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Trek BBS > Science and a Sense of Hope
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Trek BBS > Brücke > Deep Space Nine
Seiten: 1, 2
Matt
In diesem Thread kann über das Buch diskutiert werden, damit wir im Allgemeines-Forum nicht allzu off-topic sind. Wenn das Buch dann erschienen ist, ergeben sich evtl. sogar die einen oder anderen inhaltlichen Diskussionen. Die finden hier ebenfalls ihren Platz.

Ich sage erstmal vorweg, daß es eine Leistung ist, für sein Buch einen Verleger zu finden. Ein Kumpel von mir, Jan Schliecker, sucht z.B. schon länger einen Verleger für seine ST-Kritiken, die leider momentan aufgrund ebenjener Bemühungen offline sind. Dennoch finde ich sie aber viel besser als viele Kritiken der Herren Thomas Höhl oder Ralph Sander, welche allerdings Verleger gefunden haben (Heel-Verlag resp. Heyne-Verlag). Vielleicht kann Nerys ja ein paar Tipps geben, wie er das geschafft hat... wink.gif

Ansonsten finde ich es klasse, daß es ein Buch geben wird, das sich Deep Space Nine mit wissenschaftlichem Anspruch nähern wird, denn diese Serie hat eine nähere Betrachtung absolut verdient. Leider war Nepharite in dem anderen Thread schneller und hat bereits folgendes gepostet:

QUOTE
Ohne eine Urteil über Dein Buch zu fällen, das ich natürlich noch nicht kenne und auch nicht kaufen werde: Sekundärliteratur über ST "törnt" mich nicht an, weil sie i.d.R. ST viel zu wichtig nimmt und dann solch "unwissenschaftlichen" (^^) Elaborate rauskommen, wie man sie bspw. unter diesem Link finden kann.

"Aus dem Bauch heraus" sage ich: ST ist unter globalen Maßstäben "fast" bedeutungs- und wirkungslos (ohne Einfluss auf gesellschaftliche Entwicklungen) und je neuer die Serie ist, desto weniger dürfte sich eine solch (minimale) Wirkung empirisch nachweisen lassen.
Insofern interessierte mich an Deiner Arbeit allenfalls, wie Du das Problem der Empirik handhabst, denn eine rein inhaltliche Analyse von DS9 wäre mir zu trivial.

Diese Ankündigung aus den Treknews, die wahrscheinlich nicht aus Deiner Feder stammt, ist IMO exemplarisch für die latente Überschätzung von ST: "[...] Wird durch die Darstellung einer Gruppe von Menschen und Aliens, die mit kosmologischen Fragen konfrontiert werden, an welchen wir heute verzweifeln oder die wir noch gar nicht stellen können, versucht, unser Bewusstsein für diese Probleme zu schärfen?[...]" [ Quelle ]
Wen schließen diese kleinen Worte "wir" und "uns" ein? Moslems, Christen, Europäer oder Afrikaner ... und welche genau? Die jeweiligen gesellschaftlichen Meinungsführer, die Gebildeten, Ungebildeten?

Ich werde Nepharite Gedanken erstmal aus Zeitgründen noch nicht kommentieren, obwohl es mir in den Fingern juckt. Vielleicht entwickelt sich ja sogar eine Debatte über Sinn und Unsinn von Sekunderliteratur bzw. wissenschaftlicher Beschäftigung mit Unterhaltungsmedien im Allgemeinen. Das fände ich spannend.
Nerys
Oh, danke Matt für deine Mühen. Tja Nepharite, ich denke in der Tat das dir das Buch nicht gefallen wird. Ich kann deine Skepsis aber gut verstehen, mir ist bislang noch kein ST Buch unter die Finger gekommen das mich in geiteswissenschaftlicher Hinsicht überzeugt hätte. Am nahesten kommt dem noch die Sammlung von Kai Uwe Hellmann.
Natürlich habe ich versucht einiges anders zu machen, aber naja. Die von dir zitierte Passage ist aus dem Buch. Ich schaue was in der Serie vermittelt wird, und nicht wer es sich tatsächlich anschaut und was es dann mit ihm macht. In dem Sinne wäre mit wir (sind immer etwas problematisch, "wirs") selbstverständlich die Menschheit gemeint, aber nicht wirklich angesprochen. So, jetzt binich aber ruhig, schließlich kommt das Buch erst in einem Monat.

Große Geschenke dürften übrigens schwierig sein... ist erst mal nur eine 100er Auflage. Und ich kann dem Jan gerne Tipps geben - ohne Kostenbeteiligung siehts aber schlecht aus. Das Buch verlegt ein Freund von mir, kostet nicht die Welt, aber es kostet. Viele Grüße - Kolja.
Matt
Ich denke, es ist wirklich unsinnig, über das Buch zu sprechen, bevor es erschienen ist, da man sich schwerlich ein Bild über das Buch machen kann, ohne es gelesen zu haben. Generell gesehen mag es stimmen, daß insbesondere das Trek-Fandom dazu neigt, die gesellschaftliche Relevanz von Fernsehserien (in diesem Falle die ST-Serien) überzubewerten. Andererseits stellt diese Tatsache keinen Grund dar, auf die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema zu verzichten. Das Problem ist in meinen Augen, daß eine Serie wie DS9 infolge einer stiefmütterlichen, medialen Beachtung in Sachen Bekanntheitsgrad nicht den Stellenwert erreicht, den sie sollte bzw. den sie in Relation zu vergleichbaren Serien (z.B. Voyager) verdient hätte. Wenn man (wie ich) der Ansicht ist, daß das, was DS9 zu sagen hat (über den unterhaltenden Faktor hinaus), bislang von medialer Seite her (insbesondere sekundärliterarisch) nur sehr unzureichend gewürdigt wurde, dann erscheint solch eine Arbeit als völlig folgerichtig. Allein die Tatsache, daß DS9 bislang nur wenig Beachtung geschenkt wurde, ändert nichts daran, daß ich (und andere auch) glauben, daß sich dies ändern muß. Das Buch mag dazu beitragen bzw. ein Anfang sein. Für die Zukunft ist generell zu hoffen, daß sich die Beachtung und der Stellenwert der Serie erhöhen und damit auch ihre gesellschaftliche Relevanz steigern wird.
Voivod
Ich würde das Buch eigentlich schon gerne zu Gesicht bekommen, klingt gut, wenn man das Inhaltsverzeichnis betrachtet! Aber schön lobhudeln/ darüber herziehen kann man natürlich erst nach dem Lesen des Werks, und bei einer Auflage von 100 Stück... unsure.gif

Kannst du nicht einfach den Text als *.doc per e-mail verschicken? mrgreen.gif wink.gif
Damon Ridenow
QUOTE (Matt @ 29. Dec 2003, 19:25)
Das Problem ist in meinen Augen, daß eine Serie wie DS9 infolge einer stiefmütterlichen, medialen Beachtung in Sachen Bekanntheitsgrad nicht den Stellenwert erreicht, den sie sollte bzw. den sie in Relation zu vergleichbaren Serien (z.B. Voyager) verdient hätte.

Beim Lesen dieser Passage musste ich schon ein wenig schmunzeln. Ich bin sicherlich kein Anhänger von Fernsehquoten und habe gewisse Zweifel an deren Aussagekraft. Auch bin ich nicht der Meinung, dass eine hohe Quote automatisch bedeutet, dass die Qualität der Sendung hoch ist. Oft dürfte das Gegenteil der Fall sein.

Sollte es stimmen, dass VOY einen höheren Stellenwert als DS9 hat (wie du es implizierst), so kann ich persönlich es gut verstehen. VOY erzählte über 7 Staffeln hinweg im Durchschnitt mehr gute und interessante Geschichten als DS9 (wobei ich noch nicht alle DS9- und VOY-Folgen gesehen habe und nach dem Kauf aller 7 Staffeln der beiden Serien und deren Bewertung eventuell sogar zu einer anderen Beurteilung kommen muss). Wer natürlich weniger "blabla" und mehr Action sehen will, ist mMn bei DS9 besser als bei VOY aufgehoben. Jedoch hab ich nun die Erfahrung gemacht, dass anscheinend genau deshalb VOY bei vielen Mädels besser als DS9 ankommt. Meine Partnerin, die nicht viel für Star Trek übrig hat, schaut bei DS9 oder ENT nie zu. Bei TNG oder VOY kanns durchaus passieren, dass sie mitschaut, selten zwar, aber immerhin. Mädels scheinen idR weniger auf Geballer und Gefechte, dafür mehr auf Gefühle, Beziehungen und "Blabla" zu stehen, und ich im übrigen auch.

Wird ein Problem, wie beispielsweise in ENT "The Crossing" mit Waffengwalt "gelöst", ruft das bei mir nur ein Schulterzucken und ein mitleidiges Gähnen hervor. Eine intelligente, konstruktiv-kooperative Lösung kann mich jedoch begeistern. Geist über Gewalt, Verstand über Waffen, Kompromiss über alleiniges Durchsetzen von Interessen.
Nerys
@Voivod:

Wenn alles schiefgeht und niemand das Buch kauft und alle es scheisse finden, werde ich deprimiert das .pdf posten... wink.gif .
Viele Grüße
Kolja
sepia
QUOTE (Damon Ridenow @ 29. Dec 2003, 21:08)
Wer natürlich weniger "blabla" und mehr Action sehen will, ist mMn bei DS9 besser als bei VOY aufgehoben.

Man sollte nicht den Fehler machen und denken, nur weil der Krieg die Hälfte von DS9 mitbestimmte, würde es in der Serie wenig Dialog und viel Action geben.
VirtualSelf
QUOTE (sepia @ 30. Dec 2003, 13:40)
QUOTE (Damon Ridenow @ 29. Dec 2003, 21:08)
Wer natürlich weniger "blabla" und mehr Action sehen will, ist mMn bei DS9 besser als bei VOY aufgehoben.

Man sollte nicht den Fehler machen und denken, nur weil der Krieg die Hälfte von DS9 mitbestimmte, würde es in der Serie wenig Dialog und viel Action geben.

Das Blabla in VOY war immer genau das, was das Wort impliziert: Blabla!

In DS9 hingegen gab es diesn sinnfreien Smalltalk natürlich -wie in allen ST-Serien- auch zur Genüge, aber wenigsten blitzte immer dann, wenn Garak die Szene betrat, eine gewisse geistreiche Brillianz und auch Rasanz in den Dialogen durch.
Damon Ridenow
QUOTE (sepia @ 30. Dec 2003, 13:40)
Man sollte nicht den Fehler machen und denken, nur weil der Krieg die Hälfte von DS9 mitbestimmte, würde es in der Serie wenig Dialog und viel Action geben.

Ich habe heute eine Megasession gemacht und mir alle Folgen der 7. Staffel von DS9 angeschaut, die ich noch nicht kannte. Dies fing bei "Penumbra" an und gipfelte in "The Dogs of War". Es war spannend und unterhaltsam. Es gab einige Handlungsstränge, die parallel zueinander verliefen und weitergesponnen wurden. Ich habs mir gerne angeschaut, aber nur, weil ich die Charaktere kenne und ich wissen wollte, was mit ihnen geschieht. Als die Folge "Extreme Measures" kam, war ich dankbar, weil ich gerade angefangen hatte, mich zu fragen, obs denn nur noch Action gibt und keine Charaktergeschichten mehr. Auf Dauer wurde mir das etwas zu eintönig und langweilig, weils immer weniger mit Science Fiction zu tun hatte. Ich meine, ob nun die Kriegspartei A die Partei B angreift und dabei 5 Personen gefangen nimmt, kann genauso gut in der Gegenwart spielen oder in Star Wars (was für mich der Gipfel der Langweiligkeit ist).

"Extreme Measures" hatte endlich mal wieder ein moralisches Dilemma, eine Diskussion über Ethik und das, was richtig ist. Ein Bashir, der beim Darten mit O'Brien sinniert, was das Wesen der Föderation ausmacht. Ich verweise auf VOY "Scorpion", die Szene, in der Janeway und Chakotey über ihre Differenzen in der Krankenstation stehend diskutieren und reflektieren. Das ist mMn eine der Sternstunden von VOY und von Star Trek, das ist das, was Charakterentwicklung ausmacht. Und dieses Blabla ist das, was Star Trek für mich sehenswert macht, während so pures Action-Geballere a la Star Wars im besten Fall geeignet ist, mich tödlich zu langweilen.
Nerys
Ich glaube, das es der Erzählung DS9 sehr gut getan hätte, entweder auf einen neuen Charakter wie Ezri (mal abgesehen vom gefallen/nichtgefallen des Charakters - die Versuche am Ende der Serie noch eine neue Hauptperson einzuführen fand ich extrem überflüssig und zeitverschwendent) zu verzichten, oder aber, wenn nicht, die notwendige Season 8 zu machen. In der letzten Season hat die Serie eine Geschwindigkeit, die in der Tat zu Lasten des Dialogs und der Erzählung gehen. Die letzte Season hat gute Folgen und auch das Ende ist in Ordnung, aber ich finde es fühlt sich alles doch an, als hätte man versucht den Stoff aus zwei Seasons in eine zu quetschen. Fand ich sehr schade.
Vorher hat sich DS9 immer genug Zeit genommen die Geschichten zu erzählen. Siehe die Charakterbildung - selbst Leeta, oder Enabran Tain haben eine größere Charaktertiefe als Harry Kim oder der arme Tuvok. Natürlich gab es sehr gute VOY Folgen, aber insgesamt, als Gesamterzählung, war die Serie in meinen Augen ein Debakel mit wenig mehr Tiefgang als die Zeichentrickserie. Und die einzige Serie bislang, in der die ersten beiden Seasons mit Abstand die besten waren (bis auf die Kazon, natürlich!). So, nachdem ich mich darüber ausgelassen hab und bevor ihr meckert:

Hier hab ich mal eine kleine Info Seite zum Buch gebastelt, für denjenigen unter euch dens interessiert: BUCHINFO

Viele Grüße und einen schönen Abend wünscht: Nerys.
Damon Ridenow
QUOTE (Nerys @ 30. Dec 2003, 19:48)
In der letzten Season hat die Serie eine Geschwindigkeit, die in der Tat zu Lasten des Dialogs und der Erzählung gehen. Die letzte Season hat gute Folgen und auch das Ende ist in Ordnung, aber ich finde es fühlt sich alles doch an, als hätte man versucht den Stoff aus zwei Seasons in eine zu quetschen. Fand ich sehr schade.

Ja, nachdem ich nun die Staffeln 6 und 7 zum ersten Mal gesehen habe, stimme ich dir bezüglich der Fülle der abgearbeiteten Themen in der 7. Staffel zu. Eine weitere Staffel hätte sicherlich nicht geschadet, beispielsweise hätte man eine Staffel nach dem Krieg machen können, mit Kira als Stationsleiterin nach Siskos Weggang. Da wäre dann genug Zeit gewesen, Geschichten ausführlich und mit Tiefe zu behandeln.

QUOTE (Nerys @ 30. Dec 2003, 19:48)
Vorher hat sich DS9 immer genug Zeit genommen die Geschichten zu erzählen. Siehe die Charakterbildung - selbst Leeta, oder Enabran Tain haben eine größere Charaktertiefe als Harry Kim oder der arme Tuvok. Natürlich gab es sehr gute VOY Folgen, aber insgesamt, als Gesamterzählung, war die Serie in meinen Augen ein Debakel mit wenig mehr Tiefgang als die Zeichentrickserie.

Harry Kim ist sicherlich der Charakter der Voyager aus dem Hauptcast, der am wenigsten Charakterentwicklung hatte. Nimmt man jedoch Kes, Tom Paris, B'Elanna, den Holodoc oder Seven, so haben wir hier 5 Figuren mit einer deutlichen Charakterentwicklung. Und nun, da ich das Gesamtwerk von DS9 kenne, bin ich insgesamt gesehen zufriedener als zuvor, insbesondere was die Charakterentwicklung von Bashir, Sisko, Odo, O'Brien oder Nog betrifft. Insofern halten sich DS9 und VOY wohltuend die Waage und stellen meine Bedürfnisse in Fragen der Charakterentwicklung völlig zufrieden. Besonders gefallen hat es mir, wie sich das Verhältnis von O'Brien und Bashir entwickelt hat; ihre Männerfreundschaft hat Szenen geschaffen, die zu den Höhepunkten von DS9 gehören. Aber im direkten Vergleich zwischen VOY mit einer leichten Tendenz zu den von mir so genannten Science-Fiction-Märchen und DS9 mit einer leichten Tendenz zur Science-Fiction-Action sind mir die Märchen halt doch lieber mrgreen.gif
Nerys
Das kann ich gut verstehen Damon - nur war für mich DS9 von Anfang an das große Märchen, die große zusammenhängende Erzählung. Die Actionlastigkeit am Ende hat mir zwar nicht gefallen, aber den Charakter der Serie konnte es für mich nicht mehr kaputt machen. Bei VOY, das ich auch von Anfang an immer geschaut habe, gab es irgendwann einfach zu viele Dinge die ich vollkommen unpassend und schlecht erzählt fand - die Unstimmigkeiten waren mir einfach zu groß. Insofern kam es sicher darauf an, mit welchem Bein man sozusagen in die jeweilige Serie eingestiegen ist. Du drückst bei VOY unbewußt (oder wie auch immer...wink.gif ) ein Auge zu, ich bei DS9. Viele Grüße, Kolja.
makcalhoun
Da kann ich mich mal als Lit-Chef einklinken: Also, ich fand DS9 zu Beginn eher etwas langweilig, aber als es dann mehr in die Charaktertiefe (besonders mit Worf) ging, wurde die Serie von Folge zu Folge besser.

Die letzte Folge "Das, was du zurücklässt", war genau wie jedes Ende einer ST-Serie: offen und abgehackt. Trotzdem nicht schlecht. Wie heißt es doch dann so schön? Wenn es am schönsten ist, soll man aufhören; und das hat DS9 gemacht ...

Wenn ihr wissen wollt, wie es weiter geht, kann ich nur sagen: Lest das DS9-Relaunch (leider nur auf englisch). Hat mir bis jetzt sehr gut gefallen.

Übriegens: Für Voyager-Fans: Die beiden Bücher von Christie Golden über die Ankunft von Janeways Schiff, sind ebenfalls sehr gut.

Schönes WE
Gruß
Jörn
Elias Vaughn
Den DS9-Relaunch zu lesen, kann ich auch nur empfehlen.... seit gestern hab ich Unity fertiggelesen und es war einfach nur schön, dieses Buch zu lesen (ich will jetzt nicht zu viel darüber verraten, schließlich will ich niemandem die Vorfreude verderben). Aber beim Lesen des Buches fühlte ich mich irgendwie..... zu Hause, in Ermangelung einer besseren Beschreibung.
Adm. Ges
Wie ich gerade gesehen hab, wurde das Buch bei Trekzone angekündigt. Den Beitrag lesen sicher ne Menge Leute, wenn man überlegt wieviele schon allein den Newsletter aboniert haben...
Da wirst du sicher ein par Exemplare los smile.gif
Elias Vaughn
QUOTE (Adm. Ges @ 11. Jan 2004, 12:52)
Da wirst du sicher ein par Exemplare los smile.gif

Also ein Exemplar wird er ganz bestimmt los wink.gif . Das Inhaltsverzeichnis ist ja sehr vielversprechend und ich bin schon ziemlich gespannt.... mal schauen.

Wenigstens können wir hier anständig weiterdiskutieren.
Nerys
@Vaughn
Na, mit der "Unity" Bemerkung hast du dich verraten...! Hatte schon gehofft das du duch hier auch irgendwo im Forum steckst. Ich bin leider erst bei "Twilight" - aber es ist recht vielversprechend. "Prophecy and Change" und "Unity" kann ich jedoch kaum erwarten...

Wenn alles gutgeht kommt das Buch übrigens diese Woche in den Druck... Viele Grüße, Nerys.
Elias Vaughn
QUOTE (Nerys @ 12. Jan 2004, 13:43)
@Vaughn
Na, mit der "Unity" Bemerkung hast du dich verraten...! Hatte schon gehofft das du duch hier auch irgendwo im Forum steckst. Ich bin leider erst bei "Twilight" - aber es ist recht vielversprechend. "Prophecy and Change" und "Unity" kann ich jedoch kaum erwarten...

Wenn alles gutgeht kommt das Buch übrigens diese Woche in den Druck... Viele Grüße, Nerys.

Mein Nick alleine hätte mich schon verraten müssen (können) wink.gif . Naja, nachdem ich aus dem VC rausgeflogen, sprich gelöscht wurde (Juhuuu: endlich gehör ich dem Club der Gelöschten an laugh.gif wink.gif ) und viele andere auch schon abgewandert sind, hab ich halt hier eine neue Heimat (unter anderem) gefunden. Ich frag mich ja heute noch, wie ich es dort solange ausgehalten habe und wie ich es über zwei Jahre geschafft habe, nicht gelöscht zu werden mrgreen.gif .

"Prophecy and Change" hab ich auch schon zu Hause, hab allerdings noch nicht damit angefangen... "Unity" muss sich erst noch setzen. Zuerst muss ich jetzt mal mit "New Frontier" etwas aufholen.
Nerys
Ach - übrigens wird das Buch jetzt doch in einer 1000er Auflage gedruckt werden.

@Vaughn
Kommt "Prophecy and Change" denn tatsächlich hinter "Unity"? Nicht das ich schon so weit wär, aber welches ist denn eher dran. Wenn ich mir die Bücher anschau wirds nicht so recht ersichtlich. Viele Grüße, Nerys.
Matt
Wenn ihr jetzt mehr druckt, könnt ihr doch sicher auch im Preis runtergehen, oder? *bettel* wink.gif
Elias Vaughn
QUOTE (Nerys @ 12. Jan 2004, 15:31)
@Vaughn
Kommt "Prophecy and Change" denn tatsächlich hinter "Unity"? Nicht das ich schon so weit wär, aber welches ist denn eher dran. Wenn ich mir die Bücher anschau wirds nicht so recht ersichtlich. Viele Grüße, Nerys.

"Prophecy and Change" ist ein Sammelband, der aus mehrern Geschichten besteht. Nur eine davon (die von Andrew J. Robinson) spielt nach dem Ende der Serie. Die restlichen Geschichten sind quer über alle 7 Staffeln verteilt. Aber es steht vor jeder eine "Historian's Note", wo genau angegeben wird, zwischen welchen Episoden die jeweilige Geschichte spielt.

Wenn du es genauer wissen willst, Nerys, kann ich ja mal die Titel der verschiedenen Geschichten posten und wann sie spielen.
Nerys
QUOTE (Elias Vaughn @ 13. Jan 2004, 18:56)
Wenn du es genauer wissen willst, Nerys, kann ich ja mal die Titel der verschiedenen Geschichten posten und wann sie spielen.

Ja - da wär super. Auch wenn vorne in den Büchern ja immer steht wann welches Buch rauskam. Eine schöne Liste von jemandem der sie schon alle durch hat fänd ich gut. Vielen Dank! Und Grüße,
Nerys.
Elias Vaughn
QUOTE (Nerys @ 14. Jan 2004, 10:52)
QUOTE (Elias Vaughn @ 13. Jan 2004, 18:56)
Wenn du es genauer wissen willst, Nerys, kann ich ja mal die Titel der verschiedenen Geschichten posten und wann sie spielen.

Ja - da wär super. Auch wenn vorne in den Büchern ja immer steht wann welches Buch rauskam. Eine schöne Liste von jemandem der sie schon alle durch hat fänd ich gut. Vielen Dank! Und Grüße,
Nerys.

Mach ich doch glatt smile.gif . Also ich werd einfach den Titel, Autor(en) und die "Historian's note" abtippen:


Revisited, Part 1 by Anonymous

Ha'Mara by Kevin G. Summers
Historian's note: This story is set a few days after the events of "Emissary", the pilot episode of Star Trek: Deep Space Nine.

The Orb of Opportunity by Michael A. Martin and Andy Mangels
Historian's note: This story is set between the third-season episodes "Life Support" and "Heart of Stone".

Broken Oaths by Keith R.A. DeCandido
Historian's note: This story is set shortly after the forth-season episode "Our Man Bashir".

... Loved I Not Honor More by Christopher L. Bennett
Historian's note: This story is set during the fifth-season episode "Soldiers of the Empire".

Three Sides to the Story by Terri Osborne
Historian's note: This story spans the sixth-season episodes "Behind the Lines", "Favor the Bold" and "Sacrifice of Angels".

The Devil You Know by Heather Jarman
Historian's note: This story is set after the events of the sixth-season episode "In the Pale Moonlight", in the days leading up to "Time's Orphan".

Foundlings by Jeffrey Lang
Historian's note: This story is set during the three-month period between the sixth and seventh seasons of Star Trek: Deep Space Nine.

Chiaroscuro by Geoffrey Thorne
Historian's note: This story is set between the seventh-season episodes "Afterimage" and "Take Me Out to the Holosuite".

Face Value by Una McCormack
Historian's note: This story is set primarily during the seventh-season episode "The Dogs of War", the penultimate episode of Star Trek: Deep Space Nine.

The Calling by Andrew J. Robinson
Historian's note: This story is set after the events of the novel A Stitch in Time and the stage play "The Dream Box", both of which follow the story of Garak beyond the events of the television series.

Revisited, Part 2 by Anonymous


So, das wars erstmal smile.gif . Revisited spielt (soweit ich meine Nase schon reingesteckt habe) während der Episode "The Visitor" aus der vierten Staffel.
Legate Garak
Erst mal gu'n Abend, bin neu hier. Anscheinend bin ich endlich mal auf ein "ernsthaftes" ST-Forum gestoßen.
Das Buch hört sich sehr interessant an, die 16 Euro düfte ich übrig haben. Allerdings bin ich ggü. germanistischen Fehlern recht empfindlich....
Aber VOY mehr Beziehungen und Blabla als DS9? Ich liebe DS9 genau weil es imho am meisten Beziehungen und Blabla bringt. Bei VOY und insbesondere bei ENT stören mich die unmotivierte Gewalt und das sinnentleerte Gelalle, aber ist vielleicht eine Geschmacksfrage.
Allerdings habe ich meine Zweifel, ob VOY oder ENT (das erstmal seine dritte Staffel schaffen muss) genug für ein derartiges Buch hergäben. Ich wage es zu bezweifeln.
Servus, Garak

PS: Habe von der "8. Season" den Section-31-Band (sehr gut) und Andrew Jordt Robinsons "A Stitch in Time" (wirklich göttlich) gelesen. Warum lässt Heyne eigentlich seit W. Jeschkes Abgang nur noch solchen Schrott wie ENT oder "Der Plan des Dominion" übersetzen und DS9 wird schon seit 5 Jahren nicht mehr wirklich übersetzt?!
Elias Vaughn
QUOTE (Legate Garak @ 22. Jan 2004, 20:42)
PS: Habe von der "8. Season" den Section-31-Band (sehr gut) und Andrew Jordt Robinsons "A Stitch in Time" (wirklich göttlich) gelesen. Warum lässt Heyne eigentlich seit W. Jeschkes Abgang nur noch solchen Schrott wie ENT oder "Der Plan des Dominion" übersetzen und DS9 wird schon seit 5 Jahren nicht mehr wirklich übersetzt?!

Das mag mitunter daran liegen, dass sich die DS9-Bücher in der dt. Übersetzung ziemlich mies verkauft haben, was meines Erachtens kein Wunder ist, wenn man sich die Bücher anschaut, die übersetzt wurden. Von den sechs oder sieben DS9-Büchern, die ich gelesen habe, hat mir nur ein einziges wirklich gut gefallen.

Unter Jeschke galt noch das Prinzip, dass die stärker verkauften Bücher die Bücher, die sich nicht so gut verkauft haben, mitgetragen haben. Das ist seitdem nicht mehr so, seitdem gilt das Prinzip, dass sich jedes Buch von selber rechnen muss.

Ich finde es eigentlich sehr schade, wenn man bedenkt, dass vor allem die DS9-Relaunch-Bücher reißenden Absatz finden und teilweise schon in die zweite Auflage gehen.


EDIT: Ach übrigens, herzlich Willkommen hier smile.gif ... bin ja selber noch ein Neuling.... mehr oder weniger.
Nerys
Hi Garak. Na, ich denke auch VOY würde Stoff für eine derartige Auseinandersetzung bieten. So oder so. Bei dir als peniblem Germanisten kann ich nicht dafür garantieren das du Stolperfrei über die Runden kommst. Ansonsten kann ich sagen, das das Buch morgen um 13.00 geliefert wird. Nächste Woche Dienstag sollte es dann erhältlich sein... Ich bin sehr gespannt. Habs ja auch noch nicht fertig gesehen... Viele Grüße, Nerys.

Soho... mein Buch ist da. Es sieht gut da, sind nur zu wenig. Naja, problemlos ablaufen wird wohl nie etwas, never. Bis es bei Amazon definitiv zu kriegen sein wird, dauert es wohl eher bis zum 01.02.. Kommt darauf an wie schnell die Grossisten sind. Grüße, Nerys.
Elias Vaughn
QUOTE (Nerys @ 23. Jan 2004, 03:42)
Soho... mein Buch ist da. Es sieht gut da, sind nur zu wenig. Naja, problemlos ablaufen wird wohl nie etwas, never. Bis es bei Amazon definitiv zu kriegen sein wird, dauert es wohl eher bis zum 01.02.. Kommt darauf an wie schnell die Grossisten sind. Grüße, Nerys.

Bei mir wird es ohnehin bis Mitte Februar dauern, bis ich es kriege..... bei meiner Bestellung sind auch noch die SE-DVD von Star Trek VI und Season 4 von Stargate dabei smile.gif . Aber das Warten halte ich auch noch aus mrgreen.gif .
Nerys
Entschuldigt wenn ich einmal noch in eigener Sache schreibe - aber ich habe gerade festgestellt, das man das Buch jetzt bei Amazon bestellen kann. Und zwar HIER KANN MAN DAS BUCH BESTELLEN - Viele Grüße, Nerys.
Elias Vaughn
QUOTE (Nerys @ 29. Jan 2004, 10:20)
Entschuldigt wenn ich einmal noch in eigener Sache schreibe - aber ich habe gerade festgestellt, das man das Buch jetzt bei Amazon bestellen kann. Und zwar HIER - Viele Grüße, Nerys.

Ich bin dir weeeeeeeeeeeeiiiiiiiiiiiiiiiiiiit voraus mrgreen.gif . Das Buch war schon seit Ende Dezember vorbestellbar, und das hab ich gleich genutzt wink.gif
Nerys
@Elias

Nein, das weiß ich doch Mr. Vaughn. Und das du vorbestellt hast, habe ich auch schon lange mit Freuden registriert, selbstverständlich. Nur ab heute morgen ists halt nicht mehr nur vor- sondern auch so richtig bestellbar. Das meinte ich. Obwohl irgendwie das Coverbild verschwunden ist auf der Amazon Site.

Naja, wens interessiert, dem sei meine Seite zum Buch ans Herz gelegt: Hier ist sie - Viele Grüße, Nerys.
Matt
Wenn ich die Amazon-Seite aufrufe, wird das Cover-Bild (und auch seine Vergrößerung bei Klick aufs Bild) korrekt angezeigt. unsure.gif
Oder ist diese Behauptung nur ein Trick von dir, um viele dorthin zu locken....? mrgreen.gif tongue2.gif
Elias Vaughn
QUOTE (Nerys @ 29. Jan 2004, 15:59)
Nur ab heute morgen ists halt nicht mehr nur vor- sondern auch so richtig bestellbar. Das meinte ich. Obwohl irgendwie das Coverbild verschwunden ist auf der Amazon Site.

Achsooooooo..... ja, da zeigt sich wieder mal, wer lesen kann ist klar im Vorteil wink.gif . Man sollte die Beiträge halt nicht nur überfliegen, aber was soll man machen, so neben der Arbeit pfeife.gif .

Aber du hast recht, auch bei mir ist das Coverbild verschwunden unsure.gif .
Matt
Bei mir ist das Bild jetzt auch verschwunden. War wohl vorhin noch im Browser-Cache...?! unsure.gif
Matt
Mein Exemplar des Buches ist heute eingetroffen. Wenn ich alle Prüfungen hinter mir habe, werde ich es mir durchlesen und evtl. Feedback folgen lassen.
Auf den ersten Blick und vom ersten Durchblättern sah es auf jeden Fall sehr interessant aus, und ich mußte mich sehr zusammenreißen, mich wieder auf den Uni-Stoff zu konzentrieren. wink.gif
Nerys
@Matt - da bin ich ja mal gespannt obs dir gefällt....

Es gibt die ersten zwei Rezensionen bei Amazon.de... eine gute, eine schlechte. Leider ist das eingetroffen wovor ich durchaus Respekt hatte, nämlich, ich zitiere:

"Was auch etwas säuerlich aufstößt, ist die Tatsache, daß sich der Autor offenbar schon ein wenig mit Star Trek an sich beschäftigt hat, aber offenbar nicht gut genug, um eine einheitliche Schreibweise von Namen von Völkern und Personen durchzuziehen. Mal heißt es Jem'Hadar, dann wieder Jem Had'ar. Und mit diesem scheinbaren Halbwissen wagt er sich dann an ein philosophisches Thema über Star Trek. Gewagt, gewagt."

"Scheinbares Halbwissen" ist dann doch vielleicht ein wenig tief gegriffen. Obwohl die Jem`Hadar (ich bin schon wieder zu faul es zu überprüfen) natürlich tatsächlich mal so und mal so vorkommen. Das, zu meiner Schande, entspringt jedoch eher meiner Schlamperei als DS9-Halbwissen. Ich hatte erwartet das es Schwierigkeiten mit der Wissenschaftlichkeit meines Buches gibt, aber das man mir nur bescheidenes Wissen über die Serie vorwirft trifft mich tief.... Naja, un ich glaube, da kann ich einfach mal behaupten: das stimmt nicht. Guten morgen und Grüße, Nerys.
VirtualSelf
QUOTE (Nerys @ 12. Feb 2004, 09:50)
Ich hatte erwartet das es Schwierigkeiten mit der Wissenschaftlichkeit meines Buches gibt, aber das man mir nur bescheidenes Wissen über die Serie vorwirft trifft mich tief.... Naja, un ich glaube, da kann ich einfach mal behaupten: das stimmt nicht. Guten morgen und Grüße, Nerys.

Vergiss die zweite Rezi, da sie sich nicht inhaltlich mit dem Buch auseinandersetzt. Mag sein, dass der Resenzent dazu nicht in der Lage ist, mag sein dass eine Erbsenzählermentalität sein Schreiben und Lesen bestimmt; auf jeden Fall ist es keine fundierte Auseinandersetzung mit den Buch .... also: ab in die Tonne ...
Nerys
@Nepharite
Das ist sehr nett von dir, vielen Dank. Trotzdem wird es sicher einige geben, denen das Buch aus verschiedenen Gründen nicht gefällt. Damit muß man dann halt leben, ist ja klar. Aber das ist schon unangenehm, so eine Kritik, ob man nun damit rechnen muß oder nicht... Hoffentlich kommen noch ein paar gute... Über den Jem Ha`dar Fehler, kleinlich oder nicht, ärgere ich mich selber am meisten, trotzdem. Ich habe allerdings schon andere ST-Bücher gelesen in denen Sachen wie Jatsia und Cisco stand. Das fand ich wiederum ein wenig zu schlampig und hatte doch im Buch besonders Wert darauf gelegt, das mir eben zumindest ST-Wissenslücken nicht nachgesagt werden können. Aber jedenfalls noch mal danke für deine netten Worte - konnte ich gut gebrauchen heut Nachmittag! Viele Grüße, Kolja.
Adm. Ges
Hab zwar die Rezis (noch) nicht gelesen, aber für eine Buchrezension finde ich es etwas weit hergegriffen, 2 Verschiedene Schreibweisen, die absolut nix entfremden gleich als "Halbwissen" darzustellen. Wenn man die Dinger bewerten kann, dann gibt´s von mir sofort ne die schlechteste Note wink.gif

PS: Wow, Amazon hat nurnoch 3 Stück "auf Lager" - also Leute, fleißig weiterbestellen wink.gif

PPS: So, hab nun die beiden Dinger gelesen. Die erste gefällt mir so ganz gut, die 2. "Rezension" könnte man wohl eher unter "Nitpick" zusammenfassen. Auch in "großen" Werken finden sich Fehler wie er sie beschrieben hat.

Wie du schon erkannt hast, es kann eben nicht jedem gefallen.
pana
ich habe mein exemplar auch vor einigen tagen über amazon erhalten. hab mal kurz durchgeblättert, lesen werde ich es erst, nachdem ich ds9 auf dvd durchgesehen habe.

auf mich macht das buch jedoch nicht den eindruck, daß es mangelhaft recherchiert wurde. an vielen stellen werden die englischen originale zitiert. das ist schonmal ein gutes zeichen.
Dr. Zoidberg
QUOTE (Adm. Ges @ 12. Feb 2004, 19:00)
Wenn man die Dinger bewerten kann, dann gibt´s von mir sofort ne die schlechteste Note wink.gif

Die Kundenrezensionen bei amazon kann man alle bewerten (hilfreich? ja oder nein). Diese zweite Kritik ist eine typische Fan-Reaktion: Wenn einem die Richtung und der Ton nicht passt (der Satz „Verglichen mit der kritischen Resonanz, die „Star Trek“ zum Teil hervorruft, ist der Anspruch der Serie gering“ stößt bei solchen Leuten sicher schon übel auf), man aber zu einer vernünftigen Auseinandersetzung nicht willens oder fähig ist mäkelt man an diversen Kleinigkeiten rum.
Das Korrekturlesen eigener Texte ist ja auch immer am schwierigsten.
Nerys
@ Herrn Dr.
Da magst du recht haben. Der Satz allerdings ist durchaus anders gemeint - ich halte die Serie selbstverständlich für ziemlich anspruchsvoll. Trotzdem sollte man nicht vergessen, das es letztlich als eine "normale" TV Serie produziert wird, von der man nicht erwarten muß das sie einem derart hohen Anspruch (wie ich ihn meine zu entdecken) genügt. Da habe ich mich wohl etwas mißverständlich ausgedrückt. Das mir die Serie viel bedeutet und ich in ihr sehr viel mehr entdecke als im Zweifelsfall mit Intention von den Produzenten und Schreibern hereingesteckt worden ist, merkt man ja aber im Rest der Arbeit... unsure.gif Objektiv bin ich da wahrlich nicht... wink.gif . Ich selber bin übrigens vor allen Dingen was Zeichensetzung betrifft eine einzige Katastrophe. Die Arbeit ist aber natürlich von anderer, kompetenter Seite korrekturgelesen worden, so das ich meine, das sich die Fehler in Grenzen halten. Hoffentlich. Viele Grüße, Nerys.
Waltz
Hallo!
Liest noch jemand in diesem Thread mit - insbesondere Nerys? Wollte nämlich gern ein paar Gedanken zum Buch äußern... smile.gif

Grüße
H. Schröder
Voivod
^Na dann schiess' mal los! Nerys war gerade vorher auf der BBS, er wird deinen Beitrag wohl zu Gesicht bekommen.
Waltz
Gern! Dauert aber noch ein Weilchen - es wird doch etwas umfangreicher als ich dachte... smile.gif
Nerys
Ich lese ich lese. Und bin natürlich immer gespannt und neugierig was Meinungen zu meinem Buch betrifft. Zunächst freut es mich selbstverständlich schon mal das du es gelesen hast. Ich habe bislang immer noch nicht viele Reaktionen bekommen... wäre schön wenn du was dazu schreibst. Viele Grüße, Kolja (Nerys).
Waltz
Zunächst mal ein großes Lob an Dich, Kolja: Das Buch gefällt mir ausgesprochen gut, es ist hervorragend recherchiert und intelligent geschrieben - einfach von Anfang bis Ende sehr interessant. Die akribische Durchleuchtung der gesamten Serie, in der Du Dich auch offenbar bestens auskennst, auf der Suche nach philosophischen Gedanken und Aussagen, und deren Verquickung mit geisteswissenschaftlichen Modellen und Lehren aus unserer Realität gelingt nachvollziehbar und unterhaltsam - Dein Fundus an und Deine Kenntnis von philosophischen Schriften sind wahrlich beeindruckend! Mal ganz davon abgesehen, dass es für einen "Deep Space Nine"-Fan wie mich ein großes Vergnügen ist, endlich ein wenig ernsthafte Sekundärliteratur zu dieser Serie gefunden zu haben, die über die üblichen "Episoden-Guides" hinausgeht.

Dennoch möchte ich zwei Dinge kritisieren, wenn ich darf. smile.gif
Mein erster Kritikpunkt ist nicht auf den wesentlichen Inhalt des Buches bezogen und daher vielleicht auch nicht so wichtig: Zunächst mal bin ich nämlich ganz und gar nicht mit Dir einer Meinung, was die Bewertung der siebten Staffel und deren Einführung des Charakters Ezri Dax angeht. Im Gegensatz zu Dir empfinde ich Ezri und die sie behandelnden Episoden nicht als einen krampfhaften Versuch, Jadzia zu ersetzen und ihren Ersatz dann in verzweifelter Eile in die große DS9-Saga einzubauen.
Ganz im Gegenteil - nachdem wir die Entwicklung der altbekannten Charaktere nun schon sechs Jahre lang miterleben durften und keine großen neuen Erkenntnisse in dieser Hinsicht mehr zu erwarten waren, nachdem die zwischenmenschlichen Verhältnisse auf DS9 geklärt zu sein schienen, brachte Ezri doch unerwartet frischen Wind auf die Station: Wie die übrigen Protagonisten mit diesem Charakter umgehen, der gleichzeitig ein Fremder und ein alter Freund ist, ist meiner Meinung nach stets interessant und zuweilen gar amüsant. Der Doktor bekommt endlich mal die Gelegenheit, ein wenig Gefühl zu zeigen und eine Beziehung zu einer Frau einzugehen, Worf sieht sich angesichts seiner untoten Ex-Frau wiedermal mit einer einzigartig komplizierten Situation konfrontiert und gewinnt mit ihr schließlich (endlich!) einen guten Freund, Sisko muss sich schon wieder an ein neues Äußeres des "Old Man" gewöhnen, selbst Quark darf neue Hoffnung schöpfen... Alles sehr reizvoll und erfrischend, wie ich finde. Außerdem gefällt mir die Idee, einen (nachvollziehbar) "unsicheren", anfangs gar völlig labilen Charakter einzuführen, der darüber hinaus in seinem Beruf als Counselor zunächst völlig überfordert ist - eine sehr nette Abwechslung von all den hochprofessionellen Übermenschen, die wir sonst aus der "Star Trek"-Welt gewohnt sind (wenn die Charaktere auf DS9 auch allesamt nicht annähernd so übertrieben perfekt sind wie Jean-Luc Picard). Klar, in den finalen Episoden wäre es schön gewesen, noch einmal Jadzia zu erleben und von ihr gebührend Abschied nehmen zu können - aber angesichts der Umstände war die Lösung der Autoren, Jadzia durch Ezri zu ersetzen, die beste Alternative.

Natürlich ist das alles reinste Geschmackssache - aber genau deshalb hättest Du Dich (IMHO) lieber etwas mehr mit Deiner (natürlich auch nachvollziehbaren und gut begründeten) Kritik an Season 7 und der Einführung von Ezri zurückhalten sollen; für den in "Star Trek"-Dingen eher unbedarften Leser, der sich weniger für DS9 an sich als für das übergeordnete Thema "Wissenschaft und Religion" interessiert, sieht es so aus, als wären diese vermeintlichen Unzulänglichkeiten des Serien-Endes genereller Konsens. Dass man auch völlig anderer Meinung sein kann, wird nicht ganz deutlich.

Doch wie gesagt: Das ist ja im Grunde nicht so wichtig, ich wollte es nur mal gesagt haben. smile.gif
Zu meinem zweiten Kritikpunkt: Ich stimme nämlich auch mit der Grundaussage des Buches, wenn ich diese denn richtig verstanden habe, nicht voll und ganz überein. smile.gif
Ich verstehe "Deep Space Nine" nicht als ein Statement für ein gleichberechtigtes Nebeneinander von Wissenschaft und Religion, von Rationalismus und Glauben.
Und das hat einen einfachen Grund:
Die gleichberechtigte Koexistenz und gegenseitige Ergänzung dieser beiden Geisteshaltungen und Strömungen, wie sie in DS9 gezeigt und in der Person Siskos zum Schluss der Serie hin gar mehr und mehr personifiziert wird, eignet sich meiner Meinung nach nicht als Modell für unsere Welt - sie lässt sich nicht auf unsere Gegenwart mit ihren real existierenden Wissenschaften und Religionen übertragen. Das liegt an einem fundamentalen Unterschied im Bereich der Religion.
Die bajoranische Religion in der Welt von "Deep Space Nine", die sich um die Propheten, ihre Prophezeihungen und ihren Himmelstempel dreht (die "Religion" um die "Gründer" aus dem Gamma-Quadranten meine ich hier nicht), unterscheidet sich von den Religionen auf der Erde in einem entscheidenden Punkt, der viele augenscheinliche Parallelen bei genauerer Betrachtung verschwinden lässt: Die Götter der Bajoraner - sie existieren WIRKLICH.

"Unsere" Religionen, die Glaubensrichtungen der Menschen in unserer Realität, sie haben alle (mehr oder weniger) eines gemeinsam: Sie basieren auf "Glauben" im eigentlichen Sinne. "Zu glauben" bedeutet ja eigentlich, etwas anzunehmen, ohne es tatsächlich zu wissen; "der Glaube" ist in der Religion somit die Annahme der Existenz, das Vertrauen in einer Macht, eines Ideals oder einer Bestimmung, für oder gegen die es keine Beweise im rational-wissenschaftlichen Sinne gibt. Niemand kann die Existenz des christlichen Gottes beweisen, und niemand kann sie widerlegen; niemand kann wirklich WISSEN, wann und wo göttliche Allmacht im Spiel ist und wo bloß Zufall und Naturgesetze walten - und gerade darum geht es beim Glauben: Da in einer Religion niemand wirklich etwas WISSEN kann, kommt es ja gerade darauf an, dass man GLAUBT.
Glauben und darauf aufbauende Religionen entstanden immer als Erklärungsversuche einer für den Menschen nie vollständig begreifbaren Welt - ein religiöses Weltbild ist ein in sich stimmiges Modell, eine Theorie, aber eine nicht beweisbare. Beweise für die Existenz Gottes sind aus Sicht des Gläubigen völlig unnötig - er glaubt auch so daran, für ihn sind der Wunsch oder das Bedürfnis nach der sinngebenden Existenz einer solchen gütigen Allmacht genug, um ihre Existenz anzunehmen; mehr noch: gäbe es einen unwiderlegbaren Beweis für die Existenz von "Gott", so bräuchte man das Konzept des Glaubens überhaupt nicht mehr, da dieser somit Bestandteil unserer Wissenschaft wäre, ein Teil unseres menschlichen Wissens, rational bewiesen und unbestreitbar existent. Seine Existenz dann noch zu bestreiten käme der Leugnung grundlegender wissenschaftlicher Erkenntnisse gleich.

Also: Auf der Erde bedeutet die Angehörigkeit zu einer Religion, dass man "glaubt", ohne zu "wissen", dass man ein Gedankengebäude, eine Idee, ein Ideal, eine Theorie als gegebene Wahrheit annimmt, ohne sie zu hinterfragen. Auch das ist ein entscheidender Punkt: Wahrer Glaube schließt Skepsis und kritisches Hinterfragen des Geglaubten aus, denn wer sich mit Logik und gesundem Menschenverstand dem Prinzip des Glaubens nähert, kann diesen niemals annehmen. Natürlich kann man sich - anders als viele Fundamentalisten Bajors oder auch Major Kira - kritisch mit dem eigenen Verhältnis zu und dem Umgang mit Religion und Glauben auseinandersetzen, kann die Auswirkungen einer Religion auf ein Volk oder einfach "von außen" die Lehren einer Glaubensrichtung hinterfragen - doch wer etwas wirklich glaubt, von dem kann man nicht erwarten, dass er es gleichzeitig skeptisch und kritisch betrachtet, denn das logische Hinterfragen schließt - wie gesagt - das reine Glauben und blinde Vertrauen aus.

Aber wie sieht es auf Bajor aus, und wo liegt der große Unterschied zwischen der bajoranischen und etwa unserer christlichen oder muslimischen Religion?
Die Bajoraner sind auf den ersten Blick ebenso "gläubig" wie die Angehörigen unserer Religionen, gewiss. Nur: Die Bewohner Bajors haben auch allen Grund dazu, denn die Existenz ihrer Götter ist offensichtlich. Niemand wird die Existenz des Himmelstempels bestreiten können, seit Sisko ihn in "Emissary" entdeckte, und wer wie Sisko sogar Kontakt zu den Propheten hatte, wird auch ihre Existenz und ihre Macht nicht in Frage stellen. Nicht einmal Starfleets kritischste Wissenschaftler leugnen das tatsächliche Vorhandensein der "Wormhole Aliens" und ihrer Dimension, die außerhalb unserer Zeit existiert. Auch bei noch so kritischer Betrachtung des Kultes um die "Propheten" lässt sich (aus Sicht des solche Phänomene gewohnten Starfleet-Offiziers) kaum bestreiten, dass ihre mysteriösen Prophezeihungen nichts anderes sind als die Erkenntnisse einer Spezies, die Einblick in die Zukunft hat.
Die Propheten (oder "Wormhole Aliens") haben eine Macht, die der unserer sagenhaften Götter nahekommt, und ähneln überhaupt in allen Bereichen "unseren" Göttern: Sie haben die Möglichkeit, gottgleich "von oben herab" in "unsere" Realität einzugreifen, sie sorgen sich um das Schicksal des gesamten Volkes der Bajoraner, sie haben ein übergeordnetes Verständnis von den Zusammenhängen des Universums, sie haben Einblick in die Zukunft, schicken den Humanoiden Erkenntnis und Erleuchtung in Form von Visionen und Prophezeihungen. Ob man sie deshalb nun verehrt, ob man sie als "Götter" bezeichnet, zu ihnen betet und ihnen zu Ehren Tempel errichtet - das ist jedem selbst überlassen, aber fest steht, dass diese Wesen gottgleich sind und tatsächlich real existieren - wissenschaftlich beweisbar.
Das Konzept des Glaubens ist für Bajor damit (streng genommen) gar nicht mehr nötig - hier ist die Annahme der Existenz von Göttern mehr ein tatsächliches Wissen. Der Bajoraner braucht nicht blind alten Überlieferungen zu vertrauen - er kann ihren Gehalt teilweise selbst überprüfen.
Nun ja, für den gemeinen Bajoraner macht das keinen Unterschied: Seit Jahrtausenden zweifelt niemand die Existenz der Propheten an, sie ist ein Axiom, ein Beweis nicht nötig - ein Bajoraner würde behaupten, er "wisse", dass die Propheten existieren, ohne sie jemals gesehen zu haben. Dass sie sich eines Tages tatsächlich zeigen, dass ihr Sein damit bewiesen wurde, ist für einen Vedek sicher keine Überraschung und ändert nichts an seiner Einstellung zur Religion.

Einen größeren Unterschied macht dies allerdings für den Zuschauer, sowie für Starfleet im Allgemeinen und Sisko im Besonderen. Sisko fällt nicht einfach dem "Glauben" an eine höhere Macht anheim und wirft damit Jahrhunderte der Aufklärung hin zu einem wissenschaftlichen, rationalen Weltbild über den Haufen - nein. Sisko braucht keinen Glauben anzunehmen - er WEISS von der Existenz der Propheten, wie man sie auch nennen mag; Sisko spricht zu ihnen, stammt gar von ihnen ab, hat nicht den geringsten Zweifel an ihrer physischen Existenz und ihren Fähigkeiten.
Das sagt er auch selbst - Du zitierst ihn, wie er das tut, auf Seite 140:

"Wormhole Aliens or Prophets - it doesn't really matter. The fact is, they exist outside of time, and over centuries, they've given the Bajorans glimpses of the future. (...) If whatever's written here can help me avoid mistakes and make the right decisions, I'd be a fool to ignore it."

Nicht einmal Jadzia, die Du als die Verkörperung des Starfleet-Wissenschaftsdenkens im 24. Jahrhundert bezeichnest, kann dem widersprechen - denn Sisko begründet sein Handeln nicht irrational in blindem Vertrauen in eine unsichtbare Macht, die nur in seinem Glauben existiert, sondern in Vertrauen in Fakten, in die bewiesenen Fähigkeiten einer übermenschlichen außerirdischen Spezies.
Das ist ein extrem großer Unterschied - und deshalb ist Sisko auch kein typischer "Gläubiger", ganz anders als ein überzeugter Christ oder Muslim auf der Erde des 21. Jahrhunderts. Christen glauben an die Wahrheit alter Überlieferungen und die Wahrhaftigkeit einer sinngebenden, allmächtigen Gottheit - ohne, dass es Beweise dafür gäbe. Sisko hingegen weiß genau, dass sich die überlieferten Prophezeihungen bewahrheiten werden, denn er hat die mächtigen "Götter" selbst getroffen, ihre Existenz quasi wissenschaftlich validiert.

Die große Gefahr des Glaubens liegt in ihm selbst begründet: in der Tatsache, dass der Gläubige unreflektiert und unbewiesen Dinge als gegebene Wahrheiten annimmt, sie nicht kritisch hinterfragt. Das macht den Gläubigen leicht manipulierbar und in vielen Fällen gar gefährlich. Wer einfach "glaubt", der macht es sich leicht - er will sich nicht damit abfinden, dass sich einige Dinge dem menschlichen Verständnis entziehen, und sucht so eine Erklärung in der Existenz einer "höheren Macht", die allem einen Sinn zu geben scheint. Das ist naiv und riskant. Sisko wiederholt diesen uralten Fehler nicht, nein - er stützt sich auf Fakten; dass die Bajoraner um seine "Götter" zufällig einen religionsartigen Kult aufgebaut haben, der unserem Christentum stark ähnelt, ändert daran nichts.

Die Sensibilität der Menschheit im "Star Trek"-Universum ist weiterentwickelt und hat sich vom Glauben zurecht entfernt - aus Gründen, die etwa in der TNG-Episode "Who Watches The Watchers" gut nachvollziehbar dargelegt werden. Die Menschen des 24. Jahrhunderts sind aufgeklärt und suchen die Welt mit ihrem Verstand und ihrer Wissenschaft zu begreifen, statt sich in einem religiösen Weltbild zu verkriechen. Sisko bildet hier keine Ausnahme.

Das ist jedenfalls meine Meinung... smile.gif
Nerys
@Waltz

Es freut mich sehr das das Buch dir gefallen hat und vor allem auch, das du dir so viele Gedanken dazu gemacht hast. Ich bin schwer beeindruckt...! Erlaube mir etwas kürzer zu antworten, später vielleicht mehr. Zu deinem ersten Punkt - da hast du vollkommen recht: ich habe oft meine subjektive, persönliche Meinung kundgetan, und was Ezri betrifft, empfinden wir da einfach verschieden. Ich habe halt von Anfang an gedacht, es wäre schöner gewesen einen Charakter aus dem Hintergrund"so halb" einzuführen, wie zum Ende der ersten Staffel die bajoranische Technikerin (ihr Name war glaube ich "Neela"... oder?). Das hätte mir besser gepasst, weil man dann auf Charakterbildende Extrafolgen hätte verzichten können. Wie sollte Ezri auch 6 Staffeln aufholen...? Andererseits beweist ja auch deine Meinung, das es durchaus auch anders empfunden werden kann und somit ja natürlich legitim war und funktioniert hat. Leider habe ich nicht bedacht, das meine Kritik und persönliche Meinung als genereller Konsens erscheinen könnte, das tut mir natürlich leid und war nicht beabsichtigt.
Der zweite Punkt - nun ja, dazu könnte man natürlich viel und lange diskutieren. Ich bin nicht der Meinung, das es bewiesen ist das die bajoranischen Götter existieren. Es gibt die "Wormhole Aliens", klar, und man kann sie wie Sisko sagt, auch durchaus als Gottähnlich bezeichnen ob ihrer Eigenschaften, auf der anderen Seite aber, gehört zu einem Gott mehr als nur seine Eigenschaften. Und Jadzia sagt nicht ohne Grund das sie es vorziehe, sie weiterhin als "Wormhole Aliens" zu bezeichnen. Dazu kommt, das die Föderation den Propheten und dem Glauben der Bajoraner sehr skeptisch gegenüber steht - auch vergißt du vielleicht, das nur sehr wenige tatsächlich mit den "Aliens" oder "Prophets" Kontakt hatten. Und das Sisko diesen Kontakt hatte wissen zwar wir Zuseher, aber die Bajoraner sind in der Hinsicht weiter auf ihren "Glauben" angewiesen. Für mich ist aber vor allem der konkrete Vergleich zwischen den Religionen nicht so wichtig. Es ist der Unterschied zwischen Glauben und Wissen und deren gegenseitige Wechselbeziehung die ich spannend dargestellt finde. Sisko glaubt am Anfang zu wissen - er hat Aliens im Wormhole gefunden die außerhalb der Zeit leben und blabla. Sein Wissen wird immer mehr erschüttert und am Ende ist es ja nicht so, das Sisko "weiß" das die Aliens "Götter" sind, sondern er vertraut ihnen ohne wirklich konkret zu wissen was ihn auf diesem Weg erwartet. Er vertraut darauf, das dieser Weg seiner ist. Die Frage ob die "Wormhole Aliens" Götter sind oder nicht, wird in der Serie nicht beantwortet, sondern lediglich dargestellt, wie ein (oder mehrere Menschen) Mensch seinen Weg in diesem Konflikt findet und ihn damit, wie ich finde, auf eine Art und Weise löst. So, jetzt aber genug gefaselt.

Nochmal: es freut mich sehr darüber mit dir zu diskutieren und genauso das es dir gefallen hat, mein Buch. Vielen Dank und viele Grüße, Kolja.
Waltz
Danke schon mal für die schnelle und ausführliche Antwort. Hatte schon häufiger das Bedürfnis, nach dem Lesen eines Buches mit dem Verfasser zu fachsimpeln, und jetzt hab' ich die Gelegenheit dazu - klasse! smile.gif

QUOTE
Ich habe halt von Anfang an gedacht, es wäre schöner gewesen einen Charakter aus dem Hintergrund"so halb" einzuführen, wie zum Ende der ersten Staffel die bajoranische Technikerin


Klar, das hätte auch seinen Reiz gehabt.
Aber damit hätten die Autoren eine einmalige Chance verpasst: dass es gerade Jadzia traf, eröffnete doch die (zumindest erst mal theoretisch) höchst interessante Möglichkeit, Dax weiterleben und in einem anderen Wirtskörper wieder auftauchen zu lassen - um zu sehen, wie die anderen damit zurechtkommen, insbesondere Worf. Hätte man Dax, der ja praktisch unsterblich ist, einfach mit Jadzia verschwinden lassen - ich denke, die Fans hätten sich zurecht gefragt, warum die Autoren so eine Gelegenheit für interessante Geschichten auslassen...
Dank Ezri wurden auch alle anderen Charaktere vor eine neue Situation gestellt, und das hat ihnen IMO allen gut getan.

QUOTE
Das hätte mir besser gepasst, weil man dann auf Charakterbildende Extrafolgen hätte verzichten können.


Okay, letztendlich hängt die Einschätzung dieser Entwicklung natürlich nur davon ab, ob man den neuen Charakter und seine Episoden mag oder nicht. Da verhält es sich wie mit allen anderen Elementen der Serie - mag man die große Rolle der Religion in "DS9" oder nicht (viele Fans mögen diesen Aspekt gar nicht), mag man die düstere Stimmung, schätzt man die Kriegshandlung, hat man was gegen Ferengi-Episoden, ist man von Klingonen-Folgen genervt? Alles bloß eine Frage des Geschmacks... smile.gif

QUOTE
Der zweite Punkt - nun ja, dazu könnte man natürlich viel und lange diskutieren.


Hehe, in der Tat smile.gif

QUOTE
vergißt du vielleicht, das nur sehr wenige tatsächlich mit den "Aliens" oder "Prophets" Kontakt hatten


Hmm, das stimmt allerdings. Für den gemeinen Bajoraner ist die Existenz der Propheten und ihrer Allmacht gar nicht bewiesen, weil er sie selbst noch nicht hat erleben dürfen - er muss weiterhin glauben und vertrauen, wie auch die Christen seit zweitausend Jahren glauben und vertrauen. Da sind schon ein paar Parallelen.

Aber mir geht es auch mehr um Sisko selbst, denn sein Handeln als Stellvertreter Starfleets und der gesamten menschlichen Zivilisation der "Star Trek"-Zukunft spielt ja eine besondere Rolle. Und er hat allen Grund, den Propheten zu vertrauen - auch ohne im engeren Sinne zu "glauben", denn er "weiß" eben um ihre Macht. Aaaber:

QUOTE
am Ende ist es ja nicht so, das Sisko "weiß" das die Aliens "Götter" sind, sondern er vertraut ihnen ohne wirklich konkret zu wissen was ihn auf diesem Weg erwartet. Er vertraut darauf, das dieser Weg seiner ist.


...in dem Punkt werden wir uns wohl nicht mehr ganz einig, aber das macht ja auch nichts. smile.gif
Ich denke eben schon, dass Sisko genug über die Aliens weiß, um ihnen blind vertrauen zu können - wie er auch anderen wissenschaftlichen Tatsachen vertraut, oder seinen Kollegen. Was die Macht und die Motive der Propheten angeht, gibt es für ihn keinen Zweifel mehr - beides haben sie oft genug unter Beweis gestellt.
Das ist bei "unseren" Religionen eben anders - hier wurde nie etwas bewiesen, hier haben sich nie Götter gezeigt, hier basiert der Glauben nur auf Vermutungen und Überlieferungen.

Wie auch immer - würde mich freuen, noch mehr von Dir zu lesen. smile.gif

Gruß, Henner
Nerys
Also, über Ezri werden wir uns wirklich nicht einig. Was schon ein Unterschied zu allen anderen Charakteren ist, bei denen man sich, bis auf Worf vielleicht, im Großen und Ganzen nicht beschweren kann was deren Charakterentwicklung betrifft. Ezri ist und bleibt für mich ein Teil des Puzzles das nicht passt - das stört mein Gesamtbild ganz furchtbar... Aber was solls... "Field of Fire" fand ich gar nicht so schlecht. Allerdings geht sie mir auch in den DS9 Romanen der achten Season schrecklich auf den Sack - auf einmal will sie gar Commanderin spielen, wie unglaubwürdig. Schon ihr "counseln" war immer so debakulös inkompetent, ich fands teilweise unerträglich... Aber ich höre auf mich aufzuregen. Das ist in der Tat meine ganz persönliche Angefaßtheit was Ezri betrifft. Ich würde sie ja gerne auch so angenehm finden wie du... Gib mal Tipps...! wink.gif

Bei Sisko ist es wirklich so das er immer mehr vertraut - aber es geht ja um die Frage ob sie Götter sind, nicht ob sie allwissende Wesen sind denen man vertrauen kann. Das mag Sisko entschieden haben - aber sein Schritt am Ende, die "Lösung" der Geschichte, ist ein "vereinigender". Damit Wissenschaft und Religion einen gemeinsamen Weg gehen können, ist die Frage nach dem "ob etwas Gott ist oder nicht" überflüssig. Sie braucht nicht gestellt zu werden. Denn am Ende brauchen wir den spirituellen sowie den naturwissenschaftlichen Weg zusammen um weiterzukommen. Ich glaube, daß das Siskos Erkenntnis ist, bzw. das sein Schritt am Ende diese Erkenntnis symbolisiert. So... gute Diskussion...! Das macht doch mal Spaß. Viele Grüße, Kolja / Nerys.
Nerys
1. Würde es wohl Sinn machen mit dem Buch auf die Fedcon zu gehen und wenn ja in welcher Form? Signierstunde oder so? Oder sitze ich dann da peinlich alleingelassen herum... ? Ich muß gestehen, ich war noch nie auf einer Con.

2. Ich glaube die einzigen Bücher die bislang verkauft worden sind, gingen komplett hier ans Board... hier gabs ein Interview... Von hier kam die beste Rezension...

3.Und: übrigens, von den vielen verlangten Rezensionsexemplaren ist noch keines besprochen worden... schade... ich hoffe ich bin nur ungeduldig und das dauert immer so lange...

4. Von einer Sekunde zur anderen bei Amazon von Verkaufsrang 10.642 auf 222.963 ... ich warte auf die zweite Welle...

Sonst gibts nichts neues. Eigentlich will ich ja nur provozieren das mal wieder einer was hier herein schreibt. Grüße, Kolja.
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