Eine Folge, in der wie in "State of Flux" die angespannte Situation zwischen Sternenflotte und Maquis beleuchtet wurde. War nett, aber nichts besonderes und relativ trivial. Am besten waren noch die Überzeugungskünste von Chakotay im Casino.

Mein Mittelwert der 1. Staffel VOY ist 12,5
1x01 1x02 Caretaker (13/12), 1x03 Parallax (13), 1x04 Time and again (8), 1x05 Phage (14), 1x06 The Cloud (10), 1x07 Eye of the Needle (15), 1x08 Ex post facto (12), 1x09 Emanations (10), 1x10 Prime Factors (14), 1x11 State of Flux (15), 1x12 Heroes and Demons (15), 1x13 Cathexis (13), 1x14 Faces (13), 1x15 Jetrel (12), 1x16 Learning Curve (11)
Matt
Anläßlich der DVD-Version der ersten VOY-Staffel will ich auch mal meine Meinung kundtun. Interessant finde ich, daß ich in den meisten Punkten mit Damon absolut nicht übereinstimme; Folgen, denen er die Maximalpunktzahl gibt, landen bei mir im Mittelfeld (wenn überhaupt), andere sehe ich dagegen sogar noch weitaus positiver als er. Generell gehöre ich aber zu den Leuten, die die erste und zweite VOY-Staffel als mit die besten ansehen. Später wurde es dann wesentlich durchwachsener, um es vorsichtig zu formulieren.

1x01 und 1x02 Caretaker: 11 und 10 Punkte

Leider merkt man dem Piloten an, daß mehrere Einzelelemente, die von verschiedene Autoren geschrieben wurden, ein wenig ungeschickt zusammengefügt wurden. Alles wirkt etwas unausgegoren, was in einem Pilotfilm allerdings verzeihlich ist. Der Pilot ist nicht so unausgegoren wie der TNG-Pilot, wenngleich er nicht annähernd die Brillanz des DS9-Piloten erreicht. Er führt auf gekonnte Weise die Charaktere und die Serie insgesamt ein, und macht darum wirklich Appetit auf mehr. Die Handlung ist nichts Weltbewegendes und hält kaum Überraschungen bereit, wenngleich ich die surrealen Holodeckszenen auf der Phalanx des Caretakers im Gegensatz zu anderen Kritikern immer interessant fand. Leider ist die Auflösung mit der Sprengung und damit die ganze Prämisse des Strandens im Delta-Quadranten problematisch: Die Phalanx funktionierte ja zunächst noch und hätte die Voyager zurückschicken können; dazu hätte Janeway lediglich ein Besatzungsmitglied auf der Phalanx zurücklassen müssen, welches nach Rückkehr der Voyager in den Alpha-Quadranten sich selbst und die Phalanx sprengt, damit die Installation nicht den Kazon in die Hände fällt. Aufgrund dessen bekommt der zweite Teil von mir 10 Punkte, der erste dagegen 11 Punkte.

1x03 Parallax: 5 Punkte

Das "Raumphänomen der Woche" nahm hier seinen Anfang. Nichts gegen Erforschung, aber die Voyager hatte doch als Ziel die Rückkehr in den Alpha-Quadranten?! Auch weit und breit keine Konflikte zwischen Maquis und Starfleet, alles ist eitel Sonnenschein. Die Handlung ist einfach nur langweilig und zusätzlich wissenschaftlicher Blödsinn. Eine der schlechtesten Folgen der ersten Season, die nur durch einige gelungene Charaktermomente noch etwas aufgewertet wird.

1x04 Time and again: 12 Punkte

Eine meiner Geheimtipps in der ersten Season. Natürlich war die Message der Folge (Atomenergie ist Mist) ziemlich mit dem Holzhammer serviert. Aber irgendwie hat die Episode einen gewissen Charme, der sie für mich zu einer guten Folge macht. Abzüge gibt es für einige Logiklöcher, aber die sind bei Stories mit Zeitphänomenen ohnehin kaum zu vermeiden.

1x05 Phage: 14 Punkte

Das moralische Dilemma, in dem sich die Vidiianer befinden, wird großartig herausgearbeitet und ist im ST-Universum zu diesem Zeitpunkt innovativ. Neelix hat hier einige wunderbare Charaktermomente, die zeigen, daß der Charakter zu weit mehr in der Lage ist als nur für pseudokomische Szenen. Auch der Doktor hat wieder einige klasse Szenen. Star Trek wie es eigentlich immer sein sollte.

1x06 The Cloud: 6 Punkte

Im Grunde siehe "Parallax". Eine Story, die zu keinem Zeitpunkt überzeugen kann. Jedes Mal, wenn man sich der vermeintlichen Hauptstory, also der "Wolke" widmet, sinkt die Qualität der Episode rapide. Dagegen sind wieder einige schöne Charaktermomente zu finden (z.B. Janeway, die über das korrekte Verhältnis zur Crew - distanziert vs. freundschaftlich - sinniert), die eines deutlich machen: Hier macht man sich wirklich die "Mühe", die einzelnen Charaktere zu entwickeln. Etwas, das ich bei z.B. Enterprise leider größtenteils vermisse.

1x07 Eye of the Needle: 13 Punkte

Leider von vornherein durchschaubar: Natürlich wird die Voyager nicht zurückkehren können, weil dann die Serie zu Ende wäre... Aber dennoch macht man das beste aus einem von vornherein determinierten Ende: Der Romulaner entspricht keineswegs den üblichen Romulaner-Klischees, man arbeitet nach Überwindung des gegenseitigen Mißtrauens sogar zusammen. Die Auflösung weiß ebenfalls zu überzeugen und, ja, sogar zu überraschen. Etwas, das ich in späteren Seasons zunehmend vermisse. Sehr schöne Folge.

1x08 Ex post facto: 11 Punkte

Von der Grundidee her eine klassische Detektivgeschichte, die aber natürlich durch den interessanten Blickwinkel (aus der Sicht des Opfers) durchaus noch neue und damit interessante Elemente enthält. Dadurch ist die Episode weitaus spannender als eine Inhaltsangabe vermuten ließe.

1x09 Emanations: 10 Punkte

Was anfangs wirkt wie eine schnöde Kritik an religiösen Vorstellungen über ein Leben nach dem Tod, gewinnt an Vielschichtigkeit, als am Schluß der Episode diese nicht genau zu identifizerenden Energie-Entitäten entdeckt werden. Das wertet die Episode für mich wesentlich auf. Man hat den Mut, eine Art "offenes Ende" zu präsentieren und damit jedem Zuschauer selbst die Interpretation der Ereignisse zu überlassen, anstatt sie mit dem Holzhammer zu präsentieren. Gute Folge.

1x10 Prime Factors: 14 Punkte

Ebenfalls einer der Höhepunkte der ersten Staffel. Die Prime Directive mal von der anderen Seite zu beleuchten ist richtig clever ausgetüftelt und originell. Die vergnügungssüchtige Welt, die aufgrund ihrer fortschrittlichen Technik nur noch auf Spaß fixiert ist, soll wohl ganz bewußt die Dekadenz in der heutigen Zeit kritisieren. Star Trek eben! Das Ende ist wieder klasse, indem man erneut Mut zum Risiko beweist und Tuvok auf eine Weise handeln läßt, die ihn weitaus vielschichtiger macht als Kim in sieben Jahren. Leider im Laufe der Serie einer der wenigen wirklich überragenden Tuvok-Momente. Die Folge schafft es sogar, einen darüber hinwegsehen zu lassen, daß hier das Ende erneut von vornherein klar ist: Natürlich wird die Technik nicht funktionieren und die Voyager nicht zurückkehren.

1x11 State of Flux: 10 Punkte

Mit dem Charakter Seska glaubte man wohl, das Starfleet vs. Maquis-Problem lösen zu können. Man nehme einen einzigen Charakter, der sich nicht an die Sternenflotte anpassen will und besänftige damit all diejenigen, die fehlende Konflikte bemängeln. Das wirkt auf mich aber nur selten überzeugend. Es wird nie klar, warum Seska nun überhaupt zu den Kazon überläuft. Daß sie zuvor Technologie weitergibt, ist nachvollziehbar, aber warum sie zu den selbsternannten Todfeinden überläuft, nur weil sie mit der Voyager nicht klar kommt, ist unklar. Auch wie die Voyager-Crew hier bei Seskas Flucht als inkompetente Volltrottel dargestellt wird, findet nicht meine Begeisterung. Inklusive eines ersten Offiziers, der in all den Jahren mit Seska offenbar nichts von ihrem verräterischem Potential mitbekommen zu haben scheint. Gut sind aber verschiedene Charaktermomente und auch die Darstellung von Seska von Martha Hackett. Zudem ist die Episode doch noch recht spannend und kurzweilig.

1x12 Heroes and Demons: 12 Punkte

Schöne Folge, die aber eigentlich nur in ihren Holodecksequenzen wirklich zu überzeugen weiß, dort aber überragend ist. Robert Picardo zeigt hier sein ganzes Talent, so daß diese Episode den Charakter des Doktors weit nach vorn bringt. Die Story um die Lebewesen, welche die Holodeck-Fehlfunktionen auslösen, ist nicht sonderlich umwerfend, aber zumindest nachvollziehbar und gut mit dem Rest der Folge verwoben.

1x13 Cathexis: 4 Punkte

Eine Folge, die schon symptomatisch für spätere Staffeln ist: Eine unsinnige Story, gepaart mit lächerlichen Elementen. Daß Chakotay quasi als Geist durch das Schiff zieht, mag man ja gerade noch akzeptieren. Aber die Auflösung mit dem indianischen Medizinrad empfinde ich als lächerlich. Auch die B-Story um Janeways Holoroman, der hier erstmals auftaucht, ist zum Einschlafen. Alles in allem scheint die Episode kaum voranzukommen und ist einfach nur langweilig.

1x14 Faces: 14 Punkte

Wohl die beste Folge der ersten Season. Viele großartige Szenen, darunter sogar einige mit Mut zum Risiko wie dem Tod des Crewman Durst. Als der Vidiianer plötzlich mit dessen transplantierten Gesicht erscheint, wird ein großartig inszenierter Gruselmoment erzeugt. Man kann die zu leichte Flucht und anderes als Logikfehler kritisieren, aber eine signifikante Abwertung hat diese großartige Folge nicht verdient.

1x15 Jetrel: 12 Punkte

Interessantes Grundthema um einen Oppenheimer in Space, für den Jetrel zweifelsohne stehen soll. Das Dilemma, in dem er sich befindet und die Schuldgefühle, die ihn plagen, werden gut herausgearbeitet. Eine typische Star-Trek-Folge halt, und "typisch Star Trek" kann man leider zu späteren Voyager-Folgen kaum noch sagen, deshalb hebe ich es so sehr hervor. Ich nehme der Folge die technische Komponente nur bedingt ab: Jetrel will die Toten wieder zum Leben erwecken, indem er ihre verstreuten Atome wieder zusammensetzt? Tut mir leid, aber da ist selbst bei mir als Technobabble-erprobtem Zuschauer irgendwo die Grenze erreicht. Dies ist aber nur am Rande für die Abwertung verantwortlich. Das Hauptproblem sehe ich in Neelix' Verhalten, der plötzlich und scheinbar ohne wirklich auslösenden Moment beschließt, dem Massenmörder Jetrel zu verzeihen. Bei aller Edelmütigkeit ist das für mich in keinster Weise nachzuvollziehen.

1x16 Learning Curve: 11 Punkte

Eine Folge, die man wohl mit einem Wort zusammenfassen kann: Kurzweilig. Vor allem die Szenen, in denen Tuvok die ehemaligen Maquis-Mitglieder "trainiert", sind äußerst komisch. Die Story um die Gelpacks, die quasi krank sind, aber nicht selbst mit Fieber reagieren können, fand ich äußerst interessant und fast schon technobabble-selbstironisch, aber dennoch nicht unglaubwürdig. Alles in allem eine gute Episode.

Mein Mittelwert der 1. Staffel VOY ist 10.56 Punkte.
pana
hat jemand von den voyager-dvd-eignern bereits die tos-episode(n) gesehen?

wenn ja, wie ist die qualität von bild und ton?
Chadwick
Ob du es glaubst oder nicht, Pana, die Bildqualität von TOS ist sogar leicht besser (schärfer) als die von Voyager. Absolut klasse. Bin sehr zufrieden und werde mir TOS somit ebenfalls auf DVD zulegen.

Der Ton ist sehr gut, kein Rauschen, nichts.

Btw... bei "Griff in die Geschichte" wurde eine Szene eingefügt und nachsynchronisiert. Ausserdem wurde jeweils der originale Vor- und Abspann verwendet. Es gibt also kein "Aaaaaaaahaaaahaaahaaahahahahaaaaa" in der Titelmelodie mehr laugh.gif
pana
QUOTE (chadwick)
Ob du es glaubst oder nicht, Pana, die Bildqualität von TOS ist sogar leicht besser (schärfer) als die von Voyager. Absolut klasse. Bin sehr zufrieden und werde mir TOS somit ebenfalls auf DVD zulegen.


sehr schön. ich hatte ohnehin vor, mir tos sofort nach erscheinen zu kaufen, aber nun freue ich mich umso mehr darauf. auf der einen bonus-dvd von ds9 war ja seinerzeit bereits angedeutet worden, daß das tos-originalmaterial bei weitem besser war als das, was seinerzeit im tv zu sehen war.

QUOTE
Btw... bei "Griff in die Geschichte" wurde eine Szene eingefügt und nachsynchronisiert.


ist mir im grunde egal, da ich die serie im original sehen werde. es zeigt aber, daß man sich schon mühe gemacht hat. fällt die nachsynchronisation nicht auf? die stimmen müßten doch anders klingen... unsure.gif

QUOTE
Ausserdem wurde jeweils der originale Vor- und Abspann verwendet. Es gibt also kein "Aaaaaaaahaaaahaaahaaahahahahaaaaa" in der Titelmelodie mehr


war mir bisher nicht aufgefallen. war das "aaaaaaaaaaaahahahahahaha" deutsch?
Chadwick
So, nachdem ich mir die 1. Staffel nun auch angesehen habe, hier noch ein paar Anmerkungen:

Ich kann nun auch wieder verstehen, wieso ich von VOY nicht besonders begeistert war. Das fängt schon beim Pilotfilm an.

Es ist schon ziemlich praktisch für Tom Paris, dass alle Crewmitglieder die ihn "nicht" mögen bereits im Pilotfilm abkratzen, inkl. die süsse Betazoidin die am Steuerpult sitzt und ihm somit gleich Platz macht. Reichlich übertrieben fand ich, dass er am Ende auch unbedingt noch Chakky retten musste.

Die Story des Pilotfilms fand ich okay, aber mal ehrlich: da quatscht Janeway bei jeder Gelegenheit von der ersten Direktive, aber greift hier aktiv in die Zukunft eines Volkes ein um es zu schützen. Dadurch wirken alle späteren Folge mit ähnlicher Thematik irgendwie verlogen.

Und ich sag halt noch mal: Die meisten Figuren sind leider schwach und Janeway wirkt mit ihrem Over-Acting stellenweise lächerlich. Die Geschichten wirken stellenweise konservativ, altmodisch, behäbig und langsam. Würde ich Staffel 1 bis 3 von TNG nicht kennen, würde ich behaupten TNG sei "nach" Voyager gedreht worden. Mit 16 Folgen ist Season 1 auch die kürzeste Staffel der Trekgeschichte.

Meine Bewertung:

001+003 Der Fürsorger, Caretaker, (11 Punkte)

003 Die Parallaxe, Parallax (11 Punkte)

004 Subraumspalten, Time and Again (8 Punkte)
Tsss... schon wieder ein Raumphänomen, sehr originell.

005 Transplantationen, Phage (14 Punkte)
Der erste Auftritt der besten (und interessantesten) Gegenspieler von Voyager. Eine tolle Episode. Spannend, düster und mit viel Emotionen. Das Neelix allerdings auf der Krankenstation bleiben würde, glaubte kein Mensch. Geschrieben wurde die Folge von Brannon Braga wenn ich mich nicht irre.

006 Der mysteriöse Nebel, The Cloud (9 Punkte)
Tsss... schon "fast" wieder ein Raumphänomen. Gegen Ende lächerlich.

007 Das Nadelöhr, Eye of the Needle (12 Punkte)
Gute Episode. Lustig fand ich den Spezialeffekt als die Voyager die Minisonde (ein paar cm gross) abfeuert und das dies beinahe wie ein Torpedoabschuss aussah LOL. Nebenbei, ich dachte man hätte die Voyager in den Deltaquadranten geschickt, damit man nicht mehr auf die bekannten Aliens (in diesem Fall ein Romulaner / dargesstelt von ENT‘s Adm. Forrest) trifft, aber ich will hier nicht weiter rummäkeln, die Folge war wirklich gelungen.

008 Die Augen des Toten, Ex post facto (6 Punkte)
Columbo in Space. Ich hasse solche Krimifolgen bei Star Trek. Sowas ähnliches hatten wir ausserdem bereits bei TNG, damals traf es Riker. Vom Aufbau, von der Machart und von der Story her uralt.

009 Das Unvorstellbare, Emanations (9 Punkte)
Die Thematik wäre überaus interessant gewesen, aber schlussendlich wars einfach nur langweilig.

010 Das oberste Gesetz, Prime Factors (11 Punkte)
Eigentlich ganz anständig, auch wenn die Thematik ausgelutscht ist. Tuvok wirkt hier zum ersten Mal interessant. Hier wird ausserdem Voyagers grösster Runningag gestarten, die ebenso berühmte wie gefürchtete "Ich-bin-ja-so-von-ihnen-enttäuscht"-Rede (Tausende werden noch folgen, LOL). Konsequenzen gab’s für Tuvok natürlich keine (für Belana und Seska ebenfalls nicht)

011 Der Verrat, State of Flux (11 Punkte)
Gute Episode in der geklärt wird, warum Chakky nicht Captain der Voyager wurde. Beim Maquis hat ihn nicht nur Tuvok sondern auch Seska verarscht, ohne das er was davon mitbekommen hat. Seska entpuppt sich als vielschichtiger glaubwürdiger Charakter der mehr Potential besitzt als Paris, Kim, Neelix und Kes zusammen. Bei der Erstausstrahlung habe ich mich gefragt, ob die Kazoon wirklich zum GROSSEN Gegenspieler der Voyager taugen, meine Zweifel wurden in den kommenden Episoden leider bestätigt.

012 Helden und Dämonen, Heroes and Demons (8 Punkte)
Diese Folge wurde vom genialen Robert Picardo halbwegs gerettet. Doch der unfreiwillige Humor ist geradezu erschreckend. Die Gastdarsteller nerven mit ihrer übertriebenen Shakespearschen-Gestik durchs Band.

013 Bewusstseinsverlust, Carthexis (10 Punkte)
Wieder eine neue Rästelstory. Etwas abgehoben, aber nichts Neues. Diese Art von Folge gibt’s in jeder Star Trek Serie, da muss man durch.

014 Von Angesicht zu Angesicht, Faces (13 Punkte)
Belana:2=? hatten wir eigentlich auch schon viel zu oft. Die Folge ist aber dennoch klasse. Die Vidianer tauchen wieder auf, für Spannung ist also gesorgt. Die Folge beinhaltet die wohl grausamste Szene der Trekgeschichte (ohne sie wirklich zu zeigen). TOP

015 Dr. Jetrels Experiment, Jetrel (12 Punkte)
Eine Charakterfolge die Neelix genauer beleuchtet. Ergreifend gespielt von Ethan Phillips und dem Darsteller von Jetrel (war das nicht Odo’s ähm... Vater?).

016 Erfahrungswerte, Learning Curve (9 Punkte)
Was für eine belanglose und langweilige Klischeefolge. Und sowas wird (wenn auch unbeabsichtigt) das Staffelfinale? Pfui!

BESTE EPISODE: "Griff in die Geschichte" 15 Punkte, dicht gefolgt von "Transplantationen"


Charakterbewertung:

Janeway 11 Punkte
Leider Star Treks schwächster Captain. Bei 2, 3 Szenen hatte ich das Gefühl sie würde gleich losheulen. Ausserdem misfällt mir Mulgrews Over-Acting.
Chakky 12 Punkte
Das Potenzial wäre vorhanden, man nutzt es nur nicht.
Tuvok 9 Punkte
Sorry, er ist einfach nur langweilig
Paris 10 Punkte
Der Kirk/Riker Verschnitt ist blass.
Kim 9 Punkte
Der (soll ich sagen: Quoten-) Asiate ist der Maywather von Voyager nur mit mehr Screentime. Als Figur eigentlich völlig überflüssig und belanglos.
Belana 11 Punkte
Ganz okay
Holodock 15 Punkte
Nach Spock und Data schafft es Star Trek erneut, einen in allen Belangen grossartigen Charakter zu schaffen und ihn exzellent zu besetzen.
Neelix 13 Punkte
13 Punkte, wow! Dank der Jetrel-Folge und dem noch relativ niedrigen Nervfaktor einer der besten Charaktere in Season 1.
Kess 12 Punkte
Zumindest ist die Figur durch und durch sympathisch. Leider hat sie nur selten was zu tun.
Chadwick
QUOTE (pana_sonix @ 10. May 2004, 10:28)
QUOTE
Btw... bei "Griff in die Geschichte" wurde eine Szene eingefügt und nachsynchronisiert.


ist mir im grunde egal, da ich die serie im original sehen werde. es zeigt aber, daß man sich schon mühe gemacht hat. fällt die nachsynchronisation nicht auf? die stimmen müßten doch anders klingen... unsure.gif

QUOTE
Ausserdem wurde jeweils der originale Vor- und Abspann verwendet. Es gibt also kein "Aaaaaaaahaaaahaaahaaahahahahaaaaa" in der Titelmelodie mehr


war mir bisher nicht aufgefallen. war das "aaaaaaaaaaaahahahahahaha" deutsch?

Jep, war zuerst unsicher und hab die Sprache gewechselt. Da fällts natürlich sofort auf. Allerdings sind die Sprecher wirklich sehr gut ausgewählt. Für mich ein Indiz, dass man sich für die TOS-Veröffentlichung wirklich Mühe macht und den Fans etwas bieten will. Ich fürchte aber, dass der Preis der gleiche wie bei Voyager sein wird.

Das "Aaaaaaaahaaaahaaahaaahahahahaaaaa" könnte auch Altgriechisch gewesen sein, keine Ahnung mrgreen.gif
Der RvD
Verdammt, ob all der Kommentare hier wünsche ich mir schon, ein paar Fantastilliarden für die DVDs übrig zu haben (Verschickt Paramount eigentlich keine Promos an treue Mods? wink.gif ). Oder zumindest einen funktionierenden Videorecorder, um zumindest meine englischen Kaufvideos von damals wieder einwerfen zu können. Muß aber leider noch etwas warten sad.gif , daher zur 1. Staffel erst mal nur ein paar allgemeine Kommentare von meiner Wenigkeit.

Allgemein halte ich die 1. Staffel für das stärkste Auftaktjahr einer (modernen) Trek-Serie. Keine der anderen Crews kam für meinen Begriff so schnell ins Rollen wie Janeway&Co., was natürlich auch daran liegen mag, daß man durch sieben Jahre TNG im Produktionsstab schon einiges an Erfahrung gesammelt hat. Mal abgesehen von dem sehr blass bleibenden Harry Kim (der IMO seine beste Zeit erst in der 5. Staffel erreichen sollte) ist jeder Charakter aus den Startlöchern heraus erstaunlich gut definiert und auch durchaus interessant anzusehen.

Storytechnisch war IMO nicht alls Gold, was glänzte. Vieles war die konsequente Weiterführung der späten Jahre von TNG, als der Technobabble verstärkt sein Haupt reckte. Aber Voyager hat in diesen Folgen im allgemeinen eins richtig gemacht: man hat all die Weltraumanomalien genutzt, einen Blick auf die Charaktere zu werfen (bestes Beispiel: das sonst handlungsmäßig eher durchschnittliche "Parallax" sowohl in bezug auf B'Elannas Temperament sowie Eignung zur Chefingenieurin, aber auch Janeways Leidenschaft für die Wissenschaft). Und wenn man sich denn mal - wie in "Eye of the Needle", "Prime Factors" oder "State of Flux" - der ganz besonderen Situation der Voyager im Delta-Quadranten gewidmet hat, wurde es auch ahndlungsmäßig deutlich interessanter.

Die Gegner der Voyager? Da ist mein Fazit eher durchwachsen. Wer immer auf die Idee gekommen ist, die Kazon würden einen würdigen Gegenspieler für unser Schiff abgeben...nun, er hat sich geirrt. Die Kazon sind aggressiv wie die Klingonen, aber ohne auch nur im ansatz die Coolness zu besitzen, die die Quasi-Wikinger-Kultur ihren Alpha-Quadrant-Gegenstücken verliehen hat. Dazu waren sie einfach dumm wie Bohnenstroh - wir haben also mächtige Raumschiffe, können uns aber auf der anderen Seite kein Wasser beschaffen? Sicher doch...

Ein Versuch, den Kazon etwas Backround zu verschaffen, wurde erst in der 2. Staffel unternommen und ist da auch ziemlich untergegangen. Mehr als Rednecks mit Blumenkohl auffem Kopf waren sie halt doch nie, und das einzige, was ihre Folgen oft ansehbar machte, war Seska.

Wobei ich ihre Motivation, zu den Kazon überzulaufen, ebensowenig verstanden habe wie Matt. Sie ist doch eine ausgebildete cardassianische Agentin - geben die sich mit den ersten hergelaufenen Trotteln ab, die ihnen über den Weg laufen? Wahrscheinlich, so muß ich mir wohl denken, hielt sie ebenjene für besonders leicht zu manipulieren - wie sie hoffte, durch sie in den AQ zurückzukehren, ist mir trotzdem ein Rätsel. Sie konnte doch nicht ernsthaft erwarten, daß Maj Cullah ihr die Voyager schenkt, oder?

Trotzdem, sobald sie einmal bei den Kazon war, waren diese Folgen dank Martha Hackett eigentlich immer gut ansehbar.

Bleiben die Vidiianer. Kurz: Durch und durch gelungen. (Was von einer Rasse, die aussieht wie Pizza-Mampf aus "Spaceballs", ja nicht unbedingt selbstverständlich gewesen wäre. wink.gif mrgreen.gif ) Kann mich auf Anhieb eigentlich an keine schwächere Folge mit dieser Rasse erinnern.

Der Maquis. Ja, der Maquis. War er eigentlich an Bord? Manchmal hätte man es kaum gemerkt. Schließlich zog er schon am Ende der Pilotfolge geschlossen Starfleet-Uniformen an. Mußte das sein? Gab es da niemanden, der etwas dagegen gehabt hätte, die Uniform der Institution zu tragen, von der man sich so im Stich gelassen fühlte? Wieso waren eigentlich alle Maquis-Hauptdarsteller der Sternenflotte so ähnlich? (Hätte es Janeway mit Michael Eddington statt Chakotay auch so einfach gehabt?)

Irgendwie hat der Maquis-Konflikt im Delta-Quadranten auch kaum eine Bedeutung. Die DMZ, Cardassia und all das - extrem weit fort. Was auch die Möglichkeiten, dies in die Stories einzubringen, im Gegensatz zu DS9 doch deutlich reduzierte. VOY wurde sattdessen eher eine Mischung aus TOS und TNG...
sepia
QUOTE (Matt @ 10. May 2004, 09:42)
1x03 Parallax: 5 Punkte
Auch weit und breit keine Konflikte zwischen Maquis und Starfleet, alles ist eitel Sonnenschein.

Ich dachte die entscheidende Frage bei Parallax war, ob B'Elana Torres (Maquis) oder dieser andere Typ, dem sie die Nase bricht (Sternenflotte) Chefingenieur wird. Ist das nicht ein Maquis/Starfleet-Konflikt?


Allgemein frage ich mich ab und zu, ob ihr euch nicht daran stört, wenn Ideen permanent recycelt werden?
Ex post facto (Augen des Toten) ist doch im Endeffekt A Matter of Perspective (Riker unter Verdacht, TNG), welches selbst nur ein Abklatsch von irgend einem älteren japanischen Film ist.
Cathexis (Bewußtseinsverlust) hat auch nicht unbedingt die innovative Idee. Ein Geist der Körper in Besitz nimmt? Eventuell könnte es in den letzten Jahrzehnten in irgend einer Form in der Science Fiction doch schon mal eine im entfernstesten ähnliche Idee gegeben haben, oder?
Faces (Von Angesicht zu Angesicht) wiederum scheint mir ebenfalls gewisse Vorbilder zu haben... Natürlich ist es sinnvoll Torres zu spalten, wenn man ihren Charakter näher beleuchten will, aber wie ihr euch wieder und wieder für die gleiche Geschichte begeistern könnt, ist mir ein Rätsel.


QUOTE
Damon:
1x04 Time and again (Datum unbekannt): 8 von 15 Punkten
Die Logik des Problems verstand ich nicht, denn wieso sollte die Voyager je zu einem Planeten fliegen, der eine Präwarp- Kultur hat, und damit die Ereignisse iniziieren? Abzüge also für logische Fehler.

Abgesehen davon das Zeitreisen immer Paradoxien sind, habe ich diese Folge folgendermaßen in Erinnerung: Die Voyager fliegt zu dem verwüsteten Planeten, weil sie neugierig ist. Ein Außentrupp landet dort. Ihre Anwesenheit verursacht die Katastrophe.
Demnach hat mein hübsches Paradoxon, dein Einwand geht allerdings am Problem vorbei.


Zu Seska:
Ich sehe sie als eine machthungrige bzw. machtsüchtige Person, die sich gegenüber den Kazon vom Intellekt her sehr im Vorteil sah und daher das Gefühl hatte, sie könne doch einigen Einfluss gewinnen bei diesem wilden Haufen. Des weiteren mag sie die Voyager nicht. Sie mag die Sternenflotte nicht. Sie mag den Maquis nicht. Und bei diesen Leuten soll sie ihr Leben verbringen?
Matt
QUOTE (sepia @ 10. May 2004, 12:22)
Ich dachte die entscheidende Frage bei Parallax war, ob B'Elana Torres (Maquis) oder dieser andere Typ, dem sie die Nase bricht (Sternenflotte) Chefingenieur wird. Ist das nicht ein Maquis/Starfleet-Konflikt?

Im Grunde schon. Nur wird dies nicht wirklich als Maquis vs. Sternenflotte-Konflikt herausgearbeitet, sondern wirkt auf mich eher wie die Beantwortung der Frage: Ist eine Person, die zwar über außergewöhnliche Ingenieur-Fähigkeiten verfügt, aber gerne mal die Vorschriften großzügig auslegt und deren Temperament häufig mit ihr durchgeht, geeignet, den Posten des Chefingenieurs einzunehmen? Es wird nur am Rande betont, daß B'Elanna eine Ex-Maquis und ihr "Kontrahent" ein Sternenflotten-Angehöriger ist. Es tragen ja alle bereits eine Starfleet-Uniform! Und zwar sowohl Torres als auch alle anderen Maquis-Angehörigen! Im Grunde ist von vornherein klar, daß B'Elanna den Job bekommt, vorausgesetzt, sie befolgt in Zukunft die Vorschriften und hält ihr Temperament in Zaum.

QUOTE
Natürlich ist es sinnvoll Torres zu spalten, wenn man ihren Charakter näher beleuchten will, aber wie ihr euch wieder und wieder für die gleiche Geschichte begeistern könnt, ist mir ein Rätsel.

Eben weil es nicht die gleiche Geschichte ist. Klar, es war auch Kirk gespalten und Riker erst recht, aber dennoch ist dieser Konflikt, dieser Widerstreit zwischen B'Elannas menschlicher und ihrer klingonischen "Hälfte" gut dargestellt und auch als Fortsetzung der B-Story von "Parallax" zu verstehen (siehe mein Kommentar von eben). Der Hauptgrund, weshalb die Episode bei mir so gut wegkommt, ist allerdings das vidiianische Element. Die Darstellung der Vidiianer als verzweifelte Organjäger, die eigentlich gar nicht so richtig anderen wehtun wollen, aber nicht anders können, um selbst zu überleben, ist einfach interessant und innovativ. Die Schockeffekte mit dem transplantierten Gesicht und der Mut, einen Crewman sterben zu lassen, der nicht annähernd so gesichtslos wie TOS-Redshirts ist (er war vorher ja sogar schon mehrfach aufgetaucht!) sind ebenfalls ausschlaggebend dafür, daß ich die Episode hoch einschätze und mag.

QUOTE
Sie mag die Sternenflotte nicht. Sie mag den Maquis nicht. Und bei diesen Leuten soll sie ihr Leben verbringen?

Sie mag auch die Kazon nicht. Und bei ihnen soll sie ihr Leben verbringen?

Klar fühlt sie sich den Kazon gegenüber intellektuell überlegen. Aber sie hat auch erfolgreich den Maquis und in den wenigen bisherigen Folgen die Sternenflotten-Crew gelinkt. Gepaart mit cardassianischem Überlegenheitsgefühl müßte sie sich also auch der Voyager-Besatzung gegenüber als intellektuell überlegen betrachen. Was also ist an den Kazon so anziehend?

Es kommt noch etwas hinzu, was nicht explizit angesprochen wird: Wer von euch würde als physisch vollständig unterlegene Frau seine Leben an Bord eines Schiffes aus nicht sonderlich intelligenten Kriegern verbringen wollen? Hat sie keine Angst, daß sie Opfer von sexuellen Übergriffen werden könnte? Zwar stehen die Kazon unter dem Pantoffel von Maj Culluh, aber das heißt nicht, daß sie jederzeit ihre Triebe kontrollieren können.
Der RvD
QUOTE (sepia @ 10. May 2004, 13:22)
Allgemein frage ich mich ab und zu, ob ihr euch nicht daran stört, wenn Ideen permanent recycelt werden?
Ex post facto (Augen des Toten) ist doch im Endeffekt A Matter of Perspective (Riker unter Verdacht, TNG), welches selbst nur ein Abklatsch von irgend einem älteren japanischen Film ist.
Cathexis (Bewußtseinsverlust) hat auch nicht unbedingt die innovative Idee. Ein Geist der Körper in Besitz nimmt? Eventuell könnte es in den letzten Jahrzehnten in irgend einer Form in der Science Fiction doch schon mal eine im entfernstesten ähnliche Idee gegeben haben, oder?
Faces (Von Angesicht zu Angesicht) wiederum scheint mir ebenfalls gewisse Vorbilder zu haben... Natürlich ist es sinnvoll Torres zu spalten, wenn man ihren Charakter näher beleuchten will, aber wie ihr euch wieder und wieder für die gleiche Geschichte begeistern könnt, ist mir ein Rätsel.

Hm, die Anzahl möglicher Stories ist auch irgendwo endlich. die meisten Ideen sind "irgendwo schonmal dagewesen". Ich habe auch keine Illusionen darüber, daß die Geschichte vom Geist, der Körper in Besitz nimmt, von TOS erfunden sein worden könnte.

Im endeffekt kommt es bei mir auf folgendes an: haben es die Autoren geschafft, dem "alten Hut" etwas Neues, Interessantes abzugewinnen? Haben sie sich ernsthaft Gedanken über das vorliegende Thema oder den zu präsentierenden Charakter gemacht? Und vor allem: bin ich von der Folge gut unterhalten worden? Lautet die Antwort ja, bin ich auch schon mal bereit, über mangelnde Originalität hinwegzusehen. Wobei ich völlig frische Ideen natürlich vorziehen würde - aber die sind eben nun mal sehr rar geworden...

Die "Rashomon"-Idee sieht man ja z.B. nicht nur in TNG und VOY. Farscape hatte mit "The Ugly Truth" eine ähnlich konzipierte Folge, und aus irgendeiner alten Krimiserie (Magnum? Simon & Simon? You have a hole in your mind, Mr. RvD...) erinnere ich mich ebenfalls an sowas. Die Resultate sind höchst unterschiedlich. Es kommt halt immer darauf an, was man noch aus den Standards rausholen kann. Und da sieht VOY in der 1. Staffel IMO nicht übel aus (Wenn jetzt "Ex Post Facto" auch alles andere als eine Lieblingsfolge von mir war)...

QUOTE (Matt)
Sie mag auch die Kazon nicht. Und bei ihnen soll sie ihr Leben verbringen?
Klar fühlt sie sich den Kazon gegenüber intellektuell überlegen. Aber sie hat auch erfolgreich den Maquis und in den wenigen bisherigen Folgen die Sternenflotten-Crew gelinkt. Gepaart mit cardassianischem Überlegenheitsgefühl müßte sie sich also auch der Voyager-Besatzung gegenüber als intellektuell überlegen betrachen. Was also ist an den Kazon so anziehend?


Exakt. Seska ist Cardassianerin. Ein Mitglied einer Rasse, die sich am gewählten Reden nur so erfreut. Eine kultivierte Rasse. Die Kazon sind nicht nur deutlich, öhm, schlichter, sondern, wie Du gesagt hast, auch noch hochgradig frauenfeindlich. Welches Leben / welche Vorteile sie sich da erhofft, ist mir ein Rätsel.
Chadwick
QUOTE (Der RvD @ 10. May 2004, 12:01)
(...)
Allgemein halte ich die 1. Staffel für das stärkste Auftaktjahr einer (modernen) Trek-Serie. Keine der anderen Crews kam für meinen Begriff so schnell ins Rollen wie Janeway&Co.,
(...)
Aber Voyager hat in diesen Folgen im allgemeinen eins richtig gemacht: man hat all die Weltraumanomalien genutzt, einen Blick auf die Charaktere zu werfen

Nun ja, bin nicht ganz einverstanden: Ich fand Season One von DS9 einen Tick besser. Die Charaktere waren wesentlich interessanter und schon da vielschichtiger. Mit "Duet" wurde erstaunlicherweise auch schon ein absolutes Meisterwerk abgeliefert.

All die Raumanomalien zu bringen nur um Charakterepisoden zu machen, fand ich schlicht dämlich.

Und dann die Sache mit dem Maquis. Man stelle sich vor, da wurden EXTRA für Voyager Maquis-Storys in TNG und DS9 eingebaut (die dann allesamt auch noch viel interessanter waren) und für was? Für die paar Details in Voyager? Wäre Chakotay zum Beispiel wie Eddigton gewesen (was Ansichten und Einsichten betreffen) wäre der Charakter enorm aufgewertet worden. Stattdessen hat er sich bereits nach dem Pilotfilm in die Rolle des artigen Starfleet-Offiziers gefügt und freundlich mit Tante Janeway geplaudert. Der Wechsel war leider viel zu schnell. Statt der Raumanomalie der Woche hätten ein paar Maquis-Konflikte der allgemeinen Charakterentwicklung wesentlich besser getan.
Der RvD
QUOTE (Chadwick @ 10. May 2004, 14:01)
Nun ja, bin nicht ganz einverstanden: Ich fand Season One von DS9 einen Tick besser. Die Charaktere waren wesentlich interessanter und schon da vielschichtiger. Mit "Duet" wurde erstaunlicherweise auch schon ein absolutes Meisterwerk abgeliefert.

Einem stimme ich zu: ich finde "Duet" besser als jede Voyager-Episode der 1. Staffel. Nur war das in der 1. Staffel DS9 ein fast einmaliger Ausrutscher nach oben (nur "In the Hands of the Prophets" kam IMO noch einigermaßen ran) - als Ganzes betrachtet sieht die 1. Staffel VOY für mich deutlich stärker aus.

Jetzt, wenn wir die 2. Staffeln vergleichen würden, da würde DS9 meilenweit über VOY stehen. Das ist IMO das Jahr, in dem DS9 richtig abgehoben ist.

QUOTE
All die Raumanomalien zu bringen nur um Charakterepisoden zu machen, fand ich schlicht dämlich.


Nun, irgendwas muß halt als Auslöser für Charakterbetrachtung herhalten. Das hat TOS oder TNG meist nicht anders gemacht und ist somit IMO kein Voyager-typisches Phänomen.
Adm. Ges
Ich kann mich eigentlich nur dem Grundtenor anschließen - die 1.VOY-staffel hat mir gut gefallen, insbesondere "Time & Again", "Eye of the Needle", "State of Flux". Weniger gefallen hat mir "Das Unvorstellbare", wobei die Folge durch die Titelsequenz extrem aufgewertet wurde.
Einer meiner Lieblingsnebencharaktere war der sympatische Lt. Carrey, den man ja später zum sterben wieder ausgebuddelt hat. Auch Seska ist überzeugend, als Bajoranerin hat sie mir allerdings besser gefallen, der Grund fürs Überlaufen ist mir ebenso fremd. Der SF-Marquis-Konflikt wurde zwar angedeutet, hätte aber ruhig noch besser bzw. intensiver umgesetzt werden können. Und da muss ich Chukkles in Schutz nehmen - er war SF-Offizier, bevor er zum Marquis kam und er will auch nach Hause, von daher war er IMO gut dargestellt. Eddington ist ein anderes Maß.
Damon Ridenow
QUOTE (Matt @ 10. May 2004, 09:42)
Interessant finde ich, daß ich in den meisten Punkten mit Damon absolut nicht übereinstimme; Folgen, denen er die Maximalpunktzahl gibt, landen bei mir im Mittelfeld (wenn überhaupt), andere sehe ich dagegen sogar noch weitaus positiver als er.

Böse böse böse mrgreen.gif

QUOTE (Matt @ 10. May 2004, 09:42)
Es wird nie klar, warum Seska nun überhaupt zu den Kazon überläuft.

Vielleicht darf ich dir ein wenig helfen? Seska wurde von Kes und dem EMH darauf angesprochen, dass sie keine Blutprobe für die medizinische Datenbank abgegeben hatte und dass sie das möglichst bald nachholen soll. Wie wir später erfahren, stellt das EMH durch die Blutprobe fest, dass Seska keine Bajoranerin ist. Ergo hat Seska, als sie merkte, dass sie bald enttarnt werden würde, Gegenmaßnahmen geplant und ergriffen. Es war ihr doch klar, dass sie bald dazu gedrängt und letztlich gezwungen werden würde, Blut abzugeben und dass dann ihre Tarnung auffliegt. Also musste sie schnell Verbündete suchen, und nur die Kazon boten sich an.

QUOTE (sepia @ 10. May 2004, 12:22)
Abgesehen davon das Zeitreisen immer Paradoxien sind, habe ich diese Folge folgendermaßen in Erinnerung: Die Voyager fliegt zu dem verwüsteten Planeten, weil sie neugierig ist. Ein Außentrupp landet dort. Ihre Anwesenheit verursacht die Katastrophe.
Demnach hat mein hübsches Paradoxon, dein Einwand geht allerdings am Problem vorbei.

Der Planet ist verwüstet, weil die Voyager-Crew eine Katastrophe verursacht. Also muss es irgendwann, am Anfangspunkt der Temporalereignisse, so gewesen sein, dass die Voyager zum Planeten mit der Präwarp-Kultur flog und dort die Ereignisse auslöste, die den Planeten verwüstet. Nur dann kann sie durch die Zerstörtheit des Planeten angelockt werden. Alles andere würde bedeuten, dass die Folgen die Ursache ausgelöst hat. Und ist das in der Temporalmechanik möglich? Ich glaube nicht.
Matt
QUOTE (Damon Ridenow @ 10. May 2004, 19:04)
Vielleicht darf ich dir ein wenig helfen? (...) Es war ihr doch klar, dass sie bald dazu gedrängt und letztlich gezwungen werden würde, Blut abzugeben und dass dann ihre Tarnung auffliegt. Also musste sie schnell Verbündete suchen, und nur die Kazon boten sich an.

Das ist mir schon klar. Und dennoch bleiben ihre Motive im Dunklen. Natürlich wäre sie an Bord der Voyager irgendwann aufgeflogen und ggf. wäre sie sogar zu einer kleinen Haftstrafe verurteilt worden (siehe Tom Paris in "30 Days"). Und dennoch ist es immer noch besser, an Bord der Voyager eingesperrt zu sein und von kultivierten und intellektuell ebenbürtigen Individuen umgeben zu sein als auf ein Schiff voller tumber Krieger als einzige Frau weit und breit zu wechseln. Und mal ehrlich: Wo sind die Chancen höher, zurück in den AQ zu kommen: An Bord der Voyager oder auf Maje Culluhs Kazon-Schiff, das nach Voyager-Maßstäben mit geradezu steinzeitlicher Technologie aufwartet?
Damon Ridenow
QUOTE (Matt @ 10. May 2004, 19:10)
Das ist mir schon klar. Und dennoch bleiben ihre Motive im Dunklen.

Herrje, Matt, also ich finde Seska's Handeln mehr als logisch. Es ist für mich völlig glasklar. Sie ist cardassianische Agentin, die den Maquis unterwandert hat. Wie viele Minuten hätte sie denn noch zu leben, wenn sie enttarnt ist? Die Bajoraner und anderen Maquis an Bord würden doch Amok laufen; so viele Sicherheitsoffiziere könnte Janeway gar nicht abstellen, um Seska zu schützen.

Seska ist völlig klar, dass sie enttarnt keine Überlebenschance auf der Voyager hat. Außerdem hat sie keinerlei Vertrauen in Janeway, wie sie in ihrer Abschlussrede mehr als deutlich macht. Ihrer Meinung nach muss die Voyager eine Allianz mit der stärksten Macht dieser Region schließen. Das ist cardassianische Denkweise, inkompatibel mit der Sternenflottenmentalität. Da Janeway es nicht macht, macht Seska es. Sie rechnet zweifellos nicht damit, wieder zurück in den AQ zu kommen und will daher ihr Imperium im DQ gründen.
Der RvD
QUOTE (Adm. Ges @ 10. May 2004, 19:03)
Ich kann mich eigentlich nur dem Grundtenor anschließen - die 1.VOY-staffel hat mir gut gefallen, insbesondere "Time & Again", "Eye of the Needle", "State of Flux". Weniger gefallen hat mir "Das Unvorstellbare", wobei die Folge durch die Titelsequenz extrem aufgewertet wurde.

Titelsequenz? confused4.gif

QUOTE
Der SF-Marquis-Konflikt wurde zwar angedeutet, hätte aber ruhig noch besser bzw. intensiver umgesetzt werden können. Und da muss ich Chukkles in Schutz nehmen - er war SF-Offizier, bevor er zum Marquis kam


De Sade?

SCNR! mrgreen.gif


QUOTE
und er will auch nach Hause, von daher war er IMO gut dargestellt. Eddington ist ein anderes Maß.


Genau das ist es ja. Wir sollen angeblich zwei verschiedene Besatzungsteile haben, die sich miteinander arrangieren müssen. Aber unterscheiden sich die Maquis-Leute in VOY überhaupt arg von der regulären Sternenflotten-Besatzung? Chakotay - Wissenschaftler, war auf der Sternenflotten-Akademie. Kommt zu keiner Zeit rüber wie ein Terrorist, oder auch nur jemand, der der Sternenflotte etwas übel nimmt. B'elanna - war ebenfalls auf der Akademie. Der Ärger, den sie mit der Sternenflotte hatte, hat mehr mit ihrem klingonischen Temperament zu tun als mit ihren politischen Ansichten. Tom Paris - war gar nicht "richtig" beim Maquis, rebellierte eher gegen Papa Admiral. Eine ernsthafte Gegenposition zum "Starfleet Way of Life" hatte keiner der drei zu bieten.

Die Serie schien aber auch nie richtig daran interessiert zu sein. Wenn mal jemand ausscherte, dann stets aus anderen Gründen. Seska - stellte sich in Wirklichkeit als cardassianische Agentin heraus. Suder - als soziopathischer Killer.

Eine Denkweise, die den Begriff "Maquis" definiert hätte, gab es in VOY nicht. Diese lieferte Michael Eddington in DS9. Verständlich - DS9 war im Herzen des Maquis-Problems angesiedelt. VOY nicht. Um es klarzustellen: ich finde VOY deshalb nicht entscheidend schlechter. Ich wundere mich nur, warum die Serienschöpfer diesen Weg gegangen sind, wenn sie nicht vorhatten, ihn ernsthaft zu erkunden.
Damon Ridenow
QUOTE (Der RvD @ 10. May 2004, 19:36)
Tom Paris - war gar nicht "richtig" beim Maquis, rebellierte eher gegen Papa Admiral.

Genau genommen war es so, dass Tom Paris einen Piloten-Fehler gemacht hatte, der 6 Sternenflottenoffizieren das Leben gekostet hatte. Danach frisierte er den Bericht, um davon zu kommen. Später entschloss er sich um und gestand seinen Fehler, worauf er unehrenhaft aus der Sternenflotte entlassen wurde. Auf der Suche nach dem, der ihm für seine Leistung am meisten zahlt, geriet er an den Maquis und wurde auf der ersten Mission gefangen genommen.
Matt
QUOTE (Damon Ridenow @ 10. May 2004, 19:22)
Herrje, Matt, also ich finde Seska's Handeln mehr als logisch. Es ist für mich völlig glasklar. Sie ist cardassianische Agentin, die den Maquis unterwandert hat. Wie viele Minuten hätte sie denn noch zu leben, wenn sie enttarnt ist? Die Bajoraner und anderen Maquis an Bord würden doch Amok laufen

Wir haben offenbar eine völlig andere Serie gesehen. Kein einziger der Bajoraner bzw. der Ex-Maquis-Mitglieder (von Lon Suder mal abgesehen) wurde jemals so charakterisiert, als könnte er einfach mal eben zum Mörder werden - Motiv hin, Motiv her. Eine Crew aus potentiellen Amokläufern willst du erkannt haben? Da mußt du Voyager mit einer anderen Serie verwechseln. Seska wäre an Bord der Voyager kein Haar gekrümmt worden, und das war ihr auch völlig klar. Anhaltspunkte: a) Niemand hat Tuvok nach dessen Enttarnung gelyncht, er wurde sogar Sicherheitschef der Voyager und trainiert später - von allen respektiert - sogar einige aufmüpfige Ex-Maquis-Mitglieder ("Learning Curve"); b) sogar ein kaltblütiger Mörder (Suder) wird nicht gelyncht, sondern wird zu einer Haftstrafe verurteilt; und c) wir haben hier eine Star Trek-Serie. wink.gif

Kurzum: Ich weiß wirklich nicht, was Seska an Bord der Voyager hätte passieren sollen.
Es bleibt die Frage, die nie geklärt wird: Was findet sie an den Kazon so anziehend?
Du sagst, sie wolle ihr eigenes Imperium gründen und überhaupt nicht zurückkehren? Wird das irgendwo explizit so gesagt?
Und sind die Kazon für so etwas wirklich die richtigen Partner? Ich bezweifle es.
Damon Ridenow
QUOTE (Matt @ 10. May 2004, 20:06)
Kurzum: Ich weiß wirklich nicht, was Seska an Bord der Voyager hätte passieren sollen.
Es bleibt die Frage, die nie geklärt wird: Was findet sie an den Kazon so anziehend?
Du sagst, sie wolle ihr eigenes Imperium gründen und überhaupt nicht zurückkehren? Wird das irgendwo explizit so gesagt?
Und sind die Kazon für so etwas wirklich die richtigen Partner? Ich bezweifle es.

Ich weiß nicht, Matt, hilf mir. Red ich schon wieder chinesisch, dass du mich nicht verstehst, oder magst du meine Argumente schlichtweg nicht durchdenken? mrgreen.gif Letzter Versuch, danach äußere ich mich nicht mehr zu Seska's Überlaufen.

Erinnere dich an "Nothing human" aus der 5. Staffel von VOY, als das EMH die holografische Version des cardassianischen Arztes Crell Moset erschafft. Der Bajoraner Tabor reagiert vehement und aggressiv auf das Hologramm und Torres weigert sich, von Moset behandelt zu werden. Und doch gehts nur um ein cardasssianisches Hologramm, nicht um eine lebende Cardassianerin.

Du kannst Seska auch nicht mit Tuvok vergleichen. Tuvok ist Vulkanier und Sternenflottenoffizier. Der Maquis hasst die Sternenflotte nicht und bekämpft sie von sich aus nicht, wie Eddington und alle anderen Maquis immer wieder betonen. Aber Seska ist Cardassianerin, die damit automatisch Hassfigur für Bajoraner und Maquis sind. Die Maquis wollen alle Cardassianer tot sehen.

Und was die Aussage von Seska betrifft (Zeitindex 39:11):
Seska: "I did it for you. I did it for the crew. We are alone here, at the mercy of any number of hostile aliens, because of the incomprehensible decision of a Federation captain. A Federation captain who destroyed our only chance to get home. Federation rules. Federation nobility. Federation compassion? If this had been a Cardassian ship, we would be home now. We must begin to forge alliances. We must have powerful friends. The Kazon-Nistrim would protect us in return for minor technology."

Mal schauen, ob ich nun zu dir durchdringe, sonst probier ich es das nächste Mal mit Japanisch, Suaheli oder Altgriechisch mrgreen.gif tongue2.gif
Der RvD
Ich bitte auch weiterhin nicht in Fremdsprachen zu verfallen, derer ich nicht mächtig bin. mrgreen.gif

Persönlich kann ich Eure beiden Szenarios nachvollziehen - das tatsächlich vorgefallene von Damon (logischerweise wink.gif ), aber auch die Überlegungen von Matt. Denn die Radikalität der Eddington-Gruppe habe ich - wie weiter oben schon mal angeführt - bei Chakotay&Co. nie so recht erkennen können. Alleine die Bereitwilligkeit, mit der jeder (!) seiner Crew eine Starfleet-Uniform angezogen hat, spricht Bände.

Die Frage ist sicher, wie hätte Capt. Janeway reagiert, hätte sie Seska in "State of Flux" in die Finger bekommen?
Chadwick
QUOTE (Der RvD @ 10. May 2004, 21:42)
(...)

Die Frage ist sicher, wie hätte Capt. Janeway reagiert, hätte sie Seska in "State of Flux" in die Finger bekommen?

LOL, willst du das wirklich wissen? Ganz ehrlich? Wissen wir nicht ganz genau wie sie reagiert hätte? laugh.gif
Matt
QUOTE (Chadwick @ 11. May 2004, 08:14)
LOL, willst du das wirklich wissen? Ganz ehrlich? Wissen wir nicht ganz genau wie sie reagiert hätte? laugh.gif

"Seska, oder wie auch immer Sie wirklich heißen, ich muß Ihnen leider sagen, daß ich unglaublich enttäuscht von Ihnen bin! Sie haben mein Vertrauen auf das Schändlichste mißbraucht. Wie konnten Sie das nur tun? Ich werde eine Woche lang nicht mehr mit Ihnen reden. Nein, sagen Sie jetzt am besten nichts. Spiegeln Sie Ihre Schandtaten (*). Oh wie enttäuscht ich von Ihnen bin! Kommen Sie mir nicht mehr unter die Augen! Wegtreten!"

(*) Synchro-Fehler für "Reflektieren Sie über Ihre Schandtaten".

Aber ein Haar gekrümmt worden wäre ihr keineswegs. Da bin ich sicher.
Und wenn du, Damon, jetzt nicht mehr mit mir redest, weil ich deine Argumente irgendwie nicht nachvollziehen kann, dann wäre ich seeehr enttäuscht von dir. mrgreen.gif SCNR! wink.gif
Der RvD
^LOL! mrgreen.gif Ihr Jecken! mrgreen.gif Ich meinte eigenlich eher, daß Käthe wohl die Situation unter Kontrolle gehabt hätte, ohne daß wilde Lynchmobs - zombiegleich "Muß...Cardassianer...töten" intonierend - durch die Schiffskorridore schreiten.

Muß im Endeffekt aber Damon recht geben: ein enttarnter Agent darf sich auf sowas nicht verlassen. Dieser Schritt war schon einigermaßen logisch - daß sie dann allerdings auf Dauer bei den Kazon verblieben ist, ist schon wieder 'ne ganz andere Geschichte. Und ein Fall für den Season 2-Thread...wink.gif

EDIT: Was mir bei Matts Post gerade brandheiß aufgefallen ist: wir haben niemals Seskas richtigen Namen zu hören bekommen, oder vergesse ich da was?
Der RvD
QUOTE (Matt @ 4. May 2004, 11:44)
Außerdem würde mich interessieren, welche Fraktion hier in der Mehrheit ist: Diejenigen, die die ersten Staffeln als die besten Voyager-Staffeln ansehen oder diejenigen, die die hinteren Staffeln am besten finden. In jedem Fall wäre es natürlich gut, wenn ihr eure Meinungen begründen würdet.

Diese Frage aus dem Eingangspost ist bis jetzt ein wenig untergegangen, aber allemal interessant genug, sie nochmal aufzuwärmen. smile.gif

Meine persönliche Meinung gleich mal vorab: während ich alle Staffeln von Voyager zumindest mag, so bin ich doch eher ein Fan der frühen Jahre. Vor allem, da sich die Autoren damals noch die Zeit nahmen, jeden Charakter sowohl handlungs- als auch entwicklungstechnisch gebührend zu featuren. Die Voyager-Cast hatte mehr von einem Ensemble, während man in späteren Jahren als Schauspieler wohl mehr als nur die eine oder andere Kaffeepause machen konnte, sofern man nicht gerade Mulgrew, Ryan oder Picardo hieß.

IMO markiert Sven of Nines Ankunft den Wendepunkt der Serie - zum Guten oder Schlechten. IMO symbolisiert/repräsentiert der Charakter Seven die Serie perfekt, die da kommen sollte: vordergründig spektakulärer und auf den ersten Blick sicher kurzfristig interessanter, aber letztendlich kälter, eindimensionaler auf ein Thema zielgerichtet - die Borg. Und das zum Leidwesen fast aller anderen Charaktere...
sepia
Ich bin da eher anderer Meinung. Schon bei den Top-Listen ist mir der Unterschied zwischen uns beiden aufgefallen. Was ich eher als 'starr' oder 'lahm' empfinden würde, kommt bei dir durchaus gut an. Ich denke deine Sympathie für Tuvok, die ich nicht ganz teilen kann, ist dafür auch ein Symptom. Das etwas über Charaktere gesagt wird, reicht mir nicht. Es muss auch gut verpackt sein, schließlich bin ich ja Konsument und will verwöhnt werde.

Das Verwöhnaroma habe ich dann eher in der Mitte der langen sieben Jahre gefunden. Staffel 3 hatte die Sache schon ansehnlich gesteigert. Auch wenn manche wirklich groben Missgeschicke da waren, so ging die Sache schon aufregender und flotter voran. Season 4 und 5 waren dann für mich der Höhepunkt: Seven war aufregend, exzeptionelle Geschichten wurden ab und an erzählt und allgemein hatte ich das Gefühl: Das ist ein vernünftiges Update vom klassischen Trek.
Danach fand ich alles eher langweilig, allgemein wurde ich Voyagermüde und die sechste Staffel hatte nun wirklich einige Sachen dabei, wo ich mir dachte: Das hätte ich mir nicht anschauen müssen. Daher habe ich vom Ende bis auf das Finale nicht viel mitbekommen.
Warp5Project
QUOTE (Matt @ 4. May 2004, 12:14)
QUOTE (Neral_Jourian @ 4. May 2004, 12:11)
@ Matt: Wen meinst du mit Schiffspsychotante?

Hab auch gerade keine Ahnung, wen Chadwick mit Schiffspsychotante meint... wink.gif

ich glaube die hier ist gemeint:

pana
lecker-lecker. diese stück zucker hätte man wirklich dauerhaft in voyager aufnehmen sollen. (einmal mehr vermisse ich hier den sabber-smiley mrgreen.gif)

ich hätte sie gerne gegen neelix oder/und kes getauscht.
Adm. Ges
Die gute Stadi - schade, dass es sie gleich erwischt hat. Sie war im Pilot durchaus sympatisch und ein Betaziod an Board hätte sicher gut getan.

VOY hat eigentlich in jeder Staffel gute und weniger gute Folgen gesammelt. Die ersten Staffeln hatten etwas für sich, und auch die späteren. Ich denke mal ich schließ mich sepia an. Die ersten Staffeln waren zum warmlaufen ok, die mittelren waren gut und die letzten gingen bergab - lieferten aber immernoch gute Einzelfolgen.
Der RvD
QUOTE (sepia @ 17. May 2004, 14:00)
Ich bin da eher anderer Meinung. Schon bei den Top-Listen ist mir der Unterschied zwischen uns beiden aufgefallen. Was ich eher als 'starr' oder 'lahm' empfinden würde, kommt bei dir durchaus gut an. Ich denke deine Sympathie für Tuvok, die ich nicht ganz teilen kann, ist dafür auch ein Symptom. Das etwas über Charaktere gesagt wird, reicht mir nicht. Es muss auch gut verpackt sein, schließlich bin ich ja Konsument und will verwöhnt werde.

Das Verwöhnaroma habe ich dann eher in der Mitte der langen sieben Jahre gefunden. Staffel 3 hatte die Sache schon ansehnlich gesteigert. Auch wenn manche wirklich groben Missgeschicke da waren, so ging die Sache schon aufregender und flotter voran. Season 4 und 5 waren dann für mich der Höhepunkt: Seven war aufregend, exzeptionelle Geschichten wurden ab und an erzählt und allgemein hatte ich das Gefühl: Das ist ein vernünftiges Update vom klassischen Trek.
Danach fand ich alles eher langweilig, allgemein wurde ich Voyagermüde und die sechste Staffel hatte nun wirklich einige Sachen dabei, wo ich mir dachte: Das hätte ich mir nicht anschauen müssen. Daher habe ich vom Ende bis auf das Finale nicht viel mitbekommen.

Nur um es klarzustellen: die Jahre 1 bis 5 finde ich ungeingeschränkt sehr gut (Teile von 2 mal ausgenommen, wo man sich doch sehr auf den Lorbeeren ausruhte).

Aber da mir nicht nur die Rolle des Tuvok, sondern auch das Zusammenspiel der ganzen Besatzung in den ersten paar Jahren ganz hervorragend gefallen hat, tendiere ich halt im Zweifelsfalle zu ebendiesen. (Was auch nicht heißen soll, daß ich prinzipiell was gegen Seven hätte. Im Gegenteil - Jeri Ryan zählt zu den besten Darstellern in der VOY-Crew....)
Aran
Hier mal meine Reihenfolge, welche Staffeln mir am besten gefallen haben.

Season 4 - Aufregende Aufbruchstimmung - auf zu neuen Ufern, ein interessanter neuer Charakter, die Borg endlich wieder ohne Queen-so wie zu besten TNG-Zeiten und "20 % mehr Bumsfallera" (Copyright by RvD). Mit "Scorpion". "Message in a bottle" und "Living Witness" als meine ganz persönlichen Highlights.

Season 7 - Nochmal Voyager as it's best, sehr gelungene Mischung aus typischem Trek ("Critical care", "Lineage") und spannendem Action-Adventure ("Flesh and Blood", "Workforce"). Dazu mit "Homestead" eine wirklich gelungene und auch bewegende Neelix-Abschiedsfolge (hatte damals wirklich gedacht, er opfert sich für seine Talaxianer-Kolonie). Wenn nur nicht das bekloppte "Unimatrix Zero" und mit fadem Beigeschmack behaftete Finale gewesen wäre sad.gif

Season 1 - Wirklich eine der besten Einstiegsstaffeln im Trek-Universum, zwar eher ruhig und gemächlich, aber mit tollen Charakterfolgen ("Phage", "Eye of the Needel", "Jetrel").

Season 6 - Sternenflotte kontaktiert Voyager. Endlich wieder Hoffnungszeichen aus dem Alpha-Quadranten mit 2 wunderbaren TNG-Episoden "Pathfinder" "Life Line". Dazu der IMO gelungene Borg-Children-Arc incl. dem gut mit Seven zusammenpassenden Charakter Icheb. Absolutes Highlight mal wieder der Doc mit "Tinker Tenor Doctor Spy". Leider auch einige Klöpse wie "Alice", "Fair Haven"/"Spirit Folk" = gähn sowie dem unsäglich schlechten Zeitreiseschwachsinn "Fury". Das hatte Kes nun wirklich nicht verdient.

Season 3 - Sehr ordentlich ohne große Aussetzer ("Favourite Son" läuft als Trashkönig außer Konkurrenz mrgreen.gif ), dafür aber mit nostalgischem "Flashback" und der für mich besten Kes-Folge "Before and after". Dazu mit "Real Life" wieder ein bewegendes Doc-Drama.

Season 5 - Für mich nur ein lauer Aufguss der besten Staffel 4. Viel Durchschnitt, die schlechteste VOY-Folge "The Fight", das fragwürdige, viel zu hoch gelobte "Timeless" und die Rückkehr der nervigen Borgqueen (nein, die mog i net). Highlights: "Drone", "Nothing human", "Counterpoint", "Someone to watch over me" und ja, für mich auch "Course: Oblivion", welches zwar viele Plotholes hatte, aber in erster Linie ein dramatischer Existenzkampf war, to leave something behind!

Season 2 - Ähnlich Staffel 5 nur mit nervenden Kazons. Dafür aber mit einer der besten aller Q-Episoden "Deathwish".

Also bei mir gut durchgemischt, mit Tendenz zur zweiten Serienhälfte.
Der RvD
QUOTE (Aran @ 18. May 2004, 01:20)
Season 4 - Aufregende Aufbruchstimmung - auf zu neuen Ufern, ein interessanter neuer Charakter, die Borg endlich wieder ohne Queen-so wie zu besten TNG-Zeiten und "20 % mehr Bumsfallera" (Copyright by RvD).

Bevor mich Matt Groening oder der FOX-Konzern verklagt: ich bin mir bewußt, daß ich keinerlei Anspruch auf diesen Spruch besitze. Er stammt aus den Simpsons. Wirklich.

(Translation: Please don't sue me. wink.gif mrgreen.gif )

Zu dem anderen morgen mehr...

QUOTE
Season 7 - Nochmal Voyager as it's best, sehr gelungene Mischung aus typischem Trek ("Critical care", "Lineage") und spannendem Action-Adventure ("Flesh and Blood", "Workforce"). Dazu mit "Homestead" eine wirklich gelungene und auch bewegende Neelix-Abschiedsfolge (hatte damals wirklich gedacht, er opfert sich für seine Talaxianer-Kolonie). Wenn nur nicht das bekloppte "Unimatrix Zero" und mit fadem Beigeschmack behaftete Finale gewesen wäre


Da fällt mir auf, daß ich "Endgame" immer noch nicht gesehen habe. (*Im Geiste unter "Futter für neuen Thread" abspeicher*) Ansonsten war die 7. Staffel einfach zu...durchschnittlich für meinen Geschmack. Man merkte, daß Biller schon zurück wollte zu den charakterbetonteren frühen Jahren, aber von der Handlung gesehen waren wir aus den Braga-Jahren einfach Spektakuläreres gewohnt als das, was da kam. Die Neelix-Abschiedsfolge war aber wirklich klasse, und "Critical Care" war auch 'ne kleine Perle.

QUOTE
Season 6 - Sternenflotte kontaktiert Voyager. Endlich wieder Hoffnungszeichen aus dem Alpha-Quadranten mit 2 wunderbaren TNG-Episoden "Pathfinder" "Life Line". Dazu der IMO gelungene Borg-Children-Arc incl. dem gut mit Seven zusammenpassenden Charakter Icheb. Absolutes Highlight mal wieder der Doc mit "Tinker Tenor Doctor Spy". Leider auch einige Klöpse wie "Alice", "Fair Haven"/"Spirit Folk" = gähn sowie dem unsäglich schlechten Zeitreiseschwachsinn "Fury". Das hatte Kes nun wirklich nicht verdient.


In Season 6 schwankte die Qualität arg. Hätte man die Klasse der ersten Hälfte gehalten, wäre es eine der besten Trek-Staffeln für mich. So...ist es das nicht. wink.gif

"Fury" habe ich aus meinem ganz persönlichen Kanon gestrichen. Die Folge existiert nicht. Wir wischen nicht, wo dieschesch Aleschia liegt! mrgreen.gif
Aran
QUOTE (Der RvD @ 18. May 2004, 00:39)
QUOTE (Aran @ 18. May 2004, 01:20)
Season 4 - Aufregende Aufbruchstimmung - auf zu neuen Ufern, ein interessanter neuer Charakter, die Borg endlich wieder ohne Queen-so wie zu besten TNG-Zeiten und "20 % mehr Bumsfallera" (Copyright by RvD).

Bevor mich Matt Groening oder der FOX-Konzern verklagt: ich bin mir bewußt, daß ich keinerlei Anspruch auf diesen Spruch besitze. Er stammt aus den Simpsons. Wirklich.

Oh, gut das das mal geklärt ist. Fand den Spruch trotzdem immer witzig und passend zu VOY ab Staffel 4 wink.gif

Schön, das man trotz unterschiedlicher Ansichten über die einzelnen Staffeln vernünftig seine Meinungen austauschen kann. So machts Spaß. Und solange es pro Season immer noch einige gemeinsame positive Nenner gibt, bin ich zufrieden. smile.gif

Das Du "Endgame" als regelmäßiger VOY-Gucker noch nicht gesehen hast, wundert mich aber doch. Aber vielleicht auch besser so, es hinterlässt mich immer mit einem lachenden und einem weinenden Auge und das nicht, weil ich am Ende so gerührt war.

P.S.: Freut mich, daß Du trotz Kritik immer noch bei ENT dabei bist. wink.gif
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